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Stalingrad Podcast

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Primero Verlag

Christoph Fromm, Autor des Historienromans ”Stalingrad - Die Einsamkeit vor dem Sterben” spricht in diesem wöchentlichen Podcast über Themen rund um das Dritte Reich: Idealismus, Fanatismus und bedeutende Persönlichkeiten des Dritten Reiches, sowie die schrecklichen Folgen des Krieges, die teils bis heute spürbar sind. Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns gerne auf Instagram (@primero_verlag) oder per Mail an primero@primeroverlag.de. Helft uns, den Podcast weiterhin für euch zu produzieren! https://www.paypal.com/donate?hosted_button_id=XFVPLBVWM4FTE Falls auf eurer Lieblingsplattform die ersten Stalingrad Podcast Folgen nicht mehr verfügbar sind, hört sie auf PodBean, völlig kostenlos und ohne Anmeldung: https://stalingradpodcast.podbean.com/page/14/

134 - Folge 340: Im Westen nichts Neues - Teil 1
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  • 134 - Folge 340: Im Westen nichts Neues - Teil 1

    „Im Westen nichts Neues.“ Nur vier Worte stehen am Ende von Erich Maria Remarques weltberühmtem Roman, doch in ihnen verbirgt sich die ganze Tragik einer zerstörten Generation. Während der offizielle Heeresbericht im Oktober 1918 an einem scheinbar ruhigen Tag absolut nichts Bemerkenswertes meldet, endet für den jungen Soldaten Paul Bäumer genau an diesem Tag alles. In dieser Folge unseres Podcasts widmen wir uns ausführlich Remarques zeitlosem Antikriegsroman und seiner gewaltigen historischen Wirkung. Wir tauchen ein in den grausamen Alltag an der Westfront des Ersten Weltkriegs, wo moderne Waffentechnik und der Stellungskrieg das einzelne Menschenleben in eine bloße Verlustzahl verwandelten. Gemeinsam beleuchten wir die Entstehung des Buches aus den persönlichen und gesammelten Erinnerungen des Autors sowie den beispiellosen weltweiten Erfolg nach seinem Erscheinen im Jahr 1929. Warum konnte der Roman das Publikum so tief erschüttern? Wie spiegeln sich in Bäumers Sprachlosigkeit während seines Heimaturlaubs die seelischen Narben der Überlebenden wider? Und weshalb löste das Werk in der späten Weimarer Republik einen derart heftigen Streit um die Erinnerung an den Krieg aus, der schließlich in der Verfolgung Remarques und der Verbrennung seines Buches durch die Nationalsozialisten gipfelte? Eine intensive Reise durch die Literaturgeschichte über den schmalen Grat zwischen Entmenschlichung, Kameradschaft und der ewigen Suche nach der Wahrheit des Krieges.

    Fri, 06 Nov 2026
  • 133 - Folge 339: Bernard Montgomery - Genialer Stratege oder unerträglicher Egomane?

    „Wissen Sie, wer ich bin?“ – Mit dieser Frage und dem trockenen Geständnis „Ich töte Menschen“ schockierte ein 79-jähriger Bernard Montgomery einst einen jungen Anhalter auf einer englischen Landstraße. Anekdoten wie diese zeichnen das Bild eines der faszinierendsten, aber auch umstrittensten Militärführer des 20. Jahrhunderts. Als Sieger von El Alamein, Bezwinger des legendären „Wüstenfuchses“ Erwin Rommel und einer der Hauptverantwortlichen für die Landung in der Normandie ging Montgomery als britischer Kriegsheld in die Geschichte ein. Doch hinter den Orden und dem charakteristischen Barett verbarg sich ein Mensch voller Widersprüche. Winston Churchill brachte es treffend auf den Punkt: „Im Besiegen unschlagbar; im Sieg unerträglich“. War Bernard Montgomery ein genialer Akribiker und Meister der Truppenmotivation – oder schlicht ein unerträglicher Egomane und Meister der Selbstinszenierung? In dieser Folge blicken wir weit über die Schlachtfelder Nordafrikas und Frankreichs hinaus. Wir beleuchten seine von extremer Disziplin geprägte Kindheit in Tasmanien, den schweren Schicksalsschlag durch den frühen Tod seiner Frau Elizabeth und seine tief verwurzelte Religiosität, die sein Leben und Handeln prägte. Erfahren Sie, warum Montgomery ein Porträt seines Erzfeinds Rommel im Wohnwagen aufhängte, weshalb er ein Dinner mit Churchill für ein kurioses Sandwich im Auto ausschlug, wie sein erbitterter Machtkampf mit US-General Eisenhower verlief und warum er selbst Jahre später noch auf die Auszahlung einer Fünf-Pfund-Wette bestand. Ein vielschichtiges Porträt über Vorbereitung, Sturheit, den Glauben an den Sieg und den Menschen hinter der Uniform.

    Fri, 30 Oct 2026
  • 132 - Folge 338: Psychologische Kriegsführung

    Krieg wird nicht nur auf dem Schlachtfeld mit Waffen und Einheiten ausgetragen, sondern längst auch in den Köpfen der Menschen. Wer bestimmt die Wahrnehmung eines Konflikts und wessen Darstellung wird letztlich geglaubt? In dieser Folge beleuchten wir die Entwicklung der psychologischen Kriegsführung von den Methoden des Zweiten Weltkriegs bis hin zum aktuellen russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Wir analysieren den Wandel von physischen Propagandamitteln wie millionenfach abgeworfenen Flugblättern und verbotenen Radio-„Feindsendern“ hin zur digitalen Gegenwart, in der soziale Medien, Bots, Memes, Cyberangriffe und Deepfakes die Informationsumgebung prägen. Dabei wird deutlich, wie feinsinnig Desinformation funktioniert: Halbwahrheiten, die an bestehende Ängste anknüpfen, entfalten oft eine stärkere Wirkung als plump erfundene Lügen. Darüber hinaus betrachten wir die Erzeugung von Feindbildern zur Rechtfertigung von Invasionskriegen, die Mechanismen militärischer Täuschung und ein zentrales Phänomen moderner Kampagnen – den sogenannten „Liar’s Dividend“. Häufig geht es der Manipulation gar nicht darum, eine spezifische Lüge zu etablieren, sondern das Vertrauen in verlässliche Fakten und Institutionen insgesamt zu erschüttern. Zum Abschluss erfahren Sie, wie wir als Publikum Fälschungen erkennen, emotionale Empörung hinterfragen und uns wirksam vor gezielter Beeinflussung schützen können.

    Fri, 23 Oct 2026
  • 131 - Folge 337: Der Film "Das Boot" - Krieg unter Wasser

    Mit „Das Boot“ schuf Regisseur Wolfgang Petersen 1981 ein Meisterwerk der deutschen Filmgeschichte. Doch was macht das Epos über die Besatzung von U 96 auf ihrer monatelangen Feindfahrt im Atlantik bis heute so außergewöhnlich? In dieser Episode tauchen wir tief ab in die Entstehung, die Wirkung und die vielschichtige Moral eines Filmes, der das klassische Kriegsfilm-Genre radikal demontiert. Wir beleuchten die Hintergründe von Lothar-Günther Buchheims Romanvorlage bis hin zu den extrem aufwendigen und technisch anspruchsvollen Dreharbeiten. Erfahre, wie meisterhafte Kameraführung (Jost Vacano) und eine eindringliche Geräuschkulisse die beklemmende Klaustrophobie in der engen Stahlröhre direkt spürbar machen – dort, wo Krieg nicht aus Glanz und Glorie besteht, sondern aus Schweiß, Schmutz, zermürbender Langeweile und konstanter Todesangst. Zudem diskutieren wir die verschiedenen Fassungen des Werks (von der Kinofassung über den Director's Cut bis hin zur TV-Miniserie) und stellen uns der zentralen Frage: Wie geht „Das Boot“ mit der moralischen Ambivalenz deutscher Soldaten im Zweiten Weltkrieg um? Zwischen dem Widerwillen des Kommandanten („Der Alte“) gegen die NS-Propaganda und der Tatsache, dass die Besatzung dennoch Teil einer verbrecherischen Kriegsmaschinerie bleibt, bewegt sich der Film in einem hochinteressanten Spannungsfeld. Schließlich blicken wir auf den riesigen internationalen Erfolg – inklusive sechs Oscar-Nominierungen – sowie auf das bitter-konsequente Ende, das jede Heldenmythologie im Keim erstickt.

    Fri, 16 Oct 2026
  • 130 - Folge 336: Der Volkssturm - Das letzte Aufgebot des NS-Regimes

    In Zeiten aktueller Debatten über die Wehrpflicht lohnt sich ein kritischer Blick in die Geschichte: Wie reagierte das NS-Regime, als der Zweite Weltkrieg spürbar verloren war? Diese Episode widmet sich dem „Deutschen Volkssturm“, den Hitler im Herbst 1944 ins Leben rief. Was die Propaganda als heroischen Volksaufstand inszenierte, war in Wahrheit ein Akt militärischer Verzweiflung und totaler Mobilisierung. Erfasst wurden Männer zwischen 16 und 60 Jahren – von minderjährigen Jugendlichen bis zu betagten Weltkriegsveteranen. Die Folge zeigt, wie der Volkssturm unter der Führung der NSDAP organisatorisch aufgestellt war und wie zwischen Propagandawahn, Angst und brutalem Zwang durch Standgerichte jeglicher Ausweg versperrt wurde. Ohne ausreichende Ausbildung, Uniformen oder Waffen – oft nur provisorisch mit Panzerfäusten ausgerüstet – wurden Millionen Männer in aussichtslose Kämpfe geschickt. Am Ende steht die Bilanz eines Regimes, das die eigene Bevölkerung opferte, um seinen Untergang hinauszuzögern. Eine Folge über die Abgründe einer diktatorischen Zwangsmobilisierung und das tragische Ende des Dritten Reiches.

    Fri, 09 Oct 2026
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