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Western Unchained

Gesetzeshüter und Banditen, grenzenlose Freiheit, tödliche Wildnis: Alle zwei Wochen begeben sich die Western-Fans Sebastian Gerstl und Jörg Brühmann zurück in den Wilden Westen und erzählen Geschichten, Legenden und Mythen über mehr oder weniger berühmte Cowboys, berüchtigte Gestalten, unglaubliche Schießereien und das außergewöhnliche Leben am Rande der Zivilisation, die diese kurze und doch überaus ereignisreiche Ära geprägt haben. https://linktr.ee/westernunchained
- 102 - Die 101 Ranch - Aufstieg und Fall eines frühen Wildwest-Filmstudios (Minisode)
Die Miller Brothers 101 Ranch in Oklahoma war weit mehr als nur ein riesiger Viehbetrieb: Ab 1905 machten die Miller-Brüder daraus eine der größten Wildwest-Shows ihrer Zeit, mit Cowboys, Ponca-Darstellern, Rodeo-Nummern und Stars wie Bill Pickett. Bald wurde die Ranch auch zum Schauplatz und Produzenten früher Westernfilme, lange bevor Hollywood das Genre endgültig an sich zog. Doch mit dem Fund von Öl begann eine zweite, weit düsterere Geschichte: Spekulation, Umweltzerstörung und massive Folgen für die Ponca prägen die Region bis heute. In dieser Minisode geht es um Aufstieg und Fall der 101 Ranch, ihren Einfluss auf das Bild des Wilden Westens, und darum, wie Showbusiness, Filmgeschichte und Ölindustrie an einem Ort zusammenkamen – im Guten, wie im Schlechten.
Mon, 31 Aug 2026 - 101 - Nicht-Amerikanische Western (IV): Der globale Wilde Westen
Die Eurowestern der 70er Jahre hatten es vorgemacht, aber im 21. Jahrhundert wird der Western endgültig zum globalen Phänomen. Ob in Australien, Indien, Südkorea oder Österreich: Weltweit entstehen Filme, die eindeutig die Merkmale eines Western tragen - auch wenn sie dabei nicht zwingend im Wilden Westen spielen müssen. Der Western ist von einer lokalen historischen Epoche zu einer globalen Legende geworden. In der heutigen Folge greifen wir exemplarisch einige Internationale Exemplare heraus, die zeigen, wie sehr der Western sich mittlerweile als ein globales Genre etabliert hat. - 00:00 - Intro und Einleitung - 02:25 - Der indische Dacoit- oder auch "Curry"-Western - 05:55 - Sholay (1975): Rachewestern mit prägendem Einfluss fürs indische Action-Kino - 09:17 - Texas (1993) und Der Schuh des Manitu (2003): Deutsche Western und postmoderne Selbstironie - 15:14 - Japan, Akira Kurosawa, und der gegenseitige Einfluss von Western und Samurai-Filmen - 19:12 - Sukiyaki Western Django (2007): Samurai-Western, inspiriert von Italo-Western inspiriert von Samurai-Filmen - 25:46 - The Good, the Bad, the Weird (Südkorea, 2008): Wilder Westen in der Mandschurei - 31:26 - Western-Motive im Hong Kong Action Kino - 37:16 - The Proposition (2005): Moral und Amoral in der australischen Outback - 40:25 - The Salvation (2014, Dänemark/Südafrika): Dekonstruktion des Auswanderer-Traums - 44:53 - Das Finstere Tal (2014, Österreich): Rachewestern trifft Heimatfilm - 48:13 - Slow West (2015, England/Neuseeland): Ironische Entzauberung des Wilden Westens - 51:19 - Der moderne Wilde Westen: Globales Genre statt "Cowboy und Indianer" Romantik - 55:12 - Verabschiedung und Ausblick auf Staffel 5 Covergrafik aus "Das finstere Tal", 2014, produziert von Allegro Film, X Filme Creative Pool und SamFilm.
Mon, 17 Aug 2026 - 100 - Nicht-amerikanische Westen (III) - Die Ostblock-Western
Man nannte sie auch "rote" Western oder "Ostern": Als ab den 1960er Jahren der Eurowestern boomte, fingen auch die Ostblock-Staaten an, sich für das Genre zu interessieren. Doch wie ließ sich die Ideologie des Kommunismus mit DEM Leit-Genre des imperialistischen Klassenfeindes USA vereinbaren? Mitte der 1960er Jahre erlebte der Eurowestern einen regelrechten Boom. Ermöglicht wurde dies teilweise auch dadurch, dass in relativ offenen Staaten des Ostblocks, wie Jugoslawien oder der Tschechoslovakei, Drehorte und Komparsen günstig waren. Zugleich blickte man in der DDR neidisch und sorgenvoll auf den Erfolg, den die westdeutsche Rialto-Film mit den Winnetou-Verfilmungen "ihres" sächsischen Autors Karl May feierte. Um die wachsende Neugier und Nachfrage der eigenen Bürger nach diesen Produkten des imperialistischen Westens zu bedienen und entschärfen, musste eine eigene Lösung her. Das Ergebnis waren sogenannte "Rote Western": Filme des kommunistischen Ostblocks, die entweder Western-Stoffe mit Amerika-Kritik verbanden - oder Abenteuerfilme drehten, die mit der Historie des eigenen Landes verknüpft waren, dabei aber gängige Western-Klischees bedienten. In der aktuellen Folge sprechen wir, anhand einiger typischer Vertreter, über die vielfältigen Ausprägungen der Ostblock-Western, die in den 1960er bis 1980er Jahren jenseits des Eisernen Vorhangs entstanden: Vom DEFA-Indianerfilm, "Limonaden"- und "Puszta"-Western, ideologisch verklärten Sowjet-"Ostern"-Abenteuern, bis hin zu Florin Piersic, dem "Clint Eastwood Rumäniens". 00:00 - Intro und Einleitung: Wie der Western in den Osten kam 02:37 - Limonaden-Joe (1964): Tschechische Lustspiel-Operette als Kapitalismus-Kritik 08:08 - Das "authentische Schicksals" des "Roten Bruders": Die DEFA-Indianerfilme der DDR (1966-1978) 24:41 - "Die glorreichen Sieben" erobern die Sowjetunion 27:12 - Western-Abenteuer im Ostblock-Gewand: Beloe Solnce Pustyni (Weiße Sonne der Wüste, 1969) 30:38 - Der "Ost-Western" als Kritik am US-System: Vsadnik bez Golovny (Der kopflose Reiter, 1973) 41:23 - Der ungarische "Puszta-Western": Talak Alatt Fütyül a Szél (Der Wind pfeifft unter den Füßen, 1975) 44:18 - "Margelatu", der "rumänische Django": Drumul Oaselur (Der weite Ritt der Gelben Rose, 1980) 51:08 - Das Ende des Ostblocks, und die Globalisierung des Western-Genres 55:00 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal
Mon, 03 Aug 2026 - 99 - Nicht-Amerikanische Western (II) - Die Blütezeit des Italo-Westerns (1964-1975)
Der Schatz im Silbersee hatte 1962 gezeigt: Auch in Europa können erfolgreiche Western entstehen. Doch den eigentlichen Boom löste ein italienischer Western aus. "Für eine Handvoll Dollar" machte Sergio Leone zum Star-Regisseur und Clint Eastwood zum Action-Helden. Was folgte, war eine wahrhafte Flut an Western-Drehs... In der heutigen Folge sprechen wir über die Blütezeit des Eurowesterns und seinen verschiedenen "Geschmacksrichtungen": ob nun italienische Spaghetti-, spanische Chorizo- oder gar dänische "Kartoffel-Western." Wir diskutieren, wie anfangs müde belächelte Euro-Western zu regelrechten Kassenschlagern wurden, die selbst amerikanische Stars lockten; und wie sich das Genre innerhalb von gut einem Jahrzehnt selbst wieder zerlegte.
Mon, 20 Jul 2026 - 98 - Nicht-Amerikanische Western (I) - Die Jahre 1899 bis 1962
Der Western gilt als das ur-amerikanischste aller Filmgenres. Doch der älteste noch existierende "Western"-Film stammt nicht aus den USA, sondern dem britischen Blackburn! Western-Stoffe haben von Beginn an, als der Film das laufen lernte, auch in französischen, englischen, deutschen, australischen und sogar russischen Filmstudios Einzug gehalten. In dieser Folge von Western Unchained sprechen wir über die die frühesten internationalen Produktionen, die eigentlich klassische "Western"-Stoffe verfilmten: Von australischen Bushranger-Dramen, den "Neckar"- und "Isar"-Western der Nachkriegszeit, die als minderwertig kritisierten englischen Versuche der Nachkriegszeit... und wie "Der Schatz im Silbersee" den europäischen Western erblühen ließ - und möglichweiser den Western-Film als solches rettete. 00:00 - Intro und Einleitung 01:50 - Der erste Western...stammt aus Blackburn? 08:31 - The Story of the Kelly Gang (1906): Western in Spielfilm-Länge aus Australien 12:34 - 1913/1919: Die ersten deutschen Western 15:01 - Hermann Basler und die "Neckar-Western": Bull Arizona (1919/1920) 17:35 - Einschub: Das Problem mit den noch erhaltenen Filmen der Stimmfilmzeit 20:04 - "Texas Jack" - Isar-Western der Bavaria Film Studios 22:53 - Die ersten Versuche, Karl May Western zu verfilmen 25:48 - "Sühne" (1926): Der erste Western aus der Sowjetunion 28:45 - Luis Trenker's "Der Kaiser von Kalifornien" (1935): Der deutsche Tonfilm entdeckt den Western 35:38 - Wasser für Canitoga (1934): Hans Albers als Western-Held 37:26 - Spanisch-mexikanische Western der 40er und 50er: Mehr Zorro-Abenteuer als Cowboys & Indianer 39:03 - Die 1950er: Britische Western-Produktionen, und der erste in Almeria gedrehte Western 42:26 - "Der Schatz im Silbersee" (1962): Die "Krautwestern" erobern die Leinwand 48:58 - Europa rettet das Western-Genre 52:23 - Für eine Handvoll Spaghetti: Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal /Hinweis zum Coverbild: Hierbei handelt es sich um eine Szene von "Bull Arizona: Der Wüstenadler" (1920), mit Hilfe von KI nachbearbeitet und hochskaliert.
Mon, 06 Jul 2026 - 97 - Ned Buntine (II) - „Scouts der Prairie": Die Erfindung des modernen Westerns
Auch wenn sein Ruf in New York ruiniert war, blieb Ned Buntline umtriebig. Er verlagerte seine Aktivitäten nur weiter in den Westen - als Autor, trinkfester Abstinenz-Prediger, und Aufwiegler weiterer Aufstände. Am Ende wurde er vor allem eines: der Mann, der Buffalo Bill Cody entdeckte – und damit den Western-Mythos neu erfand. Nach New York führt Ned Buntlines Weg nach St. Louis – und direkt in den nächsten Aufruhr. Als Sprachrohr der Know-Nothing-Bewegung hetzt er gegen Einwanderer und Katholiken, zieht mit einem Mob durch die Stadt und hinterlässt erneut Chaos, Feuer und offene Haftbefehle. Doch wie so oft in seinem Leben bleibt Buntline nicht lange stehen, sondern zieht weiter: schreibend, trinkend, heiratend und immer auf der Suche nach der nächsten Bühne. Der Bürgerkrieg bietet ihm schließlich das Abenteuer, nach dem er immer gesucht hat – zumindest in der Theorie. Als Soldat, Scout, Geschichtenerzähler und Selbstdarsteller sammelt Buntline Erfahrungen, die später in seine Westernromane einfließen. Nach dem Krieg entdeckt er zudem ein neues Publikum: Soldaten, Siedler und Leser, die dünne, billige Hefte verschlingen und nach Geschichten über den Westen verlangen. Ausgerechnet als Redner der Abstinenzbewegung reist der notorische Trinker schließlich erstmals wirklich in den Westen. In Kalifornien hält er Vorträge, macht aus Moralpredigten kleine Bühnenshows und verliert doch bald die Lust an seiner Mission. Auf dem Weg zurück begegnet er schließlich jenem Mann, den er zur Legende machen wird: Buffalo Bill Cody – und aus Dime Novels, Theaterdonner und echter Frontier-Prominenz entsteht die Blaupause für den modernen Western. 00:00 - Intro und Einleitung 01:25 - Ned Buntline in St. Louis: Ein neuer Anfang und ein neuer Aufstand 09:10 - (Erneute) Flucht, (erneute) Haft – und erneute Skandale 11:29 - Das Ende der „Know Nothing" Ambitionen 12:33 - Transzendentalismus: Ein Leben in der „Wildnis", und erste Western-Geschichten 16:48 - Ned Buntline im Bürgerkrieg 21:27 - Der „Groschenroman" entdeckt den Westen neu 23:41 - Der Trinker als Abstinenz-Prediger: Ned Buntline geht nach Kalifornien 28:54 - Treffen mit einer lebenden Legende 31:06 - Buffalo Bill Cody: Entdeckung eines „Western-Helden" 38:05 - „Scouts der Prairie": Schicksalsstunde des Western-Genres 46:27 - Getrennte Wege, und Buntline's Nachruf 50:37 - Die Blaupause des modernen Westerns 58:16 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal
Mon, 22 Jun 2026 - 96 - Ned Buntline (I) – „Es wird einen Aufstand geben“
Er war kein Revolverheld, kein Sheriff und kein Outlaw. Doch Ned Buntline prägte den Mythos des Wilden Westens wie kaum ein anderer – mit Groschenromanen, Skandalen und einem Talent zur Selbstinszenierung. Edward Zane Carroll Judson, besser bekannt als Ned Buntline, war kein klassischer Held des Wilden Westens. Dennoch trug kaum jemand stärker dazu bei, aus Frontier-Geschichten jene Legenden zu formen, die bis heute unser Bild des Westens prägen. Als Autor von Dime Novels machte er Abenteuer, Gewalt, Patriotismus und Übertreibung zu Massenware. Schon sein eigenes Leben wirkte wie einer seiner Groschenromane: Navy-Dienst, Kopfgeldjagd, tödliche Schießerei in Nashville, beinahe Lynchjustiz und immer wieder neue Skandale. In New York wurde Buntline schließlich nicht nur zum erfolgreichen Autor, sondern auch zum publizistischen Unruhestifter, der Reiche, Immigranten und Rivalen gleichermaßen ins Visier nahm. Besonders folgenreich wurde seine Rolle rund um den Astor-Place-Aufstand von 1849, einen der blutigsten Ausschreitungen in der Geschichte New Yorks. Doch selbst Gefängnis, Scheidung und öffentliche Feindschaften konnten Buntline nicht dauerhaft stoppen... und sein Augenmerk auf den Westen richten. - 00:00 - Intro und Einleitung - 02:29 - Edward Zane Carrol Judson: Herkunft und Jugendjahre - 05:18 - Abenteurer, Kopfgeldjäger, und Glückspilz - 11:34 - Über Pittsburgh nach Boston, und erste Tätigkeit als Schriftsteller - 16:08 - Umzug nach New York, und „Ned Buntline’s Own“ - 24:03 - Ausgepeitscht auf offener Straße: Konflikte und Rivalitäten - 30:24 - Der Astor Place Riot - 47:46 - Hohe Bußgelder und Inhaftierung - 55:21 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal
Mon, 08 Jun 2026 - 95 - William Walker und der Filibuster-Krieg
Mit etwa 60 Cowboys aus Kalifornien machte sich der Arzt und Anwalt William Walker im Mai 1855 auf den Weg, um Nicaragua zu erobern. Seine Taten sollten Mittelamerika, aber auch Gemüter in den amerikanischen Südstaaten, nachhaltig prägen - und ihn zu einem der berüchtigtsten amerikanischen Kriegstreiber seiner Tage machen.Beflügelt vom Prinzip der Manifest Destiny entschloss sich im 19. Jahrhundert so mancher Bürger der Vereinigten Staaten dazu, die "amerikanische Demokratie" und die "Freiheit der Vereinigten Staaten" auch in andere Staaten Nord- und Mittelamerikas zu tragen; notfalls mit Gewalt. Ein solcher Mann war William Walker, der wohl bekannteste "Filibustier" seiner Zeit. Nicht nur einmal, sondern mehrmals stellte der studierte Arzt und Anwalt kleine private Invasionstruppen zusammen, um in andere Staaten einzufallen und dort "souveräne Staaten" auszurufen. Den Höhepunkt des Ruhms erreichte Walker 1855, als er mit nur knapp 60 bewaffneten Männern in Nicaragua einfiel - und erfolgreich einen Staatsstreich herbeiführte. Doch seine Staaten sollten schwerwiegende Konsequenzen nicht nur für Lateinamerika, sondern auch für die USA der anbrechenden Bürgerkriegszeit haben - und ihm die Feindschaft eines der wohl reichsten Männer der damaligen Zeit einbringen. 0:02:45 - Was ist ein Filibustier/Filibuster?0:08:40 - William Walker: Herkunft und erste Unternehmungen0:15:55 - Ausrufung der Republik Sonora (3.11.1853)0:26:24 - Die strategische Bedeutung Nicaraguas Mitte des 19. Jahrhunderts0:29:39 - Der reichste Mann Amerikas: Einfluss von Cornelius Vanderbilt0:32:08 - Mai 1854: Bürgerkrieg und Invasion Nicaraguas0:37:18 - 13.10.1855: Totgesagte leben länger - Umsturz in Nicaragua0:41:14 - Ein Marionetten-Präsident und neue Probleme0:43:47 - Den reichsten Mann der Welt zum Feind0:46:16 - 27.2.1856: Krieg mit Costa Rica0:49:03 - Eine unwahrscheinliche Allianz gegen den Filibuster0:51:04 - 1.5.1857: Rückzug und Flucht zurück in die USA0:52:34 - Neue Filibuster-Expeditionen und Tod durch Erschießungskommando (12.9.1860)0:54:37 - Nachwirken von Walker's Handlungen in den USA und in Mittelamerika0:55:40 - Was hat die Geschichte beeinflusst?1:00:50 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal#western #wilderwesten #Kalifornien #mexiko #Sonorra #nicaragua #costarica #honduras #panamakanal #williamwalker #vanderbilt #goldrausch
Mon, 25 May 2026 - 94 - Flora Mundis alias Tom King - Pferdediebin in Männerkleidung
Flora Quick Mundis ist modernen Western-Fans wohl kaum ein Begriff; doch zu Lebzeiten sorgte sie als Banditin für zahlreiche Schlagzeilen im Oklahoma Territory. Aus gutem Hause und jung verheiratet, wurde sie mit 17 Jahren unter dem Namen "Tom King" als Pferdediebin in Männerkleidung erst berühmt, dann berüchtigt. In der heutigen Folge unseres Podcasts versuchen wir, das Leben einer Frau nachzuverfolgen, über die heute kaum etwas bekannt ist. Was umso verwunderlicher ist, wurden ihr doch zu Lebzeiten Verbindungen zu Banditen wie der James-Gang, den Daltons oder "the Wild Bunch" nachgesagt. Ein ums andere Mal gelang es ihr, Gesetzeshütern ein Schnippchen zu schlagen und aus der Haft zu entkommen. Mit jeder Flucht wurden die Berichte über sie noch abenteuerlicher, bis sie gar als Anführerin einer Bande von 13 Gesetzlosen galt. Ihr Ende fand Flora Quick Mundis alias Tom King nicht in Oklahoma, sondern in Arizona, wo sie abermals eine neue Identität tragen sollte: "Chinese Dot" (bisweilen auch "China Dot"). Wir haben versucht, ihr Leben nachzuzeichnen; und behandeln in dieser Folge auch, auf welche Schwierigkeiten man stoßen lann, wenn man versucht, ein Menschenleben auf Basis von nicht immer zuverlässigen Frontier-Zeitungen nachzuvollziehen...00:00 - Intro und Einleitung01:06 - Weibliche Outlaws im Wilden Westen08:44 - Eine junge Ehe in Missouri, und ein wildes Leben in Oklahoma18:08 - Die "Geburt" von "Tom King"25:22 - Verbindungen zu den Daltons und anderen Banditen31:51 - Eine weitere spektakuläre Flucht37:28 - "Tom King" taucht unter...und wieder auf47:06 - Flora Quick Mundis und ihr Leben nach dem Tod54:35 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal Nachtrag: eine Sammlung originaler Zeitungsartikel zu Tom King alias Flora Mundis haben wir auf unserem Blog zusammengestellt: Teil 1, und Teil 2. #western #wilderwesten #outlaws #banditen #pferdedieb #missouri #oklahoma #kansas #arizona #daltons #wildbunch #floramundis #floraquick #tomking
Sun, 10 May 2026 - 93 - Die Dalton-Gang
Sie sind weit mehr als Comic-Figuren: In den 1890er Jahren machten die Brüder Bob, Grat und Emmett-Dalton mit ihrer Bande das Oklahoma Territory und Kansas unsicher. Weder Eisenbahnen noch Banken waren vor Ihnen sicher. Doch eine tolldreiste Aktion, die vor Ihnen noch nicht einmal die berühmte James-Gang gewagt hatte, sollte ihnen letztendlich zum Verhängnis werden.Die Episode zeichnet den Weg der Dalton-Brüder von Missouri über Kansas und das Indian Territory bis nach Kalifornien und zurück nach: Wie aus einstigen Gesetzeshütern gefürchtete Bankräuber und Eisenbahndiebe wurden, und wie die Bande am 5. Oktober 1892 bei einem kühnen, aber schlecht geplanten Überfall in Coffeyville, Kansas in einem wilden Feuergefecht ihr Ende fand. 00:00 - Intro und Einleitung02:23 - Die Herkunft der Familie Dalton05:26 - Deputy US Marshal Frank Dalton06:06 - Die schwierige Situation mit dem "Indian Territory" und US-Gesetzeshütern09:16 - Die Dalton-Brüder auf der Seite des Gesetzes11:12 - 1889: Unrühmliches Ende und erste Eskapaden auf der schiefen Bahn14:50 - 6. Februar 1891: Der erste Zugüberfall19:32 - Grat Dalton's Flucht aus der Haft in Kalifornien22:41 - September 1891: Die Formierung der Dalton-Gang und weitere Taten30:19 - 5. Oktober 1892: Der doppelte Banküberfall in Coffeyville, Kansas34:16 - Ein kühner Plan läuft in Hindernisse39:19 - Death Alley: Wilde Schießerei und vereitelte Flucht45:51 - Bill Daltons Rache und die Formierung des "Wild Bunch"49:34 - Von der Realität in die Popkultur: Die Daltons in den Lucky Luke Comics51:32 - Der einzige Überlebende: Emmett Daltons späterer Lebensweg53:54 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal#western #wilderwesten #outlaws #daltons #luckyluke #bankraub #eisenbahn #kansas #oklahoma #kalifornienGefällt euch die Folge? Unterstützt uns auf Ko-Fi: https://ko-fi.com/westernunchainedFolgt uns auf Facebook: https://facebook.com/westernunchainedUnsere Webseite: https://westernunchained.podbean.com
Mon, 27 Apr 2026 - 92 - Der Pony-Express – kurzlebig und doch ikonisch
Der Pony Express ist eines der großen Sinnbilder des Wilden Westens: junge Reiter, halsbrecherische Ritte durch die Frontier, Posttaschen im Galopp und eine Verbindung zwischen Ost und West, die schneller war als alles zuvor. Doch hinter dem Mythos steckt ein in mehrerlei Hinsicht abenteuerliches Unterfangen... In dieser Folge sprechen Jörg und Sebastian über die Entstehung des Pony Express: seine geniale, aber äußerst fragile Logistik, den Alltag der Reiter, berühmte Anekdoten, wahre Fakten und weit verbreitete Mythen – und darüber, wie ein wirtschaftlicher Fehlschlag, dessen Betrieb gerade einmal vom 3. April 1860 bis zum 26. Oktober 1861 andauerte, trotzdem zur unsterblichen Legende werden konnte.00:00 - Intro und Einleitung02:33 - Der Goldrausch von Kalifornien, und die schwierige Lage der Nachrichtenvermittlung06:22 - Die Väter des Pony Express: Russell, Majors & Waddell10:29 - Aufbau, Planung und Logistik18:41 - Waisen bevorzugt? Die Reiter des Pony Express23:20 - 1900 Meilen durch die Wildnis: Die Reitstrecke und der Ritt26:54 - Gefahren jenseits der Natur: Der Paiute Indian War von 186029:13 - Todesstoß nach 18 Monaten: Der Telegraf erreicht den Westen34:20 - Legende nach dem Untergang: Die Wiederbelebung durch Buffalo Bill39:23 - Der Pony Express und die Erfindung des Donuts42:03 - Filme, Comics, Briefmarken: Der Pony Express in der modernen Erinnerungskultur 51:41 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste MalUnd ja... der im Vorschaubild gezeigte Aufruf "Waisen bevorzugt"... ist wahrscheinlich eine Erfindung aus dem 20. Jahrhundert.#western #wilderwesten #ponyexpress #buffalobill #missouri #kalifornien #indianerkrieg #mythos #legende #telegrafGefällt euch die Folge? Unterstützt uns auf Ko-Fi: https://ko-fi.com/westernunchainedFolgt uns auf Facebook: https://facebook.com/westernunchainedUnsere Webseite: https://westernunchained.podbean.com
Mon, 13 Apr 2026 - 91 - Deutsche Einwanderer im Wilden Westen
Zwischen 1820 und 1910 wanderten etwa 4,5 Millionen Deutsche in die USA aus. Heute geben über 40 Millionen Einwohner der Vereinigten Staaten an, deutsche Wurzeln zu haben. Besonders viele finden sich in Regionen, die sinnbildlich für den Wilden Westen stehen: Missouri, Kansas, Nebraska, Ohio, Wisconsin oder bestimmte Landstriche in Texas. Wie kam es dazu, und wie haben diese Einwanderer den Wilden Westen und das Kulturgut der USA geprägt?0:00:00 - Intro und Einleitung0:01:48 - Deutsch-Amerikaner: Eine der größten US-Bevölkerungsgruppen0:03:55 - Gründe für Auswanderung und Auswanderungswellen0:05:58 - Frühe Auswanderer im 17. Jhdt.0:11:23 - Deutsche Einwanderer im 18. Jahrhundert und ihre Rolle im Unabhängigkeitskrieg0:15:12 - Die Mühlenberg-Legende: Wäre Deutsch beinahe Amtssprache der USA geworden?0:18:36 - Die deutsche Einwanderungswelle der 1830er Jahre ("Vormärz")0:25:28 - Die Auswanderungwelle der '48er0:27:26 - Deutsche in Texas und der Mainzer Adelsverein (ab 1842)0:31:20 - Deutschsprachige Zeitungen und Kulturvereine in den USA0:34:43 - (Einschub) Familiennachzügler und Vorbestrafte0:39:20 - Ab circa 1850: Die deutsche Besiedlung des Mittelwestens (Kansas, Nebraska & Ohio)0:42:44 - Die "Know Nothing" Bewegung und Repressalien gegen deutsche Einwanderer0:49:16 - Der Bürgerkrieg und die Zeit danach: Von unerwünschten Neuankömmlingen zu Muster-Einwanderern...Coors, Milllers, Schlitz, Pabst & Anheuser-Busch0:56:04 - ...und ab 1910 wieder zurück: Der deutsche Ruf leidet0:59:39 - 1871 in Neu Braunfels, Texas (Gebhardt's): Der erste Saloon mit Ausschank für Frauen1:01:33 - Deutsches Kulturgut in den heutigen USA1:03:16 - Lesetipps1:06:13 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste MalLinks zum Thema: Zeit.de: Briefe deutscher Einwanderer in ihre Heimat (Paywall)Heimat- und Geschichtsfreunde Griesbach: Matthias Kleeberger - Auswanderer und Pionier des 19. Jahrhunderts in den Vereinigten Staaten von Amerika65th National Sängerfest in San Antonio, Texas (April 30th - May 2nd 2026) inklusive Liederliste#germanamericans #western #wilderwesten #ohio #kansas #nebraska #unabhängigkeitskrieg #bürgerkrieg #48er #vormärz #einwanderer #auswanderer*Hinweis: Das Teaserbild zu dieser Episode wurde KI-generiert mit Hilfe von ChatGPTGefällt euch die Folge? Unterstützt uns auf Ko-Fi: https://ko-fi.com/westernunchainedFolgt uns auf Facebook: https://facebook.com/westernunchainedUnsere Webseite: https://westernunchained.podbean.com
Mon, 30 Mar 2026 - 90 - Texas während der Reconstruction (1865-1876)
Warum wurde Texas nach dem Bürgerkrieg zum vielleicht wildesten Pflaster des gesamten Westens? Warum häuften sich dort Schießereien, Gesetzlosigkeit und politische Gewalt gerade in den Jahren nach 1865 so extrem? Die Antwort liegt in einer Zeit, welche die USA zum Teil noch bis heute prägt: der Reconstruction. Als der Bürgerkrieg 1865 endete, war Texas zwar wieder Teil der Vereinigten Staaten, aber von Stabilität konnte keine Rede sein. Die Sklaverei war abgeschafft, doch damit war die Frage längst nicht geklärt, wie ehemalige konföderierte Staaten wieder in die Union eingegliedert werden sollten - und was die neu gewonnene Freiheit für Millionen ehemaliger Sklaven tatsächlich bedeutete. In Texas trafen militärische Besatzung, politische Machtkämpfe in Washington, alte Sezessionisten, neue republikanische Amtsträger, rassistische Gewalt, wirtschaftliche Krisen und ein weitgehend zusammengebrochenes Rechtssystem aufeinander. Das Ergebnis war ein Staat im Ausnahmezustand: ganze Landstriche blieben ohne Sheriffs oder sonstige Gesetzeshüter, Richter wurden aus dem Amt entfernt, eine State Police wurde aufgebaut, verhasst und wieder demontiert, während Ku-Klux-Klan und andere Terrorgruppen im Hintergrund mitmischten. Gleichzeitig legten Rinderboom, Eisenbahnausbau und Homestead-Politik den Grundstein für den Aufstieg von Texas - und für viele jener Zustände, die wir heute mit dem Wilden Westen verbinden. In dieser Folge besprechen Jörg und Sibi, warum die Reconstruction in Texas so konfliktreich verlief, wie Black Codes und Rassentrennung direkt an die abgeschaffte Sklaverei anknüpften, weshalb ausgerechnet in dieser Zeit so viele Schwarze als Cowboys arbeiteten und warum Texas zwischen 1865 und 1876 zu einem Brennpunkt von Gewalt, Umbruch und Neuanfang wurde. Es ist die Geschichte eines Staates zwischen Niederlage und Neuaufstieg - und einer Epoche, in der entschieden wurde, was Freiheit, Ordnung und Zugehörigkeit im amerikanischen Westen überhaupt bedeuten sollten.00:00 - Intro und Einleitung01:12 - Reconstruction: Der Status der Konföderationsstaaten nach dem Bürgerkrieg07:46 - Andrew Johnsons Reconstruction: Militärgouverneure und schnelle Neuwahlen09:37 - Gouverneur Andrew J. Hamilton, der neue Texanische Kogress, und Widrigkeiten beim Neubeginn13:07 - Die Wahlen 1866: Ex-Konföderierte wieder an den Hebeln der Macht16:18 - Sklaverei unter neuem Namen... Die "Black Codes"21:40 - Erste Segregation, Freedmen’s Bureau und getrennte Schulen26:30 - Der Kongress stellt sich gegen Präsident Johnson29:06 - Der Reconstruction Act von 186731:40 - Texas unter Militärverwaltung: Ämtersäuberungen und politische Neuordnung34:17 - Gesetzlosigkeit in Texas: fehlende Sheriffs, fehlende Rangers38:31 - Gouverneur Edmund J. Davis: Texas State Police, Frontier-Gewalt und Konflikte mit Natives42:17 - Homesteads, Jobs und politische Ämter: Die schwierige Integration der Freedmen45:20 - Gouverneur Richard Coke, Redeemers und das Ende der Reconstruction in Texas50:08 - Rinderboom und schwarze Cowboys55:08 - Nachwirkungen bis ins 20. Jahrhundert58:01 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal#wildwest #wilderwesten #texas #reconstruction #civilwar #blackcodes #andrewjohnson #gesetzlose #texasrangers #cowboysGefällt euch die Folge? Unterstützt uns auf Ko-Fi: https://ko-fi.com/westernunchainedFolgt uns auf Facebook: https://facebook.com/westernunchainedUnsere Webseite: https://westernunchained.podbean.com
Mon, 16 Mar 2026 - 89 - Clay Allison - Der "Shootist"
Cowboys, Gesetzeshüter und Banditen gab es viele im Weilden Westen - doch kaum solche, die sich selbst als "Revolverhelden" bezeichneten. Clay Allison jedoch war ein solcher Mann: Jemand der sich rühmte, als "Shootist" sein Leben zu bestreiten, und der für viele ein furchtloser Freund, für andere aber eine wandelnde Bedrohung war...inklusive für sich selbst.Clay Allison mag heute kein so großer Name wie Billy the Kid oder Jesse James sein. Aber in seiner Zeit ein war er ein berüchtigter Mann: Ein exzellenter Reiter trotz Klumpfuß, ein notorischer Trinker, jähzornig bis zur Selbstzerstörung. Für die einen war er ein furchtloser und wagemutiger Mann, den man im Ernstfall an seiner Seite haben wollte. Andere sahen in ihm einen unberechenbaren Psychopathen.In der heutigen Folge erzählen wir von dem aus Tennessee stammenden Mann, der auf seinen Beruf angesprochen selbstbewusst angab: "I'm a shootist". Ein Mann, den seine Vorgesetzten im Bürgerkrieg fürchteten, über dessen Zeit in Texas sich zahlreiche Legenden ranken, der sich in New Mexico einen Ruf erarbeitete der einem Billy the Kid mindestens ebenbürtig war... und der sich mit einem Todfeind zum Essen traf, weil er "einen Mann nicht mit leerem Magen zur Hölle schicken" wollte.00:00 - Intro und Einleitung00:48 - Der Begriff "Revolverheld"02:44 - Clay Allison: Geburt und Jugendjahre in Tennessee04:46 - Konföderierter Soldat im Bürgerkrieg09:00 - Erste Taten nach dem Bürgerkrieg11:20 - 1866: Umzug nach Texas, Messerkampf um einen Brunnen, und nacktes durch die Straßen reiten16:15 - Ab 1870: Eigene Ranch im Cimarron County, New Mexico17:39 - Clay Allison und Charles Kennedy, New Mexicos erster Serienmörder21:14 - Konflikte mit Soldaten22:03 - Streitlustiger Trinker24:40 - Auf Freiersfüßen25:32 - 7. Januar 1874: Duell mit Chunk Colbert29:18 - Colfax County War und Auseinandersetzung mit Francisco Griego34:34 - Dubiose Anklage und ein ebenso dubioser Freispruch38:24 - 21.12.1876: Saloonschießerei in Las Animas, Colorado41:24 - 1878: Begegnung mit Wyatt Earp?43:36 - 1887: Die Sache mit dem Zahnarzt in Cheyenne...45:20 - 1. Juli 1887: Ein unrühmlicher Abgang48:42 - Resümee zu Clay Allison51:39 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal#wildwest #wilderwesten #tennessee #texas #newmexico #wyoming #colorado #clayallison #shootist #revolverheldGefällt euch die Folge? Unterstützt uns auf Ko-Fi: https://ko-fi.com/westernunchainedFolgt uns auf Facebook: https://facebook.com/westernunchainedUnsere Webseite: https://westernunchained.podbean.com
Mon, 02 Mar 2026 - 88 - Der Sioux Krieg von 1876 und die Schlacht von Little Big Horn
Die Schlacht von Little Big Horn war die verheerendste Niederlage, die die US-Armee im Kampf gegen Indianer einstecken mussten. Aber wie kam es zu dieser Schlacht - und warum führte die US-Armee 1876 gegen die Sioux und Northern Cheyenne erneut Krieg?1866, nach dem Ende von Red Cloud's War, hatten die Vereinigten Staaten den verschiedenen Stämmen der Lakota- und Dakota Sioux ein umfangreiches Reservat zugesprochen, dem weite Teile von North und South Dakota, Nebraska, Colorado, Montana und Wyoming angehörten. Doch als eine von General Custer angeführte Expedition 1874 Gold in den für die Sioux heiligen Black Hills entdeckte, stand der Frieden erneut auf der Kippe. Die US-Armee zeigte sich unfähig - oder gar unwillig - weiße Goldschürfer aus den heiligen Bergen fernzuhalten. 1876 brach der schwelende Konflikt in einen erneuten Krieg zwischen der US-Regierung und einigen Stämmen der Lakota-Sioux und Northern Cheyenne aus. Doch die Kavallerie zeigte sich für die geplante "Strafexpedition" erstaunlich schlecht vorbereitet. Warum konnte der Konflikt erneut eskalieren? Welche Ereignisse führten zur "Schlacht am Little Big Horn"? Was genau geschah während "Custer's letztem Gefecht" gegen die Krieger von Sitting Bull und Crazy Horse? Und was waren die Folgen im weiteren Verlauf des "Großen Sioux-Kriegs" von 1876? 0:00:00 - Intro und Einleitung0:03:40 - Fallende Silberpreise und Platzen der Eisenbahn-Blase: Die Wirtschaftskrise von 19730:10:45 - Gold in den Black Hills: Die Custer-Expedition vom Juli 18740:17:30 - Mai 1875: Eine Sioux-Delegation in Washington, und Scheitern der Friedensbemühungen0:22:49 - Herbst 1875: Ein Ultimatum und eine Strafaktion0:27:45 - 17. März 1876: Beginn der Kampfhandlungen: die Schlacht von Powder River0:34:49 - Das Problem der Kavallerie-Bewaffnung0:36:22 - Mai/Juni 1876: Kavallerie-Vormarsch aus drei Richtungen0:37:27 - 17. Juni 1876: Die Schlacht von Rosebud Creek0:42:32 - 25./26. Juni 1876: Die Schlacht von Little Big Horn0:45:43 - Major Reno's Vorstoß, und eine grobe Fehleinschätzung der Lage0:50:43 - Der Zustand der Kavallerie: Mythos vs. Realität0:54:00 - Custer's letztes Gefecht0:59:53 - Nach der Schlacht: Mythen- und Legendenbildung1:05:01 - Verheerende Niederlage zur Hundertjahrfeier: Eskalation des Kriegs1:07:32 - Sell or Starve: Horsemeat March, Flucht nach Kanada, und sitting Bull's Rückkehr aus dem Exil (1881)1:14:32 - Buffalo Bill Cody, die Verklärung von Custer's letztem Gefecht, und das "legendäre" Kavallerie-Bild1:20:00 - "Little Big Horn" und der Western-Film: von Verklärung zur Kritik1:26:13 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal#western #westernfilm #sioux #lakota #cheyenne #dakota #blackhills #deadwood #goldrausch #custer #sittingbull #crazyhorse #littlebighorn #indianerkriege #goldrausch #indianer #natives Gefällt euch die Folge? Unterstützt uns auf Ko-Fi: https://ko-fi.com/westernunchainedFolgt uns auf Facebook: https://facebook.com/westernunchainedUnsere Webseite: https://westernunchained.podbean.com
Mon, 16 Feb 2026 - 87 - General George Armstrong Custer
Er galt als Held von Gettysburg und als Indianerkämpfer, der nach seinem "letzten Gefecht" am Little Bighorn River zur großen Legende verklärt wurde. Doch was ist dran an der Geschichte von George Armstrong Custer, dem "Boy General" und furchtlosen Kavallerie-Kommandanten?Die Karriere von "General" Custer kann mit Fug und Recht als wechselhaft beschrieben werden. Bisweilen feierte man ihn als Held - doch seine eigenen Männer schätzten ihn oft wenig. Unter Militärs hatte er wichtige Gönner - Präsident Grant schätzte ihn dagegen gering. Und doch sollten seine Taten mehr als einmal die militärischen Geschicke der Vereinigten Staaten prägen und lenken. In der heutigen Folge widmen sich Jörg und Sibi eine der verklärtesten und wohl auch streitbarsten Persönlichkeit, die das US Militär im 19. Jahrhundert vorzuweisen hatte - und die dennoch das Bild der Kavallerie, wie wir es heute kennen, prägen sollte.00:00 - Intro und Einleitung01:51 - George Armstrong Custer: Herkunft und Jugendjahre05:22 - Vom Lehrerseminar an die West Point Military Academy07:51 - 1861-1865: Kavallerie-Offizier im Dienste der Nordstaaten13:27 - 1863: Brigadier General der Freiwilligenarmee14:11 - Stärken und Schwächen von George Armstrong Custer17:24 - Juli 1863: Gefecht von Abbotstown, und Schlacht von Gettysburgh21:44 - Die restlichen Bürgerkriegsjahre22:48 - Welchen Rang hatte "General" Custer wirklich?27:42 - Nach dem Bürgerkrieg: Nach Texas beordert32:25 - Politische Ambitionen34:12 - ab 1866: "Indian Warrior" und Strafexpedition gegen die Northern Cheyenne38:36 - In den Dakotas: Die "Custer-Expedition" (1874)41:58 - 25. Juni 1876: Ritt ins Schicksal...42:54 - Die Pflege des "Custer-Mythos"49:21 - Was hat die Geschichte inspiriert? Custer's Darstellung im Wandel der Zeit55:02 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal#general #custer #georgearmstroncuster #civilwar #gettyburgh #texas #dakota #lakota #sioux # cheyenne Gefällt euch die Folge? Unterstützt uns auf Ko-Fi: https://ko-fi.com/westernunchainedFolgt uns auf Facebook: https://facebook.com/westernunchainedUnsere Webseite: https://westernunchained.podbean.com
Mon, 02 Feb 2026 - 86 - Indianerkriege: Der erste Sioux-Krieg (1854) und Red Cloud's War (1866-68)
Als sich die Vereinigten Staaten weiter über den Mittelwesten und die Great Plains ausbreiten, geraten Siedler immer häufiger in Konflikt mit den dort lebenden indigenen Nationen. Speziell ab 1851 sollte dies in mehrere Gefechte mit Lakota-Stämmen führen, die gemeinhin als die "Sioux-Kriege" bezeichnet werden... Nur wenige Jahre vor dem Amerikanischen Bürgerkrieg eskalierte im Herzen der Great Plains ein Konflikt, der exemplarisch für die sogenannten Indianerkriege stehen sollte. Zwischen 1854 und 1856 mündeten Vertragsbrüche, kulturelle Missverständnisse und militärische Überreaktionen im Ersten Sioux-Krieg – ausgelöst durch eine entlaufene Kuh, aber genährt von schlecht umgesetzten Verträgen und der Missachtung von Vereinbarungen, die mehr auf Machtdemonstrationen als die einhaltung von Recht hinausliefen – und den Konflikt weiter eskalieren ließ. Zehn Jahre später wiederholte sich das Muster – diesmal in größerem Maßstab. Der Bau des Bozeman Trails durch vertraglich zugesichertes Native-Gebiet und neue Militärforts im Powder-River-Country führten zum offenen Krieg unter Führung des Oglala-Lakota-Häuptlings Red Cloud. In Red Cloud’s War (1866–1868) setzten Lakota, Northern Cheyenne und Arapaho auf Guerillataktiken – mit verheerenden Folgen für die US-Armee wie dem Fetterman-Gefecht. 0:00:00 - Intro und Einleitung0:03:30 - Wer sind "die Sioux"?0:10:20 - Das Verhältnis der Lakota und Dakota mit den Vereinigten Staaten bis circa 18500:12:57 - Der Vertrag von Fort Laramie (1851)0:17:50 - 18.8.1854: Eine entlaufene Kuh auf dem Oregon-Trail0:23:20 - 19.8.1854: Der "Grattan-Vorfall"0:30:11 - Einberufung von Colonel Harney, und der erste Sioux-Krieg (1854-56)0:36:03 - 1856-1865: Wackeliger Frieden und neue Konfliktherde (Goldrausch von Montana (1861), Bozeman-Trail (1862))0:39:36 - Die Powder-River-Expedition (1865)0:43:10 - Neue Verhandlungen scheitern0:46:21 - Red Cloud's War (1866-68)0:50:20 - Einschub: Das oft falsche Verständnis vom "indianischen Krieger"0:51:08 - Zermürbende Attacken und erodierende Moral bei den Soldaten0:52:38 - 21.12.1866: Der "Fetterman-Fight"0:59:14 - Der weitere Kriegsverlauf: Die US-Armee im Hintertreffen1:02:03 - Der zweite Vertrag von Fort Laramie (1868) und die Bildung des großen Sioux-Reservats1:05:17 - Ausblick aufs nächste Mal1:07:41 - Einschub zu den Crow Nations und Verabschiedung#western #wilderwesten #kavallerie #indianer #natives #sioux #lakota #Wyoming #Montana #dakota #redcloud #fettermanfight Gefällt euch die Folge? Unterstützt uns auf Ko-Fi: https://ko-fi.com/westernunchainedFolgt uns auf Facebook: https://facebook.com/westernunchainedUnsere Webseite: https://westernunchained.podbean.com
Mon, 19 Jan 2026 - 85 - Der Schweinekrieg von 1859
Nur zwei Jahre vor Ausbruch des Amerikanischen Bürgerkriegs standen die USA und das Vereinigte Königreich erneut kurz vor einem Krieg; dem dritten in weniger als 100 Jahren. Ursachen waren ungeklärte Fragen über Oregon, ein Goldrausch in Kanada, und ein englisches Schwein, dass einen amerikanischen Kartoffelacker verwüstete. Ein Grenzvertrag mit schwammigem Wortlaut, eine umstrittene Inselgruppe zwischen Vancouver Island und dem Washington Territory – und dann wühlt ein Berkshire-Schwein in einem Kartoffelbeet. Was nach Slapstick klingt, brachte 1859 tatsächlich Kanonen in Stellung und ließ zwei Imperien gefährlich nah aneinander geraten. In dieser Folge erzählen wir, wie aus einem Grenzstreit im Oregon Territory der legendäre „Schweinekrieg“ wurde – und die Rollen, die die Hudson’s Bay Company, Squatter’s Rights, ein eskalationsfreudige General Harney und ein gewisser Captain Pickett, der später noch sehr berühmt (und berüchtigt) werden sollte, in diesem Konflikt spielen sollten.00:00 - Intro und Einleitung01:49 - Der Streit ums Oregon Territory (1812-1848)08:29 - Die britische Besiedlung von San Juan Island10:13 - 1854: Ein erster "Grenzkonflikt"13:56 - Der Frasier Canyon Gold Rush, und eine neue "Welle" US-amerikanischer Siedler16:28 - 15.6.1859: Der Konflikt zwischen Lyman Cutler und Jim Griffin19:54 - General William S. Harney und Captain George Pickett schalten sich ein25:35 - Royal Navy gegen US-Militär: Gouverneur James Douglas eskaliert die Lage27:04 - Captain Hornby und Counter-Admiral Baines (RN) vermittelm31:06 - September 1859: Der Krieg verpufft...32:28 - 1871: Endgültige Schlichtung unter deutscher Vermittlung35:35 - Was wurde aus den beteiligten Offizieren?38:07 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal#western #wildwest #1859 #UK #Kanada #Oregon #civilwar
Mon, 05 Jan 2026 - 84 - Kit Carson – Held der alten Frontier
Kit Carson steht für den Inbegriff des alten Westens: Er war Trapper, Scout und Kriegsheld, und sowohl als Verteidiger als auch Bekämpfer von Indiandern berühmt und berüchtigt. Er gilt als eine der großen Frontier-Legenden – und starb, als der "Alte" in den "Wilden" Westen mündete...Geboren an Heiligabend 1809, verkörperte Kit Carson den vielgerühmten Geist der amerikanischen Frontier wie kaum ein anderer Mann; vom bettelarmen Jungen ohne Schulbildung, der seine Sattlerlehre abbrach, um in den Westen zu ziehen, bis hin zum berühmten Scout, Trapper und später General der US-Armee. Wir sprechen über seine Zeit als "Mountain Man", seine berühmten Expeditionen mit John C. Frémont und seine komplexen Beziehungen zu den indigenen Stämmen: von seinen Ehen mit einer Arapaho und einer Cheyenne bis hin zu seinem unnachgiebigen Feldzug gegen die Navajo. Er war in vielerlei Hinsicht der strahlende Held, zu dem ihn Groschenromane schon zu Lebzeiten machten; doch hatte seine Laufbahn, zumindest aus moderner Sicht, auch so manche Schattenseite zu bieten. 00:00 - Intro und Einleitung02:36 - Kit Carson: Herkunft und Jugendjahre05:11 - Gen Westen auf dem Santa Fe Trail07:19 - Mit 19 Jahren: Trapper in den Rocky Mountains10:31 - Kit Carson als legendärer "Freund und Vermittler der Indianer"13:47 - Kit Carson's indigene Ehefrauen15:08 - Kehrseite der Medaille: Kit Carson's Kämpfe mit Crow und Blackfoot18:00 - Hervorragender Fährtenleser und "Diebesfänger"20:00 - Kit Carson gegen die Natur: Kampf mit Grizzlybären21:24 - Die zwei Seiten des Kit Carson im Umgang mit den Natives25:08 - Einschub: Das Verhältnis mit Indianern und indigenen Nationen untereinander in der Frontier-Zeit28:11 - Duell mit einem französischen Trapper31:46 - Pionier und Erschließer des Oregon Trails34:04 - 1843: Dritte Ehe (1843) und Bear Flag Rebellion (1846)37:06 - Das White Massakker (1849) und Carson's Konfrontation mit dem eigenen Ruhm41:09 - 1850-1862: Rancher, Indianeragent und Nordstaaten-Offizier im Bürgerkrieg42:58 - ab 1863: Kampf gegen die Navajo47:17 - Nach dem Bürgerkrieg: Kampagne für Indianerrechte und letzte Lebensjahre49:24 - Carson der Frontier-Held: An der Grenze vom Alten in den Wilden Westen51:20 - Verabschiedung uns Ausblick aufs nächste Mal #western #wilderwesten #trapper #kitcarson #scout #westward #oldwest #oregontrail #frontier #indianwars #natives #colorado #newmexico #civilwar #navajo #crow #blackfoot #cheyenne Gefällt euch die Folge? Unterstützt uns auf Ko-Fi: https://ko-fi.com/westernunchainedFolgt uns auf Facebook: https://facebook.com/westernunchainedUnsere Webseite: https://westernunchained.podbean.com
Mon, 08 Dec 2025 - 83 - John Brown – Krieger gegen die Sklaverei
Für die einen war er ein Verräter und Terrorist - für die anderen Märtyrer und Nationalheld. John Brown wollte die Sklaverei mit Gewalt beenden. Sein Angriff auf Harpers Ferry scheiterte – und machte ihn zur Symbolfigur. Wer war dieser Mann–und spaltet er die Gemüter in den USA bis heute? Streiter gehgen die Sklaverei gab es in den USA zuhauf. Die meisten wollten eine politische Läösung, oder beschränkten sich darauf entflohene Sklaven in "sichere" Regionen zu schleusen. John Brown aber war überzeugt: Die Sklaverei in den Vereinigten Staaten könne nur auf einem Weg beendet werden– mit Gewalt. In dieser Folge sprechen wir über das Leben eines Mannes, der vom gläubigen Geschäftsmann zum militanten Abolitionisten wurde – und am Ende mit einem bewaffneten Aufstand versuchte, die amerikanische Gesellschaft zu stürzen. Wir zeichnen seinen Weg nach: Von seiner Kindheit in einer antisklavereifreundlichen Familie in Ohio, über seine radikalen Aktionen in „Bleeding Kansas“, bis hin zu seinem Überfall auf das Waffenarsenal in Harpers Ferry im Jahr 1859. Was trieb John Brown an? Welche Rolle spielte sein Glaube? Und wie reagierte das Land auf seinen gescheiterten Aufstand – der am Ende mehr Wirkung hatte, als es ein Gelingen seiner Pläne wohl je gehabt hätte? Wir sprechen über Browns Verurteilung wegen Landesverrats an Virginia, seine Hinrichtung – und die Rolle, die er zum Ausbruch des Bürgerkriegs beitragen sollte: für den Süden ein fanatischer Terrorist, für den Norden ein selbstloser Freiheitskämpfer.00:00 – Intro und Einleitung01:55 – John Brown's Body: Wer war der Mann hinter der "Battle Hymn"?03:46 – Kindheit, Familie & puritanische Prägung08:48 – Gelübde zum bewaffneten Kampf gegen die Sklaverei10:04 – Kansas-Nebraska Act & der Kampf um "Bleeding Kansas"17:55 – Das Pottawatomie-Massaker: John Brown greift zur Gewalt20:18 – Milizführer, Beecher Bibles & „Tragic Prelude“23:25 – Planung eines bewaffneten Sklavenaufstands27:40 – 16. Oktober 1859: Angriff auf Harpers Ferry32:30 – Belagerung des Arsenals & ausbleibende Unterstützung35:56 – Robert E. Lee, J.E.B. Stuart & das Ende des Aufstands42:23 – Schauprozess in Virginia: Farce um Verteidigung & Urteil49:21 – John Browns letzte Rede52:20 – Hinrichtung, letzte Worte & der Weg in den Bürgerkrieg53:28 – Vom Märtyrer zum Marschlied: „John Brown’s Body“ und die „Battle Hymn of the Republic“55:23 – Vermächtnis: Fanatischer Terrorist oder selbstloser Märtyrer?58:05 – Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal#civilwar #sklaverei #kansas #missouri #virginia #bleedingkansas #undergroundrailroad #johnbrown #johnbrownsbody Gefällt euch die Folge? Unterstützt uns auf Ko-Fi: https://ko-fi.com/westernunchainedFolgt uns auf Facebook: https://facebook.com/westernunchainedUnsere Webseite: https://westernunchained.podbean.com
Mon, 24 Nov 2025 - 82 - Der Western-Saloon
Der Saloon mit seinen Schwingtüren, dem Bier- und Whiskey-Ausschank an der Bar, den leicht bekleideten Mädels und dem Piano in der Ecke stellt eines der typischsten Elemente eines Western-Films dar. Diese gab es in der Realität durchaus; und doch war ein "waschechter" Saloon in der Frontier- und Old-West-Zeit oft grundlegend anders, als das Filmklischee meist darstellt...In dieser Folge setzen wir uns mit dem Thema Saloon genau auseinander: Was genau zeichnet einen "Saloon" aus? Welche Formen konnte die beliebte Schänke für Cowboys und Trapper annehmen? Wie genau sah es mit Unterhaltung und Getränken im Saloon aus? Und was hatte ein Saloon zu bieten, das uns die meisten Western-Filme vorenthalten?00:00 - Intro und Einleitung01:26 - Definition: Was ist eigentlich ein "Saloon"?04:32 - Erste und wichtigste Institution einer Western-Siedlung06:20 - Ausprägungen und Arten von Saloons12:17 - Typische Unterhaltung in einem Saloon14:51 - Das "Saloon-Girl": Wichtig fürs Geschäft16:55 - Das Saloon-Bier und das Problem mit Kühlung und "Panschen"19:54 - "Harte Kerle": Der teils lebensgefährliche Frontier-"Whiskey"26:16 - "Mixologists" - Cocktails im Wilden Westen28:06 - Glücksspiel in Saloon: Mehr Faro als Poker32:11 - Tanzen im Saloon, und: Wer waren die Saloon-Girls?33:45 - Free Lunch: Kostenloses Essen im Saloon39:37 - Saloon-"Sitten" im Wilden Westen41:22 - Schwingtüren: Western-Saloon-Mythos oder Realität?44:06 - Western-Saloons und Hygiene45:07 - Der typische Western-Saloon, und Saloons heute48:14 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal#western #wilderwesten #saloon #cowboys #whiskey #bier #freelunch #anheuserbusch #faro #poker Gefällt euch die Folge? Unterstützt uns auf Ko-Fi: https://ko-fi.com/westernunchainedFolgt uns auf Facebook: https://facebook.com/westernunchainedUnsere Webseite: https://westernunchained.podbean.com
Mon, 10 Nov 2025 - 81 - Der Mythos Jesse James: Bandit oder Volksheld?
Die James-Younger-Gang, allen voran die Brüder Frank und Jesse James, wurden als gefährliche Banditen gefürchtet – aber über weite Strecken wie Volkshelden verehrt. Zwischen 1866 und 1876 überfiel die James-Younger-Gang mindestens 12 Banken, sieben Züge und vier Postkutschen, aber auch andere lohnenswerte Ziele. Doch in weiten Teilen des ehemals konföderierten Südens werden die Taten der Banditen gefeiert. Speziell Jesse James erlangt bereits zu Lebzeiten eine Art Robin-Hood-Mythos – und obwohl Gesetzeshüter Jagd auf die Bande machen, versteckt sich gerade der jüngere James-Bruder nicht, und genießt seinen Ruf. Als sich die Pinkerton Detective Agency der Bande an die Fersen heftet, kommt es zwischen den Gruppen zu einem regelrechten Privatkrieg – der auf beiden Seiten zweifelhafte Taten hervorbringt und hässliche Opfer fordert. Als 1876 nach einem desaströsen Banküberfall die Youngers geschnappt werden, Frank und Jesse aber mit heiler Haut entkommen, steigt der Ruf der James-Brüder ins Unermessliche – und auch das auf sie ausgesetzte Kopfgeld. Doch Jesse kann nicht still halten. Nur einige Jahre schart er erneut Gesetzlose um sich... und sollte schließlich von einem seiner eigenen Bandenmitglieder wegen des Kopfgelds ermordet werden. 00:00 - Intro und Einleitung01:36 - Die James-Younger-Gang: Guerilla-Taktiken bei Banküberfällen02:56 - Alte Bushwhacker-Kameraden: Die Youngers und James-Brüder übernehmen das Kommando04:42 - Der Outlaw Jesse James: Edelmütiger Robin Hood, oder brutaler Bandit?10:31 - Ausweitung der Aktivitäten: Angrenzende Staaten, Volksfest un Kansas City, und der erste Zugüberfall (21.7.1873)14:02 - 1874: Zwei tote Pinkerton Detectives, und der Tod von Jim Younger17:59 - Frank und Jesse James heiraten – und rauben weiter20:09 - 26.1.1875: Tod von Archie James, und "Krieg" mit den Pinkertons22:48 - Nachrichten aus dem wilden Westen: Chicago Daily Tribune (28. 1,. 1875) und Nashville Union and American (9. 2. 1875)26:32 - Das Zeitschloss; dramatische Erschwernis für Banküberfälle28:30 - 7.9.1876: Ein desaströser Banküberfall und das Ende der James-Younger-Gang33:01 - 8.10.1879: Eine neuer Zugraub und eine neue Bande36:02 - 1880: 10.000 $ Kopfgeld!38:00 - 3.4.1882: Die Ermordung von Jesse James durch Bob und Charlie Ford44:16 - Freisprüche, Begnadigung und Wildwest-Zirkus: Das weitere Leben von Frank James52:19 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal #western #wilderwesten #missouri #jessejames #frankjames #coleyounger #bushwhackers #outlaws #jamesyoungergang #jamesgang #pinkertons #eisenbankraub #bankraub #robertford Gefällt euch die Folge? Unterstützt uns auf Ko-Fi: https://ko-fi.com/westernunchainedFolgt uns auf Facebook: https://facebook.com/westernunchainedUnsere Webseite: https://westernunchained.podbean.com
Mon, 27 Oct 2025 - 80 - Die James-Younger-Gang: Vom Bürgerkrieg zur Outlaw-Bande
Am 13. Februar 1866 überfällt eine Gruppe ehemaliger konföderierter Soldaten die Clay County Savings Bank in Liberty, Missouri. Es ist der erste Wildwest-Bankraub in Friedenszeiten und die Geburtsstunde einer der berüchtigtsten Outlaw-Bande, die der Wilde Western hervorgebracht hat: Die James-Younger Gang um Cole Younger sowie Frank und Jesse James! In dieser Folge beschreiben wir den Werdegang der Bandenführer: Von ihrer Herkunft über die Zeit als Bushwhackers im Bürgerkrieg bis hin zu ihrem historischen ersten Bankraub. 00:00 - Intro und Einleitung02:05 - Jesse James, Western-Legende schon zu Lebenszeiten04:34 - Exkurs: Das Bild des "Southern Gentleman" und die Romantisierung der Südstaatenkultur06:30 - Cole, Jim, John und und Bob Younger: Herkunft und Jugendzeit10:20 - Radikalisierung von Cole und Jim Younger und ihre Zeit bei Quantrill's Raiders15:23 - Herkunft und Jugendjahre von Frank und Jesse James20:57 - Frank James in der konföderierten Armee 22:50 - Frank und Jesse James bei Quantrill's Raiders und "Bloody" Bill Anderson29:19 - Schwierige Rückkehr ins Zivilleben nach dem Bürgerkrieg32:06 - Über 60.000$ Beute: Der Überfall auf die Clay County Savings Bank (13.4.1866)35:02 - Heroisierung eines Banküberfalls37:09 - Geburt der James-Younger-Gang40:39 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal#western #wilderwesten #buergerkrieg #civilwar #kansas #missouri #jessejames #frankjames #coleyounger #bushwhackers #guerilla #outlaws #jamesyoungergang Gefällt euch die Folge? Unterstützt uns auf Ko-Fi: https://ko-fi.com/westernunchainedFolgt uns auf Facebook: https://facebook.com/westernunchainedUnsere Webseite: https://westernunchained.podbean.com
Mon, 13 Oct 2025 - 79 - William Quantrill und die „Schlacht von Lawrence“
Am 21. August 1863 kam es in Lawrence, Kansas, zum größten zivilen Massaker des Amerikanischen Bürgerkriegs. Quantrill's Raiders, eine Gruppe konföderierter Guerillas, töteten etwa 180 Männer und Jungen auf offener Straße und brannten die Stadt nieder. Der Angriff war Kulminationspunkt einer Gewaltspirale aus Rache, Propaganda und Vergeltung – befeuert von Grenzkriegslogik, irregulären Einheiten und schwacher Rechtslage. Wie kam es zu diesem Angriff? Was für ein Mann war ihr Anführer, William Quantrill? Und wie sah der Bürgerkrieg an der Frontier aus? Des Kansas-Missouri Border War galt bereits in den 1850er Jahren als der Vorhof des späteren Amerikanischen Bürgerkriegs, als Sklavereibefürworter und -gegner gegeneinander die Waffen ergriffen. Dieser Konflikt sollte die Grenzregion zwischen den zwei Staaten auch während des Bürgerkriegs in zahlreiche blutige Auseinandersetzungen verwickeln – weniger zwischen regulären Truppen als zwischen irregulären Verbänden wie Bushwhackers und Jayhawkers. Eine der berüchtigtsten Gestalten dieser Ära war William Clarke Quantrill: Ein ehemaliger Lehrer, der als Anführer einer konföderierten Guerillatruppe dem Krieg an der Frontier ein eigenes Gesicht verpassen sollte – in Missouri als Held gefeiert, in Kansas als Teufel verachtet. Und auch wenn der Name Quantrill in den großen Annalen des Bürgerkriegs oft wenig Beachtung findet, sollten seine Taten vor allem die Zeit nach dem Krieg, über seinen Tod hinaus, noch nachhaltig prägen... 0:00:00 - Intro und Einleitung0:04:45 - William Clarke Quantrill: Herkunft in Ohio und erster Lebensweg0:12:49 - 1861: Eintritt in die Konföderierte Armee und Bekanntschaft mit Joel B. Mayes0:16:32 - Jayhawkers und Bushwhackers: Irreguläre Truppen und Guerilla-Verbände im Bürgerkrieg0:26:13 - Captain Quantrill's Raiders: Bekannte Namen und erste berüchtigte Aktionen0:31:50 - Soldaten oder Banditen?0:35:00 - Propaganda, Raub und Vergeltung: Die "Schlacht von Lawrence" (21. August 1863)0:42:44 - Missouri General Order No. 11: Die harte Reaktion der Unionsarmee0:45:31 - 1863/64: Winterquartier in Texas, Kontrollverlust und Konflikte mit der eigenen Seite0:53:14 - 10.5.1865: Quantrill's letztes Gefecht und sein Einfluss auf den Wilden Westen1:00:29 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal Gefällt euch die Folge? Unterstützt uns auf Ko-Fi: https://ko-fi.com/westernunchainedFolgt uns auf Facebook: https://facebook.com/westernunchainedWir sind jetzt auch auf Bluesky: https://bsky.app/profile/westernunchained.bsky.socialUnsere Webseite: https://westernunchained.podbean.com #western #wilderwesten #buergerkrieg #ciwilwar #kansas #missouri #quantrill #jessejames #guerilla #outlaws
Mon, 29 Sep 2025 - 78 - Missouri – Die Mutter des Westens
Er gilt als der Show Me State, der Staat mit den meisten Höhlen und markierte jahrzehntelang die Grenze zwischen Zivilisation und Wildnis: Missouri gilt gemeinhin als DER Frontier-Staat der USA. Entsprechend hat er die Geschichte des Wilden Westens geprägt wie kaum ein anderer. Von Missouri aus brachen Lewis und Clarke zu ihrer berühmten Expedition auf, um den Westen der Vereinigten Staaten zu erkunden. Von Missouri aus machten sich hoffnungsvolle und wagemutige Pilger mit Planwagen über den Oregon Trail auf den Weg, um die Westküste der USA zu besiedeln. Und kaum ein anderer Staat musste mehr Schlachten und Scharmützel im amerikanischen Bürgerkrieg über sich ergehen lassen als der Staat der vielen Höhlen. Kein Wunder, dass Missouri auch als "die Mutter des Westens" bekannt wurde. Wie kam Missouri zu dieser Bezeichnung? Was zeichnet den Bundesstaat aus? Und weshalb ist Missouri in den USA auch als der "Show Me State" bekannt? All das und mehr besprechen wir in der aktuellen Folge unseres Western-Podcasts. 00:00 - Intro und Einleitung02:16 - Missouri: Show Me State und "Mutter des Westens06:44 - Klima, Lage und lokale Eigenheiten08:52 - Der "Frontier"-Staat Missouri11:13 - Skurrile lokale Gesetze15:47 - Missouri in der französischen Kolonialzeit17:28 - Ab 1803-1820: Die ersten Jahre als amerikanisches Territorium18:44 - 1818-1820: Der "Missouri-Kompromiss" und das heikle Thema Sklaverei22:25 - 1820er-1840er: Die große deutsche Einwanderungswelle25:25 - 1838: Der Mormonen-Krieg von Missouri27:36 - Ab 1840: Tor in den Westen28:23 - Zwischen Progressivität und Restriktion: Missouri bis zum Bürgerkrieg31:53 - 3. April 1860 bis 24 Oktober 1861: Der Pony Express31:16 - 1854-56: Vorhof des Bürgerkriegs–der Kansas-Missouri Border War34:18 - 1861-1865: Missouri im Amerikanischen Bürgerkrieg39:23 - Frauenbewegung: Erster weiblicher Anwalt (1871), weiblicher US-Marshal (1887) und weiblicher Sheriff (1891) der USA41:19 - 1866-1882: "Gesetzloses" Missouri in der Zeit der Reconstruction43:12 - Missouri in der Spätzeit des Wilden Westens46:36 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal Gefällt euch die Folge? Unterstützt uns auf Ko-Fi: https://ko-fi.com/westernunchainedFolgt uns auf Facebook: https://facebook.com/westernunchainedWir sind jetzt auch auf Bluesky: https://bsky.app/profile/westernunchained.bsky.socialUnsere Webseite: https://westernunchained.podbean.com #western #wilderwesten #westward #westwardexpansion #missouri #usa #oregontrail #frontier #civilwar #lewisandclarke #natives
Mon, 15 Sep 2025 - 77 - Der Oregon Trail - Mit dem Planwagen gen Westen
2.170 Meilen per Ochsen- oder Maultiergespann über weitgehend unerschlossene Wildnis bis zur Westküste: Etwa 400.000 Pilger und Pioniere machten sich zwischen 1843 und 1869 auf den sogenannten Oregon Trail, um den amerikanischen Westen zu besiedeln. Ein Traum von Freiheit - aber begleitet von Strapazen und Gefahren. Die Besiedlung des Westens war mehr als ein Abenteuer – sie war ein existenzielles Wagnis. Kaum ein Pfad steht so sehr für diesen Aufbruch ins Unbekannte wie der Oregon Trail. Was brachte hunderttausende Menschen dazu, ihre Heimat aufzugeben, um über 3.000 Kilometer durch Steppe, Wüste und Gebirge zu ziehen? Welche Hoffnungen, Ängste – und welche politischen und wirtschaftlichen Interessen – standen hinter dieser Massenbewegung? In dieser Folge sprechen wir über die Geschichte und den Mythos des Oregon Trails. Wir rekonstruieren die harten Bedingungen auf dem Weg nach Oregon, werfen einen Blick auf die berühmte „Great Migration“ von 1843 - und zeigen, warum schlechtes Wetter oder unreines Wasser eine viel größere Gefahr als Indianerüberfälle darstellten.0:00:00 - Intro und Einleitung0:01:45 - Das klassische Bild des Planwagens in der Prärie0:05:21 - Warum nach Oregon? Ein historische Abriss des Oregon Territory0:10:28 - ab 1823: Erste organisierte Trecks über den Landweg nach Oregon0:13:11 - 1842: The Great Migration: Aufbruch der ersten 1000 Siedler entlang des Oregon Trails0:17:27 - 1843-1848: Vergleichsweise zaghafte Anfänge, und Oregon in US-amerikanischer Hand0:20:33 - Der Mormonen-Exodus (1847), der Landweg nach Kalifornien (1848) und der kalifornische Goldrausch (1849)0:23:31 - Bis zu 50.000 Siedler jährlich: Das verzweigte "Netzwerk" des Oregon-Trails0:25:52 - 2170 Meilen in 4-6 Monaten: Der Alltag und allgemeine Strapazen des Trails0:30:04 - Die typische Ausstattung und Verpflegung auf dem Oregon Trail0:36:42 - Fort Kearney, Fort Laramie ("Fort Sacrifice") und Fort Bridger: Die Zwischenstationen auf dem Trail0:39:52 - "You have died of dysentery": 30.000 Tote durch Durchfallerkrankungen0:43:17 - Das Verhältnis zwischen Natives und Siedlern entlang des Oregon Trails0:51:50 - Unfälle, Flussfahrten und weitere Gefahren0:57:07 - 1869: Die Fertigstellung der transkontinentalen Eisenbahn und der Niedergang des Oregon Trails0:59:59 - Was hat diese Geschichte inspiriert?1:02:58 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal Gefällt euch die Folge? Unterstützt uns auf Ko-Fi: https://ko-fi.com/westernunchainedFolgt uns auf Facebook: https://facebook.com/westernunchainedWir sind jetzt auch auf Bluesky: https://bsky.app/profile/westernunchained.bsky.socialUnsere Webseite: https://westernunchained.podbean.com #western #wilderwesten #westward #westwardexpansion #oregon #usa #oregontrail #frontier #planwagen #indianwars #natives #missouri
Mon, 01 Sep 2025 - 76 - Winchester Mystery House - Das Geisterhaus von Sarah Winchester (Minisode)
Sarah Winchester, die Witwe des Winchester-Waffenimperium-Erbens William Wirt Winchester, erwarb 1884 in San Jose ein gewaltiges Herrenhaus. Sie begann es zu erweitern - und sollte bis 1922 nicht damit aufhören, daran bauen zu lassen. Schließlich sollte die Behausung 500 Räume und zahlreiche skurrile Dekorationen umfassen - und dabei nur nur von Sarah Winchester selbst und ihrer Nichte bewohnt werden. Der angebliche Grund: Die Winchester-Witwe fühlte sich von den Geistern der Opfer verfolgt, die durch die Waffen ihres Gatten ums Leben gekommen sind. Auch heute noch ist das Winchester Mystery House berüchtigt. In dieser Podcast-Bonusfolge tauchen wir ein in die Geschichte - und Realität - eines der berüchtigtsten Spukhäuser der Vereinigten Staaten. Gefällt euch die Folge? Unterstützt uns auf Ko-Fi: https://ko-fi.com/westernunchainedFolgt uns auf Facebook: https://facebook.com/westernunchainedWir sind jetzt auch auf Bluesky: https://bsky.app/profile/westernunchained.bsky.socialUnsere Webseite: https://westernunchained.podbean.comBlog „Nachrichten aus dem Wilden Westen": https://westernunchained.blogspot.de #western #wilderwesten #rifles #gewehre #winchester #hauntedhouse #myths #legends #ghosts # california
Mon, 18 Aug 2025 - 75 - Schwindsucht & Schlangenöl - Tuberkulose und Wunderheiler im Wilden Westen (Minisode)
Im 19. Jahrhundert war Tuberkulose, auch als Schwindsucht bekannt, eine der gefürchtetsten Krankheiten. Viele Mediziner beschäftigten sich damit, ein Heilmittel zu finden. Das rief natürlich auch dubiose Hausmittel und Wunderheiler auf den Plan... Billy the Kid's Mutter litt darunter, der berüchtigte Revolverheld Doc Holiday hatte sie ebenfalls: Tuberkulose galt im 19. Jahrhundert als ein großes Schreckgespenst. Auch wenn die Medizin in dieser Zeit drastische Fortschritte machte, konnte sie der "weißen Pest" lange Zeit nicht Herr werden. In ihrer Verzweiflung wandten sich Leidende auch an dubiose Versprechen. In dieser Folge behandeln wir nicht nur das oft den Wilden Westen begleitende Thema Tuberkulose, sondern auch die diversen Behandlungsmethoden, und ein damit verbundenes, weiterhin typisches Bild aus dem Western-Genre: Den Schlangenölverkäufer - und wir erklären, woher diese Bezeichnung rührt. Gefällt euch die Folge? Unterstützt uns auf Ko-Fi: https://ko-fi.com/westernunchainedFolgt uns auf Facebook: https://facebook.com/westernunchainedWir sind jetzt auch auf Bluesky: https://bsky.app/profile/westernunchained.bsky.socialUnsere Webseite: https://westernunchained.podbean.comBlog „Nachrichten aus dem Wilden Westen": https://westernunchained.blogspot.de #western #wilderwesten #tuberkulose #schwindsucht #schlangenöl #snakeoil #huckster #shyster #wunderheiler #billythekid #docholiday
Mon, 04 Aug 2025 - 74 - Der Revenant - Die wahre Geschichte von Hugh Glass (Minisode)
Das Trapper-Dasein im frühen 19. Jahrhundert war zahlreichen Gefahren ausgesetzt. Kaum eine Geschichte verkörpert dies besser als das Schicksal von Hugh Glass: Im Jahre 1823 wurde der Fallensteller und Bergmann von einem Grizzlybären attackiert und von seinen Kumpanen totgeglaubt in der Wildnis im Stich gelassen. Doch Glass überlebte - und machte sich schwer verletzt, ohne Waffen, Landkaten oder Ausrüstung, mitten im Winter alleine auf den über 300 Kilometer weiten Rückweg in die Zivilisation. In dieser Bonusfolge sprechen wir über den Mann, der unter anderem den Film "The Revenant" mit Leonardo di Caprio inspirieren sollte. Gefällt euch die Folge? Unterstützt uns auf Ko-Fi: https://ko-fi.com/westernunchainedFolgt uns auf Facebook: https://facebook.com/westernunchainedWir sind jetzt auch auf Bluesky: https://bsky.app/profile/westernunchained.bsky.socialUnsere Webseite: https://westernunchained.podbean.comBlog „Nachrichten aus dem Wilden Westen": https://westernunchained.blogspot.de #western #wilderwesten #frontier #hughglass #wildnis #survival #wyoming #trapper #mountainman
Mon, 21 Jul 2025 - 73 - Schießeisen des Wilden Westens (III) - Vom Bürgerkrieg zum Ende der "Revolver-Ära"
In dieser Folge behandeln wir (überwiegend) die handgeführten Schusswaffen vom Ende des Bürgerkriegs bis zum Ende der Frontier-Zeit: Vom heimlichen Deringer über Double Action Revolver bis zum Aufkommen der ersten halbautomatischen Pistolen.Ein typisches Merkmal von Revolvern in Western-Filmen ist der seitlich ausschwingbare Zylinder. Doch dieser trat tatsächlich erst ganz am Ende des Wilden Westens in Erscheinung! Welche anderen Innovationen haben die Faustfeuerwaffen des Wilden Westens nach dem Ende des amerikanischen Bürgerkriegs ausgezeichnet? 0:00:00 - Intro und Einleitung0:01:13 - Philadelphia Deringer (ab ca. 1825)0:04:48 - Derenger, Deringer oder Derringer? Der Fall Deringer vs Plate (1865)0:12:23 - Remington Model 1866 "Double Derringer"0:16:45 - Smith & Wesson Model 3 (American, Russian, Schofield, (1870)0:21:58 - Colt Single Action Army Model 1873 (“Peacemaker”)0:27:23 - Colt Buntline Special: Realität oder Fake?0:31:43 - Remington Model 1875 “Frontier Army”0:37:22 - Colt Model 1877 “Lightning” & “Thunderer” Double Action 0:41:43 - "Fanning the Hammer": Wie sehr war der "Vorzug" von Single Action Revolvern wirklich verbreitet?0:50:11 - Smith & Wesson Model 2 (Varianten 1861 / 1876 / 1880 "Double Action" & 1887 "Safety Hammerless") 0:56:33 - Colt Model 1892 "New Army"0:59:47 - Borchardt C-93 (1893) - Das Ende der US-dominierten Revolver-Ära1:02:17 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal
Mon, 07 Jul 2025 - 72 - Schießeisen des Wilden Westens (II) - Frühe Pistolen und Revolver bis zum Bürgerkrieg
Vom Gewehr am Sattel zum Revolver an der Hüfte: in dieser Folge geht’s um die frühen Faustfeuerwaffen, die den Wilden Westen auf Anschlag veränderten – Von der Pfefferbüchse zum klassischen Colt-Revolver. Bevor der Colt zum König der Seitenwaffen wurde, war der Weg zur verlässlichen Faustfeuerwaffe gepflastert mit seltsamen Konstruktionen und schwerem Gerät: frühe Steinschloss-Pistolen, mehrläufige Pepperboxes, experimentelle Mechaniken und erste Versuche, Feuerkraft mobil zu machen. Diese Folge taucht tief in die Anfänge der Faustfeuerwaffen ein – lange bevor der Revolver zum festen Bestandteil jeder Western-Szene wurde. Im Fokus stehen Pistolen aus der Zeit vor und während des Amerikanischen Bürgerkriegs. Ob kuriose Modelle mit Unterhebel, riesige Revolver mit Schrotladung und die bahnbrechenden Entwicklungen, die den Übergang von unzuverlässigen Einzelstücken zu taktisch überlegenen Mehrschüssern markierten – hier sind 10 Pistolen, die die Geschichte des Wilden Westens bis zum Ausbruch des Bürgerkriegs prägen sollten. 0:00:00 - Intro und Einleitung0:01:51 - Pistolen vor 18360:08:11 - Pepperboxes: erste mehrschüssige Faustfeuerwaffen (1820er - 1860er Jahre)0:14:32 - Patent Arms Manufacturing Company Colt Paterson: Der erste Revolver (1836)0:20:00 - Colt Walker: Wuchtige, durchschlagskräftige Faust-Kanone (1847)0:28:09 - Colt Dragoon: Revolver für die Kavallerie (1848 - 1860)0:33:38 - Colt Navy Model 1851 - Der geläufigste Vor-Bürgerkriegs-Revolver0:39:30 - Volcanic Repeating Arms Smith & Wesson Lever Pistol: Repetierpistole mit Steampunk-Ästhetik (1854-1856)0:45:12 - LeMat Grapeshot Revolver: 9-Schuss-Zylinder und eine Schrotladung (1856)0:52:23 - Remington 1858 New Model Army: Schnellschuss-Revolver mit Wechsel-Zylinder0:58:44 - Colt 1860 Army Revolver: Der Standard-Revolver der Unionsarmee (und seine Südstaaten-Klone)1:03:37 - Cap & Ball: Warum Perkussions- bzw. Zündhütchen-Revolver in frühen Western selten zu sehen sind (und andere Film-Trivia)1:05:20 - Verabschiedung und Ausblicke aufs nächste Mal#western #wilderwesten #civilwar #pistols #revolver #colt #pepperbox #remington #smith&wesson #lemat #volcanic
Mon, 23 Jun 2025 - 71 - Schießeisen des Wilden Westens (I) - Gewehre
Ohne Schusswaffen kein Western: Gewehre stehen ikonisch für die Erschließung der Frontier und die "Zähmung" - oder "Eroberung" - des Wilden Westens. Hier sind 15 solcher Langwaffen, die das Grenzland geformt, Gesetz und Chaos verteilt – und den Western als Genre geprägt haben. Ob im Halfter der Gesetzeshüter, im Anschlag der Outlaws oder auf dem Rücken eines Cowboys – Gewehre waren mehr als nur Waffen. Sie wurden zu Symbolen des Wilden Westens, prägten das Bild einer Ära und lieferten die Feuerkraft für unzählige Mythen, Legenden und Western-Streifen. In dieser Folge geht’s nicht um die Sechsschüsser an der Hüfte des Cowboys, sondern um das Rückgrat der Frontier: amerikanische Gewehre zwischen 1815 und 1892 – von der Zeit der Trapper bis zum Abgesang des Wildwest-Zeitalters. Wir verfolgen die technische Entwicklung vom Vorderlader zum Repetierer, vom Perkussionsgewehr bis zur Metallpatrone – und zeigen, wie neue Technologien den Lauf der Geschichte beeinflussten. Besprochen werden ikonische Gewehre der Frontier- und Western-Ära, die nicht nur Geschichte schrieben, sondern sie oft genug mitentschieden. Hier sind 15 "Guns that won the West" - Gewehre, die für sich beanspruchen können, den Wilden Westen gezähmt (oder erobert) zu haben.0:00:00 - Intro und Einleitung0:02:29 - Hawken Rifle (ab ca. 1815/1823)0:07:08 - US Model 1841: Mississippi-Rifle (ab ca. 1841)0:10:25 - Spencer Repeating Rifle / Spencer Carbine (ab ca. 1860)0:16:13 - Henry Repeating Rife (ab ca. 1860) und sein Vorgänger die Volcanic Rifle (ca. 1848)0:21:19 - kleiner Einschub: Karl May's "Henry-Stutzen"0:22:11 - Winchester Model '66 (1866)0:26:16 - Springfield-Allin Conversion (1866)0:30:23 - Doppelläufige Schrotflinten (ab ca. 1853) und die Colt Model 1878 Coach gun (1878)0:35:54 - Winchester Model '73 (1973)0:39:56 - Sharps Rifle (1852/1874)0:46:30 - Springfield Model 1873 “Trapdoor” Rifle (1873)0:49:02 - Winchester Model 1876 “Centennial” (1876)0:52:38 - Marlin Model 1881 (1881)0:54:46 - Winchester Model '86 (1886)0:59:12 - Winchester Model 1887 Lever-Action Shotgun (1887)1:03:37 - Winchester Model 1892 und spätere Gewehre1:06:03 - Weitere Filmempfehlungen1:07:07 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal Gefällt euch die Folge? Unterstützt uns auf Ko-Fi: https://ko-fi.com/westernunchained Folgt uns auf Facebook: https://facebook.com/westernunchained Wir sind jetzt auch auf Bluesky: https://bsky.app/profile/westernunchained.bsky.social Unsere Webseite: https://westernunchained.podbean.com Blog „Nachrichten aus dem Wilden Westen": https://westernunchained.blogspot.de #western #wilderwesten #civilwar #rifles #gewehre #hawken #winchester #sharpsrifle #spencercarbine #marlin #henrystutzen
Mon, 09 Jun 2025 - 70 - Southern Yankees: Newton Knight und der "Free State of Jones"
Rebellen unter Konföderierten: Inmitten des Bürgerkriegs spaltet sich eine Gruppe von Deserteuren von der konföderierten Armee ab und verschanzt sich im Jones County, Mississippi. Der kleinen Hundertschaft gelingt es, den CSA die Kontrolle über die Region zu entreißen. Ein Farmer und Sklavereigegner sollte zum Symbol für den Aufstand werden: Newton Knight.Der „Free State of Jones“ ist einer der ungewöhnlichsten und umstrittensten Fälle der US-Bürgerkriegsgeschichte. Eine Miliz aus Südstaatlern, die sich weigerten, für die Sklavenhalter-Elite in den Krieg zu ziehen, verschanzt sich in den Sümpfen von Jones County – und erklärt sich kurzerhand unabhängig. Ihr Anführer: ein ehemaliger Sanitäter, Guerillakämpfer und späterer Deputy Marshal. War Newton Knight ein aufrechter Kämpfer für Gerechtigkeit – oder doch eher ein Eigenbrötler mit persönlicher Agenda? War der „Free State of Jones“ ein echtes Sezessionsprojekt – oder ein Mythos, geboren aus Legenden und Heimatstolz? Und was geschah nach dem Krieg mit einem Mann, der nicht aufhörte, sich gegen Ungerechtigkeit zu stellen – selbst dann nicht, als die Reconstruction in Blut und Gewalt mündete? Wir werfen einen kritischen Blick auf die Legende von Newton Knight, die Quellenlage – und auf die Menschen, die der Konföderation von innen heraus den Kampf ansagten. 00:00:00 - Intro und Einleitung: Die Rebellen unter den Rebellen 00:01:08 - Nachrichten aus dem Wilden Westen: New Orleans Item, 20. März 192100:04:24 - November 1837: Geburt von Newton Knight, Primitive Baptist und Sklavereigegner00:06:06 - Mississippi vor dem Bürgerkrieg, und die Lage in Jones County00:08:52 - Januar 1861: Mississippi tritt aus der Union aus – Unmut in Jones County00:10:27 - Newton Knight: Ein Sklavereigegner in der Konföderationsarmee (Juli 1861 bis Mai 1862 00:14:29 - Herbst 1862: Desertion, Rückkehr und Tötung des Schwagers Morgan Lyons 00:18:05 - Oktober 1863: Mord am Colonel Amos McElmore und Gründung der Knight Company 00:21:31 - März/Juli 1864: Eroberung von Ellisville und der "Free State of Jones"00:27:07 - Newton Knight nach dem Bürgerkrieg: Hilfsgüterverteilung, Befreiung versklavter Kinder, Deputy US Marshal 00:29:16 - 1875: Colonel des schwarzen First Infantry Regiment von Jasper County während der Reconstruction 00:32:45 - Die gemischtrassige Knight-Familie im "Deep South", und der Tod von Newton Knight (16. Februar 1922)00:34:33 - Der Film "Free State of Jones" und die generell streitbare Quellenlage00:44:48 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal Gefällt euch die Folge? Unterstützt uns auf Ko-Fi: https://ko-fi.com/westernunchained Folgt uns auf Facebook: https://facebook.com/westernunchained Wir sind jetzt auch auf Bluesky: https://bsky.app/profile/westernunchained.bsky.social Unsere Webseite: https://westernunchained.podbean.com Blog „Nachrichten aus dem Wilden Westen": https://westernunchained.blogspot.de #western #wilderwesten #newtonknight #jonescounty #freestateofjones #mississippi #konföderation #bürgerkrieg #deserteure #primitivebaptist #southernyankees #rebellen
Mon, 26 May 2025 - 69 - Manifest Destiny und die Besiedlung des Wilden Westens
Die Besiedlung des "Wilden Westens" war maßgeblich von einem Prinzip getrieben, dass das Nationalbewusstsein der Vereinigten Staaten bis heute prägt: Manifest Destiny. Was hat es mit diesem "offenbarten Schicksal" auf sich, was hat das mit dem Wilden Westen zu tun - und wie prägen die daraus entstandenen Haltungen die Vereinigten Staaten von Amerika noch heute? Zusammen mit unserem Gast Ralf Grabuschnig vom Podcast "Deja Vu Geschichte" gehen wir diesen Fragen näher nach.00:00 - Intro und Einleitung02:10 - Das Bild des "American Progress"03:29 - Der Ursprung des "Manifest Destiny" Gedankens07:34 - Lousiana Purchase, Ausbreitung gen Westen und amerikanischer Exzeptionalismus11:49 - Manifest des Schicksals; oder "das offenbarte Schicksal"13.47 - Die 1840er: Die Demokratisierung Amerikas als "Mission" der USA17:29 - Westward Expansion - Wer besiedelte die USA (und Warum)?21:50 - Die Bedeutung des Homestead Acts26:16 - Der "Self-Made-Man" und der Amerikanische Traum 33:37 - "Präriefieber" und andere Schattenseiten des Lebens an der Frontier37:28 - Die Westward Expansion und der wachsende Konflikt mit Indigenen Völkern42:04 - "Die gottverlassensten Forts der Vereinigten Staaten"45:08 - Die Auswirkungen auf Verträge mit den Indigenen 47:15 - Auswirkungen der Frontier-Mentalität auf die heutigen USA51:38 - Was haben diese Geschichten beeinflusst? (Film- und Literaturtipps)56:52 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste MalGefällt's euch? Unterstützt uns per Ko-Fi: https://ko-fi.com/westernunchainedFolgt Western Unchained auf Facebook: https://facebook.com/westernunchained Oder auf Bluesky: https://bsky.app/profile/westernunchained.bsky.social Unsere Webseite: https://westernunchained.podbean.comNachrichten aus dem Wilden Westen (Blog): https://westernunchained.blogspot.de Mehr zu Ralf Grabuschnig (Deja-vu Geschichte Podcast): https://linktr.ee/ralfgrabuschnig #western #weilderwesten #westward #westwardexpansion #manifestdestiny #usa #imperialismus #frontier #homsteads #indianwars #natives
Mon, 12 May 2025 - 68 - Billy the Kid (V) - Das letzte Gefecht
Am 28. April 1881 begeht Billy the Kid die Tat, die ihn unsterblich machen sollte: Auf spektakuläre Art flieht der zum Tode verurteilte Outlaw aus der Haft in Lincoln. Doch obwohl er dem Galgen entkommen ist, zieht sich die Schlinge um seinen Hals nur noch enger zu. Sheriff Pat Garrett bleibt auf seinen Fersen. Nur zwei Monate später sollte es in Fort Sumner, New Mexico, zum finalen Showdown zwischen den beiden einstigen Freunden kommen...00:00 - Intro und Einleitung02:29 - Zum Tode verurteilt...03:58 - Von Feinden umgeben: Warten auf die Hinrichtung08:59 - Exkurs zu Schrotflintenkalibern10:20 - 28.4.1881: Eine spektakuläre Flucht15:42 - "Hallo, Bob!": Billy entkommt aus Lincoln18:46 - New Mexico's Most Wanted: Eine merkwürdige Entscheidung21:13 - 14.6.1881: Showdown in Fort Sumner27:24 - Tod und Bestattung von Billy the Kid29:11 - Billy's Tod: Zweifel und Gerüchte34:36 - Pat Garret's Belohnung und politische Ambitionen36:27 - Die höchst umstrittene Biographie39:26 - Fazit: Billy the Kid, gefährlicher Outlaw oder verklärte Legende?44:54 - Was hat die Geschichte inspiriert (und Quellen für diese Podcastreihe)50:24 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste MalGefällt's euch? Unterstützt uns per Ko-Fi: https://ko-fi.com/westernunchainedFolgt Western Unchained auf Facebook: https://facebook.com/westernunchained Wir sind jetzt auch auf Bluesky: https://bsky.app/profile/westernunchained.bsky.social Unsere Webseite: https://westernunchained.podbean.comNachrichten aus dem Wilden Westen (Blog): https://westernunchained.blogspot.de#outlaw #billythekid #newmexico #lincolncounty #lincolncountywar #patgarrett #youngguns #legenden #mythen
Mon, 28 Apr 2025 - 67 - Billy the Kid (IV) - Der gesuchteste Outlaw New Mexicos
Der Krieg in Lincoln County gilt als beigelegt - doch ein junger Mann scheint versessen darauf, den Kampf im Alleingang fortzusetzen. Bald schon sollte "Billy the Kid" als der meistgesuchte Bandit gefürchtet - und verehrt - werden... Nach der Generalamnestie von Gouverneur Lew Wallace und den Gerichtsverhandlungen in Lincoln County des Aprils 1880 verbleibt William H. Bonney als einer der wenigen Männer der großen Konfliktparteien, die weiterhin auf freiem Fuß und wegen eines Verbrechens gesucht bleiben. Doch Billy scheint sich vor seinem Ruf nicht zu fürchten - er scheint ihn geradezu zu genießen. Von den Behörden gejagt, von den Mexikanern gefeiert, schart der gerade 20-jährige junge Mann mit "Dirty" Dave Rudabaugh, Billy Wilson und anderen eine neue Bande um sich, mit denen er weitere Diebstähle begeht - und immer tiefer ins Outlaw-Dasein abrutscht. Bis schließlich ein einstiger Freund zum Sheriff gewählt wird, von dem er sich kurz vor dem Weihnachtsfest 1880 plötzlich gejagt und in einem einsamen Versteck in "Stinking Springs" eingekesselt wiederfindet... 2:05 - April 1879: Urteile zum Lincoln County War: Die Suche nach einem Schuldigen7:42 - Die "Regulators" zerstreuen sich9:49 - Das Ende von Jesse Evans & "The Boys"11:35 - Neue Freunde, neuer Ruf: Billy The Kid und seine Gang16:25 - 10. Januar 1880: Der Tod von Joe Grant21:12 - Billy The Kid und die Damenwelt22:48 - Pat Garrett und Billy the Kid24:57 - Ein Leben als Gesetzloser: Der meistgesuchte Mann New Mexikos26:05 - Frühjahr/Sommer 1880: Aufstand der Mescalero-Apachen27:46 - 29. November 1880 - Kampf mit dem Gesetz, und Tod eines Deputies29:42 - 12. Dezember 1880: 500 Dollar Kopfgeld31:06 - Ein neuer Sheriff32:54 - 19. Dezember 1880: Schießerei in Fort Sumner und Tod von Tom O'Folliard36:54 - Pat Garrett jagt Billy the Kid: Showdown in Stinking Springs42:28 - 24. Dezember 1880: Weihnachtlicher Abschied44:45 - Den Ernst der Lage verkannt? Die Urteile von Mesilla (6. April 1880)48:40 - Young Guns 3: Dead or Alive - Die Billy the Kid Story wird fortgesetzt53:09 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal#outlaw #billythekid #newmexico #lincolncounty #lincolncountywar #patgarrett #youngguns
Mon, 14 Apr 2025 - 66 - Billy the Kid (III) - Anarchie in Lincoln County
Die Schlacht von Lincoln ist geschlagen; doch der Krieg tobt weiter: Gesetzlose regieren, Billy the Kid steigt zu einem Anführer auf - und ein geplatzter Deal droht, New Mexico endgültig ins Chaos zu stürzen.Mit dem Ende der viertägigen Schlacht von Lincoln steht "The House" zerschlagen da, während ihr Widersacher Alexander McSween tot und die Regulatoren führungslos zurückbleiben. Doch ein Ende des Kriegs in Lincoln County steht nicht in Sicht. Statt dessen regiert die Anarchie: Gesetzlose mit Sheriff-Sternen ziehen raubend und plündernd durchs County, Vigilanten greifen gegen andere Vigilanten - und der erst 19-jähriger William Bonney schafft es, die verbliebenen "Eisernen" Regulatoren um sich zu scharen, um einen verlorenen Kampf weiter aufrecht zu erhalten. Die Bevölkerung hat das Vertrauen in Ordnungshüter und Regierung verloren: Weder Sheriff und Bundesmarshall noch Kavallerie oder Governeur schaffen es, einem Monate andauernden Morden und Plündern Einhalt zu gebieten. Schließlich greift US-Präsident Hayes persönlich ein: Sam Axtell wird entlassen, ein statt dessen soll Lew Wallace als neuer Gouverneur für Ordnung sorgen. Tatsächlich schafft es dieser mit drastischen Maßnahmen, wieder Ruhe einkehren zu lassen. Doch der Friedensplan droht auseinanderzubrechen, noch ehe er richtig beschlossen ist: Ein Anwalt wird ermordet, geheime Deals werden geschlossen, dubiose Urteile werden gefällt - und als Billy the Kid aus Lincoln reitet, sollte er der meistgesuchte Mann im gesamten Territorium von New Mexico werden.00:53 - Nach der Schlacht von Lincoln: Plünderei und Machtmissbrauch05:15 - Die Reste der Regulators: Billy the Kid übernimmt das Kommando09:11 - Anarchie in Lincoln County: Jeder gegen Jeden10:57 - Selman's Scouts und die "Rustlers": Ruchlose Gesetzlosigkeit12:47 - 4. September 1878: Gouverneur Axtell wird gefeuert13:44 - 29 .September1878: Ein neuer Gouverneur: Lew Wallace kommt nach New Mexico15:06 - 15 Tage nach Amtsantritt: 10 Morde in zwei Wochen, und Vigilanten gegen Vigilanten16:36 - "Wenn du mir meinen Lohn nicht gibst, werde ich ihn mir selbst holen" - Die Regulators als Vieh- und Pferdediebe21:17 - Mehr Öl ins Feuer: Huston Chapman und Susan McSween verklagen die Armee23:21 - 13.11.1878: Eine Generalamnestie und die Suche nach einem Sündenbock31:13 - 11.01.1879: "Der Frieden in Lincoln County ist wiederhergestellt" - Anbahnung eines "Friedensvertrags"34:24 - 18.2.1879: Waffenstillstand zwischen Rustlers und Regulators...37:34 - Unliebsamer Störenfried: Der Tod von Huston Chapman43:05 - 17.3.1879: Frieden auf der Kippe und ein Geheimtreffen mit dem Gouverneur47:01 - 14.4.1979: Die Lincoln County War Prozesse: Viele Angeklagte, kaum Verurteilte48:24 - Keine Gnade für The Kid... (trägt Ben Hur die Schuld?)51:58 - 17. Juli 1879: Der berüchtigtste Outlaw New Mexicos...54:04 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste MalUnterstützt uns per Ko-Fi: https://ko-fi.com/westernunchainedFolgt Western Unchained auf Facebook: https://facebook.com/westernunchained Wir sind jetzt auch auf Bluesky: https://bsky.app/profile/westernunchained.bsky.social Unsere Webseite: https://westernunchained.podbean.comNachrichten aus dem Wilden Westen (Blog): https://westernunchained.blogspot.de#western #wilderwesten #Alexandermcsween #newmexico #Lincolncounty #lincolncountywar #Billythekid #outlaw #mord #justiz #korruption #jamesdolan #rustles #johnselman #lewwallace #benhur
Mon, 31 Mar 2025 - 65 - Die Schlacht von Lincoln (Lincoln County War V)
Lincoln County versinkt im Chaos: Gesetz kämpft gegen Gesetz, Vigilanten gegen Vigilanten. Der Krieg in Lincoln County gipfelt in einem viertägigen Gefecht, das New Mexico auf immer prägen sollte: Die Schlacht von Lincoln.Während die Regulatoren um Alexander McSween immer mehr Zulauf bekommen, ziehen James Dolan und "The House" sämtliche Register ihres Einflussvermögens. Bald kämpfen im Lincoln County Vigilanten gegen Vigilanten, Gesetzeshüter gegen Gesetzeshüter, Mobs gegen Mobs. Nach monatelangen Überfällen, Morden und mehreren kleineren Schusswechseln gipfelt der Krieg in einem viertägigen Gefecht in den Straßen von Lincoln, in das sogar die Armee mit hineingezogen wurde - und das am 19. Juli 1878 in einem Finale endete, dass in der Geschichte von New Mexico als "The Big Killing" bekannt werden sollte.0:00:00 - Intro und Einleitung0:01:43 - Recap: Was bisher in Lincoln County geschah0:06:54 - Die Ermordung von Sheriff Brady und die Spaltung von Lincoln County0:10:08 - 4. April 1878: Der Gunfight bei Blazer's Mill und der Tod von Buckshot Roberts0:19:11 - 8. April 1878: Machtverhältnisse werden neu gemischt0:26:11 - Offener Schlagabtausch: Vigilanten gegen Vigilanten0:33:25 - The House rüstet zu Gegenschlag0:36:45 - Jagd auf McSween und die Regulatoren0:41:33 - 15. bis 18. Juli 1878: Die Schlacht von Lincoln0:45:42 - 19.7.1878: The Big Killing0:49:17 - Billy the Kid übernimmt das Kommando0:56:25 - Das Ende Krieges? Die Folgen der Schlacht von Lincoln1:01:13 - (K)ein Ende des Blutvergießens: Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal
Mon, 17 Mar 2025 - 64 - Die Rache der Regulatoren (Lincoln County War IV)
Ein Mord, Schrei nach Gerechtigkeit und blutige Vergeltung Der Mord an John Tunstall führt zur Bildung der Lincoln County Regulators - die umgehend damit beginnen, das Recht in die eigenen Hände zu nehmen...Nach der Ermordung von John H. Tunstall schlägt Alexander McSween gegen The House zurück. Da er die Gesetzeshüter gegen sich hat, schafft er sich seine eigenen: Die Lincoln County Regulators. Mit Sondervollmachten zur Ergreifung der Mörder Tunstalls ausgestattet, schreiten die Männer unter Anführung von Dick Brewer zur Tat - und starten eine Vergeltungskampagne gegen die Anhänger von "The House" und die Mörder John Tunstalls. Doch sein Widersacher James Dolan widersetzt sich - und zögert nicht, die Strippen des korrupten Santa Fe Rings bis an die Regierungsspitze New Mexico's zu ziehen. Aus Gesetzeshütern werden Gesetzlose - und ein Sheriff bekommt die Konsequenzen zu spüren!00:00 - Intro und Einleitung00:49 - Was bisher geschah04:00 - 18.2.1879: Tunstall's Tod: Ein anderer Blickwinkel06:38 - Die Reaktionen in Lincoln auf Tunstall's Tod11:09 - Friedenrichter John Wilson: Alexander McSween schafft sein eigenes Recht18:20 - Gesetzeshüter gegen Gesetzeshüter21:48 - Die Lincoln County Regulators23:53 - Eskalation an oberste Stelle: Gouverneur Samuel Axtell wird involviert26:20 - 6. März 1879: Die "Verhaftung" von Buck Morton und Frank Baker31:33 - 9. März 1879: "Auf der Flucht..."36:10 - Die fragwürdigen Dekrete von Gouverneur Sam Axtell42:32 - 1. April 1879: Das Attentat auf Sheriff Brady55:29 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal Unterstützt uns per Ko-Fi: https://ko-fi.com/westernunchainedFolgt Western Unchained auf Facebook: https://facebook.com/westernunchained Wir sind jetzt auch auf Bluesky: https://bsky.app/profile/westernunchained.bsky.social Unsere Webseite: https://westernunchained.podbean.comNachrichten aus dem Wilden Westen (Blog): https://westernunchained.blogspot.de#western #wilderwesten #Johntunstall #Alexandermcsween #newmexico #Lincolncounty #lincolncountywar #Billythekid #outlaw #mord #justiz #korruption #williambrady #jamesdolan
Mon, 03 Mar 2025 - 63 - Lincoln County War (III) - Der Mord an John H. Tunstall
Machtkampf im Wilden Westen: Als John H. Tunstall die Vormacht von "The House" in Lincoln County offen herausfordert, greift sein Widersacher James Dolan zu dratischen Mitteln. Die Auseinandersetzung in einem kaltblütigen Mord – une die Gewalt in Lincoln County nimmt ihren Lauf...Ende 1877 gerät "The House", bis dato tonangebende Macht im Lincoln County, zunehmend unter Druck: Die Allianz zwischen dem Anwalt Alexander McSween und dem Rancher und Händler John Tunstall untergräbt das Monopol von Murphy, Dolan, Riley & Co., und ihr Geschäft steht kurz vor dem Ruin. Um die verhasste Konkurrenz auszuschalten, greift James Dolan zu extremen Mitteln: Er nutzt die politische Macht des korrupten Santa Fe Rings, und greift offen auf die Unterstützung von Banditen zurück. Am 18. Februar 1878 reitet eine Posse des Sheriffs William Brady aus, um Pferde von John H. Tunstall zu pfänden. Bevor der Tag vorüber ist, ist der Rancher tot - und das Blutvergießen des Lincoln County Wars beginnt.00:00 - Intro und Einleitung00:49 - Was bisher geschah03:23 - Kampf mit Gerüchten05:47 - John Tunstall: Britisches Understatement an der Wildwest-Frontier09:22 - Gut gegen Böse, oder: Wer sind "die Guten"?12:49 - "The House" unter Zugzwang21:03 - Streit um eine Lebensversicherung: Die Lunte brennt28:37 - Die Macht einer korrupten Justiz34:37 - 2.-4. Februar 1878: Alexander McSween vor Gericht40:49 - 5.2.1878: "Ich werd' dich schon bald kriegen!"44:05 - Sheriff Brady schreitet zur Tat: Eine Posse gegen John H. Tunstall49:20 - 18. Februar 1878: Ritt in den Tod55:27 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste MalUnterstützt uns per Ko-Fi: https://ko-fi.com/westernunchainedFolgt Western Unchained auf Facebook: https://facebook.com/westernunchained Wir sind jetzt auch auf Bluesky: https://bsky.app/profile/westernunchained.bsky.social Unsere Webseite: https://westernunchained.podbean.comNachrichten aus dem Wilden Westen (Blog): https://westernunchained.blogspot.de#western #wilderwesten #Johntunstall #Alexandermcsween #newmexico #Lincolncounty #lincolncountywar #Billythekid #outlaw #mord #justiz #korruption #williambrady #jamesdolan
Mon, 17 Feb 2025 - 62 - Billy the Kid (II) - Wie "Kid Antrim" zu "Billy, The Kid" wurde
Nach der Flucht aus dem Gefängnis von Silver City, New Mexico, flieht der 15-jährige Henry McCarty nach Arizona. Unter dem Namen William Henry Antrim gerät der auch als "Kid" bezeichnete Heranwachsende schnell in schlechte Gesellschaft. Schon bald als Pferdedieb vom Militär gesucht, tötet "Kid Antrim" am 17.8.1877 erstmals einen Mann. Seine Flucht verschlägt ihn zurück nach New Mexico, wo er in Lincoln County landen und dort fortan unter einem anderen Namen berühmt werden sollte: William H. Bonney, oder auch "Billy, the Kid". 00:00 - Intro und Einleitung00:58 - Zusammenfassung der letzten Folge02:52 - 19. März 1876: Kid Antrim in Clifton, Arizona06:03 - Ankunft in Fort Grant09:03 - Vom Koch zum Pferdedieb: Partnerschaft mit John Mackey12:18 - "Hog Ranches": Freudenhäuser in Arizona13:27 - Ein geschickter Pferdedieb17:23 - 16.2.1877: Der erste Steckbrief17:53 - Verhaftung(en), Inhaftierung und Flucht aus dem Gefängnis von Fort Grant23:00 - 17.8.1877: Der Erste Mord24:24 - Nachrichten aus dem Wilden Westen: Die letzten Worte von Frank Cahill (Arizona Weekly Star, 23.8.1877)27:43 - Eine andere Schilderung des Vorfalls30:23 - Ein Mörder auf der Flucht: Rückkehr nach New Mexico33:37 - Bekanntschaft mit Jesse Evans und "The Boys"36:37 - Oktober 1877: William H. Bonney kommt nach Lincoln County39:11 - Ein Vorfall auf dem Barn Dance? Wie Billy the Kid zu John Tunstall kommt43:14 - Das Erscheinungsbild von Billy the Kid47:46 - "He who fights and runs away..."49:28 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste MalGefällt's euch? Unterstützt uns per Ko-Fi: https://ko-fi.com/westernunchainedFolgt Western Unchained auf Facebook: https://facebook.com/westernunchained Wir sind jetzt auch auf Bluesky: https://bsky.app/profile/westernunchained.bsky.social Unsere Webseite: https://westernunchained.podbean.comNachrichten aus dem Wilden Westen (Blog): https://westernunchained.blogspot.de#western #wilderwesten #newmexico #Lincolncounty #lincolncountywar #Billythekid #outlaw #mccarty #antrim #wanted #steckbrief #arizona
Mon, 03 Feb 2025 - 61 - Billy the Kid (I) - Herkunft und Jugendjahre
Der Lincoln County War sollte einen jungen Revolverhelden im ganzen Land berühmt machen: Billy The Kid, der mit 20 Jahren für jedes Jahr seines Lebens einen Mann getötet haben soll. Doch über seine Vergangenheit herrschte noch zu seinen Lebzeiten großes Rätselraten. Wer war der junge Billy the Kid - und wie hieß der Mann, den sie in Lincoln County als William H. Bonney kannten, in Wirklichkeit? 00:00 - Intro und Einleitung01:15 - Billy the Kid in der modernen Wahrnehmung02:58 - Wie glaubwürdig sind Quellen aus dem Wilden Westen? (Nachrichten aus dem Wilden Westen: New York Dispatch, 14.8.1881; und Philadelphia Times, 10.7.1881)08:55 - Eine Gegendarstellung (St. Louis Globe-Democrat, 12.8.1881)11:19 - Billy the Kid: Ein Kind aus New York?13:12 - 17.9. oder 20. bzw. 23.11.1859 - Die Suche nach dem Geburtsdatum14:37 - Ein Knabe namens Henry McCarty17:13 - Exkurs: Die Five Points in New York - Armenviertel und Straßenkriminalität18:51 - "The Kid": von Halbstarken und jugendlichen Kriminellen20:06 - ca. 1863 in Indiana: Familie McCarty trifft William Antrim22:29 - Juli 1870, "More Grit than Grace": Wichita, Kansas26:21- Sommer 1871: Catherine McCarty's Krankheit und Abreise aus Wichita30:23 - 1. März 1873, Santa Fe: Catherine McCarty heiratet William Antrim33:26 - Silver Threads Among the Gold: Von Santa Fe nach Silver City35:40 - Leben in Silver City, New Mexico: Billy the Kid als Teenager38:13 - Mai 1874: Henry Antrim gerät auf die schiefe Bahn41:04 - 4.9.1875: Schwerer Diebstahl und erste Flucht aus dem Gefängnis44:06 - "Kid Antrim" flieht nach Arizona48:24 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste MalGefällt's euch? Unterstützt uns per Ko-Fi: https://ko-fi.com/westernunchainedFolgt Western Unchained auf Facebook: https://facebook.com/westernunchained Wir sind jetzt auch auf Bluesky: https://bsky.app/profile/westernunchained.bsky.social Unsere Webseite: https://westernunchained.podbean.comNachrichten aus dem Wilden Westen (Blog): https://westernunchained.blogspot.de#western #wilderwesten #newmexico #Lincolncounty #lincolncountywar #Billythekid #outlaw #mccarty #antrim
Mon, 20 Jan 2025 - 60 - Lincoln County War (II): Alexander McSween und John Tunstall - Die neuen Bosse
Bis 1875 war die Lage in Lincoln County angespannt, aber relativ stabil. Bis zwei Neuankömmlinge den Status Quo erschütterten - und den Zorn von "The House" auf sich zogen. Lawrence G. Murphy und seine Geschäftspartner James J. Dolan und John Riley, in Lincoln County als "The House" bekannt, besaßen das Geschäftsmonopol im Lincoln County - und galten neben Rinderbaron John Chisum als die unbestrittenen Herrscher der Gegend. Zwischen den beiden Königshäusern war die Lage angespannt, aber noch weitgehend stabil. Doch die Ankunft des Anwalts Alexander McSween und des angehenden Rinderzüchters John H. Tunstall sollte die Machtverhältnisse im Lincoln County drastisch verschieben - und das Pulverfass in der Region zum Überlaufen bringen. 00:00 - Intro und Einleitung02:39 - Zusammenfassung der letzten Folge 05:23 - Die politischen Verstrickungen des Santa Fe Rings und die "magische Rinderherde" von "The House"08:28 - Streitbarer Rinderbaron: Opposition gegen John Chisum in Lincoln County11:11 - Das Ehepaar Alexander und Susan McSween15:38 - Alexander McSween - erste Jahre als Anwalt in Kansas und Umsiedlung nach New Mexico19:06 - 15. März 1875: Der einzige Anwalt weit und breit (und erste Kontakte mit "The House")26:33 - Freundschaft und Geschäftsbeziehungen mit John Chisum: Ein schwerwiegender Pferdediebstahl und ein teurer Ranchverkauf32:27 - Ein britisches Greenhorn im Wilden Westen: Herkunft von John H. Tunstall37:52 - August 1876: Tunstalls Ankunft in Lincoln County - Neue Bündnisse und Kampfansage an "The House"44:52 - Neuordnung der Verhältnisse - Rückzug von Lawrence G. Murphy aus "The House"48:55 - Die "Partnerschaft" von John Tunstall, Alexander McSween und John Chisum52:31 - Der britische "Gentleman" und der irische "Schläger": Persönlicher Konflikt zwischen Tunstall und Dolan54:08 - John Tunstall und seine Cowboys56:54 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste MalGefällt's euch? Unterstützt uns per Ko-Fi: https://ko-fi.com/westernunchainedFolgt Western Unchained auf Facebook: https://facebook.com/westernunchained Wir sind jetzt auch auf Bluesky: https://bsky.app/profile/westernunchained.bsky.social Unsere Webseite: https://westernunchained.podbean.comNachrichten aus dem Wilden Westen (Blog): https://westernunchained.blogspot.de#western #wilderwesten #Johntunstall #Alexandermcsween #newmexico #Lincolncounty #lincolncountywar #Billythekid #outlaw
Mon, 06 Jan 2025 - 59 - Lincoln County War (I): John Chisum und Lawrence Murphy - Könige des Lincoln County
In den 1870er Jahren wurde das Lincoln County, New Mexico, von zwei Fraktionen beherrscht - die sich bald in einem blutigen Krieg gegenüberstehen sollten. Den Grundstein für den legendären Lincoln County War legten zwei Männer, die als die regelrechten Herrscher des Bezirks galten: John Chisum, der unbestrittene Rinderbaron, und Lawrence G. Murphy und seine Partner, die allgemein als "The House" bekannt und berüchtigt waren. Wie sah es Anfang der 1870er in Lincoln County, New Mexico aus - und wie kam es zu dem explosiven Gemenge, dass sich nur wenige Jahre später in blutigen Gefechten entladen sollte?00:00 - Intro und Einleitung03:18 - Lincoln County zwischen 1869 und 188005:46 - Literatur zum Lincoln County War (und zur allgemeinen Wildwest-Geschichte)09:13 - New Mexico bis zum amerikanischen Bürgerkrieg12:45 - Irische Einwanderer in New Mexico19:47 - Mescalero-Apache und Navajo: Reservate in Lincoln County22:04 - Das Rinderimperium von John Chisum27:19 - Lawrence G. Murphy: Vom irischen Wexford nach New Mexico29:24 - Das Monopol der "L.G. Murphy & Co."35:47 - Die Outlaw-Banden des Lincoln County: John Kinney, Jessie Evans und "The Boys"39:07 - Der Santa Fe Ring und die korrupten Geschäfte der Indian Agency43:53 - Ein neuer Partner: Einstieg von James J. Dolan und Etablierung von "The House"51:39 - Gesetzlose Gesetzeshüter: Die Sheriffs des Lincoln County55:06 - Zusammenfassung: Die Lage im Lincoln County bis 187556:24 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal#western #wilderwesten #Johnchisum #Lawrencegmurphy #TheHouse #Irishamericans #newmexico #Lincolncounty #lincolncountywar #Billythekid #outlaw
Mon, 23 Dec 2024 - 58 - Tom Horn - Eiskalter Killer, Schrecken der Viehdiebe
Er war Scout, Indianerkämpfer, Rancher und Detektiv - und sollte als Hitman im Auftrag von Ranchern zweifelhaften Ruhm erlangen. War Tom Horn ein eiskalter Mörder - oder das letzte Aufbäumen des Wilden Westens und seiner oft brutalen Selbstjustiz? Geboren 1860 in Missouri und aufgewachsen während des Bürgerkriegs, sollte Tom Horn zu einem der letzten Vertreter des "echten" Wilden Westens werden. Und doch deckt seine Laufbahn viele der typischen Western-Klischees ab: Er war Postkutschenlenker, Scout, ein exzellenter Cowboy und Lassowerfer und Hilfssheriff während einer der blutigsten Auseinandersetzungen im Arizona der 1880er Jahre. Doch es sollten vor allem seine späteren Tätigkeiten in Wyoming und Colorado sein, die Tom Horn seinen zweifelhaften Ruhm einbrachten - und ihn am Ende in einem sehr zweifelhaften Urteil an den Galgen bringen sollten. Für die Einen gilt Tom Horn auch heute noch als ein Mann, der es verstand, selbst die gesetzlosesten Gegenden auf harte, aber effiziente Art zu zähmen. Für Andere war der Range-Detektiv nichts Anderes als ein eiskalter Mörder, der sich von Rinderzüchtern bezahlen ließ, um unliebsame Siedler und Rivalen loszuwerden. Dies ist die Geschichte eines der wohl umstrittensten Männer einer Zeit, in der der Wilde Westen sich seinem Ende zuneigte. 0:00:00 - Intro und Einleitung0:00:43 - Der schmale Grat zwischen Westernhelden und Gesetzlosen0:03:24 - 21.11.1860: Geburt und Jugend in Missouri (und die deutsche Prägung des amerikanischen Mittelwestens)0:09:50 - 1874: Kid Horn zieht nach Westen0:15:18 - ab 1876: Dolmetscher, ziviler Scout und Indianerkämpfer in Arizona0:19:07 - 1885: Chief of Scouts, Abstecher ins Zivilleben und die Kapitulation des Apachen-Kriegers Geronimo0:25:48 - ab 1887: Tom Horn im Pleasant Valley War0:30:22 - Juli 1888: Ein ausgezeichneter Lassowerfer0:32:06 - 1889: "Cowboy Detective" im Dienst der Pinkerton Detective Agency0:36:58 - 1891: Range Detective in Wyoming (und mögliche Verstrickung in den Johnson County War)0:38:45 - 1894: "Frei tätiger" Range Detective - Ein Hitman für den Rancherverband0:45:09 - April-September 1898: Nachschuboffizier im Spanisch-Amerikanischen Krieg0:49:15 - 1900: Der Range War von "Brown's Hole", Colorado0:54:19 - 15. Juli 1901: Die Ermordung von Willie Nickel und ein dubioses Geständnis1:00:14 - August bis November 1903: Fluchtversuch und Hinrichtung - Die Moderne überholt den Wilden Westen1:03:29 - Was hat die Geschichte inspiriert?1:11:01 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste MalGefällt's euch? Unterstützt uns per Ko-Fi: https://ko-fi.com/westernunchainedFolgt Western Unchained auf Facebook: https://facebook.com/westernunchained Wir sind jetzt auch auf Bluesky: https://bsky.app/profile/westernunchained.bsky.social Unsere Webseite: https://westernunchained.podbean.comNachrichten aus dem Wilden Westen (Blog): https://westernunchained.blogspot.de#western #wilderwesten #tomhorn #pinkerton #arizona #wyoming #rangewar #sheepwars #outlaw #deputysheriff #hitman #cowboy #apache #geronimo
Mon, 09 Dec 2024 - 57 - Charles Goodnight - Vater des amerikanischen Rinder-Trails
Im Juni 1866 brechen die Rancher Charles Goodnight und Oliver Loving mit 2000 Rindern aus Texas ins benachbarte New Mexico auf, um das Bosque Redondo Reservat mit Fleisch zu versorgen - der Startschuss für den großen amerikanischen Rinderboom. Nach dem Ende des Bürgerkriegs liegt Texas wirtschaftlich am Boden. Während in den Staaten der Ostküste Nachfrage und Bedarf an Rindfleisch steigen, sind ausgewachsene Rinder im Lone Star State gerade einmal 2 Dollar pro Kopf wert. Im Juni 1866 schließt der Rancher Charles Goodnight einen waghalsigen Entschluss: Mehrere Tausend Rinder über hunderte von Meilen in andere Staaten zu treiben, um sie dort mit Profit zu verkaufen. Zusammen mit seinem Geschäftspartner Oliver Loving und einigen Dutzend Cowboys beschreiten die beiden eine Route, die ihre HErde von Texas über New Mexico bis nach Colorado - und letztlich auch Wyoming - führen sollte. Der Goodnight-Loving-Trail ist heute eine der legendären Routen des großen amerikanischen Rindertrails - und Goodnight und Loving die Pioniere des großen amerikanischen Rinderbooms. Und auch in anderer Hinsicht gilt der Mann Charles Goodnight in seinem Heimatstaat Texas als wahre Westerner-Legende... 0:00:00 - Intro und Einleitung0:02:07 - Charles Goodnight: Herkunft und erste Lebensjahre0:03:04 - Ziviler Scout und Texas Ranger in den 1850ern0:05:03 - Von unerfahrenen Anführern und kugelsicheren Comanche-Schildern0:09:55 - Goodnight im Bürgerkrieg0:10:48 - Oliver Loving - Der "Dean of Texas Trail Drivers"0:13:41 - Der Rindermarkt von ´66: In Texas wertlos, an der Ostküste gefragt0:19:47 - Nachrichten aus dem Wilden Westen: Leavenworth Daily Conservative (Kansas), 22.3.18660:20:37 - Exkurs: Das Bosque Redondo Reservat in New Mexico0:26:10 - 2000 Rinder, über 600 Meilen0:28:16 - 6.6.1866: Der erste Nachkriegs-Rindertreck von Texas nach New Mexico0:28:40 - Roundup und Chuckwagon - Ikonen des American Old West0:30:52 - Der Goodnight-Loving-Trail: Von Belknap, Texas, nach Fort Sumner, New Mexico0:34:27 - "Der Friedhof der Träume eines Cowboys"0:35:52 - Ankunft in Fort Sumner, und die Geburt der großen amerikanischen Vieh-Trails0:39:15 - Der Tod Oliver Lovings0:40:42 - Neue Partner, neue Wege: Kooperation mit John Chisum und Heirat mit Mary Ann Dyer0:42:45 - 1876: Partnerschaft mit John Adair und Gründung der JA Ranch0:50:25 - Bison- und "Cattalo"-Zucht, Deals mit Quannah Parker und andere Aktivitäten0:53:11 - Ab 1889: Ende der JA-Partnerschaft, Fehlinvestitionen und letzte Lebensjahre0:55:33 - Was hat Charles Goodnight beeinflusst? Filmtipps und moderne Bewertung0:57:38 - Was hat diese Geschichte beeinflusst?1:00:44 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste MalGefällt's euch? Unterstützt uns per Ko-Fi: https://ko-fi.com/westernunchainedFolgt Western Unchained auf Facebook: https://facebook.com/westernunchained Unsere Webseite: https://westernunchained.podbean.comNachrichten aus dem Wilden Westen (Blog): https://westernunchained.blogspot.de#western #wilderwesten #goodnight #charlesgoodnight #texas #reservat #navajo #rinder #cowboys#cattledrive #trail
Mon, 25 Nov 2024 - 56 - Standing Bear vs. Crooke: Menschenrechte für Indianer
Im Mai 1879 kam es in Nebraska zu einen wegweisenden Prozess. Erstmals in den USA musste eine zentrale Frage geklärt werden: Sind Indianer auch Personen? Im Januar 1877 wurde der kleine Stamm der Ponca-Natives von ihrer Heimat in Nebraska vertrieben und im 600 Meilen entfernten Indian Territory im heutigen Oklahoma untergebracht. Zwei Jahre später wurden 30 Ponca verhaftet, weil sie das ihnen zugewiesene Reservat verlassen und in ihre alte Heimat zurückgekehrt waren. Doch statt das die Natives wieder in ihr Reservat zurückkehren mussten, kam zu einem Prozess - und ein indigenenfreundlicher Offizier fand sich auf der Anklagebank wieder. Vordergründig ging es um die Rechtmäßigkeit der Verhaftung, doch im Kern ging es um eine viel wichtigere Frage: Ist ein Native, im Sinne des amerikanischen Rechts, auch eine Person?00:00 - Intro und Einleitung02:53 - Nachrichten aus dem Wilden Westen: Omaha Daily Herald, 1. April 187903:41 - Das Verhältnis der jungen USA zu den Natives bis zum Indian Removal Act von 183008:19 - Cherokee Nation vs. Georgia (1831): Die Frage nach Menschen im rechtlichen Sinn11:57 - Januar 1877: Die Umsiedlung der Ponca von Nebraska nach Colorado15:04 - Chief Standing Bear über die Verhältnisse in Oklahoma16:11 - Dezember 1878: Tod eines Häuptlingssohns, und der lange Weg nach Hause18:19 - Von der Kavallerie verhaftet20:27 - Die Presse kriegt Wind22:10 - Standing Bear vs. Crooke: Ist ein Indianer eine Person?26:36 - Der Prozessverlauf29:25 - Die Rede von Chief Standing Bear30:51 - 12.5.1879: Judge Dundee's Urteil32:28 - Nach dem Urteil35:17 - Der lange Weg zum Bürgerrecht40:59 - Was hat die Geschichte inspiriert?46:05 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal Gefällt's euch? Unterstützt uns per Ko-Fi: https://ko-fi.com/westernunchainedFolgt Western Unchained auf Facebook: https://facebook.com/westernunchained Unsere Webseite: https://westernunchained.podbean.comNachrichten aus dem Wilden Westen (Blog): https://westernunchained.blogspot.de#western #wilderwesten #Natives #indianer #ponca #indianrights #menschenrechte #verhandlung #justiz #kavallerie
Sun, 10 Nov 2024 - 55 - Halloween-Special: Spuk- und Schauergeschichten aus dem Wilden Westen
Der Wilde Westen hat nicht nur zahlreiche blutige Geschichten, sondern auch seine ganz eigenen Schauergeschichten hervorgebracht. Ein Halloween-Special zu Schreckgespenstern und schaurigen Mythen aus der Zeit des Wilden Westens. Auch wenn Halloween in der Zeit und der Region, die wir als den wilden Westen kennen, eigentlich nicht existiert hat: Dort, wo raue, desolate Landschaften, fremde Native-Kulturen und europäischer Aberglauben aufeinanderprallten, ist nicht nur ein eigenes Genre, sondern auch eine ganz eigene Form von Horror- und Schauergeschichten entstanden. Jörg und Sibi haben sich einige dieser Erzählungen angesehen: Von schaurigen Lagerfeuergeschichten, wilden Zeitungsartikeln, mythologischen Gestalten aus Native-Kulturen bis hin zu legendären Erzählungen zu Westernern, die wirklich gelebt haben. 0:00:00 - Intro und Einleitung0:03:11 - Die Dakota Badlands: Zauberhaft-tödliches Land0:06:15 - The Banshee of the Badlands: Die Todesfee von North Dakota0:11:47 - Der Todesgeiger der Dakota Badlands0:13:17 - Herkunft der Badlands-Mythen: Europäischer Aberglaube und geologische Besonderheiten0:19:51 - Cowboys und Dinosaurier: Urzeitliche Monster im Wilden Westen0:23:39 - "Mit einer Kanone erlegt": Nachrichten aus dem Wilden Westen (Buffalo Times, Buffalo, New York, 23.11.1885)0:25:46 - Berge des Aberglaubens: Die Mythen und Legenden der Superstition Mountains in Arizona0:26:30 - Pale-Faced Lightning: Die Zwerge von Mount Superstition und ihre magische Königin0:33:08 - "Dwarf Americans" - Zwergische Ureinwohner Amerikas? (Rock Island Argus, Illinois, 25.7.1893)0:34:42 - Die Superstition Mountains: Ein "kontinentales Bermuda-Dreieck"0:36:42 - Sintflut, Arche und der Ursprung des Bösen: Der Weltschöpfungs-Mythos der Pima0:42:06 - Die "Lost Dutchman Mine"0:43:00 - Ut'lun'ta oder "Speerfinger" - Gefürchtete Hexe der Cherokee0:45:13 - Liver-Eating Johnston: Trapper, Soldat und Schreckgespenst der Crow Nations0:57:48 - Der Mythologisierte Westerner: "Heldensagen" des 19. Jahrhunderts1:02:03 - Weitere Inspirationen und Western-Filmtipps zu Halloween1:03:00 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal*Die Cover-Grafik zu dieser Episode wurde mit KI (Dall-E) generiert und nachbearbeitet.**Das im Podcast besprochene Werk "Myths and Legends of Our Own Land" von Charles M. Skinner (1896) ist kostenlos in der englischsprachigen Auflage des Projekt Gutenberg abrufbar. Gefällt's euch? Unterstützt uns per Ko-Fi: https://ko-fi.com/westernunchained Folgt Western Unchained auf Facebook: https://facebook.com/westernunchained Unsere Webseite: https://westernunchained.podbean.com Nachrichten aus dem Wilden Westen (Blog): https://westernunchained.blogspot.de#western #wilderwesten #halloween #ghoststories #banshee #superstition #cannibal #legenden
Mon, 28 Oct 2024 - 54 - Wyoming - Staat der Cowboys und der Gleichberechtigung
Rocky Mountains, Yellowstone, Prärien und Badlands - Wyoming im Nordwesten der Vereinigten Staaten pflegt sein Rinder- und Cowboy-Image bis heute. Woher rührt der rauhbeinige Charakter des Staates - und wie kam es, dass ausgerechnet das wilde Wyoming zum ersten Bundesstaat der USA wurde, in dem Frauen das Wahlrecht bekamen? 0:00:00 - Intro und Einleitung0:01:47 - Allgemeines zu Wyoming (I): Größe und Einwohnerzahl0:03:19 - Nachrichten aus dem Wilden Westen: Laramie Daily Sentinel, 19. 06. 18740:05:57 - Allgemeines zu Wyoming (II): Zahlen, Daten und Fakten0:10:04 - Geschichte von Wyoming: Der Louisiana Purchase (1803) und die ersten weißen Kundschafter0:14:38 - 1811/12: Die "Astorians" und das erste permanente Gebäude in Wyoming0:16:59 - 13.2.1822: "Ashley's 100" und die Rocky Mountain Fur Trading Company0:22:16 - 1832: (Wieder-)Entdeckung des South Pass und Gründung von Fort Bonneville0:23:40 - 1834: Die ersten permanenten Siedlungen: Fort William und Fort Laramie0:24:57 - Ab 1836: Schlüsselstation auf dem "Oregon Trail"0:26:33 - Ab 1849: Siedlungsstrom gen Kalifornien und steigende Konflikte mit den Natives0:29:56 - Verträge mit den Plains Indians, das "Grattan-Massakker" und der erste Sioux-Krieg0:34:37 - 1857: Brüchiger Frieden und neue Verträge0:35:24 - 1862-1864: Pony-Express, Telegraf und Postkutschen-Durchgangsstation0:36:43 - Ab 1863: Goldfunde in Montana, der "Bozeman-Trail" und neue Konflikte mit Sioux, Crow und Cheyenne0:41:25 - Bis 1868: Meutereien, "Präriefieber" und der Vertrag von Laramie0:42:46 - 1867/1868: Ankunft der Eisenbahn und Gründung des Wyoming Territory0:45:20 - 10.12.1869: Der "Equality State" - Wie Frauen in Wyoming das Wahlrecht erlangten0:53:25 - Ab 1870: Der Reichtum von Cheyenne und die "Herrschaft" der Rinder-Barone0:56:42 - Ab 1886: Blutige Weiden - Konflikte zwischen Siedlern und Rinderbaronen und Owen Whister's "The Virginian" (1902)0:58:48 - Ab 1904: Fortbestand der "Cowboy-Romantik" von Wyoming1:01:10 - Exkurs: Wie Open Range, Bergbau und Eisenbahn in Wyoming die Frauenbewegung förderten1:04:43 - Was hat die Geschichte inspiriert? Wyoming im Western-Genre1:06:40 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal Gefällt's euch? Unterstützt uns per Ko-Fi: https://ko-fi.com/westernunchained Folgt Western Unchained auf Facebook: https://facebook.com/westernunchained Unsere Webseite: https://westernunchained.podbean.com Nachrichten aus dem Wilden Westen (Blog): https://westernunchained.blogspot.de
Mon, 14 Oct 2024 - 53 - John Wesley Hardin - Höhepunkt und Fall eines Gunfighters (Teil 2 von 2)
Mit gerade einmal 18 Jahren erreicht John Wesley Hardin als Revolverheld den Gipfel des Ruhms. Doch der Mord an einem Deputy sollte seine Laufbahn als unbezähmbarer Outlaw langsam aber stetig zu einem Ende bringen. Mit dem Rindertreck in Abilene angekommen, erlangt John Wesley Hardin als "Little Arkansas" unter texanischen Cowboys lokale Berühmtheit. Doch Hardin kann das Schießeisen nicht lange ruhen lassen. Im zweiten Teil zu dem wohl berüchtigtsten texanischen Revolverhelden erzählen Jörg und Sibi die Geschichte eines Mannes, der sterben musste, weil er zu laut schnarchte, die Beteiligung an einer der blutigsten Familienfehden in der Geschichte von Texas, die Auseinandersetzung mit den Texas Rangers und die letzten Tage, die der Revolverheld im "Höllennest" El Paso verbrachte - als Anwalt! 0:00:00 - Intro und Einleitung0:02:53 - Nachrichten aus dem Wilden Westen: Leavenworth Daily Commercial (Fort Leavenworth, Kansas), 10. August 18710:04:00 - Juli 1871: Ankunft in Abilene0:08:01 - Treffen der Legenden: John Wesley Hardin und Wild Bill Hickock0:15:08 - Mehr Ärger in Abilene: Mannen Clements und Ben Thompson0:19:23 - Weil er zu laut schnarchte: Die Tötung von Charles Couger (6. August 1871)0:20:43 - Nachrichten aus dem Wilden Westen: Abilene Weekly Chronicle, 17. August 18710:26:15 - Rückkehr nach Texas, Heirat, und Tötung weiterer Staatspolizisten0:30:43 - Ein "anständiger" Pferdehändler: weiterer Ärger mit dem Gesetz (Juni 1872)0:32:08 - Zwei Kugeln in die Niere: Schießerei mit Phil Sublett (7. August 1872)0:36:56 - Herbst 1872: erneute Verhaftung und abermalige Flucht0:37:49 - Cuero, Texas: Die Sutton-Taylor-Fehde und der Mord an Sheriff Jack Helm (Frühjahr/Sommer 1873)0:42:27 - Ein 21. Geburtstag mit Folgen: der Tod von Deputy Sheriff Charles Webb (26. Mai 1874)0:45:58 - 4000$ Kopfgeld und Flucht nach Florida0:47:58 - Exkurs: Kopfgelder im Wilden Westen0:49:27 - Gejagt und geschnappt von den Texas Rangers (24. August 1877)0:52:10 - 5. Juni 1878: Gerichtsverhandlung und Urteil0:55:22 - Ein neuer Beruf, ein neues Leben: Begnadigung und Haftentlassung (16. März 1894)0:58:25 - Als Anwalt in El Paso (Januar 1895)1:01:10 - "Hell Paso": Rückfall in alte Laster1:02:44 - Ein fataler Streit: Tod eines Gunslingers (19. August 1895)1:06:53 - 100 Jahre später: Streit ums Grab einer Wildwest-Legende1:08:44 - Was hat die Geschichte inspiriert?1:10:27 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal Gefällt's euch? Unterstützt uns per Ko-Fi: https://ko-fi.com/westernunchained Folgt Western Unchained auf Facebook: https://facebook.com/westernunchained Unsere Webseite: https://westernunchained.podbean.com Nachrichten aus dem Wilden Westen (Blog): https://westernunchained.blogspot.de
Mon, 30 Sep 2024 - 52 - John Wesley Hardin - Todesengel von Texas (Teil 1 von 2)
Den ersten Mann erschoss er mit gerade einmal 15 Jahren: John Wesley Hardin gilt als einer der gefährlichsten Revolverhelden aller Zeiten. Wer war der Mann, den Biographen auch "Den Todesengel von Texas" nannten?In der blutigsten Periode des von Schießereien geprägten Nachkriegs-Texas war er der wohl tödlichste Revolverheld: Wenigstens 14 und potenziell bis zu 40 Männer soll John Wesley Hardin in seinem Leben getötet haben - die ersten davon mit gerade einmal 15 Jahren. In der ersten von zwei Folgen zu John Wesley Hardin besprechen Jörg und Sibi, warum das Texas nach dem Bürgerkrieg ein regelrechter Nährboden für blutige Schießereien war, wie ein Sohn eines Methodistenprediger auf den Lebensweg, der ihn zum berüchtigtsten und gefährlichsten Revolverhelden seiner Zeit machen sollte, und wie sich John Wesley Hardin wegen seiner Schießkünste unter texanischen Cowboys buchstäblich einen Namen machen sollte.00:00 - Intro und Einleitung02:37 - Der Revolverheld als sein eigener Biograph06:17 - Der wildeste wilde Westen: Texas während der Reconstruction (1865-1876)12:35 - Die Texas State Police - Verhasste "Staatspolizei"13:47 - Gefälschte Wahlen und korrupte Gerichte - mangelndes Vertrauen in die Staatsgewalt16:06 - Das Herz schlägt für den Süden: Die (Groß-)Familie Hardin18:17 - John Wesley Hardin: Kindheit eines angehenden Revolverhelden21:45 - Vom Ringkampf zur Schießerei: Der erste Tote mit 15 Jahren27:03 - Ein texanischer Jugendlicher auf der Flucht30:48 - Dezember 1869: Der Bradley-Gunfight und die Kunst des Waffenziehens37:41 - Trainingsregime eines Revolverhelden39:17 - Mutmaßlicher Mord, Verhaftung und neuerliche Flucht41:57 - Auf dem Weg nach Mexiko: "Ma, Pa, es ist schon wieder passiert..."44:08 - Unter falschem Namen: Als Cowboy auf dem Chisholm-Trial nach Abilene, Kansas46:40 - "Little Arkansas": Ein Gunfighter macht sich einen Namen50:43 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal Gefällt's euch? Unterstützt uns per Ko-Fi: https://ko-fi.com/westernunchained Folgt Western Unchained auf Facebook: https://facebook.com/westernunchained Unsere Webseite: https://westernunchained.podbean.com Nachrichten aus dem Wilden Westen (Blog): https://westernunchained.blogspot.de
Mon, 16 Sep 2024 - 51 - Gunfighters - Mythen und Wahrheiten über Revolverhelden
Das Duell zwischen Revolverhelden zählt zu einem der beständigsten Klischees des Western-Genres. Aber wie häufig waren solche ”Gunfights” im Wilden Westen wirklich - und wie liefen sie in der Realität ab?
Mon, 02 Sep 2024 - 50 - Präsidenten des Wilden Westens (III): US-Präsidenten des Spät-Westerns
In dieser Folge stellen wir die Präsidenten der Ära vor, in der sich der "Wilde Westen" seinem Ende zuneigte, aber sich vielerorts noch einmal richtig aufbäumen sollte. Nach Abschluss der Reconstruction schritt die Zivilisation weiter voran: Das Telefon begann den Telegraphen zu verdrängen, elektrisches Licht erleuchtete Tanzhallen und Saloons, und Fahrräder und Automobile lösten Pferde und Kutschen in den Straßen ab. Doch der Geist des Wilden Westens sollte noch bis ins 20. Jahrhundert erhalten bleiben. Diese Folge bespricht die US-Präsidenten von 1881 bis 1909, in einer Zeit, in der die letzten großen Ereignisse des "Wilden Westens" stattfanden - und in der die "Frontier" endgültig verschwinden sollte. 0:00:00 - Intro und Einleitung0:03:12 - Präsident 20: James A. Garfield (März 1881 - September 1881)0:12:05 - Präsident 21: Chester A. Arthur (1881 - 1885)0:19:34 - Präsident 22: Grover Cleveland (1885 - 1889)0:31:19 - Präsident 23: Benjamin Harrison (1889 - 1893)0:48:02 - Präsident 24: Grover Cleveland (1893 - 1897)0:53:38 - Präsident 25: William McKinley (1897 - 1901)1:04:31 - Präsident 26: Theodore Roosevelt (1901 - 1909)1:16:27 - Das Ende des Wilden Westens (?)1:17:12 - Verabschiedung zur zweiten Staffel und Ausblicke aufs nächste Jahr
Mon, 08 Jul 2024 - 49 - Präsidenten des Wilden Westens (II): Vor und nach dem Bürgerkrieg
Ab 1850 sollte das Schreckgespenst der Sezession die amerikanische Politik prägen und lähmen - und den Geist und Mythos des Wilden Westens weiter befeuern. Bis zum Jahr 1849 hatten die USA unter Präsident James Polk endgültig auch die Westküste erreicht. Doch die folgenden Jahrzehnte sollten die Staaten auseinanderreißen und einen Wiederaufbau der Union erfordern. In dieser Folge werfen wir einen Blick auf die Präsidenten vor, während und nach des amerikanischen Bürgerkriegs - vom schicksalhaften "Kompromiss von 1850" und den Zeiten von Bleeding Kansas bis zum "Kompromiss von 1877" und dem Abschluss der Reconstruction, der die Staaten offiziell wieder in einer Union zusammenführen sollte - ein Zeitraum, in dem der Wilde Westen erst so richtig "wild" werden sollte. 0:00:00 - Intro und Einleitung0:03:12 - Präsident 12: Zachary Taylor (1849 - 1850)0:05:05 - (Einschub: Der Missouri-Kompromiss von 1820 - bis ca 0:06:34)0:09:59 - Präsident 13: Millard Fillmore (1850 - 1853)0:17:30 - Präsident 14: Franklin Pierce (1853 - 1857)0:21:25 - Präsident 15: James Buchannan (1857 - 1861)0:37:37 - Präsident 16: Abraham Lincoln (1861 - 1865)0:50:50 - Präsident 17: Andrew Johnson (1865 - 1869)1:03:30 - Präsident 18: Ulysses S. Grant (1869 - 1877)1:13:16 - Präsident 19: Rutherford B. Hayes (1877 - 1881)1:24:27 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal
Mon, 24 Jun 2024 - 48 - Präsidenten des Wilden Westens (I): Die US-Präsidenten der Frontier-Zeit
Wir sprechen in diesem Podcast viel von Ereignissen aus dem Wilden Westen - aber wer hat in dieser Zeit die Geschicke der Vereinigten Staaten gelenkt? Wir stellen in dieser und den nächsten Folgen alle US-Präsidenten der für den "Wilden Westen" relevanten Zeitspanne einmal näher vor. Den Anfang macht die "Frontier"-Ära: Vom ersten Präsidenten der jungen Vereinigten Staaten von Amerika bis hin zu dem Präsidenten, unter dem die USA sich schließlich komplett von Küste zu Küste hin erstrecken sollten. 0:00:00 - Intro und Einleitung0:04:22 - Präsident 1: George Washington (1789 - 1797)0:11:12 - Präsident 2: John Adams (1797 - 1801)0:15:59 - Präsident 3: Thomas Jefferson (1801 - 1809)0:26:58 - Präsident 4: James Maddison (1809 - 1817)0:30:07 - Präsident 5: James Monroe (1817 - 1825)0:36:56 - Präsident 6: John Quincy Adams (1825 - 1829)0:39:49 - Präsident 7: Andrew Jackson (1829 - 1837)0:47:55 - Präsident 8: Martin van Buren (1837 - 1841)0:52:15 - Präsident 9: William Henry Harrison (März 1841 - April 1841)0:58:14 - Präsident 10: John Tyler (1841 - 1845)1:00:01 - Präsident 11: James Polk (1845 - 1851)1:05:55 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal
Mon, 10 Jun 2024 - 47 - Sheep Wars - Krieg ums Weideland
Cowboys verachteten sie als "Parasiten der Prärie": Bis ins 20. Jahrhundert fanden auf den Weiden des Wilden Westens die "Schafkriege" statt. Auf den offenen Weiden des "Wilden Westens" wurden oft raue und blutige Gefechte ausgetragen. Doch die Gewalt richtete sich nicht nur gegen Indianer oder Banditen. Von den 1870er Jahren bis zum Jahr 1909 kämpften Rinderzüchter gegen einen anderen, tief verhassten Feind: gewaltige Herden von Schafen, die den Rindern das Weideland streitig machen sollten. Ob in Colorado, Texas, Arizona, Oregon, Wyoming, über den gesamten Südwesten der Vereinigten Staaten kam es zu einer Reihe kleinerer Überfälle oder sich über mehrere Jahre erstreckender Gefechte, die Gemeinhin als die "Schaf-Kriege" bekannt werden sollten. Als Waffen dienten Knüppel, Revolver, Seitenschneider - und sogar Dynamit. 00:00 - Intro und Einleitung02:35 - Vieh- und Schafhaltung auf der Open Range06:20 - Warum Schafhaltung statt Rinderzucht?11:41 - Kalifornien, Texas, Wyoming: Die größten Schaaf-Staaten der USA14:21 - „Die erklärten Feinde der Halter von Schafen“: Nachrichten aus dem Wilden Westen (Harper’s Weekly, 13. 10. 1877)16:45 - Ursachen für den Konflikt zwischen Rinderzüchtern und Schafhaltern21:58 – Stacheldraht auf der Prärie: Die „Fence Cutting Wars“ in Texas (1881-1887)*32:48 – Fehde zwischen Schaf- und Rinderzüchtern: Der „Pleasant Valley War“ in Arizona (1884/87-1892)**40:17 - Nachrichten aus dem Wilden Westen: The Morning Appeal, Carson City (Nevada) 20. August 188747:33 – Die „Izee Sheep Shooters “ von Oregon (ca. 1895-1905)50:38 - Eine „Cowboy-Armee” gegen die „Schaf-Invasion“: Der „Routt County Sheep War“ in Colorado/Wyoming (1895)56:21 – Dynamit in der Schafherde: Die „Sheep Wars“ in Wyoming (1890er – 1909)58:06 – Der letzte Akt im „Schafkrieg“: Der „Spring Creek Raid“ (2. April 1909, Wyoming)1:06:19 – Die „Kapitulation“ der Cowboys vor den „unromantischen“ Schafen1:10:22 – Was haben die Geschichten inspiriert?1:11:54 – Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal *(Hinweis bei 30:00: Statt 1836 ist natürlich 1886 gemeint)**(Hinweis bei 38:35: Es muss „Allein eine Gruppe Schafe gehütet hat“ heißen, nicht Rinder).
Tue, 28 May 2024 - 46 - Belle Starr - Die Banditenkönigin von Oklahoma
Sie verkehrte mit einigen der berüchtigtsten Outlaws ihrer Zeit und ritt erhobenen Hauptes durchs Oklahoma Territory, während sie als Banditin steckbrieflich gesucht wurde. Was ist dran am Ruf von Belle Starr, die Autoren Ihrer Zeit auch als "den weiblichen Jesse James" nannten? (Re-Upload, weil beim ersten Upload die Folge versehentlich zu schnell ausgespielt worden war).00:00 - Intro und Einleitung: Myra Maybelle Shirley alias "Belle Starr, die Outlaw Queen"03:26 - Das Elternhaus der Familie Shirley07:03 - Die Jugend von Myra Maybelle Shirley (* 5. Februar 1848 in Carthage, Missouri)10:15 - Exkurs: Der Kansas-Missouri Border War (ab 1854)12:55 - Carthage (Missouri) und "Quantrill's Raiders": Die Familie Shirley im Bürgerkrieg16:18 - Umsiedlung nach Texas und "Verhältnis" mit Cole Younger18:14 - Heirat mit Jim Reed19:54 - Flucht vor dem Gesetz und Leben als "Outlaw-Braut"22:20 - Zuflucht in den Cherokee Nations und Bekanntschaft mit Tom Starr24:17 - Mutmaßliche erste Verbrechen und Tod von Jim Reed (April - August 1874)26:48 - 1880: Aus "May Reed" wird "Belle Starr"28:41 - "Younger's Bend", "sicherer Hafen" für Outlaws34:08 - Per Steckbrief gesucht36:37 - Herbst 1882: Gestellt und verhaftet38:07 - "Outlaw-Celebrities": Die "Banditenkönigin von Oklahoma"40:36 - Letzte Lebensjahre und ein ungeklärter, heimtückischer Mord (3.2.1889)45:23 - "Bella Starr, der weibliche Jesse James" - posthumer Legendenstatus47:44 - Nachrichten aus dem Wilden Westen: The Talequah Arrow (Talequah, Cherokee Nations), 21.2.188953:47 - Was hat die Geschichte inspiriert?56:36 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal
Mon, 13 May 2024 - 45 - "We Never Sleep" - Die Pinkertons
Mit der Pinkerton National Detective Agency legte Alan Pinkerton den Grundstein für moderne Polizeiarbeit - und prägte so manche Legende des Wilden Westens. Er sollte sinnbildlich für das Berufsbild des Privatdetektivs werden: Mit verdeckten Ermittlern, methodischen Überwachungsmethoden und einem Netzwerk an Informanten legten der schottische Einwanderer Alan Pinkerton und seine nach ihm benannte Pinkteron's National Detective Agency in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts den Grundstein für die moderne Detektiv- und Polizeiarbeit. Mit ihrer Jagd auf Eisenbahnräuber, Undercover-Agenten in den Kreisen von Outlaw-Banden und ihrem privaten Feldzug gegen Jesse James sollten die Detektive im Wilden Westen respektiert, berüchtigt, aber auch gefürchtet werden - nicht nur in Banditenkreisen. 0:00:00 - Intro und Einleitung0:03:45 - Alan Pinkerton: Herkunft und Ausbildung0:05:22 - 1842: Emigration nach Chicago, USA0:07:59 - 1849: Erste Detektivarbeit0:14:00 - 1950: Hilfssheriff und 1. Police Detective von Chicago0:16:11 - Die "Northwestern Police Agency" und "Pinkerton & Co."0:19:14 - 1951: Gründung und Anfänge der "Pinkerton National Detective Agency"0:23:44 - 1961 - Ein geplantes Attentat auf Lincoln, und die Anfänge des "Secret Service"0:28:58 - Die Ermittlungsmethoden der "Pinkertons"0:31:42 - 1966: Die ersten Eisenbahnräuber - Die Pinkertuns und die "Reno-Gang"0:38:39 - Jagd auf Jesse James0:43:15 - Undercover in Butch Cassidy's Gang: Der "Cowboy-Detective" Charles Siringo0:44:57 - Die Pinkerton's als Streikbrecher: Der "Great Railroad Strike" (1877), die "Molly Maguires" (1878) und der "Homestead Strike" (1892)0:49:28 - Der Tod des Gründers Alan Pinkerton (1.7.1884)0:51:33 - Die "Pinkerton's", damals und heute0:55:28 - Die Pinkertons, Sherlock Holmes und weitere Einflüsse in die Moderne1:02:27 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal
Mon, 29 Apr 2024 - 44 - Die Schlacht von Alamo
"Remember the Alamo" wurde zum Schlachtruf der Texanischen Revolution und ist auch heute noch das Motto des US-Staats Texas. Was ist geschehen? Die Schlacht von Alamo gilt als der Wendepunkt des texanischen Unabhängigkeitskrieges. Konfrontiert mit einer zwölffachen Übermacht hielten texanische Widerständler 13 Tage lang Belagerung durch die mexikanische Armee statt, ehe am 6. März 1836 General Santa Anna das Fort stürmen ließ. Wie kam es zu dieser Schlacht, wie lief Sie ab - und wie wurde Sie so bedeutend für die texanische Revolution? 0:00:00 - Intro und Einleitung0:04:25 - Vorgeschichte: Der texanische Unabhängigkeitskrieg von 1835/360:09:39 - Das erste Gefecht der texanischen Unabhängigkeit: Die Schlacht von Gonzales (2.10.1835)0:13:11 - General oder Präsident Santa Anna?0:14:39 - Fort Alamo wird texanisch0:17:24 - Die Reaktion aus Mexiko und Verteidigungsbemühungen der Texaner0:21:01 - Verstärkung für Alamo: Sam Houstons Befehl und Jim Bowies Verweigerung0:27:03 - Jim Bowie vs. William Travis: Streit ums Kommando0:29:33 - Davy Crockett's Schilderungen aus Fort Alamo0:33:34 - 23. Februar 1836: Beginn der Belagerung von Alamo0:43:42 - 24. Februar: "Victory or Death"0:47:42 - Texanische Verteidigung, und Jim Bowie's Erkrankung0:50:36 - Weitere Verstärkung für Fort Alamo0:55:14 - 3. März: Die Linie im Sand1:00:03 - 6. März 1836: Die Erstürmung von Fort Alamo1:10:20 - Die Mexikaner dringen ins Fort ein1:13:32 - Der Tod Jim Bowies und der letzten Verteidiger1:16:34 - Das Ende der Schlacht und Überlebende des Gefechts1:22:04 - Das Massaker und seine Folgen für die texanische Revolution1:26:48 - Das umstrittene Ende von Davy Crockett1:30:19 - Warum hat Santa Anna angegriffen?1:33:55 - "Remember the Alamo": Was hat die Geschichte beeinflusst?1:39:55 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal
Mon, 15 Apr 2024 - 43 - Von Jackalopes und Geisterkamelen - Mythische Kreaturen des Wilden Westens
Der Wilde Westen ist nicht nur für raubeinige Cowboys und endlose Prärien bekannt, sondern hielt gerade für Neuankömmlinge aus der alten Welt zahlreiche Wunder bereit - und geheimnisvolle Kreaturen, die in den Schatten der Canyons, den weiten unberührten Wäldern oder den endlosen staubtrockenen Wüsten hausten. Sibi und Jörg berichten von einigen dieser sagenhaften Wesen, von denen die Pioniere und Siedler der neuen Welt berichteten: Von den legendären Krieger-Hasen mit Hirschgeweihen über aus indigenen Mythen entlehnte Gestalten bis hin zum "Roten Geist", dem gefürchteten Geisterkamel der Wüsten Arizonas. Willkommen in der Welt des Übernatürlichen, tief im Herzen des Wilden Westens! 00:00 - Einleitung, Intro und Einleitung: Wild West Hoaxes zum 1. April02:48 - Jackalopes: Die gehörnten Krieger-Hasen von Wyoming03:00 - Wolpertinger, Blutschinks und Skvader: Europäische "Verwandte" des Jackalopes05:06 - 1808: "Coulter's Hell" und die erste belegte Sichtung eines Jackalopes08:58 - Eigenschaften eines Jackalopes: Unglücksboten und nächtliche Sänger10:54 - Douglas, Wyoming: "Jackalope Capitol of the World"13:59 - Moderne Interpretation eines Jackalopes und Basis in der Realität16:53 - El Chupacabra, der haarlose Ziegenblut-Sauger18:15 - Puerto Rico, 1975: "El vampiro de Moca"18:44 - Physische Beschreibung eines Chupacabras19:51 - Moderne Beschreibung eines Chupacabras und Basis in der Realität21:46 - Aliens und UFO-Sichtungen im Wilden Westen 22:55 - Die "fliegende, telegraphenmast-große Schlange" von Bonham, Texas (Juli 1873)24:43 - Interpretationen der Sichtung, und die "Great Horned (Earth) Serpent" der Algonquin und Menominee25:35 - Das "Phantomluftschiff" von Berkeley, Kalifornien (26.11.1896)28:52 - Die Flugscheibe von Montana (1865)30:00 - Der Wendigo, der "Fleischfresser der Wälder" aus indigenen Legenden30:51 - Beschreibung von Wendigos aus den Kulturen der Algonquin, Ojibwe und (Eastern) Cree32:22 - Wie entstehen Wendigos oder Wendigo-Legenden?35:00 - Die "Wendigo-Psychose" (und Schilderungen aus dem Jahr 1661)36:46 - Der "Thunderbird", mythologische Kreatur aus diversen indigenen Kulturen38:08 - Beschreibungen eines Thunderbirds39:41 - Versuchte phylogenetische und (crypto-)zoologische Erklärungen41:30 - Die Geisterkamele von Arizona41:55 - Kriegsminister Jefferson Davis und Kamele in der US-Kavallerie (1848 - 1861)43:40 - Der "Rote Geist" und sein kopfloser Reiter (1883 - 1893)47:40 - Was haben die Geschichten inspiriert? (Filmtipps und Popkultur-Referenzen)49:23 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal
Mon, 01 Apr 2024 - 42 - General Santa Anna - Befreier, Verteidiger und Diktator Mexikos
Er sollte nicht nur als mexikanischer Kommandant der Schlacht von Alamo berühmt werden: Über 4 Jahrzehnte beeinflusste der General und mehrfache Präsident Santa Anna die Geschicke des jungen Staates Mexiko. Sein Einfluss, auch auf die USA, ist noch bis heute zu spüren. Antonio de Padua María Severino López de Santa Anna y Pérez de Lebrón, in der Geschichte besser bekannt als Antonio López de Santa Anna oder oft auch nur Präsident bzw General Santa Anna wurde im Februar 1794 als Sohn spanischer Eltern in Vera Cruz geboren, das zu jener Zeit fest in der Hand Spaniens war. Schon in jungen Jahren schlug er - zunächst der spanischen Krone treu ergeben, eine militärische Laufbahn ein, ehe er sich schließlich auf die Seite der mexikanischen Unabhängigkeitskämpfer schlug. Über die folgenden vier Jahrzehnte sollte er mehrfach als Präsident Mexikos und in den unterschiedlichsten Facetten auftreten: Als Befreier wie als Diktator, als triumphaler Verteidiger und gnadenloser Vollstrecker, wie auch als Feindbild der texanischen Revolution - aber auch potenzieller Verbündeter der Vereinigten Staaten. Als Held gefeiert und als Despot verteufelt, sollten seine Taten und Pläne die Geschicke des jungen Mexikos, aber auch der südlichen Vereinigten Staaten, nachhaltig prägen. Sein Einfluss ist bis heute zu spüren... 00:00 - Intro und Einleitung04:24 - Antonio de Santa Anna: Herkunft und Jugendjahre05:49 - 1810: Eintritt in die Armee Neu-Spaniens08:59 - März 1821: Verrat an der Krone und Seitenwechsel zur mexikanischen Revolution09:59 - September 1821: Das erste mexikanische Kaiserreich12:46 - 1829: "Retter des Vaterlandes" und Triumph über die spanische Invasionsarmee16:17 - Sturz von Präsident Guerrero, 1. Bustamante-Diktatur und Aufstieg zum Präsidenten19:22 - 5 Präsidentschaften in zwei Jahren: Die "Doppelregierung" mit Calentin Gomez Ferrias23:24 - April 1834: Umbau Mexikos von föderaler Republik zu autokratischem Zentralstaat26:12 - Aufstieg zum Diktator, Sturz und erste Verbannung: Die texanische Revolution von 1835/3629:41 - 18:38: Heroische Rückkehr und erneuter Kriegsheld im "Kuchenkrieg" mit Frankreich32:25 - 1841 bis 1845: Abermals Putsch, Präsidentschaft, Sturz und Verbannung34:47 - 1846-1848: Doppelspiel im Amerikanisch-mexikanischem Krieg36:34 - 1853: Erneute Rückkehr und Ernennung zum "Diktator auf Lebenszeit"42:11 - Der Gadsen Purchase (1854) und Sturz im Plan von Ayuntla (1855)45:20 - Französische Intervention in Mexiko: Santa Annas Rolle im 2. mexikanischen Kaiserreich (1864-67)46:33 - 1867: Erneuter Putschversuch sowie fünftes und letzte Exil50:17 - "Ursächlich für die Probleme Mexikos"? Was hat die Geschichte beeinflusst?54:22 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal
Mon, 18 Mar 2024 - 41 - Die Helden von Alamo - Jim Bowie, William Travis und Davy Crockett
Sie gelten als die heroischen Anführer der Texaner bei der Schlacht von Alamo. Was verschlug Jim Bowie, William Travis und Davy Crockett an diesen Ort? In Texas werden die Verteidiger Alamos als Helden verehrt. Aber drei Männer haben besonders legendären Status erlangt: Der berüchtigte Frontier-Held Jim Bowie, der Anwalt und Offizier Colonel William Travis sowie der Pionier und Politiker Davy Crockett. Die drei Männer konnten unterschiedlicher kaum sein, und ihre Persönlichkeiten sorgten für Spannungen innerhalb der kleinen Gruppe an texanischen Rebellen. Wer waren diese Männer, was zeichnete Sie aus - und was verschlug sie nach Fort Alamo?0:00:00 - Intro und Einleitung: Erster Trailer zu Kevin Costner's "Horizon"0:01:40 - Alamo, Teil 2: Die "Helden von Alamo"0:03:46 - 1.1.1830: Jim Bowie - Eine Frontier-Legende zieht nach Texas0:05:27 - In Texas wie in Missouri: Neue (zwielichtige) Spekulationsgeschäfte0:08:38 - Mexikanischer Bürger und Heirat in die hohe Gesellschaft0:10:26 - "Los Almagres": Suche nach einer verschollenen Silbermine0:12:04 - 1832: "Colonel" der "Citizen Rangers" und erste Konflikte mit mexikanischen Militärs0:13:39 - September 1832: Familientragödie und persönliche Rückschläge0:16:12 - Mai 1835: Vom angesehenen Bürger zum "Anglo"-mexikanischen Gesetzlosen0:17:19 - "Bowie's Männer": Anführer in der texanischen Revolution0:20:23 - 26.11.1835: Der "Grass Fight"0:23:17 - 19.1.1836: Bowie's Befehl für Fort Alamo0:25:42 - William Barret Travis: Jugendjahre und erste Karriere in Alabama0:29:51 - Plötzliche Abreise nach Texas0:31:21 - Frühjahr 1831: Ankunft in Texas und Tätigkeit als Anwalt0:33:33 - Anhänger der texanischen "Kriegspartei"0:36:36 - Colonel der Revolutionsarmee0:38:07 - 3.2.1836: Verstärkung für Fort Alamo0:39:50 - Konflikt mit Jim Bowie und Streit ums Kommando0:43:10 - Davy Crockett: Staatsmann und "König der wilden Frontier"0:45:24 - Exkurs: Widersprüche und Fehler in der Wikipedia0:47:14 - 18.1.1828, North Carolina Free Press (Halifax, NC): Gedicht über Davy Crockett0:48:52 - Politische Ziele und Motive: Gegner des Indian Removal Acts (1830)0:51:07 - Memoiren und Wahlkampf für 1835/36: Ambitionen für Regierungsämter?0:53:33 - "They might go to hell - I will go to Texas!"0:58:05 - Januar / Februar 1936: Ankunft in Texas und Reise nach Fort Alamo1:00:50 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal
Mon, 04 Mar 2024 - 40 - The Alamo - Von der spanischen Mission zum texanischen Nationaldenkmal
"Remember the Alamo" ist auch heute noch das Motto des Staates Texas. Doch was genau ist "The Alamo", und wie wurde es so berühmt? Noch lange bevor der Bundesstaat Texas Teil der USA oder gar eines unabhängigen Mexikos werden sollte, existierte bereits der Gebäudekomplex, der später als "The Alamo" berühmt werden sollte: Die katholische Mission San Antonio de Valero sollte bereits ab 1718 dazu dienen, im Namen der spanischen Krone die indigene Bevölkerung des heutigen Texas zu christianisieren - und die Region für Neu-Spanien zu beanspruchen. Im Laufe des Jahrhunderts bedrohten Naturkatastrophen, Indianerüberfälle und Revolutionen den Ort und ließen ihn immer mehr zu einer Festung werden - bis er schließlich am 6. März 1836 zum Schauplatz einer der blutigsten Schlachten des texanischen Unabhängigkeitskriegs wurde. Doch damit enden die Geschichte von "Fort Alamo" und die Legenden des - angeblich - am meisten von Geistern heimgesuchten Ortes in ganz Texas noch nicht...00:00 - Intro und Einleitung: "Remember the Alamo"06:49 - 1519: Das spanische Amerika und die "Entdeckung" von Texas11:07 - 1685: Die erste spanische Besiedlung der Region "Tejas"16:26 - 1.5.1718: Gründung der Mission San Antonio de Valero20:12 - Der Aufbau von "The Alamo": Kapelle, Konvent und die charakteristischen Türme22:09 - Verteidigung gegen Indianerangriffe: Eine Mission wird zur Festung25:57 - 1780-1800: Niedergang des Missionskomplexes28:38 - 1803: Der Militärstützpunkt "El Alamo" (und die mexikanische Unabhängigkeit ab 1821)32:46 - Dezember 1835: Fort Alamo in der Hand texanischer Rebellen33:41 - Mythen, Legenden und Geisterscheinungen36:00 - Vom Schlachtfeld zur bewohnten Ruine: Fort Alamo nach dem Unabhängigkeitskrieg41:08 - Der Geist von Davy Crockett und weitere Schauergeschichten45:12 - "Rettet Alamo": erste Bemühungen der Erhaltung ab 190546:52 - "The most haunted place in Texas": "Spukfestung" Alamo48:05 - John Wayne's "The Alamo" (1960): Neuer Ruhm und späte Anerkennung als Gedenkstätte50:57 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal
Mon, 19 Feb 2024 - 39 - Judge Roy Bean - Das Gesetz westlich des Pecos
Bei ihm gab es eiskaltes Bier - und skurrile Gerichtsurteile, die Friedensrichter Roy Bean weit über Texas hinaus zur lebenden Legende machten. Als junger Mann führte der in Kentucky geborene Phantly Roy Bean Jr. ein bewegtes und unstetes Leben, das ihn nicht immer auf die richtige Seite einer Gefängniszelle führte - und gerüchtehalber sogar an den Galgen. Dennoch wurde er 1882, im Alter von beinahe 60 Jahren, im texanischen Eisenbahnstädtchen Vinegaroon zum Friedensrichter berufen, während er gleichzeitig einen Saloon betrieb - eine Doppelfunktion, die er die nächsten 20 Jahre beibehalten sollte. Seine verschrobene Art, sein eigenwilliger Umgang mit dem Gesetz und vor allem seine - auch für Wildwest-Verhältnisse - skurril anmutenden Urteilssprüche ließen Judge Roy Bean fortan auch weit über die Grenzen des Staates Texas hinaus berüchtigt werden. 0:00:00 - Intro und Einleitung0:01:53 - Richter und Gerichtswesen: Was ist ein "Justice of the Peace"?0:05:20 - Wie sich Legenden bilden0:06:32 - Content Warning: Wir sprechen über Rassismus, Selbstverletzung & schwarzen Humor0:07:46 - Quellenlage zu Western-Legenden: Fakt vs. Fiktion0:10:22 - Das war Roy Bean: Die wilden Jugendjahre0:15:40 - Bürgerkriegsjahre und Umsiedlung nach Texas0:19:13 - Vom Kneipenwirt zum Friedensrichter: Die Zeit in Vinegaroon und Eagle's Nest0:24:09 - Nachrichten aus dem Wilden Westen: "The Evening Light" (San Antonio, Tx.), 2.9.1881 0:27:36 - Erste Urteile und kreative Strafen0:30:49 - Der Stoff aus dem Legenden sind: Mord an einem Chinesen (Mai/Juni 1884)0:38:22 - Die "Jersey Lilly" und "das einzige Gesetz westlich des Pecos"0:42:07 - 20$ für ein Bier, und weitere skurrile Gerichtsurteile0:48:32 - Mythos: Benutzte Roy Bean einen Versandhauskatalog als Gesetzbuch?0:50:13 - Roy Beans Umgang mit Berufungsverfahren; war Roy Bean ein "Hanging Judge"?0:55:13 - Die letzten Lebensjahre1:00:51 - Was hat die Geschichte inspiriert?1:02:38 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal
Mon, 05 Feb 2024 - 38 - Hatfields & McCoys (II) - Das Neujahrs-Massaker und die Folgen
Eine Bluttat zu Neujahr droht, aus einer Familienfehde einen Krieg zwischen zwei Staaten zu entfachen. Nach dem ersten Blutvergießen im Jahr 1882 forderte die Fehde zwischen den Familien Hatfield und McCoy über Jahre hinweg weitere Todesopfer. Nachdem die Familie Hatfield lange die 'Oberhand behalten hatte beschließt "Ol' Randall" McCoy, Außenstehende zu Hilfe zu holen. Dies führt schließlich zu einer blutigen Konfrontation am 1. Januar 1888: Das "New Year Massacre" macht die Fehde über die Staatsgrenzen hinaus bekannt, lässt den Konflikt außer Kontrolle eskalieren - und bringt letztendlich sogar zwei amerikanische Bundesstaaten an den Rand eines kriegerischen Konflikts. 00:00 - Ein aktueller Kommentar: Brand in der Westernstadt Pullman City02:17 - Einleitung: Hatfields & McCoys Teil 2, was bisher geschah06:42 - Nachrichten aus dem Wilden Westen: Big Sandy News (Louisa, Kentucky), 12.1.188809:44 - Hilfe von Außen: Perry Cline und Franklin "Bad Frank" Phillips17:37 - 1.1.1888: Das New Year Massacre21:21 - Menschenjagd auf die Hatfields: Eine Fehde erfasst die Nation25:08 - Ohne Gnade: Die Blutjagd von "Bad Frank" Phillips28:29 - Kopfgeldjäger gegen die Miliz: The Battle of Grapevine Creek (19.1.1888)29:47 - Außer Kontrolle: Weitere Rückschläge der Hatfields und McCoys33:18 - "Einer muss gehängt werden": Der Hatfield-Prozess39:58 - Die Nachwirkungen der Fehde bis ins 21. Jahrhundert45:14 - Die Suche nach Ursachen: Ein "angeborener" Konflikt?48:34 - Was hat die Geschichte inspiriert?49:58 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal
Mon, 22 Jan 2024 - 37 - Hatfields & McCoys (I) - Blutfehde in den Appalachen
Im deutschen Sprachgebrauch heißt es, "sie sind sich wie Katz und Hund". In den USA sagt man: "Sie sind wie Hatfields und McCoys". Es war eine Vendetta zwischen zwei Familien in den Appalachen, die Generationen überspannte und landesweit sprichwörtlichen Ruf erlangte. Aber wie kam diese Vendetta zustande? In der heutigen Podcast-Folge sprechen Jörg Brühmann und Sebastian Gerstl über Hintergründe und Anfänge einer der berüchtigtsten Blutfeindschaften, die der Wilde Westen hervorgebracht hat. 00:00 Intro & Einleitung00:27 Western 2024: Kevin Costner's "Horizon"-Saga - was wir derzeit wissen08:40 "Sie Sind wie Katz und Hund": Die Fehde der Hatfields und McCoys09:33 Nachrichten aus dem Wilden Westen: Wheeling Daily Intelligencer (Wheeling, West Virginia), 25.1.188811:38 Familienclans in den Appalachen: Die Vorgeschichte der Hatfields and McCoys15:51 Die Patriarchen: "Devil Anse" Hatfield und "Ol' Randall" McCoy19:33 Der amerikanische Bürgerkrieg - Vorbote der Vendetta?24:04 1878: Es begann mit einem Schwein28:20 1880: Verbotene Liebschaft - Johnse Hatfield trifft Roseanna McCoy33:19 1882: Eine Frage der Ehre - Das wahre Blutvergießen beginnt37:10 Rache und Gegen-Rache: Eskalation zur Blutfehde39:40 Der Feind meines Feindes: Die McCoys holen sich Beistand43:15 Ende 1888: Eine drastische Entscheidung46:51 Ausblick aufs nächste Mal und Verabschiedung
Mon, 08 Jan 2024 - 36 - Weihnachten im Wilden Westen
Den Weihnachtsabend besinnlich vor dem Christbaum zu verbringen war im Wilden Westen nicht gerade üblich - allein schon, weil der Christbaum in den Vereinigten Staaten lange nicht als Weihnachtstradition galt. Wie wurde Weihnachten an der Frontier üblicherweise verbracht? Jörg und Sibi sprechen angesichts der besinnlichen Jahreszeit über Weihnachstraditionen und überlieferte Weihnachts-Anekdoten aus dem Wilden Westen. 00:00 - Intro und Einleitung01:24 - Nachrichten aus dem Wilden Westen: Lampassas Leader (Texas), 30.12.189904:59 - Die Tradition des Weihnachtsbaums in den USA06:33 - Exkurs: Weihnachten im puritanisch-geprägten Amerika der Kolonialzeit (und darüber hinaus)09:12 - Neue Traditionen ab 1830: Der Einfluss deutscher und irischer Einwanderer11:58 - Entlegene Lage und extremes Wetter: Wie sah Weihnachten an der Frontier aus?15:34 - Weihnachten auf "unserer kleinen Farm": Die Kindheitserinnerungen von Laura Ingalls Wilder17:48 - Weihnachtsessen und andere Traditionen21:10 - Typischer Geschenke und Weihnachtsdekorationen an der Frontier24:33 - 25.12.1853: Das erste Weihnachtsfest in Nord-Arizona31:25 - Soldaten gegen Bergarbeiter: Weihnachten in Bozeman (Montana) 186738:59 - 24.12.1872: Ben Horrell's "Weihnachtsschießerei" in Lampassas (Texas)44:25 - Inspirationen und weihnachtliche Western-Filme46:27 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste mal (Verwendete Musik-Ausschnitte: "Maryland, my Maryland", vocals by Herbert Stuart, Columbia Records, recorded 1915-04-10; "Silent Night, Hallowed Night", vocals by Haydn Quartet, Victor Records, published 1905; "Joy to the World", by Trinity Choir, Watts, Handel, Victor Records, published 1911-07-06)
Mon, 18 Dec 2023 - 35 - Frauen im Wilden Westen
Rancher, Kutscher, Pferdezüchter - was im Western-Film meist als typische, reine Männerberufe dargestellt wird, wurde in der tatsächlichen Zeit des "Wilden Westens" durchaus auch von Frauen ausgeübt. Auch wenn das weibliche Geschlecht in vielen Gegenden unterrepräsentiert war, folgten doch so manche dem Lockruf der Freiheit und der Aussicht nach dem eigenen Stück Land - mit allen Strapazen, die damit verbunden waren! Talk-Gast Josephine stellt einige spannende und faszinierende Biographien dieser Frauen vor. 00:00 - Intro und Einleitung00:44 - Begrüßung von Gast-Host Josephine: Thema "Frauen im Wilden Westen"03:23 - Nachrichten aus dem Wilden Westen: Baltimore Sun (Maryland), 2. März 1904 & Detroit Free Press (Michigan, 6. März 1904)06:42 - "Little Jo" Monaghan: Frau unter Cowboys14:29 - Das eigene Land an der Frontier: Frauen als Homesteader17:30 - "Bullwhackers" - Frauen als Fuhrwerker (Arizona Mary und andere)20:15 - Montana & Wyoming: Wie "leichte Mädchen" den Westen zivilisierten23:36 - Druckereien: ein typisches Frauengeschäft25:00 - Mit Kind und Ochsengespann durchs Indianergebiet - Mrs. Johanson beliefert Deadwood27:31 - Wild-West-Shows: Weibliche Scharfschützen und Reitkünstlerinnen28:52 - Joanna July: Black Seminole und Bändigerin von Wildpferden29:59 - Exkurs: Was sind "Black Seminoles"?37:15 - Die Frau als Rancherin: "Lonesome Dove" und die Western-Darstellung vs. Realität40:19 - Ritt durch die Nacht: Paul Revere und Sybil Ludington40:59 - Frauen im Western-Film und "Frauenwestern": Spiegel ihrer Zeit46:42 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal
Mon, 04 Dec 2023 - 34 - Marshals, Sheriffs, Rangers und mehr - Gesetzeshüter im Wilden Westen
Der Mann mit dem Stern, der mit dem Revolver an der Hüfte im Wilden Westen die Stadt vor Banditen, Viehdieben und anderen Verbrechern schützt, ist einer der beständigsten Archetypen des Wilden Westens. Dabei gab es die Gesetzeshüter in unterschiedlichsten Formen. Was unterscheidet einen Town Marshal von einem US Marshal, was differenziert den Sheriff vom Ranger? Wie wurden Gesetzeshüter bestimmt? Und wie handelten die Bewohner jenseits der Frontier, wenn der nächste Ordnungshüter und das nächste Gericht Hunderte von Meilen entfernt waren? Jörg und Sibi erzählen typische Beispiele von den Männern - und Frauen - die jenseits der Frontier für Recht und Ordnung sorgten. 0:00:00 - Intro und Einleitung: Ein Hörer-Request0:02:15 - Vigilantentum: Extralegale Selbstjustiz0:03:25 - Das "Vigilanten-Komitee von San Francisco" von 18510:05:02 - Einschub: Die alte Definition von "Lynch-Justiz"0:08:25 - 1856: Das zweite Vigilanten-Komitee in San Francisco0:11:09 - 600 Meilen bis zum nächsten Gerichtshof: Die erste Hinrichtung in Denver, Colorado (9.4.1859)0:13:22 - Lynchmord eines Sheriffs: Die Montana Vigilantes von 18640:17:11 - Das Bild des Wild-West-Vigilanten: Gefeiert, gefürchtet, verdammt0:18:53 - Town & City Marshals: Die lokalen Ordnungshüter0:22:51 - "Mysterious" Dave Mather - Der "mysteriöse Fremde" als Gesetzeshüter0:26:12 - Die Gebrüder Earp und der Gunfight am OK Corral0:27:42 - Bezirks-Ordnungshüter und Steuereintreiber: Der Sheriff0:29:42 - "Wild Bill" Hickock, Marshal von Hays City und Sheriff von Ellis County, Kansas (1869)0:31:24 - Konflikt der Zuständigkeiten: Die Rivalität zwischen Johnny Behan und (Deputy) Marshal Wyatt Earp0:33:13 - US Marshals: Exekutivgewalt des föderalen Staates0:39:15 - Pinkerton Detectives: Privatdetektive, Falschgeldjäger und Keimzelle des Secret Service0:40:13 - Die Texas Rangers: legendäre "Ein-Mann-Armeen"0:44:26 - "One Riot, One Ranger"0:46:37 - Rangers außerhalb von Texas: Die California und Arizona Rangers0:49:31 - Phoebe W. Couzins, Helen C. Stewart und andere: Frauen als Gesetzeshüter im "Wilden Westen"1:00:27 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal
Mon, 20 Nov 2023 - 33 - Joshua Norton - Der Kaiser von Amerika
Als kluger Kopf und gewitzter Geschäftsmann brachte es Joshua Norton als junger Mann im San Francisco des großen Goldrauschs zu erheblichem Reichtum. Doch eine Fehlinvestition brachte ihn praktisch über Nacht um sein gesamtes Vermögen - und nach und nach um den Verstand. Am 17. 9. 1859 erklärte Joshua Norton per Zeitungsmeldung den Kongress der Vereinigten Staaten für aufgelöst. Fortan bezeichnete er sich als Norton I., Kaiser von Amerika - und sollte durch seine Proklamationen und Beschlüsse das Leben in San Francisco bereichern. 00:00 - Intro und Einleitung01:33 - Nachrichten aus dem Wilden Westen: San Francisco Daily Evening Bulletin (Kalifornien), 17.9.185903:36 - Wer war Joshua Norton? Herkunft und erste Geschäfte im Kalifornien des großen Goldrauschs06:44 - Ein todsicheres Spekulationsgeschäft12:38 - Norton I., Kaiser von Amerika17:55 - Proklamationen und Erlässe von "Emperor Norton"19:56 - Der Alltag eines amerikanischen "Kaisers"22:22 - Popularität in San Francisco (ein Kaiser mit eigener Währung)24:57 - Weiterbildung, Maßnahmen und Pläne26:20 - Konflikte und rapide Veränderungen 1840-1880: Warum San Francisco Kaiser Norton brauchte29:23 - Korrespondenzen mit "Fürsten" und souveränen Herrschern30:54 - Feinde des "Kaisers"35:12 - Norton, der Visionär? Eine Brücke zwischen San Francisco und Oakland36:58 - 8.1.1880: Tod eines Kaisers, und Andenken42:10 - Was hat die Geschichte inspiriert?45:40 - Verabschiedung und Ausblicke aufs nächste Mal Gefällt's euch? Unterstützt uns per Ko-Fi: https://ko-fi.com/westernunchained.
Fri, 03 Nov 2023 - 32 - ”Ned Christie’s War” - Zu Unrecht gejagt
Unschuldig des Mordes an einem Deputy US Marshal verdächtigt, tauchte der Cherokee-Senator NeDe WaDe (ᏁᏕᏩᏕ) alias Ned Christie im Indianerterritorium (heutiges Oklahoma) unter - und lieferte sich sechs Jahre lang ein Katz-und-Maus-Spiel mit den Gesetzeshütern. Von Zeitungen gerne als ein Ein-Mann-Krieg bezeichnet, brauchte es am Ende Belagerung, Dynamit und den Einsatz einer Kanone, um ihn zu ergreifen. Für Siedler galt er als gefürchteter Outlaw, für viele Natives als Volksheld. Wie kam es dazu? 00:00 - Einleitung: Ned Christie, Outlaw und Freiheitskämpfer02:52 - Die Cherokee Nations im alten "wilden Westen"06:26 - Nachrichten aus dem Wilden Westen: Topeka State Journal (Kansas), 10.11.189212:13 - NeDe WaDe (ᏁᏕᏩᏕ) oder Ned Christie - kleiner Exkurs zu Native-Namen19:23 - Meisterschütze, Waffenschmied - und Staatsmann23:46 - 3. Mai 1887: Ein heimtückischer Hinterhalt28:14 - "Ned Christie's War" - Der meistgejagte Mann des Indian Territory32:19 - 26.September 1889: Ned Christie vs. "Heck" Thomas38:07 - Ein Fort im Indianerterritorium41:19 - Januar 1891: Ned Christie vs. Bass Reeves (und die oft verzerrte Darstellung beider Akteure in damaligen Zeitungen)43:08 - 3. November 1892: Ned Christies letztes Gefecht48:21 - 9. Juni 1918: Ein spätes Geständnis?51:52 - Was hat die Geschichte inspiriert? ( und Filmempfehlungen)57:18 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal.Gefällt's euch? Unterstützt uns per Ko-Fi: https://ko-fi.com/westernunchained. Supporter erhalten Zugriff auf 11 Minuten Bonusmaterial zu dieser Folge.
Mon, 23 Oct 2023 - 31 - Das ”Indianer”-Bild im ”Wilden Westen” - Klischees, Irrtümer und historische Vorlagen
Ob im Western-Film, Groschenheft oder Karl-May-Roman, das Bild eines Native American im Wilden Westen ist oft reduziert auf eine Handvoll Klischees. Dabei leben heute noch über 500 verzeichnete indigene Stämmen und Nationen in den USA und Kanada - mit vielfältigen kulturellen Unterschieden. Woher rührt aber dieses eine Bild des - entweder noblen, stoischen oder unzähmbaren - Natives im "Wilden Westen". Wir haben uns für diese Folge auf die Suche begeben und sprechen über typische Elemente des "Western"-Indianers und was dahinter stecken könnte - von den Inspirationen hinter Karl Mays Winnetou, den Ursprüngen "typischer" in Western verwendeter Begriffe und Beispielen zu den Verträgen (und Vertragsbrüchen) mit Indian Nations und den sogenannten "Indianerkriegen". 00:00 - Einleitung: Wieso wir das Thema Indianer, Natives oder Indigene lange nicht behandelt haben04:22 - Der "Karl-May-Indianer" - Ein Mix unterschiedlichster Kulturen04:38 - Apachen: Ein kurzer beispielhafter Exkurs zu indigenen Stämmen07:13 - Manitu: Was bedeutet das und woher stammt das Wort?10:12 - Die Quellen hinter Karl Mays Wildwest-Geschichten13:56 - Wie vielfältig sind noch heute Nordamerikas Native-Stämme oder -Nationen?19:11 - Ein Wanderzirkus und ein russischer Herzog: Die Ursprünge der bekanntesten Indianer-Klischeebilder24:57 - Nachrichten aus dem Wilden Westen: "The Cherokee Advocate" (Tahlequah, Cherokee Nation), 28.5.187926:40 - Cherokee, Choctaw, Chickasaw, Creek und Seminolen: Die "5 Civilized Tribes" des "Wilden Westens".29:58 - Ein (sehr) kurzer Exkurs zum "Trail of Tears".31:11 - Das Film-Klischee: "Bekleideter Zivilisierter" vs. "halbnackter Wilder"32:53 - Nachrichten aus dem Wilden Westen, Teil 2: St. Joseph Weekly Gazette (Missouri), 16.10.187934:17 - Warum gab es nach dem Bürgerkrieg so viele "Indianerkriege"?37:34 - Beispiel eines Native-Konflikts: Der "Meeker Incident" oder "White River War" (19.9. - 5.10.1879)46:30 - Die moderne Situation in den USA49:03 - Was hat es inspiriert? Film- und Serienhinweise54:12 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal
Mon, 09 Oct 2023 - 30 - Texas - Cowboy und ”Lone Star” State
"Don't Mess with Texas" - Der von der Fläche zweitgrößter Bundesstaat der Vereinigten Staaten gilt als eines DER Cowboy-Gebiete schlechthin und pflegt bis heute sein Wildwest-Image. Wie wurde Texas zu dem berühmt-berüchtigten "Lone-Star State" - und wie fand das einst spanische Gebiet seinen Weg in die Vereinigten - und im Bürgerkrieg zu den konföderierten - Staaten? 00:00 - Einleitung: Texas, der "Cowboy" State.02:09 - Das spanische Texas und die Long Expedition (1809)06:57 - Nachrichten aus dem Wilden Westen: Der Nacogdoches Texas Republican (14.8.1819)08:14 - Der erste "Lone Star" State und die Unabhängikeit Mexikos11:53 - "The Old 300" - Keimzelle der späteren Republik14:52 - Instabilität in Mexiko und schwelender Konflikt zwischen "Anglos" und "Tejanos"17:30 - 2.10.1835: Das Gefecht von Gonzales und der texanische Unabhängigkeitskrieg18:54 - "Die Wiege der texanischen Freiheit": Die Schlacht von Alamo (6.3. 1836) und das Goliad-Massaker (27.3.1836)23:52 - Die Entscheidungsschlacht: Battle of San Jacinto (21.4.1836)25:47 - Von der unabhängigen Republik Texas bis zum Anschluss an die USA (1836-1846)28:30 - Texas im Mexikanisch-Amerikanischen Krieg (1846-1848)31:50 - "Einer der ärmsten Staaten der USA": Texanische Gewerbe und Bodenschätze und Weg in den Bürgerkrieg34:32 - Texas während der Reconstruction (1865 - 1877)36:30 - Das Selbstbild des Cowboy- und Lone-Star-States.39:42 - Mainzer Adelsverein und Siedlungszentren: Deutsch-Amerikaner in Texas43:55 - Der Erdöl-Boom (ab ca. 1880)46:01 - Texas, Staat legendärer Gunfights und Outlaws - was hat die texanische Geschichte beeinflusst?51:26 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste MalGefällt euch der Podcast? Dann unterstützt uns doch via Ko-Fi! https://ko-fi.com/westernunchained
Mon, 25 Sep 2023 - 29 - ”Buffalo Bill” Cody - Der Mann, der uns den Wilden Westen brachte
Vom Frontier-Scout zur lebenden Legende: Wie William ”Buffalo Bill” Cody den Wilden Westen erlebte - und ihn für alle Zeiten unsterblich machte.
Mon, 11 Sep 2023 - 28 - Die Geschichte des Western-Films (II): Von 1940 bis 2023
In den 1930er Jahren wurde das Western-Genre erstmals totgesagt, doch Stagecoach brachte 1939 den Western-Film auf die Leinwand zurück. Auch in den Jahrzehnten danach sollte Genre zahlreiche zahlreiche Krisen und Wiederauferstehungen feiern - und ist doch bis heute nicht totzukriegen, wie der TV-Erfolg von "Yellowstone" oder "1883" zeigt. Im zweiten Teil der Historie des Western-Filmgenres sprechen Jörg Brühmann und Sebastian Gerstl über die Jahre 1939 bis 2023. Wir besprechen Stars des Genres wie John Wayne, Henry Fonda, Clint Eastwood oder Kevin Costner und diskutieren den vielfältigen Wandel des Filmwesterns über die Jahrzehnte: vom klassischen Serien-Western über den dreckigen Italowestern, zur Revision der 1990er Jahre bis zu gegenwärtigen TV-Inkarnationen. 0:00:00 - Einleitung und kurze Zusammenfassung der letzten Folge0:03:10 - 1940-1949: Sex, Crime und Psyche - das Western-Genre wird "erwachsen"0:10:40 - Schlüsseljahr 1952: "High Noon" und "Shane" 0:16:20 - Einschub: Indigene Filmrollen und Darstellung in den 1940er Jahren0:16:55 - "Print the Legend": Der klassische Western bis 1959 und sein Umgang mit Fakten und Legenden0:18:37 - 1950-1959: Die nächste "Western-Krise" und Verlagerung ins Fernsehen0:24:57 - Einschub, Teil 2: Indigene Rollen und "Minderheiten-Western" bis Ende der 1950er Jahre0:26:02 - 1960-69: "Tod" in den USA und Wiederauferstehung über Europa0:28:37 - 1962: "Der Schatz im Silbersee" und der erste erfolgreiche "Euro-Western"0:32:28 - 1964: Geburt des Italo-Westerns: "Für eine Handvoll Dollar"0:39:16 - Western und "Ostern": Deutsche Western, der DDR-Indianerfilm und osteuropäische Indigenen-Darstellung0:42:15 - Der US-Western im gesellschaftlichen Wandel der späten 1960er0:46:54 - 1966: "Django" und der "Rache-Western"0:48:23 - 1970-1979: Hinterfragte Klischees und Abgesang auf eine vergangene Ära0:50:50 - Niedergang des Italo-Westerns und die Western-Parodien von Bud Spencer & Terrence Hill0:53:56 - Der Wilde Westen in der "Endzeit"0:57:48 - 1980: Todesstoß für ein Genre? Das Fiasko von "Heaven's Gate"1:00:05 - 1980-1989: Mini-Serien und TV-Filme: Erneute Verlagerung ins Fernsehen1:02:58 - 1990-1999: Der "revisionistische" Western 1:04:40 - Dekonstruktion alter Western-Mythen: "Der mit dem Wolf tanzt" (1990) und "Unforgiven" (1992)1:08:21 - Nostalgie, Comedy und Western im Gegenwarts-Setting1:13:27 - 2000-2019: Genre-Versiertheit und Modernisierung im neuen Jahrtausend1:14:23 - Von "Open Range" (2000) über "Django Unchained (2012) bis "The Ballad of Buster Skruggs" (2018)1:21:43 - Die 2020er: Eine neue TV-Ära? "Yellowstone" und "1883" 1:22:56 - Welche Western haben uns inspiriert, und Ausblick auf die Zukunft
Wed, 28 Jun 2023 - 27 - Die Geschichte des Western-Films (I): Von 1894 bis 1939
Als die bewegten Bilder Ende des 19. Jahrhunderts laufen lernten, neigte sich der Wilde Westen seinem Ende entgegen - übte aber dennoch weiterhin großen Reiz und Faszination aus. Als ab 1894 die Edison Manufacturing Company erste Demonstrationen des neuen Medium Films vornahm, dienten authentische Aufnahmen aus dem Wilden Westen als erster Publikumsmagnet. So ging in Amerika die alte Begeisterung für den Wilden Westen nahtlos in die neue Begeisterung für das junge Medium Film über - und der Western zu einem der ältesten und beständigsten Genres des Kinos. Doch je weiter sich der Western-Film vom Ende des "echten" Westerns entfernte, um so mehr sollte sich auch der Western an sich über die Jahrzehnte hinweg verändern.In dieser Episode gehen Sebastian Gerstl und Jörg Brühmann auf die Geburt des Western-Films bis zur ersten großen Krise des Kino-Genres Western ein. Im zweiten Teil in der nächsten Folge verfolgen wir die weitere Entwicklung des Western Films ab 1940 bis in die heutige Zeit.0:00:00 - Einleitung: Wilder Western und Western-Film, ein fließender Übergang0:05:31 - Nachrichten aus dem Wilden Westen: Omaha Daily Bee (Nebraska), 5.11.18990:08:55 - Rodeo-Reiter und Goldgräber-Säufer: Die ersten Western-Filmszenen ab 18940:12:34 - 1903: "The Great Train Robbery", der erste dramatische Western-Film0:17:46 - 1904-1910: Der Western als dominierendes amerikanisches Filmgenre0:21:16 - 1910-1919: Der junge Western und die ersten Western-Film-Stars0:23:36 - Broncho Billy Anderson und die Essanay Company0:29:33 - William S. Hart (und Bison 101)0:40:25 - 1920-1929: Rhinestone Cowboys und epische Western0:41:52 - Tom Mix: Action, Unterhaltung und Stunts0:44:30 - Das Western-Epos als A-Genre: "The Covered Wagon (1923) und "The Iron Horse" (1924)0:47:35 - John Wayne: Die ersten Filmrollen des "Duke"0:49:38 - 1930-1939: Wirtschafts- und Western-Krise0:51:24 - Gene Autry und Champion: "Singing Cowboys" und "Wunder-Pferde"0:53:52 - Aufrechte Helden: Die zehn Regeln des "Cowboy Code"0:57:20 - Exkurs: Indigene Filmrollen und deren Darstellung zwischen 1910 und 19391:00:01 - 1939: "Stagecoach" und die Wiedergeburt des A-Westerns1:03:23 - Zusammenfassung und Ausblick auf die nächste Folge: Western 1940 bis 2023
Wed, 14 Jun 2023 - 26 - Jim Bowie – Volksheld, Schurke, Frontier-Legende
James 'Jim' Bowie ist ein amerikanischer Volksheld, eine legendäre Frontier-Gestalt und nicht nur wegen des nach ihm benannten "Bowie-Messers" auch weit über die Landesgrenzen der USA berühmt. Sein Leben war geprägt von zahlreichen Abenteuern und kämpferischen Auseinandersetzungen, von denen nicht zuletzt der berüchtigte "Sandbar-Fight" ihn zu einer lebenden Legende und einen geradezu mythenumwobenen Messerkämpfer werden ließ. Doch der Lebenslauf des Pioniers und Abenteurers ist auch durchzogen von schlitzohrigen oder durchtriebenen Machenschaften, die ihn bisweilen wie einen Schurken wirken ließen... 00:00 - Einleitung: Wie spricht man eigentlich "Bowie"?03:29 - Nachrichten aus dem Wilden Westen: Arkansas Advocat (Little Rock, Arkansas), 3.2.183709:12 - Was ist ein Bowie-Messer?09:46 - Der junge James Bowie14:38 - Exkurs: Natives und Bayous in Louisiana17:02 - Die Jahre 1814 bis 1819: Krieg gegen England und die Long Expedition22:06 - Partner eines Piraten: Jim Bowie, der Sklavenschmuggler29:17 - Plantagenbesitzer und Grundstücksspekulant32:02 - Die Fehde mit "Major" Norris Wright37:04 - Geburtsstunde eines legendären Messers41:31 - Eine Frage der Ehre: Fehden und Duelle47:11 - 19.9.1827: Der legendäre Sandbar Fight55:01 - Von Louisiana nach Texas: weitere Abenteuer von Jim Bowie59:01 - Was hat die Geschichte inspiriert?
Wed, 31 May 2023 - 25 - Die Lewis & Clark Expedition
Was befindet sich im "Wilden Westen"? Bis 1804 wusste kaum jemand, was westlich des Mississippi lag. Die Lewis und Clark Expedition sollte dies ändern: Auf Ihrem Weg zur Ostküste begegneten sie zahlreichen indigenen Völkern, erkundeten erstmals heute berühmte Naturwunder und bahnten Wege, die den Grundstein für die Besiedlung des Westens legen sollten. Bis zum Jahr 1803 mussten sich die Vereinigten Staaten das Gebiet der heutigen USA noch mit zwei europäischen Großmächten teilen: Sowohl Spanien als auch Frankreich beanspruchten große Gebiete des Teilkontinents für sich. Mit dem Louisiana Purchase und dem Erwerb der französischen Kolonie verdoppelte sich die Landmasse der Vereinigten Staaten auf einen Schlag. Doch genaue Karten dieses Gebiets existierten nicht - bei aller Größe war die Landkarte der USA westlich der Gründerstaaten noch erstaunlich weiß. Welche Landmarken gab es, welche Tier- und Pflanzenarten existierten dort, welche indigenen Nationen lebten im amerikanischen Innenland? Am 14. Mai 1804 brach die Lewis & Clark Expedition von St. Louis aus auf, um diese Fragen zu beantworten, einen Landweg von der Ost- zur Pazifikküste zu finden - und den Wilden Westen erstmals wirklich für die Vereinigten Staaten zu erschließen. 00:00 - Einleitung03:51 - Nachrichten aus dem Wilden Westen: Präsident Thomas Jefferson an den Kongress (Washington DC, Brief vom 18.1.1803)06:23 - Die Landkarte Nordamerikas im Jahr 180308:46 - Der Louisiana-Purchase15:27 - Weites, fernes, unbekanntes Land18:00 - Gründe für und Ziele der Lewis & Clark Expedition22:02 - Captain Merriweather Lewis und Lieutenant William Clark26:52 - 14. Mai 1804 bis Winter 1804/1805: Den Missouri hinauf bis North Dakota30:13 - Sacagawea, Kontakt mit den Shoshoni und westwärts durch die Rocky Mountains36:12 - Oregon Trail, Yellowstone und weitere Entdeckungen37:42 - Einschub: Der "Jackalope"38:53 - Weitere Begegnungen mit indigenen Volsgruppen41:12 - Die Bedeutung und moderne Betrachtung von Sacagawea für die Lweis & Clark Expedition42:09 - September 1806: Rückkehr nach St. Louis44:00 - Randnotiz: Geboren unter Entdeckern - Das weitere Leben von Jean-Baptiste Charbonneau44:49 - Was hat die Geschichte inspiriert?50:18 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal
Wed, 17 May 2023 - 24 - Die transkontinentale Eisenbahn
Sie war eine der gewaltigsten Ingenieursleistungen des 19. Jahrhunderts - und eine Ikone des Weste(r)ns schlechthin: Durch Berge, Schluchten und Wüsten hindurch, über Tausende von Meilen hinweg, verband am 10. Mai 1869 die transkontinentale Eisenbahn die Ostküste der USA mit der Westküste. Die Eisenbahn verband Zivilisation und Wildnis und schuf so die Mischung, die den Westen der USA aufblühen ließ - und erst so richtig "wild" machte.00:00 - Einleitung02:22 - Nachrichten aus dem Wilden Westen: Deseret News (Utah), 12.5.186904:28 - Bevor die Eisenbahn kam: Wie gelangten Amerikaner von Osten nach westen?06:42 - 1847: Die ersten Pläne einer transkontinentalen Eisenbahn14:26 - Wer soll das bezahlen? Der Pacific Railroad Act von 186319:28 - Von Ost nach West: Der Weg der Union Pacific Railroad23:23 - "Hell on Wheels": General John "Jack" Casement und seine fahrende Eisenbahnstadt28:37 - Brunnen und gigantische Brücken31:36 - Über die Rockies und durch Utah: der Endspurt der UPR34:00 - Von West nach Ost: Die Central Pacific Railroad geht durch die Berge41:54 - Eine buchstäbliche Durststrecke: Eisenbahnbau durchs Death Valley43:58 - Aufeinandertreffen am 10.5.1869: Der Osten trifft auf den Westen48:56 - Was hat die Geschichte inspiriert?55:15 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal
Wed, 03 May 2023 - 23 - Harriet Tubman: Spionin, Scout & Sklavenbefreierin
Geboren in die Sklaverei, entkam Minty Ross alias Harriet Tubman im Jahr 1849 in die Freiheit – und sollte fortan ihr Leben als Agentin und "Schaffnerin" der Underground Railroad widmen, um auch anderen die Flucht aus dem Frondienst zu ermöglichen. Als 11 später der Bürgerkrieg ausbrach, nutzte die kleine, aber resolute Frau Ihre Erfahrung im Dienste der Nordstaatenarmee - als Scout und Spionin für Überfallaktionen in konförderietem Gebiet. 00:00 - Hörer-Requests und ein kurzer Blick in unsere üblichen Abläufe03:00 - Nachrichten aus dem Wilden Westen: Cambridge Democrat (Maryland), 4.10.184906:41 - Geboren in die Sklaverei: Herkunft und Jugendjahre von Adaminta "Minty" Ross.11:42 - Arbeiten und Aufgaben eines jungen Sklavenmädchens14:08 - Eine Verletzung, eine bleibende Krankheit und eine Offenbarung17:35 - Frei und unfrei: Geteilte Familie und erste Ehe21:40 - Der Fugitive Slave Act von 185023:40 - Von Minty Ross zu Harriet Tubman: Mit der "Underground Railroad" in die Freiheit29:57 - Sie nannten Sie Moses: Von entlaufener Sklavin zu resoluter Sklavenbefreierin35:34 - Ein neues Ziel im Bürgerkrieg39:10 - Scout und Spionin im Dienste der US-Armee44:13 - Leben nach dem Bürgerkrieg50:11 - Was hat die Geschichte inspiriert?55:11 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal
Wed, 19 Apr 2023 - 22 - ”Soapy” Smith - König der Trickbetrüger
Geboren in eine gut situierte Familie von Plantagenbesitzern aus Georgia, stand der junge Jefferson Randolph Smith II. nach dem Amerikanischen Bürgerkrieg vor dem Nichts. In den 1870ern beschloss der 17-jährige, seinen eigenen Weg einzuschlagen. Was mit Kartenspielen und kleinen Betrügereien begann, sollte der Anfang eines großen Aufstiegs werden, vom Bandenchef hin zum Unterweltboss. Sein Weg führte von Rindertrails durch Goldgräbercamps und Wildwest-Großstädte - und gipfelte in einem waschechten Shootout. Sein Markenzeichen sollte die sogenannte "Seifenlotterie" werden, die ihm und seinen Gefährten ihren einschlägigen Namen verpassen sollte: Soapy Smith, der Chef der Seifen-Gang! 00:00 - Einleitung: Ein glitschiger Geselle02:59 - Rocky Mountain News (Colorado), 13.03.188505:17 - Der junge Jefferson Randolph Smith II.07:23 - Von Georgia nach Texas: Muschelspiele und Kartentricks10:47 - "Soapy" und die Seifen-Lotterie15:29 - Perle des Wilden Westens: Umzug nach Denver16:41 - Vom kleinen Trickbetrüger zur Unterwelt-Größe: Soapy's Geschäfte und Tricks23:34 - Der Boss von Creede: Ein zweites Imperium29:50 - Rückkehr nach Denver und neue "Geschäftsideen"31:23 - Krieg ums Rathaus: Der "City Hall War"35:41 - Das Ende in Denver und ein neuer Anfang37:18 - "Der wahre Herrscher von Skagway, Alaska"40:48 - 8. Juli 1898: Die Schießerei auf der Juneau-Werft51:26 - Was hat die Geschichte inspiriert?54:35 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal
Wed, 05 Apr 2023 - 21 - Der Goldrausch am Klondike
Im Sommer 1897 machten sich Zehntausende Amerikaner auf den Weg in das entlegenste, unwirtlichste Territorium der Vereinigten Staaten: reiche Goldfunde am Klondike in Alaska lösten den letzten großen Goldrausch auf dem Gebiet der USA aus. Was waren die Ursachen, welche Strapazen nahmen die Glückssucher auf sich - und wie sehr hat sich die "große Stampede nach Norden" am Ende für die Beteiligten gelohnt? 00:00 - Einleitung: Ausgerechnet Alaska02:16 - Vorgeschichte: Wie Alaska zu den Vereinigten Staaten kam07:16 - Nachrichten aus dem Wilden Westen: Seattle Post Intelligencer (WA), 17.7.189712:34 - Alaska vor dem Goldrausch: Wenige Siedler, viele Gerüchte18:19 - Exkurs: Squaw bedeutet NICHT Ehefrau - Über den Umgang mit Natives, und warum wir in diesem Podcast bestimmte Begriffe nicht verwenden wollen21:17 - 16.8.1896: Der Goldfund von George Carmack24:34 - "Bonanza Creek": Der Goldrausch beginnt26:46 - Mit Sack und einer Tonne Pack: Die "große Stampede in den Norden" beginnt32:01 - "Dead Horse Trail" und im Gänsemarsch durchs Nadelöhr: Der beschwerliche Weg durch die Berge36:55 - Die Stampede gelangt ans Ziel: Gewinner und Verlierer des Goldrauschs41:43 - 1904: Der Goldrausch endet43:51 - Spürbare Narben: Konsequenzen für die natives Alaskas46:00 - Was hat die Geschichte inspiriert?47:47 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal
Wed, 22 Mar 2023 - 20 - Joaquin Murrieta - der Robin Hood Kaliforniens?
Den einen galt er als Racheengel und Verteidiger der Entrechteten, den anderen als blutrünstiger Räuber und Bandenchef: In den frühen 1850er Jahren versetzte der gebürtige Mexikaner Joaquin Muerrieta angloamerikanische Goldgräber in ganz Kalifornien in Angst und Schrecken. Während Hispanier seine dreisten Taten feierten, riefen die neuen Herrscher Kaliforniens extra einen paramilitärischen Trupp ins Leben, um ihn zu beseitigen. Um sein Leben und Wirken sponnen sich bereits nicht nur zu Lebzeiten Legenden - und er sollte als Inspiration für einen der berühmtesten Helden der modernen Zeit dienen. Aber war Joaquin Murrieta tatsächlich so etwas wie ein mexikanischer Robin Hood, oder doch eher nur ein gemeiner, rücksichtsloser Dieb? 00:00 - Einleitung02:16 - Der kalifornische Goldrausch von 1849 (ein kurzer Abriss)06:35 - Nachrichten aus dem Wilden Westen: Sacramento Daily Union, 16.5.185309:52 - Joaquin Murrieta: Ein mexikanisches Schicksal im kalifornischen Goldrausch16:52 - Ein Mexikaner übt Vergeltung: Joaquin Murrieta und seine Bande20:32 - Rächer der Entrechteten oder rechtloser Verbrecher?24:56 - Die California Rangers: Beginn einer Menschenjagd28:44 - Schießerei im Canyon: Joaquin Murrietas letztes Gefecht31:30 - Der Kopf der Bande: Eine Legende lebt weiter37:52 - Was hat die Geschichte inspiriert?42:13 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal
Wed, 08 Mar 2023 - 19 - Bass Reeves: Der gefürchtetste Marshal westlich des Mississippi
Vom Sklaven zum Gesetzeshüter: 1875 wurde Bass Reeves der erste Deputy US-Marshal afroamerikanischer Herkunft, der in den Indianergebieten flüchtige Verbrecher jagen sollte. Diese Aufgabe erfüllte er pflichtbewusst und erfolgreich: Über 30 Jahre lang im Dienst, werden dem Gesetzeshüter mehr als 3000 Verhaftungen zugeschrieben - von Vieh-und Pferdedieben bis hin zu flüchtigen Mördern. Dabei erwies er sich nicht nur wiederholt als treffsicherer Schütze, auch List und Tücke zählten zu seinem Repertoire. Auch wenn er lange Zeit vergessen schien, gilt er heute für viele als die wahre Inspiration für einen der berühmtesten fiktiven western-Helden schlechthin... (Re-Upload) 00:00 - Einleitung: Zwei ungleiche Gesetzeshüter05:10 - Nachrichten aus dem Wilden Westen: Muskogee Times Democrat, 13.1.191008:11 - Bass Reeves: Herkunft und Leben als Sklave10:00 - Kammerdiener und Bodyguard für einen Südstaaten-Offizier13:54 - Flucht ins Indianergebiet: Leben unter Cherokee und Creek16:37 - Einschub: Oklahoma, jüngster (territorial-amerikanischer) US-Bundesstaat17:23 - Vom Flüchtling unter Indianern zum freien Mann19:37 - Berufungen: "Hanging Judge" Isaac Parker, und US-Marshals im Indianer-Territorium24:18 - Der erste schwarze Deputy US-Marshal westlich des Mississippi - Was Bass Reeves auszeichnete27:08 - Alleine auf weiter Flur: Aufgaben und Vorgehen von (Deputy) US-Marshals30:36 - Denkwürdige Anekdoten und Vorfälle: Die Verhaftung von Jim Webb33:11 - Verkleidungen, List & Tücke35:33 - Bob Dozier, Tom Story und Greenleaf38:13 - Eine Mordanklage und eine Jagd auf den eigenen Sohn42:21 - 1907: Ein Gesetzeshüter kommt zur Ruhe44:21 - Moderne Ehren und klassische Inspirationen49:13 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal
Wed, 22 Feb 2023 - 18 - Dallas Stoudenmire: Der Marshal von ”Hell Paso”
1881 war das texanische, grenznahe El Paso eine von Gesetzlosen geplagte Boomtown, die weithin unter einem unrühmlichen Spitznahmen bekannt war: "Hell Paso". Um die Lage in den Griff zu bekommen heuerte die Stadt einen Kriegsveteranen und ehemaligen Texas Ranger an, der für sein stattliches Auftreten und hartes Durchgreifen bekannt war. Dallas Stoudenmire sollte auch wenig Zeit darauf verschwenden, um diesem Ruf gerecht zu werden - und sich zahlreiche Feinde im Ort zu schaffen... 0:00:00 - Einleitung0:02:50 - Nachrichten aus dem Wilden Westen, Teil 1: "Freie Presse für Texas", 16.4.18810:05:48 - Nachrichten, Teil 2: Santa Barbara Daily Press (Kalifornien), 18.4.18810:09:40 - Eine berühmte Schießerei, und ein Weg zu zweifelhaftem Ruhm: Die Geschichte von Dallas Stoudenmire0:12:12 - Herkunft & Werdegang0:18:25 - Erste Station als Marshal; und eine eigenwillige Bewaffnung0:22:59 - Willkommen in "Hell Paso"0:26:59 - Der erste Amtstag: Dallas Stoudenmires Antritt als Town Marshal0:29:00 - 13.4.1881: Viehdiebe und zwei tote Mexikaner0:33:58 - 14.4.1881: Vier Tote in nur fünf Sekunden0:38:16 - 17.4.1881: Freunde, Feinde und ein erstes Attentat0:42:28 - Shock & Awe: Stoudenmire's Art der "Friedensbewahrung"0:44:40 - 14.2.1882: Eine texanische Blutfehde0:47:00 - Ein Town Marshal rutscht ab0:51:36 - 18.9.1882: Die letzte Konfrontation0:56:46 - Was hat die Geschichte inspiriert?1:02:16 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal
Wed, 08 Feb 2023 - 17 - Polly Bemis alias "China-Polly": Pokerbraut und Frontiersfrau
Mit 17 aus der Heimat in die USA verschleppt landete ein Mandarin-Mädchen, von allen nur "China-Polly" genannt, allein unter Fremden als Konkubine eines chinesischen Saloonbesitzers in einem Goldgräbercamp in Idaho. Dort sollten zwei dramatische Pokerduelle ihrem Leben eine komplett neue Wendung geben - und ihr letztlich den Weg in Freiheit und Unabhängigkeit bahnen. Das ist die Geschichte der chinesischen Einwanderin und Frontiersfrau Polly Bemis. 00:00 - Begrüßung und Einleitung02:33 - Nachrichten aus dem Wilden Westen: Lewiston Teller (Idaho), 2.10.189007:05 - Die Herkunft von Polly Bemis10:45 - "China Polly" kommt nach Amerika12:27 - Im Goldgräbercamp: Unter Fremden in Idaho16:49 - Charlie Bemis betritt die Bildfläche21:10 - Alles oder Nichts: Ein dramatischer Poker-Einsatz26:27 - Neue Verhältnisse27:39 - September 1890: Ein zweites, fatales Pokerduell29:57 - Dankbarkeit und Pragmatismus32:35 - Leben in Freiheit37:29 - Was hat die Geschichte inspiriert ( & Aufruf an unsere HörerInnen)40:15 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal
Wed, 25 Jan 2023 - 16 - Chinesische Einwanderer im Wilden Westen
Man kennt sie in Westernfilmen als Wäscher, als Koch oder als Eisenbahnarbeiter - dabei war zu Hochzeiten des Goldrausches etwa jeder Zehnte Bewohner Kaliforniens chinesischer Abstammung. Was trieb ab 1850 so viele Chinesen in die Vereinigten Staaten, speziell nach Kalifornien? Was ist dran am Filmklischee des chinesischen Einwanderers im Wilden Westen? Und welchen stand hatten sie im Wilden Westen? 00:00 - Begrüßung und Einleitung01:57 - Typische chinesische Charaktere in Western-Geschichten03:22 - Chinesen in Kalifornien - eine besonders marginalisierte Minderheit05:03 - Nachrichten aus dem Wilden Westen, die Erste: Daily Alta California, 1.10.185709:20 - Nachrichten aus dem Wilden Westen, die zweite: Amador Ledger Dispatch, 28.11.185712:25 - Gründe für die chinesische Auswanderungswelle ab 185016:03 - Kulturelle Differenzen und Integrationsschwierigkeiten18:21 - Chinesinnen in Kalifornien: Minderheit in der Minderheit23:09 - Tongs: Von Kulturgesellschaften zu Kriminalisierung und Bandenbildung28:23 - Der chinesische Wäscher oder Koch: Woher kommen diese Klischees?31:53 - Anti-chinesische Gesetzgebung, und wie kamen chinesische Amerikaner zur Eisenbahn?34:13 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal
Mon, 09 Jan 2023 - 15 - Der Egg Nog Riot - Meuterei auf der Weihnachtsfeier
Die United States Military Academy, besser bekannt als West Point, gilt als altehrwürdige Institution. Doch eine geheime Weihnachtsfeier unter Kadetten eskalierte hin zu einer regelrechten Meuterei. Am Ende mussten sich mehr als 20 Beteiligte vor einem Militärgericht verantworten - und die Geschichte der Vereinigten Staaten sollte nachhaltig beeinflusst werden. Diese spezielle Weihnachtsfolge von Western Unchained hat vielleicht nicht unmittelbar mit dem Wilden Westen zu tun, doch tauchen hier mehrere Persönlichkeiten auf, die noch nachhalitgen Einfluss auf die spätere Geschichte des Weste(r)ns haben sollten. 00:00 - Einleitung01:21 - Egg Nog: Eine US-amerikanische Weihnachtstradition06:18 - Nachrichten aus dem Wilden Westen: The Richmond Palladium (Idaho), 13.6.1849 / Butte Record (Kalifornien), 8.1.1857 / Bodeman Avant Courier (Montana), 31.12.187511:22 - Eine kurze Vorgeschichte von West Point20:36 - Weihnachtliches Alkohol- und Spaßverbot26:04 - Ein Rebell namens Davis: Rädelsführer einer geheimen Weihnachtsfeier34:49 - Feucht-fröhliche Feierlichkeiten40:05 - Das Fest eskaliert: Der "Egg Nog Riot" 46:52 - Der Kater danach51:39 - Welche namhaften Personen waren am "Egg Nog Riot" beteiligt?55:15 - Welche Konsequenzen hatte der Vorfall?58:15 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal
Wed, 28 Dec 2022 - 14 - 1000 Meilen nach Chicago - Das große Cowboy-Rennen
In den 1890er Jahren neigte sich der Wilde Westen dem Ende entgegen, doch im Juni 1893 sollte sich sein Geist noch einmal aufbäumen: Eine Handvoll wackerer Cowboys trat zu einem wilden, über 1040 Meilen langen Pferderennen an, vom kleinen Städtchen Chabron in Nebraska bis zur Weltausstellung in der Großstadt Chicago. Der alte Geist des Wilden Westens prallte auf den Esprit des modernen Amerikas. Der Weg dorthin war nicht nur für die Pferde steinig... 00:00 - Einleitung00:55 - Hörerfeedback: Frank Hopkins und "Hidalgo" - Eine vergessene Western-Legende?10:25 - Der Mustang: Eine uramerikanische Pferderasse14:09 - Die Geschichte der Langstrecken-Pferderennen16:06 - Nachrichten aus dem Wilden Westen: "The True Northener Newspaper", Pawpaw, Michigan, November 189218:31 - Das Alte trifft das Neue Amerika: Buffalo Bill geht zur Weltausstellung23:53 - Wie aus 'Fake News' ein Echtes Rennen wurde28:34 - Ein 1000-Meilen-Ritt von Nebraska nach Illinois32:08 - Das "Große Cowboy-Rennen": Regeln, Preise und Teilnehmer39:43 - Frühe Tierschützer: Ein Widerstand formiert sich44:54 - 13.06.1893: Das Rennen beginnt47:47 - 27.06.1893: Und der Sieger ist...52:49 - Das große Cowboy-Rennen: Was hat die Geschichte inspiriert?57:58 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal
Wed, 14 Dec 2022 - 13 - Der Johnson County War
Was mit Viehdiebstählen und einem Lynchmord begann, gipfelte in bezahlten Auftragskillern, einem Telegramm an den US-Präsidenten und dem Eingreifen der US-Kavallerie: Im April 1892 eskalierte in Wyoming ein Streit zwischen Ranchern und Homesteadern und mündete in einer der größten bewaffneten Auseinandersetzungen unter Zivilisten. Der "Johnson County War" sollte das Bild vom Wilden Westen nachhaltig prägen - und ist der Eckpfeiler eines der bekanntesten Konflikte im Western-Genre: Rinderzüchter gegen Siedler. 0:00:00 - Einleitung0:02:03 - Ranchers vs. Homesteaders: Ein typischer Western-Konflikt0:06:30 - Nachrichten aus dem Wilden Westen: "Casper Weekly Mail", Wyoming, 9.8.18890:09:43 - Das Rinder(züchter)-freundliche Wyoming Territory0:15:01 - Ein Dorn im Auge von Wyomings Rinderzüchtern: Jim Averall und "Cattle Kate" Maxwell0:17:17 - Das Johnson County in Wyoming: Eine Traumgegend für Viehdiebe?0:20:56 - Von unschuldigen Geschäftsleuten und durchtriebenen Banditen0:25:18 - Ruf- und Lynchmorde0:31:34 - Eine Vendetta beginnt0:33:12 - Der "Champion der kleinen Leute": Nate Champion0:39:26 - April 1892: Der Krieg beginnt - die "Invasion" des Johnson County0:41:59 - Schießerei auf der KC Ranch0:47:02 - Die Gegenwehr formiert sich0:49:45 - Ein Telegramm nach Washington0:53:02 - Das vorläufige Ende des "Krieges"0:55:36 - Coda: Die "Buffalo Soldiers" kommen0:58:12 - Was hat der Vorfall inspiriert?1:05:36 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal
Wed, 30 Nov 2022 - 12 - Das Ende der ”Open-Range” - Niedergang des Rinder-Booms
Nach dem amerikanischen Bürgerkrieg sollten gigantische Rinderherden, gehütet von Hunderten von Cowboys, das Bild des Wilden Westens wie auch die amerikanische Wirtschaft zwanzig Jahre lang prägen. Doch in den Jahren 1886/1887 bricht der blühende Rindermarkt schlagartig sein - und sollte dem Bild des Cowboys eine dramatische Wendung geben. 00:00 - Einleitung01:47 - Nachrichten aus dem Wilden Westen: "Harper's Weekly", 4. März 188206:02 - Wirtschaftfaktor Rinder-Ranches: Wie bedeutend war die Rinderzucht in den 1880er Jahren?09:30 - Spekulationsobjekt Rinder-Ranch - ein todsicheres Ding?13:49 - Das größte Problem der "Open Range"17:33 - Ein schottisches Schloss in Wyoming - Ausprägungen des Investitions-Wahns21:12 - Ein Nachhaltigkeitsproblem wird offenbar23:35 - Winter 1886/1887: Die Spekulationsblase platzt32:08 - Ein schlagartiger Wandel: Ende der glänzenden Cowboy-Ära35:58 - Konsequenzen des "Busts": Eine neue Outlaw-Welle39:03 - Von der "Open Range" zum offenen Konflikt: Vorboten des "Johnson County Wars" 42:50 - Verabschiedung und Ausblicke aufs nächste Mal
Wed, 16 Nov 2022 - 11 - Die ”Open Range” - Der Rinder-Boom im Wilden Westen
Den Cowboy im Wilden Westen verbindet man mit weiten Prärien, riesigen Rinderherden und nahezu ungezügelter Freiheit. Und für einen kurzen Zeitraum kam dieses Ideal der Realität sehr nahe: Ab 1868 florierte der Rindermarkt in den USA, riesige Cattle Drives zwischen Texas und Wyoming und gigantische Rinderherden auf offener, freier Fläche - die "Open Range" - führten dazu, dass die Rinderzucht zu einem der profitabelsten Wirtschaftszweige der Vereinigten Staaten wurden - und Cowboys viel beschäftigt und gefragt waren. Die Blütezeit der Rinderzucht ist auch die Blütezeit des Cowboy-Daseins. Wie kam es dazu, und wir wirkte sich aus? 0:00:00 - Einleitung0:01:34 - Was genau ist ein "Cowboy"?0:07:00 - Der Cowboy - Viehtreiber oder gefürchteter Outlaw?0:09:02 - Nachrichten aus dem Wilden Westen: "Tombstone Epitaph", Arizona, 16.09.18810:12:07 - East vs. West: Die Unterschiede zwischen Ostküste und (Mittel-)Westen im 19. Jhdt.0:17:55 - Anfänge in Texas: "Cowboytum" und Rinderzucht nach dem amerikanischen Bürgerkrieg0:26:31 - Ein legendärer Rancher: Charles Goodnight erfindet den Cattle Drive.0:33:58 - Wie lang war so ein früher Cattle Drive?0:35:59 - Jesse Chisholm, Joseph McCoy und die Gründung der "Cow Town" Abilene, Kansas0:39:28 - Die typische Arbeit eines Cowboys auf einem Cattle Drive.0:41:21 - Boomtown Abilene: Die Rinderzucht blüht auf0:44:17 - Die "Open Range" - Ein Rinderzucht-Prinzip verbreitet sich über den amerikanischen Westen0:45:08 - Wyoming wird zum Rinder-Territorium - und Spekulationsobjekt0:48:07 - Die JA-Ranch - Ikone der amerikanischen Rinderzucht0:50:26 - Politischer Einfluss: "Rinder-Barone" und die Wyoming Stock Grower's Association0:52:48 - Das ikonische, romantische Ideal eines "Cowboys"0:58:06 - Das hat diese Zeit inspiriert?1:02:00 - Nach dem Boom kommt der Bust - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal.
Wed, 02 Nov 2022 - 10 - Buffalo Soldiers - Afroamerikanische Soldaten an der Frontier
Die Natives, so sagt man, bezeichneten sie als "Büffelsoldaten": Nach dem Amerikanischen Bürgerkrieg kamen Einheiten der Kavallerie und Infanterie im Westen zum Einsatz, die sich vollständig aus afroamerikanischen Rekruten zusammensetzten. Dies ist die Geschichte der "colored" troops, besser bekannt als die "Buffalo Soldiers". 00:00 - Einleitung02:51 - Nachrichten aus dem Wilden Westen: "Pleasanton Observer Enterprise", Kansas, 18.10.187911:34 - Wer waren die "Buffalo Soldiers: Ursprünge im Bürgerkrieg15:14 - Exkurs: Die "First Lousiana Native Guard" - die erste "schwarze" Einheit im Bürgerkrieg16:54 - Die Einheiten: Neuorganisation der Armee nach dem Bürgerkrieg20:24 - Herkunft des Namens und berühmte Einsätze der "Buffalo Soldiers"27:31 - Weitere Geschichte der Einheiten im 20. Jhdt.29:19 - Segregation und Rassismus: Umgang mit den "colored troops" im 19. Jhdt.31:27 - Weitere Geschichten der "Buffalo Soldiers": Die ersten US Park Rangers.33:37 - Cathay Williams aka William Cathay - der erste weibliche afroamerikanische Soldat39:07 - Was hat die Geschichte der "Buffalo Soldiers" inspiriert?43:49 - Verabschiedung und AusblickeDisclaimer: Diese Episode enthält ca. 14 Sekunden Auszug aus dem Song "Buffalo Soldier" von Bob Marley und Noel Williams, vorgetragen von "Bob Marley & The Wailers". Copyright EMI Longitude Music Co. and Music Sales Corporation.
Wed, 19 Oct 2022 - 9 - Robert Smalls: Der Sklave, der ein Kriegsschiff klaute
Am 12. Mai 1862, während des amerikanischen Bürgerkriegs, beschließen acht Sklaven mit ihren Familien aus dem konföderierten South Carolina zu fliehen. Ihr Anführer, der 23-jährige Robert Smalls, hat einen wagemutigen Plan: Sie entführen ein konföderiertes Kriegsschiff! Diese Tat sollte ein Zeichen setzen - und den Weg frei machen für den Einsatz afroamerikanischer Soldaten in der US-amerikanischen Armee. 0:00:00 - Einleitung0:00:46 - Hörer-Feedback: Schießereien ohne Treffer - Wie präzise waren Old West Revolver eigentlich?0:11:15 - Nachrichten aus dem Wilden Westen: "Black Hills Daily Times" (Deadwood, South Dakota), 20.12.18810:19:29 - Die Herkunft von Robert Smalls0:24:29 - Von den Plantagen in die Stadt und zur See; ein schier endloser Weg zur Freiheit0:29:24 - Exkurs: Afroamerikanische Soldaten und Sklaven im amerikanischen Bürgerkrieg0:34:31 - Der 12. Mai 1862: Flucht über die Blockadelinien0:44:49 - Ein revolutionärer Armee-Beschluss0:48:28 - Robert Smalls' weitere Laufbahn im Bürgerkrieg0:52:15 - Vom Sklaven zum Abgeordneten: Die weitere Laufbahn von Robert Smalls1:04:37 - Was hat die Geschichte inspiriert?1:08:56 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal
Wed, 05 Oct 2022 - 8 - Richard Jordan Gatling: Erfinder des Maschinengewehrs
Richard Jordan Gatling, M.D., war Sohn eines Plantagenbesitzers, Arzt, und reger Erfinder. Sein Tüftlergeist erstreckte sich über viele Felder, doch die Nachwelt sollte seinen Namen in erster Linie für eine Sache in Erinnerung behalten: Die Gatling Gun., das erste Maschinengewehr der Welt, dass im amerikanischen Bürgerkrieg seinen Einsatz fand. 00:00 - Einleitung01:52 - Nachrichten aus dem Wilden Westen: "Red Cloud Chief", 18. 3. 188008:57 - Exkurs: Die beste/texanischste Mausefalle15:21 - Die Gatlings aus North Carolina - Plantagenbetrieb und Erfindergeist19:54 - R.J. Gatlings erste Erfindungen und Patente21:15 - Richard Jordan Gatling, M.D.23:29 - Die Erfindung der Gatling Gun, oder: Wie Dr. Gatling Kriege weniger leidvoll machen wollte27:47 - Die Gatling Gun - Das erste moderne Maschinengewehr36:30 - Weiterer Werdegang - was wurde aus Richard Gatling nach dem Bürgerkrieg?43:21 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal
Wed, 21 Sep 2022 - 7 - Wild Bill Hickok - Ein Mann, viele Legenden
Über kaum einen Revolverhelden kursierten noch zu seinen Lebzeiten so abenteuerliche Geschichten wie über Wild Bill Hickok, Gesetzeshüter, Held Zahlreicher Groschenromane... und Schausteller. Aber was machte aus dem gebürtigen James Butler Hickok den berüchtigten "Wild Bill"? Jörg und Sibi haben sich einige der zahlreichen Legenden, die über Hickok kursieren, einmal näher angesehen. 0:00:00 - Einleitung0:06:02 - Nachrichten aus dem Wilden Westen: "Omaha Daily Bee", 15. 06. 1907 (Ein Interview mit William F. "Buffalo Bill" Cody).0:14:22 - Der junge James Butler Hickok0:20:28 - William Hickok und der Bär0:23:09 - Von "Duck Bill" zu "Wild Bill": Der McCanless-Incident0:31:44 - Ein Gunfight wird (immer) legendär(er)0:34:48 - Ohne Wild Bill kein Buffalo Bill: Wie Hickok William F. Cody zu seiner Karriere verhalf0:39:40 - "The daring buffalo chase of the plains": Wild Bills Büffeljagd an den Niagara-Fällen0:44:51 - Wild Bill wird Sheriff - und prompt wieder gefeuert0:49:45 - Wild Bill gegen die 7. Kavallerie0:53:15 - Ein Revolverheld zeigt Nerven (und was verbindet Wild Bill mit Killin' Jim Miller?)0:57:58 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal Auf Youtube findet sich übrigens ein Filmtrailer zum in dieser Folge erwähnten Western "The Plainsman" (1936), mit Gary Cooper als Wild Bill Hickok. Trailer für Filme, die vor 1964 veröffentlicht wurden, befinden sich laut US-Recht in der Public Domain, da sie nie gesondert urheberrechtlich geschützt waren. Über den rechtlichen Status des gesamten Films sind wir leider im Unklaren. Er kann unter anderem im "Internet Archive" gefunden werden, doch aus nachvollziehbaren gründen nennen wir an dieser Stelle lieber keinen direkten Link. Vom erwähnten früheren Western "Wild Bill Hickok" mit William S. Hart (1923) konnten wir leider keine online verfügbare Version finden.
Wed, 07 Sep 2022 - 6 - Alferd Packer, der Kannibale von Colorado
Im November 1873 brachen hoffnungsvolle Goldsucher von Utah aus nach Colorado auf, um rechtzeitig an den Goldfunden in Breckenridge teilzuhaben. Obwohl freundliche Ute-Natives sie vor dem Erfrieren und Hungertod bewahren, treibt der Goldrausch sechs von ihnen im tiefsten Winter weiter in die Rocky Mountains. Am Ende sollte nur einer durchkommen - und sieht sich wenig später vor Gericht grausigen Vorwürfen gegenüber. Das ist die Geschichte von Alferd Packer. 0:00:00 - Einleitung0:03:15 - Der Kannibale von Colorado: Eine morbide Berühmtheit0:05:50 - Nachrichten aus dem Wilden Westen: "The Silver World", 28. April 18830:10:09 - Wer war Alferd Packer (und schreibt man seinen Namen wirklich so?)0:16:14 - November 1873: Prospektoren um Goldrausch0:21:15 - Chief Ouray kommt zur Rettung0:24:50 - 9. Februar 1874: Eine verhängnisvolle Entscheidung0:37:31 - Was geschah in den Bergen? 0:48:57 - "Du hast fünf Demokraten gefressen": Ein Kannibale vor Wildwest-Gericht0:58:26 - Was wurde aus Alferd Packer?1:05:05 - Was hat die Geschichte inspiriert?1:12:44 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal
Wed, 24 Aug 2022 - 5 - Roda Dunn, "The Rose of Cimarron"
Am 1. September 1893 lieferten ein knappes Dutzend Gesetzeshüter und eine Bande Gesetzloser im Oklahoma Territory eine der größten Schießereien des Wilden Westens, die als die "Schlacht von Ingalls" berühmt werden sollte. Während Männer verbittert um ihr Leben kämpfen, eilt eine junge Frau mitten durch den Kugelhagel, um ihren verwundeten Liebhaber zu retten. Geachtet und verehrt von Marshals und Banditen, furchtlos, gutaussehend, sanftmütig, liebreizend und eine fantastische Reiterin - viel wurde über sie geschrieben, doch nur selten nannte man sie beim Namen. Vielmehr wurde sie legendär - als die "Rose of Cimarron". Time Codes: 0:00:00 - Einleitung0:05:20 - Rosa Dunn: Wer war die "Rose of the Cimarron"?0:08:54 - Die Rose und ihr Liebhaber: George "Bitter Creek" Newcomb0:17:41 - Nachrichten aus dem Wilden Westen: "Oklahoma Outlaws" (1915) - Die Schlacht von Ingalls0:29:41 - Hinterhalt, Verrat und ein unratsames Duell0:38:30 - Aftermath: Was wurde aus der "Rose of Cimarron"?0:45:45 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste MalDas in dieser Folge zitierte Buch "Oklahoma Outlaws" (1915) von Richard S. Graves befindet sich in der Public Domain und kann kostenlos unter anderem auf Archive.org eingesehen werden.
Wed, 10 Aug 2022 - 4 - Das Oklahoma Territory
Am 23. April 1889 wird mit dem berühmten Oklahoma Land Rush das letzte "freie" Territorium im US-amerikanischen Festland zur Besiedlung freigegeben. Das frischgebackene Oklahoma Territory enthält einen speziellen Mix - und sorgt somit dafür, das im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts der Wilde Westen sich dort noch ein letztes Mal groß aufbäumt... Time Codes:0:00:00 - Einleitung0:03:09 - Schon mal etwas von der Dalton-Gang gehört?0:04:28 - Oklahoma Territory: Vom Indianergebiet zum Oklahoma Land Rush0:09:50 - Nachrichten aus dem Wilden Westen: "The Indian Chieftain", 25.4.18890:16:25 - Nachrichten zum Land Rush, Teil 2: "Oklahoma City Times", 29.4.18890:20:35 - Ein gefährlicher Mix0:32:21 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal
Wed, 27 Jul 2022 - 3 - Elfego Baca, und das ”Wunder vom Jacal”
Wie ein 19-jähriger Mexikaner es schaffte, sich über 30 Stunden lang mehr als 40 Cowboys vom Leib zu halten - und zu einem Volkshelden New Mexikos aufstieg. Mexikaner gelten in Western-Geschichten meist nur als Beiwerk: Ob im Western-Film oder im echten wilden Westen, so mancher Revolverheld brüstete sich damit, so viele Mexikaner abgeschossen zu haben, dass er es schon nicht mehr zählen könne. Die Realität sah dagegen meist anders aus. In der heutigen Folge erzählen Sebastian Gerstl und Jörg Brühmann die Geschichte von Elfego Baca, und wie es mehrere Dutzend Cowboys nicht schaffen, mit einem 19-jährigen mexikanischstämmigen, selbsternannten Deputy-Sheriff fertig zu werden. Time Codes: 0:00:00 - Einleitung0:01:08 - Nachrichten aus dem Wilden Westen: Soccoro Chieftain, 19.07.18950:07:00 - Das New Mexico Territory0:10:50 - Anglos vs. Mexicanos0:14:08 - Ein selbsternannter Sheriff? Der junge Elfego Baca0:18:54 - Die "Verhaftung" von Cowboy McCarty0:26:09 - Über 30 Stunden Schießerei: Das "Wunder vom Jacal"0:36:23 - Ein Volksheld New Mexicos0:43:08 - Was hat die Geschichte inspiriert?0:48:52 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal
Wed, 13 Jul 2022
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