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Immer alles 1000-prozentig machen? Warum habe ich immer was an mir herumzumäkeln? Müsste ich nicht einfach mal genießen? Glücklich sein? Ich bin wie ich bin! Oder doch besser flüchten? Und wohin dann? … Wovor habe ich eigentlich Angst? Antworten auf diese und andere Fragen gibt es in Gesprächen mit Psycholog:innen, Psychotherapeut:innen und Coaches. Du erfährst aus erster Hand Tricks für ein einfacheres Leben, erhältst überraschende Einblicke in persönliche Erfahrungen und Entwicklungen und lernst eine ganze Menge darüber, wie wir manchmal ticken und warum. Alle zwei Wochen mittwochs neu.
- 162 - Apropos ... Trauma von Generation zu Generation!
Du kennst deine Familiengeschichte, deine Biografie, und manchmal denkst du: „Oh nein, ich bin wie meine Mutter!“. Oder du spürst Verhaltensmuster und Glaubenssätze in dir, die du vom Vater oder von der Oma mit in die Wiege gelegt bekommen hast und die dich quälen. In dieser Folge sprechen wir mit der Ahnenforscherin und systemischen Coachin Anne Krämer über Transgenerationentraumata, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Es sind die vielen Geschichten unserer Vorfahren, die unsere Persönlichkeit prägen. Mit ihnen werden aber auch Traumata von Flucht oder Krankheit an uns weitergegeben. Manchmal spüren wir sie gar nicht. Wir können sie unbewusst nicht orten, gar überwinden. Unsere Emotionen entziehen sich oft unserem Bewusstsein. Wir gehen der Frage nach, inwiefern Krankheiten, eine Bindungsunfähigkeit oder besondere Ereignisse auf ein Generationentrauma zurückgehen. Wir gehen ein auf die Methoden im Familienbiografischen Coaching, auf die Aussagekraft von Genogrammen und das wirksame EMDR-basierte Neurocoaching. Mithilfe dieser Methode, bei der die Augenbewegungen unser Gehirn neuronal beeinflussen und neu vernetzen, können wir uns von belastenden Glaubenssätzen oder Reaktionsmustern befreien. Anne Krämer ist Ahnenforscherin und systemische Coachin aus Aachen. Diese beiden Herzensthemen verknüpft sie im Familienbiografischen Coaching. Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 16 Sep 2026 - 44min - 161 - Apropos ... Diagnose: ADHS!
In dieser Folge geht es um die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung, auch besser bekannt als ADHS. Diese Diagnose lässt oft lange auf sich warten. Symptome sind vielfältig und nicht eindeutig. Doch ist sie einmal festgestellt, gibt es Wege, mit ihr umzugehen. Wie, darüber sprechen wir mit dem Psychotherapeuten Prof. Dr. Jan Kiesewetter. ADHS wird heute häufiger diagnostiziert als noch vor 30 Jahren. Forschung und Wahrnehmung für diese Form der Neurodivergenz gewinnen immer mehr an Bedeutung. Wir gehen auf Mythen und Missverständnisse ein. Wir sprechen über Symptome und ab wann eine ADHS-Diagnostik angeraten ist und darüber, was ADHS im Gehirn macht. Die Informationsverarbeitung im Gehirn streut breiter und läuft nicht linear. Diese Andersartigkeit, die Neurodivergenz, bleibt ein Leben lang vorhanden. Aber es gibt Selbsthilfestrategien. Um Routine-Aufgaben auszuführen benötigt ein Menschen mit ADHS Stimulation. Bei alltäglichen Aufgaben schaltet das Gehirn ab. „Sein Gehirn weigert sich, langweilige Routinen auszuführen“, so Dr. Kiesewetter. Dann ist der Betroffene wie gelähmt. Stimulation kann Musik sein oder das Spielen an einer Kette, alles, was die Konzentration neu fokussiert. „Ist das ADHS-Gehirn einmal angeschmissen, funktioniert es wie jedes andere Gehirn“, so Dr. Kiesewetter. Dann kann das Gehirn unglaublich viel leisten. Darum arbeiten neurodivergente Menschen oft in vielen kreativen oder Blaulicht-Berufen. Bei Erwachsenen haben sich über die Jahrzehnte Kompensationsmechanismen aufgebaut, die es zu erkennen und zu unterscheiden gilt. Das macht die Diagnostik so schwierig. Wenn Probleme wie Konzentrationsschwäche oder Vergesslichkeit öfter auftauchen, ist eine Diagnostik geraten. Zeitmanagement ist extrem wichtig. Menschen mit ADHS leiden unter Zeitunschärfe. Darum: Drei Minuten Spülmaschine einräumen, drei Minuten Tisch abräumen. Zeitdruck macht die Aufgabe interessanter. Wird das Gehirn stimuliert, gehen sie leichter von der Hand. Es ist wie beim Tanzen. Wenn das Paar im Rhythmus ist, läuft‘s. „Der Start mag eine Herausforderung sein. Aber ADHS ist weder eine Schwäche noch persönliches Versagen. Man nimmt die Welt nur anders wahr. Wer die passenden Stärken und Strategien entwickelt, kann ein wunderbares, selbsterfülltes Leben führen“, macht Prof. Dr. Jan Kiesewetter Mut. Prof. Dr. Jan Kiesewetter ist Diplom-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut und Inhaber der Praxis für Psychotherapie in München mit den Schwerpunkten Verhaltenstherapie und Gruppentherapie, ADHS, Supervision und Paartherapie Buchtipp: Prof. Dr. Jan Kiesewetter: „ADHS – was nun? Strategien, Tipps und Übungen für ein selbstbestimmtes Leben“, Klett Cotta-Verlag 2026 Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 02 Sep 2026 - 40min - 160 - Apropos ... Mental Load!
Mental Load, die unsichtbare Belastung und mentale Last, die uns angesichts einer Welt mit unendlichen Möglichkeiten überfluten kann, ist das Thema dieser Folge. Der ständige Input, aber auch das Gefühl, für alles verantwortlich sein und alles kontrollieren zu wollen, sorgt bei uns für ein Dauerrauschen, das uns in die Überforderung treiben kann. Die Psychologin, Markt- und Wirkungsforscherin Birgit Langebartels zeigt psychologische und kulturpsychologische Faktoren des Mental Load und der Mental Load-Gesellschaft auf und bietet konkrete Handlungsvorschläge an - für mehr Gesundheit und für mehr Resilienz. Ständiges Dauerrauschen Wie eine ständige App im Hintergrund laufen 1000 Dinge im Hintergrund. Unser Kopf steht nicht still, wir arbeiten To-Do-Listen ab. Aber das zieht Energie. Die Daueraktivierung kann zu psychischen Problemen führen. Mental Load ist ein Phänomen der Zeit, wir leben in einer Multioptionalität. Alles ist möglich, jeder möchte alles. Vor diesem Hintergrund gibt Birgit Langebartels Hilfestellung. Es gibt sechs Warnsignale, die auf einen Mental Load hinweisen. Dazu gehört, dass sich alles dringend anfühlt und man schwer Entscheidungen treffen kann. Was hilft? Das können Digitale Detox-Zonen, Mikroreflexion, Not-To-Do-Listen oder ganz einfach die Natur sein. Mehr Orientierung, mehr Priorisierung, ein achtsamer Umgang mit sich selbst und anderen – das ist das, wofür Birgit Langebartels plädiert. Birgit Langebartels ist Diplom-Psychologin, Markt- und Wirkungsforscherin und Autorin Buchtipp: Birgit Langebartels: „Mental Load die unsichtbare Last. Erkennen, verstehen, bewältigen“, Junfermann Verlag 2026 Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 19 Aug 2026 - 42min - 159 - Apropos ... der Glückskind-Effekt!
Hans im Glück. Was könnte schöner sein? Aber leider haben wir oft nicht das Gefühl, das Glück anzuziehen. Das Glück kommt nicht einfach so zu uns, es ist kein Zufall, sondern wird von uns selbst geschaffen. Das sagen die Geschwister Maja und Johannes Storch. In dieser Folge erhältst du Impulse dazu, wie du deinem Glück näherkommen kannst. Wir sprechen darüber, was Glück überhaupt ist, wie Umwelt- und Rahmenbedingungen uns im Wege stehen und wie wir uns organisieren können, um uns dem Glück zu nähern. Es geht darum, eine positive Erwartungshaltung und eine Vison zu entwickeln von dem, wo wir hinmöchten. Lösungsansätze, das Unbewusste direkt zu adressieren, hält das Zürcher Ressourcen-Modell bereit, das die beiden erläutern. „Ein erster Schritt ist, sich Gedanken über sein Leben zu machen; sich Wiederholungen, Pechsträhnen und Umwelteinflüsse zu vergegenwärtigen und zu notieren, um den persönlichen gordischen Knoten vom Unglücklichsein zu lösen und etwas verändern zu können“, sagen Maja und Johannes Storch. Wir blicken aber auch auf die wissenschaftliche Seite, auf Ansätze und Impulse aus der Erkenntnistheorie und dem Konstruktivismus. Wir sprechen über unterschiedliche Erlebniswirklichkeiten und wie sie sich von der tatsächlichen Realität unterscheiden. Wir sprechen vom Proz, der sich bewusst aufbläst, vom chaotischen und liebenswürdigen Orx, vom Pechvogel- und vom Glückskind-Attraktor. Schmiede dein Leben selbst! Und betrachte nicht jedes Unglück als solches. Maja und Johannes Storch meinen es gut mit unserem Glück und gehen den Prozesse mit Wohlwollen, Leichtigkeit und Gelassenheit an. Lass dich inspirieren! Maja Storch ist Inhaberin des Instituts für Selbstmanagement und Motivation in Zürich und hat das Zürcher Ressourcen Modell erfunden. Johannes Storch ist von Haus aus Zahntechnikermeister und ebenfalls als ZRM-Trainer tätig. Buchtipp: Maja und Johannes Storch: „Der Glückskind‑Effekt – Wie Chaos dir helfen kann, die Realität zu gestalten“, Klett Cotta-Verlag 2026 Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 05 Aug 2026 - 1h 03min - 158 - Apropos ... Digitale Resilienz!
Digitale Resilienz: Das Thema ist so brandaktuell wie zeitlos und spricht mittlerweile wohl fast alle an. Ohne Smartphone geht‘s heutzutage nicht mehr. Es gibt Input ohne Ende, Nachrichten, Unterhaltung und Austausch auf allen Kanälen. Wer dabei im mentalen und digitalen Gleichgewicht bleiben möchte, muss priorisieren. Sandra Brauer, Systemische Beraterin und Prozessbegleiterin in der digitalen Transformation, erklärt in dieser Folge, was digitale Resilienz bedeutet und wie wir mit digitalen Herausforderungen umgehen können - privat und im Beruf. Kompetenz für die Zukunft Unter digitaler Resilienz versteht Sandra Brauer die psychische Widerstandsfähigkeit im Umgang mit digitalen Veränderungen und - in weiterer Betrachtung – daraus entstehenden Krisen. Sie ist eine der Kompetenzen der Zukunft, die dazu beiträgt, ein zufriedenes und gesundes Leben zu führen. Aber wie soll das gehen? Digitalisierung und Technologisierung verändern unsere Arbeits- und Lebenswelten. Sie erleichtern, aber machen auch alles komplexer. Und leider, so sagt Sandra Brauer, liebt es unser Gehirn, über Probleme nachzudenken. Damit fördern wir eine negativ konnotierte Stimmung. Gerade junge Frauen messen sich in Schönheitsidealen, sie sind ständig in Interaktion mit dem Netz, was Minderwertigkeitsgefühle und Ängste hervorrufen kann. Hingehen sind, laut Brauer, junge Männer anfälliger fürs Gaming, was Abhängigkeiten provoziert und von der echten Kommunikationsfähigkeit entfernt. Deshalb: priorisieren, aber richtig. Die digitale Resilienz als Therapieansatz wird im Coaching noch nicht ernst genug genommen. Umso eindringlicher lautet ihr Appell an Unternehmen: überprüfen, ob man wirklich eine bedürfnisorientierte Arbeitswelt schaffen oder lieber dem Kapitalismus folgen wolle. Höher, schneller, weiter? Besser nicht, sagt sie. Die betriebswirtschaftliche Prämisse, Zeit, Qualität und Kosten gleichzeitig umsetzen zu wollen, sei strategisch nicht möglich. Vielmehr gehe es darum, den Mitarbeitenden Ängste vor Veränderungen zu nehmen, auf ihre Bedürfnisse zu schauen und Räume zu schaffen für mehr Selbstbewusstsein und Zuversicht. Sandra Brauer ist Systemische Beraterin (dgsf-zertifiziert), Stressmanagement-Trainerin und Prozessbegleiterin in der digitalen Transformation und Autoin. Sie ist Gründerin des Systemischen Netzwerkes in Hamburg. Ihr Schwerpunkt ist die Vermittlung digitaler Kompetenzen. Seit 2020 hat sie einen Lehrauftrag an der FOM Hochschule im Modul „Psychologische Gesprächsführung“. Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 22 Jul 2026 - 45min - 157 - Apropos ... das Beziehungs-Burnout!
Wann wird eine Beziehung zu viel? Oder ist sie noch retten? Was, wenn der Partner nur noch als Last empfunden wird, es nur noch Streit oder gar keine Worte mehr gibt? In dieser Folge spricht die Psychologin und Paartherapeutin Alexandra Soor über Ursachen von Beziehungskrisen, was dahintersteckt, aber auch, wie wir an ihr arbeiten und lernen, richtig miteinander zu kommunizieren. Sie sagt, lauft nicht gleich weg! Oft benötigt es für eine Wiederannäherung sogar nur wenige klärende Gespräche. Den ersten Schritt macht man selbst Doch zunächst zu den Fakten: Was Beziehungslust oder Unlust angeht, setzen die sozialen Medien die Latte sehr hoch. Viele junge Menschen wagen angesichts negativer Inhalte nicht mehr den Schritt in die eigene, gelebte Beziehung. Dating wird zu kompliziert. Doch die Sehnsucht nach einer Beziehung, sagt Soor, ist da. „Jede Beziehung fängt zu allererst bei einem selbst an“, weiß die Psychologin, die beobachtet, dass sich schon zu Beginn manch einer Partnerschaft die Partner nicht genügend Zeit nehmen, den anderen wirklich kennenzulernen. Hinzukommt, dass sich beide Individuen weiterentwickeln. Zu früh gewachsene Gewohnheiten und ein eingeschlichener Alltag machten dann Vieles kaputt. „Wenn sich Paare an der Beziehung abarbeiten, um sie am Laufen zu halten, endet das in Erschöpfung, dann kommt es zu einem Beziehungs-Burnout“, sagt Alexandra Soor. Für sie gibt es das klassische Auseinanderleben nicht. Es bedeutet einfach nur, dass das Interesse am Partner nicht mehr vorhanden ist. Eine gute Liebesbeziehung lebt von der Verbindung zueinander. Und vom ständigen Training. Wie man diese Verbindung (wieder)finden und wieder ein Team werden kann, das erklärt Alexandra Soor in dieser Folge. Alexandra Soor ist Psychologin, Paartherapeutin und Heilpraktikerin für Psychotherapie mit einer eigenen Praxis. Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 08 Jul 2026 - 156 - Apropos ... Gewaltfreie Kommunikation im Beruf!
Wie gelingt Gewaltfreie Kommunikation (GFK) am Arbeitsplatz? Das erläutern die GFK-Trainerin Anja Palitza und der Unternehmercoach Olaf Hartke. Wir hinterfragen, wie fleißige Mitarbeitende verbalen Attacken der Kollegen und dem ständigen Druck der Führungsetagen begegnen können. Wir hinterfragen auch, wie Chefetagen und Ressortleitungen GFK bei Konflikten anwenden können, wie sie bei Mobbing oder schwierigen Mitarbeitern reagieren können. In den Führungsetagen deutscher Unternehmen beginnt in Sachen GFK ein langsames Aufwachen. Endlich, sagen die zwei, denn: „In ihr liegt unglaubliches Potential.“ Die GFK ist nicht als einmalige Schulung zu verstehen, sondern als ein Prozess, der sich im besten Fall zu einer Lebenshaltung entwickelt. Die Ziele einer leistungs- und ergebnisorientierten Wirtschaft schließen die emotionale Annäherung durch die GFK für einen wertschätzenden Umgang miteinander nicht aus. Gesehen und gehört werden: Es geht nicht darum, für mehr Leistung zu manipulieren, sondern um ein wertschätzendes Miteinander zu schaffen. GFK erfordert ständiges Training. Ein Hilfsmittel ist das Vier-Schritte-Modell nach seinem Gründer Marshall B. Rosenberg. Nach dem Leitsatz „Höre nicht, was sie sagen, sondern höre, was sie fühlen und brauchen“ geht es um die Beobachtung von einem selbst und den anderen, die Beschreibung des Gefühls, das Erkennen und Äußern von Bedürfnissen und daraus folgenden Bitten. Hinhören braucht Aufmerksamkeit: Zuhören bedeutet verstehen zu wollen, was den anderen bewegt. Es bedeutet nicht, damit einverstanden zu sein. Wichtig ist die Sprache der GFK. Viele Wörter, die genutzt werden, sind nicht in unserem aktiven Wortschatz, „aber vorhanden“. Wer spricht schon gerne über seine wahren Gefühle? Auch darüber sprechen wir und auch, dass GFK keine Grenzen kennt. Alles kann mit ihr vermittelt werden. Auch andere Meinungen und Verhaltensweisen. Sie findet Anwendung in allen Lebensbereichen. Für Einsteiger, die GFK für sich entdecken möchten, geben Anja Palitza und Olaf Hartke wichtige Einblicke und Aspekte an die Hand. Anja Palitza: ist Erziehungswissenschaftlerin und Systemische Beraterin. Seit 2005 ist sie zertifizierte Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation (CNVC- und Fachverband GFK), systemische Familienberaterin und begleitet Einzelpersonen sowie Gruppen in Entwicklungs- und Veränderungsprozessen. Olaf Hartke ist Trainer für Gewaltfreie Kommunikation und Autor. Er arbeitet mit Fach- und Führungskräften, Teams sowie pädagogischen und sozialen Einrichtungen. Anja Palitza und Olaf Hartke bilden im Trainerteam von K-Training TrainerInnen für Gewaltfreie Kommunikation aus. Sie sind zertifiziert vom CNVC (Center for Nonviolent Communication). Sie haben zusammen zwei erwachsene Söhne. Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 24 Jun 2026 - 1h 25min - 155 - Apropos ... wenn innere Kinder lieben!
Was ist das Geheimnis guter Partnerschaften? In dieser Folge erklärt die Psychologin und Paartherapeutin Susanne Vömel, wie eine gute Beziehung gelingen kann. Dies ist nicht immer einfach, denn in jeder Beziehung wirkt mehr mit, als uns bewusst ist. Immerhin begegnen sich nicht nur zwei Erwachsene, sondern auch ihre inneren Kinder – mit all ihren Erfahrungen von Nähe, Verletzung, Sehnsucht und Bindung. Beziehungsmuster verändern Wir sprechen darüber, wie frühkindliche Prägungen unsere Partnerschaften formen, wie sie oft unbewusst deren Dynamik bestimmen und vor allem, wie wir Beziehungsmuster verändern können. Susanne Vömel erklärt, warum wir uns gerade zu den Menschen hingezogen fühlen, die frühe Wunden in uns berühren und warum wir uns immer wieder in gleichen Konflikten wiederfinden. Wir suchen nach der anderen, der besseren Hälfte. Am Anfang ist das zunächst perfekt, wird aber mit der Sozialisierung schwieriger, wenn die Außenwelt auf die Beziehung trifft. Oft fixieren sich die in der Kindheit entstandenen Rollen, sodass bei nicht genauer Betrachtung keine Entwicklung möglich ist. „Gesund ist es, wenn ein jeder die eigenen Bedürfnisse und die des anderen kennt, wenn sich jeder zwischen Macht und Ohnmacht, aktiv oder passiv sein können, Nähe oder Distanz flexibel bewegen kann. So findet ein Paar den eigenen Rhythmus, eine gemeinsame Dynamik“, sagt Susanne Vömel. Die Aufgabe besteht darin, früh verdrängte Anteile, tiefe Sehnsüchte, nicht nur im anderen zu leben und ihn darauf festzulegen, sondern sie selbst zu entwickeln. Wir gehen auf die acht psychodynamischen Grundkonflikte, den emotionalen Grundton einer Familie und sogar die Atmung ein. Ziel ist es, dass ein Paar – richtig kommuniziert - den ganz eigenen Rhythmus findet. Wie das geht? In einem ersten Schritt alte Konflikte, Bedürfnisse, in sich selbst erkennen und nicht auf den anderen übertragen. Alte Muster, etwa die Angst vorm Bindungsverlust, erkennen und nicht mehr ausspielen. „Mal ein Veto einlegen, sich distanzieren. Nicht mehr mitspielen – auch nicht beim anderen“, so Susanne Vömel. Was sie rät: Mitgefühl für die eigenen Themen und die des anderen entwickeln, sich verändern, lebendig und neugierig bleiben. Susanne Vömel ist Psychologin M.Sc., Psychotherapeutin, Paartherapeutin und Physiotherapeutin. Sie bildete sich in diversen psychodynamischen und paartherapeutischen Fachbereichen weiter und ist in eigener Praxis in Berlin tätig. Sie ist Mitglied im Bundesverband Psychonalytische Paar- und Familientherapie (BvPPF). Buchtipp: Du möchtest tiefer in dieses Thema einsteigen? Dann lohnt sich ein Blick in das neue Buch von Susanne Vömel mit dem Titel 📖 „Tanz der inneren Kinder: Warum wir lieben, wie wir es gelernt haben – und wie Veränderung möglich wird“ – ab dem 13.06.2026 im Handel erhältlich! Folge direkt herunterladen
Wed, 10 Jun 2026 - 51min - 154 - Apropos ... Existenzielles Coaching!
Was ist meins, was ist mir wirklich wichtig und wie kriege ich das ins Leben? In dieser Folge geht es mit Annette Fährmann vom weltweit ersten Institut für Existentielles Coaching zum authentischen Ur-Ich. Es geht um philosophische Ansätze als Grundpfeiler, aber vielmehr um die praktische Hinführung zum ganz eigenen Thema und somit der Öffnung zum Leben. Es geht um grundlegende menschliche Fragen, die nicht nur fürs Coaching interessant sind, sondern auch für die ganz persönliche Lebensgestaltung. Auch wenn der Begriff erst sehr theoretisch klingt, verbergen sich dahinter jedoch neue Perspektiven auf ein vertrautes Thema. Inspiriert von Alfried Längle und dem geistigen Erbe Viktor Frankls inspiriert richtet sich das Institut nicht nur an Führungskräfte oder Fachleute aus Coaching, Training und Beratung, sondern an jeden Einzelnen. Gefördert werden Persönlichkeit, Intuition und psychologisches Wissen. Annette Fährmann spricht vom Finden des eigenen Themas, von innerer Zustimmung und stimmigem, authentischem Handeln, das die Klienten von mentalen und rationalen Hürden befreit. Sie begeistert für das Leben in all seiner Kraft des Geistes und der Kraft der Emotionen. Es geht darum, sich zu erkennen, die eigene Urteilskraft zu schärfen, Sinnhaftigkeit zu prüfen, Hinzuspüren in den Dialog mit dem Leben; aus der inneren Zustimmung in ein entschiedenes Handeln kommen, sich nicht nur zu fragen, was glücklich macht, sondern wofür man leben will. „Da entsteht eine unglaubliche Schubkraft von hinten, da geht man nur noch los“, weiß Annette Fährmann von Menschen, die zu sich gefunden haben. Das Prozessmodell, mit dem das Institut arbeitet, ist angelehnt am natürlichen Entscheidungsprozess und orientiert sich an fünf Schritten. Außerdem sprechen wir über die Personale Existenzanalyse, eine zentrale Methode, die den Weg zu einem selbstbestimmten, authentischen und erfüllten Leben beschreibt. „Es geht um Haltungen und Denkweisen, von denen wir wissen, dass sie gut sind, aber sie nicht umzusetzen wissen. Loslassen oder sich anzunehmen, wie man ist – das gelingt nicht immer“, vereint Annette Fährmann die Philosophie mit der Praxis. Annette Fährmann ist Coach und Trainerin in existenziellem Coaching. Gemeinsam mit Jürgen Blenke führt sie das Institut für Existenzielles Coaching, die faehrmannblenke GbR (zu ihrer Homepage: www.faehrmannblenke.de). Du möchtest dir vom Existenziellen Coaching einen eigenen Eindruck verschaffen? Hierfür bietet Annette Fährmann eigens Online-Live-Coachings an – komplett kostenlos und werbefrei: https://www.faehrmannblenke.de/unser-angebot/kostenfreies-online-live-coaching/ Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 27 May 2026 - 35min - 153 - Apropos ... Post-Covid, Fatigue & ME/CFS!
Seit Corona ist das Thema Erschöpfung stärker ins Bewusstsein gerückt. Mit ihr werden das Fatigue, Post-Covid oder ME/CFS nach einem Infekt sehr viel öfter diagnostiziert. In dieser Episode klärt Dr. Lea Höfel über Therapiemöglichkeiten, Behandlungsmethoden und Hilfen zur Selbsthilfe auf. Auch wenn der Weg bis zur Diagnose ein langer sein kann, so macht sie allen Betroffenen Hoffnung, dranzubleiben und nicht aufzugeben, weil…. …die Erkrankung von der Politik mittlerweile ernst genommen wird. Zumindest werden in anerkennendem Rahmen Gelder in Forschung und Therapiemöglichkeiten investiert. Dr. Höfels Wunsch ist es, dass auch die Pharmaindustrie reagiert, denn noch gibt es kein Medikament gegen die chronische Fatigue-Erkrankung, die Menschen komplett ans Bett fesseln kann. „Wenn man diese Menschen gesehen hat, zweifelt man nicht mehr daran, ob es diese Erkrankungen geben kann“, wünscht sie sich größeres Interesse bei den Lobbyisten. Noch gibt es kein Medikament Post-Covid, Fatigue und ME/CFS gilt es zu unterscheiden. Post-Covid umfasst eine breite Spannweite an Symptomen von Lungen- bis Magen-Darm-Problemen. Das Fatigue geht mit bleierner Müdigkeit einher und kann bestehen bleiben. Hier ist der Energielevel weit unten, zu den Symptomen gehören Kreislaufbeschwerden oder Schmerzen. Das chronische Fatigue-Syndrom ME/CFS ist eine eigenständige Erkrankung mit weiteren Symptomen. Hier kann die geringste Betätigung den Betroffenen zur Bettruhe zwingen. Selbst Haarewaschen oder eine kurze Unterhaltung können Patienten über Wochen und Monate extrem belasten. Ziel ist, nach Energieverbrauchern und Energiespendern zu schauen. Wo sind persönliche Stressoren? Dazu finden viele Gespräche und Untersuchungen statt, die detailliert dokumentiert werden, um in einem nächsten Schritt Abläufe im Alltag besser strukturieren zu können. Um den Speicher aufzufüllen, gehört es, Pausen zu machen, auch wenn man sich nicht danach fühlt. Die Gefahr eines Crashs soll vermieden werden. Die Behandlungsansätze sind vielfältig, sie liegen in der Ergotherapie, der Physiotherapie, oder der psychologischen Betreuung. Sie reichen von Atemübungen bis Massagen. Betroffene empfinden oft Traurigkeit und Ängste darüber, ob die Krankheit sie ihr Leben lang einschränken wird. „Sie müssen lernen, Gedankenkreise zu stoppen und auch im Kleinen Schönes zu entdecken“, so Dr. Höfel. Dabei hilft ein Tagebuch, in dem täglich drei kleine schöne Momente festgehalten werden. Dr. Lea Höfel ist Psychologin und Leiterin der Abteilung des Zentrums für Schmerztherapie junger Menschen und der Station für Fatiguetherapie an der Kinderklinik in Garmisch-Partenkirchen. Außerdem ist sie in Beirats- und Sprecherfunktionen in Gesellschaften für Schmerztherapie, Rhematologie und ME/CFS. Buchtipp: Dr. Lea Höfel: Warum bin ich so erschöpft? Chronisches Fatigue-Syndrom bei Kindern und Jugendlichen, Junfermann-Verlag 2026 Folge direkt herunterladen
Wed, 13 May 2026 - 51min - 152 - Apropos ... Erschöpfung!
Erschöpfung bleibt nicht aus, sind wir doch ständig in Bewegung – selbst dann, wenn wir bewusst priorisieren. Wieso ist das so? Licht ins Dunkle bringt der Psychologe Hans-Georg Willmann. Der gebürtige Freiburger und Autor ist Coach für Fach- und Führungskräfte und lebt seit ein paar Jahren in seinem Sehnsuchtsland Australien. Zunächst: Erschöpfung ist kein Zeichen von Schwäche, sondern dafür, dass ich mich angestrengt habe. Was ist Erschöpfung? Wir unterscheiden zwischen Müdigkeit, Erschöpfung und Burnout. Nach Energieräubern und Kraftquellen schauen Wo sind persönliche Energieräuber, wo sind Kraftquellen? Wo kann ich etwas beeinflussen, wo delegieren oder einfach „Nein“ sagen? Was ist wirklich wichtig? Wir erörtern das klassische Prinzip, Energieräuber zu organisieren, schauen nach inneren Antreibern und Kraftquellen, die nichts kosten. In seiner praktischen Schritt-für-Schritt-Anleitung raus aus der Erschöpfung hat Hans-Georg Willmann ein ABC für mehr Energie und Lebensqualität entwickelt. A steht für Akzeptanz, B für Belastungssteuerung und C für clevere Mini-Hacks, die im Alltag helfen, uns zu erholen. Auch damit räumt er auf: Multitasking ist ein Mythos. Um aus der Erschöpfungsspirale rauszukommen, sind strukturelle Veränderungen im Alltag und ein Perspektivwechsel notwendig. Es hilft der Blick auf innere Denk- und Verhaltensmuster, innere Kritiker und falsche Antreiber. Bin ich immer freundlich und hilfsbereit, weil ich andere nicht enttäuschen möchte? Sind meine Verhaltensmuster übertrieben, wo sollten automatisierte Verhaltensweisen angepasst und heruntergefahren werden? Yoga, Atmung, Couch: Entspannung allein ist nicht die Lösung. Echte Erschöpfungsarbeit geht tiefer. Sie setzt darauf, äußere Belastungen zu steuern, innere Antreiber zu zähmen und Erholung möglich zu machen. Erholung, die nichts kostet: Hans-Georg Willmann gibt praktische Tipps, die der Selbstwirksamkeit nutzen. Er nennt ein 10-Punkte-Energieprogramm inklusive Einschlafritualen, Ernährungs- und Bewegungstipps, empfiehlt Wohlfühlorte, Power Naps und schöne Mini-Momente. Hans-Georg Willmann: ist Diplom-Psychologe und Coach, hauptsächlich im beruflichen Kontext, wo er Veränderungsprozesse begleitet Buchtipp: Hans-Georg Willmann: „Erschöpft, aber nicht machtlos. Wege zu mehr Energie und Lebensqualität“, Junfermann-Verlag 2026 Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 29 Apr 2026 - 53min - 151 - Apropos ... Berührungen!
Berührung begleitet uns von Geburt an, prägt unser Sicherheitsgefühl und unsere Beziehung zur Welt. Und dennoch scheint sie im modernen Alltag immer mehr zu verschwinden. Wie wir näher mit der Berührung in Berührung kommen und mit ihr Körper, Geist und Seele stärken können, darüber sprechen wir in dieser Folge mit Dr. Michaela Maria Arnold. Sie plädiert dafür, dass wir uns wieder trauen, uns näher zu kommen – uns selbst und anderen. Die Hand halten, tröstend über den Rücken streicheln: Gerade in der Medizin sind Berührungen eher tabu. Dabei sind sie für den Patienten essenziell. „Wenn wir die Berührung wieder bewusst in unser Leben zu lassen, und zwar in allen Bereichen, wirkt sich das auf unsere gesellschaftliche Grundstimmung aus“, ist sich Dr. Arnold sicher. Tatsächlich ist das Thema „Berührung“ in der Wissenschaft noch ein junges Gebiet, mit der sich die Gesellschaft für Berührungsmedizin beschäftigt. Mittlerweile finden die Erkenntnisse den Transfer in die Gesundheitsversorgung. Seit Corona hat sich die Singularisierung der Gesellschaft verstärkt. Menschen pflegen weniger echte Kontakte, suchen aber trotzdem die Nähe. Die therapeutische Massage wie die affektregulierende Massage kann helfen. Sie kann das Körpergefühl positiv beeinflussen und Klienten dazu anregen, aktiver zu werden, Achtsamkeit für ihren Körper, sowie ein stärkeres Bewusstsein für Selbstfürsorge und Selbstwirksamkeit zu entwickeln. Berührung hat viele Ausdrucksformen und Möglichkeiten. Sie beginnt mit der Selbstberührung. Es geht nicht um Sexualität: Berührung ist vielfältig. Mit ihr können wir Liebe, Zuneigung und Trost, aber auch Wut und Abgrenzung ausdrücken. Sie hat immer einen Kontext, findet in der Familie, bei der Arbeit oder in der Freizeit statt. Dr. Arnold zeigt sieben Dimensionen von Berührung in unterschiedlichen Lebensbereichen auf. Auch erklärt sie, was Berührung hormonell auslöst. Selbst nach den Wechseljahren bleibt der Wunsch nach Nähe und Verbindung bestehen, weiß sie. Berührung hat auch Schattenseiten. Bei der Biografiearbeit wird auf die Berührungskultur innerhalb der Familie geschaut. Wo und wann hat die Person Zuneigung erfahren, wann hat sie übergriffige Berührungen erfahren? Dr. med. Michaela Maria Arnold ist Ärztin für Naturheilverfahren und Berührungsmedizin mit einer Praxis bei Würzburg. Buchtipp: Dr. Michaela Maria Arnold: „Das Berührungsbuch. Wie Berührung Körper, Geist und Seele stärkt“, Klett-Cotta Verlag 2026 Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 15 Apr 2026 - 43min - 150 - Apropos ... Sag es achtsam!
Wie schnell kann ein Gespräch kippen? Ein falsch verstandenes Wort, ein unbedachter Satz – und plötzlich fühlen wir uns nicht mehr gesehen. In unserer neuen Podcast-Folge sprechen wir mit Trainer Stefan Bukacek darüber, wie die Gewaltfreie Kommunikation (GFK) genau in solchen Momenten Orientierung geben kann. Wir beleuchten, warum Kommunikation oft verletzend wirkt, obwohl wir das selten beabsichtigen. Stress, alte Muster und automatische Vorwürfe prägen unseren Alltag – in Partnerschaft, Familie oder Beruf. Die GFK lädt dazu ein, den Fokus auf die eigenen Gefühle und Bedürfnisse zu richten und sie klar auszudrücken, statt Schuld und Angriffen Raum zu geben. Stefan Bukacek erläutert die vier Schritte der Gewaltfreien Kommunikation – Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis und Bitte – und zeigt anhand konkreter Beispiele, wie sie im Alltag helfen können, respektvoller und lösungsorientierter miteinander zu sprechen. Dabei betont er: „Dazu braucht es Klarheit, die erst im Inneren entstehen muss, bevor ich sie sprechen kann“. Im Gespräch geht es darum, wie wir Verantwortung für unsere Worte übernehmen und durch bewusste Kommunikation mehr Verbindung schaffen – unabhängig vom Vokabular, dafür mit echtem Verständnis füreinander. Stefan Bukacek ist Trainer für Gewaltfreie Kommunikation und Unternehmensberater für Tech-Unternehmen Buchtipp: Stefan Bukacek: Sag es achtsam. Wie Gewaltfreie Kommunikation dein Denken und deine Beziehungen verbessert“, Junfermann 2025. __________________________________________________________________________ 14.–16. April 2026: Onlinekongress Gewaltfreie Kommunikation Für mehr Verbindung, Klarheit und Verständnis – mit Herz und Haltung Zum 25-jährigen Jubiläum der Gewaltfreien Kommunikation in Deutschland laden wir dich ein, die ganze Vielfalt der GFK neu zu entdecken – inspirierend, praxisnah und unmittelbar alltagsrelevant. An drei Kongresstagen erwarten dich führende Expert:innen der GFK, die ihre Erfahrungen, Einsichten und Werkzeuge teilen – von den Grundlagen bis zu neuen, innovativen Anwendungsfeldern. Erhalte wertvolle Impulse für Beruf und Privatleben: Wie können wir Konflikte einfühlsamer lösen? Wie stärken wir Verbindung, auch in herausfordernden Momenten? Wie gelingt Kommunikation, die Klarheit schafft und unser Miteinander verbessert? In Interviews und Vorträgen bekommst du Antworten, Denkanstöße und konkrete Methoden, die sich sofort umsetzen lassen. Der Kongress richtet sich an alle, die achtsam und wirkungsvoll kommunizieren möchten: egal, ob du gerade erst einsteigst oder schon lange mit der GFK arbeitest. Ticket: 15 Euro – ein kleiner Beitrag für Erkenntnisse, die nachhaltig wirken. Jetzt anmelden auf PlanetPsy.de __________________________________________________________________________ Folge direkt herunterladen
Wed, 01 Apr 2026 - 37min - 149 - Apropos ... Beratung in Bewegung!
Wie unterstützt körperliche Bewegung und Naturerleben Beratungs- und Coachingprozesse? Welche wissenschaftlichen Erkenntnisse gibt es zu Bewegung, Natur und Psyche? Und welche Methoden können Coaches & Therapeut:innen konkret einsetzen? In dieser Folge sprechen wir über die heilende und inspirierende Kraft von Bewegung und Natur in Beratung und Coaching. Darüber sprechen wir in dieser Folge mit der Heil- und Traumapädagogin Eva Istas. Natur als effektives Tool im Coaching Bewegung im Coaching spielt eine noch untergeordnete Rolle. Dabei gibt es kleinschrittige Übungen, mit denen man sie problemlos einsetzen kann. Bewegung wirkt nicht nur körperlich – sie hat auch messbare Effekte auf Geist und Psyche. Bewegung in Beratung kann tiefgreifend unterstützen, weil sie Denkprozesse anregt, Stress reduziert und Raum für neue Einsichten schafft. Kopf aus, Sinne an Wissenschaftliche Studien zeigen, dass körperliche Aktivität die Stimmung verbessert, Stress reduziert und die kognitive Leistungsfähigkeit steigert – etwa durch Veränderungen in der Gehirnchemie (z. B. Serotonin & Endorphine). Bewegung hat vergleichbare positive Effekte auf die Psyche wie psychologische Interventionen. Während wir gehen, kommt nicht nur der Körper in Bewegung – auch Gedanken, Emotionen und festgefahrene Muster können sich leichter lösen. Der Wechsel aus physischer Aktivität und Gespräch fördert Kreativität, emotionale Offenheit und neue Perspektiven. Aufenthalte im Grünen senken den Cortisol-Spiegel (Stresshormon), reduzieren Angst und stärken emotionale Resilienz. Schon kurze Zeit in der Natur kann messbar positive Effekte haben. Übungen, die in Beratung, Therapie oder Coaching integriert werden, können unter anderem die Blütenatmung, das Betrachten von Wolkenbildern, die Geh-Meditation oder die Baum-Atmung sein. Tiefer in die Reflexion geht es mit einer Metaphern basierten Übung: Stell dir eine „Brücke“ zwischen dem alten und dem gewünschten Zustand vor. Sie kann beim Waldbaden oder an einem ruhigen Ort draußen visualisiert werden. Innere Kraftquellen können ein großer Stein oder fließendes Wasser sein. Darf ich als Therapeut:in „nach draußen“? Ja – sowohl ethisch als auch methodisch ist das möglich: Coaching- und Beratungsprozesse in der Natur sind etablierte Ansätze. Noch aber findet sie zu wenig Berücksichtigung. Dabei sind wichtig: Rahmenvereinbarungen mit Klient:innen inklusive Ort, Dauer, Wetterplan und Erreichbarkeiten. Eva Istas ist Heil- und Traumapädagogin mit einer heilpädagogischen Praxis für Traumaintegration und Potentialentfaltung und ist Gründerin des Lebensfreudeateliers bei Aachen. Du bist neugierig und möchtest Eva einmal persönlich kennenlernen? Dann buch dir hier einfach dein kostenloses Infogespräch: https://calendly.com/evaistaslebensfreude/info Buchtipp: Eva Istas und Johann-Friedrich Weber: Beratung in der Bewegung. Praxisbuch für Coaching und Therapie in der Natur. Klett Cotta-Verlag 2025 Folge direkt herunterladen
Wed, 18 Mar 2026 - 51min - 148 - Apropos ... das Leben wählen!
Maria Reuter hat viel Drama erlebt „und selbst gemacht“, wie sie von sich sagt. Maria hat mit ihren 33 Jahren sehr viele Tiefschläge erlebt, die einen Menschen normalerweise zerstören. Als Kind musste sie Missbrauch erfahren, sie hat Drogen genommen, stand kurz vor dem Suizid und hat seit über 20 Jahren psychiatrische Therapien durchlaufen. Sie hat ein Leben voller Krisen erfahren. Doch wer Maria zuhört, spürt einen Menschen, der trotz allem begeistert ist vom Leben und der seinen Weg zu sich gefunden hat. Sie hilft – als Genesungsbegleiterin und Coach –, indem sie von sich und ihrem Weg zum Leben erzählt, macht Mut und zeigt konkret auf, was ihr geholfen hat. Krisen haben sie gestärkt und „[…] haben mich überleben lassen“, sagt Maria, die mit 17 ihre schwerste Depression erlebt hat. Mit ihren Erfahrungen, ihrem Krisenplan und Workbook, möchte sie anderen Menschen, die Ähnliches erlebt oder schwierige Krisen in ihrem Leben erfahren haben, helfen, nicht mehr der Angst zu folgen. Wo sind Warnsignale, was sind individuelle Skills? Wir gehen durch, was akut helfen kann, zum Beispiel in die Aktion zu kommen, haptische Erlebnisse zu schaffen oder seinen eigenen sicheren Ort zu finden, einen Film oder ein Raum, der Körper und Geist entspannt. Aufarbeitung ist ein Geschenk, sagt sie angesichts ambulanter und stationärer Therapien, die ihr sehr geholfen haben. Größte Fähigkeit: Dankbarkeit, größtes Lebensmantra: Verantwortung – für sich und für andere. Schließlich: Wer seine Persönlichkeit entwickelt, steuert zum Frieden, bei - zum inneren und weltlichen Frieden. „Ich möchte, dass mein Licht brennt“, sagt die lebensfrohe Maria. Nicht der Angst zu folgen. Maria Reuter ist Genesungsbegleiterin, Speakerin und Coachin. Interessiert dich Marias Arbeit oder möchtest vielleicht nach einem Erstgespräch fragen? Dann schau doch mal auf ihrer Website oder auf Instagram vorbei! Und wenn du auf der Suche nach einem neuen Podcast bist, schau doch mal Marias Podcast „Deine Begleitung, der Podcast auf Augenhöhe“ auf Spotify vorbei. TW Hinweis: In dieser Folge sprechen wir über Themen, die emotional belastend sein können, darunter Kindheitstrauma, sexualisierte Gewalt, psychische Erkrankungen, Sucht, selbstverletzendes Verhalten und Suizidgedanken. Bitte höre achtsam und entscheide selbst, ob diese Inhalte für dich gerade gut auszuhalten sind. Wenn du merkst, dass dich etwas triggert, leg gerne eine Pause ein oder höre die Folge zu einem anderen Zeitpunkt weiter. Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 04 Mar 2026 - 40min - 147 - Apropos ... Jenseits der Einsamkeit!
Einsamkeit ist ein Gefühl, das wohl jede und jeder von uns kennt – mal leise im Hintergrund, mal schmerzhaft präsent. Doch ab wann gilt ein Mensch als einsam? Wann wird Einsamkeit zur seelischen Belastung? Und vor allem: Wie können wir wieder echte Verbindung erleben? In dieser Folge von Apropos ... Psychologie! spreche ich mit der Psychologin, Paartherapeutin und Kommunikationstrainerin Mia Flora über eines der größten psychologischen Themen unserer Zeit: Einsamkeit – offen, tiefgehend und mit klarem Blick auf gesellschaftliche Zusammenhänge. Was ist Einsamkeit wirklich, wie ist sie definiert? Warum ist sie kein individuelles Versagen, sondern menschengemacht? Mia Flora spricht Klartext, sie spricht vom Verlust gemeinschaftlicher Systeme, einem Leben in einem entfremdeten System und von asozialen Medien, die keine Verbindung schaffen. Sie nennt sieben Gründe, die uns in die Einsamkeit, das größte psychologische Problem unserer Zeit, geführt haben. Wege aus der Einsamkeit sieht sie in der Heilenden Psychologie, im freundlichen, positiven Umgang miteinander. Ganz konkret hilft, den Parasympathikus zu aktivieren und ein schöner Impuls vorm Zubettgehen. Einsamkeit überwinden heißt, wieder in Beziehung zu treten – mit sich selbst und anderen. Mia Flora macht deutlich: Frieden – innerlich wie gesellschaftlich – entsteht jenseits der Einsamkeit. Damit wird Einsamkeit nicht nur zu einem psychologischen, sondern auch zu einem politischen Thema. Mia Flora ist Psychologin, Paartherapeutin und Kommunikationstrainerin. Sie war „Mensch der Woche“ bei Frank Elstner, ist gefragter TV-Talk-Gast und erfolgreiche Autorin. Buchempfehlung: Mia Flora: Jenseits der Einsamkeit – Für ein verbundenes Leben, Klett-Cotta Verlag 2025 Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 18 Feb 2026 - 45min - 146 - Apropos ... Präsenz mit Leichtigkeit!
Präsenz im Alltag, im Beruf, auf der Bühne. Präsenz wird eigentlich immer von uns gefordert, ob im Kleinen oder Großen. Wie wir nach außen wirken, hat sehr viel mit unserer Stimme, aber auch inneren Haltung zu tun. „Präsenz ist ein Zusammenspiel von Körper, Stimme und innerer Haltung und wir besitzen sie lange bevor wir einen Raum betreten“, sagt Kathrin Kräft. Die ehemalige Musicaldarstellerin und Präsenz-Coachin zeigt auf, warum Präsenz für uns wichtig ist und dass auch schüchterne Menschen davon profitieren können. Für sie gilt der spielerische Ansatz, das Prinzip der Leichtigkeit. Zu ihrem Handwerkszeug gehören etwa das Improvisationstheater, Schauspiel, Stimmübungen und Textarbeit. „Nur wenn sich der Kopf vom ständigen Gedankenkarussell befreien kann, können sich auch Ängste lösen“, weiß sie. Kathrin Kräft nennt alltagstaugliche Übungen, mit denen wir unsere Präsenz und unsere authentische Stimme verbessern und das persönliche Wachstum fördern können. Die innere Haltung stärken wir durch eine positive Perspektive, eine tragfähige Stimme, gestützte Atmung und gerade Körperhaltung. Authentisch bleiben wir auch durch Gestik und Mimik. Und Lampenfieber? „Nicht schlimm, das haben auch Schauspieler“. Auch diese Energie können wir positiv nutzen. Um in die natürliche Präsenz zu kommen, ist ein Umdenken erforderlich, das nicht von einem Tag auf den anderen geschieht. Es ist mit Training verbunden, mit Lockerungs- und Stimmübungen oder dem Finden der ureigenen Tonlage. Die Atmung gibt Ruhe und Stabilität und sie fördert eine gesunde Stimmführung. Kathrin Kräft nennt konkrete Übungen von Summen bis Zungenbrecher, die das Stimmvolumen erweitern sowie die Artikulation und Tragfähigkeit der Stimme verbessern. Kathrin Kräft ist ehemalige Musicaldarstellerin, systemische Beraterin und Präsenz-Coachin für sicheres Auftreten & Wirkung, Präsentations- und Vortragstraining. Tipp: Auf ihrer Website bietet Kathrin Kräft Coachings und Workshops an – für eine starke Wirkung auf der Bühne, im Business und im Alltag. https://praesenzmitleichtigkeit.de Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 04 Feb 2026 - 36min - 145 - Apropos ... das Unbewusste im Coaching!
Unbewusste Prozesse im Coaching Unser Unterbewusstsein spielt eine größere Rolle für unser Verhalten, als uns bewusst ist. Man staune: 95 Prozent unserer Denkprozesse laufen unbewusst ab. Sonst nämlich „hätten wir einen absoluten Overkill an Informationen“, sagt Dr. Alica Ryba. Mit der Wirtschaftspsychologin und Trainerin werfen wir einen Blick auf unser Unterbewusstsein, darauf, wie unbewusste und intuitive Prozesse unser Erleben und Handeln beeinflussen und wie wir es in unser Bewusstsein heben und ändern können. Das Unterbewusstsein prägt unser Verhalten Schon gewusst? Unser Bewusstsein nimmt nur das auf, was das Gehirn als neu und wichtig einstuft. Alles andere landet im Unterbewusstsein. Das aber steuert unser Verhalten. Wir werfen einen Blick auf die Historie, auf die Entwicklung der Psychoanalyse, die mit Sigmund Freud begann und mit dem Psychotherapeuten und Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick populärwissenschaftlich wurde. Kleinkindern bis zum dritten Lebensjahr fehlt das deklarative Gedächtnis. An diese Zeit können wir uns nicht erinnern, doch werden in diesen Jahren unsere Verhaltensmuster geprägt. Das Unbewusste drückt sich konkret in unserem Handeln aus. Es hat das letzte Wort bei jeder Willenshandlung“, so Ryba. Es äußert sich konkret durch Körperaktionen, in Mimik, Gestik oder Stimme. Das Bauchgefühl beruht auf der Summe unserer Erfahrungen, „ist aber nicht objektiv“, so Ryba. „Die innere Bewertung kann auch falsch sein“. Im Coaching geht es an tiefe Themen und Verhaltensweisen heran, indem sich der Klient mit dem Körper verbindet und sich Reaktionen bewusst macht. „Schon nach zehn Minuten weiß man oft schon, was das Thema ist. das kann die Angst vor etwas sein oder fehlende Anerkennung“, sagt Alica Ryba. Ist das Bedürfnis identifiziert, kommt ein Methodenkoffer mit einem „Best Of an individuell wirksamen Tools“ zum Einsatz. Dazu gehören körperzentrierte oder auch hypnotherapeutische Methoden. Sinnvoll ist der Blick ins Unbewusste, wenn wir ein bestimmtes Problemverhalten verändern wollen, wir von der Couch runter und in die Bewegung kommen wollen oder Mitarbeiter besser „briefen“ wollen. Sich auf das Bauchgefühl zu verlassen, ist nicht immer der richtige Weg. Alica Ryba unterstützt Coaches, Klientinnen und Klienten durch ein praxisbezogenes wissenschaftliches Persönlichkeits- und Wirkmodell, damit sie effektiver und punktgenauer intervenieren und damit nachhaltige Veränderungen möglich werden können. Buchtipp: Alica Ryba: Die Rolle unbewusster und vorbewusst-intuitiver Prozesse im Coaching, VdR 2025; Alica Ryba und Gerhard Roth: Coaching und Beratung in der Praxis, Klett-Cotta 2022 Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 21 Jan 2026 - 144 - Apropos ... Breathwork!
Ohne Atem kein Leben: In dieser Folge tauchen wir mit der Neurowissenschaftlerin Martha Havenith in die wunderbare Kraft des Atmens ein. Durch das Atmen versorgen wir nicht nur unseren Körper mit Sauerstoff. Die Atmung kann auch unser seelisches Gleichgewicht stärken. Martha Havenith geht auf neue Atemtechniken ein, die sich in den vergangenen Jahrzehnten in der westlichen Hemisphäre entwickelt haben. Diese Techniken sind sowohl bewusstseinserweiternd als auch entspannungsfördernd und heilsam. Neurowissenschaft trifft Atemarbeit: Wir gehen darauf ein, was die Forschung heute über die Wirkmechanismen weiß und wie sich durch bewusste Atmung Wahrnehmung, Emotion und Körpererleben verändern lassen können. „Es geht nicht nur darum, Wunden zu heilen, sondern eigene Quellen der Freude zu finden“, fasst die Atem-Expertin, die in Breathwork auch ihre eigene Methode gefunden hat, zusammen. Sie erläutert, was Breathwork ist und welche modernen Methoden es gibt, mit denen einerseits auf einer tiefen Bewusstseinsebene emotionale Themen verarbeitet werden können und andererseits in langsamer Ausführung Entspannung herbeigeführt werden kann. Martha Havenith nennt praktische Übungen von langen Sessions mit zirkulärer Atemarbeit, bei denen es um eine bewusst tiefe Atmung geht, die nicht an Mantras oder das Zählen gebunden ist. Breathwork wird in der Regel mit Musik unterlegt. Für Anfänger, die tiefer eintauchen wollen, empfiehlt sich eine Begleitung. Sie nennt aber auch einfache Breathwork-Techniken für den Alltag, die etwa 15 Minuten dauern. Sie führt die Wim-Hof-Methode an, bei der 40 aktive Atemzüge kombiniert werden mit einem langen Einatmen, Luft anhalten und ausatmen. Diese Technik ist gut für das Immunsystem und die Fitness. Das koharänte, langsame Atmen eignet sich zur Entspannung. Beim Cyclic Sighing wird intensiv zwei Mal über die Nase eingeatmet und über den Mund schnell und mit einem Seufzer ausgeatmet. Schon allein fünf Minuten täglich können so für eine physiologische Baseline und Wohlbefinden, weniger Stress- und Angstempfinden sorgen, so Martha Havenith. Dr. Martha Havenith ist promovierte Neurowissenschaftlerin und Breathwork-Praktizierende. Nach Stationen an der Universität Oxford, dem Max-Planck-Institut für Hirnforschung und dem University College London leitet sie heute eine eigene Forschungsgruppe in Frankfurt. Ihr Schwerpunkt: Wie das Gehirn mehrere kognitive Prozesse gleichzeitig koordiniert – und was der Atem damit zu tun haben könnte. Buchtipp: Martha Havenith und Abdellatif Nemri: „Atemkraft – Das Breathwork-Handbuch“, Schattauer-Verlag 2025 Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 07 Jan 2026 - 40min - 143 - Apropos ... Medienkompetenz!
TikTok, ChatGPT & Fake News: Wie steht es um die Medienkompetenz bei Teenagern und insgeheim - bei Erwachsenen? Wir alle bewegen uns gut und gerne in den Sozialen Medien, immerhin ermöglichen diese uns einen weltweiten Austausch. Information auf allen Kanälen, das birgt auch die große Gefahr der Überforderung und der Desinformation. In dieser Folge spreche ich mit Katarina Gruler – Lehrerin, Elterncoach und Expertin für Pubertät, Kommunikation und Medienkompetenz – über Chancen und Gefahren der digitalen Welt – für Jugendliche insbesondere. Wir diskutieren, warum Medienkompetenz heute eine Grundkompetenz ist, wie man sie fördern kann – in der Schule, zuhause und auch ganz persönlich. Kein „Nice to have“, sondern ein Muss „Medienkompetenz ist heute kein Nice-to-have mehr – sondern ein Muss, wenn wir unsere Kinder auf die Welt da draußen vorbereiten wollen“, sagt Katarina Gruler. Vielmehr als eine empfohlene Stundenzahl ist ihr der qualitative Umgang damit. Wischt das Kind sinnlos stundenlang auf dem Display herum oder nutzt es die Portale, um kreativ zu werden oder sich auszutauschen? Schneidet Sohnemann ein Video zusammen oder sucht Töchterchen nach Nachrichten auf mehreren Kanälen, sind digitale Medien eine Bereicherung. Fakt ist: Die Clique vor der Haustür von früher findet sich heute auf Gaming-Portalen. Aber man solle nicht gleich den Teufel an die Wand malen: „Gaming ist mehr als Spielen. Es ist ein sozialer Raum, wo es um Teamwork und Strategien geht. Und um Freundschaften“. Eltern sollten hinterfragen, welche Funktion das Kind sucht, ob es nach Ablenkung oder Anerkennung sucht. Echte Erfolgserlebnisse schaffen Likes und Levels sind verführerisch, weil jeder Reiz neues Dopamin fördert. Wichtig zu wissen: der präfrontale Kortex ist bis Mitte 20 noch nicht ausgereift. Das heißt: Jugendliche können sich selbst noch nicht gut kontrollieren, somit ist die Suchtgefahr größer. Bleiben sie im Sog und im Realitätsverlust hängen, sollte man als Eltern aufmerksam werden. Um ihre innere Stärke zu fördern ist es gut, „abseits vom Bildschirm echte Erfolgserlebnisse zu schaffen“, empfiehlt sie. Und wie bekommen Eltern Zugang zu pubertierenden Kindern? „Indem sie um eine anerkennende Gesprächskultur schaffen, Interesse zeigen und nicht gleich meckern, sondern fragen welchen Influencer sie gerade schick finden“, so Gruler, die selbst Mutter von zwei Kindern ist und sich wünscht, dass das Fach Medienkompetenz in den Schulen eingeführt wird. Auch wenn es keine absolute Sicherheit über die Richtigkeit von Informationen gibt, gelte es, Kritikfähigkeit und Orientierung im Mediendschungel zu fördern, „damit unsere Kinder nicht Opfer, sondern aktive Gestalter werden. Die Jugendlichen wachsen in einer Welt voller Unsicherheit, aber auch voller Möglichkeiten auf. Wenn wir sie richtig begleiten, werden sie zu digitalen Pionieren mit Herz und Verstand“, blickt sie positiv in die Zukunft. Katarina Gruler ist Lehrerin, Elterncoachin, Expertin für Pubertät, Kommunikation und Medienkompetenz. Folge direkt herunterladen
Wed, 24 Dec 2025 - 142 - Apropos ... Cycle Breaker!
Wer bin ich? Auf der Suche nach uns steht die Selbstreflexion und die Akzeptanz dessen, was passiert ist. Marina Mantay wuchs in Russland auf und erfuhr von ihren Eltern weder Liebe noch Sicherheit. Trotz ihrer traumatisierten Kindheit hat sie dennoch den Weg zu einem gesunden und erfüllten Leben gefunden. So sagt sie es selbst - und möchte anderen Menschen Mut machen, die Opferrolle abzulegen und Verantwortung für sich zu übernehmen. Negative Muster durchbrechen „Cycle Breaker“ – so heißt Marinas autobiografisches Buch und gleichzeitig ihr Lebensmotto. Der Begriff beschreibt Menschen, die sich bewusst dazu entscheiden, negative familiäre Muster zu durchbrechen – trotz Traumatisierungen, Schmerz und schwieriger Herkunft. In dieser Episode schildert sie ihren Lebenslauf und Ängste, die sie im russischen Alltag und in ihrer Familie erfahren hat und mit denen sie gebrochen hat, als sie 14 Jahre alt war. Anfang der 1990er-Jahre kam sie nach Deutschland. Ihre Begegnungen und Reisen nach Vietnam, Indien und Amerika haben sie dunkle und helle Momente erfahren lassen und sie letztendlich zu dem gemacht, was sie heute ist: eine Frau, die zu eigener Stärke und ihrer ganz persönlichen Aufgabe gefunden hat. Jede Seele hat einen Auftrag, sagt sie, die ihren Leidensweg aus dem Trauma heraus in ein erfülltes Leben teilen möchte. Gelebte Traumabewältigung Körperarbeit, Spiritualität und psychotherapeutische Methoden haben sie zu sich selbst finden lassen. Auch schildert sie den schwierigen Umgang mit emotionalem Essen und den Wendepunkt nach Krankheit. Marina Mantay gibt nicht nur Einblick in ihren Lebenslauf, sondern liefert ein beeindruckendes Beispiel für gelebte Traumabewältigung und persönliche Transformation. In Indien hat sie sich zur Yogalehrerin ausbilden lassen. Die Ideen des Buddhismus begleiten sie. Heute ist sie Yoga-Lehrerin und parteiunabhängige Europabeauftragte. Marina Mantay spricht von der Kraft der Selbstliebe und Vergebung, der Schattenarbeit und des inneren Wachstums und der großen Dankbarkeit, die sie für die Menschen empfindet, die sie auf den Weg gebracht haben. Sie spricht über den Schmerz, die Transformation und die Kraft der Selbstermächtigung und hält ein großes Plädoyer für die Liebe, die Selbstliebe und die Liebe zu den Mitmenschen. Buchtipp: Marina Mantay: Cycle Breaker, Scorpio-Verlag 2025 Marina Mantay ist Heilpraktikerin für Psychotherapie, zertifizierter Coach mit Schwerpunkt Traumatherapie und ausgebildete Yogalehrerin. Weitere Infos unter: www.marina-mantay.com, Instagram: @mantay.marina Feedback, Fragen oder Anregungen? Schreibt uns gerne – wir freuen uns auf den Austausch mit euch. Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 10 Dec 2025 - 140 - Apropos ... Biografiearbeit!
Wir alle werden in ein Milieu hineingeboren, wir wachsen mit Werten und Prinzipien auf. Unsere Prägungen machen aus uns, wer wir sind. Das kann uns im Weg stehen, aber auch positiv begleiten. Denn in uns schlummert oft sehr viel nicht erkanntes und ungenutztes Potential. In dieser Folge sprechen wir mit dem Verhaltenstherapeuten Paul Spychalski-Gosch über die Hürden und Möglichkeiten, wie wir mithilfe der Biografiearbeit unser Potential nutzen können. Vom Arbeiterkind zum Akademiker Der Blick zurück – er ist nicht unbedeutend. „Aber er muss nicht immer negativ sein“, sagt der Kieler Psychotherapeut, der selbst im sozialen Brennpunkt eines Arbeitermilieus groß geworden ist. Als Kind mit Migrationshintergrund bekam er all die Realitäten und Ungerechtigkeiten zu spüren, die weit entfernt sind von Chancengleichheit. Schon früh spürte er, wie kostbar das psychische Wohl des Menschen ist. In dieser Folge teilt Paul Spychalski-Gosch offen seine eigene Geschichte vom Arbeiterkind zum Akademiker und erklärt, warum es nie zu spät ist, sich selbst neu zu entdecken – jenseits von Stigmata, Schubladen und alten Rollenbildern. Er selbst machte zunächst eine Ausbildung zum Erzieher und schaffte es dann an die Uni zum Psychologiestudium. Heute ist er Diplom-Psychologe mit Schwerpunkten „klinische Psychologie“ und „Rechtspsychologie“. Von Bindungserfahrungen und Generationen-Trauma In dieser Folge fragen wir danach, welche Rolle frühe Bindungserfahrungen spielen, soziale Herkunft und gesellschaftliche Narrative. Wir fragen nach unsichtbaren Hürden der Herkunft, nach Minderwertigkeitsgefühlen, Statusdenken und „Generationentrauma“. Und natürlich danach, wie sich alte Muster transformieren lassen. Dazu zeigt Paul Spychalski-Gosch Wege der Veränderung auf, wie mithilfe der Biografiearbeit alte Muster erkannt, verstanden und überwunden werden können. Die ganzheitliche Betrachtung liegt ihm am Herzen. In seiner Arbeit berücksichtigt er stets, den Menschen immer individuell in seiner kompletten Lebenswirklichkeit zu erfassen. Sein Leitsatz: „Deine Geschichte ist dein Diener und nicht dein Meister“. Nutze das, was du erfahren hast für etwas Zweckdienlicheres, Sinnvolleres und Wertegeleitetes. Auch wenn sich Körper, Geist und Gefühle zunächst wehren: Es lohnt der Weg der kleinen Schritte. Paul Spychalski-Gosch ist Erzieher, psychologischer Psychotherapeut und Diplom-Psychologe mit Schwerpunkten „klinische Psychologie“ und „Rechtspsychologie“. Mehr zu ihm findest du auf www.gedankenausmblog.de Feedback & Themenwünsche? Ich freue mich über deine Gedanken zur Folge – direkt auf blogweise.junfermann.de oder per Nachricht. Welches Thema möchtest du in einer kommenden Episode hören? Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 26 Nov 2025 - 42min - 139 - Apropos ... Scannerpersönlichkeit!
Auf allen Hochzeiten gleichzeitig tanzen? Immer mehrere Eisen im Feuer? Ständig neue Ideen im Kopf? Es gibt Menschen, die scheinbar alles und ununterbrochen in sich aufsaugen. Sich mit Begeisterung in Neues stürzen und ungewöhnliche Ideen regelrecht feiern. Scannerpersönlichkeiten nennt sie die amerikanische Autorin und Karrierecoach Barbara Sher diese Menschen und unterscheidet neun verschiedenen Typen. Es gibt Scanner:innen, die ständig auf der Suche nach neuen Erfahrungen und Abenteuern sind, die sog. Wanderer. Andere, wie die „Turbo-Wechsler:innen“ lieben die Abwechselung und den schnellen Wechsel neuer Herausforderungen. Annette Bauer, die sich selbst als zyklische Scannerpersönlichkeit erkannt hat, erklärt neben den Vorzügen wie Wissbegierde und Neugierde auch die Schattenseiten: Sich zu entscheiden beispielsweise zwischen all den verlockenden beruflichen oder privaten Optionen. Am liebsten würden Scannertypen alles kennenlernen, alles ausprobieren, alles erleben. Oft nagen Selbstzweifel an ihnen, nicht selten verstärkt durch ihre Wirkung auf andere Menschen. Vielbegabte scheinen anderen oft rastlos, unbeständig und wechselhaft. Sie werden oft gesehen als Menschen, die sich nicht konzentrieren können oder wollen, ihre Arbeitsweise scheint chaotisch, sie bleiben scheinbar nicht am Ball und lassen Beständigkeit und Kontinuität vermissen. Welche Vor- und Nachteile diese „Vielfalt im Kopf“ außerdem mit sich bringt, erzählt die in Köln lebende Coach Annette Bauer im heutigen Gespräch. Annette Bauer ist Emotionscoach und seit über 20 Jahren in der Begleitung und Beratung von Menschen in der Seelsorge tätig. Sie beschäftigt sich seit einigen Jahren intensiv mit der Lehre der Achtsamkeit und arbeitet als Coach mit Vielbegabten. Mehr über sie liest du auf ihrer Webseite: Annette Bauer - Coaching & Training - MACHT FREI (annette-bauer.com) Zum Thema dieser Podcastfolge empfehlen wir euch gern ihr Buch: Vielbegabt, Tausendsassa, Multitalent? Achtsame Selbstfürsorge für Scannerpersönlichkeiten, das auch als Hörbuch erschienen ist, sowie das englischsprachige Buch von Barbara Sher: "Refuse to Choose!: Use All of Your Interests, Passions, and Hobbies to Create the Life and Career of Your Dreams" (deutsch: "Ich könnte alles tun, wenn ich nur wüsste, was ich will"). Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 26 Apr 2023 - 39min - 138 - Apropos ... Liebe kinderleicht!
Warum verlieben wir uns eigentlich in genau diesen Menschen? Und was, wenn es nach einer Weile kriselt? Ein Paar besteht aus zwei Individuen mit ihren ganz eigenen Biografien und im Laufe des Lebens entwickelten inneren Kindern. Kommt die Beziehung aus dem Lot, liegt es daran, dass die in den Partner gesteckten Wünsche und Sehnsüchte nicht erfüllt werden. Wie wir unsere inneren Kinder versöhnen und Paarkonflikte lösen können, darüber spreche ich in dieser Folge mit dem Psychotherapeuten und Psychologen Roland Kachler. Vom Hänsel-und-Gretel-Vertrag Findet ein Paar zueinander, treffen zwei bedürftige und verletzte Menschen aufeinander, die in dem Partner das suchen, was sie vermisst haben. Die beiden gehen einen Hänsel-und-Gretel-Vertrag miteinander ein, weil sie etwas Gleiches erlebt haben. Einsamkeit oder Überforderung. „Sie sehen in dem anderen ein ideales Elternteil“, beschreibt es Roland Kachler. Gegensätze ziehen sich an. Oder kommt Gleiches zu Gleichem? Die Kombi macht‘s. Gegensätze verheißen Abenteuer, Gleiches gibt Sicherheit. Aber: Die Idealisierung des anderen entpuppt sich als Illusion. Ein Paar ist erst dann reif, wenn es auf der Erwachsenenebene und auf Augenhöhe miteinander verbunden ist. „Dabei muss jedes Paar durch eine Phase der Enttäuschung“, so Kachler. Der Psychologe beschreibt, was notwendig ist: reflektieren, Eigenverantwortung für die eigenen Gefühle übernehmen, die eigenen inneren Kinder erkennen und versorgen. Um sie zu erkennen, stehen der Paartherapie unterschiedliche Methoden zur Verfügung. Möglich sind die Aufstellung einer sogenannten Timeline oder Imaginationsreisen, bei der beide Partner parallel in Trance versetzt werden. Wir sind geprägt durch Verletzungen der Eltern. Wird ein Partner durch sie zu stark begrenzt, heißt es, sich von Ihnen abzugrenzen. Dies durch eine klare Ansage: „Du gehörst nicht in unsere Paarbeziehung. Du gehörst der Vergangenheit an“. Somit erkennt der Partner, dass nicht er sich um die destruktiven Einflüsse kümmern muss. Paare müssen lernen, sich immer wieder neu zu verlieben. Dabei passiert es, dass sie ihre Sexualität neu entdecken. „Sexualität als Körpererfahrung ist eine wichtige Brücke“, weiß Kachler, der ein Plädoyer für die Einfachheit der Liebe hält. Roland Kachler ist Dipl.-Psychologe und Psychologischer Psychotherapeut, Zertifizierter Transaktionsanalytiker (DGTA), Systemischer Paartherapeut, Supervisor, Hypno- und Traumatherapeut sowie langjähriger Leiter einer Psychologischen Beratungsstelle bis 2013, heute mit eigener psychotherapeutische Praxis. Buchtipp: Roland Kachler: „Liebe kinderleicht – Innere Kinder versöhnen und Paarkonflikte lösen“, Junfermann Verlag 2025 Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 12 Nov 2025 - 40min - 137 - Apropos ... verborgene Talente entdecken!
Du machst deinen Job. Aber machst du ihn von Herzen gerne, erfüllt er dich, passt er zu deinen Talenten und Fähigkeiten? Oder machst du ihn, weil du damals eine erste Entscheidung getroffen hast oder deine Eltern dir den Beruf nahegelegt haben? Wenn du eine tiefe Sehnsucht spürst, dich beruflich zu verändern, bist du bei dieser Episode richtig. In dieser Folge spreche ich mit der Supervisorin, Karriere-Coachin und Transaktionsanalytikerin Andrea Landschof darüber, wie du deine Talente entdecken und für positive Veränderungen in deinem Leben nutzen kannst. Wichtig: Klarheit und Selbstvertrauen Andrea Landschof kennt den starken Wunsch der Klienten nach beruflicher Veränderung. Ob jemand neue Interessen entwickelt hat, in eine Führungsposition aufsteigen oder seine Soft Skills verbessern will – wichtig sind Klarheit, ein wenig Mut und Selbstvertrauen. Aber um neue Perspektiven zu gewinnen, heißt es, die Komfortzone zu verlassen und sich von alten Grundhaltungen zu verabschieden. Alte Antreiberdynamiken hinterfragen Alte Denk- und Fühlweisen treiben uns, wir passen uns an, agieren nach bestimmten Mustern. Wo erfülle ich alte Dynamiken, wo passe ich mich an, wo bin ich „der Fels in der Brandung“? Diese Antreiberdynamiken gilt es, sich bewusst zu machen und ggf. abzustellen. Dazu werden in einem Realitätscheck Gewohnheitsmuster, Gefühle und Verhaltensweisen hinterfragt. Es geht in die Inventur: Was funktioniert, was behindert? Was brauchst du, wohin möchtest du? Mit Erinnerungsarbeit auf der Suche nach dem Flow Es geht auf Spurensuche nach versteckten Talenten. Die Erinnerungsarbeit macht bewusst, was noch in uns schlummert. Es wird danach geschaut, was man wirklich gerne, gut und mit Leichtigkeit tut, was wir als Kind schon gut und gerne machten. Die Crux dabei: das Talent von Angelerntem zu unterscheiden, denn nur weil ich etwas gut mache, muss ich es nicht automatisch gerne machen. Was aber geschieht in der echten Energie, im Flow? Mit Werkzeugen aus der Transaktionsanalyse geht es auf die Suche nach dem Selbstbild, nach neuen Grundhaltungen, gegenüber sich und der Welt im Ganzen, denn nur, was uns wirklich antreibt ist auch gut für uns. „Das Steuer wieder selbst übernehmen, darum geht es. Ziel ist es, nicht am Leben vorbei zu leben“, so Andrea Landschof. „Alles geschieht in Resonanz mit anderen“, so Landschof, die gerne Martin Gruber mit „Der Mensch wird am Du zum Ich“ zitiert. Wenn ich gut für mich sorge, bin ich auch für andere gut. Andrea Landschof ist Karriere-Coach, Supervisorin und Transaktionsanalytikerin. In ihrer Arbeit greift sie zurück auf jahrelange Erfahrung in der beruflichen Fort-, Aus- und Weiterbildung sowie in der individuellen Talentförderung. Buchtipp: Andrea Landschof: Das bin ich!? Verborgene Talente entdecken und Veränderungen gestalten, Junfermann Verlag 2025, 2. Auflage Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 29 Oct 2025 - 39min - 136 - Apropos ... Impostor-Syndrom!
Du bist nie gut genug und hast ein schlechtes Gewissen, wenn du Applaus bekommst, weil er dir, in deinen Augen, nicht gebührt? Dann hast du vielleicht das Impostor-Syndrom, das so genannte Hochstapler-Syndrom, „welches eigentlich ein Tiefstapler-Syndrom ist“, sagt Mathias Maul, Therapeut und Unternehmenscoach, mit dem ich in dieser Episode über Menschen spreche, die glauben, ihre Erfolge nicht verdient zu haben – und ständig fürchten, als „Betrüger“ entlarvt zu werden. Fehlgeleitete Wahrnehmung perfektionistischer Menschen Das Impostor-Syndrom gilt aktuell als nicht krankheitswertige Störung: Es gibt keine klinische Einstufung, keine Diagnostik, keine Medikation und doch bestimmt es das Leben mancher Menschen so sehr, dass es Folgeerkrankungen nach sich ziehen kann. Es sind gerade besonders fleißige, ehrgeizige und perfektionistische Menschen, die sich selbst oft ganz anders wahrnehmen, als es von außen vermuten lässt. Ihre Selbstzweifel bleiben meist im Verborgenen und werden selten offen ausgesprochen – stattdessen zeigen sie sich in Denk- und Verhaltensweisen, die auf Schüchternheit oder einen Minderwertigkeitskomplex schließen lassen. Der Vergleich zwischen Außen- und Innenwahrnehmung ist ein wichtiger Impuls, um aus dieser Dauerschleife herauszukommen, so Maul. Es kann hilfreich sein, innere Empfindungen mit äußeren Rückmeldungen abzugleichen – zum Beispiel durch Gespräche mit Publikum oder Kolleginnen. Therapeutische Ansätze reichen von der kognitiven Verhaltenstherapie bis hin zu Werkzeugen aus dem NLP. Mathias Maul zeigt nicht nur, wie sich das Syndrom äußert und welche Symptome typisch sind, sondern auch, wie ein konstruktiver Umgang damit gelingen kann. Menschen mit Impostor-Erleben schreiben Applaus nicht ihrer Fähigkeit zu, sondern eher der Höflichkeit des Publikums, beschreibt Maul. Sein Leitsatz zieht den Vergleich heran: „Der Applaus ist deiner, nur dein Gehirn glaubt es noch nicht so ganz“. Mauls Botschaft lautet: „Du bist nicht allein“. Das Impostor-Syndrom sei weit verbreitet und je mehr Stimmen laut werden, desto stärker rückt das Thema in die Öffentlichkeit: ein Thema, das weder auf die Management-Ebene noch auf Geschlechter beschränkt ist. Mittlerweile outen sich auch Prominente damit. Mathias Maul ist Linguist, Informatiker, Therapeut und Unternehmens- und Führungskräfte-Coach. Buchtipp: Mathias Maul: „Durchstarten als Coach, Praxisstrategien für ein erfolgreiches Business“, Junfermann-Verlag 2025 Webinar-Tipp: Du hast diese Podcast-Folge gehört und erkennst dich in den Beschreibungen wieder? Dann ist das Webinar mit Mathias Maul genau das Richtige für dich: „Hochstapeln leichter gemacht – vom Impostor-Syndrom zur souveränen Haltung“ bietet dir fundierte Einblicke in die Ursachen und Erscheinungsformen des Impostor-Syndroms – und vor allem konkrete Strategien, wie du besser damit umgehen kannst. Ob du selbst betroffen bist oder andere professionell begleitest: Dieses Webinar hilft dir, Hochstapler-Gefühle zu verstehen und deine Haltung nachhaltig zu stärken. 🗓 Donnerstag, 06.11.2025 | 11:00–12:30 Uhr 📍 Live-Stream via Vimeo 💶 49,00 Euro inkl. MwSt. 🎟️ Hier geht’s zum Ticket: https://planetpsy.de/live-webinare/webinar-hochstapeln-leichter-gemacht-06-11-2025 Folge direkt herunterladen
Wed, 15 Oct 2025 - 39min - 135 - Apropos ... Woche der Seelischen Gesundheit!
Fast 50 Prozent der Menschen, die früher in Rente gehen, gehen aufgrund einer psychischen Erkrankung. Im Jahr 2023 waren es 42 Prozent. An erster Stelle steht die Depression. Es kann jeden treffen und doch ist eine psychische Erkrankung immer noch tabu. Waltraud Rinke vertritt das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit, das sich zum Ziel gesetzt hat, psychische Erkrankungen aus ihrem Stigma herauszuholen. Jeder Vierte ist betroffen Bundesweit erfüllt mehr als jeder vierte Erwachsene innerhalb eines Jahres die Kriterien einer psychischen Erkrankung. Ein prominentes Beispiel ist Thorsten Sträter, der die Arbeit des Aktionsbündnisses unterstützt und zeigt, dass Betroffene trotz einer Depression mit all ihren Fähigkeiten mitten im Leben stehen. Aber: ihr Leid wird nicht gesehen. Vielmehr sehen sich Betroffene Vorwürfen gegenüber wie: Der will ja nicht arbeiten. Grüne Schleife seit 2019 Seit 2006 initiiert das Bündnis Projekte und Kampagnen, die von über 180 Organisationen, darunter Selbsthilfeverbänden und Verbänden aus den Bereichen Psychiatrie und Gesundheitsförderung, begleitet werden. Seinen Ursprung geht auf einen Aufruf zur Entstigmatisierung von Schizophrenie der World Psychiatric Association vor über 30 Jahren und der Gründung des Vereins Open Doors zurück. Das Aktionsbündnis ist der DGPPN, der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde angeschlossen. Seit 2019 ist die Grüne Schleife ein Zeichen für das Aktionsbündnis, bereits 400 000 wurden schon verteilt. Das Stigma ist wie eine zweite Krankheit Depression ist eine Volkskrankheit, sagt Waltraud Rinke. „Das Stigma, mit dem sie behaftet ist, ist wie eine zweite Krankheit“. Die Ausgrenzung betrifft letztendlich alle Menschen mit einer psychischen Erkrankung. Wichtig sei, dass sich jeder einzelne hinterfragt, seinen Blick schärft und sein Bewusstsein schult im Verhalten gegenüber Menschen, die anders sind. Nicht sichtbare Behinderung Das Problem: Psychische Erkrankungen gehören zu den nicht sichtbaren Behinderungen. Doch die Fassade trügt. Die Depression lähmt. Waltraud Rinke kritisiert inakzeptable Wartezeiten: Im Schnitt sind es 22 Wochen, die ein Betroffener auf einen Therapieplatz warten muss. „Bei einer akuten Depression ist das unverantwortlich“. Sie appelliert an alle - Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Mitmenschen - daran, Akzeptanz und Achtsamkeit gegenüber psychischen Erkrankungen zu entwickeln. Die Besonderheit des Aktionsbündnisses ist, dass es trialogisch ausgerichtet ist. Therapierende, Betroffene und Angehörige arbeiten gleichberechtigt zusammen. Einmal im Jahr findet eine Aktionswoche, auch unter dem Namen „Woche der Seelischen Gesundheit“ bekannt, statt. 2025 findet diese vom 10. bis zum 20. Oktober statt und steht unter dem Motto: „Lass Zuversicht wachsen – Psychisch stark in die Zukunft“. Infos zu Aktionen und Partnern auf der Homepage des Aktionsbündnisses Seelische Gesundheit unter www.seelischegesundheit.net Folge direkt herunterladen
Wed, 01 Oct 2025 - 30min - 134 - Apropos ... Leben mit Schizophrenie!
Schizophrenie – das betrifft doch nur andere? Von wegen. Über 800.000 Menschen in Deutschland leben mit dieser psychischen Erkrankung – und jedes Jahr erkranken rund 12.000 junge Menschen erstmals daran. In dieser Folge sprechen wir offen, ehrlich und empathisch über das Thema Schizophrenie. Unser Gast ist Niko R.: Musiker, Schauspieler, Blogger – und Betroffener. Seit seiner Diagnose im Jahr 2006 hat er nicht nur tiefe persönliche Erfahrungen gemacht, sondern auch einen beeindruckenden Schatz an Wissen und Tools aufgebaut, den er in seinem Blog „Die Seele will gesund werden“ mit anderen teilt. Gemeinsam gehen wir vielen spannenden und bewegenden Fragen nach etwa, was Schizophrenie eigentlich ist, wie es sich anfühlt, mit ihr zu leben oder was Kreativität und Spiritualität mit ihr zu tun haben. Niko stellt seine ganz persönliche Strategie vor, mit denen er die Psychose im Griff hält. Wir sprechen über unterschiedliche Realitäten, über Zukunftstagebücher und Gedanken-Tricks, über Heiß-Kalt-Duschen, Sport und Therapien. Niko ist zwar kein ausgebildeter Psychologe, doch hat er seinen Blog reichlich bestückt mit Empfehlungen und über 42 Tools, die Betroffenen helfen, ihren Alltag zu managen, auch wenn Zwangsgedanken immer wieder auftauchen. Dabei hilft ihm auch sein unerschütterlicher Glaube an Gott und der feste Wille, sich nicht aufzugeben. Er weiß: „Auch mit Schizophrenie kann ich ein glückliches Leben führen“. Blog von Niko: Die Seele will gesund werden – Gedanken über ein erfolgreiches Leben mit Schizophrenie Weitere Infos zu Schizophrenie: Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, DGPPN Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 17 Sep 2025 - 36min - 133 - Apropos ... Tochter sein!
Warum ist die Beziehung zur eigenen Mutter oft so emotional aufgeladen – selbst im Erwachsenenalter? In dieser Podcast-Episode tauchen wir mit der Familienberaterin und Mediatorin Christiane Yavuz tief in die besondere Verbindung zwischen Müttern und Töchtern ein. Sie lädt ein, die eigene Rolle als Tochter zu reflektieren. Diese Episode richtet sich an alle Frauen sowie Männer, die sich oft unverstanden, überfordert oder schuldig fühlen im Kontakt mit ihrer Mutter und die den Wunsch haben, alte Muster zu durchbrechen und neue Wege zu gehen. Das Herzstück der Episode besinnt sich auf eine Selbstentdeckungsreise – hin zu einer reifen, gleichwertigen Beziehung zur Mutter. Dabei geht es nicht um Schuldzuweisungen, sondern um Verstehen, Abgrenzung, Verbundenheit und die Entwicklung innerer Stärke. Sieben Fixsterne helfen bei der Orientierung, neues Potenzial aus sich selbst und der Beziehung zur Mutter zu schöpfen. In dieser Folge erfährst du, warum die Mutter-Tochter-Beziehung oft von ambivalenten Gefühlen geprägt ist, welche Bürden das Frausein historisch gesehen mit sich bringt, welche Konflikttypen es gibt und wie du deinen eigenen erkennst, wie du emotionale Dynamiken zwischen dir und deiner Mutter verstehst und auflöst, warum die Rolle als Tochter Einfluss auf deine Lebensentscheidungen nimmt, wo deine persönlichen Spielräume für Veränderung liegen – und wie du deine eigenen Grenzen erkennen und respektvoll kommunizieren kannst. Du erfährst auch, dass es Grenzen gibt: Mütter der Kriegs- und Nachkriegsgeneration sind oftmals stark vorbelastet und traumatisiert und nicht mehr in der Lage, sich einer Veränderung anzunehmen. Dann heißt es, stille Sehnsüchte - etwa nach mehr Geborgenheit der Mutter - aufzugeben. Christiane Yavuz ist Familienberaterin, Coach und Mediatorin und hat aus ihrer praktischen Erfahrung heraus Methoden entwickelt, wie Mutter und Tochter eine gute Balance zueinander finden können. Buchtipp: Christiane Yavuz, „Tochter sein auf Augenhöhe“, Kösel-Verlag 2025, https://www.christianeyavuz.de/buch Checkliste „Was braucht es, um endlich mit deiner Mutter klar zu kommen?“ https://l25w5uj5.sibpages.com/ Website: https://www.christianeyavuz.de/ Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 03 Sep 2025 - 43min - 132 - Apropos ... Verbindung & Verbundenheit!
Auf der Suche nach echtem Kontakt: In einer Welt voller Reize, Impulse und ständiger „Einladungen zum Dabeisein“ verspüren viele Menschen dennoch eine tiefe innere Leere. Einsamkeit, Entfremdung und der Verlust echter Nähe bestimmen zunehmend unser Lebensgefühl. Warum fällt es uns so schwer, wirklich in Verbindung zu treten – mit anderen und mit uns selbst? Keine Nähe trotz sozialer Medien In dieser Episode spreche ich mit Karin Kiesele, Coach und Trainerin für Karriereentwicklung insbesondere für Führungskräfte, über das Verlorensein trotz angeblicher Nähe, darüber, wie wir inmitten von sozialen Medien, Netzwerken und Terminkalendern das Gefühl verlieren, wirklich gesehen und miteinander verbunden zu sein. Ich spreche mit ihr über die zunehmende Unverbindlichkeit – eine neue Normalität, die unserem Bedürfnis nach echter sozialer Nähe entgegenwirkt. Oberflächliche Kontakte und das Streben nach Unabhängigkeit stehen echten Beziehungen oft im Weg. Selbstreflexion und Mitgefühl Da muss kein großer Wumms passieren, sagt sie. Kurze Momente der Selbstreflexion helfen, zurück zu sich selbst zu finden. Wo stehe ich, was möchte ich? Karin Kiesele erklärt, wie du in kleinen, achtsamen Schritten herausfindest, wo du emotional, sozial und existentiell stehst. Mitgefühl für dich selbst und Empathie für andere spielen dabei eine fundamentale Rolle. Freundschaften hinterfragen und ehrliche Verbindungen zulassen Sie gibt Impulse und nennt praktische Anregungen zu mehr Selbstakzeptanz, Resonanz und Empathie, die helfen können, echte Nähe zuzulassen. Wie kannst du Beziehungen bewusst gestalten? Wir lenken den Blick darauf, Freundschaften zu hinterfragen und tiefe, ehrliche Verbindungen zuzulassen – im Einklang mit dem, was dir wirklich guttut. Diese Folge ist eine Einladung zur Innenschau, zur bewussten Auseinandersetzung mit deinen Bedürfnissen nach Nähe, Sinn und Zugehörigkeit. Lass dich inspirieren, deinen Platz im Miteinander neu zu entdecken. Karin Kiesele ist Expertin für Coaching und Leadership, studierte Kommunikationswissenschaftlerin und Buchautorin Buchtipp: Karin Kiesele: „Verbindung – Wie wir Nähe zulassen und echte Beziehungen gestalten“ Eine Inspirationsquelle für alle, die sich nach Veränderung, Tiefe und echtem Ankommen sehnen. Junfermann Verlag 2025 Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 20 Aug 2025 - 42min - 131 - Apropos ... Innere Stärke entdecken!
Um emotionale Stabilität geht es in dieser Folge, in der ich mit der Achtsamkeits- und MBSR (Mindfulbased Stress Reduction)-Lehrerin Doris Kirch spreche. Schaffe dir ein stimmiges Mindset, um belastende Gemütszustände und Depressionen dauerhaft zu überwinden -lautet unser Untertitel. Es geht ums heilsame Sein, darum, den Weg der Mitte finden. Doris Kirch praktiziert eine an den Buddhismus angelehnte Lebensform und lebt inmitten eines Parks zwischen dem Gezwitscher der Vögel. Stress ist für Sie kein Thema mehr – nur insofern, dass sie ihr Wissen darüber, ihn zu überwinden, mit der Menschheit teilen möchte. Tiefergreifende Achtsamkeit, nicht Aufmerksamkeit! Sie erläutert die buddhistische Praxis der Achtsamkeit, wie sie in Form eines anerkannten Programms zur Stressreduktion den Siegeszug nach Deutschland angetreten ist und mittlerweile von den Krankenkassen unterstützt wird. Im Weiteren stellt sie ihre Erweiterung zur gelehrten MBSR vor. Diese viel tiefer greifende Achtsamkeit ist nicht zu verwechseln mit Aufmerksamkeit. Sie ist eine Lebensform mit einer philosophischen und psychologischen Ausrichtung, die unter anderem beinhaltet, so umsichtig zu leben, dass man sich selbst und andere nicht schädigt. „Darin geht um eine freundliche und vorurteilsfreie Betrachtung dessen, was gerade geschieht und darum, Dinge so zu erleben, als wäre man ein Kind, unvoreingenommen von den Prägungen, die es im Laufe des Erwachsenwerdens erfahren hat“. Das Gehirn neu vernetzen Im Weg aber stehen Gelerntes und Automatisiertes, Erfahrungen, die uns geprägt und tiefe Spuren in unserem Gehirn hinterlassen haben. Diese gilt es, neu zu verknüpfen. Raus aus dem „Thinking in the Box“, sagt sie, weg von den ständigen Wiederholungen, die uns ein Leben lang geprägt haben. In ihrem 12-wöchigen achtsamkeitsbasierten Online-Coaching „Stärker als du glaubst“ geht es darum, Denk-, Fühl- und Handlungsweisen zu reflektieren und das Gehirn mittels Übungen und Meditationen so zu trainieren und zu verknüpfen, dass es fähig ist, neue achtsamkeitsbasierte Prinzipien (u.a. „Beobachten, ohne zu bewerten“, „Grenzen setzen, ohne andere zu verletzen“) zu verinnerlichen. Diese können in einem weiteren 33-monatigen Programm vertieft und in allen Lebensbereichen umgesetzt werden. Doris Kirch ist Achtsamkeits- und MBSR-Lehrerin und Gründerin des Deutschen Fachzentrums für Achtsamkeit (DFME). Seit 1999 hat sie gemeinsam mit ihrem Dozententeam Hunderte von Achtsamkeitstrainern in der von ihr entwickelten TARA Achtsamkeitstrainer-Ausbildung ausgebildet. Das Online-Coaching-Programm „Stärker als du glaubst“ ist ein 12-Wochen-Programm, das auf einer erweiterten Achtsamkeitsbasierten Stressreduktion. In Erweiterung dazu gibt es ein begleitendes 33-Monats-Programm, in dem die Teilnehmer angeleitet werden, neue Leitsätze mit Hilfe von Meditationen und Übungen im Alltag umzusetzen. Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 06 Aug 2025 - 51min - 130 - Apropos ... Loslassen!
Loslassen: Das ist nicht einfach, selbst wenn man spürt, dass es Zeit wäre, sich von etwas zu trennen. Wer diesen Gedanken hat, „für den ist die Entscheidung längst gefällt“, sagt der Psychologe und Philosoph Dr. Gerhard Helm. Loslassen hat nichts mit Scheitern zu tun In alten Strukturen, dem Job oder auch einer Beziehung zu verbleiben, die einem nicht mehr guttut, kostet zu viel Energie, als sich mit Schwung Neuem zuzuwenden. „Loslassen hat nichts mit Scheitern zu tun“, klärt der Leiter der Münchner Akademie für Business Coaching auf. Er selbst hat schon als Schüler erfahren, was ein „Loser“ ist, weil sein Lehrer ihm eher wenige Qualitäten zuschrieb. Das Leben ist ein Abenteuer Das Leben ist ein Abenteuer, lautet seine Botschaft. Dazu macht er Mut, neugierig zu bleiben und sich nicht im Perfektionismus und zu hohen Ansprüchen zu verlieren. „Loslassen macht frei, auch wenn es Unsicherheiten mit sich bringt.“ Wissen ist der Feind der Neugierde Wir sind Mitarbeiter eines Systems. Wir sind in Arbeitsprozesse, die der Produktion unterliegen, eingebunden. „Aber weil wir uns normieren, geht sehr viel an wertvollem Potential verloren. Das beginnt schon in der Schule und begleitet uns in der Arbeitswelt. Dabei ist Wissen der Feind der Neugierde. Wir überbetonen die Sicherheit und halten an Altbewährten fest, was Leid erzeugen kann“, sagt er. Philosophie in der Arbeitswelt Man muss nicht alles wissen, auch nicht als Fachkraft, macht Dr. Helm Mut, sich auf einen kreativen Prozess einzulassen. Gleichzeitig appelliert er daran, philosophische und psychologische Gedanken stärker in die Arbeitswelt mit einzubinden. Aristoteles und Sokrates haben vorgemacht, wie ein lebendiger Austausch miteinander uns selbst und unsere Gesellschaft positiv formen können. Dr. Gerhard Helm ist Diplom-Psychologe und Doktor der Philosophie, Gründer und Leiter der Münchner Akademie für Business Coaching. Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 23 Jul 2025 - 38min - 129 - Apropos ... deine Innere Mutter!
In dieser Folge von Apropos Psychologie spreche ich mit der Psychologin und Psychoanalytikerin Nadiya Kroshka über ein tief bewegendes Thema: die innere Mutter – unsere innere Stimme, die Art, wie wir mit uns selbst sprechen und wie wir uns selbst Halt geben können. Sie gibt zentrale Impulse zur Nachbeelterung, Selbstfürsorge und Heilung alter Wunden. Warum hast du keine 1 geschrieben? Wer oder was ist unsere innere Mutter und warum ist sie so wichtig? Sie poppt immer wieder in uns auf, begleitet uns mit Sätzen wie: „Warum hat du keine 1 geschrieben?“, „Das kannst du nicht!“ oder „Die Klügere gibt nach“. Näher betrachtet wirken Ängste, Werte und Einstellungen in uns, die über Generationen weitergegeben wurden und uns geprägt haben. Nadiya Kroshka erklärt, wie elterliche Projektionen in unser Leben hineinwirken, bis hinein in unsere Beziehungen. Sie erläutert, welche inneren Muttermodelle wir in uns tragen und wie sie unser Selbstbild und unsere Beziehungen beeinflussen. Innere Fürsorge und Glaubenssätze anpassen Was brauchen wir, um innere Fürsorge zu lernen und uns aus alten Glaubenssätzen zu befreien? Wir werfen einen Blick darauf, wie wir erkennen, welche Glaubenssätze uns guttun und von welchen wir Abstand nehmen dürfen, weil sie nicht zu uns gehören. Auch die Rückbesinnung auf die fürsorgliche und liebende Mutter, deren Stimme uns leiten darf, soll Thema sein. Selbstmitgefühl, Selbstwert, Selbstbeziehung Welche Rolle spielt Selbstmitgefühl – und wie stärken wir unseren Selbstwert nachhaltig? Dazu spricht Nadiya Kroshka über die häufigsten emotionalen Belastungsschemata und erklärt, was wir von einer nicht perfekten Mutter – wer ist das schon? - lernen können. Sie zeigt auf, wie wir über Selbsterkenntnis, Therapie und Methoden unsere Selbstbeziehung liebevoll gestalten können. Nadiya Kroshka ist Dipl.-Psychologin und Psychoanalytikerin (DGIP), Gruppenanalytikerin mit eigener Praxis und Erfahrung in der Jugendhilfe. Sie stammt aus der Ukraine und ist spezialisiert auf die Behandlung früher, oft vorsprachlicher Störungen Buchtipp: Nadiya Kroshka ist Autorin des Buches „Deine innere Mutter. Wie du lernst, dir das zu geben, was du brauchst“, Schattauer Verlag, 2025 Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 09 Jul 2025 - 27min - 128 - Apropos ... Co-Abhängigkeit!
Schätzungsweise 1,6 Millionen Menschen in Deutschland sind alkoholabhängig. Ist ein geliebter Mensch süchtig, trifft es auch den Menschen an seiner Seite. Man möchte helfen, weiß aber nicht wie. Wer da nicht auf sich selbst schaut, gerät in eine Co-Abhängigkeit. In dieser Folge geht es um Angehörige von Suchterkrankten, die in der Regel ohnmächtig danebenstehen. Zu Gast ist Till Roderigo, Psychologe und Psychotherapeut mit Schwerpunkt Suchttherapie. Seine wichtigste Empfehlung lautet: „Zur eigenen Blüte finden“. Es braucht Mut, aber: es gibt Anlaufstellen Oft spüren Bezugspersonen von Suchterkrankten, dass sie nicht helfen können und sich selbst stark belasten. Scham und Schuld spielen eine große Rolle, denn Sucht ist auf beiden Seiten mit einem Stigma und vielen Klischees behaftet. Umso mehr Mut erfordert es, aus ihr und auch der Co-Abhängigkeit herauszuschreiten und eine Therapie oder Beratung anzustreben. Wartezeiten erschweren den Veränderungsprozess. Eine gute Anlaufstelle ohne Wartezeiten sind die Suchtberatungsstellen, die in Deutschland flächendeckend zu finden sind. Symptome von Sucht Ab wann aber ist es eine Sucht? Die Grenze ist schwer zu ziehen, sagt Roderigo. Sind körperlicher Entzug, starkes Verlangen („Craving“) oder ein Kontrollverlust über den Konsum spürbar, können das erste Anzeichen sein. Ein Signal aber ist in jedem Fall „ein Gefühl der Irritation, das ernst genommen werden sollte“. Im Konsum können Angehörige nichts tun! Für Angehörige mag seine Erkenntnis erschütternd wirken, aber Fakt ist: „Solange die Person konsumiert, können Sie als Angehörige:r nichts tun!“ Erst wenn die Sucht als Problem erkannt wird, können Angehörige in Aktion treten, ihn bestärken und unterstützen. „Im Konsum geht das nicht“, ist er ganz klar. Auch diese Ratschläge hält er parat: Weder Vorwürfe machen, noch Diagnosen stellen, nicht überzeugen wollen. „Das führt nur zu Verletzungen und baut die Mauer weiter auf.“ Wege aus der Co-Abhängigkeit: Zur eigenen Blüte finden Ein guter Weg sei zu reflektieren, zu schauen, was einem selbst guttut; zur eigenen Blüte zu finden, sich nicht aufopfern zu wollen für das Leben des süchtigen Partners, der nicht aus seiner Sucht heraus möchte. Sich auf eigene Lebensinhalte zu fokussieren und mit gutem Beispiel voranzugehen, könne schließlich den süchtigen Partner viel eher motivieren, als ein Kreisen in der Negativschleife. Roderigo nennt zwei wichtige Leitplanken: Eigene Gefühle wahrnehmen und benennen. Wut, Trauer, Angst, Verzweiflung und Schamgefühl dem Partner oder auch den süchtigen Eltern mitteilen und ihnen selbstbewusst gegenübertreten. Des Weiteren klärt er auf zu Entzug, Entgiftung und Entwöhnung sowie den Möglichkeiten der Ambulanten Psychotherapie als erste Weichenstellung oder ergänzende Begleittherapie im Rahmen einer Entwöhnungsbehandlung an der Suchtberatungsstelle. Till Roderigo ist Psychologe und Psychotherapeut für Verhaltens-, Kurzzeit- und Gesprächstherapie mit Schwerpunkt Suchttherapie sowie Entspannungsverfahren Buchtipp: Till Roderigo, „An der Seite der Sucht“, Schattauer-Verlag 2025 Folge direkt herunterladen
Wed, 25 Jun 2025 - 48min - 127 - Apropos ... Macht und Mikropolitik!
Macht begegnet uns überall – im Büro, in der Familie, in Freundschaften. Doch oft bleibt sie unsichtbar oder wird mit negativen Eigenschaften wie Manipulation, Kontrolle und Egoismus verknüpft. Besonders in männlich dominierten Führungsetagen sind narzisstische und machiavellistische Strategien nach wie vor weit verbreitet – und behindern echte Gleichberechtigung. Mit Doris Cornils spreche ich über Stereotype und Insignien der Macht, teure Uhren und Fensterfronten, über informelle Macht, Netzwerken und Authentizität sowie darüber, wie wir friedvoll und machtvoll unterwegs sein können. Wir stellen die Methode „Friedvoll machtvoll unterwegs sein“ vor, ein Ansatz, der hilft, sich mit der eigenen Macht zu versöhnen, sie bewusst zu nutzen und gleichzeitig authentisch, empathisch und klar zu bleiben. Doris Cornils erläutert die Zusammenhänge in der Persönlichkeitsforschung von Narzissmus, Machiavellismus & Psychopathie. Wie können insbesondere Frauen – aber auch Männer – neue Wege finden, mit Macht umzugehen, jenseits alter Hierarchien und Stereotype? Um authentisch und positiv kommunizieren zu können, müssen wir lernen, geschlechtsspezifische Dynamiken, destruktive Machtspiele und Kommunikations-Codes zu erkennen und so mit Hilfe der Positiven Psychologie Stärken benennen und Blockaden auflösen. Positive Psychologie und ehrliche Kommunikation sind der Schlüssel zu echter Veränderung. Macht ist nicht das, was man hat, sondern was man tut: Diese Folge ist für alle, die neugierig sind auf eine Transformation der Arbeitswelt, die „friedvoll machtvoll“ auf Augenhöhe, Authentizität und Kommunikation basiert. Doris Cornils ist Sozialökonomin, Coach, Trainerin und Unternehmensberaterin und mit ihrem Programm „Friedvoll machtvoll“ unterwegs. https://www.doriscornils.de/ Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 11 Jun 2025 - 41min - 126 - Apropos ... das Innere Team!
Was ist da los in uns? Wir möchten uns entscheiden und ständig melden sich innere Anteile zu Wort, die sich im schlimmsten Fall rivalisieren. Im besten Fall arbeiten sie im Einklang miteinander und wir spüren sie nicht. Die Psychotherapeutin Dagmar Kumbier erklärt, wie wir in uns selbst ein gutes Betriebsklima schaffen können und welche Methoden dafür bereitstehen. Am Institut für Integrative Teilearbeit in Hamburg arbeitet sie zur Aktivierung der inneren Ressourcen mit dem so genannten Integrativen Modell des Inneren Teams. Es hilft der Blick auf die inneren Wächter und ein freundlicher Blick auf uns selbst Die wichtigste Botschaft zuerst: Es hilft der freundliche Blick auf uns selbst. „Wir sind nicht perfekt und das ist in Ordnung so“, sagt die Psychotherapeutin. Letztendlich wollen alle Anteile in uns nur das Beste für uns. Aber: wir müssen ihnen auf die Schliche kommen. Dabei spielen die Wächter in uns eine entscheidende Rolle. Sie wollen uns schützen. Ein Wächter kann Perfektionismus sein, den jemand entwickelt, aus der Angst heraus, kritisiert zu werden. Oder der Wächter ist das Samariter-Syndrom, immer und überall helfen zu wollen in der Hoffnung, dass mir keiner etwas tut. Keine Biografie ist frei von Verletzungen „Keine Biografie ist ohne Verletzungen. Wir alle haben kleine Verletzungen bis hin zu schweren Traumata erfahren“, sagt sie, aber auch, dass wir freie, unbefangene Kinder in uns tragen, die wissen, was uns guttut. Die verletzten Teile zu entdecken, gilt es - mit ihnen in Kontakt zu kommen, nicht gelebte Gefühle plötzlich äußern zu können, sich ihnen zuzuwenden und in Einklang zu bringen mit denen, die zerstörerisch wirken. Dabei hilft eben auch der freundliche Blick auf sich selbst, „damit sich die Teile in uns entspannen und zusammenarbeiten können“. Das Integrative Modell des Inneren Teams bringt Anteile in Balance Die Arbeit mit dem Integrativen Modell des Inneren Teams greift auf einen umfangreichen Methodenkoffer zurück, der die Ganzheitlichkeit im Blick hat. Das kann die Arbeit mit inneren Bildern sein oder eine Aufstellung von Figuren. Die Methoden ermöglichen viele Wege, „weil jeder von uns anders gestrickt ist und unter dem Bann alter Erfahrungen innere Kinder entwickelt hat. Mit ihnen kann ein Weg gefunden werden, der alle inneren Team-Mitglieder mit ins Boot holt und uns lebendiger machen kann“, weiß Dagmar Kumbier. Dagmar Kumbier: ist Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin, Supervisorin und Gründerin des IfiT, dem Institut für integrative Teilearbeit in Hamburg, wo sie am und mit dem Integrativen Modell des Inneren Teams arbeitet. Buchtipp: Dagmar Kumbier, „Wie dein Inneres Team tickt - Innere Anteile verstehen - Ressourcen aktivieren - Konflikte lösen “, Klett Cotta-Verlag 2024. Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 28 May 2025 - 26min - 125 - Apropos ... Myndpaar!
Paartherapie – mal nicht auf der Psycho-Couch, sondern digital über eine App. Dass die psychotherapeutische (Paar)begleitung in Form einer App funktioniert, zeigen der Psychotherapeut Ulrich Wilken und seine Tochter Leonie Wilken, die mit Myndpaar eine Beziehungs-App entwickelt haben, die überwiegend positives Feedback erfährt. Die App bietet auf wissenschaftlicher Basis entwickelte Module, die zur Selbstreflexion einladen, um wieder mehr Vertrauen in das Leben und in Beziehungen zu bekommen. Ulrich Wilken, Vorsitzender des Instituts für systemische Studien in Hamburg, schöpft aus über 40 Jahren therapeutischer Erfahrung und mehr als 10.000 therapeutischen Fällen, die ihm in seiner Praxis begegnet sind. Digital statt analog: Die psychotherapeutische App-Begleitung will keine klassische Therapie ersetzen. Sie ist eine Ergänzung oder auch ein für sich stehendes Tool für alle, die ihren Status Quo in Bezug auf zwischenmenschliche Beziehungen erkunden, bestärken oder verändern möchten. Entwickelt haben die beiden die Myndpaar-App, um der gewaltigen Nachfrage nach psychologischer Beratung entgegenzukommen. Praxen kommen kaum hinterher, Wartezeiten für einen Termin sind extrem lang. „Das wird sich noch verstärken“, so Ulrich Wilken mit Blick auf die Zukunft. Die Myndpaar-App besteht aus Modulen mit über 1400 Fragen, Reaktionen und Antworten, Aufgaben und Übungen aus der klassischen Psychotherapie, mit denen der User in Konversation geht. Je nach Antwort, wird er im modularen System weitergeführt. Aus seiner Erfahrung heraus weiß Wilken, dass sich trotz der unterschiedlichen Lebensgeschichten ähnliche Muster abbilden, die über das Frage- und Antwort-System geführt werden können. Die App ist kein Ratgeber. Seine Erfahrung hat ihn gelehrt, dass es nicht um eine unmittelbare Lösung geht, sondern um einen tiefen Blick in sich hinein, „zu schauen, was da unbewusst aufrechterhalten wird, was den Menschen hindert, Veränderungen anzustoßen.“ Es gilt, die Bedingungen zu erforschen, „das Emotionale, was dazwischensteht und immer wieder das Leid aufrechterhält“. Um aus der Dauerschleife heranzukommen, „hilft nur der andere Blick auf die Welt“, sagt der Psychologe. „Fast alle Probleme lassen sich darauf zurückführen, ob sich jemand bedingungslos geliebt gefühlt hat oder fühlt, er Vertrauen in die Liebe und ihre Beständigkeit entwickeln konnte. Ein Großteil der Menschen hat diese Erfahrung nicht gemacht.“ Das erfordert Mitarbeit, auch mit der App, die sich nicht nur an Paare, sondern an jeden richtet, weil die Fähigkeit, zwischenmenschliche Beziehungen zu führen, immer die Aufarbeitung eigener Themen bedeutet. Eine Paarbeziehung ist nicht das Nonplusultra: Durchaus kann es sein, dass jemand feststellt, dass er allein sehr viel glücklicher ist und besser zurechtkommt. „Und das ist gut so“, so Wilken. Ziel der App ist, die Fähigkeit für zwischenmenschliche Beziehungen zu fördern, denn die sind laut Harvard-Studien immens wichtig für die psychische und physische Gesundheit. Nicht zuletzt möchten die beiden psychische Erkrankungen aus ihrer Tabuzone holen und mit der App die Menschen in Kontakt bringen – auf den Werten von Achtung, Wertschätzung und Respekt. Ulrich Wilken ist Diplom-Psychologe, psychologischer Psychotherapeut, Dozent und Therapeut mit eigener Praxis sowie Leiter des Instituts für systemische Studien in Hamburg. Leonie Wilken hat Marketing und Finance sowie International Management studiert und mit ihrem Vater 2021 die Myndpaar-App entwickelt. Folge direkt herunterladen
Wed, 14 May 2025 - 39min - 124 - Apropos ... Seelsorge in Ausnahmezuständen!
Triggerwarnung: In dieser Folge spricht Marion mit zwei Mitarbeiterinnen von den Maltesern über ihre Notfallseelsorge während der Ahrtal-Flutkatastrophe. Die besprochenen Themen beinhalten Schilderungen von traumatischen Erlebnissen und emotional belastenden Situationen. Hört diese Folge nur, wenn ihr euch emotional sicher fühlt, und pausiert oder brecht ab, wenn die Inhalte zu belastend sind. Achtet auf eure psychische Gesundheit. Seelsorge im Ausnahmezustand Wie hat die Flutkatastrophe im Ahrtal 2021, bei der 135 Menschen starben und zahlreiche Häuser sowie Lokale in einem der bedeutendsten Weinanbaugebiete Deutschlands zerstört wurden, die psychische Belastung der Betroffenen beeinflusst? Nicole Taskesen und Anke Sattler gehören dem Malteser-Hilfsdienst in Bad Neuenahr an und haben ein Projekt initiiert, das Hoffnung macht und Aufklärung schafft. Im Rahmen der „Fluthilfe“ im Ahrtal haben die beiden, die in der pädagogischen Arbeit tätig sind, Geschichten von Menschen gesammelt, die die Flut miterlebt haben und in Verbindung mit Portraitfotografien die Wanderausstellung „Gesichter und Geschichten“ daraus entwickelt. Podcast mit Geschichten und Experteninterviews Ab Juni 2025 werden diese Geschichten im Podcast im zweiwöchigen Rhythmus zu hören sein. Dabei geht es nicht nur um das Erlebnis der Flut, sondern um Traumata, die die Menschen (bereits davor) erlebt haben. Im Podcast verknüpfen sie erlebte Geschichten mit Interviews von Experten, die auf Hilfestellungen aus der Traumatherapie, Posttraumatische Belastungsstörungen oder Depression eingehen mit dem Ziel, Stress besser zu verarbeiten und die eigene Resilienz zu stärken. Zu hören sind Geschichten vom Unterwegssein, von Flut und Flucht, aber auch von kleinen und großen Glücksmomenten. Es werden Anlaufstellen genannt, die dann ins Spiel kommen, wenn die Selbsthilfe nicht mehr ausreicht. Gestärkte Nachbarschaft Anke Sattler und Nicole Taskesen schauen auf die Ausbildung der Rettungskräfte und der Ehrenamtlichen, die zwar für eine einmalige Akut-Intervention ausgebildet sind, nicht aber für die langfristige Begleitung. Die beiden beobachten eine großartige Entwicklung des Ahrtals und seiner Menschen insofern, dass nach all dem schrecklichen Leid eine gestärkte Nachbarschaft und Projekte wie die Waschbar in Bad Neuenahr oder Anlaufstellen für niedrigschwellige Beratung entstanden sind. Sie blicken nach vorn: „Es ist wichtig, die Menschen dort im Aufbau der Infrastruktur zu unterstützen, besonders durch das Ankurbeln des Tourismus, der vier Jahre danach immer mehr erblüht. Hotels, Gastronomie und der Rotweinwanderweg mit Ausblick auf ein herrliches Panorama laden ein, Deutschland zu genießen“, werben die beiden. Anke Sattler und Nicole Taskesen arbeiten für die Malteser im Kreis Ahrweiler und die Fluthilfe mit Sitz in Bad Neuenahr. Die Ausstellung „Gesichter und Geschichten“ ist über die Homepage unter https://www.malteser.de/standorte/rheinland-pfalz/dienste/fluthilfe/gesichter-und-geschichten.html zu finden. Wer schon einen ersten Blick auf das Podcast-Projekt der Malteser-Fluthilfe werfen möchte, findet weitere Informationen und ab dem 10.05.2025 einen ersten Teaser: https://www.malteser.de/standorte/rheinland-pfalz/news-detailansicht/news/uebersleben-vorbereitungen-fuer-neuen-podcast-laufen-auf-hochtouren.html Folge direkt herunterladen
Wed, 30 Apr 2025 - 47min - 123 - Apropos ... die Macht der Musik!
Musik setzt Glückshormone frei, Musik übermittelt Emotionen und oft auch richtig gute Inhalte – die helfen können, auch etwa, wenn man an einer psychischen Erkrankung leidet. Ani und Leo Sieg sind ein Musiker-Duo, das mit dem Projekt „Me & The Lion“ weltweit on Tour ist, um die Botschaft zu vermitteln: Menschen mit Tabu-Erkrankungen sind nicht allein und können Hilfe bekommen. Ani ist Expertin aus Erfahrung, die selbst unter einer komplexen posttraumatischen Belastungsstörung litt. Das Komponieren hat sie und Leo zu dem Herzensprojekt inspiriert. Dazu liefern sie nicht nur die entsprechende Musik, sondern auch Hilfsangebote zur mentalen Gesundheit. Hört, was die beiden uns zu sagen haben. Unsichtbare Krankheit sichtbar machen Seit ihrer Debut-Single „Let The Rain Come“ betreiben Ani und Leo Sieg Aufklärung für mentale Gesundheit. Die beiden möchten mit ihrem Projekt die Prävention für mentale Gesundheit vorantreiben und „eine unsichtbare Krankheit sichtbar machen“. Ihr Anliegen ist es, psychische Erkrankungen von ihrem Stigma zu befreien und dieses für die Betroffenen und ihre Angehörigen, aber auch die Gesellschaft zu brechen. Ani ist darum auch schon in Schulen unterwegs, um Aufklärung zu leisten. Projekte: Podcast und Mut-Atlas Dass eine Traumatherapie die Lebensqualität immens steigern kann, hat Ani, die seit ihrer Kindheit an Panik-Attacken, Angst- und Schlafstörungen litt, selbst erfahren und möchte dies weitergeben. Darum entwickeln sie immer wieder neue Tools, haben neben den Hybrid-Konzerten unter anderem einen Podcast ins Leben gerufen oder den Mut-Atlas. Sie kooperieren mit Einrichtungen, die sich fachlich auskennen und konkret Hilfe leisten können. Hybrid-Konzerte mit Storytelling und Experten-Tipps 2024 gaben die beiden auf Einladung der International Mental Health Foundation als Headliner mit der Psychologin Dr. Nina Urban ein Hybrid-Konzert in New York. Danach erfuhren sie ein immens großes Feedback und Nachfrage nach Hilfsangeboten. Das interaktive Format „Hybrid-Konzerte“ bezeichnet ein Live-Konzert mit persönlichem Storytelling und fachlicher Begleitung. Dass ihr Konzept ankommt, spüren sie immer wieder auf Konzerten und Musikfestivals. „Die Hybrid-Konzerte öffnen im sicheren Rahmen eines Live-Konzerts eine Tür, die Betroffene spüren lässt, dass sie nicht allein sind“, sagt Ani. Ihre Musik ist leicht zugänglicher Pop, „den man genießen kann oder und von der man sich gleichzeitig auch inhaltlich abholen lassen kann.“ Ani und Leo Sieg: Debut-Single „Let The Rain Come“, Infos zu Konzerten, Projekten und Hilfsangebote unter www.musieg.de Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 16 Apr 2025 - 37min - 122 - Apropos ... Wortmedizin!
Kommunikation ist alles. Sprache ist ein unheimlich wichtiges Werkzeug, mit dem wir behutsam umgehen sollten. Nicht nur, um uns selbst etwas Gutes zu tun, sondern auch der Gesellschaft. Lisa Holtmeier ist Expertin auf dem Gebiet der Gesunden Kommunikation, Sie berät Unternehmen und Privatpersonen oder ist in Kliniken unterwegs. Studien belegen, dass eine gute Kommunikation gesund macht und ist. In dieser Episode sprechen wir darüber, wie wir eine gesunde Kommunikation hinbekommen, wie wir mit schwierigen und herausfordernden Gesprächspartnern umgehen können und dass Worte Medizin sind. Inklusive Sprache: Zurückhaltender Umgang mit Narzissten, mehr Ansprache bei LGBTQ-Menschen Es gibt viele Arten von Sprache. Sprache kann rassistisch und verletzend sein, aber auch inklusiv und einfach. Bei narzisstischen Menschen ist es gut, das Gespräch zu beenden. An welchen Sprachmustern erkenne ich einen narzisstisch geprägten Gesprächspartner und wie kann ich reagieren? Wie komme ich mit einem rebellischen Teenager in ein Gespräch und wie mit einem divers orientierten Menschen? Mehr Fragen statt Sagen, die Menschen darauf ansprechen, wie sie angesprochen werden möchten und ganz einfach authentisch bleiben – das sind nur einige Empfehlungen, die Lisa Holtmeier mit auf den Weg gibt. Dialog auf Augenhöhe, Worte als Medizin Dass eine wertschätzende Sprache und ein Dialog auf Augenhöhe sich positiv auf unsere Gesundheit auswirken, ist erwiesen. Die Produktion von Glückshormonen wird gefördert, der Stresspegel, der Herzschlag und der Blutdruck können gesenkt werden. Lisas Leitsatz: Wer anderen eine Blume sät, blüht selber auf. All das und noch viel mehr über eine gesunde Kommunikation erfährst du in dieser Episode. Lisa Holtmeier: ist Gründerin von WORDSEED, Ergotherapeutin, Podcasterin und Expertin für gesunde Kommunikation und Wortmedizin Buchtipp: Lisa Holtmeier: Wortmedizin, Belz-Verlag 2024 Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 02 Apr 2025 - 36min - 121 - Apropos ... Schönheitswahn!
Spieglein, Spieglein an der Wand. Schönheit vergeht, das wissen nicht nur böse Stiefmütter. Kajalstrich und Lippenstift tragen wohl die meisten Frauen kurz auf, bevor sie aus dem Haus gehen. Manche brauchen sehr viel länger, andere betreiben sogar einen regelrechten Körperkult mit sich. Sie lassen sich tätowieren, Botox® spritzen, die Lider oder die Brüste liften. Was aber ist noch gut? Wann wird der Schönheitswahn zwanghaft, wann birgt er psychische Gefahren? Prof. Dr. Ada Borkenhagen hat sich mit dem Thema Schönheitswahn wissenschaftlich auseinandergesetzt und stellt Bezüge zur Gegenwart her. In der Episode gehen wir auf geschichtliche Hintergründe ein, warum wir uns an Schönheitsidealen orientieren und wie sie sich im Laufe der Jahrhunderte entwickelt haben. Aber auch darauf, ab wann wir uns sagen sollten: Es ist genug. Aber es wird ja auch ordentlich die Werbetrommel gerührt: Jugendlichkeit ist Trumpf und sichert gewisse Vorzüge. Mit Tattoos, Botox und Brustvergrößerung wird der Körper formbar und bewegt sich weg von seiner originären Natürlichkeit. Doch Mode ändert sich, Tattoos etwa bleiben. Solange wir uns zwei Dingen bewusst sind, nämlich, dass wir altern und sich der Körper verändert, als auch dessen, dass größere Eingriffe unseren Körper irreversibel verändern können, hat Dr. Ada Borkenhagen keine Bedenken, sich mit Hyaluron oder Botox® zehn Jahre wegspritzen zu lassen. Aber bei allem Schönheitskult: „Das ist nur die Oberfläche, nicht das Leben selbst“, sagt sie. Gefährlich wird es, wenn Menschen zu viel Zeit mit ihrem Körperkult verbringen, zu viel Selbstbezogenheit zelebrieren und dadurch weniger Zeit für Freundschaften und Beziehungen haben. „Nicht das Aussehen, sondern gelungene Beziehungen machen glücklich“. Schön sein bedeute auch nicht automatisch, „dass man auch eine tolle Beziehung haben wird“, verdeutlicht sie, sich weder Trugschlüssen noch Illusionen hinzugeben. Prof. Dr. Ada Borkenhagen ist Psychologin, Psychoanalytikerin und Lehranalytikerin. Als Professorin an der medizinischen Fakultät der Universität Magdeburg sowie Spezialistin für körperoptimierende Verfahren einerseits und Störungen von Identität und Persönlichkeit andererseits. Buchtipp: Prof. Dr. Ada Borkenhagen, „Bin ich schön genug?“, Schattauer-Verlag 2025 Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 19 Mar 2025 - 38min - 120 - Apropos ... Ordnung!
Ordnung ist das halbe Leben, heißt es. Ordnung beruht nämlich auf Glaubenssätzen. Sie können eine Hilfe sein, wenn man das eigene Ordnungsverhalten richtig reflektiert, ansonsten sind sie wenig hilfreich, sagt Laura Jänicke, Coach für innere und äußere Ordnung. Mit ihr werfen wir einen tieferen Blick auf unser Ordnungsverhalten, das oftmals über ein „ordentlich“ nicht hinaus geht. Ordnung ist keine Charaktersache, sondern angelernt. Oft herrscht Druck im Kessel, auch weil wir möchten, dass wir „in Ordnung“ sind. Wir räumen auf. Aber folgt dies auch wirklich einer intrinsischen Ordnung? Hat unsere Ordnung wirklich ein System? Laura Jänicke erkennt bei einem Hausbesuch sofort, ob jemand nur schnell etwas der Ordnung halber ins Regal gestellt hat, oder ob hier wirklich Ordnung herrscht. „Ordnung unterliegt einem Prinzip und Handlungsabläufen, auf die wir immer wieder zurückgreifen können. Ordnung bringt das Leben in Fluss. Sie ist eine Lebenshaltung“. Ein aufgeräumtes Zimmer ist kein Zeichen dafür, dass das Zuhause eine Ordnung hat. „Wer Probleme hat, zu priorisieren, hat auch eher Probleme mit dem Ordnung halten und wer immer zu spät kommt, hat viele Dinge auf dem Boden liegen. Unerledigtes in unserem Leben wird als belastend empfunden. Das äußert sich in Chaos und Unordnung“. Der erste Schritt zur inneren Ordnung beginnt mit der Selbstreflexion. Geht die Tür nicht auf, sollte man sich fragen, was nicht rein oder was nicht raus soll. Laura Jänicke achtet darauf, wie sich die Person im Raum bewegt, wie viele Teilschritte pro Handlung involviert sind und wie harmonisch die Person zu ihrem Umfeld steht. Innere Ordnung unterliegt äußeren Werten, Glaubenssätzen und Grenzen. Wenn die drei Parameter nicht in Harmonie zueinanderstehen, ist etwas in Dysbalance. Ist die Ursache einer inneren (Un)ordnung geklärt, geht es an die äußere Ordnung. Da wird es praktisch, helfen Ordnungssysteme, Klarheit zu schaffen. Ziel ist, authentisch zu bleiben und immer auch zu fragen, wie Ordnung entlasten kann. Sind Terminkalender, Utensilien, Medikamente griffbereit, auch für andere? Haben Sie den Raum, den sie brauchen, erfüllen sie die Bedürfnisse, sind die Dinge den Lebensbereichen zugeordnet, wo sie stattfinden? „Man darf auch auf Toilette lesen“, sagt sie und gibt auch ein paar gute Ordnungs-Tipps an die Hand. Ein Raum ist dann authentisch, wenn man darin wachsen kann, wenn er emotionale Stabilität vermittelt. „Wer seine innere und äußere Ordnung gefunden hat, folgt der Harmonie von Wertschätzung, Aufrichtigkeit und Authentizität. Ordnung ist der Einstieg in ein individuelles und erfülltes Leben“, sagt sie. Aber das Wichtigste. So wie wir sind, sind wir in Ordnung“. Laura Jänicke ist studierte Anthropologin und Musikwissenschaftlerin. Seit 2015 ist insbesondere das NLP essenzieller Bestandteil ihres Coachings mit besonderem Fokus auf das Thema innere und äußere Ordnung. https://grund-struktur.de/ Folge direkt herunterladen
Wed, 05 Mar 2025 - 40min - 119 - Apropos ... Psyche trifft Darm!
Verdauungsprobleme können den Alltag stark belasten. Reizdarm, Blähungen, Verstopfung: Auch Jana Müller, Gründerin des Start-ups Darmwunder, litt unter chronischen Verdauungsproblemen und hörte bei ihren Arztbesuchen oft immer nur: „Damit müssen Sie leben“. Mittlerweile ist sie zertifizierte Ernährungs- und Gesundheitsberaterin und macht Hoffnung. Sie sagt, dass niemand mit chronischen Verdauungsbeschwerden leben muss. Über Stuhlgang spricht man nur im Krankenhaus, aber in der Regel ist das Thema tabu. Trotzdem beschäftigt es uns täglich. Man schaut, dass die Verdauung läuft. Und wenn nicht? Wenn SIBO, Reizdarm, Leaky Gut, innere Unruhe, Blasenentzündung, Panikattacken oder Histaminintoleranz die Lebensqualität mindern? Erste Verbesserungen durch die Umstellung der Ernährung auf vollwertige und pflanzliche Kost sind ein erster Schritt, der aber eigentlich erst der zweite ist. Jana Müller erklärt, warum die Selbstreflexion und eine ganzheitliche Betrachtung an erster Stelle stehen sollten. Warum? Weil Emotionen und Gedanken eine entscheidende Rolle spielen. Das Start Up Darmwunder (2024) arbeitet mit drei Säulen: dem Nervensystem, den Emotionen und der Ernährung. In sechs Monaten rücken Stressmanagement, Beziehungen, Traumata und der Lebensstil in den Fokus. Anhand von Übungen, Arbeiten am Vagusnerv oder der Betrachtung von Ko-Regulationen werden individuelle Programme erarbeitet. Nicht nur die Verdauung, auch andere chronische Symptome und Erkrankungen können damit gemildert werden. Darmwunder hat alle Ernährungsformen übereinandergelegt und eine optimierte Ernährungsform herausgefiltert. Erstes Gebot: keine Verbote. Empfehlungen sind: keine Fertigprodukte, keine Drogen, kein Alkohol, kein Tabak, kein industrieller Zucker. Stattdessen natürliche und vollwertige Lebensmittel und wenn tierisch, dann hochwertig, probiotische Lebensmittel und Ballaststoffe. Jana empfiehlt: Banane als Zuckerersatz. Jana Müller: ist zertifizierte Ernährungs- und Gesundheitsberaterin, Coachin mit Fokus auf Nervensystem, Regulation & Psychosomatik www.darmwunder.com Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 05 Feb 2025 - 34min - 118 - Apropos ... Selbstwirksamkeit!
Selbstwirksamkeit wirkt! Ja, du kannst schwierige Herausforderungen bewältigen und selbst gesteckte Ziele zu erreichen. Menschen, die sich als selbstwirksam erleben, sind sogar weniger anfällig für Angststörungen und Depressionen und verzeichnen insgesamt mehr Erfolge im Berufsleben. Das sagen Monika Feichtinger und Miriam Wunder. Die beiden Coaches stellen in dieser Folge Konzepte und gut umsetzbare Techniken zur Selbstwirksamkeit vor. Sie ist ein zentraler Faktor für die Gesundheit und ein gutes Leben insgesamt. Menschen mit hoher Selbstwirksamkeitserwartung geht es besser. Sie sehen sich nicht als Opfer, sondern sitzen im „Driver Seat“. Man kann etwas tun: „Nicht das Leben steuert uns, wir steuern es“, sagen die zwei. Wer ein negatives Selbstbild von sich hat, zieht sich zurück und kommt in eine Negativspirale. Das kann sich psychosomatisch auswirken. Die zwei nennen viele Fallbeispiele, etwa wie Führungskräfte ihre Panik vor Vorträgen überwinden können. Dabei gilt es, den Teufelskreislauf zu durchbrechen, Glaubenssätze kritisch zu hinterfragen und zu reflektieren. Warum zum Beispiel immer 100 Prozent fahren, wenn es ein bisschen weniger auch tut. Zu hinterfragen, was/ bzw. wer man gerne wäre und was wirklich zu einem passt, wird in den Fokus gerückt. Wie deckungsgleich ist das eigene Selbstbild zum Fremdbild, das andere von einem haben? Um hier eine hohe Stimmigkeit zu erreichen, wird geschaut, was für das eigene System tragbar ist. Im Grundsatz gilt es, ein offenes Mindset zu entwickeln, um sich weiterzuentwickeln und weiterzukommen. Selbstreflektion, Selbstmitgefühl statt Selbstmitleid: Der liebevolle, wertfreie Blick auf sich selbst hilft bei der Selbstreflexion. Was fühle ich, wie geht es mir? Journaling, Dankbarkeitsrituale und Übungen zur Körperwahrnehmung sind mögliche Interventionen, die helfen, in die Selbstwirksamkeit zu kommen. Ihre Botschaft lautet: Schaue in dich hinein, frage dich, was du willst, werde dir bewusst über eigene Ziele, gestalte dein Leben. Bleib neugierig und liebevoll im Umgang mit dir selbst und voller Zuversicht, dass Selbstwirksamkeit gelingt. Die Autorinnen: Monika Feichtinger: Expertin für Coaching und Training, HR-Interim, Beratung zur beruflichen und privaten Orientierung Miriam Wunder: Expertin für Einzel- und Teamcoaching und Training, Mediation, Führungskräfte-Entwicklung, Kommunikationstraining, Persönlichkeitensentwicklung Buchtipp: Monika Feichtinger und Miriam Wunder: „Selbstwirksamkeit stärken – Wie Coaches ihre Klientinnen befähigen und beflügeln“, Junfermann-Verlag 2024 Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 15 Jan 2025 - 37min - 117 - Apropos ... Kaufsucht!
Bin ich kaufsüchtig? Nach so manch einer Shopping-Tour drängt sich einem der Verdacht auf. Tatsächlich sind in Deutschland 18 Prozent von Konsumsucht betroffen, weltweit sind es knapp acht Prozent der Weltbevölkerung. Und dabei ist Kaufsucht noch nicht einmal davon abhängig, ob jemand arm oder reich ist. Professor Dr. Dr. Oliver Hoffmann, Autor zahlreicher Bücher zu diesem Thema, beschreibt die Konsumsucht, die ihrer Bedeutung nach wissenschaftlich noch nicht entsprechend aufgearbeitet wurde, im psychologischen, soziologischen und ökonomischen Kontext. Konsum ist gewollt. „Kapitalismus benötigt Kaufsucht“, so Dr. Hoffmann über unser kapitalistisches System, in dem einerseits die Wirtschaft beflügelt, die Konsumsucht aber leider gefördert wird, was sie zu einer gefährlichen Thematik für den Einzelnen werden lässt, so Dr. Hoffmann. In Europa wurde die Konsumsucht noch nicht als Verhaltensstörung anerkannt. In dieser Folge beschreibt er, wie sich Kaufsucht definiert, dass sie Arm und Reich betrifft und auf jedem Niveau passieren kann. „Die Mechanismen sind universell“, sagt er. Gerade im unteren Bereich des Einkommensspektrum lauere die Gefahr der Konsumsucht, die auf einem Belohnungsmechanismus und Konditionierungseffekten beruht. Das wohltuende Kauferlebnis wird wiederholt, ein Suchtverhalten etabliert sich. Wenn sie zu einem Ritual geworden ist, sollte man aufmerksam werden. Mit dem sozialen Vergleich hat sich die Konsumsucht in den vergangenen 30 Jahren erhöht. Es wird nicht mehr wegen des Kauferlebnisses gekauft, sondern auch, um sich etwas Schönes in der Zukunft zu sichern – eine Reise, einen schönen Moment. Dabei stehen teure Dinge nicht im Verhältnis zu ihrem Wert und praktikablen Nutzen. Gucci-Tasche hin oder her. „Auch sie transportiert letztendlich nur Gegenstände“, so Hoffmann. Er rät dazu, vor jedem Kauf zu reflektieren. Wozu kaufe ich es, warum und brauche ich es? Den Konsumismus überwinden könne man nur, wenn man sein Kaufverhalten ändert. Dem Weniger mehr Wert schenken, lautet seine Formel, mit der sich - beginnend mit dem Individuum - das Konsumverhalten innerhalb der Gesellschaft verändern ließe. Ob nachhaltiges Essen oder mehr Ruhe für sich: „Wenn wir den inneren, reduzierten Konsum mit nutzerorientiertem Konsum verbinden, kann uns das gelingen“, hofft Hoffmann, dass sich der Erkenntnisprozess in der Gesellschaft und in jedem Individuum festsetzt. Prof. Dr. Dr. Oliver Hoffmann: ist Autor zahlreicher Bücher, die ökonomische, soziologische und psychologische Themen miteinander verbinden. Buchtipp: „Die benötigte Sucht“, „Ökonomie der Erinnerung“, „Vom nützlichen Luxus“, alle im Nomos-Verlag Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 01 Jan 2025 - 45min - 116 - Apropos ... Herzschmerz!
Trennung ist Trauer, denn Trennung bedeutet Verlust. Nach einer Trennung durchleben wir eine Achterbahn der Gefühle. Mit ihr gehen auch die Planbarkeit unseres Lebens und das Gefühl von Sicherheit verloren. Doch eine Trennung ist auch die Chance, den Fokus auf sich selbst zu richten, auf sich selbst als Individuum mit ganz eigenen Stärken, Bedürfnissen und Wünschen. Wie der Weg aus der absoluten Hilflosigkeit und Sinnverlust gelingen kann, zeigt in dieser Folge der Psychologe Daniel Breutmann auf. Wenn einem der Boden unter den Füßen weggezogen wird, scheint zunächst nichts mehr zu gehen. Trennung ist schmerzhaft für beide Seiten. Ein erster Schritt ist, die Gefühle zuzulassen und in den Schmerz zu gehen. „Wir sollten weinen, wütend und traurig sein. Denn erst, wenn wir die Emotionen freigelassen und verarbeitet haben, können wir uns erleichtert und befreit neuen Perspektiven öffnen“, sagt er. Daniel Breutmann kennt viele Menschen mit akutem Liebeskummer und erlebt, dass sich die Klienten schnell fokussieren können, in dem sie sich fragen, wohin sie wirklich wollen, was sie brauchen als Individuum, als das sie sich in der Beziehung nicht zu 100 Prozent entwickeln konnten. Sie finden zurück zu Hobbies und Interessen, zurück zu sozialen Kontakten. Breutmanns Anliegen ist es, Menschen dafür zu öffnen in die Reflexion zu gehen, sich Gefühle und Schmerzen zu erlauben, aber auch, sich den eigenen Bedürfnissen zu öffnen, Denkmuster aufzulösen und auf die Selbstwirksamkeit zu vertrauen, um Stärke, Mut und Zuversicht zu gewinnen. In der Folge geht es um Freunde, die einen begleiten, um Menschen, die das Alleinsein nicht aushalten und zu allen Kompromissen bereit schnell wieder einen neuen Partner suchen. Es geht um den inneren Frieden, in dem der Partner als jemand, der Sicherheit gibt und Angst nimmt eine untergeordnete Rolle spielt. Und es geht um Humor, „denn Humor hilft, uns von uns selbst zu distanzieren, so dass wir nicht mehr in den Emotionen feststecken und handlungsfähiger werden“. Daniel Breutmann ist Psychologe, systemischer Therapeut und Coach. Er lebt und arbeitet in der Nähe von Frankfurt am Main. Medientipp: Daniel Breutmann und Daniel Jennewein: Die „Trennungskiste Herzschmerz“, ein Kartenset mit 54 Karten, Klett Cotta-Verlag 2024. Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 18 Dec 2024 - 38min - 115 - Apropos ... Leben mit Schmerzen!
Chronische Schmerzen….eine Sache des Gehirns. Chronische Schmerzen können viele Ursachen haben. Verzweiflung und Ängste nagen am Energielevel, mitunter beugen sie den Lebenswillen. Schmerzen aber passieren im Kopf, weiß Dr. Christiane Wolf und auch, dass Methoden der achtsamkeitsbasierten Lehre helfen und bei chronischen Schmerzen wirksam sind. Die Medizinerin ist nach Jahren an der Charité vor 20 Jahren in die USA ausgewandert, wo sie sich der MBSR im direkten Kontakt am Patienten widmet. Für chronische Schmerzen lassen sich oft keine schulmedizinischen Gründe finden, sie sind weder nachweisbar noch behandelbar. Aber: „Es gibt keine eingebildeten Schmerzen“, so Dr. Wolf. Chronische Schmerzen werden im Gehirn gemacht, wo Schmerzrezeptoren eine Gefahr melden. Meldet das Gehirn Schmerzen, bedeutet das jedoch nicht, dass der Körper sehr schwer erkrankt sein muss. „Lernt man, sich dem inneren Kampf zu stellen und den Schmerz zu akzeptieren, geht der Stresslevel herunter, was Schmerzen lindern oder sogar verschwinden lassen kann. Achtsamkeit ist wirksam“, sagt die Medizinerin. Christiane Wolf führt hin zu Meditationen und Achtsamkeitsübungen, die zu einer neuen Körperwahrnehmung verhelfen. Diese besteht darin, den Fokus vom Schmerz wegzulenken auf Körperpartien, die schmerzfrei sind und zeigen, dass der Körper funktioniert. Ein ganz besonderes Augenmerk liegt für die Trainerin auf der Entwicklung eines Selbstmitgefühls. „Wer mit sich selbst freundlich und liebevoll umgeht, kann so auch den Stresslevel senken“. Wie das geht, beschreibt Dr. Christiane Wolf unter anderem in dieser Folge und auch, wie sich Patienten in akuter Panik herunterfahren können. Dr. med. Christiane Wolf, ursprünglich Gynäkolohgin an der Charité in Berlin, ist vor 20 Jahren nach Kalifornien ausgewandert und bildet dort Achtsamkeits- und MBSR-Lehrende an der Universität San Diego sowie an der US Veterans Administration und Insight LA aus. Sie arbeitet vorrangig mit chronisch schmerzgeplagten Menschen. Sie lehrt in der Vipassameditation durch das Spirit Rock Meditationszentrum und die Insight Meditation Society. Wolf unterrichtet Schweigeretreats und Kurse in den USA und Europa und ist Autorin. Buchtipp: Christiane Wolf: Achtsamkeit und Selbstmitgefühl bei chronischen Schmerzen, Schattauer, 2024 Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 04 Dec 2024 - 42min - 114 - Apropos ... Hochsensibel im Berufsleben!
Shownotes zur Podcast-Folge mit Ulrike Hensel über Hochsensibilität im Beruf Bin ich hochsensibel? Erlebe ich die (Arbeits-)Welt des Öfteren als belastend angesichts steigender Arbeitsdichte und einer wachsenden Flut von Reizen? Spüre ich besondere Bedürfnisse gerade auch bei der Arbeit, nicht zuletzt in der Kommunikation mit den Kolleginnen und Kollegen? Wer viel wahrnimmt, viel empfindet und viel nachdenkt, ist schneller erschöpft und überreizt und braucht Zeit und Raum für Rückzug. Auch im Büro. Zu viele Gespräche, zu viel Hektik, zu viele Geräusche können den Stresspegel schnell erhöhen. Weil sie grundsätzlich sehr intensiv fühlen, empfinden hochsensible Menschen (HSP) eine etwaige berufliche Unzufriedenheit als besonders frustrierend und bedrückend. Woran eine Hochsensibilität erkannt werden kann, wie man über sie spricht und wie Selbstfürsorge gelingen kann, darüber klärt Ulrike Hensel auf. Sie ist selbst hochsensibel, Coach für Hochsensible und Autorin mehrerer Bücher zum Thema. Hochsensible können auch extravertiert sein Längst nicht alle HSP sind still und zurückhaltend. 30 Prozent der hochsensiblen Menschen sind sozial extrovertiert. Eine Hochsensibilität äußert sich überhaupt ganz verschieden, denn sie ist überaus individuell. Einfache Problemlösungen und Patentrezepte in Bezug auf die komplexe Thematik gibt es nicht, wohl aber Wege zu einer stimmigen persönlichen Entwicklung, zu der Ulrike Hensel ermutigen möchte. Darüber hinaus werden zahlreiche Aspekte der Hochsensibilität im Beruf erörtert. Zum Beispiel wie hochsensible Menschen sich mit ihren besonderen Fähigkeiten einbringen können und welche Voraussetzungen dafür günstig sind. Auch was Arbeitgeber und Vorgesetzte dazu beitragen können. Förderliche Bedingungen schaffen und Potenzial entfalten Oftmals geht es gar nicht darum, sich als hochsensible Person qua Definition zu „outen“, sondern vielmehr darum, die eigenen Bedürfnisse aus der konkreten Situation heraus im Arbeitsumfeld zu äußern. Hochsensible brauchen viel Freiraum in der Erfüllung ihrer Aufgaben, flexible Arbeitszeiten kommen ihnen sehr entgegen. „Sie arbeiten gar nicht gern nach engen Vorgaben und unter Kontrolle. Hochsensible sind von sich aus bestrebt, gute Arbeit abzuliefern“, so Ulrike Hensel. Hochsensible Menschen sind in allen Bereichen und Branchen anzutreffen und es kommen ganz unterschiedliche Berufe für sie in Frage. Entscheidend für die berufliche Zufriedenheit sind vor allem die Umstände an der konkreten Arbeitsstelle. „Für die Stellenwahl ist es nützlich, wenn die HSP sich gut kennt, um ihre vorrangigen Bedürfnisse weiß und selbstbewusst dafür eintreten kann.“ Ulrike Hensel ist Autorin und Coach für Hochsensible. Sie hat Angewandte Sprachwissenschaft studiert und sich über Jahrzehnte hinweg intensiv mit den Themen Kommunikation, Psychologie, Persönlichkeitsentwicklung, Hochsensibilität und Lebenskunst beschäftigt. Buchtipp: Ulrike Hensel: „Hochsensibel im Berufsleben – Begabungen nutzen, Herausforderungen meistern und Möglichkeiten ausloten“, Junfermann Verlag 2024. Weitere Buchtitel: „Hochsensible Mitmenschen besser verstehen“ und „Hochsensibel sein – 22 Impulse“ Folge direkt herunterladen
Wed, 20 Nov 2024 - 46min - 113 - Apropos ... Führung in der Familie!
Führung im System Familie Jeder von uns ist eine Führungskraft, zumindest im eigenen Leben. Speziell im Familiensystem kann es leicht passieren, dass uns die Klarheit abhandenkommt. Die Funktion Führung wird geschwächt, weil sie von den Eltern nicht bewusst wahrgenommen wird, sagt Daniel Knabl, Dipl. Psychosozialer Berater, systemischer Coach und Unternehmensberater. Der Prozess beginnt meist schleichend und unbemerkt oder wird überraschend durch ein tragisches Ereignis ausgelöst. In beiden Fällen sind die Auswirkungen dieselben: Frust, Schmerz, Streit, Konflikte, Trotzreaktionen – sowohl bei den Kindern als auch bei den Eltern. Die Atmosphäre wird immer weiter aufgeheizt und vergiftet, obwohl das im Grunde niemand in der Familie möchte. In dieser Folge gehen wir diesen Phänomenen auf den Grund und beleuchten Führung in der Familie aus ungewohnten Perspektiven. Es passiert oft, dass alte systemische Verletzungen über Generationen hinweg weitergegeben werden. Als Eltern tragen wir daher die Verantwortung, diese transgenerationalen und aktuellen Themen aufzuarbeiten und aufzulösen, damit unsere Kinder in einer förderlichen und stärkenden Umgebung heranwachsen können. Eltern sind Vorbild für das Lernen am Modell „Wir können unsere Kinder erziehen, wie wir wollen, schlussendlich machen sie uns doch alles nach“, frei nach Karl Valentin. Es geht also um Vorbildwirkung, um Lernen am Modell. Was relativ einfach klingt, kann – ohne entsprechendes Bewusstsein – schnell zu einer Nagelprobe für die Partnerschaft und für sämtliche Beziehungen innerhalb der Familie werden. In der systemischen Beratung geht es daher in erster Linie darum, Klarheit zu schaffen und Bewusstsein zu fördern. Dies gelingt am besten, wenn wir uns erlauben, uns selbst auch als spirituelle Wesen zu betrachten. Auf diese Weise werden Situationen leichter zu ertragen und Lösungen werden möglich, wo vorher scheinbar nichts mehr zu machen war. Das Genogramm als wirkungsvolles Tool Ein Werkzeug, das hier oftmals zum Einsatz kommt, ist das Genogramm im Rahmen einer systemische Familienaufstellung. Das Genogramm ist ein strukturierter, standardisierter Familienstammbaum. Es macht Verletzungen von Systemprinzipien, sowie Dynamiken innerhalb eines Systems sichtbar und dient somit als Landkarte im Beratungsprozess. Durch die Visualisierung von Strukturen und Dynamiken einer Familie können Muster sichtbar werden, welche sich über Generationen ziehen und in der Gegenwart zu unerwünschten Symptomen führen. Klientinnen und Klienten erleben bereits die Arbeit mit dem Genogramm oft schon als Erleichterung. Wird dann noch aktiv daran gearbeitet, Klarheit ins System zu bringen und die Funktion Führung zu stärken, dann wird der Weg geebnet für eine leichtere und freudigere Zukunft. Daniel Knabl ist Dipl. Psychosozialer Berater, systemischer Coach und Unternehmensberater und lebt in Österreich. Folge direkt herunterladen
Wed, 06 Nov 2024 - 53min - 112 - Apropos ... Eltern sein, Mensch bleiben!
Nichts wünschen sich Eltern mehr, als in Verbindung mit ihren Kindern zu sein und zu bleiben. Trotz Kleinkind-Trotz und Teenager-Allüren sagt Dr. Britta Hahn: Das ist möglich. Emotionale Sicherheit in der Eltern-Kind-beziehung ist Voraussetzung für eine stabile psychische Gesundheit im Erwachsenenalter der Kinder. Viele Verhaltensweisen der Eltern beruhen jedoch auf Erwartungen und Haltungen, mit denen diese in ihrer eigenen Kindheit konfrontiert wurden. Diese unbewussten Muster boykottieren oftmals die Bemühungen, in einem herzlichen und echten Kontakt zu den Kindern zu bleiben. Fühlen sich Eltern vom Geschrei des Kindes getriggert, kann das Aggression oder Trauer auslösen. In der Interaktion mit dem Kind handeln Eltern aus ihrer erwachsenen Kompetenz heraus“, so Britta Hahn, die Eltern begleitet und vermittelt, wie wichtig es ist, die eigenen Beziehungen zu den Eltern zu reflektieren und negative Gefühle, die einer Verbindung im Wege standen, loszulassen. „Anstatt aus dem erlernten Muster heraus irrational, konfrontativ oder sogar gewalttätig zu reagieren, ist es wichtig, als reflektierender Erwachsener zu handeln“, sagt sie. „Wenn Eltern ihre Gefühle regulieren können, bleiben sie in guter Beziehung zum Kind. Dabei ist ihr wichtig zu sagen, dass Eltern Grenzen setzen dürfen und müssen. Es dem Kind immer recht machen zu wollen, führt es nicht in die Eigenverantwortung. Eltern sind keine Versager, wenn Sie dem Kind ein „Nein“ entgegensetzen. Kinder kennen die Konsequenzen noch nicht, aber die Eltern. „Es ist ein unerfüllbarer Anspruch, alles richtig machen zu wollen. Wichtig ist, den Umgang mit dem Unvollkommenen zu lernen und Disharmonie zu ertragen. Wir funktionieren zu 95 Prozent autonom. Auch unsere sozialen Reaktionen sind Prägungen, die wir mit der Muttermilch aufgesogen haben. Gesteuert werden sie durch den Vagusnerv. In diesem Zusammenhang erklärt die Ärztin den Zusammenhang mit der Polyvagaltheorie sowie die neuronalen und sozialen Grundlagen ungünstiger Eltern-Kind-Dynamiken. Und zeigt Lösungswege auf. Das Wichtigste aber: Wenn Eltern mit dem Herzen dabeibleiben, bleibt auch die Beziehung zum Kind. Dr. Britta Hahn ist Ärztin für Allgemeinmedizin und Homöopathie hat vier Kinder, arbeitet und lebt in Villingen-Schwenningen, wo sie einen Waldkindergarten führt. Außerdem hat sie in Trossingen das Lebenshaus im Verein für soziale Integration mitgegründet und leitet Seminare. Zum Weiterlesen: Dr. Britta Hahn, „Mama, beruhige dich!“, Junfermann Verlag 2024, Dr. Britta Hahn: „Mama, was schreist du so laut?“, Junfermann Verlag Dr. Britta Hahn, „Ich will anders als du willst, Mama“, Junfermann Verlag Folge direkt herunterladen
Wed, 23 Oct 2024 - 46min - 111 - Apropos ... verbunden statt einsam!
Allein sein heißt nicht einsam sein. Einsamkeit kann auch in der Beziehung mit anderen Menschen empfunden werden. Was hat die Pandemie mit der Aufforderung zum Social Distancing mit den Menschen gemacht? Gerade viele junge Menschen sind mit dem Gefühl der Einsamkeit nicht zurechtgekommen und haben eine psychische Störung entwickelt, sagt Professorin Dr. Sonia Lippke. Die Gesundheitspsychologin und Verhaltensmedizinerin an der Constructor University Bremen spricht über Wege aus der Einsamkeit und darüber, in Reflexion mit sich zu gehen und in den Dialog. Social Distancing hat die Psyche belastet Was ist gefährlicher, das Virus oder die Einsamkeit? Dieser Frage stellten sich die Forschenden angesichts nachhaltig steigender Zahlen von psychisch Erkrankten nach der Pandemie. Das Social Distancing hat vor allem jenen geschadet, die vorbelastet in die Pandemie gegangen sind. Weniger waren die betroffen, die in ihrer Kindheit eine gute und sichere Bindung erfahren haben. Frauen haben mehr Erwartungen an eine Beziehung als Männer. Sie kämpfen stärker um die Beziehungsqualität. Während sie nach im Allgemeinen ein größeres Netzwerk pflegen, suchen sich Männer eine neue Partnerin, um vertrauten Verhaltensmustern zu verfallen. „Eine neue Partnerschaft ist keine Garantie dafür, dass die Einsamkeit abnimmt“, so Dr. Lippke. Das Gefühl der Einsamkeit aber habe nichts mit dem Geschlecht zu tun. Hier hilft der Blick auf die Beziehungsmuster und darauf, das eigene Verhalten zu verändern. Zeit für sich, Zeit für die anderen Zeit für sich selbst zu haben, um in Reflexion mit sich und den eigenen Bedürfnissen gehen zu können, ist sehr wichtig. Die Pandemie habe dies gerade bei jungen Eltern gezeigt, die zwischen Familie, Haushalt und Job ständige Präsenz zeigen mussten. Studien haben außerdem gezeigt, dass jüngere Menschen es schwerer haben, Emotionen im Gesicht abzulesen. Sie haben soziale Kompetenzen nicht so erlernt wie ältere Menschen. Vielmehr hätten sie in Konferenzen oder Video-Calls Filter und andere digitale skills eingesetzt, um Standards zu entsprechen. Es gibt einen Weg heraus über Selbsthilfe oder professionelle Hilfe. Spezielle Werkzeuge können aus der Isolation helfen, Gefühle und Gedanken zu orten sowie Brücken zu anderen Menschen zu bauen. Mitunter können das spaßige Methoden wie das Menschen-Bingo sein. Das Ziel aber lautet immer mit anderen in Kontakt zu kommen. Prof. Dr. Sonia Lippke lehrt an der Constructor University Bremen Gesundheitspsychologie und Verhaltensmedizin Buchtipp: Prof. Dr. Sonia Lippke/Christiane Smidt: Verbunden statt einsam – Wege zu mehr Resonanz mit sich und anderen, Junfermann-Verlag 2024 Hier kannst du Fau Lippke in einen Fernsehinterview erleben: https://www.butenunbinnen.de/videos/gesundheitspsychologie-einsamkeit-pandemie-corona-soziale-medien-100.html Folge direkt herunterladen
Wed, 09 Oct 2024 - 49min - 110 - Apropos ... Das Drama der Leere!
Füße hoch, Serie gucken und lecker essen: Die Sehnsuchtsleere nach Feierabend ist ein wunderbares Gefühl, sagt Dr. Udo Baer. Aber es gibt auch das Drama der Leere. Sie ist ein sehr subjektives und mitunter sehr stark empfundenes Gefühl, unter dem viele Menschen ihr Leben lang leiden. Leere kann viele Ausdrucksformen haben. Letztendlich hilft, so einfach das klingt und so schwer es ist, die Kommunikation aus der Leere heraus. „Ich bin es nicht wert“ – das Gefühl entsteht, wenn ein Mensch nicht gehört wurde Menschen richten sich in ihrer Einsamkeit ein. Aber was ist der Grund dafür? Es sind frühe Verletzungen, belastende Traumata, die nicht reflektiert oder vermittelt wurden. Es ist das Gefühl, nicht gehört worden zu sein. Wenn man als Kind keine Resonanz erfährt, „dann tut das weh“, so Dr. Baer über frühe Prägungserlebnisse in der Kindheit, in der das soziale und familiäre Umfeld ein Gefühl der Minderwertigkeit vermittelt haben. Aus dem Gefühl von „Ich bin es nicht wert“ erwächst ein Gefühl der Leere. Und viele Menschen resignieren. Aber: Wir sind soziale Wesen. Wir brauchen Austausch mit Worten und Gefühlen, mit Blicken und Atmosphäre. Wenn man sich nichts mehr zu sagen hat … In einer Partnerschaft kann ebenso eine starke Leere empfunden werden. Warum haben sich Paare manchmal nichts mehr zu sagen? Das liegt an individuellen, sogar auch traumatischen Erfahrungen, die nicht richtig wahrgenommen und kommuniziert werden, sagt Baer. Leere ist nicht laut, nicht sichtbar, sie ist diffus und nicht greifbar. „Es ist gut, dafür Worte zu finden und sie auszusprechen. Wo bin ich nicht gehört worden? Diese Frage gilt es zu reflektieren und die Erfahrung zu teilen. Kommunikation ist Beziehungswirksamkeit Die Leere mit Aktionismus zu stopfen, über den Job oder Reisen, hilft nicht. Es ist wie eine Sucht, die Leere holt einen immer wieder ein. Doch wie kann man sie füllen? Durch Kommunikation auf allen Ebenen, sagt Dr. Udo Baer. Durch Kommunikation mit anderen und der Erfahrung, dass Menschen wirksam sind. Das kann durch Reden, Malen, Tanzen oder über die Musik geschehen, wenn wir über die Sinne in die Aktion kommen. „Dann geschieht Beziehungswirksamkeit“. „Ich nehme dich ernst!“ Wirksam werden wir schon, wenn wir auf die Frage nach dem „Wie geht es dir?“ ernsthaft antworten. Es ist wichtig, in das Gefühl zu gehen, dem Herzen achtsam zu folgen, zu sagen und zu zeigen, dass ich mein Gegenüber ernst nehme, dass ich seinen Kummer würdige, auch wenn ich ihn davon nicht befreien kann. Auch ein vererbtes Trauma kann ein Herz leer machen. Selbstwirksamkeit, Meinhaftigkeit und Würde sind drei große Aspekte, die Dr. Baer in dem Gespräch beleuchtet. Es gibt sogar konkrete Übungen, mit denen wir unser Bewusstsein schärfen können. Dr. Udo Baer ist Gesundheitswissenschaftler, Therapeut und Heilpraktiker für Psychotherapie. Er ist Begründer der Kreativen Leibtherapie und hat mit Claus Koch das Pädagogische Institut in Berlin gegründet. Buchtipp: „Das Drama der Leere – Wie wir der Leere begegnen und unser Herz heilen können“, Klett-Cotta 2024 Folge direkt herunterladen
Wed, 25 Sep 2024 - 45min - 109 - Apropos ... Hochsensibilität in der Gesellschaft!
30 Prozent der Menschen sind rein statistisch gesehen hochsensibel. Hochsensibilität aber ist eine sensible Angelegenheit, denn sie ist ein sehr individuelles Empfinden. Was bedeutet das für unser Zusammenleben? Inwieweit ist Hochsensibilität in unserer Gesellschaft angekommen, wie steht es um das Selbstverständnis und das Selbstbewusstsein von hochsensiblen Menschen? Und wie letztendlich gelingt ein umsichtiger Umgang miteinander, von dem beide profitieren? Antworten geben der Psychotherapeut und Autor Tom Falkenstein und Ulrike Hensel, Autorin und Coach für Hochsensible. Hochsensibilität bahnt sich den Weg in die Gesellschaft Hochsensibilität wird in unterschiedlichen Ausformungen erlebt. 40 Prozent kommen gut mit ihr zurecht, 30 Prozent sind weniger sensibel ausgestattet. Die Akzeptanz der Hochsensibilität ist größer geworden, dennoch wird sie von Unsicherheit und manchmal sogar Abwehr auf beiden Seiten begleitet. Hochsensible Menschen leiden schneller unter einer Reizüberflutung. Ist es zu laut, zu trubelig, zu hektisch, dann ziehen sie sich gerne zurück. Aber: Hochsensibilität kann sehr bereichernd sein. Sie sollte nicht als Einschränkung empfunden werden. Hochsensibilität kommunizieren Damit sie Wertschätzung erfahren und ihren Platz in der Gesellschaft finden, empfehlen ich zweierlei Dinge: die Selbstreflexion auf der einen und die Rücksichtnahme auf der anderen Seite. Aber: Sie muss kommuniziert werden. Für die hochsensible Person ist es gut, in Selbstverantwortung und Selbstfürsorge zu gehen. Für ein gutes Miteinander bedeutet es, nicht nur an die Rücksicht des Gegenübers zu appellieren, sondern sich ggf. auch zurückzunehmen. In jedem Fall sollte Hochsensibilität kommuniziert werden, denn – wie der Kommunikationspsychologe Friedemann Schulz von Thun sagt: „ist Selbstklärung die Voraussetzung für eine klare und kraftvolle Kommunikation“. Zum Weiterlesen Ulrike Hensel: Hochsensibel sein Ulrike Hensel: Hochsensibilität verstehen und wertschätzen (mit Selbsttest!) Tom Falkenstein: Hochsensible Männner Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 11 Sep 2024 - 41min - 108 - Apropos ... Stress!
„Menschen die immer nur funktionieren, entfernen sich immer mehr von sich selbst. Gefühle, Körper und Geist gehen dann getrennte Wege“, sagt Nanni Glück, Glückscoach und Autorin. Das wird zu purem Stress und weit mehr, als der Mensch zum Leben nötig hat. In einem gesunden Maße hilft Stress: z.B., Gefahren blitzschnell zu erkennen und in schwierigen Situationen nötige Kräftereserven zu mobilisieren. Aber seien wir ehrlich: Säbelzahntiger, vor denen wir Reißaus nehmen müssen, sind rar geworden; wir tun also gut daran, unser Gehirn auf Neuzeit umzustellen. Das sprichwörtliche „dicke Fell“ heißt heute zutreffender „Resilienz“. Und die hängt eng zusammen mit unserem existenzielles Bedürfnis nach Verbundenheit und dem Gefühl, Teil einer sozialen Gruppe zu sein. Warum das so ist und wie das geht, lernen wir von unseren Eltern – und wird uns zum Teil schon in die Wiege gelegt. Denn: Stress verändert unser Gene. Stress ist erblich! Gute Gründe also, unseren steinzeitlichen Energiesparmodus austricksen, um neue Gewohnheiten für mehr Achtsamkeit und positive Sichtweisen zu entwickeln. Auf Ihrer Homepage "Glückslachen" gibt Nanni Glück weitere Tipps und Tricks für ein entspannteres Leben. Buchtipp:Doris Iding/Nanni Glück: Immer mit der Ruhe! Wie Sie Ihr Gehirn zur Gelassenheit erziehen Sie bekommen es in jeder guten Buchhandlung und beim Junfermann Verlag Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 23 Dec 2020 - 41min - 107 - Apropos ... Mut!
Davon haben wir meist viel zu wenig: Mut! Den Mut, etwas Neues zu wagen, den Anfang zu machen, das alltägliche Hamsterrad zu verlassen. Aber: Wir trauen uns nicht! Wieso eigentlich? Angst vor Fehlern? Uralte Glaubenssätze, die uns im Weg stehen? Irrwitzige Schönheitsideale, denen wir nachjagen? Tausend Wenn und Aber im Kopf? Wessen Leben lebe ich? Ich spreche mit der Mutberaterin Tanja Peters aus Köln und stelle fest: Ja! Es geht: Den Mutmuskel kann man trainieren! Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 09 Dec 2020 - 47min - 106 - Apropos ... Angst!
Über 5000 verschiedene Arten von Angst soll es geben und mindestens eine davon hat wohl jeder von uns: Höhenangst, Klaustrophobie, Prüfungsangst; Angst, vor Publikum zu reden, vorm Fliegen oder dem Alleinsein. Während man manchen Situationen, die einem Angst machen, ganz einfach aus dem Weg gehen kann (was eine Zeitlang funktioniert), ist das schier unmöglich, wenn einem die Angst vor anderen Menschen das Leben schwermacht. Und dabei wäre doch manches gemeinsam viel schöner .. Wie bekomme ich Ängste in den Griff? Woher kommen meine Ängste? Wird nicht alles noch viel schlimmer, wenn ich mich Ihnen stelle? Expositionstherapie nennt die Verhaltenstherapie das, wenn ich mich meinen Ängsten aussetze. Und die soll sogar ein vor Selbstbewusstsein nur so strotzender Narzisst haben. Mit Dr. med. Pablo Hagemeyer, Psychiater und Psychotherapeut, mache ich mich auf den Weg. Er hat bei Sinnsucher.de einen Online-Kurs zur Angstbewältigung veröffentlicht und sagt: "Jeder kann seine Angst überwinden, bis hin zur freudigen Langeweile!" Auf seiner Homepage Neurodoctor erfährst Du alles über die therapeutischen Angebote von Dr. Pablo Hagemeyer. Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 25 Nov 2020 - 33min - 105 - Apropos ... Mimik!
Stimmt es, dass wenige Millisekunden darüber entscheiden, ob wie jemanden sympathisch finden oder nicht? Sagt ein Blick wirklich mehr als tausend Worte? Was bedeutet es, wenn jemand die Arme verschränkt? Muss ich bei wichtigen Gesprächen eine besondere Sitzhaltung einnehmen um souverän zu wirken? Und was mache ich beim ersten Date? Dirk Eilert, Mimikexperte und Mimikresonanztrainer aus Berlin, verrät worauf es ankommt. Mehr über ihn und seine Akademie für emotionale Intelligenz findest Du auf seiner Homepage. Buchtipp: Ruben Langwara/Dirk Eilert. Die Kraft unserer Emotionen Dirk Eilert: Mimikresonanz Erhältlich in jeder guten Buchhandlung oder beim Junfermann Verlag. Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 11 Nov 2020 - 38min - 104 - Apropos ... Marion, eure Gastgeberin!
Ich heiße Marion, bin Journalistin, und möchte Euch mitnehmen in die Welt der Psychologie. Dafür gibt es ab sofort diesen Podcast aus dem Junfermann Verlag. Was ich außer podcasten sonst so tue, erzähle ich euch jetzt. Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 11 Nov 2020 - 04min - 103 - Apropos ... Psychosomatik oder die Sprache der Seele!
Tinnitus, Migräne, Rückenschmerzen: Oft sind es psychosomatische Beschwerden, die uns von einem Arzt zum nächsten rennen lassen. Ein Medikament soll erst einmal helfen. Doch dabei werden in der Regel die Symptome, nicht aber die Ursachen bekämpft, sagt Dr. Ingo Schymanski, der klare Worte gegen eine überdimensionierte Medizin hin zu einer Autonomie des Patienten findet. „Die Medizin hat immer eine Pille gegen irgendetwas. Hören wir aber auf die Signale unseres Körpers, auf die Sprache unserer Seele und verändern wir unser Welt- und Selbstbild, können psychosomatische Beschwerden verschwinden“, sagt der Psychotherapeut und auch, dass die Medizin chronische Krankheiten schaffe, statt Werkzeuge für mehr Autonomie und Mündigkeit. Gleichzeitig plädiert der Arzt und Autor für mehr Achtsamkeit, Bescheidenheit und Dankbarkeit für das, was wir haben. Den Menschen in seine Kraft bringen Psychosomatik gewinnt immer mehr an Bedeutung. Die Forschung hat erkannt, dass die Seele Einfluss hat auf unser körperliches Wohlbefinden. Unser medizinisches, auf Evidenz basierendes System allerdings ist darauf nicht eingestellt. „Die Pille verkauft sich besser, als sich selbst zu helfen“. Geht es der Seele gut, geht es auch dem Körper gut. Natürlich helfe der psychosomatische Ansatz nicht bei allen Krankheiten, aber doch bei erstaunlich vielen Symptomen. Schymanski nimmt kein Blatt vor den Mund: Es gelte, den Menschen in seine Kraft, in seine Gesundheit und letztendlich auch in eine stärkere Unabhängigkeit vom Arzt zu bringen – auch wenn das kontraproduktiv zur Pharmaindustrie und der Ärzteschaft steht. Ursachen liegen oft im psychosozialen Bereich In seiner Praxis beobachtet Schymanski Patienten mit Problemen, die nicht körperlich sind. Rückenschmerzen haben oft Ursachen im psychosozialen Bereich. Lässt sich jemand mobben, reagiert der Körper mit Stresssymptomen. Nimmt man sie ernst und wahr, dienen sie dazu, „das Leben zu optimieren“. Tauchen verstärkt wieder Ohrgeräusche oder Verspannungen, dann besser mal eine Pause oder Urlaub machen. Die Angst vor Krankheit kann krank machen. „Der immerwährende Druck ist ein gesellschaftliches Problem. Wir sollten anders leben, als das System es uns vorgibt“, so Schymanski. Dabei heißt „Nein“ zu sagen auch, sich mehr Anerkennung zu schaffen. „Mit weniger Stress kann man sehr wohl erfolgreich sein“. Sein Rat: die Angst besiegen, wenn sie sich zeigt. Medikamente nutzen nur im Moment, ersparen aber nicht die Konfrontation. Das Signal erkennen und die Seele zu neuem Leben erwecken „Es muss das Herz sein“, meint der Patient. Wenn Probleme zum Arzt führen, sind sie reif gelöst zu werden, sagt Schymanski. Eine psychische Belastung beruflicher oder auch familiärer Art weisen Menschen gerne von sich und begeben sich in die Mühle der Medizin. Ihre Seele leidet, weil sie an tradierten über Generationen weitergegebenen Glaubenssätzen festhalten. „Wird da reflektiert, brechen plötzlich Tränen aus“, weiß Schymanski. Jetzt ist es an der Zeit, neue Werte zu entwickeln und die Seele neu zum Leben zu erwecken. Buchtipp: Dr. Ingo Schymanski: „Die Sprache der Seele“, Klett Cotta-Verlag 2024 Folge direkt herunterladen
Wed, 28 Aug 2024 - 38min - 102 - Apropos ... Achtsamkeit für Skeptiker!
Was ist Achtsamkeit? Der Begriff ist ein wenig in Ungnade gefallen. Die einen suchen mit ihrer Hilfe den Seelenfrieden, andere werten sie als Esoterik-Kram ab. Achtsamkeit wird schnell in einen Topf geworfen mit Yoga und Meditation und Übungen, die uns ins Hier und Jetzt tragen und innere Erfüllung bringen sollen. Doch Achtsamkeit ist mehr als die Anwendung bestimmter Techniken. „Sie ist ein langer geistiger Prozess, eine Lebenseinstellung. Sie ist ein Suchen und Finden, eine tiefe Sehnsucht nach den wesentlichen Fragen des Lebens, sagt Renato Kruljac. Er ist Achtsamkeitstrainer und hat nach zwei Jahrzehnten als Führungskraft bei einem internationalen Konzern die Segel gestrichen, um sich der professionellen Achtsamkeitspraxis, fernöstlichen Kampkünsten und psychologischen Methoden zu widmen. Ernsthaft praktiziert, sagt er, ist die Achtsamkeit ein ständiger Begleiter, an der wir wachsen können. Kraft, die sich aus der Beobachterrolle entwickelt Wir müssen lernen, loszulassen von starren Konzepten, von Identifikationen und Vorstellungen, von Glaubenssätzen innerhalb eines gesellschaftlichen Systems, die uns geprägt haben, sagt er. Der Weg zur Inneren Freiheit geht über die Stille, das geistige Fasten, über das Zuhören und die Disziplin. „Wenn wir unser Alarm-, Antriebs- und Fürsorgesystem in Balance halten, werden wir die Früchte der Achtsamkeit ernten“. Achtsamkeit erlernt man zwar auch, aber eben nicht nur durch Techniken zur Entspannung im Hier und Jetzt oder sportlichen Übungen. „Sie ist ein geistiger Prozess, eine transformative Kraft, die sich aus der Beobachterrolle heraus entwickelt“, sagt Kruljac. Aber Achtung: Woran erkenne ich den Meister unter den Scharlatanen? Indem ich in die Begegnung mit dem Lehrenden gehe. Lebt er das, was er sagt? Ist er authentisch? Spüre ich Wärme, darf ich sein? Einen guten Lehrer erkennt man an seinen Schülern, so Kruljac. Abstand nehmen, die Perspektive ändern und sich selbst freundlich begegnen: Das funktioniert durch Achtsamkeitsmethoden wie der Atemmeditation oder anderen Konzentrationsübungen. Sie beschreiben das „Was“, bringen uns in die Präsenz, erden und verorten uns. In Verbindung mit Übungen zum „Wie“, die mich lehren, meine Gedanken freundlich zu akzeptieren, findet der Mensch zur Balance. Es gibt viele Arten der Meditation, die das Ziel der Erleuchtung haben, führt Kruljac weiter aus. Was sie ist? „Für mich bedeutet die Erleuchtung das Urvertrauen“, Und wie lautet das Rezept dazu? „Dem Herzen folgen und ins Fühlen kommen. Der Körper sagt uns oft mehr als der Verstand“. Buchtipp: Renato Kruljac: „Achtsamkeit für Skeptiker“, Schattauer-Verlag 2024 Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 14 Aug 2024 - 50min - 101 - Apropos ... Long-Covid!
Über 38 Millionen Menschen in Deutschland hatten seit 2020 eine Covid-Infektion. Zehn bis 45 Prozent davon können Langzeitfolgen entwickelt. Das sind 3,8 bis 17 Millionen Betroffene, die ihre Symptomatik oftmals nicht einordnen können und auf eine Diagnose, geschweige denn Therapie warten. Das Health4Future-Projekt, das Dr. Philomena Poetis und ihre Schwestern entwickelt haben, ist nicht nur ein wissenschaftliches Projekt, um die Studienlage zu erweitern, sondern gibt Betroffenen ganz konkrete Hilfestellung. Fragebogen liefert Daten für Betroffene und Ärzteschaft Über einen Fragebogen mit knapp 200 Fragen wird zur Erstellung eines Health-Compass die Symptomatik klar eingegrenzt. Ob Long Covid, Post Vac oder Chronisches Erschöpfungssyndrom: Der Bogen liefert im ersten Schritt der Ärzteschaft wertvolle Daten zur schnelleren Diagnostik. Unter anderem wird gezielt zur Corona-Erkrankung oder nach medizinischen Vorerkrankungen gefragt. Gleichzeitig aber gibt der Health-Compass den Betroffenen wichtige Therapie-Tools mit an die Hand, die helfen, mit den Einschränkungen besser umzugehen und den Alltag besser zu meistern. Das Pacing-Tagebuch Das Pacing-Tagebuch hat sich als ein sehr gutes Therapiewerkzeug erwiesen. Zwar ist die Pacing-Methode als Therapiewerkzeug bekannt, eine wirklich strukturierte Vorlage hat es bislang noch nicht gegeben. In klar strukturierter Form und zeitlich gegliedert kann der Betroffene in diesem Tagebuch Einträge vornehmen, die seinem Energiehaushalt entsprechen und ihn nicht überfordern. So wird die Gefahr eines Ausfalls – Crashs - bedeutend geschmälert. Außerdem stehen auf der Plattform www.health4future.com Meditationen, Yoga-Videos zur körperlichen Reaktivierung oder Hintergrund-Informationen zu Behandlungsmethoden, etwa der Schlafhygiene, bereit. Diese Angebote sind kostenfrei, für den Health-Compass oder das Tagebuch etwa wird eine Bearbeitungsgebühr erhoben. „Wir wissen nicht, was wir nicht wissen, darum ist die offene und vertrauensvolle Erhebung umfangreicher Daten so wichtig für neue Erkenntnisse und den Umgang mit den neuen Erkrankungen. Wir möchten bei der Genesung helfen“, so Dr. Poetis über ihr Engagement und das Projekt. Dr. Philomena Poetis ist Gründerin und Geschäftsführerin von Health4Future und erarbeitet im Familienunternehmen digitale medizinische Projekte. Sie ist Wissenschaftlerin und promoviert an der LMU Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 31 Jul 2024 - 26min - 99 - Apropos ... verletzte Kinderseelen!
Wenn Kinder etwas Schlimmes erfahren, den Tod eines lieben Menschen, einen Unfall oder sogar sexuelle Gewalt, dann kann das die Seele stark belasten und sogar im späteren Verlauf des Lebens zu psychischen Erkrankungen führen. Je früher ein Trauma bei einem Kind oder Jugendlichen erkannt wird, desto besser greift die Therapie, weiß Traumatherapeut Dr. Patrick Fornaro. Modelle und Methoden der Traumatherapie Traumatische Erfahrungen tauchen häufiger auf als man denkt. Laut einer Schweizer Studie haben 50 Prozent aller unter 18-Jährigen ein traumatisches Erlebnis gehabt. Wobei viele Kinder eine Resilienz entwickeln und nicht darunter leiden, sagt Dr. Fornaro, der sowohl Symptome aufzeigt, die erkennen lassen, ob das Kind unter einem Trauma leidet, als auch Methoden und Modelle, die in der Therapie erfolgreich angewendet werden. Das Gehirn neu ordnen und einen Anker in der Gegenwart schaffen Eine wichtige Rolle im Verarbeitungs- und Veränderungsprozess des Gehirns spielen Bilder. Sie helfen dabei dem Kind zu erklären, was mit ihm los ist. Hilfreich etwa ist das Bild des unaufgeräumten Kleiderschranks, der neu geordnet wird, so Fornaro. Es gilt, das Kind wieder ins Hier und Jetzt zu holen, ihm einen Anker in der Gegenwart zu schaffen. In der Konfrontation mit dem Erlebten sollen sie erfahren, dass sie in einem geschützten Raum mit einer vertrauten Person darüber sprechen können. „Das Trauma, die Gefahr ist vorbei. Das Alarmsystem darf sich beruhigen“, nennt Dr. Patrick Fornaro Therapiemöglichkeiten und Anlaufstellen. Unterversorgung der psychologischen Versorgung Gleichzeitig zeichnet der Traumaexperte ein klares Bild der Unterversorgung der psychologischen Versorgung von traumatisierten Kindern und Jugendlichen in Deutschland auf. Zwei Jahre Wartezeit stünden angesichts sensibler Entwicklungsphasen einer hilfreichen Therapie gegenüber. Leider werde die Traumatherapie auch in der Ausbildung nicht hinreichend berücksichtigt. *** Dr. Patrick Fornaro ist Diplom-Psychologe und Traumatherapeut, Dozent und Supervisor in der Weiterbildung von Therapeuten, Coaches und Fachkräften. Er arbeitet in einer Klinik für Traumatherapie in der Nähe von München. Buchtipp: Dr. Patrick Fornaro, Nicole Szesny-Mahlau und Johanna Unterhitzenberger: Traumatherapie mit Kindern und Jugendlichen. Eine Orientierungshilfe für die Behandlung der komplexen PTBS. Junfermann-Verlag 2024 Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 03 Jul 2024 - 44min - 98 - Apropos ... Pacing bei Erschöpfung! – Was ist das eigentlich?
Mit den Covid-Jahren, Long-Covid und Post-Vac ist das Chronische Erschöpfungssyndrom, auch „Chronisches Fatigue-Syndrom" genannt stärker ins Bewusstsein gerückt. Zwei, die darunter leiden sind Andrea Brackmann und Katharina Jänicke. Bei ihnen ist nicht Corona, sondern eine lang zurückliegende Infektion Grund dafür, dass sie ihren Alltag nur stark eingeschränkt bewältigen können. Beide haben die Pacing-Methode für sich entdeckt, die es zwar schon länger gibt, aber im Zusammenhang mit Corona mit guten Erfolgen angewandt wird. Über chronische Erschöpfungszustände Andrea Brackmann und Katharina Jänicke berichten aus der Perspektive der eigenen Betroffenheit heraus und geben gleichzeitig Hilfestellung. Sie erzählen von ihren Symptomen, von niederschmetternden, aber auch 100aufhellenden Phasen ihres eher „unsichtbaren“ Chronischen Erschöpfungssyndroms (ME/CFS), deren Ursachen Corona, aber auch eine Influenza oder das Pfeiffersche Drüsenfieber sein können. Bis zur Diagnose kann es lange dauern. Heilbar ist das ME/CFS nicht, man kann aber die Symptome lindern. Long-Covid und das ME/CFS sind sich in ihren Symptomen ähnlich. Zu ihnen zählen Geruchsirritationen, Verwirrtheit, Brain-Fog oder Entkräftung. Energielos und komplett ans Bett gefesselt zu sein, weil der Körper bereits mit alltäglichen Aufgaben überfordert ist: davon erzählen die beiden genauso, wie davon, zu lernen, mit Energien zu haushalten. Wie Pacing helfen kann Die Pacing-Methode, die bislang nur in wenigen Fatigue-Kliniken oder auch Psychotherapie-Praxen angewandt wird, setzt auf Selbstbeobachtung und Selbstwahrnehmung. Ziel ist, zunächst in sich hineinzuhorchen, um dann mit spezifischen Strategien sich selbst zu steuern und den Tag so zu strukturieren, ohne sich zu überfordern. Dazu gehören den Puls zu beobachten, mehr Pausen einzulegen oder Aktivitäten zu verändern wie beim Zubereiten von Mahlzeiten den Stuhl zu benutzen, statt zu stehen. *** Katharina Jänicke hat einen Master in Clinical Casework und verfügt über umfassende Kenntnisse und Fähigkeiten im Bereich der klinischen Sozialarbeit. Andrea Brackmann ist Psychologin und Verhaltenstherapeutin. Gemeinsam haben sie ein Buch über die Pacing-Methode geschrieben. Buchtipp: Andrea Brackmann, Katharina Jänicke: „Long Covid und Chronisches Erschöpfungssyndrom lindern“, Klett Cotta-Verlag 2024 Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 12 Jun 2024 - 43min - 97 - Apropos ... Trauer um Vergangenes!
Wenn wir trauern, ist die Welt nicht mehr dieselbe. Der Verlust eines Menschen, aber auch eines Lebensabschnitts, eine Scheidung oder das Kind, das ausgezogen ist, lassen uns fühlbar alleine zurück. Rituale helfen uns die Trauer in etwas Positives zu verwandeln – sagt Joanna Lisiak. Die Schweizer Schriftstellerin hat sich intensiv mit dem Thema der Trauerrituale beschäftigt. Sie sagt: Rituale lassen uns in die Selbstreflexion gehen und helfen uns, Gefühlen einen inneren und äußeren Raum zu geben. Wir lernen zuzulassen und in Verbindung zu gehen. Mit Ritualen in Verbindung gehen Rituale begleiten uns seit Anbeginn der Menschheit. Gerade in der Trauer sind sie wichtig. Sie lassen uns fühlen, das wir in Verbindung stehe – mit uns, mit einem verstorbenen Menschen und Menschen, die uns begleiten. Mit ihnen gehen wir in die Selbstreflexion und wir spüren, dass wir unser Leben wieder in die Hand nehmen können, in dem wir in Verbindung mit uns und anderen gehen. Joanna Lisiak spricht nicht von definierten Trauerphasen, vielmehr von einem milden Rückblick auf das was war und auf einen würdigen Umgang mit den eigenen Gefühlen. Rituale bringen Gefühle in Fluss. Sie sind wie eine Insel, eine Auszeit, ein kleines Fest, sagt die Autorin, die im Zelebrieren der Rituale etwas Größeres findet, als das eigene Leben. Sie geben ihr die Möglichkeit, das Göttliche mit einzubeziehen. In die Dankbarkeit gehen Joanna Lisiak nennt Rituale für alle fünf Elemente. Rituale können sein, Blätter zu sammeln, einen unsichtbaren Brief zu schreiben oder in den Dialog zu gehen: mit sich selbst oder einem verstorbenen Menschen. Oder auch die Wut in einen Eimer zu brüllen. Es gilt, Gefühle und Dinge zuzulassen, um sich verabschieden zu können. Auch wenn die Gefühle immer wieder hoch kommen: „Alles geht vorbei“, macht sie Mut, sich nicht in Gefühlsspiralen zu verheddern, sondern in die Dankbarkeit zu gehen. „Man ist nicht im Nichts“, sagt sie. Vielmehr sind wir umgeben von vielen kleinen schönen Momenten, Dingen und Menschen, die uns glücklich machen. „Wir sind nicht allein, sondern verbunden“. Joanna Lisiak ist Schriftstellerin und lebt in der Schweiz. Das Buch über Trauerrituale ist ihre mittlerweile 33. Publikation. Buchtipp: Joanna Lisiak, „Trauerrituale - In neuer Form verbunden“, Junfermann Verlag 2024 Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 29 May 2024 - 46min - 96 - Apropos ... Sucht in der Familie!
Jedes vierte bis fünfte Kind wird in einer suchtbelasteten Familie groß. Ein Drittel entwickeln psychische oder soziale Störungen in Form von Depressionen, Angst- oder Persönlichkeitsstörungen. Dunkelziffer nicht mit eingerechnet. Für mehr Unterstützung von suchtbelasteten Familien und ihren Kindern wirbt Angela Schmidt, Referentin an der Fachstelle für Familien, Suchtprävention Berlin. Nicht nur mangelt es an Ressourcen und Geld, sagt sie. Ein Problem ist auch, die Angebote an die richtige Zielgruppe zu bekommen. .Ihr Fazit: Es muss noch mehr passieren, auch auf struktureller Ebene. Das Hilfsangebot muss die Menschen erreichen Verhaltenssüchte wie Glücksspiel und Medianabhängigkeit nehmen zu. Alkoholabhängigkeit ist die am weitesten verbreitete Sucht. In der Statistik landen letztendlich aber nur die, die bereits im Hilfesystem sind. Bis Kinder und Eltern suchtbelasteter Familien tatsächlich ein Hilfsangebot wahrnehmen, braucht es Zeit. Deswegen, weil nicht nur das Thema Sucht immer noch tabu ist, sondern auch, weil Eltern gegenüber ihren Kindern Schuldgefühle haben und nicht als schlechte Eltern dastehen möchten. Sie müssen in ihrer Erziehungskompetenz gestärkt werden. Kinder und Eltern in ihrer Selbstwirksamkeit stärken Und was ist mit den Kindern? Die Tendenz, dass sie später mehr Verantwortung für Ihre Eltern oder auch in einer späteren Bindung übernehmen, ist groß. Auch das Risiko, in eine Co-Abhängigkeit mit einem Partner zu geraten. Es treten Verlustängste auf und der Drang, alles perfekt machen zu wollen. Das aber sei nicht zwingend so, sagt Angela Schmidt. In welcher Form Kinder traumatisiert aus einer suchtbelasteten Familie hervorgehen, hängt von individuellen Faktoren – etwa der Resilienzfähigkeit – ab. Ist das Bewusstsein da, gelte es, „ins Handeln, in den Austausch zu kommen mit Kindern und Eltern. Man muss ihnen signalisieren, dass sie sich Hilfe holen dürfen und können“. Ziel ist es, ihre Selbstwirksamkeit zu stärken. Das geschieht bei Kindern insbesondere durch aktionsgestützte oder auch tiergestützte Projekte. Es gibt Hilfe. Schulsozialangebote etwa oder bundesweite zentrale Anlaufstellen. Vor allem können niederschwellige Online-Chat-Angebote und andere Portale hilfreich sein und Zugang zu Hilfsangeboten vermitteln. Angela Schmidt erzählt. Angela Schmidt ist Referentin der Fachstelle für Suchtprävention Berlin gGmbH und ist Teil des Fachteams Suchprävention von "Kompetent gesund" in Berlin. Weitere Infos findetst Du hier: www.kompetent-gesund.de www.berlin-suchtpraevention.de Folge direkt herunterladen
Wed, 15 May 2024 - 34min - 95 - Apropos ... ADHS: die besondere Art zu sein!
ADHS gibt es auch bei Erwachsenen. „Nur wird es nach einem langen Leidensweg erst spät erkannt“, sagt Astrid Neuy-Lobkowicz, Fachärztin für Psychosomatik und Psychotherapie und Mitgründerin des ADHS-Zentrums München. Sie richtet nicht nur ihr Augenmerk auf eine schnellere Diagnostik, sondern richtet auch einen dringenden Appell an die Ärzteschaft, denn: das Wissen um die Behandlung von ADHS – einer Unterform von ADS – ist da. Sie ist in einem internationalen Diagnoseschlüssel festgelegt. Demnach können eine richtige Medikation und Tools zur Strukturierung des Alltags helfen, die Störung in den Griff zu bekommen. Und: ADHS ist keine Modediagnose. Medikamente und Methoden bringen Erfolgserlebnisse ADHS ist genetisch veranlagt. Damit wird man geboren. Was aber kein Grund zur Verzweiflung ist, denn es gibt Selbsthilfe-Tools, mit denen sich der Alltag besser strukturieren lässt. Betroffenen mangelt es an Konzentrationsfähigkeit. Hier können auch Medikamente die richtige Wahl sein, um sich besser zu fokussieren und z.B. ablenkende Nebengeräusche auszublenden. Und es gibt Methoden, die helfen, Ordnung zu halten. Beides befähigt den Menschen, sich ganz normal in der Gesellschaft zu etablieren. Im Job und im Privatleben. Mit dem Gefühl des Erfolgs wachsen Akzeptanz und Selbstwertgefühl. ADHS in der Ärzteschaft mehr wahrnehmen und etablieren Es muss ein Umdenkungsprozess stattfinden, fordert Neuy-Lobkowicz Kolleg:innen auf, ADHS aus der Tabu-Zone herauszunehmen, Fortbildungen wahrzunehmen und Patienten entsprechend zu fördern. Das Störungsbild ist klar belegt, werde aber nicht umgesetzt. „Viele erhalten die falsche Therapie und werden in ihrer Besonderheit nicht erfasst“, fordert sie auf, das Thema wahrzunehmen. Leider ziehe eine oft falsch behandelte Störung Begleiterscheinungen wie Depression, Borderline oder Bipolarität nach sich. „Mit der richtigen Diagnose und Therapie bekommt der Betroffene endlich eine Erklärung für sein Anderssein“. ADHSler haben ein besonderes Stärke- und Schwächeprofil. Frauen weisen andere Symptome auf als Männer. Sie sind meist unauffälliger und weniger hyperaktiv als Männer. Symptome sind starke Stimmungsschwankungen, Impulsivität und das Gefühl, verletzt zu sein. Aber: ADHSler sind originell, kreativ und nicht nachtragend. Das Miteinander kann man erlernen – auch in einer Partnerschaft. Dr. med. Astrid Neuy-Lobkowicz ist Fachärztin für Psychosomatik und Psychotherapie und Mitgründerin des ADHS-Zentrums in München. Sie führt zwei Praxen in Aschaffenburg und Münchenund beschäftigt sich seit über 25 Jahren mit dem Thema ADHS bei Kindern und Erwachsenen. Sie ist selbst Betroffene und Mutter von fünf Kindern, von denen drei eine ADHS haben. Zusammen mit anderen Kollegen und Kolleginnen hat sie das ADHS-Zentrum München gegründet. Buchtipp: Astrid Neuy-Lobkowicz: ADHS - Erfolgreiche Strategien für Erwachsene und Kinder“, 11. aktualisierte und erweiterte Auflage, Klett Cotta 2024 Folge direkt herunterladen
Wed, 01 May 2024 - 35min - 94 - Apropos ... ADHS bei Frauen!
Es hat Jahre gedauert, bis bei Anja Matthausch eine Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung – kurz ADHS - diagnostiziert wurde. Auch wenn die Veranlagung bereits von Geburt an mitgegeben wird, so zeigen sich gerade bei Frauen die Symptome oft nicht eindeutig. Bei ADHS liegt eine neurologische Veränderung im Gehirn vor. Es ist eine Stoffwechselstörung, keine psychologische Störung. Und sie ist sehr individuell ausgeprägt. Anja Matthausch veranschaulicht am eigenen Beispiel, wie sie ihren Alltag mit ADHS gestaltet. Was den Umgang mit ADHS angeht, gehören Akzeptanz und liebevolle Anerkennung unbedingt dazu. Zu wenig wahrgenommen werde das Thema in der Öffentlichkeit. Ihr war es ein Herzenswunsch, ihr Anliegen mitzuteilen. Das ADHS-Gehirn möchte überall hin, nur nicht geradeaus Eine große Herausforderung ist das Energiemanagement. ADHSler sind schneller erschöpft. Alles kostet mehr Energie und wird eher anstrengend als bei normalen Menschen. Es fällt schwer, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun oder in zu schneller Abfolge. Ein Bild, das die Schwierigkeit mit ADHS verdeutlicht, ist, dass man auf der Autobahn fährt und ständig das Auto mit dem Lenkrad wieder zurück auf die Spur bringen muss. „Die Natur des ADHS-Gehirns ist, dass es überall hinmöchte, nur nicht geradeaus“, sagt Anja Matthausch. Warum ADHS bei Frauen schwierig zu diagnostizieren ist Weibliche Hormone und damit verbundene Zyklusschwankungen oder Emotionen erschweren die Diagnostik bei Frauen. Es gibt kein stabiles Symptombild. Hinzu kommt die Sozialisierung. Während Männer dahin tendieren, eher zu delegieren, haben Frauen einen zu hohen Anspruch an sich selbst und nehmen zu viele Dinge an. Verhaltensweisen werden oft als Persönlichkeitsmerkmale verstanden, auch vom ADHSler selbst. Dies im Umfeld zu kommunizieren ist eine weitere Aufgabe. Nach außen benennt sie ihre Störung selten. Eher kommuniziert sie es über die Bitte zur Hilfestellung. Kein Zeitgefühl – Tools für den Alltag Struktur ist ein großes Wort im Kontext von ADHS. Wichtig ist es, Leitplanken, innere Strukturen zu schaffen. ADHSler können sich nur schlecht lenken und dies nur mit größerem Aufwand. Es gibt nicht den linearen Weg. Viele Dinge müssen sie anders angehen. Darum braucht es Hilfestellungen. Auch deswegen, weil ADHSler kein gutes Zeitgefühl haben. Etwas passiert jetzt, oder irgendwann. Methoden, welche den Alltag erleichtern können, sind die Zeit fühlbar zu machen. Sinnvoll sind Kalender und Timer-Systeme, aber auch digitale Tools und Blätter Papier, auf denen alles festgehalten wird, was nicht behalten werden kann. Mit oder ohne Medikamente und Bewegung für die Ruhe Je nach Ausprägung kann der Einsatz von Medikamenten minimiert werden. Er kann aber auch sehr hilfreich sein, sagt sie. Um mit weniger auszukommen, brauche es ein Umfeld, das genügend Freiraum bietet, um eigene Strukturen setzen zu können. Ein zu begrenztes Umfeld schränkt ADHSler ein. Zur Ruhe kommt Anja Matthausch über körperliche Aktion. Hilfreich sind moderates Training wie Yoga, Radfahren oder Joggen. So bekomme sie Ruhe in den Kopf. Das gelingt besser über die Bewegung, als über mentale Gedankenarbeit. Förderlich ist auch ein minimalistischer Lebensstil. „ADHSler können nicht gut priorisieren. Darum ist es besser, nicht alles zu voll zu packen. Je weniger Entscheidungen ein ADHSler treffen muss, umso besser“, sagt Anja Matthausch. Folge direkt herunterladen
Wed, 17 Apr 2024 - 24min - 93 - Apropos ... die Balance von Körper und Geist!
Um die ganzheitliche Betrachtung und die komplexe Interaktion von Fühlen, Denken, Spüren und Handeln, geht es in dieser Folge mit Daniela Botz und Karolin Friese. Die beiden Psychotherapeutinnen rücken die Bedeutung des Zusammenspiels von Körper und Psyche in den Fokus. Sie haben eine alltags- und praxistaugliche Mischung ziel- und lösungsorientierter Techniken zusammengestellt, mit denen wir Gefühle regulieren können. Diese körperzentrierten Übungen umfassen Yogaelemente, achtsamkeitsbasierte Techniken und hypnotherapeutische Methoden. Durch das Erleben von Gefühlen resilient werden Ohne unsere fünf Sinne können wir nichts wahrnehmen und nichts fühlen. Und ohne unser Gehirn gibt es kein Bewusstsein. Wir erfahren, wie wir durch unser zentrales Nervensystem Emotionen aktiv wahrnehmen und spürbar machen können. Mit emotionalen und psychischen Verhaltensweisen können wird unser inneres Erleben und umgekehrt unsere Verhaltensweisen durch Mimik und Gestik verändern. Stressreaktionen abbauen, in dem wir in Verbindung mit und die Aktion gehen Psychosozialer Stress bringt uns in emotionale Bedrängnis. Die Auslöser dafür sind komplex. Krisen und Beziehungen belasten uns. Gerade dann stoßen wir an die Grenzen unserer Widerstandsfähigkeit. Wie resilient sind wir und wie können wir uns vor Stressreaktionen schützen? Das gelingt mit körperzentrierten Übungen. Die beiden erläutern, wie. Indem wir lernen, uns selbst in einen Zustand zu bringen, in dem wir eine Verbindung zu uns selbst aufbauen und uns als Gesamtheit erleben. Haben wir einen Tunnelblick, sind wir chaotisch oder aggressiv, sind wir nicht mehr empathisch und mit uns verbunden. Diesen Zustand heißt es aufzugreifen, ihn zu akzeptieren und mit der Emotion mitzugehen, indem ich ihr nachgebe, ich laufe, boxe, schreie, bis die Spannung im Körper abgebaut ist und sich ein Gefühl der Ruhe und Sicherheit einstellt. Diesen Zustand zu erreichen ist das Ziel. Den Darm gut versorgen und richtig atmen Unser Darm ist durch den Vagusnerv unmittelbar mit dem Gehirn verbunden. Der Darm ist das zweite Gehirn und reagiert, wenn wir emotional stark reagieren, etwa durch Bauchgrummeln. Wird das Gleichgewicht stabilisiert, kann das Wohlfühlhormon Serotonin im Darm synthetisiert werden. Das gelingt umso mehr mit guten Bakterien, die durch Ernährung und Bewegung gefördert werden. Auch die Atmung hilft. Wir atmen oft zu viel und zu flach, was das Säure-Basen-Verhältnis aus dem Gleichgewicht bringt. Mit einer sanften Bauchatmung kann der perfekte pH-Wert gehalten werden. Auch wird der Herzschlag reguliert. Medientipp: „Körperorientierte Emotionsregulation“. Ein Kartenset zur praktischen Anwendung von Daniela Botz und Karolina Friese. Erschienen in der Reihe der Kompetenz-Boxen von Frauke Niehues und Ghita Benaguid im Junfermann-Verlag Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 03 Apr 2024 - 56min - 92 - Apropos ... Mutter ohne Kind!
Jede dritte Frau erlebt in ihrem Leben eine Tot- oder Fehlgeburt. So selten also ist sie nicht und trotzdem zählt sie zu einer der letzten Tabus unserer Gesellschaft, und das, obwohl sie zu eine tiefe Zäsur im Leben einer Frau bedeuten kann. Eva Lindner hat es selbst 2021 erfahren, was es heißt, Mutter ohne Kind zu sein. Die Journalistin, Trainerin und Moderatorin lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern im spanischen Valencia und hat einen klaren Appell: Das Thema muss mehr an die Öffentlichkeit und sowohl in der Wissenschaft als auch in der Politik sichtbarer werden, denn: betroffene Frauen werden übersehen. Offiziell Mutter erst ab der 24. Schwangerschaftswoche Eine Fehlgeburt ist ein kritischer Moment im Leben einer Frau. 80 Prozent der Fehlgeburten geschehen in den ersten zwölf Wochen der Schwangerschaft. Verlässliche Daten dazu gibt es allerdings nicht und auch keine Studien, denn meldepflichtig sind erst Totgeburten ab der 24. Schwangerschaftswoche mit einem Fötus über 500 Gramm. Alles andere verschwindet unter dem Radar. Diese Frauen gelten nicht als Mütter, obwohl sie schwanger waren und geboren haben. „Wir brauchen nicht nur verlässliche Zahlen dazu, sondern auch gezielte Maßnahmen, die dir Frauen unterstützen. Hier besteht großer Nachholbedarf“, sagt Eva Lindner. Frauen brauchen mehr Unterstützung in dieser fragilen Zeit Nach einer Fehlgeburt vor der 24. Schwangerschaftswoche gibt es oft keine Krankschreibung und keinen Mutterschutz. Dabei können sich in dieser fragilen Zeit Depressionen oder ein posttraumatisches Belastungssyndrom entwickeln. „Hier herrscht ein absoluter Missstand“, verweist Lindner auf eine wünschenswerte Unterstützung in der Zeit der Trauer, etwa in Form von Mutterschutz oder bezahlter Auszeit. Sie wünscht sich nicht nur die Reduzierung auf das Körperliche, sondern eine engmaschige Begleitung, Folgeuntersuchungen oder den Verweis der Ärzteschaft auf das Anrecht einer Hebamme und auf Selbsthilfegruppen. Die Fehlgeburt im medizinischen Fokus Es gibt drei Möglichkeiten, ein Kind tot zu gebären. Doch die Möglichkeit, es selbst abzustoßen und eine Ausschabung zu vermeiden, wird nicht propagiert. Das Wehen fördernde Medikament Cytotec ist in Deutschland verboten. Gründe für eine Fehlgeburt können eine Chromosomen-Anomalie, Schilddrüsenkrankheiten oder ein Myom sein. Weit verbreitete Risikofaktoren wie Alter, Drogen, und Stress seien wissenschaftlich nicht belegt, so Lindner. In Sachen Gleichberichtigung ist zwar schon viel passiert, aber das Patriarchat ist noch mitten unter uns: Die Gender-Medizin, wonach männliche und weibliche Körper getrennt voneinander betrachtet werden, gibt es in Deutschland erst seit den 90er-Jahren. Dabei liegen sowohl genetisch als auch hormonell komplett andere Voraussetzungen bei den Frauen vor. Lindner rüttelt auf, das private Thema politisch zu machen. Buchtipp: Eva Lindner: „Mutter ohne Kind“, Tropen-Verlag Folge direkt herunterladen
Wed, 20 Mar 2024 - 36min - 91 - Apropos ... sich ganz fühlen!
„Fühl dich ganz“ – das ist einfach gesagt, aber gar nicht so einfach: Wie kriegen wir das hin, glücklich zu sein, erfüllt und zufrieden zu leben? Sich ganz zu fühlen, im Reinen mit sich und den anderen zu sein? Lukas Klaschinski ist Psychologe, Verhaltens- und Kommunikationstrainer und Podcaster. Er ist Moderator und Autor, spricht in „Beste Freundinnen“ und in „So bin ich eben“ über Themen, die uns ganz persönlich beschäftigen. Lukas sagt: Lerne, deine Gefühle wahrzunehmen und auf sie zu reagieren. „Das ist ein echter Gewinn“. Von mangelnder Gefühlsbereitschaft Wir haben verlernt, in uns hineinzuhorchen. Unser emotionales Erleben ist eingeschränkt, sagt Lukas. „Unsere Gefühle wurden in den Keller gesperrt“ - aufgrund unserer Biographie, aufgrund der Sozialisation, aufgrund unseres Systems. „Wir haben ein großes Problem mit unserer Verletzlichkeit und unserer Scham. Zerbrechlichkeit und Traurigkeit werden weggesperrt. Aber sie sind vorhanden. „Nimm sie wahr und nutze sie, indem du lernst, durch Achtsamkeit die eigene körperliche Erregung und deine Gefühle zu spüren. Und lerne, sie zu akzeptieren. Gute wie negative Gefühle. Nehme wahr, akzeptiere und komme ins Tun – die ACT-Methode Leider haben wir Gefühle auf der Festplatte, die sich fest verankert haben. Da ist das Leistungsmotiv, dass wir uns nur wertig fühlen, wenn wir gut abgeliefert haben. Oder wir knabbern an fehlender Anerkennung, zweifeln an uns oder haben ständig Angst vorm Scheitern. Wir sind verstrickt in Gedanken, die uns daran hindern, etwas zu tun. „Doch es ist gut, Abstand davon zu nehmen“, sagt Lukas. Das Problem dabei: Wir machen etwas zu unserer Wahrheit, die nicht unsere ist. Die Aufgabe liegt darin, unser Gefühl mit den eigenen, tatsächlichen Werten abzugleichen. Nimm wahr, akzeptiere und komm ins Tun, sagt Lukas. Begegne deinen Gefühlen und reagiere auf sie nach deinen eigenen, echten Werten. Er erklärt die ACT-Methode und gibt Tools an die Hand. Die Akzeptanz- und Commitment-Therapie stammt aus der kognitiven Verhaltenstherapie. Darin werden verhaltenstherapeutische Techniken mit achtsamkeitsbasierten Strategien und Interventionen zur Werteklärung kombiniert und angewendet. In Beziehung zu sich selbst gehen Ein lebensgefährlicher Kite-Unfall in Südafrika hat Lukas` Sichtweise auf das Leben und seine Endlichkeit verstärkt in den Fokus gerückt. Sein wichtigster Appell neben der Gefühlsbereitschaft lautet: In Beziehung gehen - mit dir selbst und mit anderen. Wir sind soziale Wesen, wir brauchen einander. Sich und andere an die Hand nehmen: so kann „Fühl dich ganz“ gelingen. Buchtipp: Lukas Klaschinski, „Fühl dich ganz. Was wir gewinnen, wenn wir Emotionen verstehen und zulassen“, Knaur-Verlag 2024 Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 06 Mar 2024 - 48min - 90 - Apropos ... Erwachsenwerden!
Es ist wohl der größte Wunsch aller Eltern: Dass das Kind erwachsen wird und auf eigenen Füßen steht. Das geht nicht ohne Abnabelungsprozess auf beiden Seiten. Ein schwieriger Prozess, mit dem sich der Entwicklungspsychologe Dr. Claus Koch – selbst Vater von vier Kindern – seit Jahrzehnten beschäftigt. In dieser Podcast-Folge wollen wir den Fragen und Signalen nach dem Ende der Pubertät und dem Coming of-Age nachgehen und auch, wie Eltern ihr Kind durch diese oft schwierige Phase begleiten können. „Tritt zurück und bleibe verbunden“: Loslassen auf beiden Seiten „Tritt zurück und bleibe verbunden“. Das ist letztendlich der Kernsatz, den Claus Koch Eltern mit auf den Weg gibt. „Das Wichtigste, was wir den Kindern mit auf den Weg geben können, ist das Urvertrauen zu den Eltern“, sagt er. Auch wenn das Loslassen schwerfällt: Es ist ein notwendiger Prozess, damit der Sprung ins Erwachsenenleben gelingen kann. Koch skizziert sechs wichtige Bausteine, die in dieser Entwicklung, die er gerne als Odysseusjahre bezeichnet, wichtig sind: Authentizität, Selbstwertgefühl, Selbstwirksamkeit, Kommunikationsfähigkeit, Selbstkontrolle und Selbstfindung. Und: Erwachsenwerden braucht Zeit sowie Elternsein einen langen Atem brauchen. Koch nennt einen großzügigen Zeitraum bis zum 30. Lebensjahr. Erwachsenwerden ist eine Gratwanderung zwischen Loslassen und Losgehen. Das Kind auf der Odyssee-Reise: Den inneren Kompass erspüren Den inneren Kompass erspüren auf der Reise zu sich selbst ist keine leichte Aufgabe. In der Regel aber spüren die jungen Menschen, wohin es sie treibt. Noch müssen sie ihr Selbstbewusstsein und sich in der Eigenverantwortlichkeit schulen, dabei Abschied nehmen vom Kind und erkennen, dass sie so wie sie sind gut sind. Was aber, wenn das Kind auf seiner Reise verloren geht? Was ist, wenn das Kind mit der großen, weiten Welt und ihren Anforderungen völlig überfordert ist, wenn Panikattacken aufkommen, sich Ängste oder Depressionen entwickeln? Der Lockdown in der Pandemie hat es den jungen Menschen nicht gerade leicht gemacht, ihre Beziehungskompetenzen entwickeln zu können. Soziale Medien, die Film- und Popkultur und vor allem die persönlichen Kontakte zu Freunden haben einen großen Einfluss. Koch analysiert diese „schwierige, aber auch schöne, intensive Zeit“. Trotz Kontrollverlust zur sicheren Bindung – das geht mit Vertrauen Wichtig ist, dass die Jugendlichen ihre eigene Identität aufbauen. Und das geht über die Kritik an den Eltern. Spannungen inklusive. „Als Eltern müssen wir erkennen, dass wir die Kontrolle über unsere Kinder verlieren. Wir müssen darauf vertrauen, dass alles gut geht, wenn sie nachts bis drei Uhr ausleiben“, sagt er. Wenn es Eltern gelingt, dass ihr Kind gesehen und gehört wird, dass es sich anerkannt und geborgen fühlt, haben sie alles für eine sichere Bindung getan. Wie schön, wenn ein junger Mensch dann sagen kann: „Ich will mein Leben sinnvoll gestalten“. Dr. Claus Koch ist Psychologe und Publizist und beschäftigt sich mit der Entwicklungspsychologie von Kindern und Jugendlichen unter psychoanalytischen und bindungstheoretischen Aspekten. Buchtipp: „Wenn aus Jugendliche Erwachsene werden – Leben und Bindung junger Menschen zwischen 18 und 30 Jahren“, Klett-Cotta 2024 Folge direkt herunterladen
Wed, 21 Feb 2024 - 47min - 89 - Apropos ... Binge-Eating!
Binge-Eating – Fresssucht. Essen hat eine Zusatzfunktion übernommen. Wer unter einer Essstörung leidet, kompensiert mit dem Essen Gefühle von Einsamkeit und Unzufriedenheit. Essen wird zur Belohnung. „Ein gestörtes Essverhalten hat Ursprung in der Kindheit“, sagt Julia Sahm. Sie ist Live-Coach, Heilpraktikerin und Psychotherapeutin und Expertin auf dem Gebiet der Essstörungen. Menschen, die darunter leiden, haben oft ein fehlendes Selbstwertgefühl, das gekoppelt ist an viele hinderliche Glaubenssätze aus der Kindheit. Wir maßregeln uns mit einer falschen Disziplin, die uns immer wieder unter Stress setzt. Die Chance liegt darin, neue Gedanken und neue Gewohnheiten zuzulassen, die uns ebenso Geborgenheit und Sicherheit schenken können. Nicht immer nur ans Essen denken Wer immer nur ans Essen denkt, sollte sich überlegen, ob er nicht schon einer Sucht verfallen ist. Magersucht, Bulimie oder Fresssucht: Bei jeder Essstörung steht der Gedanke um das Essen im Fokus. Julia Sahm erläutert nicht nur die unterschiedlichen Essstörungen, sondern auch die Ursachen, die bei allen gleich sind. Auch erläutert sie, was in unserem Körper passiert, wenn wir „Suchtsubstanzen“ zu uns nehmen. Man muss die Beziehung zu sich selbst heilen Wer eine Essstörung hat, sollte die Beziehung zu sich selbst heilen, sagt sie. Der erste Schritt aus einer Essstörung ist, achtsamer zu sein. Und es geht nicht, ohne uns mit der Vergangenheit auseinandersetzen und zu lernen, alte Gewohnheiten abzubauen und neue zu finden, die uns das fehlende Gefühl der Geborgenheit vermitteln. Neue Gewohnheiten finden Julia Sahm ist kein Fan von Diäten. Vor allem nicht, wenn man schon ein Leben lang damit ein Problem hat. Essen darf sich nicht wie ein Kampf anfühlen, sagt sie. Intervallfasten kann eine Lösung sein. „Hauptsache, das Essen rückt nicht ständig in den Fokus“. Es muss aus dem Kopf. Die Chance liegt darin, neue Gedanken zuzulassen. Etwas zu finden, was einen ebenso geborgen und sicher fühlen lässt. Schritte daraus sind sich selbst zu beobachten. Welche Lebensmittel lösen das Suchtverhalten aus? Welche Gewohnheiten verknüpfen wir mit dem Essen? Entspanne ich mich mit der Chipstüte vorm Sofa? Worin kann ich außerdem Halt, Geborgenheit und Sicherheit finden? Im Buch lesen, im Sport machen, in der Spiritualität oder im Freundeskreis? Wichtig ist, dass wir uns selbst besser kennenlernen, Selbstliebe entwickeln und uns positiv stärken, sagt Julia Sahm. Buchtipp: Julia Sahm: „Dein inneres Kind will satt werden. So stillst du deinen seelischen Hunger und befreist dich von emotionalem Essen“. Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 24 Jan 2024 - 50min - 88 - Apropos ... Gruppentherapie!
Du bist in einer Reha und fragst dich, ob die gruppentherapeutischen Sitzungen dir nutzen? Wie sinnvoll diese als Ergänzung in der psychotherapeutischen Anwendung sind, erläutert in dieser Folge Lena Scholz. Sie ist Psychotherapeutin für Verhaltenstherapie und hat als Therapeutin mit Zusatzqualifikation in Gruppentherapie im ambulanten wie stationären Bereich sehr gute Erfahrungen gesammelt. Außerdem hat sie mit dem Psychotherapeuten Jan Kiesewetter ein Konzept für das seit Oktober 2021 eingeführte niederschwellige Angebot der Gruppentherapeutischen Grundversorgung entwickelt. Mit ihm kann im Rahmen eines ambulanten Settings in nur vier Sitzungen Hilfestellung geleistet werden, die nicht über ein längeres Antragsverfahren bewilligt werden muss. Lena Scholz ist der Meinung: Gruppentherapie bringt etwas! Gruppentherapie schult die soziale Kompetenz Die Gruppentherapie ist eine wertvolle und sinnvolle Ergänzung zur Einzeltherapie. Vor allem wenn es darum geht, die soziale Kompetenz zu trainieren. „Nur in der Gruppe kann ich üben, Nein zu sagen oder mich einzubringen“, sagt Lena Scholz. Gruppen haben besondere Wirkfaktoren, die in der Einzeltherapie nicht wirken. Auch geht es darum, Austausch zu erleben, „dass man bei der Bewältigung seiner Probleme nicht allein ist mit seinen Belastungen und Einschränkungen“. Die Universalität des Leidens als entscheidender Wirkfaktor spielt eine große Rolle. „Zu erkennen, dass ich nicht allein bin mit meinem Problem ist entlastend – egal bei welcher Störung“. Ziel der Gruppentherapie ist es, ein offenes Vertrauensverhältnis zu schaffen, in dem die Teilnehmenden den Umgang mit Gefühlen lernen und auch ausdrücken können. Es gibt unterschiedliche Arten von Gruppen. Im ambulanten Bereich wird geschaut, wo und für wen sie gedacht ist – für Patient:innen oder Angehörige, für Selbsthilfegruppen ohne therapeutische Leitung, für Therapieverfahren oder ein Kompetenztraining, zur Bewältigung eines Traumas, einer sozialen Phobie oder einer Borderline-Störung. Check In – Check Out: In der Regel wird immer geschaut, was die Patient:innen brauchen und was die Gruppe beitragen kann. Es gilt, sich aktiv einzubringen – in einer psychoedukativen Gruppe wie im Rahmen einer Reha genauso wie bei ambulanten Sitzungen. Es geht nicht um die einzelne Lebensgeschichte, sondern um einen übergeordneten Rahmen. Sich mit Wünschen und Fragen einzubringen ist insofern wichtig, damit die Stunde bedarfsorientiert gestaltet werden kann. Vorteile der Gruppentherapeutischen Grundversorgung Psychotherapieplätze sind Mangelware. Mit der Umsetzung der Gruppentherapeutischen Grundversorgung zum Oktober 2021 soll die Gruppentherapie zugänglicher gemacht werden – sowohl für Patient:innen als auch Therapeut:innen. Lena Scholz und ihr Kollege Jan Kiesewetter haben in ihrem Buch über die Gruppentherapeutische Grundversorgung ein Konzept erarbeitet. Vier Sitzungen à 100 Minuten einmal wöchentlich sind vorgesehen. Ziele sind, Grundlagen der Verhaltenstherapie zu vermitteln sowie – aus Sicht des Patient:innen – auslösende Faktoren für seine psychische Störung zu verstehen, Stressreaktionen zu erkennen oder den Umgang mit Emotionen zu erlernen. Lena Scholz ist psychologische Psychotherapeutin für Verhaltenstherapie und arbeitet im stationären sowie im ambulanten Psychotherapiesetting. Sie hat an der Rijksuniversiteit Groningen studiert und an der CIP Kirinus Akademie München gearbeitet. Sie hat im Rahmen der Verhaltenstherapie eine Gruppenzusatzqualifikation erworben und ist außerdem als Therapeutischer Clown unterwegs. Buchtipp: „Gruppenpsychotherapeutische Grundversorgung“, das Manual zum antragsfreien Versorgungsangebot. Klett Cotta-Verlag 2023 Folge direkt herunterladen
Wed, 10 Jan 2024 - 28min - 87 - Apropos ... Mimik, Gestik, Sprache!
Der Ton macht die Musik. Wir teilen uns nicht nur über Sprache mit, sondern auch über die Gestik. Der Trainer für Gewaltfreie Kommunikation (GFK) und Mimikexperte Al Weckert aus Berlin beschäftigt sich mit den Zwischentönen, die wir mit unserer Gestik beim anderen hinterlassen. Wie sagen wir es und was sagen wir wirklich? Diese Folge spürt einer einfühlsamen Kommunikation nach, einem achtsamen Zuhören und Antworten und einer Sprache, die es uns erleichtern kann, unsere und die Bedürfnisse des anderen zu erfüllen. GFK birgt große Chancen für die Arbeitswelt Die GFK bietet große Chancen für die Arbeitswelt. Wie oft funktioniert die Kommunikation da nicht – mit den Kollegen, mit dem Chef. Da kommen Botschaften oft nicht richtig an oder es wird einfach geschluckt, ohne die eigenen Bedürfnisse zu hinterfragen. Unangenehme Emotionen lösen negative Gefühle wie Wut oder Angst aus. Sie und damit auch die eigenen Bedürfnisse und die des anderen wahrzunehmen ist ein erster Schritt, um sich auf Augenhöhe zu begegnen und Lösungen für einen Sachverhalt zu finden. Die Mimikresonanz ist dabei ein wertvolles Tool, das die GFK ergänzt. In der Folge verhilft die Kombination beider, die Gesundheit am Arbeitsplatz zu erhalten und Fehlzeiten minimieren. In die Mimikresonanz gehen Die vier Schritte in der GFK – sie fußen auf der werttfreien Beobachtung einer Situation, der Wahrnehmung von Gefühlen, der Benennung der eigenen Bedürfnisse und der Formulierung einer Bitte. Alles fußt darauf, dass wir etwas aufgrund von Bedürfnissen tun und nicht auf der Basis von Richtig und Falsch. Das Ziel: Situationen zu schaffen, in denen Bedürfnisse auf beiden Seiten erfüllt werden können. Dies als Hilfe zur Selbsthilfe, die sogar recht schnell und mit großer Wirkung erlernbar ist. Dabei hilft die Mimikeresonanz. Sie erleichtert das Nachspüren von Gefühlen. Worte und ihre Darstellung sind zwei verschiedene Informationskanäle. Mit Körpersprache – der Gestik und Mimik im Gesicht – können wir schneller eine Verbindung zum anderen herstellen als nur mit Worten. Inkongruenzen, Unstimmigkeiten, zwischen der Körpersprache und dem Gesagten stören die Verbindung. Sie bewusst wahrzunehmen und in eine stimmige Reaktion mit unserem Körper zu bringen, bzw. sie an unserem Gegenüber zu erkennen, erleichtert die Kommunikation gewaltig. Durch die bewusste Wahrnehmung von Emotionen auch auf der körperlichen Ebene, können wir und kann sich unser Gegenüber authentischer mitteilen. Voraussetzung dafür ist ein aktives Zuhören und ein tieferes in sich und den anderen Hineinspüren. „Diese kombinierte Methode von GFK und Mimik führt zu Dankbarkeit und Freude beim anderen, weil er sich verstanden fühlt und zeigen kann, was ihn wirklich bewegt“, ist Al Weckert überzeugt. Al Weckert ist von Hause aus Volkswirt und arbeitet mit der Gewaltfreien Kommunikation überwiegend in großen Unternehmen und Organisationen. Dort bildet er Mitarbeiter und Führungskräfte im Umgang mit schwierigen Gesprächssituationen aus, zum Beispiel im Change Management, in Service Centern, IT-Abteilungen, Behörden und Krankenhäusern. Tipp: GFK-Online-Seminar „Grundlagen der Gewaltfreien Kommunikation“ in Zusammenarbeit mit dem Junfermann Verlag, www.empathie.com Tipp: Online-Seminare zur Gewaltfreien Kommunikation: „Grundlagen der Gewaltfreien Kommunikation“ „Mediation: Konfliktklärung mit Gewaltfreier Kommunikation“ Folge direkt herunterladen
Wed, 27 Dec 2023 - 40min - 86 - Apropos ... Mental Health!
Aus Tiefschlägen heraus in ein neues, erfüllteres Leben: Dominique de Marné hat nach zehn Jahren der Sucht und Depression für sich einen Weg herausgeschafft. In dieser Folge soll es nicht unbedingt um die Extreme des Lebens gehen, sondern vielmehr darum, ihnen vorzubeugen. Mit mentaler Fitness. Was können wir tun, um in einer Zeit der stark belastenden Krisen psychisch gesund zu bleiben? Die Ressourcen dazu stecken bereits in uns. Dass das Thema der psychischen Krankheiten immer noch von Stigmen und Klischees besetzt ist, macht es nicht einfacher. Raus aus der Tabuisierung – auch dafür spricht sich Dominique de Marné aus, die in München ein Gesundheitskompetenzzentrum gegründet hat. „Um den Teil kümmern, den ich beeinflussen kann“ Es geht um Selbstfürsorge - das ist schon mal klar. Aber es geht auch ums Reden, um das sich Mitteilen, wenn man in Not ist, wenn man eine Fassade aufrechterhält und doch innerlich verkümmert. Bei einer vorangegangenen psychischen Erkrankung geht das Risiko eines Rückfalls zwar nicht weg, aber es gibt Tools, mit denen wir – und das gilt für uns alle - unsere mentale Fitness auch prophylaktisch beeinflussen können. Zum Erhalt ihrer Mental Health Maintenance hat Dominique de Marné eine ganz persönliche umfangreiche Morgenroutine in ihren Alltag eingebaut hat. Laufen, Krafttraining und Meditation lassen in ihr mehr Engelsstimmen als Teufelsstimmen hochkommen. „Ich kümmere mich um den Teil, den ich beeinflussen kann“, sagt sie. Mehr Lebensqualität erfahren wir, in dem wir kommunizieren, Unterstützung annehmen und uns der eigenen Bedürfnisse und Warnzeichen bewusstwerden. Weg von der Schwarzweißmalerei Bist du psychisch gesund? Erste Check-In-Fragen nach der mentalen Gesundheit sind: Wie ist mein Ess-, wie mein Schlafverhalten? Was sagt meine innere Stimme? Ist sie positiv gestimmt, ist sie mir eine gute Freundin? Nehme ich mir täglich ein paar Minuten Zeit nur für mich in der Stille ohne Ablenkungsmanöver? Viel zu oft orientieren wir uns am Äußeren der Gesellschaft. Doch was tut uns wirklich gut? Social Media und Handy sind es in der Regel nicht. Selbstfürsorge ist mehr als Gurkenmasken und Massage, sagt Dominique de Marné. Es bedeutet, sich echte Zeit für sich selbst zu nehmen. Oft bedeutet es auch, sich Grenzen zu setzen. Wir schauen auf Kinder und Jugendliche. Was sind ihre Bedürfnisse und wie können wir als Eltern sie wirklich erreichen? Besonders wichtig: Mentale Gesundheit darf Spaß machen. Zu oft wird der Fokus auf die Krankheit gelenkt, werden Stress und Depressionen mit einer belastenden Schwere assoziiert. Es geht auch darum, mehr Leichtigkeit ins Leben zu bringen. Mehr Achtsamkeit für mich und andere. Und mehr Dankbarkeit. Frage dich: Tauchst du selbst auf bei der Frage auf, wer die wichtigsten Menschen in deinem Leben sind? Nein? Dann setze dich selbst auf die Liste! Spiele selbst die erste Geige! Dominique de Marné ist Speaker for Mental Health, Autorin, Rednerin und Unternehmerin. Sie ist in Schulen und Unternehmen unterwegs und hat ein Gesundheitskompetenzzentrum in München gegründet mit dem Namen Mental Health Crowd. Folge direkt herunterladen
Wed, 13 Dec 2023 - 38min - 85 - Apropos ... innere Bilder verändern!
Wir drehen uns im Kreis. Immer wieder brechen alte Verhaltensmuster in uns auf, wenn wir ein Problem lösen wollen oder und die Kommunikation mit dem Kollegen nicht gelingt. Meist bewegen wir uns in eingefahrenen „Teufelskreisen“, im Denken, Fühlen und Handeln. Dabei werden wir von inneren Bildern gesteuert, die sich automatisiert haben – sagt Dr. Ilka Hoffmann-Bisinger, die auf diesem Gebiet intensiv geforscht hat, unter anderem mit Koryphäen wie dem Verhaltensforscher Paul Watzlawick in den USA. Was muss passieren, um solche Blockaden zu lösen und wieder in den Flow zu kommen? Dr. Ilka Hoffmann-Bisinger entwickelte den Ansatz „Ask!“, eine erfolgreiche und in der Praxis bewährte Herangehensweise. Inzwischen wird das Ask!-Modell sowohl in Therapie als auch im Coaching angewandt. Das Anwendungsgebiet wurde im Laufe der Jahre von Einzelnen auf Paare und Gruppen erweitert. Mit inneren Bilder Blockaden lösen Mit Ask steht bei Psychotherapien und Coachings die gemeinsame Arbeit auf der analogen, intuitiven Ebene an den inneren Bildern der Klient:innen im Zentrum, die einen Perspektivwechsel bisher verhindert haben. Sie beschreibt die theoretischen und methodischen Hintergründe der Analogen Systemischen Kurztherapie, kurz, dem ASK-Modell. Wahrnehmen, Denken, Fühlen, Erinnern und Verhalten werden durch affektiv-emotionale Prozesse und implizites Wissen beeinflusst. Wir sind der Konstrukteur unserer eigenen Wirklichkeit und leben in einer ganz individuellen Blase. Uns daraus lösen können wir, wenn wir alte Verhaltensmuster aufbrechen und uns neue Perspektiven eröffnen. Dabei helfen uns innere Bilder, die uns von klein auf prägen, die unser Denken, Fühlen und Handeln leiten. Aufgrund dieser Bilder, die immer wieder abgerufen werden, bilden sich Muster. Manche dieser Bilder öffnen uns für neue Erfahrungen und lassen uns wachsen. Manche tragen dazu bei, dass wir uns verschließen, an Gewohntem, aber längst Überholtem festhalten und stagnieren, ja sogar leiden. Innere Bilder aber sind der Schlüssel dafür, ob wir uns unwohl fühlen, feststecken und leiden oder ob es uns gutgeht, wir uns entwickeln und am Leben erfreuen. Genau diese Funktion von inneren Bildern lässt sich methodisch für Veränderungsprozesse nutzen. Sie können in Therapie und Coaching genutzt werden, um Ressourcen zu erschließen und Muster zu unterbrechen. Es geht um Menschlichkeit Durch die bildhafte Sprache auf analoger Ebene werden hilfreiche Ressourcen aktiviert, die im Alltag vom Verstand blockiert werden. Jeder Mensch verfügt über diese inneren Ressourcen, die er häufig nicht nutzt. „Beim Ask!-Modell geht es um Menschlichkeit und den Blick auf die Realität der Klient:innen, mit ihrer Sicht auf die Dinge. Sie selbst sind Experten für die Lösung ihres Problems, denn sie tragen die Ressourcen bereits in sich“, sagt Dr. Ilka Hoffmann-Bisinger. Durch Erfragen erfährt sie, was für ihr Gegenüber wirklich wesentlich ist und erfährt, welches innere Bild ihn oder sie im Denken, Fühlen und Handeln leitet. *** Dr. Ilka Hoffmann-Bisinger ist Diplom-Psychologin, Gründerin und Leiterin des Instituts für systemische Kurztherapie, Beratung und Ausbildung, dem iska-Berlin. Sie ist außerdem als Dozentin, Coach, Supervisorin und Lehrende für Systemische Therapie und Coaching im In- und Ausland unterwegs. 2007 erhielt die für eine erste Publikation dieses Ansatzes den Forschungspreis der „Systemischen Gesellschaft“. Buchtipp: „Innere Bilder – Der Schlüssel zur Veränderung“. (Klett-Cotta) Folge direkt herunterladen
Wed, 29 Nov 2023 - 33min - 84 - Apropos ... lebe achtsam!
Achtsamkeit: Der Begriff hat nahezu inflationär Einzug in unsere Umgangssprache gehalten, doch haben wir wirklich alle Aspekte erkannt und verstanden? Was ist Achtsamkeit und was ist sie nicht? Wie nutzen wir sie für uns selbst und als Mitglied der Gesellschaft? Dr. Indrani Alina Wilms lädt ein, innezuhalten und uns bewusst einer ganzheitlichen Achtsamkeit zu nähern, die sehr viel mehr beinhaltet als den Blick auf individuelle Selbstfürsorge. Die erläutert ihre Sicht auf eine Philosophie der Achtsamkeit für eine positiv ausgerichtete Gesellschaft, in der das Persönliche immer auch politisch ist. Achtsamkeit ist. Wichtig in diesem Zusammenhang ist die Definition von Achtsamkeit. Die Antwort ist simpel: Achtsamkeit ist. Achtsamkeit ist eine Lebensart, die wir immer und überall kultivieren können. Jeder neue Tag schenkt uns dafür unendlich viele neue Möglichkeiten. Alles, was wir benötigen, sind wir selbst und eine Bewusstheit über unser Sein, das wir über die Sinne erspüren. Die Lehren der Achtsamkeit sind besonders tief im Buddhismus verwurzelt. Buddha etwa sagt: „Es gibt keinen Weg zum Glück. Glücklichsein ist der Weg“ oder auch, dass der Mensch leidet, weil er Dinge besitzen und zu behalten begehrt, die ihrer Natur nach vergänglich sind. „Wenn du ein Problem hast, versuche es zu lösen. Kannst du es nicht lösen, dann mache kein Problem daraus“. Diese Weisheiten verquickt Alina Wilms mit einer tiefen Betrachtung der Achtsamkeit für uns und die Gesellschaft. Garten der Achtsamkeit Vereinfacht ausgedrückt, hat jeder Mensch einen eigenen inneren Garten, den es zu kultivieren gilt. Eine Form der Pflege besteht darin, sich Freiräume im Leben zu schaffen, in denen wir vom Multi- in den Mono-Modus zurückkehren. Dr. Wilms geht auf psychotische Chefs und eine umso wichtiger werdende achtsame Führung ein, aber auch auf achtsames Essen oder die Achtsamkeit mit Tieren und der Natur. Ihr Credo: Gutes tun und die Achtsamkeit als wiederkehrende Lebensart praktizieren, sich von negativen Einflüssen anderer zu entfernen, destruktive eigene Taten zu vermeiden und aus Gedankenspiralen herauszukommen. Ihre hoffnungsvolle Botschaft lautet, dass wir jederzeit in den Garten der Achtsamkeit zurückkehren können, um ihn zu kultivieren, ganz egal wie zugewuchert er auch sein mag. *** Dr. Indrani Alina Wilms ist Psychologische Psychotherapeutin, Supervisorin, Promi- und 360 Grad-Coachin. Sie ist als psychologische Expertin für sowie in Print und TV-Medien bekannt. Buchtipp: Dr. Indrani Alina Wilms und Prof. Dr. Sven Sohr: „Lebe anders!“Achtsamkeit und positive Psychologie, Junfermann Verlag 2023. Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 15 Nov 2023 - 46min - 83 - Apropos ... Grenzen zwischen dir und mir!
Das tägliche Miteinander ist eine Gratwanderung. Habe ich bei meinem Gegenüber den Bogen überspannt oder umgekehrt: habe ich eine verbale Verletzung erfahren? Grenzen zu erkennen und sie zu ziehen, verhilft uns zu einem respektvollen Umgang und Austausch auf Augenhöhe. Der Psychotherapeut und Bewusstseinsforscher Dr. Klaus Blaser erläutert in dieser Folge, wie eine friedvolle Kommunikation gelingen kann, indem er sein zwischenmenschliches Grenzmodell und die Besonderheit unseres psychischen Innenraums skizziert. Sein Fazit: Pflege und schütze deinen inneren Garten und respektiere den psychischen Innenraum deines Gegenübers. Grenzen zwischen Mein und Dein Beziehungen prägen das Leben. Beziehungen leben heißt, das Leben leben. Wir haben Beziehungen, die dauern fast ein ganzes Leben – Eltern, Kinder, Bruder, Schwester, Cousin. Andere dauern meist viele Jahre: Ehe, Partnerschaft, Freundschaften. Manche Beziehungen sind flüchtig, sind zufällige Begegnungen, kurze Affären, Kundenkontakte. Mit der „Analogie des Inneren Gartens“ hat Dr. Klaus Blaser eine neue Sprache entwickelt, mit der interpersonelle Grenzdynamiken sichtbar und sagbar gemacht werden können. Dabei beschreibt er die Grenzen zwischen Mein und Dein, definiert und schildert die trennende Linie zwischen meinem Inneren und meine Umwelt und wie wir unerwünschten Grenzüberschreitungen vorbeugen können. „Sobald wir uns unserer Grenzen bewusstwerden, werden sich unsere Beziehungen in einem positiven Sinn ändern“, weiß er. Im Inneren Garten dürfen wir König sein Achtsamkeit hilft uns dabei, die eigene und die Grenze des anderen genauer zu spüren. Dr. Klaus Blaser geht der Frage nach, wie es uns gelingen kann, mit Achtsamkeit eine freudvolle Beziehung zu gestalten. Die eigenen Grenzen zu stärken, sich im Moment und ohne Absicht zu begegnen, den anderen zu achten und zu ehren sind Verhaltenswege zu einer friedvollen Kommunikation. Dabei hilft der Blick in unseren inneren Garten, in dem ein Teil der Beziehung gelebt wird. In diesem psychischen Innenraum finden Austausch, Neuordnung, Entfaltung und Wachstum statt, die für unser Wohlbefinden und unsere Entwicklung entscheidend sind. Er gibt Gefühlen und Erfahrungen Raum, lässt Bilder sichtbar und Aufgaben spürbar werden. Ansichten bekommen einen Standort. Im Reich unserer Gefühle, im Land unserer gemachten Erfahrungen dürfen wir König sein. Dr. Klaus Blaser erläutert ein Kommunikationsmodell, in welchem der unbewusste zwischenmenschliche Austausch zum bewussten Auswechseln von Bildern, Erfahrungen, Gefühlen und Ansichten wird. Mit ihm geht es auf eine Entdeckungsreise, bei der wir Achtsamkeit üben, unseren Blick nach innen verfeinern und ein freudvolles Miteinander erlernen können. Dabei führt sein Blick auch auf die transzendente Ebene. Achtsamkeit führt zur Liebe. Da ist sich der Bewusstseinsforscher sicher. Dr. Klaus Blaser ist Psychiater, Psychotherapeut und Bewusstseinsforscher. Neben seiner Arbeit in der eigenen psychiatrisch-psychotherapeutischen Praxis Dr. med. Nick Blaser (blasernick.ch) in Basel gründete er die „School for Boundary Awareness“ (STARTSEITE – Horizologie) leitet Seminare im deutschsprachigen Raum. Buchtipp: „So bin ich – und du bist anders. Achtsam Grenzen setzen in Partnerschaft, Familie und Beruf“, Klett Cotta-Verlag 2023 Folge direkt herunterladen
Wed, 01 Nov 2023 - 29min - 82 - Apropos ... stark durch Krisen!
Resilienz – das Zauberwort dieser Tage, wollen wir in dieser Folge einmal mehr aufgreifen, eben weil es für unsere Psychohygiene von so großer Bedeutung ist und es so viele Aspekte um das Thema gibt, wie wir unsere Widerstandskraft stärken können. Dr. Johanna Gerngroß ist Notfall- und Traumapsychologin und kennt sich mit der Krisenintervention aus. In dieser Folge geht es darum, wie wir akute Krisen in den Griff bekommen können mit der Option, danach den eigentlichen Prozess der Veränderung anzugehen. Wege aus der Krise Was tun in einer akuten Krise? Wie verhalte ich mich als Betroffener, wie als Helfender? Was verbirgt sich hinter dem Helfersyndrom und was eigentlich ist eine psychosoziale Krise? Erleben wir Schlimmes, etwas, was uns verletzt oder mit dem wir überfordert sind, lassen und überbordende Gefühle in Schockstarre verharren. Johanne Gerngroß beleuchtet in dieser Folge zentrale Techniken der Gesprächsführung und Tools, wie wir Emotionen steuern können. Sie erläutert den Unterscheid zwischen Krise und Trauma und dass das Bauchgefühl kein schlechtes ist. Das Helfen selbst, andere Menschen in Krisen zu unterstützen, zu begleiten und zu beraten, ist anstrengend und zugleich auch immer ein zweischneidiges Schwert, da es zu einem Gefälle kommt zwischen der Person, die hilft, und der Person, die Hilfe braucht. Es wird aufgezeigt, wie man mit Gefühlsansteckung, persönlichen Betroffenheiten und eigener Hilflosigkeit zurechtkommt, man einer sekundären Traumatisierung vorbeugen und selbst Hoffnung und Zuversicht aufrechterhalten kann. Krise als Chance zur Veränderung Wie kommuniziere ich mit jemandem, der gerade eine Krise durchlebt? Ein wichtiges Tool in der Gesprächsführung ist das „Motivational Interviewing“. Als Notfallpsychologin weiß Johanna Gerngroß um die extremen Momente zwischen Leben und Tod und auch, dass sich Helfen gut anfühlt. Leider kann es auch übertrieben werden. Darum rückt sie auch den Aspekt des Helfersyndroms in den Fokus und wie man dieses im Zaum halten kann. Krise als Chance zur Veränderung: Hat man eine Krise akzeptiert und emotional in den Griff bekommen, geht es an die eigentliche Aufgabe. Es geht darum, Grundannahmen zu überprüfen und sein Leben neu aufzustellen. Johanna Gerngroß nennt acht Wege aus der Krise. Dazu zählen die Akzeptanz, den Kopf einzuschalten und aktiv zu werden, neue Wege auszuprobieren, sich Gleichgesinnte zu suchen, das soziale Netzwerk und positive Gedanken zu nutzen. Dr. Johanna Gerngroß lehrt an der Sigmund Freud Privat Universität in Wien Notfall- und Traumapsychologie, Traumapädagogik und Suizidprävention. Außerdem beschäftigt sie sich wissenschaftlich mit Krisenintervention und psychologischen Krisenmanagement. Zu ihrer psychologischen Praxis geht es hier: https://www.dr-gerngross.at/ Buchtipp: „Stark durch krisenhafte Zeiten: Resilienz fördern bei sich selbst und anderen“, Schattauer-Verlag 2023 Folge direkt herunterladen
Wed, 18 Oct 2023 - 42min - 81 - Apropos ... Tod!
„Mutig, lebendig und humorvoll leben und zugleich stets „abflugbereit“ sein! – Mit diesem Moto beginnt Rüdiger Standhardt sein Buch „Die Kunst, den Tod ins Leben einzuladen“. Der Diplom-Pädagoge und zertifizierte MBSR-Trainer schriebt weiter: „Während viele Menschen eine Hochzeit bereits ein Jahr im Voraus planen, sind Überlegungen zum eigenen Sterben sowie eine Planung der eigenen Abschlussfeier meistens nicht üblich. Obwohl es nur zwei Gewissheiten im Leben gibt – wir werden alle sterben, und wir wissen nicht wann – vermeiden viele Menschen zeitlebens das immer noch tabuisierte Thema Sterben und Tod und empfinden eine Scheu, sich mit der eigenen Endlichkeit zu beschäftigen. Und so ist es nicht verwunderlich, dass nur wenige Menschen in umfassender Weise geklärt haben, was nach ihrem Tod geschehen soll. Nur 30 Prozent der Deutschen haben eine Verfügung für den Todesfall getroffen, und noch weniger Menschen haben ihre letzten Wünsche verschriftlicht. Diejenigen jedoch, die sich mit Mut und Entschlossenheit dieser Aufgabe zugewandt haben, berichten davon, dass sie intensiver, freudiger und entspannter leben, weil die letzten Dinge geregelt sind. Albert Schweitzer hat das so formuliert: Wenn wir in Gedanken mit dem Tode vertraut sind, nehmen wir jede Woche, jeden Tag als ein Geschenk an, und erst wenn man sich das Leben so stückweise schenken lässt, wird es kostbar.“ Er hat festgestellt: Viele Menschen funktionieren nur und haben Angst vor dem Leben. Also leben sie lieber ein „ganz normales“ Leben: Sicherheitsorientiert, mittelmäßig, mit wenig Glanz in den Augen, gefangen in der Trance der Unbewusstheit. Sie leben „den Schrecken des halb gelebten Lebens!“, bringt er es auf den Punkt. Seine Empfehlung: Geh auf einen Friedhof und frage Dich: „Lebe ich gerade jetzt so, dass ich Ende der Woche sterben könnte?“ *** Rüdiger Standhardt, geboren 1962 in Bonn, ist Dipl.-Pädagoge und hat evangelischen Theologie studiert. Seit 1988 ist er selbstständig tätig in der Erwachsenbildung. Von 1990 bis 2016 Institutsleiter des Gießener Forum - Ausbildungsinstitut für achtsamkeitsbasierte Verfahren. Seit 2017 Institutsleiter des Forum Achtsamkeit - Institut für Ausbildung, Training und Coaching. Er ist Ausbilder für achtsamkeitsbasierte Verfahren (MBSR, TAA), Trainer für Persönlichkeitsentwicklung, Business Coach, und Initiator der jährlichen Fachtagung Achtsamkeit am Arbeitsplatz. *** Buchtipp: Rüdiger Standhardt: Die Kunst, den Tod ins Leben einzuladen, Klett-Cotta 2023. Linktipp: Abschiedskultur, die lebt – Willkommen bei Bohana Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 04 Oct 2023 - 56min - 80 - Apropos ... psychoaktive Massage!
Berührungen gehen unter die Haut. Sie lassen uns gut fühlen. Und das unabhängig von der Körpernähe eines anderen. Auch gezielte Berührungen wie im therapeutischen Kontext können in uns Emotionen auslösen. Gabriele Mariell Kiebgis ist Massage- und Körpertherapeutin und praktiziert die Psychoaktive Massage, die uns positiv beeinflussen und das Empfinden von Gefühlen neu beleben kann. Sie sagt: Diese Form der Massage ist psychotherapeutisch wirksam. Wie das funktioniert, erläutert sie in dieser Folge von Apropos Psychologie. Der Körperpanzer blockiert uns Ist das, was wir tun auch wirklich gut für uns? Ist es wirklich das Richtige für uns? Mit der Zeit bauen wir Menschen einen Körperpanzer auf, eine “persönliche Schale“, die uns daran hindert zu dem vorzudringen, was wir uns wirklich wünschen. Wie spüren nicht, ob der Beruf, den wir auswählen, die Beziehungen, die wir eingehen oder unsere allgemeine Lebensführung auch mit unserem Wesen verbunden sind. Gehaltene, unterdrückte oder kontrollierte Gefühle machen sich im Laufe des Lebens als organische oder seelische Störungen bemerkbar. Dazu gehören Rücken- oder Gelenkschmerzen, Unter- oder Übergewicht, Muskelverhärtungen, Schlafstörungen, Beziehungsstörungen, das Gefühl psychischer Überlastung bis hin zu Burn-out, Depression oder anderen psychischen Erkrankungen. Auch wenn unsere Balance von Körper und Psyche aus dem Lot ist, so schlummert unser eigentliches Potential immer noch in uns. Eine behutsame und sanfte Berührungstherapie kann dies freisetzen. Sie ermöglicht es, durch den Körperpanzer hindurch Gefühle wieder zu beleben, sodass der Mensch sie neu empfinden und seinem eigentlichen Wesen begegnen kann. Die Psychoaktive Massage unterstützt den Prozess, hin zu einem emotional freien und authentischen Leben. PAM als Bestandteil der ganzheitlichen Gesundheitsmedizin Die Massagetechnik, die Gabriele Mariell Kiebgis vorstellt, blickt auf eine Entwicklungs- und Praxiszeit von mehr als dreißig Jahren zurück und gilt als wissenschaftlich begründete Methode. Die Psychoaktive Massage, kurz PAM GMK®, geht weit über die Grundelemente von Technik und Ausführung hinaus. Ihre Wirksamkeit wird durch Erkenntnisse aus der neurobiologischen und psychoneuroimmunologischen Forschung untermauert. In dieser Podcast-Folge geht es um Berührungsmethoden, um körpertherapeutische Grundlagen, unser Körper- und Leibgedächtnis, die Körperhaltung, die Körperordnung und das Gewohnheitsprinzip. Es geht um die emotionale Anatomie und einen achtsamen Kontakt zwischen Klientin und Therapeutin. Außerdem wirft Mariell Gabriele Kiebgis einen Blick auf den aktuellen Stand der Forschung zur Psychoaktiven Massage als eine Methode innerhalb der ganzheitlichen Gesundheitsmedizin. Gabriele Mariell Kiebgis ist Massage- und Körpertherapeutin. Sie praktiziert neben der Psychoaktiven Massage auch die psychodynamische Körper- & Energiearbeit, biodynamische Psychologie sowie Gestalt- und Körpertherapie. Hier geht's zu Ihrer Praxis: Körpertherapie am Bodensee - Gabriele Mariell Kiebgis (koerpertherapie-am-bodensee.de) Buchtipp: „Lehrbuch über die Psychoaktive Massage (PAM) - Berührung als integrativ-komplementäre Therapie“, Schattauer-Verlag 2023 Folge direkt herunterladen
Wed, 20 Sep 2023 - 35min - 79 - Apropos …. Superkräfte!
Superwoman, Superman, Superpeople: Klingt vermessen, ist aber so. In uns allen stecken sechs Superkräfte, die uns den Weg zu unserem ganz persönlichen Lebensglück verhelfen. Wir müssen sie nur nutzen, sagt die Psychotherapeutin für Verhaltenstherapie und Supervisorin Dr. Nathali Klingen. Sie erläutert, wie es funktioniert, dass wir unsere Superkräfte erkennen, mit ihnen üben und für uns nutzen können. Superkräfte schlummern in uns Schlüsselwörter bei der Benennung unserer sechs Superkräfte sind Achtsamkeit, Defusion, Akzeptanz, das Beobachter-Selbst, Wertekompetenz und Entschlossenes Handeln. Nathali Klingen geht es nicht um den Anspruch einer Selbstoptimierung, sondern vielmehr darum, sich den ganz persönlichen Lebenswünschen bewusst zu werden und sie mit Hilfe der ACT, der Akzeptanz -und Commitment-Therapie, wahr werden zu lassen. Sie ist sich sicher: es funktioniert. ACT als wirksame Methode zum Leben Nathali Klingen ist erfahrene ACT-Therapeutin. Sie nennt mentale Impulse, die uns helfen, das zu erkennen, was wir wirklich möchten. Dabei sind die Superkräfte nichts anderes als ein Veränderungsprozess hin zu psychischer Flexibilität. Die brauchen wir, um unsere Superkräfte richtig nutzen zu können. Die Wirksamkeit der ACT und ihrer so genannten Kernprozesse, nämlich der Superkräfte, ist belegt. Sie hilft uns, uns unserem Leben auf eine nicht bewertende Art und Weise zuzuwenden und führt dabei auch an Stellen, die weh tun. Die ACT ist eine erlebnisorientierte Therapie mit praxisnahen Übungen. Sie kann bei verschiedensten Störungsbildern wie Burnout, Depressionen, Angst- und Zwangsstörungen angewandt werden. Ziel ist es, die Dinge zu erkennen, die für unser ganz eigenes Leben eine echte Bedeutung haben. Die sechs Superkräfte eröffnen uns mehr Handlungsspielraum hin zu mehr Offenheit, Gelassenheit, Freude und Lebendigkeit - kurz: mehr Lebensqualität. Dr. Nathali Klingen ist Psychotherapeutin mit Schwerpunkt Verhaltenstherapie, Lehrtherapeutin, Supervisorin, Journalistin und Autorin. Gemeinsam mit Kolleg:innen führt sie die Fachpraxen für Depressionen, Angst und Burnout in München-Schwabing, in denen sie als Psychotherapeutin arbeitet. Buchtipp: Nathali Klingen: „Sechs Superkräfte für Ihr Leben – Wohlbefinden kann man lernen“, Klett Cotta-Verlag 2023 Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 06 Sep 2023 - 37min - 78 - Apropos ... schwierige Mütter!
Sie ist so selbstverständlich wie das Amen in der Kirche. Meint man. Die Liebe zur Mutter. Aber manchmal kann sie schwierig sein, wenn nämlich die Mutter das Problem ist. Nicht verarbeitete Traumata, tiefsitzende, nicht stimmige Glaubenssätze und negative Stimmungen werden auf das Kind übertragen, das ständig Schuldgefühle gegenüber der Mutter hat, weil es ihr nicht gut geht. Wie da rauskommen? Wie eine innige Beziehung zur Mutter, zum Kind aufbauen? Wie eine neue Position einnehmen? Dr. Waltraut Barnowski-Geiser ist Supervisorin und Psychotherapeutin insbesondere für Sucht- und Kindheitsbelastung und stellt sich diesen Fragen in unserer heutigen Folge. Auf den Tanz mit dem Leben einlassen Das Thema Mutter-Kind ist immer noch ein Tabu-Thema. Denn eigentlich soll ja alles fluppen. Jeder möchte ein wohl geratenes Kind in die Welt setzen, das selbstständig und souverän durchs Leben geht. Doch oft erschweren Mütter diesen Weg, die gefangen sind in sich selbst, in einer Krankheit, in einer Belastung, in einem Trauma oder einem sie überfordernden Erziehungs-Kodex, wie er jungen Eltern impliziert wird. Für beide Seiten – für Mütter und Kinder - gibt es eine Lösung. Waltraut Barnowski-Geiser hat sie in ihrem AWOKADO-Programm zusammengefasst. Die Buchstaben stehen für Achtsamkeit, die Würdigung, Orientierung, Klarheit, Anklang, Deckung und Offenheit. Gelingen kann die „Paar“-Beziehung, wenn sich achtsames Zuhören, ein echtes Interesse am Leben des Kindes, Vertrauen und Wertschätzung entwickeln, wenn das Kind lernt sich selbst wahrzunehmen und zu würdigen und für sich eine innere Heimat findet. Das geht auch mit Musik. *** Dr. sc. mus Waltraut Barnowski-Geiser hat im Rheinland unter den Fördertürmen das Licht der Welt erblickt, in Bonn auf Lehramt studiert und das 1. und 2. Staatsexamen für Deutsch und Musik gemacht. 2009 promovierte sie in Musiktherapie am Institut für Musiktherapie/Hochschule für Musik und Theater der Universität Hamburg. Ihr Forschungsschwerpunkt ist die Leiborientierte Musiktherapie bei familiärer Suchtbelastung. Das Lehren ist ihre Sache: Waltraut Barnowski-Geiser war als Lehrbeauftragte an Hochschulen, in Lehrerfortbildungen und therapeutischen Ausbildungsgängen, als Lehrerin, Beratungslehrerin und Musiktherapeutin tätig. Und bekam drei Kinder. Aktuell ist sie Lehrtherapeutin am Fritz-Perls-Instituts/Europäische Akademie für Gesundheit und hat eine Heilerlaubnis als Heilpraktikerin für Psychotherapie. Sie führt eine eigene Praxis in Erkelenz und ist Autorin für den Klett-Cotta-Verlag. Buchtipp: „Meine schwierige Mutter - Das Buch für erwachsene Töchter und Söhne“ Zum Blog von Dr .Waltraut Barnowski-Geiser: https://barnowski-geiser.de/index.php/category/blog/ Folge direkt herunterladen
Wed, 23 Aug 2023 - 37min - 77 - Apropos ... Kindheit mit Gewaltfreier Kommunikation!
Keine Schimpfwörter am Esstisch, nie Streit und immer nur ein harmonisches Miteinander? Geht das? Lea Sikor ist mit der der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg groß geworden. Wie, das erzählt sie in dieser neuen Folge von „Apropos Psychologie“. Kommunikation ist Empathie Natürlich hat der gute Umgangston auch etwas mit Sprache zu tun, aber in erster Linie mit Haltung. Eine gute Kommunikation gelingt, wenn man Empathie für sein Gegenüber und sich selbst entwickelt – sagt die 24-Jährige, die sich selbst vorstellen kann, in der GfK zu lehren. Gemeinsam an der Aufgabe gewachsen sind sie und ihre Eltern. Sie haben gelernt, Verständnis für den anderen zu haben und zu zeigen und nicht immer gleich vorwurfsvoll zurückzufeinden. Wie hat sie als GfK-Kind die Schule erlebt? Wie das Zuhause? Mit ihrer Kommunikation auf Augenhöhe ist sie bei noch Hierarchie gewohnten Lehrern nicht immer auf Verständnis gestoßen. Und zuhause ist auch das ein oder andere böse Wort gefallen. Immer aber galt die Marschroute: Verständnis für den anderen haben und ihn ernst nehmen. Haltung wichtiger als Sprache Lea Sikor gewährt Einblicke in ihr Leben und die GfK als ein Handlungskonzept, das mehr beinhaltet als die Verwendung von Worten. Verinnerlicht werden dabei vier Schritte: Das Beobachten der Situation. Die Wahrnehmung der Gefühle. Dem Blick nach den Bedürfnissen und das Formulieren einer Bitte. GfK ist Übungssache. Sie gelingt, wenn Kommunikation nicht als Angriff gesehen wird, sondern als ein empathischer Austausch, in dem sich jeder seiner eigenen Verantwortung bewusst ist. Und ja, bezogen auf das Erlernen dieser „neuen Sprache“ gibt es sogar Gefühle- und Bedürfnislisten, die den Wortschatz um Synonyme erweitern. Lea Sikor ist sich sicher: Die GfK ist eine Bereicherung im Leben, denn sie ist eine Möglichkeit, mit sich und anderen in eine wertschätzende Verbindung zu kommen. Und letztendlich auch ein Mittel für ein friedvolles Miteinander. *** Lea Sikor wurde von ihren Eltern Marianne Sikor und Markus Fischer nach den Prinzipien der GfK erzogen. Sie studiert in Göttingen Kommunikationspsychologie und möchte auch für sich die GfK beruflich weiterverfolgen. Sie ist als Autorin für den Junfermann-Verlag tätig. Buchtipp: „Geliebt ins Leben – Aufgewachsen mit GfK. Ein Mutmachbuch für Eltern“. Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 09 Aug 2023 - 24min - 76 - Apropos ... Bilder im Kopf!
Bilder wirken. Immer. Auch wenn nicht über sie gesprochen wird. Birgitta Schuler erzählt heute von der Kraft der Bilder in ihrer Beratungsarbeit und wie Metaphern einen Veränderungsprozess in besonderer Weise fördern können. Für die systemische Arbeit ist die Sprache tolles, bewegliches Medium, um gewünschte Prozesse zu initiieren, sagt die Literaturwissenschaftlerin und Mediatorin. Mit Sprache Veränderungen bewirken Mit Sprache können wir die Perspektive wechseln und unsere (innere) Haltung verändern. Sie bringt außerdem eine spielerische Komponente in den Beratungsprozess, der so einfacher und gelöster wird. Als Literaturwissenschaftlerin hat die Sprache für sie einen besonderen Stellenwert. Sie ermöglicht Dialog, Reflexion und Erkenntnis. In ihrem Arbeitsalltag nutzt sie sie als kreatives Instrument der Potenzialentwicklung, denn „Sprache gestaltet Wirklichkeit“. Negative Bilder überschreiben Mit dem metaphernsensiblen Coaching können negative Bilder in unserem Kopf überschrieben werden. Ihre Aufgabe ist es, diese Bilder bei ihren KlientInnen herauszuhören und in den Beratungsprozess zielführend einzubringen. „Den Kopf unterm Arms tragen“, „sich frei schwimmen“: Wichtig ist, dass die Metaphern von den KlientInnen selbst kommen. Birgitta Schuler nennt ganz konkrete Beispiele, wie die Arbeit mit zielführenden Metaphern Veränderungsprozesse erleichtern können. Das ist auch mit viel Reflexionsarbeit verbunden. Und hat neuronale Auswirkungen. Mit immer neuen Erfahrungen und Gedanken werden die Trampelfade in unserem Gehirn zu Autobahnen (Gerald Hüther). Je öfter wir etwas denken, desto schneller spult unser Gehirn etwas ab. Aber wir haben Einfluss darauf, welchen Trampfelpfad wir zur Autobahn machen – und das geht sehr gut mit Metaphern. Ob bei Prüfungsangst oder Karriere-Krise, im Einzel- oder Teamcoaching: Zielführende Metaphern erleichtern es uns, unsere Ziele zu erreichen. *** Birgitta Schuler ist Literaturwissenschaftlerin und Theologin, Lehrbeauftragte für Supervision, Coach und Mediatorin. Sie hat in Rodenkirchen bei Köln ihre Praxis und ist Autorin für den Junfermann-Verlag. Sie glaubt daran, dass Menschen Gestalter ihres Lebens sein wollen, Voller Begeisterung arbeitet sie für Menschen, die Entwicklung ermöglichen wollen, indem sie anschauen, was ist, um zu verwirklichen, was werden kann. Buchtipp: „Bilder bewegen – Coaching mit Metaphern“. Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 26 Jul 2023 - 28min - 75 - Apropos ... Alltagsängste!
Wer Angst hat, ist lebendig! Aufregung? Lampenfieber? Spinnenphobie? Panikattacken? Lebensangst? Wo fängt Angst an? Ist sie messbar oder rein subjektiv? Hindert sie mich an meinem „wahren Leben“ oder hilft sie mir sogar, es zu meistern? Über unsere manchmal gar nicht so alltäglichen Ängste und vor allem darüber, wie wir sie überwinden können, geht es heute im Gespräch mit dem Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie Pablo T. Hagemeyer. In einem Buch „Endlich klarkommen mit deiner Angst!“ geht er das Thema auf eine praxisnahe und versöhnliche Art an. Anstatt Ängste unversöhnlich zu behandeln, wie es oft zu Pandemiezeiten vorkam - möchte er auf die Bedürfnisse anderer eingehen und ihnen mit Respekt begegnen. Die meisten Ängste, so stellt er fest, sind versteckt sind, z.B. die Angst vor Ablehnung oder die Angst, sich selbstbewusst zu äußern. Auslöser für Angst ist dabei immer Stress. Wenn das Gehirn unter Stress steht, fällt es den meisten Menschen schwer, lösungsorientiert zu denken, ohne zu bemerken, dass es sich dabei um Angst handelt. Sind also auch Aufregung und Lampenfieber bereits Ängste? Pablo Hagemeyer sieht einen fließenden Übergang und ermutigt dazu, an der kognitiven Herangehensweise zu arbeiten, um Ängste als anregende Erscheinungen im Leben umzudeuten. Dabei ist der Kontext, in dem Ängste auftreten, entscheidend: Eine Angst vor weiten Flächen mag in Tibet sinnvoll sein, jedoch weniger in einer Großstadt. Egal wo sie auftritt und wovor: Angst beeinflusst unser Leben – im Positiven wie im Negativen. Wie wir unsere Ängste überwinden können, warum Storytelling in der Therapie so wichtig ist und was antike Motiv der Heldenreise damit zu tun hat, erklärt uns Pablo Hagemeyer heute im Podcast. *** Dr. med. Thomas Pablo Hagemeyer, 1970 in Bonn geboren, ist Arzt, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und in eigener Praxis in Weilheim niedergelassen. Seine Spezialgebiete sind Angststörungen und Narzissmus. Mit seinem Buch „Gestatten, ich bin ein Arschloch“ wurde er zum Spiegel-Bestseller-Autor. Er hat die Texte zur Hörfreund-CD-Reihe entworfen, die verschiedene hypnotherapeutische Fantasiereisen zur Entspannung umfasst, gelesen von Schauspieler Hans Sigl (www.hoerfreund.com). Auf www.sinnsucher.de ist Dr. Pablo Hagemeyer Experte für die Überwindung von Angst. Sein jüngstes Buch zu diesem Thema heißt: Endlich klarkommen mit deiner Angst | Junfermann Verlag Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 12 Jul 2023 - 54min - 74 - Apropos ... authentisch leben!
Zufriedenheit braucht Zeit! Was bedeutet es eigentlich, authentisch zu sein? Und was brauchen wir wirklich, um zufrieden zu sein? Der Psychoanalytiker Dieter Adler hat nach 30 Jahren in seinem Beruf die Erkenntnis gewonnen: Wir brauchen ganz wenig, um zufrieden zu sein. Es geht vor allem darum, unsere Persönlichkeit zu entwickeln und soziale Beziehungen zu pflegen. Doch dafür brauchen wir Zeit. Zufriedenheit ist kein schnell erreichbares Ziel, sondern ein Prozess, der Zeit und Hingabe erfordert. Dafür hat jede/r sein eigenes Tempo. Im Leben gibt es nur zwei Bereiche, in denen wir Entscheidungen treffen und Fehler machen können: im Beruf und in der Partnerschaft bzw. Familie. Im Leben gibt es nur zwei Bereiche, wo wir Entscheidungen treffen, und Fehler machen können: erstens im Beruf, zweitens im Bereich Partnerschaft und Familie. Menschen, bei denen beides gut funktioniert, sieht er in seiner Praxis nie. Es ist wichtig, in diesen Bereichen unsere Entscheidungen bewusst zu treffen und aus Fehlern zu lernen. Unser Innenleben ist dynamisch, es verändert sich ständig. Es ist daher am besten, unserem inneren Weg zu folgen und uns nicht in starre Vorstellungen und Konventionen einzuschränken. Wir sollten unseren eigenen Weg finden und ihn mit Leidenschaft verfolgen. Dabei spielen Sinnlichkeit und Genuss eine zentrale Rolle. Nimm dir beispielsweise die Zeit, um auf einer Landstraße durch Frankreich zu fahren und das Ziel langsam zu erreichen. Dabei geht es nicht nur darum, von A nach B zu gelangen, sondern auch darum, die Reise selbst zu genießen und in uns selbst anzukommen, wie Antoine de Saint-Exupéry es so treffend sagte. Und längst ist uns eigentlich klar: Geld allein macht nicht glücklich. Ja, Besitz kann uns zufrieden machen, aber je mehr Besitz wir haben, desto größer wird auch die Angst, ihn zu verlieren. Manchmal wird Besitz zu einer Ersatzbefriedigung für das Einkaufen, das Auspacken oder das oberflächliche Gespräch mit der Verkäuferin. Es ist wichtig, bewusst mit Besitz umzugehen und sich nicht von ihm abhängig zu machen. Am Ende des Tages passt der Sinn des Lebens auf dreieinhalb Seiten. Es geht darum, authentisch zu sein, unsere Persönlichkeit zu entwickeln, Beziehungen zu pflegen, unseren eigenen Weg zu finden, Sinnlichkeit zu erleben und bewusst mit Besitz umzugehen. Das klingt vielleicht nach wenig, aber es sind die grundlegenden Dinge, die uns wirklich erfüllen können. *** Dieter Adler ist Diplom-Sozialarbeiter und Diplom-Psychologe. Er hat eine Ausbildung zum Psychoanalytiker bei der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung (DPV) absolviert, ist Mitglied der DPV und der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung (IPA). Seit 30 Jahren ist er in eigener Praxis in Bonn (Psychoanalytische Praxis Adler (praxis-adler.de)) als Psychotherapeut, Psychoanalytiker, Gruppenanalytiker, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut mit Approbation und Kassenzulassung tätig. *** „Was wir wirklich bauchen. Erfahrungen eines Psychoanalytikers“ ist der Titel eines Buchs, das Dieter Adler bei Klett-Cotta veröffentlicht hat¨ Klett-Cotta :: Was wir wirklich brauchen - Dieter Adler. Folge direkt herunterladen
Wed, 28 Jun 2023 - 36min - 73 - Apropos ... Wertschätzung!
„Wie redest du eigentlich mit mir?!“ Was als Frage formuliert ist, entpuppt sich schnell als empörte Schuldzuweisung und Vorwurf. Wir fühlen uns angegriffen und nicht wertgeschätzt. Wertschätzung aber ist essenziell für gelingende Beziehungen in allen Bereichen unseres Lebens. Sie kann Kommunikationsbarrieren zwischen verschiedenen Kulturen und Nationalitäten abbauen helfen und ist Grundvoraussetzung für eine demokratische Kultur und Politik. Gottfried Orth, Theologe und Trainer für Gewaltfreie Kommunikation, erklärt weshalb Wertschätzung nur möglich ist, wenn wir die Bedürfnisse unseres Gegenübers wahrnehmen und in der Lage sind, unsere eigenen auszudrücken. Gleiche Bedürfnisse, aber unterschiedliche Strategien, sie zu erfüllen Die Gewaltfreie Kommunikation unterscheidet neun universelle Grundbedürfnisse, die auf der ganzen Welt allen Menschen gemeinsam sind: Selbsterhaltung Sicherheit Empathie Geborgenheit und Zugehörigkeit Erholung und Spaß Autonomie Sinn und Würde Feiern Spiritualität Die Strategien, sich diese Bedürfnisse zu erfüllen, sind dagegen unterschiedlich. Welche gibt es also? Gibt es gute und weniger geeignete? Darüber will ich heute mehr wissen. *** Prof. Dr. Gottfried Orth ist emeritierter Professor für Evangelische Theologie und Religionspädagogik. Zuletzt lehrte er an der TU Braunschweig. Er ist Mitglied im Team des ORCA-Instituts für Konfliktmanagement und Training und Leiter des Projektes Gewaltfreie Kommunikation – Theologie, Religionspädagogik, Schule. *** Wenn dir das Gespräch Lust gemacht habt, mehr über die wertschätzende Art der Kommunikation gemacht hat, wirst du in diesen Büchern von Gottfried Orth fündig: „Wertschätzung leben“ „Gewaltfreie Kommunikation in der Schule“ „Miteinander reden, einander verstehen“ „Gewaltfreie Kommunikation in Kirchen und Gemeinden“ Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 14 Jun 2023 - 40min - 72 - Apropos ... Messie!
Sammelleidenschaft oder Messie-Syndrom? Wann wir aus der Sammelleidenschaft eine Krankheit? Wie wird ein Mensch zum Messie und damit krank und warum? Gesunde Menschen haben Kriterien, wonach sie Dinge, die sie schon lange nicht mehr benutzen wegwerfen, oder Dinge, die ihnen heute nicht mehr gefallen, aussortieren. Ein Messie hat den unwiderstehlichen Drang, Dinge zu sammeln und ist anschließend nicht fähig, sich wieder von Ihnen zu trennen. Das pathologische Horten wurde im Januar 2022 in den ICD-11 aufgenommen und bezeichnet eine zwangsverwandte psychische Störung. Man versteht darunter die „Anhäufung von Besitztümern durch übermäßigen Erwerb oder durch Schwierigkeiten, sich von Gegenständen zu trennen – unabhängig von deren tatsächlichem Wert“. Veronika Schröter, Gründerin des Messie-Kompetenzzentrums in Stuttgart, betont, dass sich das pathologische Horten klar abgrenzen lässt gegenüber dem Vermüllungssyndrom und dem Verwahrleistungssyndrom. Es liegt keine Sucht- oder Zwangserkrankung, sondern ein Wertbeimessungsstörung zugrunde, meist infolge eines Bindungstrauma. Den Erkrankten wurde es schon in früher Kindheit aberkannt, einen eigenen Willen zu und im Familiensystem einen Platz zu haben, also angenommen und wertvoll zu sein. „Messies können ohne ihr Horten nicht stehen, atmen und leben!“, fasst Veronika Schröter es zusammen. *** Veronika Schröter ist Messie-Expertin mit selbst entwickeltem Ansatz: Identitätsbildende integrative Messie-Therapie. Sie ist Heilpraktikerin für Psychotherapie und weitere therapeutische Ausbildungen und Mitarbeiterin am Psychologischen Institut der Universität Freiburg zur Erforschung des Messie-Syndroms. In dem von ihr gegründeten Messie-Kompetenzzentrum in Stuttgart bildet sie qualifizierte, zertifizierte Messie-Fachkräfte nach Veronika Schröter® aus. Weitere Informationen zum Messie-Kompetenzzentrum findest du unter: https://messie-kompetenz-zentrum.de Weitere Infos über Veronika Schröter und ihre Arbeit gibt es auf ihrer Webseite: www.veronika-schroeter.de Hilfe zum Phänomen Messie durch die Messie Expertin Veronika Schröter (veronika-schroeter.de) Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 31 May 2023 - 37min - 71 - Apropos ... Workout für die Seele!
Fühl dir deinen seelischen Puls Immer getrieben & gehetzt? Zu viele Anforderungen, auf die du reagieren musst und keine Zeit, für das, was du wirklich magst im Leben? Hält dieser Eindruck länger an, kann aus einer steten diffusen Unzufriedenheit ein echtes seelisches Leiden werden. Es ist wichtig, keinen Dauerzustand aus einem seelischen Ungleichgewicht werden zu lassen. „Wir sollten uns öfter mal den „seelischen Puls“ fühlen“, rät Dr. Alice Romanus-Ludewig. Die Psychotherapeutin aus Hannover weiß, womit wir uns seelisch fit halten können. Ihr „Workout für die Seele“ richtet sie an dem AMOS-Prinzip aus. Es beschreibt die wichtigsten Faktoren, um Menschen resilienter zu machen: · Aktivität, · andere Menschen, · Optimismus und · Selbstakzeptanz. Aktivität ist entscheidend dabei! Jeder kann selbst etwas unternehmen, damit es ihm besser geht, jeder kann wachsen und sich entwickeln. Statt täglich eine neue To-Do-Liste zu schreiben, stell dir eine „To-Enjoy-Liste“ zusammen mit Dingen, die du magst oder gerne tust: mal ein leckeres Stück Kuchen holen, einen Spaziergang im Wald unternehmen, Musik hören. Jeder kann (wieder) lernen, kleine Momente, die Freude machen, in den Alltag einzustreuen. „Wer das ausprobiert, wird merken, dass das echt guttut!“ Außerdem sind zwischenmenschliche Beziehungen extrem wichtig! Menschen sind für Menschen das beste Heilmittel Wer dann noch seinen Optimismus trainiert – ja, das ist machbar! – und sich in Selbstakzeptanz übt, ist auf dem besten Wege, sich wieder wohl in seiner Haut zu fühlen. Im heutigen Podcast verrät Alice Romanus-Ludewig, welche Übungen dabei besonders gut helfen können. *** Dr. Alice Romanus-Ludewig ist Ärztliche Psychotherapeutin in eigener Praxis in Hannover. In ihren Seminaren erfahren Therapeuten alles Wesentliche über Trauma, Traumatisierungsfolgen und Grundlagen von traumatherapeutischer Behandlung nach dem RebiT®-Ansatz. hre Webseite findest du hier: www.alice-romanus.de Wer mehr zum Thema wissen möchte; hier gibt’s Buchtipps: Workout für die Seele Traumabewältigen Tiefer in die Traumatherapie und in den von Dr. Alice Romanus-Ludewig entwickelten RebiT®-Ansatz führt das Fachbuch Resilienz- und bindungsorientierte Traumatherapie RebiT Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 10 May 2023 - 31min - 70 - Apropos ... innerer Kritiker!
Lerne, das Leben schöner zu machen! Frieden mit unserem inneren Kritiker schließen? Freundschaft schließen sogar? – Innere Kritik ist ein wichtiger Teil der persönlichen Entwicklung und des Wachstums. Es ist die Fähigkeit, sich selbst anhand eines objektiven Kriteriums zu beurteilen und zu reflektieren. Doch was, wenn die Erwartungen, die wir an uns stellen, unangemessen hoch sind? Was, wenn diese nicht unsere eigenen sind, sondern von der Gesellschaft an uns gestellt werden? Wie kann es gelingen, die ewig selbstkritische Stimme mal ein wenig seltener oder leiser werden zu lassen? Boris Pigorsch, Psychotherapeut aus Duisburg, rät dazu, die überhöhten Ansprüche an sich selbst zu hinterfragen: Sind die Maßstäbe, die man an sich selbst stellt, wirklich realistisch? Ist die Erwartung, die wir an uns selbst stellen, überhaupt zu erfüllen mit den Kräften, die uns zur Verfügung stehen? Wichtig ist, sich bewusst zu werden, ob der eigene Kritiker noch im Rahmen ist. Ein gutes Maß an Selbstkritik kann motivieren, hilft, Ziele zu erreichen und uns zu entwickeln. Besteht jedoch ein gewisser Leidensdruck, gilt es, Grenzen zu setzen, Nein zu sagen und Prioritäten zu setzen. Nicht alles muss heute, sofort und perfekt erledigt werden. Der Hypnotherapeut empfiehlt eine einfache Übung: Stell dich morgens gleich nach dem Aufstehen einmal vor einen Spiegel und sage etwas Freundliches zu dir. Es müssen ja nicht gleich die berühmten drei Worte seine. Ein schlichtes „Das wird schon gut werden heute!“ oder „Du siehst gutgelaunt aus!“ reichen schon. Sein zusätzlicher Tipp: Schreib den Satz auf einen Post-it und klebe ihn an den Spiegel! Boris Pigorsch ist Psychologischer Psychotherapeut (VT), Dozent und Supervisor in eigener Praxis in Duisburg. Er ist von der Milton Erickson Gesellschaft (M.E.G.) in klinischer Hypnose zertifiziert. Auf M.E.G.-Tagungen sowie in Seminaren, Vorträgen und Webinaren vermittelt er verhaltens- und hypnotherapeutische Strategien im Umgang mit dem inneren Kritiker. Mehr über ihn erfährst du auf seiner Webseite: Boris Pigorsch, psychologischer Psychotherapeut (innerer-kritiker.de) Im Mai 2023 erscheint sein 100-teiliges Kartenset „Freundschaft mit dem inneren Kritiker schließen“ mit zahlreichen Übungen und hilfreichen Impulsen zu diesem Thema. Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 12 Apr 2023 - 30min - 67 - Apropos ... Liebe bei Hochbegabten!
Zu verkopft für die Liebe? Hochbegabte Menschen haben oft besondere Herausforderungen zu bewältigen, wenn es darum geht, den Partner fürs Leben zu finden. Obwohl sie wegen ihrer grundsätzlich sehr intensiven Gefühle – positiven wie negativen – oft von tiefer Sehnsucht erfüllt sind, sind gerade sie es, die einsam inmitten von Menschen sind, erklärt Andrea Schwiebert. Seit vielen Jahren begibt sie sich mit Ihren meist vielseitig begabten oder hochbegabten Klient:innen auf Spurensuche in berufs- und Lebensfragen: Wo fühlen sie sich lebendig? Mit wem können sie erfüllt lieben und leben und sind mit sich selbst im Einklang? Zur Gefühlsintensität von Hochbegabten kommen ihre hohen intellektuellen Fähigkeiten, die es einem anderen Menschen schwer machen können, mit ihrer Intelligenz und ihrem Wissen Schritt zu halten. Aus Sicht des/der Hochbegabten kann eine Beziehung, die intellektuell nicht auf Augenhöhe geführt werden kann, schnell langweilen. Die hohen Erwartungen, die sie intellektuell und im Gefühlsleben an sich selbst stellen, möchten sie gern auch von ihrem Partner oder ihrer Partnerin erfüllt wissen. Weil Hochbegabte oft auch unabhängig und freigeistig leben, haben viele von ihnen eine unstete Beziehungsbiografie. Eine offene und ehrliche Kommunikation mit dem Partner sowie die Bereitschaft, Kompromisse einzugehen, können helfen, eine erfolgreiche Beziehung aufzubauen, weiß die Sozialtherapeutin und systemische Beraterin aus Münster. Wie in ihrem Buch „Kluge Köpfe lieben anders“ ermutigt Andrea Schwiebert hochbegabte Menschen dazu, auch in der Liebe im Einklang mit sich selbst zu leben und individuelle Wege zu gelingender Kommunikation und zu mehr Verbundenheit mit sich selbst, mit anderen Menschen und mit dem Leben zu entdecken, die häufig außerhalb der Norm zu finden sind. *** Andrea Schwiebert hat sich seit vielen Jahren auf die Beratung und Begleitung hochbegabter Erwachsener in Berufs- und Lebensfragen spezialisiert. Sie ist Systemische Beraterin und Sozialtherapeutin und lebt in Münster. Mehr über sie erfährst du auf ihrer Webseite www.andrea-schwiebert.de. Sie hat das Buch geschrieben „Kluge Köpfe lieben anders“ *** Hast du einen Themenwunsch? Anregungen oder Kritik? Schreib uns an podcast@junfermann.de Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 29 Mar 2023 - 36min - 66 - Apropos ... Konflikte!
Wenn zwei sich streiten … … braucht es da wirklich einen Dritten? Seit 2012 gibt es in Deutschland das Mediationsgesetz. Es beschreibt die Mediation als eines der Verfahren, mit dem außergerichtlich Konflikte beigelegt werden können. Definiert wird „Mediation“ dort als „außergerichtliches, vertrauliches und strukturiertes Verfahren, bei dem Parteien mithilfe eines oder mehrere Mediatoren freiwillig und eigenverantwortlich eine einvernehmliche Beilegung ihres Konflikts anstreben.“ Christian Bähner ist ein solcher Mediator. Seit 2003 schon gehören Streit und Ärger zu seinem beruflichen Alltag. Vor allem aber die Fähigkeit, diese anstrengenden, zwischenmenschlichen Situationen in vielen Fällen beizulegen oder mindestens zu klären. Sein Ziel, in einem Unternehmen oder einer Gruppe eine konstruktive Konflikt-Kultur zu etablieren, erreicht mithilfe verschiedener Mediations-Werkzeuge. Sie funktionieren in der Arbeitswelt, in der Familie, in der Schule oder im Gemeinwesen gleichermaßen gut. Der Experte für „schwierige menschelnde Situationen“, rät noch vor der Analyse des Konflikts, sich folgende Fragen zu beantworten: Bin ich bereit, den Konflikt anzugehen?Wie erlebt der Einzelne den Konflikt?Mit welchem Ansatz möchte ich an den Konflikt rangehen?Wen möchte ich zur Unterstützung dazunehmen? In der Mediation verspricht Bähner niemals die „vollkommene“ Harmonie als Ziel; was er garantieren kann, ist Klarheit. Sie entlastet die Beteiligten, lässt erkennen, dass nun alles auf dem Tisch liegt, aber eben keine komplette Lösung zu erreichen ist. „Auch in der Arbeitswelt geht es fast ausschließlich um Beziehungskonflikte, fast nie sind es reine Sachkonflikte“, so der Freiburger Organisationsberater. Auch im Job neigen wir dazu, Negatives schnell auf unser Gegenüber zu projizieren. Oft reagieren wir im Affekt mit starken Gefühlen, die von Angst, Wut oder Trauer oder einer Mischung aus allem geprägt sind. Da stellen wir schnell die Frage nach der Schuld. Wichtiger und richtig wäre es aber, sich selbst erstmal ein paar Fragen zu stellen: Wie geht es mir im Augenblick? Welche Verantwortung habe ich an der Kommunikation in der Familie, im Job? Warum läuft es gerade schlecht? Was ist mein Bedürfnis? *** Christian Bähner ist Dipl.-Pädagoge und war vor seiner Selbstständigkeit in der Erwachsenenbildung tätig. Zusammen mit Elke Schwertfeger ist er Geschäftsführer des Zweisicht-Instituts, einer Organisationsberatung in Freiburg. Sie leiten die Ausbildung in Wirtschaftsmediation, beraten und begleiten Führungskräfte, Teams und Organisationen im konstruktiven Umgang mit Konflikten und beim Aufbau von innerbetrieblichen Konfliktmanagementsystemen. www.zweisicht.de Wer mehr zum Thema Mediation wissen möchte, dem sei das Buch „Praxis der Gruppen- und Teammediation | Junfermann Verlag“ ans Herz gelegt, das Christian Bähner zusammen mit Al Weckert, Jörg Schmidt und Monika Oboth herausgegeben hat. Praktische Anleitungen und Methoden zur Mediation in Gruppen findest du in dieser Kartenbox: „Praxisbox Kon Folge direkt herunterladen
Wed, 15 Mar 2023 - 40min - 65 - Apropos ... Impacttechniken!
„Das Boot ist voll!“ – Woran denkst du bei diesem Satz? Das offene Meer mit einem überladenen Boot. Gefahr? steht für Bedrohung und Angst. Diese Metapher kann als sog. Impacttechnik in Therapie und Beratung eingesetzt werden. Dafür kann man sie multisensorisch inszenieren, z. B. ein Spielzeugboot und Wasser zeigen und das Bild so „greifbar“ machen ... Impacttechniken aktivieren Emotionen und beziehen die Sinne in den Lernprozess mit ein. Sie helfen, kreative Lösungen zu finden, und wirken besonders tiefgreifend, umfassend und nachhaltig. Ressourcen- und lösungsorientiert können sie komplexe Konzepte begreifbar machen, die Wurzeln von Emotionen und Verhalten erreichen, festgefahrene kognitive Konzepte verändern. Genau diese Techniken wendet die Psychologische Psychotherapeutin Frauke Niehues an. Dafür begibt sie sich besonders gerne in Geschäfte für Haushaltswaren oder „Kramläden“: Dinge aus unserem Alltag – z .B. ein Geldschein oder ein Glas –, wecken Erinnerungen in uns, die man sich in Therapie und Coaching zunutze machen kann. „Impacttechniken sind wie moderne Sagen“, sagt Frauke Niehues, „man erzählt sie weiter. Manchmal gibt man sie 1:1 wider, manchmal webt man unbewusst kleine Varianten ein.“ So gibt es zu einzelnen Techniken oft eine ganze Bandbreite von Variationen. Zum Beispiel von der Metapher von der Landkarte: Gibt es tatsächlich nur einen einzigen Weg der ans Ziel führt? Wen fragst du nach dem Weg? Warum muss es genau dieser sein? Was passiert, wenn man statt in Gießen in Marburg rauskommt? Ist das schlimm? Erweitern Umwege nicht auch einfach die Ortskenntnis? Oder der 20-Euro-Schein: Wirf ihn auf den Boden, trete darauf, zerknülle ihn, behandele ihn also schlecht. Dann frage dich: Wie viel ist der Schein jetzt noch wert? In der Praxis von Frauke Niehues steht auch ein professionelles Mischpult: Aber regelt es wirklich nur Lautstärke und Bässe und Höhen? Was geht rein, was geht raus? Welche Lämpchen warnen vor Übersteuerung? Wie sie es zur Emotionsregulation von z. B. Jugendlichen einsetzt, erzählt sie mir im heutigen Podcast. *** Frauke Niehues ist Diplompsychologin und Psychologische Psychotherapeutin mit dem Schwerpunkt Verhaltenstherapie in Gießen. Seit 2022 gibt sie zusammen mit Ghita Benaguid die Karten-Reihe Kompetenz!Box Therapieund Beratung im Junfermann Verlag heraus. In der auch die Box zu den „Impacttechniken“ erschienen ist. Wenn du mehr über sie wissen möchtest, geht’s hier zu ihrer Webseite: https://frauke-niehues.net/ Du hast Fragen, oder Anregungen? Schreib uns an podcast@junfermann.de. Folge direkt herunterladen Entdecke jetzt unsere bezahlte Mitgliedschaft „Apropos … Auszeit!” auf der Plattform „Steady”. Mit dieser unterstützt ihr uns einerseits bei unserem Podcast-Projekt, andererseits wollen wir euch neben den Folgen zusätzliche Vorteile und exklusive Inhalte bieten können, zum Beispiel psychologisches Knowhow und alle paar Wochen kostenlose Hörbücher zu unseren Podcast-Thema. Hier geht's zu "Apropos ... Auszeit!": https://steadyhq.com/de/apropos-psychologie/about Sei dabei, wir freuen uns auf dein Feedback! Marion, Xenia und Saskia vom Podcast-Team
Wed, 01 Mar 2023 - 39min - 64 - Apropos ...höchst sensibel!
Mit viel Gespür seinen Platz im Leben finden „Es lohnt sich, sich mit der eigenen Veranlagung zu beschäftigen“, denn: „die bessere Hälfte ihres Lebens liegt dann noch vor ihnen“, sagt Brigitte Küster, psychologische Beraterin aus der Schweiz, und bezieht sich damit vor allem auch hochsensible Menschen. Hochsensibilität wird von vier Kriterien bestimmt: · Einer schnellen Überstimulation · Einer gründlichen Informationsverarbeitung · Einer ausgeprägten emotionalen Intensität · und sensorische Empfindlichkeit So können Hochsensible sogar schon vor dem Aufstehen überstimuliert sein, weil die Gedanken aus der Nacht noch nicht abgeschlossen sind. Küster spricht von „Nachhallen“ und kennt dieses Phänomen aus eigener Erfahrung: Erlebtes wird oft tage- oder wochenlang nacherlebt. Damit wird Aufmerksamkeit gebunden, die nicht-hochsensible Menschen für anderes freihaben, während sie bei Hochsensiblen für die eigentlichen Aufgaben (noch) nicht zu Verfügung steht. So können Hochsensible gerade im beruflichen Umfeld leicht in den Ruf geraten, nicht belastbar oder schlicht langsam zu sein. Küster widerspricht: Hochsensible müssen ihren eigenen Rhythmus kennen und danach leben. Dann sind sie sehr leistungsfähig. Denn Fähigkeiten wie sorgfältige Informationsverarbeitung, eine Feinheit im Erspüren und eine überdurchschnittlich entwickelte Emotionalität bringen durchaus Vorteile mit sich: Auch die Kreativität profitiert davon. Allerdings braucht kreative Fülle auch mehr Raum und Zeit. „Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach da zu sitzen und vor sich hin zu schauen.", sagte schon Astrid Lindgren. Das widerspricht oft wiederum dem erhöhten Bedürfnis nach Pausen und Regenerationszeiten, das die meisten Hochsensiblen empfinden: ein Spagat zwischen eigenen Bedürfnissen und den Möglichkeiten, die man in sich verspürt. Hochsensible scheinen beruflich eher Spätzünder zu sein, viele benötigen mehrere Anläufe, um sich dann für ihren Beruf zu entscheiden. Im Beruf selbst ist ihnen die Beziehungsqualität meist wichtiger als ein hohes Gehalt oder Karrierechancen. Ist Sand im Getriebe mit Kolleg:innen oder Vorgesetzen, wird es schwierig für sie. Wie hochsensible Menschen im Privaten aber auch beruflichen Leben ihren Platz finden können und wo es Überschneidungen zur Hochbegabung gibt, erzählt Brigitte Küster im heutigen Podcast. *** Brigitte Küster (Jg. 1965) lebt in der Schweiz. Nach ihren Ausbildungen als psychologische Beraterin, Erwachsenenbildnerin und Traumatherapeutin spezialisierte sie sich auf die Beratung und Begleitung hochsensibler Menschen und deren Angehörigen. Sie gründete 2010 das schweizerische Institut für Hochsensibilität. Sie ist Autorin zahlreicher Fachbücher zum Thema, u.a. bei SCM Hänssler und Kösel. Mehr über sie erfährst du auf Ihrer Webseite: brigitte-kuester.com – Brigitte Küster Zuletzt veröffentlichte sie einen Artikel in: Klett-Cotta :: Hochbegabung und Hochsensibilität - Theres Germann-Tillmann, René Treier, Renée Vroomen-Marell, Karin Joder (Hrsg.) Du hast Fragen, oder Anregungen? Schreib uns an podcast@junfermann.de. Folge direkt herunterladen
Wed, 15 Feb 2023 - 37min - 63 - Apropos ... neurowissenschaftliches Coaching!
Wir haben drei Gedächtnisse Viele Coachingmethoden sind zwar wirksam, aber es gibt keinen internationalen Standard, mit dem die Wirksamkeit wissenschaftlich nachgewiesen werden kann. Das genau wollte Dr. Alicia Ryba, Wirtschaftspsychologin ändern und entwickelte das „Scientific 3 Mind® Coaching“. „Ein gutes Coaching sollte eine wissenschaftliche Fundierung haben“, sagt sie und sieht eine der Ursachen für die bislang fehlende Basis darin, dass Coaching eine noch junge Disziplin ist. Während die Psychotherapie, die mit Freud auf eine 120-jährige Geschichte blicken kann, kassenärztlich abgerechnet werden darf, ist dies für den Coach nicht möglich. Ein Coach darf nur dann heilend tätig sein, wenn er auch einen Heilpraktiker in Psychotherapie vorweisen kann. Vorteil bei Coachings: es gibt keine Beschränkung auf nur wenige Richtlinienverfahren wie in der Psychotherapie, die beschränkt ist auf Psychoanalyse, psychodynamische Ansätze, Verhaltenstherapie und neuerdings auch die systemische Therapie. Der oder die Coach kann seine Verfahren also je nach Bedarf und Klient:in frei fehlen. Rybas Ansatz, das Scientific 3 Mind Coaching®, ist eine Weiterentwicklung des „Integrativen Neurocoachings nach Roth/Ryba“ und überführt die Erkenntnisse der Neurowissenschaft in praktische Handlungskompetenz. Aus neurowissenschaftlicher Sicht gibt es drei verschiedene Gedächtnisebenen - 3 Minds - , die für ein effektives Coaching angesprochen werden sollten: Das Körpergedächtnis repräsentiert die unbewussten Anteile von Psyche und Persönlichkeit und unsere nonverbale Kommunikation wie Gestik, Mimik, Blick, Stimmführung und Körperhaltung. Das deklaratives Gedächtnis verfügt über bewusstes Wissen. Wir sind damit in der Lage, auf Sachfragen zu antworten, wie z.B. Wie heißt deine Mutter? Wo hast du deinen letzten Urlaub verbracht? Und schließlich das prozedurale Gedächtnis, das sich auf unser Verhalten und unsere Fähigkeiten, z.B. Klavier spielen zu können, bezieht. Mit diesem Wissen lassen sich im Coaching individuell und passgenau Interventionen einsetzen, um eine größtmögliche Wirkung zu erzielen. Wie sie die Erkenntnisse aus der Hirnforschung nutzt, um zu belegen, wie bestimmte Coachingmethoden im Gehirn wirken, erklärt Dr. Alica Ryba uns im heutigen Podcast. *** Dr. phil. Alica Ryba ist Dipl. Kauffrau mit Schwerpunkt Wirtschaftspsychologie und hat bei Prof. Dr. Dr. Gerhard Roth zum Thema Coaching und die Rolle des Unbewussten promoviert. Sie ist Inhaberin des Instituts für wissenschaftliches Coaching in Hamburg und bildet dort fortgeschrittene Coaches weiter. Hier geht es zur Homepage von ARYBA Coaching.: Coaching Weiterbildung | Dr. Alica Ryba (alica-ryba.de) Mehr über die Fortbildung zum Scientific 3 Mind Coaching ® erfährst du in dieser Broschüre. Unser Buchtipp zum Vertiefen: „Coaching und Beratung in der Praxis“ *** Ideen, Fragen, Anregungen? Schreib' uns an podcast@junfermann.de! Folge direkt herunterladen
Wed, 01 Feb 2023 - 37min - 62 - Apropos ... Lächeln!
"Random Acts of Kindness" oder: Seid nett zueinander! Was macht Menschen wirklich glücklich? Was wirkt nachhaltig, um leichter und optimistischer durchs Leben zu gehen? Mit u.a. diesen Fragen beschäftigt sich die Positive Psychologie. Sie kann uns helfen, uns und unseren Blick auf unseren Alltag positiv zu verändern. Darum geht es auch Maike Schwier. Sie ist Life Coach und von den Ansätzen der Positiven Psychologie so angetan, dass sie derzeit ein Masterstudium für Positive Psychologie und Coaching an der Deutschen Hochschule für Gesundheit und Sport abschließt. 2021 hat sie zusammen mit Prof. Dr. Sven Sohr das Buch "Mit einem Lächeln: 100 Übungen zur Positiven Psychologie" veröffentlicht. Reicht es also, mit einem Lächeln durchs Leben zu gehen, um glücklicher zu sein? Jein, lautet die Antwort! Denn ob für uns ein Glas halb leer oder halb voll ist, darüber entscheidet auch unsere genetische Disposition. Die Gehirnstrukturen von Pessimisten und Optimisten sind nachweislich verschieden. Aber, und das ist entscheidend: Optimismus lässt sich trainieren! Zum Beispiel mit der Übung „Put it into perspective“. Stell Dir vor, du sollst vor einer großen Menschenmenge eine Präsentation halten. Mal dir jetzt dazu folgende Szenarien aus: 1. Als erstes: Was könnte im schlimmsten Falle passieren?‘ – Du stotterst, wirst rot, verlierst komplett den Faden, der ganze Saal verfällt in betretenes Schweigen. 2. Dann überleg dir: Was passiert realistischerweise? Du bist natürlich ein bisschen nervös, gerätst kurz in ein leichtes Stocken, bringst deine Inhalte aber gut rüber, dein Publikum geht mit. 3. Schließlich stell dir vor: Wie sieht der Bestfall aus? Du meisterst die Präsentation mit Bravour, es macht dir regelrecht Spaß, am Ende gibt es begeisterte Standing Ovations. Jetzt überleg dir, welche konkreten Schritte dir helfen können, den realistischen oder sogar den bestmöglichen Fall zu erreichen? Z. B. eine gründliche Vorbereitung, du kannst die Präsentation üben, Freunde einbeziehen … Das Ergebnis dieser Übung ist: dein Optimismus wird gesteigert - und mit großer Wahrscheinlichkeit gelingt dir die Präsentation jetzt richtig gut! Maike Schwier kennt viele solcher Übungen, die entweder Reflexion und Aktivierung bedeuten. Eine typische Reflexionsübung ist zum Beispiel das Schreiben eines Dankbarkeitstagebuchs, mit dem du dich wirklich in den Moment hineinfühlst. Eine aktivierende Übung wäre dagegen die achtsame Atemmeditation. Um häufiger mit einem Lächeln durchs Leben zu gehen, rät sie außerdem zu „Random Acts of Kindness“, also Gesten der Freundlichkeit: Wer anderen freundlich begegnet, erfährt selbst auch Freundlichkeit. Das macht gute Laune und hält gesund! ** Zusammen mit Sven Sohr hat Maike Schwier das Buch geschrieben „Mit einem Lächeln - 100 Übungen zur positiven Psychologie!“ *** Maike Schwier entdeckte ihre Leidenschaft für Persönlichkeitsentwicklung und Schreiben auf ihrer Reise durch Australien nach dem Abitur. Deshalb begann sie Life Coaching zu studieren. Sie arbeitet als Trainerin im Sportbereich und in der betrieblichen Gesundheitsförderung. Wenn Du mehr über sie wissen willst: Home - Maike Schwier - Coaching *** Fragen, Ideen oder einfach Lust, uns zu schreiben? Gern: podcast@junfermann.de Folge direkt herunterladen
Wed, 18 Jan 2023 - 38min - 61 - Apropos ... Arbeit und Gesundheit!
Mental Health im Job *** Gewinne einen 25-Euro-Thalia-Gutschein! Welches Thema brennt dir unter den Nägeln? Gibt es jemanden, den wir unbedingt in den Podcast einladen sollten? Mach mit bei unserer Umfrage und gewinnt einen von drei 25-Euro-Gutscheinen für Thalia! Hier geht's zur Umfrage*: https://www.surveymonkey.de/r/apropospsychologie Danke, dass du mitmachst! Marion und das Podcast-Team *Gültig vom 21.12.2022-08.01.2023 *** Wie wichtig eine gesunde Psyche am Arbeitsplatz ist, wissen wir spätestens seit Corona: plötzlich Homeoffice, Mehrfachbelastungen durch Haushalt, Kinder, Arbeit, aber auch ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen, Mobbing, schlechte Führung. Krankenkassenreports berichten regelmäßig davon, dass krankheitsbedingte Fehlzeiten zunehmend psychische Ursachen haben. – Was aber tut mein Unternehmen eigentlich für mich? Wie ist mein Arbeitsumfeld? Wann ist eine Arbeitsatmosphäre schlecht? Wie viel hängt von der Führungskraft und meinem oder meiner unmittelbaren Vorgesetzten ab? Seit 2014 fordert das Arbeitsschutzgesetz explizit die Berücksichtigung der psychischen Belastung in der Gefährdungsbeurteilung. Es verpflichtet Unternehmen also dazu, für ein gutes Arbeitsklima zu sorgen, in dem alle Mitarbeitenden körperlich wie seelisch gesund bleiben. Aber: Es sagt weder, wer im Unternehmen dafür verantwortlich sein soll, noch wie das gehen soll. Antworten auf diese Fragen wissen die beiden Wirtschaftspsychologinnen Melanie Faltermeier und Melanie Meyer-Tischler. Sie sind die Gründerinnen der innovativen Münchener Mental-Health-Agentur WE ARE MENTAL und stellen fest: „Ein Unternehmen ist nicht allein verantwortlich, dass Mitarbeiter:innen gesund sind. Aber es sollte den Rahmen schaffen, in dem gesundes Arbeiten ist. Arbeit hat nicht die Aufgabe, gesund zu machen, aber sie darf auch nicht krank machen.“ Wie wir das Bewusstsein für psychische Gesundheit am Arbeitsplatz verbessern und wie es dabei um unsere Eigenverantwortung steht, möchte ich von den beiden im heutigen Gespräch erfahren. *** WE ARE MENTAL ist eine innovative Münchener Mental-Health-Agentur mit Fokus auf Mental-Health-Kampagnen. Sie schafft deutschlandweit nachhaltig gesundheitsförderliche Unternehmen, indem alle Menschen und Strukturen im Unternehmen berücksichtigt werden. Die Gründerinnen, Melanie Faltermeier und Melanie Meyer-Tischler, sind studierte Wirtschaftspsychologinnen und begleiten Unternehmen von den Herausforderungen zwischen Arbeit und Mensch bis hin zu dem Weg einer nachhaltigen und psychisch-gesundheitsförderlichen Arbeitsplatz- und Unternehmenskultur. Sie sind spezialisiert auf die Themen emotionale und psychische Belastung im Arbeitskontext und im Speziellen auf das Thema der Psychischen Gefährdungsbeurteilung. In einem kleinen Booklet, das kostenlos zum Download zur Verfügung steht, erhältst du leicht umsetzbare Impulse, dich selbst, deine Kolleg:innen oder deine Mitarbeitenden mental fit zu halten. Folge direkt herunterladen
Wed, 04 Jan 2023 - 41min - 60 - Apropos ... Sex!
Welche Vorlieben hast du? Deine Meinung ist gefragt >> Gewinnspiel siehe unten! Vorlieben wie Swinger-Clubs, Sado-Maso-Vorlieben oder die Ménage à trois … Wenn das Thema Sex überhaupt offen und öffentlich besprochen ist, ist es fast immer mit Scham behaftet. Dabei ist Sex nachweislich gesund für den Organismus – und eine echte Wohltat für die Seele. Warum das sexuelle Wohlbefinden so wichtig für uns Menschen ist und wie wir dahin kommen, entspannt darüber zu sprechen, weiß Lea Holzfurtner, Sexologin aus Berlin. „Sexcoaching ist ein sex-positiver, nicht-pathologisierender, zielorientierter und klientenzentrierter Ansatz, der einen Safe Space für seine Klienten kreiert und deren Selbstwirksamkeit fördert“, beschreibt sie ihre Arbeit. Sie unterscheidet responsives oder spontanes Verlagen. Diesen Unterschied anzuerkennen bei sich selbst ist ein erster Schritt, sich von Druck und Erwartungshaltung zu befreien. Ganz wichtig: den Orgasmus auch zuzulassen. Das bedeutet, die Gedanken einmal abzuschalten, den entspannten Zustand genießen. Leichter gesagt als getan! Ein Trick: Statt sich Gedanken komplett zu verbieten, sie durch andere ersetzen. Durch Phantasien zum Beispiel und erotische Bilder, durch die man selbst ein hohes Erregungsniveau erreicht und leichter Genuss empfindet. Wer mag, erzählt seinem/seiner Partner:in vom eigenen Kopfkino. Ein Anfang, seine inneren Bilder in Worte zu fassen, kann dabei sein, einfach einmal spielerisch das Wörtchen „Ja!“ auszusprechen, wenn es lustvoll heiß wird. So weiß der Partner, die Partnerin, was guttut, ohne, dass man gleich in ganzen Sätzen darüber reden muss. Für Lea Holzfurter steht fest: Wir lernen Sexualität aus den falschen Quellen, denn Pornos, Bücher oder Artikel im Zeitschriften vermitteln ein Bild von Sex, dass kaum der Wirklichkeit entspricht und selten nur den Bedürfnissen der meisten Menschen. Wie also bekommen wir Wunsch und Wirklichkeit zusammen? *** Lea Holzfurtner ist zertifizierter Sexcoach und psychologische Beraterin. In ihrer Privatpraxis in Berlin hilft sie Menschen mit Vulva, die mit Orgasmus, Scham oder Schuldgefühlen zu kämpfen haben, ein befriedigendes, genussvolles und aufregendes Sexualleben zu führen. Mehr über sie erfährst du auf ihrer Website www.leaholzfurtner.de *** Umfrage & Thalia-Gutscheine zu gewinnen! Wir wollen wissen, was Euch unter den Nägeln brennt! Welches Thema möchtet Ihr als Nächstes hören? Gibt es jemanden, den wir unbedingt in den Podcast einladen sollten? Macht mit bei unserer kurzen Umfrage und gewinnt einen von drei 25-Euro-Gutscheinen für Thalia! Hier geht's zur Umfrage*: https://www.surveymonkey.de/r/apropospsychologie Danke, dass Ihr dabei seid! Euer Podcast-Team *Gültig vom 21.12.2022-08.01.2023 Folge direkt herunterladen
Wed, 21 Dec 2022 - 48min - 59 - Apropos ... Gelassenheit!
Warum wir psychisch flexibel werden sollten Es gibt Werkzeuge, um bei Stress, Trauer oder den ganz alltäglichen Belastungen in Balance zu bleiben. Sie wirken gut, wenn wir unsere psychische Flexibilität bewahren konnten. Dazu gehört vor allen Dingen eines: Akzeptanz. Einerseits der Situation, die wir gerade erleben, anderseits unserer eigenen Grenzen. Denn die schieben wir gern weit von uns. Es gilt als erstrebenswert, sich jeder Herausforderung zu stellen, jede Hürde mit Bravour zu nehmen, alle Hindernisse „tough“ und ohne Selbstmitleid aus dem Weg zu schaffen. Aber muss das so sein? Wäre ein anderes Verhalten nicht gesünder für uns? Vielleicht sogar effizienter, als sich allem und jedem entgegen zu stemmen? Darüber spreche ich heute mit Diana Huth aus Hamburg. Sie ist Psychologin und Medienproduzentin und hat 2022 die Firma ACTITUDE gegründet, ein Unternehmen, das Online-Kurse zur Resilienz- und Stressbewältigung anbietet, um die emotionalen Herausforderungen des Lebens zu meistern. Und dies – wie der Name vermuten lässt – auf der Basis der ACT, der verhaltenstherapeutischen Akzeptanz- und Commitment-Therapie. Akzeptanz steht dabei dafür, dass wir Dinge, die wir nicht ändern können, annehmen. Commitment bezieht sich auf den Mut, Dinge zu verändern, um der Mensch zu werden, der man sein möchte. „Du kannst die Wellen nicht stoppen, doch du kannst lernen auf ihnen zu surfen“, sagt Jon Kabat-Zinn. Oder, um ein ähnliches Bild zu verwenden: Versuche einmal, einen prall mit Luft gefüllten Wasserball unter Wasser zu drücken. Wie lange kannst Du ihn so halten? Wie lange kannst Du Dein Problem ausblenden, bevor es mit aller Kraft wieder durchdrückt? Viele von uns sind damit sozialisiert worden, sich „an den Riemen zu reißen“, sich eine schier unendlich belastbare „Ich-schaff-das-schon-Mentalität“ anzueignen. „Wir müssen uns gar nicht jeder Riesenwelle stellen“, erklärt Diana Huth, „Wir können vielmehr üben, die Dinge anders zu sehen. Sich einer anrollenden Welle zum Beispiel nicht frontal entgegenzusetzen, sondern sich seitlich zu stellen, um der Welle so eine viel geringere Angriffsfläche zu bieten.“ Was du in stressigen Phasen außerdem für dich tun kannst, welcher Stresstyp du bist und welche Entspannungsübungen dir deshalb am besten helfen, erzählt mir Diana Huth in der heutigen Podcastfolge. Übrigens entspannt sie selbst ganz hervorragend mit der buddhistischen Kampfkunst Shaolin! *** Wer mehr wissen möchte über Diana Huth und die achtsamkeitsbasierte ACT, wird hier fündig: www.Actitude.de Viele Entspannungstipps gibt Diana auch im Podcast „Die Aufwärtsspirale“ auf Spotify | Apple oder sieh dir die Übungen an auf YouTube Auf Instagram findest du sie hier: Instagram *** Fragen, Ideen, Themenwünsche? Schreib an Marion und Saskia vom Podcast-Team: podcast@junfermann.de Folge direkt herunterladen
Wed, 07 Dec 2022 - 30min
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