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- 241 - Gespräch zum Thema 'Das Buch für alle Lebenslagen? Biblische Theologie heute'
Unser Video dokumentiert den Abendteil eines Studiennachmittags zur Biblischen Theologie in der Katholischen Akademie in Bayern am 16. Juni 2026. Den Auftakt bildet ein Plädoyer des Zürcher Neutestamentlers Prof. Dr. Jörg Frey für die Biblische Theologie in zwölf Thesen. Darauf folgt eine Response von Prof.in Dr. Irmtraud Fischer, die das Thema aus alttestamentlicher Perspektive aufnimmt und weiterführt. Den Abschluss bildet eine Podiumsdiskussion zum Thema „Das Buch für alle Lebenslagen?“, moderiert von Prof. Dr. Johannes Elberskirch. Dem Abendprogramm gingen drei Workshops zu aktuellen Fragen biblischer Auslegung voraus: • Prof. Dr. Andreas Schüle: Das „überholte“ Testament? – Warum Christ:innen die ganze Bibel brauchen • Prof.in Dr. Irmtraud Fischer: Mit ihren Augen – Weibliche Bibellektüre in Geschichte und Gegenwart • Prof.in Dr. Dorothea Sattler: „Macht euch die Erde untertan“? – Schöpfungstheologie im Zeitalter der Klimakrise Die Veranstaltung geht der Frage nach, wie biblische Texte heute gelesen und verstanden werden können und welchen Beitrag sie zur Orientierung in den Herausforderungen der Gegenwart leisten. Mitwirkende: Prof. Dr. Jörg Frey Prof.in Dr. Irmtraud Fischer Prof. Dr. Johannes Elberskirch (Moderation)
Thu, 30 Jul 2026 - 240 - Verena Bentele "Mittags im Schloss" zu Gast bei Achim Budde
Das Gespräch von Akademiedirektor Dr. Achim Budde mit Verena Bentele "Mittags im Schloss" fand am 29.4.2026 im Schloss Suresnes im Rahmen einer Veranstaltung der Katholischen Akademie in Bayern statt.
Thu, 30 Jul 2026 - 239 - Gespräch zum Thema 'Rente und Generationengerechtigkeit - Anspruch, Realität, Reformbedarf'
Das gesetzliche Rentensystem, organisiert über den Generationenvertrag, ist an seine Grenzen gestoßen und funktioniert nicht mehr so, wie es in den 1950er-Jahren konzipiert wurde. Dies liegt vor allem am demografischen Wandel: Das Verhältnis von Beitragszahlern zu Rentenempfängern entwickelt sich immer ungünstiger. Nach und nach gehen die Babyboomer aus den geburtenstarken Jahrgängen (1957–1968) in den Ruhestand, während aufgrund sinkender Geburtenraten immer weniger Beitragszahler nachkommen. Zudem steigt die durchschnittliche Lebenserwartung, sodass alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer – bei gleichbleibendem Renteneintrittsalter – eine längere Rentenbezugszeit haben. Gemeinsam mit unseren Podiumsgästen werden wir uns dem tagespolitisch aktuellen Thema „Rente“ unter dem Aspekt der Generationengerechtigkeit widmen. Wir wollen nicht nur über die Ursachen der derzeitigen Krise des Generationenvertrags sprechen, sondern besonders über mögliche Lösungen diskutieren: Wie kann unser Rentensystem künftig so organisiert werden, dass einerseits heutige Rentnerinnen und Rentner einen bezüglich ihrer im Arbeitsleben erbrachten Leistung gerechten Betrag bekommen, andererseits aber auch die junge Generation Rentenauszahlungen in angemessener Höhe erwarten kann? Auf dem Podium: Prof. Dr. Axel Börsch-Supan, Dr. Reinhold Thiede, Elisa Wittler Moderation: Dr. Katharina Löffler, Katharina Wimmer. Das Gespräch zum Thema 'Rente und Generationengerechtigkeit - Anspruch, Realität, Reformbedarf' fand am 15.10.2025 in der Katholischen Akademie in Bayern statt.
Thu, 16 Jul 2026 - 238 - Alena Buyx, Wilhelm Vossenkuhl und Isabel Pfeiffer-Poensgen diskutieren das Thema 'Orientierung in unruhigen Zeiten'
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Pack ma’s 2026!" der Münchner Rotary Clubs fanden am 21. Januar 2026 in der Katholischen Akademie in Bayern Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Zivilgesellschaft zusammen, um zentrale Fragen unserer Zeit im offenen Dialog zu beleuchten. Unter dem Titel "Orientierung in unruhigen Zeiten" diskutierten mit Akademiedirektor Dr. Achim Budde: Prof. Dr. Alena Buyx – Medizinethikerin, Professorin an der TU München und bis 2024 Vorsitzende des Deutschen Ethikrats. Sie prägt den öffentlichen Diskurs zu Fragen von Verantwortung, Solidarität und Ethik im medizinischen Fortschritt. Isabel Pfeiffer‑Poensgen – Vorstandsvorsitzende der Carl Friedrich von Siemens Stiftung, bis 2022 Ministerin für Kultur und Wissenschaft NRW; prägende Gestalterin an der Schnittstelle von Kultur, Wissenschaft und öffentlicher Verantwortung. Prof. Dr. Wilhelm Vossenkuhl – Philosoph und emeritierter Professor der LMU München, bekannt für seine präzise und zugleich menschennahe Denkkunst. Er erforscht Fragen von Freiheit, Sprache und moralischer Vernunft und zählt zu den wichtigen Stimmen ethischer Orientierung in unserer Zeit. Roland Fischer – International renommierter Fotograf und Konzeptkünstler, der in seinen Arbeiten die Beziehung zwischen Individuum, Raum und Gesellschaft untersucht. Seine kraftvollen Bildserien verbinden ästhetische Präzision mit einer tiefen Reflexion über Wahrnehmung, Identität und Gemeinschaft.
Thu, 16 Jul 2026 - 237 - Harald Lesch und Wilhelm Vossenkuhl diskutieren Friedrich Schellings Naturbegriff
In Kooperation mit der Görres Gesellschaft machte sich die Katholische Akademie auf die Suche nach Schellings Naturbegriff. Friedrich Wilhelm Joseph Schelling, der vor 250 Jahren geboren wurde, war ein früher ökologischer Denker, der die Natur mit dem Einsatz des Denkens erfahren wollte. Der Abend in der Katholischen Akademie mit dem Referat von Harald Lesch am 11. November 2025 ist seinem Andenken gewidmet. "Vom Sein zum Werden" hat der bekannte Astrophysiker seinen Vortrag betitelt.
Thu, 16 Jul 2026 - 236 - Harald Lesch erklärt Schellings Naturbegriff - Vom Sein zum Werden
In Kooperation mit der Görres Gesellschaft machte sich die Katholische Akademie auf die Suche nach Schellings Naturbegriff. Friedrich Wilhelm Joseph Schelling, der vor 250 Jahren geboren wurde, war ein früher ökologischer Denker, der die Natur mit dem Einsatz des Denkens erfahren wollte. Der Abend in der Katholischen Akademie mit dem Referat von Harald Lesch am 11. November 2025 ist seinem Andenken gewidmet. "Vom Sein zum Werden" hat der bekannte Astrophysiker seinen Vortrag betitelt. Dieser erste von zwei Beiträgen dokumentiert das einleitende Referat von Prof. Dr. Harald Lesch. Er ist Professor für Astrophysik an der Ludwig-Maximilians Universität München und Lehrbeauftragter für Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie München.
Thu, 16 Jul 2026 - 235 - Gespräch zum Thema 'Haltung zeigen, Räume schützen: Strategien gegen Anfeindungen in Gemeinde und Ehrenamt'
Anfeindungen, aggressive Debatten und Einschüchterungen – analog wie in der digitalen Welt – treffen längst nicht mehr nur prominente Personen. Auch in Pfarrgemeinden, Vereinen und kommunalen Gremien geraten engagierte Menschen zunehmend ins Visier, der Ton wird vielerorts rauer. Immer wieder machen Meldungen von Mandatsträgerinnen und Mandatsträgern die Runde, die sich mit persönlichen Bedrohungen konfrontiert sehen – was nicht selten zu deren Rückzug aus dem Amt führt. Auch sollte nicht unwidersprochen bleiben, wenn im eigenen Umfeld menschen-, minderheiten- und demokratiefeindliche Äußerungen vorkommen. Dafür braucht es Mut und Haltung. Gleichzeitig sind gerade die lokalen Räume entscheidend für das Gelingen einer offenen, toleranten Gesellschaft. Wie können sie geschützt werden? Wie kann man sich als Gremium oder Gemeinde entschieden rechtsradikalen und populistischen Tendenzen stellen und entgegenwirken? Wo finden Betroffene Hilfe und Unterstützung? Und was leistet die bayerische Justiz in diesem Zusammenhang? Diese und weitere Fragen sollen am Mittwoch, 20. Mai 2026 in einer weiteren digitalen Veranstaltung der Reihe „Akademiegespräch am Mittag“ diskutiert werden. Heute zu Gast: David Beck ist seit 2024 Beauftragter der bayerischen Justiz zur strafrechtlichen Bekämpfung von Hate-Speech und hierzu an die Generalstaatsanwaltschaft München abgeordnet. Er schildert Fälle von Hass und Hetze im Netz und wie diese sich vielfach auch in das reale Leben der Betroffenen auswirken, wie Gremien mit diesen Fragen umgehen können und welchen Handlungsspielraum die Justiz hat. Florian Hölzl ist seit 2008 Bürgermeister der Marktgemeinde Pfeffenhausen im Landkreis Landshut. Pfeffenhausen ist überregional bekannt für seinen Einsatz für Toleranz und gegen Rechtsextremismus. Bürgermeister Hölzl wird Initiativen seiner Gemeinde vorstellen, die andere ermutigen können, ebenfalls aktiv zu werden und wie es gelingt, lokal und kommunal demokratische Diskurse zu fördern. Im Juli 2023 wurde die Marktgemeinde als erste Kommune mit dem „Toleranzzeichen“ des Bayerischen Vereins für Toleranz, Demokratie und Menschenwürde e.V. ausgezeichnet.
Thu, 18 Jun 2026 - 234 - Michael Blume: Immer noch und immer wieder Antisemitismus - Was heißt das für jüdisches Leben in Deutschland?
Antisemitismus ist wieder eine beständige Herausforderung der Gegenwart – offen oder subtil, laut oder leise, teilweise in neuen Formen wiederkehrend. In Deutschland, mehr als 80 Jahre nach der Shoah, erleben Jüdinnen und Juden Antisemitismus im Alltag, in politischen Debatten, im digitalen Raum und nicht zuletzt im Kontext internationaler Konflikte. Die Frage, was das immer noch und immer wieder vorhandene antisemitische Denken und Handeln für jüdisches Leben in Deutschland bedeutet, ist daher von zentraler gesellschaftlicher Relevanz. Doch nicht nur Jüdinnen und Juden, auch Antisemitismusbeauftragte verschiedener Bundesländer begegnen selbst aufgrund ihrer Arbeit Antisemitismus. Dazu sagt Samuel Stern, der bei der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt den Kooperationsverbund gegen Antisemitismus leitet, dass ihn das nicht wundere: „Bei Antisemitismus geht es in den meisten Fällen nicht um real existierende Jüdinnen und Juden, auch wenn diese die primären Betroffenen sind, sondern um ein Zerrbild dessen, was man sich als ,jüdisch‘ vorstellt. Dieses antisemitische Konstrukt kann sich gegen alles richten, was entsprechend markiert oder wahrgenommen wird.“ (FAZ, 16.1.2026) Dr. Michael Blume, der Antisemitismusbeauftragte in Baden-Württemberg, der selbst auch schon zum Ziel von Bedrohungen wurde, warnt an derselben Stelle davor, judenfeindliche Reden und digitale Gewalt zu verharmlosen. Wer Hass und Hetze nicht rechtzeitig stoppe, trage zur „Radikalisierung von Verschwörungsgläubigen bis zur Gewaltbereitschaft“ bei. Mit Michael Blume wollen wir diskutieren, was der wieder zunehmende Antisemitismus für jüdisches Leben in Deutschland heißt und was jede:r dagegen tun kann. Er referierte zum Thema 'Immer noch und immer wieder Antisemitismus - Was heißt das für jüdisches Leben in Deutschland?' am 10.3.2026 in der Katholischen Akademie in Bayern.
Thu, 18 Jun 2026 - 233 - Gespräch zum Thema 'Rechtsextreme im Pfarrgemeinderat? Die Lage nach den Wahlen'
Der diesjährige März ist ein Superwahlmonat in Bayern – am 1. März finden die Pfarrgemeinderatswahlen statt, bereits eine Woche später, am 8. März 2026 die Kommunalwahlen. Beide Ereignisse werfen bereits seit Wochen ihre Schatten voraus. Was davon nun Spekulation bleibt und was neue Realität sein wird, das soll am Mittwoch, 25. März 2026 in einer Online-Veranstaltung der Reihe „Akademiegespräch am Mittag“ diskutiert werden. Unter dem Titel „Rechtsextreme im Pfarrgemeinderat? Die Lage nach den Wahlen“ geht es um eine Analyse und Einordnung der bayernweiten Wahlergebnisse. Vor Ort stehen die gewählten Mitglieder in den kommunalen Parlamenten und den Pfarrgemeinderäten vielfach vor ähnlichen Herausforderungen: zurückgehende finanzielle Mittel und die Frage nach dem Umgang mit Rechtsextremen – um nur zwei zu benennen. Die Forschung hat in den vergangenen Jahren zielführende Strategien und Verfahrensweisen für Parlamente vorgelegt, die sich in der Praxis als wirksam erwiesen haben. Was davon auch für kirchliche Gremien adaptierbar ist, will diese Veranstaltung aufzeigen. Heute zu Gast: Christian Gärtner ist Vorsitzender des Landeskomitees der Katholiken in Bayern sowie Vizepräsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. Er kennt die Situation der Ehrenamtlichen vor Ort in den bayerischen Pfarrgemeinden und kann die Ergebnisse der PGR-Wahlen 2026 einordnen. Jan Riebe leitet das Kompetenzzentrum Rechtsextremismus und Demokratieschutz bei der Amadeu Antonio Stiftung in Berlin und ist Experte für Extremismusprävention. Er wird Strategien zum Umgang mit Rechten in Gremien und Parlamenten vorstellen. Das Gespräch moderiert Akademiedirektor Dr. Achim Budde.
Thu, 18 Jun 2026 - 232 - Handeln …jetzt! Kongress zu planetaren Grenzen und unserer globalen Verantwortung
Bei der Kooperationsveranstaltung der Katholischen Akademie in Bayern mit dem Katholischen Deutschen Frauenbund diskutieren auf dem Podium: Beate Eichinger, Pfr. Dr. Andreas Frick, Anja Karliczek MdB, Maria Noichl MdEP, Dr. Locardia Shayamunda, Sabine Slawik Moderation: Monika König, Misereor Bayern. Täglich erhalten wir alarmierende Nachrichten: Klimawandel und Umweltzerstörung bedrohen unsere Erde und verschärfen Ungerechtigkeiten weltweit. Gerade die Ärmsten und Schwächsten, sowohl im Globalen Norden, aber um vieles mehr im Globalen Süden und besonders Frauen sind den Veränderungen oft wehrlos ausgesetzt. Sie haben nur eingeschränkte Möglichkeiten auf die Folgen zu reagieren, die sie selbst nicht verursacht haben. Doch wie genau hängen Klimawandel und Ungerechtigkeit tatsächlich zusammen? Was kann der und die Einzelne beitragen, diese Entwicklungen zu stoppen? Diskutieren Sie mit uns ethische Fragen und lassen Sie uns gemeinsam konkrete Schritte für eine gerechtere und zukunftsfähige Welt entwickeln. Zusammenarbeit mit: KDFB Landesverband Bayern; KDFB Landesbildungswerk Bayern. Der Kongress fand am 18.4.2026 in der Katholischen Akademie in Bayern statt.
Tue, 16 Jun 2026 - 231 - Gespräch zum Thema 'Wertorientierte Entwicklungszusammenarbeit und wirtschaftliche Interessen'
Geopolitischer Wandel, wirtschaftliche Abhängigkeitsverhältnisse und neue Technologien machen eine Neuordnung der Entwicklungszusammenarbeit unabdingbar. Zwischen diesen Bewegungen drohen nachhaltige Entwicklungsziele und das Streben nach globaler und sozialer Gerechtigkeit zerrieben zu werden. Die Anfang 2026 veröffentlichte Strategie zur Neuorientierung der deutschen Entwicklungspolitik zielt vor allem darauf, Partnerschaften an den eigenen geopolitischen und wirtschaftlichen Interessen auszurichten. Gleichzeitig eröffnen die dynamischen wirtschaftlichen und technologischen Entwicklungen einen Handlungsraum, der das Verhältnis von Wertorientierung und ökonomischen Interessen neu verhandelt: – Wie lassen sich wirtschaftliche Kooperationen fair gestalten? – Wo können neue Allianzen – etwa mit Unternehmen oder entlang globaler Lieferketten – zu mehr Stabilität beitragen? – Was kann die strategische Neuausrichtung des Entwicklungsministeriums zu einer solidarischen, wertorientierten und nachhaltigen Entwicklungszusammenarbeit beitragen? Das Podiumsgespräch bringt Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zusammen, um die Thematik aus unterschiedlichen Perspektiven zu analysieren und zu diskutieren (v.l.n.r. in der Sitzordnung): Christoph Angerbauer, Mitglied der Hauptgeschäftsführung, IHK für München und Oberbayern Dr. Wolfgang Stefinger, MdB, Vorsitzender des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Dr. Maria Flachsbarth, Parlamentarische Staatssekretärin a.D. beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Karin Kortmann, Parlamentarische Staatssekretärin a.D. Hubertus Paetow, Präsident der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG). In das Thema leitete ein: Prof. Dr. Dr. Johannes Wallacher, Präsident der Hochschule für Philosophie München Moderation: Dr. Maria Flachsbarth. Das Gespräch zum Thema 'Wertorientierte Entwicklungszusammenarbeit und wirtschaftliche Interessen' fand am 29.4.2026 in der Aula der Hochschule für Philosophie in München statt.
Mon, 15 Jun 2026 - 230 - Gespräch zum Thema 'Entwicklungszusammenarbeit unter Druck'
Globale Krisen erschüttern die Entwicklungszusammenarbeit – und die Folgen sind dramatisch: Zuerst die Pandemie, dann der Ausfall ukrainischer Getreidelieferungen und zuletzt die Sperrung der Straße von Hormus haben Versorgungsketten weltweit ins Wanken gebracht. Gleichzeitig brechen zentrale Geldgeber weg: Die USA haben unter Präsident Donald Trump die Entwicklungsbehörde USAID aufgelöst – ein Schritt, den Expert:innen als „Todesurteil für Millionen Menschen“ bezeichnen. Finanzierungslücken treffen vor allem Gesundheit, Ernährungssicherung und Demokratieförderung, während sich viele Länder des Globalen Südens neuen Partnern wie China oder Russland zuwenden. Was bedeutet all das für die Zukunft der Entwicklungszusammenarbeit? Welche neuen Allianzen entstehen – und welche Risiken bringen sie mit sich? Wie können lokale Initiativen – wie die „Learning Lions“ – trotz globaler Schocks erfolgreich sein? Welche Chancen bieten private Initiativen gegenüber knapperer staatlicher Finanzierung? Was unterscheidet sie in ihrer Herangehensweise? Und welche Art Engagement von uns als Kirchen und Privatpersonen hier in Deutschland ist besonders hilfreich? Unsere Veranstaltung zeigt die Brennpunkte der internationalen Zusammenarbeit – die mutigen Projekte und die überraschenden Erfolgsrezepte – und fragt, wie eine gerechte, nachhaltige Entwicklung in einer Welt im Umbruch gelingen kann. Zu Gast: Prinz Ludwig von Bayern engagiert sich vielfältig in der Entwicklungshilfe in Afrika. Sein Projekt „Learning Lions“ ist eine gemeinnützige Organisation in Kenia, die kostenlose IT-Ausbildungen für junge Erwachsene anbietet. Dr. Gerd Müller ist seit 2021 Generaldirektor der Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO). Von 2013 bis 2021 war er bereits Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Das Gespräch am 6.5.2026 führte Akademiedirektor Dr. Achim Budde.
Wed, 20 May 2026 - 229 - Gespräch zum Thema 'Ludwig I. von Bayern - Träume und Macht'
Tiefe Gläubigkeit prägte lebenslang Ludwigs Wertesystem. Sein Glaube bildete für ihn keinen Gegensatz zu seinen Freiheitsidealen. Doch standen seine liberalen Ideen von Beginn an neben seinem Wunsch, die katholische Kirche zu fördern. Er wollte seit seinem Regierungsantritt 1825 Fortschritt und Tradition versöhnen. Doch seinen Zeitgenossen erschien dies als nicht lösbarer Widerspruch. Ludwigs Klostergründungen und seine katholische Politik stießen auf scharfen Widerspruch der Liberalen und die zunehmende Rekatholisierung Bayerns verärgerte die evangelischen Bürger im Königreich. 1848 trat der König zurück, weil er seine Politik nicht mehr durchsetzen konnte. Prof. Dr. Marita Krauss, Professorin em. für Europäische Regionalgeschichte sowie Bayerische und Schwäbische Landesgeschichte an der Universität Augsburg, beantwortete bei der Veranstaltung am 16.10.2025 zu Ludwig I. Fragen aus dem Publikum und über "frag.jetzt" eingereichte Stellungnahmen. Das Gespräch moderierte Studienleiter Dr. Robert Walser.
Wed, 20 May 2026 - 228 - Marita Krauss: Ludwig I. von Bayern - Prägungen, Konzepte und Politik eines katholischen Herrschers
Tiefe Gläubigkeit prägte lebenslang das Wertesystem von König Ludwig I. Sein Glaube bildete für ihn keinen Gegensatz zu seinen Freiheitsidealen. Seine Biografin Marita Krauss erläutert in diesem Video, dass seine liberalen Ideen von Beginn an neben seinem Wunsch standen, die katholische Kirche zu fördern. Er wollte, so die Kernaussage der Veranstaltung vom 16. Oktober 2025, seit seinem Regierungsantritt 1825 Fortschritt und Tradition versöhnen, was vielen Zeitgenossen aber als nicht lösbarer Widerspruch erschien. Ludwigs Klostergründungen und seine katholische Politik stießen auf scharfen Widerspruch der Liberalen und die zunehmende Rekatholisierung Bayerns verärgerte die evangelischen Bürger im Königreich. 1848 trat der König zurück, weil er seine Politik nicht mehr durchsetzen konnte. Den Vortrag über Ludwig I. von Bayern hielt Marita Krauss am 16.10.2025 in der Katholischen Akademie in Bayern.
Tue, 19 May 2026 - 227 - Gespräch im "Digitalen Salon" zum Thema 'Was macht das Netz mit mir und was kann ich dagegen tun?'
Digitaler Salon: Was macht das Netz mit mir und was kann ich dagegen tun? Über digitale Meinungsbildung, Desinformation und Abhängigkeiten Es gibt nichts, was nicht per Smartphone abrufbar ist: tagesaktuelle Nachrichten, das Wetter, Katzenvideos, komplett individualisierte Apps. Da das Smartphone immer greifbar ist, nutzen wir es auch ständig und begeben uns auf die Suche nach Orientierung oder Unterhaltung. Viele Menschen verbringen dadurch sehr viel Zeit online und werden abhängig von Likes, Followern und endlosem Scrollen. Was bleibt vom Versprechen digitaler Medien, zur umfassenden Information und Meinungsbildung beizutragen? Werden wir zwangsläufig manipuliert und abhängig, wenn wir digitale Geräte mit ihren Apps nutzen? Der „Digitale Salon“ von acatech und Katholischer Akademie in Bayern fragt deshalb: Wie breiten sich Informationen im Internet und speziell in Social Media aus? Welche Inhalte werden mir (auch ungewollt) aufgrund welcher Algorithmen angezeigt? Welche neuronalen Effekte hat das permanente Starren auf Bildschirme? Und was kann ich selbst tun, um mich gegen Desinformation, Manipulation und Abhängigkeit zu schützen? Das Gespräch im "Digitalen Salon" mit: Apl.-Prof. Dr. Julia Brailovskaia, Prof. Dr. Claudia Eckert, Kerstin Heinemann zum Thema 'Was macht das Netz mit mir und was kann ich dagegen tun?' fand am 4.11.2025 in der Katholischen Akademie in Bayern statt.
Tue, 19 May 2026 - 226 - Nora Bossong und Markus May: Jenseits der Schutzzonen
Wie verändern sich Individuen, wenn sich die Gesellschaft wandelt – und umgekehrt? Diese Frage zieht sich durch das Werk der vielfach ausgezeichneten Autorin Nora Bossong. In ihren Büchern richtet sie den Blick auf die feinen Verflechtungen von persönlicher Erfahrung und politischer Wirklichkeit. Sie zeigt, wie äußere Umbrüche individuelle Krisen hervorrufen können – und wie die Neuorientierung eigener Werte und Überzeugungen wiederum gesellschaftlich wirkmächtig werden kann. Nach einer Einführung und der Lesung ausgewählter Textstellen wird Nora Bossong mit dem Literaturwissenschaftler Markus May ins Gespräch kommen – eine Einladung über die Dynamiken von Transformation und die gegenseitige Abhängigkeit von privatem Erleben und öffentlichem Wandel nachzudenken. Der literarische Abend mit Nora Bossong und Markus May fand am 24.11.2025 in der Katholischen Akademie in Bayern statt.
Mon, 18 May 2026 - 225 - Gespräch zum Thema 'Klimaschutz durch Unternehmen und Märkte - Verantwortung übernehmen und Chancen nutzen'
Wärmerekorde, Überschwemmungen, Dürren – unsere Zeit ist zunehmend von den Folgen des globalen Klimawandels geprägt. Angesichts zahlreicher anderer Krisen verliert der Klimaschutz gleichzeitig in der Politik an Bedeutung. Regelungen und Gesetze werden auf europäischer wie deutscher Ebene abgeschwächt oder sogar ganz zurückgenommen. Wo sich gemeinsames staatliches Handeln als schwierig erweist, rückt die Wirtschaft umso mehr in den Fokus, wenn es darum geht, nachhaltige Lösungen zu entwickeln und umzusetzen. Können Marktmechanismen und unternehmerisches Handeln dort weiterführen, wo Politik zögert? Welche Rolle und Verantwortung haben Unternehmen in diesem Zusammenhang? Diese Veranstaltung diskutiert, wie Unternehmen den Klimaschutz aktiv voranbringen können – nicht nur aus Verantwortung, sondern auch aus Überzeugung, dass Nachhaltigkeit und Klimaschutz zentrale Innovations- und Wettbewerbsfaktoren sind. Wie kann ein marktwirtschaftlicher Rahmen aussehen, der klimapositives wirtschaftliches Handeln ermöglicht und belohnt? Welche Spielräume eröffnen sich für kreative Geschäftsmodelle, für neue Technologien und für wirtschaftliche Allianzen? Impulse geben Vertreter:innen aus Wirtschaft und Wissenschaft. Im Zentrum steht die Frage: Wie kann die Wirtschaft zum zentralen Treiber einer wirksamen Klimastrategie werden – und dabei Zukunft sichern, Werte schaffen und Verantwortung übernehmen? Auf dem Podium am 29. Oktober 2025 in der Katholischen Akademie in Bayern: Renate Bleich, Dr. Martin Dabrowski, Prof. Dr. Andreas Löschel, Sébastien Schikora, Christine Völzow.
Tue, 05 May 2026 - 224 - Gespräch zum Thema 'Literatur als Therapie' - Erich Garhammer trifft Rilke-Biograf Manfred Koch
Wohl kein Dichter hat die Poesie des 20. Jahrhunderts mehr geprägt als Rainer Maria Rilke. Der Germanist Manfred Koch legt zu dessen 150. Geburtstag eine augenöffnende Biografie vor. Er nähert sich Rilke über den Roman „Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge“. Von der Erfahrung der Großstadt aus und ihren Abgründen, vor allem aber der Begegnung mit dem Bildhauer Auguste Rodin erschließt Koch die bekannten Gedichte „Der Panther“ und „Archaischer Torso Apollos“. Rilke überträgt das Handwerk des bildenden Künstlers Rodin auf die Lyrik: So schafft er Kunst-Dinge, tötet ihre bloße Materialität, bevor er sie mit einer neuen Perspektive zum Leben erweckt. Sie bekommen dadurch Offenbarungscharakter. Literatur wurde für Rilke zur „Selbstheilung der Seele“. Eine Psychoanalyse lehnte er ab, weil er mit der „Austreibung der Teufel“ auch eine Beschädigung seiner „Engel“ fürchtete. Koch gelingt mit seiner Biografie ein neuer Blick auf Leben und Werk von Rainer Maria Rilke. Über seine wichtigsten Entdeckungen wird er an diesem Abend im Gespräch mit Erich Garhammer berichten. Das Gespräch zum Thema "Literatur als Therapie" von Erich Garhammer mit Manfred Koch fand am 4.12.2025 in der Katholischen Akademie in Bayern statt
Wed, 29 Apr 2026 - 223 - Gespräch zum Thema 'Kann KI moralisch sein? Ethik in unsicheren Zeiten'
Künstliche Intelligenz beschäftigt wie kein zweites Thema die aktuellen gesellschaftlichen Diskurse. Die Frage „Was kann KI?“ ist dabei eng verbunden mit der Frage „Was darf KI?“. In besonderer Weise sieht sich die Ethik hierbei herausgefordert, wenn es darum geht, die Möglichkeiten dieser faszinierenden und zukunftsweisenden Technik kritisch anzufragen. Dabei stellt sich nicht zuletzt die Frage „Kann KI moralisch sein?“. Im Rahmen des Akademiegesprächs soll KI unter ethischen Gesichtspunkten in den Blick genommen werden. Hierzu konnte Frau Prof. Dr. Petra Grimm als Referentin gewonnen werden. Sie ist die Leiterin des Instituts für Digitale Ethik an der Hochschule der Medien in Stuttgart und forscht seit vielen Jahren im Feld der Medienethik und der Ethik der Digitalisierung. Mit ihren Büchern und Vorträgen ist sie gleichermaßen im akademischen Fachdiskurs wie auch in der breiten öffentlichen Debatte als eine führende Stimme bei Fragen der Ethik von Künstlicher Intelligenz präsent. Auf dem Podium diskutieren: Prof. Dr. Petra Grimm, Prof. Dr. Bernhard Koch und Mandy Balthasar (M.A., M.Sc.), beide Wiss. Mitarbeitende des Instituts für Wehrmedizinische Ethik der Bundeswehr, Sanitätsakademie der Bundeswehr München Moderation: Dr. Dr. Dirk Fischer, Leiter des Instituts für Wehrmedizinische Ethik der Bundeswehr, Sanitätsakademie der Bundeswehr München. Das Gespräch zum Thema 'Kann KI moralisch sein? Ethik in unsicheren Zeiten' fand am 21.10.2025 in der Katholischen Akademie in Bayern statt.
Tue, 28 Apr 2026 - 222 - Gespräch zum Thema 'Die „Renaissance“ der Gotik - Kathedral-Bau als Konstruktion von Geschichte'
Prof. Dr. Hans-Christoph Dittscheid, Prof. Dr. Hiltrud Kier, Prof. Dr. Barbara Schock-Werner und Dr. Nathalie-Josephine von Möllendorff vertieften im Nachgang zu ihren Vorträgen das Thema Kathedral-Bau im 19. Jahrhundert. Die drei Expertinnen und der Experten diskutierten, moderiert von Akademiedirektor Dr. Achim Budde, im Regensburger "Herzogshof". Der Studientag fand in Zusammenarbeit mit der KEB im Bistum Regensburg und dem Akademischen Forum Albertus Magnus unter dem Titel: "Die „Renaissance“ der Gotik - Kathedral-Bau im 19. und 21. Jahrhundert als Konstruktion von Geschichte und Identität" am 22.11.2025 statt. Die mächtigen gotischen Kathedralen gelten als Erben unserer mittelalterlichen Vergangenheit. Sie prägen auch heute noch architektonisch viele Städte und bestimmen die Skyline, tauchen prominent auf Werbefotos auf. Doch oft sind diese Kirchen in ihrer jetzigen Gestalt erst im 19. Jahrhundert entstanden, und nicht nur baulich, sondern auch gedanklich und in ihrer Aussagekraft so konstruiert, wie sie sich heute zeigen. In der Veranstaltung blickten wir auf den gotischen Regensburger Dom, der seine Grundsteinlegung vor 750 Jahren feierte, der aber im 19. Jahrhundert neu erfunden wurde. Wir schauten Deutschlands wohl bekanntesten Dom, den zu Köln, genauer an, ein Werk der evangelischen Könige von Preußen und des deutschen Nationalstolzes. Ein Blick nach Frankreich und in die unmittelbare Gegenwart erläuterte uns am Beispiel des Wiederaufbaus von Notre Dame, warum auch ein dezidiert laizistischer Staat von Geschichtserzählungen mit Gotteshäusern profitiert.
Sat, 25 Apr 2026 - 221 - Gespräch zum Thema 'War das Grab, in das man den Gekreuzigten gelegt hatte, am Ostermorgen leer?'
Das Thema der Biblischen Tage waren die Auferstehungstexte im Neuen Testament, also die biblischen Zeugnisse von der Auferstehung Jesu. Diese bilden die Basis des Christentums. Es ist keine Kirche, keine christliche Kultur ohne diese Texte aus dem Neuen Testament vorstellbar. Aus der sich ergebenden Fülle an Perspektiven auf dieses vielschichtige Thema haben wir die Aufzeichnung der Diskussionsrunde im Arbeitskreis von Professor Bründl ausgewählt. Prof. Dr. Jürgen Bründl ist Inhaber des Lehrstuhls für Fundamentaltheologie und Dogmatik an der Universität Bamberg und seit 2015 zudem Geschäftsführender Direktor des Instituts. Das Gespräch zum Thema 'War das Grab leer?' fand im Rahmen eines Arbeitskreises der Biblischen Tagen 14.4.-16.4.2014 in der Katholischen Akademie in Bayern statt.
Sat, 25 Apr 2026 - 220 - Gespräch zum Thema 'Menschenrechte verteidigen - Auf der Suche nach einer gemeinsamen Strategie'
Die Professoren Heiner Bielefeldt und Daniel Bogner, Professorin Angelika Nußberger und Generalleutnant Wolfgang Wien machen sich in diesem Beitrag zur Veranstaltung "Menschenrechte verteidigen!" auf die Suche nach einer gemeinsamen Strategie für den Schutz. Unter anderem versuchen sie sich im Gespräch an Konzepten für die Politik, wie man den Verfall der internationalen Ordnung aufhalten kann. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Katholischen Kreisbildungswerk Deggendorf und dem Münchner Bildungswerk statt. Klar wurde in der Diskussion, dass man an Prinzipien festhalten muss, diese aber auch flexibel zu handhaben sind. Die Antwort auf die Frage, wo da die Grenze liegt, fiel ihnen nicht leicht und wurde sehr unterschiedlich gezogen.
Mon, 02 Mar 2026 - 219 - Wolfgang Wien: Militärische Thesen - Geopolitische Zeitenwende: Die Zeit zu Handeln ist jetzt!
Vier Statements aus unterschiedlichen Feldern bildeten den Auftakt unserer Veranstaltung "Menschenrechte verteidigen!" vom 28. Januar 2026. Gerade nach dem Seitenwechsel der USA stehen die sicher geglaubte und immer stabiler gewordene regelbasierte Ordnung der internationalen Politik und mit ihr die Menschenrechte unter großem Druck. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Katholischen Kreisbildungswerk Deggendorf und dem Münchner Bildungswerk statt. Zu ihrem Schutz plädiert Heiner Bielefeldt dafür, in der Politik selbst regelbasiert zu agieren und sich dadurch als verlässlicher Vertragspartner zu bewähren, statt als egoistischer Deal-Maker. Auf rechtlicher Ebene braucht die Justiz Schutz vor Demontage und scharfe Schwerter zur Durchsetzung des Rechts gegen den Stärkeren - postuliert Angelika Nußberger. Generalleutnant Wolfgang Wien spricht sich für ein starkes und einsatzfähiges Militär aus, um uns dauerhaft gegen territoriale und neuartige Übergriffe wehren können. Und ethisch ist es notwendig, hinter dem universellen Anspruch der Menschenrechte auch die einzelnen Geschichten ihrer kraftvollen Durchsetzung zu verstehen – und daraus einen neuen Realismus für heute abzuleiten, so Daniel Bogner.
Mon, 02 Mar 2026 - 218 - Angelika Nußberger: Juristische Thesen - Justitias Schwerter schärfen!
"Menschenrechte verteidigen!" vom 28. Januar 2026. Gerade nach dem Seitenwechsel der USA stehen die sicher geglaubte und immer stabiler gewordene regelbasierte Ordnung der internationalen Politik und mit ihr die Menschenrechte unter großem Druck. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Katholischen Kreisbildungswerk Deggendorf und dem Münchner Bildungswerk statt. Zu ihrem Schutz plädiert Heiner Bielefeldt dafür, in der Politik selbst regelbasiert zu agieren und sich dadurch als verlässlicher Vertragspartner zu bewähren, statt als egoistischer Deal-Maker. Auf rechtlicher Ebene braucht die Justiz Schutz vor Demontage und scharfe Schwerter zur Durchsetzung des Rechts gegen den Stärkeren - postuliert Angelika Nußberger. Generalleutnant Wolfgang Wien spricht sich für ein starkes und einsatzfähiges Militär aus, um uns dauerhaft gegen territoriale und neuartige Übergriffe wehren können. Und ethisch ist es notwendig, hinter dem universellen Anspruch der Menschenrechte auch die einzelnen Geschichten ihrer kraftvollen Durchsetzung zu verstehen – und daraus einen neuen Realismus für heute abzuleiten, so Daniel Bogner.
Mon, 02 Mar 2026 - 217 - Daniel Bogner: Ethische Thesen - Pragmatischer Realismus im Engagement für konkrete Politik
Vier Statements aus unterschiedlichen Feldern bildeten den Auftakt unserer Veranstaltung "Menschenrechte verteidigen!" vom 28. Januar 2026. Gerade nach dem Seitenwechsel der USA stehen die sicher geglaubte und immer stabiler gewordene regelbasierte Ordnung der internationalen Politik und mit ihr die Menschenrechte unter großem Druck. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Katholischen Kreisbildungswerk Deggendorf und dem Münchner Bildungswerk statt. Zu ihrem Schutz plädiert Heiner Bielefeldt dafür, in der Politik selbst regelbasiert zu agieren und sich dadurch als verlässlicher Vertragspartner zu bewähren, statt als egoistischer Deal-Maker. Auf rechtlicher Ebene braucht die Justiz Schutz vor Demontage und scharfe Schwerter zur Durchsetzung des Rechts gegen den Stärkeren - postuliert Angelika Nußberger. Generalleutnant Wolfgang Wien spricht sich für ein starkes und einsatzfähiges Militär aus, um uns dauerhaft gegen territoriale und neuartige Übergriffe wehren können. Und ethisch ist es notwendig, hinter dem universellen Anspruch der Menschenrechte auch die einzelnen Geschichten ihrer kraftvollen Durchsetzung zu verstehen – und daraus einen neuen Realismus für heute abzuleiten, so Daniel Bogner.
Mon, 02 Mar 2026 - 216 - Heiner Bielefeldt: Politische Thesen - Vertragstreue schlägt Egoisten-Deals
Vier Statements aus unterschiedlichen Feldern bildeten den Auftakt unserer Veranstaltung "Menschenrechte verteidigen!" vom 28. Januar 2026. Gerade nach dem Seitenwechsel der USA stehen die sicher geglaubte und immer stabiler gewordene regelbasierte Ordnung der internationalen Politik und mit ihr die Menschenrechte unter großem Druck. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Katholischen Kreisbildungswerk Deggendorf und dem Münchner Bildungswerk statt. Zu ihrem Schutz plädiert Heiner Bielefeldt dafür, in der Politik selbst regelbasiert zu agieren und sich dadurch als verlässlicher Vertragspartner zu bewähren, statt als egoistischer Deal-Maker. Auf rechtlicher Ebene braucht die Justiz Schutz vor Demontage und scharfe Schwerter zur Durchsetzung des Rechts gegen den Stärkeren - postuliert Angelika Nußberger. Generalleutnant Wolfgang Wien spricht sich für ein starkes und einsatzfähiges Militär aus, um uns dauerhaft gegen territoriale und neuartige Übergriffe wehren können. Und ethisch ist es notwendig, hinter dem universellen Anspruch der Menschenrechte auch die einzelnen Geschichten ihrer kraftvollen Durchsetzung zu verstehen – und daraus einen neuen Realismus für heute abzuleiten, so Daniel Bogner.
Mon, 02 Mar 2026 - 215 - Ulrich Haider: Laudato si’ - Franziskus’ Erbe für die Schöpfung
Dieser Beitrag dokumentiert den Vortrag von Ulrich Haider, Orchester des Wandels, der sich mit der Bedeutung von Musik für politische Fragen befasst: sei es ihr Beitrag zum gesellschaftlichen Wandel oder sei es konkret im Engagement gegen die Klimakrise. Ulrich Haider referierte zum Thema 'Laudato si’ - Franziskus’ Erbe für die Schöpfung' bei der Studientagung 'Laudato si’ und die ökologische Transformation' am 2.10.2025 in der Katholischen Akademie in Bayern.
Mon, 02 Mar 2026 - 214 - Joseph Bastian: Laudato si’ - Franziskus’ Erbe für die Schöpfung
Dieser Beitrag dokumentiert den Vortrag von Joseph Bastian, Chefdirigent und Künstlerischer Leiter - Münchner Symphoniker, der sich mit der Bedeutung von Musik für politische Fragen befasst: sei es ihr Beitrag zum gesellschaftlichen Wandel oder sei es konkret im Engagement gegen die Klimakrise. Joseph Bastian referierte zum Thema 'Laudato si’ - Franziskus’ Erbe für die Schöpfung' bei der Studientagung 'Laudato si’ und die ökologische Transformation' am 2.10.2025 in der Katholischen Akademie in Bayern.
Mon, 02 Mar 2026 - 213 - Andreas Batlogg SJ: Laudato si’ - Franziskus’ Erbe für die Schöpfung
Dieser Beitrag dokumentiert den Vortrag von P. Andreas Batlogg SJ zum Thema "Chancen und Widerstände der ökosozialen Impulse von Papst Franziskus aus vatikanischer Sicht". Er referierte zum Thema 'Laudato si’ - Franziskus’ Erbe für die Schöpfung' bei der Studientagung 'Laudato si’ und die ökologische Transformation' am 2.10.2025 in der Katholischen Akademie in Bayern.
Mon, 02 Mar 2026 - 212 - Martin Geilhufe: Laudato si’ - Franziskus’ Erbe für die Schöpfung
Dieser Beitrag dokumentiert den Vortrag von Martin Geilhufe zum Thema "Die Bedeutung der Faktoren Kirche und Religion aus zivilgesellschaftlicher Sicht". Martin Geilhufe referierte bei der Studientagung 'Laudato si’ und die ökologische Transformation' am 2.10.2025 in der Katholischen Akademie in Bayern.
Mon, 02 Mar 2026 - 211 - Sabine Schlacke: Laudato si’ - Franziskus’ Erbe für die Schöpfung
Dieses Video dokumentiert den Vortrag von Prof. Dr. Sabine Schlacke zum Thema "Die Enzyklika aus völkerrechtlicher Sicht". Sie referierte zum Thema 'Laudato si’ - Franziskus’ Erbe für die Schöpfung' bei der Studientagung 'Laudato si’ und die ökologische Transformation' am 2.10.2025 in der Katholischen Akademie in Bayern.
Mon, 02 Mar 2026 - 210 - Marianne Heimbach-Steins: Laudato si’ - Franziskus’ Erbe für die Schöpfung
Prof. Dr. Marianne Heimbach-Steins, seit Jahrzehnten eine wichtige Stimme im Chor der deutschsprachigen Sozialethikerinnen und Sozialethiker, arbeitet in ihrem Referat die Stärken und Schwächen der Enzyklika Laudato si' heraus. Sie referierte zum Thema 'Laudato si’ - Franziskus’ Erbe für die Schöpfung' bei der Studientagung 'Laudato si’ und die ökologische Transformation' am 2.10.2025 in der Katholischen Akademie in Bayern.
Mon, 02 Mar 2026 - 209 - Markus Vogt: Laudato si’ - Franziskus’ Erbe für die Schöpfung
Ernüchtert aber dennoch hoffnungsvoll leitete Prof. Dr. Markus Vogt inhaltlich ein in die Tagung Franziskus’ Erbe für die Schöpfung: Aktualität und Bedeutung der Enzyklika Laudato Si'. Der Professor für Christliche Sozialethik an der LMU München verwies auf die große mediale Resonanz des Dokuments, als sie vor zehn Jahren erschienen war. Bedauern äußerte er aber darüber, dass die Gedanken von Papst Franziskus zehn Jahre nach Erscheinen der Enzyklika weder innerhalb der Kirche noch in Gesellschaft und Politik durchschlagenden Erfolg zeitigen. Der "revolutionäre Geist der Enzyklika" mache für die Zukunft dennoch Hoffnung. Prof. Dr. Markus Vogt referierte zum Thema 'Laudato si’ - Franziskus’ Erbe für die Schöpfung' bei der Studientagung 'Laudato si’ und die ökologische Transformation' am 2.10.2025 in der Katholischen Akademie in Bayern. Die vollständige Videodokumentation der Tagung befindet sich auf https://www.youtube.com/@KatholischeAkademieinBayern
Mon, 02 Mar 2026 - 208 - Gespräch zum Thema 'Social-Media-Verbot für Jugendliche?'
Probleme und Risiken der Social-Media-Nutzung werden breit diskutiert. Aber was hilft? Dass ein pauschales Verbot für Jugendliche die Probleme lösen könnte, lässt sich wissenschaftlich nicht erhärten. Aber welche präziseren Instrumente helfen weiter? Wir wollen uns auf der Höhe der Forschung informieren: Welche Regelungen und Gesetze gelten bereits, und welche Wirkung zeigen sie? Wo liegt die Grenze zwischen Kundenbindung und Sucht? Gäbe es Alternativen zu den eingesetzten Algorithmen? Was will die Europäische Union und welche Handlungsoptionen hätte sie? Welche pädagogischen Methoden können die Kinder und Jugendlichen für einen verantwortungsvollen Umgang rüsten? Wie weit und um welcher Vorteile willen darf Teilhabe eingeschränkt werden? Wie müsste das Handeln von Staat, Eltern, Schule, Konzernen und den Kindern und Jugendlichen selbst zusammenspielen? Heute zu Gast: Dr. Stephan Dreyer ist Senior Researcher für Medienrecht und Media Governance am Hamburger „Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut (HBI)“. Er befasst sich vor allem mit den rechtlichen Fragen rund um die Regulierung von Social Media im Schnittfeld von Jugendschutz und Datenschutz und kann eine fundierte Einschätzung geben, welche Lösungsansätze angesichts neuer Technologien, Angebotsstrukturen und Nutzungspraktiken Erfolg versprechen. Kerstin Heinemann vertritt das „JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis“, das seit 77 Jahren in einer besonderen Verbindung aus Theorie, Forschung und Praxis die Medienaneignung kleiner und großer Menschen begleitet. Ihre medienpädagogische Arbeit ist geprägt von dem Anliegen, das Handlungsrepertoire der Jugendlichen zu erweitern und die Größen Schutz, Kompetenz und Teilhabe in ein ausgewogenes Verhältnis zu bringen.
Mon, 02 Mar 2026 - 207 - Gespräch zum Thema 'Luctus et angor (Trauer & Angst)“: die Minus-Zeichen der Zeit deuten!'
„Gaudium et spes (Freude & Hoffnung)“, so heißt die Pastoralkonstitution, die unser Konzil vor exakt 60 Jahren erlassen hat: Was die Menschen von heute bewegt, wollte sich die Kirche zu eigen machen, endlich positiv auf die moderne Welt und ihren Fortschritt schauen und die Zeichen der Zeit im Licht des Evangeliums fruchtbar machen. Das zweite Begriffspaar, „luctus et angor (Trauer & Angst)“ hat es zwar nicht in den Titel des Textes geschafft, gehört aber als Rückseite zur Medaille dazu. Heute drückt es vielleicht sogar eher das aus, was Menschen empfinden, wenn sie auf die Welt von heute schauen: Unsere Lebensgrundlagen sind kaum noch zu retten. Die Völkergemeinschaft bricht wieder auseinander. Die Demokratie gerät unter Druck. Der Krieg ist zurück. Wie gehen wir als Christen damit um, dass die „Zeichen der Zeit“ heute überwiegend Minus-Zeichen sind? Verdrängen hilft da ebenso wenig, wie die Hoffnung einfach „thetisch“ zu behaupten. Welche tatsächlichen Anzeichen für Hoffnung lassen sich denn noch entdecken? Wie kann ich mich auch ohne konkrete Erfolgsaussichten zum Guten motivieren? Wie sind die Propheten oder andere Zeugen unserer Ur-Kunden mit Katastrophen klargekommen? Aber auch: Was brauchen meine Mitmenschen in dieser Lage von mir? Heute zu Gast: Sr. Dr. Katharina Ganz ist Franziskanerin und war zwölf Jahre lang Generaloberin ihrer Gemeinschaft. Sie hat Theologie und Sozialwesen studiert und promovierte über das pastorale Konzept ihrer Ordensgründerin Antonia Werr, in dem Verletzlichkeit (Vulnerabilität) die entscheidende Rolle spielt. Abt Dr. Johannes Eckert ist Benediktiner der Abtei Sankt Bonifaz in München und Andechs. Mit seiner reichen Vortrags- und Autorentätigkeit bereichert er die öffentliche Diskussion durch zeitgemäße Auslegungen biblischer Texte und frische Denkansätze zu Fragen des kirchlichen Lebens. Moderiert wird das Gespräch am 28.1.2026 von Akademiedirektor Dr. Achim Budde.
Tue, 03 Feb 2026 - 206 - Gespräch zum Thema 'Ein russischer Aufruf gegen den Krieg in der Ukraine'
Ein russischer Aufruf gegen den Krieg in der Ukraine Akademiegespräch am Mittag mit Prof. Dr. Kristina Stoeckl und Dr. Johannes Oeldemann Mutig, fromm, riskant: Anfang Januar 2025 veröffentlichen ein paar Dutzend russische Geistliche und Laien anonym einen Aufruf gegen den Krieg in der Ukraine, der sie ihre Freiheit oder ihr Leben kosten könnte: Theologisch begründen sie, warum sich Patriarch Kyrill zu Unrecht auf die Bibel und die kirchliche Tradition beruft, um den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg zu legitimieren. Wir wollen zunächst die Aktion würdigen: Was steht in dem Text? Wie argumentiert er theologisch? Unter welchen Bedingungen mussten die Gleichgesinnten sich finden und arbeiten? Wie veröffentlichten sie ihre Botschaft und welche Risiken gingen sie damit ein? Wie organisiert und wie motiviert sich aktuell die Opposition? Manches Hintergrundwissen ist nötig, um die Situation zu bewerten: Wie wird in der orthodoxen Welt traditionell das Verhältnis von Kirche und Staat bestimmt? Und was hat die neue Lehre von der „Russischen Welt (Russkij mir)“ daraus gemacht? Schließlich interessieren uns die Perspektiven: Für die kirchliche Opposition unter Patriarch Kyrill. Für die Zivilgesellschaft unter Putin. Für den ökumenischen Dialog. Heute zu Gast: Prof. Dr. Kristina Stoeckl ist Religionssoziologin an der Freien Internationalen Universität für Soziale Studien (LUISS) in Rom und forscht intensiv über die Russische Orthodoxie und ihr Verhältnis zum Staat. Dr. Johannes Oeldemann ist Direktor am Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik, Schriftleiter der Zeitschrift „Catholica“ und profunder Kenner der Ostkirchen und ihrer Theologie insbesondere in Russland. Er hat den Aufruf ins Deutsche übersetzt. Moderiert wird das Online-Gespräch am 14.1.2026 von Akademiedirektor Dr. Achim Budde. Russischer Aufruf gegen den Krieg in der Ukraine von 2025: https://www.herder.de/stz/online/chri... Erklärung von 2022: https://publicorthodoxy.org/2022/03/1... Report von Sergej Chapnin: https://ocl.org/religious-communities... Newsletter-Anmeldung: https://kath-akademie-bayern.de/newsl...
Tue, 03 Feb 2026 - 205 - Gespräch zum Thema 'Missbrauch aufdecken und erinnern: das Paderborner Mahnmal'
Wie kann das Monströse ins kulturelle Gedächtnis gehoben werden? So, dass es Betroffene nicht retraumatisiert, sondern aufatmen, Mut und Trost fassen lässt? So, dass die Kirche damit keine lästige Pflichtübung vollzieht, sondern ernsthaft bereut und sich auf einen unabgeschlossenen Prozess verpflichtet? So, dass es in die Gesellschaft hineinwirkt, die Tabuisierung überwindet und Passanten zur Auseinandersetzung drängt. So, dass es die verleugneten Geschichten erzählt und die brutale Wahrheit ins Gespräch bringt, ohne voyeuristisch zu werden? Das Erzbistum Paderborn gestaltet pünktlich zum Erscheinen des Missbrauchsgutachtens im Frühjahr 2026 die Brigidenkapelle im Hohen Dom zu einem Mahnmal um. Der Siegerentwurf dafür stammt von dem Münchner Künstler Christoph Brech, der hierzulande u.a. durch die Lungenflügelfenster in der Heilig-Kreuz-Kirche von sich reden machte, und der der Akademie durch Ausstellungen und die jährliche Weihnachtskarte eng verbunden ist. Das Projekt wird in engem Austausch mit dem Domkapitel, vertreten durch Generalvikar Mrgs. Dr. Michael Bredeck, und dem Betroffenenbeirat, vertreten durch seinen Vorsitzenden Reinhold Harnisch, durchgeführt. Alle drei lassen sich heute zum diesem vielschichtigen Prozess befragen. Was ist die Grundidee hinter dem Entwurf „Memory – Aufdecken und Erinnern“? Was sind seine einzelnen Elemente? Warum hat er sich durchgesetzt? Was hat der Hahn mit dem Missbrauch zu tun? Wieso ein Kinderspiel als Bezugsgröße? Was steht auf der Unterseite der Karten? Aber uns interessiert auch das methodische Vorgehen: Wie designt man einen Prozess, für den es keine Blaupause gibt? Wer hat die Ziele definiert? Wie wird ein Ausgleich gefunden, wo die Anliegen nicht deckungsgleich sind? Wann und wie wurden Betroffene einbezogen? Welche Grenzen sind gesetzt? Und was sagt eigentlich der Denkmalschutz? Mit Akademiedirektor Dr. Achim Budde diskutierten am 26.11.2025: Christoph Brech, Msgr. Dr. Michael Bredeck und Reinhold Harnisch.
Fri, 28 Nov 2025 - 204 - Gespräch zum Thema 'Optionen der demokratischen Mehrheit'
Gehen den Demokraten im Kampf gegen die Demokratie-Verächter die Ideen aus? Und die Puste? An Vorschlägen und Rezepten mangelt es nicht. Aber sie haben alle ihre Haken. „Gut regieren“ wäre vielleicht das Wichtigste. Aber genau dies ist schwieriger geworden in einer grundständig veränderten Parteienlandschaft – und in Zeiten multipler Krisen. Und die vom rechten Rand geschürten Ressentiments ein bisschen zu bedienen, hat bislang auch nicht geholfen. „Argumentieren“ müsse man, und die Populisten inhaltlich stellen. Was aber, wenn diese sich der faktenbasierten Debatte entziehen, und stattdessen in ihrer immer größeren Blase konkurrenzfrei kommunizieren können? Auch „verbieten“ ist nicht trivial: Einmal, weil ein Verbotsverfahren scheitern könnte. Aber auch, weil ein Drittel oder Viertel der Wählerschaft ein Verbot „ihrer Partei“ als antidemokratischen Affront deuten dürfte. Sind die Verfassungsfeinde inzwischen „too big to ban“? Bleibt nur „entzaubern“? Also (mit-) regieren lassen und hoffen, dass die Anhänger bald sehr enttäuscht sein werden? Aber werden unsere demokratischen und rechtsstaatlichen Institutionen das schadlos überstehen? Für immer mehr Engagierte ist auch „resignieren“ inzwischen eine echte Option, um sich nicht bis zur Erschöpfung aufzureiben – sei es als Rückzug aus der Politik, als Auswanderung oder auch als Flucht ins Biedermeierlich-Private. Vor den drei Kommunal- und fünf Landtagswahlen des kommenden Jahres wollen wir darüber nachdenken, welche Strategie die demokratischen Kräfte verfolgen könnten, um – in allem Ringen um konträre politische Konzepte – doch gemeinsam die Vorzüge der Demokratie zu verkörpern. Zum Thema 'Optionen der demokratischen Mehrheit' diskutierten Prof. Dr. Ursula Münch und Marco Wanderwitz mit Akademiedirektor Dr. Achim Budde online am 12.11.2025.
Thu, 13 Nov 2025 - 203 - Gespräch zum Thema 'Rennt die medizinische Innovation der Ethik davon?'
Rennt die medizinische Innovation der Ethik davon? - Akademiegespräch am Mittag mit Prof. Dr. Alena Buyx und Prof. Dr. Markus Lerch Der medizinische Fortschritt ist ein Segen. Aber er kann auch Angst und Bange machen: Weil man immer weniger davon verstehen kann. Weil es immer schneller geht. Und weil auf einem milliardenschweren Markt immer auch wirtschaftliche Interessen im Spiel sind, die mit denen der Patienten nicht deckungsgleich sind. In dieser Konstellation sind ethische Fragen vorprogrammiert. Aber bleibt im Wettlauf der Innovationen überhaupt Zeit zum Nachdenken? Wir wollen darüber reden mit Prof. Dr. Markus Lerch, der als Ärztlicher Direktor der Uniklinik der LMU und Innovationen forciert, und mit der wohl prominentesten Vertreterin der medizinischen Ethik in Deutschland, Prof. Dr. Alena Buyx. Wo eröffnen sich aktuell neue Therapiemöglichkeiten und welche Risiken sind damit verbunden? Ist in die Innovationsprozesse der großen Player eine „ethische Reflexionsschleife“ implementiert? Worauf ist zu achten, wenn Gesundheitsforschung und klinische Studien auch unternehmerische Potenziale wecken sollen? Werden neue Geschäftsmodelle, die Triebfedern des Fortschritts sind, durch Ethik ausgebremst? Welche Rolle spielen die Kirchen bei alledem? Das Gespräch mit Akademiedirektor Dr. Achim Budde fand am 29.10.2025 online statt.
Thu, 30 Oct 2025 - 202 - Heinrich Bedford-Strohm: Laudatio auf Patriarch Bartholomäus I.
Patriarch Bartholomäus I. erhielt am 6. Juni 2025 den „Ökumenischen Preis der Katholischen Akademie“ und den „Abt-Emmanuel-Heufelder-Preis“. Die Katholische Akademie in Bayern und die Benediktinerabtei Niederaltaich haben vereinbart, im Jahr 2025 den Ökumenischen Patriarchen, Seine Heiligkeit Bartholomäus I. gleichzeitig mit dem Ökumenischen Preis der Akademie und dem Abt-Emmanuel-Heufelder-Preis der Abtei auszuzeichnen. Der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel ist das Ehrenoberhaupt der Orthodoxen Kirchen weltweit, deren synodale Zusammenarbeit er koordiniert. Rechtlich unterstellt sind ihm neben seiner Ortskirche in der Türkei auch der Athos und die griechischen Diasporakirchen. Die Auszeichnungen wurden unter Anwesenheit des Preisträgers in einer Zeremonie in der Katholischen Akademie in Bayern verliehen. Der Laudator der Preisverleihung war der Vorsitzende des Zentralausschusses des „Ökumenischen Rates der Kirchen“ (ÖRK), Herr Landesbischof em. Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm. Kardinal Reinhard Marx trug traditionell das Schlusswort zu der Zeremonie bei. In der Preisbegründung heißt es u.a. „Bartholomäus I. zählt innerhalb der Orthodoxie zu den engagiertesten Verfechtern einer echten ökumenischen Zusammenarbeit. Antiwestliche oder antiökumenische Ressentiments sind ihm fremd. Eine solche Präsenz der Orthodoxie in der Welt-Ökumene bereichert auch die innerwestliche Ökumene“ sowie „Patriarch Bartholomäus pflegt beste Beziehungen zu Papst Franziskus, die in mehreren Begegnungen und gemeinsamen Verlautbarungen ihren Ausdruck fanden“. Er werde auch als der „grüne Patriarch“ bezeichnet, was eine weitere Parallele zu Papst Franziskus darstelle.
Fri, 24 Oct 2025 - 201 - Patriarch Bartholomäus I.: Dankesrede bei der Verleihung des „Ökumenischen Preises 2025"
Patriarch Bartholomäus I. erhielt am 6. Juni 2025 den „Ökumenischen Preis der Katholischen Akademie“ und den „Abt-Emmanuel-Heufelder-Preis“. Die Katholische Akademie in Bayern und die Benediktinerabtei Niederaltaich haben vereinbart, im Jahr 2025 den Ökumenischen Patriarchen, Seine Heiligkeit Bartholomäus I. gleichzeitig mit dem Ökumenischen Preis der Akademie und dem Abt-Emmanuel-Heufelder-Preis der Abtei auszuzeichnen. Der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel ist das Ehrenoberhaupt der Orthodoxen Kirchen weltweit, deren synodale Zusammenarbeit er koordiniert. Rechtlich unterstellt sind ihm neben seiner Ortskirche in der Türkei auch der Athos und die griechischen Diasporakirchen. Die Auszeichnungen wurden unter Anwesenheit des Preisträgers in einer Zeremonie in der Katholischen Akademie in Bayern verliehen. Der Laudator der Preisverleihung war der Vorsitzende des Zentralausschusses des „Ökumenischen Rates der Kirchen“ (ÖRK), Herr Landesbischof em. Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm. Kardinal Reinhard Marx trug traditionell das Schlusswort zu der Zeremonie bei. In der Preisbegründung heißt es u.a. „Bartholomäus I. zählt innerhalb der Orthodoxie zu den engagiertesten Verfechtern einer echten ökumenischen Zusammenarbeit. Antiwestliche oder antiökumenische Ressentiments sind ihm fremd. Eine solche Präsenz der Orthodoxie in der Welt-Ökumene bereichert auch die innerwestliche Ökumene“ sowie „Patriarch Bartholomäus pflegt beste Beziehungen zu Papst Franziskus, die in mehreren Begegnungen und gemeinsamen Verlautbarungen ihren Ausdruck fanden“. Er werde auch als der „grüne Patriarch“ bezeichnet, was eine weitere Parallele zu Papst Franziskus darstelle.
Fri, 24 Oct 2025 - 200 - Gespräch zum Thema 'Kult & Welt – über die gesellschaftliche „Außenwirkung“ der Eucharistie'
Der christliche Kult will nach außen wirken. Er gehört in die Öffentlichkeit und entfaltet eine heilsame gesellschaftspolitische Ausstrahlung. Deshalb hat er Bedeutung für alle. Mit seinem Buch „KULT“ hat Kardinal Reinhard Marx eine beachtliche Resonanz ausgelöst und die öffentliche Debatte um die Kirche befeuert. Er sieht aktuelle Leitbegriffe wie Freiheit, Zusammenhalt, Menschenwürde, Frieden und Versöhnung fest im christlichen Gottesdienst verankert und benennt sehr konkrete sozialpolitische Implikationen mit echter Relevanz für das Leben aller Menschen: Ein so verstandener Kult ist politisch! Zugleich liefert Marx eine schonungslose Analyse der innerkirchlichen Hindernisse, die dieser Außenwirkung im Wege stehen: Fundamentalismus und Ablehnung der Moderne. Rückzug in die Blase. Mängel in der organisatorischen Gestalt der Kirche und in der Ästhetik ihrer Feiern. Zu enge Zulassungskriterien zum kirchlichen Amt. Zu wenig liturgische Bildung. Angst vor der inneren Vielfalt. Wir wollen im Gespräch zentrale Aspekte seiner Kernthese vertiefen und auch nachbohren, was für die Gestalt der Kirche und ihrer Liturgie konkret daraus folgt. Kardinal Reinhard Marx stellt sich online am 22.10.2025 eine Stunde lang den Fragen von Akademiedirektor Dr. Achim Budde und der Zuhörerschaft im Mittagsgespräch der Katholischen Akademie in Bayern.
Fri, 24 Oct 2025 - 199 - Gespräch zum Thema 'KI-Chip im Hirn - Transhumanistische Träume für unser Beziehungsorgan'
Die Verschmelzung von Mensch und Maschine ist in der Medizin bereits in vollem Gang: Implantierte Computer-Chips überwinden Taubheit, Lähmung oder Parkinson, teils durch gedankliche Impulse. Entwickeln wir uns zu Cyborgs? Großes Aufsehen – von quasi-religiöser Hoffnung bis hin zu tiefsitzenden Ängsten – erregt die Vision, bereits in wenigen Jahren unser Gehirn durch KI-Chips mit dem Internet und dem Wissen der Welt zu verbinden. Das wirft große Fragen auf: Ist eine solche Entgrenzung des menschlichen Geistes wirklich vorstellbar und biologisch möglich? Bettet sie sich in das uns bekannte Verschmelzen mit Werkzeugen – mit dem Handy oder auch mit einer Geige – ein? Kann das Bewusstsein dann noch unterscheiden, ob sein verfügbares Wissen aus eigener Lernerfahrung oder aus dem Web stammt? Welche Chancen und welche Gefahren sind mit der Entwicklung verbunden? Welche Gerechtigkeitsfragen wirft sie auf? Wird durch den Brain-Booster für Reiche ein Teil der Menschheit noch weiter abgehängt? Oder sind die Gechipten dann nur noch Handlanger der KI? Für diese Klärungen haben wir Prof. Dr. Thomas Fuchs zu Gast, der wie kein anderer das Gehirn als ein dem ganzen Menschen zugeordnetes und für (Außen-) Beziehungen zuständiges Organ versteht. Auf dieser Basis bettet er die Erkenntnisse der Neurologie und auch die neuen medizinischen Möglichkeiten in ein ganzheitliches Bild des Menschen in seiner körperlichen Verfasstheit ein. Auch Prof. Dr. Georg Gasser aus Augsburg hat als Philosoph an der Theologischen Fakultät einen geeigneten Referenzrahmen, um die transhumanistischen Träume einer Bewertung aus christlicher Sicht zu unterziehen. Prof. Dr. Thomas Fuchs und Prof. Dr. Georg Gasser diskutierten online mit Akademiedirektor Dr. Achim Budde am 15.10.2025.
Sat, 18 Oct 2025 - 198 - Markus Vogt: Ambivalenzen der Macht – Überlegungen aus sozialethischer Sicht
Romano Guardini veröffentlichte 1951 unter dem Titel „Die Macht – Versuch einer Wegweisung“ eine Denkschrift, die auffällig viele Bezüge zu unserer Gegenwart aufweist – in Europa und weltweit. Bisher für stabil gehaltene soziale Systeme scheinen plötzlich zu erodieren. Autokraten bemächtigen sich immer häufiger offener Zivilgesellschaften. Aber auch die Mächtigen fühlen sich zunehmend vereinnahmt von ihrer eigenen Machtfülle. „Die Familie verliert ihre gliedernde und ordnende Funktion“, resümiert Guardini, „die neuen Städte gleichen einander immer mehr, ob sie nun in Europa oder in China, in Nordamerika, Russland oder Südamerika entstehen.“ Von dieser Nivellierung ausgehend bildet sich ein neuer Typus Mensch heraus, „der aus dem Augenblick lebt, einen beängstigenden Charakter beliebiger Vertretbarkeit bekommt und dem Zugriff der Macht bereitsteht.“ Die Rückbesinnung auf die transzendente Dimension kann eine Wegweisung sein. Die Beziehung zu Gott öffnet dem Menschen einen Freiraum, der ihn vor dem Zugriff der Macht wappnen kann. Guardini bleibt in der Kritik an den Verhältnissen nicht stehen. Es geht ihm um die Aufgabe, die Macht so einzuordnen, dass der Mensch in ihrem Gebrauch als Mensch bestehen kann und nicht restlos Machtmechanismen ausgesetzt ist oder ihnen gar verfällt. Prof. Dr. Markus Vogt, Professor für Christliche Sozialethik an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, referiert zu dem Thema Ambivalenzen der Macht – Überlegungen aus sozialethischer Sicht.
Sat, 11 Oct 2025 - 197 - Michael Seewald: Menschlichkeit und Machtgefahr - Überlegungen zu Begriffen Romano Guardinis
Romano Guardini veröffentlichte 1951 unter dem Titel „Die Macht – Versuch einer Wegweisung“ eine Denkschrift, die auffällig viele Bezüge zu unserer Gegenwart aufweist – in Europa und weltweit. Bisher für stabil gehaltene soziale Systeme scheinen plötzlich zu erodieren. Autokraten bemächtigen sich immer häufiger offener Zivilgesellschaften. Aber auch die Mächtigen fühlen sich zunehmend vereinnahmt von ihrer eigenen Machtfülle. „Die Familie verliert ihre gliedernde und ordnende Funktion“, resümiert Guardini, „die neuen Städte gleichen einander immer mehr, ob sie nun in Europa oder in China, in Nordamerika, Russland oder Südamerika entstehen.“ Von dieser Nivellierung ausgehend bildet sich ein neuer Typus Mensch heraus, „der aus dem Augenblick lebt, einen beängstigenden Charakter beliebiger Vertretbarkeit bekommt und dem Zugriff der Macht bereitsteht.“ Die Rückbesinnung auf die transzendente Dimension kann eine Wegweisung sein. Die Beziehung zu Gott öffnet dem Menschen einen Freiraum, der ihn vor dem Zugriff der Macht wappnen kann. Guardini bleibt in der Kritik an den Verhältnissen nicht stehen. Es geht ihm um die Aufgabe, die Macht so einzuordnen, dass der Mensch in ihrem Gebrauch als Mensch bestehen kann und nicht restlos Machtmechanismen ausgesetzt ist oder ihnen gar verfällt. Prof. Dr. Michael Seewald, Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Universität Münster, stellt seine Überlegungen zu zwei Begriffen Romano Guardinis vor.
Sat, 11 Oct 2025 - 196 - Jean Greisch: Romano Guardinis Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Macht
Romano Guardini veröffentlichte 1951 unter dem Titel „Die Macht – Versuch einer Wegweisung“ eine Denkschrift, die auffällig viele Bezüge zu unserer Gegenwart aufweist – in Europa und weltweit. Bisher für stabil gehaltene soziale Systeme scheinen plötzlich zu erodieren. Autokraten bemächtigen sich immer häufiger offener Zivilgesellschaften. Aber auch die Mächtigen fühlen sich zunehmend vereinnahmt von ihrer eigenen Machtfülle. „Die Familie verliert ihre gliedernde und ordnende Funktion“, resümiert Guardini, „die neuen Städte gleichen einander immer mehr, ob sie nun in Europa oder in China, in Nordamerika, Russland oder Südamerika entstehen.“ Von dieser Nivellierung ausgehend bildet sich ein neuer Typus Mensch heraus, „der aus dem Augenblick lebt, einen beängstigenden Charakter beliebiger Vertretbarkeit bekommt und dem Zugriff der Macht bereitsteht.“ Die Rückbesinnung auf die transzendente Dimension kann eine Wegweisung sein. Die Beziehung zu Gott öffnet dem Menschen einen Freiraum, der ihn vor dem Zugriff der Macht wappnen kann. Guardini bleibt in der Kritik an den Verhältnissen nicht stehen. Es geht ihm um die Aufgabe, die Macht so einzuordnen, dass der Mensch in ihrem Gebrauch als Mensch bestehen kann und nicht restlos Machtmechanismen ausgesetzt ist oder ihnen gar verfällt. Prof. Dr. Jean Greisch, Professor em. für Philosophie und ehemaliger Inhaber der Guardini-Professur für Religionsphilosophie und Katholische Weltanschauung an der Humboldt-Universität zu Berlin, gilt als einer der besten Kenner Romano Guardinis. Prof. Dr. Jean Greisch referierte zum Thema 'Romano Guardinis Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Macht' bei der Guardini-Tagung 30.1.-1.2.2020.
Sat, 11 Oct 2025 - 195 - Thomas M. Schmidt: Jürgen Habermas und die Religion
Am 14. Januar 2020 haben wir uns in der Katholischen Akademie in Bayern darum bemüht, das Denken von Jürgen Habermas zu ergründen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich Glauben und Wissen zueinander verhalten. Die Akademie knüpfte damit an das berühmte Gespräch des Philosophen mit Kardinal Joseph Ratzinger in der Akademie an, als Habermas und der nachmalige Papst Benedikt XVI. das schwierige Verhältnis von Vernunft und Religion vor einem kleinen Kreis von Geladenen diskutierten. Der Habermas-Schüler Thomas M. Schmidt, Professor für Religionsphilosophie an der Goethe-Universität Frankfurt, den wir als Referenten gewinnen konnten, gilt als einer der besten Kenner des Habermas-Kosmos. Die Diskussion moderierte Dominik Fröhlich, Katholische Akademie in Bayern.
Sat, 11 Oct 2025 - 194 - John Arnold: Der Erzbischof von Canterbury in der DDR
Für besonderes Engagement in der Ökumene der katholischen Kirche mit den Kirchen der Reformation wurde 2001 der „Ökumenische Preis der Katholischen Akademie“ an Stephen Sykes und John Arnold vergeben. Letzterer berichtete in seiner Ökumenepreis-Rede von einer weitgehend unbekannten Episode aus der Zeit der deutschen Teilung, dem Besuch des Erzbischofs von Canterbury, Michael Ramsey, in der DDR. Arnold begleitete 1974 den Erzbischof auf seiner Reise. Sein persönlicher Blick als Zeitzeuge dieses Ereignisses aus den siebziger Jahren im Osten Deutschlands ist gleichermaßen spannend wie berührend: John Arnold berichtet als Zeitzeuge von den Verhältnissen in der DDR und wie die anglikanischen Gäste aus dem Vereinigten Königreich damit umgingen. Dr. John Arnold, geb. 1933 in London, ist Träger des „Most Excellent Order of the British Empire“ OBE. Er studierte Französisch, Deutsch, Russisch und Theologie, wirkte nach einer wissenschaftlichen Tätigkeit als Dean of Rochester und Dean of Durham. Im Rahmen seiner diplomatischen Aufgaben begleitete er The Most Reverend and Right Honourable Michael Ramsey, Archbishop of Canterbury 1961 – 1974, bei seinem Besuch in der DDR.
Sat, 11 Oct 2025 - 193 - Gespräch zum Thema 'Geld, Strukturen, Macht: das „Unternehmen Kirche“ im Umbau'
Zum Thema 'Geld, Strukturen, Macht: das „Unternehmen Kirche“ im Umbau' diskutierten online Thomas von Mitschke-Collande und Christian Gärtner am 8.10.2025 mit Akademiedirektor Dr. Achim Budde. Das reiche kirchliche Leben muss mit immer weniger Geld auskommen. Wo sparen? Nach welchen Kriterien? In welchen Strukturen? Und wer entscheidet? Für einen klugen Plan, muss ein tiefes Verständnis für Wesen und Mission der Kirche auf Professionalität im Umgang mit unternehmerischen Ressourcen treffen. Christian Gärtner, der neue Vorsitzende des Landeskomitees, bringt seinen beruflichen Blick als Volkswirt und Marktforscher mit in sein Ehrenamt als höchster Repräsentant der katholischen Laiinnen und Laien in Bayern. Er kennt Organisation und Verwaltung der Kirche von innen, und um kluger Entscheidungen willen ist er ein Freund echter Mitbestimmung. Dr. Thomas von Mitschke-Collande war als Unternehmensberater u.a. für Bistümer und die DBK tätig. 2012 machte er mit einer schonungslosen Analyse der kirchlichen Lage von sich reden, deren Befürchtungen sich seitdem teils bestätigten, teils aber auch von der Wirklichkeit noch übertroffen wurden. Bei diesem Mittagsgespräch soll der Frage nachgegangen werden, wie die Kirche trotz der unumgänglichen Einsparungen ihren Auftrag erfüllen und ein verlässlicher Partner für die Gläubigen sowie für die haupt- und ehrenamtlich Engagierten bleiben kann.
Sat, 11 Oct 2025 - 192 - Gespräch zum Thema 'Biodiversität & Schöpfungsspiritualität'
„Biodiversität“ – klingt sperrig, entscheidet aber über Leben und Tod der Menschheit. „Schöpfungsspiritualität“ – klingt fromm, könnte aber helfen, die Kurve zu kriegen: wenn immer mehr Menschen die Verbundenheit aller Geschöpfe spüren und zu einem Leitmotiv ihres eigenen Lebensweges machen. Vier Pilgerwege durch artenreiche Naturlandschaften im Werdenfelser Land vermitteln erstaunliches Naturwissen und sind zugleich spiritueller Proviant für den eigenen geistig-geistlichen Weg. Konzipiert hat diese Routen Benjamin Schwarz, der Geschäftsführer des Katholischen Bildungswerks in Garmisch-Partenkirchen, das dort seit Jahren geführte Wanderungen erfolgreich anbietet. Er und der BR-Journalist Wolfgang Küpper, der sich im Ruhestand als 2. Vorsitzender des „KBW-GAP“ engagiert, sprachen am 24.9.2025 mit Direktor Dr. Achim Budde über theologische Grundlagen und praktische Erfahrungen, über Quellen der Hoffnung angesichts der drohenden Katastrophe, über Gesellschaft und Politik, über Gerechtigkeit und Bewusstseinsbildung, über Bildungsarbeit und das Genießen der Natur – und natürlich über das Wunder der Artenvielfalt, das einen um so mehr in Erstaunen versetzt, je mehr man darüber erfährt.
Thu, 25 Sep 2025 - 191 - Gespräch zum Thema 'Die Dritte Gewalt in Gefahr'
Wo immer weltweit Demokratien ins Autokratische kippen, steht (neben der Bildung) die Justiz zuerst im Visier. Deshalb wurde unser Grundgesetz vor der Bundestagswahl noch einmal nachgerüstet, bevor die Zweidrittel-Mehrheit für solche Operationen verlorenging. Wird das reichen? Wo sind die Schwachstellen, an denen eine Demontage weiterhin ansetzen kann? Welche Strategien lassen sich aus den Erfahrungen in anderen Staaten ableiten? Was können wir als Kirchen und Christ:innen tun? Welche Instrumente zur Bekämpfung ihrer Feinde kann unsere „wehrhafte Demokratie“ einsetzen? Zu diesen Fragen ruft Dr. Achim Budde die Expertise von zwei Hochkarätern ab: Dr. Hans-Joachim Heßler ist Präsident des Bayerischen Verfassungsgerichtshofs und des Oberlandesgerichts München. Als höchster Repräsentant der Dritten Staatsgewalt in Bayern träg er Verantwortung für den Rechtsstaat. Frau Prof. Dr. Angelika Nußberger ist Ordinaria für Verfassungsrecht, Völkerrecht und Rechtsvergleichung an der Universität Köln. Von 2011 bis 2020 war sie Richterin, von 2017 bis 2019 Vizepräsidentin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR). Am 10.12.2024 erhielt sie den Romano-Guardini-Preis der Katholischen Akademie in Bayern.
Fri, 19 Sep 2025 - 190 - Jürgen Bründl: Was heißt heute „Gott handelt“?
Mit der Veranstaltung „(Wie) handelt Gott?“ am 3. Dezember 2016 versuchte die Katholische Akademie Bayern den beiden im Titel verwobenen Fragen näherzukommen und Nachdenklichkeit zu erzielen. Denn zum christlichen Glauben gehört ja die feste Überzeugung, dass Gott nicht nur am Anfang der Welt als Schöpfer tätig war, sondern auch in der Welt handelt. Jedes Gebet, jeder Gottesdienst ist durchdrungen von der Annahme, dass sich Gott den Menschen zuwendet. Wer biblisch-christlich glaubt, ist überzeugt: Gott handelt in und an der Welt. Deckt sich diese gläubige Grundannahme mit der alltäglichen Erfahrung unseres Lebens? Denn unsere Erfahrung scheint allzu oft eine gegensätzliche zu sein - wir erleiden die Abwesenheit, das Schweigen Gottes. Wie kann man also ernsthaft von einem Handeln Gottes sprechen? Theologisch formuliert: Was hat „Offenbarung“ mit unserer Lebenswirklichkeit zu tun? Prof. Dr. Jürgen Bründl ist Professor für Fundamentaltheologie und Dogmatik an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.
Fri, 22 Aug 2025 - 189 - Thomas Söding: Das Handeln Gottes in der Bibel - Strukturen und Kategorien
Mit der Veranstaltung „(Wie) handelt Gott?“ am 3. Dezember 2016 versuchte die Katholische Akademie Bayern den beiden im Titel verwobenen Fragen näherzukommen und Nachdenklichkeit zu erzielen. Denn zum christlichen Glauben gehört ja die feste Überzeugung, dass Gott nicht nur am Anfang der Welt als Schöpfer tätig war, sondern auch in der Welt handelt. Jedes Gebet, jeder Gottesdienst ist durchdrungen von der Annahme, dass sich Gott den Menschen zuwendet. Wer biblisch-christlich glaubt, ist überzeugt: Gott handelt in und an der Welt. Deckt sich diese gläubige Grundannahme mit der alltäglichen Erfahrung unseres Lebens? Denn unsere Erfahrung scheint allzu oft eine gegensätzliche zu sein - wir erleiden die Abwesenheit, das Schweigen Gottes. Wie kann man also ernsthaft von einem Handeln Gottes sprechen? Theologisch formuliert: Was hat „Offenbarung“ mit unserer Lebenswirklichkeit zu tun? Prof. Dr. Thomas Söding ist Professor für neutestamentliche Exegese und Theologie an der Ruhr-Universität Bochum.
Fri, 22 Aug 2025 - 188 - Udo Schnelle: Die Kreuzestheologie des Paulus
Paulus ist ein sperriger Autor (und auch eine sperrige Person...). Seine Briefe sind zumeist Gelegenheitsschreiben, anlassbezogen und somit tief verwurzelt in der Geschichte des frühen Christentums. Unsere Welt ist zwar anders geworden, aber die Probleme und Fragestellungen der frühchristlichen Gemeinden klingen häufig doch recht aktuell. Auf der anderen Seite erreicht die zweite Ebene seiner Briefe, nämlich die kreative und existentiell tief gehende Theologie, ein Abstraktionsniveau, das höchsten intellektuellen Ansprüchen genügt. Dadurch wird er allerdings nicht leichter verständlich. Bei den Biblischen Tagen, 21. bis 23. März 2016, zum ersten Korintherbrief referierte Prof. Dr. Udo Schnelle über die Kreuzestheologie des Paulus.
Tue, 19 Aug 2025 - 187 - Hans-Georg Gradl: Stadt und Gemeinde von Korinth
Paulus ist ein sperriger Autor (und auch eine sperrige Person...). Seine Briefe sind zumeist Gelegenheitsschreiben, anlassbezogen und somit tief verwurzelt in der Geschichte des frühen Christentums. Unsere Welt ist zwar anders geworden, aber die Probleme und Fragestellungen der frühchristlichen Gemeinden klingen häufig doch recht aktuell. Auf der anderen Seite erreicht die zweite Ebene seiner Briefe, nämlich die kreative und existentiell tief gehende Theologie, ein Abstraktionsniveau, das höchsten intellektuellen Ansprüchen genügt. Dadurch wird er allerdings nicht leichter verständlich. Bei den Biblischen Tagen, 21. bis 23. März 2016, zum ersten Korintherbrief referierte Prof. Dr. Hans-Georg Gradl zum Thema 'Stadt und Gemeinde von Korinth'.
Tue, 19 Aug 2025 - 186 - Marlis Gielen: Paulus – vier Spotlights auf eine vielschichtige Persönlichkeit
Paulus ist ein sperriger Autor (und auch eine sperrige Person...). Seine Briefe sind zumeist Gelegenheitsschreiben, anlassbezogen und somit tief verwurzelt in der Geschichte des frühen Christentums. Unsere Welt ist zwar anders geworden, aber die Probleme und Fragestellungen der frühchristlichen Gemeinden klingen häufig doch recht aktuell. Auf der anderen Seite erreicht die zweite Ebene seiner Briefe, nämlich die kreative und existentiell tief gehende Theologie, ein Abstraktionsniveau, das höchsten intellektuellen Ansprüchen genügt. Dadurch wird er allerdings nicht leichter verständlich. Bei den Biblischen Tagen, 21. bis 23. März 2016, zum ersten Korintherbrief referierte Prof. Dr. Marlis Gielen zum Thema: Paulus – vier Spotlights auf eine vielschichtige Persönlichkeit.
Tue, 19 Aug 2025 - 185 - Reinhard Stauber: Wege durch Italien im 18. Jahrhundert
Die Reise nach Italien war in der Frühen Neuzeit wichtiger Bestandteil der Erziehung deutscher Adeliger. Sie sollte erworbenes Wissen demonstrieren, adelige Manieren verfeinern und politische Beziehungen stärken oder neu knüpfen. Und natürlich gehörte auch die Besichtigung bedeutender Stätten der Kunst und Kultur dazu. So brach auch Karl Albrecht, Sohn des bayerischen Kurfürsten Max II. Emanuel und nachmaliger Kaiser Karl VII., am 3. Dezember 1715 zu einer Reise auf, die ihn von München über Salzburg und Innsbruck, über Venedig und Loreto nach Rom und Neapel führen sollte. Dabei waren Papstaudienzen, Besuche bei Kardinälen und dem jeweiligen Stadtadel Höhepunkte dieses Unternehmens. Beim sechsten Karl Graf Spreti Symposium, das vom 30.6.-2.7.2016 in der Katholischen Akademie in Bayern abgehalten wurde, fanden Aspekte dieser Reise nähere Beleuchtung und wurden in einen größeren historischen Kontext gestellt. Die Reise nach Italien war in der Frühen Neuzeit wichtiger Bestandteil der Erziehung deutscher Adeliger. Sie sollte erworbenes Wissen demonstrieren, adelige Manieren verfeinern und politische Beziehungen stärken oder neu knüpfen. Und natürlich gehörte auch die Besichtigung bedeutender Stätten der Kunst und Kultur dazu. So brach auch Karl Albrecht, Sohn des bayerischen Kurfürsten Max II. Emanuel und nachmaliger Kaiser Karl VII., am 3. Dezember 1715 zu einer Reise auf, die ihn von München über Salzburg und Innsbruck, über Venedig und Loreto nach Rom und Neapel führen sollte. Dabei waren Papstaudienzen, Besuche bei Kardinälen und dem jeweiligen Stadtadel Höhepunkte dieses Unternehmens. Das sechste Karl Graf Spreti Symposium wird Aspekte dieser Reise näher beleuchten und in einen größeren historischen Kontext stellen. Zum Thema "Amphitheater oder Papstmesse? Wege durch Italien im 18. Jahrhundert" referiert Prof. Dr. Reinhard Stauber, Professor für Neuere und Österreichische Geschichte, Universität Klagenfurt.
Mon, 18 Aug 2025 - 184 - Carola Finkel: Barocke Tanzkultur im Kontext von Karl Albrechts Italienreise
Die Reise nach Italien war in der Frühen Neuzeit wichtiger Bestandteil der Erziehung deutscher Adeliger. Sie sollte erworbenes Wissen demonstrieren, adelige Manieren verfeinern und politische Beziehungen stärken oder neu knüpfen. Und natürlich gehörte auch die Besichtigung bedeutender Stätten der Kunst und Kultur dazu. So brach auch Karl Albrecht, Sohn des bayerischen Kurfürsten Max II. Emanuel und nachmaliger Kaiser Karl VII., am 3. Dezember 1715 zu einer Reise auf, die ihn von München über Salzburg und Innsbruck, über Venedig und Loreto nach Rom und Neapel führen sollte. Dabei waren Papstaudienzen, Besuche bei Kardinälen und dem jeweiligen Stadtadel Höhepunkte dieses Unternehmens. Beim sechsten Karl Graf Spreti Symposium, das vom 30.6.-2.7.2016 in der Katholischen Akademie in Bayern abgehalten wurde, fanden Aspekte dieser Reise nähere Beleuchtung und wurden in einen größeren historischen Kontext gestellt. Unter dem Titel: "'gegen abend aber vor Seiner Durchlaucht in dem palast ein adel voller bal gehalten worden - Barocke Tanzkultur im Kontext von Karl Albrechts Italienreise" referiert Dr. Carola Finkel, Dozentin für Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Frankfurt am Main.
Mon, 18 Aug 2025 - 183 - Andrea Zedler: Musik und Politik während Karl Albrechts Aufenthalt in Venedig
Die Reise nach Italien war in der Frühen Neuzeit wichtiger Bestandteil der Erziehung deutscher Adeliger. Sie sollte erworbenes Wissen demonstrieren, adelige Manieren verfeinern und politische Beziehungen stärken oder neu knüpfen. Und natürlich gehörte auch die Besichtigung bedeutender Stätten der Kunst und Kultur dazu. So brach auch Karl Albrecht, Sohn des bayerischen Kurfürsten Max II. Emanuel und nachmaliger Kaiser Karl VII., am 3. Dezember 1715 zu einer Reise auf, die ihn von München über Salzburg und Innsbruck, über Venedig und Loreto nach Rom und Neapel führen sollte. Dabei waren Papstaudienzen, Besuche bei Kardinälen und dem jeweiligen Stadtadel Höhepunkte dieses Unternehmens. Zum Thema: "Nach dem Krieg ist vor dem Krieg: Musik und Politik während Karl Albrechts Aufenthalt in Venedig" referiert Mag. Andrea Zedler M.A., Wiss. Mitarbeiterin am Lehrstuhl für bayerische Landesgeschichte, Universität Regensburg, beim sechsten Karl Graf Spreti Symposium, 30.6.-2.7.2016, in der Katholischen Akademie in Bayern.
Mon, 18 Aug 2025 - 182 - Jörg Zedler: Konfliktlinien während Karl Albrechts Aufenthalt in Rom 1716
Die Reise nach Italien war in der Frühen Neuzeit wichtiger Bestandteil der Erziehung deutscher Adeliger. Sie sollte erworbenes Wissen demonstrieren, adelige Manieren verfeinern und politische Beziehungen stärken oder neu knüpfen. Und natürlich gehörte auch die Besichtigung bedeutender Stätten der Kunst und Kultur dazu. So brach auch Karl Albrecht, Sohn des bayerischen Kurfürsten Max II. Emanuel und nachmaliger Kaiser Karl VII., am 3. Dezember 1715 zu einer Reise auf, die ihn von München über Salzburg und Innsbruck, über Venedig und Loreto nach Rom und Neapel führen sollte. Dabei waren Papstaudienzen, Besuche bei Kardinälen und dem jeweiligen Stadtadel Höhepunkte dieses Unternehmens. Beim sechsten Karl Graf Spreti Symposium, das vom 30.6.-2.7.2016 in der Katholischen Akademie in Bayern abgehalten wurde, fanden Aspekte dieser Reise nähere Beleuchtung und wurden in einen größeren historischen Kontext gestellt. Zum Thema "Zeremoniell und politisches Kalkül: Konfliktlinien während Karl Albrechts Aufenthalt in Rom 1716" referierte Jörg Zedler, der zu diesem Zeitpunkt als Wiss. Assistent am Lehrstuhl für bayerische Landesgeschichte an der Universität Regensburg tätig war. Gegenwärtig ist Prof. Dr. Jörg Zedler Vertreter der Professur für Neuere und Neueste Geschichte, LMU München.
Mon, 18 Aug 2025 - 181 - Armin Nassehi: Die Zukunft der Gesellschaft
Rund 150 Menschen nahmen an den Philosophischen Tagen 2016 der Katholischen Akademie Bayern statt. Das Thema der drei Tage vom 6. bis zum 8. Oktober war nichts weniger als die "Zukunft". Versehen mit dem Untertitel "Welchen Fragen stellt sich die Philosophie?" ging die Veranstaltung unter Leitung von Prof. Dr. Dr. Winfried Löffler, Professor am Institut für Christliche Philosophie der Universität Innsbruck, das weitgespannte Thema an. Das geschah zu Beginn unter anderem mit Hilfe von Experten verschiedener Wissenschaftsgebiete, die der Philosophie helfend zur Seite standen. Am Freitagvormittag sprachen der Astrophysiker Josef M.Gaßner über die wohl sehr zerstörerische Zukunft des Kosmos und der Klimaforscher Ottmar Edenhofer über die Zukunft der Menschen auf der Erde, die immerhin noch möglich ist. Nachmittags referierte der Soziologe Armin Nassehi über die Gesellschaft, deren Zukunft sehr unterschiedlich sein kann. Am Abend sahen die Teilnehmer dann die Zukunft leibhaftig: Die Technische Universität München hatte in ihr "Robotor-Laboratorium" in der Barer Straße eingeladen und die Ingenieure dort zeigten die Prototypen zukünftiger Roboter-Generationen. Am Samstag dann berichtete die Historikerin Elke Seefried über die Vergangenheit, die Geschichte der Zukunftsforschung seit 1945. Und den Abschluss bildete schließlich der Blick auf die Zukunft schlechthin: die Ewigkeit. Thomas Schärtl-Trendel, Philosoph und Theologe, stellte die Frage, ob Gott denn auf uns zukomme? Prof. Dr. Armin Nassehi referierte über das Thema "Die Zukunft der Gesellschaft" bei den Philosophischen Tagen, 6. - 8.10.2016, in der Katholischen Akademie in Bayern.
Tue, 05 Aug 2025 - 180 - Gespräch zum Thema 'Transformation der Landnutzung - Zukunftsverantwortung für Gesellschaft, Politik & Land-Wirtschaft'
Dr. Achim Budde, Ely Eibisch, Prof. Dr. Anna Henkel, Dr. Jörg Lüer, Prof. em. Dr. Peter Strohschneider, Prof. Dr. Dr. Johannes Wallacher diskutieren über Zukunftsverantwortung für Gesellschaft, Politik und Landwirtschaft. Die Landnutzung hat sich weltweit, aber auch bei uns in den vergangenen Jahrzehnten schneller und einschneidender verändert als jemals zuvor in der Geschichte der Menschheit. Dies führt zu zunehmenden Nutzungskonkurrenzen um knappe Böden, was die Landwirtschaft national und international vor gewaltige Herausforderungen stellt: Sie soll einer wachsenden Bevölkerung gesunde Lebensmittel liefern, den Klimawandel eindämmen, zur Energiewende beitragen, Biodiversität schützen und zugleich wirtschaftlich tragfähig bleiben, eine Herkulesaufgabe, die nur im Zusammenwirken der gesamten Gesellschaft gelöst werden kann. Unser Podiumsgespräch brachte Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Praxis und Verbänden zusammen, um unterschiedliche Sichtweisen und Perspektiven einzubeziehen. Sie führten eine fundierte und zugleich lösungsorientierte Diskussion, die sowohl für Entscheidungsträger als auch für Landwirte und interessierte Bürgerinnen und Bürger wertvolle Erkenntnisse lieferte. Die Katholische Akademie in Bayern ist eine selbstständige kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts. Die bayerischen Bischöfe haben die Akademie 1957 als unabhängige Denkwerkstatt gegründet und finanzieren sie bis heute, ohne auf ihre Arbeit Einfluss zu nehmen. Mit ihrer Satzung erhielt sie den Auftrag, „die Beziehungen zwischen Kirche und Welt zu klären und zu fördern“. Unser Themenspektrum umfasst Religion und Politik, Naturwissenschaft und Technik, Geschichte und Philosophie, Kunst und Kultur.
Thu, 24 Jul 2025 - 179 - Gespräch zum Thema 'Auswirkungen der Zoll- und Wirtschaftspolitik unter Donald Trump'
Seit Beginn seiner zweiten Amtszeit im Januar 2025 verfolgt Präsident Donald Trump eine radikale Neuausrichtung der US-Zoll- und Wirtschaftspolitik. Unter dem Motto „America First“ wurden z.T. drastische Importzölle eingeführt, die zu wachsenden Spannungen mit den Handelspartnern (insb. China) führten. Während Trump betont, dass seine Politik die US-Industrie schützen und Arbeitsplätze sichern soll, zeigen die bisherigen Entwicklungen vor allem eine Verunsicherung bei Unternehmen und an den Börsen. Die langfristigen Folgen dieser protektionistischen Ausrichtung bleiben abzuwarten, doch die bisherigen Indikatoren deuten auf negative Konsequenzen für die US-Wirtschaft (das US-BSP schrumpfte im ersten Quartal 2025 um 0,3 %, und die Verbraucherpreise stiegen spürbar an) und die Weltwirtschaft hin. Professor Goldschmidt wird die Zoll- und Wirtschaftspolitik Trumps aus volkswirtschaftlicher Sicht einordnen und die nationalen und globalen Konsequenzen analysieren. mit: Dr. Martin Dabrowski, Prof. Dr. Nils Goldschmidt
Thu, 24 Jul 2025 - 178 - Gespräch zum Thema 'Rohstoffe für die Energiewende - Lieferketten, Abhängigkeiten und Verantwortung'
Ohne Rohstoffe ist unser modernes Leben nicht denkbar, ohne Rohstoffe gäbe es keine Technik. In einem Smartphone stecken 60 verschiedene Metalle. Batterien, ein zentraler Baustein der Energiewende, benötigen Lithium und Kobalt. Auf welche weiteren Rohstoffe ist die deutsche Industrie angewiesen? Welche Mengen werden benötigt und wo kommen diese her? Ist unsere Rohstoffversorgung auch langfristig gesichert – und zu welchem Preis, mit welchen Abhängigkeiten? Welche sozialen und ökologischen Probleme ergeben sich entlang der Lieferkette der Rohstoffe? Gemeinsam mit Fachleuten aus Wissenschaft und Wirtschaft und auch mit Ihnen diskutieren wir diese Fragen am Beispiel der für die Energiewende erforderlichen Rohstoffe wie Kupfer und Lithium. Wir werfen einen Blick auf den globalen Rohstoffhandel und die Lieferketten. Welche Rolle spielt der Import mineralischer Rohstoffe? Natürlich wollen wir sicherstellen, dass der Import sozial und ökologisch verantwortbar ist – selbst, wenn die Rohstoffe aus weit entfernten Ländern kommen, meist aus Regionen außerhalb Europas. Wie können neue und nachhaltige Wege unserer Rohstoffversorgung aussehen? Welchen Beitrag leisten heimische Lagerstätten? Und welche Rolle spielen Sekundärrohstoffe aus Abfällen und Schrott? Können Recycling und die Kreislaufwirtschaft einen zentralen Beitrag zur Deckung des steigenden Rohstoffbedarfs leisten? mit: Dr. Achim Budde, Prof. Dr. Jens Gutzmer, Luise Müller-Hofstede Moderation: Dr. Martin Dabrowski
Wed, 23 Jul 2025 - 177 - Gespräch zum Thema 'Gibt es überhaupt ein gerechtes Wahlrecht? Von Tücken und Tricks beim Ankreuzen'
Gerechte Wahlen, deren Ergebnisse den Volkswillen abbilden, sind eine fundamentale Herausforderung für das Funktionieren einer Demokratie. Doch das Wahlrecht steht immer wieder in der Kritik. Politischer Streit darüber, dass es nicht gerecht sei, ist an der Tagesordnung. Aber! Gibt es überhaupt ein gerechtes Wahlrecht oder gibt es nur weniger ungerechte? Im Mittagsgespräch gehen wir besonders folgenden Fragen nach: Welches sind die besonders kritischen Punkte zum Beispiel im US-Wahlrecht? Welche Kritik gibt es am neuen deutschen Wahlrecht? Wie sollte sich das deutsche Wahlrecht ändern, um weniger ungerecht zu sein? Welche vorsätzlichen Manipulationen zeigten und zeigen sich in anderen Demokratien? Wie kann man das Wahlrecht vor Manipulation schützen? Unser Gesprächspartner am 16.7.2025 ist Prof. Dr. Michael Zöller, Professor em. für Politische Soziologie an der Universität Bayreuth. Der Soziologe forscht seit Jahren zum Thema Wahlrecht und ist seit Jahrzehnten ein sehr guter Kenner der US-Verhältnisse. Gerade dort ist die Problematik des Wahlrechts ja besonders virulent. Das Gespräch führt Akademiedirektor Dr. Achim Budde.
Thu, 17 Jul 2025 - 176 - Gespräch zum Thema 'KI in den Medien'
In vielen Redaktionen hat die künstliche Intelligenz schon lange Einzug gehalten. Was aber bedeutet das für Redakteurinnen und Redakteure sowie Verlage oder Sender? Große Umstellungen, Vereinfachung, Arbeitsverdichtung, Stellenabbau, Ökonomisierung? Und was für die Nutzer? Wem und was können sie noch glauben? Wird das Vertrauen in die Medien dadurch geschwächt? Was sind die Chancen, Risiken und Herausforderungen beim Einsatz von KI in den Medien? Und hat der Einsatz von Künstlicher Intelligenz nicht auch Auswirkungen weit über die Medien hinaus? Ethische und politische Implikationen für die Gesellschaft? Diesen und weiteren Fragen widmen sich die Gesellschaft der Katholischen Publizistinnen und Publizisten (GKP) sowie die Katholische Akademie in Bayern beim gemeinsamen Symposion mit dem Titel "Zwischen Innovation und Ethik. KI in den Medien". Expertinnen und Experten werden am 12. November 2024 einen Tag lang die praktischen und ethischen Auswirkungen der Veränderungen auf Beruf und Gesellschaft analysieren. Eingeladen sind neben Journalistinnen und Journalisten alle anderen in Medienberufen tätigen Menschen und Interessierte, die gerne wissen wollen, wie in Zukunft Nachrichten entstehen. Prof. Dr. Hannah Schmid-Petri ist Inhaberin des Lehrstuhls für Wissenschaftskommunikation an der Universität Passau. Christine Ulrich, Medienethikerin und Redakteurin bei epd. Moderation: Joachim Frank, Chefkorrespondent und Mitglied der Chefredaktion beim Kölner Stadt-Anzeiger, Vorsitzender der GKP, der Gesellschaft Katholischer Publizistinnen und Publizisten Deutschlands. Die GKP ist Kooperationspartner der Katholischen Akademie in Bayern bei dieser Veranstaltung.
Thu, 10 Jul 2025 - 175 - Gespräch zum Thema 'Themen und Sprache - Die Reaktion der Medien auf die Krisen der Welt'
Krisenberichterstattung dominiert die Nachrichten in praktisch allen Medien. Kriege, politische Fehlschläge, Verbrechen werden sofort gemeldet und kommentiert, auch wenn die Fakten noch nicht klar sind. Wenn sich nach ein paar Tagen oder auch nur Stunden herausstellt, dass alles doch nicht so war, sind die Emotionen geweckt und die nachträglichen sachlichen Klarstellungen verpuffen. „Positive“ Nachrichten, Berichte über erfolgreiches Handeln können sich da kaum noch Geltung verschaffen. Auch die Sprache in den Medien ist oft einseitig aufgeheizt: legale Demonstrationen werden schnell zu „Aufruhr“. Legitime politische Diskussionen sind sofort „Streit“, werden komplexe Probleme nicht sofort aus dem Weg geräumt, herrscht „Chaos“. Trägt diese Wortwahl noch zur Verschärfung von Krisen bei? Die Reaktion der Medien auf die Ereignisse in einer als krisenhaft empfundenen Welt sollen bei unserem Gespräch am Mittag des 9.7.2025 mit der Medienethikerin Claudia Paganini zur Sprache kommen. Die Medienethikerin ist Privatdozentin am Institut für Christliche Philosophie der Universität Innsbruck und hatte neben Lehrtätigkeiten in Kroatien, Griechenland und Italien auch die Vertretungsprofessur für Medienethik an der Hochschule für Philosophie in München inne. Moderation: Dr. Robert Walser.
Thu, 10 Jul 2025 - 174 - Christine Ulrich: KI und ihre Folgen - Ethische Aspekte des KI-Einsatzes in den Medien
Christine Ulrich, Medienethikerin und Redakteurin bei epd, spricht in diesem Video über ethische Aspekte des KI-Einsatzes in den Medien. Immer dort, so die Journalistin, wo es in Berichten um Persönlichkeitsschutz und Menschenwürde geht, ist die Ethik gefragt. Und Christine Ulrich fragt: "Was ist denn noch journalistische Arbeit, wenn wir KI einsetzen." Expertinnen und Experten analysierten am 12. November 2024 die praktischen und ethischen Auswirkungen der Veränderungen auf Beruf und Gesellschaft. Eingeladen wurden sie von der Gesellschaft der Katholischen Publizistinnen und Publizisten (GKP) sowie die Katholische Akademie in Bayern zum gemeinsamen Symposion mit dem Titel "Zwischen Innovation und Ethik. KI in den Medien."
Mon, 07 Jul 2025 - 173 - Hannah Schmid-Petri: Wenn Algorithmen Botschaften verfassen – potentielle Auswirkungen auf Vertrauen und Desinformation
Prof. Dr. Hannah Schmid-Petri, Inhaberin des Lehrstuhls für Wissenschaftskommunikation an der Universität Passau, spricht in diesem Video über potentielle Auswirkungen auf Vertrauen und Desinformation durch den Einsatz von KI in den Medien. Expertinnen und Experten analysierten am 12. November 2024 die praktischen und ethischen Auswirkungen der Veränderungen auf Beruf und Gesellschaft. Eingeladen wurden sie von der Gesellschaft der Katholischen Publizistinnen und Publizisten (GKP) sowie die Katholische Akademie in Bayern zum gemeinsamen Symposion mit dem Titel "Zwischen Innovation und Ethik. KI in den Medien." Prof. Dr. Hannah Schmid-Petri referierte zum Thema 'Wenn Algorithmen Botschaften verfassen – potentielle Auswirkungen auf Vertrauen und Desinformation' am 12.11.2024 in der Katholischen Akademie in Bayern. Hannah Schmid-Petri: Potentielle Auswirkungen des KI-Einsatzes auf das Vertrauen in die Medien
Mon, 07 Jul 2025 - 172 - Gespräch zum Thema 'Habemus papam! Ecclesia, quo vadis?', Folge 5
Fünfte Folge unseres Mittagsgesprächs in der Reihe "Habemus papam! Ecclesia, quo vadis". Die neue Veranstaltungsreihe der Katholischen Akademie in Bayern "Digitales Mittagsgespräch – Mittwochs um 12" wird moderiert von Akademiedirektor Dr. Achim Budde. Nach und nach werde sich in den kommenden Wochen und Monaten durch Äußerungen und Handlungen, Gesten und Signale klären, in welche Richtung Papst Leo die Kirche steuern werde, so Achim Budde. Die Akademie will diesen Klärungsprozess mit den eingeladenen Expertinnen und Experten im Mittagsgespräch zu klären helfen. In unserem fünften Gespräch haben wir mit Sr. Dr. Katharina Ganz OSF, Generaloberin der Oberzeller Franziskanerinnen, eine profilierte Stimme, die sich aktiv für die Gleichberechtigung von Frauen in der katholischen Kirche und für die Zulassung von Frauen zum Weiheamt einsetzt – und das neue Pontifikat auf diese Themen hin abklopfen wird. P. Felix Meckl OSA, Prokurator und Wallfahrtskurat des Augustinerkonvents Maria Eich in Planegg bei München und Mitbruder von Leo XIV., hat den neuen Papst bei verschiedenen Gelegenheiten kennengelernt und wird Einblicke in die Persönlichkeit des neuen Pontifex geben.
Thu, 03 Jul 2025 - 171 - Gespräch zum Thema '1700 Jahre Nizäa - Christologische Perspektiven'
In diesem Jahr steht ein besonderes Jubiläum an: 325, vor 1700 Jahren, fand das Erste Ökumenische Konzil in Nizäa statt. Damals trafen sich, auf Einladung von Kaiser Konstantin, Bischöfe aus aller Welt, um wichtige Glaubensfragen zu diskutieren. Es ging um ein gemeinsames Osterdatum der verschiedenen christlichen Richtungen oder, am wichtigsten, um die Gottheit von Jesus Christus. Über das Konzil, seine bis heute reichenden Auswirkungen und speziell die christologischen Aspekte sprechen P. Dr. Andreas Batlogg SJ, der vor kurzem dazu das Buch “Jesus glauben” veröffentlich hat, sowie Prof. Dr. Hans-Georg Gradl, Neutestamentler an der Universität Trier, der an der Katholischen Akademie bei den Biblischen Tagen 2026 (30. März bis 1. April) das Thema “Jesus (Christus)” aufgreifen wird. Die neue Veranstaltungsreihe der Katholischen Akademie in Bayern "Digitales Mittagsgespräch – Mittwochs um 12" wird moderiert von Akademiedirektor Dr. Achim Budde.
Thu, 26 Jun 2025 - 170 - Gespräch zum Thema 'Habemus papam! Ecclesia, quo vadis?', Folge 4
Vierte Folge unseres Mittagsgesprächs in der Reihe "Habemus papam! Ecclesia, quo vadis". Die neue Veranstaltungsreihe der Katholischen Akademie in Bayern "Digitales Mittagsgespräch – Mittwochs um 12" wird moderiert von Akademiedirektor Dr. Achim Budde. Nach und nach werde sich in den kommenden Wochen und Monaten durch Äußerungen und Handlungen, Gesten und Signale klären, in welche Richtung Papst Leo die Kirche steuern werde, so Achim Budde. Die Akademie will diesen Klärungsprozess mit den eingeladenen Expertinnen und Experten im Mittagsgespräch zu klären helfen. In unserem vierten Gespräch werden Dr. h.c. mult. Annette Schavan, ehem. Bundesbildungsministerin und von 2014 bis 2018 deutsche Botschafterin am Hl. Stuhl, und Stefan von Kempis, Leiter der deutschsprachigen Abteilung bei Vatican News, ihre römisch geprägte Sicht der Situation darstellen.
Wed, 04 Jun 2025 - 169 - Gespräch zum Thema 'Habemus papam! Ecclesia, quo vadis?', Folge 3
Es geht um viel. Der neue Pontifex trägt große Verantwortung. Seine Entscheidungen und der Kurs, den er einschlägt, haben Auswirkungen auf den ganzen Erdkreis: Die Menschheit sieht sich vielfachen Krisen ausgesetzt. Die Weltkirche ringt zwischen Einheit und Vielfalt um Zusammenhalt. In Deutschland sehnen sich viele Gläubige nach einer Vertiefung der Aufbrüche, die Franziskus angestoßen hat … Nach und nach wird sich in den kommenden Wochen und Monaten durch erste Äußerungen und Handlungen, Gesten und Signale klären, in welche Richtung Papst Leo die Kirche steuern wird und was wir von diesem Pontifikat zu erwarten haben. In unserem dritten Gespräch wird Prof. Dr. Thomas Söding von der Universität Bochum, der nicht nur Neutestamentler ist, sondern auch Vizepräsident des ZdK und Präsidiumsmitglied des Synodalen Wegs, seine Einschätzung über die Zukunft des von Papst Franziskus bereits angestoßenen Wegs der Synodalität unter Leo XIV. geben.
Wed, 28 May 2025 - 168 - Gespräch zum Thema 'Habemus papam! Ecclesia, quo vadis?', Folge 2
Es geht um viel. Der neue Pontifex trägt große Verantwortung. Seine Entscheidungen und der Kurs, den er einschlägt, haben Auswirkungen auf den ganzen Erdkreis: Die Menschheit sieht sich vielfachen Krisen ausgesetzt. Die Weltkirche ringt zwischen Einheit und Vielfalt um Zusammenhalt. In Deutschland sehnen sich viele Gläubige nach einer Vertiefung der Aufbrüche, die Franziskus angestoßen hat … Nach und nach wird sich in den kommenden Wochen und Monaten durch erste Äußerungen und Handlungen, Gesten und Signale klären, in welche Richtung Papst Leo die Kirche steuern wird und was wir von diesem Pontifikat zu erwarten haben. In unserem zweiten Gespräch haben wir mit Frau Prof. Dr. Johanna Rahner von der Universität Tübingen eine Expertin für Dogmatik, Dogmengeschichte und Ökumenische Theologie zu Gast, die aus fachwissenschaftlicher theologischer Perspektive einen Blick auf das neue Pontifikat werfen wird. Mit Prof. Dr. Stefanos Athanasiou, Lehrstuhlinhaber für Systematische Theologie an der Fakultät für Orthodoxe Theologie der LMU München, kommt ein orthodoxer Experte zu Wort, der die ökumenische Ausrichtung zur Orthodoxie beleuchten wird.
Thu, 22 May 2025 - 167 - Gespräch zum Thema 'Habemus papam! Ecclesia, quo vadis?', Folge 1
Gespräch zum Thema 'Habemus papam! Ecclesia, quo vadis?', Folge 1 - mit P. Dr. Andreas R. Batlogg SJ und Bischof Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm. Die neue Veranstaltungsreihe der Katholischen Akademie in Bayern "Digitales Mittagsgespräch – Mittwochs um 12:00 Uhr" wird moderiert von Akademiedirektor Dr. Achim Budde. Thema am 14. Mai 2025: Unsere Kirche hat einen neuen Papst. Es geht um viel. Der neue Pontifex trägt große Verantwortung. Seine Entscheidungen und der Kurs, den er einschlägt, haben Auswirkungen auf den ganzen Erdkreis: Die Menschheit sieht sich vielfachen Krisen ausgesetzt. Die Weltkirche ringt zwischen Einheit und Vielfalt um Zusammenhalt. In Deutschland sehnen sich viele Gläubige nach einer Vertiefung der Aufbrüche, die Franziskus angestoßen hat … Nach und nach wird sich in den kommenden Wochen und Monaten durch erste Äußerungen und Handlungen, Gesten und Signale klären, in welche Richtung Papst Leo die Kirche steuern wird und was wir von diesem Pontifikat zu erwarten haben.
Wed, 14 May 2025 - 166 - Reinhard Heckel: Biocomputing - DNA in der Informationsverarbeitung
DNA kann zur Codierung, Speicherung, Übertragung und Verarbeitung von Informationen benutzt werden. DNA ist interessant für die Informationsverarbeitung, da Informationen auf sehr kleinem Raum effizient und langlebig gespeichert werden können. Sie ist damit eine potenzielle Alternative für Aufgaben die heute von traditionellen Informationsverarbeiteten Systemen verwendet werden können. Diese Art der Speicherung bietet das Potenzial, Daten über Hunderte von Jahren hinweg ohne Qualitätsverlust zu bewahren, was herkömmliche Speichermedien wie Festplatten oder USB-Sticks nicht leisten können. Diese Eigenschaft macht DNA zu einem vielversprechenden Medium für die Langzeitarchivierung von Informationen. In der Veranstaltung gibt Professor Heckel einen Überblick über den Forschungsstand im Bereich der DNA in der Informationstechnologie und einen Ausblick auf zukünftige Nutzungsmöglichkeiten. Prof. Dr. Reinhard Heckel, Professur für Maschinelles Lernen, TUM School of Computation, Garching bei München, referierte am 27.11.2024 zum Thema 'Biocomputing - DNA in der Informationsverarbeitung'.
Fri, 09 May 2025 - 165 - Gespräch zum Thema 'Der ökologische Fußabdruck der Digitalisierung'
Der „ökologische Fußabdruck der Digitalisierung“ bezeichnet die Umweltauswirkungen, die durch die Nutzung digitaler Technologien entstehen. Dazu gehören der Energieverbrauch von Rechenzentren, die Produktion und Entsorgung von elektronischen Geräten sowie der Datenverkehr im Internet. Jede Aktivität im digitalen Raum, sei es das Versenden einer E-Mail, eine Suchanfrage, das Streamen eines Videos oder das Nutzen von Cloud-Diensten, trägt zum ökologischen Fußabdruck bei. Wieviel Energie brauchen digitale Anwendungen, wie wirkt sich die verstärkte Nutzung von KI aus, und kann Digitalisierung auch Strom einsparen? Diese und weitere Fragen diskutiert eine neue Ausgabe unseres “Digitalen Salons” mit Prof. Dr. Dieter Kranzlmüller, Prof. Dr. Markus Vogt und Johanna Wende. Moderation: Dr. Anna Frey. Das Gespräch fand am 26.11.2024 in der Katholischen Akademie in Bayern statt.
Fri, 09 May 2025 - 164 - Anna Marmodoro: What’s Ancient about Ancient Philosophy
Die Philosophin Anna Marmodoro lud am 25.2.2025 im Rahmen des Philosophischen Meisterkurses, der bereits zum neunten Mal in Zusammenarbeit zwischen der Katholischen Akademie in Bayern und der Münchner Hochschule für Philosophie angeboten wurde, zu einem neuen Kennenlernen der Philosophie der Antike ein. „History of Philosophy: Just Say No!“ So expressed himself Gil Harman, at Princeton in the late 1980s. Do philosophers today still think the same? And for what reasons? In this talk, I engage with the multifaced debate on the topic that continues today, examining positions and arguments. I conclude with a positive proposal for why studying and researching ancient philosophy today can make us better philosophers if our concerns are with today’s world, but also better scholars if our interests lie with historical ideas. „History of Philosophy: Yes, please!“ (Anna Marmodoro)
Fri, 09 May 2025 - 163 - Friedrich Wilhelm Graf im Theologischen Terzett
Das Gespräch über Werke von Aleida und Jan Assmann, Jan Loffeld und Anselm Schubert fand am 27. November 2024 in der Katholischen Akademie in Bayern statt.
Friedrich Wilhelm Graf, emeritierter Professor für Systematische Theologie an der Evang.-Theol. Fakultät der LMU München, war am 27. November 2024 zu Gast beim Theologischen Terzett. Er und die Gastgeber Annette Schavan sowie Jan-Heiner Tück stellten drei interessante Bücher mit religiösem Inhalt vor und diskutierten darüber. Besprochen wurden "Gemeinsinn" von Aleida und Jan Assmann, Jan Loffelds "Wenn nichts fehlt, wo Gott fehlt" und von Anselm Schubert: "Christus (m/w/d)". Die Katholische Akademie in Bayern ist eine selbstständige kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts. Die bayerischen Bischöfe haben die Akademie 1957 als unabhängige Denkwerkstatt gegründet und finanzieren sie bis heute, ohne auf ihre Arbeit Einfluss zu nehmen. Mit ihrer Satzung erhielt sie den Auftrag, „die Beziehungen zwischen Kirche und Welt zu klären und zu fördern“. Unser Themenspektrum umfasst Religion und Politik, Naturwissenschaft und Technik, Geschichte und Philosophie, Kunst und Kultur.
Fri, 04 Apr 2025 - 162 - Dagmar Gottschall: Was Meister Eckhart in seinen deutschen Predigten über ‘Kirche’ sagt
Prof. Dr. Dagmar Gottschall, Professorin für Mediävistische Germanistik, Università del Salento, Lecce, referierte am 16.3.2024 in der Katholischen Akademie in Bayern zu dem Thema: Was Meister Eckhart in seinen deutschen Predigten über ‘Kirche’ sagt Meister Eckhart scheint auf den ersten Blick dazu nicht viel zu sagen. Aber, wenn man seine Äußerungen in den deutschen Predigten zugrunde legt und die Predigten auch als solche genauer liest, ergibt sich doch einiges, auch Überraschendes, zum Beispiel zum Bau der Kirche, zu architektonischen und im übertragenen Sinn zu spirituellen Räumen, in denen er agiert. Dass es der große Prediger, Theologe, Philosoph, Mystiker, Lehrer und Ordensorganisator mit seiner Kirche nicht leicht hatte, zeigen der Prozess, der gegen ihn geführt wurde, und die Verurteilung einzelner Sätze seiner Lehre als häretisch nach seinem Tod im Jahr 1328. Wir werden uns fragen, in welchem Verhältnis er zu seiner Kirche, zu seinem Dominikanerorden und dem Mönchtum allgemein stand, was er selbst über Kirche dachte und welche Rolle Kirche als Institution oder Raum, Papsttum, Priesterschaft und Laien, aber auch die kirchliche Dogmatik für ihn und in seiner Zeit spielten. Im Zentrum stehen dabei auch Fragen nach dem Verhältnis des Einzelnen zur Gemeinschaft oder der Rolle von Institutionen und deren Vermittlungscharakter einerseits wie der möglichen unmittelbaren Gottesbegegnung jedes einzelnen Menschen andererseits. Und natürlich ist die Situation im frühen 14. Jahrhundert auch ein ferner Spiegel für die heutige. Die Jahrestagung der Meister-Eckhart-Gesellschaft zum 20. Jubiläum ihrer Gründung im Jahr 2004, zum siebten Mal schon in Zusammenarbeit mit der Katholischen Akademie in Bayern, ist offen für alle Interessierten.
Wed, 19 Mar 2025 - 161 - Dietmar Mieth: Theologie statt Kirche?
Prof. em. Dr. Dietmar Mieth, Professor für Theologische Ethik am Lehrstuhl für Theologische Ethik / Sozialethik der Eberhard Karls Universität, Tübingen, Fellow und Mitglied der Meister-Eckhart-Forschungsstelle am Max-Weber-Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien der Universität Erfurt referierte am 16.3.2024 in der Katholischen Akademie in Bayern zu dem Thema: Theologie statt Kirche? Warum Kirche bei Meister Eckhart präsent ist, aber nicht zum Thema wird Erst mit den Konfessionen wurde Kirche zum kontroversen Thema. Dennoch kann man Differenzen über „Kirche“ erschließen, zum Beispiel zwischen Thomas von Aquin und Meister Eckhart. Eckhart spricht primär von der Menschwerdung Gottes in ihrer Bedeutung für alle Menschen. Er stellt bestehende Strukturen implizit in Frage. Die Kirche gehört nicht in die „Zeit der Ernte“ (vgl. Mt 13,30). Das hat zum Beispiel Auswirkungen auf die theologische Begründung der Inquisition. Dass es der große Prediger, Theologe, Philosoph, Mystiker, Lehrer und Ordensorganisator mit seiner Kirche nicht leicht hatte, zeigen der Prozess, der gegen ihn geführt wurde, und die Verurteilung einzelner Sätze seiner Lehre als häretisch nach seinem Tod im Jahr 1328. Wir werden uns fragen, in welchem Verhältnis er zu seiner Kirche, zu seinem Dominikanerorden und dem Mönchtum allgemein stand, was er selbst über Kirche dachte und welche Rolle Kirche als Institution oder Raum, Papsttum, Priesterschaft und Laien, aber auch die kirchliche Dogmatik für ihn und in seiner Zeit spielten. Im Zentrum stehen dabei auch Fragen nach dem Verhältnis des Einzelnen zur Gemeinschaft oder der Rolle von Institutionen und deren Vermittlungscharakter einerseits wie der möglichen unmittelbaren Gottesbegegnung jedes einzelnen Menschen andererseits. Und natürlich ist die Situation im frühen 14. Jahrhundert auch ein ferner Spiegel für die heutige. Die Jahrestagung der Meister-Eckhart-Gesellschaft zum 20. Jubiläum ihrer Gründung im Jahr 2004, zum siebten Mal schon in Zusammenarbeit mit der Katholischen Akademie in Bayern, ist offen für alle Interessierten.
Wed, 19 Mar 2025 - 160 - Manfred Gerwing: „Freund, zieh höher hinauf“ (Lk 14,10)
Prof. em. Dr. Manfred Gerwing, Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Theologischen Fakultät der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, referierte am 16.3.2024 in der Katholischen Akademie in Bayern zu dem Thema: „Freund, zieh höher hinauf“ (Lk 14,10). Zum kritischen Gottes- und Glaubensverständnis Meister Eckharts Manche Leute wollen Gott mit jenen Augen ansehen, mit denen sie eine Kuh ansehen, wie Meister Eckhart in einer deutschen Predigt (16B) bitter bemerkt. Er kritisiert damit das erschreckend niedrige Glaubensbewusstsein in der Kirche. Um es zu erhöhen, muss Gott selbst vor den Blick kommen, was wiederum nur möglich ist, wenn die Plätze getauscht werden: Freund, zieh höher hinauf! (Lk 14,10) Dass es der große Prediger, Theologe, Philosoph, Mystiker, Lehrer und Ordensorganisator mit seiner Kirche nicht leicht hatte, zeigen der Prozess, der gegen ihn geführt wurde, und die Verurteilung einzelner Sätze seiner Lehre als häretisch nach seinem Tod im Jahr 1328. Wir werden uns fragen, in welchem Verhältnis er zu seiner Kirche, zu seinem Dominikanerorden und dem Mönchtum allgemein stand, was er selbst über Kirche dachte und welche Rolle Kirche als Institution oder Raum, Papsttum, Priesterschaft und Laien, aber auch die kirchliche Dogmatik für ihn und in seiner Zeit spielten. Im Zentrum stehen dabei auch Fragen nach dem Verhältnis des Einzelnen zur Gemeinschaft oder der Rolle von Institutionen und deren Vermittlungscharakter einerseits wie der möglichen unmittelbaren Gottesbegegnung jedes einzelnen Menschen andererseits. Und natürlich ist die Situation im frühen 14. Jahrhundert auch ein ferner Spiegel für die heutige. Die Jahrestagung der Meister-Eckhart-Gesellschaft zum 20. Jubiläum ihrer Gründung im Jahr 2004, zum siebten Mal schon in Zusammenarbeit mit der Katholischen Akademie in Bayern, ist offen für alle Interessierten.
Wed, 19 Mar 2025 - 159 - Martina Roesner: Zur Sakramentalität des Überindividuellen in Meister Eckharts Mystik
Prof.in Dr. Martina Roesner, Professorin für Philosophie und Philosophiegeschichte, Theologische Hochschule Chur, referierte am 17.3.2024 in der Katholischen Akademie in Bayern zu dem Thema: Jenseits von Konrad und Heinrich. Zur Sakramentalität des Überindividuellen in Meister Eckharts Mystik Meister Eckharts Mystik gilt gemeinhin als eine Form der Spiritualität, in der die sonst üblichen Formen kirchlicher Heilsvermittlung keine Rolle spielen. Dennoch betont Eckhart immer wieder, dass die von ihm thematisierte Einheit mit Gott „ohne Mittel“ gerade nicht auf der Ebene der Individualität als solcher verwirklicht werden kann. Der Vortrag will der Frage nachgehen, inwiefern die mit dem Begriff der „Gelassenheit“ verbundene Überschreitung des individuellen Eigenseins gleichsam das eckhartsche Äquivalent zu jener theologischen Wirklichkeit ist, die sonst im Kontext der Sakramentenlehre und Ekklesiologie behandelt wird. Dass es der große Prediger, Theologe, Philosoph, Mystiker, Lehrer und Ordensorganisator mit seiner Kirche nicht leicht hatte, zeigen der Prozess, der gegen ihn geführt wurde, und die Verurteilung einzelner Sätze seiner Lehre als häretisch nach seinem Tod im Jahr 1328. Wir werden uns fragen, in welchem Verhältnis er zu seiner Kirche, zu seinem Dominikanerorden und dem Mönchtum allgemein stand, was er selbst über Kirche dachte und welche Rolle Kirche als Institution oder Raum, Papsttum, Priesterschaft und Laien, aber auch die kirchliche Dogmatik für ihn und in seiner Zeit spielten. Im Zentrum stehen dabei auch Fragen nach dem Verhältnis des Einzelnen zur Gemeinschaft oder der Rolle von Institutionen und deren Vermittlungscharakter einerseits wie der möglichen unmittelbaren Gottesbegegnung jedes einzelnen Menschen andererseits. Und natürlich ist die Situation im frühen 14. Jahrhundert auch ein ferner Spiegel für die heutige. Die Jahrestagung der Meister-Eckhart-Gesellschaft zum 20. Jubiläum ihrer Gründung im Jahr 2004, zum siebten Mal schon in Zusammenarbeit mit der Katholischen Akademie in Bayern, ist offen für alle Interessierten.
Wed, 19 Mar 2025 - 158 - Markus Vinzent: Gott hat nie mehr als ein einziges Wort gesprochen
Prof. em. Dr. Markus Vinzent, Vizepräsident der Meister-Eckhart-Gesellschaft, ehemaliger Professor für Historische Theologie am King‘s College in London, Fellow und Leiter der Meister-Eckhart-Forschungsstelle am Max-Weber-Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien der Universität Erfurt, referierte am 16.3.2024 in der Katholischen Akademie in Bayern zu dem Thema: Gott hat nie mehr als ein einziges Wort gesprochen: Vater, Sohn, Geist, Kreaturen – wo ist die Kirche? (Pfeiffer Nr. 17) Eine ebenfalls nahezu unbekannt gebliebene Predigt, die bisher nicht kritisch ediert wurde, ist die Predigt Nr. 17 Franz Pfeiffers. Sie behandelt, gerade zu Beginn, etliche Aspekte, die mit Blick auf Eckharts Auffassung von Kirche zentral sind, und hat deshalb eine ausführliche Analyse verdient. Dass es der große Prediger, Theologe, Philosoph, Mystiker, Lehrer und Ordensorganisator mit seiner Kirche nicht leicht hatte, zeigen der Prozess, der gegen ihn geführt wurde, und die Verurteilung einzelner Sätze seiner Lehre als häretisch nach seinem Tod im Jahr 1328. Wir werden uns fragen, in welchem Verhältnis er zu seiner Kirche, zu seinem Dominikanerorden und dem Mönchtum allgemein stand, was er selbst über Kirche dachte und welche Rolle Kirche als Institution oder Raum, Papsttum, Priesterschaft und Laien, aber auch die kirchliche Dogmatik für ihn und in seiner Zeit spielten. Im Zentrum stehen dabei auch Fragen nach dem Verhältnis des Einzelnen zur Gemeinschaft oder der Rolle von Institutionen und deren Vermittlungscharakter einerseits wie der möglichen unmittelbaren Gottesbegegnung jedes einzelnen Menschen andererseits. Und natürlich ist die Situation im frühen 14. Jahrhundert auch ein ferner Spiegel für die heutige. Die Jahrestagung der Meister-Eckhart-Gesellschaft zum 20. Jubiläum ihrer Gründung im Jahr 2004, zum siebten Mal schon in Zusammenarbeit mit der Katholischen Akademie in Bayern, ist offen für alle Interessierten.
Wed, 19 Mar 2025 - 157 - Mauritius Wilde: Meister Eckhart und das Mönchtum
P. Dr. Mauritius Wilde OSB, Prior der Primatialabtei Sant’ Anselmo in Rom, referierte am 16.3.2024 in der Katholischen Akademie in Bayern zu dem Thema: Meister Eckhart und das Mönchtum Meister Eckhart war kein Mönch. Seine Adressaten jedoch finden sich im monastischen Kontext. Auch die Art seines Theologisierens könnte man als kontemplativ beschreiben. Mit dem Konzept der „Abgeschiedenheit“ trifft er ein monastisches Prinzip, das auch für Menschen außerhalb des Klosters relevant war und ist. Dass es der große Prediger, Theologe, Philosoph, Mystiker, Lehrer und Ordensorganisator mit seiner Kirche nicht leicht hatte, zeigen der Prozess, der gegen ihn geführt wurde, und die Verurteilung einzelner Sätze seiner Lehre als häretisch nach seinem Tod im Jahr 1328. Wir werden uns fragen, in welchem Verhältnis er zu seiner Kirche, zu seinem Dominikanerorden und dem Mönchtum allgemein stand, was er selbst über Kirche dachte und welche Rolle Kirche als Institution oder Raum, Papsttum, Priesterschaft und Laien, aber auch die kirchliche Dogmatik für ihn und in seiner Zeit spielten. Im Zentrum stehen dabei auch Fragen nach dem Verhältnis des Einzelnen zur Gemeinschaft oder der Rolle von Institutionen und deren Vermittlungscharakter einerseits wie der möglichen unmittelbaren Gottesbegegnung jedes einzelnen Menschen andererseits. Und natürlich ist die Situation im frühen 14. Jahrhundert auch ein ferner Spiegel für die heutige. Die Jahrestagung der Meister-Eckhart-Gesellschaft zum 20. Jubiläum ihrer Gründung im Jahr 2004, zum siebten Mal schon in Zusammenarbeit mit der Katholischen Akademie in Bayern, ist offen für alle Interessierten.
Tue, 18 Mar 2025 - 156 - Gespräch zum Thema 'Suizidalität im Kontext der Bundeswehr'
Oberstarzt Dr. med. Gerd Willmund, Klinischer Direktor der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychotraumatologie, referierte in der Katholischen Akademie in Bayern zum Thema "Suizidalität in den Streitkräften". Prof. Dr. Ulrich Hegerl hat seit Juni 2019 die Johann Christian Senckenberg Distinguished Professorship mit Sitz in der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Universitätsklinikums Frankfurt inne, bereits seit 2008 den Vorsitz der Stiftung Deutsche Depressionshilfe. Sein Referat drehte sich um das Thema "Volkskrankheit Depression". Das Gespräch zum Thema 'Suizidalität im Kontext der Bundeswehr' fand am 8.10.2024 in der Katholischen Akademie in Bayern statt.
Thu, 27 Feb 2025 - 155 - Maximilian Fichtner: Neue Batterietypen für das postfossile Zeitalter
In Kooperation mit dem Deutschen Museum in der Reihe Wissenschaft für jedermann stellte Professor Maximilian Fichtner von der Helmholtz-Gesellschaft grundlegend neue Batterietypen vor. Der Direktor des Helmholzt-Instituts für Elektrochemische Energiespeicherung (HIU) und Professor für Festkörperchemie an der Universität Ulm sieht in dieser nachhaltigen und kosteneffizienten Technologie die Grundlage für Energiespeicher der Zukunft im postfossilen Zeitalters. Beim Vortrag am 5. Februar 2025 legte Maximilian Fichtner dar, dass der Ersatz fossiler Brennstoffe durch erneuerbare Energien und damit die gesamte Energiewende in Deutschland und weltweit nur gelingen kann, wenn die Speichertechnologien immer weiter verbessert werden. Dies gilt im großen Stil für Energiespeicher, die die natürlichen Schwankungen von Windkraft und Solarenergie ausgleichen, um eine flächendeckende und permanente Versorgung mit klimaneutralen Energien zu sichern. Lithium-Ionen-Batterien sind im Moment der am weitesten verbreitete Batterietyp in den unterschiedlichsten Einsatzgebieten. Die steigende Nachfrage nach Lithium-Batterien führt jedoch zu Problemen bei der Beschaffung von Rohstoffen und Komponenten. Daher ist es notwendig, alternative Zellkonzepte zu entwickeln, die auf Rohstoffen basieren, die besser verfügbar sind und eine sichere, nachhaltige und kosteneffiziente Versorgung mit Hochleistungsbatterien gewährleisten.
Thu, 27 Feb 2025 - 154 - Gespräch zum Thema 'Staatsfinanzen und Generationengerechtigkeit'
Im Rahmen eines Vortrags- und Diskussionsabends am 25. November 2024 unter dem Titel "Wer zahlt die Zeche? Über Staatsfinanzen und Generationengerechtigkeit" setzte sich die Katholische Akademie in Bayern interdisziplinär mit dem Thema Staatsverschuldung auseinander. Als das Bundesverfassungsgericht Ende 2023 entschied, dass ungenutzte Gelder aus dem Corona-Sondervermögen nicht in den Klima- und Transformationsfonds verschoben werden dürfen, fehlte der Bundesregierung ein Betrag in Milliardenhöhe (u.a. für Klimaschutzprojekte). Rege wurde über eine Kompensation der Mittel diskutiert: Wo könnte gespart werden? Sollten Steuern erhöht werden? Wie will man weiter mit der Schuldenbremse verfahren? In diese Debatte mischte sich eine weit in die Zukunft reichende Frage: Sollen große Projekte und Investitionen durch neue, sogar massive Schulden finanziert werden? Davon betroffen wären besonders die kommenden Generationen, die von langfristigen Investitionen profitieren, aber auch eine größere finanzielle Hypothek übernehmen würden. Über dieses aktuelle Thema referieren und diskutieren der Ökonom Nils Goldschmidt und der Philosoph Christian Neuhäuser. Moderation: Studienleiterin Katharina Löffler.
Fri, 21 Feb 2025 - 153 - Podiumsdiskussion zum Thema 'Herausforderung Klimafinanzierung - Klimaschutz sucht Geldgeber'
Der klimagerechte Umbau der Wirtschaft und die Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels kosten viel Geld. Offen ist, wer die Investitionen in klimafreundliche Technologien, erneuerbare Energien, nachhaltige Infrastruktur und Anpassungsmaßnahmen weltweit finanzieren soll. Wie komplex und vielschichtig die Suche nach Geldgebern für Klimaschutzprojekte ist, zeigte das von der Katholischen Akademie in Bayern in Kooperation mit der Münchener Rück Stiftung durchgeführte Dialogforum im Rahmen des Münchner Klimaherbst 2024. Bei der Suche nach Geldgebern für den Klimaschutz stellt sich immer auch die Frage nach Fairness und Gerechtigkeit. Johannes Wallacher, Professor für Sozialwissenschaften und Wirtschaftsethik sowie Präsident der Hochschule für Philosophie München, kann dem ethisch nicht unproblematischen Prinzip der historischen Schuld wenig abgewinnen. Denn: „Weder ist die heutige Generation für frühere Emissionen verantwortlich, noch wussten frühere Generationen, was sie anrichten.“ Stattdessen plädiert er dafür, sich an der Klimaschutzkapazität einzelner Länder zu orientieren, die oft stark mit kumulierten CO2-Emissionen korreliert. Für David Ryfisch, Leiter der Abteilung Internationale Klimapolitik bei Germanwatch e.V., müssen Schäden und Verluste, etwa durch Extremwetterereignisse, den Anstieg des Meeresspiegels oder die Häufung von Dürren stärker in den Fokus rücken. „Verschiedene Studien zur fairen Lastenverteilung zwischen den Staaten kommen zu dem Ergebnis, dass die Hauptverantwortung noch bei den Industrieländern liegt. Mit der Zeit wird sich dieses Bild verschieben und auch Länder wie die Golfstaaten, Russland oder China werden Verantwortung übernehmen müssen“, sagte der Experte. Der jüngst etablierte Fonds für Verluste und Schäden sei ein wichtiger Fortschritt, auch wenn die Mittel von 700 Millionen US-Dollar bei weitem nicht ausreichten. „Wir müssen Wege finden, hier in neue Dimensionen vorzustoßen“, forderte er. Was kann der öffentliche Sektor beitragen, um mehr privates Kapital zu mobilisieren? „Der Staat muss bereit sein, mehr Risiken zu übernehmen. Er könnte Förderbanken mit Bürgschaften ausstatten, damit sie auch riskantere Projekte finanzieren“, erklärte Florian Egli, Professor für Public Policy for the Green Transition an der Technischen Universität München. Gerade im Bereich Klimaschutz ließe sich privates Kapital gut einsetzen, in den Bereichen Schäden oder Klimaanpassung funktioniere es weniger. Am schwierigsten seien Projekte zu finanzieren, die keine marktfähigen Produkte hervorbringen, wie die Speicherung von CO2 oder Investitionen in Biodiversität. Grüne Energien hingegen bräuchten keine staatlichen Garantien, da sich solche Investitionen über den Stromverkauf amortisieren. Wird die anstehende Klimakonferenz COP 29 im November Lösungen bringen? „Ich hoffe, dass alle in Baku vertretenen Länder zu einem tragfähigen Beschluss zur Klimafinanzierung kommen“, hofft Henn. Deutschland habe sich in der internationalen Gemeinschaft viel Vertrauen erarbeitet und könne als Brückenbauer fungieren. Klimafinanzierung ist also nicht nur eine ökologische, sondern auch eine soziale und ökonomische Herausforderung. Man darf gespannt sein, wie entschlossen die Klimakonferenz in Baku dieses Thema angehen wird. Nötig sind eine Neudefinition der globalen Prioritäten und eine Umverteilung der Ressourcen im Sinne einer nachhaltigen Zukunft für alle. Die Podiumsdiskussion fand am 14.10.2024 in der Katholischen Akademie in Bayern statt.
Fri, 21 Feb 2025 - 152 - Katharina Weigand: Einst populär, heute umstritten - Bismarck- und Kriegerdenkmäler
Bei den Denkmälern, die bei dieser Veranstaltung im Mittelpunkt stehen, handelt es sich nicht um Objekte des Denkmalschutzes, also nicht um erhaltenswerte Kirchen, Schlösser oder Bauernhäuser, sondern vielmehr um neu geschaffene Monumente, die – vorrangig in den Städten – auf Sockel gehoben wurden, um an Vergangenes zu erinnern. Dabei ist es durchaus erstaunlich, welche starke Beachtung Denkmäler noch immer – in unserer digitalen Welt – erfahren. Erfunden im geschichtsbegeisterten 19. Jahrhundert, sollten sie einerseits dazu beitragen, das allgemeine Geschichtsbewusstsein zu fördern, andererseits waren sie aber auch häufig Instrumente zur Beeinflussung der damals aktuellen Politik. Heute können Denkmäler auf zwei Arten in den Mittelpunkt des Interesses geraten. So entschließen sich nach wie vor gesellschaftlich relevante Gruppen, neue, weitere Denkmäler in Angriff zu nehmen. Dies ist vor allem in Berlin zu beobachten, wo in absehbarer Zeit wohl für alle einzelnen Opfergruppen der nationalsozialistischen Herrschaft ein eigenes Denkmal bzw. Mahnmal errichtet sein wird. Aber auch längst bestehende Denkmäler geraten mitunter in den Blick der Öffentlichkeit: Während die meisten der die Städte möblierenden Monumente eine Art Dornröschenschlaf halten, sind im Zuge der Black Lives Matter-Bewegung nun vor allem jene Personendenkmäler massiv umstritten, die in einem engeren oder weiteren Zusammenhang mit dem Kolonialismus stehen. Dr. Katharina Weigand referierte zum Thema "Einst populär, heute umstritten - Bismarck- und Kriegerdenkmäler?" am 5.7.2021 in der Katholischen Akademie in Bayern.
Mon, 20 Jan 2025 - 151 - Katharina Weigand: An Vergangenes erinnern? Bemerkungen zur Genese und Wirksamkeit von Denkmälern
Bei den Denkmälern, die bei dieser Veranstaltung im Mittelpunkt stehen, handelt es sich nicht um Objekte des Denkmalschutzes, also nicht um erhaltenswerte Kirchen, Schlösser oder Bauernhäuser, sondern vielmehr um neu geschaffene Monumente, die – vorrangig in den Städten – auf Sockel gehoben wurden, um an Vergangenes zu erinnern. Dabei ist es durchaus erstaunlich, welche starke Beachtung Denkmäler noch immer – in unserer digitalen Welt – erfahren. Erfunden im geschichtsbegeisterten 19. Jahrhundert, sollten sie einerseits dazu beitragen, das allgemeine Geschichtsbewusstsein zu fördern, andererseits waren sie aber auch häufig Instrumente zur Beeinflussung der damals aktuellen Politik. Heute können Denkmäler auf zwei Arten in den Mittelpunkt des Interesses geraten. So entschließen sich nach wie vor gesellschaftlich relevante Gruppen, neue, weitere Denkmäler in Angriff zu nehmen. Dies ist vor allem in Berlin zu beobachten, wo in absehbarer Zeit wohl für alle einzelnen Opfergruppen der nationalsozialistischen Herrschaft ein eigenes Denkmal bzw. Mahnmal errichtet sein wird. Aber auch längst bestehende Denkmäler geraten mitunter in den Blick der Öffentlichkeit: Während die meisten der die Städte möblierenden Monumente eine Art Dornröschenschlaf halten, sind im Zuge der Black Lives Matter-Bewegung nun vor allem jene Personendenkmäler massiv umstritten, die in einem engeren oder weiteren Zusammenhang mit dem Kolonialismus stehen. Dr. Katharina Weigand referierte zum Thema "An Vergangenes erinnern?" am 5.7.2021 in der Katholischen Akademie in Bayern.
Mon, 20 Jan 2025 - 150 - Gespräch zum Thema 'Mutationen und Menschenleben'
"Mutationen und Menschenleben" - Zwei Medizinerinnen von Rang und Namen befassen sich in der gut halbstündigen Diskussion mit den Auswirkungen der neuen Varianten des Corona-Virus und der Lage Schwerkranker und Sterbender in den Kliniken. Prof. Dr. Ulrike Protzer, Virologin an der TU München und eine der wichtigsten Beraterinnen der bayerischen Staatsregierung, diskutiert mit Prof. Dr. Claudia Bausewein, Palliativmedizinerin an der LMU München und Präsidentin der deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin. Das Gespräch zum Thema 'Mutationen und Menschenleben' führten Prof. Dr. Ulrike Protzer und Prof. Dr. Claudia Bausewein am 18.3.2021 in der Katholischen Akademie in Bayern.
Mon, 20 Jan 2025 - 149 - Gespräch zum Thema 'Goethe und der Koran'
Wie kein anderer deutscher Dichter hat sich Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832) mit Orient und Islam beschäftigt. Das reicht vom frühen Mahomet-Fragment (1772/73) bis zum späten Gedicht-Zyklus West-östlicher Divan (1819). In dessen Einleitung wird die Aufmerksamkeit auf den Orient gelenkt, „woher so manches Große, Schöne und Gute seit Jahrtausenden zu uns gelangte“. Goethe kannte den Koran, er hat ihn exzerpiert und kommentiert. Seine Schreib-Übungen im Arabischen sind überliefert. Diese Seite des Dichters wurde lang ignoriert, erst in den letzten Jahrzehnten hat sich die Literaturwissenschaft für sie interessiert. Dass nun auch Theologie und Religionswissenschaft nachziehen können, dafür hat heuer der Tübinger Professor Karl-Josef Kuschel mit seinem gewichtigen und schön aufgemachten Werk Goethe und der Koran gesorgt. Neben der Dokumentation aller einschlägigen Texte ordnet er sie auch ein und betont etwa die interreligiöse oder besser religionsverbindende Dimension Goethes. So könne man die Ergebung in den Willen Gottes durchaus als Gemeinsamkeit der monotheistischen Weltreligionen sehen. Oder mit Goethes Worten: „Wenn Islam Gott ergeben heißt, im Islam leben und sterben wir alle.“ Und doch eignet sich Goethe nicht für eine vorschnelle und billige Vereinnahmung. Seine Interkulturalität, die nicht nur auf Toleranz, sondern auch auf Wertschätzung abzielt, könnte durchaus als Modell für ein auf Kenntnissen und nicht auf Vorurteilen beruhendes Gespräch mit dem Islam dienen. Darum freuen wir uns, dass auch Professor Ahmad Milad Karimi, der in Münster islamische Philosophie lehrt und selbst den Koran übersetzt hat, zu einem Dialog der Gelehrten nach München kommt. Prof. Dr. Ahmad Milad Karimi diskutierte mit Prof. Dr. Karl-Josef Kuschel am 21.9.2021 in der Katholischen Akademie in Bayern.
Mon, 20 Jan 2025 - 148 - Gespräch zum Thema 'Perspektiven für Europa nach der Bundestagswahl'
Zum Thema 'Perspektiven für Europa nach der Bundestagswahl' diskutierten am 11.10.2021 im Vortragssaal der Katholischen Akademie in Bayern auf dem Podium und mit den Stipendiatinnen und Stipendiaten im Auditorium: Prof. Dr. Ursula Münch, Politikwissenschaftlerin, Direktorin der Akademie für Politische Bildung Tutzing, Dr. Stefan Leifert, Journalist, langjähriger Korrespondent im ZDF-Studio Brüssel, Leiter des Landesstudios Bayern. Als Moderatoren fungierten: Valerie zu Rhein, Stipendiatin der Bayerischen EliteAkademie, und Dominik Schwab, Stipendiat der Bayerischen EliteAkademie.
Tue, 07 Jan 2025 - 147 - Jan Assmann: Der Mann Mose und Gottes Gesetz
Am Anfang der Rechtstradition steht das Königsrecht: Die göttlich legitimierte Stellung des Königs legitimiert zugleich seine Gesetze. Mit der Geschichte des jüdischen Volkes wird diese Praxis jedoch in Frage gestellt. Die in den Büchern Mose enthaltenen Gesetze sind nämlich explizit als Gottesrecht legitimiert, wodurch dem orientalischen Sakralkönigtum die Grundlage entzogen wird. Eine völlige Umwertung aller Werte unternimmt schließlich das Christentum, das beide Rechtsformen gleichermaßen kritisiert: „Durch das Gesetz wird niemand gerecht“ (Gal 2,16). Wie ist diese Kritik aber zu verstehen? Und mit welchem Recht wird sie laut? Diese Gemengelage bildet das Fundament unserer Jubiläumstagung 'Alles was Recht ist', mit der unsere Kooperation mit dem Katholischen Bibelwerk ihre Fortsetzung findet. Anlässlich der 100. Ausgabe von Welt und Umwelt der Bibel wollen wir mit unseren Gästen über das Phänomen der Gesetzgebung reflektieren und dabei die Geltungsfrage in den Mittelpunkt rücken. Unser Blick ist dabei übrigens auch auf „unsere Zeit“ gerichtet: Mit welchem Recht entscheiden wir täglich darüber, was sein soll? Und welche Probleme ergeben sich daraus für demokratisch legitimierte Ordnungen und Prozesse? Prof. Dr. Jan Assmann ist Professor emeritus für Ägyptologie an der Universität Heidelberg. Er referierte bei der Tagung "Alles was Recht ist. Legitimation und Gesetzgebung in Religion und Gesellschaft" am 1./2.10.2021 in der Katholischen Akademie in Bayern zu dem Thema 'Der Mann Mose und Gottes Gesetz'.
Tue, 07 Jan 2025 - 146 - Hans-Georg Gradl: Kein Jota soll vergehen?! Das Gesetz im Urchristentum
Am Anfang der Rechtstradition steht das Königsrecht: Die göttlich legitimierte Stellung des Königs legitimiert zugleich seine Gesetze. Mit der Geschichte des jüdischen Volkes wird diese Praxis jedoch in Frage gestellt. Die in den Büchern Mose enthaltenen Gesetze sind nämlich explizit als Gottesrecht legitimiert, wodurch dem orientalischen Sakralkönigtum die Grundlage entzogen wird. Eine völlige Umwertung aller Werte unternimmt schließlich das Christentum, das beide Rechtsformen gleichermaßen kritisiert: „Durch das Gesetz wird niemand gerecht“ (Gal 2,16). Wie ist diese Kritik aber zu verstehen? Und mit welchem Recht wird sie laut? Diese Gemengelage bildet das Fundament unserer Jubiläumstagung 'Alles was Recht ist', mit der unsere Kooperation mit dem Katholischen Bibelwerk ihre Fortsetzung findet. Anlässlich der 100. Ausgabe von Welt und Umwelt der Bibel wollen wir mit unseren Gästen über das Phänomen der Gesetzgebung reflektieren und dabei die Geltungsfrage in den Mittelpunkt rücken. Unser Blick ist dabei übrigens auch auf „unsere Zeit“ gerichtet: Mit welchem Recht entscheiden wir täglich darüber, was sein soll? Und welche Probleme ergeben sich daraus für demokratisch legitimierte Ordnungen und Prozesse? Prof. Dr. Hans-Georg Gradl ist Professor für Exegese des Neuen Testaments an der Theologischen Fakultät Trier. Er referierte bei der Tagung "Alles was Recht ist. Legitimation und Gesetzgebung in Religion und Gesellschaft" am 1./2.10.2021 in der Katholischen Akademie in Bayern zu dem Thema 'Kein Jota soll vergehen?! Das Gesetz im Urchristentum'.
Fri, 03 Jan 2025 - 145 - Gespräch zur Eröffnung der Hans Maier-Bibliothek
Exakt 67 Mal referierte Prof. Dr. Hans Maier in der Katholischen Akademie in Bayern. Er ist damit der Wissenschaftler, Politiker, Intellektuelle und engagierte Katholik, der mit Abstand am häufigsten in unserem Haus am Rednerpult stand. Ab sofort ist die Verbindung zwischen dem ehemaligen bayerischen Kultusminister und ZdK-Präsidenten zur Akademie noch enger. Denn Hans Maier stiftete ihr einen Gutteil seiner Privatbibliothek, die in Zukunft in Schloss Suresnes eingerichtet ist und benutzt werden kann. Bei der Eröffnungsfeier der Hans-Maier-Bibliothek am 15. Juli 2021 fand Akademiedirektor Dr. Achim Budde dann auch die entsprechenden Lobesworte für den 90-Jährigen. Hans Maier sei einer der besten Freunde und engagiertesten Förderer der Akademie, es sei eine Ehre, seine mehr als 1700 Bücher aus vielen Wissensgebieten im Schloss zu beherbergen. Mit einem „Vergelt’s Gott“, schloss Achim Budde seine Begrüßung. Zur Begegnung mit Hans Maier anlässlich der Eröffnung der professionell eingerichteten Bibliothek waren Mitglieder der Akademie-Gremien sowie enge Weggefährten von Professor Maier gekommen. Das Gespräch von Akademiedirektor Achim Budde mit Hans Maier fand bei der Eröffnungsfeier der Hans-Maier-Bibliothek am 15.7.2021 in der Katholischen Akademie in Bayern statt.
Fri, 03 Jan 2025 - 144 - Barbara Zehnpfennig: Die Legitimation des Bösen? Hitlers „Mein Kampf“
Am Anfang der Rechtstradition steht das Königsrecht: Die göttlich legitimierte Stellung des Königs legitimiert zugleich seine Gesetze. Mit der Geschichte des jüdischen Volkes wird diese Praxis jedoch in Frage gestellt. Die in den Büchern Mose enthaltenen Gesetze sind nämlich explizit als Gottesrecht legitimiert, wodurch dem orientalischen Sakralkönigtum die Grundlage entzogen wird. Eine völlige Umwertung aller Werte unternimmt schließlich das Christentum, das beide Rechtsformen gleichermaßen kritisiert: „Durch das Gesetz wird niemand gerecht“ (Gal 2,16). Wie ist diese Kritik aber zu verstehen? Und mit welchem Recht wird sie laut? Diese Gemengelage bildet das Fundament unserer Jubiläumstagung 'Alles was Recht ist', mit der unsere Kooperation mit dem Katholischen Bibelwerk ihre Fortsetzung findet. Anlässlich der 100. Ausgabe von Welt und Umwelt der Bibel wollen wir mit unseren Gästen über das Phänomen der Gesetzgebung reflektieren und dabei die Geltungsfrage in den Mittelpunkt rücken. Unser Blick ist dabei übrigens auch auf „unsere Zeit“ gerichtet: Mit welchem Recht entscheiden wir täglich darüber, was sein soll? Und welche Probleme ergeben sich daraus für demokratisch legitimierte Ordnungen und Prozesse? An diesem Punkt setzt unser Abendvortrag einen weiteren Akzent — gewinnen diese Fragen doch vor dem Horizont unseres Jahrhunderts erst ihren vollen Sinn: Wie legitimiert sich das radikal Böse in der Welt? Und worauf rekurriert der Widerstand gegen geltendes (Un-)Recht? An Hitlers „Mein Kampf“ und der Gruppe Weiße Rose wollen wir es lernen. Prof. Dr. Barbara Zehnpfennig ist Professorin für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Universität Passau. Sie referierte bei der Tagung "Alles was Recht ist. Legitimation und Gesetzgebung in Religion und Gesellschaft" am 1./2.10.2021 in der Katholischen Akademie in Bayern zu dem Thema 'Die Legitimation des Bösen? Hitlers „Mein Kampf“'.
Fri, 03 Jan 2025 - 143 - Johannes Willms: Was kann uns Napoleon 200 Jahre nach seinem Tod noch bedeuten?
Der französische Schriftsteller, Politiker und Diplomat François-René de Chateaubriand (1768-1848) bemerkte in seinen Mémoires d’outre tombe über Napoleon: „Nach dem Despotismus seiner Person werden wir noch den Despotismus seiner Erinnerung erleiden müssen. Dieser Despotismus ist noch viel dominierender. Auch wenn wir gegen Napoleon kämpften, solange er auf dem Thron saß, so gibt es eine universelle Zustimmung zu den Eisen, in die er uns als Toter geschlagen hat.“ Diese Vorhersage hat sich nur zu sehr bewahrheitet, denn jede Nation hat ihr eigenes Bild von Napoleon. Das gilt auch für die Deutschen, die sich von ihm eine in unterschiedlichen politischen Farben gemalte Vorstellung machten, die endgültig von den Nazis verhunzt wurde, die eine „Wesensgleiche“ zwischen Napoleon und Hitler feststellten. Napoleon habe, so wird gerne gesagt, der Moderne in Europa zum Durchbruch verholfen. Als Beweis dafür wird auf den Code Civil verwiesen oder auch auf die von ihm veranlasste „Flurbereinigung“ in der buntscheckigen deutschen Staatenwelt des alten Reichs. Dagegen spricht, dass Napoleon unfähig war, stabile und legitime staatliche Verhältnisse aufzubauen. Frankreich hat mit dem Erbe dieses Unvermögens bis heute seine Last. Welche Bedeutung könnte Napoleon heute also haben? Vielleicht ist seine Geschichte so etwas wie die Ilias der Neuzeit, ein Epos von Größe und Scheitern, das immer wieder den sich wandelnden Umständen der jeweiligen Gegenwart entsprechend neu erzählt und gedeutet wird. Dr. Johannes Willms ist Historiker und Journalist. Er referierte zum Thema "Was kann uns Napoleon 200 Jahre nach seinem Tod noch bedeuten?" am 5.5.2021 in der Katholischen Akademie in Bayern.
Tue, 17 Dec 2024 - 142 - Armin Nassehi: Wie verändert Corona unsere Gesellschaft?
Prof. Dr. Armin Nassehi, einer der bekanntesten deutschen Soziologen, analysiert im Video-Gespräch „Wie verändert Corona unsere Gesellschaft?“ die Auswirkungen der Pandemie auf eine Reihe von Bereichen. Studienleiter Johannes Schießl befragte den an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität lehrenden Soziologen zu verschiedenen gesellschaftlichen Aspekten wie der Gerechtigkeit. Armin Nassehi, der auch zahlreiche Politiker berät, gab zudem Auskunft zur Rolle der Medien in der Pandemie. Weiterhin kam die Situation der Wissenschaft und bei den Studierenden zum Tragen; abgerundet wurde das etwa 45-minütige Interview durch die Themenbereiche Kultur und Kirche. Prof. Dr. Armin Nassehi referierte zum Thema "Wie verändert Corona unsere Gesellschaft?" am 14.6.2021 in der Katholischen Akademie in Bayern.
Tue, 17 Dec 2024
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