Filtra per genere
Vor 300 Jahren wurde Immanuel Kant geboren - und in einer umfassenden Reihe von Vorträgen möchte ich mich seiner gesamten Philosophie widmen. Ich habe das vergangene Jahr damit verbracht, die 29 Bände der Kant-Gesamtausgabe zu studieren und täglich wenigstens 100 Seiten Kant zu lesen, um nun hier die wohl umfassendste und gründlichste Darstellung seiner Philosophie zu geben, die bisher versucht wurde, um ihren inneren systematischen Zusammenhang aufzuzeigen und um vor allem Kants Beitrag zur Aufklärung der Menschheit herauszuarbeiten.
- 106 - Kants Philosophie - Praktische Theologie
Neben der theoretischen Theologie, die Gott zu erkennen und zu beweisen versucht, kann es auch eine praktische geben, die nur zu erkennen versucht, was Gott für uns ist und wie wir uns ihm gegenüber verhalten sollten, und die kein Wissen von Gott, aber einen vernünftigen Glauben erstrebt. Diese praktische Theologie kann aber nur Moraltheologie sein, sie kann weder pragmatische Theologie noch theologische Moral sein.
Zitat: 0:08
Praktische Theologie: 0:25
Pragmatische Theologie: 10:13
Theologische Moral: 34:27
Dank: 53:18
Übersicht über die Theologie nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2026/07/Theologie-nach-Kant.png
Die Imperative nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2025/04/Imperative-nach-Kant.jpg
Gegen theologische Moral spricht Kant sich wiederholt in seinen Vorlesungen zur Rationaltheologie: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_r0k1/mode/2up und auch in seiner Kritik der reinen Vernunft: https://korpora.org/kant/aa03/420.html und seiner Kritik der Urteilskraft: https://korpora.org/kant/aa05/475.html aus.
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 19 Sep 2026 - 53min - 105 - Kants Philosophie - Der Gott der Natur und der physikotheologische Gottesbeweis
Die Natur um uns her scheint zu zweckmäßig und harmonisch eingerichtet zu sein, um ein Zufallsprodukt zu sein. Die Physikotheologie schließt von der Ordnung der Natur zurück auf einen göttlichen Ordner derselben und auf dessen Eigenschaften. Dies ist die natürlichste, eingänglichste und ursprünglichste Art der Theologie laut Kant. Aber eine, die, für sich genommen, nicht taugt, um darauf Religion zu begründen, sondern zum Heidentum führt.
Zitat: 0:08
Der architektonische Aufbau der Theologie: 1:36
Physikotheologie: 11:16
Die architektonische Herleitung der verschiedenen Gebiete der Theologie: 16:31
Das physikotheologische Argument für Gott: 25:25
Die Physikotheologie im Islam: 39:49
Der Wert des physikotheologischen Gottesbeweises: 1:07:07
Der Gott der Physikotheologie: 1:20:29
Die Widerlegung des physikotheologischen Gottesbeweises: 1:52:18
Physikotheologie führt zu Polytheismus und Hylemorphismus: 2:06:43
Der physikotheologische Gottesbeweis setzt versteckt den kosmologischen und ontologischen Gottesbeweis voraus: 2:29:10
Dass von Gottes Existenz kein Wissen möglich ist, hat Vorteile: 2:41:51
Physikotheologie allein führt zu Heidentum, statt Religion: 2:46:51
Dank: 2:55:16
Übersicht über die Theologie nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2026/07/Theologie-nach-Kant.png
Die Kategorientafel nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/10/Kategorientafel-nach-Kant.jpg
Rabia von Basra: https://youtu.be/cVSZaxcg6RY?si=YolngW29JMqsOflf
Bemerkungen zur Physikotheologie findet man in Kants Vorlesungen über Rationaltheologie: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_r0k1/mode/2up und auch seinen Metaphysik-Vorlesungen: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0028kant/mode/2up | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0028kant_d7g2/mode/2up. Daneben sei hier Kants vorkritischer Einzig möglicher Beweisgrund zur Demonstration des Daseins Gottes: https://korpora.org/kant/aa02/063.html als eine Schrift genannt, worin er schön und anschaulich den physikotheologischen Gottesbeweis darstellt. Auch § 85. der Kritik der Urteilskraft: https://korpora.org/kant/aa05/436.html enthält lesenswerte Erläuterungen zur Physikotheologie. Die Widerlegung des physikotheologischen Gottesbeweises schließlich findet sich auch im dritten Hauptstück der Dialektik der reinen Vernunft in der Kritik der reinen Vernunft: https://korpora.org/kant/aa03/383.html.
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 12 Sep 2026 - 2h 55min - 104 - Kants Philosophie - Transzendentaltheologie: Deismus & der ontologische & kosmologische Gottesbeweis
Ein Teilgebiet der Rationaltheologie, in der wir versuchen, mittels Vernunft und ohne Zuhilfenahme irgendeiner Offenbarung Gott zu erkennen, ist die Transzendentaltheologie. In diesem Felde wird alle Erfahrung überschritten und mit reiner Vernunft über Gott nachgedacht. Dies führt auf den Deismus, eine Gottesvorstellung, wonach Gott das notwendige Wesen und die Urkraft ist, aus der die Welt hervorging, aber keine bewusste, nach Zwecken handelnde Intelligenz, die man verehren oder lieben könnte. Auf der Transzendentaltheologie kann also keine Religion gegründet werden, sie ist aber wichtig zur Läuterung und Berichtigung unseres Gottesbegriffs.
Zitat: 0:08
Transzendentaltheologie: 0:34
Ontotheologie: 6:52
- Der Gott der Ontotheologie: Deismus: 16:43
- Der Nutzen der Ontotheologie: 36:12
- 1. Widerlegung des Polytheimus: 37:15
- 2. Widerlegung des Pantheismus: 48:14
- 3. Bewahrung vor Anthropomorphismus: 56:21
- 4- Widerlegung des dogmatischen Atheismus: 58:13
- Der ontologische Gottesbeweis: 59:50
- Die Widerlegung des ontologischen Gottesbeweises: 1:11:10
Kosmotheologie: 1:48:56
- Der kosmologische Gottesbeweis: 1:49:53
- Kosmotheologie ist Transzendentaltheologie: 1:55:09
- Der Gott der Kosmotheologie: Pantheismus und Weltursache: 2:01:11
- Die Widerlegung des kosmologischen Gottesbeweises: 2:06:10
Schluss: 2:19:06
Dank: 2:22:37
Übersicht über die Theologie nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2026/07/Theologie-nach-Kant.png
Die Kategorientafel nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/10/Kategorientafel-nach-Kant.jpg
Die Urteilstafel nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/10/Urteilstafel-nach-Kant.jpg
Die Transzendentaltheologie behandelt Kant vor allem in seinen Vorlesungen über Rationaltheologie: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_r0k1/mode/2up und auch seinen Metaphysik-Vorlesungen: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0028kant/mode/2up | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0028kant_d7g2/mode/2up.
Wem es speziell um die beiden transzendentalen Gottesbeweise und ihre Widerlegung geht, der lese das dritte Hauptstück der Dialektik der reinen Vernunft in der Kritik der reinen Vernunft: https://korpora.org/kant/aa03/383.html.
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 05 Sep 2026 - 2h 23min - 103 - Kants Philosophie - Rationaltheologie: Wie können wir Gott durch Vernunft erkennen?
Der Philosoph betreibt nicht Offenbarungstheologie, die den Glauben an irgendeine göttliche Offenbarung voraussetzt, sondern versucht, mit bloßer Vernunft Gott zu erkennen. Hierbei steht er vor der Schwierigkeit, wie das endliche Geschöpf den unendlichen Schöpfer erfassen soll, und vor der Gefahr, in den Anthropomorphismus abzugleiten.
Zitat: 0:08
Vernunfttheologie: 0:44
Die Schwierigkeit der Erkenntnis Gottes und die Gefahr des Anthropomorphismus: 8:45
Wie sich von Gott reden lässt: 20:44
Via eminentiae: 30:20
Via negationis: 47:53
Via analogiae: 1:09:40
Die Felder der Vernunfttheologie: 1:38:01
Kants Architektonik: 1:46:15
Dank: 2:06:00
Die Kategorientafel nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/10/Kategorientafel-nach-Kant.jpg
Übersicht über die Metaphysik nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/05/Metaphysik-nach-Kant-scaled.jpg
Das Denkungsvermögen nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/09/Denkungsvermoegen-nach-Kant.jpg
Übersicht über die Theologie nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2026/07/Theologie-nach-Kant.png
Wer sich tiefer mit Kants Theologie und ihrer Methodik auseinandersetzen will, sollte seine Vorlesungen über Rationaltheologie: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_r0k1/mode/2up studieren, auch seine Metaphysik-Vorlesungen: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0028kant/mode/2up | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0028kant_d7g2/mode/2up enthalten viele Äußerungen zur Vernunfttheologie.
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Fri, 24 Jul 2026 - 2h 06min - 102 - Kants Philosophie - Was ist Theologie?
Während Religion praktisch ist, ist Theologie theoretisch: Eines Menschen Theologie ist die Summe der Sätze über Gott, die er für wahr hält. Diese Sätze aber kann Theologie aus einer Offenbarung oder aus der Vernunft schöpfen. Und hier erhebt sich der Streit zwischen der theologischen und der philosophischen Fakultät darum, auf welchem Wege Gott zu erkennen ist.
Zitat: 0:08
Die Religionsphilosophie ist der krönende Abschluss von Kants Philosophie: 0:26
Die heutige stiefmütterliche Behandlung der Religionsphilosophie: 11:19
Theologie und Religion: 29:18
Zur wahren Religion ist die richtige Theologie hilfreich, aber nicht nötig: 34:55
Offenbarungstheologie und Rationaltheologie: 46:52
Der Streit der theologischen und der philosophischen Fakultät: 1:03:52
Dank: 1:38:47
Von der Theologie und vom Streit der theologischen und der philosophischen Fakultät handelt der erste Abschnitt von Kants Streit der Fakultäten: https://korpora.org/kant/aa07/015.html
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 18 Jul 2026 - 1h 39min - 101 - Kants Philosophie - Was ist das höchste Gut?
Alles moralische Handeln arbeitet hin auf die Verwirklichung des höchsten Guts: Eine Welt, in der die Menschen Glückseligkeit haben und auch verdienen. Aber Kants Leistung ist, zweierlei gezeigt zu haben: Das höchste Gut steht nicht am Anfang, sondern am Ende der Moral, wir sollen es nicht verwirklichen, weil es gut ist, sondern weil wir es verwirklichen sollen, ist es gut. Und die beiden Hälften des höchsten Guts können in der Sinnenwelt nicht vereinigt werden - womit es über die Sinnenwelt hinaus auf eine übersinnliche Welt weist und die Brücke schlägt von der Moral- in die Religionsphilosophie.
Zitat: 0:08
Das höchste Gut in Kants Philosophie: 1:03
Das höchste Gut steht nicht am Anfang, sondern am Ende der Moral: 5:27
Das höchste physische Gut: 19:33
Das höchste moralische Gut: 38:58
Das höchste (ethische) Gut: 1:11:47
Die Dialektik der praktischen Vernunft: 1:28:24
Antike Versuche der Auflösung der Dialektik: 1:34:14
Das höchste physische und moralische Gut sind geschieden: 1:49:43
Das höchste rechtliche Gut: 2:05:07
Meist stimmen Moral und Klugheit überein: 2:16:31
Die meisten Menschen sind schlecht und ziehen ihren Vorteil der Moral vor: 2:24:50
Die üblichen Einwände gegen Kant: 2:42:51
Die Moral ist dem eigenen Vorteil vorzuziehen: 2:55:07
Die Lösung der Dialektik der praktischen Vernunft in der Religion: 3:17:19
Dank: 3:35:14
Das höchste Gut behandelt Kant in seiner Kritik der reinen Vernunft: https://korpora.org/kant/aa03/522.html und vor allem in seiner Kritik der praktischen Vernunft: https://korpora.org/kant/aa05/107.html.
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 11 Jul 2026 - 3h 35min - 100 - Kants Philosophie - Glückseligkeit durch Tätigkeit
Die meisten Menschen suchen nach passivem Glück: Ausruhen, genießen, Lust empfangen. Kant aber ist sich bewusst, dass es auch ein aktives Glück gibt: Tätig sein, schaffen, Sinn hervorbringen.
Zitat: 0:08
Kant lehrt vor allem einen negativen Weg zum Glück: 0:18
Die möglichen Quellen des Glücks: 12:23
Das passive & das aktive Glück: 19:07
Warum Tätigkeit lustvoll ist: 36:38
Auch der Tätige arbeitet nicht nur, sondern ruht und spielt auch: 54:11
Die Einigkeit aller Weisen und Philosophen über das Glück und wie sie heute verschwiegen wird: 58:15
Dank: 1:24:17
Über das Tätigsein und das aus ihm erwachsende Glück hat Kant sich nicht zusammenhängend und systematisch, sondern immer wieder an einzelnen Stellen geäußert. Es empfiehlt sich, hierzu vor allem seine Vorlesungen zu lesen, sowohl seine Metaphysik-Vorlesungen: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0028kant/mode/2up | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0028kant_d7g2/mode/2up als seinen Anthropologie-Vorlesungen: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_a3n3 | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_j8c0 als auch seine Vorlesungen zur Moralphilosophie: https://www.archive.org/details/kantsgesammeltes271imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes272imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0027kant_s1s1/mode/2up
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 04 Jul 2026 - 1h 24min - 99 - Kants Philosophie - Glückliches Leben: Praktischer Idealismus und das stets fröhliche Herz
Theoretisch lehnt Kant den Idealismus, der die Welt zur bloßen Illusion erklärt, ab. Praktisch aber sollen wir uns so verhalten, als wäre er wahr: Wir sollen die Kürze und Nichtigkeit des Lebens bedenken, die Welt als Kinderspiel behandeln und nichts wichtig nehmen als unsere moralische Pflicht. Dies ist der Weg zu einem stets fröhlichen Herzen.
Zitat: 0:08
Nichts im Leben hat Wert außer unserer Moralität: 0:21
Das Leben ist kurz und flüchtig: 26:20
Das bloße Leben, nach der Lust darin gemessen, ist wertlos: 35:35
Praktischer Idealismus: 51:55
Einbildungskraft als Bedingung der Möglichkeit des praktischen Idealismus: 1:15:40
Das stets fröhliche Herz: 1:48:18
Abstraktion als Mittel zum glücklichen Leben: 1:54:47
Dank: 2:09:29
Die zwei Leben des Jack Terry: https://youtu.be/NEWHso76lLg?si=R0Isj-LWwphzY4Ew
Die Haltung des praktischen Idealismus und des fröhlichen Herzens bespricht Kant vor allem in seinen Arbeiten zur Anthropologie, also in seiner Anthropologie in pragmatischer Hinsicht: https://korpora.org/kant/aa07/117.html, seinen Anthropologie-Vorlesungen: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_a3n3 | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_j8c0 und seinem handschriftlichen Nachlasses zur Anthropologie: http://korpora.org/kant/aa15/234.html. Einen Eindruck von Kants Verhältnis zum Leben mit seiner Kürze und zum Tod vermitteln darüber hinaus seine Gedanken bei dem frühzeitigen Ableben des Herrn Johann Friedrich von Funk: https://www.korpora.org/Kant/aa02/037.html
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 27 Jun 2026 - 2h 09min - 98 - Kants Philosophie - Kants Epikurismus: Genügsamkeit als Schlüssel zum glücklichen Leben
Jede Neigung ist eine Fessel. Sie bindet uns an die Gegenstände, die wir zu ihrer Befriedigung bedürfen. Und je mehr wir sie befriedigen, desto mehr werden wir aus Gewohnheit von ihr abhängig und stumpfen zugleich gegen die Lust ab. Wir glücklich sein will, sollte daher nicht der Befriedigung seiner Bedürfnisse hinterherrennen, sondern danach streben, möglichst wenig Bedürfnisse zu haben. Kant empfiehlt mit Epikur ein genügsames Leben: Versage dir die Freuden nicht, lebe nicht in völliger Enthaltsamkeit, aber komme mit wenigen und einfachen Freuden aus, erfreue dich dann und wann anderer Genüsse, wenn sich die Gelegenheit ergibt, aber mache dich nicht von ihnen abhängig.
Zitat: 0:08
Der positive Weg zum Glück: Erlangen, was man bedarf: 0:34
Der negative Weg zum Glück: Wenig bedürfen: 18:46
Genügsamkeit statt Üppigkeit: 28:09
Der Mensch sollte entbehren können, aber nicht alles entbehren: 39:01
Wer von Dingen abhängt, ist unmoralisch und unglücklich: 1:05:56
Kants Ratschläge: 1:32:18
- Enthalte dich der müßigen Begierden: 1:33:22
- Bedenke, wie viele ohne Das auskommen, was dir Bedürfnis ist: 1:37:43
- Lass nicht durch Gewohnheit Begierden zu Neigungen werden: 1:45:34
- Behalte immer einige Genüsse für später im Prospekt: 2:06:43
- Opfere nicht das Ganze für einen Teil: 2:19:56
- Bedenke, dass jeder Gewinn Verzicht ist und umgekehrt: 2:30:21
Schluss: 2:39:47
Dank: 2:44:21
Die Haltung der Genügsamkeit bespricht Kant vor allem in seinen Vorlesungen über Moralphilosophie: https://www.archive.org/details/kantsgesammeltes271imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes272imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0027kant_s1s1/mode/2up und seinem handschriftlichen Nachlass zur Moralphilosophie: https://www.korpora.org/Kant/aa19/.
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 20 Jun 2026 - 2h 44min - 97 - Kants Philosophie - Kants Stoizismus: Gleichmut als Schlüssel zum glücklichen Leben
Das Unglück der Menschen kommt großenteils nicht von äußeren Schwierigkeiten und Schicksalsschlägen, sondern daher, dass sie sich die Dinge zu sehr zu Gemüt ziehen und zu empfindlich sind. Hiergegen rät Kant zu einem stoischen Gleichmut: Keiner Sache Einfluss auf das eigene Gemüt verstatten, über nichts sich betrüben als über sein eigenes Fehlverhalten. Dies bedeutet aber nicht Gleichgültigkeit: Der Mensch soll empfindsam sein und er soll sich die Dinge zu Herzen nehmen, also sich bewegen lassen, aber sie sollen ihm nicht seine Gemütsruhe nehmen.
Zitat: 0:08
Der Mensch ist nicht Opfer seiner Affekte und Leidenschaften: 1:21
Der Weise muss sich nicht selbst überwinden, sondern ist mit sich selbst gar nicht erst im Krieg: 11:17
Der Mensch soll gleichmütig sein, nicht gleichgültig: 23:58
Der Mensch soll sich Dinge zu Herzen nehmen, nicht zu Gemüt führen: 31:58
Der Mensch soll empfindsam sein, aber nicht empfindlich: 45:16
Eigentlicher Gleichmut ist Sache des Charakters: 59:13
Die Überempfindlichkeit der Gegenwart ist ein Zivilisationsproblem: 1:16:54
Gleichmut verträgt sich nicht mit Hedonismus: 1:32:47
Dank: 1:46:02
Die Haltung des Gleichmuts bespricht Kant vor allem in seinen Arbeiten zur Anthropologie, also in seiner Anthropologie in pragmatischer Hinsicht: https://korpora.org/kant/aa07/117.html, seinen Anthropologie-Vorlesungen: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_a3n3 | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_j8c0 und seinem handschriftlichen Nachlasses zur Anthropologie: http://korpora.org/kant/aa15/234.html.
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 13 Jun 2026 - 1h 46min - 96 - Kants Philosophie - Affekte & Leidenschaften und wie sie einem glücklichen Leben im Wege stehen
Der Mensch soll seine Affekte und Leidenschaften bezähmen. Das ist moralisch geboten, denn durch sie schadet er anderen und verliert nicht zuletzt die eigene Vernunft und damit seine Freiheit und Menschenwürde. Es ist aber auch pragmatisch geraten, denn die Affekte und Leidenschaften bringen alles mögliche Unglück über den Menschen, ein gleichmütiges Leben, das frei von ihnen ist, ist daher ein glücklicheres Leben.
Zitat: 0:08
Glückseligkeit erlangen wir durch Unabhängigkeit: 0:53
Affekte: 6:09
Leidenschaften: 44:18
Die Gemeinsamkeiten von Affekten und Leidenschaften: 1:03:04
Die Unterschiede von Affekten und Leidenschaften: 1:08:00
Leidenschaften sind immer auf Menschen gerichtet: 1:12:17
Einteilung der Leidenschaften: 1:25:12
Materielle Leidenschaften: 1:34:08
Formelle Leidenschaften: 1:42:48
- Die Freiheitsleidenschaft: 1:43:34
- Die Leidenschaften für Ehre, Macht und Geld: 2:14:23
Der Zweck von Affekten und Leidenschaften: 2:33:32
Leidenschaften entstehen durch die Einbildungskraft: 2:49:29
Kant ist der Apologet der Sinnlichkeit: 3:04:33
Dank: 3:15:14
Übersicht über die Gemütsvermögen nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/08/Gemuetsvermoegen-und-Kritiken-nach-Kant.jpg
Affekte und Leidenschaften bespricht Kant vor allem in seinen Arbeiten zur Anthropologie, also in seiner Anthropologie in pragmatischer Hinsicht: https://korpora.org/kant/aa07/251.html, seinen Anthropologie-Vorlesungen: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_a3n3 | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_j8c0 und seinem handschriftlichen Nachlasses zur Anthropologie: http://korpora.org/kant/aa15/234.html.
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 06 Jun 2026 - 3h 15min - 95 - Kants Philosophie - Moral verlangt nicht lustfeindliche Askese, sondern ein stets fröhliches Herz
Lange Zeit verstand man unter praktischer Philosophie die Lehre vom guten Leben und der Glückseligkeit. Die Moral wurde vielfach als Teil hiervon oder auch als Mittel zum Erreichen des Glücks betrachtet. Kants Verdienst ist es, beides strikt von einander geschieden zu haben. Die eigentliche oder reine praktische Philosophie handelt bei ihm von der moralischen Pflicht, ungeachtet unseres persönlichen Vorteils oder Glücks. Aber dennoch hat er sich auch an vielen Stellen dazu geäußert, was ein gutes Leben ausmacht. Und das Klischee, Kant hätte nur kalte, freudlose Pflichterfüllung gepredigt und auch selbst gelebt, ist nicht wahr: Die Sinnlichkeit und unsere Begierden sollen nach ihm zwar von der Vernunft regiert, aber nicht unterdrückt werden, sondern zu ihrem Recht kommen.
Zitat: 0:08
Der Platz der Lehre vom guten Leben in der Architektonik von Kants System: 0:32
Eine allgemeingültige Lehre der Glückseligkeit ist nicht möglich: 10:45
Kants Bemerkungen zum Glück sind weniger originell als andere Teile seines Denkens: 24:00
Kant lehnt Sinnlichkeit und Lust nicht im Namen der Moral ab: 28:18
Moral und Klugheit stimmen meistens überein: 49:11
Kant ist für moralischen Rigorismus, aber gegen moralischen Purismus: 59:01
Tugend ist Stärke und guter Mut und daher nicht griesgrämig, sondern fröhlich: 1:12:59
Kant selbst genoss sein Leben: 1:26:08
Die moralische Pflicht sollen wir um unserer selbst willen tun, nicht weil es uns Vorteil bringt: 1:41:26
Dank: 1:47:46
Übersicht über die Philosophie nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/05/Philosophie-nach-Kant.jpg
Übersicht über die Metaphysik nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/05/Metaphysik-nach-Kant-scaled.jpg
Im Mittelalter wurde gebadet: https://youtu.be/2xK-Ci4z6hA?si=JP9nKPxYMgE7Sba0
Das Verhältnis von Vernunft und Sinnlichkeit, moralischer Pflicht und kluger Lebensfreude und seine Ablehnung der mürrischen Ethik und der Mönchstugend bespricht Kant am ausgiebigsten in seinen Vorlesungen über Moralphilosophie: https://www.archive.org/details/kantsgesammeltes271imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes272imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0027kant_s1s1/mode/2up.
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 30 May 2026 - 1h 48min - 94 - Kants Philosophie - Tierethik: Warum Tiere rechtlose Sachen sind & man sie dennoch nicht quälen darf
Kants Position den Tieren gegenüber wird oft attackiert, aber meist völlig missverstanden. Wir haben nach ihm keine Pflichten gegen Tiere, aber doch Pflichten in Bezug auf Tiere. Rechtlich sind sie Sachen, können also besessen und benutzt werden und haben keine Rechte, wie sie auch keine Pflichten haben. Wir sollen dennoch pfleglich mit ihnen umgehen. Nicht um ihrer, sondern um unserer selbst willen: Weil es unserer eigenen Menschenwürde unangemessen wäre, uns nicht wie vernünftige Wesen zu betragen und nicht zweckmäßig zu handeln. Kants Moralphilosophie ist damit eine, die nicht nur den achtlosen Umgang mit Tieren, sondern selbst mit leblosen Gegenständen verbietet.
Zitat: 0:08
Kants Position gegenüber den Tieren: 1:40
Die Natur der Tiere: 10:56
- Das Erkenntnisvermögen der Tiere: 18:14
- Die Gefühle der Tiere: 37:39
- Das Begehrungsvermögen der Tiere: 50:38
- Die Seele der Tiere und ihr Leben nach dem Tod: 58:52
Die Kritik an Kants Position: 1:03:52
Tiere sind rechtlose Sachen: 1:22:21
Kant lehnt Tierquälerei ab: 1:43:40
Kant ist nicht anthropo-, sondern ratiozentristisch: 1:54:23
Wir sollen Tiere nicht quälen, weil wir sonst abstumpfen: 2:06:34
Wir sollen Tiere nicht quälen aus Selbstachtung: 2:12:58
Selbstachtung ist wirklich, weshalb Menschen achtvoll mit Tieren umgehen, selbst wenn sie es sich nicht klar machen: 2:20:34
Weshalb Leute Kants Moralphilosophie in Bezug auf die Tiere wirklich ablehnen: 2:37:04
Der Mensch soll nicht vom Geist der Zerstörung beseelt sein: 2:46:13
Die Pflichten in Bezug auf die Tiere sind weite Pflichten und unserem Ermessen überlassen: 3:09:07
Wir sollen uns aus allem ein Gewissen machen: 3:18:08
Dank: 3:25:29
Eine kleine Korrektur: Es war nicht Mohammed, sondern dessen Schwiegersohn Ali, der riet, den eigenen Magen nicht zum Grab der Tiere zu machen.
Übersicht über die Gemütsvermögen nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/08/Gemuetsvermoegen-und-Kritiken-nach-Kant.jpg
Übersicht über die Sinnlichkeit nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/08/Sinnlichkeit-nach-Kant.jpg
Das moralische Verhältnis zu den Tieren und wie wir mit ihnen umgehen sollten ist Thema in der Metaphysik der Sitten: https://korpora.org/kant/aa06/203.html und den Vorlesungen über Moralphilosophie: https://www.archive.org/details/kantsgesammeltes271imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes272imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0027kant_s1s1/mode/2up.
Wer an Kants eigenem Verhältnis zu Tieren interessiert ist, sollte die Lebensbeschreibungen seiner Bekannten lesen, insebesondere Ehregott Andreas Christoph Wasianskis Immanuel Kant in seinen letzten Lebensjahren: https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10064190?page=1.
Auf die Natur der Tiere im Gegensatz zur menschlichen kommt Kant an verschiedenen Stellen seiner Vorlesungen über Metaphysik: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0028kant/mode/2up | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0028kant_d7g2/mode/2up sowie seiner Vorlesungen über Anthropologie: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_a3n3 | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_j8c0 zu sprechen.
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 23 May 2026 - 3h 25min - 93 - Kants Philosophie - Weltbürgerrecht: Flüchtlinge & Kolonialismus
Der Naturzustand ist ein Krieg aller gegen alle. Nur öffentliches Recht kann ewigen Frieden schaffen: Es muss Gesetze geben, die jedem das Seine sichern, und diese Gesetze müssen verbindlich sein und durchgesetzt werden. Das Staatsrecht soll Frieden zwischen Individuen schaffen, das Völkerrecht zwischen Staaten. Aber damit ein solches Staats- oder Völkerrecht eingeführt werden kann, muss es zunächst ein globales Weltbürgerrecht geben: Es darf eben kein totaler Krieg aller gegen alle herrschen, sondern jeder Mensch muss ein allgemeines Besuchsrecht haben. Denn nur wenn der, der einer Rechtsgemeinschaft nicht angehört und nicht durch die in ihr herrschenden Gesetze geschützt ist, die Möglichkeit hat, seinen Beitritt zu dieser wenigstens anzubieten, kann eine Rechtsgemeinschaft überhaupt entstehen.
Zitat: 0:08
Öffentliches Recht und Weltbürgertum: 1:29
Es muss ein Weltbürgerrecht auf Hospitalität geben: 10:42
Flüchtlinge: 27:25
Kolonialismus: 52:38
Die Bedeutung des Weltbürgerrechts im Angesicht des Totalitarismus: 1:10:34
Dank: 1:23:06
Das Weltbürgerrecht behandelt Kant in seiner Schrift Zum ewigen Frieden: https://www.korpora.org/Kant/aa08/357.html sowie in seiner Metaphysik der Sitten: https://www.korpora.org/Kant/aa06/352.html
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 16 May 2026 - 1h 23min - 92 - Kants Philosophie - Frieden braucht Republikanismus
Ewiger Frieden zwischen den Staaten ist möglich, wenn diese in einen Völkerbund eintreten und sich einem verbindlichen Völkerrecht unterwerfen. Damit es aber hierzu kommen kann, sollten im Innern der Staaten zwei Bedingungen erfüllt sein: Es sollte Denkfreiheit geben, sodass Kritik und Vorschläge zum Erreichen des ewigen Friedens möglich sind, und der Staat sollte republikanisch verfasst sein, sodass Krieg nur mit Zustimmung des Volkes möglich ist, das ihn führen muss.
Zitat: 0:08
Frieden durch Recht: 1:55
Es soll Denkfreiheit geben: 10:44
Der Staat soll eine Republik sein: 14:25
Ewiger Frieden ist möglich, selbst wenn die Menschen böse sind: 38:45
Dank: 49:49
Die Bedeutung der Denkfreiheit und der republikanischen Verfassung für den Frieden bespricht Kant in seinem Aufsatz Zum ewigen Frieden: https://www.korpora.org/Kant/aa08/341.html
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 09 May 2026 - 50min - 91 - Kants Philosophie - Völkerrecht & Kriegsrecht: Der Pfad zum ewigen Frieden
Nur eines kann ewigen Frieden garantieren: Wenn die Gesetzlosigkeit zwischen den Staaten beendet und ein für alle verbindliches Völkerrecht errichtet wird, das von einem alle Staaten umfassenden Völkerbund durchgesetzt wird. Damit aber ein solcher dereinst errichtet werden kann, sollten die Staaten sich schon im Zustand der Gesetzlosigkeit freiwillig an ein gewisses Völker- und Kriegsrecht halten: nämlich sich so verhalten, dass ein einstmaliger gemeinsamer Eintritt in einen Völkerbund und eine friedliche Rechtsordnung möglich bleibt. Sie sollten also Kriege, wenn sie sie führen, als ein notwendiges Übel des Naturzustands behandeln, aber keinen totalen Krieg führen, der auf Sieg um jeden Preis und auf Vernichtung des Gegners ausgeht, sondern den Krieg stets so führen, dass ein schlussendlicher Friede möglich bleibt.
Zitat: 0:08
Der Ist- und der Soll
-Zustand im Völkerrecht: 1:35
Staaten sollen durch ihr Betragen auf den Frieden hinarbeiten: 8:20
Was sofort zu tun ist: 13:26
- Mit einem Friedensschluss sollen alle weiteren Ansprüche aufgegeben und alle künftigen Gründe zur Wiederaufnahme desselben Kriegs ausgeräumt werden: 13:58
- Kein Staat soll sich in die inneren Angelegenheiten eines anderen einmischen: 31:41
- Kriege dürfen nur aus gerechten Gründen geführt werden: 46:15
- Kriege dürfen nur mit gerechten Mitteln geführt werden: 1:08:56
Was mit der Zeit zu tun ist: 2:12:59
Warum es Recht selbst im Unrecht braucht und man keine totalen Kriege führen sollte: 2:27:58
Die Maxime der Publizität: 3:05:11
Dank: 3:20:31T
he Palestine Laboratory:
https://youtu.be/1GvkFwpzDhI?si=buFGtwvlVU4IqT6j
https://youtu.be/5pPQydBGwQY?si=0Fw0nKsuh_u7F8mp
Früher gab es keine Stadtwache: https://youtu.be/CO3WrH56iWA?si=ljqhdgMbRAnlbgjm
Wie wir den Naturzustand zwischen den Staaten verlassen und auf einen Völkerbund hinarbeiten können, führt Kant in Zum ewigen Frieden aus: https://www.korpora.org/Kant/aa08/341.html
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 02 May 2026 - 3h 20min - 90 - Kants Philosophie - Wie ist ewiger Frieden möglich?
Das öffentliche Recht hat nur eine einzige Aufgabe: Jedem das Seine zu geben und zu sichern und damit ewigen Frieden herzustellen. Ein solcher ist nicht nur ein Waffenstillstand, sondern eben ein Zustand, in dem neuerlicher Kriegsausbruch unmöglich und das Recht gesichert ist. Hierfür muss die Gesetzlosigkeit zwischen den Staaten beendet und ein das Völkerrecht durchsetzender Völkerbund geschaffen werden.
Zitat: 0:08
Der Krieg ist das größte Übel auf Erden: 0:41
Frieden ist nicht Waffenstillstand, sondern Gerechtigkeit: 11:38
Das Völkerrecht sollte nicht durch einen Völkerstaat etabliert werden: 44:19
Das Völkerrecht sollte durch einen Völkerbund etabliert werden: 50:30
Ein den Frieden sichernder Völkerbund ist möglich: 1:15:04
Kants Vorbilder und Hoffnung für den Völkerbund: 1:31:34
Der moderne Gleichheitswahn: 1:42:15
Der langsame Rechtsfortschritt: 2:08:30
Unsere politische Aufgabe zur Durchsetzung des Völkerrechts: 2:26:19
Dank: 3:06:17
Über den ewigen Frieden lese man vor allem Kants Schrift Zum ewigen Frieden: https://www.korpora.org/Kant/aa08/341.html, außerdem seinen Aufsatz Über den Gemeinspruch: Das mag in der Theorie richtig sein, taugt aber nicht für die Praxis: https://korpora.org/kant/aa08/273.html, weitere Bemerkungen finden sich in seiner Metaphysik der Sitten: https://www.korpora.org/Kant/aa06/343.html, seinen Vorlesungen zur Moral- und Rechtsphilosophie: https://www.archive.org/details/kantsgesammeltes271imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes272imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0027kant_s1s1/mode/2up und in seinem handschriftlichen Nachlass zur Moral- und Rechtsphilosophie: https://www.korpora.org/Kant/aa19/ und zur Anthropologie: https://www.korpora.org/Kant/aa15/.
Die Liga der Irokesen: https://www.youtube.com/watch?v=S4gU2Tsv6hY
Niemand in der Öffentlichkeit ist heute so beseelt von der Idee des Völkerrechts und dem Ideal eines Völkerbundes wie Francesca Albanese, wer immer Weltbürger genug ist, an der Sache des Friedens Anteil zu nehmen, sollte ihr daher zuhören, weshalb ich eine Playlist mit Reden, Interviews und Gesprächen von und mit Albanese zusammengestellt habe: https://www.youtube.com/playlist?list=PLmUaT5M-ftkYs_fxLm8Lpr9iQKZeg1J_F
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 25 Apr 2026 - 3h 06min - 89 - Kants Philosophie - Die internationale Gesetzlosigkeit und die Barbarei der Zivilisierten
Selbst wenn innerhalb der Staaten Gewaltmonopol und Rechtsstaatlichkeit bestehen, so herrscht doch zwischen den verschiedenen Staaten und Völkern die Gesetzlosigkeit und das Recht des Stärkeren. Dies ist der Naturzustand im Völkerrecht und der Naturzustand ist stets ein Krieg aller gegen alle. Die dünne Fassade der Zivilisation bröckelt aber hinweg, sobald Menschen ihre eigene Gesellschaft mit ihren Sitten und Gesetzen hinter sich lassen und in diesen gesetzlosen Dschungel eintreten. Im Umgang mit anderen Völkern erweisen sich noch oder gerade die zivilisiertesten Völker als rücksichtslose Barbaren. Und diese Barbarei dringt zuletzt ins Innere zurück. Die Barbarei zu beenden, Gerechtigkeit und damit nicht nur vorübergehenden Waffenstillstand, sondern ewigen Frieden zu schaffen, ist die Aufgabe des Völkerrechts.Zitat: 0:08Frieden ist nicht Waffenstillstand, sondern Herrschaft des Rechts: 1:40Was Recht ist, lässt sich durch die Maxime der Publizität bestimmen: 21:20Die gesetzlose Anarchie zwischen den Staaten: 29:25Die zivilisierten Völker sind nach außen Barbaren: 38:39Die äußere Barbarei macht auch innerlich barbarisch: 1:38:48Der ewige Friede ist möglich durch Völkerrecht: 1:45:53Dank: 1:52:23Über den Krieg, seine Folgen und die damit einhergehende Barbarei schreibt Kant in Über den Gemeinspruch: Das mag in der Theorie richtig sein, taugt aber nicht für die Praxis: https://korpora.org/kant/aa08/273.html sowie an verschiedenen Stellen in seinem handschriftlichen Nachlass zur Anthropologie: https://korpora.org/kant/aa15/.Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:https://ko-fi.com/jonathanivoloewerhttps://www.patreon.com/jonathanivoloewerhttps://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77UThumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 18 Apr 2026 - 1h 52min - 88 - Kants Philosophie - Was ist Weltbürgertum? (Und was ist deutsch?)
Der Mensch soll Weltbürger sein: Er soll nicht nur die eingeschränkten Interessen seines Selbst, seines Standes, seiner Nation vertreten, er soll nicht nur aus der Enge seiner begrenzten Perspektive urteilen. Stattdessen soll er als Mensch Anteil an allen menschlichen Dingen, als Einwohner der Welt Interesse an der ganzen Welt nehmen und aus einer kosmopolitischen Gesinnung heraus stets auch auf das Weltbeste ausgerichtet sein. Das Gesamtbeste für die Menschheit ist aber der ewige Frieden und also allgemeine Gerechtigkeit. Der Weltbürger begrüßt daher den Fortschritt des Republikanismus und des Völkerrechts, auch wo er nicht unmittelbar betroffen ist. Mittelbar ist er es doch: denn das allgemeine Beste ist notwendig zugleich auch das Beste für die Einzelnen. Gerade die Deutschen aber sind für Kant besonders veranlagt und bestimmt, nicht dem Nationalwahn ergeben, sondern eltbürger zu sein.
Zitat: 0:08
Weltbürgertum: 1:40
Vor allem Gelehrte und Herrscher sollen Weltbürger sein: 17:16
Der Weltbürger nimmt Interesse am Ganzen und damit der Gerechtigkeit: 31:52
Der Philosoph ist immer Weltbürger: 37:29
Der deutsche Nationalcharakter: 56:23
Dank: 1:18:18
Zerstreute Bemerkungen über die weltbürgerliche bzw. kosmopolitische Gesinnung findet man vor allem in Kants handschriftlichem Nachlass zur Anthropologie: https://korpora.org/kant/aa15/, diese Gesinnung spricht aber aus allen, vorzüglich den rechtsphilosophischen Schriften Kants.
Zusammen mit diesem Vortrag veröffentliche ich eine weltbürgerliche Playlist mit Videos von Interesse für jeden weltbürgerlich gesinnten Menschen. Diese werde ich, wie meine anderen Playlisten, immer mal wieder ergänzen, wenn mir weitere passende Videos unterkommen.https://youtube.com/playlist?list=PLmUaT5M-ftkb33Z74UxZyRaeAstX7G1us&si=PhxVH2WNRUTVgWhc
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 21 Mar 2026 - 1h 18min - 87 - Kants Philosophie - Was ist Patriotismus?
Vaterlandsliebe soll nicht sein wie die Liebe zum Rinderbraten, von dem sich jeder ein Stück abschneidet, sagt Kant. Der wahre Patriot betrachtet sein Gemeinwesen nicht als seine Beute, sondern er dient dem Ganzen. Dieser Dienst ist aber nur dann kein chimärischer Wahn, wenn es ein Dienst an der Gerechtigkeit ist: Der Patriot setzt sich für den Rechtsstaat und eine dauerhafte, diesen erhaltende Verfassung ein.
Zitat: 0:08
Die Regierung soll patriotisch sein: 1:28
Patriotismus ist nicht Nationalismus: 16:32
Der Patriot betrachtet den Staat nicht als seinen Besitz, sondern sich als Diener des Rechtsstaats: 21:00
Faschismus und Ausklärung: 40:16
Der unpatriotische Pöbel: 1:00:13
Nationalwahn vs. patriotischer Dienst am Rechtsstaat: 1:26:36
Dank: 1:36:58
Die patriotische Denkungsart wird beschrieben im zweiten Teil von Über den Gemeinspruch: Das mag in der Theorie richtig sein, taugt aber nicht für die Praxis: https://korpora.org/kant/aa08/289.html. Weitere verstreute Bemerkungen finden sich in Kants handschriftlichem Nachlass zur Anthropologie: https://korpora.org/kant/aa15/ und seinem handschriftlichen Nachlass zur Rechtsphilosophie: https://korpora.org/kant/aa19/443.html.
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 14 Mar 2026 - 1h 37min - 86 - Kants Philosophie - Warum es kein Recht auf Revolution gibt und Kant sie dennoch begrüßte
Verbesserungen im Staat hin zu mehr Freiheit und Gerechtigkeit will Kant durch schrittweise Reform erreichen, die wiederum dadurch angestoßen wird, dass öffentlich Kritik geübt wird und Verbesserungen angeregt werden. Wo nicht einmal dies möglich ist und die Zensur herrscht, bleibt nur, auf bessere Zeiten zu hoffen und sich als guter und gesetzestreuer Bürger zu betragen, der höchstens passiven Widerstand leistet, wenn von ihm Dinge verlangt werden, die mit dem moralischen Gesetz unvereinbar sind. Aktiver Widerstand und Revolutionen aber sind notwendig Unrecht, weil sie das Recht selbst aufheben, bevor sie ein neues Recht etablieren. Wenn sie aber doch geschehen, soll man sie als Ruf der Natur zur Freiheit nehmen und das Beste aus ihnen machen. So war Kants Verhältnis zur Revolution ein sehr differenziertes: Nach Prinzipien hat er sie abgelehnt und wäre nie zum Revolutionär geworden, wo sie aber stattfanden, hat er sie enthusiastisch begrüßt.
Zitat: 0:08
Was soll der Mensch im despotischen Staat tun?: 0:41
Ruhig auf bessere Zeiten warten: 7:53
Menschen sind für die Revolution, nicht weil diese rechtmäßig ist, sondern weil sie Eudämonisten sind, die sich um Recht nicht scheren: 11:40
Revolutionen sind immer Unrecht: 23:29
Revolutionen heben den bürgerlichen Zustand auf und werfen Menschen in den Naturzustand zurück: 48:36
Revolutionen führen kaum je zur Republikanisierung des Staates: 1:05:35
Weshalb man Revolutionen nicht bekämpfen soll, obwohl sie Unrecht sind: 1:18:44
Widersetzung ist rechtens, Widerstand nicht: 1:29:44
Kants Kritik an Revolutionen ist als subtile Unterstützung der Französischen Revolution zu lesen: 1:47:58
Kants eigenes Verhältnis zu Revolutionen: 1:54:41
Wann Revolutionen und Widerstand kein Unrecht sind, ohne doch Recht zu sein: 2:05:31
Dank: 2:29:29
Auf das Thema der Revolution kommt Kant immer wieder in seinen rechtsphilosophischen Werken zu sprechen. So in Zum ewigen Frieden: https://korpora.org/kant/aa08/341.html und Über den Gemeinspruch: Das mag in der Theorie richtig sein, taugt aber nicht für die Praxis: https://korpora.org/kant/aa08/273.html sowie den Vorarbeiten zu beiden Texten: https://korpora.org/kant/aa23/153.html & https://korpora.org/kant/aa23/125.html und auch in seiner Metaphysik der Sitten: https://korpora.org/kant/aa06/311.html und seinem handschriftlichen Nachlass zur Rechtsphilosophie: https://korpora.org/kant/aa19/443.html. Es empfiehlt sich, zur Frage, wie der Mensch sich im Despotismus verhalten soll, auch die entsprechenden Passagen seiner Vorlesungen zur Moralphilosophie zu lesen: https://www.archive.org/details/kantsgesammeltes271imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes272imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0027kant_s1s1/mode/2up.
Auch Hannah Arendt bemerkte den Zusammenhang von Revolution und Despotismus, insofern beide auf demselben Eudämonismus gründen: https://youtu.be/l1fyT8nAJOY?si=HfgeWHwoWX-y8pMt.
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 07 Mar 2026 - 2h 29min - 85 - Kants Philosophie - Warum der Staat keine Philosophenkönige, aber Redefreiheit braucht
Kein Staat war bisher ganz und gar republikanisch in Kants Sinne. Das wirft die Frage auf, wie ein despotischer Staat zu republikanisieren ist. Kant trat nicht für den Weg der Revolution ein, die immer Unrecht ist, sondern für schrittweise Reform. Hierfür ist nur nötig, dass die Philosophen im Weltsinne - also die Weisen, die als Gesetzgeber der Vernunft fungieren und über die letzten Zwecke der Menschheit nachdenken und dabei von allem Partikularen und allen Eigeninteressen abstrahieren - von den Herrschern gehört werden. Und hierfür wiederum ist nur nötig, dass sie das Recht haben, frei in der Öffentlichkeit ihre Gedanken zu äußern.
Zitat: 0:08
Wie ein despotischer Staat zu republikanisieren ist: 0:51
Die Philosophen sollen nicht herrschen, aber den Herrscher beraten: 9:07
- Kants eigene Natur strebte nicht nach Herrschaft: 20:00
- Macht verdirbt das Urteil: 26:21
Es muss Redefreiheit für die Philosophen geben: 48:13
Meinungsfreiheit ist kein Selbstzweck: 1:19:06
Die Verfinsterung: 1:42:40
Dank: 2:02:44
Über die Rolle der Philosophen im Staat und die politische Bedeutung der sogenannten Meinungsfreiheit schreibt Kant in seiner Schrift Zum ewigen Frieden: https://korpora.org/kant/aa08/368.html. Ergänzend kann man die entsprechenden Reflexionen in seinem handschriftlichen Nachlass zur Anthropologie lesen: https://korpora.org/kant/aa15/.
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 28 Feb 2026 - 2h 03min - 84 - Kants Philosophie - Republik und Despotismus
Kant unterscheidet zwei Regierungsarten: Die despotische und die republikanische. Die Regierungsform ist dabei von der Staatsform verschieden: Autokratie, Aristokratie oder Demokratie können allesamt despotisch oder republikanisch regieren. Entscheidend ist für Kant nicht, wer der Souverän im Staat ist, entscheidend ist, dass der Souverän die Bürger repräsentiert und Gesetze gibt, die die Freiheit wahren und dem Gemeinwillen entsprechen, sowie dass der Souverän nicht zugleich Regent ist, also Gesetzgebung und ausführende Gewalt voneinander geschieden sind. Die Republik ist ein Rechtsstaat, der die Menschen allein der Vernunft unterwirft, die Despotie ein Unrechtsstaat, in dem sie von der Willkür des Herrschers abhängen.
Zitat: 0:08
Republik und Despotismus: 0:14
Die architektonische Herleitung der Regierungsformen: 13:47
1) In der Republik sind alle Menschen frei: 30:19
- Der Staat, der die Menschen beglücken will, ist despotisch: 41:09
2) In der Republik sind alle Untertanen gleich vor dem Gesetz: 58:47
- Die republikanische Gleichheit ist Gleichheit des Zwangs durch das Gesetz: 1:15:33
- Der Gesetzgeber steht über dem Gesetz und muss daher untadelhaft sein: 1:29:45
3) In der Republik sind alle selbstständigen Bürger brüderlich als Gesetzgeber vereinigt: 1:41:40
- Wahlrecht: 2:13:02
Was die Republik ausmacht: 2:49:10
Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit: 2:58:10
Die Republik nach den vier Titeln der Kategorientafel: 3:10:57
Es kommt auf die Regierungsform an, nicht die Herrschaftsform: 3:22:44
Die Dauerhaftigkeit der Republik soll durch die Verfassung garantiert sein: 3:30:52
Dank: 3:40:15
Den Republikanismus und seine drei Prinzipien beschreibt Kant in seinen Aufsätzen Zum ewigen Frieden: https://korpora.org/kant/aa08/341.html und Über den Gemeinspruch: Das mag in der Theorie richtig sein, taugt aber nicht für die Praxis: https://korpora.org/kant/aa08/273.html sowie den Vorarbeiten zu beiden Texten: https://korpora.org/kant/aa23/153.html & https://korpora.org/kant/aa23/125.html zudem in seinem handschriftlichen Nachlass zur Anthropologie: https://korpora.org/kant/aa15/ und zur Rechtsphilosophie: https://korpora.org/kant/aa19/443.html.
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 21 Feb 2026 - 3h 40min - 83 - Kants Philosophie - Gewaltenteilung und Souveränität
Kant tritt ein für die vor ihm schon von Montesquieu vorgeschlagene Teilung in legislative, exekutive und judikative Gewalt. Dabei ist nach ihm aber die Legislativgewalt souverän: Jeder Untertan des Staates, auch die beiden anderen Gewalten stehen unter dem Gesetz, das bestimmt, was Recht und Unrecht ist. Der Gesetzgeber selbst aber kann unmöglich unter dem Gesetz stehen, das ja durch ihn erst gegeben wird. Eben darum muss er untadelhaft und gleichsam der Repräsentant Gottes auf Erden sein und darf kein Unrecht tun können, weil man ihn für dieses nicht zur Rechenschaft ziehen könnte. Erreichen will Kant dies eben mittels der Gewaltenteilung: Der Souverän soll den Staat beherrschen, aber nicht regieren.
Zitat: 0:08
Gewaltenteilung bei Kant und ihre Herleitung aus der Vernunft: 0:33
Das Gewaltmonopol des Staates: 9:18
Der Gesetzgeber ist der Souverän: 20:13
Die Souveränität der Legislative und die Gefahr des Despotismus als Problem der Rechtsphilosophie: 7:18
Lösung: Der Souverän soll religiös sein: 48:41
Lösung: Strikte Gewaltenteilung zwischen Legislative und Exekutive: 55:16
Dank: 1:37:19
Über die Gewaltenteilung und die Rolle des Oberherrn im Staat spricht Kant im zweiten Abschnitt von Über den Gemeinspruch: Das mag in der Theorie richtig sein, taugt aber nicht für die Praxis: https://korpora.org/kant/aa08/289.html sowie in den Vorarbeiten zum selben Werk: https://korpora.org/kant/aa23/125.html. Zum Verständnis dieses Themas sollte man unbedingt auch seinen handschriftlichen Nachlass zur Rechtsphilosophie: https://korpora.org/kant/aa19/443.html und seine Vorlesungen zur Rechtsphilosophie: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0027kant_s1s1/mode/2up lesen
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 14 Feb 2026 - 1h 37min - 82 - Kants Philosophie - Der Unterschied von herrschen und regieren
Wichtig für Kants Denken, wenn auch oft übersehen, ist seine Unterscheidung von herrschen und regieren: von blindem willkürlichen Befehlen, was geschehen soll, und verständigem Lenken und dirigieren, wie etwas geschehe. Dabei ist für ihn das Regieren wichtiger als das Herrschen. So wie der Komponist das Orchester beherrscht und seine Noten diesem gleichsam das Gesetz sind, so wird es doch vom Dirigenten regiert und kann dieser durch sein Dirigieren ein Stück sehr auf- oder abwerten.
Zitat: 0:08
Herrschen und regieren: 0:38
Das Regieren ist wichtiger und schwieriger als das Herrschen: 25:45
Die fruchtbare Anwendbarkeit der Unterscheidung von herrschen und regieren: 37:15
Herrschaft und Regierung im Staat: 50:54
Kants Begriffe als Bereicherung des heute oft primitiven politischen Denkens: 1:05:47
Dank: 1:20:51
Den Unterschied von herrschen und regieren entwickelt Kant in keinem Werk oder Kapitel ausführlich, sondern er kommt auf ihn immer wieder an verstreuten Stellen in seinen rechtsphilosophischen und anthropologischen Texten zu sprechen. Man lese hierzu vor allem Zum ewigen Frieden: https://korpora.org/kant/aa08/341.html, den zweiten Abschnitt des Streits der Fakultäten: https://korpora.org/kant/aa07/077.html, die Anthropologie in pragmatischer Hinsicht: https://korpora.org/kant/aa07/117.html sowie die Vorlesungen über Anthropologie: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_a3n3 | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_j8c0.
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 07 Feb 2026 - 1h 21min - 81 - Kants Philosophie - Strafrecht
Das Strafrecht macht einen wichtigen Teil der Rechtslehre aus. Umso misslicher ist, dass es bei Kant ganz misslungen ist: Er tritt für ein Vergeltungsstrafrecht ein, das die durch das Verbrechen verletzte Gerechtigkeit wieder herstellen soll. Dabei verliert er die eigentliche Aufgabe des Rechts aus den Augen: Die Freiheit der Menschen zu sichern.
Zitat: 0:08
Kants Strafrecht ist unbrauchbar: 0:42
Die Strafe soll nicht willkürlich, sondern notwendig sein: 8:55
Die Anwendung von Kants Strafrecht: 15:05
Strafe darf auch, aber nie nur pragmatische Strafe sein: 17:54
Kritik an Kants Strafrecht: 27:55
- Kant wendet sein eigenes Prinzip nicht konsequent an: 35:19
- Kant will die Menschenwürde des Bestraften und des Strafenden wahren, tut dies aber nicht: 40:12
- Kant vermischt Ethik und Recht: 53:46
Dank: 1:13:23
Auch im Mittelalter mochte ein gesunder Mensch nicht Henker sein: https://youtu.be/c8mHU5QDpS8?si=PNIOb1xdT0Qi0_fW.
Das Strafrecht behandelt Kant vornehmlich in seiner Metaphysik der Sitten: https://korpora.org/kant/aa06/331.html.
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 31 Jan 2026 - 1h 13min - 80 - Kants Philosophie - Die Aufgabe des Staates & warum er die Grundressourcen besitzen muss
Das Recht hat zu seinem Gegenstand das Mein und Dein, sowohl das angeborene als auch das erworbene Eigentum. Im Naturzustand aber ist alles erworbene Eigentum nur provisorisch und es gibt keine Garantie, dass andere das Meine als das Meine achten werden. Eben deshalb bedarf es des Staates: Dessen Aufgabe besteht darin, jedem das Seine zu geben, also jedem sein Eigentum zu garantieren. Dies verlangt aber, dass der Staat selbst mit seinen Gesetzen und seiner Verfassung erhalten bleibe und souverän sei. Und deshalb muss das, was zum Bestehen des Ganzen notwendig ist, auch Eigentum dieses Ganzen sein und darf niemals einem Einzelnen gehören.
Zitat: 0:08
Die Aufgabe des Staates ist der Schutz des Eigentums: 1:05
Der Antietatismus der Unaufgeklärten: 8:52
Die Substanz des Staates darf nicht Eigentum einzelner Bürger sein: 38:29
Die Implikationen von Kants Staatslehre für die ökologische Krise der Gegenwart: 1:02:26
Dank: 1:18:21
Über die Rolle des Staates mag man vor allem Kants Metaphysik der Sitten: https://korpora.org/kant/aa06/203.html, die Vorarbeiten zur Metaphysik der Sitten: https://korpora.org/kant/aa23/207.html und den handschriftlichen Nachlass zur Rechtsphilosophie: https://korpora.org/kant/aa19/443.html lesen.
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 24 Jan 2026 - 1h 18min - 79 - Kants Philosophie - Moralische vs pragmatische Politik
Alles Handeln folgt nach Kant entweder dem Prinzip der Moral oder dem der Glückseligkeit. Dies gilt auch für das politische Handeln und also dient die Politik entweder der Verwirklichung des Rechts, wie es von der Vernunft gefordert wird, oder sie dient dem allgemeinen Wohlstand. Genau hierum dreht sich nach Kant der Streit der philosophischen Fakultät mit der juristischen. Nach ihm darf Politik zwar klug und also auf Vorteil bedacht sein, aber nur im Rahmen und nicht auf Kosten des Rechts.
Zitat: 0:08
Das metaphysische Staatsrecht: 0:16
Politik als ausübende Rechtslehre: 24:31
Staatsrecht und Staatsklugheit: 35:07
Der Streit der Fakultäten: 49:41
Die gegenwärtige Ideologie verlangt Pragmatismus und verwirft jeden Idealismus: 1:11:26
Was uns als klug verkauft wird in der Politik, ist es gar nicht: 1:29:43
Die selbstsüchtige Politik der Liberalen ist Schuld am Aufstieg der Rechten: 1:35:40
Kluge Politik hat ihren Platz im Rahmen und Dienste der rechtlichen: 1:44:45
Dank: 1:58:03
Über die Rolle der Politik und ihr Verhältnis zu Recht und Klugheit spricht Kant immer wieder an verstreuten Stellen seiner moralischen und anthropologischen Schriften, vor allem in seinen Aufsätzen Über den Gemeinspruch: Das mag in der Theorie richtig sein, taugt aber nicht für die Praxis: https://korpora.org/kant/aa08/273.html und Zum ewigen Frieden: https://korpora.org/kant/aa08/341.html sowie in seinem handschriftlichen Nachlass zur Moralphilosophie: https://korpora.org/kant/aa19/.
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 17 Jan 2026 - 1h 58min - 78 - Kants Philosophie - Was ist Gerechtigkeit?
Der Gegenstand des Rechts ist das Mein und Dein, sei es, im Falle angeborener Rechte, das von Geburt her Meine, oder, im Falle erworbener Rechte, das, was zu irgendeinem Zeitpunkt das Meine geworden ist. Im Naturzustand, wenn es keinen Staat und kein Gesetz gibt, lautet der Rechtsgrundsatz: neminem leadere, verletze niemanden, d. h. lasse jedem das Seine, und dies ist der Grundsatz einer kommutativen Gerechtigkeit. Aber es herrscht hier keine Einigkeit darüber, was Mein, was Dein ist, daher ist der Naturzustand ein beständiger Kriegszustand. Ewigen Frieden kann nur das öffentliche Recht bringen: Ein Vertrag, der jedem das Seine als das Seine zuweist und zusichert. Dies ist eine distributive Gerechtigkeit, die nach dem Grundsatz verfährt: suum cuique tribue, gib jedem das Seine. Gerecht kann demnach nur sein, was in einem solchen Gesellschaftsvertrag, dem jeder zustimmen könnte, vorkommen könnte. Und dies kann durch ein Experiment der Vernunft ermittelt werden, nämlich durch die Frage, ob es die Öffentlichkeit vertrage.
Zitat: 0:08
Gerechtigkeit und damit Frieden sind nur durch ein öffentliches Recht möglich: 0:33
Der Staat braucht Gesetz, Gewalt und Freiheit: 6:38
Die Zustände, darin wenigstens ein wesenliches Element des Staates fehlt: 12:53
Die Analogie mit der Ethik: 24:47
Wilde Freiheit und Freiheit unter dem Gesetz: 33:52
Barbarei: 41:44
Gerechte Gesetze sind solche, denen in einem ursprünglichen Gesellschaftsvertrag jeder hätte zugestimmt haben können: 1:06:03
Die Maxime der Publizität im Recht: 1:39:13
Die Maxime der Publizität in der Ethik: 1:59:04
Dank: 2:24:55
Das Zusammenspiel von Freiheit, Gesetz und Gewalt behandelt Kant in seiner Anthropologie in pragmatischer Hinsicht: https://korpora.org/kant/aa07/330.html, seinen Vorlesungen über Anthropologie: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_a3n3 | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_j8c0 und seinem handschriftlichen Nachlass zur Anthropologie: https://korpora.org/kant/aa15/.
Die Maxime der Publizität taucht in seinen Schriften Über den Gemeinspruch: Das mag in der Theorie richtig sein, taugt aber nicht für die Praxis: https://korpora.org/kant/aa08/273.html, Zum ewigen Frieden: https://korpora.org/kant/aa08/381.html sowie in seinem handschriftlichen Nachlass zur Anthropologie: https://korpora.org/kant/aa15/ und seinem handschriftlichen Nachlass zur Moralphilosophie: https://korpora.org/kant/aa19/ vor.
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 13 Dec 2025 - 2h 25min - 77 - Kants Philosophie - Warum es einen Staat geben muss und wann Krieg gerecht ist
Im Naturzustand, also ohne gemeinsame Gesetze, leben die Menschen in einem beständigen enigstens potenziellen Krieg miteinander. In diesem Zustand ist schon die bloße Anwesenheit eines anderen enschen eine Bedrohung, mehr als es die irgendeines wilden Tieres je sein könnte. Deshalb ist es Pflicht, aus dem Naturzustand in einen bürgerlichen Zustand zu treten, also durch Vertrag ein gemeinsames Gesetz zu errichten, das jedem das Seine zuweist und garantiert. Hierdurch schafft das öffentliche Recht einen ewigen Frieden zwischen den Menschen.
Zitat: 0:08
Der Naturzustand: 0:32
Der Naturzustand ist ein Kriegszustand, weshalb wir in den bürgerlichen Zustand übertreten müssen: 0:38
Das öffentliche Recht soll Gerechtigkeit und damit ewigen Frieden bringen: 23:29
Der Gesellschaftsvertrag setzt Wahrhaftigkeit voraus: 31:13
Die drei Grundsätze des Ulpian: 40:13
Honeste vive (lebe ehrbar): 45:00
Neminem leadere (niemandem schaden) & suum cuique tribue (gib jedem das Seine): 51:49Kants Lesemethode: 1:03:16
Der gerechte Krieg ist ein Krieg, um unter das Recht zu zwingen: 1:07:23
Austritt aus dem Gesellschaftsvertrag ist Unrecht: 1:34:52
Dank: 2:01:45
Ulpians Rechtsgrundsätze behandelt Kant an verschiedenen Stellen seiner Vorlesungen über Moralphilosophie: https://archive.org/details/kantsgesammeltes271imma/page/n5/mode/2up | https://archive.org/details/kantsgesammeltes272imma/page/n5/mode/2up | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0027kant_s1s1/page/n5/mode/2up sowie seines handschriftlichen Nachlasses zur Moralphilosophie: https://korpora.org/kant/aa19/. Vom öffentlichen Recht und dem Übergang in dieses handelt vor allem die Metaphysik der Sitten: https://korpora.org/kant/aa06/305.html. Auch ein Blick in die Vorarbeiten zur Metaphysik der Sitten ist lohnend: https://korpora.org/kant/aa23/207.html.
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 06 Dec 2025 - 2h 02min - 76 - Kants Philosophie - Die ursprüngliche Erwerbung: Theorie des Bodens und des rechtmäßigen Eigentums
Eines der wichtigsten Probleme, das die Rechtsphilosophie zu lösen hat, ist das der ursprünglichen Erwerbung: Wie kann eine herrenlose Sache der rechtmäßige Besitz eines bestimmten Menschen werden, von dessen Gebrauch er alle anderen ausschließen darf? Kant beantwortet dies durch seine Theorie des Bodens, die seiner gesamten Rechtsphilosophie zu Grunde liegt: Jeder hat ein ursprüngliches Recht auf ein Stück der Erde. Diese Theorie ist zwar unzureichend, aber dennoch fruchtbar.
Zitat: 0:08
Das Problem der ursprünglichen Erwerbung: 0:42
Jeder Mensch hat ein angeborenes äußeres Recht am Boden: 15:54
Alle Menschen befinden sich gemeinsam im ursprünglichen Gesamtbesitz des Bodens: 23:46
Alles andere Eigentum ist vom Eigentum an dem Stück Boden abzuleiten, auf dem es ursprünglich ergriffen wird: 36:45
Jeder kann so viel Boden rechtmäßig besitzen, wie er im Naturzustand verteidigen könnte: 42:25
Das Eigentum am Boden und die ursprüngliche Erwerbung bedürfen eines Rechtszustandes: 56:03
Kant als Anti-Malthus: 1:12:20
Kants Theorie schließt riesige Vermögensungleichheit aus: 1:34:41
Warum Kants Lösung des Problems der ursprünglichen Erwerbung unzureichend ist: 1:39:00
Die Theorie der ursprünglichen Erwerbung leitet vom Privatrecht zum öffentlichen Recht über: 1:51:53
Dank: 1:53:06
Die ursprüngliche Erwerbung und die Theorie des Bodens werden in der Rechtslehre in Kants Metaphysik der Sitten behandelt: https://www.korpora.org/Kant/aa06/203.html. Um sie vollends zu verstehen, empfiehlt sich aber, auch die Vorarbeiten zur Metaphysik der Sitten zu studieren: https://www.korpora.org/Kant/aa23/207.html.
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 29 Nov 2025 - 1h 53min - 75 - Kants Philosophie - Die verschiedenen Rechtsverhältnisse: Kategorien & Schematismus des Rechts
Das Recht dreht sich um das Mein und Dein, sein Grundsatz ist neminem leade, d. i. schade niemandem, Schaden fügt mir aber der zu, der das Meine nicht achtet. Nun gibt es angeborene und erworbene Rechte, je nachdem etwas von Geburt her das Meine ist wie mein Körper oder das Meine wird wie ein äußerer Besitz. Dass das von Geburt her Meine zu achten ist, liegt analytisch im Rechtsgrundsatz, wer es anrührt, schadet mir notwendig. Wer aber etwas außer mir anrührt, schadet mir nicht notwendig, sondern erst dann, wenn es als mit meiner Willkür verbunden, wenn es als mein intellektuelles Eigentum gedacht wird. Verbindungen aber können wir laut Kant auf zwölf Weisen denken, die er in seiner Kategorientafel beschreibt. Er leitet daher aus dieser eine Kategorientafel ab, die den Anspruch erhebt, alle möglichen Weisen des rechtlichen Besitzes zu beschreiben.
Zitat: 0:08
Die Kategorien des Rechts: 0:30
Die Kategorientafel des rechtlichen Besitzes erklärt: 22:27
I) Mathematische Kategorien: 24:19
1) Quantität: 24:37
2) Qualität: 31:29
II) Dynamische Kategorien: 38:47
3) Relation: 39:55
- Sachenrecht: 40:24
- Persönliches Recht: 53:22
- Auf dingliche Art persönliches Recht: 1:01:32
4) Modalität: 1:31:12
Der Zusammenhang der Rechtskategorien: 1:35:29
Der Schematismus der Erwerbung: 1:45:02
Kants juridischer Idealismus: 2:03:11
Dank: 2:07:50
Die Kategorien des rechtlichen Besitzes nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2025/11/Kategorien-des-rechtlichen-Besitzes-nach-Kant.jpg
Die drei Felder des Privatrechts - das Sachen-, das persönliche und das auf dingliche Art persönliche Recht - behandelt Kant in seiner Metaphysik der Sitten: https://www.korpora.org/Kant/aa06/260.html.
Wer die Rechtskategorien und den Schematismus der Erwerbung überhaupt durchdringen will, sollte aber unbedingt die Vorarbeiten zur Metaphysik der Sitten studieren: https://www.korpora.org/Kant/aa23/.
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 22 Nov 2025 - 2h 08min - 74 - Kants Philosophie - Angeborene & erworbene Rechte oder: Warum es Eigentum geben muss
Das Privatrecht fordert nach Kant die Einschränkung von jedermanns Willkür so weit, wie es nötig ist, damit neben ihr die Willkür jedes anderen bestehen kann. Alles Recht dreht sich also um die Erhaltung der Freiheit. Und daher dreht es sich um das, was Kant das Mein und Dein nennt: um das Eigentum. Hier unterscheidet Kant angeborene und erworbene Rechte, also Rechte an dem, was von Geburt her, und an dem, was durch Erwerbung das Meine ist. Das angeborene Menschenrecht ist das Recht an der eigenen Freiheit. Die eigentliche Aufgabe der Rechtsphilosophie besteht aber in der Lösung der Frage, wie man ein Recht erwerben kann, also wie Eigentum möglich ist.
Zitat: 0:08
Privatrecht: 0:29
Angeborene Rechte: 10:34
Erworbene Rechte: 17:55
Temporäre Erwerbung durch physische Inhabung: 21:21
Warum es Eigentum geben muss: 30:34
Die verkehrte Kritik an Kants Formalismus: 42:21
Der Parallelismus der Rechtsphilosophie mit der theoretischen Philosophie: 58:34
Die Dialektik des Rechts und ihre Lösung durch juridischen Idealismus: 1:02:47
Eigentum verpflichtet: 1:30:48
Beschluss: 1:43:26
Dank: 1:47:54
Das Privatrecht und den juridischen Idealismus bespricht Kant in seiner Metaphysik der Sitten: https://www.korpora.org/Kant/aa06/243.html. Zur Ergänzung und zum besseren Verständnis sollte man auch seine Vorarbeiten zur Metaphysik der Sitten lesen: https://www.korpora.org/Kant/aa23/.
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 15 Nov 2025 - 1h 48min - 73 - Kants Philosophie - Was ist das Recht und was unterscheidet es von der Ethik?
Die Moralphilosophie zerfällt nach Kant in zwei Wissenschaften: Die Ethik und das Recht. Metaphysik der Sitten überhaupt ist Pflichtenlehre, Ethik und Recht handeln also beide von Pflichten der Menschen. Das Recht hat es aber nur mit denjenigen Pflichten zu tun, zu deren Einhaltung andere Menschen ein Recht haben, einen Mitmenschen zu zwingen. Zwingen kann man aber nur zu äußeren Handlungen, nicht zu Gesinnungen. Während die Ethik den guten Willen als Quelle der guten Taten verlangt, kommt es dem Recht daher nur auf die Handlungen selbst an, es fragt nicht, ob der Mensch innerlich gut oder böse ist.
Zitat: 0:08
Der Platz des Rechts in der Architektonik von Kants System: 0:57
Der Unterschied von Recht und Ethik: 9:38
Das Recht hat es nur mit engen Pflichten gegen andere zu tun: 21:47
Ethik befasst sich mit dem Willen, Recht nur mit der Willkür: 36:56
Die verschiedenen Arten des Rechts: 54:11
Kants ungenügende Scheidung von Recht und Ethik und die hieraus sich ergebenden Probleme: 1:13:27
Dank: 1:30:28
Übersicht über die Philosophie nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/05/Philosophie-nach-Kant.jpg
Übersicht über die Metaphysik nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/05/Metaphysik-nach-Kant-scaled.jpg
Die Unterscheidung von Ethik und Recht erläutert Kant in seiner Metaphysik der Sitten: https://www.korpora.org/Kant/aa06/218.html.
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 08 Nov 2025 - 1h 30min - 72 - Kants Philosophie - Was ist Gewissenhaftigkeit?
Die gesamte Moral steht und fällt mit der Gewissenhaftigkeit. Wer kein Gewissen hat, kann das moralische Gesetz zum Schein sogar annehmen, aber dann jederzeit gegen es verstoßen, ohne es sich einzugestehen. Gewissenhaftigkeit ist aber für Kant nichts anderes als wahre Religiosität: Handeln, als ob man sich vor einem allsehenden, heiligen Gotte zu verantworten hätte. Und deshalb handelt gewissenhaft nur, wer sich so sicher ist, kein Unrecht zu tun, dass er seine ewige Seligkeit darauf verwetten würde.
Zitat: 0:08
Es gibt eine Pflicht zur beständigen moralischen Selbstprüfung: 1:30
Was das Gewissen ist: 7:51
Der Vernunftmensch richtet den vernunftbegabten Sinnenmenschen: 11:58
Gewissenhaftigkeit: 22:14
Der moralische Probabilismus ist gewissenlos: 31:24
Das Experiment der Wette: 43:40
Die meisten Menschen sind gänzlich gewissenlos: 56:34
Der Gewissenhafte muss den Konsequentialismus ablehnen: 1:52:32
Gewissenhaftigkeit ist Religion: 1:55:38
Gewissenhaftigkeit setzt Wahrhaftigkeit voraus: 1:57:46
Das Experiment der Wette lässt uns auch den Grad unserer theoretischen Überzeugung ermitteln: 2:04:00
Der Philosoph muss gewissenhaft und von Wahrheitsliebe bestimmt sein: 2:38:12
Dank: 2:46:39
Eine kurze Erklärung des Gewissens findet sich in der Metaphysik der Sitten: https://korpora.org/kant/aa06/400.html. Zur Ergänzung empfehle ich, Kants Bemerkungen in seinem handschriftlichen Nachlass zur Moralphilosophie: https://korpora.org/kant/aa19/ sowie seine Vorlesungen über Moralphilosophie zu lesen: https://www.archive.org/details/kantsgesammeltes271imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes272imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0027kant_s1s1/mode/2up.
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 04 Oct 2025 - 2h 47min - 71 - Kants Philosophie - Warum lügen unmoralisch ist, selbst wenn man damit ein Leben rettet
Kant ist berühmt dafür, das Lügen entschieden abzulehnen. Oft wird er dafür kritisiert, nicht einmal Notlügen zur Rettung eines Menschenlebens zuzulassen. Aber die Kritik verrät mehr über die Kritiker - über ihr oberflächliches Verständnis von Kant und über ihre eigene fehlende Moralität - als über ihn. Eine Moral, die nicht das Gebot der Wahrhaftigkeit zu ihrem Fundament hat, ist keine Moral.
Zitat: 0:08
Es gibt bei Kant ein Gebot zur Wahrhaftigkeit: 1:03
Kant verlangt weder Offenherzigkeit noch Wahrheit noch ist er pedantisch: 5:38
Das Lügenverbot ist ein Verbot des Konsequentialismus: 17:20
Was für eine Art von Pflicht die Pflicht zur Wahrhaftigkeit ist: 31:00
- Es handelt sich um eine Rechtspflicht: 32:09
- Es handelt sich um eine Pflicht gegen sich selbst: 47:50
Das Lügenverbot wird abgelehnt, weil es Menschen gar nicht um Moral geht und sie gar nicht fragen, ob eine Handlung gut oder böse ist, sondern nur, was sie nützt: 1:02:02
Ohne die Lüge könnten die Menschen kaum böse sein: 1:15:08
Die Lüge ist das radikale Böse im Menschen: 1:29:10
Redlichkeit ist die einzige menschenmögliche moralische Vollkommenheit: 1:42:19
Die Wahrhaftigkeit ist auch Voraussetzung der Gewissenhaftigkeit und des Gesellschaftsvertrags: 1:46:45
Dank: 1:51:12
Warum man unter keinen Umständen lügen darf, bespricht Kant in seinem Aufsatz Über ein vermeintes Recht aus Menschenliebe zu lügen: https://korpora.org/kant/aa08/423.html. Für ein tieferes Verständnis empfiehlt sich aber, auch die verstreuten Bemerkungen in seinem handschriftlichen Nachlass zur Moralphilosophie: https://korpora.org/kant/aa19/ sowie in seinen Vorlesungen über Moralphilosophie: https://www.archive.org/details/kantsgesammeltes271imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes272imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0027kant_s1s1/mode/2up zu studieren.
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 27 Sep 2025 - 1h 51min - 70 - Kants Philosophie - Das gute Beispiel in der Moral oder: Warum wir Helden und Heilige brauchen
Man soll sich an anderen Menschen in der Moral kein Beispiel nehmen, sondern sich nach dem moralischen Gesetz selbst ausrichten. Aber doch ist das gute Beispiel wichtig: An einem guten Menschen sehen wir zwar nicht, wie wir uns verhalten sollen, aber wir sehen an ihm, dass wir uns verhalten können, wie wir sollen.
Zitat: 0:08
Das Richtmaß der Moralität soll das Gesetz selbst sein, nicht andere Menschen: 1:24
Der gute Mensch dient als Beispiel der Tunlichkeit des moralischen Gesetzes: 13:23
Die Rolle von Jesus in Kants Denken: 22:50
Den Umgang mit Schlechten soll man meiden: 32:17
Man soll anderen ein Beispiel der Moralität geben: 47:33
Über die Unzulänglichkeiten und Fehler der Menschen soll man den Schleier der Menschenliebe legen: 53:31
Man soll nicht versuchen, noch am Guten das Schlechte zu entdecken: 1:08:07
Eigendünkel und Mutlosigkeit als die beiden Klippen der Moral und Rigorismus und Religion als ihre Gegenmittel: 1:16:08
Die emotionale Pest: 1:20:02
Dank: 1:40:43
Über die Rolle von Richtmaß und Beispiel in der Moral spricht Kant immer wieder in seinen Vorlesungen zur Moralphilosophie: https://www.archive.org/details/kantsgesammeltes271imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes272imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0027kant_s1s1/mode/2up.
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 20 Sep 2025 - 1h 41min - 69 - Kants Philosophie - Die vier Arten moralischer Pflichten und Freiheit als ihr Prinzip
Kant unterscheidet vier Arten moralischer Pflichten: Die Pflichten, die Rechte anderer Menschen und der Menschheit in sich selbst zu achten, und die Pflichten, die Zwecke anderer Menschen und der Menschheit in sich selbst zu befördern. Ihm geht es dabei in der Moral nicht wie anderen um Leidvermeidung und Glücksmaximierung, sondern um Freiheit: Die moralische Pflicht besteht darin, die Freiheit zu erhalten und zu befördern.
Zitat: 0:08
Die vier Arten der Pflicht und die goldene Regel: 1:10
Rechtspflichten gegen sich selbst: 14:12
Tugendpflichten gegen sich selbst: 33:07
Rechtspflichten gegen andere: 1:14:06
Tugendpflichten gegen andere: 1:16:05
Fazit: 1:32:03
Das moralische Verhältnis zwischen Gott und Menschen: 1:33:36
Dank: 1:38:28
Über die konkreten Pflichten schreibt Kant vor allem in seiner Metaphysik der Sitten: http://korpora.org/kant/aa06/203.html. Es empfiehlt sich unbedingt, auch und gerade die teils ausführlicheren und erhellenderen Vorlesungen zur Moralphilosophie zu lesen: https://www.archive.org/details/kantsgesammeltes271imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes272imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0027kant_s1s1/mode/2up.Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 13 Sep 2025 - 1h 38min - 68 - Kants Philosophie - Die Moral der Achtung und der Liebe: Vollkommene und unvollkommene Pflichten
Alle moralischen Pflichten, sie seien nun solche gegen andere Menschen oder gegen sich selbst, lassen sich nach Kant in Pflichten im engen und im weiten Sinne einteilen. Die ersteren sind Pflichten zur Achtung von Rechten, die anderen sind Pflichten der tätigen Nächstenliebe und haben die Beförderung von Zwecken zum Inhalt.
Zitat: 0:08
Enge und weite Pflichten: 0:36
Im Konfliktfall sind stets zuerst die engen Pflichten zu erfüllen: 12:32
Die Bestimmung von engen und weiten Pflichten nach dem kategorischen Imperativ: 34:30
Rechtspflichten und Liebespflichten: 54:54
Achtung, Liebe und Humanität: 59:55
Die moralisch gebotene Nächstenliebe kann nur Liebe des Wohlwollens, nicht Liebe des Wohlgefallens sein: 1:11:01
Schuldigkeit und Gütigkeit: 1:30:35
Güte sollte nach Möglichkeit betrachtet werden, als täte man nur seine Schuldigkeit: 2:02:26
Dank: 2:24:11
Über die konkreten Pflichten schreibt Kant vor allem in seiner Metaphysik der Sitten: http://korpora.org/kant/aa06/203.html. Es empfiehlt sich unbedingt, auch und gerade die teils ausführlicheren und erhellenderen Vorlesungen zur Moralphilosophie zu lesen: https://www.archive.org/details/kantsgesammeltes271imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes272imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0027kant_s1s1/mode/2up.
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 06 Sep 2025 - 2h 24min - 67 - Kants Philosophie - Die moralischen Pflichten gegen sich selbst
Das moralische Gesetz legt uns nicht nur Pflichten gegen unsere Mitmenschen auf, sondern auch Pflichten gegen uns selbst, nämlich gegen die Menschheit in uns, derer wir uns würdig verhalten sollen. Und diese Pflichten machen für Kant den wichtigsten Teil der Moral aus. Wer sich selbst nicht achtet und ehrt, der kann die Menschheit auch in anderen nicht achten und ehren.
Zitat: 0:08
Die Pflichten gegen sich selbst: 0:13
Die Pflichten gegen sich selbst nach der Kategorientafel: 16:27
Pflichten gegen sich selbst sind heute ein unzeitgemäßer Gedanke: 42:50
Warum unser Zeitalter nichts von Pflichten gegen sich selbst wissen will: 49:02
Pflichten gegen sich selbst sind Pflichten gegen die Menschheit in sich: 1:09:05
Pflichten gegen sich selbst sind Pflichten zur Achtung der eigenen Menschenwürde: 1:20:00
Pflichten gegen sich selbst sind Pflichten zur Wahrung und Erweiterung der eigenen Freiheit: 1:30:53
Vieles, was die meisten nicht für eine moralische Frage oder nur für eine Frage der Pflichten gegen andere ist, gehört unter die Pflichten gegen sich selbst: 1:40:11
Die meisten haben etwas, aber nicht genug Sinn für ihre Würde: 1:51:26
Selbstachtung und Achtung anderer hängen notwendig zusammen: 2:04:05
Ein würdevolles Leben ist auch ein seliges Leben: 2:17:01
Dank: 2:33:08
Über die konkreten Pflichten schreibt Kant vor allem in seiner Metaphysik der Sitten: http://korpora.org/kant/aa06/203.html. Es empfiehlt sich unbedingt, auch und gerade die teils ausführlicheren und erhellenderen Vorlesungen zur Moralphilosophie zu lesen: https://www.archive.org/details/kantsgesammeltes271imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes272imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0027kant_s1s1/mode/2up.
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewerhttps://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 02 Aug 2025 - 2h 33min - 66 - Kants Philosophie - Die moralischen Pflichten gegen andere
Den einen Teil der moralischen Pflichten machen laut Kant die Pflichten aus, die wir gegen andere Menschen haben - gegen Menschen, nicht gegen Tiere oder Geister oder andere Wesen -; es sind nicht Pflichten zur Leidvermeidung oder Glücksförderung, sondern es sind Pflichten, die Freiheit der Menschen zu achten und zu befördern.
Zitat: 0:08
Die Ableitung der einzelnen Pflichten aus dem moralischen Gesetz bei Kant: 1:14
Die Einteilung der moralischen Pflichten: 14:10
Wir haben lediglich gegenüber Menschen moralische Pflichten: 16:20
Welche Pflichten wir gegen andere haben: 23:49
Pflichten gegen andere haben nicht ihr Glück, sondern ihre Freiheit zum Gegenstand: 26:39
Es ist Pflicht, sich durch eigene, nützliche Arbeit zu versorgen, statt zu schmarotzen: 36:28
Es ist Pflicht, den Gebrauch der Weltüter so einzuschränken, dass auch andere sie gebrauchen können: 52:50
Dank: 1:28:32
Über die konkreten Pflichten schreibt Kant vor allem in seiner Metaphysik der Sitten: http://korpora.org/kant/aa06/203.html. Es empfiehlt sich unbedingt, auch und gerade die teils ausführlicheren und erhellenderen Vorlesungen zur Moralphilosophie zu lesen: https://www.archive.org/details/kantsgesammeltes271imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes272imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0027kant_s1s1/mode/2up.
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 26 Jul 2025 - 1h 28min - 65 - Kants Philosophie - Das Ideal der Heiligkeit
Ein jedes vernünftiges Wesen trägt in sich das Ideal der Gott wohlgefälligen Menschheit, die Vorstellung eines vollkommenen heiligen Menschen. Diesem Ideal sollen wir nachstreben, an ihm sollen wir uns messen. Zwar mag niemand es in der Endlichkeit erreichen können, aber dies darf nach Kant kein Argument sein, das Ideal selbst zu verwerfen und nicht nach ihm zu streben.
Zitat: 0:08
Der moralische Rigorismus: 0:22
Das Ideal der Gott wohlgefälligen Menschheit: 3:34
Die vier Ideale der antiken praktischen Philosophie: 11:22
Das Ideal der Heiligkeit macht demütig: 20:28
Das Ideal der Heiligkeit dient als Muster der Hervorbringung und Beurteilung: 34:08
Der intelligible Charakter des Menschen ist schwarz oder weiß, der empirische kann grau sein: 56:30
Der gute Wille äußert sich nicht als guter, aber als sich stetig bessernder empirischer Charakter: 1:22:53
Unsere Denkungsart soll und kann dem Ideal der Heiligkeit entsprechen, selbst wenn es die Sinnesart nicht tut: 1:27:26
Dank: 1:33:44
Von den verschiedenen Idealen der praktischen Philosophie schreibt Kant in seinem handschriftlichen Nachlass zur Moralphilosophie: http://korpora.org/kant/aa19/. Außerdem behandelt er sie in seinen Vorlesungen zur Moralphilosophie: https://www.archive.org/details/kantsgesammeltes271imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes272imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0027kant_s1s1/mode/2up.
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 19 Jul 2025 - 1h 34min - 64 - Kants Philosophie - Ist Kants Moral zu streng und unrealistisch?
Kant wird oft sein moralischer Rigorismus vorgeworfen. Seine Moral, heißt es häufig, sei zu strikt, lasse zu wenig Spielraum, ihr könne kein Mensch genügen und sie tauge daher nicht für die Praxis. Diese Vorwürfe sind aber oft unredlich, die Kritiker Kants mögen vorgeben, seiner Moral nicht folgen zu können, die Wahrheit ist aber, dass sie es schlicht nicht wollen. Seine Moral scheint ihnen deshalb zu strikt, weil sie sie nicht unmoralisch bleiben lässt.
Zitat: 0:00
In der Moral gibt es nur die Positionen des Latitudinarismus und des Rigorismus: 0:37
Kants moralischer Rigorismus wird häufig kritisiert: 8:29
Man sollte die instinktive und zeitgemäße Ablehnung des Rigorismus überwinden und sich auf die Argumente für ihn einlassen: 17:14
Man sollte kritisch reflektieren, was einen am Rigorismus wirklich stört: 23:38
Die Kritiker von Kants Moral wollen schlicht nicht moralisch sein, sondern nur ihren Vorteil verfolgen: 32:52
Das aufgeklärte Denken des Philosophen abstrahiert vom Sinnlich-Zufälligen und erfasst das Gesetz dahinter: 1:00:35
Jeder Mensch muss entweder nach der Maxime leben, dass das Recht der Welt oder dass die Welt dem Recht zu opfern ist: 1:05:09
Der Rigorismus macht die Rechtschaffenheit demütig und verhindert Selbstgerechtigkeit: 1:12:13
Man darf nicht das Gute wegen einer Erfahrung für unmöglich erklären, die nur existiert, weil man das Böse getan hat: 1:18:50
Erfahrung darf nicht die Metaphysik der Sitten verfälschen, ist aber für die moralische Anthropologie wichtig: 1:49:55
Ideen sollen praktisch sein und wer ihnen durch Klügelei ihre Kraft nimmt, ist schuld am Übel der Welt: 1:54:16
Dank: 2:01:27
Über Rigorismus und Latitudinarismus spricht Kant wiederholt in seinen Vorlesungen zur Moralphilosophie: https://www.archive.org/details/kantsgesammeltes271imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes272imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0027kant_s1s1/mode/2up. Mit der Kritik am Rigorismus setzt er sich außerdem in Über den Gemeinspruch: Das mag in der Theorie richtig sein, taugt aber nicht für die Praxis auseinander: http://korpora.org/kant/aa08/273.html.
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 12 Jul 2025 - 2h 02min - 63 - Kants Philosophie - Das radikale Böse
Das Böse ist für Kant mehr als nur ein Mangel des Guten. Es kann nicht dadurch erklärt werden, dass die sinnlichen Antriebe im Menschen schlicht stärker sind als die Vernunft, vielmehr muss der, der lieber diesen als dem moralischen Gesetz folgt, sich bereits entschieden haben, ihnen mehr Einfluss auf sein Handeln einzuräumen als dem Gedanken der Pflicht. Den Hang hierzu, den jeder Mensch, selbst der tugendhafte und weise, in sich trägt, nennt Kant ein radikales Böses in der menschlichen Natur. Und ohne dessen Erkenntnis kann keine Theorie eine wahrhafte Moralphilosophie sein.
Zitat: 0:08
Das Böse: 1:06
Menschen sind nicht böse aus bösem Willen: 7:02
Menschen sind nicht böse wegen der Übermacht ihrer Sinnlichkeit: 18:07
Das radikale Böse im Menschen: 32:13
Jeder hat einen Hang, wenn auch nicht zwingend eine Begierde oder Neigung zum Bösen: 55:20
Der Mensch ist von Natur weder gut noch böse, sondern gar kein moralisches Wesen, aber er hat einen Hang zum Bösen und eine Anlage zum Guten: 1:11:19
Die drei Arten des radikalen Bösen: 1:20:54
Falschheit als Wurzel des Bösen: 1:30:41
Wegen des Hangs zum Bösen kann der Mensch nur durch Tugend gut sein: 1:57:29
Dank: 2:15:36
Über das radikale Böse spricht Kant vornehmlich im ersten Stück seiner Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft: http://korpora.org/kant/aa06/017.html. Zum vollen Verständnis sei aber dringend empfohlen, zur Ergänzung auch seinen handschriftlichen Nachlass zur Anthropologie: http://korpora.org/kant/aa15/ und vor allem zur Religionsphilosophie: http://korpora.org/kant/aa19/615.html zu studieren.
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 05 Jul 2025 - 2h 16min - 62 - Kants Philosophie - Das moralische Gefühl: Achtung
Beruht die Moralität auf vernünftiger Einsicht, wie der Rationalismus lehrt, oder auf einem moralischen Gefühl, wie es moralische Empiristen vertreten? Kant ist Rationalist: Nach ihm ist es die Vernunft, die sich selbst ein Gesetz auferlegt und durch die wir erkennen, was moralisch ge- oder verboten ist. Aber dennoch hat das moralische Gefühl, nämlich das Gefühl der Achtung, in seiner Moralphilosophie eine zentrale Stellung: Denn nur durch die Achtung, die wir vor dem Gesetz und unserer eigenen freien, autonomen Natur als Vernunftwesen verspüren, werden wir dazu getrieben, das als Moralisch Erkannte auch tatsächlich zu tun.
Zitat: 0:08
Es ist nicht genug, dass die Willkür gesetzmäßige Handlungen auswähle, sie muss sie auch aus dem rechten Grund wählen: 0:40
Die Willkür trifft ihre Wahl aufgrund von Gefühlen, die als Triebfedern fungieren: 7:22
Die moral sense-Theorie: 16:17
Das moralische Gefühl ist nicht die Richtschnur, aber die Triebfeder der Moral: 21:16
Es gibt ein moralisches Gefühl, keinen moralischen Sinn: 49:23
Das Sentiment als eine Art von moralischem Sinn: 58:22
Kants teilnehmende Verbindung von moralischem Rationalismus und Empirismus: 1:06:25
Pathologisches und praktisches Gefühl: 1:10:45
Der Böse kennt das praktische moralische Gefühl nicht und hält es für pathologisch: 1:31:36
Das moralische Gefühl ist seiner Qualität nach sinnlich, seinem Ursprunge nach übersinnlich: 1:36:59
Wie das Gefühl der Achtung zustandekommt: 1:44:09
Beispiel: 2:05:59
Die Rolle des Gefühls der Achtung in der Moral: 2:13:16
Kants Inkonsequenz: 2:19:36
Achtung für Personen ist eigentlich Achtung fürs moralische Gesetz: 2:24:04
Dank: 2:26:38
Am ausführlichsten schreibt Kant über das Gefühl der Achtung und vor allem seinen Ursprung im Hauptstück über die Triebfedern der praktischen Vernunft in der Kritik der praktischen Vernunft: http://korpora.org/kant/aa05/071.html.
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 28 Jun 2025 - 2h 27min - 61 - Kants Philosophie - In der Moral kommt es nicht auf die Konsequenzen unserer Handlungen an
Kant zeigt auf, dass es in der Moral nur auf den guten Willen ankommt. Zwar ist Wille mehr als Absicht und aus echtem guten Willen werden immer entsprechende Taten hervorgehen, aber Moral besteht nicht darin, die vermeintlich besten Konsequenzen auszukalkulieren und seine Handlungen vom erwarteten Ergebnis abhängig zu machen. Dieser Konsequentialismus ist vielmehr ein Haupthindernis der Moral.
Zitat: 0:08
Kants Moralphilosophie lehnt jeden Konsequentialismus ab: 0:22
Zu Ende gedachter Konsequentialismus ist absurd und totalitär: 8:11
In der Politik wird stets das Unrecht konsequentialistisch damit gerechtfertigt, dass das Recht Unglück bringen würde: 17:07
Es gibt in der Moral keine Bagatellen: 29:14
Viele böse Handlungen werden konsequentialistisch damit gerechtfertigt, dass nichts sich bessern würde, wenn sie unterblieben: 37:32
Viele verzagen aus Konsequentialismus und werden pessimistisch, weil die guten Folgen ausbleiben: 53:32
Wir können die Konsequenzen unserer Handlungen unmöglich sicher vorhersagen: 1:09:17
Wenn gute Handlungen in der Gegenwart zukünftig schlimme Konsequenzen bringen werden, so oft nur, weil schon in der Vergangenheit konsequentialistisch gehandelt wurde: 1:28:18
In der Sinnenwelt gibt es ohnehin keine dauernden guten Konsequenzen, echte Moral setzt daher den transzendentalen Idealismus voraus: 1:41:53
Dank: 1:48:31
Kants gesamte Moralphilosophie ist gegen den Konsequentialismus gerichtet, ohne dass eine bestimmte Schrift insbesondere diesem Thema gewidmet wäre. Als ein leichter Einstieg empfiehlt sich Kants kurzer Aufsatz Über ein vermeintes Recht aus Menschenliebe zu lügen: http://korpora.org/kant/aa08/423.html
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 21 Jun 2025 - 1h 48min - 60 - Kants Philosophie - Guter Wille und gute Tat
Handlungen als solche können nicht gut sein, sie können zwar Legalität besitzen, also mit dem moralischen Gesetz übereinstimmen, aber die eigentliche Moralität besteht in der Gesinnung, aus der sie hervorgegangen sind: im guten Willen.
Zitat: 0:08
Legalität der Handlung und Moralität des Willens: 0:20
Geist und Buchstabe: 21:37
Aufklärung befreit von der Leitung durch die Sinnlichkeit: 29:39
Guter Wille ist mehr als gute Absicht: 38:18
Moralisch kann der Mensch betrachtet werden, als ob er das, was er wahrhaft will, wirklich ausgeführt hätte: 46:21
Der Charakter, nicht die Sinnesart macht den Menschen gut: 58:04
Man darf sich nicht vorschnell für besser halten als Andere oder Vergangene: 1:04:47
Der Grad der Aufklärung zeigt sich gerade dort, wo das Rechte und Gute noch nicht allgemein akzeptiert ist: 1:11:30
Oft ist es nur Zufall, wer auf welcher Seite steht: 1:29:01
Viele wären unter entsprechenden Umständen selbst zu großem Bösen fähig: 1:39:34
Die Erbsünde: 1:55:01
Das meiste Gute in der Welt ist mehr dem Zufall als dem guten Willen geschuldet, dennoch entschuldigt der Zufall das Böse nicht: 2:08:10
Wir können moralisch urteilen, aber nicht richten: 2:14:56
Auch der eigene gute Wille ist ungewiss: 2:25:27
Dank: 2:36:09
Über die Bedeutung des guten Willens und den Unterschied von Legalität und Moralität lese man vorzüglich die Grundlegung zur Metaphysik der Sitten: http://korpora.org/kant/aa04/385.html und die Kritik der praktischen Vernunft: http://korpora.org/kant/aa05/001.html.
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Mon, 16 Jun 2025 - 2h 36min - 59 - Kants Philosophie - Die Bedeutung von Charakter und Prinzipientreue
Am Menschen hat nicht seine Sinnesart Wert - seine ihm angeborene Persönlichkeit, sein Gemüt und sein Herz -, sondern die Denkungsart - seine Persönlichkeit, insofern er sie sich selbst geschaffen hat, sein Charakter. Diese besteht in der konsequenten Befolgung von Maximen: Wer Charakter hat, ist verlässlich und mit sich selbst einig. Und nur so jemand ist ein wahrer Mensch, der dem Namen eines Vernunftwesens Ehre macht, statt Spielball seiner Launen zu sein.
Zitat: 0:08
Sinnesart und Denkungsart: 2:26
Charakter: 13:52
Nur der Mensch von Charakter ist frei: 25:49
Charakter verleiht Würde und ist zu schätzen: 30:23
Ein Mensch von Charakter ist deshalb kein Pedant: 51:10
Scheincharakter: 59:38
Böser Charakter: 1:17:11
Der Sittliche handelt aus Pflicht, was nichts mit blindem Kadavergehorsam zu tun hat: 1:32:53
Die Besten haben Charakter und tun ihre Pflicht, die Urteile der anderen muss man nicht hören: 1:41:23
Zur Moralisierung sollte man zuerst überhaupt einen Charakter gründen: 1:57:39
Wie man einen Charakter gründet: 2:10:25
Kants Midlife-Crisis und Gründung eines Charakters: 2:16:26
Dank: 2:28:43
Über den Charakter und seine Wichtigkeit spricht Kant an verschiedenen Stellen in seinem handschriftlichen Nachlass zur Moral: http://korpora.org/kant/aa19/ sowie in seinen Vorlesungen zur Moralphilosophie: https://www.archive.org/details/kantsgesammeltes271imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes272imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0027kant_s1s1/mode/2up. Daneben finden sich zahlreiche weitere Bemerkungen in seinem handschriftlichen Nachlass zur Anthropologie: http://korpora.org/kant/aa15/ und seinen Vorlesungen über Anthropologie: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_a3n3 | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_j8c0 sowie seiner Anthropologie in pragmatischer Hinsicht: http://korpora.org/kant/aa07/117.html.
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sun, 08 Jun 2025 - 2h 29min - 58 - Kants Philosophie - Warum Mitleid und ein gutes Herz keinen guten Menschen machen
Nach Kant meinen wir, je nach Situation und Kontext, drei verschiedene Dinge, wenn wir jemanden einen guten Menschen nennen: Wir können ihn so nennen, weil er ein gutes Gemüt, ein gutes Herz oder einen guten Charakter hat. Nur letzteres ist aber wahrhaft moralisch-gut. Gemüt und Herz machen zusammen die Sinnesart des Menschen aus und diese kann für andere Menschen verträglich oder unverträglich sein, ist aber moralisch weder gut noch böse.
Zitat: 0:08
Ob ein Mensch gut ist, kann nicht nur äußerlich an seinen Taten bestimmt werden: 1:55
Gutmütigkeit: 8:05
Gutherzigkeit: 18:04
Kants Ablehnung der weichmütigen Mitleidsmoral: 32:05
Mitleid kann leicht zu bloßem tatenlosen Klagen führen: 43:11
Mitleid kann leicht selbstgerecht machen: 48:34
Mitleid kann leicht von anderen Gefühlen überwogen werden: 59:25
Mitleid ist unbeständig: 1:07:33
Mitleid macht leicht manipulierbar: 1:23:08
Sinnesart und Denkungsart: 1:35:02
Beispiel für die Wertlosigkeit des linken Humanismus und die Grenzen der Empathie: 1:44:58
Dank: 2:02:45
Über die Sinnesart, über Gemüt und Herz des Menschen spricht Kant an verschiedenen Stellen in seinem handschriftlichen Nachlass zur Moral: http://korpora.org/kant/aa19/ sowie in seinen Vorlesungen zur Moralphilosophie: https://www.archive.org/details/kantsgesammeltes271imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes272imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0027kant_s1s1/mode/2up. Daneben finden sich zahlreiche weitere Bemerkungen in seinem handschriftlichen Nachlass zur Anthropologie: http://korpora.org/kant/aa15/ und seinen Vorlesungen über Anthropologie: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_a3n3 | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_j8c0.
Omer Bartov: As a former IDF soldier and historian of genocide, I was deeply disturbed by my recent visit to Israel: https://www.theguardian.com/world/article/2024/aug/13/israel-gaza-historian-omer-bartov
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 31 May 2025 - 2h 03min - 57 - Kants Philosophie - Das Reich der Zwecke: Der kategorische Imperativ
Der Mensch ist nach Kant ein Bürger zweier Welten: Nicht nur ein Teil der Natur, sondern auch Glied in einem übersinnlichen Reich der Zwecke zusammen mit allen anderen Vernunftwesen. Und während er in der Natur einem fremden Gesetz unterworfen ist, gebietet es die Moral, sich im Reich der Zwecke zu betrachten, als sollte man selbst durch seinen Willen diesem das Gesetz geben.
Zitat: 0:08
Der kategorische Imperativ: 0:36
Reich: 6:33
Das Reich der Natur: 7:56
Das Reich der Zwecke: 10:31
Der nihilistische Einwand gegen das Reich der Zwecke: 22:32
Die dritte Formel des kategorischen Imperativs: 30:18
Nur die Moral bringt Harmonie in die Zwecke vernünftiger Wesen: 39:25
Der Typus des Sittengesetzes: 52:22
Die Rolle der Zweckmäßigkeit in Kants System: 57:40
Moralität macht wahrhaft frei: 1:06:01
Der Mensch ist Bürger zweier Welten: 1:13:10
Das Reich der Gnade: 1:19:27
Kant sucht den Menschen zwischen den Klippen des Empirismus und der Schwärmerei hindurchzusteuern: 1:28:54
Kants Auseinandersetzung mit Swedenborg: 1:37:49
Dank: 1:47:36
Der kategorische Imperativ steht im Zentrum von Kants moralphilosophischen Schriften. Seine drei Formeln findet man in der Grundlegung zur Metaphysik der Sitten: http://korpora.org/kant/aa04/385.html aufgeführt und erläutert. Weiter wird der kategorische Imperativ samt dem Typus des Sittengesetzes in der Kritik der praktischen Vernunft: http://korpora.org/kant/aa05/001.html beschrieben. Es empfiehlt sich sehr, neben diesen beiden Schriften auch Kants handschriftlichen Nachlass zur Moralphilosophie: http://korpora.org/kant/aa19/ zu studieren, der viele Reflexionen zum kategorischen Imperativ und verschiedene Formulierungsvarianten enthält.
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 24 May 2025 - 1h 48min - 56 - Kants Philosophie - Was ist Menschenwürde? Der kategorische Imperativ
Was als Mittel zu einem Zweck dienen kann, hat einen Preis, d. i. einen Wert, der aufgewogen werden kann. Vernünftige und autonome Wesen aber, weil sie es sind, die überhaupt Zwecke setzen können und ohne die keine Zwecke und folglich keine Werte wären, haben eine Würde, d. i. einen Wert an sich. In der Achtung vor der Menschenwürde, also vor der Autonomie der Menschheit, besteht die ganze Moral. Dies herausgearbeitet und begründet zu haben, ist Kants große Leistung.
Zitat: 0:08
Der kategorische Imperativ nach der 1. Formel: 1:29
Mittel und Selbstzweck, Preis und Würde: 4:29
Atheismus ist Unglaube an den Selbstzweck: 25:47
Der kategorische Imperativ nach der 2. Formel: 44:28
Der Mensch darf als Mittel benutzt werden, solange seine Freiheit dabei geachtet wird: 1:00:24
Die Moral setzt den transzendentalen Idealismus voraus: 1:18:56
Die zweite Formulierung des kategorischen Imperativs verhütet viele mögliche Missverständnisse der ersten: 1:24:53
Der inkonsequente und menschenverachtende Utilitarismus: 1:30:26
Der Unaufgeklärte wird von seinen sinnlichen Eindrücken gelenkt, der Aufgeklärte denkt nach Prinzipien: 1:47:21
Die Menschenwürde im Recht: 1:54:43
Die Menschenwürde im Völkerrecht und das Verbrechen gegen die Menschheit: 1:58:14
Achtung gebührt der Menschheit, nicht dem Menschen: 2:12:49
Moral besteht in Achtung vor der Menschheit, nicht im Mitleiden mit der Kreature und ihren Befindlichkeiten: 2:29:13
Die Menschen sind nicht gleich, aber die Menschheit in jedermann ist es: 2:38:00
Dank: 2:53:49
Der kategorische Imperativ steht im Zentrum von Kants moralphilosophischen Schriften. Seine drei Formeln findet man in der Grundlegung zur Metaphysik der Sitten: http://korpora.org/kant/aa04/385.html aufgeführt und erläutert. Weiter wird der kategorische Imperativ samt dem Typus des Sittengesetzes in der Kritik der praktischen Vernunft: http://korpora.org/kant/aa05/001.html beschrieben. Es empfiehlt sich sehr, neben diesen beiden Schriften auch Kants handschriftlichen Nachlass zur Moralphilosophie: http://korpora.org/kant/aa19/ zu studieren, der viele Reflexionen zum kategorischen Imperativ und verschiedene Formulierungsvarianten enthält.
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 17 May 2025 - 2h 54min - 55 - Kant-Experte erklärt: Immanuel Kants Methoden - Wie denkt man richtig und findet die Wahrheit?
Wichtig ist nicht nur, was, sondern wie ein Philosoph denkt. Seine Methode hilft, ihn und die Ergebnisse seines Denkens besser zu begreifen. Sie kann aber darüber hinaus auch eine Hilfe zur eigenen Aufklärung sein.
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Tue, 13 May 2025 - 18min - 54 - Kants Philosophie - Das moralische Gesetz: Der kategorische Imperativ
Durch unsere Vernunft geben wir uns selbst ein moralisches Gesetz. Den kategorischen Imperativ beschreibt Kant durch drei Formeln, die sich im Wortlaut stark unterscheiden, aber im Geist übereinstimmen. Die bekannteste von ihnen besagt, dass wir nur nach derjenigen Maxime handeln sollen, durch die wir zugleich wollen können, dass sie allgemeines Gesetz werde. Und dies bedeutet nichts anderes, als dass der Mensch konsequent und mit sich einig sein soll, statt sich selbst zu widersprechen und sich zu erlauben, was er anderen untersagen würde.
Zitat: 0:08
Kants Lehre vom kategorischen Imperativ wird oft missverstanden: 0:17
Es gibt drei verschiedene Formeln des kategorischen Imperativs: 7:26
Die objektiv-formale Formel des kategorischen Imperativs: 19:13
Der Typus des Sittengesetzes: 23:30
Homo phaenomenon und homo noumenon: 39:19
Die Inkonsequenz und Doppelmoral der Bösen: 49:13
Der kategorische Imperativ ist fürs Handeln, was der Satz vom Widerspruch fürs Denken ist, und Verbrechen geschehen aus demselben Grund wie Irrtümer: 1:07:34
Kants Moralprinzip ist ein bloß formales: 1:27:30
Materiale Moralprinzipien können nur locken oder drohen: 1:40:51
Wir sollen nicht das Gute tun, sondern das, was wir tun sollen, ist gut: 1:50:58
Dank: 2:01:14
Die Imperative nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2025/04/Imperative-nach-Kant.jpg
Der kategorische Imperativ steht im Zentrum von Kants moralphilosophischen Schriften. Seine drei Formeln findet man in der Grundlegung zur Metaphysik der Sitten: http://korpora.org/kant/aa04/385.html aufgeführt und erläutert. Weiter wird der kategorische Imperativ samt dem Typus des Sittengesetzes in der Kritik der praktischen Vernunft: http://korpora.org/kant/aa05/001.html beschrieben. Es empfiehlt sich sehr, neben diesen beiden Schriften auch Kants handschriftlichen Nachlass zur Moralphilosophie: http://korpora.org/kant/aa19/ zu studieren, der viele Reflexionen zum kategorischen Imperativ und verschiedene Formulierungsvarianten enthält.
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 10 May 2025 - 2h 01min - 53 - Kant-Experte erklärt: Immanuel Kants Verständnis von Philosophie - Was sind Metaphysik und Weisheit?
Um das philosophische Projekt eines Philosophen zu verstehen, ist es hilfreich, zu verstehen, was Philosophie selbst für ihn bedeutet. Für Kant kann sie auf zwei Weisen verstanden werden: Nach dem Schulbegriff ist sie Vernunfterkenntnis aus Begriffen und insbesondere Metaphysik: Die Erkenntnis vom Übersinnlichen, vor allem von Gott, Freiheit und Unsterblichkeit der Seele. Nach dem Weltbegriff dagegen ist sie Liebe zur Weisheit und ist der Philosoph der Gesetzgeber der Vernunft, der fragt, was wir wissen können, tun sollen und hoffen dürfen.
Übersicht über die Wissenschaft nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/05/Wissenschaft-nach-Kant.jpg
Übersicht über die Philosophie nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/05/Philosophie-nach-Kant.jpg
Übersicht über die Metaphysik nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/05/Metaphysik-nach-Kant-scaled.jpg
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Tue, 06 May 2025 - 19min - 52 - Kants Philosophie - Haben wir einen freien Willen oder: Wie sind kategorische Imperative möglich?
In der Kritik der reinen Vernunft zeigt Kant, dass Freiheit eine Idee von etwas gänzlich Übersinnlichen ist. Durch Erfahrung können wir ihre Realität weder beweisen noch, wie philosophisch Ungebildete heute gerne meinen, widerlegen. Aber ebenso wenig lässt sie sich aus reiner Vernunft in der theoretischen Metaphysik beweisen oder widerlegen. Praktisch finden wir uns jedoch wirklich frei. Wir finden, dass wir eine moralische Pflicht und Verantwortlichkeit haben. Jedes Sollen setzt aber ein Können voraus. Und so kann Kant in der Kritik der praktischen Vernunft zeigen, dass wir freie, autonome Wesen sind.
Zitat: 0:08
Freiheit hängt zusammen mit Rationalität und Moralität: 1:25
Der mögliche Zweifel an der Freiheit: 5:07
Die Frage der Kritik der praktischen Vernunft: Wie sind praktische synthetische Urteile a priori oder kategorische Imperative möglich?: 15:31
Hypothetische Imperative sind analytisch und fußen auf dem Satz des Widerspruchs: 2:29
Kategorische Imperative sind synthetisch und fußen auf der Idee der Freiheit: 36:24
Wir erscheinen als unfrei und sind an sich doch frei: 40:54
Das praktische Argument für die Freiheit: 1:00:27
Die praktische Vernunft gewährt uns einen Zugang zum Übersinnlichen, den die theoretische nicht gewähren kann: 1:16:10
Dank: 1:28:42
Die Imperative nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2025/04/Imperative-nach-Kant.jpg
Um Kants praktischen Beweis der Freiheit nachzuvollziehen, sollte man zunächst die Kritik der reinen Vernunft, wenigstens die Passagen über die Antinomien studieren: http://korpora.org/kant/aa03/281.html. Den Beweis selbst kann man dann in der Kritik der praktischen Vernunft: http://korpora.org/kant/aa05/001.html oder in den Grundlegungen zur Metaphysik der Sitten: http://korpora.org/kant/aa04/385.html nachlesen.
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 03 May 2025 - 1h 29min - 51 - Kant-Experte erklärt: Immanuel Kants Leben und philosophische Entwicklung
Ehe ich in den kommenden Vorträgen über Kants Denken spreche, will ich hierzu einen Rahmen liefern und daher zunächst einige Worte über sein Leben verlieren. Dabei sollen jedoch private Details weniger im Vordergrund stehen als seine intellektuelle Entwicklung und eine Übersicht über seine geistigen Beschäftigungen während seiner verschiedenen Lebensphasen.
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Tue, 29 Apr 2025 - 15min - 50 - Kants Philosophie - Was ist Freiheit?
Kants Freiheitsbegriff wird oft auf seine Bedeutung für die Moralphilosophie reduziert. Er ist aber der vielleicht wichtigste Schlüssel, um Kants philosophisches Projekt und Anliegen überhaupt zu begreifen: Im Zentrum von Kants Denken steht die Einsicht, dass wilde, ungezügelte, regellose Freiheit sich selbst aufhebt, dass Freiheit also, um bestehen zu können, von der Vernunft unter ein Gesetz gebracht werden muss. Dies ist, soweit es unser Handeln betrifft, das moralische Gesetz. Freiheit, Rationalität und Moralität sind für Kant Wechselbegriffe und keines der drei ist ohne die anderen beiden möglich.
Zitat: 0:08
Wilde Freiheit und Freiheit unter dem Gesetz: 10:00
Die Gesetze, unter die die Freiheit zu bringen sind, sind die Imperative der Vernunft: 23:18
Empirischer und reiner Wille, Heteronomie und Autonomie: 28:12
Alle Moraltheorien außer Kants fußen auf der Heteronomie des Willens und laufen auf Eudämonismus hinaus: 39:03
Vernunft, Freiheit und Moral hängen unmittelbar zusammen: 47:45
Vernunft:
- Selbstsüchtig den eigenen Vorteil zu verfolgen, ist nicht vernünftig, sondern gerade die Hingabe an die Unvernunft: 48:56
- Der Arationalismus und die Unredlichkeit der egoistischen Naturalisten: 1:03:40
- Die meisten kennen nur instrumentelle (technisch-praktische) Vernunft: 1:06:37
Freiheit:
- Der vorherrschende Freiheitsbegriff ist der des Liberalismus, dem Linke wie Rechte anhängen: 1:15:01
- Die Freiheit eines Bratenwenders: 1:31:56
- Psychologische und transzendentale Freiheit: 1:43:11
Moral:
- Negative und positive Freiheit: 1:51:43
- Mit dem Nachweis einer reinen praktischen Vernunft hat Kant die Pflicht begründet: 1:57:56
- Nicht warum wir das Gute tun sollen, sondern warum wir das Böse tun sollten, muss begründet werden: 2:15:18
- Heute wird Moral nicht mit Freiheit, sondern mit Zwang gleichgesetzt: 2:27:42
- Die meisten wollen nicht frei sein: 2:49:04
Das moralische Gesetz gilt universell für alle Vernunftwesen: 2:55:58
Freiheit ist nicht das Vermögen, zwischen Gut und Böse zu wählen, sondern das als gut Erkannte zu tun: 3:09:50
Dank: 3:25:05
Die Imperative nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2025/04/Imperative-nach-Kant.jpg
Das Denkungsvermögen nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/09/Denkungsvermoegen-nach-Kant.jpg
Über Kants Freiheitsbegriff mag man in der Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, vor allem ihrem dritten Abschnitt nachlesen: http://korpora.org/kant/aa04/446.html. Auch die Kritik der praktischen Vernunft befasst sich mit der Freiheit und ihrem Zusammenhang mit der Moral: http://korpora.org/kant/aa05/001.html. Ich empfehle dringend, daneben auch das Hauptstück der Kritik der reinen Vernunft über die Antinomien zu studieren: http://korpora.org/kant/aa03/281.html. Der Freiheitsbegriff ist aber derart zentral für Kants Denken, dass beinahe all seine metaphysischen, moralphilosophischen und politischen Werke auf ihm gegründet sind und wichtige Ergänzungen und Erläuterungen enthalten.
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 26 Apr 2025 - 3h 25min - 49 - Kant-Experte erklärt: Kant in kurz - Ankündigung
Hiermit kündige ich eine Serie kürzerer Videos an, die, begleitend zu meinen längeren Kant-Vorträgen, alle Hauptmomente von Kants Philosophie in ihren Grundzügen beleuchten sollen. - Ich weiß dabei, wovon ich spreche, denn ich habe die 29 Bände der Kant-Gesamtausgabe - also die von ihm veröffentlichten Schriften, seinen Briefwechsel, seine Vorlesungen, seine Manuskripte und Notizen - vollständig durchgearbeitet, um ein Verständnis nicht nur für einzelne Gedanken Kants, sondern für sein gesamtes Denksystem zu erlangen und nun an andere weiterzugeben.
Ich komme erst heute, an Kants 301. Geburtstag dazu, dieses Video zu veröffentlichen, hatte es aber schon vor einigen Monaten aufgezeichnet. Wenn ich vom letzten Jahr rede, bezieht sich dies folglich auf 2023. Und mein Buch über Kants Religionsphilosophie erscheint nicht in einigen Monaten, sondern schon im kommenden: https://www.matthes-seitz-berlin.de/buch/kants-religionsphilosophie.html?lid=2.
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Tue, 22 Apr 2025 - 10min - 48 - Kants Philosophie - Die Imperative: Geschicklichkeit, Klugheit, Weisheit
Der Mensch ist ein Vernunftwesen, das gleichwohl auch ein Sinnenwesen ist und dem blinden Naturtrieb gehorchen kann. Die Aussprüche der Vernunft sind für ihn daher Imperative: Sie sind objektiv, aber nicht subjektiv notwendig, sie sagen ihm also, welche Handlung gut wäre, aber es bleibt immer möglich, dass er dennoch das Schlechte tut. Kant identifiziert drei Arten von Imperativen, durch die die Vernunft unser Handeln bestimmen kann: Regeln der Geschicklichkeit, Ratschläge der Klugheit und Gebote der Weisheit. Und da die ersteren nicht wirklich praktisch sind, sondern nur eine Anwendung der Theorie darstellen, kann es nur zwei mögliche Prinzipien des Handelns geben: Eudämonismus und Eleutheronomie, das Streben nach Glückseligkeit oder die freie moralische Selbstgesetzgebung.
Zitat: 0:08
Die Imperative der Vernunft: 0:28
Warum Kant die Imperative nicht nach ihrer Quantität und Qualität unterscheidet: 5:41
Die Imperative nach ihrer Relation: Kategorische und hypothetische (und disjunktive?) Imperative: 9:08
Die Imperative nach ihrer Modalität: Geschicklichkeit, Klugheit, Weisheit: 21:07
Die Technik gehört nicht in die praktische Philosophie, sondern ergibt sich aus der theoretischen: 38:53
Weltklugheit: 48:09
Torheit und Narrheit: 57:05
Praktische Philosophie als Klugheitslehre oder Weisheitslehre: 59:45
Der Vorteil von Kants Architektonik: 1:11:27
Kants Prinzip der Eleutheronomie ist das einzige Moralprinzip, alle anderen laufen auf Eudämonismus hinaus: 1:16:41
Dank: 1:24:12
Die Urteilstafel nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/10/Urteilstafel-nach-Kant.jpg
Die Imperative nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2025/04/Imperative-nach-Kant.jpg
Das Denkungsvermögen nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/09/Denkungsvermoegen-nach-Kant.jpg
Die Lehre von den Imperativen findet man am besten erklärt im zweiten Abschnitt der Grundlegung zur Metaphysik der Sitten: http://korpora.org/kant/aa04/406.html.
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 19 Apr 2025 - 1h 24min - 47 - Kants Philosophie - Die Begründung der Moral
Eine Grundfrage der Moralphilosophie ist, auf welchem Prinzip eine Moral zu gründen ist: Woher wissen wir und woraus ergibt sich, was wir tun und was wir lassen sollen? Heute wird dem, der die Philosophie studieren möchte, meist ein Aggregat willkürlich zusammengewürfelter vermeintlicher Moraltypen präsentiert, wobei teils mehrere Spielarten derselben Moral behandelt werden, als wären sie grundsätzlich verschieden, andererseits mögliche und schon vertretene Moralsysteme teils unter den Tisch fallen. Kant geht hier, wie es nach ihm in der Wissenschaft stets geschehen muss, architektonisch vor und macht daher zwei mögliche Quellen der Moral aus: die Erfahrung oder das Denken. Und wie stets ist er im Streit zwischen Empirismus und Rationalismus zwar letztlich auf Seiten des letzteren - bloße Erfahrung kann uns kein Sollen darreichen, dieses muss aus der Vernunft geschöpft werden -, aber er vertritt keinen dogmatisch-objektiven, sondern einen kritisch-subjektiven Rationalismus: Unsere Vernunft findet nicht eine unabhängig von ihr vorhandene Moral bloß auf, sondern durch unsere Vernunft geben wir uns selbst ein moralisches Gesetz.
Zitat: 0:08
Kants Moralphilosophie unterliegt häufig Missverständnissen: 1:22
Kant will kein neues Moralprinzip aufstellen, sondern das auch in ungelehrten Menschen bereits liegende Prinzip zur Klarheit bringen: 9:32
Was macht Moral aus?: 30:06
Die heute gängigen Übersichten über vermeintliche Moralprinzipien sind nur rhapsodisch und nicht systematisch: 45:58
Moral muss empiristisch oder rationalistisch hergeleitet werden: 53:13
- Moralischer Empirismus: 54:20
- Moralischer Rationalismus: 1:02:28
Der Vorteil von Kants architektonischer Methode: 1:12:42
Alle herkömmlichen Begründungen der Moral begehen einen naturalistischen Fehlschluss: 1:13:56
Kants Begründung der Moral durch kritischen, subjektiven Rationalismus: 1:19:37
Dank: 1:27:53
Mit den möglichen Prinzipien einer Moral setzt sich Kant vor allem im Hauptstück über die Grundsätze der reinen praktischen Vernunft in der Kritik der praktischen Vernunft auseinander: http://korpora.org/kant/aa05/019.html.
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 12 Apr 2025 - 1h 28min - 46 - Kants Philosophie - Das Begehrungsvermögen: Der Unterschied von Willkür und Wille
Neben dem Erkenntnisvermögen und dem Gefühl der Lust und Unlust gehört zum menschlichen Gemüt nach Kant auch das Begehrungsvermögen. Und vom Begehren handelt auch die praktische Philosophie, sie mag nun als Glückseligkeitslehre auf Das gehen, was wir tatsächlich begehren, oder als Moralphilosophie auf Das, was wir begehren sollten. Am Begehrungsvermögen aber unterscheidet Kant die Willkür, das Vermögen, zwischen verschiedenen Optionen zu wählen, gleichsam das Begehrungsvermögen des sinnlichen homo phaenomenon, und den Willen, die praktische Vernunft, das Vermögen, nach einem Prinzip und damit zweckmäßig zu handeln, gleichsam das Begehrungsvermögen des geistigen homo noumenon.
Zitat: 0:08
Das Begehrungsvermögen: 1:44
Die Willkür und ihre Triebfedern: 20:10
Der Wille oder die praktische Vernunft: 46:35
Wirken, handeln und operieren: 1:02:43
Die praktische Philosophie und Kants Projekt der Kritik der praktischen Vernunft: 1:23:24
Dank: 1:28:33
Das Begehrungsvermögen überhaupt, die Willkür und auch den Willen findet man unter anderem bestimmt in der Einleitung der Metaphysik der Sitten: http://korpora.org/kant/aa06/211.html. Weitere wichtige Bemerkungen enthält auch Kants handschriftlicher Nachlass zur Moralphilosophie: http://korpora.org/kant/aa19/.
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 05 Apr 2025 - 1h 28min - 45 - Kants Philosophie - Die Bedeutung des ästhetischen Wohlgefallens am Schönen und Erhabenen
Kants Bemerkungen über die Ästhetik und die Lust am Schönen und Erhabenen wird weniger Aufmerksamkeit geschenkt als seiner Erkenntnistheorie oder seiner Moralphilosophie, aber sie nehmen eine wichtige Stelle in seinem System ein und bilden eine Brücke zwischen Natur und Freiheit, Erkennen und Wollen.
Zitat: 0:08
Das Schöne und Erhabene: 1:25
Die ästhetischen Gefühle im Vergleich mit den verwandten und gegensätzlichen pathologischen Gefühlen: 3:26
Das ästhetische Wohlgefallen im Vergleich mit anderen Arten der Lust 10:29
Die Stellung der Ästhetik in Kants System: 18:30
Der Zusammenhang des Wohlgefallens am Schönen und Erhabenen mit der Moral: 31:12
Dank: 38:29
Übersicht über die Philosophie nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/05/Philosophie-nach-Kant.jpg
Übersicht über die Gemütsvermögen und Kritiken nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/08/Gemuetsvermoegen-und-Kritiken-nach-Kant.jpg
Das Denkungsvermögen nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/09/Denkungsvermoegen-nach-Kant.jpg
Vergleichende Bemerkungen über das Schöne und Erhabene finden sich in Kants Beobachtungen über das Gefühl des Schönen und Erhabenen: http://korpora.org/kant/aa02/205.html, außerdem in der Kritik der Urteilskraft: http://korpora.org/kant/aa05/165.html.
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 15 Mar 2025 - 38min - 44 - Kants Philosophie - Was ist das Erhabene?
Neben dem Schönen beschreibt Kant noch eine zweite Art des ästhetischen Wohlgefallens: Die am Erhabenen, dem, was über alles Maß groß und schrecklich ist. Es ist zwar dadurch für uns als Sinnenwesen unzweckmäßig, eben dies weist uns aber auf unsere eigene Zweckmäßigkeit als übersinnliche Geschöpfe und erinnert uns an unsere Freiheit, standhaft, prinzipientreu und charakterfest zu bleiben, selbst im Angesicht unseres physischen Untergangs. Damit ist das Erhabene wichtig als ein Beweis für Kants transzendentalen Idealismus wie auch als Übergang zu seiner Moralphilosophie.
Zitat: 0:08
Kants Auseinandersetzung mit dem Schönen und Erhabenen: 2:28
Das Erhabene: 7:201
. Quantität: 21:46
2, Qualität: 43:47
- Unlust kann Lust gebären: 46:29
- Alle Lust fußt auf der Aufhebung von Unlust: 56:10
- Das Erhabene gefällt, weil es dadurch, dass es uns physisch überfordert, uns auf unsere übersinnliche Natur weist: 1:09:54
- Das Erhabene gefällt in der bloßen Betrachtung ohne Interesse 1:19:49
3. Relation: 1:28:47
Die Pervertierung des Erhabenen in der faschistischen Propaganda: 1:56:58
4: Modalität: 2:05:48
Der Parallelismus von bestimmender und reflektierender Urteilskraft: 2:17:39
Die philosophische Bedeutung des Erhabenen: 2:25:35
Die persönliche Bedeutung des Erhabenen für Kant: 2:43:40
Dank: 2:51:16
Eine auch für Laien leicht zu lesende, mehr anthropologische Beschreibung des Erhabenen und Gegenüberstellung mit dem Schönen geben Kants Beobachtungen über das Gefühl des Schönen und Erhabenen: http://korpora.org/kant/aa02/205.html. Für die philosophische kritische Auseinandersetzung mit dem Erhabenen muss man hingegen die Analytik des Erhabenen in der Kritik der Urteilskraft studieren: http://korpora.org/kant/aa05/244.html.
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77UThumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 08 Mar 2025 - 2h 51min - 43 - Kants Philosophie - Was macht einen genialen Künstler aus?
Wahrhafte schöne Kunst ist für Kant stets ein Produkt des Genies, einer Naturgabe, originelle Werke hervorzubringen, die anderen als Muster zur Nachahmung dienen können. Dieses Genie aber setzt sich aus vier Vermögen zusammen, deren Zusammenspiel erst das Kunstwerk hervorbringt. Der Geist ist dabei dasjenige Vermögen, welches eigentlich das Genie ausmacht – aber es ist der Geschmack, der dieses erst in die Bahnen lenkt, und Kant ist überzeugt, dass der Geschmack stets das Genie zügeln und disziplinieren sollte.
Zitat: 0:08
Genie setzt sich aus vier Vermögen zusammen: 0:29
1. Verstand: 3:26
2. Einbildungskraft: 7:13
3. Geist: 35:50
Im Mythos drückt sich das Genie eines Volkes aus: 55:54
4. Geschmack: 1:07:08
Inwiefern Kinder Genies sind: 1:13:54
Geschmack soll die wilde Freiheit des Genies unter Gesetze bringen: 1:18:48
Heute versucht man geistreiche, aber geschmacklose Kunst zu schaffen: 1:28:43
Das Kunstverständnis von Faschismus, Ausklärung und Aufklärung: 1:40:22
Die Elemente des Genies nach der Kategorientafel: 2:13:47
Die vier Elemente des Genies können in unterschiedlichem Maße ausgeprägt sein: 2:18:12
Dank: 2:30:49
Übersicht über die Kunst nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2025/02/Kunst-nach-Kant.jpg
Die Kategorientafel nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/10/Kategorientafel-nach-Kant.jpg
Über Genie spricht Kant am ausgiebigsten und systematischsten in den entsprechenden Passagen der Kritik der Urteilskraft: http://korpora.org/kant/aa05/306.html. Wichtige ergänzende Bemerkungen finden sich, wo er über Anthropologie spricht, also in seiner Anthropologie in pragmatischer Hinsicht: http://korpora.org/kant/aa07/230.html, seinen Anthropologie-Vorlesungen: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_a3n3 | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_j8c0 und vor allem seinem handschriftlichen Nachlasses zur Anthropologie: http://korpora.org/kant/aa15/234.html.
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77UThumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 01 Mar 2025 - 2h 31min - 42 - Kants Philosophie - Was ist Genie?
Genie ist für Kant eine nicht erlernbare Naturgabe. Deshalb kommt es in der strengen Bedeutung nur dem Künstler zu, nicht dem Wissenschaftler, denn was dieser findet, kann er anderen beibringen. Es besteht in einer besonderen schöpferischen Originalität, deren Produkte anderen zum Muster dienen können.
Zitat: 0:08
Zur Beurteilung der Kunst genügt Geschmack, zu ihrer Hervorbringung bedarf es Genie: 0:35
Genie ist Originalgeist: 7:44
Die Originalität des Genies ist mustergültig: 23:34
Das schöne Kunstwerk wirkt wie ein Naturprodukt: 48:54
Genie ist ein Talent und nicht erlernbar: 55:58
Genie bringt den Inhalt des Kunstwerks hervor, nicht seine Form: 1:09:44
Dank: 1:20:22
Übersicht über die Kunst nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2025/02/Kunst-nach-Kant.jpgÜber Genie spricht Kant am ausgiebigsten und systematischsten in den entsprechenden Passagen der Kritik der Urteilskraft: http://korpora.org/kant/aa05/306.html. Wichtige ergänzende Bemerkungen finden sich, wo er über Anthropologie spricht, also in seiner Anthropologie in pragmatischer Hinsicht: http://korpora.org/kant/aa07/230.html, seinen Anthropologie-Vorlesungen: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_a3n3 | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_j8c0 und vor allem seinem handschriftlichen Nachlasses zur Anthropologie: http://korpora.org/kant/aa15/234.html.
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77UThumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 22 Feb 2025 - 1h 20min - 41 - Kants Philosophie - Was ist Kunst?
Kunst kommt von Können wie Wissenschaft von Wissen, sagt Kant. So ist ihm jede Übung der Geschicklichkeit, die ein zweckmäßiges Produkt hervorbringt, eine Art von Kunst. Doch gibt es einen großen Unterschied zwischen der bloß mechanischen und nützlichen Handwerkskunst, der angenehmen Unterhaltungskunst und der eigentlichen schönen Kunst, die, obwohl Kunstprodukt, als ein Erzeugnis des Genies gleichsam einem Naturprodukt gleicht.
Zitat: 0:08
Kunst im Allgemeinen ist das Gegenteil von Natur: 0:21
Mechanische Kunst: 3:58
Ästhetische Kunst: 7:25
Angenehme Kunst: 10:20
Unsere Zeit ist bemüht, auch höhere Kunst zu bloßer angenehmer Kunst zu degradieren: 37:35
Angenehme und schöne Kunst lassen sich paaren: 50:35
Schöne Kunst: 53:31
Konzeptkunst: 1:02:41
Dank: 1:09:25
Übersicht über die Kunst nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2025/02/Kunst-nach-Kant.jpg
Über die Kunst spricht Kant in der Kritik der ästhetischen Urteilskraft in seiner Kritik der Urteilskraft: http://korpora.org/kant/aa05/201.html. Weitere Bemerkungen finden sich verstreut über seine Schriften hinweg, vor allem in seinen Arbeiten zur Anthropologie, also in seiner Anthropologie in pragmatischer Hinsicht: http://korpora.org/kant/aa07/230.html, seinen Anthropologie-Vorlesungen: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_a3n3 | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_j8c0 und seinem handschriftlichen Nachlasses zur Anthropologie: http://korpora.org/kant/aa15/234.html. Aber auch in seinen Logikvorlesungen behandelt Kant mitunter die Kunst, nämlich den Unterschied des Ästhetischen vom Logischen: https://archive.org/details/kantsgesammeltes241imma/page/n5/mode/2up | https://archive.org/details/kantsgesammeltes242imma.
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77UThumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 15 Feb 2025 - 1h 09min - 40 - Kants Philosophie - Kann man über Geschmack streiten?
Dē gustibus nōn est disputandum - Über Geschmack lässt sich nicht streiten, ist ein alter Grundsatz, den noch jetzt viele im Munde führen. Kant setzt sich mit ihm in der Dialektik der ästhetischen Urteilskraft auseinander. Denn wie auch in der Kritik der reinen Vernunft und der Kritik der praktischen Vernunft stößt er in der Kritik der Urteilskraft auf eine Antinomie in unserem Denkungsvermögen, einen Widerstreit zwischen zwei gleich scheinbaren und doch einander scheinbar ausschließenden Sätzen. Und wie auch in seinen anderen beiden Kritiken ist diese Antinomie von zentraler Bedeutung, erhebt sie uns doch zur Idee des Übersinnlichen und beweist den transzendentalen Idealismus als das einzige mögliche System.
Zitat: 0:08
Dialektik: 0:57
Die Dialektik der ästhetischen Urteilskraft: 3:51
Auflösung der Antinomie: 11:39
Der Zusammenhang der Schönheit mit der Moral: 27:38
Die Bedeutung der Dialektik der ästhetischen Urteilskraft: 32:36
Dank: 38:30
Ich bitte den Nachlass der Tonqualität am Ende zu entschuldigen.
Die Frage, ob sich über Geschmack streiten lässt, ist Thema der Dialektik der ästhetischen Urteilskraft in der Kritik der Urteilskraft: http://korpora.org/kant/aa05/337.html
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77UThumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 08 Feb 2025 - 38min - 39 - Kants Philosophie - Der Zusammenhang zwischen dem Schönen, dem Guten und der Freiheit
Das Schöne ist für Kant gleichsam die Versinnlichung des Moralischen. Die Harmonie in der schönen Form eines sinnlichen Dinges gleicht der Harmonie im übersinnlichen Verhältnis zwischen moralischen Wesen. Und in der Betrachtung des Schönen ist der Betrachter frei von sinnlichen Interessen, wie es auch der Moralische ist, und lässt auch sein Objekt frei sein, wie der Moralische die Freiheit seiner Mitmenschen achtet. Zitat: 0:08 Was ist Schönheit?: 0:53 Das Schöne als Versinnlichung des Guten: 7:39 Das Schönheitsideal: 19:08 - Die ästhetische Normalidee: 37:36 - Der sichtbare Ausdruck des moralischen Charakters: 57:52 Die Verdinglichung der Welt: 1:15:36 Die Selbstverdinglichung der Menschen: 1:22:35 Die Befreiung des Betrachters und des Betrachteten durch die Schönheit: 1:30:15 Schönheit als Weg zu einem religiösen Verhältnis zur Welt: 1:39:26 Exkurs: Romantik als Aufklärung: 1:48:06 Alles in der Natur ist schön: 1:52:23 Aufklärungsübung: Alles frei anschauen und seine Schönheit entdecken: 2:07:11 Dank: 2:13:39 Übersicht über die Gemütsvermögen und Kritiken nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/08/Gemuetsvermoegen-und-Kritiken-nach-Kant.jpg Übersicht über das Denkungsvermögen nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/09/Denkungsvermoegen-nach-Kant.jpg Über den Zusammenhang des Schönen mit dem Guten lese man die Kritik der ästhetischen Urteilskraft in der Kritik der Urteilskraft: http://korpora.org/kant/aa05/201.html. Weitere Bemerkungen, wenn auch keine tiefer gehenden Erklärungen, über das Schöne und die Moralität finden sich auch in Kants Beobachtungen über das Gefühl des Schönen und Erhabenen: http://korpora.org/kant/aa02/205.html. Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über: https://ko-fi.com/jonathanivoloewer https://www.patreon.com/jonathanivoloewer https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 01 Feb 2025 - 2h 14min - 38 - Kants Philosophie - Was ist Schönheit?
Das Wohlgefallen am Schönen ist subjektiv und doch allen Menschen gemein. Es ist nach Kant ein notwendiges Wohlgefallen, das nicht auf der Wirklichkeit eines Dings fußt, an dem wir ein Interesse haben, sondern das uns die Form einer Vorstellung bereitet, die für unser Erkenntnisvermögen zweckmäßig ist und es in ein freies Spiel versetzt. Zitat: 0:08 Einleitung: 1:12 2) Die Qualität des Geschmacksurteils : 4:02 - Interesse: 4:08 - Das Geschmacksurteil ist ein interesseloses Urteil: 21:31 - Wir können nie sicher sein, ganz ohne Interesse zu urteilen: 48:16 - Das Geschmacksurteil setzt Freiheit vom Interesse voraus: 54:05 - Das Geschmacksurteil setzt auch Freiheit vom Interesse am Guten voraus: 1:09:26 - Über das Schöne urteilen wir als Menschen überhaupt: 1:14:23 3) Die Relation des Geschmacksurteils: 1:22:17 - Zweckmäßigkeit: 1:22:48 - Das Schöne gefällt durch seine bloße Form: 1:28:22 - Das Schöne versetzt Verstand und Einbildungskraft in ein freies Spiel miteinander: 1:39:46 - Beim Geschmacksurteil findet ein freies Schematisieren der reflektierenden Urteilskraft statt: 1:56:52 - Der Zusammenhang von Schönheit und Wahrheit: 2:04:00 - Der Idealismus der Zweckmäßigkeit: 2:08:12 - Schön ist eine Vorstellung, mit der wir spielen können: 2:19:00 - Das Schöne gefällt, weil es unser Erkenntnisvermögen belebt: 2:22:50 4) Die Modalität des Geschmacksurteils: 2:28:41 - Das Schöne ist Gegenstand eines notwendigen Wohlgefallens: 2:29:17 - Die Urteilskraft ist heautonom und für das Gefühl der Lust und Unlust konstitutiv: 2:36:47 - Das Wohlgefallen am Schönen setzt einen Gemeinsinn voraus: 2:43:41 - Wie sind (ästhetische) synthetische Urteile a priori möglich?: 2:57:45 Dank: 3:03:15 Übersicht über das Denkungsvermögen nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/09/Denkungsvermoegen-nach-Kant.jpg Eine philosophische Auseinandersetzung mit dem und Erklärung des Schönen findet sich in der Kritik der ästhetischen Urteilskraft in Kants Kritik der Urteilskraft: http://korpora.org/kant/aa05/201.html. Als Einstieg empfiehlt sich die Lektüre von Kants Beobachtungen über das Gefühl des Schönen und Erhabenen: http://korpora.org/kant/aa02/205.html, die leichter zu lesen und philosophisch weniger tiefschürfend sind und worin zwar das Schöne nicht erklärt, aber beschrieben wird. Schließlich finden sich wertvolle ergänzende Bemerkungen, wo immer Kant über Anhropologie spricht, also in seiner Anthropologie in pragmatischer Hinsicht: http://korpora.org/kant/aa07/230.html, seinen Anthropologie-Vorlesungen: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_a3n3 | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_j8c0 und seinem handschriftlichen Nachlasses zur Anthropologie: http://korpora.org/kant/aa15/234.html. Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über: https://ko-fi.com/jonathanivoloewer https://www.patreon.com/jonathanivoloewer https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 25 Jan 2025 - 3h 03min - 37 - Kants Philosophie - Was ist Geschmack?
Der Geschmack ist nach Kant kein ganz eigenes Vermögen im Menschen, sondern er ist unsere ästhetische Urteilskraft. Er kann daher durch wiederholtes Urteilen und auch durch Beispiele im Laufe des Lebens geübt werden, wie es für die Urteilskraft überhaupt gilt. Seine Urteile sind dabei zwar subjektiv - aber erheben doch Anspruch auf allgemeine Gültigkeit, denn er ist ein Vermögen, zu beurteilen, was nicht nur dem Urteilenden allein, sondern jedermann ein Wohlgefallen bereiten wird. Dies ist ein (ästhetisches) synthetisches Urteil a priori. Zitat: 0:08 Das ästhetische Wohlgefallen und die anderen Arten der Lust: 0:23 Der Geschmack fällt (ästhetische) synthetische Urteile a priori: 1:34 Die Quantität des Geschmacksurteils: Das Schöne gefällt allgemein: 7:18 Die Bildung des Geschmacks: 22:20 Geschmacksurteile sind subjektiv und dennoch allgemein: 43:30 Der Gechmack beurteilt nicht, was ausnahmslos jedermann tatsächlich gefällt, mutet aber das Wohlgefallen jedermann wenigstens an: 47:08 Die gesellschaftliche Funktion des Geschmacks: 49:26 Mode verdirbt den Geschmack: 58:53 Relativismus ist angebracht in Bezug auf das Angenehme, nicht das Schöne: 1:03:55 Das Geschmacksurteil ist allgemein, ohne auf einem Begriff zu fußen: 1:14:57 Dank: 1:31:44 Ich bitte, die schwankende Tonqualität zu entschuldigen. Die Kategorientafel nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/10/Kategorientafel-nach-Kant.jpg Die Urteilstafel nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/10/Urteilstafel-nach-Kant.jpg Übersicht über die Urteilsarten nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/07/Urteilsarten-nach-Kant.jpg Übersicht über das Denkungsvermögen nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/09/Denkungsvermoegen-nach-Kant.jpg Den Geschmack untersucht Kant vor allem in seiner Kritik der ästhetischen Urteilskraft in der Kritik der Urteilskraft: https://korpora.org/kant/aa05/201.html. Wichtige ergänzende Bemerkungen zum Geschmack finden sich verstreut, wo immer er über Anthropologie spricht, also in seiner Anthropologie in pragmatischer Hinsicht: http://korpora.org/kant/aa07/230.html, seinen Anthropologie-Vorlesungen: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_a3n3 | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_j8c0 und seinem handschriftlichen Nachlasses zur Anthropologie: http://korpora.org/kant/aa15/234.html. Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über: https://ko-fi.com/jonathanivoloewer https://www.patreon.com/jonathanivoloewer https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 18 Jan 2025 - 1h 32min - 36 - Kants Philosophie - Was sind Lust und Schmerz?
Das menschliche Gemüt teilt sich nach Kant in drei Vermögen: Zwischen dem Erkenntnis- und Begehrungsvermögen liegt unser Vermögen, Lust und Unlust zu fühlen. Was es hiermit auf sich hat, ist für Kant eine zentrale, wenn auch vielleicht die schwierigste Frage für die Anthropologie. Und er macht drei Arten der Lust aus, nämlich zwischen der tierischen Sinnenlust am angenehmen und der geistigen intellektuellen Lust am Guten noch eine besondere ästhetische Lust am Schönen und Erhabenen. Diese zu erforschen, unternimmt Kant mit seiner Kritik der Urteilskraft. Zitat: 0:08 Das Gefühl der Lust und Unlust in Kants Denken: 0:36 Gefühle sind auf das Subjekt bezogene Vorstellungen, nicht aufs objekt bezogene wie die Empfindungen: 6:42 Gefühle sind immer mit Lust und Unlust verbunden: 17:04 Das Lustgefühl ist eine Vorstellung, die uns zu ihrem Erhalt bestimmt: 25:49 Lust ist ein Gefühl der Steigerung, Unlust der Hemmung unserer Lebenskraft: 31:55 Der Zusammenhang von Lust und Mut: 50:51 Die drei Arten der Lust: 59:28 A) Sinnenlust: Vergnügen am Angenehmen: 1:06:04 C) Intellektuelle Lust: Billigung des Guten: 1:36:35 B) Ästhetische Lust: Wohlgefallen am Schönen und Erhabenen: 1:53:38 Ästhetischer Empirismus: 1:55:50 Ästhetischer Rationalismus: 2:07:55 Kants teilnehmende Lösung des Streits zwischen Empirismus und Rationalismus durch seinen kritischen Rationalismus: 2:14:34 Dank: 2:23:24 Übersicht über die Gemütsvermögen und Kritiken nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/08/Gemuetsvermoegen-und-Kritiken-nach-Kant.jpg Übersicht über die Sinnlichkeit nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/08/Sinnlichkeit-nach-Kant.jpg Mit Lust und Unlust beschäftigt sich Kant vor allem in seiner Anthropologie. Man kann hierüber also die entsprechenden Passagen seiner Anthropologie in pragmatischer Hinsicht: http://korpora.org/kant/aa07/230.html, seiner Anthropologie-Vorlesungen: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_a3n3 | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_j8c0 und seines handschriftlichen Nachlasses zur Anthropologie: http://korpora.org/kant/aa15/234.html nachlesen. Auch in seinen Metaphysik-Vorlesungen finden sich kurze, aber aufschlussreiche Abschnitte zum Gefühl der Lust und Unlust: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0028kant/mode/2up | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0028kant_d7g2/mode/2up Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über: https://ko-fi.com/jonathanivoloewer https://www.patreon.com/jonathanivoloewer https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 11 Jan 2025 - 2h 23min - 35 - Kants Philosophie - Das Ergebnis der Kritik der reinen Vernunft: Die regulative Funktion d. Vernunft
In der Kritik der reinen Vernunft geht es Kant um die Frage, was reine, d. h. von jeder Erfahrung freie, Vernunft erreichen kann. Er weist nach: Sie ist nicht konstitutiv für unsere Erkenntnis. Das bedeutet: Sie kann keine eigenen Erkenntnisse hervorbringen und uns keinen neuen Bereich der Erkenntnis aufschließen. Wenn sie das Übersinnliche ergreifen will, wenn sie in der reinen Metaphysik nach der Unsterblichkeit der Seele, nach der Freiheit, nach Gott fragt, dann wird sie dialektisch, d. i. sie bringt nur lauter Schein hervor. Konstitutiv für unsere Erkenntnis ist nur der Verstand, nicht für die Erkenntnis des Übersinnlichen, sondern für die des Sinnlichen, denn seine Grundbegriffe, die zwölf Kategorien, sind Bedingung der Möglichkeit der Erfahrung, nach ihnen muss sich alle Natur richten. Die Vernunft und ihre Ideen sind aber deshalb nicht ganz nutzlos und chimärisch, sie haben nach Kant eine regulative Funktion: Sie dienen als Richtmaß für das Vorhandene und auch als Muster zur Hervorbringung von Neuem. Die Prinzipien der Vernunft verraten uns zwar nicht, wie die Welt der Erfahrung beschaffen ist, aber sie leiten uns darin an, es herauszufinden und sie zu begreifen. Zitat: 0:08 Kants Anliegen in der Kritik der reinen Vernunft Lösung seiner Frage: 0:59 Die transzendentale Dialektik kann nur durch den transzendentalen Idealismus gelöst werden: 26:04 Was von der Vernunft und ihren Ideen bleibt: 32:41 - Richtmaß der Beurteilung: 36:44 - Muster der Hervorbringung: 54:00 Die regulative Funktion der Vernunft: 1:03:08 Drei regulative Prinzipien der Vernunft: Homogenität, Spezifikation, Kontinuität: 1:07:52 Die drei Vernunftprinzipien ergeben sich aus den Kategorien bzw. Urteilen der Quantität: 1:30:14 Die Vernunft ist für unser Erkenntnisvermögen nicht konstitutiv, aber regulativ: 1:31:51 Die Prinzipien der Vernunft sind nicht objektiv, sondern subjektiv: 1:41:10 Auch das Ding an sich ist eine regulative Idee: 2:08:18 Kants Apologie Platons: 2:10:44 Dank: 2:18:01 Über das Ergebnis seiner Vernunftkritik und über die nicht konstitutive, aber regulative Rolle der Vernunft spricht Kant im Anhang zur transzendentalen Dialektik in der Kritik der reinen Vernunft: https://korpora.org/kant/aa03/426.html Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über: https://ko-fi.com/jonathanivoloewer https://www.patreon.com/jonathanivoloewer https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 21 Dec 2024 - 2h 18min - 34 - Kants Philosophie - Rationale Theologie: Gibt es einen Gott?
Zur Metaphysik gehörte im 18. Jahrhundert das Feld der rationalen Theologie. Anders als in der Offenbarungstheologie wird hier nicht von einer Offenbarung wie der Bibel ausgegangen, sondern es wird versucht, Gott durch die bloße Vernunft zu ergründen, was den Versuch einschließt, ihn mittels dieser auch zu beweisen. Kant aber zeigt in der Kritik der reinen Vernunft, dass die menschliche Vernunft in diesem Felde wie auch in anderen Gebieten dialektisch ist: Sie bringt Scheinbeweise hervor, mit denen sie sich selbst überredet, die aber der kritischen Überprüfung nicht standhalten. Kant kommt zu dem Schluss: Der Gedanke eines allerrealsten Wesens aller Wesen ist zwar ein notwendiges Ideal unserer Vernunft, dass diesem aber irgendeine Realität außerhalb unseres Denkens zukomme, lässt sich nicht beweisen. Zitat: 0:08 Die Vernunft ist dialektisch, wenn sie Gott zu beweisen versucht: 1:36 Gott ist nicht nur Grund der Wirklichkeit, sondern auch der Möglichkeit: 9:26 Gott ist nicht beweisbar: 20:49 Gott als allerrealstes Wesen: 24:04 Es kann nur ein einziges Ideal der reinen Vernunft geben: 42:05 Die Verortung des Ideals in der Architektonik von Kants System: 45:24 Anklänge an die Mystik bei Kant: 55:41 Der Gedanke an Gott ist notwendig, aber darum nicht zwingend auch das ihm entsprechende Ding: 1:02:23 Rationale Theologie kann als Disziplin Irrtümer über Gott verhüten, aber nicht als Doktrin Erkenntnis von Gott verschaffen: 1:06:58 Dank: 1:12:55 Die Kategorientafel nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/10/Kategorientafel-nach-Kant.jpg Zwar behandelt Kant das dialektische Ideal von Gott als allerrealstem Wesen in der Kritik der reinen Vernunft, um es vollständig zu verstehen, empfehle ich aber vor allem die Lektüre seiner vorkritischen Schrift über den einzig möglichen Beweisgrund zu einer Demonstration des Daseins Gottes: http://korpora.org/kant/aa02/063.html Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über: https://ko-fi.com/jonathanivoloewer https://www.patreon.com/jonathanivoloewer https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 14 Dec 2024 - 1h 13min - 33 - Kants Philosophie - Rationale Kosmologie: Wie ist die Welt aufgebaut und gibt es darin Freiheit?
Es ist laut Kant das merkwüridgste Phänomen der menschlichen Vernunft, dass sie sich in der rationalen Kosmologie, jenem Felde der Metaphysik, das sich mit der Welt als Ganzem befasst, in Antinomien verstrickt, also in einen Widerspruch mit sich selbst: Sie gerät hier in verschiedenen Fragen, nicht zuletzt der, ob es Freiheit gibt oder ob durchgängige Naturkausalität herrscht, auf eine These und eine Antithese, die beide gleich scheinbar sind, aber einander auszuschließen scheinen. Es ist diese Antinomie in unserer Vernunft, die Kant zuerst aus seinem dogmatischen Schlummer weckte und überzeugte, dass die Vernunft einer Kritik unterzogen werden müsse. Und es ist ihre Auflösung, auf die die ganze Kritik der reinen Vernunft hinausläuft. Zitat: 0:08 Die Dialektik in der rationalen Kosmologie: 2:12 Die Vernunft verwickelt sich in der rationalen Kosmologie in Antinomien: 6:14 Die Bedeutung der kosmologischen Antinomien: 14:51 Die vier kosmologischen Antinomien: 28:40 Die Antinomien fußen auf einem fehlerhaften Gebrauche der Grundsätze des Verstandes: 45:08 Mathematische und dynamische Antinomien: Welt und Natur: 53:32 Die Bedeutung der dritten Antinomie: Freiheit: 1:00:49 Die Bedeutung der anderen drei Antinomien: 1:17:50 In den Antinomien stehen sich Rationalismus und Empirismus gegenüber: 1:26:42 Auflösung der Antinomien: 1:34:00 Auflösung der mathematischen Antinomien: 1:42:20 Auflösung der dynamischen Antinomien: 1:54:38 Die Beseitigung des Wissens schafft Platz für den Glauben: 2:09:08 Ergebnis der Vernunftkritik in der Kosmologie: 2:16:05 Kants Anliegen in seiner kritischen Untersuchung der rationalen Kosmologie: 2:26:36 Dank: 2:36:42 Die Kosmologie und die in ihr vorkommenden Antinomien unserer Vernunft behandelt Kant in den entsprechenden Abschnitten seiner Kritik der reinen Vernunft: https://korpora.org/kant/aa03/281.html und seiner Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können: https://korpora.org/kant/aa04/338.html. Aufschlussreich ist auch die Lektüre einiger seiner Reflexionen aus dem handschriftlichen Nachlass zur Metaphysik: https://korpora.org/kant/aa17/ | https://korpora.org/kant/aa18/ Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über: https://ko-fi.com/jonathanivoloewer https://www.patreon.com/jonathanivoloewer https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 07 Dec 2024 - 2h 37min - 32 - Kants Philosophie - Rationale Psychologie: Haben wir eine geistige Seele oder sind wir nur unser Gehirn?
Die Metaphysik, die Wissenschaft vom Übersinnlichen, hat laut Kant die rationale Psychologie zu einem ihrer Teilgebiete, eine Wissenschaft, die aus bloßer Vernunft das Wesen unserer Seele zu ergründen versucht. In diesem Felde aber ist die Vernunft dialektisch, was bedeutet, dass sie einen gewissen Schein von Wahrheit erzeugt: Sie bringt vier Paralogismen, vier Scheinargumente hervor, denen zufolge unsere Seele ein unsterblicher Geist ist. So sehr diese Argumente aber in der Natur unserer Vernunft begründet sind und so scheinbar so klingen, so sind sie doch falsch, und die Auflösung dieser Dialektik ist ein Kernanliegen der Kritik der reinen Vernunft. Zitat: 0:08 Die Vernunft ist dialektisch, wenn sie die Seele zu erkennen versucht: 1:58 Die vier vermeintlichen Erkenntnisse über die Seele, die die Vernunft zu beweisen sucht: 6:07 Der Grundfehler in den vier Paralogismen von der Seele: 33:10 Die rationale Psychologie behandelt zwei der wichtigsten philosophischen Probleme der Moderne: 1:01:45 1. Empirischer Idealismus: Ist die Welt nur erträumt?: 1:03:23 2. Leib-Seele-Problem: Wie sind Seele und Körper verbunden?: 1:14:45 Kant bleibt mit seinen dogmatischen Ansichten inkonsequenterweise hinter der eigenen Kritik zurück: 1:52:29 Rationale Psychologie als positive Doktrin von der Seele ist nicht möglich: 1:54:41 Rationale Psychologie kann negative Disziplin in Bezug auf die Seele sein: 1:58:50 Spiritualismus und Materialismus sind gleichermaßen unbeweisbar: 2:01:54 Dank: 2:20:23 Wer an Kants Behandlung der Dialektik in der rationalen Seelenlehre interessiert ist, sollte nicht nur die entsprechende Passage in der zweiten Auflage der Kritik der reinen Vernunft: https://korpora.org/kant/aa03/262.html, sondern auch diejenige in der ersten Auflage: https://korpora.org/kant/aa04/215.html lesen, da Kant jenen Abschnitt erheblich umgearbeitet und gekürzt hat und die ursprüngliche Version klarer und erhellender ist. Ein vollständiges Bild von Kants Meinungen zur Seele, gerade auch zum Leib-Seele-Problem, kann sich aber nur machen, wer überdies die Abschnitte über rationale Psychologie in seinen Metaphysik-Vorlesungen liest: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0028kant/mode/2up | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0028kant_d7g2/mode/2up Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über: https://ko-fi.com/jonathanivoloewer https://www.patreon.com/jonathanivoloewer https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 30 Nov 2024 - 2h 20min - 31 - Kants Philosophie - Was ist Dialektik?
Die menschliche Vernunft ist laut Kant dialektisch, d. h. es liegt in ihrer Natur, sich in einem gewissen Feld - nämlich, sobald sie die Sinnenwelt transzendiert und Metaphysik zu treiben, sobald sie Erkenntnisse von der Seele, der Welt als Ganzem oder Gott sucht - in Widersprüche und Scheinbeweise zu verstricken. Diese Dialektik der Vernunft war es, die Kant zunächst wchrüttelte und auf die Unzulänglichkeit der bisherigen Metaphysik aufmerksam machte. Sie zu erklären und auch aufzulösen ist sein eigentliches Anliegen in der Kritik der reinen Vernunft, das andere gewissermaßen nur dessen Vorbereitung. Zitat: 0:08 Es liegt in der Natur unserer Vernunft, sich mit der Sinnenwelt nicht zufrieden zu geben und ins Übersinnliche zu streben: 0:29 Metaphysik, also Erweiterung unserer Erkenntnisse ohne Erfahrung, könnte nur durch synthetische Urteile a priori geschehen: 7:48 Dialektik: 12:14 Die drei dialektischen Ideen der Vernunft von Unsterblichkeit der Seele, Freiheit und Gott ergeben sich aus den Formen ihrer Schlüsse: 20:11 Die Ideen begründen in der Architektonik von Kants System die drei metaphysischen Wissenschaften der rationalen Psychologie, Kosmologie und Theologie: 44:46 Die Ideen sind von der Vernunft vorgenommene Totalisierungen deri drei Kategorien der Relation bzw. der drei vom Verstand vorgenommenen Synthesen im Erfahrungsprozess: 52:55 Die Vernunft verlangt vor allem Totalität der Bedingungen, nicht des aus ihnen Abgeleiteten: 58:42 Kants Ziel und Ergebnis in der Kritik der reinen Vernunft: 1:01:17 Dank: 1:05:58 Die Urteilstafel nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/10/Urteilstafel-nach-Kant.jpg Die Kategorientafel nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/10/Kategorientafel-nach-Kant.jpg Was ihm Dialektik bedeutet, erläutert Kant in der Einleitung in die transzendentale Logik: https://korpora.org/kant/aa03/079.html und der transzendentalen Dialektik: https://korpora.org/kant/aa03/234.html in der Kritik der reinen Vernunft. Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über: https://ko-fi.com/jonathanivoloewer https://www.patreon.com/jonathanivoloewer https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 23 Nov 2024 - 1h 06min - 30 - Kants Philosophie - Was ist Vernunft?
Das höchste der drei menschlichen Denkungsvermögen ist für Kant die Vernunft. Mit ihrem Bedürfnis nach vollständiger Einheit und Abschluss im Denken ist sie, was den Menschen auszeichnet und sich über den Alltag zum wissenschaftlichen Nachdenken über die Welt erheben lässt. Mit ihren Ideen ist sie es auch, die uns ganz über die Sinnenwelt erhebt und zum Übersinnlichen streben lässt. Inwiefern dieses Bestreben erfüllt werden kann und die Ideen der Vernunft Realität haben, ist eben die zentrale Frage, die Kants Kritik der reinen Vernunft untersucht. Zitat: 0:08 Die meisten wissen nicht, was Vernunft ist: 0:27 Die Vernunft ist ein höherer Verstand: 5:54 Formal ist die Vernunft das Vermögen der Schlüsse: 9:24 Die Vernunft ist das Vermögen der Prinzipien und damit der Rechtfertigung: 23:46 Unsere Welt ist jetzt noch ganz unvernünftig eingerichtet: 40:40 Die Vernunft fragt nach dem Grund der Dinge: 55:22 Die Vernunft bildet sich im Leben zuletzt aus: 1:02:56 Die Vernunft unterscheidet den Menschen am deutlichsten vom Tier: 1:06:43 Die Anlage zur Vernunft zeigt sich schon in kleinen Kindern, wird aber meist unterdrückt, statt entwickelt: 1:10:04 Die Vernünftigkeit eines Menschen zeigt sich am Grad seiner Konsequenz: 1:23:55 Die Vernunft ist das Vermögen der Ideen: 1:31:43 Ideale: 1:50:18 Chimären: 1:56:37 Kants Problem: Ohne Anschauung von ihnen ist die Realität unserer Ideen nicht beweisbar: 2:13:16 Dank: 2:26:54 Das Denkungsvermögen nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/09/Denkungsvermoegen-nach-Kant.jpg
Eine wichtige kleine Korrektur: Im Vortrag sage ich, dass der Verstand nach Kant verstehe, die Vernunft aber begreife. Tatsächlich gebraucht Kant nicht das Wort begreifen, sondern einsehen: Der Verstand versteht (was etwas ist), die Vernunft sieht (aus Gründen) ein. (Begreifen geschieht für Kant auch durch die Vernunft, aber zum Begreifen wird das Einsehen erst, wenn es die Sache zu jeder Absicht hinreichend einsieht.)
Über die Vernunft als Erkenntnisvermögen spricht Kant im entsprechenden Abschnitt der transzendentalen Dialektik in der Kritik der reinen Vernunft: https://korpora.org/kant/aa03/237.html Daneben finden sich viele wichtige Bemerkungen und Vergleiche mit den beiden anderen Denkungsvermögen in Kants handschriftlichem Nachlass zur Metaphysik: https://korpora.org/kant/aa17/ | https://korpora.org/kant/aa18/ und zur Anthropologie: https://korpora.org/kant/aa15/ Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über: https://ko-fi.com/jonathanivoloewer https://www.patreon.com/jonathanivoloewer https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 16 Nov 2024 - 2h 27min - 29 - Kants Philosophie - Die Grenzen der Erkenntnis: Der Schematismus und die Grundsätze des Verstandes
Die eigentliche Philosophie macht für Kant die Metaphysik aus und diese wiederum dreht sich nach ihm vor allem um die drei Vernunftideen von Gott, Freiheit und Unsterblichkeit der Seele. Wenn irgendeine rkenntnis von diesen drei Objekten möglich wäre, so könnte es nur durch synthetische Urteile a priori geschehen, also Urteile, die nicht aus der Erfahrung hervorgehen, die aber zugleich unsere Erkenntnis erweitern. Daher war die Fragestellung der Kritik der reinen Vernunft: Wie sind solche synthetischen Urteile a priori möglich? Und das Resultat seiner Untersuchung des Erkenntnisvermögens präsentiert Kant in den zum Teil dunklen und oft vernachlässigten Abschnitten vom Schematismus und den Grundsätzen des Verstandes: Wir haben zwölf Kategorien unseres Denkens, reine Verstandesbegriffe, durch die wir tatsächlich synthetische Urteile a priori fällen können - aber sie sind für uns leere Begriffe, solange wir sie nicht vermittelst eines zeitlichen Schemas auf die Sinnlichkeit beziehen, und daher erlauben uns die aus ihnen hervorgehenden synthetischen Urteile a priori, die Grundsätze des Verstandes, zwar Vorhersagen über die Beschaffenheit der Sinnenwelt und all unserer Anschauungen, Wahrnehmungen und Erfahrungen in derselben, aber sie erlauben uns nicht, auch nur einen einzigen Schritt über dieselbe hinaus in die übersinnliche Welt zu tun. Zitat: 0:08 Begriff und Anschauung lassen sich nicht ohne weiteres verknüpfen: 1:14 Die Schemata der Einbildungskraft: 6:36 Die transzendentalen Schemata: 13:58 Erklärung der einzelnen Schemata: 19:21 Die Kategorien sind leer ohne die Schemata: 42:06 Der Schematismus schränkt die Kategorien auf die Sinnlichkeit ein: 59:07 Die Grundsätze des Verstandes: 1:09:00 I) Die mathematischen Verbindungen: 1:11:57 - 1) Axiom der Anschauung: 1:13:53 - 2) Antizipation der Wahrnehmung: 1:24:21 - Das Gemeinsame der mathematischen Grundsätze: 1:30:18 II) Die dynamischen Grundsätze: 1:45:00 - 3) Analogien der Erfahrung: 1:50:19 - 4) Postulate des empirischen Denkens überhaupt: 2:13:48 Das Ergebnis der Kritik der reinen Vernunft: 2:28:28 Dank: 2:31:21 Die Kategorientafel nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/10/Kategorientafel-nach-Kant.jpg So schwierig gerade die Passage über den Schematismus ist, so kommt man bei diesem Thema nicht darum herum, die Analytik der Grundsätze in der Kritik der reinen Vernunft selbst zu lesen, denn in anderen Werken Kants werden die Schemata und die Verstandesgrundsätze kaum behandelt: http://korpora.org/kant/aa03/130.html Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über: https://ko-fi.com/jonathanivoloewer https://www.patreon.com/jonathanivoloewer https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 09 Nov 2024 - 2h 31min - 28 - Kants Philosophie - Was ist Urteilskraft?
Die Urteilskraft ist das zweite der drei von Kant untersuchten Denkungsvermögen. Sie hat eine zentrale Funktion, weil sie den Verstand und die Vernunft, das Denken und die Sinnlichkeit, das Allgemeine und das Besondere miteinander verbindet. Auch ist es gerade das eigene Urteil, für das keine Regel gegeben werden kann, weil es dann nicht mehr eigenes Urteil wäre und weil dann wieder über die Anwendung dieser Regel geurteilt werden müsste, wovor die Unaufgeklärten beständig davonzulaufen suchen. Zitat: 0:08 Der Verstand: 00:53 Die Urteilskraft ist ein angewandter Verstand:: 3:37 Aller Irrtum entspringt aus falschen Urteilen: 14:14 Die Urteilskraft kann sich nur im Laufe des Lebens entwickeln: 21:14 Mangel an Urteilskraft ist Dummheit: 25:04 Urteilskraft ist nicht erlernbar: 27:49 Menschen ohne Urteilskraft neigen zur Pedanterie: 31:10 Urteilskraft kann nicht gelehrt, aber geübt werden: 38:17 Aus Angst vor dem eigenen Urteilen begeben die Unaufgeklärten sich unter Vormundschaft: 48:32 Bestimmende und reflektierende Urteilskraft: 1:11:39 Die Kritik der Urteilskraft befasst sich mit der reflektiven Urteilskraft: 1:17:48 Zweckmäßigkeit ist der einzige Begriff, der a priori aus der Urteilskraft entspringt: 1:21:14 Exkurs: Unzweckmäßigkeit als Grundlage des Horror: 1:34:15 Die Technik der Natur als notwendiger Reflexionsbegriff: 1:41:09 Exkurs: Die Quantenphysik als Physik von der Natur, wo ihre Technik endet?: 1:55:57 Ästhetische und teleologische Urteilskraft: 1:59:08 Ausblick: 2:00:18 Dank: 2:01:55 Ich bitte den Nachlass der Tonqualität in der zweiten Hälfte zu entschuldigen. Das Denkungsvermögen nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/09/Denkungsvermoegen-nach-Kant.jpg
Über die Urteilskraft und ihre Bedeutung für den Menschen verbreitet Kant sich in seiner Anthropologie in pragmatischer Hinsicht: https://www.korpora.org/kant/aa07/196.html und auch seinen Vorlesungen zur Anthropologie: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_a3n3 | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_j8c0. Wer insbesondere an der reflektierenden Urteilskraft und ihrem Begriff der Zweckmäßigkeit bzw. einer Technik der Natur interessiert ist, sollte die Einleitung in die Kritik der Urteilskraft: https://www.korpora.org/kant/aa05/171.html, mehr noch aber die Erste Einleitung in die Kritik der Urteilskraft: https://www.korpora.org/kant/aa20/193.html lesen, die hierin noch klarer und ausführlicher ist. Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über: https://ko-fi.com/jonathanivoloewer https://www.patreon.com/jonathanivoloewer https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 02 Nov 2024 - 2h 02min - 27 - Kants Philosophie - Die Kategorientafel als Schlüssel zu Kants gesamtem philosophischen System
In der Kritik der reinen Vernunft stellt Kant eine Tafel der Kategorien unseres Verstandes auf, in denen alles Denken stattfindet. Diese Kategorien haben eine wichtige Funktion in Kants Erkenntnistheorie. Aber ihre Bedeutung reicht weit darüber hinaus: Als Elementarbegriffe unseres Denkens liegen sie allen nur irgend möglichen Gedanken zu Grunde. Daher stellen sie auch den Schlüssel zur Architektonik von Kants System dar: Immer wieder teilt Kant seine Begriffe gerade nach diesen zwölf Kategorien ein, teils explizit, teils ohne es dem Leser zu sagen. Deshalb kann der innere Zusammenhang von Kants System ohne die Kategorientafel unmöglich verstanden werden. Wie Kant zu gerade diesen zwölf Kategorien kommt und auch wie er stets in diesen Kategorien denkt, ist Gegenstand dieses Vortrags. Zitat: 0:08 Einleitung: 0:47 Die zwölf Kategorien gehen aus einer zweifachen logischen und einer dialektischen metaphysischen Einteilung des Begriffs der Verbindung hervor: 3:07 Die drei Kategorien jedes Titels korrespondieren mit Verstand, Urteilskraft und Vernunft: 27:04
Man versteht die Kategorien nicht und kann sie auch nicht kritisieren, wenn man nicht die architektonische Notwendigkeit der Kategorien begreift: 35:45 Die Prädikabilien als aus den Kategorien hervorgegangene reine Verstandesbegriffe: 43:38 Alles Denken ist von den zwölf Kategorien bestimmt: 49:31 Die Verwerfung der Kategorientafel in der heutigen Denkwirtschaft: 57:55 Die Kategorientafel ist Grundlage der Ontologie: 1:16:35 Beispiele für die Benutzung der Kategorientafel durch Kant als Grundlage seiner Architektonik: 1:22:45 - Die Kategorien der Freiheit: 1:26:28 - Die Kategorien in der Mathematik: 1:30:25 - Was eine Definition und ein vollkommener Begriff sind nach den Kategorien: 1:31:50 - Das Nichts nach den Kategorien: 1:39:40 Die Kategorientafel verbürgt architektonische Vollständigkeit des Systems: 1:46:04 Die Begriffe der Einteilung und Zuordnung, die möglichen Arten des Philosophierens und die Felder der reinen Metaphysik werden alle von Kant nach den Kategorien eingeteilt: 1:47:47 Kants Systematik ist unzeitgemäß in der relativistischen Gegenwart: 2:07:08 Die Kategorientafel lässt sich auch dort anwenden, wo Kant selbst es nicht tat: 2:14:48 Mittels der Kategorientafel lässt sich das eigene Denken berichtigen: 2:38:08 Die Kategorien dürfen nicht leere Begriffe sein, sondern bedürfen der Anschauung: 2:44:47 Wilde Begriffe: 2:52:49 Mittels der Kategorien sind synthetische Urteile a priori möglich, aber nur, wenn sie mögliche Erfahrung betreffen: 2:56:06 Die Kategorien machen reine Naturwissenschaft möglich: 3:01:44 Dank: 3:04:42 Die Kategorientafel nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/10/Kategorientafel-nach-Kant.jpg Die Kategorientafel findet man in der Kritik der reinen Vernunft in den §en 10.-12. vorgestellt: https://www.korpora.org/kant/aa03/090.html, auch werden die Kategorien in Kants Vorlesungen zur Metaphysik besprochen: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0028kant/mode/2up | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0028kant_d7g2/mode/2up Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über: https://ko-fi.com/jonathanivoloewer https://www.patreon.com/jonathanivoloewer https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 26 Oct 2024 - 3h 05min - 26 - Kants Philosophie - Die Kategorientafel vollständig erklärt
In der Tafel der Kategorien, die Kant aus der Urteilstafel ableitet und in der Kritik der reinen Vernunft präsentiert, sind die zwölf reinen Verstandesbegriffe aufgelistet, die all unser Denken bestimmen. Sie macht das Herzstück von Kants Philosophie aus. Nicht nur spielen die Kategorien eine entscheidende Rolle in seiner Erkenntnistheorie, denn sie sind nach ihm Bedingung der Möglichkeit der Erfahrung, d. h. all unsere Erfahrung, die immer ein Verbinden und zu einem System Synthetisieren der sinnlichen Wahrnehmung durch den Verstand ist, verläuft nach diesen Kategorien. Sondern sie sind auch das Grundgerüst der Architektonik von Kants System und begegnen in allen Teilen seiner Philosophie immer wieder. Ohne sie zu verstehen, kann man Kants System nicht begreifen. Daher soll hier die Bedeutung jeder der zwölf Kategorien erläutert werden. Zitat: 0:08 Bedeutung der Kategorientafel: 00:48 Die Kategorientafel: 6:29 Die zwei Klassen von Kategorien: 11:37 I) Mathematische Kategorien: 15:42 1) Quantität: 15:52 2) Qualität: 25:58 - Das Ding an sich ist nach der Kategorie der Limitation zu denken: 49:57 II) Dynamische Kategorien: 55:56 3) Relation: 56:53 - Substanz und Akzidenz: 59:19 - Kausalität: 1:30:08 - Gemeinschaft: 1:32:37 4) Modalität: 2:00:06 Der Unterschied der mathematischen und dynamischen Kategorien: 2:22:21 Die in den Kategorien ausgedrückte Verbindung der Dinge wird gedacht, nicht wahrgenommen: 2:27:14 Dank: 2:39:35 Die Kategorientafel nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/10/Kategorientafel-nach-Kant.jpg Die Kategorientafel findet man in der Kritik der reinen Vernunft in den §en 10.-12. vorgestellt: https://www.korpora.org/kant/aa03/090.html, auch werden die Kategorien in Kants Vorlesungen zur Metaphysik besprochen: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0028kant/mode/2up | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0028kant_d7g2/mode/2up Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über: https://ko-fi.com/jonathanivoloewer https://www.patreon.com/jonathanivoloewer https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 26 Oct 2024 - 2h 40min - 25 - Kants Philosophie - Die Urteilstafel vollständig erklärt
Alles Denken ist für Kant urteilen und damit verbinden und aufeinander beziehen von Vorstellungen. Unser Urteilen aber geschieht auf zwölf verschiedene Weisen, die sich in einer Tafel aller Urteile abbilden lassen, die Kant in der Kritik der reinen Vernunft und in seinen Vorlesungen gibt. Diese Urteilstafel ist von nicht zu überschätzender Wichtigkeit für Kant, denn sie bildet alle nur irgend möglichen Akte unseres Denkens der Form nach ab, nach ihr lassen sich also alle möglichen Gedanken ordnen, verstehen und sogar herleiten. Sie liegt der Architektonik von Kants System zugrunde und sie muss verstehen, wer immer Kant systematisch verstehen will. Hier wird sie und jedes der zwölf darin vorkommenden Urteile erklärt. Zitat: 0:08 Die Bedeutung der Urteilstafel: 1:08 Die Urteilstafel: 4:18 I) Mathematische Urteile: 9:50 1) Quantität: 11:13 2) Qualität: 19:54 II) Dynamische Urteile: 40:16 3) Relation: 41:42 4) Modalität: 58:51 Jedes Urteil ist nach allen vier Titeln bestimmt: 1:18:48 Es gibt nur diese zwölf Formen von Urteilen: 1:20:36 Die Grundprinzipien der Logik gehen aus den Urteilsfunktionen hervor: 1:29:15 Dank: 1:44:41
Die Urteilstafel nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/10/Urteilstafel-nach-Kant.jpg
Die Urteilstafel stellt Kant in § 9. der Kritik der reinen Vernunft vor: http://korpora.org/kant/aa03/086.html Er ist dort aber wenig ausführlich. Wer Näheres zu den einzelnen Urteilsfunktionen nachlesen will, sollte daher Kants Vorlesungen zur Logik studieren: https://www.archive.org/details/kantsgesammeltes241imma | https://www.archive.org/details/kantsgesammeltes242imma Oder auch seinen handschriftlichen Nachlass zur Logik: http://korpora.org/kant/aa16/ Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über: https://ko-fi.com/jonathanivoloewer https://www.patreon.com/jonathanivoloewer https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 12 Oct 2024 - 1h 45min - 24 - Kants Philosophie - Die Vermittlung des Streits zwischen Empirimus und Rationalismus
Den Verstand beschreibt Kant als das Vermögen der Begriffe. Diese Begriffe aber teilen sich in zwei Klassen: empirische Begriffe und reine Begriffe, welch letztere trotz ihrer Reinheit noch immer sinnlich oder aber reine Verstandesbegriffe, auch Notionen oder Intellectualia genannt, sein können. Deren Ursprung ist eine alte Streitfrage in der Philosophie: Entstammen sie den Sinnen, wie die Empiristen meinen, oder dem Verstand, wie die Rationalisten lehren? Wie auch in anderen Fragen vertritt Kant zwar den Rationalismus, aber einen durch den Empirismus berichtigten subjektiven und kritischen Rationalismus. Zitat: 0:08 Der Verstand als Vermögen der Begriffe: 0:24 Der Ursprung der empirischen Begriffe: 1:36 Die Rolle von Witz und Urteilskraft in der Begriffsbildung: 9:13 Der Unaufgeklärte kann nicht von der Sinnlichkeit abstrahieren: 23:24 Der Verstand bildet sich zuerst aus: 39:38 Der Verstand sucht stets nach Regeln, auch wo sich keine finden lassen: 42:39 Die reinen Verstandesbegriffe: 48:02 Ontologie wird bei Kant Transzendentalphilosophie: 1:05:49 Die Physiologie der Vernunft: 1:12:31 Empirismus: 1:20:02 Rationalismus: 1:25:07 Kants Lösung des Streits von Empirismus und Ratuonalismus: 1:35:49 Der Prozess der Begriffsbildung verläuft bei empirischen und reinen Verstandesbegriffen gleich: 1:47:10 Dank: 1:54:47 Den Vorgang der Begriffsbildung findet man vor allem in Kants Logik: http://korpora.org/kant/aa09/001.html und in seinen Vorlesungen zur Logik: https://archive.org/details/kantsgesammeltes241imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes242imma/page/n7/mode/2up beschrieben.
Über den Witz und die Urteilskraft, die hieran beteiligten Vermögen, kann man am ehesten in seiner Anthropologie in pragmatischer Hinsicht: http://korpora.org/kant/aa07/196.html und seinen Vorlesungen zur Anthropologie nachlesen: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_a3n3 | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_j8c0 Die Fragestellung der Physiologie der Vernunft und damit den Streit zwischen Empiristen und Rationalisten findet man schließlich in § 10. der Kritik der reinen Vernunft aufgelöst: http://korpora.org/kant/aa03/090.html Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über: https://ko-fi.com/jonathanivoloewer https://www.patreon.com/jonathanivoloewer https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Sat, 05 Oct 2024 - 1h 55min - 23 - Kants Philosophie - Was ist der Verstand?
Den Verstand beschreibt Kant in der Kritik der reinen Vernunft als das Vermögen der Regeln oder der Begriffe: Durch ihn erst verstehen wir unsere Wahrnehmungen und erhält die Sinnlichkeit einen Sinn. Zitat: 0:08 Der Verstand ist das Vermögen der Begriffe: 0:25 Begriffe sind nicht dasselbe wie Wörter: 12:34 Wer klares Denken will, sollte sich für klare Begriffe einsetzen: 22:13 Menschen reden oft aneinander vorbei, weil sie unterschiedliche Begriffe haben, selbst bei gleichen Wörtern: 35:49 Jeder Mensch hat nach seinen eigenen Begriffen Recht: 44:03 Die meisten Menschen leben in einer Phantasiewelt, statt in der Wirklichkeit: 54:31 Begriffe bilden nicht bloß die Wirklichkeit ab, sondern machen sie erst und entwickeln sich: 1:11:41 Die Arbeit des Begriffs: 1:31:00 Schluss: 1:41:41 Dank: 1:42:38 Über die Rolle des Verstandes als Regelvermögen und der Begriffe lese man am besten die entsprechenden Passagen in Kants Anthropologie in pragmatischer Hinsicht: http://korpora.org/kant/aa07/196.html und in seinen Vorlesungen über Anthropologie: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_a3n3 | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_j8c0, sowie insbesondere zu den Begriffen Kants Vorlesungen über Logik: https://archive.org/details/kantsgesammeltes241imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes242imma Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über: https://ko-fi.com/jonathanivoloewer https://www.patreon.com/jonathanivoloewer https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 28 Sep 2024 - 1h 43min - 22 - Kants Philosophie - Was ist Erfahrung?
Eine wichtige Einsicht Kants ist, dass wir Erfahrung nicht haben, sondern machen. Sie ist empirische Erkenntnis. Als solche fußt sie zwar auf der Sinnlichkeit, ist aber nicht nur sinnlich. Eine bloße sinnliche Wahrnehmung wäre blind; wir wüssten nicht, was es ist, das wir wahrnehmen. Erst dadurch kommt Erfahrung zustande, dass der Verstand mehrere Wahrnehmungen verknüpft und synthetische Einheit in sie bringt. Dieser Akt des Verstehens oder der Intellektion ist der dritte der synthetisierenden Verstandesakte nach der Apperzeption und Apprehension. Zitat: 0:08 Apperzeption, Apprehension und Intellektion: 1:06 Erkenntnis ist eine objektive Vorstellung: 5:00 Erfahrung hat man nicht, sondern macht man: 11:52 Der heutige passive Erfahrungsbegriff und seine Folgen: 25:31 - Der Unsinn, Ausgewachsene hätten mehr Lebenserfahrung als Kinder und Jugendliche: 26:37 - Vorgebliche Erfahrung als Grund, seine Meinung nicht auf Grund von Fakten ändern zu müssen: 32:40 - Die Befindlichkeitsmoral der woken Linken: 35:04 - Die Berufung auf angebliche eigene Erfahrung als Immunisierungsstrategie: 44:46 - Berufung auf Erfahrung als Verantwortungsflucht: 51:55 Erfahrung ist ein System von Wahrnehmungen: 58:07 Dank: 59:03 Kants Erfahrungsbegriff bildet ein zentrales Thema seiner Kritik der reinen Vernunft, besonders der transzendentalen Analytik: http://korpora.org/kant/aa04/056.html Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über: https://ko-fi.com/jonathanivoloewer https://www.patreon.com/jonathanivoloewer https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 21 Sep 2024 - 59min - 21 - Kants Philosophie - Apprehension: Die Rolle der Einbildungskraft in der Erfahrung
Damit unsere mannigfaltigen Sinneseindrücke eine gemeinsame Wahrnehmung ausmachen können, müssen sie nach Kant erst mittels der Einbildungskraft aufgefasst bzw. apprehendiert werden. Dieses ist zwar ein empirischer Vorgang, aber einer, bei dem die Einbildungskraft doch unter Leitung des Verstandes steht, welcher somit synthetische Einheit in die Vorstellung des wahrgenommenen Objekts bringt. Zitat: 0:08 Wiederholung: Apperzeption: 0:28 Die Rolle der Einbildungskraft in der Wahrnehmung: 2:15 Beispiele für die Mitwirkung der Einbildungskraft an der Wahrnehmung: 10:20 Exkurs: Die meisten Menschen können nicht lesen: 18:12 Die Einbildungskraft wirkt nicht nur am Lesen oder Deuten von Zeichen mit: 29:04 Die Apprehension: 41:52 Die Reproduktion vergangener Wahrnehmungen durch die Einbildungskraft: 46:39 Der Zusammenhang von Apprehension und Apperzeption: 50:55 Dank: 57:56 Über die Apprehension schreibt Kant nur sehr wenig und auch sehr dunkel. Wer es nachlesen will, halte sich an die transzendentale Deduktion der reinen Verstandesbegriffe in der Kritik der reinen Vernunft. Da Kant diese Passage zwischen der ersten und zweiten Auflage beträchtlich geändert hat und sie übrigens kurz ist, empfehle ich zum besseren Verständnis beide Versionen zu lesen: http://korpora.org/kant/aa03/107.html | http://korpora.org/kant/aa04/074.html Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über: https://ko-fi.com/jonathanivoloewer https://www.patreon.com/jonathanivoloewer https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 14 Sep 2024 - 58min - 20 - Kants Philosophie - Die Apperzeption: Das Selbstbewusstsein als Akt des Denkens
Das Denken ist nach Kant eine Tätigkeit des Verknüpfens. Alles Material unserer Vorstellungen kommt aus der Sinnlichkeit, aber es ist das Denken, welches es zusammensetzt und ihm die Form gibt. Der erste verbindende Akt des Denkens ist dabei die Apperzeption, wodurch die verschiedenen Vorstellungen in unserem Bewusstsein gedacht werden als zu einem und demselben Subjekt als eben dessen Vorstellungen gehörig. Zitat: 0:08 Alles Denken ist Verbinden: 0:55 Das Denkungsvermögen: 18:39 Der Verstand: 22:47 Das Ich ist der erste Akt des Denkens: 27:41 Der Irrtum im cartesischen „Ich denke, also bin ich“: 33:14 Das „Ich denke“ muss alle meine Vorstellungen begleiten können: 40:13 Empirische und reine Apperzeption: 46:22 Homo noumenon und phaenomenon: 1:09:30 Das Ich an sich ist nicht erkennbar: 1:22:33 Die transzendentale Einheit der ursprünglichen Apperzeption ist Bedingung der Möglichkeit der Erfahrung: 1:40:39 Dank: 1:47:32 Übersicht über das Denkungsvermögen nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/09/Denkungsvermoegen-nach-Kant.jpg Obwohl diese Passagen zu den dunkelsten und schwierigsten bei Kant gehören, weiß ich, sowohl zur verbindenden Arbeit des Verstandes überhaupt als auch zur Apperzeption keine bessere Leseempfehlung zu geben als die transzendentale Deduktion der reinen Verstandesbegriffe in der Kritik der reinen Vernunft: http://korpora.org/kant/aa03/107.html Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über: https://ko-fi.com/jonathanivoloewer https://www.patreon.com/jonathanivoloewer https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 07 Sep 2024 - 1h 47min - 19 - Kants Philosophie - Die Sinnlichkeit und Raum und Zeit als Anschauungsformen
Die Kritik der reinen Vernunft hebt mit einer Besprechung der Sinnlichkeit, unseres empfangenden Erkenntnisvermögens an. Und mit einer von Kants wichtigsten, ja einer der wichtigsten Entdeckungen der ganzen menschlichen Geistesgeschichte: Raum und Zeit existieren nicht an sich, weder als absolute Behältnisse der Dinge, noch als deren objektive Verhältnisse zueinander. Sie sind vielmehr die Formen unserer sinnlichen Anschauung. Wir können daher nicht anders, als alles, was wir empfinden, ja selbst uns einbilden, uns in Raum und Zeit vorzustellen, und insofern sind sie Bedingung der Möglichkeit aller Erfahrung und haben völlige Realität in Hinsicht aller uns erscheinenden Dinge. Die Dinge an sich aber müssen wir uns jenseits von Raum und Zeit denken, eben weil wir sie nicht anschauen und Raum und Zeit nur Formen unserer Anschauung sind. Diese Idealität von Raum und Zeit - zusammen mit der Realität der Freiheit - ist nach Kants eigener Aussage eine der beiden Türangeln, an denen seine ganze kritische Philosophie hängt. Zitat: 0:08 Die Sinnlichkeit: 0:51 Sinn: 5:01 Einbildungskraft: 8:35 Empfindung: 17:58 Exkurs: Die hanebüchene Leugnung der Anschauung in der zeitgenössischen philosophy of mind: 46:27 Das Subjektive kommt vom Objekt, das Objektive vom Subjekt: 1:15:42 Raum und Zeit als Anschauungsformen: 1:22:09 Kants teilnehmende Vermittlung zwischen Leibniz und Newton: 1:48:27 Das Wesen der Anschauungsformen Raum und Zeit: 2:03:08 Empirische und reine Anschauung: 2:09:08 Wie ist Mathematik möglich?: 2:15:00 Synthetische Urteile bedürfen immer der Anschauung: 2:22:32 Wahrnehmung ist noch nicht Erfahrung: 2:27:44 Dank: 2:30:43 Übersicht über die Sinnlichkeit nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/08/Sinnlichkeit-nach-Kant.jpg Kants Theorie von Raum und Zeit als Anschauungsformen liest man am besten in der transzendentalen Ästhetik in der Kritik der reinen Vernunft nach: http://korpora.org/kant/aa03/049.html, die auch beinahe den klarsten Teil dieses Werkes ausmachen. Auch die Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können: http://korpora.org/kant/aa04/253.html, sowie auch die späteren Metaphysik-Vorlesungen geben hierüber Aufschluss: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0028kant/mode/2up | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0028kant_d7g2/mode/2up Die ausführlichste Beschreibung der Sinnlichkeit, ihrer Teile und Funktionen stellt Kant allerdings im Rahmen seiner anthropologischen Überlegungen an, so in seiner Anthropologie in pragmatischer Hinsicht: http://korpora.org/kant/aa07/140.html oder in seinen Anthropologie-Vorlesungen: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_a3n3 | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_j8c0 Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über: https://ko-fi.com/jonathanivoloewer https://www.patreon.com/jonathanivoloewer https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 31 Aug 2024 - 2h 31min - 18 - Kants Philosophie - Wie sind (logische) synthetische Urteile a priori möglich?
Wie (logische) synthetische Urteile a priori möglich sind, ist die zentrale Frage der Kritik der reinen Vernunft: Urteile, die unsere Erkenntnis erweitern, aber dabei doch nicht auf Erfahrung fußen. Kants Antwort lautet: Nur analytische Urteile sind diskursiv, also Urteile des bloßen begrifflichen Denkens. Alle synthetischen Urteile bedürfen einer Anschauung, in der sie die Begriffe verbinden und durch die sie die Erkenntnis erweitern. Der Mensch hat aber nach Kant nur eine sinnliche, also eine empfangende Anschauung, keine intellektuelle, also ihre Gegenstände selbsttätig hervorbringende Anschauung. Damit sind synthetische Urteile a priori zwar möglich - aber nur immanente von Gegenständen der Erfahrung (Phänomenen), sie können niemals transzendent auf Dinge an sich (Noumene) gehen. Zitat: 0:08 Einführung: 1:24 Das Vorstellungsvermögen: 3:50 Anschauung und Denken: 11:17 Exkurs: Geist und Buchstabe in der Philosophie: 24:00 Synthetische Urteile bedürfen stets der Anschauung: 31:42 Synthetische Urteile a priori sind nur von Erscheinungen möglich: 42:02 Dank: 48:27 Das Thema dieses und der folgenden Vorträge wird in Kants Kritik der reinen Vernunft: https://korpora.org/kant/aa03/ am gründlichsten und erschöpfendsten behandelt. Aber es dürfte dort auch am schwierigsten dargestellt sein. Daher mag der Anfänger sich zunächst mehr an die Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können: https://korpora.org/kant/aa04/253.html, halten, worin Kant die Hauptgedanken des vorgenannten Werkes zur Einführung in dasselbe darzustellen versuchte. Darüber hinaus empfehle ich auch die Lektüre seiner Metaphysik-Vorlesungen: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0028kant/mode/2up | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0028kant_d7g2/mode/2up, die zwar auch viel Scholastisches und viele Auseinandersetzungen mit der damaligen Schulmetaphysik enthalten, gerade aber in ihren allgemeinen und einführenden Abschnitten oft leichter verständlich sind, als die Kritik der reinen Vernunft. Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über: https://ko-fi.com/jonathanivoloewer https://www.patreon.com/jonathanivoloewer https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 24 Aug 2024 - 48min - 17 - Kants Philosophie - Transzendentaler Idealismus
Die kopernikanische Revolution, die Immanuel Kant im Denken herbeigeführt hat - und die bis heute kaum in ihrer ganzen Tiefe und Tragweite erfasst wurde -, besteht in der Wende vom transzendentalen Realismus, dem notwendigen Weltbild aller Unaufgeklärten, zum transzendentalen Idealismus. Dies markiert den Höhepunkt der Aufklärung, die durchaus weit mehr und weit radikaler ist als das bisschen Vorurteilsfreiheit oder Kirchenkritik, worauf man sie gerne reduziert. Und dies ist die Einsicht, auf der Kants ganze Philosophie gründet (um hier nicht von ihrem Einfluss sowohl auf die Fortdenker als auch auf die Epigonen Kants, auf Fichte, Schelling, Hegel, Schiller, Schopenhauer und andere mehr zu sprechen). Seine Erkenntnistheorie, seine Metaphysikkritik, sein Freiheitsbegriff, seine Moralphilosophie, seine Religionsphilosophie - sie alle werden nur durch seinen transzendentalen Idealismus verständlich. Dieser aber besteht in der simplen Erkenntnis: Was immer in unserem Bewusstsein ist, ist eben darum eine Vorstellung, nicht ein an sich existierendes Ding. Zitat: 0:08 Transzendentalphilosophie als ein neuer Modus des Philosophierens: 0:16 Der Ort der Transzendentalphilosophie in Kants architektonischem System: 14:28 Transzendental und transzendent: 23:26 Bedeutung und Schwierigkeit des transzendentalen Idealismus: 29:30 Der transzendentale Idealismus: 40:22 Das physische und das transzendentale Ding an sich: 49:07 Das "Ich denke" muss all meine Vorstellungen begleiten können: 1:06:14 Häufige Missverständnisse: Der transzendentale Idealismus erklärt die Welt nicht zum bloßen Schein: 1:17:37 Ohne transzendentalen Idealismus droht der Skeptizismus: 1:29:44 Ohne transzendentalen Idealismus sind Gott und Religion unmöglich: 1:44:04 Ohne transzendentalen Idealismus sind Naturgesetze und Naturwissenschaft unmöglich: 1:50:01 Erkenne dich selbst: 2:02:30 Inwiefern Kant eine "kopernikanische Wende" eingeläutet hat: 2:07:50 Kritische Philosophie lässt uns entdecken, dass wir Täter sind und nicht Opfer: 2:17:24 Dank: 2:31205 Ich bitte den Nachlass der Tonqualität in der zweiten Hälfte zu entschuldigen. Ich weiß keine bessere Einführung in den transzendentalen Idealismus und keine verständlichere Erklärung seines zentralen Gedankens als Fichtes Erste Einleitung in die Wissenschaftslehre: https://www.uni-trier.de/fileadmin/fb1/PHI/Fichte_Einleitungen_in_die_Wissenschaftslehre.pdf und das zweite Buch seiner Bestimmung des Menschen: https://www.projekt-gutenberg.org/fichte/bestimmu/chap005.html. Dies sind freilich keine Werke Kants. Möchte man diesen selbst hierüber lesen, halte man sich an die Leseempfehlungen, die ich unter den folgenden Vorträgen gebe, denn dieselben Werke Kants, die der Kritik des Erkenntnisvermögens gewidmet sind, sind es auch, die den transzendentalen Idealismus behandeln. Doch kein einziges dieser Werke ist leichte Kost und kein einziges unter ihnen würde ich einem Anfänger in der Philosophie für den Einstieg empfehlen; sie alle hat Kant für Fachphilosophen seiner Tage geschrieben, nicht für ein Laienpublikum. Die beiden genannten Werke Fichtes dagegen sind nicht nur kurz und ganz auf die Hauptsache, die Erklärung des transzendentalen Idealismus, beschränkt, sie sind auch dezidiert populäre Schriften, d. h. für philosophisch interessierte Laien verfasst. Und da gerade der transzendentale Idealismus der revolutionäre Gedanke Kants ist, der fast seinen ganzen Wert als Philosoph ausmacht und mit dem das Verständnis seiner gesamten Philosophie steht und fällt, nehme ich mir hier heraus, jene Schriften zu empfehlen, die ihn nach meinem Urteil am besten vermitteln, selbst wenn sie nicht aus Kants eigener Feder stammen. Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.aiSat, 10 Aug 2024 - 2h 32min - 16 - Kants Philosophie - Das Projekt der Vernunftkritik: Erscheinung und Ding an sich
Die Revolution, die Kant im Denken ausgelöst hat, fußt wesentlich auf seiner Scheidung zwischen Sinnlichkeit und Verstand und entsprechend zwischen Erscheinungen (Phaenomena) und Dingen an sich (Noumena). Sie muss man verstehen, um Kants Projekt einer Kritik der reinen Vernunft zu verstehen, deren Frage wesentlich die nach der Erkennbarkeit der Dinge an sich und nach dem Vermögen unserer Intellektualität ist. Aber diese Unterscheidung muss auch verstehen, wer in der Philosophie überhaupt irgendetwas begreifen will. Sie ist eine der größten Leistungen der Philosophiegeschichte und zugleich ein Schlüssel zu dieser. Zitat: 0:00 Kants Kritik an der leibniz-wolffischen Bestimmung von Sinnlichkeit und Verstand: 2:20 Kants Bestimmung von Sinnlichkeit und Verstand: 12:04 Erscheinung und Ding an sich: 20:14 Die Bedeutung von Kants Unterscheidung: 29:53 Die klare Unterscheidung von Sinnlichkeit und Intellektualität ist ein Akt der Aufklärung: 46:20 Kants Unterscheidung löst viele Probleme der Philosophiegeschichte: 48:56 Kants Fragestellung: Sind synthetische Urteile vom Übersinnlichen und ist damit reine Metaphysik möglich?: 1:10:06 Die drei Vermögen des Gemüts und die Anwendung der kritischen Fragestellung auf sie: 1:16:26 Der Aufbau der Kritiken: 1:35:05 Kants Lösung des Streits zwischen Empirismus und dogmatischem Rationalismus durch seinen kritischen Rationalismus: 1:37:02 Dank: 1:53:09 Übersicht über die Gemütsvermögen und Kritiken nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/08/Gemuetsvermoegen-und-Kritiken-nach-Kant.jpg Das Thema dieses Vortrags durchzieht die ganze Kritik der reinen Vernunft: https://korpora.org/kant/aa03/ Den besten Überblick über sein ganzes kritisches Projekt und System gibt Kant in der Einleitung in die Kritik der Urteilskraft: https://korpora.org/kant/aa05/171.html oder auch in der Ersten Einleitung in die Kritik der Urteilskraft: https://korpora.org/kant/aa20/193.html Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über: https://ko-fi.com/jonathanivoloewer https://www.patreon.com/jonathanivoloewer https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 03 Aug 2024 - 1h 53min - 15 - Kants Philosophie - Das Projekt der Vernunftkritik: Wie sind synthetische Urteile a priori möglich?
Die Unterscheidung unserer Urteile in analytische und synthetische gehört zu Immanuel Kants wichtigsten Errungenschaften. Dass die Metaphysik, der Kern aller philosophischen Wissenschaft, auf unsicherem Fundament stand und noch keine rechte Wissenschaft war, hatte er schon lange gefühlt. Aber nun konnte er den Versuch, sie zu einer Wissenschaft zu erheben, auf eine einzige Frage bringen, die die zentrale Frage seines Projekts einer Kritik der reinen Vernunft werden sollte: Wie sind synthetische Urteile a priori möglich? Zitat: 0:08 Das Projekt der Vernunftkritik: 0:51 Was ist ein Urteil?: 3:50 Analytische und synthetische Urteile: 7:57 Urteile a priori und a posteriori: 19:34 Die Bedeutung der Scheidung in analytische und synthetische Urteile für die Metaphysik: 41:28 Wie sind analytische Urteile möglich?: 45:52 Wie sind synthetische Urteile a posteriori möglich?: 53:49 Die Frage der Transzendentalphilosophie: Wie sind synthetische Urteile a priori möglich? 56:08 Exkurs: Der spätere Zweifel, ob synthetische Urteile a priori überhaupt möglich sind, und was er bedeutet: 58:30 Die Beantwortung dieser Frage muss aller Metaphysik vorhergehen: 1:10:34 Dank: 1:14:14
Übersicht über die Urteilsarten nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/07/Urteilsarten-nach-Kant.jpg
Die beste und bündigste Erklärung Kants zu diesem Gegenstand dürfte die in der Einleitung (IV. der 2. Auflage) zur Kritik der reinen Vernunft sein: http://korpora.org/kant/aa03/033.html Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.aiSat, 27 Jul 2024 - 1h 14min - 14 - Kants Philosophie - Kritizismus als Antwort auf Dogmatismus und Skeptizismus
Kants kritische Philosophie ist eine Antwort auf die ihr vorangehende Philosophie und kann erst in deren Kontext recht verstanden werden. Alle reine Philosophie, d. i. Metaphysik, wurde aber vor Kant entweder dogmatisch oder skeptisch behandelt: es herrschte entweder blindes Zutrauen oder blindes Misstrauen in die reine Vernunft und ihr Vermögen, Antworten auf die großen Fragen der Metaphysik nach Gott, Freiheit und Unsterblichkeit zu finden. Mit dem Kritizismus fand Kant einen Ausweg, indem er vor aller Untersuchung metaphysischer Gegenstände durch die Vernunft erst die Vernunft selbst, ihr Vermögen und ihre Grenzen untersuchte. Zitat: 0:08 Erst die Kritiken begründeten Kants überzeitliche Bedeutung und Bekanntheit: 1:31 Exkurs: Unaufgeklärte sind im Moment gefangen: 6:42 Kants kopernikanische Wende in der Philosophie und was davor kam: 17:04 Dogmatismus: 21:53 - Die Dogmatiker: 25:44 - Grund des Dogmatismus: 33:05 - Der Widerstreit unterschiedlicher Dogmatismen gebiert den Skeptizismus: 38:11 Skeptizismus: 55:20 - Die Skeptiker: 1:04:05 - Die Bedeutung der Skeptiker: 1:09:06 - Misologie als Folge des Streits zwischen Dogmatismus und Skeptizismus: 1:12:37 Kritizismus: 1:24:28 - Metaphysik und Geschichte sind die Wissenschaften, die einer kritischen Propädeutik bedürfen: 1:43:13 - Die Elemente der Kritik: 1:48:30 - Der Verrat an Kants kritischem Projekt: 1:52:31 Die Geistesgeschichte wird jetzt als Stückwerk betrachtet: 2:08:20 Dank: 2:16:16
Übersicht über die kritikbedürftigen Wissenschaften nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/07/kritikbeduerftige-Wissenschaften-nach-Kant.jpg
Einige Worte zu seiner Sicht auf die vorkritische Philosophie verliert Kant an vielen Stellen, da er die kritische bespricht. Als umfassendere Darstellung empfehle ich hier vor allem seine Preisschrift über die Fortschritte der Metaphysik: http://korpora.org/kant/aa20/253.html Wer an einer polemischen Auseinandersetzung Kants mit dem Dogmatismus seiner Tage interessiert ist, der lese seine Schrift Über eine Entdeckung, nach der alle neue Kritik der reinen Vernunft durch eine ältere entbehrlich gemacht werden soll: http://korpora.org/kant/aa08/185.html Sie ist geeignet, sowohl die Streitfragen jener Zeit als auch den Zustand damaliger Schulphilosophie kennenzulernen. Allerdings behandelt sie auch einige metaphysische Spitzfindigkeiten, an denen der kein Interesse haben wird, der zunächst einen Einstieg in Kants Denken sucht; ihre Lektüre empfiehlt sich also nur zur Ergänzung und Verständnisvertiefung nach der vorangehenden Lektüre anderer Werke. Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über: https://ko-fi.com/jonathanivoloewer https://www.patreon.com/jonathanivoloewer https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 20 Jul 2024 - 2h 16min - 13 - Kants Philosophie - Was und wie soll man lesen?
Kant gibt verschiedene Ratschläge, sowohl welche Lektüre man auswählen, als auch wie man ein Buch lesen sollte. In einer Zeit, die orientierungslos und nicht fähig ist, Gutes von Schlechtem zu unterscheiden, und in der das Lesen als Kunst kaum irgendwo gelehrt und nur von den wenigsten beherrscht wird, sind derlei Ratschläge umso wichtiger. Zitat: 0:08 Einleitung: 0:49 Was man lesen soll: 4:39 Wie man lesen soll: - Abwechselnde Lektüre: 17:55 - Ein gelehrtes Werk mit dem Verstand und nicht der Sinnlichkeit beurteilen: 20:36 - Immer etwas von der Lektüre mitnehmen: 22:43 - Skeptisch, kritisch und vor allem teilnehmden lesen: 23:14 - Den Autor besser verstehen als er sich selbst: 31:29 - Vor allem die Idee eines Autors erfassen: 41:29 Dank: 55:04 Kants Ratschläge zum Lesen finden sich sehr verstreut in seinem Werk. Am ehesten findet man sie in seiner Vorlesung über Philosophische Enzyklopädie: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant/page/n9/mode/2up und seine Vorlesungen zur Logik: https://archive.org/details/kantsgesammeltes241imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes242imma/page/n7/mode/2up und seinem Handschriftlichen Nachlass zur Logik: http://korpora.org/kant/aa16/. Der Schluss seines Über eine Entdeckung, nach der alle neue Kritik der reinen Vernunft durch eine ältere entbehrlich gemacht werden soll: http://korpora.org/kant/aa08/247.html und der Anhang des ersten Abschnitts seines Streits der Fakultäten: http://korpora.org/kant/aa07/036.html sind ebenfalls aufschlussreich und und geben einen Begriff davon, wie er Texte wie die Schriften Leibniz‘ oder die Bibel gelesen hat. Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über: https://ko-fi.com/jonathanivoloewer https://www.patreon.com/jonathanivoloewer https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 13 Jul 2024 - 55min - 12 - Kants Philosophie - Kants Denkmethoden: Teilnehmende Methode
Absoluter Irrtum ist nicht möglich, denn was absolut falsch wäre, könnte niemand für wahr halten. Jede Position muss daher wenigstens eine partiale Wahrheit enthalten. Kants Denken war getragen von der Anteilnahme für seine Mitmenschen, auch in ihren Irrungen. Wer widersprach, war ihm kein Gegner, sondern jemand, mit dem er an der gemeinsamen Suche nach der Wahrheit teilnehmen wollte. Deswegen war ihm seine teilnehmende Methode ganz natürlich, die darin besteht, bei einem Widerstreit von zwei Positionen, die beide von scharfsinnigen Denkern ohne Privatinteressen vertreten werden, stets einen Mittelweg zu suchen und beide in einer dritten Position zu vereinigen. Zitat: 0:08 Jeder Irrtum ist nur ein partialer: 0:55 Man soll mit Teilnehmung darauf schauen, wo der andere Recht hat: 22:55 Wie man andere Menschen überzeugt: 35:08 Man kann das Tote nicht heilen, sondern nur das Lebendige, indem man das Leben darin fördert: 39:23 Der Streit um Wahrheit soll ein Streit von Freunden sein: 57:00 Der Mittelweg zwischen zwei widerstreitenden Positionen: 1:09:44 Der mögliche chinesische Einfluss auf Kant: 1:12:58 Die Bedeutung der teilnehmenden Methode: 1:17:56 Der Einfluss von Kants teilnehmender Methode auf nachfolgende Denker: 1:24:57 Dank: 1:28:11 Kant hat, wie die meisten Philosophen, keine eigentlich methodologische Schrift verfasst. Am ehesten finden sich Hinweise zur Methode in seiner Philosophischen Enzyklopädie: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant/page/n9/mode/2up In seiner Logik: https://korpora.org/kant/aa09/001.html Und in den Vorlesungen zur Logik: https://archive.org/details/kantsgesammeltes241imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes242imma/page/n7/mode/2up Aber auch verstreut in anderen, vornehmlich theoretischen Schriften. Die beste Empfehlung, die ich demjenigen geben kann, der vor allem an einer Methodik interessiert ist, ist aber ohnehin, nicht allein eine Theorie von der Methode zu verlangen, sondern die Methode in ihrer Anwendung kennenzulernen. Als Beispiel für Kants Verwendung der teilnehmenden Methode können sein Erstlingswerk Gedanken von der wahren Schätzung der lebendigen Kräfte und Beurteilung der Beweise, deren sich Herr von Leibnitz und andere Mechaniker in dieser Streitsache bedienet haben: http://korpora.org/kant/aa01/001.html und seine kurzen Aufsätze Über den Gebrauch teleologischer Prinzipien in der Philosophie: http://korpora.org/kant/aa08/157.html und Ausgleichung eines auf Missverstand beruhenden mathematischen Streits: http://korpora.org/kant/aa08/407.html herhalten. Gerade die ersten beiden Schriften, in denen es zum einen um physikalische, zum anderen um biologische Fragen geht, mag man heute nicht mehr ihres naturwissenschaftlichen Gehalts wegen studieren, sie sind aber zum Verständnis Kants und seiner Methode noch immer sehr lesenswert, denn gerade hier entwirft er nicht einfach ein philosophisches System, sondern setzt sich mit Gegenpositionen auseinander, und man kann daher gut nachvollziehen, auf welche Weise er dies tut. Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über: https://ko-fi.com/jonathanivoloewer https://www.patreon.com/jonathanivoloewer https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 06 Jul 2024 - 1h 28min - 11 - Kants Philosophie - Kants Denkmethoden: Kritische Methode
Argumente und Scheinbeweise lassen sich für jede noch so falsche Meinung finden. Und die Gegenseite glaubt ihren Argumenten so sehr wie man selbst den eigenen. Daher genügt es in einem Streit um Wahrheit nicht, die andere Position nur zu widerlegen und die eigene bloß zu beweisen. Man sollte stets auch fragen, wie die andere Meinung, wenn sie tatsächlich falsch sein sollte, dennoch ihren Anhängern richtig scheinen kann. Die kritische Methode besteht in Aufsuchung der Prinzipien hinter einer Meinung und Einnahme der Perspektive, aus der sie wahr scheinen musste, und sucht die Quellen des Scheins zu verstopfen. Eben diese Methode ist es, derer Kant sich in seiner Kritik der Vernunft bedient. Zitat: 0:08 Die kritische Methode: 1:17 Wie ist Irrtum möglich?: 3:05 Vorläufige und bestimmende Urteile: 26:38 Aufsuchen und Verstopfen der Quellen des Irrtums: 35:35 Es fehlt an Selbstkritik: 40:35 Argumente werden überschätzt: 49:06 Die Bedeutung der kritischen Methode: 54:37 Als Aufklärer wende ich gerade die kritische Methode an: 1:00:47 Dank: 1:08:22 Kant hat, wie die meisten Philosophen, keine eigentlich methodologische Schrift verfasst. Am ehesten finden sich Hinweise zur Methode in seiner Philosophischen Enzyklopädie: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant/page/n9/mode/2up In seiner Logik: https://korpora.org/kant/aa09/001.html Und in den Vorlesungen zur Logik: https://archive.org/details/kantsgesammeltes241imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes242imma/page/n7/mode/2up Aber auch verstreut in anderen, vornehmlich theoretischen Schriften. Die beste Empfehlung, die ich demjenigen geben kann, der vor allem an einer Methodik interessiert ist, ist aber ohnehin, nicht allein eine Theorie von der Methode zu verlangen, sondern die Methode in ihrer Anwendung kennenzulernen. Kein besseres Beispiel kann zu Kants Verwendung der kritischen Methode studiert werden als die Kritik der reinen Vernunft: http://korpora.org/kant/aa03/ Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über: https://ko-fi.com/jonathanivoloewer https://www.patreon.com/jonathanivoloewer https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 29 Jun 2024 - 1h 08min - 10 - Kants Philosophie - Kants Denkmethoden: Skeptische Methode
Kants skeptische Methode steht am Anfang seiner kritischen Wende und aus ihr ist seine Vernunftkritik hervorgegangen. Sie besteht darin, das eigene Urteil zurückzuhalten, bis man das Für und Wider gründlich untersucht hat, und dabei beide Seiten eines Streites so stark wie möglich zu machen. Zitat: 0:08 Die Methoden der Wahrheitsfindung: 0:54 Sein Urteil zurückhalten: 2:23 Beide Seiten stark machen: 12:08 Der Anwendungsbereich der skeptischen Methode: 35:10 Dank: 37:41 Kant hat, wie die meisten Philosophen, keine eigentlich methodologische Schrift verfasst. Am ehesten finden sich Hinweise zur Methode in seiner Philosophischen Enzyklopädie: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant/page/n9/mode/2up In seiner Logik: https://korpora.org/kant/aa09/001.html Und in den Vorlesungen zur Logik: https://archive.org/details/kantsgesammeltes241imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes242imma/page/n7/mode/2up Aber auch verstreut in anderen, vornehmlich theoretischen Schriften. Die beste Empfehlung, die ich demjenigen geben kann, der vor allem an einer Methodik interessiert ist, ist aber ohnehin, nicht allein eine Theorie von der Methode zu verlangen, sondern die Methode in ihrer Anwendung kennenzulernen. Die transzendentale Dialektik, vor allem in ihren Antinomien, in der Kritik der reinen Vernunft ist das beste Beispiel für die Anwendung der skeptischen Methode bei Kant: https://korpora.org/kant/aa03/281.html Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über: https://ko-fi.com/jonathanivoloewer https://www.patreon.com/jonathanivoloewer https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 22 Jun 2024 - 38min - 9 - Kants Philosophie - Kants wissenschaftliche Methode: Architektonik
Die Methodik eines Philosophen ist, wenn auch oft vernachlässigt, von zentraler Bedeutung für das Verständnis seiner Gedanken, auf welche er ja nur durch diese kam. Die architektonische Methode nun wird von Kant als die Kunst der Systeme beschrieben. Und da nach ihm Wissenschaft gerade systematische Erkenntnis ist (https://youtu.be/ck0T9nS4AaI?si=0F8JMVL0ymtclrIe), ist die Architektonik die Methode zur Errichtung einer Wissenschaft. So wie die Maurer und Zimmerleute ein Haus nach dem Plan eines Architekten bauen sollten, sollten die Wissenschaftler als Vernunftkünstler ihre Wissenschaft nach dem Plan eines Philosophen als Vernunftgesetzgebers (https://youtu.be/c_m7rSLiiHo?si=aKy5SxZD_2mCQ_-1) errichten. Kant selbst ist architektonisch wie kaum ein zweiter Denker und kann nur dann recht verstanden und auch beurteilt werden, wenn man diese seine Architektonik nachvollzieht. Zitat: 0:08 Die Bedeutung der Beschäftigung mit der Methodik eines Philosophen: 0:21 Kants Methoden: 6:00 Die architektonische Methode: 6:42 Die Architektonik einer Wissenschaft bedarf einer Idee und ist Sache des Philosophen: 12:18 Die Rolle der Architektonik in Kants Philosophie: 23:39 Die Kategorientafel und die Natur des Menschen als Schlüssel zu Kants Architektonik: 38:28 Dank: 40:29 Kant hat, wie die meisten Philosophen, keine eigentlich methodologische Schrift verfasst. Am ehesten finden sich Hinweise zur Methode in seiner Philosophischen Enzyklopädie: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant/page/n9/mode/2up In seiner Logik: https://korpora.org/kant/aa09/001.html Und in den Vorlesungen zur Logik: https://archive.org/details/kantsgesammeltes241imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes242imma/page/n7/mode/2up Aber auch verstreut in anderen, vornehmlich theoretischen Schriften. Die beste Empfehlung, die ich demjenigen geben kann, der vor allem an einer Methodik interessiert ist, ist aber ohnehin, nicht allein eine Theorie von der Methode zu verlangen, sondern die Methode in ihrer Anwendung kennenzulernen. Eine kurze Erklärung dessen, was Architektonik ist, wie auch einen Abriss der Architektonik der philosophischen Wissenschaften gibt Kant im entsprechenden Abschnitt der Methodenlehre der Kritik der reinen Vernunft: https://korpora.org/kant/aa03/538.html
Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
https://ko-fi.com/jonathanivoloewer
https://www.patreon.com/jonathanivoloewer
https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U
Thumbnail: www.hotpot.aiSat, 15 Jun 2024 - 40min - 8 - Kants Philosophie - Der Philosoph und sein Streit mit den übrigen Fakultäten
Der Philosoph ist für Kant nicht nur ein Gelehrter unter anderen, sondern nimmt eine ganz besondere Stellung ein und hat eine ganz besondere Rolle im Staate: Anders als der Priester, Staatsbeamte oder Arzt dient er nicht der Welt, die ist, sondern der Welt, die werden soll; er hat ist nicht unmittelbar nützlich, hat keine gesellschaftliche Funktion – aber kann eben deshalb die Verantwortung für die Aufklärung und den Fortschritt des Menschengeschlechts übernehmen. Der Streit der drei höheren universitären Fakultäten – Theologie, Jura und Medizin – mit der philosophischen hat Kant in vielen seiner Schriften beschäftigt. Er mag oft übergangen oder als Nebensache behandelt werden, aber er ist der Schlüssel zum Verständnis von Kants philosophischem Anliegen und Projekt. Überdies ist er auch in der heutigen Welt von größter Aktualität. Zitat: 0:08 Wer nach Kant Philosoph ist: 1:19 Wer nach Kant kein Philosoph ist: 13:08 Man kann keine Philosophie lernen, man kann nur philosophieren lernen: 26:31 Der Streit der Philosophie mit den anderen Fakultäten: 32:44 1. Die Philosophie ist rationalistisch, die anderen Fakultäten sind empiristisch und damit positivistisch: 39:57 2. Die Lehren der Philosophie sind negativ, die der anderen Fakultäten positiv: 1:02:50 3. Die Philosophie ist frei, Parrhesie zu treiben, die anderen Fakultäten haben Autorität und sind zugleich gebunden: 1:12:14 4. Die Philosophie vertritt den Standpunkt der Moral, die anderen Fakultäten vertreten, dass gut zu sein nicht gut genug sei: 1:46:30 Die vier Unterschiede zwischen den Fakultäten folgen der Ordnung der Kategorientafel: 1:51:57 Der Streit der Fakultäten ist ein wichtiges Thema: 1:55:04 a) Der Streit der Fakultäten ist ein Schlüssel zum Verständnis von Kants philosophischem Anliegen: 1:56:00 b) Der Streit der Fakultäten tobt auch in unserer Gegenwart: 2:00:35 Es ist Zeit, dass Philosophen wie Laien die von Kant gestellte Aufgabe ernst nehmen: 2:18:47 Dank: 2:23:17 Um nachzuvollziehen, wie Kant die vier Fakultäten jeweils charakterisiert und wie er den Streit der oberen mit der philosophischen beschreibt, sollte der Interessierte die Einleitung und die I. Nummer im ersten Abschnitt des Streits der Fakultäten lesen: http://kant.korpora.org/Band7/017.html Sehr aufschlussreich ist auch Reflexion 430 aus seinem handschriftlichen Nachlass zur Anthropologie: http://kant.korpora.org/Band15/172.html Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über: https://ko-fi.com/jonathanivoloewer https://www.patreon.com/jonathanivoloewer https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 08 Jun 2024 - 2h 23min - 7 - Kants Philosophie - Der Philosoph als Heiler
Medizin und Philosophie scheinen heute nichts miteinander zu tun zu haben. Für Kant aber kann der Philosoph heilerisch tätig sein und seine moralischen Anweisungen können zugleich der Gesundheit dienen. Er selbst begegnete seinem zeitlebens kränklichen Körper auf philosophische Weise und erhielt sich so bei guter Gesundheit, ohne des Arztes zu bedürfen. Seine Gedanken zur Gesundheit geben ein hervorragendes Beispiel dafür ab, was genau er unter dem Philosophen nach dem Weltbegriffe, d. i. unter dem weisen Gesetzgeber der Vernunft, verstand. Doch ist die heilerische Tätigkeit des Philosophen von der des Arztes streng geschieden, denn der eine ist Salutologe, der andere Pathologe. Zitat: 0:08 Kants Gedanken zur philosophischen Heilkunst geben ein Beispiel ab für seinen Weltbegriff vom Philosophen als weisem Vernunftgesetzgeber: 0:27 Vom Zusammenhang von Medizin und Philosophie: 3:06 Kants zweifache Unterscheidung zwischen dem Arzt und dem heilerischen Philosophen: 5:30 1. Der Arzt ist für die Therapeutik, der Philosoph für die Diätetik zuständig: 8:34 2. Der Arzt heilt über den Körper, der Philosoph über das Gemüt: 26:57 Exkurs: Der Streit zwischen den Mechanisten und den Animisten in der Medizin des 18. Jahrhunderts: 33:46 Die philosophische Heilkunst besteht darin, dem Körper und der Krankheit aufgeklärt als Täter zu begegnen: 39:56 Der Zusammenhang der beiden Unterscheidungen: Der Arzt ist Pathologe, der Philosoph Salutologe: 50:55 Ein moralisches Leben ist ein gesundes Leben: 54:42 Kants eigene Gesundheit und sein Umgang mit dieser: 59:49 Die Philosophie beginnt sich mit Kant dem Körper zuzuwenden: 1:06:53 Dank: 1:08:45
Übersicht über die Hippokratik nach Kant: https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/06/Hippokratik-nach-Kant.jpg
Wer am Thema dieses Vortrags interessiert ist, kann den dritten Abschnitts des Streits der Fakultäten lesen: http://kant.korpora.org/Band7/095.html oder Kants De Medicina Corporis, quae Philosophorum est (in deutscher Übersetzung als Über die Heilung des Körpers, soweit sie Sache der Philosophen ist; leider fand ich keine kostenlos online verfügbare deutsche Version): http://kant.korpora.org/Band15/939.html
Letztere Schrift, wenngleich bei weitem weniger bekannt, ist vielleicht theoretisch aufschlussreicher, dagegen ist erstere voll der Selbstbeobachtungen und Ratschläge zur gesunden Lebensführung und damit heute noch aus aufklärerischer Sicht interessant – weniger, weil man sie sklavisch befolgen sollte, sondern der Anregung wegen zur eigenen Selbstbeobachtung und zu einem Umgang mit seinem Körper als Täter. Am besten übrigens liest man beide kurze Schriften gemeinsam. Zudem mag man Kants Handschriftlichen Nachlass zur Medizin lesen: http://kant.korpora.org/Band15/954.html Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über: https://ko-fi.com/jonathanivoloewer https://www.patreon.com/jonathanivoloewer https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77U Thumbnail: www.hotpot.ai
Sat, 01 Jun 2024 - 1h 09min
Podcast simili a <nome>
Alles Geschichte - Der History-Podcast ARD
Kein Mucks! – Der Krimi-Podcast mit Bastian Pastewka ARD
Mit den Waffeln einer Frau barba radio, Barbara Schöneberger
IQ - Wissenschaft und Forschung Bayerischer Rundfunk
Radiowissen Bayerischer Rundfunk
Easy German: Learn German with native speakers | Deutsch lernen mit Muttersprachlern Cari, Manuel und das Team von Easy German
Machtwechsel Dagmar Rosenfeld und Robin Alexander
Verbrechen DIE ZEIT
Psychologie to go! Dipl. Psych. Franca Cerutti
Kriminalhörspiel Hörspiel und Feature
Wissen mit Johnny Johnny
Julia Leischik: Spurlos Julia Leischik, Sylvia Lutz
MORD AUF EX Leonie Bartsch & Linn Schütze
Gysi gegen Guttenberg – Der Deutschland Podcast Open Minds Media, Karl-Theodor zu Guttenberg & Gregor Gysi
Mordlust Paulina Krasa & Laura Wohlers
RONZHEIMER. Paul Ronzheimer
Sinnlos Märchen RADIO PSR
Im Visier – Verbrecherjagd in Berlin und Brandenburg rbb
Geschichten aus der Geschichte Richard Hemmer und Daniel Meßner
Verbrechen von nebenan: True Crime aus der Nachbarschaft RTL+ / Philipp Fleiter
Das Wissen | SWR SWR
Podcasts von Tichys Einblick Tichys Einblick
Aktenzeichen XY… Unvergessene Verbrechen ZDF - Aktenzeichen XY
Lanz + Precht ZDF, Markus Lanz & Richard David Precht
