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Gut informiert in 15 Minuten. Die Korrespondenten und Redaktorinnen der NZZ erzählen jeden Tag eine Geschichte, die die Welt bewegt. Ob Politik, Wirtschaft oder Gesellschaft – wir liefern fundierte Analysen, spannende Geschichten und neue Perspektiven, verständlich eingeordnet und auf den Punkt gebracht. Das ist «NZZ Akzent» – immer montags bis freitags. Jeden zweiten Samstag gibt es ausserdem eine exklusive Extrafolge, in der unsere Korrespondentinnen von ihrem Arbeitsalltag im Ausland berichten.
- 1647 - «Nicht nur Koalas und Haie sind hier von Interesse» – Australien-Korrespondentin Barbara Barkhausen
Seit über 20 Jahren berichtet die freie Korrespondentin Barbara Barkhausen aus Sydney über Down Under, Neuseeland und die Pazifikregion. Während früher oft skurrile Tiergeschichten und die heimische Fauna im Vordergrund standen, rücken heute zunehmend geopolitische Spannungen und der wachsende Einfluss Chinas in den Fokus der internationalen Berichterstattung. Neben dem Wandel in der Weltpolitik prägen der spürbare Klimawandel und weiterhin der Terroranschlag am Bondi Beach 2025 die Arbeit vor Ort. Auch wegen der Erkenntnisse über Antisemitismus in Australien. Barkhausen gibt zudem persönliche Einblicke in den Alltag auf dem Kontinent, spricht über die bemerkenswerte Hilfsbereitschaft der Menschen und erläutert, warum sie der aktuelle Ausbruch der Vogelgrippe in der heimischen Tierwelt besonders bewegt. Gast: Barbara Barkhausen, freie Korrespondentin Host: Simon Schaffer Mehr T[exte von Barbara bei der NZZ](https://www.nzz.ch/impressum/barbara-barkhausen-ld.1885443). [Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen. ](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast)
Sat, 19 Sep 2026 - 1646 - Russlands «Mutter Teresa» kritisiert den Krieg - und soll ins Gefängnis
Lida Moniawa gründete in Moskau das «Haus mit dem Leuchtturm», ein Kinderhospiz für schwerstkranke und todkranke Kinder. In Russland werden Menschen mit Behinderungen oft an den Rand gedrängt und unsichtbar gemacht. Lida aber kämpft für die Würde aller. Doch weil sie sich klar gegen den Krieg in der Ukraine aussprach, geriet die Aktivistin ins Visier der Justiz. Nun droht ihr eine jahrelange Haftstrafe und sie steht unter Hausarrest. NZZ-Redaktorin Inna Hartwich ordnet ein, was dieser Fall über das heutige Russland verrät. Gast: Inna, Hartwich, NZZ-Redaktorin Host: Simon Schaffer Innas Artikel über Lida Moniawa findest du in der [NZZ](https://www.nzz.ch/international/wegen-kritik-am-krieg-russlands-mutter-teresa-drohen-bis-zu-zehn-jahre-haft-ld.10022201). [Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen. ](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast) Übrigens: Alle NZZ-Podcast und Artikel kannst du jetzt auch unterwegs im Auto hören – mit Apple CarPlay oder Android Auto. Wie's funktioniert, erfährst du [hier](https://go.nzz.ch/carplay).
Fri, 18 Sep 2026 - 1645 - Iran: Wie das Kopftuch langsam aus dem Alltag verschwindet
Vier Jahre nach dem Tod von Jina Mahsa Amini hat sich das Strassenbild im Iran spürbar verändert. Immer mehr Frauen legen das Kopftuch ab, gehen in Jeans und schulterfreien Oberteilen aus dem Haus. Und auch der schwarze Tschador, der Ganzkörperschleier, ist vielerorts zur Ausnahme geworden. Zana Rahimi, eine 30-jährige Iranerin, berichtet, wie sich Frauen wie sie die neue Freiheit erkämpft haben, wie das Regime weiter versucht, die Frauen zu kontrollieren, und inwiefern Israel die Situation für die Frauen beeinflusst hat. Gast: Teseo La Marca, Iran-Kenner Host: Nadine Landert Redaktion: David Vogel [Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen.](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast)
Thu, 17 Sep 2026 - 1644 - KI-Bremse: Anthropic und Co. wollen Vorsicht, Trump nicht
Ein Ex-Mitarbeiter des KI-Giganten Anthropic warnt öffentlich davor, dass fortgeschrittene Künstliche Intelligenz die Menschheit ausrotten könnte. Während Technologie-Modelle sich durch „recursive self improvement“ immer schneller selbst weiterentwickeln und bereits aus gesicherten Testumgebungen ausgebrochen sind, schlagen führende Forscher und Nobelpreisträger wie Geoffrey Hinton Alarm. Sogar die CEOs führender Frontier-Labs rufen überraschend nach freiwilliger Verlangsamung und externer Kontrolle – obwohl KI derzeit der Hauptmotor der US-Wirtschaft ist und das Wettrennen mit China auf dem Spiel steht. Gast: USA-Korrespondentin Marie-Astrid Langer Host: Dominik Schottner Redaktion: Sarah Ziegler Hintergründe zu den Risiken und Nebenwirkungen von Künstlicher Intelligenz findet ihr [hier](https://www.nzz.ch/panorama/geraet-die-ki-ausser-kontrolle-die-wichtigsten-fragen-und-antworten-zur-debatte-um-die-sicherheit-der-kuenstlichen-intelligenz-ld.10023872) auf nzz.ch und natürlich in unserer App. [Und exklusiv für dich als Podcast-Fan haben wir ein 7 Tage NZZ-Digitalabo. Unverbindlich testen. Nach 7 Tagen endet das Abo automatisch.](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast)
Wed, 16 Sep 2026 - 1643 - Er war Pablo Escobars Logistiker – nun ist er Rentner
Unter Pablo Escobar und dem Medllin-Kartell wurde Kolumbien in den 1970er und 80er Jahren zum grössten Kokainlieferanten der Welt. Mit dafür verantwortlich war Carlos Lehder, der Logistiker. Als Erster erkannte er, dass Kokain in den USA die neue Freizeitdroge werden und Marihuana damit den Rang ablaufen würde. Er baute eine riesige Schmuggel-Lieferkette von Kolumbien in die USA auf. Doch sein Erfolg währte nicht ewig - und lange Zeit sah es so aus, als würde Lehder für seine Taten den Rest seines Lebens im Gefängnis verbringen. Wieso es nicht dazu kam und wie er stattdessen heute als Rentner in seiner kolumbianischen Heimatstadt sein Dasein fristet, hat er unserem Korrespondenten Alexander Busch bei einem Treffen erzählt. Gast: Alexander Busch, NZZ-Korrespondent für Lateinamerika Host: Sarah Ziegler Redaktion: Alice Grosjean Das ganze Treffen mit Carlos Lehder kannst du in Alexanders Reportage in der [NZZ](https://www.nzz.ch/international/der-mann-der-pablo-escobar-zum-fliegen-brachte-ld.10009008) nachlesen. [Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen. ](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast) Übrigens: Alle NZZ-Podcast und Artikel kannst du jetzt auch unterwegs im Auto hören – mit Apple CarPlay oder Android Auto. Wie's funktioniert, erfährst du [hier](https://go.nzz.ch/carplay).
Tue, 15 Sep 2026 - 1642 - Kriegsangst in Estland: Wie lebt es sich mit Russland als Nachbar?
Nicht erst seit der Vollinvasion Russlands in der Ukraine sind die Menschen in Estland wachsam: Der grosse Nachbar hat im kollektiven Gedächtnis des baltischen Landes tiefe Spuren hinterlassen. Wie lebt es sich damit und der Angst vor einem Überfall durch Russland? NZZ-Korrespondentin Linda Koponen hat Menschen getroffen, die schon längst darüber nachdenken, wohin sie ziehen könnten, bevor Russland angreift. Einer ist Eugene, ein Südafrikaner, der 2020 der Arbeit wegen nach Estland zog - und sich in das Land verliebte, weil es so viel sicherer war als seine Heimatland. Doch dieses Sicherheitsgefühl ist jetzt weg: "Wir werden wegziehen müssen, denn ich möchte nicht in einem kleinen Schutzraum sitzen und hoffen, dass alles gut wird." Auch Agne blickt mit Sorge auf den grossen Nachbar. Aber nicht nur wegen der aktuellen Lage, sondern weil sie aus der Geschichte Estlands immer auch sehr skeptisch auf die einstige Besatzungsmacht blickte. Dazu kommen handfeste ökonomische Sorgen, die viele Menschen in Estland umtreiben: "Die Menschen sind wütend, weil das Leben trotz immer höheren Steuern nicht besser wird." Gast: Linda Koponen; NZZ-Korrespondentin Host: Dominik Schottner Redaktion und Produktion: Alice Grosjean, Sarah Ziegler Lindas Porträts von Agne und Eugene könnt ihr [hier](https://www.nzz.ch/international/estland-wie-lebt-man-wenn-staendig-vor-einem-krieg-gewarnt-wird-ld.10009708) nachlesen. Falls ihr noch kein Abo für die NZZ habt - wir schenken Euch als treue Podcasthörer die erste Woche. Danach endet das Abo automatisch. [Unverbindlich testen. ](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast)
Mon, 14 Sep 2026 - 1641 - El Niño kommt – stärker als je zuvor?
Das Wetterphänomen El Niño kehrt in diesem Jahr zurück und könnte nach aktuellen Prognosen außergewöhnlich stark ausfallen. Schon jetzt erwärmt sich der Pazifik vor Peru drastisch, mit spürbaren Folgen für Meerestiere und Menschen vor Ort. Doch welche weltweiten Auswirkungen sind in den kommenden Monaten zu erwarten? Wissenschaftsredaktor Sven Titz erklärt die Ursachen von El Niño, drohende Dürren in Asien sowie ungewöhnliche Regenfälle in Südamerika. Ausserdem klären wir in dieser folge von NZZ Akzent, was El Niño für die globale Nahrungsversorgung bedeutet und ob seine Stärke in einem klaren Zusammenhang mit dem Klimwandel steht. Gast: Sven Titz, NZZ-Wissenschaftsredaktor Host: Alice Grosjean Produktion: Lillybelle Eisele Svens Analyse zu El Niño findest du bei der [NZZ](https://www.nzz.ch/wissenschaft/el-nino-koennte-diesmal-so-stark-werden-wie-seit-dem-19-jahrhundert-nicht-mehr-das-bedroht-die-nahrungsversorgung-ld.10020967). [Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen. ](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast)
Fri, 11 Sep 2026 - 1640 - Angst vor Trump? Warum Europa sein Gold nach Hause holt
Die Aktion der niederländischen Notenbank hat international viel Aufsehen erregt. Über Monate hat sie insgesamt 78 Tonnen Gold aus den USA abgezogen und nach London verlegt. Und die Niederlande sind damit kein Einzelfall. Immer mehr Notenbanken ziehen ihre Goldreserven aus den USA ab. Eine reine Vorsichtsmassnahme für Finanzkrisen, oder bröckelt das Vertrauen in die Verlässlichkeit der USA? Gast: Matthias Benz, Wirtschaftsredaktor Host: Nadine Landert Redaktion: David Vogel Matthias' Artikel findest du [hier](https://www.nzz.ch/wirtschaft/die-niederlande-ziehen-78-tonnen-gold-aus-new-york-ab-warum-notenbanken-trumps-amerika-zunehmend-misstrauen-ld.10022211) [Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen. ](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast)
Thu, 10 Sep 2026 - 1639 - Helden statt Opfer: So berichtet China über die Flutkatastrophe im Himalaja
Wer in diesen Tagen chinesisches Staatsfernsehen schaut, der erlebt wahre Helden. Menschen, die sich durch den chinesischen Teil des Katastrophengebiets kämpfen, um nach Opfern der Sturzflut zu suchen. In der Reportage des Senders CCTV sieht man, wie Rettungskräfte sich den Weg in ein abgeschnittenes Dorf erkämpfen. In orangen Leuchtanzügen klettern sie durch Geröll, erkunden die Gegend mit Drohnen und seilen sich sogar von Steilwänden ab. Die Verwüstung und die Rettungsarbeiten sind gut dokumentiert – nur nach betroffenen Menschen sucht man vergeblich: In der Berichterstattung kämen weder Opfer noch Angehörige vor: «Diese Stimmen sind quasi unsichtbar», sagt Ausland-Redaktorin Katrin Büchenbacher im Podcast. Die Kommunistische Partei wolle unbedingt verhindern, dass die Frage nach einer Mitverantwortung der Regierung gestellt werde. Host: Alice Grosjean Gast: Katrin Büchenbacher, Ausland-Redaktorin Redaktion: David Vogel Bild: Jiang Fan / Imago Die beschriebenen Videos aus chinesischen Medien: - Die [Reportage von CCTV](https://www.bilibili.com/video/BV1fytW6qEnN/?spm_id_from=333.337.search-card.all.click) - Die [Überquerungsaktion Szene am Fluss](https://weibo.com/tv/show/1034:5336916493795424?from=old_pc_videoshow) Katrins Analyse in Textform könnt ihr [bei der NZZ nachlesen](https://www.nzz.ch/international/positive-energie-statt-brutaler-bilder-wie-chinas-regierung-den-diskurs-zur-sturzflut-an-der-grenze-zu-nepal-lenkt-ld.10022031).
Wed, 09 Sep 2026 - 1638 - Nach Ceuta: Warum Marokkos Jugend unbedingt weg will
Je nach Umfrage wollen bis zu 70% der jungen Marokkaner ihr Land verlassen. Einer von ihnen ist Karim, der gerne nach Deutschland will, um dort zu arbeiten. Um sich diesen Traum zu ermöglichen, lernt er seit einigen Jahren Deutsch in einer Schule in Casablanca. Er will legal in die EU auswandern. Für ihn kam es Ende Juli nicht in Frage, wie über 70.000 andere den Weg über die spanische Exklave Ceuta zu wählen. Anwar hat genau das versucht, kam aber schnell nach Marokko zurück. Er würde es auch immer wieder versuchen, denn Marokko bietet ihm keine Perspektiven, sagt er. NZZ-Reporter Michael Schilliger hat mehrere junge Männer und Frauen in Marokko getroffen, die weg wollen. Von seinen Begegnungen erzählt er in dieser Folge von "NZZ Akzent" und erklärt, welche Rolle die wirtschaftliche Lage des Landes in den Entscheidungen der jungen Menschen spielt. Gast: Michael Schilliger, NZZ-Reporter Host: Sarah Ziegler Foto: Imane Djamil In Michaels Reportage bei der [NZZ](https://www.nzz.ch/gesellschaft/70-000-flohen-nach-ceuta-und-noch-viel-mehr-wollen-marokko-verlassen-dabei-boomt-das-land-was-ist-da-los-ld.10021911) kannst du viele weitere Menschen kennenlernen, die er dort getroffen hat. [Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen. ](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast)
Tue, 08 Sep 2026 - 1637 - Die AfD gewinnt in Sachsen-Anhalt: Ist das der Anfang vom Ende für Kanzler Merz?
Sven Schulze, amtierender Ministerpräsident und CDU-Spitzenkandidat in Sachsen-Anhalt, wirkt sehr geknickt, als er am Abend vor seine Parteikollegen tritt. Kein Wunder, schliesslich hat seine Partei bei der Wahl am Sonntag die Hälfte ihrer Wählerstimmen verloren. Dennoch ist es ihm wichtig, in seiner Rede dem AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zu gratulieren; mit dem Vorwort: «Wir leben in einer Demokratie.» Ob diese Glückwünsche eine erste ausgestreckte Hand über eine Brandmauer hinweg sind, wie es für die einzelnen Parteien weitergeht und welche Auswirkungen die Wahl auf die gesamtdeutsche Politik hat, das analysiert Florian Eder, Chefredaktor der NZZ Deutschland, in dieser Folge von «NZZ Akzent». Gast: Florian Eder, Chefredaktor NZZ Deutschland Host: Dominik Schottner Produktion: Dominik Schotter, Sarah Ziegler Alle Analysen und Hintergründe zur Wahl findest du bei der [NZZ](https://www.nzz.ch/deutschland). [Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen. ](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast) Coypright Foto: Fabrizio Bensch / REUTERS
Sun, 06 Sep 2026 - 1636 - «Das Leben im Libanon ist schizophren» – Nahost-Korrespondent Daniel Böhm
Als Korrespondent für die NZZ berichtet Daniel Böhm über die arabischen Länder im Nahen Osten und in Nordafrika. Es ist eine Region im Krisenmodus, die komplexer nicht sein könnte. Obwohl er etwa die Hälfte seiner Arbeitszeit mit Lesen verbringe, sagt Böhm: «Es wäre vermessen zu behaupten, ich hätte den Nahen Osten verstanden.» Das sei nur schon im Libanon der Fall, ein Land etwa ein Viertel so gross wie die Schweiz. In Beirut fühle sich das Leben manchmal komplett normal an. Wenige Kilometer südwärts wohnen Menschen in zerbombten Dörfern und leben im Ausnahmezustand. Wie Daniel Böhm sich in diesen Realitäten zurechtfindet und wie er bei Reportagen in Krisengebieten vorgeht, erzählt er in dieser Podcastfolge. Gast: Daniel Böhm, Nahost-Korrespondent der NZZ Host: Alice Grosjean 00:30 Krasse Kontraste im Libanon 04:59 Wie man den Alltag in eienr Krisenregion organisiert 08:29 Vorbereitung und Sicherheitsrisiken bei Reportagereisen 15:53 Den Überblick behalten im Nahen Osten 19:09 Gastfreundschaft, Kultur und gesellschaftliche Schranken 22:45 Zwischen dem Nahen Osten und Europa [Die NZZ-Akzent-Folge mit Daniel](https://www.nzz.ch/podcast/syrien-nach-asad-zwischen-hoffnung-und-chaos-nzz-akzent-ld.1863171), nachdem er das erste Mal nach Syrien gereist war. [NZZ-Akzent-Folge mit Daniel,](https://www.nzz.ch/podcast/libanon-warum-die-neuen-staatlichen-busse-ein-zeichen-der-hoffnung-sind-nzz-akzent-ld.1912251) der mit öffentlichen Bussen einmal durch den Libanon gereist ist. [Die Repo aus Syrien](https://www.nzz.ch/international/syrien-eindruecke-aus-dem-umkaempften-suweida-ld.1894572), als Daniel und sein Kollege in eine Schiesserei gerieten. [Daniels Reportage aus Ceuta](https://www.nzz.ch/international/die-stadt-der-enttaeuschten-drei-wochen-nach-beginn-der-fluechtlingskrise-herrscht-in-ceuta-immer-noch-ausnahmezustand-ld.10020502) in der NZZ. Noch mehr Texte von Daniel [hier bei der NZZ](https://www.nzz.ch/impressum/daniel-boehm-ld.1861409).
Sat, 05 Sep 2026 - 1635 - Alkoholverbot? Wie Syrien trockengelegt wird
In Syrien gibt es unter der neuen islamistischen Regierung von Ahmed al-Sharah offiziell kein Alkoholverbot. Trotzdem hat Gladees Moussa bereits aufgegeben. Die junge Christin führt mit ihren Eltern eine kleine Bar und verkauft dort seit einigen Wochen keinen Alkohol mehr. Es sei zu teuer. Vor allem aber habe sie Angst, Islamisten könnten ihre Bar stürmen. Der NZZ-Korrespondent Rewert Hoffer ist nach Syrien ins Tal der Christen gereist, um herauszufinden, wie sich der Alkoholkonsum unter der neuen syrischen Regierung verändert hat. Host: Nadine Landert Redaktion: Sarah Ziegler Weitere Geschichten von Rewert in der NZZ findest du hier: https://www.nzz.ch/impressum/rewert-hoffer-ld.1711500
Fri, 04 Sep 2026 - 1634 - Schüsse auf Technoparty in Aarau: Was über Tat und Täter bekannt ist
Nach dem Amoklauf bei einem Technofestival in Aarau hat die Polizei nun zwar den mutmasslichen Täter gefasst. Doch der - ein 43 Jahre alter Schweizer - gibt den Ermittlern Rätsel auf. Die Tatwaffen besass er legal, trotz psychischer Probleme. Von einem Motiv für seine Tat ist bislang nichts bekannt. Nach der Tat, wegen der eine Frau aus Italien starb und sechs weitere verletzt wurde, gerät nun das Waffenrecht in der Schweiz wieder in den Blick. Gast: Samuel Tanner, NZZ-Redaktor Host: Dominik Schottner Redaktion: Alice Grosjean Den NZZ-Newsticker zu der Tat in Aarau findet ihr [hier](https://www.nzz.ch/schweiz/schuesse-in-aarau-polizei-informiert-um-14-uhr-ld.10021643). Lust auf noch mehr digitale Inhalte der NZZ? [Probier`s drei Monate aus.](https://abo.nzz.ch/25077808-2/)
Thu, 03 Sep 2026 - 1633 - Nach 9/11: Die vergessenen Veteranen der USA
25 Jahre nach den Anschlägen vom 11. September kämpfen Hunderttausende US-Veteranen noch immer mit den Folgen der Kriege in Afghanistan und im Irak. Viele leiden unter schweren physischen und psychischen Wunden, während staatliche Hilfe oft ausbleibt. US-Korrespondent Andreas Scheiner berichtet von seinen Begegnungen mit ehemaligen Soldaten. Sergeant Earl Lundy überlebte knapp einen Bombenanschlag und musste das Gehen neu lernen. Die ehemalige Sanitäterin Tiffany Macdonald kämpfte nach ihren Einsätzen gegen die Alkoholsucht. Auf der "Warriors Heart" Ranch in Texas suchen sie und viele andere Veteranen Unterstützung beim Aufarbeiten ihrer Traumata. Host: Nadine Landert Redaktion: Sarah Ziegler Bild: Danielle Villasana Andreas' Reportage findest du [hier](https://www.nzz.ch/international/25-jahre-nach-911-veteranen-aus-dem-war-on-terror-bleiben-traumatisiert-ld.10019607) [Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen. ](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast)
Wed, 02 Sep 2026 - 1632 - Wundermittel Abnehmpille? Was sie kann und was nicht
Nach Abnehmspritzen sind in Europa jetzt auch Abnehmpillen auf Rezept erhältlich, in Deutschland etwa seit dem 1. September. NZZ-Wissenschaftsredaktorin Stephanie Lahrtz sagt, die Tabletten seien zwar kein Gamechanger im Kampf gegen Kilos. Aber ihr Potenzial sei riesig. So gebe es zum Beispiel erste positive Erkenntnisse bei der Bekämpfung von Süchten, aber auch bei der Eindämmung von Entzündungen. Gast: Stephanie Lahrtz, Redaktorin Wissenschaft Host: Dominik Schottner Redaktion: Sarah Ziegler, Alice Grosjean Stephanies Berichterstattung zu den Abnehmmedikamenten findet ihr [hier](https://www.nzz.ch/impressum/stephanie-lahrtz-ld.154640) bei der NZZ. [Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen. ](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast) Das verwendete Audiomaterial stammt von [NBC Today](https://www.youtube.com/watch?v=Zej37MQzRso), [mrbrinklow](https://www.instagram.com/p/DN4ZDGBDirl/) und [Dr. Josh Axe](https://www.instagram.com/reels/DaN9Gj_u39e/).
Tue, 01 Sep 2026 - 1631 - Ebola-Epidemie: Dr. Kalanzi kämpft an der Grenze Ugandas
Im Kongo wütet eine rasant wachsende Ebola-Epidemie mit tausenden Infizierten und zahlreichen Todesopfern. Um ein Übergreifen des tödlichen Virus auf das benachbarte Uganda zu verhindern, führt Dr. Apollo Kalanzi vom ugandischen Gesundheitsministerium strenge Kontrollen in grenznahen Krankenhäusern durch. Afrika-Korrespondent Samuel Misteli hat den Arzt vor Ort begleitet und berichtet von den enormen Herausforderungen im Grenzgebiet. Host: Simon Schaffer Redaktion: Sarah Ziegler [Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen. ](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast)
Mon, 31 Aug 2026 - 1630 - Meta und der Milliarden-Vergleich: Wird Social Media jetzt sicherer?
Ein US-Prozess gegen Meta endet überraschend schnell mit einem Milliarden-Vergleich. 29 US-Gliedstaaten klagten gegen den Tech-Konzern, weil Plattformen wie Instagram gezielt jugendliche Nutzer süchtig machen sollen. Der ehemalige Insider und Whistleblower Arturo Béjar konnte vor Gericht beweisen, dass die Unternehmensführung um Mark Zuckerberg konkrete Warnungen vor Risiken für Minderjährige jahrelang ignorierte. Meta zahlt nun rund 18 Milliarden Dollar und muss neue Regeln wie eine 2-Stunden-Sperre, Deaktivierung von Autoplay sowie unsichtbare Likes einführen. Technologie-Redaktorin Gioia da Silva konnte mit Béjar sprechen und ordnet ein, inwiefern sich Social Media nach diesem Prozess verändern könnte. Host: Nadine Landert Redaktion: Sarah Ziegler Gioias Interview mit Béjar findest du [hier](https://www.nzz.ch/technologie/der-kronzeuge-im-meta-prozess-warnt-instagram-ist-ein-dienst-der-fremde-in-die-schlafzimmer-unserer-kinder-einlaedt-in-der-nacht-ld.10021277). [Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen. ](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast)
Fri, 28 Aug 2026 - 1629 - Blechlawine am Brenner: der Tiroler Widerstand gegen den Verkehr
Millionen Fahrzeuge und endlose Staus: Die Brennerautobahn ist für viele ein Symbol für den immer näher rückenden Urlaub. Für die Menschen in Tirol ist sie jedoch eine tägliche Belastung. Ende Mai blockierten darum Tausende die vielleicht wichtigste Nord-Süd-Route Europas. Der Brennerbasistunnel soll für die Bevölkerung zwar Abhilfe schaffen, lässt aber auf sich warten. NZZ-Korrespondentin Meret Baumann war im Wipptal unterwegs und hat mit Menschen gesprochen, die sich gegen die Touristen wehren. Gast: Meret Baumann, NZZ-Korrespondentin für Österreich Host: Simon Schaffer Produktion: Benjamin Gysler Redaktion: Dominik Schottner Merets Reportage findest du zum Lesen in der [NZZ](https://www.nzz.ch/international/europaeische-blechlawine-durch-tirol-manchmal-entkommt-man-dem-stau-am-brenner-nur-per-luftbruecke-ld.10015874). [Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen. ](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast) Übrigens: Alle NZZ-Podcast und Artikel kannst du jetzt auch unterwegs im Auto hören – mit Apple CarPlay oder Android Auto. Wie's funktioniert, erfährst du [hier](https://go.nzz.ch/carplay).
Thu, 27 Aug 2026 - 1628 - Vor Wahl in Sachsen-Anhalt: Ulrich Siegmund, der beste Verkäufer der AfD
Der AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund tourt mit enormem Publikumszuspruch durch Sachsen-Anhalt und erzielt in den Umfragen Werte von über 40 Prozent. Mit seiner Strategie aus starker Social-Media-Präsenz, entwaffnender Freundlichkeit und einem gezielten Gute-Laune-Wahlkampf hebt er sich vom bisherigen Erscheinungsbild seiner Partei ab. In dieser Folge von «NZZ Akzent» erklärt die Deutschland-Redaktorin Beatrice Achterberg, weshalb der frühere Verkäufer von Raumdüften bei den Leuten ankommt, auch wenn unter seinen politischen Vertrauten Männer sind, die früher in rechtsextremen Jugendgruppen aktiv waren. Gast: Beatrice Achterberg, Redaktorin Deutschland Host: Simon Schaffer Der ganze [Text von Beatrice über Ulrich Siegmund ](https://www.nzz.ch/deutschland/frueher-verkaufte-er-duefte-heute-das-programm-der-afd-der-triumphzug-des-ulrich-siegmund-ld.10020717)bei der NZZ. [Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen. ](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast)
Wed, 26 Aug 2026 - 1627 - Ukraine: In Odessa wird der wichtigste Kampf gefochten
In Odessa herrscht scheinbar Idylle: Tagsüber flanieren Menschen an der Promenade, geniessen die Sonne und trinken Kaffee am Schwarzen Meer. Nachts aber heulen die Sirenen und russische Drohnen fliegen Angriffe. Hier wird Ukraines wichtigster Kampf gefochten. Reporter Jonas Roth hat die ukrainische Hafenstadt Odessa besucht. Er erklärt, warum Odessa die wirtschaftliche Lebensader des Landes ist und wie die Ukraine ihren Getreideexport gegen russische Blockaden verteidigt. Host: Nadine Landert Redaktion: Sarah Ziegler Jonas Reportage findet [ihr](https://www.nzz.ch/international/odessa-und-der-krieg-die-lebensader-der-ukraine-am-schwarzen-meer-ld.10013765) [Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen.](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast)
Tue, 25 Aug 2026 - 1626 - Laufen bis zum Umfallen: Ultramarathons boomen
Ultramarathons boomen auf Social Media. Erst Mitte August hat der Last Soul Ultra für jede Menge Aufmerksamkeit gesorgt. Das extreme Format der Backyard Ultras zieht auf den Strassen und vor allem in den Livestreams ein Millionenpublikum an. Doch warum laufen Menschen tagelang ohne echte Pause? Athleten wie der Schweizer Pierre Biege gehen physisch und mental ans absolute Limit. Während es für einige eine persönliche Grenzerfahrung ist, birgt das Spektakel auch Schattenseiten. Wenn der Körper aufgibt und Schmerzen nur noch mit Medikamenten betäubt werden, wird der Sport zum gesundheitlichen Risiko. Gast: Ines Häfliger, NZZ-Sportredaktorin Host: Simon Schaffer Produktion: Benjamin Gysler Redaktion: Sarah Ziegler / Dominik Schottner Hier findest du Ines Artikel zu den Ultramarathons bei der [NZZ](https://www.nzz.ch/sport/extremsport/marathon-war-gestern-heute-laufen-influencer-fuer-klicks-und-geld-bis-zum-umfallen-ld.10019344) [Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen. ](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast)
Mon, 24 Aug 2026 - 1625 - USA-Korrespondent Christian Weisflog: «Hollywood hätte es sich nicht besser ausdenken können»
In dieser Samstagsfolge blickt der langjährige NZZ-Journalist Christian Weisflog auf viereinhalb bewegte Jahre als politischer US-Korrespondent in Washington zurück. Es war eine filmreife Zeit voller historischer Wendepunkte: vom Sturm auf das Kapitol über die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten bis hin zum spektakulären Comeback von Donald Trump. Im Gespräch mit Simon Schaffer erzählt er, wie sich die Arbeit unter der enormen Nachrichtenflut verändert hat und mit welchen Eindrücken er aus den USA nach Zürich zurückkehrt. Gast: Christian Weisflog, Auslandredaktor NZZ Host: Simon Schaffer Mehr Texte von Christian [hier bei der NZZ](https://www.nzz.ch/impressum/christian-weisflog-ld.665516). [Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen. ](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast)
Sat, 22 Aug 2026 - 1624 - ADHS oder nicht? Wenn Praktikanten allein entscheiden
Immer mehr Erwachsene lassen sich auf ADHS abklären. Doch wie gründlich sind diese Abklärungen wirklich? Eine Recherche der NZZ am Sonntag deckt auf, dass an der Basler Universitätsklinik während Jahren Praktikanten mit dem Prozess beauftragt waren. Sie mussten die Abklärungen weitgehend alleine durchgeführen und Diagnosen stellen. Das Problem: Standardisierte Fragebögen lassen viel Interpretationsspielraum. Um Fehldiagnosen zu vermeiden, braucht es klinische Erfahrung. Fehlt diese, drohen unsaubere Ergebnisse. Das belastet nicht nur das Gesundheitssystem, sondern entwertet auch das Krankheitsbild für tatsächlich Betroffene. In dieser Folge sprechen wir über die Erfahrungen der Praktikanten und die Folgen für Betroffene. Denn das Basler Beispiel dürfte kein Einzelfall sein. Heutiger Gast: Karoline Edrich, Redaktorin NZZ Am Sonntag Host: Alice Grosjean Redaktion: Sarah Ziegler Karolines Recherche könnt ihr auch [bei der NZZ nachlesen](https://www.nzz.ch/nzz-am-sonntag/schweiz/basler-klinik-laesst-praktikanten-im-alleingang-adhs-diagnostizieren-ld.10019137). [Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen. ](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast)
Fri, 21 Aug 2026 - 1623 - Wildberries: Warum die Ukraine das russische Amazon angreift
Die Online-Plattform _Wildberries_ soll für rund zehn Prozent des gesamten russischen Einzelhandels verantwortlich sein; nicht nur im Internet. Russische Soldaten kaufen dort sogar Teile ihrer Ausrüstung. Deswegen hat das ukrainische Militär mit Drohnen zuletzt mehr als 20 Mal Lager der Firma angegriffen. Am vergangenen Wochenende etwa ging sogar das grösste Lager der Firma in Koledino südlich von Moskau in Flammen auf. Doch die Ukraine greift _Wildberries_ nicht nur an, weil Soldaten dort einkaufen, erklärt Ukraine-Korrespondent Volker Pabst in dieser Folge von «NZZ Akzent». Sie hofft auch auf eine Kettenreaktion in der russischen Wirtschaft. Gast: Volker Pabst, Korrespondent der NZZ Host: Marlen Oehler Redaktion: Sarah Ziegler Produktion: Benjamin Gysler Hier findet ihr die [jüngste Berichterstattung](https://www.nzz.ch/international/ukraine-verheerender-drohnen-krieg-gegen-wildberries-in-russland-ld.10019753) zu dem Thema. Und [hier könnt ihr lesen](https://www.nzz.ch/impressum/volker-pabst-ld.154617), was unser Gast Volker Pabst aus seinem Berichtsgebiet noch berichtet. Lust auf noch mehr digitale Inhalte der NZZ? [Probier`s drei Monate aus.](https://abo.nzz.ch/25077808-2/)
Thu, 20 Aug 2026 - 1622 - Die Huthi greifen wieder an: Was bedeutet das für den Jemen?
Der Konflikt in der Golfregion spitzt sich weiter zu. Seit einigen Tagen ist es vor allem die Huthi-Miliz in Jemen, die von sich reden macht: Die Islamisten haben eine grosse Ölraffinerie in Saudiarabien angegriffen, und auch im Roten Meer kommt es immer wieder zu Angriffen auf Schiffe, die Erdöl aus Saudiarabien transportieren. Bei einem Angriff letzte Woche sind erstmals Crewmitglieder eines Cargo-Schiffs ums Leben gekommen. Gleichzeitig gehen die Huthi mit Drohnen- und Raketenangriffen gegen die Regierung im eigenen Land vor. Nach jahrelanger relativer Waffenruhe droht der Bürgerkrieg im Jemen erneut voll auszubrechen. Doch welche Ziele verfolgen die Rebellen mit dieser neuerlichen Eskalation? Wie stark hängt ihr Vorgehen mit den regionalen Interessen Irans zusammen und weshalb reagiert Saudiarabien bisher erstaunlich zurückhaltend? Nahost-Korrespondent Rewert Hoffer erklärt im Gespräch, was das für die menschen in Jemen bedeutet und analysiert die geopolitischen Hintergründe dieser Konstellation.
Wed, 19 Aug 2026 - 1621 - Türkei: Kann die neue Partei Yeni Erdogan gefährlich werden?
Özgür Özel hat eine Entscheidung getroffen, die das Potenzial hat, die gesamte politische Landschaft der Türkei umzukrempeln. Es ist Ende Juli, als der Oppositionspolitiker im Parlament in Ankara ans Mikrofon tritt und verkündet, er werde aus der CHP austreten und die Partei «Yeni» gründen. Er verfolgt damit ein klares Ziel: die Opposition neu aufzustellen und Erdogan an der Spitze des Landes abzulösen. Doch dieses Vorhaben gleicht einem Hürdenlauf. Gast: Nicole Anliker, Türkei-Korrespondentin Host: Nadine Landert Redaktion: Dominik Schottner Nicoles Artikel findet ihr [hier](https://www.nzz.ch/international/grosser-rueckhalt-kann-die-neue-oppositionspartei-erdogan-gefaehrlich-werden-ld.10018131) [Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen. ](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast)
Tue, 18 Aug 2026 - 1620 - Europas Tierexporte: Das Millionengeschäft mit lebender Fracht
Jedes Jahr verlassen Millionen lebende Tiere Europa in Richtung Nordafrika und Naher Osten. Von vollgestopften spanischen Mastbetrieben über den Hafen von Cartagena fahren die Tiere in einem baufälligen Frachter übers Mittelmehr nach Afrika, wo sie unter widrigsten Umständen geschlachtet werden. Es ist ein Markt, von dem praktisch niemand etwas weiss. Und den es eigentlich nicht geben müsste. Gast: Florian Schoop, Redaktor Gesellschaft Host: Nadine Landert Redaktion: Simon Schaffer Florians Reportage findet ihr hier https://www.nzz.ch/gesellschaft/tiertransport-per-schiff-europa-exportiert-millionen-tiere-lebend-ld.10015291 Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen. https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast
Mon, 17 Aug 2026 - 1619 - Vom sozialen Ritual zur hippen Dose: Wer profitiert vom Mate-Trend?
Ob im Supermarkt oder im Club: Mate ist in Europa ein Megatrend geworden. Doch das süsse, kohlensäurehaltige Getränk aus der Dose hat in vielerlei Hinsicht nicht mehr viel mit der ursprünglichen Version zu tun: In Südamerika wird Mate-Tee traditionell in einer Calabasa zubereitet. Diese wird auch gern unter Familien und Freunden geteilt - es ist ein soziales Ritual. Aber wie hat es Mate bis in die europäischen Supermärkte geschafft? Lateinamerika-Redaktor Simon Hehli zeichnet die Geschichte des Matebooms nach: Von den Anfängen in der deutschen Hacker- und Hipster-Szene bis hin zu prominenten Anhängern wie Lionel Messi oder Barron Trump. Ausserdem werfen wir einen Blick nach Argentinien: Warum profitieren die Mate-Bauern trotz der weltweiten Nachfrage kaum von diesem Boom? Gast: Simon Hehli, Lateinamerika-Redaktor Host: Nadine Landert Redaktion: Antonia Moser Produktion: Alice Grosjean Den NZZ-Artikel von Simon könnt ihr [hier](https://www.nzz.ch/international/mate-boom-in-europa-argentinische-tradition-trifft-modernen-hype-ld.10012606) Nachlesen. [Exklusiv für dich als Mate- und Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen, danach hört es ohne weiteres Zutun auf. ](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast)
Fri, 14 Aug 2026 - 1618 - Nicht mehr als 5000: Weil Wasser fehlt, will ein Walliser Dorf nicht wachsen
Wasser ist ein grosses Thema in der kleinen Gemeinde Grimisuat im Schweizer Kanton Wallis. Das merkt "NZZ am Sonntag"-Reporterin Gina Bachmann bei ihrem Besuch schnell. Vor allem fehlendes Wasser ist ein Thema. Denn die Gemeinde hat keine eigene Wasserquelle und keine Grundwasserversorgung. Egal ob Trinkwasser, Wasser für die Pools, die Rebberge oder die Felder - alles muss herbeigeschafft und in einem Reservoir gespeichert werden. Der Gemeindepräsident Raphaël Vuigner hat mit seinem Team berechnet, für wie viele Menschen das Reservoir reicht. Nur so viele sollen langfristig in Grimisuat leben dürfen. Ob das rechtlich möglich ist, was die Menschen in Grimisuat dazu sagen und ob dieser Vorstoss etwas mit der Schweizer 10-Millionen-Initiative zu tun hat, erfährst du in dieser Folge von «NZZ Akzent». Gast: Gina Bachmann, NZZaS-Reporterin Host: Sarah Ziegler Produktion: Benjamin Gysler Redaktion: Dominik Schottner [Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen. ](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast) Fotos von Ginas Ortsbesuch und ihre ganze [Reportage](https://www.nzz.ch/schweiz/das-walliser-dorf-grimisuat-deckelt-sein-bevoelkerungswachstum-weil-das-wasser-knapp-ist-kommt-die-10-millionen-schweiz-nun-von-unten-ld.10016534) findest du in der NZZ.
Thu, 13 Aug 2026 - 1617 - Andy Burnham: neuer britischer Premierminister und TikTok-Star
Erst seit dem 20. Juli im Amt hat Andy Burnham bereits Millionen Likes für sich gewonnen. Auf Social Media scheint die umgängliche Art des neuen Premierministers von Grossbritannien zu funktionieren. Aber kann man so auch ein Land regieren? In dieser Folge erklärt der NZZ-Korrespondent in Grossbritannien, David Signer, weshalb Burnham so aktiv auf Social Media setzt, und wo die Unterschiede, etwa zum Rechtspopulisten Nigel Farage von Reform UK sind. Gast: David Signer, Korrespondent in Grossbritannien Host: Simon Schaffer Redaktion: Dominik Schottner Ihr findet Davids Analyse von Andy Burnhams Social-Media-Strategie [hier](https://www.nzz.ch/international/andy-burnham-social-media-als-erfolgsstrategie-in-der-politik-ld.10018308) auf der Seite der NZZ. [Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen. ](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast) Lust auf noch mehr digitale Inhalte der NZZ? [Probier`s drei Monate aus.](https://abo.nzz.ch/25077808-2/)
Wed, 12 Aug 2026 - 1616 - No hands on deck: Seedrohnen verändern den Krieg auf dem Meer
Sea Baby - was niedlich klingt, ist in Wahrheit Teil eines bedeutenden, mitunter tödlichen Wandels der Kriegsführung auf See: Denn "Sea Baby" ist der Name einer ukrainischen Seedrohne, die mit fast 1000 Kilogramm Sprengstoff beladen werden kann. Selbst grosse Tanker können damit nachhaltig beschädigt, wenn nicht gar versenkt werden. Und das zu einem vergleichsweise geringen Preis und. vor allem ohne Menschenleben auf Spiel zu setzen. Neben der Ukraine setzen auch viele andere Länder auf die Entwicklung von Über- und Unterseedrohnen: Die USA, Russland, der Iran und Nato-Mitgliedsländer wie Deutschland investieren Millionen in den Bereich. Auch, weil die Seedrohnen nicht nur bei Angriff und Verteidigung zum Einsatz kommen, sondern auch der Aufklärung dienen oder Schiffbrüchige retten können. So verändert sich stetig der Krieg zur See: weg vom Kampf millliardenschwerer Fregatten, Zerstörer und U-Boote hin zur vernetzten, bald vielleicht auch KI-gestützten Auseinandersetzung kleiner, unbemannter Boote. Wer in dem Wandel die Nase vorne hat, erzählte in dieser Folge NZZ-Sicherheitsredaktor Marco Seliger. Gast: Marco Seliger, NZZ-Sicherheits- und Verteidigungsredaktor Host: Sarah Ziegler Redaktion: Dominik Schottner Support: Benjamin Ziegler Marcos Analyse des Wandels zur See könnt ihr [hier](https://www.nzz.ch/pro/wie-seedrohnen-den-seekrieg-veraendern-ukraine-und-nato-voran-ld.10012478) bei NZZ Pro nachlesen. Um alle Inhalte von NZZ Pro lesen zu können, braucht ihr ein NZZ-Abo. Das könnt ihr [hier](https://abo.nzz.ch/deutschland/?trco=20007925-04-24-0103-0029-005317-00000001) abschliessen.
Tue, 11 Aug 2026 - 1615 - Ausgebrochen: So attackieren Chat-GPT und Co. selbständig Firmen im Netz
Es begann mit dem grossen KI-Anbieter Open AI im Juli: Als Test in einem isolierten, digitalen Raum sollte ihr neustes KI-Modell seine Hacking-Fähigkeiten unter Beweis stellen. Die KI hackte dafür ihre eigene Testumgebung und verschaffte sich Zugang zum Internet, Der Fall bei Open AI ist längst kein Einzelfall mehr. Ob beim Konkurrenten Anthropic, Meta oder beim britischen Institut für KI-Sicherheit: Immer häufiger hebeln KI-Systeme bei Tests Sicherheitsbarrieren aus, verschicken eigenständig Schadsoftware oder dringen unbemerkt in fremde Netzwerke ein. Gast: Technologie-Redaktorin Ruth Fulterer Host: Nadine Landert Redaktion: Dominik Schottner Ruths Artikel findet ihr hier https://www.nzz.ch/technologie/ki-system-von-open-ai-bricht-aus-seinem-kaefig-und-hackt-ein-unternehmen-ld.10016529) [Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen.](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast)
Mon, 10 Aug 2026 - 1614 - «Auf den mexikanischen Staat kann man sich nicht verlassen» – Korrespondentin Sandra Weiss
Bei der Fussball-WM der Männer stand Mexiko als einer von drei Gastgebern im Rampenlicht. Die Medien hatten zuvor viel darüber spekuliert, ob das Land eine sichere WM ausrichten könne - angesichts der hohen organisierten Kriminalität. Das ist Mexiko gelungen, meint Korrespondentin Sandra Weiss. Der Juli sei der sicherste Monat des Jahres für das Land gewesen. Doch die Hoffnungen, dass die WM auch einen Wandel für das Land einleiten könne, hätten sich bisher nicht erfüllt. Der Alltag sei wieder eingekehrt und damit auch viele Gefahren. In dieser Samstagsfolge von NZZ Akzent berichtet Sandra Weiss davon, wie die organisierte Kriminalität das Land im Griff hat, wie man in einem gefährlichen Land als Journalistin arbeitet und wie die Menschen eigene Wege finden, um ihr Leben zu verbessern, wenn der Staat nicht eingreift. Gast: Sandra Weiss, freie Korrespondentin für die NZZ in Mexiko Host: Alice Grosjean [Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen. ](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast) In [dieser Folge von NZZ Akzent](https://www.nzz.ch/podcast/mexikos-verschwundene-kinder-wenn-muetter-selbst-nach-den-toten-suchen-ld.1933203) erzählt Lateinamerika-Korrespondent Thomas Milz von Mexikos verschwundenen Kindern. [Hier](https://www.nzz.ch/podcast/was-ein-einbruch-bei-unserer-reporterin-ueber-die-misere-der-mexikanischen-justiz-aussagt-ld.1889069) erzählt Sandra davon, wie sie selber Opfer eines Einbruchs wurde. Und [hier](https://mx.linkedin.com/in/sandra-weiss-ba7b10) findest du Sandra auf LinkedIn.
Sat, 08 Aug 2026 - 1613 - Aufbau Süd: EU-Millionen beleben Italiens Dörfer wieder
Trevinano im Latium, zwei Autostunden nördlich von Rom, im Jahr 2022: "Der Wind trägt Papierfetzen durch die menschenleeren Gassen", schreibt NZZ-Italien-Korrespondent Luzi Bernet damals nach seinem ersten Besuch dort. Anlass für die Recherchereise Bernets: Trevinano will etwas gegen die immer grösser werdende Leere tun und hat sich deswegen um Geld aus dem Nationalen Plan für Aufbau und Resilienz (PNRR) beworben, einem mit Milliarden Euro an EU-Geldern gefüllten Fonds zum Wiederaufbau Italiens nach der Corona-Pandemie. 20 Millionen hat Trevinano zugesprochen bekommen. Wie Trevinano und andere italienische Dörfer dieses Fördergeld verwendet haben und welche nachhaltigen Folgen das für das Land haben könnte, erzählt Bernet in dieser Folge des "Akzent". Gast: Luzi Bernet, Korrespondent in Rom Host: Dominik Schottner Produktion: Benjmain Gysler Luzis drei Reportagen aus Trevinano könnt ihr [hier](https://www.nzz.ch/international/trevinano-und-die-eu-millionen-kann-man-ein-bergdorf-mit-geld-retten-ld.10013153) (2026), [hier](https://www.nzz.ch/wirtschaft/millionen-aus-dem-eu-corona-fonds-was-tut-trevinano-mit-dem-vielen-geld-ld.1762062) (2023) und [hier](https://www.nzz.ch/international/italien-trevinano-und-das-viele-geld-aus-dem-eu-aufbaufonds-ld.1678188) (2022) nachlesen. [Wenn Du noch kein Abo für die NZZ hast, haben wir exklusiv für dich als Podcast-Fan ein kleines Goodie: Wir schenken dir ein 7 Tages-NZZ-Digitalabo. Nach einer Woche endet es automatisch. ](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast)
Fri, 07 Aug 2026 - 1612 - Rohe Gewalt gegen Migranten: Wieso Tausende Südafrika verlassen
In Südafrika gehen Demonstranten seit Monaten gewalttätig gehen Migranten vor: Sie ziehen durch die Strassen, verwüsten deren Geschäfte und machen auch vor Gewalt keinen Halt. Hunderttausend Migrantinnen und Migranten haben Südafrika deshalb bereits verlassen. Die fremdenfeindliche Gewalt beschränkt sich längst nicht mehr nur auf die Metropolen, sondern erreicht auch wohlhabende Orte wie Mossel Bay im Süden des Landes. Woher kommt diese Wut der Einheimischen auf die Migranten? Und welche Rolle spielt dabei die Regierung? Gast: Samuel Misteli, Afrika-Korrespondent Host: Nadine Landert Redaktion: Simon Schaffer Samuels Reportage von Mossel Bay findet ihr hier: https://www.nzz.ch/international/gewalt-gegen-migranten-in-suedafrika-reportage-aus-mossel-bay-ld.10016841 Lust auf noch mehr digitale Inhalte der NZZ? Probier`s drei Monate aus.(https://abo.nzz.ch/25077808-2/)
Thu, 06 Aug 2026 - 1611 - Make Europe Great Again - Wie Elon Musk hier wieder Politik macht
Eigentlich wollte er sich nach seinem Intermezzo in der US-Regierung zurückhalten, doch jetzt mischt er wieder kräftig mit, auch in Europas Politik: Elon Musk. Im Juli unterstützte er eine Präsidentschaftskandidatur von Marine Le Pen in Frankreich, nennt sie die letzte Hoffnung des Landes. Auch in Irland, Rumänien, Grossbritannien und Deutschland unterstützt er Kandidaten rechter oder rechtspopulistischer Parteien. Was Musk dabei antreibt und wie erfolgreich er mit seiner politischen Einmischung im In- und Ausland ist, erzählt NZZ-Auslandredaktorin Isabelle Jacobi in dieser Folge von «NZZ Akzent». Gast: Isabelle Jacobi, Auslandredaktorin der NZZ Host: Sarah Ziegler Redaktion und Support: Antonia Moser Alle Artikel von Isabelle findet ihr [hier auf nzz.ch](https://www.nzz.ch/impressum/isabelle-jacobi-ld.1840955). [Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen. ](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast)
Wed, 05 Aug 2026 - 1610 - Deal or no deal: Was taugt Trumps Gaza-Plan wirklich?
Eine Waffenruhe im Gazastreifen und die komplette Entwaffnung der Hamas - so hatte es US-Präsident Donald Trump euphorisch angekündigt. Doch schon nach wenigen Tagen ist die Euphorie verpufft. Weder hat die Führung der Terrororganisation der Abgabe ihrer Waffen zugestimmt, noch stösst der Plan in Israel auf Begeisterung. Die geplante Entwaffnung soll theoretisch von einer noch nicht existierenden internationalen Truppe überwacht werden – ein logistisches und politisches Vakuum. «So schön die Ankündigung auch klingt, mit der Realität hat das noch nicht allzu viel zu tun», dämpft Israel-Korrespondent Johannes Bockenheimer in dieser Folge die Erwartungen. Gast: Johannes C. Bockenheimer, NZZ-Korrespondent in Israel Host: Marlen Oehler Redaktion und Support: Alice Grosjean, Dominik Schottner Johannes' Artikel aus seinem Berichtsgebiet findet ihr [hier](https://www.nzz.ch/impressum/johannes-c-bockenheimer-ld.1759640) bei der NZZ. Informiere dich kurz, kompakt und fokussiert über das Weltgeschehen mit unserem täglichen Newsletter, dem [«NZZ Briefing»](http://go.nzz.ch/briefing). Jetzt kostenlos registrieren und abonnieren.
Tue, 04 Aug 2026 - 1609 - Flucht zurück: Wie die Bewohner von Ceuta den Migrantenansturm erlebt haben
Bis zu 60.000 Menschen gelangten vergangene Woche illegal von Marokko in die spanische Exklave, die meisten von ihnen schwimmend übers Meer, 72 von ihnen starben dabei nach aktuellem Stand. Der Grossteil derer, die es lebend nach Ceuta geschafft hatte, ist laut den spanischen Behörden inzwischen aber wieder nach Marokko zurückgekehrt. Die Folgen sind weitreichend: Von der konkreten Lage vor Ort über die spanische Innenpolitik bis hin zur EU und sogar Donald Trump - alle schauen auf Ceuta. Ein Ortstermin. Host: Dominik Schottner Gast: Julia Monn, Korrespondentin für Spanien Redaktion: Sarah Ziegler Julias aktuelle Berichte aus Ceuta findet ihr [hier](https://www.nzz.ch/impressum/julia-monn-ld.1647919), eine Übersicht der aktuellen Entwicklungen hat die NZZ [auf dieser Seite](https://www.nzz.ch/international/spanische-exklave-bei-marokko-migrantenandrang-stellt-laut-spaniens-ministerpraesident-verletzung-der-territorialen-integritaet-dar-ld.10017727). Lust auf noch mehr digitale Inhalte der NZZ? [Probier`s drei Monate aus.](https://abo.nzz.ch/25077808-2/)
Mon, 03 Aug 2026 - 1608 - Waldbrände in Europa: Warum es zu wenig Löschflugzeuge gibt
Die Brandkatastrophen in Europa sind historisch: Feuerwehr und Rettungskräfte befinden sich im Dauereinsatz. Was die Lage zusätzlich erschwert: Neue Löschflugzeuge sind kaum verfügbar. Die kleinen Propellermaschinen fliegen extrem tief und können ihre Wassertanks in Seen und Flüssen füllen. Das Modell Canadair 515 etwa gilt als Klassiker unter den Löschflugzeugen: In nur zwölf Sekunden ist der Wassertank voll, und die Maschine kann zum Brand zurückfliegen. Solche Maschinen sind derzeit auch bei den Waldbränden in Spanien und Frankreich im Einsatz. Doch die Flotten der bewährten Canadair-Flieger sind knapp, da der Hersteller die Produktion jahrelang ausgesetzt hatte. Selbst bei neuen Bestellungen dauert es Jahre, bis Maschinen und geschultes Personal einsatzbereit sind. In dieser Episode beleuchten wir, warum die grenzüberschreitende Hilfe der EU an ihre Grenzen stösst. Wir sprechen über die besonderen Herausforderungen der Piloten beim Löscheinsatz und zeigen auf, warum neben der Verstärkung aus der Luft vor allem Massnahmen am Boden entscheidend sind. Heutiger gast: Jürgen Schelling, Aviatik-Journalist Host: Alice Grosjean Redaktion: Simon Schaffer Mehr Informationen: [Überblick zu den Waldbränden in Europa ](https://www.nzz.ch/panorama/fast-eine-halbe-million-menschen-sind-von-flammen-bedroht-so-ist-die-lage-in-spanien-frankreich-und-italien-ld.10017137)in der NZZ. [Interaktive Temperaturkarte](https://www.nzz.ch/visuals/hitzewelle-in-europa-die-interaktive-temperatur-karte-im-live-check-ld.10012978) zur Hitze in Europa. [Jürgens NZZ-Artikel z](https://www.nzz.ch/mobilitaet/waldbraende-in-europa-neue-loeschflugzeuge-sind-kaum-verfuegbar-ld.10016896)um Mangel an Löschflugzeugen. [Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen. ](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast)
Fri, 31 Jul 2026 - 1607 - Nochmals ein blockierter Seeweg: Was bedeutet das für die Weltwirtschaft?
Die USA und Iran greifen sich weiterhin gegenseitig an - die Strasse von Hormuz bleibt ebenfalls blockiert. Eine Ausweichroute führte über das Rote Meer durch die Meerenge Bab al-Mandab. Doch nun ist auch diese praktisch unbefahrbar. Auf Deutsch bedeutet Bab al-Mandab so viel wie "Tor der Tränen". Die Passage verbindet das Rote Meer mit dem Indischen Ozean, die Route wird vor allem von Öltankern auf dem Weg nach Asien genutzt. Schiffe passieren dabei Jemen auf der einen und Dschibuti auf der anderen Seite. Die jemenitische Seite wird von den Huthi kontrolliert, eine mit Iran verbündete Miliz. Weil die Gefahr durch die Huthi mittlerweile zu gross ist, hat der Schiffsverkehr auch dort stark abgenommen, die Passage ist nun ebenfalls gesperrt. Welche Folgen diese zweite Blockade für die globale Energieversorgung hat, ordnet NZZ-Redaktorin Catherine Bosley ein. Sie erklärt, wie die bisherigen Puffer an Ölvorräten genutzt wurden und warum der Ukraine-Krieg die Lage weiter verschlimmert. Heutiger Gast: Catherine Bosley, Redaktorin NZZ Pro Host: Alice Grosjean Der [Hintergrundartikel von Catherine](https://www.nzz.ch/pro/der-naechste-seeweg-ist-blockiert-droht-nun-doch-eine-energiekrise-ld.10016390) in der NZZ. [Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen. ](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast)
Thu, 30 Jul 2026 - 1606 - CSD-Anschlag in Berlin: Wie der Rechtstaat Terroristen das Leben leicht macht
Nach dem islamistischen Anschlag am Rande des Christopher Street Day in Berlin dreht sich die politische Debatte um die Mittel des Rechtstaats und die Frage: Hätte der Anschlag verhindert werden können? Ein 21 Jahre alter Deutscher war am späten Samstagabend mit einem Kleintransporter wenige Meter neben dem Festivalgelände in eine Menschengruppe gefahren und hatte dabei eine Frau getötet und mehr als 30 Menschen zum Teil lebensbedrohlich verletzt. Einen Tag später erschossen Polizisten den Täter beim Versuch ihn festzunehmen. Inzwischen haben die Ermittler auf dem Smartphone des Attentäters Abdul B. ein Bekennervideo gefunden, in dem sich B. zum Islamischen Staat bekannte. Den Behörden war die Gefahr, die von ihm ausging, bekannt. Doch die Schwachstellen des deutschen Behördenapparates ermöglichten ihm, seine Tat umzusetzen. In dieser Folge von NZZ Akzent erklärt NZZ-Deutschland-Redaktor Nathan Giwerzew, an welchen Stellen das Justiz- und Polizeisystem falsch programmiert ist und wie sich diese Mängel beheben lassen. Gast: Nathan Giwerzew, Redaktor NZZ Deutschland Host: Dominik Schottner Redaktion: Simon Schaffer Nathans Analyse zum Nachlesen findet ihr [hier](https://www.nzz.ch/der-andere-blick/der-terrorist-und-der-naive-staat-deutschland-versagt-im-kampf-gegen-islamismus-ld.10017142). Einen Liveticker mit dem neuesten Stand der Ermittlungen haben wir ebenfalls [auf unserer Seite](https://www.nzz.ch/deutschland/politik/anschlag-in-berlin-offene-fragen-zu-mittaeter-und-stichwaffe-polizei-fahndet-nach-dem-taeter-ld.10017025). O-Ton Material von [Tagesthemen](https://www.tagesschau.de/tagesthemen/video-1621132.html) und [Deutschlandfunk](https://www.deutschlandfunk.de/terrorabwehr-und-aktionsplan-queer-interview-konstantin-von-notz-gruene-100.html). [Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen. ](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast)
Wed, 29 Jul 2026 - 1605 - Hitze & Alter: Wann werden hohe Temperaturen gefährlich?
Die nächste Hitzwelle steht kur bevor: In der Schweiz und in Deutschland soll es aufs Wochenende wieder tagelang zu Temperaturen über 30 Grad kommen. Auch die Spitäler dürften sich bereits wieder darauf vorbereiten. Denn während der letzten Hitzewelle starben in Deutschland allein in der letzten Juniwoche 4300 Menschen an den Folgen der Hitze - vier von fünf Betroffenen waren über 75 Jahre alt. Warum die Hitze besonders Senioren körperlich zusetzt, erklärt der NZZ-Wissenschaftsredaktor Michael Brendler. Einerseits lasse die Funktion der Schweissdrüsen im Alter nach: Älteren Menschen fällt es schwerer, zu schwitzen und damit ihren Körper zu kühlen. Gleichzeitig erweitern sich die Hautgefässe nicht mehr so gut wie früher: Die Hautdurchblutung wird schlechter, und der Kreislauf kann innere Wärme schlechter nach aussen abtransportieren. Welche einfachen Massnahmen dagegen helfen und warum ein Medikamentencheck vor jeder Hitzewelle Sinn macht, erklärt Michael Brendler in dieser Folge von NZZ Akzent. Heutiger Gast: Michael Brendler, Wissenschaftsredaktor Host: Alice Grosjean Produktion: Benjamin Gysler Hier findet ihr die Medikamentenliste von der Universität Köln: https://allgemeinmedizin.uk-koeln.de/?pbid=354346%20Calor-Liste Zu Michaels Analyse über Hitzeverträglichkeit im Alter geht es [hier entlang.](https://www.nzz.ch/wissenschaft/hitze-und-alter-wann-werden-hohe-temperaturen-gefaehrlich-ld.10014822) Weitere Artikel von Michael bei der NZZ [findet ihr hier. ](https://www.nzz.ch/impressum/michael-brendler-ld.1881606) [Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen. ](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast)
Tue, 28 Jul 2026 - 1604 - Syrien: Warum Menschen in Rakka den IS vermissen
Vor einer Bäckerei mitten in Rakka stehen die Menschen Schlange und wettern über die neue Regierung Syriens. Am Anfang dachten sie noch, alles werde besser. Doch die Hoffnung wurde schnell enttäuscht. Der Grund für ihre Wut: die rasant gestiegenen Preise. Seitdem die Regierung um Ahmed al-Sharaa die Macht übernommen hat, verschlingen die Kosten für Strom, Benzin und Brot mehr als ein durchschnittliches Monatseinkommen in Rakka. Die Not ist gar so gross, dass sich nicht wenige Menschen die IS-Herrschaft zurückwünschen. Host: Nadine Landert Gast: Rewert Hoffer, Nahostkorrespondent Redaktion: Marlen Oehler Die Reportage von Rewert findet ihr [hier](https://www.nzz.ch/international/syrien-wegen-der-wirtschaftskrise-waechst- in-rakka-die-sehnsucht-nach-dem-is-ld.10007702). [Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen. ](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast)
Mon, 27 Jul 2026 - 1603 - «Als Journalist flüchtet man sicher nicht als erster» – Taiwan-Korrespondent Patrick Zoll
Der NZZ-Korrespondent Patrick Zoll ist in Taiwan stationiert - von dort aus bereist er die gesamte Region und berichtet vor allem über die Rivalität zwischen China und den USA. Dass unser Korrespondent von Taiwan aus arbeitet, hat einen guten Grund: Nirgendwo anders treffen die Grossmächte China und USA so direkt aufeinander. Die Insel könnte der grösste geopolitische Krisenherd unserer Zeit werden. Im Gespräch schildert Zoll eindrücklich, wie sich die Bedrohung durch China im Alltag Taiwans anfühlt, wo zivile Selbstverteidigung an Bedeutung gewinnt und wieso die Bevölkerung dennoch erstaunlich gelassen bleibt. Aus seiner Basis in Taipei bereist Patrick Zoll aber auch die gesamte Region, von Australien bis Hawaii. Besonders brenzlig wurde es für den Journalisten auf dem Südchinesischen Meer: Zehn Tage lang begleitete er die philippinische Fischereibehörde auf Patrouille, die immer wieder von chinesischen Kriegsschiffen eingeschüchtert wurde. Heutiger Gast: Patrick Zoll, Indopazifik-Korrespondent Host: Alice Grosjean Redaktion & Produktion: Alice Grosjean Mehr zum Thema: Patricks [NZZ-Reportage zur Reise mit der philippinischen Fischereibehörde](https://www.nzz.ch/international/jetzt-haben-sie-uns-gerammt-unterwegs-im-suedchinesischen-meer-wo-china-seine-machtansprueche-rabiat-durchsetzt-ld.1907271), inklusive Video vom Zwischenfall mit der chinesischen Küstenwache. Hier geht's zum [Artikel über die Mäuseplage](https://www.nzz.ch/international/wir-haben-maeuse-auf-unseren-feldern-in-den-haeusern-in-der-klinik-der-schule-sogar-in-unseren-betten-ld.10007880) in Australien. Und hier eine [Übersicht zu allen Artikeln von Patrick](https://www.nzz.ch/impressum/patrick-zoll-ld.153793) bei der NZZ. Zum Folgen: [Patricks Profil auf LinkedIn](https://tw.linkedin.com/in/patrickzoll) [Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen. ](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast)
Sat, 25 Jul 2026 - 1602 - Indiens «Kakerlaken» wehren sich: Die Gen-Z-Proteste und was dahinter steckt
In den Strassen von Delhi protestieren zehntausende meist junge Menschen, manche in skurrilen Kostümen als Küchenschaben. Was satirisch begann, hat sich zu einer ernsthaften politischen Bewegung der Generation Z entwickelt. Auslandredaktor Daniel Rickenbacher berichtet aus Indien über die Hintergründe der Proteste, die mit den verkrusteten System, allen voran der Wirtschaft und dem Bildungssystem verwurzelt sind. Der Auslöser für den geballten Frust sind massive Skandale rund um geleakte Aufnahmeprüfungen an Universitäten und Suizide von Studenten. In dieser Folge geht es auch darum, welche Rolle Social Media und Influencer bei der Mobilisierung spielen und warum dieser Aufstand die Regierung unter Narendra Modi zunehmend unter Zugzwang setzt. Gast: Daniel Rickenbacher, Auslandredaktor Host: Simon Schaffer [Daniels Reportage aus Delhi ](https://www.nzz.ch/international/traenengas-statt-jobs-indiens-jugend-studiert-am-markt-vorbei-und-protestiert-ld.10016332)bei der NZZ. [Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen. ](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast)
Fri, 24 Jul 2026 - 1601 - Botox und Sinnsuche: Wie Chinas Elite mit der Wirtschaftskrise umgeht
An einem Sommerabend in Peking stehen chic gekleidete Frauen in Stilettos stundenlang Schlange. Einige haben sogar Schlafsäcke dabei, um auf dem Boden der angesagten Schönheitsklinik zu übernachten. Denn sie alle warten auf den «Injektionstag», an dem eingeflogene Star-Chirurgen Behandlungen mit Botox, Fillern und Stammzellentherapien durchführen. Es ist mehr als ein Schönheitsboom, der in China stattfindet. Die grosse Nachfrage ist auch ein Symptom und zeigt, wie Chinas Elite mit der Wirtschaftskrise umgeht. Gast: Katrin Büchenbacher, China Redaktorin Host: Nadine Landert Redaktion: Antonia Moser Katrins Reportage findet ihr hier https://www.nzz.ch/international/der-chinesische-traum-ist-ausgetraeumt-die-elite-verliert-den-glauben-an-den-fortschritt-ld.10013105 Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen.(https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast)
Thu, 23 Jul 2026 - 1600 - Wie gross ist die Eskalation im Iran-Krieg tatsächlich?
Die Lage im Nahen Osten spitzt sich nach einer kurzen Phase relativer Ruhe wieder deutlich zu. Das Rahmenabkommen wurde von beiden Parteien aufgekündigt, und nach zahlreichen Nächten gegenseitiger Angriffe wächst die Sorge vor einer neuerlichen Eskalation. In dieser Folge analysiert Nahost-Redaktorin Anne Allmeling den aktuellen Verlauf der Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran. Ein Blick auf die Daten zeigt, dass die Intensität der Angriffe zwar unter dem Niveau zu Kriegsbeginn liegt, die jüngsten Todesopfer auf beiden Seiten sowie Angriffe auf zivile Infrastruktur jedoch eine gefährliche Dynamik auslösen. Zudem werden die politischen Hintergründe beleuchtet, etwa die Strategie Teherans, auf Zeit zu spielen, und die Rücksichtnahme der US-Regierung auf die anstehenden Zwischenwahlen sowie die immensen Kosten des Konflikts. Gast: Anne Allmeling, Nahostredaktorin Host: Simon Schaffer Redaktion: Alice Grosjean Mitarbeit: Olivia Fischer, Jonas Oesch, Nadine Landert Die [Grafik aus der Folge](https://www.nzz.ch/international/usa-iran-krieg-in-zahlen-alle-angriffe-seit-der-waffenruhe-ld.10014810) beider NZZ. [Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen. ](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast)
Wed, 22 Jul 2026 - 1599 - Warum die USA ihre Zukunft als Wissenschaftsmacht aufs Spiel setzen
Es sind schwierige Zeiten für die Wissenschaft in den USA. US-Präsident Trump setzt bei der Krebsforschung, den Universitäten und der Wissenschaft allgemein den Rotstift an. Zudem wurde das wichtigste Beratergremium in Sachen Wissenschaft, das National Science Board, entlassen. Viele Forschende warnen nun vor den drastischen Konsequenzen dieser Kürzungen. Doch warum greift die US-Regierung die Forschung so fundamental an? Als Grund wird ein politischer Feldzug genannt: Die Universitäten gelten in den Augen der Regierung als Nest für den Vokismus, und Professoren werden sogar als Feind bezeichnet. Welche fatalen Auswirkungen das auf die traditionsreiche Grundlagenforschung hat, zeigt der Blick in die Geschichte. Denn bahnbrechende Technologien wie der Laser oder das GPS basieren auf staatlich geförderter Forschung, die nicht sofort wirtschaftlich profitabel sein musste. Nun droht eine Abschottung, während China strategisch investiert und die USA bei den Forschungsausgaben bereits überholt hat. Heutiger Gast: Leonid Leiva Ariosa, Wissenschaftsredaktor NZZ Host: David Vogel [Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen. ](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast)
Tue, 21 Jul 2026 - 1598 - Proteste in Kiew: Warum Selenski seinen beliebtesten Minister feuert
Der ukrainische Präsident Wolodomir Selenski baut mitten im Krieg sein Kabinett um - nicht zum ersten Mal. Im Juli treffen die Entlassungen zuerst Regierungschefin Julia Swiridenko. Dieser Weggang sorgt nur für wenig Schulterzucken. Doch wenige Tage später entlässt Selenski auch Michailo Fedorow, den im Volk sehr beliebten Verteidigungsminister. Keine 24 Stunden später protestieren tausende Menschen in Kiew gegen diese Personalie. NZZ-Ukraine-Korrespondent Volker Papst erklärt in dieser Folge von "NZZ Akzent", warum Fedorow gehen musste und was diese Entscheidung für Selesnkis eigene Popularität bedeutet. Gast: Volker Pabst, Ukraine-Korrespondent der NZZ Host: Sarah Ziegler Redaktion: Alice Grosjean [Volkers Berichterstattung über die Wechsel im Kabinett findest du bei der NZZ. ](https://www.nzz.ch/impressum/volker-pabst-ld.154617) [Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen. ](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast)
Mon, 20 Jul 2026 - 1597 - USA: Die Linkspopulisten sind im Aufwind - zu welchem Preis?
In den USA gewinnt eine neue, radikale Generation linker Politiker an Einfluss. Angeführt von den «Democratic Socialists of America» (DSA) fordern junge Aktivisten das etablierte Parteiensystem heraus. Getrieben von steigenden Lebenshaltungskosten und wachsender Ungleichheit setzen sie auf antikapitalistische und antizionistische Botschaften. Für die Demokratische Partei birgt dieser Linkspopulismus jedoch grosse Risiken, sagt Auslandredaktorin Isabelle Jacobi. Zwar mobilisieren die rebellischen Kandidaten eine lautstarke Basis, doch in entscheidenden Swing States drohen sie gemässigte Wähler zu verschrecken. Statt geschlossen aufzutreten, verstricken sich die Demokraten in heftige Flügelkämpfe. Das schwächt ihre Chancen bei den anstehenden Wahlen und liefert den Republikanern um Donald Trump eine perfekte Steilvorlage für den Wahlkampf. Gast: Isabelle Jacobi, Auslandredaktorin Host: Antonia Moser Redaktion: Sarah Ziegler und Alice Grosjean [Hier ist Isabelles Kommentar dazu](https://www.nzz.ch/meinung/houston-die-demokraten-haben-ein-problem-die-radikale-linke-ld.10014409). [Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen. ](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast)
Fri, 17 Jul 2026 - 1596 - Stricken gegen Stress: Was steckt hinter dem Hype?
Corona war ein Verstärker – spätestens seit da feiern Grossmutter-Hobbys ein Comeback. Mittlerweile setzen sogar Psychiatrien auf Strickgruppen. In dieser Folge hören wir zum Beispiel von Simone Ryan, eine der bekanntesten Strickerinnen der Schweiz. Auf Instagram verfolgen das 50 000 Follower. Ryan ist 33 Jahre alt. Sie selber strickt, um sich zu beruhigen. Die positive Wirkung auf die psychische Gesundheit ist mittlerweile auch wissenschaftlich belegt. «Strickfluencer» erreichen auf Social Media ein Millionenpublikum, es gibt immer mehr Veranstaltungen, an denen in der Öffentlichkeit gestrickt wird. Ausserdem erzählt Redaktorin Andrea Marti, was sie persönlich dem Stricken abgewinnt – und sie erklärt, warum ausgerechnet dieses Grossmutter-Hobby es vermag, unsere Bildschirmzeit zu senken. Heutiger Gast: Andrea Marti, NZZ-Redaktorin Host: Antonia Moser Redaktion: Alice Grosjean Produktion: Benjamin Gysler Andreas Text in der NZZ könnt ihr [hier lesen](https://www.nzz.ch/zuerich/sie-stricken-sich-ihre-sorgen-weg-wie-eine-generation-zu-einem-oma-hobby-kam-ld.10003524). [Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen. ](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast)
Thu, 16 Jul 2026 - 1595 - Auf Virenjagd - wie Forscher in Afrika die nächste Pandemie verhindern wollen
Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo macht erneut die Gefahr von Zoonosen deutlich, also wenn Krankheiten vom Tier auf den Menschen überspringen. Im Nachbarland will ein Tierarzt dafür sorgen, dass das künftig weniger passiert. Dafür sind Frédéric Singa und sein Team im Regenwald des Naturschutzgebiets Dzanga-Sangha unterwegs - im Süden der Zentralafrikanischen Republik. Ihr Ziel ist ein kleiner Wasserfall und die Grotte direkt dahinter: eine Höhle voller Fledermäuse. Die Forscher wollen einige der Tiere fangen, denn in ihnen könnten Viren schlummern, zum Beispiel Ebola. Auch die Covid-Pandemie wird auf Viren zurückgeführt, die von einer Fledermaus über einen Zwischenwirt zum Menschen gelangt sind. Frédéric Singa will herausfinden, welche Viren in seinem Gebiet vorkommen. Sein Ziel: Es sollen weniger infizierte Tiere in Umlauf gebracht werden. Wie er vorgeht, um um Aufklärungsarbeit zu leisten und dabei die Unterstützung der Menschen vor Ort zu gewinnen, erzählt der NZZ-Reporter Jonas Gerding im Podcast. Er hat Singa über mehrere Wochen begleitet. Heutiger Gast: Jonas Gerding, NZZ-Reporter Host & Redaktion: Sarah Ziegler Produktion: Benjamin Gysler Hier könnt ihr den ganzen [Dokumentarfilm von Dietmar Klumpp und Jonas Gerding von "NZZ Format"](https://www.nzz.ch/video/format/wie-zentralafrikas-regenwald-pandemien-beeinflusst-ld.10005627) anschauen. [Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen. ](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast)
Wed, 15 Jul 2026 - 1594 - Paradoxes Finnland: Das glücklichste Land hat am meisten Arbeitslose
Finnland gilt laut Weltglücksbericht als das glücklichste Land der Welt. Doch eigentlich steckt das Land in einer wirtschaftlichen Krise, es hat die höchste Arbeitslosenquote in ganz Europa. Besonders der Einbruch der Handelsbeziehungen zu Russland nach dem Angriffskrieg gegen die Ukraine hat die heimische Holz- und Baubranche schwer getroffen. Die sozialen Folgen dieser Entwicklung sind gravierend, die Jugendarbeitslosigkeit hat mittlerweile die 20-Prozent-Marke überschritten. Ein extrem ausgebautes Sozialsystem fängt die Betroffenen zwar finanziell auf, nimmt vielen jedoch auch den Anreiz zur aktiven Arbeitssuche. Inmitten von Lethargie und zunehmenden psychischen Problemen der jüngeren Generation droht die traditionelle finnische Eigenschaft «Sisu» – der unbändige Wille, niemals aufzugeben – verloren zu gehen. Doch es gibt auch noch Erfolgsgeschichten. Gast: Linda Koponen, Nordeuropa-Korrespondentin Host: Antonia Moser Redaktion: Marlen Oehler Hier findet ihr Lindas [Finland-Reportage zum Nachlesen in der NZZ: https://www.nzz.ch/international/finnland-gluecklichstes-land-hoechste-arbeitsloslosigkeit-ld.10006889 Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen: https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast
Tue, 14 Jul 2026 - 1593 - Route 60: Wo sich israelische Siedler und Palästinenser begegnen
Die Route 60 ist eine israelische Strasse, die aber auch quer durch das palästinensische Westjordanland führt. Sie gilt als eine der letzten Strassen, die sich Israelis und Palästinenser noch teilen. Ein Roadtrip zeigt jedoch, dass die geografische Nähe keineswegs zu mehr Verständnis führt. Stattdessen prallen im Alltag zwei völlig unversöhnliche Welten aufeinander. Während israelische Militäreinsätze und abgeriegelte Städte den palästinensischen Handel regelmässig lahmlegen, beanspruchen radikale jüdische Siedler das Land auf Basis der Bibel für sich. Seit den Ereignissen vom 7. Oktober 2023 hat sich die ohnehin angespannte Lage im Westjordanland massiv verschärft. Eine grassierende Arbeitslosigkeit unter den Palästinensern treibt die wirtschaftliche Not voran und schürt die Angst vor weiterer Radikalisierung. Gleichzeitig eskaliert die Gewalt durch bewaffnete Siedler. Gast: Rewert Hoffer, Nahostkorrespondent Host: Antonia Moser Rewerts Artikel zur Route 60 findet Ihr [hier.](https://www.nzz.ch/international/israel-und-palaestina-auf-der-route-60-entscheidet-sich-der-nahostkonflikt-ld.10003827) Informiere dich kurz, kompakt und fokussiert über das Weltgeschehen mit unserem täglichen Newsletter, dem [«NZZ Briefing»](http://go.nzz.ch/briefing). Jetzt kostenlos registrieren und abonnieren.
Mon, 13 Jul 2026 - 1592 - Wie korrupt ist die spanische Politik, Julia Macher?
Der ehemalige Ministerpräsident, der Ex-Verkehrsminister – und sogar die Ehefrau von Pedro Sánchez selbst: Sie alle standen kürzlich im Visier der spanischen Korruptionsermittler. Die spanische Politik scheint gerade in Korruptionsfällen zu versinken. Im Alltag der Menschen, etwa bei Behördengängen, sei die Korruption zwar nicht spürbar, sagt Julia Macher. Das Problem seien Spitzenposten in der Verwaltung, die parteipolitisch besetzt werden – und das betreffe alle Parteien: «Die Konservativen, die Sozialisten, die regionalen Parteien – eigentlich alle Parteien, die irgendwo lange genug an der Macht sind, um solche Spitzenposten besetzen zu können.» In dieser Folge von "NZZ Akzent - der Samstag" spricht Korrespondentin Julia Macher über die Besonderheiten der Korruption in Spanien - und darüber, was das mit der Stimmung im Land macht. Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen: https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast Gast: Julia Macher, freie Journalistin und NZZ-Korrespondentin für Spanien und Portugal Host & Produktion: Alice Grosjean NZZ-Artikel zum Weiterlesen: - [Übersicht zu Korruptionsfällen in der spanischen Politik](https://www.nzz.ch/international/die-korruptionsaffaeren-um-spaniens-regierungschef-eine-uebersicht-ld.10012284) - [Der Fall José Luis Zapatero](https://www.nzz.ch/international/geldwaesche-und-mitgliedschaft-in-einer-kriminellen-organisation-gegen-spaniens-ex-regierungschef-jose-luis-zapatero-wird-ermittelt-ld.10007718) - [Der Fall Begoña Gómez, Ehefrau von Pedro Sánchez](https://www.nzz.ch/international/die-ehefrau-von-spaniens-regierungschef-pedro-sanchez-darf-das-land-nicht-verlassen-ld.10012396) Julias eigener Podcast auf Spotify: [Sangría – und sonst? Der Spanien-Podcast](https://open.spotify.com/show/580WJG2SqNbRCjnxWhU3qw) [Julias LinkedIn-Profil:](https://es.linkedin.com/in/julia-macher-10a91b1ab) Und hier kommt ihr direkt zum LinkedIn-Profil von Linda: https://ee.linkedin.com/in/linda-koponen-067473185
Sat, 11 Jul 2026 - 1591 - Warum die Schweiz die beste Fussball-WM ihrer Geschichte spielt
Ein historischer Elfmeter von Ruben Vargas erlöste Tausende Fussballfans im ganzen Land: Die Schweizer Nationalmannschaft steht nach einem dramatischen 4:3 gegen Kolumbien zum ersten Mal seit 72 Jahren wieder in einem WM-Viertelfinale. In dieser Folge von NZZ Akzent fragen wir uns, warum dieser Erfolg gerade jetzt gelingen konnte. Ein wichtiger Punkt war die strukturierte Nachwuchsarbeit, die in den 1990er-Jahren begann. Dazu kommt die Rolle der multikultulturellen Schweiz: Gerade in den 90ern kamen viele Migranten ins Land, deren fussballbegeisterte Kinder dem Sport eine neue Dynamik verliehen. Sportredaktor Dominic Wirth analysiert die Entwicklung des Schweizer Teams an dieser WM und gibt eine Prognose fürs Viertelfinale gegen Argentinien ab. Heutiger Gast: Dominic Wirth, Sportredaktion Host: Alice Grosjean Produktion: Benjamin Gysler Redaktion: Sarah Ziegler
Fri, 10 Jul 2026 - 1590 - Venezuelas Boden bebt – und das Regime wankt
Zwei Wochen nach dem verheerenden Erdbeben in Venezuela ist die erste internationale Katastrophenhilfe abgezogen. Zurück bleibt ein zerstörtes Land mit schätzungsweise mehreren Zehntausend Todesopfern und einer kollabierten Infrastruktur. Das autoritäre Regime unter Delcy Rodríguez, das nach der Entmachtung von Nicolás Maduro mit Unterstützung der USA installiert wurde, steht nun vor einer logistischen und finanziellen Mammutaufgabe. Die Bevölkerung leidet auf den Strassen, während die versprochenen Hilfsgelder aus dem Ausland kaum ausreichen, um die prekäre Lage in den Griff zu bekommen. Die Naturkatastrophe entwickelt sich zunehmend zu einer existentiellen politischen Krise für die Machthaber. Erstmals entlädt sich in den sozialen Medien offener und massiver Unmut über staatliches Versagen und Korruption. Während das Regime mit einer Mischung aus inszenierter Volksnähe und neuer Repression reagiert, wächst der Druck auf die USA. Das Beben hat das politische Gefüge des ölreichen Staates tief erschüttert und könnte die Stunde Null für einen unvorhersehbaren Machtwechsel einläuten. Gast: Alexander Busch, Lateinamerika-Korrespondent Host: Antonia Moser Redaktion: Sarah Ziegler Die [neusten Zahlen und Informationen aus Venezuela](https://www.nzz.ch/themen/venezuela) findest du in der NZZ. [Und hier nochmals das exklusive Probeabo für 7 Tage, nur für Podcast-Fans. ](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast)
Thu, 09 Jul 2026 - 1589 - Albanien: wie Jared Kushners Hotelprojekt die Flamingo-Revolution auslöste
Ein unberührtes Naturparadies im Mittelmeer soll einem Refugium für Milliardäre weichen. Um ein exklusives Luxusresort von Ivanka Trump und Jared Kushner zu ermöglichen, hebelte die albanische Regierung kurzerhand den gesetzlichen Schutzstatus eines der wichtigsten Feuchtgebiete des Landes aus. Doch als im Mai schliesslich die Bagger aufgefahren sind, formierte sich umgehend Widerstand unter den Anwohnern und Umweltschützern. Mittlerweile haben sich die lokalen Proteste zu landesweiten «Flamingo-Revolution» ausgeweitet. Täglich demonstrieren Tausende in der Hauptstadt Tirana gegen die Vetternwirtschaft und das System von Regierungschef Edi Rama. Im Podcast «NZZ Akzent» schildert Südosteuropa-Korrespondentin Nicole Anliker ihre Eindrücke vor Ort, erklärt, was die Menschen auf die Strasse treibt und wie die Regierung mit dem massiven Druck umgeht. Heutiger Gast: Nicole Anliker, Südosteuropa-Korrespondentin Host: Nadine Landert Redaktion: Marlen Oehler Die Reportage von Nicole aus Albanien findet ihr hier: https://www.nzz.ch/international/die-flamingo-rebellion-in-albanien-die-proteste-zeigen-wie-rueckstaendig-regierungschef-rama-ist-ld.10012853 Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen. https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast
Wed, 08 Jul 2026 - 1588 - Warum der Vatikan die radikalen Piusbrüder exkommuniziert
Die katholische Kirche steht gerade mitten in einer Zerreissprobe: Die erzkonservative Pius-Bruderschaft weihte im Wallis gegen den ausdrücklichen Willen des Vatikans neue Bischöfe – und provoziert damit ihre Exkommunizierung. Inlandredaktorin Isabelle Wachter ist zur umstrittenen Zeremonie gereist und berichtet aus einer abgeschotteten Welt zwischen alter Liturgie, religiösem Traditionalismus und konservativen Weltbildern. Im Gespräch erzählt sie von den alten Widerständen der Pius-Bruderschaft gegen alle Reformen in der katholischen Kirche und wie es nun schliesslich zum endgültigen Bruch mit Rom gekommen ist. Was bedeutet die Exkommunizierung der Piusbrüder aus der katholischen Kirche? Heutiger Gast: Isabell Wachter, Inland-Redaktorin Host: Marlen Oehler Redaktion: Sarah Ziegler, Ben Gysler Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen. https://probeabo.nzz.ch/podcast Isabells Repo zur Bischofsweihe im Unterwallis findet ihr [hier ](https://www.nzz.ch/schweiz/konflikt-erreicht-am-mittwoch-seinen-hoehepunkt-bischofsweihen-im-wallis-werden-zur-zerreissprobe-fuer-die-weltkirche-ld.10013556) und einen NZZ-[Kommentar](https://www.nzz.ch/meinung/eine-befreiung-der-papst-bricht-mit-den-piusbruedern-ld.10013931) zur Exkommunizierung der Piusbrüdern.
Tue, 07 Jul 2026 - 1587 - Meta baut Mega-Datencenter: Fluch oder Segen für Louisiana?
In einer der ärmsten ländlichen Regionen im Süden der USA befindet sich inmitten von grünen Feldern eine riesige Baustelle. Der Tech-Gigant Meta baut im US-Bundesstaat Louisiana ein gigantisches Rechenzentrum, um die eigene Infrastruktur für künstliche Intelligenz voranzutreiben. Für die strukturschwache Region bedeutet einen wirtschaftlichen Boom. Doch der Deal mit dem Silicon-Valley-Konzern wurde in wenigen Wochen und völlig an der Öffentlichkeit vorbei besiegelt. Hinter der Fassade des plötzlichen Reichtums wächst bei den Anwohnern die Skepsis über die langfristigen Folgen für Mensch und Natur. Das Rechenzentrum wird nach seiner Fertigstellung immense Mengen an Strom und Wasser verbrauchen, weshalb eigens neue Gaskraftwerke gebaut werden müssen. Während die lokale Wirtschaft auf eine Zukunft als neuer Tech-Hub hofft, sorgen sich die Menschen vor Ort um massive Umweltbelastungen, Intransparenz und das Risiko, dass die KI-Blase platzt. [Astrids Reportage aus Louisiana gibt's auch online in der NZZ.](https://www.nzz.ch/technologie/maisfelder-fuer-meta-wie-ki-ein-armes-stueck-amerika-spaltet-ld.10005600) [Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen. ](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast)
Mon, 06 Jul 2026 - 1586 - Warum Trumps Iran-Deal den Golfstaaten Sorgen macht
US-Aussenminister Marco Rubio war auf Werbetour in den Golfstaaten. Denn dort kam das Rahmenabkommen zwischen den USA und Iran gar nicht gut an; Rubio sollte sie beruhigen. Doch immer noch ist die Sorge von Katar, Saudi-Arabien oder den Vereinigten Emiraten gross. Sie fürchten wirtschaftliches Chaos und das Erstarken des iranischen Regimes. Nun müssen die Golfstaaten neue Wege finden, mit Iran umzugehen. Dabei verfolgen sie verschiedene Strategien, erklärt Nahost-Korrespondent Daniel Böhm in dieser Folge von NZZ Akzent. Er hat in Abu Dhabi und Dubai unterwegs, um die Stimmung vor Ort einzufangen. Gast: Daniel Böhm, NZZ Nahost-Korrespondent Host: Simon Schaffer Produktion: Benjamin Gysler Redaktion: Sarah Ziegler Daniels Analysen und Reportagen aus Nahost kannst du in der [NZZ ](https://www.nzz.ch/impressum/daniel-boehm-ld.1861409)nachlesen. [Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen. ](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast)
Fri, 03 Jul 2026 - 1585 - Warum man in Japan ewig Ausländer bleibt
Ein Brief hätte fast ihren grossen Traum zerstört. Die Schweizerin Jessie arbeitet damals an einem buddhistischen Gymnasium in Japan und will dort Priesterin werden. Im Brief des Schulleiters aber steht: Als Frau und Ausländerin sei es ihr unmöglich, eine buddhistische Priesterin zu werden. Aber Jessie will das nicht wahrhaben und kämpft weiter. Heute ist sie die erste ausländische Tempelvorsteherin in Japan. Wie sie das geschafft hat, hat sie NZZ-Auslandredaktor Marco Kauffmann erzählt. Er wollte wissen, ob und wie Zuwanderer in der japanischen Gesellschaft aufgenommen werden. Getroffen hat er dafür auch den Australier Byron, der seit rund 25 Jahren in Japan lebt. Für ihn ist klar: Wer als Ausländer in Japan leben will, muss sich anpassen. Er hat wenig Verständnis für die Einwanderer, die die kulturellen und gesellschaftlichen Regeln der Japaner ignorieren. Gast: Marco Kauffmann, NZZ Auslandredaktor Host: Simon Schaffer Marcos Reportage aus Japan findest du bei der [NZZ](https://www.nzz.ch/international/wann-gehen-sie-zurueck-zu-hause-in-japan-aber-ewig-auslaender-ld.10007771). [Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen. ](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast)
Thu, 02 Jul 2026 - 1584 - Glück an der Front – Warum eine ukrainische Ärztin den Krieg sucht
Olga Suppan, eine 51 Jahre alte ukrainische Ärztin, reist regelmäßig aus Graz in die Ukraine, um als Anästhesistin Kriegsopfer zu behandeln. Sie arbeitet mit der Organisation Pirogow First Volunteer Mobile Hospital zusammen und sieht sowohl Verletzte als auch viele Tote. Für sie ist jemand mit nur einem amputierten Bein ein "Glücksfall". Doch nach einem Einsatz in der Frontstadt Bachmut fühlte sich Suppan entfremdet von der Normalität in Graz und suchte in einer Psychotherapie Hilfe, um ihre Traumaerfahrungen zu bewältigen. Gast: Katharina Bracher, NZZ-Reporterin Host: Dominik Schottner Redaktion: David Vogel Katharina Brachers Porträt von Olga Suppan kannst Du [hier](https://www.nzz.ch/gesellschaft/ukraine-krieg-die-aerztin-an-der-front-mit-dem-gespuer-fuer-den-tod-ld.10003930) in der NZZ nachlesen. [Exklusiv für dich als Podcast-Fan: 7 Tage NZZ-Digitalabo geschenkt. Unverbindlich testen.](https://probeabo.nzz.ch/podcast?utm_source=shownotes&utm_medium=podcast&utm_campaign=0726_NZZCH_Podcast)
Wed, 01 Jul 2026 - 1583 - Roboter schlägt Profis im Tischtennis – ein Meilenstein?
Im Frühling 2025 besiegt der Tischtennis-Roboter Ace von Sony erstmals eine Profi-Spielerin. Tischtennis galt in der Robotikforschung lange als ultimativer Härtetest. Der Ball ist extrem schnell unterwegs, Spin und Bewegungen des Gegenübers schwer berechenbar. Der Roboter muss also lernen, in Echtzeit präzise zu reagieren. Nun kann er das. Doch wie gross ist dieser sportliche Durchbruch wirklich - und was hat er mit unserem Alltag zu tun? Gast: Gioia da Silva, NZZ-Technologieredaktorin Host: Simon Schaffer Produktion: Marlen Oehler Redaktion: Alice Grosjean Gioias Bericht über die sportlichen Roboter findest du bei der [NZZ](https://www.nzz.ch/meinung/schnell-praezise-autonom-roboter-schlagen-uns-im-tischtennis-und-im-halbmarathon-und-bald-auch-im-job-ld.10004315). Übrigens: Alle NZZ-Podcast und Artikel kannst du jetzt auch unterwegs im Auto hören – mit Apple CarPlay oder Android Auto. Wie's funktioniert, erfährst du [hier](https://go.nzz.ch/carplay).
Tue, 30 Jun 2026 - 1582 - Hitzestress in Europa: wie wir uns an die neue Normalität anpassen
Europa schwitzt: Aussergewöhnlich früh und lange hielt sich in den vergangenen Tagen eine Hitzewelle über der Mitte und dem Westen Europas. Doch wie entsteht eine solche Hitzeglocke und was bedeutet der anhaltende Hitzestress für unseren Körper? In dieser Folge von "NZZ Akzent" werfen wir einen Blick auf die meteorologischen Ursachen und erfahren, warum die Phasen extremer Wärme global zunehmen. Welche Strategien helfen uns, uns an diese neue Normalität anzupassen und welche Bevölkerungsgruppen sind besonders gefährdet von der Hitze? Die, so sagt NZZ-Wissenschaftsredaktor und Meteorologe Sven Titz in dieser Folge, ist nämlich etwa in der Schweiz die Naturgefahr, die die meisten Todesopfer fordere. Gast: Sven Titz, NZZ-Wissenschaftsredaktor Host: Dominik Schottner Produktion: Benjamin Gysler Redaktion: Antonia Moser Du bist unter 30 und willst mehr NZZ? [Dein U30-Abo](https://abo.nzz.ch/m_21019698_1/) für alle digitalen Inhalte der NZZ gibt es für dich besonders günstig. Weiterführende Informationen zu dem Thema: [Hier](https://www.nzz.ch/wissenschaft/der-laengste-sommer-der-1970er-war-der-kuerzeste-sommer-der-vergangenen-zehn-jahre-ld.10012374) kannst Du Svens Artikel über die wissenschaftliche Studie zu den früheren und intensiveren Hitzewellen lesen. Und [hier](https://www.nzz.ch/wissenschaft/hitzewelle-schweiz-im-live-tracker-wo-wird-der-rekord-geknackt-ld.1892927) kannst Du tracken, wo in der Schweiz die Temperaturen am höchsten sind.
Mon, 29 Jun 2026 - 1581 - «Die Frage ist nicht, ob Russland angreift, sondern wann» – Nordeuropa-Korrespondentin Linda Koponen
Russland ist gleich nebenan. Von der Grenze im Osten dauert es nicht einmal drei Studen Autofahrt bis nach Tallinn, wo Linda Koponen wohnt. Seit 2023 ist sie als Nordeuropa-Korrespondentin der NZZ in Estland stationiert. Die Hauptstadt Tallinn ist ein europäisches Tech-Paradies. Wie lebt es sich an einem Ort, wo diese Normalität in einem ständigen Clash mit der realen Bedrohung von nebenan steht? Für die NZZ ist Lina Koponen bereits mehrfach an die russische Grenze gereist. In dieser Samstagsfolge von «NZZ Akzent» erzählt sie, wie der Grenzverlauf bei der estnischen Stadt Narwa aussieht und wie sich die hybride Kriegsführung Russlands in ihrem Alltag bemerkbar macht. Gast: Linda Koponen, Nordeuropa-Korrespondentin in Tallinn Host & Produktion: Alice Grosjean Hier findet ihr alle Reportagen und Artikel von Linda bei der NZZ: https://www.nzz.ch/impressum/linda-koponen-ld.1568391 Und hier kommt ihr direkt zum LinkedIn-Profil von Linda: https://ee.linkedin.com/in/linda-koponen-067473185
Sat, 27 Jun 2026 - 1580 - «Der Tiger»: Warum Kolumbien einen Trump-Fan zum Präsidenten wählte
Sein Sieg war knapp: Am Ende gaben nur 250 000 Stimmen den Ausschlag, dass Abelardo de la Espriella zum neuen Präsidenten Kolumbiens gewählt wurde. Er konnte sich gegen seinen Rivalen aus dem linken Lager durchsetzen. In Kolumbien ist de la Espriella kein Unbekannter. Schon früh machte er Karriere in seiner eigenen Kanzlei: Bekannt wurde er durch aufsehenerregende Fälle, in denen er Paramilitärs, Betrüger und Kriminelle vertrat. Auf der politischen Bühne hat der 48-Jährige allerdings einen Senkrechtstart hingelegt. Innert weniger Monate hat er es geschafft, eine grosse Anzahl Unterstützer hinter sich zu versammeln. Zu seinen politischen Vorbildern gehören Donald Trump und der argentinische Präsident Javier Milei. Bezüglich Sicherheitspolitik lässt er sich von Nayib Bukele inspirieren, dem Präsidenten von El Salvador. Ähnlich wie dieser will er radikal gegen die organisierte Kriminalität vorgehen und neue Gefängnisse bauen lassen. Gast: Alexander Busch, Lateinamerika-Korrespondent Host: Alice Grosjean Produktion: Benjamin Gysler Redaktion: David Vogel In [Alexanders Artikel](https://www.nzz.ch/international/rechter-anwalt-steht-vor-sieg-bei-praesidentschaftswahlen-in-kolumbien-ld.10012341) findest du auch noch ein Video der Siegesfeiern von «El Tigre». Lust auf noch mehr digitale Inhalte der NZZ? [Probier`s drei Monate aus.](https://abo.nzz.ch/25077808-2/)
Fri, 26 Jun 2026 - 1579 - Andy Burnham: Kann der «König des Nordens» Grossbritannien stabilisieren?
Grossbritannien schlittert in die nächste tiefe Regierungskrise. Nach dem Rücktritt von Keir Starmer steht das Land vor dem sechsten Regierungswechsel innerhalb von nur zehn Jahren. Dies zeigt die Malaise des Landes nach dem Brexit-Referendum. Die Wirtschaft stagniert, die Schulden sind rekordhoch und in Migrationsfragen ist die Gesellschaft tief gespalten. Nun richtet sich der Blick auf Andy Burnham. Der ehemalige Bürgermeister von Manchester wird als neuer Labour-Chef und künftiger Premierminister gehandelt. Der als „König des Nordens“ gefeierte Politiker setzt auf einen linken Kurs. Ob seine populäre, volksnahe Art ausreicht, um die immensen Probleme des Landes zu lösen und sich gegen den wachsenden Druck der Rechtspopulisten durchzusetzen, bleibt die entscheidende Frage für die Zukunft des Königreichs. Gast: David Signer, Grossbritannien-Korrespondent Host: Dominik Schottner Produktion: Vera Pache Redaktion: David Vogel [Noch mehr zu Andy Burnham findest du in der NZZ](https://www.nzz.ch/international/koenig-des-nordens-andy-burnhams-zickzackweg-zum-hoechsten-amt-ld.10012519). Übrigens: Alle NZZ-Podcast und Artikel kannst du jetzt auch unterwegs im Auto hören – mit Apple CarPlay oder Android Auto. Wie's funktioniert, erfährst du [hier](https://go.nzz.ch/carplay).
Thu, 25 Jun 2026 - 1578 - Roman Abramowitsch: der Schattendiplomat zwischen Putin und Selenski
Der russische Multimilliardär Roman Abramowitsch ist weit mehr als nur ein klassischer Oligarch. Schon seit Jahren ist der Teil des innersten Machtzirkels. Seine Loyalität und Verschwiegenheit sicherten ihm das Vertrauen von Wladimir Putin. Im Ukraine-Krieg kommt ihm eine wichtige Rolle zu: Er ist ein Schattendiplomat zwischen Moskau und Kiew. Mit Botschaften und Briefen reist er direkt zwischen den Fronten hin und her. Bemerkenswert ist, dass nicht nur der Kreml auf seine Dienste zählt, sondern auch der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski den Kontakt sucht. Auch wenn Abramowitsch damit bisher keine grösseren Erfolge verbuchen konnte, sei es doch positiv, dass es noch offene Kommunikationskanäle gebe, sagt Inna Hartwich im Podcast. Gast: Inna Hartwich, Redaktorin Host: Antonia Moser Produktion: Benjamin Gysler Redaktion: David Vogel [Hier gehts zum Artikel](https://www.nzz.ch/international/der-bote-zwischen-den-fronten-wie-der-russische-milliardaer-roman-abramowitsch-zum-vermittler-im-ukraine-krieg-wurde-ld.10011012). Informiere dich kurz, kompakt und fokussiert über das Weltgeschehen mit unserem täglichen Newsletter, dem [«NZZ Briefing»](http://go.nzz.ch/briefing). Jetzt kostenlos registrieren und abonnieren.
Wed, 24 Jun 2026 - 1577 - Bürgenstock: Libanon-Frage spaltet Israel und USA
Ein diplomatischer Kraftakt auf dem Bürgenstock: Im Schweizer Luxusresort verhandeln Washington und Teheran über ein Abkommen. Doch die Gespräche stocken bereits an der Libanon-Frage. Während das Abkommen eine umfassende Waffenruhe vorsieht, lehnt Israel diese ab, um der geschwächten Hisbollah-Miliz keine Atempause zu gönnen. Genau dies nutzen die Iranischen Verhandler nun, um das Bündnis zwischen den USA und Israel zu schwächen. Denn Präsident Donald Trump braucht dringend einen Frieden. In dieser Folge analysiert der Nahostredaktor Christian Weisflog das strategische Dilemma von Premierminister Netanyahu und erklärt, warum ein finaler Friedensschluss innerhalb von 60 Tagen völlig unrealistisch ist. Gast: Christan Weisflog, Nahostredaktor Host: Simon Schaffer Redaktion: David Vogel Die neusten Entwicklungen [gibt es zu lesen bei der NZZ](https://www.nzz.ch/). Lust auf noch mehr digitale Inhalte der NZZ? [Probier`s drei Monate aus.](https://abo.nzz.ch/25077808-2/)
Tue, 23 Jun 2026 - 1576 - Irak: ein WM-Team der Hoffnung (und der Traumata)
Ein historischer Moment im Monterrey-Stadion: Dank des entscheidenden Tores von Stürmerstar Ayman Hussein bezwingt der Irak Bolivien mit 2 zu 1 und qualifiziert sich zum ersten Mal seit 40 Jahren wieder für eine Fußball-Weltmeisterschaft. Das gesamte Land befindet sich im Ausnahmezustand, denn für die Menschen im Irak bedeutet dieses Nationalteam weit mehr als nur Sport – es ist ein Spiegelbild ihrer eigenen, von Konflikten gezeichneten Geschichte und zugleich ein Symbol der Hoffnung. Nahost-Korrespondent Daniel Böhm erzählt im Gespräch mit Simon Schaffer von aktuellen und früheren Spielern, deren Lebensläufe von den Traumata der vergangenen Jahrzehnte geprägt sind. Gast: Daniel Böhm, Nahost-Korrespondent Host: Simon Schaffer Der ganze Text von Daniel Böhm mit noch mehr Spielern, etwa aus der ebenso legendären Mannschaft von 2007, gibt es [zu lesen bei der NZZ.](https://www.nzz.ch/international/irak-und-die-fussball-wm-sie-kamen-aus-der-hoelle-ld.10006510) Lust auf noch mehr digitale Inhalte der NZZ? [Probier`s drei Monate aus.](https://abo.nzz.ch/25077808-2/)
Mon, 22 Jun 2026 - 1575 - Hormuz-Blockade: Warum der grosse Ölschock ausgeblieben ist
Über hundert Tage lang war die Strasse von Hormuz blockiert. Doch während Analysten einen dramatischen Preissprung befürchteten, blieb die globale Wirtschaft verschont. In dieser Podcast-Folge erklärt NZZ-Pro-Redaktorin Catherine Bosley die Hintergründe. Anfang März griffen die USA und Israel Iran an. Als Reaktion blockierte Iran die Meerenge bei Hormuz - der Ölpreis stieg an, Analysten rechneten mit dem Schlimmsten. Drei Monate später lässt sich feststellen: Länder wie Indien und die Philippinen haben mit Knappheiten bei Brennstoff zu kämpfen. In den Industrieländern in Europa und Nordeuropa ist ein unkontrollierbarer Ölschock aber ausgeblieben. Einerseits habe es China geschafft, die Öl-Importe drastisch herunterzufahren, sagt Bosley. Andererseits hätten die USA in den letzten Wochen mehr Erdöl exportiert, als vor dem Krieg. Auch die strategischen Notreserven der internationalen Energieagentur halfen, die Notlage zu überbrücken. Heutiger Gast: Catherine Bosley, Redaktorin NZZ Pro Host: Alice Grosjean Redaktion: David Vogel Die Analyse von Catherine könnt ihr auch in der NZZ nachlesen: https://www.nzz.ch/pro/dank-china-und-den-usa-ist-die-ganz-grosse-energiekrise-ausgeblieben-doch-fuer-entwarnung-ist-es-noch-zu-frueh-ld.10011338 Hier findet ihr weitere Artikel von Catherine zum Thema Geoökonomie: https://www.nzz.ch/impressum/catherine-bosley-ld.1918458
Fri, 19 Jun 2026 - 1574 - Der geheimnisvolle Zug nach Nordkorea
Nach jahrelanger Corona-Isolierung fährt wieder ein Zug zwischen China und Nordkorea. Doch die Verbindung ist von tiefem Misstrauen und strikter Geheimhaltung geprägt. Der Grossteil des Zuges ist wie ein normaler chinesischer Zug, doch die letzten zwei Wagen bleiben für die Öffentlichkeit komplett abgeschirmt. Man soll nicht wissen, wer hier ins abgeschirmte Nordkorea reist. Hinter der Wiederaufnahme der Strecke steckt geopolitisches Kalkül. China versucht, das Regime in Pjongjang enger an sich zu binden und den wachsenden Einfluss Russlands in der Region auszubalancieren. Gleichzeitig benötigt das wirtschaftlich isolierte Nordkorea den grossen Nachbarn dringend für den eigenen Aussenhandel. Für ausländische Beobachter endet die Reise jedoch spätestens an der schwer bewachten Grenzstadt Dandong – ein Blick auf das abgeschottete Land bleibt nur aus der Ferne möglich. Gast: Matthias Kamp, China-Korrespondent Host: Nadine Landert Produktion: Vera Pache Redaktion: David Vogel Bilder der Reise findest du im [Artikel von Matthias](https://www.nzz.ch/international/peking-pjongjang-express-rollt-wieder-aber-in-groesster-diskretion-ld.10009814) in der NZZ. Lust auf noch mehr digitale Inhalte der NZZ? [Probier`s drei Monate aus.](https://abo.nzz.ch/25077808-2/)
Thu, 18 Jun 2026 - 1573 - 13 Tage über dem Abgrund: Wie eine Frauenseilschaft einen legendären Berg bezwang
Die Westschweizer Bergführerin Caroline North hat gemeinsam mit drei Kolleginnen als erste reine Frauenseilschaft die berüchtigte "South African Route" bezwungen. 13 Tage verbrachten die vier Alpinistinnen in einer 1200 Meter hohen Granitwand – schlafend im hängenden Wandzelt direkt über dem Abgrund. Sportredaktorin Ines Häfliger berichtet in dieser Episode über eine logistische und alpinistische Meisterleistung, die 300 Kilogramm Gepäck und fünf Wochen vollen Einsatz forderte. Die Expedition zeigt auch, wie Frauen den männerdominierten Bergsport verändern. Gast: Ines Häfliger, Sportredaktorin Host: Simon Schaffer Produktion: Benjamin Gysler Der ganze Text von Ines könnt ihr [bei der NZZ lesen](https://www.nzz.ch/sport/dreizehn-tage-ueber-dem-abgrund-vier-alpinistinnen-klettern-am-patagonischen-felsen-durch-sturmboeen-und-minusgrade-mit-300-kilo-gepaeck-ld.10008534). Lust auf noch mehr digitale Inhalte der NZZ? [Probier`s drei Monate aus.](https://abo.nzz.ch/25077808-2/)
Wed, 17 Jun 2026 - 1572 - Trumps Abkommen in Sicht: Ist Iran der heimliche Sieger?
Ein diplomatischer Durchbruch scheint greifbar: Nach 15 Wochen Krieg zeichnet sich ein Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran ab, das am kommenden Freitag in Genf unterzeichnet werden soll. Die Vereinbarung sieht das Ende aller Kampfhandlungen an allen Fronten vor, schließt den Libanon mit ein und soll unter anderem die Straße von Hormuz wieder öffnen. NZZ-Nahostredaktorin Anne Allmeling erklärt, was wir bisher zum Abkommen wissen und was uns das über den heimlichen Sieger verrät. Gast: Anne Allmeling, Nahost-Redaktorin Host: Simon Schaffer Aktuelles zum Iran-Krieg [bei der NZZ lesen](https://www.nzz.ch/international/iran-krieg). Lust auf noch mehr digitale Inhalte der NZZ? [Probier`s drei Monate aus.](https://abo.nzz.ch/25077808-2/)
Tue, 16 Jun 2026 - 1571 - Eins für Millionen - Wie Sandoz um das letzte Penicillinwerk Europas kämpft
5.000 Einwohner, der Fluss Inn, Berge links wie rechts, Kreisverkehre, Supermärkte, die Autobahn A 12 - Kundl in Tirol lassen die meisten wohl links liegen auf ihrem Weg vom Norden in den Süden, von Deutschland etwa nach Italien, Kroatien oder die Schweiz. Dass der unscheinbare Ort aber seit 80 Jahren Leben rettet, ahnen wohl die wenigsten, die hier vorbeifahren. Denn in Kundl steht die mittlerweile letzte Fabrik in Europa, wo noch von Grund auf Penicillin hergestellt wird: vom Wirkstoff bis zur Tablette. Betrieben wird sie vom Basler Generikahersteller Sandoz. Doch der gerät zunehmend unter Druck: von Billigkonkurrenz aus Asien, besonders aus China, und den starren Vorgaben der EU-Gesundheitspolitik. Gast: Dieter Bachmann, NZZ-Wirtschaftsredaktor Host: Dominik Schottner Redaktion: Simon Schaffer Den ganzen Artikel könnt ihr [hier](https://www.nzz.ch/wirtschaft/alpenfestung-fuer-antibiotika-wie-eine-sandoz-fabrik-die-marktmacht-der-chinesen-spuert-ld.10008479) bei der NZZ lesen. Lust auf noch mehr digitale Inhalte der NZZ? [Probier`s drei Monate aus.](https://abo.nzz.ch/25077808-2/)
Mon, 15 Jun 2026 - 1570 - Israel-Korrespondent Johannes C. Bockenheimer: «Letztlich lebt man hier komplett aneinander vorbei»
In dieser Samstagsfolge von «NZZ Akzent» erzählt unser Nahost-Korrespondent Johannes C. Bockenheimer von seinen ersten Monaten vor Ort in Israel, in denen der Krieg mit Iran und dem Hizbullah in Südlibanon begann. Wie er anfangs viel Zeit in Bunkern verbrachte, aber auch, wie er damit seine Nachbarn besser kennenlernte – und wie er die Stimmung unter den normalen Leuten wahrnimmt. Denn das Land habe sich verändert, so Bockenheimer. Es steht auch international zunehmend isoliert da – während im Land selber etwa die Lage in Gaza in den Hintergrund getreten sei. Gast: Johannes C. Bockenheimer, Nahost-Korrespondent in Tel Aviv Host: Simon Schaffer Mehr Texte von Johannes [zu lesen bei der NZZ](https://www.nzz.ch/impressum/johannes-c-bockenheimer-ld.1759640). Lust auf noch mehr digitale Inhalte der NZZ? [Probier`s drei Monate aus.](https://abo.nzz.ch/25077808-2/)
Sat, 13 Jun 2026 - 1569 - Donald Trump wird immer reicher – auch dank seiner Söhne
Donald Trump Jr. und Eric Trump nutzen die zweite Amtszeit ihres Vaters für die eigene Bereicherung. Als Co-CEOs der Trump Organization verkaufen die Brüder weltweit den Zugang zum mächtigsten Mann der USA. Sie agieren dabei als Türöffner. Ausländische Regierungen und private Investoren, die auf politischen Einfluss oder lukrative Staatsaufträge hoffen, investieren massenhaft in die Projekte der Familie. Das milliardenschwere Business der Familie erstreckt sich mittlerweile weit über das Immobiliengeschäft hinaus. Mit eigens herausgegebenen Kryptowährungen generiert der Trump-Clan zusätzliche Einnahmen in dreistelliger Millionenhöhe. Gast: Dennis Frasch, NZZ-am-Sonntag-Redaktor Host: Antonia Moser Produktion: Benjamin Gysler Redaktion: Simon Schaffer Der ganze Artikel von Dennis Frasch [zu lesen bei der NZZ](https://www.nzz.ch/international/donald-trump-scheffelt-in-seiner-zweiten-amtszeit-milliarden-auch-dank-seinen-soehnen-einer-von-ihnen-ist-am-donnerstag-in-zuerich-ld.10008714). Lust auf noch mehr digitale Inhalte der NZZ? [Probier`s drei Monate aus.](https://abo.nzz.ch/25077808-2/)
Fri, 12 Jun 2026 - 1568 - Mexiko & USA: Kann Fussball politische Gräben überbrücken?
Politisch sind die USA und Mexiko zerstritten – fussballtechnisch aber bilden sie einen gemeinsamen Markt. Lagebild einer nicht ganz einfachen Partnerschaft. Wenn die mexikanische Nationalmannschaft spielt, dann ist die Stimmung meistens richtig aufgeheizt. Die Fans reisen schon Stunden vorher an – sie feiern, campen und grillieren und vor dem Stadion. Die mexikanischen Fans tun das nicht nur zu Hause, sondern auch in den USA: Mehrmals pro Jahr trägt die Nationalmannschaft nämlich Spiele in amerikanischen NHL-Stadien aus. Gerade im Süden der USA haben Millionen Menschen mexikanische Wurzeln. Der Fussball eigne sich wunderbar, um die Verbundenheit mit der alten Heimat emotional auszuleben, sagt der Fussballjournalist Ronny Blaschke. Natürlich stehen auch finanzielle Interessen dahinter: Zuschauer bezahlen in den USA drei bis viermal soviel wie in Mexico City. In dieser Folge von «NZZ Akzent» erklärt Blaschke, wie die mexikanische Community den Fussball in den USA prägt und warum Spieler mit Doppelbürgerschaft in einem Dilemma stecken. Heutiger Gast: Ronny Blaschke, Fussball-Journalist Host & Redaktion: Alice Grosjean Die [Podcast-Folge ](https://www.nzz.ch/podcast/mexikos-verschwundene-kinder-wenn-muetter-selbst-nach-den-toten-suchen-ld.1933203)zu verschwundenen Kindern und Bandenkriminalität in Mexiko [findet ihr hier](https://www.nzz.ch/podcast/mexikos-verschwundene-kinder-wenn-muetter-selbst-nach-den-toten-suchen-ld.1933203). Ronnys Analyse zum Nachlesen [findet ihr ebenfalls in der NZZ](https://www.nzz.ch/sport/usa-und-mexiko-in-der-politik-sind-die-beiden-laender-zerstritten-im-fussball-hingegen-enger-als-ihnen-lieb-ist-ld.10009822). Lust auf noch mehr digitale Inhalte der NZZ? [Probier`s drei Monate aus.](https://abo.nzz.ch/25077808-2/)
Thu, 11 Jun 2026 - 1567 - Armenien: der kleine Staat, um den Grossmächte ringen
Ein kleiner Staat am Rande Europas steckt mitten im geopolitischen Scheinwerferlicht. Denn Armenien hat gewählt: nicht nur über das Machtverhältnis im Land sondern über dessen internationale Ausrichtung. In dieser Folge geht es darum, warum diese Wahl weit über Armenien hinaus wichtig ist. Andreas Rüesch erklärt, weshalb die USA und die EU Armenien umwerben, welche Rolle die geplante Trump-Route spielt und warum Russland mit wirtschaftlichem Druck, Drohungen und Desinformation reagiert. Gast: Andreas Rüesch, Auslandredaktor Host: Nadine Landert Redaktion: Sarah Ziegler Hier findet ihr Andreas' Artikel https://www.nzz.ch/international/armenien-geopolitische-wahl-zwischen-russland-und-europa-ld.10009279 Und hier geht's zur «NZZ Akzent» Folge über die Trump-Route https://www.nzz.ch/podcast/die-trump-route-in-armenien-kann-ein-verkehrsprojekt-frieden-bringen-ld.1928689 Lust auf noch mehr digitale Inhalte der NZZ? Probier`s drei Monate aus. https://abo.nzz.ch/25077808-2/
Wed, 10 Jun 2026 - 1566 - Das Harvard des Ostens? Wie Unis in Malaysia ausländische Studenten anlocken wollen
Ein Fifa-zertifiziertes Fussballfeld. Eine Bibliothek, die eher einem modernen Buchladen gleicht. Cafés mit Namen wie «Brain Forest» und mit Hightech ausgestattete Hörsäle und Labore. Die Sunway University in Kuala Lumpur, Malaysia, verkauft sich in einem Werbevideo als moderne, innovative Uni. Damit will sie – wie auch andere malaysische Hochschulen – vor allem Studenten aus dem Ausland anlocken. Im Moment geht der Plan auf: Während 2020 noch nur 96 000 internationale Studenten ins Land kamen, waren es 2025 schon 160 000. Malaysia profitiere im Moment vor allem von den zunehmenden Einreisebeschränkungen für Studenten für Länder wie die USA, Grossbritannien, Australien oder Kanada, so der Südostasien-Korrespondent Andreas Babst. Gast: Andreas Babst, Korrespondent Südostasien Host: Sarah Ziegler Der ganze Text von Andreas Babst gibt es hier z[u lesen bei der NZZ](https://www.nzz.ch/international/im-westen-sind-asiatische-studenten-immer-weniger-willkommen-also-gehen-sie-nach-malaysia-ld.10006736). Das Campus-Video der Sunway University kannst du auf YouTube anschauen. Das Campus-Video der Sunway University kannst du [auf YouTube anschauen](http://https://www.youtube.com/watch?v=4Zn9XRbslyw).
Tue, 09 Jun 2026 - 1565 - Wie die iranische Diaspora in Los Angeles gegen das Mullahregime kämpft
In Los Angeles lebt die weltweit grösste iranische Exilgemeinde. Seit die USA Krieg gegen Iran führen, ist die Stimmung in der Diaspora zutiefst gespalten. Viele Exiliraner unterstützen die militärischen Schläge, da sie das brutale Mullah-Regime stürzen wollen. Gleichzeitig bangen sie um ihre Verwandten in der Heimat. Der Widerstand wird auch digital geführt: Aktivisten schmuggeln Starlink-Terminals ins Land, um den Menschen vor Ort den Zugang zum freien Internet zu ermöglichen. Doch die Exil-Community kämpft mit inneren Zerrissenheiten und äusserem Druck. Neben überzeugten Demokraten und Monarchisten leben auch Profiteure und Verwandte des Regimes in den USA. Zudem wächst in den USA die Skepsis gegenüber dem kostspieligen Krieg und Migranten allgemein. Gast: Andreas Scheiner, USA-Korrespondent Host: Antonia Moser Redaktion: Alice Grosjean Die Reportage aus «Tehrangeles» kannst du [hier ](https://www.nzz.ch/international/wie-lange-sollen-wir-noch-zusehen-wie-die-menschen-unter-dem-regime-leiden-in-tehrangeles-in-kalifornien-ist-der-widerstand-gegen-die-mullahs-ungebrochen-ld.10008958)nachlesen. Lust auf noch mehr digitale Inhalte der NZZ? [Probier`s drei Monate aus.](https://abo.nzz.ch/25077808-2/)
Mon, 08 Jun 2026 - 1564 - Brand in Crans-Montana: Ein Vater zieht vors Bundesgericht
In der Silvesternacht in Crans-Montana kam es in der Bar Le Constellation zu einer verheerenden Brandkatastrophe, die 41 Menschenleben forderte, unter den Toten waren viele Jugendliche. Fünf Monate nach dem Unglück wirft Antonis Kallergis, der seine 15-jährige Tochter Alice verlor, der Walliser Staatsanwaltschaft schwere Versäumnisse vor. In dieser Folge erklärt Westschweiz-Korrespondent Matthias Sander warum dieser Fall nun das höchste Schweizer Gericht beschäftigt, und wovon Kallergis angetrieben wird. Gast: Matthias Sander, Westschweiz-Korrespondent Host: Simon Schaffer Der ganze Text von Matthias Sander, hier [zu lesen bei der NZZ](https://www.nzz.ch/schweiz/antonis-kallergis-verlor-seine-tochter-in-crans-montana-nun-zieht-er-als-erster-vors-bundesgericht-ld.10006947).
Fri, 05 Jun 2026 - 1563 - 10-Millionen-Schweiz: Ein alter Streit in neuem Kleid
Die Schweiz stimmt über die SVP-Initiative «Keine 10 Millionen Schweiz» ab. Die Vorlage fordert einen strikten Bevölkerungsdeckel, der die Zuwanderung begrenzen würde. Ein Blick zurück zeigt, seit fast 60 Jahren führt das Land dieselbe Debatte: Von James Schwarzenbachs Überfremdungsinitiative über Asyl- und Ausländerquoten bis zur Masseneinwanderungsinitiative von 2014. Dabei geht es um Wohnungsnot, Dichtestress, Arbeitsplätze, Identität und die Frage, warum die Zuwanderungsdebatte in der Schweiz seit Jahrzehnten wiederkehrt. Hier findest du Infos zur [Abstimmung](https://www.nzz.ch/visuals/10-millionen-schweiz-die-zweistufige-zeitbombe-der-svp-im-zahlen-check-ld.10007530) Lust auf noch mehr digitale Inhalte der NZZ? [Probier`s drei Monate aus](https://abo.nzz.ch/25077808-2/).
Thu, 04 Jun 2026 - 1562 - Pflichtfach Schach: Warum in Armenien jeder spielt
In Armenien ist Schach weit mehr als nur ein Spiel. Es ist ein Nationalsport und sogar ein obligatorisches Schulfach. Das hängt mit der Schachbegeisterung der Sowjetunion zusammen. Armenien war früher Teil der Sowjetunion, wo Schach als Mittel galt, um die Überlegenheit des eigenen Systems zu demonstrieren. Doch auch nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion blieb Schach in Armenien populär. Denn man verspricht sich Grosses davon: Schach soll junge Leute resilienter machen und ihnen zu einer anständigen Karriere verhelfen. Mittlerweile gehört Schach zum nationalen Selbstverständnis in Armenien. Gast: Jana Kehl, Auslandredaktorin Host: Antonia Moser Redaktion: Dominik Schottner In [Janas Reportage aus Armenien](https://www.nzz.ch/international/in-armenien-muessen-alle-kinder-schach-lernen-ld.10003532) kannst du dir die Schach-Szene auch anschauen. Übrigens: Alle NZZ-Podcast und Artikel kannst du jetzt auch unterwegs im Auto hören – mit Apple CarPlay oder Android Auto. Wie's funktioniert, erfährst du [hier](https://go.nzz.ch/carplay).
Wed, 03 Jun 2026 - 1561 - Ein Algorithmus, um Frauen zu schützen – in Amals Fall hat er versagt
Spanien gilt weltweit als Vorreiter in der Prävention von Femiziden. Ein Grund dafür ist das Warnsystem Viogén. Doch das System hat auch Grenzen: Am 29. Juni 2024 suchen Polizisten in einem kleinen spanischen Dorf nach der 30-Jährigen Amal und ihren zwei Kindern. Als sie gefunden werden, sind alle drei tot. Kurz darauf nimmt die Polizei Amals Ex-Mann fest, den Vater der Kinder. Über Jahre hinweg hatte er seine Frau misshandelt. Amal hatte mehrmals Anzeige gegen ihn erstattet und sich längst von ihm getrennt. Diese Informationen waren bei der Polizei bekannt. Sie werden in ein System namens Viogén eingegeben, das voraussagen soll, wie wahrscheinlich es ist, dass ein Täter erneut gewalttätig wird – und Frauen auf diese Weise besser schützen. NZZ-Auslandredaktorin Julia Monn berichtet von dem Fall und erklärt, wie das Warnsystem Viogén funtioniert. Heutiger Gast: Julia Monn, Auslandredaktorin Host: Antonia Moser Julias Recheerche könnt ihr auch [in der NZZ nachlesen](https://www.nzz.ch/international/femizide-in-spanien-wie-sicher-schuetzt-viogen-frauen-vor-gewalt-ld.1901824). Übrigens: Alle NZZ-Podcast und Artikel kannst du jetzt auch unterwegs im Auto hören – mit Apple CarPlay oder Android Auto. Wie's funktioniert, erfährst du [hier](https://go.nzz.ch/carplay).
Tue, 02 Jun 2026 - 1560 - Die Zwei-Billionen-Dollar-Wette: Warum der SpaceX-Börsengang ein Risiko ist
SpaceX steht vor dem grössten Börsengang der Geschichte. Eine Bewertung von bis zu zwei Billionen Dollar könnte Elon Musk zum ersten Billionär der Menschheit machen. Doch dies bringt auch Risiken mit sich, gerade für die Anleger. So basiert die hohe Bewertung nicht auf realen Zahlen, sondern auf der Vision von SpaceX. Elon Musk will auf den Mars und Rechenzentren ins Weltall bringen. Doch Realität sind solche Ideen noch lange nicht. Zudem ist das Unternehmen noch nicht profitabel, es verzeichnete im vergangenen Jahr einen Verlust von 4,9 Milliarden Dollar bei einem Umsatz von 18,7 Milliarden Dollar. Musks spezielle Rolle bei Space X ist dabei auch ein Risiko. Seine Firmen sind eng miteinander verflochten und er schafft sich eine starke Machtposition innerhalb des Unternehmens. Gast: Malin Hunziker, Wirtschaftsredaktorin Host: Antonia Moser Redaktion: Alice Grosjean Mehr Infos zu SpaceX und alle neusten Entwicklungen gibts natürlich in der [NZZ](https://www.nzz.ch/themen/spacex). Lust auf noch mehr digitale Inhalte der NZZ? [Probier`s drei Monate aus.](https://abo.nzz.ch/25077808-2/)
Mon, 01 Jun 2026 - 1559 - China-Korrespondent Matthias Kamp: «Das Versprechen des Aufschwungs funktioniert nicht mehr»
Nach dem jüngsten Gipfeltreffen mit US-Präsident Donald Trump und Tech-Größen wie Elon Musk oder Jensen Huang zeigt sich auf den Straßen Chinas ein widersprüchliches Bild: Während die einfache Bevölkerung eine große Begeisterung für die westlichen Rockstars der Wirtschaft an den Tag legt, bleibt der erhoffte politische Durchbruch aus. Matthias Kamp berichtet direkt von der Basis über die spürbare Verunsicherung im Land. Die goldenen Zeiten des ständigen Aufstiegs scheinen vorbei zu sein. Junge, gut ausgebildete Chinesinnen und Chinesen finden oft keine passenden Jobs mehr und reagieren mit Resignation oder dem Wunsch nach Auswanderung. Gleichzeitig fließen immense staatliche Gelder in technologische Großprojekte wie autonome Flugtaxis und humanoide Roboter, während die ländliche Bevölkerung im Alter kaum sozial abgesichert ist. Gast: Matthias Kamp, China-Korrespondent Host: Simon Schaffer Mehr Text von Matthias gibt es [hier bei der NZZ](https://www.nzz.ch/impressum/matthias-kamp-ld.1497895). Weitere Texte zu [Trumps Staatsbesuch in China](https://www.nzz.ch/meinung/trump-in-china-er-waere-besser-zu-hause-geblieben-ld.10007041). Lust auf noch mehr digitale Inhalte der NZZ? [Probier`s drei Monate aus.](https://abo.nzz.ch/25077808-2/) Übrigens: Alle NZZ-Podcast und Artikel kannst du jetzt auch unterwegs im Auto hören – mit Apple CarPlay oder Android Auto. Wie's funktioniert, erfährst du [hier](https://go.nzz.ch/carplay).
Sat, 30 May 2026 - 1558 - Matchmaking in Indien: Warum Heiratsvermittler besser sind als Dating-Apps
In Indien werden noch immer 80 bis 90 Prozent aller Ehen arrangiert – selbst unter jungen, urbanen und bestens ausgebildeten Menschen. Warum setzen erfolgreiche Akademikerinnen, Startup-Gründer und Manager trotz Tinder und Dating-Apps lieber auf traditionelle Heiratsvermittler? Der Südasien-Korrespondent Ulrich von Schwerin besucht in Delhi die exklusive Partneragentur von Sachin Chawla. Dort werden Kandidatinnen und Kandidaten umfassend geprüft: Einkommen, Familienhintergrund, Lebensstil, Religion, Astrologie und sogar mögliche Geheimnisse spielen eine zentrale Rolle. Die Episode zeigt, warum arrangierte Ehen in Indien bis heute gesellschaftlich relevant bleiben – und welche Rolle Familie, Kaste, soziale Herkunft und moderne Erwartungen dabei spielen. Gast: Ulrich von Schwerin, Südasien-Korrespondent Host: Marlen Oehler Redaktion: Dominik Schottner Hier findet ihr Ulrichs [Reportage](https://www.nzz.ch/international/arrangierte-ehen-in-indien-einblicke-in-die-arbeit-eines-heiratsvermittlers-ld.10003551) über Heiratsvermittlung in Indien Lust auf noch mehr digitale Inhalte der NZZ? [Probier`s drei Monate aus.](https://abo.nzz.ch/25077808-2/) Und [hier ](https://ethz.ch/en/news-and-events/meet-eth/wowhochzwei/vortraege-und-gespraeche.html)könnt Ihr Euch gratis für die Geopolitik Live Veranstaltung an der ETH Zürich anmelden.
Fri, 29 May 2026 - 1557 - Ebola ist zurück: Was diesmal anders ist
Ein schwerkranker US-Arzt wird Mitte Mai aus der Demokratischen Republik Kongo nach Berlin geflogen und dort unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen behandelt. Er hatte sich mit dem Ebola-Virus infiziert. Während er in Europa unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen auf einer Isolierstation behandelt wird, sieht die Realität im Krisengebiet komplett anders aus. In den behelfsmässigen Zelten im Kongo fehlt es an banalen Dingen wie Handschuhen, Desinfektionsmitteln und sauberem Wasser. Gleichzeitig erschweren die Budgetkürzungen internationaler Organisationen wie USAID die Eindämmung der Epidemie. Gast: Stephanie Lahrtz, Wissenschafts-Redaktorin Host: Nadine Landert Redaktion: Dominik Schottner Hier findet ihr Stephanies Artikel: https://www.nzz.ch/wissenschaft/ebola-alarm-der-who-wie-gefaehrlich-ist-das-virus-ld.10007509 Lust auf noch mehr digitale Inhalte der NZZ? Probier`s drei Monate aus. https://abo.nzz.ch/25077808-2/ Und hier könnt Ihr Euch gratis für die Geopolitik Live Veranstaltung an der ETH Zürich anmelden: https://ethz.ch/en/news-and-events/meet-eth/wowhochzwei/vortraege-und-gespraeche.html
Thu, 28 May 2026 - 1556 - Die Rückkehr einer geächteten Waffe: Warum Europa wieder Landminen will
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine zwingt Europa zu einer sicherheitspolitischen Kehrtwende, die lange als undenkbar galt: Mehrere europäische Staaten erwägen die Rückkehr zu Antipersonenminen. Länder wie Finnland, Polen und die baltischen Staaten, die direkt an Russland grenzen, steigen zunehmend aus internationalen Verbotsverträgen aus. Angesichts der Bedrohung durch einen konventionellen Bodenkrieg gilt die kontroverse Waffe im Militär als kosteneffizientes Mittel, um feindliche Truppen im Ernstfall am schnellen Vorrücken zu hindern. Dieser Kurswechsel stürzt Europa in ein tiefes moralisches und strategisches Dilemma. Während das Militär auf moderne Technik und präzise Kartografierung verweist, warnen Kritiker vor den unkontrollierbaren Langzeitfolgen für die Zivilbevölkerung. Historische Erfahrungen zeigen, dass sich Landminen durch Umwelteinflüsse wie Überschwemmungen unvorhersehbar verschieben und noch Jahrzehnte nach einem Konflikt eine tödliche Gefahr im Boden bleiben. Gast: Lukas Wagner, Journalist und Dokumentarfilmer Host: Antonia Moser Redaktion: Dominik Schottner Den [Film von NZZ Format kannst du [hier ](https://www.nzz.ch/video/format/minenfeld-europa-die-rueckkehr-einer-verbotenen-waffe-ld.10005783)anschauen.
Wed, 27 May 2026 - 1555 - Aliko Dangote: Wie der reichste Mann Afrikas die Wirtschaft beflügelt
In dieser Episode von «NZZ Akzent» schildert Samuel Misteli den Aufstieg des Unternehmers vom Importhändler über den Zementfabrikanten bis hin zu seinem grössten Wurf: der grössten Ölraffinerie Nigerias. Sie hat die Wirtschaftslage des Landes innert weniger Jahre neu belebt. Die Iran-Krise spielt Dangote hier nur in die Hände. Er will aber Grösseres für seine Unternehmen, für Nigeria und die Wirtschaft in den mehr als fünfzig afrikanischen Ländern. Gast: Samuel Misteli, Afrika-Korrespondent der NZZ Host: Nadine Landert Redaktion: Dominik Schottner Lust auf noch mehr digitale Inhalte der NZZ? [Probier`s drei Monate aus.](https://abo.nzz.ch/25077808-2/)
Tue, 26 May 2026 - 1554 - NZZ Geopolitik: Zerrieben zwischen Israel, USA und Iran: Wie der Krieg die Balance am Golf stört
Der wöchentliche Podcast [NZZ Geopolitik](https://www.nzz.ch/podcast/geopolitik) ist diesen Sonntag zu Gast hier bei NZZ Akzent. Wenn dir das Format gefällt: Eine neue Folge von NZZ Geopolitik erscheint immer mittwochs auf deiner Lieblingsplattform. Abonnier uns gerne. Und darum geht es diesmal: Der brüchige Waffenstillstand im Krieg gegen den Iran zwingt die Golfstaaten zu einer radikalen Neuausrichtung ihrer Aussen- und Sicherheitspolitik. Nach den iranischen Angriffen auf den strategisch wichtigen Hafen von Fujairah in den Vereinigten Arabischen Emiraten wird deutlich, dass die traditionelle Pendelpolitik der Golfmonarchien an ihre Grenzen stösst. Das historische Novum, dass das israelische Iron-Dome-System erstmals in einem arabischen Staat zum Einsatz kommt, signalisiert eine tiefgreifende Veränderung der regionalen Dynamiken. Gleichzeitig wächst am Golf die Frustration über den langjährigen Sicherheitsgaranten USA. Die Herrscherhäuser stehen vor der Herausforderung, ihre ambitionierten wirtschaftlichen Modelle und die gesellschaftliche Resilienz in Zeiten kriegerischer Konflikte aufrechterhalten zu müssen. Welche Rolle die Rivalitäten zwischen Abu Dhabi und Riad spielen und warum der opportunistische Pragmatismus der Region dennoch bestehen bleibt, analysiert diese Episode Heutiger Gast: [Dr. Sebastian Sons ](https://carpo-bonn.org/uber-uns/team/team/dr-sebastian-sons) Host: David Vogel Du hast schon ein NZZ-Abo und willst NZZ Pro zusätzlich bekommen. Das Angebot dafür findest du [hier](https://abo.nzz.ch/23055512-2/). Du hast noch kein NZZ-Abo und willst Premium-Abonnent werden? Dann [hier ](https://abo.nzz.ch/23055513-2/)entlang. Übrigens: Alle NZZ-Podcast und Artikel kannst du jetzt auch unterwegs im Auto hören – mit Apple CarPlay oder Android Auto. Wie's funktioniert, erfährst du [hier](https://go.nzz.ch/carplay). Fragen? Feedback? Das NZZ Geopolitik-Team erreichst du unter geopolitik@nzz.ch.
Sun, 24 May 2026 - 1553 - Dank Trump: Kuba stemmt die Energiewende von unten
Kuba steht vor dem energetischen Kollaps. Nach dem US-Embargo und dem Ausbleiben von Treibstofflieferungen aus Venezuela ist das Land fast vollständig lahmgelegt. Der Energieminister gibt offen zu: Es gibt absolut nichts mehr. Die Folge sind Stromausfälle von bis zu 22 Stunden am Tag, die das öffentliche Leben in Havanna und in den Provinzen massiv beeinträchtigen. Doch die Not macht erfinderisch. Immer mehr Kubaner nehmen die Energiewende selbst in die Hand. Vor allem mithilfe von Solarenergie, und mit Hilfe aus China. Gast: Sandra Weiss, Reporterin Host: Simon Schaffer Die ganze Reportage von Sandra Weiss gibt es[ hier bei der NZZ](https://www.nzz.ch/international/trumps-oelembargo-gegen-kuba-befeuert-die-energiewende-auf-der-insel-und-spielt-china-in-die-haende-ld.1932133). Lust auf noch mehr digitale Inhalte der NZZ? [Probier`s drei Monate aus.](https://abo.nzz.ch/25077808-2/) Übrigens: Alle NZZ-Podcast und Artikel kannst du jetzt auch unterwegs im Auto hören – mit Apple CarPlay oder Android Auto. Wie's funktioniert, erfährst du [hier](https://go.nzz.ch/carplay).
Fri, 22 May 2026 - 1552 - Regierungskrise in Grossbritannien: Wer beerbt Keir Starmer?
Nach nur zwei Jahren im Amt steckt der britische Premierminister Keir Starmer in einer tiefen Krise. Angetreten mit dem Versprechen, das politische Chaos der konservativen Vorgänger zu beenden, gilt der Labour-Chef heute selbst als Sinnbild der Stagnation. Massive Staatsverschuldung, hohe Lebenshaltungskosten und die ungelöste Migrationsfrage belasten das Land. Starmer selbst wirkt führungsschwach und verstrickt sich in politische Kehrtwenden. Während er versucht, den Druck auszusitzen, bringen sich parteiinterne Rivalen bereits für seine Nachfolge in Stellung. Die tiefe Unzufriedenheit der Bevölkerung mit dem politischen Establishment ebnet jedoch einer ganz anderen Kraft den Weg. Nigel Farage mit seiner rechtspopulistischen Partei Reform UK könnte der lachende Dritte sein. Gast: David Signer, Grossbritannien-Korrespondent Host: Antonia Moser Redaktion: Dominik Schottner Die neusten Entwicklungen in Grossbritannien kannst du [hier ](https://www.nzz.ch/international/regierungskrise-in-grossbritannien-starmer-konkurrent-burnham-koennte-sitz-im-parlament-erben-ld.10007193)nachlesen. Übrigens: Alle NZZ-Podcast und Artikel kannst du jetzt auch unterwegs im Auto hören – mit Apple CarPlay oder Android Auto. Wie's funktioniert, erfährst du [hier](https://go.nzz.ch/carplay).
Thu, 21 May 2026 - 1551 - Grönland: Wie Trump seine Macht ausbaut, ohne die Insel zu kaufen
Seit den heftigen Drohungen von Donald Trump, Grönland zu annektieren oder gar zu kaufen, herrscht auf der arktischen Insel ein spürbares Misstrauen gegenüber dem US-Präsidenten. Doch statt einer offenen Konfrontation setzen die USA nun auf diplomatische Gespräche mit Dänemark und Grönland, um ihre militärische Präsenz im strategisch wichtigen Nordatlantik zu erweitern. Die Skandinavien-Korrespondentin Linda Koponen erklärt, warum Dänemark und Grönland trotz dem Vertrauensbruch kaum Nein sagen können und was die Expansion der USA bedeuten könnte. Host: Nadine Landert Redaktion: Sarah Ziegler Lindas Artikel findest du hier (https://www.nzz.ch/international/usa-planen-drei-militaerstuetzpunkte-in-groenland-was-dahinter-steckt-ld.10006747). Übrigens: Alle NZZ-Podcast und Artikel kannst du jetzt auch unterwegs im Auto hören – mit Apple CarPlay oder Android Auto. Wie's funktioniert, erfährst du hier (https://go.nzz.ch/carplay)
Wed, 20 May 2026 - 1550 - Geheimfabrik: Wo die Ukraine ihre gefährlichsten Waffen herstellt
In einer geheimen Fabrik in der Zentralukraine produziert Firepoint Langstrecken-Drohnen für Angriffe auf russische Ziele weit hinter der Front. Jonas Roth berichtet von strengen Sicherheitschecks, improvisierten Produktionshallen und einer Firma, die seit 2022 vom Start-up zum wichtigen Rüstungsakteur gewachsen ist. Die Fabrik liefert ein potenzielles Zukunftsmodell für die internationale Rüstungsindustrie. Host: Nadine Landert Redaktion: Dominik Schottner Lust auf noch mehr digitale Inhalte der NZZ? [Probier`s drei Monate aus.](https://abo.nzz.ch/25077808-2/)
Tue, 19 May 2026 - 1549 - KI als Dating-Coach: Wenn Chat-GPT beim Flirten hilft
Wer schon mal gedatet hat, kennt das Gefühl von Unsicherheit und Anspannung. Manche nutzen darum künstliche Intelligenz als persönlichen Dating-Berater. Sie ordnet ein, erkennt Muster und mögliche Red Flags und hilft beim Kommunizieren mit dem Date. Oder doch nicht? Warum vertrauen Menschen einer Maschine ihre intimsten Chatverläufe und Traumata an? Wir begleiten Jana, die nach einer schmerzhaften Trennung bei ChatGPT nach Antworten sucht. Bastian, der nach elf Jahren Beziehung wieder Single ist, lernt durch die KI, Beziehungsdynamiken aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Experten warnen jedoch vor blindem Vertrauen: Eine Studie der Uni Stanford belegt, dass Sprachmodelle dazu neigen, uns zu schmeicheln, statt die Realität objektiv abzubilden. Gast: Cleo Libro, NZZ-Reporterin Host: Alice Grosjean In ihrem [Text in der NZZ](https://www.nzz.ch/nzz-am-sonntag-magazin/die-ki-mein-dating-coach-ld.1933600) hat Cleo auch noch die Geschichte von Sabine aufgeschrieben. Sie nutzt KI erstmal, um den Überblick zu behalten; denn nach 30 Jahren Ehe kehr sie zurück ins Dating-Leben und braucht Orientierung. Lust auf noch mehr digitale Inhalte der NZZ? [Probier`s drei Monate aus.](https://abo.nzz.ch/25077808-2/) Übrigens: Alle NZZ-Podcast und Artikel kannst du jetzt auch unterwegs im Auto hören – mit Apple CarPlay oder Android Auto. Wie's funktioniert, erfährst du [hier](https://go.nzz.ch/carplay).
Mon, 18 May 2026 - 1548 - NZZ Geopolitik: Von Nixon bis Trump - wie der «War on Drugs» geopolitisch wurde
Der wöchentliche Podcast NZZ Geopolitik ist diesen Sonntag zu Gast hier bei NZZ Akzent. Wenn dir das Format gefällt: Eine neue Folge von NZZ Geopolitik erscheint immer mittwochs auf deiner Lieblingsplattform. Abonnier uns gerne. Und darum geht es diesmal: Als Richard Nixon 1971 Drogen zum «public enemy number one» erklärte, war der „War on Drugs“ noch kein Krieg im eigentlichen Sinn, sondern ein politisches Programm, eine innenpolitische Offensive gegen Drogenmissbrauch. Unter Ronald Reagan dann wurde der Kampf gegen Drogen stärker militarisiert. Die USA bekämpften nicht mehr nur Konsum und Kriminalität im Innern, sondern griffen auch die Produktions- und Schmuggelrouten im Ausland an – etwa in Bolivien oder Panama. Aber erst unter Donald Trump wurde der "War on Drugs" geopolitisch und wandelte sich zu einem echten Krieg, sagt Andreas Ernst in dieser Episode von "NZZ Geopolitik". Es zeigt sich, wie eng Drogenpolitik, Handelspolitik und geopolitische Interessen inzwischen miteinander verknüpft sind – und warum der „War on Drugs“ längst mehr ist als reine Kriminalitätsbekämpfung. Gast: Andreas Ernst, NZZ-Journalist und Experte für internationale Beziehungen und Geopolitik Host: Marlen Oehler Den Artikel zur Entwicklung des "War on Drugs" von Nixon bis Trump von Andreas Ernst findet Ihr hier. Hier könnt Ihr Euch für die Geopolitik Live Veranstaltung an der ETH Zürich anmelden. Fragen? Feedback? Das NZZ Geopolitik-Team erreichst du unter geopolitik@nzz.ch. Du hast schon ein NZZ-Abo und willst NZZ Pro zusätzlich bekommen. Das Angebot dafür findest du hier. Du hast noch kein NZZ-Abo und willst Premium-Abonnent werden? Dann hier entlang.
Sun, 17 May 2026
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