Nach Genre filtern
Astronomie am Kepler

Willkommen zu Astronomie am Kepler, dem Podcast des Mehrschulenkurses Astronomie am Keplergymnasium Graz, bei dem man in unseren Astronomieunterricht hineinhören kann! Dabei erzählen, diskutieren und plaudern wir über Astronomie und Raumfahrt, behandeln manchmal grundsätzliche, manchmal spezielle und manchmal auch aktuelle Themen und beantworten auch gerne Fragen der Hörerinnen und Hörer, besonders gerne die von Kindern und Jugendlichen (aber auch Erwachsene dürfen gerne was fragen!). Besonders wichtig ist uns, dass alles gut für Jung und Alt verständlich ist und trotzdem richtig, ohne falsche Verkürzungen. Wir sind als wisspod-podcast geprüft und anerkannt und werden von der Universität Graz wissenschaftlich betreut. Ad astra und clear skies!
- 61 - AK060 Zeit und Astronomie
In dieser Folge sprechen wir über die Rolle und Messung der Zeit in der Astronomie! Davor gibt es doppelt Space News: Zuerst sprechen wir über das im Aufbau befindliche „Fotoobjektiv-Teleskop“ MOTHRA, dem Nachfolger des Dragenfly-Teleskops. Außerdem besprechen wir ein aktuelles Paper aus Astronomy and Astrophysics: “Solar twins in Gaia DR3 GSP-Spec”, in dem es um die Herkunft unserer Sonne und ihrer Geschwistersterne geht. Im Astrolexikon steht der Begriff "Mond" am Programm!
Mon, 06 Jul 2026 - 60 - AK059 Die unsichtbare Dunkle Materie
Dies ist eine Folge zur Dunklen Materie. Was ist aber jetzt diese Dunkle Materie? Vor allem einmal: mehr Schwerkraft, als die sichtbaren Sterne und Gasmassen haben könnten. Wir besprechen die Entstehung der Idee der Dunklen Materie durch Fritz Zwicky und Vera Rubin und mögliche Kandidaten, was sie denn nun sein könnte, von den MACHOS über die WIMPS bis zu noch exotischeren Ideen und alternativen Ansätzen zur Gravitationstheorie wie MOND. Allerdings funktioniert das Konzept der Dunklen Materie in so vielen Bereichen viel besser als alternative Konzepte, z.B. bei der Entwicklung des Universums als Ganzem, wie zum Beispiel die Illustris-Simulation zeigt, die mit dem ΛCDM-Modell („Lambda Cold Dark Matter“) erstellt wurde und alles an Strukturen hervorbringt, was wir beobachten können. Im Astrolexikon sprechen wir heute darüber, was genau eigentlich eine Raumsonde ist!
Mon, 22 Jun 2026 - 59 - AK058 Die Welt ist eine Scheibe
Die Welt ist eine Scheibe! Nein, wir sind keine Flat-Earth-Verschwörungstheoretiker und auch nicht verrückt geworden. Was es damit auf sich hat, klären wir nach den Space News, in dem wir über die famose CSA/ESA-Weltraummission SMILE sprechen, die auf einer Vega C-Rakete am 19. Mai gestartet ist und auf der viel Wissen und Technik vom Grazer Institut für Weltraumforschung steckt. SMILE erforscht, was die Teilchen des Sonnenwindes mit dem Magnetfeld, der von geladenen Teilchen erfüllten Ionosphäre und mit der Atmosphäre der Erde anstellt. Neben schönen Polarlichtern können dabei nämlich ziemlich zerstörerische geomagnetische Stürme entstehen. Zu dieser Mission gibt es übrigens neben einem Infopaket auch ein cooles Comic (auf Englisch), das die ESA erstellt hat. Im Hauptthema zeigen wir, dass unsere Welt flach ist! Nein, nicht die Erde, denn eine Flacherde würde aufgrund der Schwerkraft augenblicklich in sich zusammenfallen und eine glutflüssige Kugel bilden. Aber unsere Galaxie, die Milchstraße, ist eigentlich eine sehr flache Scheibe aus Sternen, Gas, Staub und einem schwarzen Loch in der Mitte. Unsere Galaxie ist umgeben von einem kugelförmigen Halo, in dem sich Kugelsternhaufen befinden, und dem zirkumgalaktischen Medium aus sehr dünn verteiltem Gas, das trotzdem im Summe deutlich mehr wiegt als alles an Gas, Staub und Sternen innerhalb unserer Galaxienscheibe. Unsere Milchstraße ist wie alle Galaxien eine Kannibalin und hat sich im Laufe ihres Daseins schon einige kleinere Galaxien einverleibt. Dabei entstanden schräg durch die Galaxienscheibe laufende Sternströme wie z.B. die Gaia Enceladus Sausage, die mit Hilfe von Daten der europäischen GAIA-Weltraummission gefunden werden konnten. Bei solchen Galaxienkollisionen stoßen zwar nicht die Sterne und Planeten der Welteninseln zusammen (dazu ist der Weltraum viel zu leer), aber sehr wohl die Gas- und Staubmassen der Galaxien, und es kommt zu so genannten Starbursts, zur Entstehung sehr vieler Sterne. Alle Sterne der Milchstraße drehen sich um das Zentrum unserer Galaxie – aber die Spiralarme drehen sich kurioserweise nicht mit, wie diese Animation sehr schön veranschaulicht. In den Spiralarmen ist das Meiste an Gas und Staub konzentriert, dort entstehen auch die jungen, großen, hellen Sterne, die nicht lange genug leben, um die Spiralarme verlassen zu können. Darum leuchten in allen Spiralgalaxien diese Arme besonders hell. Wenn zwei gleich große Spiralgalaxien zusammenstoßen (wie es unserer Milchstraße in einigen Milliarden Jahren mit der Andromedagalaxie ergehen wird), dann durchmischen sich die beiden zu einer so genannten Elliptischen Galaxie, und der Starburst braucht die gesamten Vorräte an Gas und Staub auf. Darum entstehen in den ellipischen Galaxien danach keine neuen Sterne mehr. Als allerletztes stoßen dann die beiden schwarzen Löcher zusammen und vereinigen sich. Das kann sehr lange dauern, und vermutlich kreist auch noch zumindest ein schwarzes Loch einer verspeisten Kleingalaxie rund um Sagittarius A*, dem Black Hole unserer eigenen Milchstraße. Nicht nur die Galaxie ist flach, sondern auch unserer Planetensystem – alle Planeten kreisen in der gleichen Ebene um die Sonne, auf der so genannten Ekliptik. Das ergibt sich zwangsweise, weil Planetensysteme aus einer rotierenden Scheibe aus Gas und Staub entstehen, die durch die Fliehkräfte quasi automatisch zu einer dünnen Scheibe wird. Im Astrolexikon wenden wir uns dann der Frage zu, was genau eigentlich ein Stern ist.
Mon, 08 Jun 2026 - 58 - AK057 Teleskope für das Unsichtbare: Werkzeuge der Astronomie Teil 3
Heute werfen wir einen Blick auf das Unsichtbare! Astronomische Teleskope können auch Dinge aufnehmen, die für unsere Augen prinzipiell unsichtbar bleiben würden – Radiowellen, Mikrowellen, Infrarotstrahlung, ultraviolettes Licht, Röntgenstrahlung, Gammastrahlung, Teilchenstrahlungen und Gravitationswellen! Was kann man da „sehen“? Im Astrolexikon geht es heute um Blaue Riesensterne und ihre Bedeutung für die Entwicklung einer Galaxie.
Mon, 25 May 2026 - 57 - AK056 Das 7. Kepler Teleskoptreffen
Von 17. bis 20. April 2026 fand zum 7. Mal das KTT statt, das Kepler Teleskoptreffen, das unsere Schule gemeinsam mit dem Steirischen Astronomenverein StAV ins Leben gerufen hat und bei dem wir astronomieinteressierte Jugendliche mit Amateurastronomen und Wissenschaftlern aus der Weltraumforschung zusammen, um gemeinsam unter dunklem Nachthimmel die Wunder des Universums zu bestaunen – und in nachmittäglichen Fachvorträgen auch was darüber zu lernen. Und heuer waren beide Bereiche fantastisch, sowohl der Himmel, der uns zwei sehr gute Beobachtungsnächte beschert hat, als auch das Tagesprogramm! Und daraus hört ihr hier einige Ausschnitte, außerdem Interviews mit einigen der Vortragenden und Teilnehmer:innen. Zum Einstieg am Freitag gab uns Frau Dr. Ramona Augustin vom AIP, dem Leibnitz Institut für Astrophysik Potsdam, einen spannenden Onlinevortrag über das zirkumgalaktische Medium, zu dem sie forscht. Aufmerksam wurden wir auf sie durch ihr kürzlich erschienenes Video zu diesem Thema auf dem Kanal Urknall, Weltall und das Leben. Dr. Bruno Besser vom Grazer Institut für Weltraumforschung IWF der Österreichischen Akademie der Wissenschaften hatte dann als Kontrapunkt ein ganz regionales Thema für uns, einen Blick in die Geschichte der Astronomie in der Steiermark. Dave Gloistein vom StAV lieferte uns in wundervollem British English augenzwinkernd den nachvollziehbaren Beweis, dass auf der Erde Aliens leben. Dr. Thomas Klügel vom geodätischen Observatorium Wettzell (D) sprach unter anderem von der Technik der Entfernungsmessung zum Mond mittels Laserranging und vermittelte uns eindrucksvoll, wie spannend Geodäsie sein kann und in welch unerwarteten Bereichen sie angewandt werden könnte (Gravitationswellendedektion!). Und Nico Lampl vom Universitätsobservatorium Lustbühel der Uni Graz präsentierte seine Bachelorarbeit, in der er einen faszinierenden Zeiss-Refraktor wieder verwendbar machen wird. Das Gerät mit dem etwas gruseligen Namen „Ballistische Messkammer“ (BMK) wurde eigentlich einst gebaut, um Satellitenbewegungen zu vermessen, hat ein riesiges Gesichtsfeld von im Prinzip 20° am Himmel und existiert nur zweimal auf der Welt. Das Schwestergerät war einst in Wettzell im geodätischen Observatorium und ist nun in Chile in der Atacamawüste, um mit einem riesigen 10x10cm Kamerachip das Beobachtungsfeld des Weltraumteleskops PLATO vorzubeobachten (Projektleiter ist übrigens ein Grazer Astronom, Dr. Jörg Weingrill). Mit Dr. Szilárd Csizmadia, eigentlich Exoplanetenforscher vom DLR Berlin, aber auch Obmann des ungarischen Amateurastronomievereins VCSE, tauchen wir ein bisschen in die Geschichte der Amateurastronomie ein, und mit DI Gerhard Paar von Joanneum Research Graz geht es dann in die Sonnensystemforschung: er ist Co-Investigator der Mastcam-Z-Stereokamera auf dem Marsrover Perseverance und hat die 3D-Visualisierung entwickelt, die auch auf der HERA-Mission zum Asteroiden Dimorphos verwendet werden wird, und gab uns dazu einige Einblicke. Den Schlusspunkt unserer Vorträge bildete ein Doppelvortrag von Dr. Örs Hunor Detre, einer der Hauptentwickler des Instruments MIRI am James Webb Space Telescope, mit einem Blick hinter die Kulissen seiner Arbeit bei der NASA für das JWST und seiner aktuellen Tätigkeit als Wissenschaftsvermittler in der er neben dem CanSatLab in Ungarn auch erfolgreich ein Projekt gestartet hat, bei dem Schüler:innen tatsächlich Instrumente für einen echten Cubesat entwickeln konnten, der nun im Erdorbit ist. Schließlich kommen auch noch die Stimmen der Teilnehmer:innen nicht zu kurz! Insbesondere habe ich Thomas Holzhäuser von der Keplergesellschaft Weil der Stadt noch zum Interview gebeten.
Mon, 11 May 2026 - 56 - AK055 Die Werkzeuge der Astronomie Teil II
Ein Regenbogen ist nicht nur eine faszinierende Himmelserscheinung, sondern liefert uns auch Informationen über das Sonnenlicht: weißes Licht besteht aus der Mischung eben aller dieser Regenbogenfarben. Und die Farben des Sonnenlichts (und des Lichts der Sterne und Objekte im Universum) können uns viel über die Zusammensetzung Sonne bzw. der leuchtenden Objekte im Weltraum geben: aus der Astronomie wird die Astrophysik. Darum reden wir in dieser Folge über die Analyse des Lichts der Sterne: die Spektroskopie. Davor sprechen wir in den Space News über aktuelle Forschung aus Graz: eine Forschungsgruppe rund um Helmut Lammer vom IWF hat durch eine neue Art der Auswertung von Daten des Magnetometers auf Galileo, einer 2003 beendeten Jupitermission, in der Umlaufbahn des Vulkanmondes Io das lebenswichtige Element Phosphor nachweisen können. Wenn Io Phosphor ausstößt, kann dieser Phosphor auch von den anderen Monden aufgesammelt werden – und die haben unterirdische Ozeane aus flüssigem Wasser, die potenziell Leben enthalten könnten. Gustav Kirchhoff und Robert Bunsen haben die schon seit Icaak Newton bekannte Zerlegung des weißen Lichts in seine Spektralfarben durch ein Prisma zur wissenschaftlichen Methode der Spektroskopie ausgebaut: das Spektrum eines Sterns erzählt uns etwas über seine Temperatur, seine chemische Zusammensetzung, seine Leuchtkraft, und über den Dopplereffekt auch über seinen Bewegungszustand. So konnte nun erforscht werden, was zuvor als unerreichbar galt: aus welchen Elementen Sterne, Staub- und Gaswolken und andere Objekte im All bestehen, welche Temperaturen sie haben, welche Leuchtkraft und sogar welchen Bewegungszustand: über den optischen Dopplereffekt, der vom Salzburger Mathematiker und Physiker Christian Doppler entdeckt wurde, können wir bestimmen, wie Sterne rotieren und ob sie sich uns nähern oder sich von uns entfernen. Mit dieser Methode kann man sogar die Geschwindigkeit von Sonnenausbrüchen messen, die Rotationsgeschwindigkeit von Sternen bestimmen und sogar Exoplaneten entdecken.
Mon, 27 Apr 2026 - 55 - AK054 Die Werkzeuge der Astronomie Teil I
Mit welchen Methoden beobachten wir eigentlich den Weltraum? Wir starten eine Themenreihe in unserem Podcast und sehen uns die Werkzeuge der Astronomie an. Davor sprechen wir in den Astronews über die zum Aufnahmezeitpunkt laufende Artemis 2 – Mission, die mit der Rückkehr der Astronaut:innen am 10. April 2026 nun auch erfolgreich zu Ende gegangen ist. Die längste Zeit der Menschheitsgeschichte bis zum Ende des 16. Jahrhunderts konnte man den (allerdings perfekt dunklen) Nachthimmel nur mit freiem Auge beobachten. Trotzdem gab es ganze Observatorien wie Stonehenge, das jahrtausendealte Sonnenobservatorium von Goseck und – als letztes seiner Art – Sternjeborg mit seinen astrometrischen Präzsesionsinstrumenten, dass sich der berühmte Astronom Tycho Brahe gegen Ende des 16. Jahrhunderts erbauen ließ. Mit Instrumenten wie dem Quadrant, dem Sextant oder der Amillarsphäre (Astrolabium) wurden die Positionen der Sterne bestimmt und vermessen. Anfang des 17 Jahrhunderts wurde dann das Fernrohr erfunden, Galileo Galilei verbesserte es und war der erste, der damit die Krater des Mondes, die 4 großen Jupitermonde und die „mondartigen“ Phasen der Venus entdeckte – und dass die Milchstraße aus unzähligen Sternen besteht. Fernrohre und Ferngläser eröffneten der Astronomie einen völlig neuen Blick auf das Universum – auf Objekte, die ohne optische Hilfsmittel unsichtbar blieben. Später entwickelten auch Johannes Kepler, Isaak Newton und viele weitere immer bessere Versionen von Teleskopen, und die Instrumente wurden immer größer. Die Erfindung der Fotografie revolutionierte nochmals die Himmelsbeobachtung: nicht nur, dass man nun die Beobachtungen objektiv festhalten konnte, durch Langzeitbelichtung war es nun möglich, bisher unsichtbar bleibende lichtschwache Objekte abzubilden: die Grenzen der menschlichen Sehkraft wurden damit überschritten, und auch heute noch zeigen Fotos mit selbst einfachen Kameras (wie Smartphonekameras) viel mehr, als das menschliche Auge sehen kann.
Mon, 13 Apr 2026 - 54 - AK053 Exoplaneten
In dieser Folge geht es um Planeten, die um andere Sterne kreisen – extrasolare Planeten oder Exoplaneten genannt (wir haben überspitzt formuliert, dass „Planet“ laut der IAU (Internationale Astronomische Union) nur Objekte heißen, die um die Sonne kreisen – aber bei dieser Definition im Jahr 2006 ging es genaugenommen nur um unser Sonnensystem). Davor sehen wir uns in den Spacenews eine interessante aktuelle Forschungsarbeit an, in der es um die nötigen Lebensbausteine auf habitablen Planeten geht, um CHNOPS (Kohlenstoff, Wasserstoff, Stickstoff, Sauerstoff, Phosphor, Schwefel). Ohne diese 6 Elemente kann es kein Leben geben, so wie wir es kennen („Lawki“, live as we know it). Im Speziellen hat sich die Forschungsgruppe angesehen, was nötig ist, damit Stickstoff und Phosphor auf der Oberfläche eines Planeten verfügbar ist. Dazu braucht es eine ganz bestimmte Sauerstoffkonzentration, sonst gehen diese Elemente in Richtung Planetenkern oder Atmosphäre verloren – was bedeutet, dass es vermutlich nur wenige Planeten geben kann, auf denen eben auch alle sechs Lebensbausteine so vorhanden sind, dass sich daraus Leben bilden kann. Draugr, Phobetor und Poltergeist - die ersten „Planeten“, die man entdeckt hat, umkreisen keinen echten Stern, sondern den Pulsar Lich – und gelten darum nur als „Quasiplaneten“, da sie wohl nur aus den Resten einer Supernova entstanden sind. Pegasi 51b war der erste „echte“ Exoplanet, entdeckt mit der Radialgeschwindigkeitsmethode – und auch das war ein eigenartiges Objekt, ein Hot Jupiter, der seinen Stern in einer sehr engen Bahn umkreist. Dort kann er nicht entstanden sein, und seither wissen wir, dass Planeten anfangs ihre Position sehr stark verändern können – sie migrieren durch das Sternsystem. Exoplanetensysteme haben viele Objekte, die es so in unserem Sonnensystem nicht gibt – Supererden, Minineptune, vielleicht sogar Ozeanplaneten oder Eisenplaneten und viele andere hypothetische Exoplanetenarten, über die wir derzeit nur spekulieren können. Dank der ESA-Mission PLATO, die im September 2026 starten sollte, sollten wir bald auch mehr über erdähnliche Planeten und ihre Sterne herausfinden. Im Astrolexikon geht es diesmal um Kometen! Im Herbst 2025 war mit C2025 A6 Lemmon ein recht schönes Exemplar zu sehen – auch wir haben damals eine gute Aufnahme gemacht.
Mon, 30 Mar 2026 - 53 - AK052 Auf zum Mond! Teil 2: Die Mondmissionen
In dieser Folge reden wir über die geglückten und weniger geglückten Versuche der Menschheit, zum Mond zu reisen, und über die Zukunft der bemannten Mondraumfahrt. Davor werfen wir in den Space News ein Blitzlicht auf die geplante rein europäische Mondmission Twardowski, bei der unter anderem das polnische Raumfahrtunternehmen Creotech und die Abteilung für Planetologie der Universität Münster miteinander kooperieren und die nützliche Rohstoffe auf dem Mond mit Infrarotspektroskopie ausfindig machen wird. Schon auf normalen Mondfotos zeigen sich Farben, wenn man die Farbsättigung des Bildes stark erhöht – Gebiete mit Titan- und Eisenmineralien erscheinen Blau, Eisenoxide (also praktisch Rost) ist rötlich, Thoriummineralien haben einen blauvioletten Ton. Und schließlich im Astrolexikon sprechen wir über Galaxienhaufen und was sie so besonders macht!
Mon, 16 Mar 2026 - 52 - AK051 Auf zum Mond! Teil1: Mondentstehung
Die Artemis II – Mission steht vor der Tür, im April 2026 sollten zum ersten Mal nach 44 Jahren wieder Menschen zum Mond fliegen und ihn dabei zumindest umrunden – und sich dabei sogar weiter von der Erde entfernen als jemals irgendein Mensch zuvor. Darum nehmen wir in dieser und der kommenden Folge den Mond in den Blick. Wie ist er überhaupt entstanden? Wir machen einen kleinen Streifzug durch die Entstehungstheorien des Mondes und ihre Geschichte. In unserem Astrolexikon fragen wir uns: was genau ist eigentlich die Milchstraße?
Mon, 02 Mar 2026 - 51 - AK050 Sustronomy - Verrückte Astronomie
Wir feiern mitten im Fasching unsere 50. Folge und stellen fest, dass Astronomie ein bisschen verrückt ist. Alles ist verkehrt herum oder anders gemeint, als es gesagt wird! Aber davor gibt’s passende Space News: Wir Astronom:innen können Radio nicht nur hören, sondern auch sehen! Radioastronomie kann uns zeigen, wie Gaswolken in unserer Milchstraße verteilt sind, die Umgebung schwarzer Löcher abbilden und uns die gewaltigsten Strukturen zeigen, die einzelne Galaxien erzeugen können, nämlich die „Radiokeulen“ von GRGs, den gigantischen Radiogalaxien (giant radio galaxies), die von schwarzen Löchern in den Zentren dieser Galaxien erzeugt werden und viele Millionen Lichtjahre aus den Radiogalaxien herausragen können. Gewaltige Radioteleskopprojekte wie das Event Horizon Teleskop oder das Square Kilometre Array erweitern immer mehr unsere Fähigkeiten, Radio zu „sehen“. Wir hatten im Jänner Besuch am Kepler von 6 Teilnehmerinnen der VifZack-Akademie Klosterneuburg – und sie haben uns vom Space Bootcamp erzählt, das sie dort absolviert haben – wir bringen das Interview und sprechen darüber, was für eine Teilnahme am ISTA so gemacht werden muss. In unserem Hauptthema „Sustronomy“ geht es dann um all die schrägen Sachen in der Astronomie, die praktisch verkehrt herum sind: Rot ist kalt, blau ist heiß, je heller ein Stern ist, desto kleiner ist seine „Magnitude“, das Hertzsprung-Russel-Diagramm der Sterne zeigt in die falsche Richtung, das astronomische Alphabet beginnt mit OBAFGKM, junge Sterne haben oft „spätere“ Spektren als ältere, die Sternpopulationen sind umgekehrt wie ihr Alter nummeriert, wir nennen (fast) alle Elemente „Metalle“, Sterne sind schwarze Körper und sterbende Sterne nennen wir „Neu“.
Mon, 16 Feb 2026 - 50 - AK049 Die größte Explosion im Universum: Supernova Typ Ia
Nachts am 19. Jänner 2026 waren bis weit in den Süden Mitteleuropas starke Polarlichter zu sehen – in den Space News berichten wir darüber und erzählen nochmals, wie Polarlichter entstehen. Genaueres dazu könnt ihr in unseren Folgen AK015 und AK016 nachhören, in denen eine Sonnenphysikerin einen Vortrag für uns gehalten hatte. In der Hauptgeschichte bleiben wir bei Sternexplosionen und sehen uns die größten Explosionen an, die Sterne verursachen können, Supernovae Ia, bei denen weiße Zwergsterne explodieren. Weiße Zwerge sind eigentlich gar keine Sterne mehr, sondern Sternleichen, Überreste bereits gestorbener Sterne, und bestehen aus deren heißem, dichten Kern. Dieser Sternkern besteht aus der sehr eigenartigen entarteten Materie. Wenn nun so ein Weißer Zwerg einen engen Doppelsternpartner hat, der sich im Laufe seiner Entwicklung in einen Roten Riesenstern verwandelt, fällt viel Wasserstoffgas auf den Zwerg herab, was zu Novaausbrüchen führen kann (einen solchen, nämlich den Ausbruch der Nova von T Coronae Borealis, den wir schon vor fast 2 Jahren in AK013 vergeblich angekündigt hatten, sollten wir 2026 nun endlich erleben können). Wird aber die Chandrasekhar-Massengrenze von etwa 1,4 Sonnenmassen überschritten, so wird die entartete Materie des weißen Zwergs instabil, und er implodiert, er fällt augenblicklich mit extremer Wucht in sich zusammen. Dadurch kann praktisch seine gesamte Materie schlagartig gleichzeitig Kernfusionsprozesse bis hin zum Element Eisen und Nickel durchführen, was extrem viel Energie erzeugt: der weiße Zwerg explodiert innerhalb von Sekunden in der größten Explosion des Universums. Bilder aus Simulationen zeigen den Ablauf eines solchen Ereignisses: … Was passiert aber mit dem anderen Stern im Doppelsternsystem? Dieser erhält einen kräftigen Schubs und wird weggeschleudert, überlebt aber ansonsten unbeschadet die Supernova, sicherlich etwas angereichert mit Material von der Explosion. In unserem Astrolexikon geht es dann um ganz etwas anderes: Was ist eigentlich eine Sternschnuppe? Kleine Steinkörnchen von üblicherweise wenigen Millimetern Größe stürzen mit mehreren 10 km/s in die Erdatmosphäre und verglühen in einigen 10 km Höhe. Das Verglühen ist viel, viel zu lichtschwach, um gesehen zu werden, aber der Miniasteroid erhitzt auf seinem Weg durch die Luft das umgebende Gas so stark, dass die Luft selbst zu leuchten beginnt – vor allem der Sauerstoff (in rot und grün), aber auch der Stickstoff (in blauviolett), jeweils abhängig von der Dichte der Luft.
Mon, 02 Feb 2026 - 49 - AK048 Wenn Sterne explodieren: Supernovae Typ II
Wir erklären heute den Ablauf einer Supernova Typ, II, der Explosion eines massereichen Sterns, ganz genau.
Mon, 19 Jan 2026 - 48 - AK047 Weihnachten am Sternenhimmel
In unserer Weihnachtsfolge sitzen wir gemütlich bei Sternenfunkelntee, ITT-Zirbensirup, Big Rip, Big Crunch und sternförmigen Keksen und machen uns auf die Suche nach Himmelsobjekten mit Bezug zu Weihnachten. Und da haben wir so einiges gefunden!
Ein Klassiker ist natürlich der Weihnachtsbaumsternhaufen im Sternbild Einhorn, auch wenn er verkehrt herum hängt. NGC 2264 bezeichnet aber nicht nur den offenen Sternhaufen mit seiner nadelbaumartigen Anmutung, sondern auch die HII-Region (also Nebel aus leuchtendem Wasserstoffgas) und eine berühmte Dunkelwolke über der „Spitze“ des verkehrt hängenden Baumes, den Konusnebel.
Zuvor noch nie gehört hatten wir aber vom „Weihnachtsmannschlittenhaufen“ NGC 6664 im Sommersternbild Schild, bei dem man nur mit viel Mühe und Fantasie einen Santa Claus samt Schlitten unterbringt – wir habens versucht. Isabella meint, hier lasse sich ein Engel viel einfacher hineininterpretieren als Santa – also vielleicht doch eher Christkindhaufen?
Der offene Sternhaufen NGC 2367 im Sternbild Großer Hund wird angeblich Charlie Browns Weihnachtsbaum genannt – und mit etwas Fantasie kann man wirklich einen solchen – etwas schiefen - Baum darin sehen. Er ist ein sehr junger Haufen am Rande eines großen alten Sternentstehungsgebietes in den äußeren Bereichen unseres Spiralarms der Milchstraße.
Einen tierischen Asterismus finden wir im sehr lockeren Haufen Mel 20: die „Weihnachtsgans“, ein Sternmuster im Perseus. In dem Zusammenhang klären wir auch nochmal den Begriff Asterismus und nehmen als Beispiel den bekanntesten seiner Art, den Großen Wagen.
Zufällig entdeckt haben wir den wunderschönen (und als solchen noch unerkannten) Christbaum NGC 2266 in den Zwillingen, der es auch auf unser Titelbild geschafft hat. Der ist etwas älter und wandert schon aus der Ebene der Milchstraße heraus, und in dem Zusammenhang sprechen wir dann über die Altersbestimmung von offenen Sternhaufen. Einen besonderen Stern findet man dort auch noch, einen Kandidaten für einen Blue Straggler.
In unserem Astrolexikon geht es diesmal um die andere Sorte der Sternhaufen, die Kugelsternhaufen.
Und wir beenden damit unser zweites Sendejahr und gehen bis 19. Jänner in die Winterpause!
Mon, 22 Dec 2025 - 47 - AK046 Wintersternbilder und ihre Sagen
… Wir sind ein WissPod-Podcast!
Der Winterhimmel ist voll von hell strahlenden Sternen – und seine Sternbilder voll von Geschichten. Wir erklären die Wintersternbilder und werfen einen Blick auf ihre griechischen Sagen. Davor geht es in den Space News um unser Sonnensystem: wir sind schneller durch das Universum unterwegs als gedacht! Messungen an Radiogalaxien haben eine Asymmetrie in ihrer Verteilung ergeben, die sich am besten mit einer vergleichsweise schnellen Bewegung unseres Systems erklären lässt.
Wir starten heute mit einer neuen Rubrik, dem Kepler Astrolexikon! Und der erste Begriff, den wir gezogen haben, ist gleich schon „Schwarzes Loch“. Wir erklären einige wichtige Aspekte dieser faszinierenden Objekte.
In unserem Hauptthema geht es um die Sagenwelt rund um die Sternbilder, die wir am Winterhimmel sehen können.
Norbert spricht über das Sternbild Zwillinge (Gemini) und die griechische Sage des Zwillingspaares Kastor und Pollux, eigentlich Polydeukes, die Verbindung zum Sternbild Schwan und dem historischen Sternbild Argo Navis - heute aufgeteilt in Puppis (Achterdeck), Carina (Kiel) und Vela (Segel) - und ihr tragisches Schicksal.
Alexander spricht über den Himmelsjäger Orion, Stella über den Fluss der Unterwelt Eridanus, und David stellt uns den großen Sagenkreis rund um die Sternbilder Perseus, Pegasus, Andromeda, Kassiopeia, Kepheus und Cetus (Walfisch) vor. Timea erzählt uns über das kleine, aber interessante Sternbild Widder und Ruichen die damit verbundene Sage vom goldenen Vlies. Und schließlich stellen uns Cosima und Samara das Sternbild Stier und die Sage von Zeus und Europa vor. Alle diese Sternbilder haben wir auch schon einmal fotografiert, und ihr könnt Bilder davon hier in unserem flickr-Account ansehen!
Schön, dass du uns zuhörst! Wir freuen uns sehr über eine gute Bewertung und über einen freundlichen Kommentar in deiner Podcastapp!
Weiteres Material zu den Themen unserer Folgen findest du auf unserer Website. Kommentare, Fragen und Themenwünsche kannst du uns auch gerne via Email senden, an: keplersternwarte@gmail.com.
Oder folge und kontaktiere uns auf unseren Social-Media-Auftritten auf
Facebook, Instagram, oder Bluesky.
Seit kurzem sind wir auch auf Youtube zu hören, und du kannst uns natürlich auch dort gerne folgen, bewerten, deine Kommentare und Fragen stellen und uns kontaktieren. Bilder des Astrokurses gibt’s auf flickr.
Derzeit müssen wir als Astronomiekurs fast alle Kosten des Podcasts selbst tragen (an dieser Stelle DANKE an die IMST Kleinprojektförderung für die Unterstützung bei den Hostingkosten!) – wenn dir unsere Arbeit gefällt, freuen wir uns über eine kleine finanzielle Anerkennung via Paypal. Damit ermöglichst du uns, den Podcast weiter betreiben zu können.
Mon, 08 Dec 2025 - 46 - AK045 Astrosprechstunde
Wir beantworten wieder eure Fragen!
… Wir sind ein WissPod-Podcast!
Letztes Schuljahr hatten wir mehrmals Volksschulklassen für Astronomieworkshops an unserer Schule zu Gast. Und die wissbegierigen Volksschulkinder hatten Fragen – viele, viele Fragen! In AK039 Ende Juni hatten wir ja schon die meisten davon beantwortet, aber einige Fragen sind noch offen geblieben – und deren Beantwortung widmen wir uns heute endlich.
Davor sprechen wir in den Space News über neue Erkenntnisse zu “Hyzeanischen Planeten”, möglicherweise komplett von Ozeanen bedeckte Wasserwelten auf “Supererden” (oder eben “Minineptune”) wie K2 18b, die wahrscheinlich viel seltener sind als zuvor angenommen, wie diese Forschungsarbeit ergeben hat.
Und wir beantworten nun endlich die noch offenen Fragen der Kinder aus der Volksschule Augustinum und Kaplan!
Fabi fragte uns: Wer entdeckte die Milchstraße? Dabei müssen wir aber schon auch darüber reden, was die Milchstraße eigentlich ist – und wie man das entdecken konnte.
Julit will wissen, sie alt das Universum ist, und die Hubble-Konstante führt uns auf einen Weg, wie man zu den 13.8 Mrd. Jahren kommt.
Lisa-Marie will wissen: Was passiert, wenn die Sonne weg ist? Das wird sehr rasch sehr unangenehm, wie wir feststellen.
Nicolas fragt sich: Wann explodiert die Sonne? Eigentlich nie, weil sie zu klein und leicht dafür ist. Wir reden dann auch darüber, welche Sterne explodieren.
Und Matteo überlegt sich, wie viele Planeten es in der Milchstraße wohl gibt. Es sind etwa ebensoviele, wie es Sterne in unserer Galaxie gibt, aber etwas anders verteilt, als man es wohl erwarten würde.
Schön, dass du uns zuhörst! Wir freuen uns sehr über eine gute Bewertung und über einen freundlichen Kommentar in deiner Podcastapp!
Weiteres Material zu den Themen unserer Folgen findest du auf unserer Website. Kommentare, Fragen und Themenwünsche kannst du uns auch gerne via Email senden, an: keplersternwarte@gmail.com.
Oder folge und kontaktiere uns auf unseren Social-Media-Auftritten auf
Facebook, Instagram, oder Bluesky.
Seit kurzem sind wir auch auf Youtube zu hören, und du kannst uns natürlich auch dort gerne folgen, bewerten, deine Kommentare und Fragen stellen und uns kontaktieren. Bilder des Astrokurses gibt’s auf flickr.
Derzeit müssen wir als Astronomiekurs fast alle Kosten des Podcasts selbst tragen (an dieser Stelle DANKE an die IMST Kleinprojektförderung für die Unterstützung bei den Hostingkosten!) – wenn dir unsere Arbeit gefällt, freuen wir uns über eine kleine finanzielle Anerkennung via Paypal. Damit ermöglichst du uns, den Podcast weiter betreiben zu können.
Mon, 24 Nov 2025 - 45 - AK044 Space News Extended Teil II
… Wir sind ein WissPod-Podcast!
Wir schließen heute nahtlos an die letzte Folge vor 2 Wochen an und sprechen hier über die weiteren Weltraumforschungsnachrichten, die wir am ITT und dann auch noch im Kurs bearbeitet haben!
Magdalena und Isabella berichten über Neue Forschung zur Seyfertgalaxie (=eine Galaxie mit hell leuchtendem Kern) MCG-03-34-064. Bilder des Hubble Weltraumteleskops zeigen drei auffällig helle Lichtpunkte (bzw. „Beugungskreuze“ durch die Bauweise des Hubble). Fotos des Chandra Röntgensatelliten zeigen zwei helle Strahlungsquellen im Zentrum dieser Galaxie an zwei Stellen der Beugungskreuze, die das HST zeigt. Vermutliche Ursache sind zwei massereiche schwarze Löcher, die nur mehr 300 Lichtjahre voneinander entfernt sind und innerhalb der nächsten 100 Millionen Jahre miteinander verschmelzen werden. Der dritte helle Fleck ist vermutlich ein Strahlenjet aus einem der beiden Schwarzen Löcher. Wahrscheinlich sehen wir hier dem letzten Stadium einer Galaxienverschmelzung zu – die schwarzen Löcher treffen hier immer als Letztes aufeinander.
Mak und Oskar erzählten über den Exoplaneten Gliese 12b, 43 Lichtjahre entfernt von der Erde und etwa 1,6 Erdmassen schwer. Dieser Planet hat nur 0,07 AE (=Abstand Erde zur Sonne) Abstand zu seinem Mutterstern Gliese 12, einem roten Zwergstern, und umkreist ihn in nur knapp 13 Tagen einmal. Er liegt im Prinzip in der habitablen Zone (d.h. dort könnte Wasser flüssig sein), denn und bekommt das 1,6 fache der Strahlung der Erde ab, was zu einer Strahlungsgleichgewichtstemperatur von 42° C (ohne Treibhauseffekte) führen würde. Übrigens, eine Korrektur zum gesprochenen Text: Merkur ist 0,39 AE von der Sonne weg, nicht nur 0,3 AE. Auf neuesten Aufnahmen des Exoplaneten Trappist 1c, der Gliese 12b sehr ähnlich ist, wurde festgestellt, dass dieser keine Atmosphäre hat - die Wahrscheinlichkeit ist also hoch, dass dies bei Krise 12b auch so ist und auf diesem Exoplaneten kein Leben existieren kann. Forschungsarbeiten aus Graz haben ohnehin ergeben, dass Leben vermutlich viel seltener im Universum ist, als viele hoffen – so meinen es zumindest Helmut Lammer und sein Team am IWF Grazin diesem Artikel.
Ruichen und Boris erzählen von einem kuriosen von der ESO neu entdeckten Exoplaneten, der zwei braune Zwerge umkreist, oder besser gesagt: ihren gemeinsamen Schwerpunkt. Die beiden braunen Zwerge umkreisen ihrerseits in stark elliptischen Bahnen in nur 3 Wochen einen gemeinsamen Schwerpunkt. Ein sehr ungewöhnliches Stern/Planetensystem, seht euch das verlinkte Bild an!
Felix hat auf der NASA Website Neuigkeiten zur Reise zum Mond, zur Artemismission gefunden: Die Raumkapsel Artemis 2 soll im April 2026 starten, A3 ist bereits in Bau! Artemis 2 soll erstmals wieder Menschen in einen Orbit um den Mond bringen und hat auch Bauteile für das Luna Gateway mit dabei, eine Mondorbit-Raumstation, die in den nächsten Jahren aufgebaut werden soll. Außerdem mit dabei sind 12 Cube Sats für wissenschaftliche Zwecke, die allerdings nicht am Mond, sondern im Erdorbit ausgesetzt werden.
Schließlich erzählt uns Korbinian von einem großartigen neuen Teleskopprojekt, das Square Kilometre Array. Eine beeindruckend große Gruppe an Schüssel- und Drahtantennen, verteilt auf einen ganzen Quadratkilometer Fläche, soll die Radiostrahlung von Kleingalaxien vom Anfang des Universums messen können, die damals von sogenannten H2-Regionen des Wasserstoffs ausgestrahlt wurde. Das Square Kilometer Array soll auch helfen, das Rätsel der dunklen Energie besser zu verstehen.
Schön, dass du uns zuhörst! Wir freuen uns sehr über eine gute Bewertung und über einen freundlichen Kommentar in deiner Podcastapp!
Weiteres Material zu den Themen unserer Folgen findest du auf unserer Website. Kommentare, Fragen und Themenwünsche kannst du uns auch gerne via Email senden, an: keplersternwarte@gmail.com.
Oder folge und kontaktiere uns auf unseren Social-Media-Auftritten auf
Facebook, Instagram, oder Bluesky.
Seit kurzem sind wir auch auf Youtube zu hören, und du kannst uns natürlich auch dort gerne folgen, bewerten, deine Kommentare und Fragen stellen und uns kontaktieren. Bilder des Astrokurses gibt’s auf flickr.
Derzeit müssen wir als Astronomiekurs fast alle Kosten des Podcasts selbst tragen (an dieser Stelle DANKE an die IMST Kleinprojektförderung für die Unterstützung bei den Hostingkosten!) – wenn dir unsere Arbeit gefällt, freuen wir uns über eine kleine finanzielle Anerkennung via Paypal. Damit ermöglichst du uns, den Podcast weiter betreiben zu können.
Mon, 10 Nov 2025 - 44 - AK043 Space News extended
… Wir sind ein WissPod-Podcast!
Wir sind zum Zeitpunkt der Aufnahme noch immer am ITT, trotzen dem schlechten Wetter und werfen uns in die aktuelle Weltraumforschung! Aus einem Stapel Sterne und Weltraum der letzten beiden Jahre haben wir einige der interessantesten Forschungsnews ausgesucht und sprechen darüber.
Cosima und Samara berichten über ENTs, hier keine Baumwächter aus Herr der Ringe, sondern extreme nuclear transients: extreme Lichtausbrüche in fernen Galaxien, mit bis zur 1000fachen Helligkeit von Supernovae. Das erste ENT AT2021LWX wurde 2020 entdeckt und erhielt den Spitznamen „Scarie Barbie“. Laut einer Forschungsgruppe aus Hawaii entstehen diese durch große Sterne (oder auch Gaswolken), die in ein supermassereiches Schwarzes Loch stürzen.
Alisa Martha berichtet uns über ein kosmisches Striptease, einen Heliumstern im Griff einer kosmischen Spinne: Der Millisekundenpulsar PSR J1928+1815 hat hier seinem engen Begleitstern die Hülle entrissen und einen kuriosen Heliumstern zurückgelassen, wie Beobachtungen mitFAST (dem Five-hundred-meter Aperture Spherical radio Telescope, Spitzname Tianyan, „Himmelsauge“) ergeben haben.
Chenxi und Emiliana haben einen Artikel über den Kugelsternhaufen Omega Centauri und ein darin gefundenes mittelschweres Schwarzes Loch ausgewählt – ein wichtiges Bindeglied, um die Entstehung der supermassereichen Schwarzen Löcher in den Galaxienkernen zu verstehen.
Levi und Stella berichten uns über die Entdeckung des größten bisher bekannten stellaren (also durch einen einzelnen Stern entstandenen) Schwarzen Lochs in den Daten des ESA-Weltraumteleskops GAIA.
Und Isabella hat sich – anlässlich des gerade sichtbaren Kometen Lemmon - genauer mit dem Thema Kometen beschäftigt und wie die Kometenkoma, das grüne Leuchten der Kometen und die Kometenschweife entstehen.
Schön, dass du uns zuhörst! Wir freuen uns sehr über eine gute Bewertung und über einen freundlichen Kommentar in deiner Podcastapp!
Weiteres Material zu den Themen unserer Folgen findest du auf unserer Website. Kommentare, Fragen und Themenwünsche kannst du uns auch gerne via Email senden, an: keplersternwarte@gmail.com.
Oder folge und kontaktiere uns auf unseren Social-Media-Auftritten auf
Facebook, Instagram, oder Bluesky.
Seit kurzem sind wir auch auf Youtube zu hören, und du kannst uns natürlich auch dort gerne folgen, bewerten, deine Kommentare und Fragen stellen und uns kontaktieren. Bilder des Astrokurses gibt’s auf flickr.
Derzeit müssen wir als Astronomiekurs fast alle Kosten des Podcasts selbst tragen (an dieser Stelle DANKE an die IMST Kleinprojektförderung für die Unterstützung bei den Hostingkosten!) – wenn dir unsere Arbeit gefällt, freuen wir uns über eine kleine finanzielle Anerkennung via Paypal. Damit ermöglichst du uns, den Podcast weiter betreiben zu können.
Mon, 27 Oct 2025 - 43 - AK042 Am 41. ITT auf der Emberger Alm
… Wir sind ein WissPod-Podcast!
In dieser Folge berichten wir über unsere Fahrt auf das 41. Internationale Teleskoptreffen des Vereins Stella Carinthia, das zum 30. Mal auf der Emberger Alm stattgefunden hat.
Das Wetter hat es uns nicht gerade leicht gemacht, wir hatten gerade mal eine knappe Viertelstunde freien Blick auf die Sterne – zumindest alle, die da schnell genug draußen im Freien waren. Zumindest einen Schnappschuss und ein Zeitraffervideo gibt’s davon!
Trotz des schlechten Wetters war es wieder spannend und ergiebig am ITT, wir haben einige tolle Vorträge erlebt und waren wieder in den Bergen unterwegs, haben unsere Instrumente an allen möglichen und unmöglichen Zielen ausprobiert und viel Spaß dabei gehabt! Unsere Bilder und Videos kannst du hier auf unserem flickr-Album ansehen.
Schön, dass du uns zuhörst! Wir freuen uns sehr über eine gute Bewertung und über einen freundlichen Kommentar in deiner Podcastapp.
Weiteres Material zu den Themen unserer Folgen findest du auf unserer Website. Kommentare, Fragen und Themenwünsche kannst du uns auch gerne via Email senden, an: keplersternwarte@gmail.com.
Oder folge und kontaktiere uns auf unseren Social-Media-Auftritten auf
Facebook, Instagram, oder Bluesky.
Wir sind auch auf Youtube zu hören, und du kannst uns natürlich auch dort gerne folgen, bewerten, deine Kommentare und Fragen stellen und uns kontaktieren. Bilder des Astrokurses gibt’s auf flickr.
Derzeit müssen wir als Astronomiekurs fast alle Kosten des Podcasts selbst tragen (an dieser Stelle DANKE an die IMST Kleinprojektförderung für die Unterstützung bei den Hostingkosten!) – wenn dir unsere Arbeit gefällt, freuen wir uns über eine kleine finanzielle Anerkennung via Paypal. Damit ermöglichst du uns, den Podcast weiter betreiben zu können.
Mon, 13 Oct 2025 - 42 - AK041 KTT Insights: Franziska Konitzer und der Anfang von allem
… Wir sind ein WissPod-Podcast!
Wir sind gerade vom 41. ITT zurückgekommen, das heuer von schlechtem Wetter und guten Vorträgen geprägt war. Mehr über das Treffen (und wie es uns dort ergangen ist) erfahrt ihr in unserer nächsten Folge!
Heute blicken wir aber nochmal zurück auf unser hauseigenes Teleskoptreffen, das 6. KTT vom Mai dieses Jahres, und auf den letzten Vortrag dieses Astronomiewochenendes, das uns von niemand geringerem als der Astronomiejournalistin Franziska Konitzer (BR, Spektrum der Wissenschaft, Sterne & Weltraum, PodcastAstroGeo) gehalten wurde und uns zum Ende in den Anfang springen lässt – in den Anfang von allem: den Urknall.
Das Universum ist vor 13,8 Mrd. Jahren entstanden und dehnt sich seither aus. Doch woher wissen wir das? Franziska Konitzer führt uns durch die Geschichte der Entdeckung der drei Belege für den Urknall, von den mathematischen Grundlagen durch Einstein und George Lemaitre ausgehend. Über die Messung der Geschwindigkeit ferner Galaxien (durch die Methodik von Henrietta Levitt) durch Edwin Hubble kam man zur Theroie der Ausdehnung des Universums. Ralph Alpher konnte zeigen, dass die Verteilung der Elemente im Universum (also ca. 75% der Gasmasse als Wasserstoff und knapp 24% als Helium) sich direkt aus der Urknalltheorie herleiten lässt. Und schließlich haben Arno Penzias und Robert Wilson mehr oder weniger versehentlich die kosmische Hintergrundstrahlung gemessen, bevor sie etwas von den Kosmologen erfuhren, die dieselbe prognostiziert hatten – der stärkste Beleg für die Richtigkeit der Urknalltheorie.
Franziska nahm sich dann auch noch die Zeit, um uns einige Fragen zu beantworten. Vielen Dank dafür!
Schön, dass du uns zuhörst! Wir freuen uns sehr über eine gute Bewertung und über einen freundlichen Kommentar in deiner Podcastapp!
Weiteres Material zu den Themen unserer Folgen findest du auf unserer Website. Kommentare, Fragen und Themenwünsche kannst du uns auch gerne via Email senden, an: keplersternwarte@gmail.com.
Oder folge und kontaktiere uns auf unseren Social-Media-Auftritten auf
Facebook, Instagram, oder Bluesky.
Seit kurzem sind wir auch auf Youtube zu hören, und du kannst uns natürlich auch dort gerne folgen, bewerten, deine Kommentare und Fragen stellen und uns kontaktieren. Bilder des Astrokurses gibt’s auf flickr.
Derzeit müssen wir als Astronomiekurs fast alle Kosten des Podcasts selbst tragen (an dieser Stelle DANKE an die IMST Kleinprojektförderung für die Unterstützung bei den Hostingkosten!) – wenn dir unsere Arbeit gefällt, freuen wir uns über eine kleine finanzielle Anerkennung via Paypal. Damit ermöglichst du uns, den Podcast weiter betreiben zu können.
Mon, 29 Sep 2025 - 41 - AK040 Die Sonne, das Universum und wir
Astrid Veronig und Norbert Siller im Orpheum Graz
… Wir sind ein WissPod-Podcast!
Am Mittwoch, dem 7. September 2025, war ich auf Einladung des Österreichischen Wissenschaftsfonds FWF gemeinsam mit der Grazer Sonnenforscherin Astrid Veronig und dem Kleine Zeitung – Wissenschaftsredakteur Norbert Swoboda im Orpheum Graz auf der Bühne. Unter dem Titel „Die Sonne, das Universum und wir“ sprachen wir über den historischen Bezug der Menschen zu Sonne und Sternen, Licht und Dunkelheit, zu vielerlei Wissenswertem über die Sonne, ihre Magnetfelder und Ausbrüche, zum Space Weather, zur Geburt und zum Tod von Sternen im allgemeinen und der Sonne im Besonderen und zum Abschluss auch noch über die Frage möglichen Lebens im Universum.
Schön, dass du uns zuhörst! Wir freuen uns sehr über eine gute Bewertung und über einen freundlichen Kommentar in deiner Podcastapp!
Weiteres Material zu den Themen unserer Folgen findest du auf unserer Website. Kommentare, Fragen und Themenwünsche kannst du uns auch gerne via Email senden, an: keplersternwarte@gmail.com.
Oder folge und kontaktiere uns auf unseren Social-Media-Auftritten auf
Facebook, Instagram, oder Bluesky.
Seit kurzem sind wir auch auf Youtube zu hören, und du kannst uns natürlich auch dort gerne folgen, bewerten, deine Kommentare und Fragen stellen und uns kontaktieren. Bilder des Astrokurses gibt’s auf flickr.
Derzeit müssen wir als Astronomiekurs fast alle Kosten des Podcasts selbst tragen (an dieser Stelle DANKE an die IMST Kleinprojektförderung für die Unterstützung bei den Hostingkosten!) – wenn dir unsere Arbeit gefällt, freuen wir uns über eine kleine finanzielle Anerkennung via Paypal. Damit ermöglichst du uns, den Podcast weiter betreiben zu können.
Mon, 15 Sep 2025 - 40 - AK039 Astrosprechstunde - Wir beantworten eure Fragen
In der letzten Folge vor der Sommerpause beantworten wir noch einige der Fragen von Volksschulkindern, die bei uns auf der Sternwarte zu Besuch waren und noch einiges genauer wissen wollen!
Mon, 30 Jun 2025 - 39 - AK038 Alles Gute, liebe ESA! 50 Jahre europäische Weltraumforschung
Am 30 Mai 2025 ist die Europäische Weltraumagentur ESA 50 Jahre alt geworden - Grund genug, sie hier ausführlich zu würdigen!
Mon, 23 Jun 2025 - 38 - AK037 Galaxiengeplauder (KTT Insights)
Heute geht es um Galaxien! Wir starten zuerst im Kursraum und besprechen Grundsätzliches, dann springen wir zur Eröffnungsrede des heurigen 6. Kepler Teleskoptreffens, in dem Ruth Grützbauch mit uns, nun, eben über Galaxien plaudert.
Mon, 09 Jun 2025 - 37 - AK036 An den Grenzen des Planetensystems
Heute lösen wir endlich die Ankündigung ein, die wir in AK032 gegeben haben, und reden über unsere Zwergplaneten und was sonst noch so am Rande unseres Planetensystems herumfliegt. Davor gehts in den Space News passenderweise um den Planet X. Und wir beantworten zwei Fragen, die uns Sophia und Felix von der VS Augustinum gestellt haben.
Mon, 26 May 2025 - 36 - AK035 Das 6. Kepler Teleskoptreffen
In dieser Sonderfolge geht es um unser jährliches Großevent, das Kepler Teleskoptreffen, dass wir seit 2018 und heuer zum 6. Mal mit Unterstützung des Steirischen Astronomenvereins StAV veranstalten (2020 und 2021 war „Coronapause“).
Mon, 12 May 2025 - 35 - AK034 Space Debris - Weltraummüll
Unsere Astrokursteilnehmerin und StAV-Vereinsmitglied Alisah-Martha hat sich etwas genauer mit dem Thema Weltraummüll beschäftigt, und wir sprechen heute ausführlich darüber. Davor gibts in den Space News aber einen Aufruf zur Mitarbeit an aktueller Sonnenforschung!
Mon, 28 Apr 2025 - 34 - AK033 Kepler Latte und das Studium der Astronomie
Wir freuen uns sehr, euch zu dieser Crossoverfolge zwischen den Astronomiepodcasts Cosmic Latte von Eva Freistetter und Astronomie am Kepler vom MSK Astronomie am Keplergymnasium begrüßen zu dürfen! Eva ist zu uns an die Schule gekommen, und wir haben über das Astronomiestudium geplaudert. Davor geht es aber in den Space News noch um Staub in der Milchstraße! Und danach über das kommende 6. Kepler Teleskoptreffen.
Mon, 14 Apr 2025 - 33 - AK032 SPHEREx und Planetenhüpfen zu Mars und Jupiter
Wir sprechen in dieser Folge über die beiden Planeten, die uns noch in unserer Reihe fehlen: Mars und Jupiter. Davor blicken wir in den Space News auf die glückliche Rückkehr von Suni Williams und Barry Wilmore auf die Erde, die 10 Monate statt geplanter 7 Tage auf der ISS verbracht hatten, und stellen ein neues Weltraumteleskop ins Spotlight, das famose SPHEREx.
Mon, 31 Mar 2025 - 32 - AK031 Planetenhüpfen zu Merkur, Neptun und zurück
Wir machen diese Folge weiter mit dem Planetenhüpfen und sehen uns Merkur, Neptun und unseren Heimatplaneten aus astronomischer Sicht an. Davor gibt’s in den Space News topaktuelle Forschung von der Uni Wien über unseren Sprung durch die Radcliffewelle!
Mon, 17 Mar 2025 - 31 - AK030 Asteroid 2024YR4 und unser Planetensystem
„Seltenes Ereignis: Alle Planeten stehen in einer Reihe“, war dieses Wochenende in den Medien zu lesen. Manche berichteten sogar, dass dies Erdbeben auf der Erde ausgelöst hätte. Wir stellen in dieser Folge klar, was es damit jetzt wirklich auf sich hat. Davor berichten wir in den Space News über den Asteroiden 2024YR4, der, wie wir jetzt schon wissen, ziemlich sicher NICHT auf der Erde einschlagen wird, reden aber trotzdem darüber, was bei einem solchen Einschlag passieren würde. Und danach werfen wir einen Blick auf unsere Planeten Venus, Saturn, Uranus und den geheimnisvollen Planet X.
Mon, 03 Mar 2025 - 30 - AK029 Gaia und ein neuer Blick auf unsere Milchstraße
… Wir sind ein WissPod-Podcast!
Wir sprechen heute nochmal über die vielleicht bedeutendste ESA-Weltraumteleskopmission der vergangenen Jahre, Gaia, und blicken diesmal auf die wissenschaftlichen Erkenntnisse, die mit den Daten bereits gewonnen wurden – oder besser gesagt einigen davon, denn Gaia berührt mehr oder minder alle Bereiche der Astronomie.
Mit dem Daumensprung kann man sich Gaias Methode der Vermessung von Sternpositionen und Sternbewegungen gut verständlich machen. Aber das Weltraumteleskop kann noch mehr und bestimmt auch recht genau die Sterntypen in unserer Milchstraße: Gaia hat das bis jetzt umfangreichste Hertzsprung-Russel-Diagramm der Milchstraße aufgenommen. Beim HR-Diagramm gilt: je höher oben, desto heller, und je weiter rechts, desto kühler ist die Sternoberfläche. Oben links sind die heißen hellen blauen Riesensterne, oben rechts die kühlen hellen Roten Riesensterne, unten links die heißen kleinen Weißen Zwerge und von rechts unten nach links oben zieht sich die Hauptreihe der „normalen“ Sterne der Milchstraße.
Am coolsten finden wir aber das aufgrund der Gaia-Daten neu bestimmte Aussehen der Milchstraße: in einem Lexikon der 80er-Jahre sieht die Milchstraße noch ganz anders aus als im aktuellen Wikipedia-Bild, wo bereits berücksichtigt ist, dass die Milchstraße eine Balkenspiralgalaxie ist. Dagegen zeigen die Daten von Gaia, dass wir in einer Flocculant-Galaxie leben – dazu gibt es ein wunderbares Video der ESA, die das Aussehen der Milchstraße aus den Gaia-Daten visualisiert.
Außerdem: Ist die Milchstraße, ein galaxienfressendes Monster? Ist die Sagittarius-Zwerggalaxie unser Vater? Was fand Gaia alles heraus bei Galaxien, Asteroiden, offenen Sternhaufen, der Andromedagalaxie und unserer Kollision mit ihr? Und welche Sterne rund ums Sonnensystem sind uns schon einmal sehr nahe gekommen oder kommen uns in Zukunft sehr nahe? Über all das können uns die Gaia-Daten etwas sagen, und noch zu vielem mehr – wir bringen als Beispiele die Asteroseismologie und kristallisierende Weiße Zwergsterne. Auf das vollständige Datenset im DR4 müssen wir allerdings noch warten, es kommt erst 2026.
Weitere Informationen zur Gaia-Mission findest du hier: Gaia-Website: https://www.esa.int/Space_in_Member_States/Germany/Die_Mission_Gaia_im_Ueberblick ESA Gaia Youtubekanal: https://www.youtube.com/@esagaiamission2542 Vortrag Stefan Jordan: Erkenntnisse aus dem Gaia DR 2 (Mai 2019): https://www.youtube.com/watch?v=UvTNUiyvLyU Weitere Podcastfolgen zu Gaia in anderen Podcasts, z.B.:
RZ106 Der Gaia-Sternkatalog 2 | Raumzeit Astrogeo –1,8 Milliarden Sterne Sternengeschichten Folge 88
Schön, dass du uns zuhörst! Wir freuen uns sehr über eine gute Bewertung und über einen freundlichen Kommentar in deiner Podcastapp!
Weiteres Material zu den Themen unserer Folgen findest du auf unserer Website. Kommentare, Fragen und Themenwünsche kannst du uns auch gerne via Email senden, an: keplersternwarte@gmail.com.
Oder folge und kontaktiere uns auf unseren Social-Media-Auftritten auf
Facebook, Instagram, Threads oder Bluesky.
Seit kurzem sind wir auch auf Youtube zu hören, und du kannst uns natürlich auch dort gerne folgen, bewerten, deine Kommentare und Fragen stellen und uns kontaktieren.
Derzeit müssen wir als Astronomiekurs fast alle Kosten des Podcasts selbst tragen (an dieser Stelle DANKE an die IMST Kleinprojektförderung für die Unterstützung bei den Hostingkosten!) – wenn dir unsere Arbeit gefällt, freuen wir uns über eine kleine finanzielle Anerkennung via Paypal. Damit ermöglichst du uns, den Podcast weiter betreiben zu können.
Mon, 17 Feb 2025 - 29 - AK028 Andromeda, Gaia, Sternbilder und Planeten
Eigentlich wollen wir in dieser Folge vor allem mit dem Astrokartenquiz weitermachen – wäre da nicht ein Lehrer im Kurs, der unbedingt zwei Space News-Themen erzählen möchte: das brandneue Andromedagalaxienbild des HST und das Finale des großartigen Weltraumteleskops Gaia.
Mon, 03 Feb 2025 - 28 - AK027 Die PSP und das astronomische Kartenquiz
Nach unserer Weihnachtsferienpause geht’s nun ins zweite Jahr unseres Podcasts! Wir starten mit einem Blick auf die Parker Solar Probe, die so nahe an die Sonne herangeflogen ist wie noch nie eine Sonde zuvor. Und dann spielen wir ein astronomisches Kartenquiz!
Mon, 20 Jan 2025 - 27 - AK026 Johannes Kepler und der Stern von Betlehem
Willkommen zu unserer Astrokurs-Weihnachtsfeier! Neben Sternenfunkeln-Tee, sternförmigen Keksen und Schoko-Monden gab es sogar eine Jupitertorte zum Vernaschen. In den Space News reden wir über Proba-3, eine der coolsten Sonnenmissionen der ESA, die am 5.12. 2024 gestartet ist. Und unser weihnachtliches Hauptthema ist der Stern von Betlehem – aus astronomischer und theologischer Sicht.
Mon, 23 Dec 2024 - 26 - AK025 Hör auf die Sterne! Asteroseismologie
Nein, wir sind jetzt kein Astrologiepodcast geworden – wir hören tatsächlich auf die Sterne, bzw. der BRG Kepler-Absolvent und Astronom Desmond Grossmann, der für seine Doktorarbeit auf Teneriffa die Schwingungen von Sternen auswertet. Dazu sprechen wir im Kurs über den Vortrag, den er für uns am 5.KTT gehalten hatte.
Mon, 09 Dec 2024 - 25 - AK024 Die Atmosphären von Exoplaneten (Teil 2)
In dieser Folge sprechen wir darüber, warum die Atmosphären von Venus und Erde so verschieden sind. Danach geht es ins Kapitel 5 von Szilas‘ Arbeit und darum, wie erdähnliche Planeten ihre Atmosphären wieder verlieren können. Zur Analyse der Exoplaneten müssen wir Spektroskopie betreiben. Wie und mit welchen Methoden das genau geht, steht in Kapitel 6 und wir gehen näher darauf ein. Nach der Frage lebensträchtiger Atmosphären und Biomarker stellen wir in den Space News eine aktuelle Arbeit vom IWF Graz zum Thema höheres Leben in der Milchstraße vor.
Mon, 25 Nov 2024 - 24 - AK023 Die Atmosphären von Exoplaneten (Teil 1)
In dieser Folge stellen wir wieder einmal eine Astronomie-Abschlussarbeit aus dem BRG Kepler ins Zentrum: Kristof Szilas hat über die Atmosphären von Exoplaneten geschrieben. Der erste Exoplanet Dimidium (Pegasi 51b) wurde ja erst 1995 entdeckt; und so geht es zuerst einmal ausführlich um die Methoden der Exoplanetensuche. Danach gehen wir genauer darauf ein, wie sich eine Planetenatmosphäre überhaupt bildet und wie und wodurch sie sich verändert; dabei werfen wir insbesondere auch einen Blick auf die Entwicklung der Erdatmosphäre.
Mon, 11 Nov 2024 - 23 - AK022 Wenns im Universum kracht: Flare, Nova, Kilonova, Supernova, Hypernova
In dieser Folge geht es um Sternexplosionen – die natürlich nicht wirklich krachen, denn im leeren Weltraum kann man nichts hören, wie wir später klären. Zuerst geht es aber in den Space News ausführlich um die kürzlich gestarteten Raummissionen Hera und Europa Clipper. Danach hanteln wir uns durch die Sternexplosionen – Flareausbrüche, Novae, Kilonovae, Supernovae, Hypernovae und GRBs.
Mon, 28 Oct 2024 - 22 - AK021 Das ITT - Sternennächte auf der Emberger Alm
Unser Astronomiekurs vom BRG Kepler war auch heuer wieder am Internationalen Teleskop Treffen (ITT) auf der 1800m hohen Emberger Alm in Kärnten (schöne Eindrücke vergangener Treffen findet man hier). Das 40. Jubiläum des Treffens, und unser 10jähriges Jubiläum, denn 2014 waren wir zum ersten Mal mit dabei – damals noch frierend in Zelten, mittlerweile längst gemütlich in der urigen Dünhofenhütte. Statt strahlendem Herbstwetter erwartete uns allerdings eine Reise in den Winter mit über 30cm Schnee und beständiger Wolkendecke. Dafür nutzten wir die Gelegenheit, die tollen Vorträge zu besuchen und die anwesenden Amateurastronomen zu interviewen! Und am letzten Tag, also Sonntag ab ca. 4 Uhr früh, erlebten die Standfestesten unter uns etwa zwei Stunden wundervollen Sternenhimmel.
Mon, 14 Oct 2024 - 21 - AK020 Wer hat die Schwarzen Löcher erfunden?
In dieser Folge geht es um die Ideengeschichte zum Thema Schwarze Löcher. Dazu passend gibt’s auch Space News.
Mon, 30 Sep 2024 - 20 - AK019 Die Suche nach Leben im Sonnensystem
In der ersten Folge des neuen Schuljahres präsentiert unser Absolvent Pierre Wustinger-Seefelder seine VWA zu Leben im Sonnensystem – und welche Formen es annehmen könnte, mit Fokus auf die beiden Monde Europa (Jupiter) und Titan (Saturn).
Mon, 16 Sep 2024 - 19 - AK018 Der Tanz der Planeten
In unserer vierten Sommerfolge blicken wir zurück auf den Vortrag zu Resonanzen in Planetensystemen von Dr. Szilárd Csizmadia vom DLR Berlin, den er Anfang Mai auf dem 5. KTT gehalten hat. Davor geht’s in den Space News um die private Weltraummission Polaris Dawn und um die Entdeckung, dass vor 3 Millionen Jahren ein Zusammenstoß des Sonnensystems mit einer kalten Gaswolke eine Eiszeit auf der Erde mitverursacht haben könnte. Und im Fragenteil beantworten wir Fragen zum Universum als Ganzem.
Mon, 02 Sep 2024 - 18 - AK017 WaF - Wir antworten auf eure Fragen
Heute gehts um den Sommersternhimmel - und einiges über viel Wasser im Marsboden, ob und wie man Planeten in Schubladen steckt, wo und wie uns Satelliten um die Ohren fliegen, Flüge durch Gasriesen, und wie kernig unser Mond ist.
Mon, 19 Aug 2024 - 17 - AK016 KTT Insights: Das Weltraumwetter, Teil 2
… Wir sind ein WissPod-Podcast!
In der 2. Sommerfolge geht’s wieder um die Forschung zum Weltraumwetter und den tollen Vortrag von Manuela Stadlober-Temmer am 5. KTT. Zuvor gibt’s aber in den Space News Neuigkeiten zu Dunkler Materie, und danach beantworten wir drei Fragen, die wir zum Thema Sonne bekommen haben.
KTT-Insights: Das Weltraumwetter und die Sonne (Manuela Temmer)
Wir haben jetzt einige Beobachtungen des solaren Magnetfeldes an einzelnen Punkten im Sonnensystem. Was ist mit dem Rest? Modelle sind da sehr wichtig und „hot topic“, um die Beobachtungslücken zu füllen.
Sonnenwinde können mehrere Millionen km/h haben! In welche Richtung gehen die Ausbrüche, die man im Coronographen sieht? Zu uns, von uns weg, seitlich? Nicht so einfach festzustellen!
Die schnellsten CMEs erreichen die Erde in weniger als 24h. Gute Beobachtungsdaten sind wichtig! Wenn man Betreiber von Stromnetzen, Satelliten usw. eine Weltraumwetterwarnung gibt, dass uns ein starker Sonnensturm treffen könnte, dann müssen diese Daten auch verlässlich sein.
Die meisten Magnetfeldlinien auf der Sonne sind geschlossen und gehen schleifenförmig zur Sonne zurück; über offene Magnetfeldlinien können aber Plasmateilchen in den interplanetaren Raum hinausgeschleudert werden. Besonders interessant sind auch koronale Löcher, die sich über eher inaktiven Gebieten bilden und die ein sehr schnelles Hinausströmen der Sonnenausbrüche erlauben.
Das Verstehen des Magnetfelds der Sonne (speziell die z-Komponente, also die in unsere Richtung) ist so etwas wie der heilige Gral der Sonnenwindforschung; verschiedene Orientierungen haben hier verschiedene Effekte auf das Erdmagnetfeld und damit auf die Erde.
Was gibts alles bei Sonnenausbrüchen? • Erzeugt werden sie durch magnetische Kurzschlüsse auf der Sonne, die dadurch auftreten, dass der Äquator der Sonne schneller rotiert als die Polgebiete, wodurch die Magnetfelder durcheinander kommen • die CMEs • SEP (klingt sehr österreichisch, aber nicht Sepp aka Josef, sondern „Solar Energetic Particles“, entstehen ähnlich wie die Teilchen der Erdionosphäre, die Polarlichter erzeugen, bei Flares, und haben Geschwindigkeiten von bis zu einigen % der Lichtgeschwindigkeit (können die Erde in ½ h erreichen!). Tauchen als „Schneegestöber“ in den Aufnahmen auf. • Flares • Koronale Wellen • kurzzeitige Verdunkelung der Corona
Kombinationen von Beobachtung und Modellen werden verwendet, um die magnetohydrodynamischen Prozesse zu verstehen. → wird für die Voraussagen verwendet.
Ähnlich einem Gewehrschuss gibt es einen Trigger, einen Treiber und eine Schockwelle: Schuss (magnetischer Kurzschluss), Patrone (CME), Schallwelle (magnetische Schockwelle, die sich mit einer speziellen Geschwindigkeit („magnetosonic speed“) ausbreitet, viel schneller als der CME selbst).
CMEs wechselwirken auch untereinander, was alles furchtbar kompliziert macht: schnelle Teilchenströme werden durch langsamere zusammengepresst, SIRs bilden sich (stream interface regions).
Wenn CIRs (induzierte Ströme im Erdkörper) und CMEs miteinander interagieren, können sogenannte Ringladungen in niederen Breiten um die Erde auftreten → weit südlich auftretende rote Polarlichter! Es können sich auch infolge der SIRs magnetische Jets in der Erdmagnetosphäre bilden, die Richtung Erdboden gehen und dort wiederum Polarlichter usw. erzeugen können. Aktuelle interdisziplinäre Forschung zwischen Sonnenphysikern und Erd-Magnetosphärenforschern.
Die Effekte starker Sonnenstürme können eine beträchtliche Ausdehnung der Thermosphäre bewirken, die damit stärker in Satellitenbahnen hineinreicht und diese abbremsen kann. Feb 2022: starlink event: 40 Starlink-Satelliten gingen verloren, Sonnensturm war mitverursachend.
ESA space safety program: https://swe.ssa.esa.int/ionospheric-weather: Registrieren und everyone can Daten über die Ionosphäre erhalten. Realtime!
Uni Graz/TU Graz: SODA (Satellite Orbit DecAy): prognostiziert den Höhenverlust von Satelliten in bestimmten Höhen aufgrund von Sonnenwinden. Vorhersage: zwischen Bz min am L1 und dem max. Höhenverlust eines Satelliten liegen ca. 15-20h, die für die Berechnung des Höhenverlusts verwendet werden.
Wie weit sind wir in der Space Weather Vorhersage? Bei den Vorgängen an sich gut, beim Zeitpunkt um die 2 Tage daneben → noch kein Produkt, dass man der Industrie anbieten kann. → wir brauchen mehr Forschung, wieder einmal.
Wir sind gerade (2024) im Maximum des aktuellen Sonnenzyklus, doch gerade in der 2. Hälfte des Zyklus sind die stärksten Ausbrüche zu erwarten.
Sonnenforschung ist höchst aktuell! Und nicht zuletzt in Graz kann man sehr konkret in diese Richtung auch forschen (Uni, TU, Joanneum Research, IWF)
Nächste Folge: Wir antworten auf eure Fragen – WaF: Sommersternhimmel, Satellitenbahnen, Mondkern und Flüge durch Gasplaneten!
Schön, dass du uns zuhörst! Wir freuen uns sehr über eine gute Bewertung und (wo möglich) über einen freundlichen Kommentar!
Weiteres Material zu den Themen unserer Folgen findest du auf unserer Website. Kommentare, Fragen und Themenwünsche kannst du uns auch gerne via Email senden, an: keplersternwarte@gmail.com.
Oder folge und kontaktiere uns auf unseren Social-Media-Auftritten auf
Facebook, Instagram, Threads oder Bluesky. Seit kurzem sind wir auch auf Youtube zu hören, und du kannst uns natürlich auch dort gerne folgen, bewerten, deine Kommentare und Fragen stellen und uns kontaktieren.
Derzeit müssen wir als Astronomiekurs fast alle Kosten des Podcasts selbst tragen (an dieser Stelle DANKE an die IMST Kleinprojektförderung für die Unterstützung bei den Hostingkosten!) tragen – wenn dir unsere Arbeit gefällt, freuen wir uns über eine kleine finanzielle Anerkennung via Paypal.
Mon, 05 Aug 2024 - 16 - AK015 KTT Insights: Das Weltraumwetter und die Sonne
Willkommen zu unserer ersten Sommerfolge bei Astronomie am Kepler! Sommerferientauglich geht es diesmal (und auch in der kommenden Folge 16) um die Sonne, genauer gesagt: um das Weltraumwetter, das vor allem aus den geladenen Teilchen besteht, die sie uns (respektive der Erde) um die Ohren haut. Außerdem beantworten wir auch zwei Hörerfragen zum Thema Sonne. Und in den Space News gibt’s ganz aktuelle Forschung zu schwarzen Löchern – aus Potsdam und Köln!
Mon, 22 Jul 2024 - 15 - AK014 Neues zu B.O.A.T., dem hellsten Gammablitz aller Zeiten
In AK014 starten wir in den Space News mit der chinesischen Chang'e 6 Mission, die erfolgreich zwei Kilogramm Material von der Rückseite des Mondes auf die Erde gebracht hat. In der Hauptgeschichte gibts was über neue Forschung zum hellsten Gammablitz (GRB) aller Zeiten, BOAT. Mahadi, Magdalena, Lukas, David und Elisa haben sich mit dem Thema der Gammablitze und ihrer Entdeckung beschäftigt und plaudern mit Norbert darüber. In WaF antwortet Flora auf Vincents Frage zu extrem dichten Objekten im Universum - und wie das mit den Anziehungskräften ist.
Mon, 08 Jul 2024 - 14 - AK013 Das Space Race zum Mond
Hier kommt – nach dem ersten Dutzend Folgen - unsere erste Folge mit einem neuen Aufbau: mit Space News, einem Teamthema und einer Fragenrubrik! In den Space News geht es um die Polarlichter, die Anfang Mai bis weit in den Süden zu sehen waren und wohl auch im Verlauf der nächsten zwei Jahre dann und wann bei uns sichtbar werden könnten. Darum besprechen wir hier, was wir gesehen haben und wie das Licht der Aurora eigentlich entsteht (und räumen dabei gleich mit der häufigen Falschdarstellung auf, die Teilchen des Sonnenwinds würden dabei in die Erdatmosphäre eindringen!). Außerdem erzählen wir – hoffentlich noch rechtzeitig – über die zu erwartende Novaexplosion des Sterns T Coronae Borealis (und klären dabei gleich auch seinen eigenartigen Namen, und außerdem, was es mit diesen eigenartigen „Magnituden“ für die Sternhelligkeit auf sich hat). Unsere Hauptgeschichte wurde diesmal von einer Schülergruppe vorbereitet! David, Felix und Florian haben sich mit dem Space Race zum Mond vor über 50 Jahren und mit dem aktuellen neuen Rennen zu Mond und Mars beschäftigt und erzählen uns darüber.
Mon, 24 Jun 2024 - 13 - AK012 Die Spektren der Sterne Teil 2
Willkommen zum zweiten Teil des Vortrags unserer Maturantin Gerit Jeza zu Sternspektren! Nach einer kurzen Abgrenzung, ab wann denn ein Stern denn als solcher gilt, sehen wir uns an, was alles die Dicke und Stärke der Absorptionslinien in einem Sternspektrum beeinflusst und wie man daraus die Leuchtkraftklasse erkennen könnte. Gerit erklärt mir in dieser Folge außerdem endlich den kuriosen Umstand, warum das Hertzsprung-Russel-Diagramm eine verkehrte x-Achse hat, und geht detailliert darauf ein, wie sie das Sonnenspektrum aufgenommen und ausgewertet hat – praktische Astrophysik at its best!
Mon, 10 Jun 2024 - 12 - AK011 Die Spektren der Sterne Teil 1
Unsere Maturantin Gerit Jeza hat sich in ihrer vorwissenschaftlichen Arbeit mit der Sterntypbestimmung von Hauptreihensternen anhand ihres Farbspektrums beschäftigt. Das Spektrum eines Sterns ist so unverwechselbar wie der Fingerabdruck eines Menschen – und doch gibt es Gemeinsamkeiten, mit denen wir verstehen können, was sich auf und in einem Stern abspielt.
Mon, 27 May 2024 - 11 - AK010 Das Kepler Teleskoptreffen KTT
Von 2.-5. Mai 2024 fand das 5. Kepler Teleskoptreffen statt - eine Veranstaltung des BRG Kepler und des steirischen Astronomenvereins StAV mit dem Ziel, (Amateur)Astronom:innen und Jugendliche zusammenzubringen und die Faszination des Nachthimmels und seiner Wunder gemeinsam zu erleben.
Mon, 13 May 2024 - 10 - AK009 Zwillinge, Krebs und Löwe
Heute geht’s um Sternbilder, genauer: um die Winter/Frühlingssternbilder Zwillinge, Krebs und Löwe. Wir klären zuerst, was Frühlingssternbilder sind, orientieren uns am Himmel und nehmen uns dann einige Highlights vor, die in diesen Sternbildern versteckt sind: den Sechsfachstern Kastor, die „Krippe“ M44 im Krebs, den offenen Sternhaufen M35 und sein weit entfernter Kompagnon NGC 2158, und wir sprechen überhaupt über das Phänomen offene Sternhaufen. Zum Schluss geht’s noch weiter zum Löwen und da speziell zu einem spannenden Dreigespann an Galaxien, dem Leo Triplett.
Mon, 29 Apr 2024 - 9 - AK008 Auch Sterne haben Geschwister
Von den offenen Sternhaufen als Kindergärten bis zu den elliptischen Galaxien als Altersheimen
AK008: Auch Sterne haben Geschwister!
… Wir sind ein WissPod-Podcast!
In den Teil 2 unserer Doppelfolge zur Sternentstehung starten wir mit dem, was einen Stern zu einem Stern macht: der Kernfusion und welche Bedingungen dafür nötig sind. Rosettennebel. Foto: Stephan Hamel
Sterne entstehen nie alleine, sondern werden immer in Gruppen in Riesenmolekülwolken gebildet. Wir sehen uns ein bisschen an, wie man das an den Globulen in diesen Wolken sehen kann, besprechen die Rolle der kurzlebigen massereichen Sterne in solchen Sternentstehungsgebieten und wenden uns dann der Frage zu, ob den unsere Sonne nicht auch Teil eines Sternhaufens ist.
Nachdem wir auch geklärt haben, dass die Sonne wie ein Delfin durch die Spiralarme der Milchstraße hüpft, fragen wir uns, wie wir die in die Weiten der Galaxis gewanderten Geschwister der Sonne denn finden und wiedererkennen könnten.
Was ist denn mit dem Ende der Sterne, fragt Iris – und so gibt’s einen Kurzabriss zu Lebensverlauf und Lebensende von verschieden schweren Sternen (denn die Sternmasse macht hier den entscheidenden Unterschied). Sterne werden in einer fernen Zukunft des Universums gar nicht mehr entstehen, mutmaßt David. So ist es, und in elliptischen Galaxien ist das bereits heute so – warum, sehen uns wir etwas genauer an, und auch, dass die Milchstraße einmal durch den Zusammenstoß mit der Andromedagalaxie eine elliptische Galaxie werden wird.
Wir freuen uns sehr über eine gute Bewertung und (wo möglich) über einen freundlichen Kommentar!
Weiteres Material zu den Themen unserer Folgen findet ihr auf unserer Website. Kommentare, Fragen und Themenwünsche könnt ihr uns auch gerne via Email senden, an: keplersternwarte@gmail.com.
Oder folgt und kontaktiert uns auf unseren Social-Media-Auftritten auf
Facebook, Instagram, Threads oder Bluesky.
Derzeit müssen wir als Astronomiekurs alle Kosten des Podcasts selbst tragen – wenn euch unsere Arbeit gefällt, freuen wir uns über eine kleine finanzielle Anerkennung via Paypal.
Mon, 15 Apr 2024 - 8 - AK007 Wie Sterne geboren werden
Heute geht’s um die Geburt von Sternen, und weil das ein ziemlich umfangreiches Thema ist, wenn man es genauer betrachtet, gibt’s dazu eine Doppelfolge. Wir sehen uns in Teil 1 an, wie aus einer Gas- und Staubwolke ein Stern entstehen kann – und was dabei alles so eine Rolle spielt.
Mon, 01 Apr 2024 - 7 - AK006 - Alternative Raketenantriebe und das Reisen durchs Sonnensystem
Wieder ist Moritz Mulle bei uns zu Gast, und wir springen gleich hinein in die Welt alternativer Antriebe, die ohne Booster oder Mehrstufensysteme auskommen könnte – und warum das gar nicht so gut wäre. Wir schauen uns an, wie schnell man sein muss, um die Erde zu umkreisen oder sie zu verlassen, diskutieren die Fahrpläne für interplanetare Missionen, klären, wo im Sonnensystem oben und wo unten ist und werfen noch einen Blick auf die ersten Starship-Teststarts. Außerdem erzählt Moritz von seinem Besuch in der ESA-Zentrale in Paris und seinem Treffen mit Josef Aschbacher.
Mon, 18 Mar 2024 - 6 - AK005 - Raketen für die Raumfahrt
Heute gehts um Raketentechnik, unser Gast Moritz Mulle reist mit uns durch die Welten der Antriebstechnik in der Weltraumfahrt!
Mon, 04 Mar 2024 - 5 - AK004 - Sind Schwarze Löcher heiß oder kalt?
Wir hatten bei dieser Episode Probleme mit dem Mikrofon - bitte entschuldigt die mäßige Tonqualität. In dieser Folge geht es um ein Thema, das wohl eines der beliebtesten bei astronomieinteressierten Kindern und Jugendlichen ist – um Schwarze Löcher. Die Frage, die mir David hier stellt, ist aber ganz schön komplex!
Mon, 19 Feb 2024 - 4 - AK003 - Was brauchen Aliens?
Was ist alles nötig, damit ein Planet lebensfreundlich sein kann? Um diese Frage dreht sich diese Folge von Astronomie am Kepler.
Mon, 05 Feb 2024 - 3 - AK002 – Die Voyager, die Sonne und unser Planetensystem
Alles startet wieder bei der Heliosphäre und der Frage, wie sich das Magnetfeld der Sonne in den Weltraum ausbreitet. Was ist mit Voyager 1 los, fragt ein Schüler, und so sprechen wir über ihre Energieversorgung, ihren Weg durch das Planetensystem und die Kommunikation mit dieser fast 50 Jahre alten Raumsonde. Außerdem finden wir an der Wand des Klassenraumes eine Darstellung unseres Planetensystems und sehen uns das genauer an.
Mon, 22 Jan 2024 - 2 - AK001 - Das SDO und die Sonne
In der ersten Folge unseres Podcasts sprechen wir über das Solar Dynamics Observatory und die Art und Weise, wie die Sonne auf den Aufnahmen dieses Weltraumteleskops aussieht, wie diese Bilder entstehen und welche Prozesse das Licht erzeugen, das darauf abgebildet wird. Außerdem besprechen wir einiges zum Thema Strahlung.
Mon, 08 Jan 2024 - 1 - Vorstellung des Podcasts Astronomie am Kepler
Willkommen zu Astronomie am Kepler, dem Podcast des Mehrschulenkurses Astronomie am Keplergymnasium Graz! Ab Jänner 2024 wird jeden zweiten Montag eine Folge unseres Podcasts erscheinen, bei dem man quasi live (gut, etwa 1 Monat im nachhinein, wir müssen die Folgen ja nicht nur aufnehmen, sondern auch produzieren) in unseren Astronomieunterricht hineinhören kann.
Thu, 28 Dec 2023
Podcasts ähnlich wie Astronomie am Kepler
Alles Geschichte - Der History-Podcast ARD
Kein Mucks! – Der Krimi-Podcast mit Bastian Pastewka ARD
Mit den Waffeln einer Frau barba radio, Barbara Schöneberger
IQ - Wissenschaft und Forschung Bayerischer Rundfunk
Radiowissen Bayerischer Rundfunk
Machtwechsel Dagmar Rosenfeld und Robin Alexander
Verbrechen DIE ZEIT
Psychologie to go! Dipl. Psych. Franca Cerutti
Kriminalhörspiel Hörspiel und Feature
Julia Leischik: Spurlos Julia Leischik, Sylvia Lutz
Gysi gegen Guttenberg – Der Deutschland Podcast Open Minds Media, Karl-Theodor zu Guttenberg & Gregor Gysi
Mordlust Paulina Krasa & Laura Wohlers
RONZHEIMER. Paul Ronzheimer
Sinnlos Märchen RADIO PSR
Im Visier – Verbrecherjagd in Berlin und Brandenburg rbb
Bratwurst und Baklava - mit Özcan Cosar und Bastian Bielendorfer RTL+ / Bastian Bielendorfer, Özcan Cosar
Verbrechen von nebenan: True Crime aus der Nachbarschaft RTL+ / Philipp Fleiter
Das Wissen | SWR SWR
Podcasts von Tichys Einblick Tichys Einblick
Aktenzeichen XY… Unvergessene Verbrechen ZDF - Aktenzeichen XY
Lanz + Precht ZDF, Markus Lanz & Richard David Precht
Andere Bildung Podcasts
Geschichten aus der Geschichte Richard Hemmer und Daniel Meßner
Was bisher geschah - Geschichtspodcast Joachim Telgenbüscher, Nils Minkmar
Wissen mit Johnny Johnny
Einschlafen mit Biografien Schønlein Media
Der Professor und der Wolf ORF Radio FM4
Meditation zum Einschlafen Ralf Lederer
Easy German: Learn German with native speakers | Deutsch lernen mit Muttersprachlern Cari, Manuel und das Team von Easy German
Einschlafen mit Wikipedia Wikipedia & Schønlein Media
Ö1 Radiokolleg ORF Ö1
Speak English Now Podcast: Learn English | Speak English without grammar. Georgiana, founder of SpeakEnglishPodcast.com
Einschlafen mit Geschichte Schønlein Media
{ungeskriptet} - Der Meinungsfreiheit verpflichtet. Ben Berndt
Rádio Universum Rádio Universum
Przemek Górczyk Podcast Przemek Górczyk
Einschlafen mit Geografie Schønlein Media
Einschlafen mit Tieren Schønlein Media
Erklär mir die Welt Andreas Sator
موسوعة الكتب الصوتية Podcast Record
Deutsch Podcast - Deutsch lernen Deutsch-Podcast
Eine kurze Geschichte über... NOISER