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News Plus Hintergründe

- 141 - Epsteins Netz 1/4: American Dream
Die Schweizerin Béatrice Keul ahnt nicht, dass die glamouröse Modelwelt für sie zum Albtraum wird. Mit 22 Jahren nimmt sie an Donald Trumps Schönheitswettbewerb in den USA teil. Sie trifft auf superreiche Männer wie Jeffrey Epstein und Donald Trump, die hier die Fäden ziehen. Die Ex-Miss-Finalistin aus der Schweiz berichtet im Podcast von einem sexuellen Übergriff durch Trump im Plaza Hotel. Ihre Geschichte ist ein Puzzleteil, um zu begreifen, wo und wie der Sexualstraftäter Jeffrey Epstein sein Netzwerk aufgebaut hat - in einem Milieu der 1990er Jahre, das von Machtgefällen und Missbrauch geprägt ist und dem viele junge Frauen aufgeliefert sind. Host Vanessa Ledergerber folgt mit SRF-Journalist Julian Schmidli den Spuren der Epstein-Files bis in die Schweiz, zu Schweizer Hochschulen und zum ersten bekannten Fall eines minderjährigen Opfers aus der Schweiz. Warum flog das Missbrauchsnetzwerk erst so spät auf, dem hunderte junge Frauen und Mädchen zum Opfer gefallen sind? Und welche Rolle spielt US-Präsident Donald Trump? «Epsteins Netz – bis in die Schweiz» erscheint auf srf.ch/audio, im Podcast-Feed von News Plus Hintergründe und auf den gängigen Podcastplattformen. Für Feedback: newsplus@srf.ch ____________________ (00:00) Finally we meet, Miss Cool (04:32) Von der Miss Schweiz Wahl zu Donald Trump (15:37) Wer war Jeffrey Epstein? (22:47) Wie Epstein reich wurde (30:00) Béatrice Keul in New York (33:31) Aufeinandertreffen mit Epstein und Trump (37:20) Wie eng waren Trump und Epstein? (39:32) Erster bekannter Fall eines minderjährigen Opfers (41:59) In der nächsten Folge: Berichte von Übergriffen ____________________ In dieser Episode zu hören: - Béatrice Keul, ehemalige Miss-Schweiz-Finalistin - Julian Schmidli, Journalist SRF Data ____________________ Team: - Host: Vanessa Ledergerber - Recherche: Julian Schmidli - Produktion: Céline Raval - Mitarbeit: SRF Recherche und Archive - Sounddesign: Michael Studer ____________________ Das ist «News Plus Hintergründe»: Geschichten, die in der Schweiz zu reden geben. Ob Machtpolitik, Gesellschaft oder internationale Skandale – hier gibt es die ganze Story.
Tue, 13 Oct 2026 - 140 - Der Schamlose (Bonus) | König Gianni – Die Infantino-Story
Die Kritik an Fifa-Präsident Gianni Infantino ist so laut wie kaum zuvor. Nach dem gescheiterten Plan, Teile der WM-Vermarktung für private Investoren zu öffnen, fordern mächtige Stimmen im europäischen Fussball Konsequenzen. Wie gefährlich kann die Kritik Infantino tatsächlich werden? In der Bonusfolge der SRF-Podcastserie «König Gianni – Die Infantino-Story» diskutieren Isabel Pfaff, Sebastian Ramspeck und Mämä Sykora über Infantinos Zukunft. Kann er sich an der Fifa-Spitze halten? Welche Rolle spielen die UEFA, Asien und Donald Trump? Und welche Rolle spielt die Weltpolitik in den aktuellen Diskussionen um Infantino? ____________________ Zur Podcastserie: Der SRF-Podcast «König Gianni – Die Infantino-Story» erzählt, wie aus dem Einwandererkind im Wallis der mächtigste Mann des Weltfussballs wurde. Die Serie führt nach Brig, wo Infantino bei seiner Geburt beinahe ums Leben kam. Und ins Oval Office zu Donald Trump, wo deutlich wird, wie Infantino den Fussball mit Politik und globalen Machtinteressen verknüpft. «König Gianni – Die Infantino-Story» erscheint unter srf.ch/audio, im Podcast-Feed von News Plus Hintergründe sowie auf den gängigen Podcastplattformen. Fragen und Feedback zur Serie gerne an newsplus@srf.ch. ____________________ (00:00) Gianni Infantino in der Kritik (01:08) Schamlosigkeit als Gefahr oder Erfolgsrezept (03:33) Hat sich Infantino überschätzt? (07:50) Infantinos Machterhalt durch Fifa-Geld (08:42) Folgen für die Trump-Infantino-Bromance (10:00) Was für und gegen ein Ende der Ära Infantino spricht (12:14) Was Trump von Infantino unterscheidet (16:33) Private Interessen und die Integrität des Fussballs (19:02) Was würde nach Infantino anders bei der FIFA? (21:06) Wie die Weltpolitik die Diskussion um Infantino prägt ____________________ In dieser Episode zu hören: - Isabel Pfaff, SRF-Wirtschaftsredaktion - Sebastian Ramspeck, diplomatischer Korrespondent SRF - Mämä Sykora, Fussballexperte und Co-Host des Podcasts «Sykora Gisler» ____________________ Links: - SRF-Podcastserie «König Gianni – Die Infantino-Story»: www.srf.ch/audio/news-plus-hintergruende - SRFglobal zur FIFA: www.srf.ch/play/tv/srfglobal/video/wie-die-fifa-weltpolitik-macht?urn=urn:srf:video:e62bd6f8-382f-4d86-9c8b-654e3ad423fd - SRF-Fussballpodcast «Sykora Gisler»: www.srf.ch/audio/sykora-gisler ____________________ Team: - Host: Raphaël Günther - Recherche: Isabel Pfaff - Produktion: Oliver Kerrison ____________________ Das ist «News Plus Hintergründe»: Aufwändig recherchierte Geschichten, die in der Schweiz zu reden geben. Ob Machtpolitik, Gesellschaft oder internationale Skandale – hier gibt es die ganze Story.
Wed, 12 Aug 2026 - 139 - König Gianni – Die Infantino-Story (4/4): Der Trump-Freund
Donald Trump nennt Gianni Infantino den «King of Soccer». Die beiden treten oft gemeinsam auf, vor der WM 2026 übergibt der Fifa-Präsident dem US-Präsidenten den Fifa-Friedenspreis. Die vierte Folge von «König Gianni – Die Infantino-Story» erzählt, wie Infantino Fussball und Politik verknüpft. Der vierteilige SRF-Podcast «König Gianni – Die Infantino-Story» erzählt, wie aus dem Einwandererkind im Wallis der mächtigste Mann des Weltfussballs wurde. Die Serie führt nach Brig, wo Infantino bei seiner Geburt beinahe ums Leben kam. Und ins Oval Office zu Donald Trump, wo deutlich wird, wie Infantino den Fussball mit Politik und globalen Machtinteressen verknüpft. «König Gianni – Die Infantino-Story» erscheint unter srf.ch/audio, im Podcast-Feed von News Plus Hintergründe sowie auf den gängigen Podcastplattformen. Fragen und Feedback zur Serie gerne an newsplus@srf.ch. ____________________ (00:00) Der Fifa-Friedenspreis für Donald Trump (03:01) Gianni Infantino als Stammgast im Weissen Haus (06:56) Was Trump und Infantino verbindet (08:37) Die Schweiz hofft auf Infantinos Draht zu Trump (14:09) Wie viel Schweiz steckt in Infantino? (16:05) Der erste Fifa-Friedenspreis geht an Trump (20:45) Sepp Blatter kritisiert Infantinos Engagement (24:06) Spielt Infantino ein riskantes Spiel? (30:06) Wie Gianni Infantino heute im Wallis gesehen wird ____________________ In dieser Episode zu hören: - Gianni Infantino, Fifa-Präsident - Sepp Blatter, ehemaliger Fifa-Präsident - Guy Parmelin, SVP-Bundesrat - Hans-Peter Berchtold, langjähriger Walliser Sportjournalist - Jules Boykoff, US-Politikwissenschaftler - Daniel Gemmet, Präsident FC Brig-Glis - Martin Schmidt, Jugendfreund Infantinos - Waldemar Schön, Schulfreund Infantinos ____________________ Erwähnte Inhalte: - SRF-«International» über die Fussball-WM im Zeichen von Trumps Einwanderungspolitik: https://www.srf.ch/audio/international/usa-fussball-wm-im-zeichen-von-trumps-einwanderungspolitik?id=AUDI20260527_NR_0032 - SRF-Fussball-Podcast «Sykora Gisler» #183 mit SP-Bundesrat Beat Jans: https://www.srf.ch/audio/sykora-gisler/183-beat-jans?id=AUDI20260512_NR_0002 ____________________ Team: - Host: Raphaël Günther - Recherche: Isabel Pfaff - Produktion: Oliver Kerrison - Mitarbeit: Lea Saager & SRF Recherche und Archive - Sounddesign: Roland Fatzer ____________________ Das ist «News Plus Hintergründe»: Aufwändig recherchierte Geschichten, die in der Schweiz zu reden geben. Ob Sportpolitik, Macht oder internationale Beziehungen – hier gibt es die ganze Story.
Thu, 04 Jun 2026 - 138 - König Gianni – Die Infantino-Story (3/4): Der Gehasste
Gianni Infantino tritt als Hoffnungsträger an der Fifa-Spitze an. Doch seine Präsidentschaft ist bald geprägt von Skandalen, Ermittlungen und Auftritten, die international für Empörung sorgen. Die dritte Folge von «König Gianni – Die Infantino-Story» zeigt, wie Infantino zur Hassfigur wird. Der vierteilige SRF-Podcast «König Gianni – Die Infantino-Story» erzählt, wie aus dem Einwandererkind im Wallis der mächtigste Mann des Weltfussballs wurde. Die Serie führt nach Brig, wo Infantino bei seiner Geburt beinahe ums Leben kam. Und ins Oval Office zu Donald Trump, wo deutlich wird, wie Infantino den Fussball mit Politik und globalen Machtinteressen verknüpft. «König Gianni – Die Infantino-Story» erscheint unter srf.ch/audio, im Podcast-Feed von News Plus Hintergründe sowie auf den gängigen Podcastplattformen. Fragen und Feedback zur Serie gerne an newsplus@srf.ch. ____________________ (00:00) Die umstrittene Rede vor der WM in Katar (03:14) Sepp Blatters Gegenstände im Tresor (05:22) Gianni Infantino auf Sympathietour (09:00) Erste Skandale unter Infantino (11:18) Infantino und die Ethikkommission (22:19) Infantino baut trotz Skandalen die Macht aus (26:30) Geht die Schweizer Justiz zahm mit der Fifa um? (31:16) In der nächsten Folge: Infantinos Freundschaft zu Donald Trump ____________________ In dieser Episode zu hören: Sepp Blatter, ehemaliger Fifa-Präsident Hans-Joachim Eckert, ehemaliges Mitglied der Fifa-Ethikkommission Martin Schmidt, Jugendfreund Infantinos Waldemar Schön, Schulfreund Infantinos ____________________ Team: Host: Raphaël Günther Recherche: Isabel Pfaff Produktion: Oliver Kerrison Mitarbeit: Lea Saager & SRF Recherche und Archive Sounddesign: Roland Fatzer ____________________ Das ist «News Plus Hintergründe»: Aufwändig recherchierte Geschichten, die in der Schweiz zu reden geben. Ob Fussball, Macht oder internationale Politik – hier gibt es die ganze Story.
Wed, 03 Jun 2026 - 137 - König Gianni – Die Infantino-Story (2/4): Der Mächtige
Gianni Infantino nutzt die Fifa-Krise als Sprungbrett. 2015 erschüttern Korruptionsskandale den Weltfussball, Präsident Sepp Blatter tritt zurück. Die zweite Folge von «König Gianni – Die Infantino-Story» zeigt, wie sich Infantino als Reformer präsentiert und so an die Macht kommt. Der vierteilige SRF-Podcast «König Gianni – Die Infantino-Story» erzählt, wie aus dem Einwandererkind im Wallis der mächtigste Mann des Weltfussballs wurde. Die Serie führt nach Brig, wo Infantino bei seiner Geburt beinahe ums Leben kam. Und ins Oval Office zu Donald Trump, wo deutlich wird, wie Infantino den Fussball mit Politik und globalen Machtinteressen verknüpft. «König Gianni – Die Infantino-Story» erscheint unter srf.ch/audio, im Podcast-Feed von News Plus Hintergründe sowie auf den gängigen Podcastplattformen. Fragen und Feedback zur Serie gerne an newsplus@srf.ch. ____________________ (00:00) Infantino will Fifa-Präsident werden (03:07) Die Fifa in ihrer grössten Krise (06:22) Blatter und Platini werden gesperrt (10:24) Infantino im Wahlkampf-Modus (17:15) Die Wahl im Zürcher Hallenstadion (20:53) In der nächsten Folge: Skandal um Skandal ____________________ In dieser Episode zu hören: - Sepp Blatter, ehemaliger Fifa-Präsident - Martin Schmidt, Jugendfreund Infantinos - Waldemar Schön, Schulfreund Infantinos ____________________ Team: - Host: Raphaël Günther - Recherche: Isabel Pfaff - Produktion: Oliver Kerrison - Mitarbeit: Lea Saager & SRF Recherche und Archive - Sounddesign: Roland Fatzer ____________________ Das ist «News Plus Hintergründe»: Aufwändig recherchierte Geschichten, die in der Schweiz zu reden geben. Ob Korruption, Machtkämpfe oder internationale Politik – hier gibt es die ganze Story.
Tue, 02 Jun 2026 - 136 - König Gianni – Die Infantino-Story (1/4): Der Kämpfer
Wie wurde Gianni Infantino, der Sohn italienischer Einwanderer, zum Fifa-Präsidenten und mächtigsten Mann im Weltfussball? Die erste Folge der SRF-Podcastserie «König Gianni – Die Infantino-Story» erzählt von Infantinos dramatischer Geburt, der Kindheit in Brig im Wallis und zwei linken Füssen. Der vierteilige SRF-Podcast «König Gianni – Die Infantino-Story» erzählt, wie aus dem Einwandererkind im Wallis der mächtigste Mann des Weltfussballs wurde. Die Serie führt nach Brig, wo Infantino bei seiner Geburt beinahe ums Leben kam. Und ins Oval Office zu Donald Trump, wo deutlich wird, wie Infantino den Fussball mit Politik und globalen Machtinteressen verknüpft. «König Gianni – Die Infantino-Story» erscheint unter srf.ch/audio, im Podcast-Feed von News Plus Hintergründe sowie auf den gängigen Podcastplattformen. Fragen und Feedback zur Serie gerne an newsplus@srf.ch. ____________________ (00:00) Gianni Infantino, der «King of Soccer»? (03:34) Wie Gianni Infantino als Baby beinahe starb (07:38) Kindheit zwischen Fussball und Fremdenhass (09:40) Infantino und die beiden linken Füsse (15:46) Infantino als Schüler, Student und Organisationstalent (19:58) Vom Kiosk ins internationale Fussballgeschäft (24:08) Das Oberwallis regiert die Fussballwelt (26:26) In der nächsten Folge: Infantinos Weg an die Macht ____________________ In dieser Episode zu hören: - Sepp Blatter, ehemaliger Fifa-Präsident - Daniela Infantino, Schwester von Gianni Infantino - Maria Infantino, Mutter von Gianni Infantino - Daniel Nellen, Cousin von Gianni Infantino - Martin Schmidt, Jugendfreund von Gianni Infantino - Waldemar Schön, Schulfreund von Gianni Infantino ____________________ Team: - Host: Raphaël Günther - Recherche: Isabel Pfaff - Produktion: Oliver Kerrison - Mitarbeit: Lea Saager & SRF Recherche und Archive - Sounddesign: Roland Fatzer ____________________ Das ist «News Plus Hintergründe»: Aufwändig recherchierte Geschichten, die in der Schweiz zu reden geben. Ob Machtpolitik, Gesellschaft oder internationale Skandale – hier gibt es die ganze Story.
Mon, 01 Jun 2026 - 135 - Ade, Blatten – Ein Dorf verliert seine Heimat (4/4): Neuanfang
Ein Jahr nach dem Bergsturz prägt die Katastrophe weiterhin den Alltag der Menschen aus Blatten. Das Dorf soll neu aufgebaut werden. Aber wollen die Menschen überhaupt zurück? Die vierte Folge von «Ade, Blatten – Ein Dorf verliert seine Heimat» erzählt vom Neuanfang, von Unsicherheit und Hoffnung. Die vierteilige SRF-Podcastserie «Ade, Blatten – Ein Dorf verliert seine Heimat» von «News Plus Hintergründe» erzählt, wie Blattnerinnen und Blattner den Verlust verarbeiten und was der Bergsturz mit ihnen gemacht hat. Die Serie landet bei persönlichen Fragen, die hochpolitisch sind: Lässt sich Heimat wiederaufbauen – und wollen die Menschen überhaupt zurück? Alle Folgen gibt es schon jetzt auf srf.ch/audio und auf Play SRF im Kanal von «News Plus Hintergründe». Fragen und Feedback zur Serie gerne an newsplus@srf.ch. ____________________ (00:00) Woher kommst du? Warum Jelena heute anders antwortet (03:14) Neuanfang in Davos: Jelena als Skilehrerin (09:06) Warum Nicole zurück in ein neues Blatten will (12:06) Bellwalds Vision: So soll das neue Blatten entstehen (16:27) Die Bevölkerung soll mitreden können (25:01) Hängt der Bergsturz mit dem Klimawandel zusammen? (27:20) Priorität Sicherheit: Viele in der Schweiz sehen den Wiederaufbau kritisch (29:20) Warum Nicole heute anders auf die Berge schaut (32:56) Das, was noch da ist: Was nach dem Bergsturz bleibt ____________________ In dieser Episode zu hören: - Matthias Bellwald, Gemeindepräsident von Blatten - Jelena Kalbermatten, lebte in Blatten - Nicole Kalbermatten, lebte in Blatten ____________________ Team: - Host: Vanessa Ledergerber - Recherche: Sabine Steiner, SRF-Regionalredaktion Bern Freiburg Wallis - Produktion: Oliver Kerrison - Mitarbeit: Lea Saager & SRF Recherche und Archive - Sounddesign: Michael Studer ____________________ Hinweis: Diese Folge haben wir aus technischen Gründen am 19. Mai 2026 neu hochgeladen. ____________________ Das ist «News Plus Hintergründe»: Aufwändig recherchierte Geschichten, die in der Schweiz zu reden geben. Ob Wirtschaftsskandal, Justizkrimi oder Politthriller – in News Plus Hintergründe gibt es die ganze Story.
Tue, 19 May 2026 - 134 - Ade, Blatten – Ein Dorf verliert seine Heimat (3/4): Verlust
Was bleibt, wenn ein ganzes Dorf verschwindet? Menschen aus Blatten erzählen nach dem Bergsturz von Trauer und von Träumen, in denen sie nach Blatten zurückkehren. Die dritte Folge von «Ade, Blatten – Ein Dorf verliert seine Heimat» handelt von Verlust, Verarbeitung und Solidarität. Die vierteilige SRF-Podcastserie «Ade, Blatten – Ein Dorf verliert seine Heimat» von «News Plus Hintergründe» erzählt, wie Blattnerinnen und Blattner den Verlust verarbeiten und was der Bergsturz mit ihnen gemacht hat. Die Serie landet bei persönlichen Fragen, die hochpolitisch sind: Lässt sich Heimat wiederaufbauen – und wollen die Menschen überhaupt zurück? Alle Folgen gibt es schon jetzt auf srf.ch/audio und auf Play SRF im Kanal von «News Plus Hintergründe». Fragen und Feedback zur Serie gerne an newsplus@srf.ch. ____________________ (00:00) Träume von Blatten, Träume vom Wiederaufbau (02:33) Ein Dorf stützt sich gegenseitig: Wie das Lötschental zusammenhält (06:28) Millionen für Blatten: Bellwald macht sich an die Arbeit (08:22) Unterstützung durch das Careteam vor Ort (14:12) Was Nicole am meisten vermisst (18:05) Solastalgie: Heimatverlust als globales Phänomen (23:18) Im Traum zurück nach Blatten (28:05) Nicole sucht die Katze auf dem Schuttkegel (32:11) Zurück ins zerstörte Zuhause: Ein Anblick, der schmerzt (35:28) In der nächsten Folge: Wollen Jelena und Nicole zurück nach Blatten? ____________________ In dieser Episode zu hören: - Matthias Bellwald, Gemeindepräsident von Blatten - Claudia Brantschen, Notfallpsychologin - Jelena Kalbermatten, lebte in Blatten - Nicole Kalbermatten, lebte in Blatten ____________________ Team: - Host: Vanessa Ledergerber - Recherche: Sabine Steiner, SRF-Regionalredaktion Bern Freiburg Wallis - Produktion: Oliver Kerrison - Mitarbeit: Lea Saager & SRF Recherche und Archive - Sounddesign: Michael Studer ____________________ Hinweis: Diese Folge haben wir aus technischen Gründen am 12. Mai 2026 neu hochgeladen. ____________________ Das ist «News Plus Hintergründe»: Aufwändig recherchierte Geschichten, die in der Schweiz zu reden geben. Ob Wirtschaftsskandal, Justizkrimi oder Politthriller – in News Plus Hintergründe gibt es die ganze Story.
Tue, 12 May 2026 - 133 - Ade, Blatten – Ein Dorf verliert seine Heimat (2/4): Bergsturz
Am 28. Mai 2025 zerstörte der Bergsturz von Blatten das Walliser Dorf im Lötschental weitgehend. Innerhalb weniger Sekunden verloren 302 Menschen ihr Zuhause. Die zweite Folge von «Ade, Blatten – Ein Dorf verliert seine Heimat» erzählt den Tag aus der Perspektive der Menschen aus Blatten. Die vierteilige SRF-Podcastserie «Ade, Blatten – Ein Dorf verliert seine Heimat» von «News Plus Hintergründe» erzählt, wie Blattnerinnen und Blattner den Verlust verarbeiten und was der Bergsturz mit ihnen gemacht hat. Die Serie landet bei persönlichen Fragen, die hochpolitisch sind: Lässt sich Heimat wiederaufbauen – und wollen die Menschen überhaupt zurück? Alle Folgen gibt es schon jetzt auf srf.ch/audio und auf Play SRF im Kanal von «News Plus Hintergründe». Fragen und Feedback zur Serie gerne an newsplus@srf.ch. ____________________ (00:00) Der Katastrophentag: Nicole verfolgt den Berg vom Büro aus (06:18) Geburtstag und Ferienbeginn: Jelena will nach Italien fahren (09:04) In 40 Sekunden: Der Bergsturz begräbt Blatten unter sich (09:47) Alles ist weg: Wie Nicole auf das Dorf schaut (15:20) Unterwegs nach Italien: Jelena dreht um und fährt zurück (18:22) Gemeindepräsident Bellwald spricht zum Dorf und zur Schweiz (20:12) Der Abend: Familien sitzen zusammen und geben sich Halt (22:04) In der nächsten Folge: Wie ein Dorf mit dem Verlust lebt ____________________ In dieser Episode zu hören: - Matthias Bellwald, Gemeindepräsident von Blatten - Jelena Kalbermatten, lebte in Blatten - Nicole Kalbermatten, lebte in Blatten ____________________ Team: - Host: Vanessa Ledergerber - Recherche: Sabine Steiner, SRF-Regionalredaktion Bern Freiburg Wallis - Produktion: Oliver Kerrison - Mitarbeit: Lea Saager & SRF Recherche und Archive - Sounddesign: Michael Studer ____________________ Das ist «News Plus Hintergründe»: Aufwändig recherchierte Geschichten, die in der Schweiz zu reden geben. Ob Wirtschaftsskandal, Justizkrimi oder Politthriller – in News Plus Hintergründe gibt es die ganze Story.
Tue, 05 May 2026 - 132 - Ade, Blatten – Ein Dorf verliert seine Heimat (1/4): Paradies
21 Minuten blieben den Menschen in Blatten, um ihr Zuhause zu verlassen. Danach zerstörte der Bergsturz das Dorf im Walliser Lötschental weitgehend. In der ersten Folge erzählen Blattnerinnen und Blattner von der Evakuierung, den letzten Momenten im Dorf und dem Leben vor der Katastrophe. Die vierteilige SRF-Podcastserie «Ade, Blatten – Ein Dorf verliert seine Heimat» von «News Plus Hintergründe» erzählt, wie Blattnerinnen und Blattner den Verlust verarbeiten und was der Bergsturz mit ihnen gemacht hat. Die Serie landet bei persönlichen Fragen, die hochpolitisch sind: Lässt sich Heimat wiederaufbauen – und wollen die Menschen überhaupt zurück? Alle Folgen gibt es schon jetzt auf srf.ch/audio und auf Play SRF im Kanal von «News Plus Hintergründe». Fragen und Feedback zur Serie gerne an newsplus@srf.ch. ____________________ (00:00) Blatten wird evakuiert: Jelena fährt zurück zu ihren Hühnern (04:50) Warum Jelena in Blatten ihre Zukunft sah (10:52) Leben mit der Gefahr: Wie Naturgefahren den Alltag prägten (20:03) Anruf in die Ferien: Nicole erfährt, dass Blatten teilevakuiert wird (24:49) 21 Minuten Zeit: Ganz Blatten muss sein Zuhause verlassen (32:59) Der letzte Blick zurück: Abschied von einem Dorf auf unbestimmte Zeit (34:15) Tage des Hoffens: Warten darauf, dass es glimpflich endet (35:14) In der nächsten Folge: So erlebten Jelena und Nicole die Katastrophe ____________________ In dieser Episode zu hören: - Matthias Bellwald, Gemeindepräsident von Blatten - Jelena Kalbermatten, lebte in Blatten - Nicole Kalbermatten, lebte in Blatten ____________________ Team: - Host: Vanessa Ledergerber - Recherche: Sabine Steiner, SRF-Regionalredaktion Bern Freiburg Wallis - Produktion: Oliver Kerrison - Mitarbeit: Lea Saager & SRF Recherche und Archive - Sounddesign: Michael Studer ____________________ Das ist «News Plus Hintergründe»: Aufwändig recherchierte Geschichten, die in der Schweiz zu reden geben. Ob Wirtschaftsskandal, Justizkrimi oder Politthriller – in News Plus Hintergründe gibt es die ganze Story.
Tue, 28 Apr 2026 - 131 - Alpha Boys (Q&A): Was tun gegen Radikalisierung und Frauenhass?
Die SRF-Podcastserie «Alpha Boys» hat viele Reaktionen ausgelöst: Was sagt die Manosphere über unsere Gesellschaft aus? Was kann ich als Mutter oder Vater tun? Welche Rolle spielen Bildung und Vorbilder? In der Q&A-Folge beantworten wir eure Fragen und sprechen über konkrete Tipps für Eltern. Der vierteilige SRF-Podcast «Alpha Boys» hat gezeigt, wie junge Männer in den Sog der Manosphere geraten – von Fitness und Selbstoptimierung bis zu Frauenhass und Gewalt. In der Q&A-Folge sprechen Host Raphaël Günther und SRF-Datenjournalist Julian Schmidli über Rückmeldungen und Fragen der Hörerinnen und Hörer. Als Expertin mit dabei: Soziologin Lea Stahel von der Universität Zürich, die gesellschaftliche Dimensionen aufzeigt und sagt, welche Massnahmen wirken. ____________________ Links: - Unterrichtsmaterialien zum Podcast «Alpha Boys»: https://www.srf.ch/sendungen/school/gesellschaft-ethik-religion/frauenhass-und-gewaltaufrufe-junge-maenner-im-sog-der-manosphere - Tipps für Eltern zum Umgang mit der Manosphere: https://www.srf.ch/news/gesellschaft/alpha-boys-wenn-der-sohn-andrew-tate-bewundert-das-koennen-eltern-tun ____________________ (00:00) Sigma Boy im Kinderwagen: Die Reaktionen auf «Alpha Boys» (04:29) Warum fasziniert das Konzept des «Alpha Mannes»? (06:50) Was die Manosphere über unsere Gesellschaft aussagt (11:30) Frauenhass in der digitalen Welt: Woher kommt er? (14:29) Tipps für die Schule: Unterrichtsmaterial von SRF school (16:25) Bildung und Manosphere: Gibt es einen Zusammenhang? (17:12) Kritische Rückmeldung: Vom Sigma Boy zum Incel-Attentat? (19:36) Was kann die Gesellschaft gegen Radikalisierung tun? (21:30) Die Rolle von Vätern und Vaterfiguren (22:47) Konkrete Tipps: Das können Eltern tun (26:12) Ist die Manosphere nur ein vorübergehendes Phänomen? (28:37) Was bleibt nach der Recherche? ____________________ In dieser Episode zu hören: - Lea Stahel, Soziologin an der Universität Zürich und Expertin für Online-Radikalisierung ____________________ Team: - Host: Raphaël Günther - Recherche: Julian Schmidli, SRF Data - Produktion: Oliver Kerrison ____________________ Das ist «News Plus Hintergründe»: Aufwändig recherchierte Geschichten, die in der Schweiz zu reden geben. Ob Wirtschaftsskandal, Justizkrimi oder Politthriller – in News Plus Hintergründe gibt es die ganze Story. Um keine Serie zu verpassen, abonniere den Podcast «News Plus Hintergründe». Fragen und Feedback gerne via newsplus@srf.ch.
Wed, 28 Jan 2026 - 130 - Alpha Boys (4/4): Das erste Incel-Attentat der Schweiz
Die vierte Episode von «Alpha Boys» zeigt, wie digitale Radikalisierung und Ideologien der Manosphere in Gewalt münden können. SRF Investigativ deckt auf, dass es in der Schweiz zu einem Incel-Attentat kam. Die Betroffenen erzählen. «Wie in einem schlechten Horrorfilm», schildert Hiyoba ihre Erinnerungen an den 11. September 2020. Hiyoba befindet sich in Amriswil mit Sarah auf dem Heimweg von der Schule. Plötzlich gibt hinter ihnen ein Auto Gas und fährt in sie hinein. Die beiden jungen Frauen werden durch die Luft geschleudert und bleiben verletzt liegen. Der Fahrer flüchtet. Was zunächst aussieht wie ein Unfall, ist das erste Incel-Attentat der Schweiz. Das zeigen Recherchen von SRF Investigativ. Zur Doku von Impact Investigativ: https://www.srf.ch/play/tv/impact-investigativ/video/einsam--frauenfeindlich---wie-ein-junger-schweizer-zum-attentaeter-wurde?urn=urn:srf:video:f7eeb94f-e375-4634-9058-63b7d528741c _______________ Der vierteilige SRF-Podcast «Alpha Boys» zeigt, wie junge Männer in den Sog der Manosphere geraten, wo Influencer wie Andrew Tate Millionen erreichen. Die Serie führt tief in digitale Communities, in denen Selbstoptimierung und vermeintliche Stärke in Frauenhass und Gewaltaufrufe kippen. Um keine Folge zu verpassen, abonniere den Podcast «News Plus Hintergründe». Fragen und Feedback gerne via newsplus@srf.ch. _______________ (00:00) Triggerwarnung: Thema schwere Gewalt (00:20) Ein Freitagnachmittag im Herbst 2020 (02:45) Zwei unbeschwerte Teenager-Mädchen als Betroffene (04:54) Der Täter: Isolation, Ideologien und Incel-Bezug (08:10) Das Manifest: Hass, Verschwörungen, Selbstviktimisierung (11:00) Die Amokfahrt im Livestream (13:10) Wie die Betroffenen bis heute unter den Folgen leiden (16:45) Fedpol stuft den Fall als Incel-Extremismus ein (18:15) Misogynie als Nährboden (21:11) Was von diesem verstörenden Fall bleibt ____________________ In dieser Episode zu hören: - Veronika Kracher, Soziologin und Expertin für Online-Radikalisierung - Marc Graf, Professor für Forensische Psychiatrie an der Universität Basel ____________________ Team: - Host: Raphaël Günther - Recherche: Sonja Mühlemann & Stefanie Hasler, SRF Investigativ - Mitarbeit: Julian Schmidli, SRF Data - Produktion: Philippe Odermatt, Oliver Kerrison & Céline Raval - Sounddesign: Michael Studer ____________________ Das ist «News Plus Hintergründe»: Aufwändig recherchierte Geschichten, die in der Schweiz zu reden geben. Ob Wirtschaftsskandal, Justizkrimi oder Politthriller – in News Plus Hintergründe gibt es die ganze Story.
Wed, 10 Dec 2025 - 129 - Alpha Boys (3/4): Radikalisierungsmaschine TikTok
Nur wenige Minuten dauert es, bis Schweizer Jugendliche auf TikTok in den Sog der Manosphere geraten. Das zeigt unser Experiment mit 120'000 analysierten Videos. In der dritten Folge von «Alpha Boys» hört ihr, wie Algorithmen junge Männer von Selbstoptimierung zu Selbstverletzung und Hass führen. Das Team von SRF Data hat für das Experiment Profile für fiktive 15-Jährige aus der Schweiz erstellt. Ihr Scrollverhalten wird per Computer ferngesteuert. Jeder Account bekommt eigene Interessen mit, für die sich viele junge Männer interessieren. Die Auswertung zeigt, wie der Algorithmus Jugendliche in ein Rabbit Hole zieht: von Sport und Selbstoptimierung zu Abwertung, Hass und Gewalt. Expertin Veronika Kracher ordnet ein, welches Schönheitsideal die Manosphere prägt und welche radikalen Ideologien sich hinter «Grindset» und «Looksmaxxing» verbergen. Das SRF-Datenexperiment mit Einblicken in die untersuchten Videos: https://www.srf.ch/data ____________________ Der vierteilige SRF-Podcast «Alpha Boys» zeigt, wie junge Männer in den Sog der Manosphere geraten, wo Influencer wie Andrew Tate Millionen User erreichen. Die Serie führt tief in digitale Communities, in denen Selbstoptimierung und vermeintliche Stärke in Frauenhass und Gewaltaufrufe kippen. Um keine Folge zu verpassen, abonniere den Podcast «News Plus Hintergründe». Fragen und Feedback gerne via newsplus@srf.ch. ____________________ Empfehlung: SRF-Podcast «Input» Dem Leben in der Schweiz auf der Spur – mit all seinen Widersprüchen und Fragen. Der Podcast liefert jede Woche eine Reportage zu den Themen, die Euch bewegen. Am Mittwoch um 15 Uhr als Podcast, sonntags ab 20 Uhr auf Radio SRF 3. Die besprochene Folge zu Frauen im Militär mit Elma Softic: https://www.srf.ch/audio/input ____________________ (00:00) Von Brookies zu Gewaltfantasien (02:30) Das Experiment: Fünf Bots auf TikTok (03:38) Der erste Sog: Fitness, Motivation, Ernährung (06:36) Codes der Manosphere: Analyse mit Veronika Kracher (07:38) Der Kipppunkt: Härte und Abwertung im Feed (09:46) In zehn Minuten zu Manosphere-Inhalten (12:42) Empfehlung: SRF-Podcast «Input» (14:12) Looksmaxxing: Vom Entchen zum «Alpha Male»? (19:12) Triggerwarnung: Thema Selbstverletzung (20:33) Veronika Kracher über Looksmaxxing (21:04) Fliessende Radikalisierung: Gelöschte Videos und extreme Inhalte (23:33) Black-Pill-Ideologie: Das «Game» ohnehin verloren (24:40) Nächste Episode: Neue Dimension der Manosphere in der Schweiz ____________________ In dieser Episode zu hören: - Veronika Kracher, Soziologin und Expertin für Online-Radikalisierung ____________________ Team: - Host: Raphaël Günther - Recherche: Julian Schmidli, Keto Schumacher & Pascal Albisser, SRF Data - Produktion: Oliver Kerrison & Céline Raval - Sounddesign: Michael Studer ____________________ Das ist «News Plus Hintergründe»: Aufwändig recherchierte Geschichten, die in der Schweiz zu reden geben. Ob Wirtschaftsskandal, Justizkrimi oder Politthriller – in News Plus Hintergründe gibt es die ganze Story.
Wed, 03 Dec 2025 - 128 - Alpha Boys (2/4): Schweizer Bros in Andrew Tates Welt
«Diese Community hat mein Leben verändert», schreibt ein junger Schweizer über die Online-Plattform «The Real World» von Manosphere-Influencer Andrew Tate. Die zweite Episode von «Alpha Boys» zeigt: Träume und Abgründe liegen hier nahe beieinander. Vom «Good-Morning»-Kanal bis zum «Hustlers»-Campus: Auf Andrew Tates Online-Plattform geht es um körperliche Fitness, Männlichkeit und den Traum vom grossen Geld. Wir loggen uns ein und werten einen Datensatz aus, der einen tiefen Einblick in die Community gibt. ____________________ Der vierteilige SRF-Podcast «Alpha Boys» zeigt, wie junge Männer in den Sog der Manosphere geraten, wo Influencer wie Andrew Tate Millionen User erreichen. Die Serie führt tief in digitale Communities, in denen Selbstoptimierung und vermeintliche Stärke in Frauenhass und Gewaltaufrufe kippen. Um keine Folge zu verpassen, abonniere den Podcast «News Plus Hintergründe». Fragen und Feedback gerne via newsplus@srf.ch. ____________________ (00:00) Eintauchen in «The Real World» (01:54) Yachten kaufen (03:33) Ein Datensatz gibt Einblick (05:19) «Morning, Gs» (06:34) Campus-Rundgang (08:58) Der Ton schlägt um (12:07) Kein Schwächling sein (13:50) Im «Hustlers»-Campus (15:42) Schnell reich werden? (17:29) Tates Geschäft (23:06) Schuld am Misserfolg? (24:01) Von Selbstoptimierung zu Hass ____________________ In dieser Episode zu hören: - Mirco, «The Real World»-Nutzer aus der Schweiz ____________________ Team: - Host: Raphaël Günther - Recherche: Julian Schmidli, Keto Schumacher & Pascal Albisser, SRF Data - Produktion: Oliver Kerrison & Céline Raval - Mitarbeit: SRF Recherche und Archive - Sounddesign: Michael Studer ____________________ Das ist «News Plus Hintergründe»: Aufwändig recherchierte Geschichten, die in der Schweiz zu reden geben. Ob Wirtschaftsskandal, Justizkrimi oder Politthriller – in News Plus Hintergründe gibt es die ganze Story.
Wed, 26 Nov 2025 - 127 - Alpha Boys (1/4): Willkommen in der Manosphere
Dominante Männlichkeitsideale, Millionen von Klicks und ein digitaler Sog, der längst im Alltag von Jugendlichen in der Schweiz angekommen ist: «Alpha Boys» führt in die Welt der Manosphere, wo Influencer wie Andrew Tate gezielt junge Männer ansprechen. Und plötzlich singen sogar Kindergartenkinder «Sigma Boy», einen Song über ein hypermaskulines Männerbild. Das bringt die beiden Journalisten Raphaël Günther und Julian Schmidli zum Nachdenken und zum Recherchieren. Sie tauchen ab in die Manosphere und reden mit jungen Männern über ihre Struggles, Träume und Andrew Tate, der sich in seinen Videos frauenfeindlich äussert. ____________________ Der vierteilige SRF-Podcast «Alpha Boys» zeigt, wie junge Männer in den Sog der Manosphere geraten, wo Influencer wie Andrew Tate Millionen erreichen. Die Serie führt tief in digitale Communities, in denen Selbstoptimierung und vermeintliche Stärke in Frauenhass und Gewaltaufrufe kippen. Um keine Folge zu verpassen, abonniere den Podcast «News Plus Hintergründe». Fragen und Feedback gerne via newsplus@srf.ch. ____________________ (00:00) «Sei ein Alpha Boy!» (03:15) Rote Pille und blaue Pille (05:59) Jungen Menschen zuhören (07:17) Yanics Weg (09:40) Fokus in einer kalten Welt? (13:04) Yanics prägende Begegnung (14:56) Gesicht der Manosphere (18:26) Yanic räumt auf (21:13) Schweizer Micro-Influencer (24:40) Kambez Nuri erzählt (29:47) Der Traum von Geld und Erfolg ____________________ In dieser Episode zu hören: - Yanic, 22 Jahre alt - Kambez Nuri, Sozialarbeiter, Gewaltberater und interkultureller Berater beim «Mannebüro Züri» und Co-Leiter der Fachstelle «OH BOY*» ____________________ Team: - Host: Raphaël Günther - Recherche: Julian Schmidli, SRF Data - Produktion: Oliver Kerrison & Céline Raval - Mitarbeit: SRF Recherche und Archive - Sounddesign: Michael Studer ____________________ Das ist «News Plus Hintergründe»: Aufwändig recherchierte Geschichten, die in der Schweiz zu reden geben. Ob Wirtschaftsskandal, Justizkrimi oder Politthriller – in News Plus Hintergründe gibt es die ganze Story.
Wed, 19 Nov 2025 - 126 - Guter Böser Wolf (4/4): Das Rotkäppchen-Trauma
Vom gerissenen Pony der EU-Politikerin bis zum Wapiti-Hirsch in den USA: Der Wolf testet unsere Grenzen und verschiebt sie. Was macht unsere Beziehung zu ihm aus? Wissenschaftler Nikolaus Heinzer über das Verhältnis, das geprägt ist von Märchen, Ängsten und Alltagsstress. «In der Forschung haben wir den Wolf auch schon als Katalysator bezeichnet», sagt Kulturwissenschaftler Heinzer. Der Wolf stehe nicht nur für sich selbst, sondern auch für die ungezähmte, wilde Natur. Er wird benutzt, um den Stadt-Land-Graben zu triggern – und fast ganz Europa ringt um und mit dem Wolf. In der vierten und letzten Folge von «Guter Böser Wolf» schauen wir darum auch über die Landesgrenzen hinaus. ____________________ Um keine Folge zu verpassen, abonniere den Podcast «News Plus Hintergründe». Fragen und Feedback gerne via newsplus@srf.ch. Kennst du auch schon unseren täglichen Newspodcast «News Plus»? Damit verstehst du die Welt besser, in einer Viertelstunde. ____________________ (00:00) Zwischen Rotkäppchen und Grossmüttern (04:20) Nikolaus Heinzer: Eine Beziehungsanalyse von Mensch und Wolf (11:29) Unterschiedliche Wolfspraktiken und -politiken, von Schweden bis Deutschland (18:59) Die AfD und der Wolf (20:19) Das gerissene Pony der EU-Kommissionspräsidentin (22:02) Der Dingozaun von Australien (23:54) Peter Dettlings Rückkehr (29:09) Die Wolfsdiskussion hat viele Grautöne ____________________ In dieser Episode zu hören: - Peter Dettling, Naturfotograf, Filmemacher und Buchautor aus Sedrun GR - Dr. Nikolaus Heinzer, Institut für Sozialanthropologie und Empirische Kulturwissenschaft der Universität Zürich - Brigitte Wolf, Co-Präsidentin der Grünen Wallis, ehemalige Parlamentarierin - Martin Rufer, Direktor des Bauernverbands - Heinrich Haller, Zoologe und Buchautor - Michael Baggenstoss, Präsident der Berufsschäferinnen und -schäfer - Helen Rhyner-Luchsinger, Landwirtin und Après-Ski-Barbetreiberin aus Elm GL ____________________ Team: - Host: Isabelle Maissen - Recherche und Produktion: Matthias Baumer (SRF Inlandredaktion), Isabelle Maissen, Céline Raval - Titelmusik und Sounddesign: Michael Studer ____________________ Das ist «News Plus Hintergründe»: Aufwändig recherchierte Geschichten, die in der Schweiz zu reden geben.
Mon, 29 Sep 2025 - 125 - Guter Böser Wolf (3/4): Politdrama zwischen Schutz und Schuss
Wer profitiert davon, den Wolf zu bewirtschaften und das Thema von einem Level aufs nächste zu bringen? Um Wolf und Politik zu verstehen, schauen wir auf das jahrelange Wolfsdrama im Bundeshaus und reden mit der Politikerin Brigitte Wolf. Sie erlebt im «Wolfskanton» Wallis die hitzige Debatte mit. In der Wolfspolitik hat die Schweiz einen rasanten Kurswechsel hinter sich: Die Möglichkeit präventiver Abschüsse hat sich unter Bundesrat und Umweltminister Albert Rösti politisch durchgesetzt. Seit 2023 ist die Jagd auf den Wolf und teilweise auf ganze Wolfsrudel unter gewissen Umständen erlaubt – auch wenn die Wölfe keinen nachweislichen Schaden angerichtet haben. Der Entscheid ist bis heute umstritten, denn der Wolf gilt nach wie vor als geschützte Art. ____________________ Verpasse keine Folge und abonnier den Podcast «News Plus Hintergründe». Fragen und Feedback gerne via newsplus@srf.ch. ____________________ (00:00) «R» wie Rudel und Regulierung (03:44) Worte können viel auslösen (06:28) Politikerin Wolf über die Politik mit dem Wolf (10:30) Das Wolfsdrama im Bundeshaus (12:29) Level 1: Das Jagdgesetz und der Wolf (14:37) Level 2: Die Volksabstimmung (15:48) Level 3: Der Wolfskompromiss (18:48) Level 4: Vorhang auf für Bundesrat Albert Rösti (22:21) Der «Rösti-Way»? Die umstrittene Regulierung des Wolfs (26:35) Hasskommentare und falsche Wölfe (28:13) Die exponentielle Phase (35:55) Wer vom Wolf profitiert (38:10) Was triggert uns? ____________________ In dieser Episode zu hören: - Peter Dettling, Naturfotograf, Filmemacher und Buchautor aus Sedrun GR - Brigitte Wolf, Co-Präsidentin der Grünen Wallis, ehemalige Parlamentarierin - Martin Rufer, Direktor des Bauernverbands - David Gerke, Präsident von Pro Wolf Schweiz - Urs Leugger, Pro Natura ____________________ Team: - Host: Isabelle Maissen - Recherche und Produktion: Matthias Baumer (SRF Inlandredaktion), Isabelle Maissen, Céline Raval - Titelmusik und Sounddesign: Michael Studer ____________________ Das ist «News Plus Hintergründe»: Aufwändig recherchierte Geschichten, die in der Schweiz zu reden geben.
Mon, 22 Sep 2025 - 124 - Guter Böser Wolf (2/4): Fressen und gefressen werden
Über kein Tier wird in der Schweiz emotionaler diskutiert: Der Wolf ist Jäger und Gejagter, ein politischer Dauerbrenner. Der Hauptgrund dafür: Sein Speiseplan, der auch aus Schafen besteht. Ein Schafhalter erzählt, wie er es erlebt, dass man heute auch im Mittelland mit Wolfsrissen rechnen muss. Wolfsrisse und Nutztiere, deren Leben im Magen eines Wolfs endet, beschäftigen die Schweizer Politik bis hin zum Bundesrat. Es geht um Geld, die Schweizer Landwirtschaft und die Natur, die ihre eigenen Gesetze hat. Dass sich manche Schafe vielleicht sogar beim Wolf bedanken würden, sagt Naturfotograf Peter Dettling, der seit Jahrzehnten Wölfe beobachtet. Denn dank der Präsenz des Raubtiers würde heute vielen Schafherden wieder besser geschaut. ____________________ Um keine Folge zu verpassen, abonniere den Podcast «News Plus Hintergründe». Fragen und Feedback gerne via newsplus@srf.ch. ____________________ (00:00) Unter Schafen (01:32) Intro (03:22) Peter Dettling über Wolfsdiskussionen (05:48) Vorsicht vor dem Herdenschutzhund (06:42) Besuch bei Berufsschäfer Michael Baggenstoss (10:10) Ein totes Schaf bedeutet Verlust (11:49) Wieviel kostet Herdenschutz? (13:08) Schaf vs. Wolf: Zahlen und Fakten (15:30) Wölfe auf der Jagd (24:54) So werden Wolfsrisse entschädigt (27:12) Würden Schafe den Wolf wählen? (31:16) Impressum ____________________ In dieser Episode zu hören: - Peter Dettling, Naturfotograf, Filmemacher und Buchautor aus Sedrun GR - Michael Baggenstos, Schäfer und ehemaliger Präsident der Schweizer Berufsschäferinnen und -schäfer - Heinrich Haller, Zoologe, Buchautor, ehemaliger Direktor des Schweizerischen Nationalparks ____________________ Team: - Host: Isabelle Maissen - Recherche und Produktion: Matthias Baumer (SRF Inlandredaktion), Isabelle Maissen, Céline Raval - Sounddesign und Titelmusik: Michael Studer ____________________ Das ist «News Plus Hintergründe»: Aufwändig recherchierte Geschichten, die in der Schweiz zu reden geben.
Mon, 15 Sep 2025 - 123 - Guter Böser Wolf (1/4): Auge in Auge
Rund 300 Wölfe leben in der Schweiz und manche von ihnen kommen uns nahe. Ein Fotograf und eine Landwirtin über ihre freiwilligen und unfreiwilligen Begegnungen mit freilebenden Wölfen. Zwei Aufeinandertreffen, die viel auslösen: Von Faszination und Angst, bis hin zu Drohbriefen. Während Naturfotograf Peter Dettling die Begegnung mit dem Raubtier sucht, erlebt Landwirtin Helen Rhyner einen Schreckmoment. Mitten am Tag nähern sich ihrem kleinen Sohn zwei Wölfe. Der Vorfall hat ungeahnte Folgen. Über kein Tier wird in der Schweiz wohl emotionaler diskutiert als über den Wolf. Kein Tier ist politischer. Die Bevölkerung und die Politik bis hin zum Bundesrat schwanken zwischen Wolfsschutz und Wolfsabschuss. Das Raubtier spaltet das Land. Woher kommt das? Und wer profitiert davon, wie wird die Debatte um den Wolf politisch gesteuert und befeuert? ____________________ Verpasse keine Folge und abonniere den Podcast «News Plus Hintergründe». Fragen und Feedback via newsplus@srf.ch ____________________ (00:00) Eine unfreiwillige Begegnung mit dem Wolf (03:55) Mit Peter Dettling den Wölfen auf der Spur (08:49) Verschwunden und wieder zurückgekehrt (15:00) Comeback der Wölfe: Das Calanda-Rudel (16:56) Familie Rhyner: Die Wolfsbegegnung von Elm (23:05) Der Elmer Wolf wird zum Abschuss freigegeben (25:48) Helen Rhyner erhält Drohbriefe und anonyme Anrufe (28:37) Angriffe von Wölfen auf Menschen (33:26) Widerstand und emotionale Politdebatten (37:41) Wenn der Wolf zum Gejagten wird ____________________ In dieser Episode zu hören: - Peter Dettling, Naturfotograf, Filmemacher und Buchautor aus Sedrun GR - Helen Rhyner-Luchsinger, Landwirtin und Barbetreiberin aus Elm GL - Dr. Christoph Jäggi, Leiter Abteilung für Jagd und Fischerei, Kanton Glarus ____________________ Team: - Host: Isabelle Maissen - Recherche und Produktion: Matthias Baumer (SRF Inlandredaktion), Isabelle Maissen, Céline Raval - Titelmusik und Sounddesign: Michael Studer ____________________ Das ist «News Plus Hintergründe»: Aufwändig recherchierte Geschichten, die in der Schweiz zu reden geben.
Mon, 08 Sep 2025 - 122 - Die Spritze (4/4): Und jetzt?
Was bleibt vom Hype um die Abnehmspritze? Schon heute beeinflusst sie Entwicklungen in der Medizin und in der Gesellschaft und verändert Wirtschaftsbranchen. Doch die Entdeckung der GLP1-Wirkstoffe ist erst der Anfang. «Wir reden hier über einen Markt, der bis 2030 wahrscheinlich 100 Milliarden gross ist», sagt beispielsweise Roche-Chef Thomas Schinecker. Geforscht wird etwa an neuen Wirkstoffen, an Tabletten und an der Behandlung von Suchtkrankheiten mit GLP1-Medikamenten. Der Hype um die Abnehmspritze zeigt aber auch, wie wichtig es ist, über Adipositas, Übergewicht und damit verbundene Stigmata und mögliche Behandlungen aufzuklären. Sonst könnten sich Stigmata gegenüber stark übergewichtigen Menschen verlagern, befürchtet man bei der Allianz Adipositas. ____________________ Abonniere den Podcast «News Plus Hintergründe», um keine Folge zu verpassen. Fragen und Feedback nehmen wir gern via newsplus@srf.ch entgegen. ____________________ (00:00) Intro: Barbara, was ist dein Ziel? (02:54) Adipositas: Betroffene, Stigmata und Ungleichheiten (05:42) Abnehmspritze könnte Stigmatisierung verschärfen (09:11) Wird die Krankenkasse weiterhin bezahlen? (11:09) Wirtschaftliche Folgen: Wenn die Patente auslaufen (13:26) Vom Pieks zur Pille (15:17) Neue Forschung: Behandlung von Suchterkrankungen (17:33) Wie die Medikamente andere Branchen verändern... (20:40) ...und Kriminelle anlocken (22:12) Und doch sind wir erst am Start der Entwicklung (25:16) Barbaras Weg (27:40) Impressum ____________________ In dieser Episode zu hören: - Barbara aus Winterthur (50) - Gabriela Fontana, Geschäftsführerin Dachverband Allianz Adipositas - Philipp Gerber, leitender Arzt am Universitätsspital Zürich, Klinik für Endokrinologie, Diabetologie und Klinische Ernährung - Gabriela Giacometti, Sprecherin des Bundesamts für Gesundheit BAG ____________________ Team: - Host: Raphaël Günther - Recherche und Produktion: Lucia Theiler (SRF Wirtschaftsredaktion), Raphaël Günther, Noëmi Ackermann (SRF Inlandredaktion), Céline Raval - Titelmusik und Sounddesign: Michael Studer ____________________ Das ist «News Plus Hintergründe»: Aufwändig recherchierte Geschichten, die in der Schweiz zu reden geben. Brisante und vertiefte Recherchen aus den Bereichen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.
Wed, 25 Jun 2025 - 121 - Die Spritze (3/4): Der Preis
Wir alle bezahlen mit, wenn stark übergewichtige Menschen die Abnehmspritze erhalten. In der Schweiz übernimmt unter gewissen Bedingungen die Krankenkasse. «Wegovy» ist ein Kostentreiber. Was heisst das für unser Gesundheitssystem? Francesca hat die Spritze selbst bezahlt - und sie nicht vertragen. Es geht (einmal mehr) um jede Menge Geld. Der Krankenkassenverband Prioswiss lässt durchblicken, dass die jährlichen Kosten, welche die Abnehmspritze verursacht, bis zu 300 Millionen Franken betragen könnten. Zu beachten sei ausserdem, dass viele Betroffene das Medikament vermutlich auf sehr lange Dauer nehmen müssten, damit sie ihr Gewicht halten können. Francesca* hat keine guten Erfahrungen mit der Spritze zum Abnehmen gemacht. Die Nebenwirkungen machten ihr so sehr zu schaffen, dass sie die Medikamente schliesslich absetzen musste. Im Frühling hat sich Francesca nun einer Magen-Bypass-Operation unterzogen. ____________________ Abonniere den Podcast «News Plus Hintergründe», um keine Folge zu verpassen. Fragen und Feedback via newsplus@srf.ch ____________________ (00:00) Intro (02:19) Ein Medikament für den Rest des Lebens? (03:24) Voraussetzungen für eine Kostenübernahme (05:05) Krankenkassenverband erwartet hohe Kosten (08:06) Barbara: «Ungewiss, was in Zukunft passiert» (09:39) Die Gefahr des Jojo-Effekts (10:54) Soll die Allgemeinheit für Übergewicht bezahlen? (14:30) Frauen lassen sich die Spritze zum Abnehmen öfter verschreiben (16:14) Francescas Erfahrungen mit der Spritze (20:52) Nebenwirkungen von GLP1-Medikamenten (21:48) Francescas Alternative: Magen-Bypass (25:17) Selbstzahler:innen und der Vorwurf willkürlicher Preissetzungen (29:09) Ausblick und Impressum ____________________ In dieser Episode zu hören: - Barbara aus Winterthur (50) - Francesca (37) - Philipp Gerber, leitender Arzt am Universitätsspital Zürich, Klinik für Endokrinologie, Diabetologie und Klinische Ernährung - Anne Mette Wiis Vogelsang, General Managerin der Schweizer Niederlassung von Novo Nordisk - Adrien Kay, Leiter Kommunikation des Branchenverbands Schweizer Krankenversicherter prio.swiss ____________________ Zum Indikator des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums Obsan: https://www.versorgungsatlas.ch/indicator/_025 ____________________ Team: - Host: Raphaël Günther - Recherche und Produktion: Lucia Theiler (SRF Wirtschaftsredaktion), Raphaël Günther, Noëmi Ackermann (SRF Inlandredaktion), Céline Raval - Titelmusik und Sounddesign: Michael Studer ____________________ Das ist «News Plus Hintergründe»: Aufwändig recherchierte Geschichten, die in der Schweiz zu reden geben. Brisante und vertiefte Recherchen aus den Bereichen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.
Wed, 18 Jun 2025 - 120 - Die Spritze (2/4): Das Milliardengeschäft
Sie heissen Novo Nordisk und Eli Lilly – an diesen Pharmafirmen aus Dänemark und den USA kommt nicht vorbei, wer sich für die Abnehmspritze interessiert. Sie haben die Wirkstoffe in den Medikamenten entdeckt, erforscht und auf den Markt gebracht und sorgen damit weltweit für Aufsehen. Die beiden Unternehmen liefern sich mit ihren Spritzen «Wegovy», «Mounjaro» und Co. ein Kopf-an-Kopf-Rennen und investieren viel in Forschung und Innovation. Dabei fliesst auch viel Geld, unter anderem an die Medizin. Was ist erlaubt im Geschäft zwischen Big Pharma und der Medizin? Und wie transparent ist es? Während die Spritze zum Abnehmen am Markt an Fahrt aufnimmt, muss Barbara nach der Studie erstmal wieder ohne Medikament auskommen. Der Hype um die Abnehmspritze ärgert sie: «Es handelt sich um ein Medikament gegen Adipositas, kein Schönheitsmittelchen.» ____________________ Abonniere den Podcast «News Plus Hintergründe», um keine Folge zu verpassen. Fragen und Feedback nehmen wir gern via newsplus@srf.ch entgegen. ____________________ (00:00) Intro (02:34) So beginnt der Hype um Abnehmmedikamente (04:43) Der Hype kann aus medizinischer Sicht gefährlich werden (06:18) Der umstrittene Begriff «Abnehmspritze» (09:04) Der Ozempic-Song und das Werbeverbot in der Schweiz (11:39) So viel gibt Novo Nordisk für TV-Werbung in den USA aus (15:29) Vorwürfe gegen Novo Nordisk wegen «verdeckter Werbung» in Grossbritannien (17:55) Arzt Philipp Gerber zur Transparenzliste von Novo Nordisk (21:28) Dreiecksbeziehung Pharma, Medizin, Patientinnen (22:49) Die Zahlen zum Milliardengeschäft (25:38) Auch andere wollen mitverdienen: Ely Lilly (28:30) Der Wettlauf zwischen Ely Lilly und Novo Nordisk (29:55) Barbara nimmt ohne Spritze wieder zu (31:25) Impressum ____________________ In dieser Episode zu hören: - Barbara aus Winterthur (50) - Philipp Gerber, leitender Arzt am Universitätsspital Zürich, Klinik für Endokrinologie, Diabetologie und Klinische Ernährung - Anne Mette Wiis Vogelsang, General Managerin der Schweizer Niederlassung von Novo Nordisk - David Ricks, CEO Eli Lilly (Ausschnitt Podcast «In good Company») ____________________ Team: - Host: Raphaël Günther - Recherche und Produktion: Lucia Theiler (SRF Wirtschaftsredaktion), Raphaël Günther, Noëmi Ackermann (SRF Inlandredaktion), Céline Raval - Titelmusik und Sounddesign: Michael Studer ____________________ Das ist «News Plus Hintergründe»: Aufwändig recherchierte Geschichten, die in der Schweiz zu reden geben. Brisante und vertiefte Recherchen aus den Bereichen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.
Wed, 11 Jun 2025 - 119 - Die Spritze - zwischen Hype und Hoffnung (1/4): Der erste Shot
Elon Musk, Kim Kardashian, Oprah Winfrey... Hollywood-Stars schwärmen plötzlich von der sogenannten Abnehmspritze. Es gibt einen regelrechten Hype um ein rezeptpflichtiges Medikament. Doch dahinter steckt mehr: Die Geschichte eines Milliardengeschäfts, das sich um die Krankheit Adipositas dreht. Kaum ist das Diabetesmedikament «Ozempic» auf dem Markt, wird es auf Social Media als Schlankmacher angepriesen. Für Barbara* unverständlich. Sie war eine der Ersten in der Schweiz, die als Studienteilnehmerin schon vor Jahren das Medikament «Wegovy» genommen hat. Sie erzählt von ihren Erfahrungen und einer emotionalen Achterbahnfahrt. Was sind GLP 1-Medikamente? Wie wirken sie? Starkes Übergewicht betrifft Millionen von Menschen. Für Betroffene kann die Spritze zum Abnehmen eine Hilfe sein, wenn auch längst nicht für alle. Arzt Philipp Gerber vom Universitätsspital Zürich sagt: «Ein Hype um ein Medikament kann auch gefährlich werden.» Es sei wichtig, potenzielle Risiken und Nebenwirkungen zu kennen. ____________________ Abonniere den Podcast «News Plus Hintergründe», um keine Folge zu verpassen. Fragen und Feedback nehmen wir gern via newsplus@srf.ch entgegen. ____________________ (00:00) Intro (02:48) Besuch bei Barbara (07:38) Via Zeitungsinserat zur Studienteilnahme (09:07) GLP1 und Semaglutid - der Wirkstoff in der Spritze (11:30) Diabetesmedikament Ozempic und die Nachfolger Wegovy, Mounjaro und Co. (13:14) Arzt Philipp Gerber (UZH) über GLP1-Medikamente (15:54) Barbaras erster Shot (17:57) Das Unternehmen hinter der Spritze: Novo Nordisk (22:52) Die Erfindung des GLP1-Wirkstoffs (25:20) Wie wirken GLP1-Medikamente? (28:35) Nebenwirkungen und Langzeitfolgen (34:30) Ausblick und Impressum ____________________ In dieser Episode zu hören: - Barbara aus Winterthur (50) - Philipp Gerber, leitender Arzt am Universitätsspital Zürich, Klinik für Endokrinologie, Diabetologie und Klinische Ernährung - Anne Mette Wiis Vogelsang, General Managerin der Schweizer Niederlassung von Novo Nordisk ____________________ Team: - Host: Raphaël Günther - Recherche und Produktion: Lucia Theiler (SRF Wirtschaftsredaktion), Raphaël Günther, Noëmi Ackermann (SRF Inlandredaktion), Céline Raval - Titelmusik und Sounddesign: Michael Studer ____________________ Das ist «News Plus Hintergründe»: Aufwändig recherchierte Geschichten, die in der Schweiz zu reden geben. Brisante und vertiefte Recherchen aus den Bereichen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.
Wed, 04 Jun 2025 - 118 - Missbrauch in der Kirche: Vreni Peterers Weg zur Stimme der Opfer
Als Kind wird Vreni Peterer vom Pfarrer vergewaltigt. Erst Jahrzehnte später bricht sie ihr Schweigen. Sie wird zum Gesicht der Pilotstudie zu sexueller Gewalt in der römisch-katholischen Kirche, die über tausend Missbrauchsfälle belegt. Journalistin Helen Arnet trifft für «SRF Reporter» Vreni Peterer und viele weitere Menschen, die Opfer von sexueller Gewalt in der katholischen Kirche geworden sind. Teilweise können sie erst im hohen Alter über das Erlebte sprechen. Sie wünschen sich, dass anerkannt wird, was ihnen angetan wurde. Doch die Kirche tut sich schwer damit, sich zu wandeln. Es gibt Kräfte und Dynamiken, die einer Aufarbeitung bis heute entgegenwirken. Es geht um eine Vergewaltigung und einen Suizidversuch. Hilfsangebote für Betroffene und Angehörige: Die Dargebotene Hand 143, http://www.Seelsorge.net, http://www.reden-kann-retten.ch ____________________ Links zu den Sendungen von «SRF Reporter» von Helen Arnet: Teil 1 «Die Opfer des Herrn Pfarrer»: https://www.srf.ch/play/tv/sendung/reporter?id=18477e06-560d-4305-85f0-fd397d43ad1c Teil 2 «Das lange Schweigen der Opfer» (ab 7.5.2025) ____________________ Möchtet ihr zusätzlich zu unseren Serien mehr solche Einzelfolgen hören? Schreibt uns an newsplus@srf.ch Abonniert den Podcast «News Plus Hintergründe», um keine Folge zu verpassen. ____________________ (00:00) Ein alter Mann weint (01:37) Was SRF-Journalistin Helen Arnet zu ihrer Recherche bewegt hat (04:32) Die Geschichte von Vreni Peterer (09:33) Was ist spiritueller Missbrauch? (11:43) Peterers Erkenntnis und ihr Gang an die Öffentlichkeit (19:19) Kritik an Peterer und an der Missbrauchsstudie (22:55) Was wusste die Kirche über den Pfarrer? (25:23) Präventionsexperte: «Die Kirche muss zur lernenden Organisation werden» (32:07) Was sich Missbrauchsbetroffene wünschen (34:07) Impressum ____________________ In dieser Episode zu hören: - Vreni Peterer, Missbrauchsbetroffene und Präsidentin der IG-MikU - Niklaus Herzog, Theologe und Jurist, Swiss-cath.ch - Stefan Loppacher, Präventionsexperte, nationale Dienststelle «Missbrauch im kirchlichen Kontext» ____________________ Team: - Host: Reena Thelly - Recherche: Helen Arnet für SRF Reporter - Produktion: Céline Raval ____________________ Das ist «News Plus Hintergründe»: Der Podcast für aufwändig recherchierte Geschichten, die in der Schweiz zu reden geben.
Wed, 30 Apr 2025 - 117 - Die Cookiefalle (6): Verräterische Apps
Was wäre, wenn es eine Liste gäbe mit Apps, die besonders viele und genaue Standortdaten weitergeben? Surprise: Die Liste gibt es. Wir schauen sie uns an, denn wahrscheinlich haben die meisten von euch eine verräterische App installiert. Rund 40’000 Apps stehen auf der Liste, die SRF Data generiert hat, von Candy Crush bis Tinder. Die Recherche zeigt: Jede fünfte Gratis-App, die Schweizerinnen und Schweizer zur Zeit besonders oft herunterladen, gibt den Standort weiter - egal, ob iPhone oder Android. Anhand der Liste wird erstmals das Ausmass des Datenhandels erkennbar. Julian Schmidli von SRF Data und Raphaël Günther folgen der Spur der Daten und decken dabei einen Teil des Systems dahinter auf. Denn zum ersten Mal lässt sich auch eine Firma identifizieren, die mutmasslich Daten an Datenhandelsfirmen weitergibt und damit ganz am Anfang einer langen Kette steht. ____________________ Abonniert den Podcast «News Plus Hintergründe», um keine Folge zu verpassen. Schickt uns eure Fragen und Rückmeldungen sehr gern an newsplus@srf.ch ____________________ (00:00) Intro (03:56) Eine Liste mit 40'000 verräterischen Apps (06:42) Gratis Games: Von Block Blast bis Candy Crush (12:46) Verräterische Apps auf dem Smartphone von Andreas Geissbühler (16:28) Dürfen Apps Standortdaten mit Firmen teilen? (17:44) Flugtracking-App Flightradar24 (19:38) Oberster Schweizer Datenschützer EDÖB wird aktiv (22:56) Ein Brief aus Florida, der es in sich hat (23:59) Eskimi: Eine Firma aus Litauen als fehlendes Puzzleteil? (28:47) Fazit und Impressum ____________________ Link zur Anleitung gegen Tracking: https://srf.ch/tracking ____________________ In dieser Episode zu hören: - Andreas Geissbühler, Pensionär aus Walkringen - Florent Thouvenin, Professor für Informations- und Kommunikationsrecht an der Universität Zürich ____________________ Team: - Host: Raphaël Günther - Recherche: Julian Schmidli und Keto Schumacher von SRF Data, in Kollaboration mit Netzpolitik.org, dem Bayrischen Rundfunk, Wired und weiteren Medien. - Produktion: Céline Raval - Titelmusik und Sounddesign: Thomas Baumgartner ____________________ Das ist «News Plus Hintergründe»: Aufwändig recherchierte Geschichten, die in der Schweiz zu reden geben. Ob Datenkrimi, Wirtschaftsskandal oder Politthriller – hier gibt es die ganze Story.
Wed, 12 Mar 2025 - 116 - Die Cookiefalle (5): Ein historischer Hack
Anfang Jahr sind wir wohl knapp an einer regelrechten Datenschutz-Katastrophe vorbeigeschrammt. Eine Hacker-Gruppe hat eine grosse Datenanalysefirma aus den USA mit Milliarden gehackten Standortdaten erpresst. Was lehrt uns der Hack? Die Hacker drohten damit, 17 Terabyte Daten der Firma «Gravy Analytics» zu veröffentlichen - eine gigantische Menge. In einem russischen Forum wurde ein Teil aus dem gehackten Datensatz veröffentlicht, in dem auch Daten von rund 400 Geräten aus der Schweiz zu finden waren. SRF Data hat den Datensatz analysiert: Er zeigt nicht nur, was da alles gesammelt wird, sondern auch, wie schnell sensible Daten und Informationen in die falschen Hände geraten können. Um zu illustrieren, welche Gefahr von Standortdaten ausgehen kann, sprechen wir in dieser Folge auch mit der Leiterin des Frauenhauses St. Gallen. Für Frauenhäuser und gewaltbetroffene Frauen ist das Smartphone ein Sicherheitsrisiko. ____________________ Abonniert den Podcast «News Plus Hintergründe», um keine Folge zu verpassen. Schickt uns eure Fragen an newsplus@srf.ch ____________________ (00:00) Haarscharf an der Datenschutz-Katastrophe vorbei? (00:55) Intro (01:55) «Gravy Analytics»: Eine grosse Datenanalysefirma wird gehackt (08:21) Ivano Somaini: «Gehackte Daten sind gefundenes Fressen» (11:50) Schweizer Geräte im gehackten Datensatz (14:11) Was der Hack uns zeigt (16:09) Wir blicken ins Innere einer Datenanalysefirma (20:40) Filter und Schablonen: Vom Obdachlosenheim bis zum Frauenhaus (22:06) Standortdaten als Sicherheitsrisiko für Frauenhäuser (25:16) Daten und nationale Sicherheit: Folgen der Cookiefalle-Recherche (29:40) Ausblick auf Folge 6 & Impressum ____________________ In dieser Episode zu hören: - Ivano Somaini, Social Engineer beim Cybersicherheitsunternehmen Compass Security - Silvia Vetsch, Leiterin Frauenhaus St. Gallen ____________________ Team: - Host: Raphaël Günther - Recherche: Julian Schmidli von SRF Data - Produktion: Céline Raval - Titelmusik und Sounddesign: Thomas Baumgartner ____________________ Das ist «News Plus Hintergründe»: Aufwändig recherchierte Geschichten, die in der Schweiz zu reden geben. Ob Datenkrimi, Wirtschaftsskandal oder Politthriller – hier gibt es die ganze Story.
Wed, 05 Mar 2025 - 115 - Undercover als Security (5/5): Einsatz im Asylzentrum
Dieser Undercover-Einsatz hat es in sich: Journalistin Karin Wenger soll in einem Asylzentrum für Sicherheit sorgen. Es kommt zu Spannungen und schwierigen Situationen. In der letzten Folge von «Undercover als Security» zeigt sich, wie das Thema Sicherheit zu Macht- und Verteilkämpfen führt. Das Asylzentrum ist ein sensibler Ort, wo unterschiedlichste, teils traumatisierte Menschen aufeinandertreffen - und wo der Staat zuständig für die Sicherheit ist. Aber Kantone und Bund delegieren solche Aufgaben weitegehend an private Sicherheitsfirmen, auch weil den Behörden vielerorts das Budget für mehr Personal fehlt. Was können solche Auslagerungen für Folgen haben? Der letzte Undercover-Arbeitseinsatz im Asylzentrum sorgt für einige sprachlose Momente bei den Journalistinnen Karin Wenger und Maj-Britt Horlacher. Die Serie dokumentiert eine monatelange und teils verdeckte Recherche von SRF Investigativ. Zum Schutz von Personen wurden einige Original-Töne nachgesprochen oder verändert. Wir weisen an den entsprechenden Stellen darauf hin. ____________________ Abonniert den Podcast «News Plus Hintergründe», um keine Folge zu verpassen. Eure Inputs und Fragen gern an investigativ@srf.ch _____________________ (00:00) Dringend gesucht: Sicherheitspersonal im Asylzentrum (01:00) Intro (03:00) Rundgang im Asylzentrum Polizeikaserne in Zürich (07:33) Auslagerung staatlicher & kantonaler Aufgaben (09:40) Nationalrätin Priska Seiler-Graf ist kritisch (13:18) Schicht im Asylzentrum: Ein Einsatz mit Fragezeichen (21:36) Konfrontation der zuständigen Sicherheitsfirma (23:57) Das sagt die Zürcher Sicherheitsdirektion (29:17) Nationalrat Reto Nause über Verteilkämpfe in der Sicherheitsbranche (32:05) Politisches Hickhack um private Sicherheitsfirmen (34:42) Fazit & Impressum _____________________ In dieser Episode im Interview zu hören: - Reto Nause, Nationalrat «Die Mitte» und in der sicherheitspolitischen Kommission - Priska Seiler-Graf, SP-Nationalrätin und Präsidentin der sicherheitspolitischen Kommission - Roman Schuppli, Jurist ____________________ Team: - Host: Raphaël Günther - Recherche: Karin Wenger und Maj-Britt Horlacher - Produktion: Céline Raval und Nina Blaser - Titelmusik und Sounddesign: Thomas Baumgartner ____________________ Das ist «News Plus Hintergründe»: Aufwändig recherchierte Geschichten, die in der Schweiz zu reden geben. Investigative Recherchen und Deep Dives, vom Wirtschaftskrimi bis zum Politthriller.
Mon, 03 Feb 2025 - 114 - Undercover als Security (4/5): Gesetze der Nacht
Gefährliche Situationen und Gewalt sind an der Tagesordnung in DER Partymeile der Deutschschweiz, der Langstrasse. Hier treffen wir auf Männer, die seit Jahren in der Sicherheitsbranche unterwegs sind, auf Türsteher mit Muckis, Narben und dickem Fell - und räumen mit ein paar Vorurteilen auf. Journalistin Karin Wenger merkt, dass es gerade in der Nacht leicht zu Grenzüberschreitungen kommen kann - sei es im Ausgangsviertel oder auf dem nächtlichen Revierdienst. In dieser Folge geht es um soziale Skills von Türstehern, um Messer- und Prügelattacken im Nachtleben und um Klischees. Und es geht in gespenstisch stille Bürogebäude. Karin Wenger und Maj-Britt Horlacher wird klar: Es kann echt gefährlich werden für Sicherheitsleute und je nachdem auch für deren Gegenüber. Die Serie dokumentiert eine monatelange und teils verdeckte Recherche von SRF Investigativ. Zum Schutz von Personen wurden einige Original-Töne nachgesprochen oder verändert. Wir weisen an den entsprechenden Stellen darauf hin. ____________________ Abonniert den Podcast «News Plus Hintergründe», um keine Folge zu verpassen. Eure Inputs und Fragen gern an investigativ@srf.ch ___________________ (00:00) An der Langstrasse unterwegs (02:13) Intro (03:12) Kein Türsteher-Job für Karin (05:50) Tour durch Zürichs Clubs mit Sicherheitsmann Reto (10:08) Vom Türsteher verprügelt und lebensgefährlich verletzt (15:30) Clubtour: Im Club Mäx bei Rafael (22:12) Clubtour: Treffen mit Türsteherlegende Frank (26:41) Clubtour: Reto erzählt von einem Messerangriff (27:44) Die Story von Janick: Türsteher als Opfer von Gewalt (29:41) Eine stille Nacht: Revierdienst undercover (33:33) Bilanz nach zwei langen Nächten (35:45) Ausblick auf Folge 5 & Impressum ____________________ In dieser Episode zu hören: - Reto Spiess, seit 16 Jahren in der Sicherheitsbranche tätig - Roman* - Rafael*, Türsteher beim Club Mäx - Cheikh Diba «Frank», Türsteher beim TAOs Club und in der Piranha Bar - Janick Zahnder *Nachnamen der Redaktion bekannt ____________________ Team: - Host: Raphaël Günther - Recherche: Karin Wenger und Maj-Britt Horlacher - Produktion: Céline Raval und Nina Blaser - Titelmusik und Sounddesign: Thomas Baumgartner ____________________ Das ist «News Plus Hintergründe»: Aufwändig recherchierte Geschichten, die in der Schweiz zu reden geben. Investigative Recherchen und Deep Dives, vom Wirtschaftskrimi bis zum Politthriller.
Mon, 27 Jan 2025 - 113 - Undercover als Security (3/5): Auf Glatteis
Einsatz am Grossevent für Undercover-Sicherheitsfrau Karin Wenger: Sie steht an einem NLA-Eishockeyspiel am Eingang und schaut in Rucksäcke und Taschen der Sportfans. Ein Einsatz mit unerwarteten Wendungen und Tücken, der eine heiss diskutierte Frage aufwirft: Was heisst eigentlich «Sicherheit»? Zuerst droht die Undercover-Tarnung aufzufliegen, dann passiert Karin Wenger ein nicht ungefährlicher Faux-Pas beim Einsatz im Eishockeystadion des EHC Kloten mit tausenden Zuschauerinnen und Zuschauern. In der Folge wird deutlich, dass Sicherheit nicht nur eine rechtliche Auslegungssache sein kann, sondern auch eine Frage des Geldes. Die Serie gibt tiefe Einblicke in die private Sicherheitsbranche und zeigt, wie manche private Sicherheitsfirmen arbeiten und Personal rekrutieren. Sie dokumentiert eine monatelange, teils verdeckte Recherche von SRF Investigativ. Zum Schutz von Personen wurden einige Original-Töne nachgesprochen oder verändert. Wir weisen an den entsprechenden Stellen darauf hin. ____________________ Abonniert den Podcast «News Plus Hintergründe», um keine Folge zu verpassen. Eure Inputs und Fragen gern an investigativ@srf.ch ____________________ (00:00) Nicht in die Tasche greifen! (01:00) Intro (03:23) Schreckmoment für Undercover-Journalistin Wenger (05:20) Info-Abend und Anmeldung für den Einsatz (09:30) Einsatz im Eishockeystadion (13:35) Gespräch mit Fabian Frauenfelder vom EHC Kloten (16:10) Staff vs. Sicherheitsdienst (19:05) Gretchenfrage: Was heisst «Sicherheitsaufgabe»? (21:12) Nutzt der EHC Kloten einen Graubereich aus? (22:54) Pyrovorfall in Ambri (24:07) Ausblick auf Folge 4 & Impressum ____________________ In dieser Episode im Interview zu hören: - Fabian Frauenfelder, COO der EHC Kloten Sport AG und Geschäftsführer der SIG Security GmbH ____________________ Team: - Host: Raphaël Günther - Recherche: Karin Wenger und Maj-Britt Horlacher - Produktion: Céline Raval und Nina Blaser - Titelmusik und Sounddesign: Thomas Baumgartner ____________________ Das ist «News Plus Hintergründe»: Aufwändig recherchierte Geschichten, die in der Schweiz zu reden geben. Investigative Recherchen und Deep Dives, vom Wirtschaftskrimi bis zum Politthriller.
Mon, 06 Jan 2025 - 112 - Undercover als Security 2/5: Der Parkhaus-Job
Gewalt und Unsicherheit sind Alltag für viele Sicherheitsleute wie Maria*. Die langjährige Wachfrau erzählt, wie Securities teilweise unvorbereitet und ohne Ausrüstung losgeschickt würden. Journalistin Karin Wenger steht derweil der erste Undercover-Einsatz bevor. Karin Wenger und Maj-Britt Horlacher von SRF Investigativ wollen sich von der wachsenden Branche ein Bild machen und angeblichen Missständen nachgehen. Die Sicherheitsbranche hat mit Lohnverfehlungen, Dumping und Wildwuchs zu kämpfen – dies kann man Berichten von Experten, Insiderinnen und Kontrollbehörden über private Sicherheitsfirmen in der Schweiz entnehmen. Die Serie dokumentiert eine monatelange und teils verdeckte Recherche. Zum Schutz von Personen wurden einige Original-Töne nachgesprochen oder verändert. Wir weisen an den entsprechenden Stellen darauf hin. *Name geändert ____________________ Abonniert den Podcast «News Plus Hintergründe», um keine Folge zu verpassen. Eure Inputs und Fragen gern an investigativ@srf.ch ____________________ (00:00) Sicherheitsfrau Maria* (01:20) Intro (02:55) Ein Job im Parkhaus Urania in Zürich (04:07) SRF-Journalistin Karin Wenger bereitet sich vor (09:09) Einsatz im Parkhaus: Leuchtwesten, Funk und Porsches (16:35) Konfrontation der zuständigen Sicherheitsfirma (18:22) Maria* über Missstände in der Sicherheitsbranche (25:40) Pako-Bericht: Verstösse gegen Lohnbestimmungen (28:34) Treffen mit VSSU-Direktor Pascal Cattilaz (32:57) Ausblick auf Folge 3 & Impressum ____________________ In dieser Folge im Interview zu hören: - Maria*, langjährige Sicherheitsangestellte (Name geändert) - Pascal Cattilaz, Direktor VSSU (Verband Schweizerischer Sicherheitsdienstleistungsunternehmer) ___________________ Team: - Host: Raphaël Günther - Recherche: Karin Wenger und Maj-Britt Horlacher - Produktion: Céline Raval und Nina Blaser - Titelmusik und Sounddesign: Thomas Baumgartner ____________________ Das ist «News Plus Hintergründe»: Aufwändig recherchierte Geschichten, die in der Schweiz zu reden geben. Investigativjournalismus und Deep Dives, vom Wirtschaftskrimi bis zum Politthriller.
Mon, 06 Jan 2025 - 111 - Undercover als Security 1/5: Der lausige Lebenslauf
Sicherheitsrisiko Security? Journalistin Karin Wenger begibt sich auf eine abenteuerliche Recherche in der privaten Sicherheitsbranche. Sie bewirbt sie sich undercover als Wachfrau, um allfälligen Missständen nachzugehen - und erhält tiefe Einblicke in eine Branche, in der viel im Argen liegt. Die SRF-Journalistin bewirbt sich als Security bei 90 privaten Sicherheitsfirmen im Kanton Zürich und steht plötzlich als Wachfrau im Parkhaus, im Eishockeystadion und im Asylzentrum. Sie wird teils unvorbereitet in Einsätze geschickt und trifft auf Sicherheitsleute, die von Gewalt und schlechten Arbeitsbedingungen erzählen. Die Recherche macht sie und ihre Kollegin Maj-Britt Horlacher auf Missstände im privaten Sicherheitsdienst aufmerksam. Es stellt sich die Frage: Was macht das mit der Sicherheit von uns allen? Rund 24'000 Sicherheitsleute stehen in der Schweiz im Einsatz, Tendenz steigend. Doch die Branche kämpft mit Preisdumping, Wildwuchs und Gesetzesverstössen. Die Serie dokumentiert eine monatelange, teils verdeckte Recherche von SRF Investigativ. Zum Schutz von Personen wurden einige Original-Töne nachgesprochen oder verändert. Wir weisen an den entsprechenden Stellen darauf hin. ____________________ Abonniert den Podcast «News Plus Hintergründe», um keine Folge zu verpassen. Eure Inputs und Fragen gern an investigativ@srf.ch ____________________ (00:00) Messerangriff in der Partymeile (01:41) Intro (04:45) Schreiben der Zürcher Sicherheitsdirektion wirft Fragen auf (09:59) Erste Einblicke im Security-Grundkurs (16:17) Die Undercover-Recherche beginnt (22:26) Zahlen & Fakten zur Schweizer Sicherheitsbranche (24:25) Woran müssen sich private Sicherheitsfirmen halten? (28:10) Bewerbungsgespräche Undercover (36:02) …und dann: Ein Jobangebot! (36:26) Ausblick auf Folge 2 & Impressum ____________________ In dieser Episode im Interview zu hören: - Andy Taubert, Brilliant Personal Security Academy - Luca Beano, Brilliant Personal Security Academy - Roman Schuppli, Jurist - Reto Spiess, Sicherheitsmann ____________________ Team: - Host: Raphaël Günther - Recherche: Karin Wenger und Maj-Britt Horlacher - Produktion: Céline Raval und Nina Blaser - Titelmusik und Sounddesign: Thomas Baumgartner ____________________ Das ist «News Plus Hintergründe»: Aufwändig recherchierte Geschichten, die in der Schweiz zu reden geben. Investigative Recherchen und Deep Dives, vom Wirtschaftskrimi bis zum Politthriller.
Mon, 06 Jan 2025 - 110 - Die Cookiefalle: Eure Fragen zur Podcastserie (Bonus)
Werde ich sogar im Flugmodus getrackt? Hört mein Smartphone mich ab? Und sind Tracking und die Datensammelei eigentlich auch Thema in der Politik? Diese und viele weitere Fragen habt ihr uns geschickt. Hier kommen die Antworten. SRF-Datenjournalist Julian Schmidli und Podcasthost Raphaël Günther knöpfen sich im Q&A eure Fragen vor. ____________________ Abonniert den Podcast «News Plus Hintergründe», um keine Folge zu verpassen. Ihr erreicht uns via newsplus@srf.ch ____________________ (00:00) Euer Feedback und eure Fragen (04:35) Themenblock 1: Legalität (11:46) Themenblock 2: Spuren verwischen (18:48) iPhone vs. Android (20:45) Hört mich mein Handy ab? (23:22) Impressum ____________________ Links: - Anleitung gegen Tracking: https://www.srf.ch/news/schweiz/anleitung-gegen-tracking-drei-einfache-schritte-um-ihre-handy-daten-zu-schuetzen - Expertenchat zu Cookies und Datenschutz: https://www.srf.ch/radio-srf-1/cookie-falle-und-datenschutz-alles-ablehnen-ist-nicht-immer-moeglich-was-dann ____________________ Team: - Host: Raphaël Günther - Recherche: Julian Schmidli - Produktion: Céline Raval - Titelmusik: Thomas Baumgartner ____________________ Das ist «News Plus Hintergründe»: Aufwändig recherchierte Geschichten, die in der Schweiz zu reden geben. Ob Datenkrimi, Wrtschaftsskandal oder Politthriller – hier gibt es die ganze Story.
Mon, 11 Nov 2024 - 109 - Die Cookiefalle 4/4: Der Geheimdienst trackt mit
Landen deine Daten beim Geheimdienst? Ausgeschlossen ist es nicht, dass Daten, die wir mit Cookies hinterlassen von Geheimdiensten genutzt werden. Auch sie können so von den Daten profitieren, die für Werbezwecke gesammelt werden. Wie genau? Und was können wir tun, um unsere Daten zu schützen? Der US-amerikanische Journalist Byron Tau deckt mit seinen Recherchen auf, wie unsere Daten zu den Geheimdiensten kommen. Gefüttert wird der Überwachungsapparat durch Standortdaten, welche Webseiten und Apps mit Werbefirmen teilen. So habe etwa das US-Verteidigungsministerium Daten von Wetter-Apps gekauft und Menschen damit überwacht. Dubiose Firmen spielen dabei eine zentrale Rolle. Sie liefern nicht nur Daten an Geheimdienste, sondern auch an kriminelle Organisationen. Die Geschichte von Uber Media ist besonders eindrücklich: Dem Unternehmen soll es unter Anderem gelungen sein, den russischen Präsidenten Vladimir Putin zu tracken. Die Spuren von Uber Media führen auch in die Schweiz. Was tun? Dazu forscht Verena Zimmermann von der ETH Zürich - sie und Julian Schmidli von SRF Data geben Tipps, wie wir unsere Daten besser schützen können. ____________________ Abonniert den Podcast «News Plus Hintergründe», um keine Folge zu verpassen. Schickt uns eure Fragen an newsplus@srf.ch ____________________ (00:00) Intro: Hat Julian den Geheimdienst getrackt? (01:46) Ein sehr kurzes Telefonat (05:22) Byron Tau über seine Recherche: Wie Geheimdienste an Daten aus der Werbendustrie kommen - und was sie damit tun (06:41) Die Geschichte von Uber Media (12:13) So wurde Vladimir Putin getrackt (18:00) Wurden Daten aus der Schweiz an Geheimdienste verkauft? (21:10) Wie du deine Daten besser schützen kannst (23:30) Gespräch mit ETH-Expertin Verena Zimmermann (27:17) Schluss und Impressum ____________________ In dieser Episode zu hören: - Byron Tau, US-amerikanischer Journalist und Autor des Buchs «Means of Control» (2024, Random House N.Y.) - Verena Zimmermann, Assistenzprofessorin für menschzentrierte Cybersicherheitsforschung an der ETH Zürich ____________________ Links: http://www.srf.ch/data ____________________ Team: - Host: Raphaël Günther - Recherche: Julian Schmidli und Keto Schumacher von SRF Data - Produktion: Céline Raval und Silvan Zemp - Titelmusik und Sounddesign: Thomas Baumgartner ____________________ Das ist «News Plus Hintergründe» Aufwändig recherchierte Geschichten, die in der Schweiz zu reden geben. Ob Datenkrimi, Wirtschaftsskandal oder Politthriller – hier gibt es die ganze Story.
Mon, 28 Oct 2024 - 108 - Die Cookiefalle 3/4: Post von der Hexe
Selbst die Vorsichtigsten kann es treffen: SRF-Datenjournalist Julian Schmidli tappt in die Cookiefalle. Er ist Teil eines Experiments mit Datentracking geworden, bei dem auch die Post eine Rolle spielt. Und es kommt die Frage auf, ob das ganze Datensammeln komplett aus dem Ruder gelaufen ist? Nicht nur das Cookie-Experiment, das Julian erlebt hat, lässt zumindest Zweifel daran aufkommen, ob die vermeintlich magische Maschinerie mit der Echtzeitversteigerung von Daten, der personalisierten Werbung und Tracking-Technologien wirklich das bringt, was sich die Werbeindustrie davon erhofft. Werbeexperte Michael Maurantonio jedenfalls ist überzeugt: «Man müsste die Notbremse ziehen.» Ganz so extrem sieht es Martin Radelfinger, IAB-Präsident und Sprachrohr der Schweizer Werbebranche nicht. Aber auch er gibt zu: «Man ist mit dem wahllosen Sammeln von Daten überbordet.» Host Raphaël Günther und Datenjournalist Julian Schmidli bahnen sich einen Weg durch das Dickicht des Daten-Dschungels. Neue Folgen jeweils Montags, auf srf.ch/audio exklusiv schon vorher. ____________________ Abonniert den Podcast «News Plus Hintergründe», um keine Folge zu verpassen. Schickt uns eure Fragen an newsplus@srf.ch ____________________ (00:00) Intro: Von einer Hexe verfolgt (02:44) Post von der Hexe im Briefkasten (04:24) Was hat die Post mit der «magischen» Werbeaktion zu tun? (06:32) Cookie-Syncing - das steckt dahinter (08:05) Anonym ist nicht gleich anonym (09:40) Was hat die Hexen-Werbeaktion gebracht? (12:53) Werbebetrug und was das mit uns als Gesellschaft zu tun hat (17:46) Braucht es einen System-Neustart? (18:40) Martin Radelfinger über personalisierte Werbung in der Schweiz - einer der wichtigsten Branchenvertreter gibt sich selbstkritisch (24:56) Ausblick auf Folge 4 & Impressum ____________________ In dieser Episode zu hören: - Nico Ebert, Professor für Wirtschaftsinformatik, ZHAW - Michael Maurantonio, Werbeberater - Martin Radelfinger, Präsident des Internationalen Branchenverbands IAB in der Schweiz ____________________ Team: - Host: Raphaël Günther - Recherche: Julian Schmidli und Keto Schumacher - Produktion: Céline Raval und Silvan Zemp - Titelmusik und Sounddesign: Thomas Baumgartner ____________________ Das ist «News Plus Hintergründe» Aufwändig recherchierte Geschichten, die in der Schweiz zu reden geben. Ob Datenkrimi, Wirtschaftsskandal oder Politthriller – hier gibt es die ganze Story.
Mon, 21 Oct 2024 - 107 - Die Cookiefalle 2/4: Standortdaten for sale
Kaum eine Info verrät so viel über uns wie der Standort. Datenjournalist Julian erhält ohne viel Aufwand Bewegungsdaten von 1.3 Millionen Schweizer Smartphones. Damit kann er verschiedenste Personen tracken, von Alpnach bis Zürich, von der Pensionärin bis zum Armeeangehörigen. Wie ist das möglich? «Standortdaten von Schweizer Handys? Kriegt man nicht.» Das sagten Datenschutzcracks gegenüber Datenjournalist Julian Schmidli zu Beginn seiner Recherche. SRF Data beweist das Gegenteil: Bewegungsprofile von Millionen von Schweizer Geräten stehen im Internet zum Verkauf - ein riesiger Schattenmarkt. Mit diesen Daten lassen sich beliebige Leute tracken. So findet Julian Schmidli anhand der Standortdaten von Pia Kiefer-Vogel aus Alpnach deren Frauenarzt, den Coiffeur und er kann sie auf dem Weg in die Ferien verfolgen. Ist das wirklich nur möglich, weil Pia auf «alles akzeptieren» gedrückt hat? Ist die Weitergabe dieser Daten legal? Und: Was können wir unternehmen, damit unsere Standortdaten safe sind? In der vierteiligen Serie blicken Raphaël Günther und Julian Schmidli in den Abgrund der Datenindustrie. Die nächste Folge gibts jeweils am Montag, auf srf.ch/audio sogar schon etwas früher. ____________________ Abonniert den Podcast «News Plus Hintergründe», um keine Folge zu verpassen. Schickt uns eure Fragen an newsplus@srf.ch ____________________ (00:00) Intro (02:43) Die Standort-Schnitzeljagd mit Pia Kiefer-Vogel (09:54) Millionen rote Punkte: Die Recherche von SRF Data zu Standortdaten aus der Schweiz (15:20) Schweizer Smartphones tracken: Beispiele und Stories (22:00) Sicherheitslücken durch Standortdaten? (24:24) Wie es passieren kann, dass unsere Standortdaten zum Verkauf stehen (29:02) Verdächtige Apps: Life360 und gewisse Wetter-Apps (32:27) Das könnt ihr tun, um Standort-Leaks zu vermeiden (34:22) Ausblick auf Folge 3 & Impressum ____________________ In dieser Episode zu hören: - Pia Kiefer-Vogel aus Alpnach - Walter Wetter aus der Ostschweiz - Nico Ebert, Cybersecurity-Experte und Professor für Wirtschaftsinformatik an der ZHAW School of Management and Law ____________________ Links: Anleitung gegen Tracking: https://www.srf.ch/news/schweiz/anleitung-gegen-tracking-drei-einfache-schritte-um-ihre-handy-daten-zu-schuetzen ____________________ Team: - Host: Raphaël Günther - Recherche: Julian Schmidli und Keto Schumacher - Produktion: Céline Raval und Silvan Zemp - Titelmusik und Sounddesign: Thomas Baumgartner ____________________ Das ist «News Plus Hintergründe»: Aufwändig recherchierte Geschichten, die in der Schweiz zu reden geben. Ob Datenkrimi, Wirtschaftsskandal oder Politthriller – hier gibt es die ganze Story.
Mon, 14 Oct 2024 - 106 - Die Cookiefalle 1/4: Der Pakt mit dem Werbeteufel
Was passiert mit unseren Daten, wenn wir «Alles akzeptieren» drücken? Hunderte Firmen lesen mit, wenn wir im Internet surfen und Apps nutzen. Sie legen Profile an, über jede und jeden von uns. Wo diese Daten landen, weiss niemand - weil es kaum überprüft wird. Innert Millisekunden passiert es, wenn wir eine Webseite oder eine App öffnen: Unsere Daten werden auf einem riesigen Digital-Markt versteigert. Die Werbewirtschaft verspricht sich davon, uns persönlich zugeschnittene Werbung zeigen zu können. Dafür werden wir in Kategorien eingeteilt, durch sogenanntes «Profiling». Eine geleakte Liste gibt Aufschluss über mögliche Kategorien: Mütter, die wie verrückt shoppen, fragile Senioren, Menschen mit Depressionen oder Geldproblemen. Es gibt zig tausende Schubladen, in die wir anhand unserer Daten gesteckt werden können. Was mit unseren Daten noch so alles passieren kann, weiss niemand genau. Möglicherweise werden sie auch an Kriminelle verkauft. Und das nur, weil wir «alles aktiviert» haben. Was mit einer einfachen Frage beginnt, führt Host Raphaël Günther und Datenjournalist Julian Schmidli tief in das Dickicht des Daten-Dschungels. Ab 7. Oktober 2024, neue Folgen jeweils montags. ____________________ Abonniert den Podcast «News Plus Hintergründe», um keine Folge zu verpassen. Schickt uns eure Fragen an newsplus@srf.ch ____________________ (00:00) Heute schon alles akzeptiert? Intro (02:33) Ein Vertrag mit 9000 Seiten (05:12) Wozu gibts überhaupt Cookie-Banner? (06:44) Die toxische Beziehung mit der Werbeindustrie (08:22) Was geschieht beim Profiling? (10:55) Cookies speichern unser Surfverhalten (11:46) Was beim «Real Time Bidding» passiert (14:28) Der feuchte Traum der Werbeindustrie (18:57) Die geleakte Xandr-Liste (20:03) Ist das alles «Bschiss»? (23:22) Der Epsilon-Betrugsskandal, der leider nicht der einzige ist (28:35) Ausblick auf Folge 2 & Impressum ____________________ In dieser Episode zu hören: - Michael Maurantonio, Werbeberater ____________________ Team: - Host: Raphaël Günther - Recherche: Julian Schmidli und Pascal Albisser - Produktion: Céline Raval und Silvan Zemp - Titelmusik und Sounddesign: Thomas Baumgartner ____________________ Das ist «News Plus Hintergründe»: Aufwändig recherchierte Geschichten, die in der Schweiz zu reden geben. Ob Datenkrimi, Wrtschaftsskandal oder Politthriller – hier gibt es die ganze Story.
Mon, 07 Oct 2024 - 105 - Das Birthkeeper System (4/4): Die Frage der Verantwortung
Sie bezeichnet Allein- oder Freigeburten als «Akt des zivilen Ungehorsams» und bildet Birthkeeperinnen aus. Antonia Unger polarisiert. Manche Frauen legen für sie die Hand ins Feuer, andere bezeichnen sie als Sektenguru. Wer ist die Frau, die mit Alleingeburten Geld verdient? In dieser Folge erzählt Antonia Unger, warum sie auf Social Media teils provozierende Aussagen macht und wie sie zur Frage der Verantwortung steht. Wie sehr werden Frauen und deren Entscheidungen von der Freebirth-Bewegung beeinflusst? Ausserdem meldet sich die Schweizerin Sue Strack, die zu Beginn der Serie von ihrer geplanten Alleingeburt in Guatemala erzählt hat. Seit der Geburt ihrer Tochter sind einige Wochen vergangen. Verlief sie so, wie die Freebirtherin sich das erhofft hat? __ Empfehlt «News Plus Hintergründe» gerne weiter! Ihr erreicht uns via newsplus@srf.ch __ (00:00) Triggerwarnung (00:18) Antonia Unger (01:37) Intro (03:05) Wer ist die Frau, die Birthkeeperinnen ausbildet? (09:41) Antonia Unger über Spitalgeburten, Risiken, Geld, Verantwortung und ihr Auftreten auf Social Media (22:39) Charlotte Kings Recherche über vermeidbare Todesfälle im Zusammenhang mit Alleingeburten (26:40) Hebamme Barbara Stocker: Brenzlige Situationen auch in der Schweiz (27:54) Das Baby von Freebirtherin Sue Strack ist da (31:19) Was von der Recherche bleibt (34:38) Impressum __ Gesprächspartnerinnen: - Antonia Unger - Charlotte King, Journalistin ABC - Sue Strack __ Gern empfehlen wir die neue REC-Reportage von Viktoria Kuttenberger. Die SRF-Reporterin spricht mit Frauen, die von Gewalt unter der Geburt erzählen. Wie weiter nach solch einer Erfahrung? https://www.srf.ch/play/tv/sendung/rec-?id=187d27f8-1cb8-4afa-8b88-1524c6bef530 __ Team: Vanessa Ledergerber (Host), Céline Raval, Lea Saager, Thomas Baumgartner (Titelmusik und Sounddesign)
Mon, 15 Jul 2024 - 104 - Das Birthkeeper System 3/4: Eine Hebamme am Rande des Systems
In der Schweizer Freebirth-Community ist sie bekannt, und doch unter dem Radar geblieben: Regula Junker-Meyer. Erstmals erzählt die Hebamme, wie sie jahrelang Alleingeburten am System vorbeigeschleust hat, von dem sie selbst Teil war. Was trägt das System dazu bei, dass Frauen Alleingeburten wollen? Regula Junker-Meyer leitete 23 Jahre lang ein Geburtshaus. Auch Gynäkologe Werner Stadlmayr ist seit über dreissig Jahren in der Geburtshilfe tätig. Er setzt sich für selbstbestimmte Geburten ein. Wie bereits Hebamme Barbara Stocker, ortet auch er Bereiche in der Geburtshilfe, wo man dringend genauer hinschauen sollte. Er spricht über mangelnde Kommunikation in den Schweizer Kreisssäälen. Es sei erstaunlich, wie viele Frauen nach der Geburt psychisch belastet seien. «News Plus Hintergründe» über das polarisierende Thema Alleingeburt – und warum Frauen einem der teuersten Gesundheitssysteme der Welt den Rücken kehren. Die nächste Folge erscheint am Montag. __ (00:00) Triggerwarnung (00:20) «Hast du schon von Regula Junker-Meyer gehört?» (01:32) Intro (02:35) Regula Junker-Meyer über das System und ihre Unterstützung von Alleingeburten (11:09) Die Hebamme als Bergführerin (11:58) Gynäkologe Werner Stadlmayr über Alleingeburten und die Kritik der Freebirth-Community (15:47) Geburtshilfe früher und heute (18:08) Stadlmayr über Müttersterblichkeit und die Gründe dafür (22:31) Kritischer Blick auf die medizinische Geburtshilfe im Spital (28:21) Ausblick auf Folge 3 und Impressum __ Abonniert den Podcast «News Plus Hintergründe», um keine Folge zu verpassen. Ihr erreicht uns via newsplus@srf.ch __ Gesprächspartnerinnen: - Regula Junker-Meyer - Werner Stadlmayr, Gynäkologe __ Team: Vanessa Ledergerber (Host), Céline Raval, Lea Saager, Thomas Baumgartner (Titelmusik und Sounddesign)
Mon, 08 Jul 2024 - 103 - Das Birthkeeper System 2/4: Rahel will Birthkeeperin werden
Rahel Betschart rechnet nicht damit, ihr Kind im Auto zu gebären. Die ungeplante Alleingeburt bestärkt sie darin, ein weiteres Kind in Eigenregie zur Welt zu bringen. Ihr Ziel: Als Birthkeeperin will sie Frauen in der Schweiz bei ihrer Alleingeburt unterstützen - eine rechtliche Grauzone. Für die Ausbildung bezahlt die sechsfache Mutter viel Geld. Sie vernetzt sich mit anderen Frauen, die den gleichen Weg eingeschlagen haben. Birthkeeperinnen würden sich in einer rechtlichen Grauzone bewegen, sagt Gesundheitsrechtsexpertin Mélanie Levy. Grundsätzlich dürfe aber jede Frau in der Schweiz selbstbestimmt über ihre Geburt und deren Verlauf entscheiden, so Levy. Doch die Realität sei eine andere, denn die Rechte von Frauen unter der Geburt würden teilweise eingeschränkt. Der Podcast «News Plus Hintergründe» über Freebirtherinnen, über Frauen, die Alleingeburten unterstützen und ihre Beweggründe. Jeweils Montags eine neue Folge. __ (00:00) Triggerwarnung (00:20) Die ungeplante Alleingeburt im Auto (02:06) Intro (03:16) Rahels Weg zur Freebirth-Community (05:43) Was ist eine Birthkeeperin? (09:53) Die Nahtoderfahrung von Rahel (13:14) Die geplante Alleingeburt (20:59) Rahel will Birthkeeperin werden (22:47) Welche Rolle spielt das Geld? (26:14) Die Rechte der Frau unter der Geburt (31:35) Ausblick auf Folge 3 und Impressum __ Abonniert den Podcast «News Plus Hintergründe», um keine Folge zu verpassen. Ihr erreicht uns via newsplus@srf.ch __ Gesprächspartnerinnen: - Rahel Betschart - Mélanie Levy, Co-Direktorin am Institut für Gesundheitsrecht in Neuenburg __ Team: Vanessa Ledergerber (Host), Céline Raval, Lea Saager, Thomas Baumgartner (Titelmusik und Sounddesign)
Mon, 01 Jul 2024 - 102 - Das Birthkeeper System 1/4: Eine Alleingeburt geht viral
Eine Alleingeburt im Meer am Strand. Das Video davon im Netz geht um die Welt: Die Frau, die ihr Kind ohne Hebamme oder ärztliche Begleitung zur Welt bringt, ist Teil der Freebirth-Community. Was und wer steckt hinter der Bewegung, die gegen das staatliche Gesundheitssystem rebelliert? Auch die hochschwangere Sue Strack aus der Schweiz entscheidet sich für eine Alleingeburt. Eine Geburt im Spital mit Ärztinnen, Ärzten oder Hebammen möchte sie nicht. Sie erzählt von ihren Beweggründen und der Freebirth Community, mit der sie im Austausch ist. Die Bewegung hat nicht nur einen spirituellen Touch, sondern auch einen hochpolitischen. Viele Anhängerinnen kehren dem Gesundheitssystem den Rücken und fordern eine Revolution der Geburt. Barbara Stocker, die langjährige Präsidentin des Schweizerischen Hebammenverbands, rät von Alleingeburten ab. Zahlen dazu gäbe es nicht, sagt sie im Podcast. Host Vanessa Ledergerber für «News Plus Hintergründe» über die Welt der Freebirth Community und Frauen, die sich darin bewegen. Ab 28. Juni 2024 und ab da jeden Montag eine neue Folge. __ (00:00) Triggerwarnung (00:20) Video einer Alleingeburt sorgt für Diskussionen (02:31) Intro (04:15) Geburt: Am Puls der Gesundheitsversorgung (06:38) Sue plant eine Alleingeburt (14:54) Hebamme Barbara Stocker über Alleingeburten (22:27) Die Free Birth Society (24:16) Die «Radical Birthkeeper School» und ihre Gründerinnen (28:13) Ausblick auf Folge 2 und Impressum __ Abonniert den Podcast «News Plus Hintergründe», um keine Folge zu verpassen. Habt ihr Feedback oder Fragen? Wir freuen uns auf eure Nachricht via newsplus@srf.ch __ Gesprächspartnerinnen: - Sue Strack - Barbara Stocker, Präsidentin Schweizerischer Hebammenverband __ Team: Vanessa Ledergerber (Host), Céline Raval, Lea Saager, Thomas Baumgartner (Titelmusik und Sounddesign)
Fri, 28 Jun 2024 - 100 - Das Ende der Credit Suisse (5/5): Sonntag, 19. März
Die letzten Stunden der Grossbank brechen an. Vor der historischen Medienkonferenz kommen die Verhandlungen zum Höhepunkt. Bundesrätin Karin Keller-Sutter wird zeitweise ungeduldig und pocht auf eine Lösung, doch dafür müssen die Verwaltungsräte der CS und der UBS einwilligen. Erstmals begegnen sich am Sonntag die Spitzen der beiden Banken in Person. Im Finanzdepartement werden Geheimgänge benutzt, um vor neugierigen Blicken geschützt zu sein. Und am Abend heisst es unter CS-Angestellten: «Die Würfel sind gefallen.» Am Sonntag, 19. März, 19:28 Uhr, wird das Ende der Credit Suisse bekanntgegeben. Der Blick hinter die Kulissen mit «News Plus Hintergründe». __ (00:00) Intro (02:02) So lief der Sonntagmorgen ab (04:05) Die CS-Spitze überzeugen (06:21) Neunstündige Sitzung der Finanzdelegation (09:06) Die UBS trifft auf Credit Suisse (11:16) Sitzungsmarathon bis zur Unterschrift (13:25) Gabs die Grossbank zum Schnäppchenpreis? (15:57) Die historische Medienkonferenz (20:42) Was wir heute wissen - und was nicht (21:44) Impressum (22:30) Abspann: Nach der Pressekonferenz __ Wenns euch gefällt, empfehlt den Podcast gerne weiter. Über euer Feedback, Fragen oder Wünsche freuen wir uns. Ihr erreicht uns via newsplus@srf.ch __ Gesprächspartner:innen: - Karin Keller-Sutter, Bundesrätin und Finanzministerin - Lukas Gähwiler, UBS-Vizepräsident - Dirk Schütz, Chefredaktor «Bilanz» - Jan Baumann, Wirtschaftsredaktor SRF - Ursula Schneider Schüttel, damals Präsidentin der Finanzdelegation - Basil, Anna, Rico, Sophie (CS-Angestellte, Namen geändert) __ Team: - Recherche: Oliver Kerrison und Nicolas Malzacher - Host: Raphaël Günther - Produktion: Céline Raval - Sounddesign: Thomas Baumgartner - Mitarbeit: SRF Recherche und Archive
Fri, 15 Mar 2024 - 99 - Das Ende der Credit Suisse (4/5): Samstag, 18. März
Wie viel kostet eine Grossbank in Schieflage? Eine Milliarde Franken soll UBS-Chef Colm Kelleher dem CS-Präsidenten Axel Lehmann vorgeschlagen haben. «Ein Schnäppchen», findet Bankenkenner Dirk Schütz. Im Finanzdepartement wird zwischen Pizzaschachteln und Militärdecken rund um die Uhr gearbeitet. Last Minute werden Alternativen zur CS-Übernahme durchgespielt. Und war da nicht noch etwas mit «too big to fail»? Derweil erhält Top-Manager Sergio Ermotti im Tessin einen Anruf von der Aufsichtsbehörde Finma. «News Plus Hintergründe» erzählt, was hinter den Kulissen passiert ist. Täglich eine Folge bis Freitag 15.3. __ (00:00) Intro (02:09) Anruf für Colm Kelleher beim Italiener (04:20) Wie man den Preis einer Grossbank berechnet (06:15) Überraschender Vorschlag der Nationalbank (09:24) Pizzaschachteln und Militärdecken im Finanzdepartement (11:20) Alternativen zur CS-Übernahme (13:59) Anruf für Sergio Ermotti auf dem Fussballplatz (16:41) Bundesrätin Keller-Sutter erlebt nächtliche Anrufe (18:24) Ausblick und Impressum __ Empfehlt uns gerne weiter! Habt ihr Feedback oder Fragen? Wir freuen uns auf eure Nachricht via newsplus@srf.ch. __ Gesprächspartner:innen: - Karin Keller-Sutter, Bundesrätin und Finanzministerin - Lukas Gähwiler, UBS-Vizepräsident - Sergio Ermotti, heutiger UBS-SEO - Dirk Schütz, Chefredaktor «Bilanz» - Jan Baumann, Wirtschaftsredaktor - Aymo Brunetti, Wirtschaftsprofessor an der Universität Bern - Basil (CS-Mitarbeiter, Name geändert) __ Team: - Recherche: Oliver Kerrison und Nicolas Malzacher - Host: Raphaël Günther - Produktion: Céline Raval - Sounddesign: Thomas Baumgartner - Mitarbeit: SRF Recherche und Archive __ Link zum SRF DOK «Das Ende der Credit Suisse» von 2023: https://www.playsuisse.ch/de/show/2169697 <../add/Link%20zum%20SRF%20DOK%20«Das%20Ende%20der%20Credit%20Suisse»%20von%202023:%20https:/www.playsuisse.ch/de/show/2169697>
Thu, 14 Mar 2024 - 98 - Das Ende der Credit Suisse (3/5): Freitag, 17. März
Die Zeit drängt, es gibt nur ein Ziel: Die Credit Suisse ins Wochenende zu retten. Dafür geht die Schweizerische Nationalbank SNB an ihre Grenzen und hält die Grossbank mit Finanzspritzen am Leben. Sie stützt sich auf Notrecht. Die Stimmung bei den CS-Angestellten sinkt parallel zum Aktienkurs. «News Plus Hintergründe» erzählt, was hinter den Kulissen passiert ist: Ohne Nothilfen wäre die CS bereits am Freitag nach dem Mittag am Ende gewesen, sagt Bundesrätin Karin Keller-Sutter rückblickend. Und dann, kurz nach Börsenschluss am Freitag vermeldet die britische «Financial Times»: Die UBS soll die CS übernehmen. Täglich eine Folge bis 15.3.2024 __ (00:00) Intro (01:49) Nothilfe von der Nationalbank SNB (03:40) Kredite ohne Sicherheiten und Notrecht (05:27) Warum das Wochenende so wichtig ist (09:03) Die Pushmeldung der Financial Times und ihre Folgen (13:04) Ausblick und Impressum __ Empfehlt uns gerne weiter! Habt ihr Feedback oder Fragen? Wir freuen uns auf eure Nachricht via newsplus@srf.ch __ Gesprächspartner:innen: - Karin Keller-Sutter, Bundesrätin - Stephen Morris, Bankenjournalist bei der «Financial Times» - Anna, Basil, Rico und Sophie (CS-Mitarbeitende, Namen geändert) - Dirk Schütz, «Bilanz»-Chefredaktor - Jan Baumann, SRF-Wirtschaftsredaktor __ Team: - Recherche: Oliver Kerrison und Nicolas Malzacher - Host: Raphaël Günther - Produktion: Céline Raval - Sounddesign: Thomas Baumgartner - Mitarbeit: SRF Recherche und Archive __ Link zum SRF DOK «Das Ende der Credit Suisse» von 2023: https://www.playsuisse.ch/de/show/2169697
Wed, 13 Mar 2024 - 97 - Das Ende der Credit Suisse (2/5): Donnerstag, 16. März
Die Credit Suisse muss ihrer grössten Konkurrentin UBS Zugang zu internen Zahlen geben. Eine Schweizer Grossbank durchleuchtet die andere. Bei Bundesrätin Karin Keller-Sutter laufen die Drähte heiss: Sie telefoniert mit der internationalen Finanzelite, die eine globale Bankenkrise befürchtet. «News Plus Hintergründe» erzählt, was hinter den Kulissen passiert ist: Die UBS will herausfinden, was die Credit Suisse wert ist. Die Präsidentin der Finanzdelegation wird ins Büro der Finanzministerin gerufen und erfährt: Es geht um Milliardenbeträge - einen historischen Kredit, den sie und ihre Leute absegnen müssen. Und in London bereitet sich die «Financial Times» auf die Story des Jahres vor.. Täglich eine Folge bis 15. März __ (00:00) Intro (01:41) Treffen mit Dirk Schütz am Paradeplatz (03:15) «Due Diligence»: Die UBS durchleuchtet die CS (05:52) CS-Angestellte: «Segel gegen Schlüssel» (07:02) Telefonat mit US-Finanzministerin Janet Yellen (10:51) Die Präsidentin der Finanzdelegation wird eingeweiht (13:11) Ausblick & Impressum __ Empfehlt uns gerne weiter. Habt ihr Feedback oder Fragen? Wir freuen uns auf eure Nachricht via newsplus@srf.ch __ Gesprächspartner:innen: - Karin Keller-Sutter, Bundesrätin - Lukas Gähwiler, UBS-Vizepräsident - Ursula Schneider Schüttel, damals Präsidentin der Finanzdelegation - Basil, Rico und Sophie (CS-Angestellte, Namen geändert) - Dirk Schütz, Chefredaktor «Bilanz» - Jan Baumann, Wirtschaftsredaktor SRF __ Team: - Recherche: Oliver Kerrison und Nicolas Malzacher - Host: Raphaël Günther - Produktion: Céline Raval - Sounddesign: Thomas Baumgartner - Mitarbeit: SRF Recherche und Archive __ Link zum SRF DOK «Das Ende der Credit Suisse» von 2023: https://www.playsuisse.ch/de/show/2169697
Tue, 12 Mar 2024 - 96 - Das Ende der Credit Suisse (1/5): Mittwoch, 15. März
Nur wenige wissen, was in den letzten Tagen der Credit Suisse hinter den Kulissen passiert ist. Am 15. März 2023 kommt es zu einem Knall, die Bank steht vor dem Aus. Bundesrätin Karin Keller-Sutter trifft im Geheimen die Spitze der UBS in Zürich. Es gilt, eine drohende Finanzkrise abzuwenden. Entscheidungsträgerinnen, Beobachter und damalige CS-Angestellte erinnern sich an die letzten 100 Stunden der Grossbank zurück. Schon am Mittwoch war das Ende der CS quasi besiegelt, die Weichen für eine Übernahme durch die UBS werden gestellt. Davon kriegen die Öffentlichkeit und CS-Mitarbeitende nichts mit. Doch das Vertrauen in die Bank bröckelt - die Schweizerische Nationalbank SNB und die Finma wollen beruhigen. Weitere Folgen: Täglich bis 15. März __ (00:00) Zwei schwarze Limousinen (00:50) Intro (02:27) Treffen mit Bankenkenner Dirk Schütz (03:52) Schock & Chance für die UBS (07:26) Krisentreffen und 11 Forderungen der UBS (11:43) Vom Tweet zum Bankrun (12:17) Bankrun – was heisst das genau? (13:27) Knall für die Credit Suisse in Riad (15:44) CS-Angestellter Basil* erlebt eine Gefühlsachterbahn (18:53) Eine Medienmitteilung als Beruhigungspille (21:59) Ausblick & Impressum __ Empfehlt uns gerne weiter! Habt ihr Feedback oder Fragen? Wir freuen uns auf eure Nachricht via newsplus@srf.ch __ Gesprächspartner:innen: - Karin Keller-Sutter, Bundesrätin und Finanzministerin - Lukas Gähwiler, UBS-Vizepräsident - Basil (CS-Mitarbeiter, Name geändert) - Dirk Schütz, Chefredaktor «Bilanz» - Jan Baumann, Wirtschaftsredaktor SRF __ Team: - Recherche: Oliver Kerrison und Nicolas Malzacher - Host: Raphaël Günther - Produktion: Céline Raval - Sounddesign: Thomas Baumgartner - Mitarbeit: SRF Recherche und Archive __ Link zum SRF DOK «Das Ende der Credit Suisse» von 2023: https://www.playsuisse.ch/de/show/2169697
Mon, 11 Mar 2024 - 95 - Frachtgiganten (3/3): Die dunkle Seite der Fracht
Immer höher, immer weiter. Ein Zurück gibt es scheinbar nicht im Welthandel und in der Logistikbranche. Das Geschäft mit der Fracht hat seine Schattenseiten. Dazu gehören die Bedingungen, unter denen viele Seeleute arbeiten. Und dazu gehört die Umweltverschmutzung, zu der die riesigen Frachtschiffe beitragen. Nicht nur die Ressourcen der Welt, auch die Ressourcen eines Jürg Bandles sind begrenzt: Seine kompetitive und rastlose Persönlichkeit wird zunehmend auf die Probe gestellt. Weitere Folgen: Der Container verändert die Welt (1/3) Milliarden im Rappengeschäft (2/3) __ (00:00) Intro (02:45) Nautilus International über die Arbeit der Seeleute (06:19) Der Welthandel fährt unter Billigflagge (11:27) Jürg Bandle, der Rastlose (12:46) Umweltverschmutzung durch Handelsschiffe (17:50) Unendliches Wachstum? Blick in die Zukunft (21:08) Impressum __ Begriffserklärungen: Welthandel beschreibt alle Importe und Exporte zwischen den verschiedenen Staaten der Erde. Globalisierung: Gemeint ist damit, dass die Welt seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs politisch, kulturell und wirtschaftlich immer vernetzter ist - Menschen, Organisationen und ganze Staaten. Logistik: Der Begriff bezeichnet gemeinhin das Planen, Steuern und Kontrollieren von Warenströmen. __ Hast du Feedback oder Fragen? Du erreichst uns via newsplus@srf.ch __ Gesprächspartner:innen: - Jürg Bandle (73), langjähriger Spediteur und Verfasser des Buchs «Sea Fright Insights» - Holger Schatz, Generalsekretär Nautilus International __ Team: - Recherche: Dario Pelosi, SRF Wirtschaftsredaktion - Host: Raphaël Günther - Produktion: Céline Raval - Sounddesign: Thomas Baumgartner
Wed, 21 Feb 2024 - 94 - Frachtgiganten (2/3): Milliarden im Rappengeschäft
Besonders dann, wenn die Welt im Krisenmodus ist, muss die Logistik funktionieren. Doch die Konkurrenz ist gross, das Geschäft knallhart. Es geht um Milliarden, gleichzeitig zählt jeder Rappen. Das ist auch bei den mächtigen Playern so, die von der Schweiz aus den Welthandel mitsteuern. «Wir sind unsere gegenseitigen Gefangenen», beschreibt Jürg Bandle das Verhältnis zwischen Speditionsunternehmen wie Kühne & Nagel und Reedereien wie der grossen MSC. Es ist ein kompetitives Umfeld, in das der Ultramarathonläufer und Bergsteiger Bandle zu passen scheint. Doch weder an ihm, noch am Welthandel geht alles spurlos vorbei. __ (00:00) Intro (02:06) 9/11: Die Logistikbranche im Krisenmodus (11:11) Welthandel vs. Weltkrisen (14:30) MSC, die grösste Reederei der Welt (16:32) Reedereien und Spedition: Preiskampf, Abhängigkeiten, One-Stop-Shopping (20:16) Die Wichtigkeit der Familie (21:37) Jürg Bandle, der Ultramarathonläufer und Bergsteiger (24:34) Warum in der Logistik jeder Rappen zählt (28:55) Impressum __ Begriffserklärungen: Welthandel beschreibt alle Importe und Exporte zwischen den verschiedenen Staaten der Erde. Globalisierung: Gemeint ist damit, dass die Welt seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs politisch, kulturell und wirtschaftlich immer vernetzter ist - Menschen, Organisationen und ganze Staaten. Logistik: Der Begriff bezeichnet gemeinhin das Planen, Steuern und Kontrollieren von Warenströmen. __ Hast du Feedback oder Fragen? Du erreichst uns via newsplus@srf.ch __ Gesprächspartner:innen: - Jürg Bandle (73), langjähriger Spediteur und Verfasser des Buchs «Sea Fright Insights» __ Team: - Recherche: Dario Pelosi, SRF Wirtschaftsredaktion - Host: Raphaël Günther - Produktion: Céline Raval - Sounddesign: Thomas Baumgartner
Wed, 14 Feb 2024 - 93 - Frachtgiganten (1/3): Der Container verändert die Welt
Die Banane, der Kaffee, das Smartphone in deiner Hand: Wir wissen wenig darüber, wie all das zu uns kommt. Obwohl wir abhängig sind vom globalen Handel, obwohl Weltmächte deswegen gerade Luftangriffe fliegen. Wie funktioniert der Welthandel, die Logistik? Und wie tickt diese verschwiegene Branche? Antworten weiss ein Insider: Jürg Bandle hat als Spediteur sein Leben dem Welthandel verschrieben. Um das Heute zu verstehen, reisen wir mit ihm zurück. Bandle hat die Anfänge der Globalisierung und die Container-Revolution hautnah miterlebt. Er kennt das knallharte Milliardengeschäft dahinter. Weitere Folgen: Milliarden im Rappengeschäft (Folge 2 ab 14.2.) Die dunkle Seite der Fracht (Folge 3 ab 21.2.) __ (00:00) Intro (02:45) Jürg Bandle, das wandelnde Logistiklexikon (06:19) Erster Halt: Japan - die Globalisierung kommt in Fahrt (11:27) Zehnkämpfer des Welthandels (12:46) Nächster Halt: New York (17:50) Frachtgigant Kühne & Nagel (21:08) Container und Paletten revolutionieren den Welthandel (28:12) Die Logistikbranche: Krisenerprobt und verschwiegen (34:47) Impressum __ Begriffserklärungen: Welthandel beschreibt alle Importe und Exporte zwischen den verschiedenen Staaten der Erde. Globalisierung: Gemeint ist damit, dass die Welt seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs politisch, kulturell und wirtschaftlich immer vernetzter ist - Menschen, Organisationen und ganze Staaten. Logistik: Der Begriff bezeichnet gemeinhin das Planen, Steuern und Kontrollieren von Warenströmen. __ Hast du Feedback oder Fragen? Du erreichst uns via newsplus@srf.ch __ Gesprächspartner:innen: - Jürg Bandle (73), langjähriger Spediteur und Verfasser des Buchs «Sea Fright Insights» - Monika Dommann, Historikerin an der Universität Zürich __ Team: - Recherche: Dario Pelosi, SRF Wirtschaftsredaktion - Host: Raphaël Günther - Produktion: Céline Raval - Sounddesign: Thomas Baumgartner
Wed, 07 Feb 2024 - 92 - Klimahandel: Das Kariba-Grounding (Folge 5)
Die Schweizer Firma South Pole, weltweit führend im Handel mit CO2-Zertifikaten, lässt ihr Prestigeprojekt in Kariba fallen. Sie kündigt die Verträge mit dem Geschäftspartner des Klimaschutzprojektes. Und: CEO Renat Heuberger tritt zurück. Auch Nationalrat Bastien Girod will das Unternehmen verlassen, dessen prominentes Aushängeschild er war. Die Recherchen von SRF, «Die Zeit» und dem Recherchekollektiv «Follow the Money» haben Vieles ins Rollen gebracht. Wer trägt wie viel Verantwortung im Fall des Waldschutzprojektes (REDD+) in Kariba, das durch Klimazertifikate finanziert wird? Und welche Folgen könnten die Ereignisse für den freiwilligen CO2-Markt haben? __ (00:19) Treffen in der Toscana und Red Flags (06:25) Die Zertifizierungsstelle Verra sistiert das Kariba-Projekt (08:52) Steve Wentzel und die Trophäenjagd (10:35) South Pole lässt das Karibaprojekt fallen (13:37) South Pole verkündet CEO-Rücktritt (15:58) Patrick Krauskopf über die Verantwortungsfrage (21:00) Jürg Füssler über Probleme und Lösungen auf dem CO2-Markt (24:19) Impressum __ Hast du Feedback oder Fragen? Du erreichst uns via data@srf.ch __ Gesprächspartner:innen: - Patrick Krauskopf, Rechtsprofessor und Anwalt, Leiter des Zentrums für Wettbewerbsrecht und Compliance an der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) - Jürg Füssler, leitet die Themenfelder Umwelt und Klima beim Forschungs- und Beratungsunternehmen INFRAS __ Team: - Recherche: Julian Schmidli von SRF Data in Kooperation mit dem Recherche-Kollektiv «Follow the Money» - Host: Raphaël Günther - Produktion: Céline Raval - Sounddesign: Thomas Baumgartner
Thu, 30 Nov 2023 - 91 - Der Fall Antepay: Mehrere Festnahmen (Update)
Neue Entwicklung in der turbulenten Geschichte rund um die Bezahlkarte «Antepay»: Es gab Hausdurchsuchungen, die Polizei hat mehrere Männer festgenommen - darunter den mutmasslichen Boss einer Glücksspielmafia. Die Verhafteten stehen im Verdacht, mit illegalen Sportwetten und Casino-Spielen einen Umsatz in dreistelliger Millionenhöhe erwirtschaftet zu haben. Das teilt die Kantonspolizei Zürich in einer Medienmitteilung von heute mit. Zudem gäbe es Hinweise, dass dafür das Antepay-Zahlsystem genutzt worden sei. «Antepay» ist ehemaliger Hauptsponsor des FC Zürich. In der Podcastserie «Der Fall Antepay», die wir hier vor knapp einem Jahr publiziert haben, zeigten die Recherchen von Christian Zeier von «Reflekt» und SRF Investigativ, dass mutmasslich ein grosses Netzwerk von der Schweiz aus illegale Glückspielseiten betreibt. Infolge der Recherche stiessen Zeier und SRF Investigativ auf den mutmasslichen Kopf des Netzwerks, der auch «Antepay» erfunden haben soll. Jetzt wurde der Mann festgenommen.
Mon, 18 Sep 2023 - 90 - Lobbyland: So lobbyiert das Bundeshaus (Folge 3)
Gewusst, dass unser gewähltes Parlament zu 17% aus Juristinnen und Juristen besteht? Das Bundeshaus sei ein «Biotop», hören wir in dieser Folge. Ein Biotop, in dem viele Akademiker und Hauseigentümerinnen zu finden sind, aber kaum Handwerker:innen. Parlamentsmitglieder sind die direktesten Lobbys. Der Geschäftsführer von Transparency Schweiz und ein ehemaliger Lobbyist erzählen von Parlamentariershopping und Interessenshäufungen in Bundesbern, die Fragen aufwerfen. __ (00:00) Willkommen im Schweizer Parlament (03:06) Ex-Migros-Lobbyist Martin Schläpfer (06:21) Ex-Nationalrat Vogler: Biotop Bundeshaus (07:40) Martin Hilti von Transparency Schweiz über Sonderinteressen im Politbetrieb (11:10) Badge ins Bundeshaus (13:11) Lobby-Fussabdruck für mehr Transparenz? (16:21) Lobbyverbindungen im Parlament - eine Analyse (22:50) Fazit & Impressum __ Hast du Feedback oder Fragen? Du erreichst uns via newsplus@srf.ch __ In dieser Folge zu hören: - Martin Schläpfer, ehemaliger Lobbyist für die Migros - Martin Hilti, Geschäftsführer Transparency Schweiz - Karl Vogler, Alt-Nationalrat - Andri Silberschmidt, FDP-Nationalrat __ Team: - Recherche: Isabelle Maissen und Curdin Vincenz - Produktion: Céline Raval - Sounddesign: Thomas Baumgartner
Tue, 29 Aug 2023 - 89 - Lobbyland: Was Lobbying mit Wellness zu tun hat (Folge 2)
Zuhause frieren, weil die Heizung runtergedreht werden muss, aber im Hotel noch im Whirlpool blubbern? So wäre es möglicherweise gewesen, wenn letzten Winter eine akute Strommangellage eingetreten wäre. Wie es zur «Sonderbehandlung» der Wellnessanlagen kam – und wer wann mitredete. Das Beispiel zeigt, wie in der Verwaltung lobbyiert wird und wie Verbände mitreden, wenn es etwa um Verordungen geht. __ (00:01) Intro (01:27) Szenario Strommangellage (04:41) Sonderbehandlung der Wellnessanlagen? (06:03) Das sagt Hotelleriesuisse (08:23) Das «Sounding Board» des Bundes (11:28) Workshops (16:20) Das sagt der Mieterinnen- & Mieterverband (19:13) Ana Salzmann, Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung (22:22) Fazit & Impressum __ Hast du Feedback oder Fragen? Du erreichst uns via newsplus@srf.ch __ Gesprächspartner:innen: - Christoph Hans, Hotelleriesuisse - Linda Rosenkranz, Mieterinnen- & Mieterverband - Ana Salzmann, stellvertretende Delegierte für Landesversorgung __ Team: - Recherche: Isabelle Maissen & Curdin Vincenz - Produktion: Céline Raval - Sounddesign: Thomas Baumgartner
Thu, 24 Aug 2023 - 88 - Lobbyland: Ein Schweizer Lehrstück übers Lobbyieren (Folge 1)
«Über Jahre wurde Druck aufgebaut», sagt ein Alt-Nationalrat heute über das Powerplay der Lobbys infolge der Konzernverantwortungsinitiative. Es ist ein Lehrstück darüber, wie Menschen in der Schweiz ganz oben in der Politik mitmischen, die gar nicht in ein politisches Amt gewählt worden sind. Vieles spielt sich bereits hinter den Kulissen ab, bevor wir Stimmbürgerinnen und Stimmbürger überhaupt je vom Thema gehört haben. __ (00:01) Intro: Überblick auf dem Gurten (03:59) Konzernverantwortung: Darum geht es (05:00) Ein jahrelanger Abstimmungskampf (06:35) Ein Kommissionsentscheid schreckt Wirtschaftsverbände auf (08:08) Lobby-Kontakte mit einer neuen Bundesrätin (11:51) Ein Gegenvorschlag als turning point (16:16) Die ungelesene E-Mail (20:54) Lobby-Powerplay im Parlament (23:21) Fazit & Impressum __ Hast du Feedback oder Fragen? Du erreichst uns via newsplus@srf.ch __ Gesprächspartner:innen: - Rahel Ruch, ehemalige Kampagnenleiterin Konzernverantwortungsinitiative - Denise Laufer von Swiss Holdings - Heidi Gmür, pers. Mitarbeiterin von Bundesrätin Karin Keller-Sutter - Karl Vogler, ehemaliger CVP-Nationalrat - Hans-Ueli Vogt, ehemaliger SVP-Nationalrat __ Team: - Recherche: Isabelle Maissen und Curdin Vincenz - Produktion: Céline Raval - Sounddesign: Thomas Baumgartner
Mon, 21 Aug 2023 - 87 - Lobbyland (TRAILER)
Wer entscheidet wirklich in der Schweiz? Wir sezieren für euch das Lobbyland Schweiz. Anhand von konkreten Beispielen zeigen wir in der neuen SRF-Podcastserie, wie das Powerplay der Lobbys funktioniert und wie viel Macht Verbände und Vereine entwickeln können. Die Podcastserie für Wählerinnen und Wähler und alle, die es werden wollen. Von News-Journalistin Isabelle Maissen und Bundeshausredaktor Curdin Vincenz. Ab kommender Woche hier bei «News Plus Hintergründe».
Thu, 17 Aug 2023 - 86 - Klimahandel: Unsanfte Landung in Kariba (Folge 4)
Was passiert mit den Millionenbeträgen aus den CO2-Zertifikaten, die gemäss Konzept für die lokale Bevölkerung in Kariba bestimmt sind? Reporter reisen nach Simbabwe und fragen Menschen vor Ort. Deren Antworten legen Interessenskonflikte offen und werfen Fragen zu den Geldflüssen auf. Die Schweizer Firma South Pole verkauft Klimazertifikate, unter anderem für das riesige Waldschutzprojekt in Kariba. Aus dem Erlös soll ein Teil an die lokale Bevölkerung gehen. Ein Journalisten-Team konnte mit Bauern und Bäuerinnen sowie Community Chiefs vor Ort reden. __ (00:06) The Elephant in the room (04:08) Reise ins Kariba-Gebiet und Stimmen vor Ort (17:02) Was wir über die Geldflüsse (nicht) wissen (22:50) Was wir über Steve Wentzel wissen (26:22) Trophäenjagd im Kariba-Gebiet (29:54) Die Anti-Poaching-Unit (36:23) Fazit (39:09) Impressum __ Hast du Feedback oder Fragen? Du erreichst uns via data@srf.ch __ Gesprächspartner:innen: - Polite Sianjem, Bäuerin aus Simbabwe - Adam Mapokwe, Bauer aus Simbabwe - Richman Kanyemba, Bauer aus Simbabwe - Obriel Gopore, ehem. Mitglied der Feuerwehr in Negande - Matricks Dzomba, Bauer aus Simbabwe - Champion Rare, Community-Chief von Mola, Simbabwe - Wilson Nebiri, Community-Chief - Henry Varantine, Distrikt Nyami Nyami - Renat Heuberger, CEO South Pole __ Team: - Recherche: Julian Schmidli von SRF Data in Kooperation mit Tin Fischer von «Die Zeit» und dem Recherche-Kollektiv «Follow the Money» - Host: Raphaël Günther - Produktion: Céline Raval - Sounddesign: Thomas Baumgartner
Wed, 02 Aug 2023 - 85 - Klimahandel: Turbulenzen bei South Pole (Folge 3)
Unzufriedene Mitarbeitende, ein Krisenmeeting: Es brodelt in der Schweizer Firma South Pole, die sich auf den Verkauf von CO2-Zertifikaten spezialisiert hat. Die «Cash Cow» des Unternehmens, das Waldschutzprojekt in Simbabwe, gerät in Kritik. Der Nutzen des Projekts fürs Klima sei überschätzt, zeigt eine interne Analyse. Trotz Warnzeichen wurden eine Zeit lang weiterhin Kariba-Zertifikate verkauft, wie unsere Recherchen zeigen. Negative Medienberichte setzen die CO2-Branche unter Druck: Ein Erdbeben mit zahlreichen Nachbeben. __ (00:07) Eine Sitzung und Red Flags (02:59) Interne Prüfung bei South Pole (12:20) Ein LinkedIn-Post sorgt für Unruhe (13:58) Angestellte zwischen Kritik & Loyalität (16:27) Wertlose CO2-Zertifikate? (21:44) Erdbeben auf dem CO2-Markt (25:58) Simbabwe will «Royalties» (29:23) Wo sind die Millionen? (32:50) Impressum __ Hast du Feedback oder Fragen? Du erreichst uns via data@srf.ch __ Gesprächspartner:innen: - Renat Heuberger, CEO von South Pole - Axel Michaelowa, Head of research «Internationale Klimapolitik» an der Universität Zürich __ Team: - Recherche: Julian Schmidli von SRF Data in Kooperation mit Tin Fischer von «Die Zeit» und dem Recherche-Kollektiv «Follow the Money» - Host: Raphaël Günther - Produktion: Céline Raval - Sounddesign: Thomas Baumgartner
Wed, 02 Aug 2023 - 84 - Klimahandel: Löwen, Elefanten und CO2-Zertifikate (Folge 2)
Eine Mail bringt einen Unternehmer aus Simbabwe mit der Schweizer Firma South Pole ins Geschäft. Es ist der Startschuss für das Kariba-Projekt, eines der grössten Kompensationsprojekte der Welt. Und Klimaaktivistin Greta Thunberg hat zum Erfolg des Projekts beigetragen. Mit dem Geld, das durch den Verkauf von CO2-Zertifikaten generiert wird, soll ein riesiges Waldstück in Simbabwe geschützt werden. Hochkarätige Firmen wie Gucci oder Volkswagen kaufen Zertifikate für das Kariba-Projekt. Aber es zeichnen sich Turbulenzen ab. __ (00:08) Ein Pionierprojekt entsteht (06:46) Definition REDD+ Projekt (07:28) Wie Waldschutz in Kariba funktionieren soll (11:08) Berechnungsmethoden für Kariba REDD+ (16:43) Studie (2015) kritisiert Kariba-Projekt (20:43) Was Greta Thunberg damit zu tun hat (23:44) Kariba wird zur «Cash Cow» (28:28) Impressum __ Hast du Feedback oder Fragen? Du erreichst uns via data@srf.ch __ Gesprächspartner:innen: - Renat Heuberger, CEO von South Pole - Tin Fischer, Journalist für DIE ZEIT - Klaus Ammann, SRF Wirtschaftsredaktion __ Team: - Recherche: Julian Schmidli, SRF Data, in Kooperation mit Tin Fischer von «Die Zeit» und «Follow the Money» - Host: Raphaël Günther - Produktion: Céline Raval - Sounddesign: Thomas Baumgartner
Fri, 28 Jul 2023 - 83 - Klimahandel: Guten Flug (Folge 1)
Alles beginnt mit einer Idee, die fünf ETH-Studentinnen und Studenten reich machen wird: Umweltsünden gegen Geld zu kompensieren. Sie gründen das Schweizer Unternehmen «South Pole», heute weltweit grösster Player in einem Milliardenmarkt. Doch die Branche gerät ins Wanken. South Pole verkauft CO2-Zertifikate und hat globale Kompensationsprojekte ins Leben gerufen. In den letzten Jahren ist die Nachfrage nach solchen Klimazertifikaten explodiert. Doch die Kritik an der Branche und South Pole wird lauter und lauter. Was kann uns die Geschichte des Schweizer Unternehmens über die grüne Wirtschaft lehren? Und über die Wege, der Klimakrise zu begegnen? __ (00:00) Eine visionäre Idee (06:38) Kyoto eröffnet neue Wege (10:35) Gründung von myClimate (15:10) Renat Heuberger, Mitgründer von South Pole (20:57) Goldrauschstimmung (25:20) F wie Finanzkrise (27:42) Nachricht aus Simbabwe (28:44) Impressum __ Hast du Feedback oder Fragen? Du erreichst uns via data@srf.ch __ Gesprächspartner:innen: - Renat Heuberger, CEO von South Pole - Patrick Hofstetter, Leiter Klima & Energie WWF - Corinne Moser, Mitgründerin Stiftung myClimate - Axel Michaelowa, Head of research "International Climate Policy" an der Universität Zürich __ Team: - Recherche: Julian Schmidli von SRF Data in Zusammenarbeit mit Tin Fischer und Kolleg:innen von «Die Zeit» und dem Recherche-Kollektiv «Follow the Money» - Host: Raphaël Günther - Produktion: Céline Raval - Sounddesign: Thomas Baumgartner
Wed, 26 Jul 2023 - 82 - Neue Serie: Klimahandel (Trailer)
Eine visionäre Idee macht fünf ETH-Studis reich. Wir erzählen euch die turbulente Geschichte von South Pole, einem millardenschweren Schweizer Unternehmen, das CO2-Zertifikate verkauft. Geld, mit dem Emissionen kompensiert und dem Klima geholfen werden soll. Doch die Branche gerät ins Wanken. Die kritischen Stimmen werden lauter und lauter. Was kann uns die Geschichte über die grüne Wirtschaft lehren? Und über die Wege, dem Klimawandel zu begegnen?
Fri, 21 Jul 2023 - 81 - Satanic Panic - im Teufelskreis: Das sagt Pro Mente Sana
Thomas Ihde ist als Präsident der unabhängigen Organisation «Pro Mente Sana» Anlaufstelle und Sprachrohr für Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung. Er erklärt, was es aus seiner Sicht im Umgang mit der «Satanic Panic» in der Schweiz nun braucht. Der Experte und Psychiater spricht zudem über Tabuthemen in der psychiatrischen Behandlung in der Schweiz und dass es in diesem Umfeld wohl eine bessere Fehlerkultur bräuchte. __ Hast du Feedback oder Fragen? Du erreichst uns via investigativ@srf.ch __ Gesprächspartner: - Thomas Ihde, Pro Mente Sana __ «Satanic Panic»: Verschwörungstheorie, bei der rituelle Gewalt verbunden mit Gedankenkontrolle (Mind-Control) ausgeübt werden soll. Bei ritueller Gewalt soll eine Gruppe von Tätern systematisch und über lange Zeit Menschen missbrauchen. Dabei würden sie Symbole und Rituale einsetzen, so die Theorie. Durch den Missbrauch sollen Persönlichkeitsanteile der Opfer abgespalten und durch die Täter programmiert werden. Wir konnten während unserer Recherche keinerlei Beweise dafür finden, dass es dies so gibt. __ Team: -Sonja Mühlemann (Recherche und Inhalt), Raphaël Günther (Host) und Céline Raval (Produzentin)
Mon, 03 Jul 2023 - 80 - Satanic Panic - im Teufelskreis. Folge 3
Ein Netzwerk von Therapeutinnen und Therapeuten soll die «Satanic Panic» rund um rituelle Gewalt und Mind-Control in der Schweiz befeuern. Ein bekannter Psychiater gerät in den Fokus, der ein Vordenker der Verschwörungstheorie in der Schweiz sein soll. Wer ist Jan Gysi? In einem Untersuchungsbericht wurde er als «Spin Doctor» bezeichnet. Was erzählt die Frau, die sich bei uns gemeldet hat und bei ihm in Therapie war? In der dritten Folge von «Satanic Panic - im Teufelskreis» nähern wir uns einem Schweizer Netzwerk an, das die Verschwörungserzählung in der Schweiz verbreiten soll. __ (00:00) Intro (02:15) Besuch Vortrag Thomas Maier (04:14) Jan Gysi und der Verein für Opfersicherheit (15:36) Stefanie* über ihre Therapie (26:29) Therapeut:innen-Netzwerk (36:28) Fazit (38:46) Impressum __ Hast du Feedback oder Fragen? Du erreichst uns via investigativ@srf.ch __ Gesprächspartner:innen: - Thomas Maier, Psychiater und damaliger ärztlicher Direktor der Psychiatrie St. Gallen Nord - Stefanie (Name geändert, Stimme nachgesprochen) __ «Satanic Panic»: Verschwörungstheorie, bei der rituelle Gewalt verbunden mit Gedankenkontrolle (Mind-Control) ausgeübt werden soll. Bei ritueller Gewalt soll eine Gruppe von Tätern systematisch und über lange Zeit Menschen missbrauchen. Dabei würden sie Symbole und Rituale einsetzen, so die Theorie. Durch den Missbrauch sollen Persönlichkeitsanteile der Opfer abgespalten und durch die Täter programmiert werden. Wir konnten während unserer Recherche keinerlei Beweise dafür finden, dass es dies so gibt. __ Team: - Recherche: Sonja Mühlemann - Host: Raphaël Günther - Produktion: Céline Raval & SRF Investigativ - Sounddesign: Thomas Baumgartner - Mitarbeit: Recherche & Archive SRF
Wed, 28 Jun 2023 - 79 - Satanic Panic - im Teufelskreis. Folge 2
«Es ist ein Albtraum», sagt Gabriella Hagger. Kein Fall der «Satanic Panic» in der Schweiz ist so gut dokumentiert wie der ihrer Familie. Sie erzählt im Erfahrungsbericht, wie ihre Familie aufgrund der Verschwörungstheorie zerbrochen ist. Auf Basis von Erinnerungen, die in einer Therapie auftauchen. Ausserdem erklärt der forensische Psychiater Frank Urbaniok im Gespräch, wie er das Ausmass der «Satanic Panic» in der Schweiz beurteilt. __ (00:00) Intro (02:15) Erfahrungsbericht Gabriella Hagger (16:53) Erklärung: Dissoziative Identitätsstörung DIS (22:24) DIS und Mind-Control (23:46) Gespräch mit Frank Urbaniok, forensischer Psychiater (34:00) Gabriella Hagger leitet rechtliche Schritte ein __ Hast du Feedback oder Fragen? Du erreichst uns via investigativ@srf.ch __ Gesprächspartner:innen: - Gabriella Hagger - Frank Urbaniok, forensischer Psychiater __ «Satanic Panic»: Verschwörungstheorie, bei der rituelle Gewalt verbunden mit Gedankenkontrolle (Mind-Control) ausgeübt werden soll. Bei ritueller Gewalt soll eine Gruppe von Tätern systematisch und über lange Zeit Menschen missbrauchen. Dabei würden sie Symbole und Rituale einsetzen, so die Theorie. Durch den Missbrauch sollen Persönlichkeitsanteile der Opfer abgespalten und durch die Täter programmiert werden. Wir konnten während unserer Recherche keinerlei Beweise dafür finden, dass es dies so gibt. __ Team: - Recherche: Sonja Mühlemann - Host: Raphaël Günther - Produktion: Céline Raval & SRF Investigativ - Sounddesign: Thomas Baumgartner - Mitarbeit: Recherche & Archive SRF __ Links: - SRF Rec
Wed, 21 Jun 2023 - 78 - Satanic Panic - im Teufelskreis. Folge 1
Wie kann sich eine Verschwörungserzählung wie die «Satanic Panic» in der Schweiz verbreiten, für die es bis heute keine Beweise gibt? Welche Überzeugungen, Methoden und Netzwerke stecken dahinter? Der Besuch bei einem Seelsorger im Berner Oberland offenbart erste Antworten. Paul Veraguth ist überzeugt, dass es satanistisch-rituelle Gewalt und organisierte Täterkreise gibt, die die Gedanken ihrer Opfer programmieren. Doch die Verschwörungstheorie der «Satanic Panic» zieht noch grössere Kreise. __ (00:00) Intro (02:14) Besuch bei Seelsorger Paul Veraguth (05:14) Definition «Rituelle Gewalt» (18:07) Besuch bei Mira*, die von mutmasslichen Erinnerungen an rituelle Gewalt erzählt (28:12) Thomas Knecht, forensischer Psychiater (35:42) Vorschau auf die nächste Folge & Impressum __ Hast du Feedback oder Fragen? Du erreichst uns via investigativ@srf.ch __ Gesprächspartner:innen: - Thomas Knecht, forensischer Psychiater - Paul Veraguth, Seelsorger - Mira (Name geändert) __ «Satanic Panic»: Verschwörungstheorie, bei der rituelle Gewalt verbunden mit Gedankenkontrolle (Mind-Control) ausgeübt werden soll. Bei ritueller Gewalt soll eine Gruppe von Tätern systematisch und über lange Zeit Menschen missbrauchen. Dabei würden sie Symbole und Rituale einsetzen, so die Theorie. Durch den Missbrauch sollen Persönlichkeitsanteile der Opfer abgespalten und durch die Täter programmiert werden. Wir konnten während unserer Recherche keinerlei Beweise dafür finden, dass es dies so gibt. __ Team: - Recherche: Sonja Mühlemann - Host: Raphaël Günther - Produktion: Céline Raval & SRF Investigativ - Sounddesign: Thomas Baumgartner - Mitarbeit: Recherche & Archive SRF __ Links: - SRF REC
Wed, 14 Jun 2023 - 77 - Satanic Panic - im Teufelskreis (TRAILER)
Eine Verschwörungserzählung hat sich in der Schweiz verbreitet. Es geht um Erinnerungen an Gewalt und Missbrauch, Satanismus und fragwürdige Psychotherapien. Was für Überzeugungen stecken dahinter? Und warum ist die Verschwörungserzählung scheinbar nicht aufzuhalten? Die neue Serie von «News Plus Hintergründe» erscheint ab nächster Woche in diesem Kanal. Produziert von Sonja Mühlemann, Raphaël Günther, Céline Raval, Thomas Baumgartner und SRF Investigativ.
Wed, 07 Jun 2023 - 76 - Der Fall Antepay: Glücksspiel-König vom Bodensee (4)
Neue Hinweise führen in die Ostschweiz und zu einem Mann, der den Journalisten bisher noch nicht aufgefallen ist. Welche Rolle spielt er im Konstrukt rund um Antepay? Und was hat er mit den Glücksspielseiten, die in der Schweiz illegal sind, am Hut? Die Geschichte nimmt nochmals neue Dimensionen an. Der Fall Antepay: Die Podcastserie zu einem Milieu, das Vielen so wohl nicht bekannt ist. Es geht um Online-Glücksspiel in der Schweiz und die Konstrukte dahinter. Mail: investigativ@srf.ch Redaktion & Produktion: Christian Zeier, Raphaël Günther, Fiona Endres und Céline Raval
Wed, 29 Mar 2023 - 75 - Single in Europa: Bonus-Interview mit Livia Leu
Wo steht die Schweiz im Verhältnis zur EU? Chefunterhändlerin Livia Leu führt Sondierungsgespräche mit der EU um auszuloten, ob und inwiefern es Spielraum für neue Verhandlungen gibt. Am 11. November geht es in die nächste Runde. Der ehemalige EU-Korrespondent und Bundeshausredaktor Oliver Washington fühlt Livia Leu auf den Zahn. Wird es zu einer Einigung mit der EU kommen? Die Podcastserie «Single in Europa» beleuchtet die Geschichte der Beziehung Schweiz-EU - eine Geschichte mit viel politischem Zündstoff.
Fri, 04 Nov 2022 - 74 - Der Fall Antepay 3: Der Boss
Wer betreibt die illegalen Glücksspielseiten, auf denen mit Antepay bezahlt wurde? Wir treffen einen Informanten, der für die Organisation gearbeitet hat und kommen dem mutmasslichen Drahtzieher auf die Spur. Dem Mann, der laut einem Infomanten mit Glücksspielseiten ein Vermögen verdient haben soll. Die Recherche über eine scheinbar harmlose Bezahlkarte führt in ein Milieu, das vielen so wohl kaum bekannt ist. Es geht um illegales Glücksspiel in der Schweiz. Die Journalisten Christian Zeier und Raphaël Günther nähern sich einem kriminellen Netzwerk an und suchen nach dem Big Boss hinter dem System. Redaktion: Christian Zeier, Raphaël Günther, Fiona Endres und Céline Raval Sounddesign: Thomas Baumgartner Mail: investigativ@srf.ch
Wed, 26 Oct 2022 - 73 - Der Fall Antepay 2: Der FC Zürich
Das Besitzerpaar Canepa lächelt in die Kameras, als der neue Hauptsponsor des FCZ vor drei Jahren präsentiert wird. Wie kam es, dass Antepay zum Hauptsponsor wurde? Eine Bezahlkarte, die wohl vor allem für illegales Glücksspiel verwendet wurde? Was sagt FCZ-Präsident Ancillo Canepa dazu? Die Recherche über eine scheinbar harmlose Bezahlkarte führt in ein Milieu, das vielen so wohl kaum bekannt ist. Es geht um illegales Glücksspiel in der Schweiz. Die Journalisten Christian Zeier und Raphaël Günther nähern sich einem kriminellen Netzwerk an und suchen nach dem Big Boss hinter dem System. Redaktion: Christian Zeier, Raphaël Günther, Fiona Endres und Céline Raval Sounddesign: Thomas Baumgartner Mail: investigativ@srf.ch
Tue, 25 Oct 2022 - 72 - Der Fall Antepay 1: Die Karte
Alles beginnt mit einer anonymen E-Mail. Von organisierter Kriminalität ist darin die Rede, von illegalem Glücksspiel und von der Bezahlkarte Antepay. Antepay taucht in der breiten Öffentlichkeit erstmals 2019 auf, als Trikotsponsor des FC Zürich. Was und wer steckt dahinter? Die Recherche über eine scheinbar harmlose Bezahlkarte führt in ein Milieu, das vielen so wohl kaum bekannt ist. Es geht um illegales Glücksspiel. Die Journalisten Christian Zeier und Raphaël Günther nähern sich einem kriminellen Netzwerk an und suchen nach dem Big Boss hinter dem System. Mail: investigativ@srf.ch Redaktion: Christian Zeier, Raphaël Günther, Fiona Endres und Céline Raval Sounddesign: Thomas Baumgartner
Mon, 24 Oct 2022 - 71 - Der Fall Antepay TRAILER
Der Schriftzug «Antepay» prangte auf den Trikots des Fussball Schweizermeisters FC Zürich. Antewas? Die Recherche über eine scheinbar harmlose Bezahlkarte führt in ein Milieu, das vielen so wohl kaum bekannt ist. Es geht um illegales Glücksspiel. Die Journalisten Christian Zeier und Raphaël Günther nähern sich einem kriminellen Netzwerk an und suchen nach dem Big Boss hinter dem System.
Mon, 17 Oct 2022 - 70 - Single in Europa 4: Feld eins
Wie kommt es, dass der konservative Milliardär vom Zürichsee ein Loblied singt auf den Chef der Gewerkschaften? Und die FDP-Politikerin, einst jung und aufstrebend, politisch vereinsamt ist? Weil die Europa-Frage die Schweiz dauerhaft verändert hat. Der vorläufig letzte Akt im Beziehungsdrama. SVP-Patron Christoph Blocher behauptet: Wären die Gewerkschaften nicht gewesen, wäre die Übung mit dem Rahmenabkommen zwischen der Schweiz und der EU nicht so schnell abgebrochen worden. Das sei vor allem der «klaren Haltung» von Gewerkschaftsboss Pierre-Yves Maillard zu verdanken, einem «Praktiker», der im Kanton Waadt ein «guter Regierungspräsident» gewesen sei. Das sagt Blocher im Interview mit dem SRF-Bundeshausjournalisten Curdin Vincenz. Er und sein Kollege Oliver Washington haben für diese Podcast-Serie drei Jahrzehnte im Beziehungsdrama zwischen der Schweiz und der EU aufgearbeitet. In dieser letzten Episode der Serie ziehen sie Bilanz und fragen: Sind die Voraussetzungen da, damit es demnächst wieder zu einer Annäherung kommt? Die Gewerkschaften befürchten, dass eine engere Anbindung an die EU den Lohnschutz in der Schweiz untergraben werde. Sie misstrauen den Bürokraten in Brüssel und den Bürgerlichen im Schweizer Parlament, und darum sind sie zu keinen Kompromissen bereit. Und darum ist die SP, die in den Neunzigerjahren noch klar für den EU-Beitritt war, heute in der Europa-Frage so gespalten. Auch die FDP hat ihre Position in der Europa-Politik radikal verändert. Sie war einst die grosse Stütze im bürgerlichen Lager für eine Annäherung an die EU. Das Aushängeschild dieser Position war die Jung-Nationalrätin Christa Markwalder. Heute ist Markwalder in dieser Frage an den Rand der Partei gedrängt. Diese Verschiebungen in der Parteienlandschaft hat es darum gegeben, weil in der Bevölkerung ganz allgemein die Europa-Skepsis zugenommen hat. Das zeigt sich am krassesten bei den Jungen. Gemäss den Nachwahlbefragungen, die von Schweizer Unis alle vier Jahre gemacht wurden, waren in den Neunzigerjahren die 18- bis 34-jährigen die Altersgruppe, die sich am deutlichsten für einen Beitritt zur EU aussprach. Heute sind sie die Altersgruppe, die am deutlichsten dagegen ist. Das zeigen neue Zahlen, die die Online-Wahlhilfe-Plattform Smartvote für SRF ausgewertet hat (https://www.srf.ch/article/20205434). Wie wird es im Beziehungsdrama Schweiz - EU weitergehen? Wir können es nicht wissen. Der Zürcher SP-Politiker und Ex-Regierungsrat Markus Notter meint, eine erneute Annäherung werde es erst geben, wenn die Schweiz ihr Grund-Dilemma mit der EU gelöst habe: «Wir möchten dabei sein, ohne dazu zu gehören.» Schreibt uns auf hotspot@srf.ch Das ist ein Podcast von SRF. Inhalt: Curdin Vincenz und Oliver Washington, Produktion: Marco Morell, Sounddesign: Mirjam Emmenegger und Franz Baumann, Musik: Jérôme Brunner, Mitarbeit: Recherche & Archive SRF
Wed, 05 Oct 2022 - 69 - Single in Europa 3: Adieu
Wären die Schweiz und die EU zur Paartherapie gegangen, hätte die Diagnose so ausfallen können: Sie stritten über die unwesentlichen Dinge und sprachen nie über das Wesentliche, das sie trennt. Darum war der Bruch unvermeidlich. Wieso das so war, darum geht es in dieser Episode. Ehemalige Bundesräte hüten sich gewöhnlich davor, sich in aktuelle Geschäfte ihrer Nachfolgerinnen und Nachfolger einzumischen. Zum Bruch mit der EU, den der Bundesrat im Mai 2021 herbeigeführt hat, mögen aber einige von ihnen nicht mehr schweigen. Die beiden SRF-Bundeshausjournalisten Curdin Vincenz und Oliver Washington haben für diese Podcast-Serie mit vier Ex-Bundesräten und einer Ex-Bundesrätin Interviews geführt. Darin nehmen die Ex-Magistraten ungewohnt pointiert Stellung. Sie kritisieren vor allem, wie kampflos der Bundesrat das Rahmenabkommen mit der EU aufgegeben hat - ohne Abstimmung im Parlament, erst recht nicht mit einer im Volk. Und ohne Plan B. Und das alles, nachdem man acht Jahre lang miteinander verhandelt hatte. Dabei war man doch so gut unterwegs gewesen. Die Schweiz und die EU erlebten in den Nullerjahren eine Art Honeymoon. Gleich zwei Pakete an bilateralen Abkommen regelten die Beziehungen. Einzig ein Dach fehlte, das die verschiedenen Abkommen zusammenhält und schützt - indem es zum Beispiel regelt, was im Fall eines Streits geschehen soll. Der Bau eines solchen Dachs hatte gerade begonnen, als etwas völlig Unerwartetes geschah, am 9. Februar 2014. Das Schweizer Stimmvolk sagte Ja zur Masseneinwanderungsinitiative der SVP. Es war ein Protestvotum gegen den freien Personenverkehr mit der EU. Seither ist im Verhältnis zwischen Bern und Brüssel nichts mehr wie zuvor. Nach einer Phase der Funkstille begann man zwar zu verhandeln über ein so genanntes Rahmenabkommen. Doch es folgte ein Missverständnis aufs andere, und die Verhandlungen kamen nicht vom Fleck. Und eben, man sprach über Anmeldefristen für Handwerker und über abstrakte Dinge wie die Unionsbürgerrichtlinie, aber nicht über die Grundsatz-Frage, die einer Einigung im Weg stand: Wieviel Souveränität ist die Schweiz bereit preiszugeben, um dieselben Vorteile geniessen zu können wie die EU-Mitglieder? Schreibt uns auf hotspot@srf.ch Das ist ein Podcast von SRF. Inhalt: Curdin Vincenz und Oliver Washington, Produktion: Marco Morell, Sounddesign: Mirjam Emmenegger und Franz Baumann, Musik: Jérôme Brunner, Mitarbeit: Recherche & Archive SRF Folge 4 unserer Serie kommt am Mittwoch 5.10.22
Wed, 28 Sep 2022 - 68 - Single in Europa 2: Der Basar
Ein amtierender Schweizer Bundesrat, ganz allein auf geheimer Verhandlungsmission in Luxemburg. Unglaublich, aber wahr! Eine weitere Episode im Beziehungsdrama zwischen der Schweiz und der EU, in dem sich beide Seiten plötzlich auf ihre Stärken besinnen und miteinander reden. Wir verraten hier nur so viel: Der Bundesrat auf geheimer Mission hiess Moritz Leuenberger. Er wurde 1995 in die Landesregierung gewählt. Eine seiner neuen Aufgaben war, mit der EU eine Einigung im komplizierten Verkehrsdossier zu finden. Es galt nach dem Schock des Volks-Neins zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) vom 6. Dezember 1992 die Scherben im Verhältnis zur EU zu kitten. Das war noch schwieriger geworden, nachdem 1994 das Schweizer Stimmvolk ein weiteres Negativ-Signal nach Brüssel geschickt hatte, mit der Annahme der Alpeninitiative. Sie verlangte, dass der alpenquerende Gütertransitverkehr von der Strasse auf die Schiene verlagert werden müsse – ein No-Go aus Sicht der EU. Die beiden SRF-Bundeshausjournalisten Oliver Washington und Curdin Vincenz lassen in dieser vierteiligen Podcast-Serie das Beziehungsdrama der Schweiz und der EU Revue passieren. Sie haben mit vielen Ex-Bundesräten und einer Ex-Bundesrätin geredet und mit den Schlüsselfiguren von heute. Entstanden ist daraus ein Doku-Drama. Als der frisch gewählte Bundesrat Leuenberger 1995 das Verkehrsdossier übernahm, setzte er sich gleich selber an den Verhandlungstisch. Dort fühlte er sich zeitweise wie auf einem orientalischen Basar, wie er heute sagt. Und er nervte sich über das Heer von Beamten, das ihn stets umgab und argwöhnisch darauf achtete, dass er die Interessen der Schweiz nicht verkaufte. Schliesslich gelang aber der Durchbruch, und in der Beziehung der Schweiz zur EU begann der Honeymoon. Ein erstes Paket von bilateralen Abkommen kam unter Dach und Fach, wenige Jahre später folgte ein zweites. Jedes Mal sagte das Stimmvolk klar und deutlich Ja. Schreibt uns auf hotspot@srf.ch Das ist ein Podcast von SRF. Inhalt: Curdin Vincenz und Oliver Washington, Produktion: Marco Morell, Sounddesign: Mirjam Emmenegger, Musik: Jérôme Brunner, Mitarbeit: Recherche & Archive SRF Folge 3 unserer Serie gibts ab Mittwoch 28.9.22
Wed, 21 Sep 2022 - 67 - Single in Europa 1: Der Bauchentscheid
Die Schweiz und die EU – das ist wie in einer Beziehung, in der sich zwei Menschen auseinanderleben, bis sie sich nicht mehr verstehen. Dabei hatte alles so gut angefangen, mit einer Art Verlobungsantrag, damals im Mai 1992. Aus heutiger Sicht war es eher der Anfang eines langsamen Abschieds. Es sei ein «Bauchentscheid» gewesen, erinnert sich Arnold Koller. Der damalige Justizminister ist heute 89-jährig. Er war einer von drei Bundesräten, die damals Nein sagten zum Entscheid, in Brüssel ein Gesuch für die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen einzureichen. Adolf Ogi, der damalige Verkehrsminister, war einer der vier, die dafür waren. Er findet noch heute: «Das war der richtige Entscheid.» Die beiden SRF-Bundeshausjournalisten Curdin Vincenz und Oliver Washington lassen in dieser vierteiligen Podcast-Serie das Beziehungsdrama der Schweiz und der EU Revue passieren. Sie haben mit vielen Ex-Bundesräten und einer Ex-Bundesrätin geredet und mit Schlüsselfiguren von heute. Die Mehrheit im Bundesrat fand damals, im Mai 1992: Verhandeln über einen Beitritt kann man ja mal. Der Beitritt zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR), über den das Schweizer Stimmvolk wenige Monate später abstimmte, sollte nur ein erster Schritt dazu sein. Heute wäre ein solcher Entscheid der Schweizer Regierung undenkbar. Aber damals befand man sich in einer Zeit, in der Europa neu geordnet wurde. Die Mauer in Berlin war zusammengebrochen, die Sowjetunion ebenso, und in Europa wurde der Grundstein gelegt für einen freien Binnenmarkt, der den ganzen Kontinent umspannte. Aus Sicht des Bundesrats galt es zu vermeiden, dass die Schweiz den Anschluss an diese rasanten historischen Umwälzungen verpasste. Die Mehrheit der Stimmbevölkerung sah das aber anders. Sie misstraute dem Bundesrat und fürchtete um die Eigenständigkeit des Landes. So kam es, dass Christoph Blocher mit seiner Kampagne gegen den EWR massiv Auftrieb erhielt und das Volk schliesslich am 6. Dezember 1992 mit hauchdünner Mehrheit Nein sagte zum EWR. Und so befanden sich die Schweiz und die EU in einer tiefen Beziehungskrise – nur ein halbes Jahr nach dem Verlobungsantrag. Schreibt uns auf hotspot@srf.ch Das ist ein Podcast von SRF. Inhalt: Curdin Vincenz und Oliver Washington, Produktion: Marco Morell, Sounddesign: Mirjam Emmenegger, Musik: Jérôme Brunner, Mitarbeit: Recherche & Archive SRF Folge 2 unserer Serie gibts ab Mittwoch 21.9.22
Wed, 14 Sep 2022 - 66 - Neue Serie: Single in EuropaTue, 13 Sep 2022
- 65 - «Willkommen in der Schweiz, Ukrainer:innen», 2: Die Überforderung
Die Schweizer Gemeinden waren auf die vielen Flüchtlinge aus der Ukraine nicht vorbereitet. Sie konnten nicht so schnell Personal aufbauen. Das Geld, das sie von Bund und Gemeinden erhalten, reicht nicht. Der Vizepräsident des Gemeindeverbandes, Jörg Kündig, sagt: Viele Gemeinden sind am Anschlag. Yelena und Yeva, die beiden Ukrainerinnen, die wir in Folge 1 kennengelernt haben, geht es seither nicht besser. Yeva hat nun Kontakt zu einem psychologischen Dienst, aber das Geld ist weiterhin knapp. Und Yelena will nur noch nach Hause, weil sie hier keine Arbeit findet und sich ihre Lage nicht verbessert. Sie kann sich eine Rückreise aber nicht leisten und bekommt auch keine Hilfe von der Gemeinde. Es deutet vieles darauf hin, dass es für eine grössere Zahl Ukrainerinnen und Ukrainer vorerst nicht besser wird. Denn die Gemeinden sind damit konfrontiert, dass immer mehr Flüchtlinge ankommen, sie aber die bereits angereisten nicht richtig unterstützen können. Sie rufen bei Kantonen und Bund um Hilfe. Doch von dort kommt, sagt Jörg Kündig, noch nicht viel. Das Staatssekretariat für Migration kündigt immerhin an, vom Parlament einen Nachtragskredit zu erhalten. Doch das Geld kommt frühestens im Herbst. Alles umsonst also? Der bekannte Migrationsforscher Professor Dominik Hangartner von der ETH Zürich sagt, dass die Schweiz noch etwas Zeit hat. Wenn es den Schweizer Behörden erst sei mit der Wilkommenskultur, dann könne man mit den nötigen Investitionen etwas erreichen. Integration koste am Anfang viel Geld, zahle sich dann aber langfristig aus. Hotspot ist ein Podcast von SRF. Wollt ihr uns etwas mitteilen? Dann schreibt uns auf hotspot@srf.ch Inhalt und Recherche: Simon Jäggi und Stefan Brand, Produktion: Philip Meyer und Céline Raval, Sounddesign: Thomas Baumgartner, Mitarbeit: Recherche & Archive SRF
Wed, 06 Jul 2022 - 64 - «Willkommen in der Schweiz, Ukrainer:innen», 1: Das Versprechen
Die Schweiz machte ein grosses Versprechen. Die Ukrainerinnen und Ukrainer sollen hier rasch eine neue Heimat finden mit Sicherheit, Unterkunft und Arbeit. Doch jetzt zeigen sich Risse in der Willkommenskultur und die Frage taucht auf: Ist die Schweiz überfordert? «Willkommen in der Schweiz, Ukrainer:innen» haben die Schweizer Behörden ausgerufen. Bundesrätin Karin Keller-Sutter versprach, dass die Schweiz unbürokratisch helfen werde. Immer wieder wurde betont: Die vom Krieg Vertriebenen, die ukrainischen Flüchtlinge, sollen schnell Unterkunft, Betreuung und Sprachkurse erhalten. Sie sollen hier zur Ruhe kommen und, wenn sie länger hierbleiben müssen, für sich selbst sorgen können. Doch nun zeigt sich: Das grosse Ziel könnte verfehlt werden. Denn die Hilfe kommt bei vielen Ukrainerinnen und Ukrainern nicht an. Sie profitieren nicht vom Schutzstatus S, der erstmals ausgerufen wurde; der ihnen mehr Möglichkeiten bieten sollte als anderen Flüchtlingen. Wir treffen bei unseren Recherchen Yelena und Yeva – bei einer Essensausgabe der Caritas, zusammen mit vielen anderen ukrainischen Frauen. Die beiden haben zu wenig Geld zum Leben. Sie erhalten von der Gemeinde Thal 375 Franken pro Person und Monat, sagen sie. Und sind praktisch auf sich selbst gestellt. Von der Gemeinde erhalten sie kaum Hilfe, kein Zugang zu Sprachkursen oder psychologische Betreuung. Keine Hilfe bei der Suche nach Arbeit. Sie möchten nur noch nach Hause – in ein kriegsversehrtes Land. Aber auch eine Rückkehr können sie sich nicht leisten. Warum die Hilfe bei den beiden Ukrainerinnen nicht ankommt, wollen wir von den Behörden wissen. Und erhalten keine Antwort. Wir erfahren im Verlaufe der Recherchen auch weshalb: Viele Gemeinden sind selbst überfordert von der Aufgabe. Sie rufen um Hilfe bei Kanton und Bund – und fühlen sich ungehört. Gleichzeitig steigt die Zahl der Ukrainerinnen und Ukrainer, die in der Schweiz ankommen, weiter stark an. Steuern wir auf ein grosses Problem zu wegen des Versprechens, das die Behörden in guter Absicht gegeben haben? Auf jeden Fall steigt die Zahl der Anfragen verzweifelter Ukrainerinnen und Ukrainer bei Inna Praxmarer von der Caritas Beratungsstelle Zürich weiter an. "Willkommen in der Schweiz Ukrainer:innen" - Folge 2: "Die Überforderung" folgt hier in diesem Kanal am 7. Juli 2022 Hotspot ist ein Podcast von SRF. Wollt ihr uns etwas mitteilen? Dann schreibt uns auf hotspot@srf.ch Inhalt und Recherche: Simon Jäggi und Stefan Brand, Produktion: Philip Meyer, Sounddesign: Thomas Baumgartner, Mitarbeit: Recherche & Archive SRF
Wed, 29 Jun 2022 - 63 - Der Krieg und wir, 3: China vergessen?
Eine Lehre aus dem Ukraine-Krieg kann schon jetzt gezogen werden: Sich mit Tyrannen einzulassen, kann böse enden. Höchste Zeit darum, dass wir uns auch über unser Verhältnis zu China Gedanken machen. Dort stellt sich die Frage: Gibt es überhaupt Handlungsspielraum? China greift Taiwan an, die Insel vor dem chinesischen Festland, deren Unabhängigkeit Peking bestreitet. Für Mareike Ohlberg ist das kein unrealistisches Szenario. Sie ist China-Expertin beim German Marshall Fund, einer US-amerikanischen Denkfabrik. Was würde der Westen dann tun, Sanktionen ergreifen? Schon im Fall Russlands ist das eine recht zähe Angelegenheit. Zu gross ist die Abhängigkeit des Westens von russischen Energielieferungen. Im Fall von China wäre die Herausforderung um ein Vielfaches grösser. Ohne Werkbank in China, wäre manches westliche Unternehmen verloren. Für Mareike Ohlberg ist es darum höchste Zeit, dass sich der Westen aus seiner Abhängigkeit von China zu lösen beginnt. Einfach so den Stecker zu ziehen, das gehe allerdings nicht, warnt Felix Sutter, der Chef der schweizerisch-chinesischen Handelskammer. Eine solche wirtschaftliche Entflechtung brauche Zeit, sonst sei der wirtschaftliche Schaden zu gross. Hotspot ist ein Podcast von SRF. Wollt ihr uns etwas mitteilen? Dann schreibt uns auf hotspot@srf.ch Inhalt und Recherche: Raphaël Günther und Marco Morell, Produktion: Marco Morell, Sounddesign: Chris Weber, Musik: Jérôme Brunner, Mitarbeit: Recherche & Archive SRF
Wed, 15 Jun 2022 - 62 - Der Krieg und wir, 2: Pazifismus am Ende?
Eine Welt ohne Krieg und Waffen. Dieses Ideal ist für die Pazifistin Vanessa Bieri in weite Ferne gerückt. Wladimir Putin hat den Krieg wieder nach Europa gebracht, mit seinem Angriffsbefehl auf die Ukraine. Ist der Pazifismus damit am Ende oder gibt es eine gewaltlose Antwort auf den Krieg? Wenn einem Volk das passiert, was den Ukrainerinnen und Ukrainern am 24. Februar passiert ist, nämlich dass man von seinem Nachbarn brutal überfallen wird, dann ist auch für die GsoA-Aktivistin Vanessa Bieri klar: Sich einfach ergeben, ist keine Option. Da ist es legitim, sich zu verteidigen. Waffenlieferungen lehnt Bieri trotzdem ab. Und sie sagt, in Kriegszeiten sei es nicht einfach, eine pazifistische Haltung zu vertreten. Während Jahrhunderten prägte der Krieg die Geschichte der Menschheit. Für nichts gaben Regenten so viel Geld aus wie fürs Militär. Seit 1945 wird der Krieg von der Staatenwelt geächtet, und unter dem Dach der Vereinten Nationen herrscht eine Ordnung, in der das Recht Vorrang hat gegenüber militärischer Gewalt. Darum sei es jetzt nach Russlands Überfall auf die Ukraine so wichtig, dass die Staaten die «richtigen» Entscheide treffen, sagt der israelische Historiker Yuval Noah Harari in einem TED-Talk. Die westlichen Staaten haben den russischen Angriff auf die Ukraine einhellig verurteilt und gegen Putin und seine Gefolgsleute Sanktionen verhängt. Mit nicht-militärischen Mitteln versuchen sie den russischen Aggressor zu stoppen. Ob das gelingt, ist alles andere als sicher. In der politischen Anti-Putin-Front zeigen sich Risse. Aber es wäre die «richtige» Antwort: Wer sich stark fühlt und denkt, er könne einfach seinen Nachbarn überfallen, kommt damit nicht durch. Hotspot ist ein Podcast von SRF. Wollt ihr uns etwas mitteilen? Dann schreibt uns auf hotspot@srf.ch Inhalt und Recherche: Raphaël Günther und Marco Morell, Produktion: Marco Morell, Sounddesign: Luki Fretz, Musik: Jérôme Brunner, Mitarbeit: Recherche & Archive SRF
Wed, 08 Jun 2022 - 61 - Der Krieg und wir, 1: Aufrüsten, aber wofür?
Der 24. Februar hat Vieles verändert. Der Panzergrenadier weiss jetzt, was der Ernstfall für ihn bedeutete. Der Zivildienstler ist am Zweifeln, ob es wirklich keine Armee mehr brauche. Wie genau hat sich mit dem russischen Überfall auf die Ukraine die Bedrohungslage der Schweiz verändert? Aufrüsten! Mehr Waffen! Das ist für viele Regierungen der Welt das Gebot der Stunde. Der russische Präsident Wladimir Putin hat mit seinem Befehl zum militärischen Angriff auf die Ukraine die Illusion des «ewigen Friedens» in Europa jäh beendet. Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz spricht von einer «Zeitenwende» und begründet damit ein massives Aufrüstungsprogramm. Finnland und Schweden haben den Antrag gestellt, Mitglied im westlichen Verteidigungsbündnis Nato zu werden. Auch in der Schweiz ist für die bürgerliche Mehrheit im Parlament klar: Wir brauchen wieder eine starke Armee. Dagegen hat Georg Häsler, Journalist bei der NZZ und Oberst im Heeresstab der Armee, grundsätzlich nichts einzuwenden. Er findet aber, die Aufrüstung müsse genau abgestimmt werden mit den europäischen Partnern. Die Zeiten seien vorbei, da die Schweiz im Glauben leben konnte, sich allein gegen einen Feind vom Kaliber Russlands verteidigen zu können. Und ein zweiter Punkt ist Häsler wichtig: Der Krieg in der Ukraine darf nicht andere Bedrohungen aus unserem Bewusstsein verdrängen. Den Klimawandel zum Beispiel. Für den obersten Risikoanalysten im Bundesamt für Bevölkerungsschutz, Stefan Brem, sind das die Top-3-Gefahren für die Schweiz: Strommangel, Pandemie und Ausfall des Mobilfunknetzes. Alles Risiken also, die mit nicht-militärischen Mitteln kontrolliert werden müssen. Mit dem Krieg in der Ukraine ist laut Brem das Risiko von Engpässen in der Energieversorgung noch grösser geworden. Hotspot ist ein Podcast von SRF. Wollt ihr uns etwas mitteilen? Dann schreibt uns auf hotspot@srf.ch Inhalt und Recherche: Raphaël Günther und Marco Morell, Produktion: Marco Morell, Sounddesign: Luki Fretz, Musik: Jérôme Brunner, Mitarbeit: Recherche & Archive SRF
Wed, 01 Jun 2022 - 60 - Liebesgrüsse aus Lugano: Putins Spur in die Schweiz, Teil 2
In der Villa am Luganersee haben wir die angebliche Geliebte des russischen Präsidenten nicht gefunden. Aber es gibt noch weitere Spuren. Jedenfalls wenn man den Gerüchten glaubt, die über Alina Kabajewa kursieren und die besagen, dass sie unbehelligt von jeglichen Sanktionen im Tessin leben soll. Eine dieser Spuren führt SRF-Investigativ-Reporterin Fiona Endres in die Privatklinik Sant‘Anna in Lugano. Eine noble und diskrete Adresse, an der schon der Nachwuchs anderer Prominenz das Licht der Welt erblickt hat. Dort soll die 38-jährige Geliebte von Wladimir Putin Zwillinge zur Welt gebracht haben. Wenn es stimmt, dass eine der wichtigsten Bezugspersonen des russischen Präsidenten im Tessin lebt, würde das die Schweizer Behörden in eine ungemütliche Lage bringen. Denn schon nach Beginn des russischen Angriffkriegs auf die Ukraine, als viele Staaten rasch harte Sanktionen gegen Russland verhängten, agierte der Bundesrat zögerlich. Auf unserer Spurensuche begegnen wir noch einer ganz anderen Geschichte. Den im Podcast genannten Artikel findet ihr hier:?https://www.swissinfo.ch/ger/youssef-nada-war-on-terror_jahre-des-zorns/47042494 Dies ist ein Podcast von Hotspot und SRF Investigativ. Habt Ihr einen Recherche-Hinweis für uns? Dann schreibt uns auf investigativ@srf.ch Inhalt und Recherche: Fiona Endres und Roger Aebli, Produktion und Storytelling: Marco Morell, Jonathan Sippel und Nina Blaser, Technik und Gestaltung: Thomas Baumgartner, Musikauswahl: Jérôme Brunner
Thu, 28 Apr 2022 - 59 - Liebesgrüsse aus Lugano: Putins Spur in die Schweiz, Teil 1
Die Geliebte des russischen Präsidenten soll in einer Villa in Lugano leben – unbehelligt von irgendwelchen Sanktionen. Dieses Gerücht hat ein Promi-Blog in den USA in die Welt gesetzt. Ist das so? Wir machen uns auf die Suche. Wer zu Putins Freunden zählt, für den oder die ist das Leben schwierig geworden ausserhalb der Grenzen Russlands. Denn nach dem russischen Angriff auf die Ukraine am 24. Februar 2022 haben viele Staaten Sanktionen verhängt gegen alle, die in enger Verbindung stehen zum Kreml. Bisher nicht auf den Sanktionslisten aufgetaucht ist die 38-jährige angebliche Geliebte des 69-jährigen russischen Autokraten. Alina Kabajewa heisst sie. Einst war sie eine erfolgreiche russische Sportlerin. Ihre Disziplin war die rhythmische Sportgymnastik. Offiziell tritt Kabajewa nie als Präsidentengattin auf. Darum kursieren auch so viele Gerüchte. Zum Beispiel eben, dass Kabajewa in Lugano lebe. Dort nimmt SRF-Investigativ-Reporterin Fiona Endres die Spurensuche auf. Zusammen mit Roger Aebli berichtet sie darüber in diesem Podcast von Hotspot und SRF Investigativ. Habt Ihr einen Recherche-Hinweis für uns? Dann schreibt uns auf investigativ@srf.ch Inhalt und Recherche: Fiona Endres und Roger Aebli Produktion und Storytelling: Marco Morell, Jonathan Sippel und Nina Blaser Technik und Gestaltung: Thomas Baumgartner Musikauswahl: Jérôme Brunner
Wed, 27 Apr 2022 - 58 - Im Reich Orbans, 3: Die Ohnmacht der Gegner
Wer sich Viktor Orban in den Weg gestellt hat, ist gescheitert. Das galt bisher für seine politischen Gegner in Ungarn, wie auch für die Europäische Union. Selbst wenn er jetzt die Wahlen verlieren sollte, wird ein Teil des «Systems Orban» weiterbestehen. Gibt es jemanden, der Orban stoppen kann? Peter Marki-Zay hofft auf den Bonus des Unverbrauchten und will damit bei den Parlamentswahlen vom 3. April 2022 den Sieg einfahren. Er will denjenigen von der Macht drängen, den er einst bewundert hat: Regierungschef Viktor Orban. Marki-Zay ist der Kandidat, der aus dem politischen Nichts kam und jetzt an der Spitze steht eines breiten Parteienbündnisses von links bis rechts. Doch diese vermeintliche Stärke - die breite politische Basis - ist gleichzeitig auch Marki-Zays Schwachpunkt. Das findet SRF-Osteuropakorrespondent Roman Fillinger, der den ungarischen Präsidentschaftskandidaten in Budapest getroffen hat. Denn zu Marki-Zays Bündnis gehören auch die Sozialisten, die vor Orban regierten. Und die haben noch heute den Ruf, korrupt und unfähig zu sein. Orban versteht es meisterhaft, die Stärken seiner Gegner zu seinem Vorteil zu nutzen. Das gilt auch für seinen aussenpolitischen Hauptfeind, die Europäische Union. Diese will ihn dafür bestrafen, dass er sich dauernd über EU-Regeln hinwegsetzt. Er aber inszeniert sich damit gegenüber den eigenen Wählerinnen und Wählern als einer, der Ungarns Unabhängigkeit verteidigt. Das Ringen zwischen der EU und ihrem widerspenstigen Mitglied Ungarn wird darum höchst wahrscheinlich auch nach der Parlamentswahl weitergehen. «Orbans Mechanismen kriegt man nicht weg», sagt Katrin Barley, die Vizepräsidentin des EU-Parlaments im Gespräch mit SRF-Osteuropa-Korrespondentin Sarah Nowotny. In seinen zwölf Jahren an der Macht hat Orban das politische System dauerhaft zu seinen Gunsten umgebaut. Hotspot ist ein Podcast von SRF. Wollt ihr uns etwas mitteilen? Dann schreibt uns auf hotspot@srf.ch Inhalt: Sarah Nowotny und Roman Fillinger, Produktion: Marco Morell, Technik: Mirjam Emmenegger, Musik: Jérôme Brunner, Mitarbeit: Recherche & Archive SRF
Wed, 23 Mar 2022 - 57 - Im Reich Orbans, 2: Der Zauberer der Macht
Viktor Orban versteht es, sein Publikum in den Bann zu ziehen. Während der Wende von 1989 wurde er zum Vorkämpfer für die Freiheit. Heute indes ist Ungarn ein autoritärer Staat, in dem eine Minderheit das Sagen hat und eine noch kleinere Minderheit schamlos profitiert. Wie hat Orban das geschafft? Zsuszanna Szelényi gehörte auch zu denen, die Viktor Orban bewunderten. «Er hatte Charme, war angenehm», sagt sie. «Wir sind ihm gerne gefolgt.» Noch vor dem Fall des Eisernen Vorhangs erhob Orban mutig gegen die kommunistische Diktatur das Wort. Mit dem Versprechen, neue Arbeitsplätze zu schaffen und die Korruption zu bekämpfen, kam er vor zwölf Jahren an die Macht. Inzwischen ist der Zauber längst verflogen. Orban wird von den Medien auch «Puszta-Putin» genannt. Szelényi hat sich - wie viele andere Ungarinnen und Ungaren - von ihm abgewendet und wird ihm bei den Parlamentswahlen vom 3. April 2022 ihre Stimme nicht geben. Sarah Nowotny und Roman Fillinger, die für Radio SRF über Osteuropa berichten, zeigen in dieser zweiten Episode ihrer Podcast-Serie auf, wie sich Viktor Orban an der Macht gewandelt hat, vom liberalen Politiker zum autoritären Regierungschef. Wie er immer mehr nach rechts rückte und in Kauf nahm, dass ihm Anhängerinnen wie Zsuszanna Szelényi und viele andere den Rücken kehrten. Und wie er das Wahlrecht so änderte, dass ihm heute eine Minderheit der Stimmen genügt, um seine Vorstellungen umfassend durchzusetzen. Dazu passt, dass Orban abgeschottet lebt, fast nur noch mit Gleichgesinnten spricht – und seinem engsten Umfeld Reichtum und Privilegien zuschanzt. Hotspot ist ein Podcast von SRF. Wollt ihr uns etwas mitteilen? Dann schreibt uns auf hotspot@srf.ch Inhalt: Sarah Nowotny und Roman Fillinger, Produktion: Marco Morell, Technik: Mirjam Emmenegger, Musik: Jérôme Brunner, Mitarbeit: Recherche & Archive SRF
Wed, 16 Mar 2022 - 56 - Im Reich Orbans, 1: Zwei Welten
Ungarn ist keine Diktatur. Niemand muss ins Gefängnis, weil er oder sie die Regierung kritisiert. Aber Ungarn ist auch keine funktionierende Demokratie mehr. Das System von Regierungschef Viktor Orban bevorzugt seine Freunde und lässt kaum Raum für Andersdenkende. Wie frei oder unfrei leben die Ungarinnen und Ungaren heute? Das wollten Sarah Nowotny und Roman Fillinger im Vorfeld der Parlamentswahlen vom 3. April 2022 herausfinden. Sie berichten beide für Radio SRF über die Länder Osteuropas. Der Punkmusiker Tamas Rupaszow gibt seine Antwort auf die Frage "frei oder unfrei?" mit einem Bild aus einem Kindermärchen. Die Regierung Orban sei wie ein Monster. Sie fresse alles, was sich ihr in den Weg stelle, kritische Geschäftsleute, kritische Medien, kritische Kulturschaffende, und das ohne jegliche Anwendung von Gewalt. Rupaszow hatte schon in den Achtzigerjahren Musik produziert, aus dem Untergrund heraus, unter der Herrschaft der Kommunisten. Dann kam der grosse Aufbruch von 1989. Die Ungarinnen und Ungaren erkämpften sich die Freiheit. Heute ist der "vorauseilende Gehorsam" zum Überlebensprinzip geworden: Man steht auf der Seite von Regierungschef Orban oder man hält den Mund. Sonst verliert man Geschäftskunden, Inserenten, Auftrittsgelegenheiten. In dieser ersten Episode der Podcast-Serie "Im Reich Orbans" kommen aber nicht nur die Verlierer des Systems zu Wort, sondern auch die Gewinner. Dazu gehören junge Eltern. Sie werden von der Regierung belohnt fürs Kinderkriegen, unter anderem mit billigen Hypotheken. Ab dem vierten Kind müssen Mütter nicht einmal mehr Einkommenssteuer bezahlen. Hotspot ist ein Podcast von SRF. Wollt ihr uns etwas mitteilen? Dann schreibt uns auf hotspot@srf.ch Inhalt: Sarah Nowotny und Roman Fillinger, Produktion: Marco Morell, Technik: Mirjam Emmenegger, Musik: Jérôme Brunner, Mitarbeit: Recherche & Archive SRF
Wed, 09 Mar 2022 - 55 - Fall Pilatus 2: Auf der Spur der PC-12
Im Jahr 2012 verkauft die Flugzeugfirma Pilatus in Stans im Kanton Nidwalden zivile 18 PC-12 an die USA. Es sind diejenigen Flugzeuge, die letzten Sommer afghanische Bomber bei Luftangriffen begleiten und filmen. Die Pilatus-Flugzeuge werden in den USA von einer Rüstungsfirma mit modernster Technik ausgestattet. Und alles deutet darauf hin, dass die PC-12 bereits in Stans auf diesen Umbau ausgerichtet werden. Wie verläuft der Weg der Pilatus-Flugzeuge in den Afghanistan-Krieg? Und wo sind sie heute, nachdem die Taliban die Macht übernommen haben? Bereits beim Verkauf der Pilatus-Flugzeuge an die USA im Jahr 2012 werden Befürchtungen laut, die PC-12 landeten einmal im Krieg in Afghanistan. Es seien zivile Standardversionen ohne militärische Spezifikationen, beschwichtigen Bundesrat und Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco). Doch wie Bilder und Pläne zeigen, sind die Flugzeuge mit einer Heckklappe versehen. Diese braucht es für den Einbau der Kameras durch die Rüstungsfirma Sierra Nevada mit Sitz in Sparks in den USA. So werden die PC-12 modifiziert und gelangen später, mit weiteren technischen Geräten versehen, nach Kabul. Dass es dazu gekommen sei, dürfe niemanden überraschen, sagt Lukas Hafner von Amnesty International. Der afghanischen Armee dienen die Schweizer Flugzeuge, die sie von den USA erhält, im Krieg gegen die Taliban; denn die PC-12 seien zuverlässig, robust und unauffällig, sagt der österreichische Luftfahrt- und Militärexperte Georg Mader. Genau das, was es für einen solchen Einsatz brauche. Die afghanische Luftwaffe setzt die PC-12 in der Endphase des Kriegs denn auch intensiv als Begleitflugzeug bei Bombenangriffen ein. Doch im September übernehmen dann die Taliban die Macht. Die Piloten versuchen, die Pilatus-Flugzeuge in Sicherheit zu bringen. Eine aufwändige Suche mit Videos, Satellitenbildern und Flugdaten führt auf die Spuren der PC-12. Hotspot ist ein Podcast von SRF Inhalt: Ben Heubl und Andreas Schmid (SRF Investigativ), in Zusammenarbeit mit Lighthouse Reports Produktion und Story: Eliane Leiser Archivmaterial: SRF R+A Technik: Mirjam Emmenegger
Wed, 02 Mar 2022 - 54 - Fall Pilatus 1: Das PC12-Flugzeug in Afghanistan
Mit einer Luftoffensive versucht die afghanische Armee im Sommer 2021 die Machtübernahme der Taliban doch noch zu verhindern. Die Streitkräfte fliegen in der Endphase des Afghanistan-Kriegs Angriff um Angriff. Nicht nur Talibankämpfer kommen dabei ums Leben, die Bomben töten auch Hunderte von Zivilpersonen. Bei den Luftattacken sind auch Pilatus-Flugzeuge aus der Schweiz im Einsatz. Welche Rolle spielen diese PC-12? Und wie kommt es, dass sie in einem Krieg im Einsatz sind? Der afghanischen Armee stehen im Kampf gegen die Taliban 18 Pilatus-Flugzeuge des Typs PC-12 zur Verfügung. Obwohl aus der Schweiz laut Gesetz keine militärischen Güter in Kriegsgebiete exportiert werden dürfen, fliegen die Pilatus-Flieger bei Attacken mit. Die USA haben die PC-12 den Afghanen 2015 und 2016 überlassen. Die Pilatus-Flugzeuge sind mit Kameras und modernen Überwachungsgeräten versehen und begleiten Luftangriffe der afghanischen Kampfbomber. Die Kameras in den PC-12 filmen die Attacken, und mit den technischen Geräten kann die Besatzung Ziele auskundschaften. PC-12 sind auch dabei, als bei einem Luftangriff vom 15. Juli 2021 nicht nur Taliban, sondern auch unbeteiligte Zivilpersonen sterben. Das lässt sich mit einer akribischen Auswertung von offenen Datenquellen nachweisen, und Augenzeugen bestätigen es. Fatal sei die mangelnde Ausbildung der afghanischen Operatoren, die in den PC-12 dabei sind, sagt der amerikanische Experte Marc Garlasco, der früher für das US-Verteidigungsministerium tätig war. Statt mit dem Auskundschaften der Ziele zivile Opfer zu verhindern, ist laut Garlasco das Gegenteil passiert. Hotspot ist ein Podcast von SRF Inhalt: Ben Heubl und Andreas Schmid (SRF Investigativ) in Zusammenarbeit mit Lighthouse Reports Produktion und Story: Eliane Leiser Archivmaterial: SRF R+A Technik: Mirjam Emmenegger
Wed, 23 Feb 2022 - 53 - Dark Social 3 - Die Hassmaschine
Die dritte Folge von «Dark Social» startet mit einer Warnung. Denn es geht um tausende von Gewaltfantasien und Drohungen auf Telegram. Deren Ziel: Politiker, Wissenschaftlerinnen, Journalisten. Und es stellt sich die Frage: Wie gewaltbereit sind die Massnahmengegner wirklich? Julian Schmidli und das Team von SRF Data haben sich dür die Reihe «Dark Social» von SRF Hotspot in Chat-Gruppen umgehört, wo Menschen ganz offen über die Ermordung von Bundesräten fantasieren. Die Mitglieder verabreden sich, um konkret den Umsturz zu planen. Oder wenigstens Aktionen, welche die Gesellschaft aufhorchen lassen sollen. Kaum jemand widerspricht, niemand unternimmt etwas dagegen. Die Gewaltdrohungen und Hassbotschaften werden von Telegram nicht gelöscht. Und die Behörden? Handeln nur in Einzelfällen. Telegram kooperiert nicht mit ihnen. Der Ton auf Telegram wird toxischer. Das lässt sich auch messen. SRF Data hat Daten analysiert und die Verantwortlichen identifiziert. Es ist eine kleine Minderheit von allen Telegram-Nutzer:innen, die sich in Gruppen wie «Widerstand Zürich» zusammenfinden. Und nur wenige Leute sind für die meisten Mitteilungen verantwortlich. Aber ihre Zahl wächst. Und sie werden lauter und wütender. Das hat mit Telegram zu tun – und mit der Impfkampagne. In der dritten Folge erklärt Julian zudem, wie sich neben anonymen Aufwieglern auch bekannte Rechtsextreme in diesen Gruppen bemerkbar machen und mithelfen, den Ton zu verschärfen. Er spricht mit dem Journalisten Fabian Eberhard, der seit langem in extremistischen Kreisen recherchiert, darüber, welche Auswirkungen diese «Hassmaschine» auf den gesellschaftlichen Diskurs hat. Am Ende stellt sich die Frage: Was kann die Gesellschaft gegen die Radikalisierung auf «Dark Social» tun? Dies ist die dritte und letzte Folge der Reihe «Dark Social» auf #srfhotspot. Folge 1 «Die SMS-Aktion» ist am 26.1. erschienen, Folge 2 «Telegram – Königin der Dunkelheit» am 2.2. Hotspot ist ein Podcast von SRF. Schreibt uns auf hotspot@srf.ch Inhalt: Julian Schmidli, Lukas Frischknecht, Produktion: Philip Meyer, Technik: Belia Winnewisser und Mirjam Emmenegger
Wed, 09 Feb 2022 - 52 - Dark Social 2: Telegram - Königin der Dunkelheit
Führt die Covid-Impfung bei Kindern zu starken Lungenschäden? Eine Telegram-Nachricht behauptet das. Doch sie ist falsch. Erfunden vom Videokünstler Sputim, als Experiment. Innert Kürze erreicht sie auf Telegram Hunderttausende. Niemand überprüft, niemand widerspricht. So funktioniert «Dark Social». Für Sputim, 34, aufgewachsen in Winterthur, war es eine Art Bubenstreich. Er wollte schauen, was passiert, wenn er auf Messenger-Programm Telegram Falschinformationen verbreitet. Und er war überrascht, wie einfach das ging. Telegram ist seit Beginn der Corona-Pandemie zum Tummelfeld geworden für Massnahmengegner und Anhängerinnen von Verschwörungserzählungen. Hier kommunizieren sie miteinander in geschlossenen Gruppen von teilweise 100'000 Nutzerinnen und Nutzern. Der grosse Vorteil gegenüber anderen sozialen Netzwerken wie Facebook oder Youtube: Hier löscht niemand Inhalte, weil sie falsch sind. Alle können posten, was sie wollen. Wer hinter einer Nachricht steckt, kann im Dunkeln bleiben. Julian Schmidli und das Team von SRF Data haben sich mit einem falschen Profil in diese mediale Unterwelt geschlichen und sie mit der Taschenlampe ausgeleuchtet. Sie haben über 90 verschiedene Schweizer Telegram-Kanäle verfolgt und eine halbe Million Nachrichten ausgewertet. Was sie dabei entdeckt haben, das berichten sie in dieser zweiten Episode unserer Podcast-Serie. Hotspot ist ein Podcast von SRF. Schreibt uns auf hotspot@srf.ch Inhalt: Julian Schmidli, Pascal Albisser, Produktion: Marco Morell, Technik: Belia Winnewisser und Björn Müller Die dritte und letzte Folge von «Dark Social» ist ab 9. Februar online.
Wed, 02 Feb 2022 - 51 - Dark Social 1: Die SMS-Aktion
Es ist kurz vor einer Volksabstimmung. Hunderttausende erhalten ein SMS. Es enthält einen Link, und der führt auf eine Webseite voller Falschinformationen. Kosten der Aktion: fast keine. Absender: anonym. So einfach ist es heutzutage, die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Dank «Dark Social». Die SMS-Aktion fand im Frühsommer 2021 statt, vor der ersten Abstimmung übers Covid-Gesetz. Das SMS führt auf die Webseite 13juni.ch. Diese ruft dazu auf, bei allen fünf Vorlagen Nein zu stimmen. Zum Covid-Gesetz ist da unter anderem zu lesen: «Der Bundesrat bekommt alle Macht über uns.» Und: «Mit unseren Steuergeldern kauft er sich die Medien.» Beides sind Falschaussagen. Wer dafür verantwortlich ist, darüber steht nichts auf der Webseite. Die Handy-Nummern für die SMS-Aktion stammen sehr wahrscheinlich aus einem Facebook-Daten-Leck. Ein paar Zeilen Programmiercode genügten, und schon war daraus ein Massenversand geworden. Das ist es, was «Dark Social» so gefährlich macht. Das sind Plattformen wie Telegram oder Whatsapp, wo Inhalte nicht gelöscht werden, weil sie falsch sind. Hier kann jeder und jede posten, was sie wollen. Darum ist «Dark Social» zum Tummelfeld geworden für alle Querdenker, Impfgegnerinnen und Verschwörungstheoretiker. Wer genau steckt hinter der Abstimmungs-Propaganda-Aktion per SMS? Julian Schmidli und sein Team von SRF Data machen sich auf die Suche. Die Spur führt sie zu Hackern in Baselland und ins Umfeld der «Freunde der Verfassung», einer Organisation von Corona-Massnahmen-Gegnern. Der professionelle Hacker Marc Ruef erklärt, wieso solche Massen-SMS-Versände so wirkungsvoll sind. Und die Journalistin Adrienne Fichter fordert, dass es Regeln braucht gegen solche massenhaft personalisierte Abstimmungsempfehlungen. Denn was, wenn auf einmal eine ausländische Macht mit dunklen Absichten eine solche SMS-Aktion lanciert? Hotspot ist ein Podcast von SRF. Schreibt uns auf hotspot@srf.ch Inhalt: Julian Schmidli, Produktion: Marco Morell, Technik: Belia Winnewisser und Roland Fatzer Folge 2 ist ab 2. Februar online, Folge 3 ab 9. Februar
Wed, 26 Jan 2022 - 50 - Erben 1: Eine Familie zerbricht
Am Sterbebett des Vaters kommt es in der Familie Meier zum Zerwürfnis. Es geht um Immobilien im Wert von mehreren Millionen Franken. So wie den Meiers ergeht es vielen Familien in der Schweiz. Wieso gibt es so viele Erbstreitigkeiten und wieso werden diese immer öfters so erbittert ausgetragen? Seit sieben Jahren kämpft Markus Meier für seinen Erbteil. Er fühlt sich von seiner Stiefmutter und deren Sohn hintergangen, weil sie am Sterbebett des Vaters einen Erbvertrag ausformulierten, ohne die übrigen Erben zu konsultieren. So hat es sich nach Meiers Darstellung abgespielt. Ein Gericht wird nun entscheiden müssen, wer wieviel erhält. Fast 100 Milliarden wurden in der Schweiz im Jahr 2020 vererbt. Der Anwalt Peter Breitschmid weiss aus langjähriger Berufserfahrung: Wo viel Geld vorhanden ist, wird in der Regel auch härter darum gestritten. Er erinnert sich an einen Fall, wo sich der Streit um die faire Erbaufteilung ebenfalls lange hinzog und wo einer der Beteiligten mal sagte, er habe schon als Kind immer das kleinste Weihnachtsgeschenk bekommen. Habt ihr selbst etwas Besonderes erlebt im Zusammenhang mit Erben? Dann schreibt uns auf hotspot@srf.ch Hotspot ist ein Podcast von SRF Inhalt: Susanne Schmugge und Eliane Leiser Produktion: Marco Morell Technik: Lukas Fretz und Harry Kapp
Fri, 03 Dec 2021 - 49 - Erben 2: Juristenfutter
Sein Anwalt hatte ihn gewarnt: Das werde langwierig und mühsam werden. Trotzdem schlug Markus Meier den juristischen Weg ein, um zu seinem Erbteil zu kommen. Heute weiss er: Für die Direktbeteiligten ist das eine Qual, für die sonst Involvierten - Anwälte, Gutachter - ein Riesen-Geschäft. Schon 170'000 Franken hat Markus Meier für den Erbstreit ausgegeben. Seit sieben Jahren kämpft er mit einem Anwalt für seinen Anteil am Familienbesitz – es geht um Immobilien im Wert von mehreren Millionen Franken. Das Gesetz öffnet Raum für fast unendlich viele juristische Winkelzüge. Jeder Zwischenentscheid kann wieder angefochten werden. Der Kontostand des Erbenden schwindet, der des Anwalts steigt. Ist also das Rechtssystem schuld, dass es in der Schweiz so viele und so langwierige Erbstreitigkeiten gibt? Nein, findet die Richterin Marion Erhardt. Sie ist am Bezirksgericht Zürich tätig. Sie fragt: «Was ist die Alternative? Die Alternative wäre Willkür. Und das ginge gegen den Rechtsstaat.» Sie sieht die Verantwortung eher bei den Streitenden. Deren Ansprüche seien gestiegen. «Die Leute haben das Gefühl, es gebe eine Gerechtigkeit, auf den Rappen genau. Aber das entspricht nicht den Lebensrealitäten.» Habt ihr selbst etwas Besonderes erlebt im Zusammenhang mit Erben? Dann schreibt uns auf hotspot@srf.ch Hotspot ist ein Podcast von SRF Inhalt: Susanne Schmugge und Eliane Leiser Produktion: Marco Morell Technik: Lukas Fretz und Florian Boo
Fri, 03 Dec 2021 - 48 - Erben 3: Wer hat, dem wird gegeben
Sieben Jahre dauert der Erbstreit in der Familie Meier schon. Alle Versuche für eine Einigung sind gescheitert. Das Beispiel der Meiers zeigt: Wenn's ums Erben geht, dann werden im Menschen oft egoistische Instinkte geweckt. Das gilt im Kleinen, der Familie, wie im Grossen, der ganzen Gesellschaft. Bei den Meiers ist beim Verteilen des Erbes schon in der vorherigen Generation etwas schiefgelaufen. Es ging um zwei Liegenschaften. Meiers Vater und sein Bruder profitierten, sechs Schwestern gingen leer aus. Markus Meier findet das höchst unfair. Umso mehr will er nicht lockerlassen, bis er sich seinen Teil des Erbes erkämpft hat, der ihm seiner Ansicht nach zusteht. Manchmal denkt Markus Meier aber auch: «Wenn es kein Vermögen gegeben hätte, wäre uns das alles erspart geblieben.» Ob es nun ein Privileg ist oder nicht, eines ist sicher: Die vielen Milliarden Franken, die in der Schweiz jedes Jahr vererbt werden, sind sehr ungleich verteilt. Das Reichste ein Prozent erbt einen Fünftel der ganzen Erbmasse. Ein Drittel der Bevölkerung erbt gar nie etwas. Diese Zahlen hat der Ökonom Marius Brülhart von der Universität Lausanne errechnet. Würden Erbgänge vom Staat besteuert, hätten auch die weniger Bemittelten etwas davon. Doch politische Vorstösse in diese Richtung sind in der Schweiz chancenlos. Der Ökonom Brülhart erklärt sich das so: «Die Mehrheit ist der Meinung, Erben sei etwas Privates. Da soll sich der Staat raushalten.» Habt ihr selbst etwas Besonderes erlebt im Zusammenhang mit Erben? Dann schreibt uns auf hotspot@srf.ch Hotspot ist ein Podcast von SRF Inhalt: Susanne Schmugge und Eliane Leiser Produktion: Marco Morell Technik: Lukas Fretz und Florian Boo
Fri, 03 Dec 2021 - 47 - Trailer: Der Deutschland-CheckMon, 30 Aug 2021
- 46 - Der Deutschland-Check 3: Probleme im politischen Getriebe
Für den deutschen Staat war es ein Moment des Versagens, für Fabio de Masi der Höhepunkt seiner Politkarriere: der Skandal um den Finanzdienstleister Wirecard. De Masi war massgeblich an der Aufklärung des Skandals beteiligt. Trotzdem mag er nicht mehr antreten zur Wiederwahl. Wirecard war hochgejubelt worden an den Börsen und galt als Beispiel dafür, dass auch Deutschland zuvorderst dabei sein kann in der New Economy. Dann löste sich alles in Luft auf, zurück blieben Milliardenverluste. Wie konnte dieser Riesenschwindel passieren? Weshalb hatten alle politischen Kontrollen versagt? Um das herauszufinden, setzte der Bundestag eine Kommission ein, mittendrin als einer der Antreiber Fabio de Masi von der Partei Die Linke. SRF-Deutschland-Korrespondent Peter Voegeli wollte de Masi zum Interview treffen und von ihm erfahren, was der Wirecard-Skandal und dessen Bewältigung über die politischen Zustände in Deutschland nach 16 Jahren Merkel aussagen. Warum es einen Fiat Cinquecento Baujahr 1972 brauchte, damit das Interview zustande kam, und wieso das perfekt zum Gesprächsthema passt, das erzählt Peter Voegeli im Gespräch mit Host Susanne Stöckl in dieser dritten Episode der Podcast-Serie «Der Deutschland-Check». Wollt ihr uns etwas mitteilen? Dann schreibt uns auf hotspot@srf.ch Hotspot ist ein Podcast von SRF. Inhalt und Recherche: Peter Voegeli und Susanne Stöckl, Produktion: Marco Morell, Technik: Sascha Rossier und Lukas Süess, Musik: Jérôme Brunner
Mon, 30 Aug 2021 - 45 - Der Deutschland-Check 1: Was funktioniert und was nicht
Ingmar Hoerr gehörte zu den Ersten, die an mRNA-Impfstoffen tüftelten. Heute muss er zusehen, wie andere damit das grosse Geld machen. Die Geschichte seines Unternehmens Curevac zeigt, was in Deutschland möglich ist und was nicht. Und wo es nach 16 Jahren der Ära Merkel dringend Erneuerung braucht. Im Kampf gegen die Corona-Pandemie spielen deutsche Unternehmen eine Schlüsselrolle. Biontech mit Sitz in Mainz entwickelte den mRNA-Impfstoff, der jetzt in aller Welt zur Anwendung kommt. Zu den Pionieren bei der Erforschung dieser neuen Technologie gehörte aber Curevac, gegründet im Jahr 2000 von Ingmar Hoerr und anderen jungen Universitätsabgängern in Tübingen. Biontech ging eine Allianz ein mit dem Pharma-Giganten Pfizer und schaffte damit den Durchbruch. Curevac hingegen erreichte mit seinem Corona-Impfstoff nur eine Wirksamkeit von 48 Prozent. Die Zulassung ist fraglich. SRF-Deutschland-Korrespondent Peter Voegeli hat Ingmar Hoerr in Tübingen besucht. In dieser ersten Episode der Podcast-Serie «Der Deutschland-Check» erzählt er im Gespräch mit Host Susanne Stöckl die Geschichte des mRNA-Pioniers. Das Beispiel Curevac zeigt: Deutschland gehört zur Weltspitze, wenn es um Grundlagenforschung geht. Doch bei der Umsetzung der innovativen Ideen hapert es gewaltig. Biontech ist das Beispiel dafür, was Deutschland kann. Curevac dafür, was Deutschland nicht kann. Und wo im Wahljahr 2021 der Schuh drückt. Wollt ihr uns etwas mitteilen? Dann schreibt uns auf hotspot@srf.ch Hotspot ist ein Podcast von SRF. Inhalt und Recherche: Peter Voegeli und Susanne Stöckl, Produktion: Marco Morell, Technik: Sascha Rossier und Florian Boo, Musik: Jérôme Brunner
Mon, 30 Aug 2021 - 44 - Der Deutschland-Check 2: Schöne neue grüne Welt
Das Klima schützen, ohne auf Wohlstand verzichten zu müssen? Für Jörg Singer ist das keine Utopie. Auf Helgoland arbeitet er hart daran, den Beweis dafür zu erbringen. Geht es nach den Plänen der Grünen, ist die Nordsee-Insel im Kleinen, was in Deutschland bald im Grossen geschehen könnte. Aus Windkraft wird grüner Wasserstoff. Aus grünem Wasserstoff wird Energie für die Wirtschaft auf dem deutschen Festland. Und aus den Einkünften wird Wohlstand für die Menschen auf Helgoland. An dieser Vision einer klimaneutralen Zukunft arbeitet Jörg Singer, seit er 2011 zum Bürgermeister von Helgoland gewählt wurde. SRF-Deutschland-Korrespondent Peter Voegeli ist zu Jörg Singer nach Helgoland gereist. In dieser zweiten Episode der Podcast-Serie «Der Deutschland-Check» berichtet er im Gespräch mit Host Susanne Stöckl, ob die Energiepolitik der Insel wirklich als Musterbeispiel für eine klimaneutrale Zukunft taugt. Und er erklärt, wieso die Grünen gerade in Deutschland so stark sind wie nirgends sonst in Europa - mit guten Chancen, nach der Bundestagswahl 2021 an der Macht beteiligt zu werden. Wollt ihr uns etwas mitteilen? Dann schreibt uns auf hotspot@srf.ch Hotspot ist ein Podcast von SRF. Inhalt und Recherche: Peter Voegeli und Susanne Stöckl, Produktion: Marco Morell, Technik: Sascha Rossier und Florian Boo, Musik: Jérôme Brunner
Mon, 30 Aug 2021 - 42 - Das Kampfjet-Geschäft, Folge 1: Die Bedrohung
Mit sechs Milliarden Franken im Portemonnaie befindet sich das Schweizer Militär auf Einkaufstour. Ein neuer Kampfjet muss her. So hat es das Volk entschieden. Wir leuchten das grösste Rüstungsgeschäft der Schweizer Geschichte aus und fragen als erstes: Wogegen genau sollen diese Jets Schutz bieten? Zwei der bestinformierten Sicherheitsfachleute im Land nehmen in dieser ersten Episode Stellung: Pälvi Pulli vom Verteidigungsdepartement VBS und der linke Militärhistoriker Peter Hug. Sie ist überzeugt: Die Schweiz braucht einen neuen Kampfjet. Er hält das für eine Geldverschwendung. Erstaunlich einig sind sich die beiden aber in zwei wichtigen Punkten. Erstens: Die Welt wird gefährlicher, die Art der Bedrohungen unübersichtlicher. Zweitens: Gegen die grösste Bedrohung von heute, Angriffe mit kleinen Drohnen, wird die Schweiz auch mit neuen Kampfjets keine Abwehr haben. Priscilla Imboden und Tobias Gasser von der Inland- und Bundeshausredaktion von Radio SRF haben wochenlang recherchiert und die Spezialisten des Verteidigungsdepartements (VBS) auf ihrer Sechs-Milliarden-Einkaufstour beobachtet. Sie zeigen in dieser Podcast-Serie die Hintergründe dieses Mega-Rüstungs-Deals auf und wieso dieser das Land noch lange weiterbeschäftigen wird. Wollt ihr uns etwas mitteilen? Dann schreibt uns auf hotspot@srf.ch Hotspot ist ein Podcast von SRF. Inhalt und Recherche: Priscilla Imboden und Tobias Gasser, Produktion: Marco Morell und Philip Meyer, Technik: Florian Boo, Musik: Jérôme Brunner, Gestaltung: Dominic Daeppen
Fri, 18 Jun 2021 - 41 - Das Kampfjet-Geschäft, Folge 2: Die Jet-Verkäufer
Was muss ein Kampfjet der Schweizer Armee können? Ein Streifenwagen für die Luft reicht doch für das kleine Land, könnte man denken. Doch die vier Kampfjets, die zur Wahl stehen, können viel mehr. In dieser Episode durchleuchten wir die Angebotspakete und zeigen, welche Folgen damit verbunden sind. Die Jet-Verkäufer preisen ihre Modelle vollmundig an. Sie seien extrem schnell, könnten eine Menge Lenkwaffen tragen. Sind die Flugzeuge nicht überdimensioniert? Oder kauft die Schweiz diese in Wirklichkeit gar nicht nur, um die Schweizer Grenze zu schützen? Darüber wird nicht laut gesprochen. In der Schlussphase der Typenevaluation war es besonders still. Das ist ganz im Sinne des Verteidigungsdepartements (VBS). Es setzt seit dem Abstimmungssieg im Herbst 2020 alles daran, dass die Nebengeräusche ausbleiben - im Unterschied zu früheren Rüstungsgeschäften. Priscilla Imboden und Tobias Gasser von der Inland- und Bundeshausredaktion von Radio SRF haben einen Blick hinter den Vorhang geworfen und mit den Jet-Verkäufern und ehemaligen Verantwortlichen im VBS gesprochen. So erfahren wir in dieser Podcast-Episode, wie ein so kompliziertes, sensibles Geschäft wie ein Kampfjet-Einkauf funktioniert. Was denkt ihr über den Kampfjet-Kauf? Schreibt uns eure Kommentare auf hotspot@srf.ch Hotspot ist ein Podcast von SRF. Inhalt und Recherche: Priscilla Imboden und Tobias Gasser, Produktion: Marco Morell und Philip Meyer, Technik: Florian Boo, Musik: Jérôme Brunner, Gestaltung: Dominic Daeppen
Fri, 18 Jun 2021 - 40 - Das Kampfjet-Geschäft, Folge 3: Alles ist politisch
Alle vier Kampfjets sind potente Maschinen und erfüllen die Anforderungen der Schweizer Armee. Doch beim Entscheid, welcher Jet der Richtige ist, geht es nicht um die Qualität. Und auch nicht um den Preis. Es geht darum, von welchem Anbieterland wir uns für die nächsten Jahrzehnte abhängig machen. Zwei von vier Jets, die zur Auswahl stehen, kommen aus den USA, zwei aus Europa. Mit wem will die Schweiz eine Bindung eingehen? Hier gehen im Parlament die Meinungen auseinander. So weit auseinander, dass die Kampfjet-Shoppingtour plötzlich doch noch jäh zu Ende sein könnte. Wenn sich der Bundesrat für den «falschen» Partner entscheidet, könnte sogar am Ende das Stimmvolk nochmals gefragt sein - und der Kampfjet-Kauf könnte an der Urne doch noch abstürzen. In dieser Episode sprechen wir mit Max Ungricht. Der Aviatikjournalist und Armeefreund hat mehrere Kampfjet-Beschaffungen begleitet. Heute ist er ein Kritiker der aktuellen Shoppingtour. In den Wandelhallen des Parlaments in Bern haben wir ausserdem mit Priska Seiler-Graf (SP) und Thomas Hurter (SVP) die Chancen und Risiken des Mega-Rüstungs-Deal erörtert. Wir kamen dabei zur Erkenntnis: Das Geschäft wird auch nach dem Typenentscheid noch auf einem wackligem Fahrgestell stehen. Ein plötzlich auftauchender Skandal (wie bei früheren Beschaffungen) oder eine neue politische Windrichtung kann dafür sorgen, dass die Schweiz am Ende ohne neue Flieger dasteht. Das Fazit von Priscilla Imboden und Tobias Gasser von der Inland- und Bundeshausredaktion von Radio SRF: Es bleibt spannend, weit über den Typenentscheid des Bundesrats hinaus. Feedback zu unserer Serie «Das Kampfjet-Geschäft» würde uns freuen! Schreibt uns auf hotspot@srf.ch Hotspot ist ein Podcast von SRF. Inhalt und Recherche: Priscilla Imboden und Tobias Gasser, Produktion: Marco Morell und Philip Meyer, Technik: Florian Boo, Musik: Jérôme Brunner, Gestaltung: Dominic Daeppen
Fri, 18 Jun 2021
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