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Hörspiel

- 1256 - «Let it be» von Fitzgerald Kusz
Tragikomische Momentaufnahmen einer festgefahrenen Ehe in berndeutscher Mundart. Sie träumt von der grossen Liebe, er ballert sich durch Computerspiele. Sie macht sich Sorgen um die 18-jährige Tochter, er redet mit dem Kanarienvogel. Was sie sich nicht sagen können, wird in witzige Songs verpackt. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Freitag, 25.09.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 1 Das dialogstarke Kleinbürgerdrama entwickelt sich aus gegensätzlichen Wunschvorstellungen bei gleichbleibender Misere: Sonja und Hans lernten sich vor 25 Jahren im Dancing «St. Tropez» kennen, tanzten sich zu Beatles-Melodien gegenseitig ins Glück. Und nun – sind sie noch immer zusammen. Sie reden und leben so lange in erstarrten Routinen und emotionaler Verkümmerung aneinander vorbei, bis es Sonja nicht mehr aushält. Fitzgerald Kusz, Jahrgang 1944, lebt in seiner Geburtsstadt Nürnberg. Er war selbst Beatles-Fan und stark geprägt von den Studentenprotesten 1968. In seinem Hörspiel, das Charles Benoit 1996 in Bern produzierte, fragte er sich, was vom damaligen Aufbruch übriggeblieben, was aus den Illusionen vom Anderssein geworden ist. Als Ehepaar ist das «Duo Fischbach» zu hören, Antonia Limacher und der 2022 verstorbene Peter Freiburghaus, der auch für die Mundartfassung des fränkischen Originals verantwortlich war. Die beschwingten Rap-Einlagen wurden von Hans-Peter Brüggemann (Keyboards) und Thomas Wild (Drums) eingespielt, damals Mitglieder von Polo Hofers «Schmetterband». ____________________ Mit: Antonia Limacher (Sonja), Peter Freiburghaus (Hans), Olga Piazza (Radiofrau) ____________________ Mundartbearbeitung: Peter Freiburghaus – Tontechnik: Roland Häberli – Musik: Hape Brüggemann und Thomas Wild – Regie: Charles Benoit ____________________ Produktion: SRF 1996 ____________________ Dauer: 48’
Fri, 25 Sep 2026 - 1255 - Bonus: «Als das Faultier auf den Tontopf stiess»
Michèle Rusconi im Gespräch zu Ihrem neuesten Klangstück Hörspielredakteurin Susanne Janson im Austausch mit der Künstlerin. (00:00) Beginn Episode (00:01) Begrüssung (01:29) Die Entstehung der Trilogie als Ergebnis einiger Zufälle (09:15) Reise nach Kolumbien und Okarina-Aufnahmen fürs Hörspiel (15:16) Erlebte Umweltkatastrophen in Südafrika und im Amazonasgebiet (22:09) Die Ebenen im Hörspiel: ihre Stimmen und ihre Instrumente (29:52) Über Geräusche und Tierlaute (32:52) Das Faultier in seinem Habitat und in der Mythologie (37:32) Die menschliche Stimme als Instrument Gespräche mit Michèle Rusconi über ihre beiden anderen «Road Audios»:
Thu, 06 Nov 2025 - 1254 - Premiere: «Als das Faultier auf den Tontopf stiess»
Klangstück von Michèle Rusconi. In ihrem dritten «Road-Audio» widmet sich die Künstlerin dem faszinierenden Faultier, dessen biologische Evolution mit dem Verschwinden der Dinosaurier vor 65 Millionen Jahren begann, das aber den Europäern erstmals vor rund fünfhundert Jahren begegnete. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Samstag, 08.11.2025, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur Diese Produktion ist das dritte und letzte Hörstück einer Trilogie. Nach dem urzeitlichen Quastenflosser und dem längst ausgestorbenen Dodo-Vogel hat sich die Schweizer Klangkünstlerin Michèle Rusconi nun der Kultur- und Evolutionsgeschichte des Faultiers zugewendet, das nur in Süd- und Mittelamerika existiert. Und wie in allen ihren «Road-Audios» tut sie dies auf der Schnittstelle von Musik, Geschichte, Wissenschaft und Literatur und schafft so eine mitreissende Klangwelt. «El perezoso», wie das Faultier auf Spanisch heisst, wurde den Europäern erst durch die Eroberung der Neuen Welt im 15. Jahrhundert bekannt. Die ersten Reiseberichte aus dem «Nuevo Mundo» schlugen in den eleganten Salons von Paris, London und Berlin ein wie ein Meteorit. Europa fiel in einen schweren kollektiven Kulturschock. Zwei unterschiedliche Denksysteme prallten wie Antipoden aufeinander. Die mitgebrachte Fauna und Flora und die exotischen Erzählungen verunsicherten und wirkten bedrohlich. Das träge Faultier stand als Symbol für den wilden unzivilisierten neuen Kontinent. Michèle Rusconi erzählt in ihrem Stück von der brutalen Conquista des reichen südamerikanischen Kontinents – quasi durch die Augen des fast reglos darüberhängenden Baumbewohners. Die Produktion wurde unterstützt durch die srks – Stiftung für Radio und Kultur Schweiz, die Sulger- Stiftung und die Stiftung Jsabelle Zogheb. ____________________ Mit: Janna Horstmann, Graham Valentine, Leila Férault, Franziska Seeberg, Peter von Strombeck, Anna Clementi und Tehila Nini Goldstein (auch Gesang) Musik: Estelle Costanzo (Harfe/Improvisation), Maurizio Grandinetti (elektrische Gitarre), Miguel Garcia Martin (Schlagwerk), Marcelo Nisinman (Bandoneon), Ludovic von Hellemont (Ondes Martenot), Luis Fernando Duque (Ocarinas), Lena Kiepenheuer (Rap) und Ulrike Jühe (Geräusche) ____________________ Text, Komposition und Regie: Michèle Rusconi – Tontechnik: Michèle Rusconi und Björn Müller – Redaktion: Susanne Janson ____________________ Produktion: SRF 2025
Thu, 06 Nov 2025 - 1253 - «Immer stimmt das dann plötzlich» von Jens Nielsen
Improvisationskunst trifft auf Sprachspielerei. Ein Regisseur sperrt einen Autor, eine Schauspielerin, einen Schauspieler, eine Musikerin und einen Tontechniker drei Tage ins Basler Hörspielstudio und hört, was passiert. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Samstag, 25.10.2025, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur Unvorbereitet, ohne Text und doppelten Boden, versammelt Claude Pierre Salmony die Kreativen um sich im Studio – einzige Auflage: in dieser beschränkten Zeit für genug Material zu einem Hörspiel zu sorgen. Herausgekommen ist der Lebenslauf, den zwei Menschen in einer halben Stunde durchpeitschen, also sozusagen ein «Lebensrun». Zuerst denken sie laut über Liebesgeschichten nach, über Rollenspiele und Harmonie, und auf einmal sagt sie: «Ich liebe dich», was für ihn nun doch zu plötzlich kommt und ein Problem darstellt: Da kann er ja nur noch zurücklieben! Fast platzt die Beziehung, bevor sie richtig begonnen hat. Aber dann ziehen sie doch zusammen und heiraten sogar. Und später sterben sie, nicht zum selben Zeitpunkt und auf unterschiedliche Weise, aber schliesslich gibt es ein Leben nach dem Tod, und so treffen sie sich im Jenseits zum ewigen Happy End. ____________________ Mit: Bettina Hoppe und Klaus Brömmelmeier ____________________ Tontechnik: Tom Willen – Musik: Joy Frempong – Regie: Claude Pierre Salmony ____________________ Produktion: SRF 2008 ____________________ Dauer: 32’
Thu, 23 Oct 2025 - 1252 - 1/4 und 2/4 «Schwimmen lernen»von Sabina Altermatt
Aram, Valmir, Giovanni und Rado sitzen. Wegen Mord, Drogen, Betrug und Raubüberfall. Ihr Alltag ist geprägt von Routine und vom Gedanken an die Freiheit. Diese Freiheit, die man im Gefängnis verlernt. Diese Freiheit, die man wieder lernen muss. Wie schwimmen lernen. Irgendwann klappt’s. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Freitag, 24.10.2025, 20.00 Uhr, Radio SRF 1 Ein fiktives Gefängnis, irgendwo in der Schweiz. Schliessen sich die Türen, gelten neue Regeln. Es gibt neue Ängste. Muss man sich anders organisieren. Das Warten auf den nächsten Besuch, den nächsten Brief, das nächste Telefonat. Kein Zugriff auf Internet und Handy. Das Gefühl zu haben, das Leben zieht draussen an einem vorbei und man sitzt drinnen und bekommt nichts mehr mit. Diese Hilflosigkeit, diese Wut, diese Einsamkeit. Und die Angst vor dem, was nach der Haft kommt. Beginnt die eigentliche Strafe der Gesellschaft erst nach der Entlassung? Bei der Job- oder Wohnungssuche? Autorin Sabina Altermatt hat als Lehrerin für Deutsch in mehreren Schweizer Justizvollzugsanstalten gearbeitet und die Vorlage zu dieser Serie zusammen mit einem Insassen verfasst. Ergänzt wird der Doku-Fiction-Text mit Passagen aus Interviews, welche Sabina Altermatt und Regisseurin Karin Berri mit Insassen führen konnten. Diese Ausschnitte werden als Originaltöne im Hörspiel verwendet. Der Titel «Schwimmen lernen» beruht auf einer Aussage von Andreas Nägeli, dem Direktor der Justizvollzugsanstalt Pöschwies. Auf die Frage, ob es im Gefängnis möglich sei, die Leute auf das Leben danach vorzubereiten, meinte er, das sei wie «schwimmen lernen in einem Becken ohne Wasser». Es bleibt: Die Hoffnung. Hinter den Mauern und ausserhalb der Mauern. Denn schwimmen kann man tatsächlich lernen. Es braucht Übung. Aber irgendwann klappt’s. Alle vier Teile von «Schwimmen lernen» sind online zum Hören verfügbar. ____________________ Mit: Dimitri Stapfer (Aram), Thomas Sarbacher (Rado), Dashmir Ristemi (Valmir), Aaron Hitz (Mirko), Enzo Scanzi (Giovanni), Peter Hottinger (Herr Schwarz), Aniko Donath (Frau Jermann), Franziska von Fischer (Frau Woodtli), Stefano Wenk (Seelsorger, Insasse), Dani Mangisch (Aufseher), Gabriela Steinmann (Roswitha), Agota Dimen (Arams Mutter), Sabina Altermatt (Aufseherin) ____________________ Musik: Martin Bezzola – Tontechnik: Roland Fatzer – Regie: Karin Berri ____________________ Produktion: SRF 2022 ____________________ Dauer: ca. 27’ (Teil 1) und ca. 24’ (Teil 2)
Thu, 23 Oct 2025 - 1251 - «Fantasia Zolliologica» von Fritz Hauser
Klangkunst aus tierischen O-Tönen. Der Basler Zoo: eine magische Welt aus Klängen und Geräuschen. Fabriziert von Tieren und Menschen, Natur und Stadt. Eine kontemplative Collage. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Samstag, 18.10.2025, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur Der Schlagzeuger und Komponist Fritz Hauser hat Ende der 1990er anderthalb Jahre lang im «Basler Zolli» aufgenommen, und daraus ein Hörspiel komponiert und montiert. Hauser stellt dabei die Geographie des «Zolli» auf den Kopf: Er bringt Tierstimmen miteinander in Dialoge, die in der Realität gar nicht möglich sind. Es sind gerade diese Mischungen und Klangentwicklungen, die die instinktive Kraft und Direktheit der Lautäusserungen in ein neues Licht tauchen. Weit über blosse Naturbeobachtung hinausgehend, dynamisiert Hauser die Tierstimmen und Geräusche zu einer eigentlichen Komposition. Nach wenigen Minuten des Zuhörens fragt man sich nicht mehr, welches Tier man gerade hört, sondern lässt sich von der Magie der Geräusche tragen. «Fantasia Zolliologica» wurde von der Jury der Stiftung Radio Basel mit dem Deutschschweizer Hörspielpreis «Hörspiel des Jahres 1998» ausgezeichnet. ____________________ Mit: Besuchern und Bewohnern des Basler Zoos der Jahre 1996/1997 ____________________ Tontechnik: Jack Jakob – Redaktion: Stephan Heilmann – Regie: Fritz Hauser ____________________ Produktion: SRF 1998 ____________________ Dauer: 41’
Sat, 18 Oct 2025 - 1250 - «Fasch es Fescht» von Peter Weingartner
Irgendwo im Mittelland. Kanton Bern zum Beispiel. Eine Ortschaft, nicht mehr ganz von gestern, aber wenig bereit für morgen. Ein Quartier feiert das jährliche Sommerfest. Man freut sich aufs gemeinsame Hocken, Grillieren, Palavern. Doch nicht alle sind willkommen. Und einer hat seine Flinte geladen. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Freitag, 17.10.2025, 20.00 Uhr, Radio SRF 1 Der Luzerner Autor Peter Weingartner erzählt in seinem Hörspiel von einem landestypischen Quartier. In einer Art von Wimmelbuch-Dramaturgie mit vielen kurzen Szenen lässt er die Bewohnerinnen und Bewohner zu Wort kommen. Sie befinden sich überwiegend in der Endphase ihres Erwerbslebens. Gemeinsam haben sie die Geburt ihrer Kinder erlebt, die inzwischen ausgezogen sind. Im Dorf zieht unübersehbar die globalisierte Zukunft ein mit Menschen aus dem Balkan und minderjährigen Flüchtlingen. Das könnte eine Chance sein für Veränderung. Aber man verharrt lieber in der Stagnation, verteidigt das prekäre Heute und bewirtschaftet, der Tradition der Réduit-Schweiz folgend, hartnäckig und ausdauernd die eigenen Ängste und Privilegien. Das alljährliche Quartierfest bietet für diese Mentalität die passende Bühne. Oder wie es Gabriel Vetter einmal in einem Facebook-Post formulierte: «Schweizer schleichen irgendwie immer so rum. Wie so unsichere Iltisse in Karohemden, gut gefüttert, passiv-aggressiv rastlos; stets irgendwo zwischen Nahrungssuche und Angriffskrieg.» Dieses Hörspiel schaffte es 2018 auf den dritten Platz des Prix Europa in der Kategorie Best European Radio Fiction of the Year. ____________________ Mit: Manuela Biedermann, Esther Gemsch, Ruth Schwegler (Quartierbewohnerinnen), Philippe Nauer, Michael Neuenschwander, Ernst Sigrist (Quartierbewohner), Andreas Matti (OK-Präsident), Rahel Hubacher (Anna Raeber), Dashmir Ristemi (Petrit Arifi), Najeebulla Alidjani (Asylsuchender), Alexander Muheim (Wirt), Jonathan Loosli, Marie Omlin (Reto und Isabelle Hochstrasser), Jörg Stoller (Pfarrer), Matthias Fankhauser (Lehrer), Dieter Stoll (Arzt) sowie Daniel Rothenbühler als Meinrad und Anja Schärer als Erzählerin. Kinder: Neva Eichenberger, Mina Fuchs, Emma Reiswig, Malin und Minna Schädelin ____________________ Musik: Anatol Atonal – Tontechnik: Tom Willen – Dramaturgie und Regie: Reto Ott ____________________ Produktion: SRF 2017 ____________________ Dauer: 51’
Fri, 17 Oct 2025 - 1249 - «Im Wald da sind die Räuber» von Ulrich Bassenge
Je tiefer der Wald, desto schauriger die Geschichten – und hier ist das Radio live dabei. Ulrich Bassenge reitet seine Hörspiel-Kolportage vom Wilden Westen in den Wald der deutschen Romantik. Wer das Hörspiel im Radio hören will: Samstag, 11.10.2025, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur Räuberhauptmann Rinaldo Rinaldini erteilt sinnlose Schlachtbefehle, Black Jack Davey erklärt, wie man seinen besten Räuberkollegen entsorgt, und Jesse James duelliert sich mit den Lehmann Brothers. Zwischendurch diskutiert eine Expertenrunde an der Universität über «das Wesen der Räuberei» und die Frage, ob Räuber nun Banken überfallen oder welche gründen. ____________________ Mit: Donald Arthur, Raphael Clamer, Barbara Falter, Chris Pichler, Lars Rudolph, Roger Behrens, Torsten Michaelsen und Leoni Bassenge ____________________ Komposition: Ulrich Bassenge – Musiker: Ulrich Bassenge, Georg Karger, Fredy Studer – Tontechnik: Karl Atteln – Dramaturgie und Regie: Johannes Mayr ____________________ Produktion: SRF 2009 ____________________ Dauer: 45’
Sat, 11 Oct 2025 - 1248 - «Falscher Alarm» – Hör-Collage von Lukas Holliger
100 Jahre Schweizer Hörspiel! Im Hörspiel kann auf O-Töne aus Radio und Fernsehen zurückgegriffen werden. Exemplarisch und meisterhaft zugleich ist das bei «Falscher Alarm» geschehen: Einer Collage über das Chemieunglück im Basler Industriegebiet Schweizerhalle 1986. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Freitag, 10.10.2025, 20.00 Uhr, Radio SRF 1 Am 1. November 1986 kommt es in Basel zu einer Katastrophennacht. Ein Chemieunglück nie gesehenen Ausmasses im Industriegebiet Schweizerhalle erschüttert die Stadt und die gesamte Schweiz. Seit dem Zweiten Weltkrieg hatten in Basel keine Sirenen mehr geheult. Polizeidurchsagen forderten die Bevölkerung auf, Türen und Fenster zu schliessen und Radio zu hören. Eine Ausgangssperre, die nicht von allen befolgt wurde. Es gab zahlreiche Schaulustige, auch Flüchtende. Experten beruhigten, Moderatoren kämpften um Informationen, das Telefonnetz brach zusammen. Niemand war auf so eine Nacht vorbereitet. Als am nächsten Tag der Rhein bis in die Nordsee vergiftet war, rang man um Erklärungen, protestierten tausende wütende Bürger. «Falscher Alarm» schenkt diesen Tönen, den Beschwichtigungen, der Wut und der Angst noch einmal ein Ohr. Entstanden ist eine akustische Illustration jener «Risikogesellschaft», in der wir bis heute leben. Als 15-Jähriger erlebte der Basler Autor Lukas Holliger die Katastrophennacht mit, zufällig von der ersten Radiomeldung an. Anlässlich des 30-jährigen Jahrestages hatte er die Töne von damals aus den Archiven geholt und zu einer dramatischen Collage montiert. ____________________ Komposition und Sounddesign: Martin Bezzola – Tontechnik: Franz Baumann und Ueli Karlen – Regie: Lukas Holliger ____________________ Produktion: SRF 2016 ____________________ Dauer: 50’
Fri, 10 Oct 2025 - 1246 - Premiere: «Rosetta and the Icy Drifter» von Michèle Rusconi
Klangstück aus den Tiefen des Weltalls. In ihrem vierten Hörstück befasst sich die Schweizer Künstlerin mit den Anfängen unseres Sonnensystems und beschreibt die spektakuläre «Rosetta-Mission» zum Kometen «Tschuri» – auf der Suche nach dem Ursprung des Lebens. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Samstag, 19.09.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur Kometen gelten als Zeitzeugen unseres Sonnensystems. Entstanden etwa zur gleichen Zeit wie die Planeten, aufgrund ihrer grossen Entfernung zur Sonne jedoch weniger verändert, also in einem ursprünglicheren, «authentischeren» Zustand. Ihre organischen Moleküle könnten entscheidende Hinweise auf die Entstehung von Leben im All liefern. Die Erforschung des Kometen «Tschuri» (67P/Tschurjumow-Gerasimenko) durch die ESA-Mission Rosetta (2004–2014) vereinte ein internationales Team von Wissenschaftlern und wurde gekrönt von der erstmaligen Landung auf einem Kometen. Zu den zentralen Instrumenten gehörte ROSINA, ein in Bern entwickeltes hochpräzises Massenspektrometer. Die «RosettaMission» zählt zu den aufregendsten und bedeutendsten Unternehmungen der Raumfahrtgeschichte. Ihr ultimatives Ziel: Erkenntnisgewinn über die Entstehung unseres Sonnensystems, der Erde und des Lebens selbst – eine Reise zurück zu unseren Ursprüngen. Michèle Rusconis Klangwelten gleichen einem Myzel, das sich nicht nur organisch aus Wort, Ton und Geräusch zusammensetzt, sondern Vergangenheit und Zukunft, komplexe Wissenschaft und schwer fassbare Abstrakta sinnlich erfahrbar macht und zu einer unendlichen Einheit verwebt. ____________________ Mit: Nikola Weisse, Graham Valentine, Peter von Strombeck, Leila Férault-Levy, Anna Clementi und Tehila Nini Goldstein (auch Gesang), Ingala Fortagne (Gesang), Estelle Costanzo (Harfe/Improvisation), Giovanni Barbato (Violine/Improvisation), Antonio Jiménez Marín (Posaune), Maurizio Grandinetti (elektrische Gitarre), Miguel Garcia Martin (Schlagwerk), Marcelo Nisinman (Bandoneon), Ludovic von Hellemont (Ondes Martenot), Nicolò Muzii (Klavier), Nikolai Olshansky (Kontrabass), Mehmet Ali Simayli (Schlagzeug), Ulrike Jühe (Geräusche), Pina Bettina Rücker (Quarzschalen), Wale, Seelöwen, Pulsar ____________________ Komposition und Regie: Michèle Rusconi – Tontechnik: Michèle Rusconi und Björn Müller ____________________ Produktion: Autorinnenproduktion mit SRF 2026 ____________________ Dauer: 57’
Sat, 19 Sep 2026 - 1245 - «Schwyg jetz, Bueb» von Fitzgerald Kusz
50-jähriges Jubiläum des erfolgreichen Mundartstückes. Das Theaterdebüt des Nürnberger Autors löste einen Skandal aus und war der Startschuss für eine ungewöhnliche Karriere. Seine Texte im fränkischen Dialekt wurden vielfach adaptiert, von Plattdeutsch bis Schwäbisch – und: auf Berndeutsch für SRF. «Schweig, Bub!», am 6. Oktober 1976 im Schauspielhaus Nürnberg uraufgeführt, stand dort Jahrzehnte auf dem Spielplan und erlebte über 700 Aufführungen. DER SPIEGEL nannte es «das Paradestück der neuen Volkstheaterbewegung», denn Mundart auf der Bühne galt damals noch als unseriös, und auch im Hörspiel war sie meist beschränkt auf volkstümliche Genres wie Krimis und Schwänke. Fitzgerald Kusz aber ist bei seinen kunstvoll gebauten Alltagsdramen ein Meister des sozialrealistischen Dialogs, satirische Überzeichnung inklusive. Den Rahmen für «Schwyg jetz, Bueb» bildet eine Konfirmationsfeier. Es wird viel gegessen (Pastetli!), diskutiert und monologisiert. Alkohol entfaltet seine Wirkung. Nur Fritz, als frisch Konfirmierter eigentlich die Hauptperson, darf nicht zu Wort kommen, er ist quasi zum Schweigen verurteilt. Stattdessen entgleisen und entgleiten die Gespräche unter den Verwandten und Bekannten immer wieder. Aber auch übergriffiges Verhalten wird geduldet, und zum Schluss verträgt man sich wieder und verabredet sich für die nächste Feier. So wird man beim Wiederhören dieser SRF-Produktion bei aller Freude an den herausragenden Schauspielerleistungen (zum Beispiel der jungen Birgit Steinegger) auf eine irritierend unangenehme Weise daran erinnert, dass die 1970er-Jahre in der Schweiz wohl mehr eine Bünzlihölle waren als jene heile, heimatlich-gemütliche Welt, als die sie heute gern verklärt werden. ____________________ Mit: Aljan Hoffmann (Fritz, Konfirmant), Birgit Steinegger (Greti, Mutter), Franz Matter (Hans, Vater), Ellen Widmann (Tante Fridi), Ernst Stiefel (Onkel Willi), Susi Aeberhard (Rita, eine Bekannte), Dieter Stoll (Bruno, ihr Mann), Silvia Jost (Lotti, Cousine), Schülerchor der Sekundarschule Neuenegg/BE ____________________ Mundartbearbeitung: Susi Aeberhard – Tontechnik: Werner Feldmann – Musik: Willy Bischof – Regie: Charles Benoit ____________________ Produktion: SRF 1978 ____________________ Dauer: 61’
Thu, 17 Sep 2026 - 1244 - «2/2 Ellbogen» von Fatma Aydemir
Endlich achtzehn. Ihre Reise geht weiter. Hazal hat es satt, auf das Leben zu warten. Sie will sich verlieren und verlieben, sie weiss nicht, wohin mit ihren Gefühlen. Als plötzlich die Polizei hinter ihr her ist, flieht sie nach Istanbul, wo sie noch nie in ihrem Leben war. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Samstag, 12.09.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur Der lang ersehnte Partyabend an ihrem Geburtstag war in einer Orgie der Gewalt geendet. Aus Frustration und Wut hatten Hazal und ihre Freundinnen einen jungen Mann schwer verprügelt. Schliesslich war es Hazal gewesen, die ihm den entscheidenden Stoss versetzt hatte. Nun muss sie fliehen – sie wählt als Fluchtort Istanbul, die so schillernde, reizvolle, unbekannte Stadt ihrer Träume. Dort lebt Memet, ihre Facebookliebe, bei dem sie zunächst unterkriecht. Aber sowohl Memet als auch die Stadt sind ganz anders als in ihrer Fantasie. Beide können ihr den so dringend benötigten Halt nicht geben – im Gegenteil, sie reissen Hazal nur noch tiefer in den Strudel der lebensgefährlichen Orientierungslosigkeit. Ohne Kenntnisse der politischen Spannungen und dem gesellschaftlichen Leben in der Türkei gerät sie schliesslich in den Wirbel um den Putschversuch 2016. ____________________ Mit: Aysima Ergün (Hazal), Burak Ötztürk (Memet), Mehmet Atesci (Halil), Yasemin Cetinkaya (Gözde), Jale Arikan (Tante Semra), Orhan Müstak (Polizist/Mann), Ilknur Bahadir (Frau) ____________________ Musik: Peter Kaizar – Tontechnik: Tom Willen – Dramaturgie: Susanne Janson – Hörspielbearbeitung und Regie: Kirstin Petri ____________________ Produktion: SRF 2019 ____________________ Dauer: 51’ Den ersten Teil des Hörspiels können Sie hier nachhören: https://www.srf.ch/audio/hoerspiel/1-2-ellbogen-von-fatma-aydemir?id=AUDI20260905_NR_0003
Sat, 12 Sep 2026 - 1243 - «1/2 Ellbogen» von Fatma Aydemir
Migrantische Coming-of-Age Geschichte aus dem Grossstadtkiez. Überlebenskampf in der Parallelgesellschaft. Ein Mädchen und ihre Freundinnen zwischen den Welten. Zweiteilige Literaturbearbeitung eines Erfolgromans. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Samstag, 05.09.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur Die 17-jährige Hazal ist verletzlich und gleichzeitig grob, voller Energie und unnütz selbst in Billigjobs, überschäumend vor Hoffnungen und Ängsten. Eigentlich fast normal in diesem Alter. Aber Hazal lebt eingezwängt zwischen den traditionellen muslimischen Vorstellungen ihrer Eltern und der brutalen Realität ihres Berliner Kiezes. Auf der Suche nach Perspektive und Heimat macht sie schliesslich einen fatalen Fehler. «Ellbogen» erzählt die Geschichte von Hazal und ihren Freundinnen in Berlin, die alle ums Überleben kämpfen. Als plötzlich die Polizei hinter ihr her ist, flieht Hazal nach Istanbul, wo sie noch nie im Leben war. Lustig und traurig, wütend und zart stellt die Autorin Fatma Aydemir in ihrem Debütroman, aus dem Kirstin Petri ein zweiteiliges Hörspiel gemacht hat, eine grosse Frage: Was kann in dieser Welt aus einem Mädchen wie Hazal schon werden? Und gibt eine ebenso grosse Antwort: Alles. ____________________ Mit: Aysima Ergün (Hazal), Altine Emini (Elma), Deniz Orta (Gül), Uygar Tamer (Mutter), Orhan Müstak (Vater/Polizist/Mann), Thomas Reisinger (Detektiv), Burak Yigit (Onur), Jirka Zett (Eugen), Burkak Öztürk (Memet), Mehmet Atesci (Halil), Yasemin Cetinkaya (Gözde), Jale Arikan (Tante Semra), Elias Eilinghoff (Student), Ilknur Bahadir (Defne/Frau), Stephanie Ebner (Arzttochter 1), Julia Kunz (Arzttochter 2) ____________________ Musik: Peter Kaizar – Tontechnik: Tom Willen – Dramaturgie: Susanne Janson – Hörspielbearbeitung und Regie: Kirstin Petri ____________________ Produktion: SRF 2019 ____________________ Dauer: 50’ Den zweiten Teil des Hörspiels können Sie hier nachhören: https://www.srf.ch/audio/hoerspiel/2-2-ellbogen-von-fatma-aydemir?id=AUDI20260912_NR_0003
Sat, 05 Sep 2026 - 1242 - «Bienen schwärmen für sie» von Maria Ursprung
Reina steckt mitten in einer Lebenskrise: frisch getrennt und schwanger, weiss sie nicht, wie es weitergehen soll. Sie zieht ins Haus ihres verstorbenen Grossvaters und übernimmt dessen Leidenschaft: das Imkern. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Freitag, 04.09.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 1 «Bienen schwärmen für sie» ist ein besonderes Hörspiel. Die Schweizer Autorin Maria Ursprung spielt mit Erwartungen: Mal wähnt man sich in einer Geschichte von Rosamunde Pilcher, dann wieder in einem Film von David Lynch. Dazu kommt die Musik von Martin Bezzola: Er hat Aufnahmen gemacht im Bienenhaus – und daraus eine ganz eigene Musik komponiert, in der es summt und surrt. ____________________ Mit: Marie Bonnet (Reina), Wolfgang Hinze (Grossvater), Manuela Biedermann (Nachbarin Hanna), Reto Stalder (Marius), Linda Olsansky (Biene/Frauenärztin/Krankenschwester/Altistin), Barbara Falter (Oberärztin/Chorleiterin) ____________________ Musik: Martin Bezzola – Tontechnik: Basil Kneubühler – Regie: Wolfram Höll ____________________ Produktion: SRF 2019 ____________________ Dauer: 50’
Fri, 04 Sep 2026 - 1241 - «Gesprungenes Glas» oder: Ich habe eine grosse Sache im Gring
Glauser, der Schöpfer des liebevollen Wachmeisters Studer, hat alles andere als eine gemütliche Biografie vorzuweisen. In der Hörcollage wird ein erschütterndes Bild vom schreibenden Irrenhäusler gezeigt, der sein Leben lang bevormundet und in ständigem Konflikt mit seinem Vater war. Wer das Hörspiel im Radio hören will: Freitag, 28.08.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 1 «Dummerweise habe ich mich von Radioleuten überreden lassen, aus meinem Leben zu erzählen. Wenn sie wüssten, was für einen Widerstand ich habe, in dem alten Schlamm zu wühlen. Psychologen, Irrenhausdirektoren, Vormundschaftsbehörden und weiss der Gugger wem durfte ich meine Katastrophenlaufbahn ausbreiten. Immer die gleiche Platte!» ____________________ Mit: Norbert Schwientek (Vater), Ueli Jäggi (Glauser), in weiteren Rollen: Isabel Baumberger, Désirée Meiser, Sara Capretti, Walter Baumgartner ____________________ Musik: Emil Moser – Regie: Fritz Zaugg ____________________ Produktion: SRF 1996 ____________________ Dauer: 51’
Fri, 28 Aug 2026 - 1240 - Junge Stimmen: «Zimmer 004»
Jugendhörspiel aus der freien Szene. Ein Internat voller aufstrebender Talente. Ein Klassiker auf der Bühne und ganz viel Eifersucht und Neid hinter den Kulissen. Illegale Parties und heimliche Liebschaften. Und dann kommt es zu einem tragischen Unfall. Oder war es – heimtückische Absicht? Wer schon immer mal in den Kopf eines Teenagers hineinschauen wollte, hat bei diesem Hörspiel die Gelegenheit. Denn vom ersten geschriebenen Wort bis zum letzten gesungenen Ton, haben die jugendlichen Protagonisten der Talentförderklasse Schauspiel Solothurn das Zepter in der Hand – unterstützt von einem Projektteam aus Theaterpädagogik, Schauspiel- und Hörspielkunst, das im Schreibatelier, bei Improvisationen und der Mikrofonarbeit Handreichung gab. Gemeinsam haben die jungen Talente ein Hörspiel erschaffen, das Krimi, Komödie und «Coming of Age»-Story in einem ist. Ein wilder Fantasie-Ritt durch die herausfordernde Lebenswelt von Heranwachsenden: Mit einem Bein noch in einer märchenhaften Kinderwelt, mit dem anderen in der Realo-Leistungsgesellschaft, wo Arbeit und Freizeit den (Schul-)Rhythmus vorgeben. Eine wild mäandernde Geschichte, die Genregrenzen spielend einreisst und in einem Meer von Motiven, Stimmen, und Witzen mündet. Gefördert von der SRKS – Stiftung für Radio und Kultur Schweiz. ____________________ Mit: Jeanne Thomet (Rebecca Winter, Erzählerin), Alessia Guggenbühl (Elea von Gunten), Chloé Sjollema (Adèle Schlumpf), Ida Kling (Clara Glauber), Moya Wyss (Louise du Bois), Mila Strassburger (Lou Soltermann), Maxim Schwaegli (Marvin O’Coro), Lars Boscaini (Noah C. Davies), Susanne Zahnd (Aurelia Moskau), Martin Engler (Guido Rohbeck), Janna Mohr (Sabine Sebi), Dimitri Stapfer (Robert Grünbaum) ____________________ Hörspielbearbeitung, Schnitt, Mix und Regie: Martin Engler – Aufnahme: Ueli Karlen – Schreibcoach: Susanne Zahnd – Theaterpädagogik: Janna Mohr – Projektleitung: Dimitri Stapfer ____________________ Produktion: Talentförderklasse Solothurn 2026 ____________________ Dauer: 53’
Thu, 27 Aug 2026 - 1239 - Junge Stimmen: «Spazieren muss ich unbedingt»
Textcollage. Robert Walser ist einer der bedeutendsten Schweizer Schriftsteller; seine Erzählung «Der Spaziergang» zählt zu seinen bekanntesten Werken. Ob dieser Text – inzwischen über 100 Jahre alt – auch jungen Literaturschaffenden etwas zu erzählen hat? Und wenn ja: was? Genau diese Frage stellte sich der Dramatiker und Hörspielregisseur Wolfram Höll mit Studierenden des Literaturinstituts Biel. Entstanden sind auf diesem Weg sechs neue Spaziergänge, in denen die (Schweizer) Welt durchschritten und betrachtet wird. Oder Kopf steht. Wo Figuren auftreten, denen auch schon Walsers Protagonist begegnet ist. Sechs Spaziergänger, die mal mit Walser Hand in Hand gehen, mal ihm nur von weitem zuwinken, und ein anderes Mal wieder schnurstracks vor ihm davonlaufen. Für die Solothurner Literaturtage 2017 hat die SRF Hörspielredaktion – zusammen mit der Grafikerin Franziska Nyffeler und dem Musiker Christian Müller – ein Liveprogramm mit diesen Texten geschaffen. Für die Radioversion hat Christian Müller auf seinen Solothurner Kompositionen aufgebaut und sie für die Ausstrahlung abgewandelt. «Spazieren muss ich unbedingt» ist eine Collage aus den Texten: «Strasse des Elends» (Matteo Emilio Baldi), «Jahreszeiten» (Nadja Geisser), «Von Tauben und Spatzen» (Milena Ana Keller), «Walser am Kreuzgang» (Alexandra Zysset), «Nachtspaziergang» (Luisa Tschannen) und «Schichtwechsel» (Lara Schaefer). ____________________ Mit: Inga Eickemeier, Elias Eilinghoff, Lotti Happle, Aaron Hitz, Rahel Hubacher und Thiemo Strutzenberger ____________________ Musik: Christian Müller – Tontechnik: Basil Kneubühler – Dramaturgie: Wolfram Höll – Regie: Susanne Janson ____________________ Produktion: SRF 2017 ____________________ Dauer: 54’
Thu, 20 Aug 2026 - 1237 - Junge Stimmen: «Schrank» von Studierenden der HKB
Der Schrank als Schauplatz unheimlicher Geschichten und musikalischer Exzesse. In 15 Kurzhörspielen begeben sich Theater-, Musik- und Literaturstudierende der Hochschule der Künste Bern (HKB) auf Entdeckungsreise durch Schränke aller Arten und Grössen. Wer sich schlecht benimmt, muss in den Schrank. Dort, wo flauschige Frotteetücher neben Schlaftabletten liegen und eine Horror-Katze mit dem Revolver spielt. Wo ein Räuber auf den richtigen Moment wartet und sich ein Pärchen zu Fesselspielen trifft. Wo böse Erinnerungen auf wilde Fantasien treffen. Kurz: Wo gute Geschichten lauern. Diese werden hier erzählt. ____________________ Mit: Esther Becker, Stephanie Ibrahim, Nico Herzig und Dominik Schuppich ____________________ Musik: Michael Gilsenan, Nico Herzig, Stephanie Ibrahim, Catia Lanfranchi, Philipp Leibundgut, Lukas Andrae, Stefan Mächler und Jan Sutter – Musikalische Leitung: Robert Morgenthaler – Textbegleitung: Michael Stauffer – Tontechnik: Basil Kneubühler – Regie: Johannes Mayr und Michael Stauffer ____________________ Produktion: SRF/HKB 2014 ____________________ Dauer: 34’
Thu, 13 Aug 2026 - 1236 - «Lukullus» von Bertolt Brecht, Samuel Schwarz, Raphael Urweider
Bertolt Brechts Hörspiel «Das Verhör des Lukullus» aus dem Jahre 1939 war eine versteckte Kritik an Hitler. Urgesendet wurde es 1940 im Radio Beromünster. Über 80 Jahre später zeigt Regisseur Samuel Schwarz in seinem Hörspiel «Lukullus», dass Brechts Text nichts an Aktualität eingebüsst hat. Wer das Hörspiel im Radio hören will: Samstag, 08.08.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur Bertolt Brecht schrieb im Herbst 1939 kurz nach Kriegsausbruch das Hörspiel «Das Verhör des Lukullus» im schwedischen Exil. Das Hörspiel beginnt mit dem Grabeszug des gefallenen römischen Feldherren Lukullus. Der unerbittliche Kriegsherr, dessen Eroberungszüge zahlreiche Menschenleben forderte, muss sich im Reich der Toten, vor dem Gericht der Unterwelt, verantworten. Lukullus rechtfertigt seine Taten damit, dass er zum Wohle Roms gehandelt habe. Radio Beromünster sendete das Brecht-Hörspiel (Regie: Ernst Bringolf) erstmals im Mai 1940. Eine mutige Entscheidung des Schweizer Radiosenders, denn Brechts Stück konnte durchaus als Hitler-Kritik interpretiert werden. Rund 80 Jahre nach der Ausstrahlung des Hörspiels im Radio Beromünster setzt sich Samuel Schwarz mit «Das Verhör des Lukullus» und dessen Entstehungsgeschichte auseinander. In «Lukullus» zeigt er auf, dass Brechts Text auch heute noch nicht an Aktualität verloren hat, denn willkürliche Gewaltherrscher gab es natürlich nicht nur im römischen Reich oder während des Zweiten Weltkriegs. Samuel Schwarz arrangiert Brechts Text in Zeiten von medialer Selbstinszenierung und Fake News neu. Entstanden ist eine Spurensuche und eine Versuchsanordnung, die vom Römischen Reich über den Zweiten Weltkrieg bis ins heute ans WEF in Davos führen. ____________________ Mit: Ntando Cele, Gina D'Orio, Wanda Wylowa, Philippe Graber, Luc Müller, Samuel Schwarz, Ted Gaier, Gotta Depri, Hauke Heumann, Franck Edmond Yao alias Gadoukou la Star, Cymbeline Schwarz ____________________ Bearbeitung: Samuel Schwarz, Ted Gaier, Raphael Urweider – Musik: Michael Sauter, Ted Gaier, Gina D'Orio, Paul Dessau – Auszüge aus der Oper «Die Verurteilung des Lukullus» – Konzertsong: Reverend Beatman, Ntando Cele – Sounddesign: Michael Sauter – Tontechnik SRF: Björn Müller, Roland Fatzer – Regie: Samuel Schwarz ____________________ Produktion: SRF 2018 und Digitalbühne Zürich (400asa), in Zusammenarbeit mit Radio RaBe, gefördert von der SRKS (Stiftung für Radio und Kultur Schweiz) ____________________ Dauer: 49’
Sat, 08 Aug 2026 - 1235 - «Die Bagage» von Monika Helfer
Monika Helfer war die grosse Erzählerin der österreichischen Literatur; 2026 ist sie gestorben. Die Geschichte ihrer eigenen Familie wie des Landes zeichnet sie in der «Bagage»-Trilogie nach. Sie beginnt im Vorarlberg, wo ganz hinten im Tal Familie Moosbrugger wohnt, als Randständige, als «Bagage» … Maria, die Mutter, bleibt mit den Kindern allein zurück. Durch ihre Schönheit ist sie nicht nur der Lust der Männer im Dorf, sondern auch dem Argwohn der Frauen ausgesetzt. Und sie wird abhängig vom Schutz und der Grosszügigkeit des Bürgermeisters. Da taucht Georg auf. Er spricht hochdeutsch und ist freundlich. Maria entdeckt mit ihm eine Nähe, welche ihr bisher unbekannt war. Kurze Zeit später ist sie schwanger, mit Grete. Es ist das Kind, mit dem der Familienvater Josef nie ein Wort sprechen wird – die Mutter von Monika Helfer. In «Die Bagage» nähert sich die Schriftstellerin der Geschichte ihrer Grosseltern und Eltern an. Dabei zeichnet sie eindringlich ein Frauenleben in Zeiten des Krieges nach und schafft einen aussergewöhnlichen Figuren- und Geschichtenkosmos. Mit ihrer Trilogie, bestehend aus «Die Bagage», «Vati» und «Löwenherz», ist Monika Helfer ein tiefer Einblick in die eigene Familiengeschichte gelungen. Die autofiktionalen Romane wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. ____________________ Mit: Dörte Lyssewski (Monika), Andrea Wenzl (Maria), Christoph Luser (Josef), Andreas Lust (Bürgermeister), Hannes Wegener (Georg), Michael Edlinger (Postbote), Sabine Muhar (Frau des Bürgermeisters), Johannes Seilern (Pfarrer), Oskar Weilenmann (Lorenz als Kind), Elisabeth Adam (Grete), Jano Lukas Putz (Heinrich), Damyan Andreev (Lorenz als Jugendlicher), Vassili Anando Putz (Walter) und Sophie Mavie Fritz (Katharina) ____________________ Tontechnik: Martin Leitner, Jakob Kainz, Melanie Inden, Thomas Rombach – Naturaufnahmen: Martin Leitner – Originalmusik: Fatima Dunn – Hörspielbearbeitung und Regie: Elisabeth Weilenmann ____________________ Produktion: HR/ORF/SRF 2024 ____________________ Dauer: 53’
Fri, 07 Aug 2026 - 1234 - «Vati» von Monika Helfer
Fortsetzung der autofiktionalen Familientrilogie von Monika Helfer. Im Mittelpunkt steht ihr Vater: «Wir sagten Vati. Er wollte es so. Er meinte, es klinge modern. Er wollte vor und durch uns einen Mann erfinden, der in die neue Zeit hineinpasste.» Josef Helfer ist das uneheliche Kind einer Magd. Sein Vater ist der Bauer, bei dem die Mutter arbeitet. Während des Zweiten Weltkriegs wird er zum Kriegsdienst eingezogen und an die Front nach Russland geschickt. Dort verliert er ein Bein. Im Lazarett verliebt er sich in eine Krankenschwester: Monika Helfers Mutter Grete, die genau wie er seit der Geburt eine Aussenseiterin ist. In dem Bergdorf, in dem sie aufwuchs, galt sie als Kuckuckskind. Monika Helfers Vater war ein schweigsamer, in sich gekehrter Kriegsheimkehrer, der seine traumatischen Fronterlebnisse verdrängen musste, weil die Erinnerungen daran zu schmerzhaft waren. Monika Helfer weiss wenig über ihren Vater, der bereits in den 1980ern im Alter von 67 Jahren starb. Er hat sie jedoch geprägt mit seiner geradezu manischen Büchersucht und seinem kritischen Sprachbewusstsein. «Vati» ist der Versuch, seine Lebensgeschichte zu rekonstruieren. Anhand der Biografie des Vaters erzählt die Autorin auch von ihrer eigenen Kindheit, die von den Traumata der Eltern geprägt war. «Es sind zwei Depressive, die sich gefunden haben, um ihre Last gemeinsam besser ertragen zu können, und die doch heillos überfordert sind.» Ein Hörspiel über eine intensive und ambivalente Bindung – und deren Aufarbeitung. ____________________ Mit: Dörte Lyssewski (Monika), Karl Markovics (Vati), Damyan Andreev (Lorenz als Jugendlicher), Mara Romei (Monika als Kind), Robert Reinagl (Baumeister Brugger), Wolfram Berger (Pfarrer), Martina Spitzer (Frau Brugger), Burkhard Schindlegger (Vati als Kind), Christoph Reisinger (Sohn des Baumeisters), Julia Koch (Grete), Johanna Tomek (Tante Kathe alt), Katja Kolm (Tante Kathe jung), Rada Rae (Grete als Kind), Sonja Romei (Tante Irma), Klaus Höring (Vater Ferdinand), Lukas Walcher (Ferdinand), Dietmar König (Mann aus Stuttgart 1), Felix Rech (Mann aus Stuttgart 2), Margarete Tiesel (Lotte), Hannes Perkmann (Lorenz als Erwachsener) und Rainer Egger (Onkel Sepp) ____________________ Tontechnik: Martin Leitner, Jakob Kainz, Melanie Inden, Thomas Rombach – Naturaufnahmen: Martin Leitner – Originalmusik: Fatima Dunn – Hörspielbearbeitung und Regie: Elisabeth Weilenmann ____________________ Produktion: HR/ORF/SRF 2024 ____________________ Dauer: 54’
Fri, 07 Aug 2026 - 1233 - «Löwenherz» von Monika Helfer
Letzter Teil der preisgekrönten Familiensaga von Monika Helfer: eine Geschichte über Fürsorge, Schuldgefühle und Familienbande. Richard, von seinem Vater liebevoll «Löwenherz» genannt, ist anders. Ein Sonderling, der auch als Erwachsener noch unter seiner trostlosen Kindheit leidet. Der sechs Jahre jüngere Bruder von Monika Helfer wächst nach dem frühen Tod der Mutter bei der Tante auf, getrennt von seinen drei Schwestern. Dort erfährt er weder Nähe, Verständnis noch Zärtlichkeit. Und wird ein Leben lang damit zu kämpfen haben. Das Leben scheint Richard wenig wichtig zu sein. Er arbeitet als Schriftsetzer, ist aber eigentlich Maler, ein Künstler. Verantwortung übernimmt er nur, wenn sie ihm angetragen wird. So auch, als ihm auf merkwürdige Weise eine Frau ein Kind überlässt, von dem er nur den Spitznamen kennt. Doch «das Putzi» nennt ihn «Papa», und die unfreiwillige Vaterrolle gibt ihm Halt und bringt Freude in sein Leben, zumindest für eine Zeit. Mit dem innigen Porträt von «Löwenherz» vollendet Monika Helfer die autofiktionale Trilogie ihrer Familiengeschichte. ____________________ Mit: Dörte Lyssewski (Monika), Emanuel Fellmer (Richard), Sarah Viktoria Frick (Monika jung), Johannes Silberschneider (Michael), Elisabeth Adam (Putzi), Martina Ebm (Kitti), Alina Fritsch (Tanja), Martina Spitzer (Nachbarin von Kitti), Julia Koch (Grete als Mutter), Mara Romei (Monika als Kind), Rada Rae (Grete als Kind), Katja Kolm (Tante Kathe), Sonja Romei (Tante Irma), Jakob Zögernitz (Richard als Kind) und Rainer Galke (Kittis Freund) ____________________ Tontechnik: Martin Leitner, Jakob Kainz, Melanie Inden, Thomas Rombach – Naturaufnahmen: Martin Leitner – Originalmusik: Fatima Dunn – Hörspielbearbeitung und Regie: Elisabeth Weilenmann ____________________ Produktion: HR/ORF/SRF 2024 ____________________ Dauer: 50’
Fri, 07 Aug 2026 - 1232 - 3/3 «Tartarin bezwingt die Schweizer Alpen» von Alphonse Daudet
Abschluss von Tartarins abenteuerlicher Reise durch die Kulissen der hochalpinen Schweiz am Ende des 19. Jahrhunderts. Der brave Held aus Frankreich macht Bekanntschaft mit Schloss Chillon, wo er als vermeintlicher Terrorist eingekerkert wird. Nach seiner Freilassung zwingen ihn leidige Rivalitäten durch Mitglieder seines heimatlichen Alpenclubs, auch noch den Mont Blanc zu besteigen. Und da schlägt das Schicksal zu. Tartarins fantastischen Trugbilder werden am Ende harte Wirklichkeit. Daudets Roman ist 1983 durch den Zürcher Schauspieler René Scheibli (1936–2010) als Hörspiel bearbeitet worden. Als Erzähler ist der inzwischen 86-jährige Matthias Habich zu hören. ____________________ Mit: Matthias Habich (Erzähler), Hans-Helmut Dickow (Tartarin), Bert Müller-Kopp (Bravida Kommandant a.D.), Günther Ziessler (Excourbaniès, Krämer), Matthias Schuppli (Pascalon), Irina Schönen (Sonja Wassiliew), Michael Gempart (Bompart, Kurier), Larry Mc Guire (Lord Chippendale), Jeanette Grab (seine Nichte), Klaus Henner Russius (Professor Schwanthaler), Roswitha Dost (Frau Schwanthaler), Günter Kropp (Professor Astier-Réhu), Vinzenso Biagi (Italienischer Tenor), Daniel Kasztura (Otto, schwedischer Student), Walter Hess (Polizeioffizier), Alex Freihart (Pförtner), René Scheibli (Amtmann), Erwin Kohlund (Papa Baltet), Ernst Stiefel (Hüttenwart), Hans-Rudolf Spühler (Bergführer) ____________________ Hörspielbearbeitung: René Scheibli – Regie: Walter Baumgartner ____________________ Produktion: SRF 1983 ____________________ Dauer: 50’ Die erste Folge können Sie hier nachhören: https://www.srf.ch/audio/hoerspiel/1-3-tartarin-bezwingt-die-schweizer-alpen-von-alphonse-daudet?id=AUDI20260807_NR_0003 Die zweite hier: https://www.srf.ch/audio/hoerspiel/2-3-tartarin-bezwingt-die-schweizer-alpen-von-alphonse-daudet?id=AUDI20260807_NR_0034
Fri, 07 Aug 2026 - 1231 - 2/3 «Tartarin bezwingt die Schweizer Alpen» von Alphonse Daudet
Zweite Etappe des grotesken Trips durch die Bergwelt. Tartarin reist ins Berner Oberland. Dabei trifft er auf eine Gruppe russischer Nihilisten, die den revolutionären Umsturz im Sinn haben. Schüsse knallen, und Tartarin bekommt es mit der Angst zu tun. Doch die junge Sonja macht ihm schöne Augen. Kaum in Interlaken angekommen, widmet sich Tartarin wieder seinen alpinistischen Ambitionen. Am Seil von Bergführern kämpft er sich über die Spalten des Guggigletschers hinauf zum Gipfel der Jungfrau. Nach vielen Mühen und noch mehr Unterstützung ganz oben angelangt, schauen die gewöhnlichen Touristen zu ihm auf wie zu einem Gott. Und alsbald spricht sich das ruhmreiche Abenteuer herum, bis zu den Flachländern des Alpin Club in Tartarins südfranzösischer Heimat Tarascon. Alphonse Daudet, geboren 1840 in Nîmes, war zu seiner Zeit einer der produktivsten und populärsten Schriftsteller Frankreichs. Neben zahlreichen Romanen, Theaterstücken, Novellen und Kurzgeschichten veröffentlichte er 1869 seine «Lettres de mon moulin» («Briefe aus meiner Mühle»), die heute wohl sein bekanntestes und populärstes Werk sind. Er starb 1897 in Paris. ____________________ Mit: Matthias Habich (Erzähler), Hans-Helmut Dickow (Tartarin), Bert Müller-Kopp (Bravida Kommandant a.D.), Günther Ziessler (Excourbaniès, Krämer), Matthias Schuppli (Pascalon), Konrad Horschik (Bézuquet, Apotheker), Gretel Mathis (Mama Bézuquet), Jodoc Seidel (Costecalde), Bernd Rumpf (Briefträger), Peter Kner (Pégoulade), Irina Schönen (Sonja Wassiliew), Ulrike Radke (Manilow), Hans-Rudolf Spühler (Bolbin), Vincenzo Biagi (Italienischer Tenor), Larry Mc Guire (Lord Chippendale), Peter Lerchbaumer (Baron von Stolz), Walter Hess (Polizist), Franziskus Abgottspon (Kutscher), Ernst Stiefel (Gardist), Ella Büchi (Die Jungfrau persönlich), Erwin Kohlund (Kaufmann, Bergführer), Alex Freihart (Inebnit, Bergführer), Martin Hamburger (Hoteldirektor Meyer, Interlaken), Rudolf Straub (Hoteldiener), Karl Wagner (Wirt «Zur treuen Gemse»). ____________________ Hörspielbearbeitung: René Scheibli – Regie: Walter Baumgartner ____________________ Produktion: SRF 1983 ____________________ Dauer: 50’ Die erste Folge können Sie hier nachhören: https://www.srf.ch/audio/hoerspiel/1-3-tartarin-bezwingt-die-schweizer-alpen-von-alphonse-daudet?id=AUDI20260807_NR_0003 Die dritte hier: https://www.srf.ch/audio/hoerspiel/3-3-tartarin-bezwingt-die-schweizer-alpen-von-alphonse-daudet?id=AUDI20260807_NR_0084
Fri, 07 Aug 2026 - 1230 - 1/3 «Tartarin bezwingt die Schweizer Alpen» von Alphonse Daudet
Mit «Die wundersamen Abenteuer des Tartarin aus Tarascon» gelang dem französischen Schriftsteller Alphonse Daudet 1872 ein durchschlagender Erfolg. Die charmant farbige Parodie eines Heldenromans fand so viel Anklang, dass sich Tartarin in einer Fortsetzung ins Schweizer Hochgebirge vorwagen musste. Wer das Hörspiel im Radio hören will: Teil 1: Freitag, 07.08.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 1 Teil 2: Freitag, 14.08.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 1 Teil 3: Freitag, 21.08.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 1 Tartarin, der rüstige Rentner aus Südfrankreich, hat ein ehrgeiziges Ziel: Er will beweisen, dass er, obwohl ohne jegliche Erfahrung als Gipfelstürmer, zurecht Präsident des Club Alpin von Tarascon geworden ist. Deshalb unternimmt er 1880 eine Reise in die Schweiz, wo er sich die Besteigung eines Bergriesen vorgenommen hat. Erste Erfahrungen mit dem felsigen Ambiente macht er bei Ausflügen am touristisch bereits spektakulär erschlossenen Vierwaldstättersee. Zu seinem Erstaunen erfährt Tartarin jedoch, dass es die Schweiz gar nicht gibt! Sie ist eine reine Kulisse – ein Panorama-Kursaal mit beleuchteten Wasserfällen, Drehkreuzen an den Eingängen zu den Gletschern und Seilbahnen hoch hinauf, bis auf die schneebedeckten Gipfel. ____________________ Mit: Matthias Habich (Erzähler), Hans-Helmut Dickow (Tartarin), Bert Müller-Kopp (Bravida Kommandant a.D.), Günther Ziessler (Excourbaniès, Krämer), Konrad Horschik (Bézuquet, Apotheker), Michael Gempart (Bompar, Kurier), Karl Wagner (Wirt, Vitznau), Martin Hamburger (Gérant, Rigi), Hans-Rudolf Spühler (Kellner), Lilliane Heimberg (Mädchen), César Keiser (Kunstmaler), Irina Schönen (Sonja Wassiliew), Vincenco Biagi (Italienischer Tenor), Peter Lerchbaumer (Baron von Stolz), Klaus Henner Russius (Professor Schwanthaler), Günter Kropp (Professor Astier-Réhu), Ulrike Radke (Manilow) u.a. ____________________ Hörspielbearbeitung: René Scheibli – Regie: Walter Baumgartner ____________________ Produktion: SRF 1983 ____________________ Dauer: 50’ Die zweite Folge können Sie hier nachhören: https://www.srf.ch/audio/hoerspiel/2-3-tartarin-bezwingt-die-schweizer-alpen-von-alphonse-daudet?id=AUDI20260807_NR_0034 Die dritte Folge hier: https://www.srf.ch/audio/hoerspiel/3-3-tartarin-bezwingt-die-schweizer-alpen-von-alphonse-daudet?id=AUDI20260807_NR_0084
Fri, 07 Aug 2026 - 1228 - Junge Stimmen: «Hollderidai» von Studierenden der HKB
Ein Haus führt ein Eigenleben, ein Zug bleibt kurz vor dem Ziel stehen, ein Langschläfer wird zum Tiger. Aus einer Sammlung von Prosatexten, Dialogen und Gedichten haben HKB-Studierende des 3. Jahrgangs Theater zehn Kurzhörspiele realisiert, die Wirklichkeit und Imagination miteinander verschränken. Wer das Hörspiel im Radio hören will: Samstag, 01.08.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur Wie wird aus einem literarischen Text ein Hörspiel? Dieser Frage gingen Studierende des 3. Jahrgangs Theater nach. Auf der Grundlage von Texten von Studierenden des Literaturinstituts Biel entwickelten sie kurze Hörstücke. In der Auseinandersetzung mit Sprache, Stimme und Klang entstanden sehr unterschiedliche Arbeiten, die die Vielfalt akustischer Erzählformen hörbar machen: mal komisch, mal unheimlich, mal poetisch. ____________________ Mit: Jakob Dumke, Nellie Hächler, Valentin Händel, Franka Kohlmey, Onur Kurtulmus, Jon Mattmüller, Anouk Sarbacher, Judith Steinbrecher, Fabiola Strugalla, Janis Urosevic und Anna Sarah Waterstradt (3. Jahrgang Theater der Hochschule der Künste Bern) Texte: Selina Bertschi, Sophie Feuz, Sara Morf, Julia Ohm, Julia Stapf, Konstantin Stawenow und Lena Thomma (Studierende am Schweizer Literaturinstitut Biel) – Musik: Casey Calle – Tontechnik: Basil Kneubühler, Björn Müller, Tom Willen und Michael Studer – Regie: Johannes Mayr ____________________ Produktion: SRF/HKB 2026 ____________________ Dauer: 36′
Sat, 01 Aug 2026 - 1227 - Warum syt dir so truurig – Das Phänomen Mani Matter (1973)
Zum 90. Geburtstag von Mani Matter: Die legendäre Gedenksendung vom 1. Januar 1973. Kurz nach seinem viel zu frühen Tod erinnern sich zahlreiche Weggefährten an den Berner Liedermacher. Was ist das Geheimnis seiner musikalischen Wortkunst, die bis heute schweizweit Herz und Hirn ergreift? Wer das Hörspiel im Radio hören will: Freitag, 31.07.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 1 Am 4. August würde Mani Matter seinen 90. Geburtstag feiern. Der Ende November 1972 im Alter von 36 Jahren bei einem Autounfall tödlich verunglückte Künstler und Jurist bleibt vielen bis heute in lebhafter Erinnerung. Seine berndeutschen Chansons sind ein fester Teil des kulturellen Gedächtnisses der Schweiz, werden von Generation zu Generation weitergetragen und -gesungen und auch immer wieder neu interpretiert. Aber was war Mani Matter für ein Mensch, wie hat er die Welt gesehen, was hat ihn umgetrieben und inspiriert? Und vor allem: Wie entstanden seine phänomenalen Lieder, die uns bis heute nicht loslassen? Darüber machten sich in dieser Sondersendung von Radio SRF, die zu Beginn des Jahres 1973 ausgestrahlt wurde, Freunde und Kollegen aus Mani Matters privatem, beruflichen und künstlerischen Umfeld Gedanken – mit Einblicken, die bis heute aufschlussreich sind, und einen zuweilen auch schmunzeln lassen. Zu hören sind neben vielen anderen: Klaus Schädelin, Kurt Marti, Jacob Stickelberger, Fritz Widmer, Adolf Muschg, Emil Steinberger, Dimitri, Franz Hohler. Und natürlich Mani Matter himself, mit einer Auswahl seiner Lieder und Gedanken. ____________________ Mit: Mani Matter, Klaus Schädelin, Kurt Marti, Jacob Stickelberger, Fritz Widmer, Adolf Muschg, Emil Steinberger, Dimitri, Franz Hohler, Dieter Fringeli, Theo Hirsbrunner, Reynold Tschäppät, Peter Stein, Urs Brand, Josef Hofstetter, Jürg Müller, Werner Spirig, Andreas Schärer, Christoph Von Greyerz, Gerhard Schürch, Max Neuenschwander ____________________ Redaktion: Benno Kälin ____________________ Produktion: SRF 1973 ____________________ Dauer: ca. 50’ (gekürzte Sendeversion), bzw. 75’ (Originallänge, nur im Hörspiel-Podcast)
Fri, 31 Jul 2026 - 1226 - «Familie Rouber» von Charles Lombard
Mutter Vreni, Vater Hans und die beiden Teenager Mirko und Sabine wirken wie eine ganz gewöhnliche Familie – zumindest auf den ersten Blick. Doch die Roubers haben ein ungewöhnliches Hobby: Diebstahl. Diese Familientradition pflegen sie schon seit Generationen. Wer das Hörspiel im Radio hören will: Freitag, 24.07.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 1 ____________________ Mit: Margrit Winter (Vreni Rouber), Dieter Stoll (Hans Rouber), Yvonne Roth (Sabine), Piero Bettschen (Mirko), Hanspeter Otti (Polizist 1), Marco Morelli (Polizist 2), Gertrud Demenga-Schwarz (Frau Brönnimann) ____________________ Regie: Charles Benoit ____________________ Produktion: SRF 1986 ____________________ Dauer: 50’
Fri, 24 Jul 2026 - 1225 - «Alles für d’ Chatz» von Stephan Mathys
Wenn die Liebe zur Katze in zwischenmenschliche Liebe umschlägt und diese Liebe für die Katz ist, wird es Zeit, sich Gedanken zu machen über Verlustschmerz und über sich selbst. Wer das Hörspiel im Radio hören will: Freitag, 17.07.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 1 Lara und Markus sind Nachbarn. Sie sehen sich manchmal von Balkon zu Balkon. Beide haben einen grossen Verlust erlitten: Der Vater von Markus ist früh gestorben, Lara hat sich von ihrem Freund getrennt. Die beiden gehen unterschiedlich mit ihren Erfahrungen um. Als sie sich schliesslich – nicht ganz zufällig – kennen lernen, prallen diese gegensätzlichen Arten, Abschiedsschmerz zu bewältigen, aufeinander. ____________________ Mit: Anna-Katharina Müller (Lara), Aaron Hitz (Markus) ____________________ Musik: Alexius Tschallener (Komposition, Piano), Ellen Cameron (Cello), Armon Stecher (Klarinette) – Tontechnik: Roland Fatzer – Regie: Kamil Krejci ____________________ Produktion: SRF 2018 ____________________ Dauer: 42’
Fri, 17 Jul 2026 - 1224 - «Bez beinebau» von Beat Sterchi und Hermann Bohlen
Der Hörspielmacher Hermann Bohlen und der Schweizer Dichter mit herkunftsmässigem Wissen im Metzgereiwesen Beat Sterchi wurden zu einem Treffen vor das Mikrophon geladen. Bohlen sprach in einem erfundenen Idiom, Sterchi konterte mit seiner eigenwilligen Diktion. Beat Sterchi hat unter anderem in seinen Hörspielen für Schweizer Radio SRF mit einer ausserordentlichen Sensibilität Standardformulierungen, Gestus und Rhythmus unseres umgangssprachlichen, gesellschaftlichen Kommunikationsverhaltens wiedergegeben. Dieses Gefühl für die Sprache der anderen steht neben seiner eigenen, der Dichtersprache, die stark wie eine Tanne dasteht und das Allerzarteste zu beschützen scheint. Hermann Bohlen hat mit seinen Hörspielen ebenfalls Sprachgebaren porträtiert: das Deutsch des grosszügigen Unternehmers mit Nazivergangenheit, oder etwa die «Fachsprache» der Jäger. Für sein Hörspiel über den amerikanischen Ernährungsapostel Horace Fletcher hat er sogar eine Sprache zwischen Deutsch und Englisch erfunden und selbst gesprochen, gewissermassen das «Germish». ____________________ Mit: Beat Sterchi und Hermann Bohlen ____________________ Musik: Luca Aaron und Jul Dillier – Regie: Geri Dillier und Claude Pierre Salmony ____________________ Produktion: SRF 2014 ____________________ Dauer: 30’
Thu, 16 Jul 2026 - 1223 - «Lebensabend in Übersee» von Hermann Bohlen
Dystopische Satire über die «Alten-Republik». Das Bild des einsamen Rentners, der Pfandflaschen suchend durch unsere Städte geistert, gehört der Vergangenheit an: Altern und Sterben werden in Zukunft ausgelagert. Denn immer weniger alte Menschen können sich ihren Lebensabend in Mitteleuropa leisten. Wer das Hörspiel im Radio hören will: Samstag, 11.07.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur Poldi und Gretchen haben das Rentenalter erreicht. Zeit für den Kassensturz: Kommen sie – jeder für sich – auf die 487'800 Euro Sicherheit, wie in der jüngsten Gesetzesnovelle zur Vermeidung von Altersarmut festgelegt? Nur wer dieses Vermögen angespart hat oder eine satte monatliche Rente nachweisen kann, darf seinen Lebensabend in Deutschland verbringen. Für alle anderen heisst es: Koffer packen und Abschied nehmen von der Heimat – für den gesicherten Lebensabend in Übersee. Leopold hat für sich und seine Bienen einen Platz auf restliche Lebenszeit in einer zertifizierten Altersheim-Anlage in Polen gebucht. Annegret hat sich für deutlich weniger Einsatz in einer Seniorenresidenz im Südwesten der Volksrepublik China eingekauft. Auf der Shortlist beim Hörspielpreis der Kriegsblinden 2015. ____________________ Mit: Ulrich Pleitgen (Poldi), Christine Schorn (Gretchen), Harald Halgardt (Hartmut) und Malina Ebert (Putzfrau), Fang Yu (Chinesischlehrer), Markus Petersen (Volkswirtschaftler), Christoph Bohlen (Unternehmenssprecher), Britta Steffenhagen (Moderatorin) sowie Stefan Ripplinger, Sabin Tambrea, Eckard Rölke, Melanie Mohammed, Yuka Yanagihara, Mariel Jana Supka und Mandy Rudski ____________________ Tontechnik: Jean Szymczak – Dramaturgie und Redaktion: Christina Hänsel – Regie: Judith Lorentz und Hermann Bohlen ____________________ Produktion: WDR 2014 ____________________ Dauer: 53’
Sat, 11 Jul 2026 - 1222 - «De Tod isch grüen» von Ernst Kappeler
Bevor im Jahr 1968 der Studentenprotest auch in der Schweiz für Unruhe sorgte, kam ein Hörspiel zur Ausstrahlung, welches das damalige gesellschaftliche Klima eindrücklich darstellte. Die Sturheit des Patriarchats stand gegen den Geist des individualistischen Aufbruchs. Es drohte die Eskalation. Wer das Hörspiel im Radio hören will: Freitag, 10.07.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 1 «De Tod isch grüen» entstand im März 1968. Die Vorlage von Ernst Kappeler wurde im Rahmen eines Wettbewerbes für Mundarthörspiele ausgezeichnet, und dies zu Recht, gehört das Stück doch zu den wichtigsten fiktionalen Zeitdokumenten im SRF-Radioarchiv. Und: Es ist aktuell wie eh und je. Der Selbstmordversuch einer Schülerin hat Folgen für den Lehrer, für die Schule, für das ganze Dorf. Nichts ist mehr, wie es war. Die gesellschaftlichen Mechanismen, die sich in Gang setzen, sind nur allzu bekannt. Ein Schuldiger muss her, und der ist schnell gefunden: der Lehrer mit seinen nicht immer konformen Methoden. Wie ein Verbrecher muss er sich vor der Schulpflege rechtfertigen. Doch dieser Lehrer hat sich längst in seine eigene Welt zurückgezogen. Seine Wahrheit ist nicht die der anderen. Und sie steht nicht im Stundenplan. ____________________ Mit: Fred Tanner (Lehrer, Erzähler), René Scheibli (Bruno), Valerie Steinmann (Magdalena, Mädchenstimme), Paul Bühlmann (Präsident), Alfred Schlageter (Pfarrer), Eva Wächter (Schulpflegerin, Frauenstimme), Inigo Gallo (Schulpfleger), Ruedi Walter (Doktor), Christian Huber (Aktuar), Margrit Rainer (Krankenschwester), Anneliese Betschart (Frauenstimme), Elisabeth Schnell (Frauenstimme), Vincenzo Biagi (Männerstimme) u.v.a. ____________________ Tontechnik: Irmgard Bichler und Willy Helbig – Regie: Robert Bichler ____________________ Produktion: SRF 1968 ____________________ Dauer: 44’
Fri, 10 Jul 2026 - 1221 - Ingeborg Bachmann oder der Preis der Freiheit
Ingeborg Bachmann gehört zu den grossen Stimmen der europäischen Nachkriegsmoderne – und zu den widersprüchlichsten. Aufgewachsen im Schatten von Krieg und Nationalsozialismus, findet die 1926 geborene Kärntnerin früh zur Literatur – und macht das Schreiben zu ihrem existenziellen Projekt. Eine atemberaubende Karriere führt die Autorin von Wien über Paris nach Rom. Beziehungen zu Paul Celan und Max Frisch prägen Bachmanns Leben ebenso wie Brüche, Krisen und Rückzüge. In den 1960er-Jahren gerät das Leben der Schriftstellerin zunehmend aus dem Gleichgewicht. Zum 100. Geburtstag der Schriftstellerin wird das Werk Ingeborg Bachmanns aus verschiedenen Blickwinkeln neu beleuchtet. Sichtbar wird eine Autorin, die bei allem Streben nach Emanzipation in den Verstrickungen ihrer Zeit gefangen blieb – existenziell und künstlerisch. ____________________ Redaktion: Günter Kaindlstorfer ____________________ Produktion: SRF 2026 ____________________ Dauer: 54'
Thu, 25 Jun 2026 - 1220 - «Undine geht» von Ingeborg Bachmann
Klangkunst und Sprachexperiment. Ingeborg Bachmanns Version des antiken «Undine»-Mythos: Die Wasserfrau ist hier eine geistig unabhängige, selbständige Muse, die die Männer versteht, und zu der diese sich hingezogen fühlen. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Samstag, 27.06.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur Undine sieht sich indessen von den Männern – die sie «Ungeheuer», «Monster» oder einfach nur «Hans» nennt – verraten und rechnet mit ihnen ab. Bachmann verleiht Undine allerdings nicht nur die Stärke und die Selbständigkeit, die sonst nur Männern zugesprochen werden, sondern unterwirft sie auch dem Zwang, die Männer zu lieben. Sie muss aus dem Meer auftauchen, Hans rufen, die Männer locken und besitzen. Das «unwahrscheinlich Geglückte» (Peter von Matt) des Textes hat eine nicht geglückte, vielmehr noch verratene Liebe zum Gegenstand, die Unmöglichkeit einer absoluten Liebe in der Welt der Menschen, der Männer und ihrer Frauen, die sich aus ihren erstarrten Ordnungen nicht herauslocken lassen. Undine ist nicht die Frau schlechthin, sondern eher eine Gegenfrau, die Stimme des ganz Anderen. ____________________ Mit: Inka Friedrich und Monika Koch sowie Lauren Newton (Gesang) und Fritz Hauser (Perkussion) ____________________ Komposition: Fritz Hauser – Tontechnik: Jack Jakob und Jacqueline Stocker – Regie: Fritz Hauser und Stephan Heilmann ____________________ Produktion: SRF 1993 ____________________ Dauer: 49’
Thu, 25 Jun 2026 - 1219 - «Ein Geschäft mit Träumen» von Ingeborg Bachmann
Hörspiel-Klassiker und ein Stück Radiogeschichte: Ingeborg Bachmanns erstes Hörspiel, verfasst um 1950. Nach Feierabend gerät der Angestellte Laurenz in ein Geschäft, in dem es Träume zu kaufen gibt. Träume, in denen man die Wünsche und Nöte, die Ängste und Hoffnungen des Alltags kompensieren kann. Laurenz, eine gründliche, penible Natur, dienstbeflissen und angepasst an die Wünsche seiner Kollegen und Vorgesetzten, erlebt in den Träumen sein eigenes Dasein so, wie ein Kinogänger Filme erlebt – als überhöhte Spiegelungen seines eigenen Daseins. Erst im dritten Traum erkennt er sich wieder. Doch was er hier wagt, das verwehrt er sich im Alltagsleben: Er gesteht seiner Bürokollegin Anna seine Liebe. ____________________ Mit: Ralf Schermuly (Laurenz), Herlinde Latzko (Anna), Wolfgang Hiller (Mandl), Walter Oberhuber (Nowak), Hans-Günther Müller (Generaldirektor), Klaus Seidel (Verkäufer), Günter Gube (Drehorgelmann), Rainer zur Linde (Matrose), Michael Schacht (Funker), Siegfried Meisner (Schiffsoffizier) ____________________ Musik: Willy Bischof – Tontechnik: Helmut Dimmig – Regie: Klaus W. Leonhard ____________________ Produktion: SRF 1977 ____________________ Dauer: 58’
Thu, 25 Jun 2026 - 1218 - «Der gute Gott von Manhattan» von Ingeborg Bachmann
Hörspiel-Klassiker. Eine leidenschaftliche Liebe in New York wird dem Urteil eines mystischen Gottes unterzogen. Ingeborg Bachmanns preisgekröntes Hörspiel zeigt die Unvereinbarkeit tiefer Gefühle mit einer rationalen Welt – poetisch, kritisch und zeitlos aktuell. Der gute Gott von Manhattan ist angeklagt, das Mädchen Jennifer im Zimmer eines New Yorker Hotels durch eine Bombenexplosion ermordet zu haben. Dem Richter erklärt er, er habe sich mit dieser Tat, und auch allen vorhergegangenen, nur zum Anwalt der auf Konventionen und Masshalten beruhenden Weltordnung gemacht. Diese sei durch die Masslosigkeit der Liebe der Getöteten bedroht worden. Er erzählt die Geschichte der Liebe Jennifers zu Jan, um darzulegen, dass diese Liebe, die an nichts mehr gemessen und mit nichts mehr verglichen werden konnte, verderblicher für die Ordnung sei als jedes Verbrechen, als alle Ketzereien. «Wo Liebe auftaucht, entsteht ein Wirbel wie vor dem ersten Schöpfungstag.» ____________________ Mit: Hanns Ernst Jäger (Der gute Gott), Alfons Hoffmann (Richter), Rainer zur Linde (Jan), Gudrun Herms (Jennifer), Otwin Kühlhorn (Eichhörnchen Billy), Susi Aeberhard (Eichhörnchen Franki), Paul Felix Binz (Gerichtsdiener), Ursula Streuli (Zigeunerin), Hans-Günther Müller (Bettler) u.v.a. ____________________ Musik: Willy Bischof – Tontechnik: Helmut Dimmig – Regie: Klaus W. Leonhard ____________________ Produktion: SRF 1971 ____________________ Dauer: 101’
Thu, 25 Jun 2026 - 1217 - «Dr. med. R. Clavadetscher, prakt. Arzt» von Hans Karl Müller
Hausarztpraxen sind dauerüberlastet. Das war schon in den 1970er-Jahren der Fall. Hausarzt Dr. Clavadetscher kennt den stressigen Alltag: überfülltes Wartezimmer, unzählige Hausbesuche, endlose Tage … und trotzdem versucht der Arzt seinem Auftrag gerecht zu werden. Seit den idyllisch anmutenden Tagen eines «Dr. Hilfiker» in den frühen Fünfziger- und denjenigen von «Dr. med. Clavadetscher» in den Siebzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts hat sich manches verändert. Der Alltag eines Hausarztes ist nach wie vor stressig, Hausbesuche finden aber kaum noch statt, und die Kosten im Gesundheitswesen explodieren. Hans Karl Müller war selber Arzt und wusste daher sehr genau, worüber er 1974 schrieb. Sein Stück zeigt das entscheidende Ringen um die Erfüllung des ärztlichen Auftrages an der Front auf. Dabei wird die fiktive Handlung mit eigenen Kommentaren ergänzt. ____________________ Mit: Paul Bühlmann (Dr. med. Clavadetscher), Margrit Rainer (Schwester Käthy), Bella Neri (Susi), Walter Andreas Müller (Dr. med. Reding), Inigo Gallo (Herr Semadeni), Flavia Schnyder (Frau Caviezel), Sibylle Courvoisier (Frau Villars), Eduard Huber (Vertreter), Gregor Vogel (Hüttenwart) u.v.a. ____________________ Regie: Hans Jedlitschka ____________________ Produktion: SRF 1974 ____________________ Dauer: 84’
Thu, 18 Jun 2026 - 1216 - «Helvetia»: Eine interaktive Sage von Wilfried Meichtry
Sagenhafte Schweiz: Das war das Motto am Tag der Schweizer Literatur bei SRF am 09. Juni. Der Schriftsteller Wilfried Meichtry hat den ganzen Tag über eine neue, moderne Sage geschrieben – mit Inputs der Hörerinnen und Hörer von Radio SRF 1. Das Resultat ist hier zu hören, gelesen von Sarah Spale. Mit: Sarah Spale (Erzählerin) ____________________ Tontechnik: Chris Weber – Regie: Zita Bernet – Redaktion: Markus Gasser ____________________ Produktion: SRF 2026 ____________________ Die Entstehung der interaktiven Sage können Sie hier nacherleben: https://www.srf.ch/radio-srf-1/schweizer-literaturtag-die-interaktive-sage-ist-fertig-jetzt-lesen
Thu, 11 Jun 2026 - 1215 - «Bartleby der Schreiber» von Herman Melville
Hörspiel-Klassiker. Wall Street 1850. In der Kanzlei eines Anwalts erscheint Bartleby, ein blasser junger Mann. Er erhält Schreibarbeiten, die er still erledigt. Bald aber beginnt er sich zu verweigern, «möchte lieber nicht mehr». Nichts bringt ihn davon ab. Dann möchte er lieber nicht mehr essen. Bartleby, dieser negative Held, ist eine Existenz des Neins bis zu seinem sanften Abschied vom Leben. Melvilles Text von 1853 gehört durch das tastende, hin- und hergerissene Erzählen des Anwalts und Notars Mr. Tucker zu den berührendsten Monologen der Weltliteratur. Matthias von Spallart hat den Text fürs Radio eingerichtet und mit Wolfgang Reichmann als unvergleichlichem Erzähler inszeniert. Die Produktion wurde zu einer seiner wichtigsten Regiearbeiten. Die sorgfältig umgesetzten Szenensplitter zeichnen die enge Welt der Schreibstube mit den schrulligen Angestellten scharf nach, und mit seinen wenigen kümmerlichen Sätzen porträtiert Wolfgang Forester den armen Bartleby so genau, dass man ihn nicht mehr vergessen kann. ____________________ Mit: Wolfgang Reichmann (Erzähler, Anwalt), Wolfang Forester (Bartleby), Rudolf Hofmann (Turkey), Volker Spahr (Nippers), Walter Kiesler (Broadbent), Jürgen Cziesla (Hauswirt), Heinz Günter Kilian (Wärter), Matthias von Spallart (Schliesser) ____________________ Tontechnik: Ernst Neukomm, Vreni Palm-Rupp – Hörspielbearbeitung und Regie: Matthias von Spallart ____________________ Produktion: SRF 1976 ____________________ Dauer: 77’
Thu, 11 Jun 2026 - 1214 - Schweizer Sagen unserer Zeit
Wenn alte Sagen auf die moderne Gesellschaft treffen: Schreibstudierende des Schweizerischen Literaturinstituts in Biel haben für den SRF-Tag der Schweizer Literatur neue Sagen verfasst. Sie spiegeln die Themen und Ängste unserer Zeit, vom Klimawandel bis zur KI. Kathrin Thenhausen: Schreckhorndrache Eine alte Geschichte, an die niemand mehr glaubt, wird plötzlich wieder aktuell, weil die Gletscher schmelzen. Unerklärliches und Schreckliches muss geschehen, bis man reagiert und den Zugang zu den Bergen sperrt. Eine moderne Klimasage. Tamara Cina: Aletschbord Um zahlungskräftige ausländische Tourist:innen anzulocken, baut der Wirt des Hotels Belalp auf über 2'000 Metern Höhe einen Tennisplatz mit Blick auf den Aletschgletscher. Das klappt nur mit der Hilfe des unheimlichen Aletschji-Hirten, der ihn aber eindringlich vor den Folgen seiner Habgier warnt. Vergeblich. Die Bestrafung des Wirts ist sagenhaft. Eine Klimasage. Margreth Steger: Das Tuntschi Eine neuartige Dating-App, gefüttert mit den Emotionen der Nutzenden, verspricht die perfekte Beziehung. Dahinter steckt aber eine Hightech-Firma mit finsteren Absichten. Marina, die davon erfährt, verschwindet spurlos. Es wird eng für die Menschheit! Eine moderne Grossstadtlegende über die Angst vor der KI. Joni Merz: Der Geisterzug Der Zug fällt wegen einer technischen Störung aus, doch der Ersatzbus wartet ewig vor der geschlossenen Bahnbarriere. Was läuft hier falsch? Ist der Windzug Zeichen eines Geisterzugs, und wenn ja: Welche Interessen spielen mit? Eine moderne Grossstadtlegende über die Tücken der Technik. ____________________ Mit: Sarah Spale (Erzählerin) ____________________ Tontechnik: Serge Krebs – Regie: Zita Bernet – Redaktion: Markus Gasser ____________________ Produktion: SRF 2026 ____________________ Dauer: 27'
Tue, 09 Jun 2026 - 1213 - 1/5 «Das mit de Zoe» von Julie Budtz Sørensen
Ein Zürcher Gymnasium, Samstagnacht: Zoes Clique feiert heimlich eine Party. Die Nacht endet in einer Katastrophe: Zoe wird vergewaltigt. Und niemand weiss, wer es war. Der Fall erschüttert die Schule, Freundschaften, Familien. Eine authentische und spannende Serie, nicht nur für Jugendliche. Freundschaft und Liebe, Moral, Vertrauen und Schuld, Sexualität, Mobbing und Rache – das sind die Themen der fünfteiligen Serie, die ursprünglich 2018 unter dem Titel: «Det med Liv» vom dänischen Radio DR produziert wurde. Andreas Liebmann hat sie für SRF auf Zürcher Verhältnisse und Jugend-sprache übertragen. Die dialogstarke Story entwickelt sich wie ein Krimi: Wer ist der Täter? Je mehr man sich auf Zoes Clique einlässt, desto verworrener wird die Angelegenheit. Was ist in der alten Turnhalle des Gymnasiums tatsächlich passiert? Wird die Vergewaltigung je aufgeklärt? Zerbricht die Clique daran? Wie reagieren Lehrer und Eltern, die Schulleitung? Und überhaupt – wird eine Normalität je wieder möglich sein? Aus verschiedenen Perspektiven wird ein Verbrechen rekonstruiert, das nur schwer zu fassen ist. Dabei verschieben sich die Grenzen zwischen Wahrheit, Lüge und Projektion permanent. Altersempfehlung: ab 16 Jahren. Das Hörspiel erzählt von traumatisierenden Erlebnissen mit sexualisierter Gewalt. ____________________ Mit: Amélie Luise Hug (Sofie, Schülerin), Rabea Lüthi (Zoe, Schülerin), Sean Douglas (Alex, Schüler), Rino Hosennen (Luca, Schüler), Jonas Julian Niemann (Ben, Schüler), Hannes Schraner (Philip, Schüler), Lou Haltinner (Leonie, Schülerin), Anna Schinz (Kathrin Lienert, Lehrerin), Sebastian Krähenbühl (Martin Brändli, Rektor), Joachim Aeschlimann (Per Anliker, Prorektor), Jeanne Devos (Lisa Petkovic, Polizistin), Anna-Katharina Müller (Susann, Mutter von Zoe), Sophie Angehrn (Mia, Mitschülerin), Jasmin Gloor (Emma, Mitschülerin), Yves Camin (Sämi, Mitschüler), Matthias Kull (Chaschper, Mitschüler), Urs Jucker (Jack, Vater von Alex) u.v.a. ____________________ Übertragung aus dem Dänischen: Andreas Liebmann – Musik: Noah Ferrari (Vocals: Gina Pelosi) – Tontechnik Aufnahmen: Mirjam Emmenegger, Roland Fatzer, Franz Baumann – Tontechnik Postproduktion: Basil Kneubühler – Regieassistenz: Zita Bernet – Dramaturgie und Regie: Reto Ott ____________________ Produktion: SRF 2021 ____________________ Dauer: 42’ Folge 2 «Das mit de Zoe»: https://www.srf.ch/audio/hoerspiel/2-5-das-mit-de-zoe-von-julie-budtz-sorensen?id=AUDI20260604_NR_0005
Thu, 04 Jun 2026 - 1212 - 2/5 «Das mit de Zoe» von Julie Budtz Sørensen
Sofie hat einen Verdacht, wer Zoe vergewaltigt haben könnte: Ben. Auch in der Klasse wundert man sich, dass er seit der Party nicht mehr aufgetaucht ist. Sofie soll einen Vortrag über Ingeborg Bachmann halten. Und das ausgerechnet zusammen mit Alex – wo doch schon gemunkelt wird, dass zwischen den beiden etwas am Laufen sei. Ben kehrt in den Unterricht zurück und streitet ab, etwas mit dem Fall zu tun zu haben. Klassenlehrerin Kathrin drohen vom Rektor Konsequenzen, falls sie sich weiter distanzlos und unprofessionell verhalte. Sofie spricht mit Zoe, das erste Mal seit der Party. Aber Zoe ist kaum wiederzuerkennen. Altersempfehlung: ab 16 Jahren. Das Hörspiel erzählt von traumatisierenden Erlebnissen mit sexualisierter Gewalt. ____________________ Mit: Amélie Luise Hug (Sofie, Schülerin), Rabea Lüthi (Zoe, Schülerin), Sean Douglas (Alex, Schüler), Rino Hosennen (Luca, Schüler), Jonas Julian Niemann (Ben, Schüler), Hannes Schraner (Philip, Schüler), Lou Haltinner (Leonie, Schülerin), Anna Schinz (Kathrin Lienert, Lehrerin), Sebastian Krähenbühl (Martin Brändli, Rektor), Joachim Aeschlimann (Per Anliker, Prorektor), Jeanne Devos (Lisa Petkovic, Polizistin), Anna-Katharina Müller (Susann, Mutter von Zoe), Sophie Angehrn (Mia, Mitschülerin), Jasmin Gloor (Emma, Mitschülerin), Yves Camin (Sämi, Mitschüler), Matthias Kull (Chaschper, Mitschüler), Urs Jucker (Jack, Vater von Alex), Karin Berri (Frau Sonderegger, Mutter von Mia), Sirio Flückiger (Herr Bajna, Vater von Emma), Zita Bernet (Christine, Mutter von Sofie), Budimka Bajo-Bollin (Kantinenfrau) u.v.a. ____________________ Übertragung aus dem Dänischen: Andreas Liebmann – Musik: Noah Ferrari (Vocals: Gina Pelosi) – Tontechnik Aufnahmen: Mirjam Emmenegger, Roland Fatzer, Franz Baumann – Tontechnik Postproduktion: Basil Kneubühler – Regieassistenz: Zita Bernet – Dramaturgie und Regie: Reto Ott ____________________ Produktion: SRF 2021 ____________________ Dauer: 45’ Folge 1 «Das mit de Zoe»: https://www.srf.ch/audio/hoerspiel/1-5-das-mit-de-zoe-von-julie-budtz-sorensen?id=AUDI20260604_NR_0004 Folge 3 «Das mit de Zoe»: https://www.srf.ch/audio/hoerspiel/3-5-das-mit-de-zoe-von-julie-budtz-sorensen?id=AUDI20260604_NR_0006
Thu, 04 Jun 2026 - 1211 - 3/5 «Das mit de Zoe» von Julie Budtz Sørensen
Zoe wurde vergewaltigt. Wer es war? Noch immer unklar. An ihre Schule in Zürich machen Beschuldigungen und Fake News die Runde, ein Gerücht jagt das andere. «Zoe ist eine Bitch, die verdient, trocken gefickt zu werden.» Wer hat diesen Satz auf die WC-Wand geschmiert und warum? In der Schule findet ein Elternabend statt. Der trägt aber wenig zur Verständigung bei, vielmehr kommt es zu wilden Anschuldigungen. Und schon gibt es einen neuen Verdächtigen. Im schulischen Alltag am Gymnasium Friedenbühl wird Normalität behauptet. Der alljährliche Kanti-Ball findet statt wie geplant. Sofie steht der Kopf überhaupt nicht danach: Wem kann sie noch trauen? Sie entfernt sich von ihrem Noch-Freund Luca und fühlt sich immer mehr zu Alex hingezogen. Am Ball kommt es zu einer erneuten Eskalation. Altersempfehlung: ab 16 Jahren. Das Hörspiel erzählt von traumatisierenden Erlebnissen mit sexualisierter Gewalt. ____________________ Mit: Amélie Luise Hug (Sofie, Schülerin), Rabea Lüthi (Zoe, Schülerin), Sean Douglas (Alex, Schüler), Rino Hosennen (Luca, Schüler), Jonas Julian Niemann (Ben, Schüler), Hannes Schraner (Philip, Schüler), Lou Haltinner (Leonie, Schülerin), Anna Schinz (Kathrin Lienert, Lehrerin), Sebastian Krähenbühl (Martin Brändli, Rektor), Joachim Aeschlimann (Per Anliker, Prorektor), Jeanne Devos (Lisa Petkovic, Polizistin), Anna-Katharina Müller (Susann, Mutter von Zoe), Sophie Angehrn (Mia, Mitschülerin), Jasmin Gloor (Emma, Mitschülerin), Yves Camin (Sämi, Mitschüler), Matthias Kull (Chaschper, Mitschüler), Urs Jucker (Jack, Vater von Alex), Karin Berri (Frau Sonderegger, Mutter von Mia), Sirio Flückiger (Herr Bajna, Vater von Emma), Zita Bernet (Christine, Mutter von Sofie), Budimka Bajo-Bollin (Kantinenfrau) u.v.a. ____________________ Übertragung aus dem Dänischen: Andreas Liebmann – Musik: Noah Ferrari (Vocals: Gina Pelosi) – Tontechnik Aufnahmen: Mirjam Emmenegger, Roland Fatzer, Franz Baumann – Tontechnik Postproduktion: Basil Kneubühler – Regieassistenz: Zita Bernet – Dramaturgie und Regie: Reto Ott ____________________ Produktion: SRF 2021 ____________________ Dauer: 44’ Folge 2 «Das mit de Zoe»: https://www.srf.ch/audio/hoerspiel/2-5-das-mit-de-zoe-von-julie-budtz-sorensen?id=AUDI20260604_NR_0005 Folge 4 «Das mit de Zoe»: https://www.srf.ch/audio/hoerspiel/4-5-das-mit-de-zoe-von-julie-budtz-sorensen?id=AUDI20260604_NR_0007
Thu, 04 Jun 2026 - 1210 - 4/5 «Das mit de Zoe» von Julie Budtz Sørensen
Wer hat in einer Partynacht die Schülerin Zoe vergewaltigt? Und was sind die Folgen? Für das Opfer, die Mitschülerinnen und-schüler, die Lehrerschaft und die Eltern? Wie verarbeitet man eine solche Tat? Sofie gesteht Zoe, dass sie sich in Alex verliebt hat. Zoe ist entsetzt. Die Stimmung in der Klasse wird immer schlechter. Kathrin entgleitet im Unterricht die Situation, sie begeht einen pädagogischen Fehler. Sofie und Alex verabreden sich zu einem Filmabend zu zweit, doch dieser nimmt eine abrupte Wendung. Sofie erzählt Philip, was passiert ist. Er sieht sich in seinem Urteil bestätigt, dass Alex pervers ist. Trotzdem muss Sofie mit Alex den Vortrag für den Deutschunterricht zum Abschluss bringen. Sie verhält sich distanziert und kontrolliert. Aber dann entdeckt sie auf seinem Laptop belastende Fotos. Altersempfehlung: ab 16 Jahren. Das Hörspiel erzählt von traumatisierenden Erlebnissen mit sexualisierter Gewalt. ____________________ Mit: Amélie Luise Hug (Sofie, Schülerin), Rabea Lüthi (Zoe, Schülerin), Sean Douglas (Alex, Schüler), Rino Hosennen (Luca, Schüler), Jonas Julian Niemann (Ben, Schüler), Hannes Schraner (Philip, Schüler), Lou Haltinner (Leonie, Schülerin), Anna Schinz (Kathrin Lienert, Lehrerin), Sebastian Krähenbühl (Martin Brändli, Rektor), Joachim Aeschlimann (Per Anliker, Prorektor), Jeanne Devos (Lisa Petkovic, Polizistin), Anna-Katharina Müller (Susann, Mutter von Zoe), Sophie Angehrn (Mia, Mitschülerin), Jasmin Gloor (Emma, Mitschülerin), Yves Camin (Sämi, Mitschüler), Matthias Kull (Chaschper, Mitschüler), Urs Jucker (Jack, Vater von Alex) u.v.a. ____________________ Übertragung aus dem Dänischen: Andreas Liebmann – Musik: Noah Ferrari (Vocals: Gina Pelosi) – Tontechnik Aufnahmen: Mirjam Emmenegger, Roland Fatzer, Franz Baumann – Tontechnik Postproduktion: Basil Kneubühler – Regieassistenz: Zita Bernet – Dramaturgie und Regie: Reto Ott ____________________ Produktion: SRF 2021 ____________________ Dauer: 45’ Folge 3 «Das mit de Zoe»: https://www.srf.ch/audio/hoerspiel/3-5-das-mit-de-zoe-von-julie-budtz-sorensen?id=AUDI20260604_NR_0006 Folge 5 «Das mit de Zoe»: https://www.srf.ch/audio/hoerspiel/5-5-das-mit-de-zoe-von-julie-budtz-sorensen?id=AUDI20260604_NR_0008
Thu, 04 Jun 2026 - 1209 - 5/5 «Das mit de Zoe» von Julie Budtz Sørensen
Kurz vor den Sommerferien stellt sich heraus, wer die Schülerin Zoe vergewaltigt hat. Aber auch wenn der Täter ein Geständnis abgelegt hat, geht das Leben für die Betroffenen nicht einfach so weiter. In der Schule bekommen Sofie und Philip einen Streit zwischen Ben und Luca mit. Es geht um die Party-Nacht. Soll da etwas vertuscht werden? Alex hat gestanden, mit Drogen gehandelt zu haben. Er ist vom Gymnasium suspendiert und in einem Jugendheim untergebracht worden. Zoe kehrt endlich wieder in die Klasse zurück, aber es fällt ihr unglaublich schwer. Neue Entwicklungen decken ein falsches Alibi auf. Die ganze Wahrheit kommt ans Licht. Aber welche Wahrheit? Und wie damit leben? Das fragen sich die Schüler*innen, bevor sie sich in die Sommerferien verabschieden. Auch Kathrin fragt sich, ob für sie als Lehrerin eine Rückkehr in den Schulalltag ohne weiteres möglich sein wird. Und was ist mit Zoe? Altersempfehlung: ab 16 Jahren. Das Hörspiel erzählt von traumatisierenden Erlebnissen mit sexualisierter Gewalt. __________________ Mit: Amélie Luise Hug (Sofie, Schülerin), Rabea Lüthi (Zoë, Schülerin), Sean Douglas (Alex, Schüler), Rino Hosennen (Luca, Schüler), Jonas Julian Niemann (Ben, Schüler), Hannes Schraner (Philip, Schüler), Lou Haltinner (Leonie, Schülerin), Anna Schinz (Kathrin Lienert, Lehrerin), Sebastian Krähenbühl (Martin Brändli, Rektor), Joachim Aeschlimann (Per Anliker, Prorektor), Jeanne Devos (Lisa Petkovic, Polizistin), Anna-Katharina Müller (Susann, Mutter von Zoë), Sophie Angehrn (Mia, Mitschülerin), Jasmin Gloor (Emma, Mitschülerin), Yves Camin (Sämi, Mitschüler), Matthias Kull (Chaschper, Mitschüler), Urs Jucker (Jack, Vater von Alex) u. v. a. ____________________ Übertragung aus dem Dänischen: Andreas Liebmann – Musik: Noah Ferrari (Vocals: Gina Pelosi) – Tontechnik Aufnahmen: Mirjam Emmenegger, Roland Fatzer, Franz Baumann – Tontechnik Postproduktion: Basil Kneubühler – Regieassistenz: Zita Bernet – Dramaturgie & Regie: Reto Ott ____________________ Produktion: SRF 2021 ____________________ Dauer: 45′ Folge 4 «Das mit de Zoe»: https://www.srf.ch/audio/hoerspiel/4-5-das-mit-de-zoe-von-julie-budtz-sorensen?id=AUDI20260604_NR_0007
Thu, 04 Jun 2026 - 1208 - «Ich doch nöd» von Helmut Peschina
Zwei Menschen umkreisen sich, interessieren sich füreinander. Sie kommen ins Gespräch, stossen sich ab, nähern sich an, brechen ihre Panzer gegenseitig auf. Vertrautheit entsteht trotz Unverständnis. Dass es sich um zwei Männer handelt, spielt keine Rolle. Oder doch? Wer das Hörspiel am Radio hören will: Freitag, 22.05.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 1 Zwei Männer begegnen sich immer wieder durch Zufall – im Café, im Tram, auf der Strasse oder vor dem Pissoir. Sie spüren auf Anhieb Sympathie, kommen ins Gespräch. Zufällig erfährt der eine, der andere sei homosexuell. Und schon beginnt der Teufelskreis der Ängste, Verdächtigungen und Rückzüge, aber auch der Neugier. Im Dialog zeigt sich: Die Klischees stimmen alle nicht. Der Homosexuelle ist nicht verführt worden, der Ehemann ist nicht unglücklich verheiratet, das Kind ist nicht nur Kompensation einer brüchig gewordenen Beziehung. Und immer wieder – und trotz alledem – blitzt der Wunsch auf, zusammen zu sein, den anderen zu verstehen und bei alledem die eigenen Grenzen gewahrt zu wissen. Weniger aus einem neurotischen Abgrenzungsbemühen heraus als vielmehr aus wachsender Achtung voreinander. ____________________ Mit: Peter Holliger (Mann A), Hans Schenker (Mann B) ____________________ Übersetzung ins Zürichdeutsche: Katja Früh – Tontechnik: Ernst Neukomm und Ruth Pierrehumbert – Regie: Claude Pierre Salmony ____________________ Produktion: SRF 1983 ____________________ Dauer: 43’
Fri, 22 May 2026 - 1207 - «Rosina 1918» von Ferruccio Cainero und Franco Di Leo
Die junge Tessinerin Rosina kommt 1917 nach Uster, um in einer Spinnerei zu arbeiten. Sie verliebt sich in Jakob, der im Dunstkreis des «Cabaret Voltaire» und in sozialistischen Kreisen verkehrt. Ein Stück Schweizer Geschichte, das 1918 zum Landesstreik führt. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Freitag, 15.05.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 1 Rosina lebt mit ihrer Familie in Tenero, im Tessin. Es ist das Jahr 1917. Die Familie ist arm. Zu essen gibt es nur wenig. Da kommt das Angebot eines Deutschschweizer Fabrikanten gelegen: Er sucht junge Tessinerinnen, die in seiner Spinnerei arbeiten. So kommt Rosina mit 17 Jahren nach Uster. Im sonntäglichen Gottesdienst lernt sie Jakob kennen, und die beiden verlieben sich ineinander. Durch den jungen Zürcher Anwalt kommt Rosina mit der ihr völlig fremden Welt der Dadaisten und Sozialisten in Kontakt. Die Ereignisse überschlagen sich, und sie findet sich mitten in der turbulenten Zeit des Landesstreiks von 1918 wieder. ____________________ Mit: Anna Galante (Rosina 1), Anna Schinz (Karin), Joachim Aeschlimann (Peter), Margherita Coldesina (Rosina 2), Peter Hottinger (Jakob), Nicola Mastroberardino (Karl Widmer), Dimitri Stapfer (Freund 1), Bella Neri (Zia Olga), Maja Stolle (Schwester Agnes), Heidi Maria Glössner (Oberin), Kamil Krejci (Gast 1/Soldat), Dani Mangisch (Gast 2/Offizier), Andrea Bettini (Kommissar), Leonardo Nigro (Arbeiter/Notar), Franco Di Leo (Firmino), Ferruccio Cainero (Don Giuseppe Torri), Daniel Rohr (Herr Widmer) ____________________ Übersetzung und Musik: Flurin Caviezel – Tontechnik: Franz Baumann, Ueli Karlen – Regie: Karin Berri ____________________ Produktion: SRF 2018 ____________________ Dauer: 51’
Fri, 15 May 2026 - 1206 - Donjon 16: «Die Beschwörungsformel» (Premiere!)
Der Donjon wurde von Gespenstern überrannt! Herbert und Marvin sollen einen elfischen Zauber suchen, mit dem die Geister gebannt werden können. Dafür müssen sie sich ausgerechnet mit dem Magier Blasius verbünden – einem ehemaligen Geliebten von Marvins Frau Prisunde … Das grosse Staffel-Finale! Und die Hörspielmacher geben noch einmal alles: Es wird lustig und spannend, Zeit für krasse Action und grosse Gefühle! Ein würdiger Abschluss für die Hörspielserie nach den Erfolgscomics von Joann Sfar und Lewis Trondheim. ____________________ Mit: Hans-Georg Panczak (Herbert), Hans-Rainer Müller (Wärter), Jörg Döring (Marvin), Dominik Zeltner (Gürtel), Marie Löcker (Prisunde), Ueli Jäggi (Alkibiades), Martin Ostermeier (Blasius und Gehirn), Peter Flechtner (Ordinarius), Elfe (Cathleen Gawlich) und Fabian Dämmich (Gilberto) ____________________ Übersetzung aus dem Französischen: Ulrich Pröfrock – Komposition und Sounddesign: Ulrich Bassenge und Karl Atteln – Geräuschemacher: Otger Kunert – Tontechnik: Björn Müller – Hörspielbearbeitung und Dramaturgie: Johannes Mayr und Wolfram Höll – Regieassistenz: Simon Hastreiter – Regie: Wolfgang Seesko ____________________ Produktion: SRF 2025 ____________________ Die «Donjon»-Comics sind auf Deutsch beim Reprodukt-Verlag erschienen, die französischen Originale bei Delcourt. ____________________ Alle bisherigen Folgen von «Donjon» könnt Ihr hier nachhören: https://www.srf.ch/sendungen/hoerspiel/hoerspiel-donjon-die-hoerspielserie-ist-zurueck?srg_shorturl_source=donjon
Thu, 14 May 2026 - 1205 - Donjon 15: «Irgendwo anders» (Premiere!)
Die Geistertruhe: Wer sie öffnet, lässt innerhalb von Sekunden tausende Gespenster frei. So verteidigt Guillaume de la Cour den Donjon. Doch wo kommt die Truhe her? Und wie hat sie Guillaume bekommen? Eine abenteuerliche Geschichte, in der eine graue Maus die Hauptrolle spielt … Als die Autoren Joann Sfar und Lewis Trondheim 2020 die Comic-Serie «Donjon» wieder aufnahmen, nach einem guten Jahrzehnt, haben sie die «Donjon»-Welt mit neuen Figuren bevölkert. Ganz besonders ins Herz geschlossen haben die Fans Andrea: Die graue Maus und Anwaltsgehilfin, die wider Willen zur Heldin wird. ____________________ Mit: Hans-Georg Panczak (Herbert), Cathleen Gawlich (Andrea, Bürgermeisterin Hailand), Matthias Matschke (Ravin), Charlotte Schwab (Salsabylle), Lucia Kotikova (Imoen), Fabian Dämmich (Minsc), Annalena Haering (Jaheira), Genet Zegay (Viconia), Julian Greis (Hammerhai, Beamtengeist), Frank Gustavus (Hammerhai) und Martin Ostermeier (Blasius) ____________________ Übersetzung aus dem Französischen: Ulrich Pröfrock – Komposition und Sounddesign: Ulrich Bassenge und Karl Atteln – Geräuschemacher: Otger Kunert – Tontechnik: Björn Müller – Hörspielbearbeitung und Dramaturgie: Johannes Mayr und Wolfram Höll – Regieassistenz: Simon Hastreiter – Regie: Wolfgang Seesko ____________________ Produktion: SRF 2025 ____________________ Die «Donjon»-Comics sind auf Deutsch beim Reprodukt-Verlag erschienen, die französischen Originale bei Delcourt. ____________________ Alle bisherigen Folgen von «Donjon» könnt Ihr hier nachhören: https://www.srf.ch/sendungen/hoerspiel/hoerspiel-donjon-die-hoerspielserie-ist-zurueck?srg_shorturl_source=donjon
Thu, 14 May 2026 - 1204 - Donjon 14: «Tränen und Nebel» (Premiere!)
Isis und Herbert haben ein Kind bekommen! Doch keine Zeit für Vaterfreuden – Isis möchte, dass das Baby einem traditionellen Ritual unterzogen wird: Es soll sich allein gegen ein Rudel Wölfe behaupten! Herbert ist wenig begeistert – und aus dem Streit zwischen Eltern droht so, ein Krieg zu werden … In den «Donjon»-Comics wird viel gestorben – und zwar meistens auf schräge und lustige Art. Kein Wunder, parodieren die Autoren Sfar und Trondheim doch Rollenspiele am Computer: Wo Kämpfen und Morden einfach dazugehört, damit die Spielfigur Erfahrung gewinnt und ins nächste Level aufsteigt. Doch in dieser Folge gehen die beiden das Thema Gewalt auf eine ernstere, emotionale Art an … ____________________ Mit: Hans-Georg Panczak (Herbert), Hans-Rainer Müller (Wärter), Jörg Döring (Marvin), Dominik Zeltner (Gürtel), Zoe Hutmacher (Isis), Marie Löcker (Prisunde), Ueli Jäggi (Alkibiades), Heinrich Schafmeister (Herzog), Karin Pfammatter (Herzogin), Peter Kaempfe (Ataman), Artur Weimann (Kosake), Olaf Reichmann (Guillaume de la Cour), Frank Gustavus (Monster), Julian Greis (Seegurke) und Cathleen Gawlich (Elyacin) ____________________ Übersetzung aus dem Französischen: Ulrich Pröfrock – Komposition und Sounddesign: Ulrich Bassenge und Karl Atteln – Geräuschemacher: Otger Kunert – Tontechnik: Björn Müller – Hörspielbearbeitung und Dramaturgie: Johannes Mayr und Wolfram Höll – Regieassistenz: Simon Hastreiter – Regie: Wolfgang Seesko ____________________ Produktion: SRF 2025 ____________________ Die «Donjon»-Comics sind auf Deutsch beim Reprodukt-Verlag erschienen, die französischen Originale bei Delcourt. ____________________ Alle bisherigen Folgen von «Donjon» könnt Ihr hier nachhören: https://www.srf.ch/sendungen/hoerspiel/hoerspiel-donjon-die-hoerspielserie-ist-zurueck?srg_shorturl_source=donjon
Thu, 14 May 2026 - 1203 - Donjon 13: «Zu ihrem Gedenken» (Premiere!)
Marvins Mutter wurde ermordet! Und das kann nur eins heissen: Wenn Marvin davon erfährt, wird er ein Blutbad in seinem Heimatdorf anrichten. Also muss Herbert schleunigst den Mörder finden, bevor es zu spät ist. Doch das ist gar nicht so einfach, wenn alle Verdächtigen blutrünstige Drachen sind … Sage und schreibe 67 «Donjon»-Comics haben Joann Sfar und Lewis Trondheim bis heute veröffentlicht! Das Setting ist dabei grundsätzlich immer das Gleiche: die Fantasy-Welt rund um die Festung namens Donjon. Doch die die Vielzahl an Comics hat den beiden auch ermöglicht, ganz verschiedene Geschichten zu erzählen: Von Action bis Romantik, Philosophie bis Parodie haben Sfar und Trondheim schon alles ausprobiert. Und in dieser Folge haben sie einen waschechten Krimi verfasst. ____________________ Mit: Hans-Georg Panczak (Herbert), Hans-Rainer Müller (Wärter), Jörg Döring (Marvin, Baby-Marvin), Dominik Zeltner (Gürtel), Fabian Dämmich (Gilberto), Peter Kaempfe (Schamane, Montutoh), Julian Greis (Drachist 1), Frank Gustavus (Drachist 2) und Michael von Burg (Kakerlake) ____________________ Übersetzung aus dem Französischen: Ulrich Pröfrock – Komposition und Sounddesign: Ulrich Bassenge und Karl Atteln – Geräuschemacher: Otger Kunert – Tontechnik: Björn Müller – Hörspielbearbeitung und Dramaturgie: Johannes Mayr und Wolfram Höll – Regieassistenz: Simon Hastreiter – Regie: Wolfgang Seesko ____________________ Produktion: SRF 2025 ____________________ Die «Donjon»-Comics sind auf Deutsch beim Reprodukt-Verlag erschienen, die französischen Originale bei Delcourt. ____________________ Alle bisherigen Folgen von «Donjon» könnt Ihr hier nachhören: https://www.srf.ch/sendungen/hoerspiel/hoerspiel-donjon-die-hoerspielserie-ist-zurueck?srg_shorturl_source=donjon
Thu, 14 May 2026 - 1202 - Donjon 12: «Jenseits der Mauern» (Premiere!)
Ein neuer Tag, ein neuer Plan: Herbert und Co. wollen den Donjon zurückerobern! Dafür ist jedes Mittel recht: Mysteriöse Pilze mit magischen Eigenschaften. Oder bei der absoluten Elite-Truppe anheuern … Fantasy-Spass mit sprechenden Enten, verliebten Drachen und hinterhältigen Gürteln. Comics zum Hören, geht das überhaupt? Ja! Dank epischer Musik und opulentem Sounddesign. Und dafür wurde «Donjon» auch mehrfach ausgezeichnet: mit den Podcast-Oscars! Beim New York Radio Festival. ____________________ Mit: Hans-Georg Panczak (Herbert), Hans-Rainer Müller (Wärter), Jörg Döring (Marvin), Dominik Zeltner (Gürtel), Zoe Hutmacher (Isis), Marie Löcker (Prisunde), Jürg Kienberger (Stützli), Peter Flechtner (Ausbilder), Heinrich Schafmeister (Monsieur Morchumak), Frank Gustavus (Vollzugsprovisor 1), Julian Greis (Vollzugsprovisor 2), Michael von Burg (Hausmeister) und Cathleen Gawlich (Archivarin) ____________________ Übersetzung aus dem Französischen: Ulrich Pröfrock – Komposition und Sounddesign: Ulrich Bassenge und Karl Atteln – Geräuschemacher: Otger Kunert – Tontechnik: Björn Müller – Hörspielbearbeitung und Dramaturgie: Johannes Mayr und Wolfram Höll – Regieassistenz: Simon Hastreiter – Regie: Wolfgang Seesko ____________________ Produktion: SRF 2025 ____________________ Die «Donjon»-Comics sind auf Deutsch beim Reprodukt-Verlag erschienen, die französischen Originale bei Delcourt. ____________________ Alle bisherigen Folgen von «Donjon» könnt Ihr hier nachhören: https://www.srf.ch/sendungen/hoerspiel/hoerspiel-donjon-die-hoerspielserie-ist-zurueck?srg_shorturl_source=donjon
Thu, 14 May 2026 - 1201 - Donjon 11: «Der verlorene Sohn» (Premiere!)
Der beste Comic zum Hören ist endlich zurück! In einer brandneuen Staffel muss Ente Herbert alles tun, um den Donjon zurückzugewinnen. Diese schwarze Festung, die Heimat ist für ihn und seine Monsterfreunde. Also stellt sich Herbert der ultimativen Prüfung: Er bittet um Hilfe – bei seinen Eltern …! Von 1998 bis 2009 haben Joann Sfar und Lewis Trondheim nicht weniger als 34 «Donjon»-Comics geschrieben. 2014 ist dann «Das Ende des Donjons» erschienen, als krönender Abschluss. SRF hat 2017 und 2018 zehn «Donjon»-Bände als Hörspiele adaptiert. Als nun Sfar und Trondheim 2020 angekündigt haben, neue Geschichten im «Donjon»-Universum zu erzählen, war klar für SRF: Auch mit den Hörspielen geht es weiter! Und nun feiern endlich sechs neue Folgen Premiere, die die Geschichte von Herbert von Vaucanson weitererzählen. ____________________ Mit: Hans-Georg Panczak (Herbert), Hans-Rainer Müller (Wärter), Jörg Döring (Marvin), Dominik Zeltner (Gürtel), Zoe Hutmacher (Isis), Marie Löcker (Prisunde), Ueli Jäggi (Schollirotsch), Peter Kaempfe (Kalistus, Verkäufer), Heinrich Schafmeister (Herzog), Karin Pfammatter (Herzogin), Jürg Kienberger (Stützli), Michael von Burg (Fougasse), Julian Greis (Soldat 1, Automat 1) und Frank Gustavus (Soldat 2, Automat 2), ____________________ Übersetzung aus dem Französischen: Kai Wilksen – Komposition und Sounddesign: Ulrich Bassenge und Karl Atteln – Geräuschemacher: Otger Kunert – Tontechnik: Björn Müller – Hörspielbearbeitung und Dramaturgie: Johannes Mayr und Wolfram Höll – Regieassistenz: Simon Hastreiter – Regie: Wolfgang Seesko ____________________ Produktion: SRF 2025 ____________________ Die «Donjon»-Comics sind auf Deutsch beim Reprodukt-Verlag erschienen, die französischen Originale bei Delcourt. ____________________ Alle bisherigen Folgen von «Donjon» könnt Ihr hier nachhören: https://www.srf.ch/sendungen/hoerspiel/hoerspiel-donjon-die-hoerspielserie-ist-zurueck?srg_shorturl_source=donjon
Thu, 14 May 2026 - 1200 - Donjon 10: «Hochzeit mit Hindernissen»
Die Hochzeitsvorbereitungen im Donjon sind in vollem Gange! Marvin versucht sich als Zuckerbäcker, der Wärter kratzt mühsam die Mitgift zusammen – und Herbert überlegt fieberhaft, wie er das Ganze verhindern kann! Als dann Anwalt Guillaume de la Cour auftaucht, gerät der ganze Donjon in Gefahr … Der Schauspieler Helmut Krauss ist aus der Kindersendung «Löwenzahn» bekannt, wo er jahrzehntelang den Nachbarn von Peter Lustig gespielt hat. Doch auch als Synchronsprecher hat Krauss viele Rollen geprägt: ob als deutsche Stimme von John Goodmann in «The Big Lebowski» oder als Deku-Baum im Videospiel «The Legend of Zelda: Breath of the Wild». In der 10. Folge von «Donjon» hat er seine Wandlungsfähigkeit noch einmal unter Beweis gestellt: Denn Krauss spricht gleich fünf verschiedene Rollen! ____________________ Mit: Hans-Georg Panczak (Herbert), Olaf Reichmann (Guillaume de la Cour) Jörg Döring (Marvin), Helmut Krauss (Drachen, Alkibiades, Ataman, Türsteher, Troll) und Sylvia Steiner (Prinzessin Isis) ____________________ Übersetzung aus dem Französischen: Kai Wilksen – Musik und Sounddesign: Karl Atteln – Geräuschmacher: Wilmont Schulze – Tontechnik: Tom Willen – Hörspielfassung und Regie: Wolfram Höll und Johannes Mayr ____________________ Produktion: SRF 2017 ____________________ Die «Donjon»-Comics sind auf Deutsch beim Reprodukt-Verlag erschienen, die französischen Originale bei Delcourt.
Tue, 12 May 2026 - 1199 - Donjon 9: «Hans-Hans der Schreckliche»
Orks und Trolle, Drachen und Zwergvampire – der Donjon wird bevölkert von unzähligen Monstern. Es sind Angestellte, bezahlt, um den Abenteurern eine Herausforderung zu bieten. Doch wie kommen eigentlich die Monster in den Donjon? Zum Beispiel durch zwielichtige Vermittler wie Guillaume de la Court … Die «Donjon»-Comics erscheinen im französischen Original beim Verlag Delcourt. Die Autoren Sfar und Trondheim haben es sich nicht nehmen lassen, ihren Verleger Guy Delcourt in «Donjon» mit einem Augenzwinkern zu verewigen: als halsabschneiderischen Anwalt Guillaume de la Court! ____________________ Mit: Hans-Georg Panczak (Herbert), Jörg Döring (Marvin), Jodoc Seidel (Wärter), Dominik Zeltner (Gürtel, Hunde), Anette Herbst (Yvette), Olaf Reichmann (Guillaume de la Cour), Marco Kröger (Nubbel), Hans-Rainer Müller (Hans-Hans) und Wolfgang Pampel (Wilfried, Friedrich und Abakabar) ____________________ Übersetzung aus dem Französischen: Kai Wilksen – Musik und Sounddesign: Karl Atteln – Geräuschmacher: Wilmont Schulze – Tontechnik: Tom Willen – Hörspielfassung und Regie: Wolfram Höll und Johannes Mayr ____________________ Produktion: SRF 2018 ____________________ Die «Donjon»-Comics sind auf Deutsch beim Reprodukt-Verlag erschienen, die französischen Originale bei Delcourt.
Tue, 12 May 2026 - 1198 - Donjon 8: «Missglückter Zauber»
Der Drache ist tot! Und das ist ein Problem: Denn der Drache bewacht den Schatz des Donjon. Herbert, Marvin und Prinzessin Isis ziehen los, um einen neuen Drachen zu besorgen: Im Dorf der Zauberer. Doch sie werden hereingelegt – von einem Baby, das sechzig Jahre alt ist! Die Comic-Macher Joann Sfar und Lewis Trondheim lieben Fantasy. Und deswegen lieben sie es auch, sie aufs Korn zu nehmen. Ob «Herr der Ringe» oder Rollenspiele wie «Dungeon and Dragons»: Sie bieten wundervolles Material für den schrägen Humor von «Donjon». ____________________ Mit: Hans-Georg Panczak (Herbert), Jodoc Seidel (Wärter), Jörg Döring (Marvin), Olaf Reichmann (Guillaume de la Cour, Baby-Magier), Helmut Krauss (Drache) und Dominik Zeltner (Gürtel, Manovara) ____________________ Übersetzung aus dem Französischen: Tanja Krämling – Musik und Sounddesign: Karl Atteln – Geräuschmacher: Wilmont Schulze – Tontechnik: Tom Willen – Hörspielfassung und Regie: Wolfram Höll und Johannes Mayr ____________________ Produktion: SRF 2017 ____________________ Die «Donjon»-Comics sind auf Deutsch beim Reprodukt-Verlag erschienen, die französischen Originale bei Delcourt.
Tue, 12 May 2026 - 1197 - Donjon 7: «Die Prinzessin der Barbaren»
Das Geschäft läuft schlecht im Donjon! Immer weniger Abenteurer zahlen Eintritt, um auf Schatzjagd zu gehen. Da hat Herbert die rettende Idee: Er setzt das Gerücht in die Welt, eine Prinzessin sei im Donjon gefangen. Doch wie es der Zufall will, befindet sich tatsächlich eine Prinzessin im Donjon … Ist das der Beginn einer grossen Liebesgeschichte? Ente Herbert trifft auf Katze Isis … ____________________ Mit: Hans-Georg Panczak (Herbert), Sylvia Steiner (Prinzessin Isis), Jodoc Seidel (Wärter), Jörg Döring (Marvin), Dominik Zeltner (Gürtel) und Stefan Kaminski (Hyrka, Ataman, Lakai, Trolle) ____________________ Übersetzung aus dem Französischen: Tanja Krämling – Musik und Sounddesign: Karl Atteln – Geräuschmacher: Wilmont Schulze – Tontechnik: Tom Willen – Hörspielfassung und Regie: Wolfram Höll und Johannes Mayr ____________________ Produktion: SRF 2017 ____________________ Die «Donjon»-Comics sind auf Deutsch beim Reprodukt-Verlag erschienen, die französischen Originale bei Delcourt.
Tue, 12 May 2026 - 1196 - Donjon 6: «Der Nubbeltechnik»
Nubbel ist das Monster der Herzen: gross, blau und glupschäugig! Er liebt seine Freunde, seine Feinde hat er zum Fressen gern – und behält sie noch länger im Mund, damit der Geschmack nicht so schnell weggeht. Doch ausgerechnet Nubbel soll der letzte Überlebende der berüchtigten Fusselanten sein? Nubbel wird von Marco Kröger gesprochen – der deutschen Stimme von Seestern Patrick aus «Spongebob Schwammkopf»! ____________________ Mit: Hans-Georg Panczak (Herbert), Jörg Döring (Marvin), Jodoc Seidel (Wärter), Ueli Jäggi (Alkibiades), Marco Kröger (Nubbel, König Wubbel), Olaf Reichmann (Zongo, Hypermenoräeischer Kapitän, Zauberer), Wolfgang Pampel (Hypermenoräeischer Priester) und Hans-Rainer Müller (Kinder, Zauberer, Hummer) ____________________ Übersetzung aus dem Französischen: Kai Wilksen – Musik und Sounddesign: Karl Atteln – Geräuschmacher: Wilmont Schulze – Tontechnik: Tom Willen – Hörspielfassung und Regie: Wolfram Höll und Johannes Mayr ____________________ Produktion: SRF 2018 ____________________ Die «Donjon»-Comics sind auf Deutsch beim Reprodukt-Verlag erschienen, die französischen Originale bei Delcourt.
Tue, 12 May 2026 - 1195 - Donjon 5: «Der Weise aus dem Ghetto»
Wenn du einen einzigen Wunsch frei hättest, was solltest du dir da wünschen? Genau diese Frage stellen sich auch Herbert, Marvin und der Wärter – als sie eine Wunderlampe finden! Also reisen sie nach Köterburg, um den Weisen Mattathias um Rat zu fragen. Doch der liegt im Sterben … Die «Donjon»-Comics von Joann Sfar und Lewis Trondheim sind vor allem erst einmal eins: ein grosser Spass. Und doch behandeln sie immer wieder auch ernste Themen, auf ihre eigene, schräge Art – so wie Unterdrückung und Rassismus in dieser Folge. Kein Wunder, hat sich Joann Sfar doch im Comic «Die Katze des Rabbiners» mit dem Leben der jüdischen Diaspora in Nordafrika auseinandergesetzt; und kommentiert Lewis Trondheim fortlaufend den Konflikt im Nahen Osten mit zeichnerischen Mitteln. ____________________ Mit: Hans-Georg Panczak (Herbert), Jörg Döring (Marvin), Jodoc Seidel (Wärter), Ueli Jäggi (Mattathias), Dominik Zeltner (Wunderlampe, Hunde) und Hans Ruchti (Alois van Poodle), sowie Olaf Reichmann, Marco Kröger und Wolfgang Pampel (Vögel) ____________________ Übersetzung aus dem Französischen: Tanja Krämling – Musik und Sounddesign: Karl Atteln – Geräuschmacher: Wilmont Schulze – Tontechnik: Tom Willen – Hörspielfassung und Regie: Wolfram Höll und Johannes Mayr ____________________ Produktion: SRF 2018 ____________________ Die «Donjon»-Comics sind auf Deutsch beim Reprodukt-Verlag erschienen, die französischen Originale bei Delcourt.
Sun, 10 May 2026 - 1194 - Donjon 4: «Noch ein Donjon»
Ein Praktikum im Donjon?! Normalerweise landen die Anwärter im Praktikantenkeller des Vergessens – doch Rotzek hat es geschafft: Er darf dem Wärter assistieren. Und was macht er danach mit dem gesammelten Wissen? Er eröffnet einen eigenen, neuen Donjon. Und der stellt den alten in den Schatten … Bei den «Simpsons» hat er Krusty den Clown gesprochen, in «Futurama» den Roboter Bender: Schauspieler Hans-Rainer Müller. Als Praktikant Rotzek stiehlt er in unserem Hörspiel nun allen die Show – und vor allem dem Wärter. Denn weil sein neuer Donjon so toll ist, will niemand mehr in den alten … ____________________ Mit: Hans-Georg Panczak (Herbert), Jörg Döring (Marvin), Jodoc Seidel (Wärter), Hans-Rainer Müller (Rotzek), Marco Kröger (Nubbel, Schausteller), Olaf Reichmann und Wolfgang Pampel (Abenteurer) ____________________ Übersetzung aus dem Französischen: Tanja Krämling – Musik und Sounddesign: Karl Atteln – Geräuschmacher: Wilmont Schulze – Tontechnik: Tom Willen – Hörspielfassung und Regie: Wolfram Höll und Johannes Mayr ____________________ Produktion: SRF 2018 ____________________ Die «Donjon»-Comics sind auf Deutsch beim Reprodukt-Verlag erschienen, die französischen Originale bei Delcourt.
Sun, 10 May 2026 - 1193 - Donjon 3: «Der König der Krieger»
Herbert muss endlich lernen, zu kämpfen! Denn ihm wird jeder Schatz unterm Hintern weggeklaut. Marvins Meister unterrichtet ihn: ein Mönch, der sich als Kartoffelsack verkleidet. Herbert lernt, Monster mit einem Fingerschnippen zu töten – und was es heisst, ein Königreich zu verlieren ... Die «Donjon»-Comics von Joann Sfar und Lewis Trondheim sind moderne Klassiker. In der Hörspiel-Umsetzung von SRF werden die Bilder zum Leben erweckt: dank opulenter Musik und Sounddesign – und der ersten Garde deutschsprachiger Synchronsprecher wie etwa Hans-Georg-Panczak (die deutsche Stimme von Luke Skywalker). ____________________ Mit: Hans-Georg Panczak (Herbert), Jodoc Seidel (Wärter), Jörg Döring (Marvin), Dominik Zeltner (Herni, Bergkönig) und Stefan Kaminski (Marvins Meister und Monster) ____________________ Übersetzung aus dem Französischen: Jana Villim – Musik und Sounddesign: Karl Atteln – Geräuschmacher: Wilmont Schulze – Tontechnik: Tom Willen – Hörspielfassung und Regie: Wolfram Höll und Johannes Mayr ____________________ Produktion: SRF 2017 ____________________ Die «Donjon»-Comics sind auf Deutsch beim Reprodukt-Verlag erschienen, die französischen Originale bei Delcourt.
Sun, 10 May 2026 - 1192 - Donjon 2: «Der Tag der Frösche»
Der Donjon wird heimgesucht – und die Plagen haben ein geradezu biblisches Ausmass: Draussen eine Wolke fliegender Frösche, drinnen geldgierige Ninjas, und dann sind da noch die Vampire, die endlich ans Tageslicht wollen. Und wer soll da jetzt noch den Donjon retten? Natürlich Herbert, die Ente! «Donjon» ist ein Phänomen. In gut 70 Comics erzählen die Autoren Joann Sfar und Lewis Trondheim humorvolle Abenteuer in einer Fantasy-Welt. Gezeichnet werden die Geschichten von einer ganzen Heerschar verschiedener Künstler. ____________________ Mit: Hans-Georg Panczak (Herbert), Jörg Döring (Marvin), Jodoc Seidel (Wärter), Ueli Jäggi (Alkibiades), Dominik Zeltner (Gürtel, Vampir-Graf) und Anette Herbst (Georgette), sowie Olaf Reichmann, Marco Kröger, Hans-Rainer Müller und Wolfgang Pampel (Ninja-Frösche und Vampire) ____________________ Übersetzung aus dem Französischen: Kai Wilksen – Musik und Sounddesign: Karl Atteln – Geräuschmacher: Wilmont Schulze – Tontechnik: Tom Willen – Hörspielfassung und Regie: Wolfram Höll und Johannes Mayr ____________________ Produktion: SRF 2018 ____________________ Die «Donjon»-Comics sind auf Deutsch beim Reprodukt-Verlag erschienen, die französischen Originale bei Delcourt.
Sun, 10 May 2026 - 1191 - Donjon 1: «Das Herz einer Ente»
Comics zum Hören – geht das überhaupt? Oh ja! Willkommen im «Donjon»: Eine Fantasy-Welt, bevölkert von schrägen Vögeln und lustigen Monstern. Da wird gekämpft, geliebt und gelacht – dass es im Hörspiel «Peng» macht, «Bumm» und kracht. Und ach ja: die Hauptfigur ist eine Ente. Herbert! Der Donjon, das ist ein mächtige Festung. Vier pechschwarze Türme, ein Labyrinth aus finsteren Katakomben und prall gefüllten Schatzkammern; Feuer speiende Drachen, blutrünstige Orks und mittendrin Herbert, ein tollpatschiger Enterich und Hausmeister. In den Donjon-Comics haben Joann Sfar und Lewis Trondheim eine so skurrile wie humorvolle Welt geschaffen, die weit über eine blosse Fantasy-Parodie hinausgeht. ____________________ Mit: Hans-Georg Panczak (Herbert), Jodoc Seidel (Wärter), Jörg Döring (Marvin), Ueli Jäggi (Alkibiades), Dominik Zeltner (Gürtel) und Stefan Kaminski (Monster) ____________________ Übersetzung aus dem Französischen: Jana Villim – Musik und Sounddesign: Karl Atteln – Geräuschmacher: Wilmont Schulze – Tontechnik: Tom Willen – Hörspielfassung und Regie: Wolfram Höll und Johannes Mayr ____________________ Produktion: SRF 2017 ____________________ Die «Donjon»-Comics sind auf Deutsch beim Reprodukt-Verlag erschienen, die französischen Originale bei Delcourt.
Thu, 07 May 2026 - 1190 - «Treffen oder das ist nun mal, wenn Leute»
Improvisationshörspiel von Barbara Falter, Natalia Conde, Ulrich Bassenge und Joy Frempong. Beziehungskrisen vermischen sich mit Arbeitsbeziehungen. Menschliches, Allzumenschliches wird ad hoc verhandelt. Nach einer Idee von Claude Pierre Salmony. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Samstag, 09.05.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur Vicky arbeitet als Psychologin in einer Gemeinschaftspraxis, die von Regula geleitet wird. Regula ist die Gynäkologin im Team. Sie hat Vicky zu sich nach Hause eingeladen. Und Vicky vermutet, dass es um das ungute Betriebsklima geht. Aber bald wird klar, dass Regula ihren Privatknatsch besprechen möchte. Eben hat sie ihren Mann rausgeworfen. Der kommt aus einer vermögenden Familie und investiert sein Geld in eine brotlose Kunst: Er ist Hörspielmacher und Musiker mit grossen Ambitionen und kleinem Erfolg. Der Hörspielregisseur Claude Pierre Salmony hat sich für ein vierköpfiges Ensemble die Ausgangssituation zu einer szenischen Improvisation ausgedacht. Er hat zwei Schauspielerinnen, einen Hörspielmacher und eine Musikerin unterschiedlich über diese Situation informiert und zu Aufnahmen ins Basler Hörspielstudio eingeladen. ____________________ Mit: Barbara Falter (Vicky), Natalia Conde (Regula), Ulrich Bassenge (Ludwig) und Joy Frempong (Amma Kesi) ____________________ Musik: Joy Frempong und Ulrich Bassenge (Steel Guitar) – Idee und Regie: Claude Pierre Salmony ____________________ Produktion: SRF 2010 ____________________ Dauer: 57’
Thu, 07 May 2026 - 1189 - «Grimmsalabim» von Elfi Riegler
Grimm und Salabim bedeuten: «verzauberte Märchen». Frech und frei werden alte Bekanntschaften aus den Grimm-Märchen in neue Allianzen verstrickt. Da rivalisieren zum Beispiel Schneewittchen und das Rotkäppchen im märchenhaften Dialog um einen extravaganten Liebhaber. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Freitag, 08.05.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 1 Die Märchenwelt ist ausser Rand und Band geraten, ihre Figuren entwickeln ganz neue Seiten. Parodien auf die Märchen der Brüder Grimm, verfremdet und in aktualisierter Form neu erzählt. Schneewittchen und Rotkäppchen sind befreundet, der böse Wolf wird wegen guter Führung vorzeitig aus dem Knast entlassen und verdreht Schneewittchen den Kopf. Gibt's im Märchenland Anstand, Sitte und Moral? Ferner: Neues von Schneeweisschen und Rosenrot sowie unbestätigte Gerüchte über das Verschwinden der sieben Geisslein. Elfie Riegler stellt überraschende Fragen nach der heilen Märchenwelt von Grimmsala. ____________________ Mit: Désirée Meiser (Erzählerin) ____________________ Tontechnik: Martin Bezzola – Regie: Geri Dillier ____________________ Produktion: SRF 2000 ____________________ Dauer: 45’
Thu, 07 May 2026 - 1187 - «Repeat» von Claudia Weber
Süffiges Experiment: Fünf Mal derselbe Text – und doch jedes Mal eine völlig neue Geschichte. «Repeat» bricht mit Erzählkonventionen: Es verwandelt Wiederholung in ein erzählerisches Experiment voller Tempo-, Ton- und Bedeutungswechsel – und überrascht mit einer finalen Pointe. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Freitag, 17.04.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 1 Was passiert, wenn man einen Text nicht verändert, aber alles andere – Stimmführung, Tempo, Beziehung, Geräuschkulisse, Rollenverteilung und Genre – vollständig dreht? Das Hörspiel «Repeat» stellt genau diese Frage. In fünf Szenen erklingt jeweils wortgleich derselbe Text, doch die Wiederholung wird zum erzählerischen Gamechanger. Ob beim Klau eines Porsches, einer dramatischen Sterbeszene, dem Chaos einer Sitcom-Küche, einem Horrorfilmabend oder im Backstage einer Rockband – zwei Schauspielerinnen und zwei Schauspieler übernehmen alle zwanzig Rollen, jede Szene beginnt wortgleich dort, wo die vorherige endet – und mit jedem «Repeat» beginnt eine neue Geschichte. Auch die Musik ist nicht nur Beiwerk, sondern Teil der Erzählstruktur – mit einem cleveren Dreh am Schluss. Aber: keine Spoiler! ____________________ Mit: Marek Harloff, Patrick Güldenberg, Anne Müller und Marie Dziomber ____________________ Song-Komposition: Claudia Weber – Arrangement und Gitarre: Lukas Fretz – Drums: Eric Gut – Bass: Jorge Fortes – Gesang: Marek Harloff – Song-Aufnahme: Björn Müller – Unplugged-Version: Anne Müller ____________________ Hörspielmusik und Tongestaltung: Lukas Fretz – Regie: Claudia Weber und Mark Ginzler – Dramaturgie: Mark Ginzler ____________________ Produktion: SRF 2025 ____________________ Dauer: 48’
Fri, 17 Apr 2026 - 1186 - «Business Class» von Martin Suter
Ebenso unterhaltsamer wie investigativer Blick in die nadelgestreifte Männerwelt der Wirtschaftselite. Geschichten aus den Chefetagen, dem Dschungel des mittleren Managements, der Welt der ausgebrannten niederen Chargen. Über Riten und Eitelkeiten, Intrigen und Ängste einer stressgeplagten Zunft. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Samstag, 11.04.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur Wie ticken Manager? Was sind ihre Dos and Dont’s, ihre Zwänge, Nöte und Ticks? Was ist das Geheimnis ihres Erfolgs, wie stecken sie Niederlagen weg? Als einer der Ersten hat der Schweizer Erfolgsautor Martin Suter einen kühl-unterhaltsamen Blick hinter die Fassade der Wirtschaftsmächtigen geworfen. Suters Kolumne «Business Class» erschien von 1992 bis 2004 in der «Weltwoche» und von 2004 bis 2007 im «Magazin» des «Tages-Anzeigers». Er setzte damit neue Massstäbe in der Darstellung der zumeist männlichen Protagonisten einer Elite, die nur eines kennt: Wettbewerb und Sieg um jeden Preis. Suter ist zugleich Kenner und Kritiker dieser Kriegsschauplätze. Seine Darstellung ist authentisch und stilvoll überhöht und schreckt dabei vor Pointen nicht zurück. Und interessanterweise wirken die Szenen, die vor über 25 Jahren für das Hörspiel ausgewählt wurden, auch für heutige Ohren kaum veraltet. ____________________ Mit: Michael Wittenborn, Renate Müller, Jörg Schröder, Siegfried Meisner, Jodoc Seidel, Michael Maassen, Klaus Henner Russius ____________________ Musik: Tini Hägler, Ruedi Häusermann und Martin Schütz – Tontechnik: Jack Jakob – Hörspielfassung und Regie: Charles Benoit ____________________ Produktion: SRF 1999 ____________________ Dauer: 54’ Hier gibt's noch mehr Hörspiele: https://www.srf.ch/audio/themen/hoerspiele-geschichten
Sat, 11 Apr 2026 - 1185 - «Gestorben wird immer rechts» von Charles Lewinsky
Zum 80. Geburtstag von Charles Lewinsky. Ein Hörspiel über das Theater, die Theaterkrise und die Faszination der Bühnenkunst. Vor allem aber tolles Rollenfutter für ein Schauspieler-Duo der Extraklasse, geschrieben vom Schweizer Altmeister der gewitzten Unterhaltung für ein breites Publikum. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Freitag, 10.04.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 1 Das Stadttheater soll geschlossen werden. Dagegen wehrt sich der altgediente Schauspieler Theo Joachim mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln: charmanter Grandseigneur oder brachialer Erpresser – er ist sich für keine Rolle zu schade. Mitten in eine Zeit öffentlicher Sparwut lieferte Charles Lewinsky 2013 die Vorlage für ein Hörspiel, das von einem Komödianten und seiner Gegenspielerin aus der Finanzbranche handelt. Vordergründig streiten sich die beiden auf der leeren Bühne über Geld. Hintergründig unterhalten sie sich über Beruf und Berufung, über die Liebe und über Poesie. Charles Lewinsky, der am 14. April 80 Jahre alt wird, erlangte nach Stationen am Theater und beim Fernsehen landesweite Bekanntheit als Autor der SRF-Sitcom «Fascht e Familie» (1994–1999). Auch seine Romane fanden grosse Beachtung, insbesondere die jüdisch-schweizerische Familiensaga «Melnitz» (2006), die internationale Auszeichnungen bekam. ____________________ Mit: Katharina von Bock (Paula) und Wolfram Berger (Theo) ____________________ Tontechnik: Tom Willen, Roland Fatzer – Regie: Margret Nonhoff ____________________ Produktion: SRF 2013 ____________________ Dauer: 48’ Hier gibt's noch mehr Hörspiele: https://www.srf.ch/audio/themen/hoerspiele-geschichten
Fri, 10 Apr 2026 - 1184 - «Die Gemeinschaft des geteilten Rades» von Michael Stauffer
Mockumentary über eine evangelikale Sekte. In einem Juradorf treibt die «Gemeinschaft des geteilten Rades» ihr Unwesen. Mysteriöse Vorfälle auf einem Acker rufen eine Investigativ-Recherche des nationalen Radiosenders auf den Plan. Darauf haben die Dorfbewohner gerade noch gewartet. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Samstag, 04.04.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur Im Juradorf Cormoret entdeckt der Bauer Luc Pittet in seinem Feld einen geheimnisvollen Findling. Pittet informiert den zuständigen Archäologen, doch eines Morgens ist der Stein weg. Stattdessen finden sich seltsame Schriftzeichen auf dem Acker. Steckt die «Gemeinschaft des geteilten Rades» dahinter? Eine Radiojournalistin fährt nach Cormoret, um das Rätsel des verschwundenen Steins zu lösen. Doch die Dorfbewohner wollen oder können ihr nichts sagen. Und niemand möchte mit den Mitgliedern der Gemeinschaft in Verbindung gebracht werden. Angeblich wartet diese Gemeinschaft auf ein uraltes Rad, mit dem sie das Evangelium weiterschreiben und damit ein neues Zeitalter herbeiführen möchte. Doch dann reden die Zeichen. ____________________ Mit: Daniel Linder (Luc Pittet), Judith Wipfler (Deborah Schelin), Roland Vouilloz (Michel Chervet), Martin Rapold (Arno Boschetti), Walter Filz (Dr. Mertens), Tobias Lambrecht (Dr. Wohlfahrt), Bernard Senn (Moderator) und Michael Stauffer (Dorfbewohner) ____________________ Musik: «Ester Poly» (Martina Berther und Béatrice Graf) – Tontechnik: Tom Willen – Regie: Johannes Mayr und Michael Stauffer ____________________ Produktion: SRF 2017 ____________________ Dauer: 46’ Hier gibt's noch mehr Hörspiele: https://www.srf.ch/audio/themen/hoerspiele-geschichten
Sat, 04 Apr 2026 - 1172 - «Wildly tender is thy music. Lieder aus dem Moor» von Merzouga
Klangkunstwerk über die englische Dichterin Emily Brontë. Sie kannte die karge Schönheit der Moore aus ihrer Kindheit. Das Duo Merzouga entdeckt in Brontës Gedichten Songs für unsere Zeit und entführt uns in den faszinierenden Lebensraum Moor. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Samstag, 21.03.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur In ihren «Poems from the Moor» beschwört Emily Brontë die besondere Atmosphäre der Landschaft Yorkshires. Zwei Jahrhunderte später verbringt ein Klangkünstler ein Jahr in einer Moorlandschaft. Daraus entsteht die Vertonung von Brontës Gedichten als «Songs from the Moor». Das Klangduo Merzouga setzt diese in eine zeitgenössische Klanglandschaft aus Moor-Sounds und Field-Recordings brummender Wasserkäfer. In den Schichten des Torfbodens verbirgt sich ein Archiv der Landschaft. Gräser, Moose und Pollen, die im nassen Moor über Jahrtausende erhalten bleiben, erlauben einen Blick in die Geschichte. In der Verschränkung von Musik und Wissenschaft, Klangkunst und Lyrik lotet das Kölner Klangkunstduo die Bedeutung der Moore für die Bewältigung der Klimakrise aus und versucht, Begeisterung zu wecken für diesen faszinierenden Lebensraum zwischen Wasser und Land. ____________________ Mit: Veronika Bachfischer, Jean Paul Baeck und Filippa Gojo (Gesang) ____________________ Tontechnik: Christoph Rieseberg und Jens Müller – Regie: Janko Hanushevsky und Eva Pöpplein (= Merzouga) ____________________ Produktion: Deutschlandfunk 2024 ____________________ Dauer: 56’
Sat, 21 Mar 2026 - 1171 - 2/2 «Hier ist noch alles möglich» von Gianna Molinari
Ein Mann ist vom Himmel gefallen. Beim Landeanflug ist der blinde Passagier aus Afrika aus dem Fahrwerk eines Flugzeugs gestürzt. Ganz in der Nähe der Fabrik, in der die junge Nachtwächterin arbeitet, ist es geschehen. Diese Geschichte lässt sie nicht mehr los. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Freitag, 20.03.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 1 Eigentlich hat die junge Frau den Auftrag, den Wolf zu fangen, der auf dem Fabrikgelände herumschleichen soll. Sie gräbt eine Fallgrube. Aber noch fehlt vom Wolf jede Spur. Dafür erfährt sie vom älteren Lose, dass dieser vor Jahren Augenzeuge war, als der Mann vom Himmel stürzte. Nun arbeitet Lose nicht mehr in der Fabrik, sondern auf dem nahen Flughafen. Und die junge Frau will ihn dort besuchen. Der Roman «Hier ist noch alles möglich» der jungen Schweizer Autorin Gianna Molinari wurde 2018 von Publikum und Kritik begeistert aufgenommen. Das preisgekrönte Buch bietet eine Steilvorlage fürs Hörspiel: Atmosphärisch dicht folgt es den Gedanken der Ich-Erzählerin. Sie versucht die Welt zu fassen, erfassen, auch den Wolf. Die Suche nach ihm, das Warten wird mehr und mehr zu ihrer Obsession. «Hier ist noch alles möglich» ist im Aufbau Verlag erschienen. ____________________ Mit: Henni Jörissen (Ich), Michael Neuenschwander (Chef), Sven Schelker (Clemens), Thomas Douglas (Koch), Bodo Krumwiede (Lose), Inga Eickemeier (Erika) ____________________ Musik: Fatima Dunn – Hörspielfassung: Stephan Heilmann und Julia Glaus – Tontechnik: Franz Baumann und Roland Fatzer – Regie: Julia Glaus ____________________ Produktion: SRF 2021 ____________________ Dauer: 50’
Fri, 20 Mar 2026 - 1169 - 1/2 «Hier ist noch alles möglich» von Gianna Molinari
Literarischer Bestseller als zweiteiliges Hörspiel. Da soll sich ein Wolf auf dem Fabrikgelände herumtreiben. Das erfährt die junge Nachtwächterin gleich zu Beginn, als sie den Job anfängt. Und sie soll ihn fangen. Ihre Neugier ist geweckt. Gibt es den Wolf wirklich? Und ist er eine Gefahr? Wer das Hörspiel am Radio hören will: Freitag, 13.03.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 1 Hier ist noch alles möglich – dieses Lebensgefühl sucht die junge Frau, deshalb hat sie ihr altes Leben aufgegeben. Viel ist in der Kartonfabrik allerdings nicht mehr los, bald wird sie stillgelegt. Da kommt ihr der Wolf gerade recht. Sie befragt den Kantinenkoch, der das Tier als Einziger gesehen haben will, starrt mit Nachtwächterkollege Clemens auf Monitore und untersucht den löchrigen Fabrikzaun … Der Roman «Hier ist noch alles möglich» der jungen Schweizer Autorin Gianna Molinari wurde 2018 von Publikum und Kritik begeistert aufgenommen. Das preisgekrönte Buch bietet eine Steilvorlage fürs Hörspiel: Atmosphärisch dicht folgt es den Gedanken der Ich-Erzählerin. Sie versucht die Welt zu fassen, erfassen, auch den Wolf. Die Suche nach ihm, das Warten wird mehr und mehr zu ihrer Obsession. «Hier ist noch alles möglich» ist im Aufbau Verlag erschienen. ____________________ Mit: Henni Jörissen (Ich), Michael Neuenschwander (Chef), Sven Schelker (Clemens), Thomas Douglas (Koch), Bodo Krumwiede (Lose), Inga Eickemeier (Erika) ____________________ Musik: Fatima Dunn – Hörspielfassung: Stephan Heilmann und Julia Glaus – Tontechnik: Franz Baumann und Roland Fatzer – Regie: Julia Glaus ____________________ Produktion: SRF 2021 ____________________ Dauer: 51’ Hier gibt's noch mehr Hörspiele: https://www.srf.ch/audio/themen/hoerspiele-geschichten
Fri, 13 Mar 2026 - 1167 - «Atlas der abgelegenen Inseln» von Thom Luz / Judith Schalansky
Eine musikalische Weltreise und ein Hörvergnügen der besonderen Art! Der international erfolgreiche Schweizer Regisseur Thom Luz erkundet auf seine ganz eigene Art ein paar jener fernen, kaum bekannten Inseln, welche die Autorin Judith Schalansky in ihrem Kultbuch poetisch beschrieben hat. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Samstag, 07.03.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur Es gibt heutzutage rund um den Globus kein Fleckchen Erde mehr, das unentdeckt geblieben wäre. Jede Küste, jedes Eiland ist betreten, vermessen und in Besitz genommen worden. Dennoch hat sich die Schriftstellerin und Buchgestalterin Judith Schalansky zu einer neuerlichen Entdeckungsreise aufgemacht. In früheren Zeiten hätte sie dafür ein Schiff besteigen müssen, beseelt vom Wunsch, unversehens irgendwo auf eine unbekannte Landmasse zu stossen. Aber Judith Schalansky ist aufgewachsen als «Atlas-Kind», ihre Liebe gilt den kartografischen Werken, die uns in Form einer ebenso abstrakten wie ästhetischen Darstellung die fernen Welten nahezubringen versuchen. In ihnen, den erdkundlichen Folianten und Atlanten, hat Judith Schalansky ihre Expeditionen unternommen. Und ist dabei bis an die Ränder des Erdkreises vorgestossen, zu fünfzig abgelegenen Inseln: «Inseln, auf denen ich nie war und niemals sein werde». Inseln, die sich – weit entfernt von jeder Bounty-Romantik – aus der rauen See erheben, abweisend und karg die allermeisten. Und es hat sich auf ihnen Schreckliches zugetragen. Denn die Faszination der Entdecker verkehrte sich nur allzu oft in Entsetzen. «Das Paradies mag eine Insel sein», schreibt Judith Schalansky. «Die Hölle ist es auch.» Thom Luz montiert aus der Buchvorlage eine faszinierend skurrile Klang- und Hörreise, komponiert aus Stimmen, Geräuschen und musikalischen Fragmenten – wie nicht von dieser Welt. ____________________ Mit: Beatrice Frey, Günther Harder, Sophie Krauss, Oscar Olivo ____________________ Musik: Iris Maron (Violine), Maria Pache (Viola), Mikael Rudolfsson (Posaune), Karoline Steidl (Violine) – Musikalische Leitung: Mathias Weibel ____________________ Dramaturgie: Judith Gerstenberg – Textfassung, Montage und Regie: Thom Luz – Redaktion: Reto Ott (SRF) und Isabel Platthaus (WDR) ____________________ Produktion: SRF und WDR, in Zusammenarbeit mit dem Schauspiel Hannover, 2015 ____________________ Dauer: 53’ Hier gibt's noch mehr Hörspiele: https://www.srf.ch/audio/themen/hoerspiele-geschichten
Sat, 07 Mar 2026 - 1166 - «Moetteli – Eine Begegnung mit künstlicher Intelligenz»
Tragik-Komödie von Hermann Bohlen. Ein gestresster Autor und Familienvater holt sich in seiner Verzweiflung Hilfe bei einer KI. Und gerät immer mehr in Abhängigkeit zu dieser. Seine Teenie-Töchter sind besorgt ob der sich anbahnenden Internet-Sucht ihres Ernährers und schmieden einen kühnen Plan. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Freitag, 06.03.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 1 F. ist Autor und alleinerziehender Vater zweier Teenager-Mädchen. Am frühen Morgen klingelt es bei ihm an der Tür: Die geleaste Drucker-/Scanner-Kombination wird von einer Servicemitarbeiterin abgeholt. Grund sind nicht bezahlte Leasing-Raten – F. ist fast pleite. Seine Situation spitzt sich weiter zu: In der Nacht hat sein Computer selbständig ein Update der Betriebssoftware gemacht, wichtige Apps funktionieren nicht mehr. Dafür funktioniert völlig ungefragt eine Software im Computer, die sich plötzlich stimmlich meldet, weil sie bei F. «ein krisenhaftes Muster der Benutzung des Endgeräts» festgestellt hat. Was genau klemmt bei F.? Darüber frei zu sprechen, sich vielleicht sogar eine professionelle Beratung zu genehmigen, kommt für F. nicht in Frage. Stattdessen: Hinwendung zur KI als preiswertem Gesprächspartner und Gehilfen – um ein in der Tat ganz schön happiges Pensum zu bewältigen: F. muss bis in zwei Tagen ein Hörspiel geschrieben haben, einen schwierigen Brief an den Klassenlehrer und die Trauerrede für seine kürzlich verstorbene Schwester Henni. Gneta und Pepi, zwei vernachlässigte, aber übelst selbstbewusste Töchter, schwirren um ihn herum, gucken ihm auf die Finger und funken dazwischen, als sie seinen sorglosen Umgang mit künstlicher Intelligenz bemerken. «Moetteli – Eine Begegnung mit der künstlichen Intelligenz» wurde 2025 in der Kategorie «Innovatives oder künstlerisches Hörspiel» mit dem Deutschen Preis für Audiostories ausgezeichnet. Die Jury lobte, wie «Moetteli» als «experimentelles Hörspiel» auf frische und unterhaltsame Weise die Problematik von KI beleuchtet. ____________________ Mit: Hermann Bohlen (F.), Irene Grüter (Moetteli), Toni Lorentz (Gneta), Rubi Lorentz (Pepi), Bettina Kurth (Henni), Britta Steffenhagen (Servicemitarbeiterin), Golo Euler (Bestattungsunternehmer), Thelma Buabeng (Hörspiel-Redaktorin) sowie bekannte KI-Stimmen wie Siri, Bard und Co. ____________________ Musik und Montage: Hermann Bohlen – Aufnahme und Mix: Jean Szymczak – Regieassistenz: Vanessa Gräfingholt – Dramaturgie: Mark Ginzler – Regie: Judith Lorentz ____________________ Produktion: SRF 2024 ____________________ Dauer: 51’ Hier gibt's noch mehr Hörspiele: https://www.srf.ch/audio/themen/hoerspiele-geschichten
Fri, 06 Mar 2026 - 1164 - «Ein Monat in 41 Minuten» von Stephan Heilmann
Was bleibt von den Nachrichten von gestern, von vor einer Woche, von vor 15 Jahren? Stephan Heilmann hat 2011 die Radionachrichten des ganzen Monats Februar gesammelt und zu einer Collage verdichtet. An was erinnern wir uns 15 Jahre später, und an was nicht mehr? Wer das Hörspiel im Radio hören will: Samstag, 28.02.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur Am Beispiel eines beliebigen Monats (hier des Februars 2011) wurde der Versuch unternommen, die 28 Ausgaben der Radiosendung «HeuteMorgen» so zu verdichten, dass der unaufhörliche Informationsfluss – das Auftauchen, das schnelle oder langsame Verschwinden und das gelegentliche Wiederauftauchen unterschiedlichster Nachrichten über Ereignisse jeder Art – in seinem zeitlichen Ablauf, gleichsam «im Zeitraffer», deutlich wird. ____________________ Tontechnik: Tom Willen – Realisation: Tom Willen und Stephan Heilmann ____________________ Produktion: SRF 2011 ____________________ Dauer: 41’
Sat, 28 Feb 2026 - 1161 - «Die eingebildete Maske» von Johannes Mayr und Wolfram Höll
Eine Komödie nach Molière. Anett will eigentlich nur eins: Bus fahren. Denn das ist ihr Beruf. Doch etwas will sie nicht: die Maskenpflicht! So gerät sie erst an einen falschen Arzt, dann an einen YouTube-Koch, der das grosse Geschäft wittert – und wird wider Willen zum Star der Corona-Skeptiker! Wer das Hörspiel im Radio hören will: Samstag, 14.02.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur Molières Theaterstücke sind bevölkert von Ärzten wider Willen, eingebildeten Kranken, gierigen Geldsäcken, listigen Töchtern und Opportunisten, die nur im Moment leben. Und genau 400 Jahre nach Molières Tod sind das die perfekten Figuren, um der Pandemie ins Gesicht zu lachen. Schauspieler Christoph Maria Herbst (bekannt aus «Stromberg») trägt dazu bei als Koch Hilda Attelmann, genauso wie die eigens eingespielte Kammermusik, die humorvoll Barock-Motive aufgreift. ____________________ Mit: Charlotte Müller (Anett), Lucia Kotikova (Lucy), Christoph Maria Herbst (Hilda), Heinrich Schafmeister (Herr Urs), Hans-Georg Panczak (Sganarelle), Mona Petri (Anruferin) und Jürg Kienberger (Bänkelsänger) ____________________ Musik: Claus Filser (Violine), Evi Keglmaier (1. Viola), Andreas Höricht (2. Viola), Georg Karger (Kontrabass, Viola da Gamba), Silvia Berchtold (Blockflöten), Ulrich Bassenge (Portativ, Schlagwerk, Sampler) – Tontechnik: Björn Müller – Regie und Komposition: Ulrich Bassenge ____________________ Produktion: SRF 2022 ____________________ Dauer: 54’
Sat, 14 Feb 2026 - 1160 - «Das Rendezvous» von Fritz Zaugg
Absurd-amüsantes Konversationshörspiel. In vier Szenen werden Küsse und Bisse im Multipack ausgetauscht: Ganz gewöhnliche Begegnungen zwischen Männern und Frauen kippen ins Groteske und erzählen von verqueren, merkwürdigen Träumen und Erfahrungen in Sachen Liebe. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Freitag, 13.02.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 1 Da begegnen sich zum Beispiel ein Mann und eine Frau auf einer Parkbank und vereinbaren zwecks ganzheitlicher Erregung ein seltsames Rendezvous. Im zweiten Stück spricht ein Mann an der Tramhaltestelle eine Frau an, macht ihr ein verblüffendes Kompliment und äussert einen Wunsch, der die Frau in die schiere Verzweiflung treibt. In Stück drei übt sich ein Paar im Geschichtenerzählen und versucht krampfhaft, sich einen lustigen Abend zu machen. Und im letzten Stück begegnet ein Softie, der sein Leben radikal verändern möchte, einer netten jungen Frau, die sich ebenfalls Radikales vorgenommen hat. ____________________ Mit: «Das Rendezvous»: Sara Capretti (Frau), Hanspeter Müller-Drossaart (Mann) / «Schöne Schultern»: Nikola Weisse (ältere Frau), André Jung (Mann), Michaela Steiger (jüngere Frau) / «Small Talk»: Doris Wolters (Frau), Ingo Ospelt (Mann) / «Zufällige Begegnung»: Barbara Falter (Frau), Moritz Dürr (Mann) ____________________ Musik: Hanspeter Dommann – Tontechnik: Norbert Elser, Monica Kilchenmann – Regie: Fritz Zaugg ____________________ Produktion: SRF 1993 ____________________ Dauer: 51’
Fri, 13 Feb 2026 - 1159 - «Der Gehülfe» – Regisseur Stefan Weber im Gespräch
Was ist das Faszinierende an Robert Walser? Wie transformiert man seinen komplexen Roman von 1908 in ein zeitgemässes Hör-Erlebnis? Der Dramaturg Philip Scheiner unterhält sich mit dem Klangtüftler Stefan Weber über seine Herangehensweise und die Entstehung der neuen Koproduktion von SRF und ORF. Mit: Stefan Weber (Regisseur und Klanggestalter), Philip Scheiner (Hörspiel-Dramaturg und -Redakteur ORF) ____________________ Produktion: ORF 2026 ____________________ Dauer: 45'
Sat, 07 Feb 2026 - 1158 - Premiere: «Der Gehülfe» von Robert Walser
Erste Hörspiel-Adaption des Romans über die prekäre Existenz eines Angestellten. Schauplatz ist die herrschaftliche Villa Abendstern am Zürichsee. Der Eintritt der Hilfskraft Joseph Marti in das Reich des Erfinders Tobler und seiner Frau scheint eine groteske Untergangsmechanik in Gang zu setzen. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Samstag, 07.02.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur In «Der Gehülfe» verarbeitete Robert Walser sein eigenes Erleben als Büroangestellter bei dem Wädenswiler Ingenieur Carl Dubler im zweiten Halbjahr 1903. Dessen Erfindungen einer Reklameuhr, eines Schiessapparates oder eines Krankenstuhls übernahm der junge Dichter für seinen zweiten Roman, den er 1907 in Berlin zu Papier brachte. Im Getöse der Grossstadt imaginierte Walser die beschauliche Zürcher Seegemeinde Bärenswil, von wo aus der in Tobler unbenannte Start-up-Unternehmer (wie man heute sagen würde) die Welt mit seinen innovativen Produkten zu erobern versucht. Der Erfolg will sich jedoch nicht einstellen, und die Finanzen werden knapp. Der umtriebige Genussmensch Tobler, dem drohenden Ruin zum Trotz, lässt sein Anwesen immer weiter aus- und umbauen und rauschende Feste feiern. In seiner akustischen Umsetzung konzentriert sich der Schweizer Klangkünstler Stefan Weber auf den kammerspielartigen Kern des Romans. Joseph Marti, ausgeliefert den Launen und Verzweiflungen des Herrn Tobler und gleichzeitig angezogen vom sublimen Begehren der Frau Tobler, versucht sich zwar mit dem Selbstbewusstsein des jungen Aussenseiters abzugrenzen, verliert sich jedoch mehr und mehr in luftig verwegenen Träumereien. Der Untergang des Hauses Tobler bleibt auch den Bürgerinnen und Bürgern von Bärenswil nicht verborgen, die ihn heimlifeiss vergnügt aus nüchterner Distanz beobachten: «Da oben liegt es, still und winterlich vereinzelt, als fröre es ein wenig. Von den Nachbarkaminen steigen zarte, bläuliche Rauchsäulen auf, sich in der grauen Luft verbreitend. Die Landschaft scheint Augen zu haben, und dieselben zu schliessen, ganz ruhig, um nachzudenken.» ____________________ Mit: Mario Fuchs (Joseph Marti), Urs Jucker (Carl Tobler), Sylvie Rohrer (Frau Tobler), Carina Braunschmidt und Gottfried Breitfuss (Die Bärenswiler) ____________________ Dramaturgie: Reto Ott (SRF), Philip Scheiner (ORF) – Hörspielfassung, Aufnahmen, Klangdesign und Regie: Stefan Weber ____________________ Produktion: SRF/ORF 2026 ____________________ Dauer: ca. 55’
Sat, 07 Feb 2026 - 1156 - «Fünf beste Tage» von Erwin Koch
Eine Liebesgeschichte vom Ende her neu erzählt. Ein Paar muss Abschied nehmen – für immer. Denn die todkranke Frau entscheidet sich für einen Exit. Acht Jahre waren die beiden zusammen, nun fragen sie sich: Kennen wir uns wirklich? Fünf Tage bleiben, um noch einmal vorne anzufangen – im Erzählen. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Samstag, 31.01.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur Der Luzerner Schriftsteller und Journalist Erwin Koch ist ein Meister in der Darstellung des menschlichen Zusammen- und Für-Sich-Seins. In seinen Reportagen und Erzählungen zeichnet er Lebensbilder, in denen das ganze Spektrum dessen aufscheint, was einem ein Leben lang widerfahren kann: Glanz und Elend, Glück und Unglück, Sinn und Leere einer Existenz, die unbestimmt bleibt. Koch schildert es in seinen Porträts geduldig und genau, in freundlicher Nähe und mit respektvollem Abstand. Vor allem aber: sprachlich und stilistisch vollkommen auf die Essenz reduziert. Erwin Koch hat sich schon immer für mögliche und unmögliche Liebesgeschichten interessiert. «Fünf beste Tage» ist ein fiktiver Text, der zusammengesetzt ist aus solchen Geschichten – wahren Geschichten, die er im Lauf von Recherchen erfahren hat. Sie verdichten sich in der Hörspiel-Inszenierung des Schweizer Klangkünstlers Stefan Weber zu einer intensiven Auseinandersetzung mit der Frage, was ein Leben ausmacht, vom Ende her betrachtet. Und wie das Erzählen dabei helfen kann, Abschied zu nehmen. Vielleicht sogar ein Erzählen wie im Kino, ohne Rücksicht auf endgültige Wahrheiten, nach dem Motto: «Du lügst hinreissend!» Das SRF-Hörspiel erhielt 2024 beim Prix Europa und beim Grand Prix Nova eine Auszeichnung. ____________________ Mit: Katja Reinke und Vincent Leittersdorf ____________________ Dramaturgie: Reto Ott – Textfassung, Aufnahmen, Sounddesign und Regie: Stefan Weber ____________________ Produktion: SRF 2024 ____________________ Dauer: 54’
Sat, 31 Jan 2026 - 1155 - «Warte uf Bodo» von Fritz Sauter
Ein Solo für WAM in mehreren Rollen und Mundarten. Im letzten Herbst konnte Walter Andreas Müller seinen 80. Geburtstag feiern – auf der Bühne, wie es sich für den beliebten Schauspieler und Parodisten gehört. Zum Siebzigsten vor zehn Jahren beschenkte ihn SRF mit diesem Hörspiel der schrägen Art. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Freitag, 30.01.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 1 Am meisten passiert dann, wenn nichts passiert. Diese Erkenntnis ist dem irischen Schriftsteller Samuel Beckett zu verdanken. Er hat vor über siebzig Jahren die Theaterkunst revolutioniert, indem er zwei Bühnenfiguren in den Wartestand versetzte. Die beiden Landstreicher Wladimir und Estragon warten auf einen gewissen «Godot», und das, wie sich schliesslich herausstellt, völlig umsonst. Gleichzeitig werden durch das absurde Spiel und die aberwitzigen Dialoge das Nichtstun und die Langeweile zum bühnenwirksamen Ereignis. Der Schaffhauser Autor Fritz Sauter hat die Vorlage von Beckett aufgenommen und für das SRF-Hörspiel seine eigene, rein akustische Variante des szenisch unterhaltsamen Zeitvertreibs entwickelt. Dabei warten zwei selbst erklärte Kunstfiguren auf eine dritte (möglicherweise reale) Figur, von der nur der Name bekannt ist: Bodo. Sie hocken und hadern, träumen und phantasieren, provozieren und resignieren. Bis Bodo schliesslich tatsächlich seinen lang erwarteten grossen Auftritt hat … Fritz Sauter ist ein Virtuose des höheren Blödsinns. Mit skurrilem und lapidarem Humor bringt er Glanz und Elend der menschlichen Existenz zur Strecke. Und liefert so Walter Andreas Müller die passende Vorlage für ein schauspielerisches Kabinettstück. Dafür wurde WAM bei den Zonser Hörspieltagen 2017 als bester Darsteller ausgezeichnet. ____________________ Mit: Walter Andreas Müller in allen Rollen ____________________ Komposition und Sounddesign: Martin Bezzola – Tontechnik: Ueli Karlen, Roland Fatzer, Martin Bezzola – Dramaturgie und Regie: Reto Ott ____________________ Produktion: SRF 2015 ____________________ Dauer: 47’
Fri, 30 Jan 2026 - 1154 - «Das Leben ist viel zu kurz, um offene Weine zu trinken»
Abgründiges Gesellschaftsporträt alter weisser Männer, von Guy Krneta. Louis, Drogist aus Hindelbank, Witwer und SVP-Gemeinderat, trifft in einem Restaurant in Bern auf Geri, KMU-Berater und abgewählter Nationalrat aus Zug. Sie trinken und schwadronieren sich lustvoll um Kopf und Kragen. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Samstag, 24.01.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur Geri hilft Louis aus der Patsche, weil dessen Portemonnaie geklaut worden ist. Zu zweit warten sie auf Louis’ Zug nach Hause, vertreiben sich die Zeit gemeinsam beim Bier und kommen einander im Gespräch über Gott und die Welt näher. Louis verpasst den letzten Zug und strandet mit seinem Trinkkumpan gegen Morgen in einem Nachtlokal. Der Barkeeper, ein ehemaliger Bärenwärter vom Bärengraben, weckt in den beiden eine verborgene Liebe zu den Bären. Das Hörspiel in Mundart ist die Radiofassung des gleichnamigen Theaterstücks. Es thematisiert auf eine augenzwinkernd sympathische Art die Bundesstadt Bern als Begegnungsort von Politikern unterschiedlicher Strömungen. Die wahrhaftigen Dialoge der beiden über ihre Karrieren lassen immer wieder ganz persönliche Abgründe zweier ungleicher Männer aufblitzen und entlarven sie als typische Vertreter einer speziellen Kaste und ihres Geschlechts. ____________________ Mit: Ueli Jäggi (Louis), Martin Hug (Geri), Marco Morelli (Barkeeper) ____________________ Musik: Jürg Kienberger – Tontechnik: Norbert Elser, Roland Fatzer, Jack Jakob – Regie: Geri Dillier ____________________ Produktion: SRF 2007 ____________________ Dauer: 48’
Sat, 24 Jan 2026 - 1153 - «Bach ist Trumpf» von Heinz Stalder
Doku-Fiktion. Hauptfigur und chnebliger Stierengrind in Stalders Hörspiel ist Bauer Gunz. Sein Hof wird von einem Bach vor seinem Haus bedroht. Mit einer nicht zu bremsenden Energie und ohne Bewilligung der Behörden verbaut er den Bach im gebirgigen Gelände, versucht ihn mit allen Mitteln zu zähmen. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Freitag, 23.01.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 1 Bauer Gunz wirft sein ganzes Leben in den Kampf gegen den Bach und gerät dabei immer tiefer in die Mühlen von Justiz und Behörden. Weder Gerichte noch Gefängnis noch die Psychiatrie können ihn von seinem Tun abhalten. Sein Leben kennt nur ein einziges Ziel: den Kampf gegen den Bach. Heinz Stalder hat einen realen Fall aufgegriffen, über den in den Medien ausführlich berichtet wurde, und daraus mit einer stilisierten Sprache eine Geschichte gemacht, die sich an der Realität orientiert, aber dennoch reine Fiktion ist. ____________________ Mit: Ueli Jäggi (Gunz), Ernst C. Sigrist (Feuz), Walter Sigi Arnold (Banz), Hansrudolf Twerenbold (Joss), Marlise Fischer (Frau Gunz), Albert Freuler (Wasservogt/Gefängniswärter), Herbert Leiser (kantonaler Baudirektor), Andrej Togni (Gemeinderat), Klaus-Henner Russius (Gefängnispsychiater), Päivi Stalder (Journalistin) ____________________ Musik: Roland von Flüe – Tontechnik: Norbert Elser – Bearbeitung und Regie: Fritz Zaugg ____________________ Produktion: SRF 2005 ____________________ Dauer: 45’
Fri, 23 Jan 2026 - 1152 - «Der Karlssonsche Magnet von L. Langenegger u. P. Schaufelberger
Groteske mit kauzigen Typen und schaurig-schräger Musik. Physiker Anton will nicht mehr die Weltformel erforschen, sondern nur noch das zarte Gefühl, das er für seine Kollegin Lea empfindet. Deren Gefühle werden allerdings von einem riesengrossen Magneten angezogen. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Samstag, 10.01.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur Schier unlösbare Probleme haben auch die restlichen Personen des Hörspiels: Wie Faust in seiner Studierstube hockt Herr Gogudz in seiner Wohnung und versucht, verklungene Töne aus dem 16. Jahrhundert wieder hörbar zu machen. Und Frau Mack wird in ihrer zwanzigjährigen Witwenruhe gestört, weil sie plötzlich hinter ihrer Kommode einen neuen Mitbewohner entdeckt: ein unanschaubares, alles fressendes Loch. Und sowieso allen ist unklar, wie der Erfinder des Magneten, Karlsson, vor einem Jahr unter mysteriösen Umständen spurlos aus dem Labor verschwinden konnte. Der Autor Lorenz Langenegger und der Musiker Philipp Schaufelberger haben ein Hörspiel konzipiert, das Text und Musik zu gleichwertigen Erzählebenen macht. Es ist eine kauzige Glasperlenspielerei, eine Synthese aus verschiedenen Künsten und Wissenschaften. Und so wie sich auf formaler Ebene Sprache und Gesang, Worte und Noten abwechseln, ergänzen, anziehen und abstossen, so entsteht auch zwischen den vier Figuren ein Beziehungsgeflecht. Zwar ist jeder mit seinen eigenen Problemen beschäftigt, doch auf ihrer blinden Bahn stossen sie immer wieder zusammen und bringen so die Materie zum Klingen. ____________________ Mit: Brigitta Furgler (Frau Mack), Peter Kner (Herr Gogudz), Annette Strasser (Lea) und Michael Wächter (Anton) ____________________ Musik: Philipp Schaufelberger – Tontechnik: Basil Kneubühler – Regie: Susanne Janson ____________________ Produktion: SRF 2017 ____________________ Dauer: 57’
Sat, 10 Jan 2026 - 1151 - «Moetteli – Eine Begegnung mit künstlicher Intelligenz»
Tragik-Komödie von Hermann Bohlen. Ein gestresster Autor und Familienvater holt sich in seiner Verzweiflung Hilfe bei einer KI. Und gerät immer mehr in Abhängigkeit zu dieser. Seine Teenie-Töchter sind besorgt ob der sich anbahnenden Internet-Sucht ihres Ernährers und schmieden einen kühnen Plan. Auf Grund des nationalen Trauertags in Gedenken an die Opfer der Katastrophe von Crans-Montana passen wir das das Programm auf SRF 1 an und verzichten am 9. Januar 2026 auf die Ausstrahlung eines Hörspiels. Eine Ausstrahlung von «Moetteli – Eine Begegnung mit künstlicher Intelligenz» auf SRF 1 ist in Planung. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Freitag, 09.01.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 1 F. ist Autor und alleinerziehender Vater zweier Teenager-Mädchen. Am frühen Morgen klingelt es bei ihm an der Tür: Die geleaste Drucker-/Scanner-Kombination wird von einer Servicemitarbeiterin abgeholt. Grund sind nicht bezahlte Leasing-Raten – F. ist fast pleite. Seine Situation spitzt sich weiter zu: In der Nacht hat sein Computer selbständig ein Update der Betriebssoftware gemacht, wichtige Apps funktionieren nicht mehr. Dafür funktioniert völlig ungefragt eine Software im Computer, die sich plötzlich stimmlich meldet, weil sie bei F. «ein krisenhaftes Muster der Benutzung des Endgeräts» festgestellt hat. Was genau klemmt bei F.? Darüber frei zu sprechen, sich vielleicht sogar eine professionelle Beratung zu genehmigen, kommt für F. nicht in Frage. Stattdessen: Hinwendung zur KI als preiswertem Gesprächspartner und Gehilfen – um ein in der Tat ganz schön happiges Pensum zu bewältigen: F. muss bis in zwei Tagen ein Hörspiel geschrieben haben, einen schwierigen Brief an den Klassenlehrer und die Trauerrede für seine kürzlich verstorbene Schwester Henni. Gneta und Pepi, zwei vernachlässigte, aber übelst selbstbewusste Töchter, schwirren um ihn herum, gucken ihm auf die Finger und funken dazwischen, als sie seinen sorglosen Umgang mit künstlicher Intelligenz bemerken. Dabei bedienen sie sich selbst künstlicher Intelligenz, etwa um Stimmen zu klonen. Der Zweck – ihren Vater von der KI wegzubringen – heiligt die Mittel. ___________________ Mit: Hermann Bohlen (F.), Irene Grüter (Moetteli), Toni Lorentz (Gneta), Rubi Lorentz (Pepi), Bettina Kurth (Henni), Britta Steffenhagen (Servicemitarbeiterin), Golo Euler (Bestattungsunternehmer), Thelma Buabeng (Hörspiel-Redakteurin) sowie bekannten KI-Stimmen wie Siri, Bard und Co. ____________________ Musik und Montage: Hermann Bohlen – Aufnahme und Mix: Jean Szymczak – Regieassistenz: Vanessa Gräfingholt – Dramaturgie: Mark Ginzler – Regie: Judith Lorentz ____________________ Produktion: SRF 2024 ____________________ Dauer: 51’
Fri, 09 Jan 2026 - 1150 - «Fuchsjagd» von Agatha Christie
Klassischer Locked-In-Krimi der Grossmeisterin. Seit über 70 Jahren wird «The Mousetrap» (Originaltitel) jeden Abend im Londoner West End aufgeführt und ist damit eines der erfolgreichsten Theaterstücke der Welt. Ursprünglich war es allerdings ein Hörspiel! Eine wahre Trouvaille aus dem Archiv. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Freitag, 02.01.2026, 19.30 Uhr, Radio SRF 1 Digital ab 08.01.2026 im Krimipodcast In der eingeschneiten und von der Umwelt abgeschlossenen Pension «Monkswell Manor» wird ein Gast ermordet. Im Haus verbleiben das Gastgeberehepaar, drei gebuchte Gäste, ein Fremder und ein Sergeant. Indizien weisen in unterschiedliche Richtungen, die meisten in die Vergangenheit. Es beginnt eine Fuchsjagd, bei der auch der Fuchs selbst jagt. Und so kann sich Agatha Christie's genial konstruierte Geschichte in all ihren skurrilen Details aufs Vergnüglichste entfalten. Lust auf neue Fälle von Miss Marple? Unter «Mehr zum Thema» finden Sie weitere Miss Marple-Geschichten. https://www.srf.ch/audio/hoerspiel/miss-marples-weihnachten-von-ruth-ware?id=AUDI20251226_NR_0005 ____________________ Mit: Fritz Haneke (Jack Ralston), Eva Maria Duhan (Mollie Ralston), Klaus Höring (Christopher Wren), Ebba Johannsen (Mrs. Boyle), Arnold Putz (Captain Metcalf), Eileen Leibbrand (Miss Casewell), Marc Doswald (Mr. Arturo Paravicini), Amido Hoffmann (Sergeant Trotter), Krikor Melikjan (Radiosprecher) und Felix Klee (Vortragender im Radio) _________________ Aus dem Englischen von Kurt Nachmann – Musik: Hans Moeckel – Hörspielfassung: Tilde Binder – Regie: Felix Klee ____________________ Produktion: SRF 1958 ____________________ Dauer: 73′
Fri, 02 Jan 2026 - 1147 - «Miss Marples Weihnachten» von Ruth Ware
Neue Fälle für Miss Marple. Agatha Christies legendäre Detektivin kehrt zurück – mit brandneuen Geschichten, geschrieben von renommierten Autorinnen. Die britische Krimiautorin Ruth Ware lässt ihre Geschichte ganz traditionell in St. Mary Mead spielen - dem Dörfchen, in dem Miss Marple lebt. Die ist an Weihnachten zu Nachbarn eingeladen. Was gibt es Schöneres als auf eine dicke Schneeschicht im englischen Garten zu schauen, während man selbst unter Mistelzweigen am Kaminfeuer sitzt und sich auf Roastbeef und Plumpudding freut? Wären da nicht diese lauten Dashwoods, die ebenfalls zu den Gästen zählen. Und das Unglück, das über die Weihnachtsgesellschaft hereinbricht.... Diese Lesung hören Sie im «Krimi»-Podcast. Den Link zum Audio finden Sie unten bei «Mehr zum Thema». In Ruth Wares Geschichte gibt es für alle Miss Marple-Kenner ein Wiederhören mit alten Bekannten: So ist Miss Marples heiss geliebter Neffe Raymond mit von der Partie, zusammen mit seiner Frau Joan. Auch der Scotland Yard-Beamte Sir Henri Clithering taucht in Agatha Christies Marple-Geschichten immer wieder auf. Und die Bantrys, die Gastgeber, kennen eingefleischte Miss Marple-Fans natürlich auch noch aus dem Dienstagabend-Club, der in den allerersten Marple-Geschichten gemeinsam schwierige Rätsel knackte. «There is no detective in England equal to a spinster lady of uncertain age with plenty of time on her hands.» Mit diesem Satz schuf Agatha Christie eine Figur, die bis heute fasziniert: Miss Marple. Die schüchterne, blitzgescheite Jungfer aus dem fiktiven Dörfchen St. Mary Mead ist keine Detektivin der spektakulären Methoden. Stattdessen setzt sie auf stille Beobachtung ihrer Umgebung, profunde botanische Kenntnisse und ein grundsätzliches Misstrauen gegenüber der menschlichen Natur. Und löst so jeden Fall präzise, unspektakulär und doch verblüffend treffsicher. 1927 trat sie erstmals in einer Kurzgeschichte auf, später folgten zwölf Romane und zahlreiche weitere Geschichten. 1979 erschien der letzte Band – Miss Marple überlebte ihre Schöpferin damit um drei Jahre. Nun erlebt die berühmteste Hobbydetektivin eine Renaissance: Zwölf zeitgenössische Krimiautorinnen aus England und den USA haben neue Geschichten geschrieben – ganz im Geiste Agatha Christies und oftmals mit vielen Verweisen auf den «Miss Marple-Kosmos». Aber auch mit Themen, die in den Krimis der grossen Autorin weniger zum Tragen kamen: Rassismus im Commonwealth, sozialer Snobismus oder die gesellschaftlichen Umbrüche in den 1960er Jahren. SRF hat vier ausgewählte Geschichten als Lesungen mit Musik produziert. Aus «Miss Marple: Zwölf neue Kriminalgeschichten», erschienen im Hoffmann und Campe Verlag, © 2022 Agatha Christie Limited. Alle Rechte vorbehalten. AGATHA CHRISTIE und MARPLE sind eingetragene Marken von Agatha Christie Limited im Vereinigten Königreich und darüber hinaus. Publiziert mit freundlicher Genehmigung von Agatha Christie Limited. __________ aus dem Englischen von Alexander Weber gelesen von Nikola Weisse Komposition: Lukas Fretz Tontechnik: Tom Willen Einrichtung: Susanne Janson Produktion: SRF 2025 Dauer: 78' Hier geht es zu allen Lesungen "Neue Fälle für Miss Marple" https://www.srf.ch/audio/krimi/neue-faelle-fuer-miss-marple-1-das-boese-in-kleinen-ortschaften?id=AUDI20251211_NR_0004 https://www.srf.ch/audio/krimi/neue-faelle-fuer-miss-marple-2-die-jadekaiserin?id=AUDI20251218_NR_0005 https://www.srf.ch/audio/krimi/neue-faelle-fuer-miss-marple-3-miss-marples-weihnachten?id=AUDI20251225_NR_0009 https://www.srf.ch/audio/krimi/neue-faelle-fuer-miss-marple-4-eine-toedliche-hochzeit?id=AUDI20260101_NR_0003
Fri, 26 Dec 2025 - 1146 - «Die Unterrichtsstunde» von Eugène Ionesco
Klassiker des absurden Theaters. Eine Schülerin meldet sich bei einem Professor, der Privatunterricht erteilt. Sie wird angenommen, und die erste Lektion wird auch gleich erteilt. Nur seltsam, dass das Dienstmädchen dauernd hereinkommt und den Unterricht mit den unwichtigsten Angelegenheiten stört. Wer das Hörspiel im Radio hören will: Samstag, 20.12.2025, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur Ein harscher Verweis beendet die unliebsamen Unterbrüche. Jetzt ist die Bahn frei für Arithmetik und vergleichende Philologie. Der Professor gerät zunehmend in Rage. Denn er empfindet auch den kleinsten Fehler als Vergehen, ja als Verbrechen. Schliesslich kann er nicht mehr an sich halten und bringt seine Schülerin um. – Doch schon läutet es an der Tür, und die nächste Schülerin wünscht bei ihm Unterricht zu nehmen. «Die Unterrichtsstunde» («La Leçon») aus dem Jahr 1951 ist eines der berühmtesten Theaterstücke des französisch-rumänischen Autors Eugène Ionesco. Er war einer der wichtigsten französischsprachigen Dramatiker des letzten Jahrhunderts und ein führender Vertreter des absurden Theaters. ____________________ Mit: Kurt Beck (Professor), Anneliese Betschart (Schülerin) und Traute Carlsen (Dienstmädchen) ____________________ Aus dem Französischen von Erica de Bary – Regie: Reinhart Spoerri ____________________ Produktion: SRF 1958 ____________________ Dauer: 42’
Thu, 18 Dec 2025 - 1145 - 5/5 «Es Dach überem Chopf» von Kurt Früh und Jean-Pierre Gerwig
Die Caduffs haben sich am Zürichberg zu Vorzeigenachbarn gemausert. Balz arbeitet als Gärtner in den benachbarten Villen und pflegt einen freundschaftlichen Kontakt zu den Nachbarn. Er plant sogar, seine eigene Gärtnerei zu eröffnen. Die Caduffs sind endlich angekommen. Aber dürfen sie auch bleiben? Wer das Hörspiel am Radio hören will: Freitag, 19.12.2025, 20.00 Uhr, Radio SRF 1 «Es Dach überem Chopf» ist vor allem als Kinofilm von 1962 in Erinnerung geblieben. Dabei wurde das Skript von Kurt Früh und Jean-Pierre Gerwig schon ein Jahr zuvor als Hörspiel produziert – und dieses braucht den Vergleich mit der grossen Leinwand keinesfalls zu scheuen. Denn das Hörspiel hat eine durch und durch moderne Erzählweise: Kurt Früh und Moderator Jean-Pierre Gerwig führen höchstpersönlich durch das Stück. Immer wieder greifen die beiden ins Geschehen ein, sprechen ihre Figuren direkt an, reagieren und kommentieren. Und zwar auf höchst vergnügliche Art. Kurt Früh (1915–1979) gilt als vielleicht grösster Schweizer Filmemacher des 20. Jahrhunderts. Doch Früh hat auch eine eigene Geschichte mit dem Hörspiel. Zum einen ist seine Karriere als Filmregisseur erst mit der Verfilmung zweier Hörspiele so richtig in Schwung gekommen: «Polizischt Wäckerli» (1955) und «Oberstadtgass» (1956) von Schaggi Streuli. Diese Produktionen waren schon am Radio echte Gassenhauer und wurden dann auch als Filme grosse Erfolge. Zum anderen hat Früh auch immer wieder Hörspiele geschrieben und produziert: Davon zeugen die Hörspiele «Bäckerei Zürrer» (1957), «Ein Schweizer in Paris» (1958) und «Der Sieger» (1963). ____________________ Mit: Kurt Früh und Jean-Pierre Gerwig (Erzähler), Zarli Carigiet (Balz Caduff), Marianne Kober (Vreni Caduff), Flavia Schnyder (ihre Tochter Sophie), Gion Janett (ihr Sohn Sepp), Peter Wolf (ihr Sohn Kari), Elfriede Volker (Frau Bänziger), Oskar Hoby (Herr Rüdisühli), Alice Brüngger (Frau Rüdisühli), Fred Tanner (Herr Völlmy), Hans Grimm (Hausbesitzer Frehner) u.v.a. ____________________ Tontechnik: Hans Thalmann und Irene Widmer – Regie: Walter Wefel ____________________ Produktion: SRF 1961 ____________________ Dauer: 52’
Thu, 18 Dec 2025 - 1144 - «100 Fragen an Heiner Müller – eine Séance»
Von Thomas Oberender und Moritz von Uslar. Vor 30 Jahren starb der Dramatiker, Dichter und Regisseur Heiner Müller. Obwohl Müller zu Lebzeiten durchaus auskunftsfreudig war, bleibt er ein Rätsel. Mit einer Geisterbeschwörung versuchen die beiden Autoren, in Kontakt mit Müller zu treten. Wer das Hörspiel im Radio hören will: Samstag, 13.12.2025, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur Müller tot und alle Fragen offen: Thomas Oberender und Moritz von Uslar geben sich damit nicht zufrieden. Sie veranstalten eine Geisterbeschwörung, um «100 Fragen an Heiner Müller» zu stellen. Das Ergebnis ist eine vielstimmige Annäherung an einen Mann, der, je mehr man über ihn erfährt, umso weiter ins Ungefähre rückt. ___________________ Mit: Barbara Falter, Wolfgang Hinze, Jürgen Holtz, Walter Renneisen und Siggi Schwientek ____________________ Tontechnik: Jack Jakob – Komposition: Jörg Köppl – Regie: Johannes Mayr ____________________ Produktion: SRF 2008 ____________________ Dauer: 58’
Thu, 11 Dec 2025 - 1143 - 4/5 «Es Dach überem Chopf» von Kurt Früh und Jean-Pierre Gerwig
Der fiese Plan des Hausbesitzers Frehner, mit den ungehobelten Caduffs die ansässige Mieterschaft am Zürichberg zu vergraulen, geht nicht auf. Die Caduffs mausern sich zu richtigen Vorzeigenachbarn. Doch Vater Caduff traut seinem Glück nicht: Er will die Wohnung kündigen, bevor ihm gekündigt wird. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Freitag, 12.12.2025, 20.00 Uhr, Radio SRF 1 «Es Dach überem Chopf» ist vor allem als Kinofilm von 1962 in Erinnerung geblieben. Dabei wurde das Skript von Kurt Früh und Jean-Pierre Gerwig schon ein Jahr zuvor als Hörspiel produziert – und dieses braucht den Vergleich mit der grossen Leinwand keinesfalls zu scheuen. Denn das Hörspiel hat eine durch und durch moderne Erzählweise: Kurt Früh und Moderator Jean-Pierre Gerwig führen höchstpersönlich durch das Stück. Immer wieder greifen die beiden ins Geschehen ein, sprechen ihre Figuren direkt an, reagieren und kommentieren. Und zwar auf höchst vergnügliche Art. Kurt Früh (1915–1979) gilt als vielleicht grösster Schweizer Filmemacher des 20. Jahrhunderts. Doch Früh hat auch eine eigene Geschichte mit dem Hörspiel. Zum einen ist seine Karriere als Filmregisseur erst mit der Verfilmung zweier Hörspiele so richtig in Schwung gekommen: «Polizischt Wäckerli» (1955) und «Oberstadtgass» (1956) von Schaggi Streuli. Diese Produktionen waren schon am Radio echte Gassenhauer und wurden dann auch als Filme grosse Erfolge. Zum anderen hat Früh auch immer wieder Hörspiele geschrieben und produziert: Davon zeugen die Hörspiele «Bäckerei Zürrer» (1957), «Ein Schweizer in Paris» (1958) und «Der Sieger» (1963). ____________________ Mit: Kurt Früh und Jean-Pierre Gerwig (Erzähler), Zarli Carigiet (Balz Caduff), Marianne Kober (Vreni Caduff), Flavia Schnyder (ihre Tochter Sophie), Gion Janett (ihr Sohn Sepp), Peter Wolf (ihr Sohn Kari), Elfriede Volker (Frau Bänziger), Oskar Hoby (Herr Rüdisühli), Alice Brüngger (Frau Rüdisühli), Fred Tanner (Herr Völlmy), Hans Grimm (Hausbesitzer Frehner) u.v.a. ____________________ Tontechnik: Hans Thalmann und Irene Widmer – Regie: Walter Wefel ____________________ Produktion: SRF 1961 ____________________ Dauer: 52’
Thu, 11 Dec 2025 - 1142 - «Ein bisschen Ruhe vor dem Sturm» von Theresia Walser
Komödiantisches Kammerspiel mit hochkarätiger Besetzung: Drei Schauspieler – zwei von Rang und Namen, einer mit Aspirationen – bereiten sich auf eine Podiumsdiskussion vor, in der es um die Darstellbarkeit Hitlers gehen soll. Wer das Hörspiel im Radio hören will: Samstag, 06.12.2025, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur Zwei der Männer haben Hitler bereits gespielt, der dritte war bisher nur Goebbels, das alles aber im Film. Würde das Theater ganz andere Anforderungen an sie stellen? Immerhin war Hitler eine reale Person, da ist das Theater ja wohl zwangsläufig zum Abbild der Wirklichkeit verpflichtet. Mitten im Disput dämmert den drei Herren jedoch, wie tief sie in einer weiteren Theaterfalle sitzen. Denn eigentlich war ihr Gespräch erst für später vorgesehen, im Beisein von Publikum … ____________________ Mit: Stephan Bissmeier (Hitler-Darsteller 1), Josef Ostendorf (Hitler-Darsteller 2), Marc Hosemann (Goebbels-Darsteller) ____________________ Tontechnik: Jack Jakob und Tom Willen – Musik: Martin Schütz – Regie: Erik Altorfer ____________________ Produktion: SRF 2007 ____________________ Dauer: 34’
Thu, 04 Dec 2025 - 1141 - 3/5 «Es Dach überem Chopf» von Kurt Früh und Jean-Pierre Gerwig
Wie aus dem Nichts bietet der Immobilienunternehmer Frehner den Caduffs eine bezahlbare Wohnung am Zürichberg an. Die Caduffs können ihr Glück nicht fassen. Doch Hausbesitzer Frehner handelt nicht ganz so uneigennützig, wie es zunächst den Anschein macht. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Freitag, 05.12.2025, 20.00 Uhr, Radio SRF 1 «Es Dach überem Chopf» ist vor allem als Kinofilm von 1962 in Erinnerung geblieben. Dabei wurde das Skript von Kurt Früh und Jean-Pierre Gerwig schon ein Jahr zuvor als Hörspiel produziert – und dieses braucht den Vergleich mit der grossen Leinwand keinesfalls zu scheuen. Denn das Hörspiel hat eine durch und durch moderne Erzählweise: Kurt Früh und Moderator Jean-Pierre Gerwig führen höchstpersönlich durch das Stück. Immer wieder greifen die beiden ins Geschehen ein, sprechen ihre Figuren direkt an, reagieren und kommentieren. Und zwar auf höchst vergnügliche Art. Kurt Früh (1915–1979) gilt als vielleicht grösster Schweizer Filmemacher des 20. Jahrhunderts. Doch Früh hat auch eine eigene Geschichte mit dem Hörspiel. Zum einen ist seine Karriere als Filmregisseur erst mit der Verfilmung zweier Hörspiele so richtig in Schwung gekommen: «Polizischt Wäckerli» (1955) und «Oberstadtgass» (1956) von Schaggi Streuli. Diese Produktionen waren schon am Radio echte Gassenhauer und wurden dann auch als Filme grosse Erfolge. Zum anderen hat Früh auch immer wieder Hörspiele geschrieben und produziert: Davon zeugen die Hörspiele «Bäckerei Zürrer» (1957), «Ein Schweizer in Paris» (1958) und «Der Sieger» (1963). ____________________ Mit: Kurt Früh und Jean-Pierre Gerwig (Erzähler), Zarli Carigiet (Balz Caduff), Marianne Kober (Vreni Caduff), Flavia Schnyder (ihre Tochter Sophie), Gion Janett (ihr Sohn Sepp), Peter Wolf (ihr Sohn Kari), Elfriede Volker (Frau Bänziger), Oskar Hoby (Herr Rüdisühli), Alice Brüngger (Frau Rüdisühli), Fred Tanner (Herr Völlmy), Hans Grimm (Hausbesitzer Frehner) u.v.a. ____________________ Tontechnik: Hans Thalmann und Irene Widmer – Regie: Walter Wefel ____________________ Produktion: SRF 1961 ____________________ Dauer: 52’
Thu, 04 Dec 2025 - 1140 - 2/5 «Es Dach überem Chopf» von Kurt Früh und Jean-Pierre Gerwig
Familie Caduff haust in einer Notbaracke in Zürich. Vater Balz Caduff trinkt ab und zu ein Glas zu viel. Immer wieder gibt es Streit mit der Nachbarsfamilie, den Rüdisühlis. Davon bekommt auch die Verwaltung Wind und rügt Caduff – zum wiederholten Male. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Freitag, 28.11.2025, 20.00 Uhr, Radio SRF 1 «Es Dach überem Chopf» ist vor allem als Kinofilm von 1962 in Erinnerung geblieben. Dabei wurde das Skript von Kurt Früh und Jean-Pierre Gerwig schon ein Jahr zuvor als Hörspiel produziert – und dieses braucht den Vergleich mit der grossen Leinwand keinesfalls zu scheuen. Denn das Hörspiel hat eine durch und durch moderne Erzählweise: Kurt Früh und Moderator Jean-Pierre Gerwig führen höchstpersönlich durch das Stück. Immer wieder greifen die beiden ins Geschehen ein, sprechen ihre Figuren direkt an, reagieren und kommentieren. Und zwar auf höchst vergnügliche Art. Kurt Früh (1915–1979) gilt als vielleicht grösster Schweizer Filmemacher des 20. Jahrhunderts. Doch Früh hat auch eine eigene Geschichte mit dem Hörspiel. Zum einen ist seine Karriere als Filmregisseur erst mit der Verfilmung zweier Hörspiele so richtig in Schwung gekommen: «Polizischt Wäckerli» (1955) und «Oberstadtgass» (1956) von Schaggi Streuli. Diese Produktionen waren schon am Radio echte Gassenhauer und wurden dann auch als Filme grosse Erfolge. Zum anderen hat Früh auch immer wieder Hörspiele geschrieben und produziert: Davon zeugen die Hörspiele «Bäckerei Zürrer» (1957), «Ein Schweizer in Paris» (1958) und «Der Sieger» (1963). ___________________ Mit: Kurt Früh und Jean-Pierre Gerwig (Erzähler), Zarli Carigiet (Balz Caduff), Marianne Kober (Vreni Caduff), Flavia Schnyder (ihre Tochter Sophie), Gion Janett (ihr Sohn Sepp), Peter Wolf (ihr Sohn Kari), Elfriede Volker (Frau Bänziger), Oskar Hoby (Herr Rüdisühli), Alice Brüngger (Frau Rüdisühli), Fred Tanner (Herr Völlmy), Hans Grimm (Hausbesitzer Frehner) u.v.a. ____________________ Tontechnik: Hans Thalmann und Irene Widmer – Regie: Walter Wefel __________________ Produktion: SRF 1961 ___________________ Dauer: 52’
Thu, 27 Nov 2025 - 1139 - «Rauschunterdrückung» von Ulrich Bassenge
Vier Musiker kämpfen mit sich und den Gesetzen des Marktes. Jahre nach ihrem ersten Auftritt im Hörspiel «Bier auf dem Teppich» wagt die Band ohne Namen ein Comeback: gegen die Fliehkräfte des Alters, die prekären Arbeitsbedingungen und die Ästhetik des Mainstreams. Wer das Hörspiel im Radio hören will: Samstag, 29.11.2025, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur Nach verflixten sieben Jahren trommelt Gitarrist Hannes seine ehemalige Band erneut zusammen. In einem abrissreifen Hörspielstudio hat er eine Aufnahmesession gebucht, und nun will er mit Unterstützung seines Freundes und Produzenten Ludwig aus den alten Songs marktfähige Hits basteln. Sänger JJ, Bassist Georg und Schlagzeuger Yogo haben über die Jahre in unterschiedlichen Musikprojekten gearbeitet und setzen nun alles auf eine Karte. «Rauschunterdrückung. Ein Aufnahmezustand» gewann 2019 in Bukarest Gold beim Grand Prix Nova. Bei den BBC Drama Awards in London erhielt es die Auszeichnung «Best European Audio Drama 2020». ____________________ Mit: Johannes Mayr (Gitarrist), JJ Jones (Sänger), Georg Karger (Bassist), Yogo Pausch (Drummer), Mona Petri (Influencerin), Michael Stauffer (Studiobesitzer), Ulrich Bassenge (Produzent), Bernhard Jugel (Plattenboss) u.a. ____________________ Tontechnik: Daniel Dittmann, Sebastian Nohl und Benno Müller vom Hofe – Musik und Regie: Ulrich Bassenge ____________________ Produktion: WDR/SRF 2019 ____________________ Dauer: 53’
Thu, 27 Nov 2025 - 1138 - «Sägel ohni Wind» von Jakob Stebler
Die Frauen in dieser luftigen Verwechslungskomödie treiben ein beinahe schon emanzipatorisch zu nennendes Spiel mit ihren eifersüchtigen Männern. Ein Stück über eheliche Untreue und wie «frau» sich daraus einen Spass macht. Mitwirkende: Anneliese Betschart (Claudia Meister), Oskar Hoby (Oskar Meister), Valerie Steinmann (Dorli Kunz), Paul Bühlmann (Konrad Kunz), Lisa Burkhard (Frau Ribi, Claudias Mutter), Jakob Guggi (Direktor Wirz), Max Haufler (Privatdetektiv Bubbs), Marianne Matti (Frl. Plüss), Robert Bichler (Strassenfotograf), Sonja Buess (Serviertochter) Regie: Robert Bichler Produktion: SRF 1956 Dauer: 68'
Wed, 26 Nov 2025 - 1137 - «Versuch über das Sterben» von Boris Nikitin
Wahrhaftiger Monolog. Ein junger Mann begleitet seinen todkranken Vater auf dessen letztem Weg, einem selbstbestimmten Sterben. Einfühlsames Porträt und radikales Plädoyer für die Selbstermächtigung. Ein Manifest der Freiheit. Wer das Hörspiel im Radio hören will: Samstag, 22.11.2025, 20.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur 2016 verstirbt Boris Nikitins Vater an ALS, einer unheilbaren Nervenkrankheit. Die Krankheit hatte kurzen Prozess gemacht: Von der Diagnose bis zum Tod dauert es knapp ein Jahr. Sehr früh äussert dabei der Vater den Gedanken an einen assistierten Suizid, einen EXIT. Eine Aussage, die alles ändert. Kann das Sterben eine Form der Selbstermächtigung sein? Das Tabu auszusprechen, hat befreiende Kraft. Nikitin verbindet die Geschichte dieses «Outings» mit der Geschichte seines eigenen Coming-Outs vor zwanzig Jahren. Leben lernen, indem man das Sterben lernt. Nicht sein müssen, um endlich sein zu können. (Zitat aus dem Hörspiel) «Versuch über das Sterben» ist eine intime Reflexion über das Überwinden von Schamgrenzen. Und ein radikales Statement zur Frage, was es bedeutet, aus der Sicherheit und Deckung herauszutreten und sich angreifbar, verwundbar zu machen. ____________________ Mit: Boris Nikitin ____________________ Tontechnik: Tom Willen – Dramaturgie: Isabel Platthaus – Regie: Boris Nikitin und Mark Ginzler ____________________ Produktion: WDR/SRF 2021 ____________________ Dauer: 48’
Thu, 20 Nov 2025 - 1136 - 1/5 «Es Dach überem Chopf» von Kurt Früh und Jean-Pierre Gerwig
Zürich in den 60er-Jahren: Familie Caduff haust in einer Notbaracke. Eines Tages lotst sie ein Immobilienhai in ein Haus am Zürichberg. Die ungehobelten Caduffs sollen die ansässige Mieterschaft vergraulen. Der Schuss geht nach hinten los, denn die Caduffs mausern sich zu richtigen Vorzeigenachbarn. Wer das Hörspiel am Radio hören will: Freitag, 21.11.2025, 20.00 Uhr, Radio SRF 1 «Es Dach überem Chopf» ist vor allem als Kinofilm von 1962 in Erinnerung geblieben. Dabei wurde das Skript von Kurt Früh und Jean-Pierre Gerwig schon ein Jahr zuvor als Hörspiel produziert – und dieses braucht den Vergleich mit der grossen Leinwand keinesfalls zu scheuen. Denn das Hörspiel hat eine durch und durch moderne Erzählweise: Kurt Früh und Moderator Jean-Pierre Gerwig führen höchstpersönlich durch das Stück. Immer wieder greifen die beiden ins Geschehen ein, sprechen ihre Figuren direkt an, reagieren und kommentieren. Und zwar auf höchst vergnügliche Art. Kurt Früh (1915–1979) gilt als vielleicht grösster Schweizer Filmemacher des 20. Jahrhunderts. Doch Früh hat auch eine eigene Geschichte mit dem Hörspiel. Zum einen ist seine Karriere als Filmregisseur erst mit der Verfilmung zweier Hörspiele so richtig in Schwung gekommen: «Polizischt Wäckerli» (1955) und «Oberstadtgass» (1956) von Schaggi Streuli. Diese Produktionen waren schon am Radio echte Gassenhauer und wurden dann auch als Filme grosse Erfolge. Zum anderen hat Früh auch immer wieder Hörspiele geschrieben und produziert: Davon zeugen die Hörspiele «Bäckerei Zürrer» (1957), «Ein Schweizer in Paris» (1958) und «Der Sieger» (1963). ____________________ Mit: Kurt Früh und Jean-Pierre Gerwig (Erzähler), Zarli Carigiet (Balz Caduff), Marianne Kober (Vreni Caduff), Flavia Schnyder (ihre Tochter Sophie), Gion Janett (ihr Sohn Sepp), Peter Wolf (ihr Sohn Kari), Elfriede Volker (Frau Bänziger), Oskar Hoby (Herr Rüdisühli), Alice Brüngger (Frau Rüdisühli), Fred Tanner (Herr Völlmy), Hans Grimm (Hausbesitzer Frehner) u.v.a. ____________________ Tontechnik: Hans Thalmann und Irene Widmer – Regie: Walter Wefel ____________________ Produktion: SRF 1961 ____________________ Dauer: 44’
Thu, 20 Nov 2025 - 1134 - «50 Jahre Schreckmümpfeli» – Aufzeichnung des Jubiläumsabends
Neid und Hass, Eifersucht und Gier, Rache und Machtstreben: Das sind alles keine rühmlichen Eigenschaften, aber ideale Voraussetzungen für ein schön fieses «Schreckmümpfeli». Zum 50. Geburtstag wurde ein Wohnzimmer in Kaltbrunn zum Schauplatz des Verbrechens. Wer das Hörspiel im Radio hören will: Freitag, 14.11.2025, 20.00 Uhr, Radio SRF 1 Am 5. November 1975 drang es zu später Stunde erstmals in die helvetischen Stuben und Schlafzimmer: Das «Schreckmümpfeli». Seither gingen gegen tausend dieser ironischen Kurzkrimis über den Sender. Den 50. Geburtstag haben wir mit einer Live-Aufführung gefeiert – zu Gast bei Schreckmümpfeli-Fans in Kaltbrunn. (00:00) Singe, wem Gesang gegeben – von Erhard Schmied (10:19) Rent a Rentner – von Stef Stauffer (19:20) Bis zum Hals – von Bruno Klimek (31:15) Das Unglück – von Marc Carnal ___________________ Mit: Franziska von Fischer und Peter Fischli. ____________________ Musik: Christian Riesen – Tontechnik: Patrik Arnold – Dramaturgie und Regie: Päivi Stalder und Johannes Mayr ____________________ Produktion: SRF 2025 ____________________ Dauer: 44'
Thu, 13 Nov 2025 - 1133 - ARD Radio Tatort: «Schlachtfelder» von Erhard Schmied
Ein Hotelgast wurde ermordet – das wirbelt Staub auf im beschaulichen Saarlouis. Beim Toten handelt es sich um einen Journalisten, den ein übler Verdacht ins Saarland geführt hat: Verstösst ein heimisches Unternehmen gegen die Embargo-Regeln und liefert kriegsrelevantes Material nach Russland? Wer das Hörspiel am Radio hören will: Freitag, 07.11.2025, 20.00 Uhr, Radio SRF 1 Amelie Gentner und Michel Paquet von der Saarlouiser Mordkommission verfolgen eine Spur – insbesondere Gentner, denn Paquet ist noch mit einer internen Strukturreform beschäftigt, was ihm Zeit und Nerven raubt. Immer wieder gerät der Ukraine-Krieg in den Fokus der Ermittler, auch weil Tim Waller umfangreiches Audio-Material des Toten hören muss, teilweise aus dem Kampfgebiet. Ein vertrackter Fall, der das Team an seine Grenzen bringt. Mit: Brigitte Urhausen (Amelie Gentner), André Jung (Michel Paquet), Markus J. Bachmann (Tim Waller), Steve Karier (Théo Atou), Mohamed Achour (Alexander Neubert), Arsalan Naimi (Sergej), Johanna Marx (Angelika Bauer), Alexander von der Groeben (Hans-Peter Zerbe), Lydia Stäubli (Lea Zerbe), Michael Witte (Kaminski) u.a. ____________________ Musik: Stefan Scheib – Regie: Matthias Kapohl ____________________ Produktion: SR 2025 ____________________ Dauer: 52’
Fri, 07 Nov 2025
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