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Dini Mundart - Schnabelweid

Dini Mundart - Schnabelweid

Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

«Dini Mundart – Schnabelweid» ist die Sendung für alle, die Mundart lieben. Wir bringen die Mundartvielfalt der deutschen Schweiz zum Klingen. Lesungen von MundartautorInnen, Lieder von MundartsängerInnen, Geschichten und Beiträge zur Mundartkultur von Freiburg bis ins St.Galler Rheintal und von Schaffhausen bis zu den Walsern.

597 - Der Familiennamenatlas der Deutschschweiz ist da!
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  • 597 - Der Familiennamenatlas der Deutschschweiz ist da!

    Was ist typisch an Deutschschweizer Familiennamen? Wo finden sich die meisten Namen, die auf eine Geländeform zurückgehen? Wie viele Familiennamen sind aus einem Frauennamen entstanden? Auf solche Fragen findet man Antworten im neuen Standardwerk der Deutschschweizer Familiennamenforschung. Im September wird der dreibändige Familiennamenatlas der Deutschschweiz publiziert, als Resultat eines mehrjährigen universitären Forschungsprojekts. Zu den über 8'000 alteingesessenen Familiennamen der Deutschschweiz wurden reich kommentierte Karten erstellt, die zeigen, wie die Namen auf dem Gebiet der Deutschschweiz verteilt sind und was sprachlich und inhaltlich interessant an ihnen ist. Zum Beispiel, wie viel mehr Familiennamen mit einem männlichen Vornamen gebildet wurden (Petermann, Kobel, Jäggi etc.) im Vergleich zu solchen mit weiblichen Vornamen (Neeser, Itten) - und wo diese hauptsächlich vorkommen. Oder wie auffällig viele Familiennamen aus einem Übernamen entstanden sind, der auf ein körperliches Merkmal Bezug nimmt (Stirnimann, Hirni, Glutz, Hasenfratz, Schürch etc.). Der Familiennamenatlas der Deutschschweiz ist ein Fachbuch für Sprachwissenschaftler und Historikerinnen. Interessierte Laien werden sich darin aber auch zurecht finden und eine Fülle von spannenden Inhalten zu Deutschschweizer Familiennamen finden. In der Sendung spricht Mundartredaktor Markus Gasser mit Luise Kempf (Leitern des Projekts) und Martina Heer (Wissenschaftliche Mitarbeiterin).

    Thu, 24 Sep 2026
  • 596 - Ein Ferrari ist auch nur ein Schmied (W)

    Familiennamen, die von Generation zu Generation weitergegeben werden, sind bei uns in der Schweiz seit rund 500 Jahren Tradition. Aus Beinamen, um gleichnamige Personen zu unterscheiden, wurden im Spätmittelalter Familiennamen. Fünf Motivationskategorien können bei den westeuropäischen Familiennamen unterschieden werden: Berufsnamen, Herkunftsnamen, Wohnstättennamen, Übernamen und Vaternamen. Diese Systematik kann man nicht nur in der Schweiz beobachten. Den Familiennamen Schmied gibt es fast in allen europäischen Sprachen: von Favre, über Ferrari und Kovač bis hin zu Demirci oder Haddād. André Perler und Nadia Zollinger tauchen in dieser Folge des «Dini Mundart»-Podcasts ein in die Geschichte und Systematik der Familiennamen. Was für Familiennamen heute entstehen würden, zeigen viele lustige Beispiele aus der Hörerschaft, von «Kevin Softwareler» bis «Christina Guldenfrei». Zudem gibt ein Zivilstandbeamter Auskunft über das aktuelle Namensrecht in der Schweiz und klärt die Frage, ob bei der Heirat neue Familiennamen kreiert werden dürfen. (Diese Podcast-Folge wurde 2025 erstmals gesendet.) Im zweiten Teil der Sendung erklärt der ehemalige Chefredaktor des Schweizerdeutschen Wörterbuchs Idiotikon, Hans-Peter Schifferle, worauf der Familienname Schneiter zurückgeht.

    Thu, 17 Sep 2026
  • 595 - Lara Stoll: «Gunni»

    Lara Stoll, Preisträgerin des Salzburger Stiers 2021, hat ein neues Buch veröffentlicht – das Drehbuch zu einer unverfilmten Mundart-Fernsehserie. Im Lara Stolls sechsteiliger Mini-Serie, die nun statt im Fernsehen zwischen zwei Buchdeckeln gelandet ist, geht es um Géraldine «Gunni» Hofer. Sie ist 34, versucht sich als Musikerin, schlägt sich als Moderatorin eines alternativen Radiosenders durch und ist mit dem Erwachsenenleben heillos überfordert – das ihr aktuell besonders übel mitspielt: Wohnung verloren, Beziehung beendet, Job auf der Kippe, und zu allem Übel liegt auch noch Gunnis geliebte Grossmutter im Sterben. Da erstaunt es schon fast nicht mehr, dass Lara Stolls Protagonistin auch noch von Panikattacken verfolgt wird. Inmitten dieses Lebens, das sie zunehmend überfordert, versucht Gunni, irgendwie zu bestehen – und beginnt immer stärker, allen etwas vorzuspielen. Sei es ihrem Psychiater, ihren Freunden, der Grossmutter oder auch sich selbst. Lara Stoll lässt uns aber nicht einfach einer Scheiternden zuschauen, sondern ihr ist (neben der Tatsache, dass es – typisch Stoll – viel absurde Situationskomik darin hat) nicht zuletzt ein rührendes Buch über Freundschaften und übers Abschiednehmen gelungen. In der Sendung spricht Lara Stoll darüber, was sie an der besonderen Form des Buchs als Drehbuch gereizt hat, welche Herausforderungen das Schreiben in Zürcher Dialekt für sie als Thurgauerin mit sich brachte, und wie viel echtes Leben in dieser filmisch erzählten Dramödie steckt. Ausserdem erklären wir zum Schluss der Mundartstunde die historischen und sprachlichen Hintergründe der Familiennamen Spring, Springer, Sprung und Sprunger.

    Thu, 10 Sep 2026
  • 594 - Briefkasten: Wörter und Namen von unterwegs

    Unsere Mundartexperten beantworten Fragen zu Flur-, Berg- und Quartiernamen, zu einem rätoromanischen Jägergruss oder zur Herkunft der Wörter «pilgern» und «wallfahren». Auf folgende Fragen gibt es in dieser Sendung Antworten: Wie spricht man den Südkanton eigentlich aus? «Tessiin» oder doch «Téssin»? Könnten die beiden ähnlich tönenden und nahe gelegenen Flurnamen «Lebere» (Nunningen SO) und «Chläbere» (Reigoldswil BL) etwas miteinander zu tun haben? Woher kommen die beiden Wörter «pilgern» und «wallfahren»? Und was hat der Übername «Chatzestrecker» für die Luzerner damit zu tun? Was steckt hinter dem Flurnamen «Hatzchlaue» in Altwis LU? Woher hat das Berner «Lorrainequartier» seinen Namen? Und warum gibt es im Kanton Bern und in der Romandie noch mehrere weitere «Lorraine»? Was könnte der Bergname «Wildgärst» im östlichen Berner Oberland bedeuten? Warum wünschen Engadiner Jäger einander «in bocca d'luf», also «in den Rachen des Wolfs»? Wie kam es zum Flurnamen «Rappagugg», der im Churer Rheintal gleich zweimal vorkommt? Woher kommt der Familienname Roduner und was hat er ursprünglich bedeutet?

    Thu, 03 Sep 2026
  • 593 - El Ritschi: «Singing Radio Artist»

    Der Engelberger Musiker El Ritschi hat ein Doppelalbum mit einer Sammlung von «Apropos»-Radiokolumnen aus dem Regionaljournal Zentralschweiz und Solo-Liedern herausgegeben: gewitzt, manchmal kritisch, immer mit viel Liebe zur Sprache, zu den Menschen und ihren Geschichten. Seit 15 Jahren ist El Ritschi als singender und kommentierender Radiokolumnist für «Apropos» im SRF-RegionaIjournal Zentralschweiz tätig. In der Sendung sprechen wir ihm darüber, was ihn antreibt, und welche Fülle von Themen er aus seinem Engelberger Dialekt und seiner Heimatregion schöpft. Ausserdem erklären wir die sprachliche Geschichte hinter dem Familiennamen Brütsch, der ursprünglich wohl ein Übername für jemanden war, der auffällig barsch oder stolz auftrat.

    Thu, 27 Aug 2026
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