Podcasts by Category

International

International

Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Die Welt ist unübersichtlich geworden – «International» hilft, sie zu verstehen. Mit den SRF-Auslandkorrespondentinnen und -korrespondenten reisen wir dorthin, wo Geschichten entstehen: Krisengebiete, Wirtschaftsmächte, vergessene Regionen. Nicht Schlagzeilen, sondern Zusammenhänge: Reportagen und Gespräche zu Politik und Gesellschaft aus allen Weltregionen.

668 - Simbabwes ewige Landfrage: Mugabes Nachfolger ändern den Kurs
0:00 / 0:00
1x
  • 668 - Simbabwes ewige Landfrage: Mugabes Nachfolger ändern den Kurs

    Nur wer die Landfrage Simbabwes versteht, versteht auch das Land Simbabwe. Über 25 Jahre sind seit der umstrittenen Landreform vergangen. Jetzt wird nachjustiert. Die Fronten verlaufen quer durch alle Schichten. Vor über 25 Jahren liess Simbabwes Langzeitpräsident und Autokrat Robert Mugabe 4000 weisse Grossfarmer enteignen und wies das Land schwarzen Farmern zu. 170 000 Menschen erwirtschaften seither dort ihren Lebensunterhalt. Doch viele der neuen Farmer brachten nicht das nötige Knowhow mit. Zum Teil wurden Landbesetzer und verdiente Mitstreiter Mugabes mit Land bedacht. Oder aber Kleinbauern, welche die grossen Farmen ineffizient bewirtschafteten. Als Reaktion auf die Enteignungen wurde Simbabwe mit internationalen Sanktionen belegt, das Land taumelte in eine Dauerwirtschaftskrise. Nun steuert die Regierung um. Ein Teil der weissen Farmer wird entschädigt. Und das übrige zugewiesene Land kann von den neuen Farmern gekauft werden. Viele begrüssen dies: Denn fast jeder und jede bewirtschaftet ein Stück Land. Internationale Investoren kehren zurück. Andere lehnen eine Entschädigung der einstigen Kolonialherren ab. Oder kritisieren, dass zwei Drittel des Landes in Staatsbesitz ist und bleibt. Oder, dass der Präsident zu den ersten Profiteuren gehört. Und schliesslich gibt es auch schwarze Farmer, die gut mit einstigen weissen Farmern zusammenarbeiten.

    Wed, 04 Nov 2026
  • 667 - TALK: Wer hilft den Erdbebenopfern in Venezuela?

    Das südamerikanische Land hat ein turbulentes Jahr hinter sich. Zum politischen Umbruch kam im Juni ein verheerendes Erdbeben. Anne Demmer ist in die Katastrophenregion gereist und erzählt von Menschen, die in den Trümmern noch immer nach Spuren ihrer Angehörigen suchen.

    Sat, 31 Oct 2026
  • 666 - Venezuela nach Maduro: Das Öl, die Hoffnung und die Angst

    Ölpumpen laufen wieder, die Hoffnung auf Arbeit wächst. US-Präsident Trump hat einen milliardenschweren Öl-Deal mit Venezuela angekündigt, dessen Einzelheiten aber undurchsichtig bleiben. Gleichzeitig machen Stromausfälle den Menschen zu schaffen, und geht die Angst vor einem neuen Machtkampf um. Der Maracaibo-See ist eine grüne Suppe, auf der dunkle Öl-Augen schwimmen. Pocho, der Fischer, steuert sein Boot durch Skelette ehemaliger Ölanlagen. Diese zu sanieren, wird viel Zeit und Geld kosten. Immerhin: in der Ferne quietscht bereits eine Förderpumpe, die erst kürzlich wieder in Betrieb genommen wurde. In Venezuela haben sich die Ereignisse dieses Jahr überschlagen. Am 3. Januar wurde Präsident Nicolás Maduro von US-Kräften festgenommen, seither ist die politische Zukunft des Landes in der Schwebe. Präsident Trump interessiert sich für die riesigen Ölvorräte des Landes, mit seinem Öl-Deal hat er die Firma North American Blue Energy Partners (NABEP) in Position gebracht. Interimspräsidentin Delcy Rodríguez, ehemals Vizepräsidentin Maduros, führt das Land weiter. Ihre schärfste Gegnerin, Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado, ist nach Monaten im Exil zurück. Sie glaubt sich getragen von einer Mehrheit und fordert baldige Wahlen. Wer bestimmt künftig über die Bodenschätze Venezuelas – und was bedeutet der Umbruch für die Bevölkerung? „International“ begegnet Venezolanerinnen und Venezolanern - in den Ölfördergebieten und in der Region, die im Juni von einem verheerenden Erdbeben heimgesucht wurde.

    Wed, 28 Oct 2026
  • 665 - TALK: Von arm zu reich: Wie hat sich Polen verändert?

    Die Bilder von Polen als armem, grauem Land – diese Vorstellungen stecken noch in vielen Köpfen. Doch Polen hat sich verändert, es ist ein anderes, wohlhabendes und attraktives Land geworden. Wie sie das erlebt, erzählt Osteuropakorrespondentin Judith Huber im Talk.

    Sat, 24 Oct 2026
  • 664 - Der Hunger nach Erfolg. In Polen boomt die Wirtschaft

    Noch in den 1990er Jahren galt Polen als das «Armenhaus» Europas. Das war einmal. Denn das Land hat seither stetig an wirtschaftlichem Gewicht zugelegt und gehört heute zu den wohlhabendsten Nationen der europäischen Union. Polen blickt auf eine lange, wechselhafte und oft leidvolle Geschichte zurück. Aber auch auf eine Erfolgsgeschichte: Das Land mit seinen knapp 38 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern gehörte in den letzten Jahrzehnten zu den am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften der Europäischen Union. Es ist gemessen an der Wirtschaftsleistung, dem BIP, heute die Nummer sechs in der EU. Polens Wirtschaftsaufschwung ist «eine Geschichte, wie die des Tellerwäschers, der zum Millionär wurde». So sagt es der polnische Ökonom Marcin Piatkowski. Gründe dafür gibt es einige. Einer davon: eine umsichtige, pragmatische Wirtschaftspolitik der Eliten bereits in den 1990er Jahren. Ein anderer: Die Mitgliedschaft in der Europäischen Union. Aber auch: Die Zivilgesellschaft, die Polinnen und Polen selbst, die vorwärtskommen wollen. Die hungrig sind, nach Erfolg.

    Wed, 21 Oct 2026
Show More Episodes