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MDR KULTUR Diskurs

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Mitteldeutscher Rundfunk

Woche für Woche nimmt sich der DISKURS Zeit, über Fragen aus ganz unterschiedlichen Bereichen zu nachzudenken. Mit Experten ihres jeweiligen Fachs spricht MDR KULTUR über die aktuellen Tendenzen in Geschichte und Gesellschaft, Philosophie und Religion, Kulturgeschichte, Naturwissenschaften und Lebenshilfe. Und steht damit für die kritische Reflexion der Gegenwart sowie geistige Konzentration und Orientierungen über den Augenblick hinaus.

2144 - Russland – eine deutsche Erfindung?
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  • 2144 - Russland – eine deutsche Erfindung?

    Welche Meinung haben die Deutschen von Russland und seinem imperialistischen Autokraten Wladimir Putin? Und wie weit gehen die Meinungen darüber auseinander? Zu diesen Fragen hat die Politologin Gwendolyn Sasse von 2019 bis Ende 2025 drei große Umfragen durchgeführt. Die Ergebnisse sind zum Teil erstaunlich. Wenn die Deutschen über Russland sprechen, so das Fazit, dann sprechen sie weniger über die realen Verhältnisse dort als vielmehr über ihre eigenen Hoffnungen, Ängste und Befindlichkeiten. Sind die Bilder, die sich die Deutschen von Russland machen, also mehr oder weniger eine Erfindung? Das jüngste Buch der Direktorin des Zentrums für Osteuropa- und internationale Studien legt dies nahe. Mit Gwendolyn Sasse sprach MDR KULTUR-Redakteur Stefan Nölke. Das Gespräch ist bis 24. Oktober 2027 verfügbar.

    Sat, 24 Oct 2026 - 25min
  • 2143 - Christine Wunnicke: Die famose Phantastik der Geschichte

    Christine Wunnicke ist eine Ausnahmegestalt im deutschen Literaturbetrieb ist: Sie schreibt die schmalsten und dabei opulentesten Historienromane, aus denen Tragik und Komik und Wissen sprühen. Mit ihrem Roman "Wachs" erzählt sie die Geschichte der Apothekerstochter Marie Bihéron, geboren 1719 in Paris, die eine begabte Illustratorin ist und sich bereits als Kind Leichen besorgt, um deren Inneres zu malen. Das vorrevolutionäre Paris Christine Wunnickes ist bevölkert von queeren Liebespaaren und dargestellt mit einem fabelhaften Detailwissen, mit krausen Volten, Lust am feinen Witz. Für ihr Werk wurde die Schriftstellerin 2025 mit dem renommierten Jean Paul Preis, dem Bayerischen Staatspreis für Literatur ausgezeichnet. Jetzt, am 24. Oktober 2026, wird ihr in Darmstadt der Büchner-Preis 2026 überreicht, die Laudatio hält Judith Schalansky. Im Gespräch mit MDR KULTUR-Literaturredakteurin Katrin Schumacher erzählt Christine Wunnicke, was sie an Jean Paul seit Kindertagen fasziniert und wie sie ihre Figuren aus der Geschichte birgt. Das Gespräch wurde 2025 aufgenommen, es ist bis zum 17. Oktober 2027 verfügbar.

    Sat, 17 Oct 2026 - 24min
  • 2142 - Harald Meller: Graböffnung zeigt, wie Otto der Große wirklich war

    Es ist der Traum eines jeden Archäologen: Einmal ein Kaisergrab öffnen und mit den neusten Techniken der Archäogenetik und Mikrobiologie zu untersuchen. Für Harald Meller, Landesarchäologe von Sachsen-Anhalt und Direktor des Museums für Vorgeschichte in Halle, wurde er wahr. Unter seiner Leitung hat ein ganzes Team von Archäologen und Naturwissenschaftlern in den Jahren 2025 und 2026 das Grab Otto des Großen (936 – 973) im Magdeburger Dom geöffnet und akribisch erforscht. Eine wahnsinnig spannende Aktion. Und spektakulär sind auch die Ergebnisse, die Harald Meller nun zusammen mit dem Wissenschaftsjournalisten Kai Michel in seinem neusten Buch "Im Herzen der Macht" (erschienen bei DTV) beschreibt. Wobei es darin nicht nur um Kaiser Otto I., sondern generell um die Frage geht, was die Archäologen über die Epoche der Ottonischen Herrscher – die Rede ist von der Zeit zwischen 919 und 1024 – in den letzten Jahren herausgefunden haben. Über diese Spurensuche zu "Deutschlands dunklen Anfängen", wie es im Untertitel heißt, spricht Harald Meller mit MDR KULTUR-Geschichtsredakteur Stefan Nölke. Das Gespräch ist bis 10. Oktober 2027 verfügbar.

    Sat, 10 Oct 2026 - 26min
  • 2141 - Wo die Toten sprechen: Jaroslav Rudis

    Er schreibt über Bier und Eisenbahnfahrten, Theaterstücke und Essays – aber die wahren Schätze sind die Romane von Jaroslav Rudiš. Seit einigen Jahren schreibt der im böhmischen Paradies geborene Autor auf Deutsch, hat das deutsche Bundesverdienstkreuz genau wie die tschechische Verdienstmedaille und den Görlitzer Brücke-Preis bekommen – unter anderem für die Verständigungsarbeit zwischen Deutschland und Tschechien. Sein neuer Roman "Wo die Toten sprechen" ist eine große europäische Erzählung über das Sterben und das Reisen, die Vergangenheit und die Gegenwart, über Kunst und Erbe und die Schönheit des Unterwegsseins. Mit MDR Literatur-Redakteurin Katrin Schumacher trifft sich Jaroslav Rudiš auf dem Südfriedhof in Leipzig und spricht über die Hinfälligkeit der Nationalstaaten, das Schreiben über Grenzen hinweg, seine Leidenschaft für die Toten und wie er es schafft, ihnen Geschichten zu entlocken. Das Gespräch ist bis zum 3. Oktober 2027 verfügbar.

    Sat, 03 Oct 2026 - 22min
  • 2140 - Was alle Sprachen verbindet – Die weltweite "Mama"

    Wenn es weh tut, sagt man "au", "ah" oder "ai" – praktisch überall auf der Welt. Die Wörter für die eigene Mutter haben in allen bekannten Sprachen einen "m"-Laut. Die Forschung kennt viele solcher sprachlichen Universalien. Was folgt daraus für die Natur der Sprache und des Sprechens? Julia Nestlen im Gespräch mit dem Linguisten Johann-Mattis List Verfügbar bis 26. September 2027

    Sat, 26 Sep 2026 - 26min
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