Filtra per genere
- 30 - Krise bei VW & Co - Ist die deutsche Autoindustrie am Ende?
Deutschland war jahrzehntelang ein Autoland. Die Autokonzerne fuhren an die Weltspitze und verdienten viel Geld. Doch jetzt herrscht Krisenstimmung. Wann sind die deutschen Autobosse falsch abgebogen? Wurde ihnen der eigene Erfolg zum Verhängnis?
Reinhold Bauer ist Professor für Technik- und Wirtschaftsgeschichte an der Universität Stuttgart. Einer seiner Schwerpunkte ist die Geschichte der Automobilindustrie.Jürgen Pieper ist Analyst mit dem Schwerpunkt Automobilindustrie. Aktuell berät er die Branche in Sachen Krisenkommunikation.
Das erwartet Euch in dieser Folge:
(00:00) Wie überheblich Autobosse einst auf Tesla blickten
(01:14) Die deutsche Autobranche kämpft teilweise ums Überleben
(02:50) Benz und Daimler erfinden die ersten Autos der Welt
(04:34) Das Geschäft mit den Autos dominierten zunächst andere Länder
(06:33) Die enge Beziehung zwischen dem NS-Regime und den Autokonzernen
(09:39) Die deutschen Autobauer und das sogenannte Wirtschaftswunder
(11:50) Viel zu verlieren: Abstiegsängste der Autonation Deutschland
(13:24) Teurer Sprit und Konkurrenz aus Japan: Die 1970er-Jahre
(14:57) Der VW Golf kommt - so etwas wie die Rettung für Volkswagen
(15:47) Heute China, damals Japan: Die (neue) Konkurrenz aus Asien
(17:58) Warum es günstige Massenautos in Deutschland schwierig haben
(18:43) 2010 - 2014: Ein Erfolg nach dem nächsten
(21:40) Der Diesel-Manipulationsskandal erschüttert die Branche
(22:38) Ära der Elektroautos verpennt?
(24:25) Für Wow-Effekte sorgen heute Hersteller aus anderen Ländern
(25:14) Was der deutschen Autoindustrie jetzt helfen könnte
Es kommen zu Wort:
Mehr zum Thema in der Deutschlandfunk App:
Der Tag: Volkswagen-Krise – Nur mit Kürzungen in die Zukunft?Hintergrund: Pkw und Panzer – Autobauer, die auf Rüstung setzen
Weiterführende Links:
Webseite mit Forschungsschwerpunkten von Prof. Reinhold Bauer
Host: Benjamin Hammer
Autor: Benjamin Hammer
Mitarbeit: Eva Bahner
Produktion: Alex Hardt
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Deutschland diskutiert über Maßnahmen gegen hohe Spritpreise. Kann das Bundeskartellamt hier etwas tun? Die Geschichte ist voll von Beispielen, in denen Kartellwächter gegen Konzerne eingeschritten sind - aber auch scheiterten.
Rupprecht Podszun, Professor für Kartellrecht an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf; Mitglied der deutschen MonopolkommissionChristian Franke, Wettbewerbshistoriker, forscht zur Geschichte des Wettbewerbs an der Universität SiegenThomas Benedix, Experte für Rohstoffe bei der Fondsgesellschaft Union Investment
Das erwartet Euch in dieser Folge:
(00:00) Intro: Spritpreise und der Ruf nach dem Kartellamt
(02:30) Der Aufstieg von Standard Oil
(08:30) 1890: Der Sherman Antitrust Act - das erste umfassende Kartellgesetz der Welt
(11:30) 1911: Die Zerschlagung von Standard Oil
(13:00) Warum Deutschland lange als "Land der Kartelle" galt
(17:20) Ludwig Erhards "siebenjähriger Krieg" für ein deutsches Kartellgesetz
(22:10) Der heutige Tankstellenmarkt: Abgesprochen oder einfach nur teuer?
(29:40) „Competition is for losers“ - Big Tech als Standard Oil des 21. Jahrhunderts?
Es kommen zu Wort:
Mehr zum Thema in der Deutschlandfunk App:
Podcast „What the Wirtschaft“ zur Marktmacht von Booking.Com: Wie Booking.com so groß wurde und warum Hotels klagenInterview mit Andreas Mundt (Präsident Bundeskartellamt)
Weiterführende Links:
Bundeskartellamt (02/2025): Sektoruntersuchung Raffinerien und Kraftstoffgroßhandel
Host: Sandra Pfister
Autor: Marcus Wolf
Mitarbeit: Benjamin Hammer & Dorothee Holz
Produktion: Alexander Hardt & Uwe Breunig
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Künstliche Intelligenz schreibt, programmiert und erstellt sogar ärztliche Diagnosen. Viele fürchten bereits um ihre Jobs. Die Angst vor den Folgen neuer Technik ist alt. Doch wird uns die Künstliche Intelligenz diesmal wirklich ersetzen?
Martina Heßler, Prof. für Technikgeschichte an der TU Darmstadt Florian Butollo, Prof. für Soziologie an der Universität Frankfurt Enzo Weber, Forschungsbereichsleiter am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung Nürnberg
Das erwartet Euch in dieser Folge:
(00:00) Intro: Warnung vor Massenarbeitslosigkeit durch KI
(03:40) 1950er-Jahre: Computer schüren Angst vor Jobverlust. 80er-Jahre: Roboter als „Jobkiller“
(08:00) Digitalisierung war nicht der große Jobkiller
(09:40) Neue Jobs durch neue Technik
(11:30) Tote Berufe: Schriftsetzer, Laternenanzünder, Telefonistin
(14:30) Industrialisierung: Aufstände der „Luddites“ und „Maschinenstürmer“
(19:00) Einsteigerjobs: Junge Leute häufig durch KI ersetzt? Stimmt nicht
(20:10) Wirtschaftskrise gefährdet Jobs stärker als KI
(24:10) KI ersetzt Arbeitnehmer: ironischerweise oft gutes „Verkaufsargument“
(26:00) Es gehen so viele Boomer in Rente, dass trotz KI genug Arbeit übrigbleibt
Es kommen zu Wort:
Mehr zum Thema in der Deutschlandfunk App:
Podcast Zeitfragen: Jobverlust - Wenn die KI übernimmtPodcast KI verstehen: KI als Wissenschaftler - Brauchen wir künftig noch Menschen in der Forschung?Beitrag Campus und Karriere: Arbeitslos nach dem IT-Studium: KI macht Informatikern Konkurrenz
Weiterführende Links:
ZDF-heute-Fernsehreportage zu Jobs und KI: KI und Arbeitsmarkt: Warum KI nicht einfach ein Jobkiller istBR-Audio-Beitrag zum Wandel auf dem Arbeitsmarkt: Jobs durch KI bedroht? Soziologe sagt: Wandel ja, Verlust neinWDR-Video-Reportage neuneinhalb: Berufe der Zukunft: Alles KI?
Host: Sandra Pfister
Autorin: Sandra Pfister
Mitarbeit: Eva Bahner, Birgid Becker
Produktion: Choukri Gustmann
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Wasser ist Leben. Doch sinkende Grundwasserstände und Klimaerwärmung setzen die Ressource unter Druck. Kann Trinkwasser auch bei uns knapp werden – und wie lässt sich die Versorgung für alle sichern?
Simone M. Müller, Professorin für Globale Umweltgeschichte, Universität AugsburgGeorg Müller-Fürstenberger, Professor für Kommunal- und Umweltökonomie, Universität Trier
Das erwartet Euch in dieser Folge:
(00:00) Wasser ist ein Grundnahrungsmittel
(02:10) Wasserrecht ist die älteste Rechtsnorm der Geschichte
(05:10) Wasser: Öffentliches Gut oder Handelsware?
(06:00) Wasser im Mittelalter: Zugänglich und kostenlos
(07:10) Historikerin Müller: Wasserknappheit wird zur Ausgrenzung von Minderheiten instrumentalisiert
(08:40) Wasser im Kriegsfall: Ein strategisches Gut
(09:10) Modell USA: Im 19. Jahrhundert wird Grundwasser privatisiert
(11:00) Modell Europa: Im 19. Jahrhundert übernehmen Städte die Wasserversorgung
(15:50) 2007: Berliner Bürger initiieren Volksbegehren gegen die Teilprivatisierung ihrer Wasserbetriebe
(20:00) Frankreich: Private Versorger seit 170 Jahren
(22:00) 2026: Sinkende Grundwasserspiegel in Deutschland, Wassercent nun auch in Bayern
(27:00) Großbritannien: Immer wieder Proteste gegen marode Wassernetze und private Wasserkonzerne
(28:40) Kommunalökonom Müller-Fürstenberger: Ein privater Investor in einem natürlichen Monopol schadet den Konsumenten
Es kommen zu Wort:
Mehr zum Thema in der Deutschlandfunk App:
"Wir haben nicht einmal eine Definition von Dürre": Andreas Marx, Leiter des Dürremonitors, fordert ein besseres DürremanagementPodcast Länderreport:"Warum Kommunen ein Grundwasserproblem haben"Auswirkungen von Trockenheit: "Jähes Ende der Tourismussaison am Edersee"
Weiterführende Links:
"Grundwasser unter Stress": Online-Text über die Folgen des KlimawandelsOnline-Text zum bundesweiten Informationssystem zu Niedrigwasser(NIWIS)SWR-Video: "Leitungswasser oder Mineralwasser – Was ist die bessere Wahl?"MDR-Fernsehdokumentation: "Die Pest, die Angst und der Schatz von Erfurt"
Host: Sandra Pfister
Autorin: Jule Reimer
Mitarbeit: Eva Bahner, Dorothee Holz, Sandra Pfister
Mitarbeit Recherche: Laura Mattausch, Hans Kretzmar
Produktion: Norman Wollmacher
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Friedrich Merz war strikt gegen neue Schulden – bis zur Riesen-Kehrtwende. Wann sind Staatsschulden sinnvoll, wann bringen sie Staaten ins Wanken? Das zeigen historische Wendepunkte wie die Wiedervereinigung und die Eurokrise in Griechenland.
Korinna Schönhärl, Professorin für Neueste Geschichte, Universität Trier Marcel Fratzscher, Ökonom und Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) Lars Feld, Ökonom, Universität Freiburg, langjähriger Wirtschaftsweiser Isabella Weber, Ökonomin, University of Massachusetts Amherst
Das erwartet Euch in dieser Folge:
(00:00) Intro: Die große Schulden-Kehrtwende
(02:47) Seit wann sich Staaten verschulden
(05:23) Wiedervereinigung: Schulden für „blühende Landschaften"
(09:51) Griechenlands Schuldenkrise
(11:56) Wie funktionieren eigentlich Staatsanleihen
(16:20) Warum Vertrauen über Krisen entscheidet
(18:01) Kann Deutschland sich so viel neue Schulden leisten?
(23:16) Gute Schulden, schlechte Schulden – worauf es ankommt
Es kommen zu Wort:
Quellen:
George Papandreou am 28.01.2010 beim Weltwirtschaftsforum in Davos, Aufnahme der Deutschen Welle
Mehr zum Thema in der Deutschlandfunk App:
Crashkurs-Folge über Notenbanken im Stress: Was passiert, wenn sich die Politik einmischt Feature über Altersarmut im Osten: Der lange Schatten der Wende Vom Glauben und Leihen: „Der Rest ist Geschichte“ über Geld, Kredit und Schuldenbremse
Weiterführende Links:
Online-Text zum Umgang mit Generationengerechtigkeit in der schwarz-roten Koalition unter Friedrich Merz. Online-Text zu den Folgen von gelockerter Schuldenbremse und Sondervermögen
Host: Sandra Pfister
Autorin: Columba Krieg
Mitarbeit: Eva Bahner und Birgid Becker
Produktion: Alexander Hardt
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Das Bürgergeld geht, die Grundsicherung für Arbeitslose kommt. Die Idee dahinter: Mehr Druck kann mehr Menschen in Jobs bringen. Stimmt das? Auf jeden Fall hat das Stereotyp vom arbeitsunwilligen Arbeitslosen eine lange Tradition. Keine gute.
Dr. André Knabe, ROSIS – Rostocker Institut für Sozialforschung und gesellschaftliche Praxis e.V.Dr. Sebastian Wenger, Institut für Geschichte der Medizin Dr. Markus Wolf, Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung
Das erwartet Euch in dieser Folge:
(00:00) Intro: Arbeitslose in TV-Dokus
(03:44) Sozialforscher André Knabe: "Niemand ist freiwillig in dieser Situation"
(06:10) Historiker Sebastian Wenger: Mythos vom faulen Arbeitslosen geht zurück auf frühe Neuzeit
(08:33) NS-Ideologie: Wer leben will, muss arbeiten
(12:12) In der DDR dient Arbeit Staat und Sozialismus
(19:50) Lohnt es sich nicht zu arbeiten?
(23:03) Die Hartz-Reformen haben den Blick auf Arbeitslose verändert
(25:30) Was lässt sich aus den "Arbeitslosen von Marienthal" lernen?
Es kommen zu Wort:
Mehr zum Thema in der Deutschlandfunk App:
Dlf Systemfragen - Die Nicht-mehr-Arbeitslosen von MarienthalDlf Nova Ab 21 - Ohne Arbeit - Wie es sich anfühlt, keinen Job zu habenDlf Campus & Karriere - Akademiker ohne Job - Ein Studium lohnt sich immer
Weiterführende Links:
Münchner Merkur: CDU plädiert für Arbeitspflicht bei Bürgergeld-EmpfängernUniversität Wien: The 'Workhouse System' as part of the English Poor Care in the 19th centurySpringer Nature: Zur Ideologie des nationalsozialistischen Arbeitsstaats: die Durchsetzung des Arbeits- und Leistungszwangs
Host: Sandra Pfister
Autorin: Birgid Becker
Mitarbeit: Eva Bahner, Benjamin Hammer
Produktion: Norman Wollmacher
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Vor 25 Jahren wurden die USA von Billigimporten aus China nahezu überschwemmt. Sehr schnell wurden ganze Regionen deindustrialisiert. Jetzt macht China unseren Kernindustrien Konkurrenz. Können wir da noch mithalten?
Das erwartet Euch in dieser Folge:
(00:00) Intro: Chinas Unternehmen bedrohen deutsche Kernindustrien
(02:20) China-Schock 1.0: Nach 2001 gehen in den USA eine Million Jobs verloren
(05:30) Deindustrialisierung im US-Rustbelt
(07:30) China öffnet sich ab 1978: Deutsche Unternehmen liefern Maschinen und Autos
(09:30) Made in Germany wird für China zu teuer
(10:45) Raubkopien und Joint Ventures: Chinesische Firmen bauen Know-how auf
(13:00) China als Werkbank des Westens
(16:20) Chinas Aufstieg zum Konkurrenten
(17:00) Aufstieg der chinesischen Solarindustrie, Niedergang der deutschen
(19:30) Motivationsschub für chinesische Firmen: Sanktionen und Finanzkrise
(22:15) Erfolgsrezept: Subventionen, erzwungene Joint Ventures und knallharter Wettbewerb
(24:30) Chinesischer Binnenkonsum lahmt
(27:50) Von China lernen: Joint Ventures anstreben, Zölle androhen, Buy European einführen
(31:10) Unser Druckmittel: China braucht Europa als riesigen Absatzmarkt
Es kommen zu Wort:
Dalia Marin, Prof. für Internationale Ökonomie an der TU München
Klaus Mühlhahn, Prof. für Kultur und Geschichte des Modernen China an der FU Berlin
Mehr zum Thema in der Deutschlandfunk App:
Dlf-Feature zum wirtschaftlichen Aufstieg Chinas seit 1978: Vor 40 Jahren - Als China seine Wirtschaft öffnete
Dlf-Nova-Podcast zu China als Wirtschaftsmacht: Wirtschaftsbeziehungen: Wie gehen wir in Zukunft mit China um?
Dlf-Podcast zur Künstlicher Intelligenz aus China: KI aus China – Wie DeepSeek & Co. die Tech-Branche aufmischen
Weiterführende Links:
ARD-Tagesschau-Beitrag zur Abhängigkeit deutscher Unternehmen von China: Deutschland in der China-Falle
ZDF-Beitrag zur Verflechtung deutscher Unternehmen mit China: Die China-Abhängigkeit der Wirtschaft
Bundesbank-Einschätzung: Risiken für Deutschland aus der wirtschaftlichen Verflechtung mit China
Host: Sandra Pfister
Autorin: Sandra Pfister
Mitarbeit: Dorothee Holz
Produktion: Norman Wollmacher
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Der Iran-Krieg macht alles teurer und zeigt, dass wir immer noch am Öl-Tropf hängen. Warum ist es so schwer, davon loszukommen? Vor gut 50 Jahren nach der Ölkrise 1973 haben wir versucht, unabhängiger zu werden – mit Tempolimit und Energiesparen.
Das erwartet Euch in dieser Folge:
(00:00) Intro: Öl und Gas wird teurer wegen Krieg im Nahen Osten
(02:20) Helmut Schmidt und Willy Brandt in der Ölkrise 1973. Licht aus und Auto stehenlassen
(06:00) Macht durch Öl: Von Rockefeller mit Standard Oil zur OPEC
(08:40) Hoher Ölpreis führt zu Inflation und Arbeitslosigkeit
(09:10) DDR wird größter Braunkohleproduzent der Welt, BRD nutzt Öl effizienter und baut AKWs
(13:00) Nach Ost-West-Entspannungspolitik 1969 wird Sowjetunion zum Gaslieferanten für BRD
(14:45) Nach Beginn des Ukraine-Krieges baut die BRD LNG-Terminals im „Deutschlandtempo“
(20:50) Wir sind weniger vom Öl abhängig als 1973 und 2022, außer beim Heizen und Autofahren
Es kommen zu Wort:
Lion Hirth, Prof. für Energieökonomie an der Hertie School, Berlin
Rainer Karlsch, Wirtschaftshistoriker und freier Publizist
Gabriele Widmann, Volkswirtin bei der DEKA-Bank
Mehr zum Thema in der Deutschlandfunk App:
Dlf-Podcast „Der Rest ist Geschichte“ zur Geschichte des Erdöls - Wie wir süchtig wurden
Dlf-Kultur zur Geschichte der OPEC: Die Herren des Erdöls
Online-Text zur Abhängigkeit vom Erdöl: Erdöl - Die stärkste Wachstumsdroge der Moderne
Weiterführende Links:
SWR-Feature zur Die Ölkrise 1973 – Als Energie knapp und politisch wurde
NDR-Podcast zum Ölpreisschock: Was Tanken gerade teuer macht und wer profitiert
Studie Institut der Deutschen Wirtschaft: Auswirkungen eines steigenden Ölpreises auf die deutsche Wirtschaft
Host: Sandra Pfister
Autorin: Dorothee Holz und Sandra Pfister
Mitarbeit: Benjamin Hammer
Produktion: Uwe Breunig
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Notenbanken entscheiden in der Regel unabhängig von der Tagespolitik über unser Geld. Denn die Geschichte lehrt: Wenn sich Politiker einmischen in die Zinspolitik, so wie Trump, endet es oft in einer höheren Inflation oder sogar Rezession.
Werner Plumpe, Wirtschaftshistoriker i.R., Uni Frankfurt Volker Wieland, Finanzökonom, Uni Frankfurt Ulrike Malmendier, Wirtschaftsweise und Ökonomin an der Berkeley-Uni, Kalifornien
Das erwartet Euch in dieser Folge:
(00:00) Intro: Trumps Attacken auf die Fed
(03:00) Kriegsfinanzierung 1917: Die Reichsbank als Erfüllungsgehilfe der Regierung
(05:45) "Pakt mit dem Teufel": Reichsbank-Präsident Schacht und das NS-Regime
(08:00) Die Amerikaner sorgten für eine unabhängige Bank deutscher Länder
(11:30) Helmut Schmidt auf Konfrontationskurs mit der Bundesbank
(15:00) Richard Nixon drängt Notenbank-Präsident Burns in den 70er-Jahren zu niedrigen Zinsen. Die Folge: eine tiefe Rezession
(17:40) Warum Trump niedrige Zinsen liebt
(20:00) Der Supreme Court spielt die entscheidende Rolle bei der Unabhängigkeit der Fed – auch nach Powells Amtszeit
Es kommen zu Wort:
Mehr zum Thema in der Deutschlandfunk App:
Dlf Nova-Podcast "What the Wirtschaft?!” zur Frage, wie sicher das deutsche Gold in den USA ist Dlf-Crashkurs Podcast zur Geschichte der Inflation Text zu Inflation und Kaufkraft: Ist das Schlimmste überstanden? Dlf-Hintergrund zur Dollar-Schwäche: Gefährdet Trump die eigene Währung?
Weiterführende Links:
Studie der KfW-Bank zur Unabhängigkeit der amerikanischen Notenbank: Wenn Politik die Zinsen diktiert SWR-Rezension des Buches "Gefährliche Rivalitäten" von Werner Plumpe über die Geschichte der Wirtschaftskriege
Host: Sandra Pfister
Autorin: Eva Bahner
Mitarbeit: Dorothee Holz
Produktion: Andreas Fulford
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Teilzeit, 4-Tage-Woche und Homeoffice stehen hoch im Kurs. Aber können wir uns so viel Work-Life-Balance leisten? Der Blick in die Geschichte zeigt: Sogar in den Wirtschaftswunderjahren war eine Arbeitszeitverkürzung möglich - warum nicht heute?
Lisa Herzog, Philosophin und Sozialwissenschaftlerin, Uni GroningenOliver Stettes, Arbeitsmarktforscher, Institut der Deutschen WirtschaftJulian Kamps, Influencer
Das erwartet Euch in dieser Folge:
(00:00) Intro
(02:30) “40-Stunden-Woche – nicht mit mir”: Erfahrungen des Influencers Julian Kamps
(08:30) Arbeitsethos als Generationenkonflikt
(16:05) Das deutsche Arbeitspensum im internationalen Vergleich
(18:05) Die “fleißigen” Deutschen in der Nachkriegszeit
(20:07) “Samstags gehört Vati mir”: Wie die IG Metall in den 60er-Jahren die 40-Stunden-Woche durchsetzt
(23:30) Die Teilzeitquote – und wer misst eigentlich Care-Arbeit?
(26:40) Produktivität und Arbeitszeit - Chance KI?
(33:10) Fragen aus dem Publikum
Es kommen zu Wort:
Mehr zum Thema im Deutschlandfunk:
Dlf Kultur Online-Text zur 4-Tage-Woche: Ein Zukunftsmodell?”“Arbeit ist nicht mehr attraktiv genug”: Interview mit dem Arbeitsforscher Hans Rusinek In der Dlf-Hintergrund-Serie “Vierteljahrhundert”sprechen zwei Generationen über den Wandel in der Arbeitswelt
Weiterführende Links:
Dlf-Podcastfestival: History TalksKurzgefasst und eingeordnet: Rezension von Lisa Herzog: “Die Rettung der Arbeit – Ein politischer Aufruf”Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) (PDF): “Die Bereitschaft zu längeren Arbeitszeiten ist hoch”Artikel (PDF) zu einer Studie des Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) zur Entwicklung des Arbeitsvolumens: “Wenn mehr gearbeitet würde - Potenziale des deutschen Arbeitsmarktes”
Host: Sandra Pfister
Autorin: Sandra Pfister, Eva Bahner
Mitarbeit: Benjamin Hammer, Dorothee Holz
Produktion: Norman Wollmacher
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Machtmissbrauch, #MeToo oder echte Liebesgeschichten: Beziehungen im Job sind kompliziert. Schon in den 1920er-Jahren berichten Näherinnen von Übergriffen, später kämpfen Sekretärinnen mit Sexismus. Wie geht Nähe am Arbeitsplatz - ohne Abhängigkeit?
Dorothea Schmidt, WirtschaftshistorikerinMarie Döscher, Juristin, Beraterin für Belästigungs- und Compliancefälle Marcus Iske, Arbeitsrechtler und Compliance-Berater
Das erwartet Euch in dieser Folge:
(00:00) Erwischt beim Coldplay-Konzert: der Tech-CEO und die Personalchefin
(01:26) Warum sind Beziehungen am Arbeitsplatz kompliziert?
(02:18) Ab den 1920er-Jahren: neue (Arbeits-)Rollen für Frauen
(04:59) Anfang des 20. Jahrhunderts: Abhängigkeit und Übergriffe in der Bekleidungsindustrie
(06:46) Die Sekretärin: Klischee und Realität
(09:51) Liebe im Büro der 1960er- und 1970er-Jahre
(12:46) Belästigungen am Arbeitsplatz im Fokus der 1980er-Jahre
(15:12) #MeToo stellt 2017 die Businesswelt auf den Kopf
(17:41) Compliance heute
(22:38) Liebe vs. Machtmissbrauch historisch und heute
Es kommen zu Wort:
Mehr zum Thema in der Deutschlandfunk App:
"Intim im Team": Sendung „Campus und Karriere“ zu Liebe am ArbeitsplatzPodcast "Facts & Feelings" zur Frage: "Wie geht Liebe im Job?""Die Sexismus-Plage": Podcast "Eine Stunde Liebe" zur #MeToo-Bewegung (20.10.2017)"Ich habe zwanzigmal Nein gesagt": Aktuelles Feature über #MeToo im Deutschrap
Weiterführende Links:
Online-Text zu Liebe und Freundschaft im Job
Host: Sandra Pfister
Autorin: Columba Krieg
Mitarbeit: Benjamin Hammer
Produktion: Andreas Fulford
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Zu viele Alte, zu wenige Junge – die Rente steht unter Beschuss. Aber vielleicht wird das demografische Problem viel zu groß gemacht, und die Rente ist besser als ihr Ruf. Immerhin hat sie Kriege und Krisen überstanden in ihren mehr als hundert Jahren.
Dr. Dina Frommert, Abteilungsleiterin Forschung und Entwicklung, Deutsche Rentenversicherung Bund Stefan Sell, Professor für Volkswirtschaftslehre, Sozialpolitik und Sozialwissenschaften an der Hochschule Koblenz
Das erwartet Euch in dieser Folge:
(0:00) 1889: Gerhard Hauptmanns Stück „Vor Sonnenaufgang“ prangert soziales Elend an
(01:00) 1889: Die gesetzliche Rente wird beschlossen
(03:55) Lange Arbeit, kurzes Leben: Soziale Lage zur Entstehungszeit der Rente
(07:10) Bismarcks Rente: Im Ersten Weltkrieg wird das Vermögen der Rentenversicherung zerstört
(08:22) 1923 - Hyperinflation: der Rentenbeitrag kostet mehr als eine Billion Reichsmark pro Woche
(09:00) 1933 - Die Nazis kommen an die Macht: Jüdinnen und Juden verlieren ihre Rentenansprüche
(11:50) 1957 - Konrad Adenauers große Rentenreform: die Renten steigen mit den Löhnen, Umlageverfahren und Generationenvertrag
(15:30) Steht der Generationenvertrag vor dem Kollaps?
(17:00) Sozialwissenschaftler Stefan Sell: Die Diskussionen über den Generationenvertrag sind nicht neu
(22:12) Überblick: Was alles getan wurde, um die Rente sicherer zu machen
(25:00) Wie könnte die Rentenversicherung generationengerechter und armutsfester werden?
Es kommen zu Wort:
Mehr zum Thema in der Deutschlandfunk App:
Podcast "Zur Diskussion" zur Rentendebatte: "Sprengkraft für Schwarz-Rot?" "Der Politikpodcast" zum Rentenpaket: "Erpressungsversuch auf offener Bühne?"Podcast "Hintergrund" zur Frührente: "Der Streit um den vorzeitigen Ruhestand"
Weiterführende Links:
Text der Bundeszentrale für politische Bildung zu den Rentenreformen ab 1990 in Deutschland"Geschichte der Rentenversicherung" auf der Webseite der Deutschen Rentenversicherung
Host: Sandra Pfister
Autorin: Birgid Becker
Mitarbeit: Benjamin Hammer
Archiv: Laura Mattausch
Produktion: Alex Hardt
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Wirtschaft, Waffen, Wachstum: Weltweit drängen diese Ziele den Klimaschutz an den Rand – vor allem in den USA unter Trump. In den 1990er-Jahren und nach 2015 schien ein Aufbruch noch möglich. Was hat damals funktioniert und was fehlt uns heute?
Georg Ehring, ehemaliger Leiter der Redaktion "Umwelt & Verbraucher" im DeutschlandfunkDr. Franz Mauelshagen, Akademischer Oberrat an der Abteilung Geschichte der Uni Bielefeld Jennifer Morgan, Fellow an der Hertie School of Governance und Senior Fellow an der Fletcher School of Law and Diplomacy der Tufts University in Boston Dr. Philipp Staab, Professor für Soziologie am Institut für Sozialwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin
Das erwartet Euch in dieser Folge:
(0:00) Klimawandel: Wir haben wenig Grund zu Optimismus
(2:00) Jahrelanger Stillstand bei den Klimakonferenzen
(3:10) 2015: Das Klimaschutzabkommen von Paris wird angenommen
(6:20) Nicaragua als Zünglein an der Waage und der Papst als Klimaschützer
(7:30) Maximale Freiwilligkeit als Preis für die Einigung von Paris
(09:20) Optimismus der 1990er-Jahre fehlt heute beim Klimaschutz
(10:40) Die 1980er-Jahre: No future, Waldsterben, saurer Regen, Ozonloch
(12:50) Ronald Reagan wird unerwartet zum Klimaschützer
(14:30) 1992: Aufbruchsstimmung nach der Klimakonferenz von Rio
(15:10) Transformationsoptimismus endet mit Trump und dem Krieg gegen die Ukraine
(15:45) Öl-Lobby torpediert Klimaschutz in den USA seit 2000er-Jahren
(18:00) Greta Thunberg und Fridays for Future treiben Klimabewusstsein an
(19:00) Corona, Krieg in Europa und Zukunftsängste bremsen Klimaschutz
(19:50) Heizungsgesetz 2023 weckt Ängste, die gezielt geschürt werden
(20:30) Soziologe Philipp Staab: Klimaschutz nicht auf den Einzelnen abwälzen
(22:00) Historiker Franz Mauelshagen: Katastrophenszenarien helfen nicht
(24:30) Grüne Wachstumspläne: China als Hoffnungsträger
(25:20) Jennifer Morgan: Wir brauchen positive Geschichten
Es kommen zu Wort:
Mehr zum Thema in der Deutschlandfunk App:
Eine Stunde History & Update Erde zur Geschichte der Weltklimakonferenzen (30.11.23) USA: Was Trump für das Weltklima bedeutetWissenschaft im Brennpunkt: Wie Leugner den Klimaschutz ausbremsen (19.8.24)
Weiterführende Links:
Podcast “ARD Klima Update” zu Chinas Klimawende (9.2.24) ARD-Wissen-Video-Reportage: Klimaschutz - Warum Wissenschaft und Proteste scheiternWDR-Doku-Video: “Klimawandel – Was wir tatsächlich tun können” (04.11.21)
Autorin und Host: Sandra Pfister
Mitarbeit: Eva Bahner, Benjamin Hammer, Dorothee Holz
Audio-Support: Laura Mattausch
Produktion: Uwe Breunig
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Boykott statt Kaufrausch: Wenn Verbraucher protestieren, verzichten sie. Doch kann das Unternehmen beeinflussen, Regime beenden, Trump stoppen? In der Geschichte gibt es viele erfolgreiche Beispiele: von der Boston Tea Party bis zum Shell-Boykott.
Benjamin Möckel ist Historiker an der Georg-August-Universität Göttingen. Er hat zu Konsum, Moral und politischem Protest seit den späten 1950er-Jahren geforscht.
Das erwartet Euch in dieser Folge:
(02:30) Greenpeace gegen Shell: der erfolgreiche Shell-Tankstellen-Boykott 1995
(8:40) Skandal, gute Organisation, klare Botschaft: Zutaten für einen wirksamen Boykott
(10:25) Die ersten Konsumboykott-Kampagnen im späten 18. Jahrhundert: die Boston-Tea-Party als Schlüsselereignis der US-Unabhängigkeitsbewegung
(13:50) Nach 1945 entstehen Massenkonsumgesellschaften: Boykotte gewinnen an Durchschlagskraft
(15:20) PR-Desaster: Nestlé wird boykottiert wegen Milchpulver-Vertriebspraktiken in Afrika
(22:10) Boykottaufrufe begleiten die Anti-Apartheid-Bewegung über drei Jahrzehnte
(25:40) Instrumentalisierung: antisemitische Boykott-Kampagnen in den 20er- und 30er-Jahren
(27:30) Anti-Trump-Kampagnen und Tesla-Proteste
Es kommen zu Wort:
Stefan Hoffmann ist Marketing-Professor an der Christian-Albrechts-Universität Kiel.
Christian Bussau ist Greenpeace-Aktivist und hat 1995 die Ölplattform Brent Spar mitbesetzt.
Mehr zum Thema in der Deutschlandfunk-App:
"Nicht mit mir": Philipp Schwind von der Universität Zürich über die Wirksamkeit und moralische Bedeutung des Boykotts (Deutschlandfunk Kultur)"Konsumverzicht kann glücklich machen": Interview mit Sabrina Helm von der University of Arizona zu Überkonsum (Deutschlandfunk Nova)
Weiterführende Links:
Buchrezension von "Die Erfindung des moralischen Konsumenten: Globale Produkte und politischer Protest seit den 1950er-Jahren" von Benjamin Möckel"Ein Konzern versenkt sein Image": Greenpeace-Chronik des Shell-Boykotts
Host: Sandra Pfister
Autorin: Eva Bahner
Produktion: Alex Hardt
Hörtipp der Redaktion:
Dlf Nova Hörsaal
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Die Deutschen erben so viel wie nie: Ein Großteil des privaten Vermögens ist nicht selbst erarbeitet. Nicht die eigene Leistung, sondern das Erbe bestimmt zunehmend unsere Möglichkeiten. Das war nicht immer so - warum ändern wir es dann nicht?
Dr. Jürgen Dinkel, Privatdozent für Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, Universität LeipzigProf. Marcel Fratzscher, Leiter des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Berlin
Das erwartet Euch in dieser Folge:
(0:00) Deutsche erben so viel wie noch nie
(2:45) Zwei Drittel des privaten Vermögens ist nicht selbst erarbeitet
(4:00) Viele Ostdeutsche gehen leer aus
(5:40) Ungleichheit verschärft gesellschaftliche Spaltung
(6:30) Geringe Versteuerung von Vermögen - starke Besteuerung von Arbeit
(6:50) Erbschaftssteuer für Unternehmer: große Ausnahmen und Spielräume
(8:50) Erben, Wirtschaftsforscher und Gerichte fordern Reform der Erbschaftssteuer
(12:00) 1906: Erste deutsche Erbschaftssteuer ist eher Erbschaftssteuerchen
(13:24) Nach Erstem Weltkrieg: Experimente mit Umverteilung
(14:24) Nach Zweitem Weltkrieg: Vermögensabgabe statt Erbschaftssteuer
(15:30) Nachkriegszeit: Wirtschaftswunder und Bildungsoffensive - Vermögen selbst erarbeiten
(17:20) Internationaler Trend: Erbschaftssteuer runter oder abschaffen
(19:15) Familienunternehmen: Härtere Erbschaftssteuer kostet Arbeitsplätze und führt zu Insolvenzen
(22:07) Mehr Erbschaftssteuer-Einnahmen könnten Lohnsteuern senken
(22:30) Alternativen: höhere Grundsteuer, Wohneigentum fördern, bessere Bildung
Es kommen zu Wort:
Mehr zum Thema in der Deutschlandfunk-App:
Zeitfragen-Feature: Wie Erben die ungerechte Verteilung von Wohlstand zementiertHintergrund: Wie eine Vermögensmauer Deutschland teilt Andruck: Rezension von "Unverdiente Ungleichheit" von Martyna Linartas
Weiterführende Links:
SWR-Podcast "Das Wissen": Gerechter erben – Wie die Besteuerung fairer werden kannWDR-Beitrag "Monitor": Subventionen für Superreiche:Erbschaftssteuer-Befreiung für UnternehmenserbenWDR5-Feature: Zeit für eine neue Debatte über Erbschaftssteuer
Autorin und Host: Sandra Pfister
Mitarbeit: Eva Bahner, Benjamin Hammer, Dorothee Holz
Audio-Support: Laura Mattausch
Produktion: Uwe Breunig
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“Made in Germany” - seit dem 19. Jahrhundert ein Gütesiegel für bahnbrechende deutsche Erfindungen. Doch heute hinkt das Land bei Innovationen hinterher und das kostet Wohlstand, sagt Max-Planck-Direktor Dietmar Harhoff. Wo also sind die deutschen Erfinder?
Professor Dietmar Harhoff, Direktor am Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb, München Jochen Streb, Professor für Wirtschaftsgeschichte, Uni Mannheim Bastian Nominacher, Mitgründer und CEO Celonis, zweitwertvollstes deutsches Startup
Das erwartet Euch in dieser Folge:
(02:46) Geburtsstunde des ersten Automobils von Carl Benz
(04:17) Ab 1850: Deutschland wird vom Agrarland zum Technologieführer
(09:10) 1871 bis 1873 – Gründerboom und Börsencrash
(11:25) Alles nur geklaut? BASF und Bayer „bedienen“ sich bei Briten und Franzosen
(13:19) „Made in Germany“ – aus einer Warnung wird ein Qualitätssiegel
(14:03) Innovationsforscher Dietmar Harhoff: „Die Substanz bröckelt gerade“
(15:30) Kleine Verbesserungen: Deutschland Weltmeister bei sogenannter inkrementeller Innovation
(16:00) Bastian Nominacher: Von der Bäckersfamilie zum CEO des Milliarden-Startups Celonis
(18:43) Nobelpreisträger Fritz Haber: Erfinder von Kunstdünger, Sprengstoff und Giftgas
(20:35) Innovationstreiber 19. Jahrhundert: Bildungssystem, gute Finanzierung, Aufstiegswille
(23:38) Innovationsforscher Harhoff: „Es wäre klasse, wenn wir mehr Carl Benze hätten“
Es kommen zu Wort:
Mehr zum Thema in der Deutschlandfunk App:
Rezension des Buches „Im Kaiserreich. Eine kurze Geschichte 1871 bis 1918“ von Katja HoyerKalenderblatt zur Erfindung von Aspirin im Jahr 1897Kalenderblatt zu Bertha Benz – der ersten Autofahrerin der Welt
Weiterführende Links:
BR-Video-Beitrag zur Entdeckung des MP3-Formats vor 30 Jahren ARD-Dokumentation über den weltgrößten Chemiekonzern BASF: Die Stadt, die niemals schläftSWR2-Beitrag über Fritz Haber - den Erfinder des Gaskrieges
Host: Sandra Pfister
Autorin: Dorothee Holz
Mitarbeit: Eva Bahner und Benjamin Hammer
Audio-Support: Laura Mattausch
Produktion: Alex Hardt
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„Zölle sind mein absolutes Lieblingswort“, verkündet US-Präsident Trump regelmäßig stolz. Mit seiner Zollpolitik will er Amerika wieder „great“ machen. Aber funktioniert das? Und hat das in der Geschichte, bei Trumps Vorbildern, funktioniert?
Prof. Dr. Julian Hinz, Volkswirtschaftler an der Universität Bielefeld und Leiter des Forschungszentrums Handelspolitik am Kiel Institut für WeltwirtschaftProf. Dr. Sven Beckert, Historiker an der Universität HarvardProf. Dr. Kristin Vekasi, Politökonomin an der Universität Maine
Das erwartet Euch in dieser Folge:
(02:10) 1879: Bismarcks Schutzzölle für deutsche Großgrundbesitzer
(05:15) Zölle als Support für junge Unternehmen: die Rolle für „infant industries“
(08:08) 1930 und die US-Zölle des Smoot-Hawley-Acts
(12:19) Die 1980er und der Zollstreit zwischen den USA und Japan
Es kommen zu Wort:
Mehr zum Thema in der Deutschlandfunk App:
What the Wirtschaft: Mar-a-Lago-Accord – Was Trump sich von einem schwachen US-Dollar versprichtDer Rest ist Geschichte: US-Zölle – Alles schon mal da gewesenDer Politikpodcast: Handelsstreit – Zölle für alle #420
Host: Sandra Pfister
Autor: Marcus Wolf
Mitarbeit: Benjamin Hammer
Produktion und Sounddesign: Uwe Breunig
Faktencheck: Lino Krukenberg & Sarah Schmidt
Archiv-Support: Laura Mattausch & Merle Körber
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„So etwas habe ich in meinem ganzen Börsenleben noch nicht erlebt“, sagt ein altgedienter Händler. Trumps Zoll-Orgie am „Liberation Day“ sorgte für heftige Turbulenzen an den Finanzmärkten. Ist Trump ein „Systemsprenger“ oder gab es das schon einmal?
Fidel Helmer war 50 Jahre Chef-Aktienhändler bei der Privatbank Hauck und AufhäuserFlorian Heider ist Professor für Finance an der Goethe-Universität Frankfurt und wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für Finanzmarktforschung SAFEDie Börsenhändler Artur Brunner und Oliver Roth
Das erwartet Euch in dieser Folge:
(00:00) Börsenhändler Fidel Helmer: „Gegenüber heute war die Lehman-Krise ein Klacks"
(02:42) „Schwarzer Donnerstag“: der 24. Oktober 1929 gilt als „Mutter“ aller Börsencrashs
(04:04) Aktienfieber in den „Roaring Twenties“
(04:30) Nach dem Crash die „Great Depression“: Jeder vierte Amerikaner ist arbeitslos
(05:27) 1930 zieht Amerika die Zollmauern hoch – Copyright für Trump?
(08:48) „Perfider Plan oder Chaos“: Finanzprofessor Florian Heider zu Trumps Zollpolitik
(12:39) Harvard-Professor Kenneth Rogoff: „Kleine Anleger leiden stärker als Profis“
(13:48) 15. September 2008: Wall-Street-Titan Lehman Brothers kollabiert
(16:08) Krise am US-Häusermarkt wird zur weltweiten Bankenkrise
(19:22) Bundeskanzlerin Angela Merkel: „Wir sagen den Sparerinnen und Sparern, dass ihre Einlagen sicher sind“
(20:36) Trump greift Notenbank-Chef Jerome Powell an: „too late, little slow“
(22:11) Finanzmärkte krachen nach „Liberation Day“ ein
(25:18) Krisen und Crashs gehören zur Börsengeschichte
(27:18) In den vergangenen 100 Jahren: Aktien haben sich immer wieder erholt
Es kommen zu Wort:
Mehr zum Thema in der Deutschlandfunk App:
Reaktionen zum „Manic Monday“ an der Wall StreetHintergrund zu den Auswirkungen der Coronapandemie auf den BankensektorHintergrund zu Deutschlands Weg in die Hyperinflation im Jahr 1923
Weiterführende Links:
Kalenderblatt zum 24.10.1929: „Schwarzer Donnerstag“ an der New Yorker BörsePodcast “Goldstein on Gelt” mit Kenneth S. Rogoffzu seinem Buch “This time is different. Eight Centuries of Financial Folly” (Englisch)
Host: Sandra Pfister
Autorin: Dorothee Holz
Mitarbeit: Eva Bahner und Benjamin Hammer
Produktion: Uwe Breunig
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„Die Deutsche Bahn ist so im Oarsch“, sangen österreichische Fans während der Fußball-EM 2024 in Deutschland. Viele Züge sind so verspätet, dass die Bahn zur internationalen Lachnummer geworden ist. Wie konnte es so weit kommen? Und wie kann die Bahn wieder aufs richtige Gleis gebracht werden?
Christian Böttger ist Professor an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin. Er arbeitete früher bei der Bahn und ist heute ein bekannter Kritiker. Joachim Breuninger ist Direktor des Deutschen Technikmuseums Berlin. Sein Museum nimmt BesucherInnen mit auf eine Zeitreise in die frühen Jahre der Eisenbahn.Achim Stauß ist Konzernsprecher der Deutsche Bahn AG. Er arbeitet seit 42 Jahren für die Bahn.
Das erwartet Euch in dieser Folge:
(00:00) Wie Deutschland sich mit seiner Bahn blamiert
(02:44) 1930er-Jahre: Ein Besuch im Anhalter Bahnhof von Berlin
(04:36) Cashcow: Warum die Bahn früher hochprofitabel war
(05:08) Zweiter Weltkrieg: Die Bahn als Mittäter im Holocaust
(07:05) Wie Deutschland vom Bahnland zum Autobahnland wurde
(08:43) War die Bahn in den 1960er-Jahren pünktlicher?
(13:28) Wendezeit: Beide Bahnen verschuldet und bürokratisch
(14:37) 1994: Mit der Bahnreform sollte alles besser werden
(16:55) Die Börsen-Träume von Bahnchef Hartmut Mehdorn
(19:55) Erinnerungen an schaurige Zugtoiletten
(20:36) Mehr Pünktlichkeit: Gebrochene Versprechen
(21:51) Der verschachtelte Bahn-Konzern von heute
(23:12) Hat die Ampelregierung die richtigen Weichen gestellt?
(25:30) Milliardenpaket der Regierung: Große Begehrlichkeiten
Es kommen zu Wort:
Mehr zum Thema in der Deutschlandfunk App:
• Streitkultur: Eine Debatte zur Frage „Ist die Bahn noch zu retten?“
• Bahnsanierung: Was 2025 auf uns zukommt
• Hintergrund zur Modernisierung und dem Neubau von Gleisen
• Hintergrund über den Job als Zugbegleiter: Nicht bloß Wutventil für Reisende
• Hintergrund zur Umgestaltung der Bahnhöfe: Wie Bahnhöfe wieder schöner werden sollen
Weiterführende Links:
Eine digitale Reise in den Berliner Anhalter Bahnhof der 1930er-Jahre (Deutsches Technikmuseum Berlin)
Host: Sandra Pfister
Autor: Benjamin Hammer
Mitarbeit: Eva Bahner
Produktion und Sounddesign: Alex Hardt
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Wenn die Babyboomer in Rente gehen, brauchen wir mehr Arbeitskräfte aus dem Ausland. In der Gastarbeiterbewegung der 50er- und 60er-Jahre waren es auch Zugewanderte, die das „deutsche Wirtschaftswunder“ möglich machten. Damals gab es Anwerbeabkommen mit vielen Ländern, die Millionen Menschen nach Deutschland lockten - bis die Stimmung in der Migrationspolitik kippte.
Marcel Berlinghoff, Historiker am Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien der Universität OsnabrückSarah Pierenkemper, Institut der deutschen Wirtschaft, die das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung betreut
Das erwartet euch in dieser Folge:
(02:30) 1964 wird der millionste Gastarbeiter gefeiert
(6:20) Über das Rotationsprinzip der Gastarbeiterbewegung
(9:50) Arbeitskräftemigration als Teil der Wirtschaftspolitik in den 60er-Jahren: keine Vorbereitung auf echte „Einwanderung“
(13:00) Angst vor Überfremdung: Migrationsdebatten der 50er- und 60er-Jahre
(16:50) Erfolgsfaktor der Gastarbeiterbewegung: das Lohngefälle
(18:20) Ein kalifornischer Tontechniker kämpft mit der Ausländerbehörde und dem zunehmenden Rechtsruck
(21:55) Willy Brandt 1973 und der Anwerbestopp
(24:30) Die Kohl-Regierung und die Rückkehr-Prämie – nicht viel mehr als Symbolpolitik
(27:30) Wie populistische Parteien die Fachkräftesicherung aus dem Ausland gefährden
Es kommen zu Wort:
Mehr zum Thema in der Deutschlandfunk App:
Länderreport zum Fachkräftemangel in Ostdeutschland
Weiterführende Links:
Kurzbericht des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) über zwei Millionen ausländische Fachkräfte in EngpassberufenAnalyse von Historiker Berlinghoff bei der Friedrich-Ebert-Stiftung: Warum der Anwerbestopp die Einwanderung nicht beendete, sondern stärkteText von Historiker Berlinghoff zur Geschichte der europäischen Migrationspolitik (bei der Bundeszentrale für politische Bildung)"Ohne Zuwanderung geht die Zahl der Arbeitskräfte in Deutschland bis 2040 deutlich zurück": die Bertelsmann Stiftung zu den Ergebnissen ihrer Studie "Zuwanderung und Arbeitsmarkt"
Host: Sandra Pfister
Autorin: Eva Bahner
Redaktionelle Mitarbeit: Dorothee Holz, Benjamin Hammer
Produktion und Sounddesign: Alex Hardt
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Die Industrie hat Deutschland stark gemacht, doch nun kriselt sie - viele Unternehmen bauen Stellen ab. Kommt jetzt die Deindustrialisierung? Und: Wäre das so schlimm? Denn die Geschichte zeigt: Wir haben viel Erfahrung mit sterbenden Industrien.
Moritz Schularick, Präsident des Kiel Instituts für WeltwirtschaftLutz Raphael, Prof. em. für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Trier
Das erwartet euch in dieser Folge:
(00:00) Wir erleben eine Deindustrialisierung (Moritz Schularick)
(01:40) 1987: Stahlkocher in Duisburg-Rheinhausen protestieren gegen Schließung
(02:25) Warum gehen Industrien zugrunde? Erster Grund: Konkurrenz aus Billiglohnländern
(03:00) Zweiter Grund: teure Energie
(04:40) Industriesterben in Deutschland: nirgendwo so verheerend wie im "Rust Belt" der USA (Lutz Raphael)
(05:35) Sterben von "old industries" in Großbritannien und Margaret Thatchers positive Beeurteilung
(06:50) Stahlkocher in Deutschland bekamen Zeit, Würde und Geld
(08:00) Weniger Industrie bedeutet nicht unbedingt mehr Arbeitslose
(08:20) Gewerkschaften als Reformmotor
(10:05) Wertschätzung ist wichtig
(12:25) Ostdeutschland - Treuhand deindustrialisiert in Zeitraffer
(15:00) Vergessene Deindustrialisierung im Westen: Textil- und Schuhindustrie
(17:10) Industrien gehen, Dienstleistung kommt
(19:45) „Industriefetisch“ der Deutschen (Schularick)
(20:15) Was bleibt in Deutschland? Hightech, Forschungsintensives
(21:30) Rüstungsindustrie kann Fabriken und Arbeitskräfte übernehmen
(22:45) Ausblick: Strukturwandel abpuffern
(24:00) Appell Schularick: Neues umarmen, Polarisierung vermeiden
Es kommen zu Wort:
Mehr zum Thema in der Deutschlandfunk App:
"Jenseits von Kohle und Stahl": Lutz Raphaels Buch über die Folgen der Deindustrialisierung"Es wird Wachstum und Wohlstand in Deutschland kosten": Interview mit Moritz Schularick zu den wirtschaftlichen Folgen der US-Präsidentschaftswahl„Ohne eine veränderte Wirtschaftspolitik droht Deindustrialisierung“?: Interview mit ifo-Präsident Clemens FuestHintergrund zur umstrittenen Treuhand-Bilanz
Host: Sandra Pfister
Autorin: Eva Bahner
Redaktionelle Mitarbeit: Dorothee Holz, Benjamin Hammer
Produktion und Sounddesign: Alex Hardt
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- 8 - Equal Pay - Warum Frauen weniger verdienen
In Deutschland verdienen Frauen im Schnitt 18 Prozent weniger als Männer. Das ist heute nicht anders als früher. Frauen bleibt oft nur der Klageweg, weil der Druck auf Unternehmen nicht ausreicht. Die EU-Gesetzgebung könnte das schon bald ändern.
Heide Pfarr, ehemalige Professorin für Arbeitsrecht Uni Hamburg, ehemalige Senatorin in Berlin und ehemalige hessische Staatsministerin für Frauen, Arbeit und Sozialordnung Birte Meier, Journalistin, bekannt durch ihre Lohngleichheitsklage gegen das ZDFAnja Knauff, Vodafone Deutschland
Das erwartet euch in dieser Folge:
(02:30) Der Kampf der "Heinze-Frauen" 1978: Wie Lohnungleichheit in einem Gelsenkirchener Fotolabor zu einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts führte
(06:00) Juristische Kämpfe: Wie "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" am Bundesarbeitsgericht erkämpft werden musste - Die Urteile von 1955 und 1981
(09:02) Wie Unternehmen mit "Lohnleichtgruppen" und Zuschlägen weiter Männer bevorteilten
(09:40) Das Frauenbild der Gewerkschaften damals
(11:25) Der Impuls für Lohngleichheit kommt aus Brüssel
(12:08) Birte Meier und ihr Kampf gegen die ZDF-Windmühlen
(14:55) Endlich Transparenz über Lohnungleichheit? Zwei von drei Unternehmen scheren sich nicht um das Entgelttransparenzgesetz
(16:10) Erreichen Grundsatzurteile mehr als die Politik?
(17:00) Wie Vodafone Deutschland seinen "Gender Pay Gap" reduziert
(19:05) Das "Fair-Pay-Analysetool" erklärt von Anja Knauff
(21:25) Warum ab 2027 der Druck auf alle Unternehmen in Deutschland steigen wird
Es kommen zu Wort:
Weiterführende Literatur und Links:
Rezension zu Birte Meiers Buch "Equal Pay Now" Informationen zur "Lohntransparenzrichtlinie" der EU und zum deutschen "Entgelttransparenzgesetz"Der Kampf der "Heinze-Frauen" in Gelsenkirchen (1978)
Host:
Sandra Pfister
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Als gute Zeiten gelten Zeiten, in denen die Wirtschaft wächst. Warum eigentlich? Haben wir nicht längst genug? Und strapazieren den Planeten mit Wachstum? Wir spielen das mal durch: das Schrumpfen. Und die Alternative: „Grünes“ Wachstum.
Nico Paech, Universität Siegen, Außerplanmäßiger Professor für VolkswirtschaftslehreRalf Fücks, geschäftsführender Gesellschafter des Thinktanks Zentrum Liberale Moderne in Berlin, vorher Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung, ehemaliger Co-Vorsitzender des Bundesvorstands der GrünenJan-Otmar Hesse, Professor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Bayreuth
Das erwartet euch in dieser Folge:
(00:00) Zwei Meinungen zum Wachstum: Nico Paech vs. Ralf Fücks
(02:46) Wachstumskritik in den 1970er-Jahren: Der Bericht “Die Grenzen des Wachstums” und der Club of Rome
(03:15) Verzicht als Lebensstil: Reparieren statt neu kaufen und ein Leben ohne Smartphone
(04:59) Warum das Predigen von Verzicht politisch heikel ist
(05:53) Milliarden Menschen auf der Welt brauchen Wachstum, um in moderner Lebenswelt anzukommen
(06:23) Ein historischer Rückblick mit Jan-Otmar Hesse: Ohne Wachstum gibt es keinen Wohlstand
(07:50) Leben im Taunus um 1880: Arme, Mangelernährte, Auswanderungswillige
(09:29) Produktivitätsgewinn der Landwirtschaft: Wachstumsmotor
(10:56) Wachstumskritik I: Den Preis für Wachstum bezahlt die Natur
(11:45) Wachstumskritik II: Den Preis für Wachstum bezahlen andere Menschen und Länder
(13:36) Ausflug in eine der größten Einkaufsstraßen Deutschlands in Köln: Wie würde die ohne Überkonsum aussehen?
(14:24) Zeitwohlstand ist der neue Wohlstand
(15:20) Weniger Wirtschaftswachstum: Weniger Innovation? Weniger Klimaschutz? Weniger Geld für Umverteilung?
(17:58) Wie realistisch es ist, Wachstum und Naturverbrauch zu entkoppeln
Es kommen zu Wort:
Weiterführende Literatur und Links:
Blog “Postwachstum” des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung Deutschlandfunk “Kalenderblatt” (2022): 50 Jahre “Club of Rome”-Bericht zu den Grenzen des WachstumsDeutschlandfunk Kultur (2013) zum Buch “Intelligent wachsen” von Ralf Fücks
Host:
Sandra Pfister
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Das Ozonloch wirkte in den 80er- und 90er-Jahren so bedrohlich wie der Klimawandel heute: die erste weltumspannende Klimakrise der Neuzeit. Nicht nur ein amerikanisches, russisches oder deutsches Problem. Wie haben wir die Katastrophe damals abgewendet?
Frank Uekötter, Professor für Geschichtswissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum, Lehrstuhl für Technik- und UmweltgeschichteChristoph Bals, Politischer Geschäftsführer Germanwatch
Das erwartet euch in dieser Folge:
(02:31) Sunblocker statt Lichtschutzfaktor 4: Die Gefahren des Ozonlochs in den 80er-Jahren
(04:42) Warum das Ozonloch kein guter Kandidat für eine gute Klimarettungsgeschichte war
(05:35) Das Problem steckte in Kühlschränken, Schaumstoffmatratzen und Deosprays
(07:00) Die Chemieindustrie warnt: Das kostet Arbeitsplätze
(09:13) Reagans USA als Vorreiter beim Verbot von FCKW
(11:27) Warum Deutschland beim FCKW-Verbot mitgezogen hat
(12:16) 1987: Das Montrealer Protokoll zum Schutz der Ozonschicht
(15:57) Wie das Ende des Kalten Krieges den Umweltschutz befördert hat
(17:30) Innovationen und der Ersatz von FCKW als Argument für den Umweltschutz
(19:30) Wie wir Fenster der Möglichkeiten nutzen können
(22:10) Was der Kampf gegen das Ozonloch uns über Innovationskraft des globalen Kapitalismus sagt
Es kommen zu Wort:
Weiterführende Literatur und Links:
Deutschlandfunk (2012) Der Kampf gegen das OzonlochSpektrum (2020): FCKW-Verbot stoppte KlimawandelGeo (2023): FCKW-Gase schädigen weiter die Ozonschicht
Host:
Sandra Pfister
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Hartnäckig steigende Preise gab es auch schon in den 1920er- und 1970er-Jahren. Was können wir aus diesen Zeiten lernen und welche Rolle können Zentralbanken bei der Bekämpfung der Inflation spielen?
Harold James, Geschichtswissenschaftler an der Princeton University, Schwerpunkt Europäische WirtschaftsgeschichteTom Zimmermann, Volkswirt an der Universität zu Köln, Schwerpunkt Zentralbankpolitik und empirische MakroökonomikWerner Plumpe, emeritierter Historiker an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Schwerpunkt Wirtschafts- und Sozialgeschichte
Das erwartet euch in dieser Folge:
(00:00) Intro - Es ist nicht neu, dass die Preise steigen
(01:52) Die Hyperinflation von 1923 in einem Leipziger Tanzcafé
(04:23) Wie Inflation den sozialen Zusammenhalt zerstört
(06:50) Über die deutsche Inflationsangst und die Erinnerung an 1923
(09:34) Inflation im Jahr 2022/2023 - mit Anna bei der Berliner Tafel
(12:18) Bei Lebensmitteln steigen die Preise weiter
(13:13) Wie Zentralbanken verschiedene Typen der Inflation bekämpfen können.
(15:57) Was Notenbanken aus den 1920er-Jahren gelernt haben
(16:59) Wie Deutschland durch die Inflationsphase der 1970er-Jahre kam
(20:38) Wie Zentralbanken versuchen, den Preisanstieg zu bremsen
(26:15) Warum Inflation ein Motor für Innovationen sein kann
Es kommen zu Wort:
Weiterführende Literatur und Links:
Berliner Tafel James, Harold (2022): Eine Weltgeschichte von Inflation und Globalisierung 1850 bis heute. Freiburg: Verlag Herder. Zimmermann, Tom und andere (2023): “The Debt-Inflation Channel of the German Hyperinflation”. Working Paper 31298. National Bureau of Economic ResearchPlumpe, Werner und andere (2014): Die Große Depression. Die Weltwirtschaftskrise 1929 bis 1939, Frankfurt am Main: Campus
Host: Sandra Pfister
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Weniger arbeiten, mehr Freizeit – hat der Traum von einer 4-Tage-Woche wirklich eine Chance? Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass die Arbeitszeit tatsächlich immer kürzer geworden ist: Von der 50-Stunden-Woche in den Wirtschafswunderjahren ging es in manchen Branchen runter bis auf 35 Stunden. Folgt die 4-Tage-Woche einer historischen Logik? Oder macht uns der Fachkräftemangel einen Strich durch die Rechnung? Und wie kann KI helfen?
Hartmut Seifert, Arbeitszeitforscher, ehemaliger Leiter des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-StiftungEnzo Weber, Arbeitsmarktforscher, Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für ArbeitHenning Röper, Geschäftsführer von EuroLam, einem Hersteller von LamellenfensternJulia Backmann, Professorin an der Universität Münster für Transformation in der Arbeitswelt
Das erwartet euch in dieser Folge:
(00:00) Der Obstkorb reicht nicht aus
(01:40) Der Blick in die Geschichte: Die Arbeitszeit zu Zeiten der Industrialisierung
(01:47) Die 1950er-Jahre und die IG-Metall-Kampagne „Samstags gehört der Vati mir“
(05:42) Die Arbeitskämpfe der 1970er- und 1980er-Jahre und die 35-Stunden-Woche als Mittel zur Beschäftigungssicherung
(11:10) Die Ökonomie hinter der Arbeitszeitverkürzung - Wie weit entfernt sind wir heute von der 4-Tage-Woche?
(13:29) Warum war es früher einfacher, Arbeitszeitverkürzungen durchzusetzen?
(15:32) Die 4-Tage-Woche ausprobieren? Ein Pilotversuch in 50 deutschen Unternehmen
(21:14) In welchen Branchen sind Produktivitätsgewinne überhaupt realistisch?
(23:42) Die X-Tage-Woche
(25:14) Die Lehre aus der Geschichte
Es kommen zu Wort:
Weiterführende Links:
IG Metall (2016): „Wem gehört die Zeit? Die Geschichte der Arbeitszeit“. 125 Jahre IG MetallLott/Frerichs (2023): „Arbeitszeit im Wandel: Zeit für die Vier-Tage-Woche“. HBS Kommentar, 3, Hans-Böckler-Stiftung
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Host: Sandra Pfister
Autorin: Eva Bahner
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Zu wenig Wohnraum, zu teure Mieten: Das gab es in der Geschichte immer wieder. Wie heute waren viele Menschen verzweifelt. Aber: Fast immer fanden sich Wege, um die Wohnungsnot zu lindern. Immer wieder gelang es das, zumindest in Deutschland und anderen europäischen Ländern. Wenn das so ist: Wie geht das? Und warum tun wir uns heute so schwer?
Sebastian Schipper, Professor für geographische Stadtforschung an der Goethe-Universität Frankfurt/MainRalf Protz, Leiter des Kompetenzzentrums Großsiedlungen in Berlin-HellersdorfNancy Baltruschat, Abteilungsleiterin Neubau bei der kommunalen Berliner Wohnungsgesellschaft GewobagAndreas Mattner, Präsident Zentraler Immobilien Ausschuss (ZIA)
Das erwartet euch in dieser Folge:
(00:00) Der Untermieter-Schlager
(02:13) Babylon Berlin und die Wohnungsfrage in den 1920er-Jahren
(03:16) Industrialisierung und der Laissez-Faire-Kapitalismus
(05:32) Der Unterschied zwischen Wohnungen und Brötchen – Staat und Markt in der Wohnungspolitik
(09:12) Bauen, bauen, bauen und die staatliche Baupolitik
(09:52) DDR-Wohnungsbau seit 1971 und die Grüße aus dem Weltraum
(12:10) Ausflug nach Berlin-Hellersdorf: Das fertig tapezierte Bad
(14:45) Ausflug nach Berlin-Spandau: Ein neues Stadtviertel entsteht
(17:09) Es mangelt nicht an Lösungen beim Bauen und Wohnen
(18:18) Running up that hill und die Verfehlungen der 1980er- und 1990er-Jahre
(20:44) Die Misere privater Bauunternehmen
(23:27) Was lernen wir aus vergangenen Wohnungskrisen?
Es kommen zu Wort:
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Host: Sandra Pfister
Autoren: Benjamin Hammer und Marcus Wolf
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