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Edition Zukunft ist der STANDARD-Podcast über das Leben und die Welt von morgen. Die Redaktion spricht mit Experten über Entwicklungen, die unseren Alltag verändern - von künstlicher Intelligenz und Robotern bis hin zu Migration und Klimawandel. Neue Folgen erscheinen jeden Freitag - jeweils abwechselnd mit "Edition Zukunft Klimafragen", dem Podcast zu Umwelt- und Klimathemen. Edition Zukunft ist ein Podcast von DER STANDARD. Redaktion und Moderation: Lisa Breit, Julia Beirer, Alicia Prager und Philip Pramer.
- 287 - Lernen wir aus dem Hitzesommer?
Die Luft glüht, selbst die Nächte bringen keine Abkühlung mehr: Im diesjährigen Sommer war der Klimawandel für die meisten im Land körperlich spürbar. Führt das zu einem Umdenken beim Klimaschutz – oder bleibt es folgenlos? Das ist Thema der heutigen Folge von Edition Zukunft mit Thomas Brudermann, einem Umweltpsychologen und Nachhaltigkeitsforscher. Er spricht darüber, ob uns die Erfahrung des Hitzesommers womöglich dazu motiviert, umweltfreundlichere Entscheidungen zu treffen, ob extreme Temperaturen politische Weichen stellen können – und was von alledem im Herbst übrig bleibt.
Fri, 11 Sep 2026 - 286 - Wie viel KI braucht die Schule der Zukunft?
Seit ChatGPT vor knapp vier Jahren die Klassenzimmer erreicht hat, steht die Schule vor einer Frage, auf die es noch keine fertige Antwort gibt: Wie unterrichtet man, wenn Maschinen mühelos Aufsätze schreiben, Gleichungen lösen und Präsentationen erstellen können? Bernhard Gmeiner, AHS-Lehrer für Englisch und Geografie in Wien, war von Anfang an mittendrin und beobachtet seither, wie erfinderisch Jugendliche mit KI-Tools umgehen – oft lange bevor Lehrpersonen und Bildungspolitik reagieren. Im Podcast erklärt Gmeiner, warum Lehrkräfte keine Detektive sein sollten, die KI-Texte aufspüren, sondern warum sich Prüfungsformate grundlegend ändern müssen. Er spricht darüber, ob Chatbots für Minderjährige bald ähnlich reguliert werden könnten wie Social Media. Und er macht klar: KI in der Schule darf nicht heißen, junge Menschen zu professionellen Konsumentinnen und Konsumenten der großen Tech-Konzerne zu erziehen. Bernhard Gmeiners STANDARD-Blog: https://www.derstandard.at/inland/bildung/ki-im-klassenzimmer
Fri, 28 Aug 2026 - 285 - Wieso setzt sich Österreichs Natur gerade neu zusammen?
Nikolaus Szucsich arbeitet als Zoologe im Naturhistorischen Museum Wien und beobachtet hautnah die großen Veränderungen, die sich gerade in der heimischen Natur abspielen. Da sind etwa die Geisterfischchen, die erstmals in Sri Lanka auftauchten. Vor einigen Jahren drangen sie auch ins Naturhistorische Museum ein und krabbeln dort seit damals munter umher. Oder der Fall der Wiesenotter: Weil sie so zahlreich vorkam, bezahlte der kaiserliche Hof noch im 19. Jahrhundert Menschen dafür, wenn sie die Giftschlangen töteten. Heute kann man die Tiere nur noch im Museum oder im Zoo betrachten – sie gilt hierzulande schließlich als ausgestorben. Der Wolf wiederum, den die Österreicher bereits einmal ausgerottet haben, ist in seine alte Heimat zurückgekehrt. Das freut allerdings nicht alle Menschen im Land. Szucsich erklärt im Podcast, welche großen Trends die neue Zusammensetzung der heimischen Natur beeinflussen – und warum es gerade jetzt zu großen Verschiebungen in Flora und Fauna kommt.
Fri, 14 Aug 2026 - 284 - Was die Quaggamuschel zur Problemmuschel macht
Wenn Pflanzen und Tiere sich in Gebieten ansiedeln, in denen sie ursprünglich nicht heimisch waren, spricht man von biologischer Invasion. Ein solches Tier, das sich gerade in Österreich breitmacht, ist die Quaggamuschel. Das Weichtier, das früher nur in Zuflüssen des Schwarzen Meeres lebte, bevölkert mittlerweile viele Seen in Oberösterreich, Salzburg und Kärnten sowie den Bodensee in Vorarlberg. Die Quaggamuschel ist in unseren Gewässern allerdings kein freundliches Alien. Wo sie sich ansiedelt, beginnt sie, das Ökosystem zu dominieren und heimische Arten zu verdrängen. DER STANDARD fragte Nikolaus Schobesberger, Gewässerökologe beim Land Oberösterreich, warum die Ausbreitung der Muschel auch für Badegäste schmerzhafte Folgen haben kann und was wir gegen deren weitere Verbreitung tun können.
Fri, 31 Jul 2026 - 283 - Wie man mit Kindern über die Klimakrise spricht
Mama, warum gibt es so viele Autos? Warum tun die Erwachsenen nichts gegen die Klimakrise, obwohl sie wissen, wie schlimm es wird? Die Klimakrise ist längst im Alltag von Kindern angekommen. Doch wie sprechen Eltern mit ihnen darüber, ohne sie zu überfordern? Veronika Rivera, Naturschutzökologin und Mutter von drei Kindern, sucht in ihrem neuen Buch Kindheit am Kipppunkt nach Antworten. Im Podcast erzählt sie über ihre Ohnmacht, die eigenen Kinder nicht vor Hitze, Krankheiten und einer ungewissen Zukunft schützen zu können. Und was, wenn die Angst vor der Klimakrise die Partnerschaft belastet? Wie viel Wahrheit verträgt ein Kind? Rivera erklärt, wie Erwachsene Jugendliche vor Verzweiflung und Radikalisierung bewahren können – und warum eine geborgene Kindheit gerade in Zeiten der Klimakrise wichtig ist.
Fri, 17 Jul 2026 - 282 - 40 Grad, das neue Normal? Wie Städte künftig den Sommer überleben
Der Sommer 2024 hat gezeigt, was auf uns zukommt: verbogene Schienen, ausgefallene Medizingeräte in Krankenhäusern, Tropennächte ohne Abkühlung. Für Matthias Ratheiser, Stadtklimatologe bei der Firma Weatherpark ist das keine Ausnahme mehr – sondern ein Vorgeschmack auf das, was künftig fast jeden Sommer normal sein wird. Wie müssen Städte umgebaut werden, um das auszuhalten? Warum sind Gründerzeitvierteln besonders gefährdet? Was haben nächtliche Kaltluftströme mit der Praterstraße zu tun? Und warum ist ein Südbalkon vielleicht keine so gute Idee mehr? Ratheiser erklärt, was Klimawandelanpassung konkret bedeutet.
Fri, 03 Jul 2026 - 281 - Österreich muss sparen. Bleibt der Klimaschutz auf der Strecke?
Das neue Doppelbudget der österreichischen Bundesregierung setzt auch beim Klimaschutz den Rotstift an. Klimaforscher Daniel Huppmann vom IIASA erklärt im Podcast, was die Kürzungen beim Klima- und Energiefonds konkret bedeuten, warum der Abbau klimaschädlicher Subventionen so schwierig ist – und weshalb Österreich beim Verfehlen der EU-Klimaziele am Ende teuer draufzahlen könnte.
Fri, 19 Jun 2026 - 280 - Wie begeistern wir die Menschen für Klimaschutz?
Wenn der Nachbar plötzlich Solarpaneele auf dem Dach hat, wird Klimaschutz greifbar. Caroline Zimm, Klimawissenschaftlerin am IIASA, erklärt im Podcast, warum soziale Nachahmungseffekte so mächtig sind und wie einzelne Vorreiter gesellschaftliche Normen verändern können. Soziale und technologische Kipppunkte, die Frage was eine Energiekrise als Chance bedeuten kann und darum, was Klimaklagen, junge Aktivistinnen und solare Minigrids in Afrika gemeinsam haben.
Fri, 05 Jun 2026 - 279 - Autorin Fischer: "Achtsamkeit ist zur Ideologie geworden"
Kathrin Fischer hat grundsätzlich nichts gegen Achtsamkeitsübungen. So wie diese in unserer Gesellschaft betrachtet und eingesetzt werden, seien diese aber Teil einer Ideologie geworden, die die Verhältnisse stabilisiert, sagt die deutsche Journalistin und Podcasterin. Politische und wirtschaftliche Verschlechterungen würden nicht mehr hinterfragt werden, vielmehr wolle uns die heutige Interpretation von Achtsamkeit weismachen, alle Probleme seien individuell lösbar. Im Podcast erzählt Fischer, warum der Rückzug in den "Bunker der Empfindsamkeit" keine Lösung ist und was wir aus der Geschichte eines Reisbauern in Kambodscha lernen können.
Fri, 22 May 2026 - 278 - Wie bringe ich Schmetterlinge in meinen Garten?
Die Biodiversitätskrise gilt als Zwilling der Klimakrise – und zählt zu den größten ökologischen Herausforderungen unserer Zeit. Sie schreitet so schnell voran, dass Ökologinnen und Ökologen bereits vom "sechsten Massenaussterben" in der Erdgeschichte sprechen. Das fünfte löste höchstwahrscheinlich ein Meteorit aus, der die Dinosaurier auslöschte. Auch in Österreich kommt die Natur immer stärker unter Druck. Das lässt sich auch daran ablesen, wie viele Falter durchs Land flattern. Biodiversitätsforscher Johannes Rüdisser von der Universität Innsbruck betreibt das Schmetterlingsmonitoring viel-falter.at. Im Podcast spricht er darüber, warum sich ausgerechnet Falter so gut eignen, um den Zustand der heimischen Natur zu vermessen. Er verrät den Grund des sechsten großen Massenaussterbens in der Geschichte der Erde und erklärt, welche starken Hebel die Politik gerade in der Hand hat, um dem Artensterben hierzulande etwas entgegenzusetzen. Außerdem erläutert der Biodiversitätsforscher, wie man es Schritt für Schritt schafft, dass es im eigenen Garten wieder summt und flattert – und wie man damit Schmetterlingen & Co im Überlebenskampf helfen kann.
Fri, 08 May 2026 - 277 - Wie eine Koalition der Willigen die Klimapolitik neu erfinden will
Während die Welt mit den Folgen des Iran-Kriegs und explodierenden Energiepreisen kämpft, treffen sich kommende Woche über 50 Staaten im kolumbianischen Santa Marta zur ersten Regierungskonferenz zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen. Neben dem großen Kohleexporteur Kolumbien sitzen auch andere wichtige Öl- und Gasländer mit am Tisch. Merken die großen Förderstaaten, dass die fossile Ära zu Ende geht? Die Politikwissenschaftlerin Alice Vadrot von der Universität Wien erklärt, warum dieses Format bewusst anders funktioniert als die großen UN-Klimakonferenzen – und warum das eine Chance sein könnte
Fri, 24 Apr 2026 - 275 - Wie die Klimakrise die Demokratie aushöhlt
Die Demokratie steckt weltweit in der Krise, das Weltklima bekanntermaßen auch. Was hat das miteinander zu tun? Ziemlich viel, meint Jonas Schaible. Er ist Journalist beim SPIEGEL und hat 2023 in seinem Buch Demokratie im Feuer dafür plädiert, beide Krisen zusammenzudenken: Wer die Demokratie retten will, muss das Klima retten – und umgekehrt. Die Klimakrise befeuere genau jene Unsicherheiten und Verwerfungen, von denen autoritäre Kräfte profitieren – von Ernteausfällen und Überschwemmungen bis hin zu wirtschaftlichem Abstieg und Identitätsverlust. Dass die extreme Rechte Klimaschutz so gezielt verunglimpft, ist für ihn kein Zufall, sondern knallhartes politisches Kalkül. Im Podcast erklärt er, warum der bewundernde Blick nach China trügt, wo Demokratien beim Klimaschutz an ihre strukturellen Grenzen stoßen – und ob er selbst noch Hoffnung hat, dass die Wende gelingt.
Fri, 10 Apr 2026 - 274 - Wie die nächste Ölkrise Österreich kaltlässt
Der Angriff auf den Iran hat die Energiepreise in die Höhe getrieben – und laut Fatih Birol, dem Chef der Internationalen Energieagentur könnte diese Krise schlimmer werden als alles, was Europa in den vergangenen 50 Jahren erlebt hat. Rund zehn Prozent des weltweiten Ölverbrauchs sind durch die Blockade der Straße von Hormuz und zerstörte Produktionsanlagen weggefallen, mehr als bei den Ölpreisschocks der 1970er-Jahre. Christoph Dolna-Gruber von der Österreichischen Energieagentur erklärt im Podcast, warum Diesel dabei knapper ist als Benzin, was die neue Spritpreisbremse taugt – und wo Österreich heute besser aufgestellt ist als noch vor vier Jahren. Er räumt mit einer verbreiteten Hoffnung auf: Hohe fossile Preise treiben nicht automatisch die Energiewende voran. Denn wenn Gas teuer wird, verbrennen viele Länder schlicht mehr Kohle. Dennoch sieht der Energieexperte in der aktuellen Situation auch eine Chance: Sie zeigt schonungslos, wohin die jahrzehntelange Abhängigkeit von fossilen Importen führt – und macht erneuerbare Energie politisch unausweichlicher denn je.
Fri, 27 Mar 2026 - 273 - Warum wir unsere Fäkalien besser nutzen sollten
Rund 600 Millionen Tonnen Kot produzieren Menschen jedes Jahr. Über die Geschichte der Menschheit kam so in etwa das Gewicht des Mount Everests an Kacke zusammen. Das schreibt die deutsche Journalistin Ursula Kosser in ihrem neuen populärwissenschaftlichen Buch "Schöne Scheiße: Wie unsere Fäkalien die Ressource der Zukunft sein können", das kürzlich im Oekom-Verlag erschienen ist. Kosser findet: Über menschlichen und tierischen Kot sollte viel mehr gesprochen und nachgedacht werden. Denn mit den Fäkalien ließe sich weit mehr machen als bisher. Statt Kot mit wertvollem Trinkwasser im Klo hinunterzuspülen, könnte der Rohstoff der Schlüssel zur Ernährungssicherheit, Energieversorgung und Gesundheit sein.
Fri, 13 Mar 2026 - 272 - Weltraumschrott: Brauchen wir eine Müllabfuhr im All?
Zigtausende Objekte rasen mit rund 25.000 Kilometern pro Stunde um die Erde. Die meisten davon sind Schrott. Ausgediente Satelliten und Raketenstufen werden zur wachsenden Gefahr für die Raumfahrt. Denn Kollisionen erzeugen Millionen neuer Trümmerteile, die wiederum weitere Zusammenstöße auslösen können. Eine Kettenreaktion, die den Weltraum zunehmend unbenutzbar machen könnte. In Zeiten, in denen die Raumfahrt boomt und Mega-Konstellationen wie Starlink Tausende neue Satelliten ins All bringen, wird das Ausweichen zum Alltag: Alle zwei Wochen muss ein Ausweichmanöver geflogen werden, berichtet Holger Krag im Podcast Edition Zukunft. Er leitet die Abteilung für Weltraumsicherheit bei der Europäischen Weltraumagentur ESA. Doch es gibt Lösungsansätze: Von Lasern am Boden über eine regelrechte Müllabfuhr im Weltraum bis hin zur Kreislaufwirtschaft im Orbit. Krag erklärt, welche Technologien bereits in Entwicklung sind, warum internationale Verkehrsregeln für den Weltraum fehlen und wie ein Markt für Rückholmissionen entstehen könnte – inklusive Versicherungen für gestrandete Satelliten.
Fri, 27 Feb 2026 - 271 - Biogas aus Bananenschalen: Wie Mist zu Energie wird
Eva Maria Prehm beschäftigt sich in ihrer Arbeit den ganzen Tag mit Mist. Anstatt braune Bananenschalen, Apfelputzen oder Zucchini-Strünke verrotten zu lassen, erforscht sie, wie sich aus organischen Abfällen Biogas erzeugen lässt. Ihre Verbündeten sind Bakterien und Archaeen, die in speziellen Reaktoren organisches Material zu Methan abbauen. Das Problem: Verholzte Pflanzenmaterialien wehren sich, manche Inhaltsstoffe sind giftig für die empfindlichen Mikroorganismen. In Österreich speisen erst 16 Anlagen Biomethan ins Gasnetz ein – dabei könnte die Technologie gerade dort punkten, wo Elektrifizierung an Grenzen stößt.
Fri, 13 Feb 2026 - 270 - Neue Mond-Missionen: "Diesmal bleiben wir"
Die US-Raumfahrtbehörde Nasa plant mehrere spektakuläre Mond-Missionen. Wenn alles gut geht, bricht am 7. Februar die Crew der Mission Artemis 2 in Richtung Mond auf und wird den Trabanten umrunden. Die Mission Artemis 3 soll dann im Jahr 2027 starten, um erstmals seit den 1970er-Jahren wieder Menschen auf die Mondoberfläche zu bringen. Die Nasa und ihre Partner haben dabei ganz andere Ziele als bei den früheren Mondflügen. Langfristig will man eine Raumstation auf dem Mond errichten, in der Astronautinnen und Astronauten forschen könnten. Sogar ein Atomkraftwerk für den Mond sei geplant, wie die Nasa bekräftigt. Der Experte Volker Schmid vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) analysiert, was in den kommenden Jahrzehnten auf dem Mond alles passieren könnte.
Fri, 30 Jan 2026 - 269 - Kann KI die Natur retten?
Bewegungsprofile von Walhaien, Nashörner mit elektronischen Halsbändern, die vor Wilderern warnen, und Berggorillas mit eigenen Bankkonten – künstliche Intelligenz eröffnet dem Naturschutz völlig neue Möglichkeiten. Die Biologin Frauke Fischer erklärt im Podcast konkret, wie Algorithmen bereits heute Muster in gigantischen Datenmengen erkennen, die Menschen nie erfassen könnten. Zusammen mit der Ökonomin Hilke Oberhansberg hat sie Ende 2025 das Buch "Kann KI die Natur retten" veröffentlicht. Doch das Werkzeug ist zweischneidig: Die gleichen Technologien, die bedrohte Arten schützen sollen, könnten sie auch gefährden, wenn die Daten in falsche Hände geraten. Problematisch ist auch der ökologische Fußabdruck der KI selbst. Rechenzentren verbrauchen so viel Strom wie ganze Städte, für die Hardware werden seltene Erden aus den artenreichsten Regionen abgebaut. Kann eine Technologie die Natur retten, die selbst zur Bedrohung geworden ist?
Fri, 16 Jan 2026 - 268 - Replay: Wann und wie Demokratien untergehen
Der Wandel passiert meist schleichend: Schritt für Schritt untergraben Politiker und Parteien demokratische Institutionen. Und wenn sie damit fertig sind, ist von einer einstigen Demokratie meist nurmehr die Hülle übrig, sagt die Politikwissenschafterin Tamara Ehs. Dieser politische Wandel trifft für viele wohl gerade auf die USA zu – wobei US-Präsident Donald Trump laut Ehs im Vergleich zur Vergangenheit und zu anderen Machthabern die Demokratie aktuell sogar beachtlich schnell umbaut. Im Podcast "Edition Zukunft" spricht Ehs darüber, welche Versuchungen von "starken Männern" wie Donald Trump ausgeht, inwiefern eine Autokratisierung mit Krisen wie dem Ukrainekrieg und der Corona-Pandemie zusammenhängt, wie sich diese Entwicklung stoppen lässt und warum sich unsere Demokratien dafür wandeln müssen. **Hat Ihnen dieser Podcast gefallen?** Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: [abo.derstandard.at](https://abo.derstandard.at/?ref=Podcast&utm_source=derstandard&utm_medium=podcast&utm_campaign=podcast&utm_content=podcast)
Fri, 09 Jan 2026 - 267 - Replay: Wie Klimaschutz wieder Spaß macht
Seit über 30 Jahren setzt sich Roger Hackstock für den Klimaschutz ein. Dabei ist er nicht nur motiviert wie am ersten Tag, er lässt sich auch den Spaß an der Arbeit trotz Temperaturextremen, vermehrten Dürren und Starkregenereignissen nicht verderben. Im Gegenteil, Hackstock macht mittlerweile sogar Witze über den Klimawandel. Um auch andere mit seiner Zuversicht anzustecken, hat er das Buch Wie wir die Welt retten, ohne uns dauernd Sorgen zu machen (erschienen bei Kreymayr & Scheriau) geschrieben. **Hat Ihnen dieser Podcast gefallen?** Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: [abo.derstandard.at](https://abo.derstandard.at/?ref=Podcast&utm_source=derstandard&utm_medium=podcast&utm_campaign=podcast&utm_content=podcast)
Fri, 02 Jan 2026 - 266 - Replay: Wie Wien ohne Autos funktionieren würde
An jedem Wochentag rollen rund 464.000 Personen mit dem Auto nach Wien. Das ist eine gewaltige Zahl, zumal laut Verkehrsclub Österreich durchschnittlich auch nur rund eine Person, konkret 1,14, in jedem Auto sitzt. Damit nimmt der Pendlerverkehr viel Platz ein und verursacht neben Abgasen auch immer wieder Staus. Wie könnten alternative Konzepte aussehen, und wie müsste Wien generell gestaltet sein, damit weniger Menschen mit dem Auto durch die Stadt düsen und stattdessen in Öffis steigen oder in die Pedale treten? Darüber und über die Frage, ob Wien jemals eine autofreie Stadt werden kann, sprechen wir in dieser Folge mit Barbara Laa. Sie ist Verkehrsexpertin und forscht an der TU Wien zu den Themen nachhaltige Verkehrssysteme, Stadtentwicklung und Zukunft der Mobilität. **Hat Ihnen dieser Podcast gefallen?** Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: [abo.derstandard.at](https://abo.derstandard.at/?ref=Podcast&utm_source=derstandard&utm_medium=podcast&utm_campaign=podcast&utm_content=podcast)
Fri, 26 Dec 2025 - 265 - Warum die Rechten Windkraft hassen
Von Donald Trump über die AfD bis zur FPÖ wettern rechte Parteien gegen Windkraftanlagen. Die Rhetorik ist scharf, die Versprechen radikal: Neue Projekte verhindert werden, oder bestehende Anlagen gar abgerissen werden. Doch hinter der Empörung über Landschaftsverschandelung und Vogelsterben stecken oft ganz andere Motive. Benedikt Narodoslawsky und Lukas Kapeller vom STANDARD zeichnen nach, wie sich die FPÖ vom Befürworter erneuerbarer Energien zur schärfsten Kritikerin gewandelt hat. Sie erklären die Verbindungen zu Klimawandelleugnern und fossiler Industrie und analysieren am Fall Kärnten, wie eine Volksbefragung den Windkraftausbau praktisch zum Erliegen gebracht hat.
Fri, 19 Dec 2025 - 264 - Wie "Generationenwälder" Klimaschutz und Rendite vereinen sollen
Bäumepflanzen gilt seit langem als wirkungsvolle Maßnahme gegen den Klimawandel. Viele Unternehmen versprechen, damit einen Beitrag zur weltweiten CO₂-Reduktion zu leisten. Doch nicht immer ist klar, ob aus den Bäumen irgendwann auch ein Wald wird, wie lange dieser am Ende steht und ob auch die Natur und die Menschen vor Ort von diesem profitieren, sagt Charline Joost. Sie sitzt im Vorstand bei "The Generation Forest", einer Genossenschaft aus Deutschland, die in Panama Bäume pflanzen und Wälder aufforsten lässt. Diese sollen den Mitgliedern eine nachhaltige Geldanlage bieten. Im Podcast spricht Joost darüber, warum die Genossenschaft in Panama auf "Generationenwälder" setzt, was diese ausmacht und wie sie sich von anderen Aufforstungsprojekten unterscheiden. Außerdem erklärt sie, wie sich mit den Wäldern Geld verdienen lässt, wie lange es bis dahin dauert und welche Risiken mit Waldinvestments verbunden sind. Klar ist: Auf schnelle Gewinne und hohe Renditen sollte man bei solchen Investitionen nicht hoffen. Dafür aber vielleicht auf etwas, das auch zukünftigen Generationen noch etwas bringt.
Fri, 12 Dec 2025 - 263 - Wie die saudische Zukunftsstadt Neom scheiterte
Neom sollte Saudi-Arabiens Zukunft werden: eine nachhaltige Megacity in der Wüste, unabhängig vom Öl, betrieben mit erneuerbaren Energien. Das spektakulärste Element des Projekts war "The Line" – eine 170 Kilometer lange, verspiegelte Stadt ohne Autos, in der neun Millionen Menschen leben sollten. Doch das Prestigeprojekt von Kronprinz Mohammed bin Salman steht massiv in der Kritik: Menschenrechtsverletzungen, Zwangsumsiedlungen, explodierende Kosten und drastische Plankürzungen werfen ein ganz anderes Licht auf das Vorhaben. Immobilienredakteur Jakob Thaller erklärt im Podcast, warum "The Line" inzwischen auf 2,4 Kilometer geschrumpft ist, warum auch österreichische Architekturbüros am Projekt beteiligt sind und ob die Vision der nachhaltigen Zukunftsstadt endgültig gescheitert ist.
Fri, 05 Dec 2025 - 262 - Hat Skifahren in Österreich noch Zukunft?
Schneedecken werden dünner, Saisonen kürzer, Gletscher verschwinden – und dennoch wird weiter in Liftanlagen investiert und mit Schneekanonen beschneit. Wie viel Winter bleibt der Skination Österreich in Zukunft noch? Auf der Messe Buch Wien 2025 diskutierten die Wissenschaftsjournalistin Laura Anninger, deren Buch Schnee von morgen kürzlich erschienen ist, der Meteorologe Markus Wadsak und Stefan Kreppel von der Österreich Werbung. Sie sprachen über aktuelle Klimadaten, die Grenzen technischer Beschneiung, neue Formen des Winterurlaubs und den schwierigen Spagat zwischen wirtschaftlichen Interessen und echter Nachhaltigkeit.
Fri, 28 Nov 2025 - 261 - Ist das Privatauto ein Auslaufmodell?
Mobilitätsexpertin Katja Diehl fährt den Golf Variant ihrer Eltern, weil am Land keine Alternative existiert – dabei würde sie sich lieber On-Demand-Busse wünschen. Schließlich bewegen sich Autos durchschnittlich nur 45 Minuten am Tag, die restlichen 23 Stunden stehen sie ungenutzt herum. Eine Ineffizienz, die sich die Gesellschaft bei keinem Bus- oder Bahnsystem leisten würde. "Wir haben kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem", sagt Diehl im Gespräch mit Philip Pramer auf der STANDARD-Bühne bei der Buch Wien. Denn alle Lösungen für bessere Mobilität seien längst bekannt. Ihr neues Buch "Picknick auf der Autobahn", geschrieben mit dem deutschen Drehbuchautor und Journalisten Mario Sixtus, zeigt eine nahe Zukunft, in der Straßen wieder Menschen gehören. Im Podcast spricht sie über ihren Vater mit Rollator, der keine begehbaren Wege findet, über Autosubventionen in Höhe von 20 Milliarden Euro jährlich und über erfolgreiche Beispiele aus Paris oder Nordhorn. Diehls These: Die Mobilitätswende geht weit über Klimaschutz hinaus – es geht um Gerechtigkeit und Lebensqualität. Doch während die Politik gerade einen massiven Backlash erlebt, ist Diehl überzeugt, dass Autobesitz künftig die Ausnahme sein wird. Wächst da tatsächlich eine Generation heran, die sich nicht mehr über das Auto vor der Tür definiert?
Fri, 21 Nov 2025 - 260 - Was der Wiener Mitmach-Supermarkt Mila anders machen will
Nach rund fünf Jahren Planung war es Anfang Oktober so weit: Der Mitmach-Supermarkt Mila hat im Wiener Bezirk Meidling eröffnet und stellt sich dem Realitäts-Check. Unweit der U6-Station Niederhofstraße entfaltet Mila auf 350 Quadratmetern eine Einkaufswelt, in der es nicht um schnellen Profit und maximale Effizienz gehen soll, wie man dies aus dem Wettbewerb der Supermarktketten kennt. Mila will nach ganz anderen Prinzipien handeln, organisiert ist man als Genossenschaft. Alle Eigentümerinnen und Eigentümer arbeiten hier zugleich auch alle vier Wochen für eine Schicht mit. Außerdem will Mila mit transparenter Preisbildung (einheitlich 30 Prozent Aufschlag auf jedes Lebensmittel) und hohem Bio-Anteil überzeugen. Wird es dem Geschäft gelingen, in Wien eine Institution zu werden?
Fri, 14 Nov 2025 - 259 - Warum Postbusse jetzt Insekten sammeln
Über 3.400 Insektenarten leben in vier österreichischen Bundesländern – das zeigt ein Forschungsprojekt der Universität Innsbruck, bei dem Linienbusse als mobile Sammler dienten. Die Methode klingt ungewöhnlich: Windschutzscheiben werden abgewischt, die Reste landen im Labor, und mittels DNA-Analyse lässt sich bestimmen, welche Arten durch die Landschaft fliegen. Michael Traugott vom Institut für Zoologie der Universität Innsbruck spricht über die Rolle von Insekten in Ökosystemen, den Einfluss der Klimaerwärmung auf ihre Verbreitung und darüber, warum sich gerade Busse für ein großflächiges Monitoring eignen. Unter den Funden: eine Heuschreckenart, die seit den 1960er-Jahren in Österreich als ausgestorben galt, sowie invasive Schädlinge wie die Marmorierte Baumwanze.
Fri, 07 Nov 2025 - 258 - Was bedeutet es, wenn die Weltbevölkerung wieder schrumpft?
Rund acht Milliarden Menschen leben heute auf der Erde – so viele wie nie zuvor. Doch das rasante Wachstum, das über Jahrhunderte anhielt, verlangsamt sich deutlich. In immer mehr Ländern sinken die Geburtenraten und Prognosen sagen: Die Weltbevölkerung beginnt wohl noch in diesem Jahrhundert wieder zu schrumpfen. Was das für die Menschheit bedeutet und welche Chancen und Gefahren in dieser Entwicklung liegen, darüber sprechen wir in dieser Folge von "Edition Zukunft". Zu Gast ist Thomas Fent, Bevölkerungsökonom am Institut für Demografie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.
Fri, 31 Oct 2025 - 257 - Wie gründet man einen Nationalpark, Frau Promberger?
Vor über 30 Jahren zog Barbara Promberger nach Rumänien – der Wölfe wegen. Was als Forschungsreise begann, wurde zu einer Lebensaufgabe: dem Schutz der letzten großen Urwälder Europas. Gemeinsam mit ihrem Mann gründete sie die Stiftung Foundation Conservation Carpathia, die mittlerweile 28.000 Hektar Wald in den rumänischen Karpaten besitzt – ein Mosaik aus unberührter Wildnis, wiederaufgeforsteten Kahlschlägen und Lebensraum für Bären, Wölfe und Luchse. Ihr Ziel: die Schaffung eines 200.000 Hektar großen Nationalparks in den Făgăraș-Bergen, der nicht nur Natur bewahren, sondern auch neue Perspektiven für die lokale Bevölkerung eröffnen soll. Im Podcast erzählt Promberger, wie man Wälder kauft, um sie zu retten, warum Skepsis und Begeisterung bei ihrem Projekt oft nah beieinander liegen – und weshalb wahre Naturschutzarbeit bedeutet, auch die Menschen mitzunehmen.
Fri, 24 Oct 2025 - 256 - Warum uns (noch) kein Roboter die Zähne putzt
Während selbstfahrende Autos und Roboter unseren Alltag erobern, bewegen wir täglich sechs Minuten lang ein Stück Plastik mit Borsten durch den Mund. Die Zahnbürste hat sich seit Jahrhunderten kaum verändert – doch warum scheitern alle Versuche, sie zu revolutionieren? Von den alten Ägyptern mit ihren Zahnpasten aus Ochsenhufen bis zu heutigen High-Tech-Startups: Die Geschichte der Zahnhygiene ist geprägt von Innovationen und spektakulären Pleiten. Das Wiener Startup Amabrush versprach Zahnreinigung in zehn Sekunden und sammelte vier Millionen Euro ein – bevor es 2019 in Konkurs ging. Auch das Luxus-Gerät von Epitome mit 100 Sensoren und 14 Nanokameras für 2400 Euro konnte sich nicht am Markt behaupten. Warum sind automatische Zahnbürsten zum Scheitern verurteilt? Und welche Zukunftstechnologien könnten das Zähneputzen tatsächlich ablösen – von Nanobots bis zur Kariesimpfung?
Fri, 17 Oct 2025 - 255 - Wie sich das 1,5-Grad-Klimaziel noch retten lässt
Das 1,5-Grad-Ziel von Paris wird voraussichtlich überschritten werden – zumindest vorübergehend. 2024 war bereits das erste Jahr, in dem die globale Mitteltemperatur über dieser Marke lag. Klimaforscher Carl-Friedrich Schleußner erklärt, warum ein solches Overshoot-Szenario dramatische Folgen hat: Korallenriffe bleichen massenhaft ab, Extremwetterereignisse nehmen zu, und Kipppunkte wie das Abschmelzen des grönländischen Eisschilds rücken näher. Um die Temperaturen langfristig wieder zu senken, braucht es eine gigantische atmosphärische Müllabfuhr, Neben natürlichen Senken wie Wäldern und Mooren sind technische Lösungen zur CO2-Entnahme notwendig – deren Potenzial ist jedoch begrenzt. Schleusner warnt davor, sich auf diese Technologien zu verlassen und betont: Maximale Emissionsreduktion muss absolute Priorität haben. Trotz düsterer Aussichten gibt es auch Hoffnung: Erneuerbare Energien sind inzwischen die günstigste Energieform weltweit, und Länder wie China könnten ihre Emissionen bald senken. Die technologische Revolution vollzieht sich schneller als erwartet – doch die Zeit drängt.
Fri, 10 Oct 2025 - 254 - Ein Königreich in der Wüste: Der verrückte Traum vom "Kingdom of Kush"
Mitten in einer beinahe menschenleeren Wüste soll ein futuristisches Königreich entstehen – mit Flugtaxis, Robotern und Blockchain-Demokratie. "Kingdom of Kush" nennt sich das Projekt, das im Niemandsland Bir Tawil zwischen Ägypten und Sudan einen neuen Staat aufbauen will und über das wir in dieser Folge Edition Zukunft sprechen. Hinter der Idee stehen ein selbsternannter König aus New York, eine ehemalige Nonne und ein Ex-Premierminister. Schon andere Abenteurer haben in Bir Tawil Flaggen in den Sand gesteckt, doch diesmal wirkt das Projekt ein bisschen professioneller. Millionen Menschen sollen angeblich Interesse an der Staatsbürgerschaft bekundet haben, woher das Geld für den Aufbau des Stadtstaates kommen soll, bleibt dennoch nebulös. Wie realistisch ist das Ganze – und wo verläuft die Grenze zwischen ernsthaftem Staatsprojekt und PR-Spektakel?
Fri, 03 Oct 2025 - 253 - Abfallexperte über die größten Müllsünden in Österreich
Pfandflaschen, gelbe Tonnen und leuchtende Kinderschuhe: Roland Pomberger, Professor für Abfallwirtschaft an der Montanuniversität Leoben, kennt die Tücken des Entsorgungssystems wie kaum ein anderer. In dieser Folge von Edition Zukunft Klimafragen erklärt er, warum das neue Einwegpfand unverzichtbar ist, wie sich Menschen mit einfachen Tricks zu besserer Mülltrennung bewegen lassen – und weshalb bestimmte Wegwerfprodukte nicht nur unsinnig, sondern sogar brandgefährlich sind.
Fri, 26 Sep 2025 - 252 - Vom Zettelchen zum Emoji: Über die Zukunft der Handschrift
Was passiert eigentlich mit unserer Handschrift im digitalen Zeitalter? Brauchen wir sie überhaupt noch – oder ist sie ein Auslaufmodell? Darum geht es in dieser Folge von Edition Zukunft mit Markus Kiefer, Psychologe und Neurowissenschaftler am Universitätsklinikum Ulm. In einer großen Studie hat Kiefer erforscht, welchen Unterschied es macht, ob wir mit der Hand schreiben oder tippen. Wir haben ihn gefragt, was seine wichtigsten Erkenntnisse waren und was sie für die Zukunft der Handschrift bedeuten. (Lisa Breit, 19.9.2025)
Fri, 19 Sep 2025 - 251 - Mobilitätsforscher: "Es gibt kein Wirtschaftswachstum ohne Verkehrswachstum"
Seit gut 20 Jahren beschäftigt sich Oliver Schwedes mit dem Thema Mobilität. Er hat an der Humboldt-Universität, am Wissenschaftszentrum Berlin und der TU Berlin dazu geforscht. In seinem Buch Verkehr(t) erklärt er, dass der Verkehr den menschlichen Fortschritt zwar lange befördert habe, mittlerweile aber zunehmend das Gegenteil hervorbringe. Schwedes argumentiert, dass der Verkehrssektor "einer der größten Produzenten von Klimagas im weitesten Sinne" sei und zu aktuellen Problemen wie dem Klimawandel beitrage. Gleichzeitig gibt der Mobilitätsforscher aber zu bedenken, dass Verkehr für kapitalistisches Wirtschaften zentral sei und Wirtschaftswachstum und Verkehrswachstum immer noch Hand in Hand gehe. "Wenn wir weniger Verkehrswachstum wollen, stellt das natürlich auch ein Problem dar, das berücksichtigt werden muss", sagt er. Dennoch haben Schwedes Erhebungen ihn nun zu einem durchaus unkonventionellen Lösungsansatz geführt. Er schlägt ein Verkehrssystem vor, bei dem die Menschen ohne eigenes Auto auskommen sollen. Dafür müsse eine Infrastruktur geschaffen werden, in der sich Menschen sowohl in der Stadt als auch auf dem Land öffentlich, mit dem Rad, zu Fuß oder durch Carsharing so gut organisieren können, dass sie kein eigenes Auto benötigen. Wie das funktionieren soll, erklärt er in dieser Folge von "Edition Zukunft".
Fri, 12 Sep 2025 - 250 - Juristin: "Der Algorithmus ist kein neutrales Ding"
Sandra Wachter teilt keine privaten Informationen im Internet. Es habe sie einerseits nie gereizt, andererseits sei sie das aber wohl auch durch ihre Arbeit beeinflusst, sagt die Juristin und Datenethikern. Sie forscht an Algorithmen und Künstlicher Intelligenz am Internet Institute der Universität Oxford in Großbritannien. Gemeinsam mit ihrem Team versucht sie unter anderem das sogenannte Black-Box-Problem zu lösen. Denn derzeit wisse niemand genau, welche Regeln die KI zur Beantwortung einer Frage nutzt, oder warum diese Regeln überhaupt herangezogen werden. Wie dieses Problem gelöst werden kann, inwiefern KI die Demokratie gefährden kann und in welchen Bereichen Algorithmen unser Leben erleichtern werden, erzählt sie in dieser Folge Edition Zukunft.
Fri, 05 Sep 2025 - 249 - Wie der Mensch von nur drei Pflanzen abhängig wurde
Die deutsche Biologin Sarah M. Schmidt erzählt in ihrem Buch "Ohne Mücken keine Schokolade", wieso zwar 3000 essbare Pflanzen auf der Erde wachsen, die heutige Nahrung der Menschen größtenteils aber auf nur 20 davon basiert. Wobei rund 60 Prozent unserer pflanzlichen Kalorien sogar nur aus drei Pflanzen kommen – Weizen, Reis und Mais. Ein Gespräch über das Imageproblem der Kartoffel, die Ahnen unserer heutigen Banane und den weltweiten Siegeszug des Weizens, der noch nicht vorbei ist.
Fri, 29 Aug 2025 - 248 - Für ehemaligen Gefängnisleiter ist Einsperren nicht mehr zeitgemäß
Joachim Walter weiß um die Vorteile und die Nachteile, die Gefängnisse mit sich bringen – und auch um die große Macht, die Gefängnisleitungen innehaben. Über seine jahrelangen Erfahrungen in verschiedenen deutschen Gefängnissen, darunter auch der Jugendstrafanstalt Adelsheim, hat er in seinem Buch Die Freiheit nehm' ich dir. Sinn und Unsinn des Strafvollzugs (Westend-Verlag) geschrieben. Walter ist überzeugt, dass eine Fußfessel für jene geeignet ist, die nicht gefährlich sind, um teilweise sogar besser resozialisiert zu werden als im Gefängnis. Denn: "Einsperren allein hat überhaupt noch nie ein Problem gelöst." Was am Strafvollzug schiefläuft und was an ihm verbessert werden sollte und warum er das Gefängnis als Intensivstation der Gesellschaft bezeichnet, erklärt er in dieser Folge Edition Zukunft.
Fri, 22 Aug 2025 - 247 - Experte: "Kohle und Öl werden von Erneuerbaren aus dem Markt gedrückt"
"Wind und Sonne könnten Öl und Gas in den kommenden 25 Jahren komplett verdrängen" – davon ist der deutsche Energieexperte Tim Meyer überzeugt. Seiner Meinung nach stecken wir inmitten einer Industrierevolution, die von erneuerbaren Energien angetrieben wird. In dieser Folge von "Edition Zukunft" erklärt er, warum die Entscheidung für erneuerbare Energien längst gefallen ist und das nichts mit grüner Politik oder Klimaschutz zu tun hat, sondern lediglich mit Wirtschaftsentscheidungen.
Fri, 15 Aug 2025 - 246 - Was können Städte für mehr Artenvielfalt tun?
Bienen, Blumenwiesen oder Wälder sind wohl die ersten Bilder, die den meisten bei dem Wort Biodiversität in den Kopf schießen. An Städte, dicht besiedelte Wohngebiete und asphaltierte Straßen denkt wohl kaum jemand – allerdings zu Unrecht. Denn obwohl Städte und eine Tier- und Pflanzenvielfalt auf den ersten Blick nicht zusammenpassen, bieten urbane Räume eine Vielzahl an Nutzungsmöglichkeiten. Was muss in einer Stadt getan werden, damit sich Insekten, Vögel, Säugetiere sowie Sträucher und Bäume dort wohlfühlen? Wo hinken österreichische Städte hinterher, und in welchen Bereichen sind sie schon Vorreiter? Darüber diskutieren Biodiversitätsforscher Franz Essl und die Direktorin des MuseumsQuartiers Wien, Bettina Leidl, in dieser Live-Aufnahme. Dieser Podcast ist eine entgeltliche Einschaltung in Form einer Medienkooperation mit dem MuseumsQuartier Wien. Die redaktionelle Verantwortung liegt beim STANDARD.
Fri, 08 Aug 2025 - 245 - Verfehlt Österreich seine Klimaziele?
Nach einem halben Jahr Pause geht es wieder los mit Edition Zukunft Klimafragen, dem STANDARD-Podcast zu Klima und Umwelt. In dieser Folge besprechen wir, was sich klimapolitisch in den vergangenen Monaten getan hat. Wir starten in Österreich, blicken weiter nach Brüssel und sprechen dann über Entwicklungen in der globalen Klimapolitik. Was ist vom angekündigten österreichischen Klimagesetz zu erwarten? Wie steht es um das Klimaziel für 2040? Und sinken Chinas Emissionen nun tatsächlich? Außerdem besprechen wir die jüngste Zusage der EU an Donald Trump, Unmengen an Erdöl, Erdgas und Kohle aus den USA zu importieren – und geben einen Überblick, wie die Vorbereitungen auf die brasilianische Klimakonferenz laufen, die im November stattfinden wird. **Hat Ihnen dieser Podcast gefallen?** Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: [abo.derstandard.at](https://abo.derstandard.at/?ref=Podcast&utm_source=derstandard&utm_medium=podcast&utm_campaign=podcast&utm_content=podcast)
Fri, 01 Aug 2025 - 244 - Ruiniert der Massentourismus Österreichs Städte?
Österreichs Städte ziehen jedes Jahr Millionen Besucherinnen und Besucher aus allen Teilen dieser Welt an. Davon profitieren alle, hieß es lange Zeit. Doch die massenhaft anreisenden Touris sorgen bei den Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohnern zunehmend für Unmut. Wie der Massentourismus zum Problem von Wien bis Innsbruck wird und, wie er sich im Sinne aller verändern muss, darüber wurde während dieser Live-Aufzeichnung in Innsbruck gesprochen. An der Diskussion teilgenommen haben Barbara Plattner, Geschäftsführerin von Innsbruck Tourismus, Norbert Kettner, Chef von Wien Tourismus und Arno Ritter, er leitet den Ausstellungsraum "aut. Architektur und Tirol" und ist Architekturkritiker. **Hat Ihnen dieser Podcast gefallen?** Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: [abo.derstandard.at](https://abo.derstandard.at/?ref=Podcast&utm_source=derstandard&utm_medium=podcast&utm_campaign=podcast&utm_content=podcast)
Fri, 25 Jul 2025 - 243 - Mobilitätsforscher: "Private Autoabstellplätze dürfen nicht in der Stadt sein"
Hermann Knoflacher hat sein Auto bereits in den 1990er-Jahren abgegeben. Er verliere dadurch zu viel Zeit, außerdem sei das Autofahren ungesund. In einer halben Stunde würde man im normalen Verkehr nämlich so viele Abgase einatmen, wie am Arbeitsplatz verboten sind. Und das bei geschlossenem Fenster, wie er erklärt. Knoflacher hat seine Professur an der Technischen Universität Wien am Institut für Verkehrsplanung und -technik bereits 1975 angetreten und sein gesamtes berufliches Leben der Mobilitätsforschung gewidmet Unter seiner Führung wurden Fußgängerzonen wie jene im ersten Wiener Gemeindebezirk geschaffen. Mittlerweile ist er emeritiert, wird aber nicht müde, Alternativen zum Auto voranzutreiben. In dieser Folge Edition Zukunft übt er scharfe Kritik an der "automobilen Gesellschaft", wie er sie nennt, und liefert Ideen und Lösungsansätze, die zu weniger Autos in der Stadt und auf dem Land führen sollen.**Hat Ihnen dieser Podcast gefallen? ** Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: [abo.derstandard.at](https://abo.derstandard.at/?ref=Podcast&utm_source=derstandard&utm_medium=podcast&utm_campaign=podcast&utm_content=podcast)
Fri, 11 Jul 2025 - 242 - Wie die KI unsere Arbeitswelt auf den Kopf stellt
Die Entwicklungen rund um Künstliche Intelligenz und Automatisierung schreiten rasant voran – und mit ihnen wächst die Sorge um unsere Arbeitswelt. Viele befürchten massenweise Jobverluste, andere sehen darin vor allem neue Chancen. Gleichzeitig herrscht große Uneinigkeit über das Ausmaß der Bedrohung, die von den aktuellen Entwicklungen der Automatisierung und der künstlichen Intelligenz ausgeht. Bringt KI nur Risiken, oder auch neue Chancen? Welche gesellschaftlichen Folgen könnten drohen? Und welche Ideen gibt es, um mögliche negative Effekte abzufedern? Darüber sprechen wir in dieser Folge von Edition Zukunft.
Fri, 27 Jun 2025 - 241 - Wie Bewohner ein Wohnhaus selbst planten und verwalten
Sieben Stöcke, eine Fassade aus Holz, dutzende Balkone, darunter ein Café, in dem Lebensmittel und Eis verkauft werden: Auf den ersten Blick wirkt das Wohnhaus im Nordbahnviertel in Wien zwar durchaus einladend, aber nicht so anders als die anderen Wohnhäuser in der Umgebung. Auch dessen Name, "Wohnprojekt Wien", lässt wenig Besonderes erahnen. Und dennoch verbirgt sich hinter dem Wohnhaus eine spezielle Geschichte, sagt die österreichische Autorin und Wirtschaftsjournalistin Barbara Nothegger. So speziell, dass Nothegger nun eine Neuauflage ihres Buches Sieben Stock Dorf über das Projekt veröffentlichte. Nothegger muss es wissen, immerhin hat sie selbst mehr als zehn Jahre in dem Wohnhaus gelebt und war in der Gründungsphase beteiligt. Beteiligt deshalb, weil das Haus von den Bewohnerinnen und Bewohnern selbst geplant, gebaut und nun verwaltet wird: 39 Wohneinheiten mit rund 100 Bewohnerinnen und Bewohnern, die sich Lastenräder, Gemeinschaftsräume und einen Garten teilen, die Mieten selbst festlegen und nachbarschaftlich kochen und auf die Kinder aufpassen. Die Vision: Nachhaltigkeit in sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer Hinsicht umzusetzen, sagt Nothegger. Im Podcast spricht die Autorin darüber, wie aufreibend und zeitintensiv es war, das Wohnhaus zu verwirklichen, wie 70 Erwachsene es schaffen, gemeinsam Entscheidungen zu treffen, was andere Menschen aus dem Versuch noch lernen können und warum sie sich am Ende doch entschied, wieder aus dem Wohnhaus auszuziehen. **Hat Ihnen dieser Podcast gefallen?** Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: [abo.derstandard.at](https://abo.derstandard.at/?ref=Podcast&utm_source=derstandard&utm_medium=podcast&utm_campaign=podcast&utm_content=podcast)
Fri, 13 Jun 2025 - 240 - Warum wieder ein Millionär sein Vermögen verschenkt hat
Sebastian Klein hat etwas getan, das wohl nur sehr wenige Menschen nachvollziehen können: Er war Multimillionär und hat 90 Prozent seines Vermögens verschenkt. Wie er zu seinem Reichtum gekommen ist und vor allem wie und warum er ihn wieder losgeworden ist, besprechen wir in dieser Folge von Edition Zukunft. **Hat Ihnen dieser Podcast gefallen?** Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: [abo.derstandard.at](https://abo.derstandard.at/?ref=Podcast&utm_source=derstandard&utm_medium=podcast&utm_campaign=podcast&utm_content=podcast)
Fri, 30 May 2025 - 239 - Wie Klimaschutz wieder Spaß macht
Seit über 30 Jahren setzt sich Roger Hackstock für den Klimaschutz ein. Dabei ist er nicht nur motiviert wie am ersten Tag, er lässt sich auch den Spaß an der Arbeit trotz Temperaturextremen, vermehrten Dürren und Starkregenereignissen nicht verderben. Im Gegenteil, Hackstock macht mittlerweile sogar Witze über den Klimawandel. Um auch andere mit seiner Zuversicht anzustecken, hat er das Buch Wie wir die Welt retten, ohne uns dauernd Sorgen zu machen (erschienen bei Kreymayr & Scheriau) geschrieben. **Hat Ihnen dieser Podcast gefallen?** Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: [abo.derstandard.at](https://abo.derstandard.at/?ref=Podcast&utm_source=derstandard&utm_medium=podcast&utm_campaign=podcast&utm_content=podcast)
Fri, 16 May 2025 - 238 - Machen Städte psychisch krank?
Das Leben in der Stadt kann manchmal ganz schön stressig und auch unangenehm sein. Zum Beispiel, wenn die U-Bahn überfüllt ist oder die Straßen mit hupenden und nach Abgasen stinkenden Autos verstopft sind. Doch, dass sich das Leben in der Stadt derart auf die Psyche auswirkt, dass Menschen in der Stadt einer Studie zufolge häufiger psychisch erkranken als Menschen am Land, ist dann doch sehr erstaunlich. Der Psychiater und Stressforscher Mazda Adli war auch überrascht, als er die Ergebnisse erstmals gelesen hat und wollte mehr dazu wissen. Um herauszufinden, wie Städte künftig aussehen und was sie bieten müssen, damit sie ihre Bewohnerinnen und Bewohner nicht krank machen, hat Adli ein Forschungsprojekt ins Leben gerufen. Darüber und was uns in der Stadt Freude bereitet, sprechen wir in dieser Folge Editions Zukunft. **Hat Ihnen dieser Podcast gefallen?** Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: [abo.derstandard.at](https://abo.derstandard.at/?ref=Podcast&utm_source=derstandard&utm_medium=podcast&utm_campaign=podcast&utm_content=podcast)
Fri, 02 May 2025 - 237 - Wann und wie Demokratien untergehen
Der Wandel passiert meist schleichend: Schritt für Schritt untergraben Politiker und Parteien demokratische Institutionen. Und wenn sie damit fertig sind, ist von einer einstigen Demokratie meist nurmehr die Hülle übrig, sagt die Politikwissenschafterin Tamara Ehs. Dieser politische Wandel trifft für viele wohl gerade auf die USA zu – wobei US-Präsident Donald Trump laut Ehs im Vergleich zur Vergangenheit und zu anderen Machthabern die Demokratie aktuell sogar beachtlich schnell umbaut. Im Podcast "Edition Zukunft" spricht Ehs darüber, welche Versuchungen von "starken Männern" wie Donald Trump ausgeht, inwiefern eine Autokratisierung mit Krisen wie dem Ukrainekrieg und der Corona-Pandemie zusammenhängt, wie sich diese Entwicklung stoppen lässt und warum sich unsere Demokratien dafür wandeln müssen. **Hat Ihnen dieser Podcast gefallen?** Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: [abo.derstandard.at](https://abo.derstandard.at/?ref=Podcast&utm_source=derstandard&utm_medium=podcast&utm_campaign=podcast&utm_content=podcast)
Fri, 18 Apr 2025 - 236 - Ethikerin fordert kompletten Ausstieg aus Tierindustrie
Statt Kalbsfleisch einfach Erbsenprotein im Schnitzel, und auch die Sachertorte kann komplett vegan mit pflanzlichen Alternativen zubereitet werden. So weit, so bekannt. Neu ist allerdings die Idee von Friederike Schmitz. Sie ist Tierethikerin und Autorin und davon überzeugt, dass sich künftig alle Menschen vegan ernähren sollten und auch könnten. Schmitz selbst lebt seit 15 Jahren vegan und isst laut eigenen Angaben eine bunte Mischung aus Getreide, Hülsenfrüchten, Gemüse, Obst und Nüssen. Sie findet, dass damit auch alle anderen Menschen gut satt werden könnten. Wie ein Ernährungssystem komplett ohne Tierindustrie funktionieren soll und welche Auswirkungen eine ausschließlich vegane Ernährung auf das Tierwohl und den Klimawandel hätte, erklärt sie in dieser Folge "Edition Zukunft". **Hat Ihnen dieser Podcast gefallen?** Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: [abo.derstandard.at](https://abo.derstandard.at/?ref=Podcast&utm_source=derstandard&utm_medium=podcast&utm_campaign=podcast&utm_content=podcast)
Fri, 04 Apr 2025 - 235 - Warum Männer auf den Straßen oft riskanter unterwegs sind
Große Autos, gefährliche Überholmanöver, dichtes Auffahren oder zu schnelles Fahren: Es sind vor allem Männer, die mit ihren überdimensionierten Autos und ihrem aggressiven Fahrverhalten auf den Straßen Aufmerksamkeit erregen, sagt der Männerberater und Wirtschaftswissenschafter Boris von Heesen. Die Konsequenz: Männer seien sowohl häufiger Täter als auch Opfer von Autounfällen. Kürzlich hat von Heesen das Buch "Mann am Steuer – wie das Patriarchat die Verkehrswende blockiert", veröffentlicht. Darin beschreibt er, weshalb Männer nicht nur in den Unfallstatistiken, sondern auch in der Verkehrspolitik, in Behörden und der Autoindustrie in Deutschland nach wie vor überrepräsentiert sind. Im Podcast spricht er darüber, welche Folgen das für die Verkehrswende hat und wie eine Vision einer nachhaltigen Mobilität aussehen könnte. **Hat Ihnen dieser Podcast gefallen?** Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: [abo.derstandard.at](https://abo.derstandard.at/?ref=Podcast&utm_source=derstandard&utm_medium=podcast&utm_campaign=podcast&utm_content=podcast)
Fri, 21 Mar 2025 - 234 - Ist das Einfamilienhaus noch zeitgemäß?
Das Einfamilienhaus ist der große Lebenstraum vieler Österreicherinnen und Österreicher. Rund zwei Drittel der Bevölkerung wünschen sich ein eigenes Haus mit Garten. Das lassen sich die Häuslbauerinnen und Häuslbauer auch einiges kosten, denn ein Kreditrahmen von einer halben Million Euro ist schon lange keine Seltenheit mehr. Dabei sind jahrzehntelange Schulden nicht das einzige Argument, das gegen das Einfamilienhaus spricht. Ein Haus auf die grüne Wiese zu bauen gilt nämlich auch als Klimasünde, weil dabei einerseits viele Emissionen entstehen und andererseits auch der Betrieb des solitär stehenden Hauses viel Energie benötigt. Welche Alternativen es gibt und wie lange Einfamilienhäuser überhaupt noch gebaut werden, besprechen wir in dieser Folge von "Edition Zukunft" mit Bernadette Redl. Sie ist Immobilienredakteurin beim STANDARD. **Hat Ihnen dieser Podcast gefallen?** Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: [abo.derstandard.at](https://abo.derstandard.at/?ref=Podcast&utm_source=derstandard&utm_medium=podcast&utm_campaign=podcast&utm_content=podcast)
Fri, 07 Mar 2025 - 233 - Wie Wien ohne Autos funktionieren würde
An jedem Wochentag rollen rund 464.000 Personen mit dem Auto nach Wien. Das ist eine gewaltige Zahl, zumal laut Verkehrsclub Österreich durchschnittlich auch nur rund eine Person, konkret 1,14, in jedem Auto sitzt. Damit nimmt der Pendlerverkehr viel Platz ein und verursacht neben Abgasen auch immer wieder Staus. Wie könnten alternative Konzepte aussehen, und wie müsste Wien generell gestaltet sein, damit weniger Menschen mit dem Auto durch die Stadt düsen und stattdessen in Öffis steigen oder in die Pedale treten? Darüber und über die Frage, ob Wien jemals eine autofreie Stadt werden kann, sprechen wir in dieser Folge mit Barbara Laa. Sie ist Verkehrsexpertin und forscht an der TU Wien zu den Themen nachhaltige Verkehrssysteme, Stadtentwicklung und Zukunft der Mobilität. **Hat Ihnen dieser Podcast gefallen?** Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: [abo.derstandard.at](https://abo.derstandard.at/?ref=Podcast&utm_source=derstandard&utm_medium=podcast&utm_campaign=podcast&utm_content=podcast)
Fri, 31 Jan 2025 - 232 - Wie gefährlich ist Trump fürs Klima?
Lange hat es nicht gedauert. Bereits in seiner Antrittsrede hat US-Präsident Donald Trump angekündigt, aus dem Pariser Klimaabkommen auszusteigen, um kurz darauf auch schon die ersten Dekrete zu unterzeichnen, die eine gesteigerte Öl- und Gasförderung möglich machen. Welche Klimaschutzmaßnahmen Donald Trump ansonsten noch abschaffen will und was das für den globalen Klimawandel bedeutet, besprechen wir in dieser Folge von Edition Zukunft Klimafragen mit dem STANDARD-Redakteur Benedikt Narodoslawsky. **Hat Ihnen dieser Podcast gefallen?** Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: [abo.derstandard.at](https://abo.derstandard.at/?ref=Podcast&utm_source=derstandard&utm_medium=podcast&utm_campaign=podcast&utm_content=podcast)
Fri, 24 Jan 2025 - 231 - Sigrid Stagl: "Kein Ökonom wird gegen eine CO₂-Steuer sein"
In dieser Folge Edition Zukunft geht es ums Geld, und zwar ganz konkret um das Finanzieren von Klimaschutzmaßnahmen. Sigrid Stagl ist Klimaökonomin und hat als erste Person weltweit im Fach der Ökologischen Ökonomie promoviert. In Ihrem Fachgebiet beschäftigt sich Stagl mit einer der wohl wichtigsten Fragen der heutigen Zeit, nämlich damit, wie Klimaschutzmaßnahmen effizient und wirtschaftsverträglich umgesetzt werden können. Dieser großen Frage versuchen wir in dieser Podcastfolge auf den Grund zu gehen. **Hat Ihnen dieser Podcast gefallen?** Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: [abo.derstandard.at](https://abo.derstandard.at/?ref=Podcast&utm_source=derstandard&utm_medium=podcast&utm_campaign=podcast&utm_content=podcast)
Fri, 17 Jan 2025 - 230 - Autoland statt Klimaticket? Was Kickl für das Klima bedeutet
Nach gescheiterten Verhandlungen mit SPÖ und NEOS bahnt sich in Österreich eine blau-schwarze Koalition an – mit dem ersten FPÖ-Kanzler der Geschichte. Was bedeutet das für die Klimapolitik des Landes? Während das Aus für die Klimaneutralität 2040 als sicher gilt, stehen auch die CO2-Bepreisung und das Klimaticket auf dem Prüfstand. Die selbsternannten "Autofahrerparteien" setzen andere Prioritäten als ihre Vorgänger – doch die EU gibt in vielen klimapolitischen Fragen weiter den Rahmen vor. STANDARD-Wirtschaftsredakteur Benedikt Narodoslavysky ist zu Gast im Podcast und analysiert die bevorstehenden Umbrüche in der österreichischen Klimapolitik – und warum der Siegeszug der erneuerbaren Energien nicht mehr aufzuhalten ist.
Fri, 10 Jan 2025 - 229 - Warum wir gerade jetzt zuversichtlich sein sollten
In der aktuellen Folge von Edition Zukunft geht es um ein Thema, das in Zeiten von Klimakrise, politischen Umbrüchen und globalen Konflikten kaum aktueller sein könnte: Zuversicht. Was bedeutet es, zuversichtlich zu sein, wenn die Nachrichten überwältigend negativ scheinen? Wie können wir lernen, an eine bessere Zukunft zu glauben – und warum ist das überhaupt wichtig? STANDARD-Redakteurin Lisa Breit hat zu dem Thema recherchiert und gibt Auskunft. **Hat Ihnen dieser Podcast gefallen?** Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: [abo.derstandard.at](https://abo.derstandard.at/?ref=Podcast&utm_source=derstandard&utm_medium=podcast&utm_campaign=podcast&utm_content=podcast)
Fri, 20 Dec 2024 - 228 - Sprengstoff für das Klima: Das Geschäft mit illegalen Kältemitteln
Kältemittel sind nahezu unerlässlich: Man braucht sie für Kühlschränke und Tiefkühler, Klimaanlagen und Wärmepumpen. Doch die farb- und geruchlosen Gase, die meist in unscheinbaren Metallflaschen daherkommen, sind in vielen Fällen klimatechnischer Sprengstoff: Treten sie aus, beispielsweise bei Lecks in den Geräten, heizen sie die Atmosphäre langfristig tausend bis zehntausend Mal stärker auf als CO2. Die EU will deshalb seit Jahren den Einsatz besonders klimaschädlicher Kältemittel eindämmen und hat strenge Regeln und Quoten für die Einfuhr von Kältemittel durchgesetzt. Das Ziel: Betriebe durch höhere Preise dazu zu bewegen, auf klimafreundliche Alternativen umzusteigen. Doch Recherchen von STANDARD, Spiegel und Papertrail Media zeigen, wie leicht diese Regeln umgangen werden können und wie illegale Kältemittel in großen Mengen auch nach Österreich kommen. Im Podcast Edition Zukunft Klimafragen sprechen wir gemeinsam mit Laurin Lorenz, Leiter des Investigativteams des STANDARD und Sophia Stahl von Papertrail Media über die Bedeutung von Kältemitteln, den illegalen Handel auf Plattformen wie Willhaben und die Folgen für Klima und Umwelt.
Thu, 12 Dec 2024 - 227 - Menschen werden immer später Eltern, und das hat Folgen
Menschen bekommen immer später Kinder. Und das gilt nicht nur für Promis wie die US-amerikanische Schauspielerin Cameron Diaz, die mit 47 und 51 Mutter wurde oder George Clooney, der mit 56 Vater von Zwillingen wurde – der Trend lässt sich für die gesamte Bevölkerung feststellen. Aber was steckt hinter der Entwicklung, und was bedeutet sie für die Gesellschaft? Und könnten Eltern weiterhin immer älter werden? Darum geht es in der heutigen Folge des Podcasts Edition Zukunft, für die wir mit der STANDARD-Redakteurin Lisa Breit gesprochen haben, die zu dem Thema recherchiert hat. **Hat Ihnen dieser Podcast gefallen?** Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: [abo.derstandard.at](https://abo.derstandard.at/?ref=Podcast&utm_source=derstandard&utm_medium=podcast&utm_campaign=podcast&utm_content=podcast)
Fri, 06 Dec 2024 - 226 - Tote als Kompost - eine gute Idee?
Im norddeutschen Bundesland Schleswig-Holstein bietet das Unternehmen Circulum Vitae unter der Marke Meine Erde bereits seit dem Jahr 2022 sogenannte Reerdigungen an. Dabei wird ein Leichnam in einen Behälter mit Stroh, Heu und Gräsern gebettet und mithilfe von Mikroorganismen in 40 Tagen in Erde verwandelt. Nüchtern betrachtet gleicht das Verfahren einer Kompostierung. Derzeit können Tote in Österreich und weiten Teilen Deutschlands nur auf zwei Wegen bestattet werden: Leichname werden eingeäschert oder in einem Sarg in der Erde beigesetzt. Der Anbieter der Reerdigung verspricht nichts weniger als einen dritten Weg. Der Bundesverband Deutscher Bestatter und renommierte Gerichtsmediziner haben allerdings Zweifel, dass diese Bestattungen tatsächlich so sanft verlaufen, wie es das Unternehmen Circulum Vitae mit seiner Marke Meine Erde darstellt.
Fri, 29 Nov 2024 - 225 - Ohne Phosphor kein Essen: Wie aus Abwasser wieder Dünger wird
Phosphor ist lebenswichtig - für Menschen, Tiere und Pflanzen. Der Großteil des genutzten Phosphors landet über die menschliche Verdauung in der Kanalisation. Dabei könnte dieser wertvolle Rohstoff aus dem Klärschlamm zurückgewonnen werden. Denn obwohl die weltweiten Phosphor-Reserven noch für Jahrhunderte reichen, ist Europa bei der Versorgung von wenigen Ländern abhängig. Die EU hat Phosphor deshalb als kritischen Rohstoff eingestuft. In Kläranlagen wird nun an Wegen geforscht, wie sich der Phosphor aus dem Klärschlamm zurückgewinnen lässt. In Wien bereitet man sich bereits auf diese Herausforderung vor - mit einer neuen Anlage zur Klärschlammverbrennung, die langfristig auch der strategischen Rohstoffsicherung dienen soll.
Fri, 22 Nov 2024 - 224 - Warum Laborfleisch die Gemüter so sehr erhitzt
In den USA kann man es bereits essen, ebenso in Israel und Singapur: Fleisch, das aussieht wie echtes Fleisch und auch genauso schmecken soll, das aber im Labor hergestellt wird. Dafür werden einem Tier schmerzfrei Muskelzellen entnommen und diese dann im Labor zu fertigem Fleisch gezüchtet. An dem Thema erhitzen sich jedoch die Gemüter: Sogenanntes In-vitro-Fleisch oder kultiviertes Fleisch könnte die Fleischproduktion klima- und umweltfreundlicher machen, Tierleid vermeiden und den wachsenden Fleischhunger stillen, sagen die einen. Die österreichische Landwirtschaftskammer sieht in den Produkten, die in der EU noch nicht einmal zugelassen sind, hingegen bereits eine Bedrohung für die heimische Landwirtschaft und fordert ein Verbot. "Viele Argumente rund um Laborfleisch beruhen auf irreführenden Behauptungen", sagt Ivo Rzegotta vom Good Food Institute, das alternative Proteine in Europa voranbringen will, im Podcast "Edition Zukunft Klimafragen". Kultiviertes Fleisch könne viele Fleischprodukte klimafreundlicher machen und auch für Landwirte neue Einkommensquellen liefern. "Ich glaube nicht, dass die Landwirte davon profitieren werden, sondern nur die großen Konzerne", entgegnet Hannes Royer, Bio-Bergbauer in Schladming und Initiator und Obmann des Vereins "Land schafft Leben". Im Podcast diskutieren die beiden darüber, wie nachhaltig kultiviertes Fleisch die Fleischproduktion machen kann und was die Technologie für die Konsumentinnen und Landwirte bedeutet.
Fri, 15 Nov 2024 - 223 - "In der Schule kann die KI wie eine Lehrperson eingesetzt werden"
Die Lehrerin steht an der Tafel und erzählt etwas, die Schülerinnen und Schüler sitzen da und schreiben mit. So kennen das wohl die meisten von uns. Doch Schule kann auch ganz anders aussehen: Lernbüros anstelle von fixen Sitzplätzen, offenes Lernen und ganz neue Fächer, Zeugnisse ohne Noten und künstliche Intelligenz als Instrument, um mehr über die Welt zu erfahren. Mit alledem kennt sich der renommierte Erziehungsexperte und Schulpädagoge Michael Schratz aus, der in der aktuellen Podcastfolge zu Gast ist. Er begleitet als Wissenschafter besonders innovative Schulen in mehreren Ländern. Mit ihm besprechen wir, wie Schulen in Zukunft vielleicht aussehen könnten. **Hat Ihnen dieser Podcast gefallen?** Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: [abo.derstandard.at](https://abo.derstandard.at/?ref=Podcast&utm_source=derstandard&utm_medium=podcast&utm_campaign=podcast&utm_content=podcast)
Fri, 08 Nov 2024 - 222 - Wie man sein Erspartes nachhaltig anlegt
Wie lässt sich mit dem eigenen Geld nicht nur Rendite erwirtschaften, sondern auch etwas Gutes für Umwelt und Klima tun? Dazu ist Susanne Hasenhüttl von der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik (ÖGUT) zu Gast im Podcast. Sie beschäftigt sich bei der NGO bereits seit Jahren mit dem Thema nachhaltige Finanzen. Von Öko-Sparbuch bis zu nachhaltigen Aktienfonds reicht die Palette der Angebote inzwischen. Doch nicht alles, was grün scheint, hält auch was es verspricht. Die Finanzexpertin erklärt, woran man seriöse Angebote erkennt, welche Gütesiegel vertrauenswürdig sind und ob man bei nachhaltigen Investments wirklich auf Rendite verzichten muss.
Fri, 01 Nov 2024 - 221 - Wird uns wegen des Klimawandels das Essen ausgehen?
Einige Lebensmittel sind in den vergangenen drei Jahren spürbar teuer geworden, beispielsweise Orangensaft, Olivenöl und Schokolade. Sind das Warnzeichen für ein Zeitalter, in dem Essen und Getränke wegen des Klimawandels für viele Menschen wieder unerschwinglich oder gar nicht mehr verfügbar sein werden? Der Wifo-Ökonom Franz Sinabell spricht über Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion unter veränderten klimatischen Bedingungen. **Hat Ihnen dieser Podcast gefallen?** Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: [abo.derstandard.at](https://abo.derstandard.at/?ref=Podcast&utm_source=derstandard&utm_medium=podcast&utm_campaign=podcast&utm_content=podcast)
Fri, 25 Oct 2024 - 220 - Eine Oma, die für den Planeten kämpft
Oma zu werden veränderte im Leben von Cordula Weimann so einiges. Vor allem aber wurde ihr durch ihren Enkel erst so richtig bewusst, dass der Planet auch noch für nachfolgende Generationen schön sein muss. Anstatt nur noch ihre Pension zu genießen und zu reisen, widmete sich die Leipzigerin dem Klimaschutz – getrieben von der Erkenntnis, dass die ältere Generation in Politik und Wirtschaft eine zentrale Verantwortung trägt. Weimann gründete die Bewegung "Omas for Future", die es inzwischen nicht nur in Deutschland, sondern auch in Österreich gibt. Über ihr Engagement hat sie kürzlich ein Buch veröffentlicht. Aber wieso spielen Ältere eine so große Rolle im Kampf für die Klimawende? Und wie könnte eine "bessere" Welt aussehen? Darüber sprechen wir diese Woche im Podcast "Edition Zukunft Klimafragen". **Hat Ihnen dieser Podcast gefallen?** Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: [abo.derstandard.at](https://abo.derstandard.at/?ref=Podcast&utm_source=derstandard&utm_medium=podcast&utm_campaign=podcast&utm_content=podcast)
Fri, 18 Oct 2024 - 219 - Könnten Sprachmodelle künftig auch logisch denken?
Für viele Menschen gehört das Sprachprogramm ChatGPT längst zum Alltag. Man lässt das Programm eigene E-Mails schreiben, fremde Texte zusammenfassen oder Informationen zu bestimmten Themen liefern. Innerhalb von Sekunden spuckt es einem auf dem Bildschirm die Antworten aus. Die Ergebnisse sind in vielen Fällen erstaunlich – und sprachlich einwandfrei. Aussagen auf Wahrheit, Schlüssigkeit und Logik prüfen, so wie wir Menschen, kann eine künstliche Intelligenz (KI) jedoch noch nicht. Das könnte sich aber bald ändern. Gemeinsam mit anderen Forscherinnen und Forschern versucht der KI-Wissenschafter Günter Klambauer an der Johannes-Kepler-Universität Linz künstlicher Intelligenz solche Fähigkeiten beizubringen – und sie dafür am Vorbild des menschlichen Gehirns zu trainieren. Ein Programm mit solchen Fähigkeiten könnte künftig etwa auch in sensiblen Bereichen wie in der Medizin oder bei gerichtlichen Verfahren zum Einsatz kommen, glaubt Klambauer. Im Podcast spricht der KI-Experte darüber, wie das in Zukunft gelingen könnte, wie Sprachprogramme momentan lernen und warum wir KI zu häufig menschliche Eigenschaften zuschreiben.
Fri, 11 Oct 2024 - 218 - Brauchen wir künftig keine Natur-, sondern "Menschenschutzgebiete"?
Seit langem gehört Naturschutz zum erklärten Ziel vieler Organisationen, Städte und Staaten. Dabei ist der Begriff eigentlich falsch. Denn es sollte nicht darum gehen, die Natur zu schützen, sondern uns Menschen, sagt Ulrich Burchardt, gelernter Land- und Forstwirt und Oberbürgermeister der deutschen Stadt Konstanz. Wir seien als Menschen Teil der Natur, die Natur zu schützen und den Menschen auszusperren, könne und dürfe nicht das Ziel sein. Vor kurzem veröffentlichte Burchardt das Buch "Menschenschutzgebiet: Wie die Stadt der Zukunft ein Teil der Natur wird". Darin plädiert er dafür, Städte als Schlüssel für eine lebenswerte und klimaneutrale Zukunft zu sehen. "Die Stadt darf nicht das versiegelte Stück Anti-Natur sein", sagt Burchardt. Im Podcast spricht er darüber, wie das gelingen kann, was in der Stadt Konstanz dafür bereits passiert ist und was noch fehlt, und warum es für Klima- und Umweltschutz vor allem auch engagierte Bürgerinnen und Bürger braucht.
Fri, 04 Oct 2024 - 217 - Wie nachhaltig sind ChatGPT und Co?
Künstliche Intelligenz ist drauf und dran, unser Leben zu revolutionieren. Doch zu welchem Preis? Die Server, auf denen die KI-Modelle laufen, fressen Unmengen an Strom - so viel, dass Technologie-Konzerne wie Microsoft oder Google aufgrund des KI-Booms von ihrem Pfad Richtung Klimaneutralität abgekommen sind. In den USA will Microsoft nun sogar ein Atomkraftwerk reaktivieren, um seine Rechenzentren zu versorgen. Philip Pramer und Stefan Mey vom STANDARD diskutieren in dieser Folge, wie der Energiehunger von Künstlicher Intelligenz gestillt werden könnte - und wie effizientere Systeme aussehen könnten.
Fri, 27 Sep 2024 - 216 - Wie Klimawandel und Extremwetter auch den Wildtieren in der Stadt schaden
Extremwetter, wie es sie in den vergangenen Wochen und Monaten gab, sind nicht nur für den Menschen, sondern auch für die Tiere extrem. Durch Hitzewellen etwa wird der Sauerstoff im Wasser knapper, was Fischen schadet. Bei Hochwasser wiederum müssen Rehe, Füchse, Hasen und andere Wildtiere aus ihren Unterschlüpfen flüchten, weshalb man diese dann häufig offen auf den Feldern sitzen sieht, sagt der Zoologe Richard Zink von der Veterinärmedizinischen Universität Wien im Edition Zukunft Klimafragen Podcast. Während manche Arten, wie beispielsweise Insekten, von der Klimaerwärmung profitieren können, können andere weniger gut damit umgehen, sagt die Wildtierökologin Fabienne Selinger, die ebenfalls im Podcast zu Gast ist. Das betrifft auch die vielen Wildtiere, die in den sich aufheizenden Städten wohnen. Gerade dort, wo die Landwirtschaft nur noch von Monokulturen geprägt ist, seien Städte für viele Wildtiere ein wichtiger Zufluchtsort, sagt Zink. Aber wie lassen sich Wildtiere in der Stadt in Zukunft besser schützen? Und welche Rolle kann die Bevölkerung spielen, die Wildtiere dort besser zu erforschen? Darüber sprechen wir in dieser Folge Edition Zukunft Klimafragen mit Selinger und Zink.
Fri, 20 Sep 2024 - 215 - Warum viele Städte am Konzept der Smart City scheitern
Seit Jahren wollen viele Städte auf der Welt das werden, was üblicherweise nur uns Menschen oder Tieren zugeschrieben wird: intelligent. Die Smart City (auf Deutsch: intelligente Stadt) soll einigen Vorstellungen nach einem Technologieparadies gleichen, in dem alles digital abgewickelt wird, Flugtaxis und selbstfahrende Autos unterwegs sind, Kameras und Sensoren alle Bewegungen überwachen oder sich Menschen und Dinge überall digital miteinander vernetzen. "Eine Smart City ist der radikalste Ausdruck einer auf Ordnung und Berechenbarkeit ausgerichteten Lebenseinstellung", schreibt der deutsche Datenschutzexperte Peter Schaar in seinem neuen Buch "Schöne neue Stadt. Überwachungsalbtraum Smart Cities?". Auf dem Reißbrett entworfene Städte, die sich nur an der Technologie orientieren, riskieren, die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner aus den Augen zu verlieren. Das habe an manchen Orten bereits zu leblosen Zentren und wenig zukunftsweisenden Verkehrssystemen geführt. Es geht aber auch anders, sagt Schaar, der rund zehn Jahre lang Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) in Deutschland war. Barcelona habe es etwa geschafft, die Bevölkerung in die Planung intelligenter Städte gut einzubinden. Gut umgesetzt könne das Konzept einer Smart City nicht nur viel Energie und Ressourcen einsparen, sondern Städte auch sicherer und lebenswerter machen. Wie genau das gelingen kann, erklärt Schaar im Edition Zukunft Podcast.
Fri, 13 Sep 2024 - 214 - Warum eine Wirtin statt Schweinsbraten jetzt Müsli serviert
Petra Reingruber kannte man in der Marktgemeinde Hellmonsödt in Oberösterreich bis vor kurzem als Inhaberin des alteingesessenen Kirchenwirts. Sie selbst aß zwar nie viel Fleisch, aber in ihrem Beruf kochte und servierte sie es in Mengen. Im Jahr 2020 wollte sie eine Veränderung und absolvierte einen Kurs zur Ernährungstrainerin. Bald begann sie, sich vegan zu ernähren. Ihre neuen Erkenntnisse und Ernährungsgewohnheiten spiegeln sich seit einigen Monaten auch in ihrem Lokal wider. Die 53-jährige Mühlviertlerin gestaltete ihr Wirtshaus zu einem veganen Frühstückslokal um. In der Podcast-Folge erzählt sie von Impulsen, Widerständen und ihrer persönlichen und kulinarischen Reise der vergangenen vier Jahre. **Hat Ihnen dieser Podcast gefallen?** Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: [abo.derstandard.at](https://abo.derstandard.at/?ref=Podcast&utm_source=derstandard&utm_medium=podcast&utm_campaign=podcast&utm_content=podcast)
Fri, 06 Sep 2024 - 213 - Kann künstliche Intelligenz irgendwann fühlen?
Ein Computersystem, das für einen Menschen freundschaftliche Gefühle empfindet oder sich gar verliebt? Das ist derzeit nur schwer vorstellbar. Dennoch gibt es Stimmen, die sagen, dass das einmal Wirklichkeit werden könnte. Was sie von dieser These hält, haben wir Eva Weber-Guskar gefragt. Sie ist Professorin für Philosophie an der Ruhr-Universität Bochum und Autorin des neuen Buches "Gefühle der Zukunft" (Ullstein Verlag). In der aktuellen Podcastfolge erklärt sie auch, wie gut künstliche Intelligenz bereits in der Lage ist, menschliche Gefühle zu erkennen und zu simulieren. ... Und [hier ](https://www.derstandard.at/story/3000000215301/wie-maenner-mit-ki-freundinnen-ihre-sexfantasien-ausleben) geht es zu der Folge über Männer, die mit KI-Freundinnen ihre sexuellen Fantasien ausleben. **Hat Ihnen dieser Podcast gefallen?** Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: [abo.derstandard.at](https://abo.derstandard.at/?ref=Podcast&utm_source=derstandard&utm_medium=podcast&utm_campaign=podcast&utm_content=podcast)
Fri, 30 Aug 2024 - 212 - Wie sich Städte vor Starkregen schützen können
Je mehr versiegelte Flächen es gibt, desto weniger Regenwasser kann an der Oberfläche versickern – und umso mehr rinnt in die Kanalisation, die mit den Wassermengen häufig nicht mehr fertig wird. Das ist laut Expertinnen und Experten eines das Hauptprobleme, weshalb vor allem Städte durch den Klimawandel künftig mit mehr Überschwemmungen rechnen müssen. Überschwemmungen, wie es sie zuletzt in Wien oder anderen Teilen Österreichs gab. Dabei gibt es einige Ansätze, mit heftigen Regenschauern in Städten künftig besser umzugehen. Beim Schwammstadtprinzip etwa wird versucht, möglichst viel Wasser vor Ort versickern zu lassen – und dieses wieder für trockenere Zeiten zu speichern. Gelingen soll das mithilfe von Entsiegelung, mehr Bäumen oder einer Begrünung der Dächer. Was tut sich auf diesem Gebiet bereits in Wien und in anderen Städten dieser Welt? Darüber haben wir gemeinsam im Podcast und mit einigen Forscherinnen gesprochen. Die Projekte reichen von Sumpfpflanzen am Dach bis hin zu innovativen Gebäudehüllen, die mehr Wasser aufnehmen sollen. Am Ende braucht es eine Kombination vieler Ideen, um Städte künftig besser an die veränderten Bedingungen anzupassen, sind sich Expertinnen einig. Diese sollen nicht nur gegen Überschwemmungen helfen, sondern das Leben in der Stadt insgesamt lebenswerter machen.
Fri, 23 Aug 2024 - 211 - Welchen Fisch darf man noch essen?
Für viele gehört er beim Urlaub am Meer einfach dazu: Der Fisch auf dem Teller. Fisch gilt grundsätzlich auch als gesund - viele Ernährungsempfehlungen, auch die offzielle österreichische, raten zu ein bis zwei Mal Fisch in der Woche. Rund acht Kilo Fisch werden in Österreich pro Kopf gegessen, im globalen Durchschnitt sind es sogar 21 Kilogramm. Aber es gibt eben so einiges, was den Fischgenuss trübt. Die Meere sind überfischt, viele Arten sind bedroht und die industrielle Fischerei zerstört ganze Ökosysteme in den Meeren. Auch die Aquakulturen stehen in der Kritik – wegen Antibiotika, Zerstörung von Lebensräumen und die Verwendung von Wildfisch als Futter. Sollte man angesichts dieser Probleme überhaupt noch Fisch essen? Und wenn ja, welchen? Wie können wir Fisch genießen, ohne dabei die Meere zu plündern? Diese Fragen beantwortet Axel Hein im Podcast Edition Zukunft. Er ist studierter Meeresbiologe und seit 2009 beim Meeresschutzprogramm der Umweltorganisation WWF.
Fri, 16 Aug 2024 - 210 - Mit dem E-Auto in den Urlaub (für Anfänger)
STANDARD-Redakteur Jakob Pallinger fährt jeden Sommer in den Urlaub nach Kroatien – so auch dieses Jahr. Nur eines ist dieses Mal anders: Er ist erstmals mit einem Elektroauto unterwegs. Als völliger Neuling in Sachen E-Mobilität startete er mit dem firmeneignene E-Mobil zu seiner 500 Kilometer langen Reise auf die Insel Krk. Doch welche Ladestationen gibt es entlang der Route? Wie funktioniert das Aufladen und welche Kosten kommen auf einen zu? Welche Apps und Karten sind hilfreich? In der aktuellen Podcast-Folge teilt er seine neu gewonnenen Erfahrungen, von der akribischen Planung über die Kosten bis hin zur tatsächlichen Fahrtdauer.
Fri, 09 Aug 2024 - 209 - Wie könnte eine Heimat im Weltall aussehen?
Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, wie es wäre, auf einem anderen Planeten zu leben? Am Morgen am Mond aufzuwachen und auf die Erde zu schauen? Oder auf einer permanenten Basis am Mars nach Leben zu suchen? Die Weltraumarchitektin Waltraut Hoheneder und der Weltraumarchitekt René Waclavicek machen sich ganz konkrete Gedanken über eine Heimat im Weltall. In ihrem Büro für Weltraumarchitektur Liquifer in Wien entwerfen sie Raumstationen und Basen für das Leben im All oder auf anderen Planeten. Sie sollen nicht nur ferne Zukunftsvorstellungen sein – sondern auch drängende Probleme auf der Welt lösen. In der aktuellen Folge von Edition Zukunft sprechen Hoheneder und Waclavicek über ihre Arbeit.
Fri, 02 Aug 2024 - 208 - Obstexperte: "In den Supermärkten nimmt die Sortenvielfalt ab"
Jeder kennt sie, die roten Gala-Äpfel im Supermarkt. Aber wer hat schon einmal etwas vom Geistapfel, vom süßen Klapperapfel oder vom Mininger gehört? Alle drei Apfelsorten sind aktuell vom Aussterben bedroht und werden nur noch sehr lokal angebaut. Im Supermarkt sucht man sie meist vergeblich. Bernd Kajtna vom niederösterreichischen Verein Arche Noah versucht, solche seltene Sorten zu retten. Ihm geht es nicht nur um Äpfel-, sondern auch um viele andere Obst- und Gemüsesorten. In einer Samenbank speichert der Verein das Saatgut von mehr als 5000 alten und seltenen Pflanzensorten, um daraus eines Tages wieder neue Sorte züchten zu können. Denn diese brauche es, um nicht nur auf den Klimawandel, sondern auch auf den Ernährungswandel zu reagieren, sagt Kajtna. Im Podcast spricht Kajtna darüber, wie lange Saatgut in solchen Samenbanken aufbewahrt werden kann, welche Gefahren er in Gentechnik sieht und was jeder Einzelne zu mehr Vielfalt beim Obst und Gemüse beitragen kann. **Hat Ihnen dieser Podcast gefallen?** Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: [abo.derstandard.at](https://abo.derstandard.at/?ref=Podcast&utm_source=derstandard&utm_medium=podcast&utm_campaign=podcast&utm_content=podcast)
Fri, 26 Jul 2024 - 207 - Vergiftet Social Media unsere Demokratie?
Was als Vision einer freien und offenen Informationsgesellschaft begann, wirft heute mehr Schatten als Licht: Das Internet und insbesondere die sozialen Medien. Anstatt als Orte des Austauschs und der demokratischen Teilhabe zu dienen, werden sie zunehmend für die Verbreitung von Falschinformationen, Hass und Hetze missbraucht. Im STANDARD-Zukunftsgespräch diskutieren die Schriftstellerin Eva Menasse, die Digitalexpertin Ingrid Brodnig und der Kabarettist Florian Scheuba darüber, was die Sozialen Medien mit unserer Demokratie machen - und diskutieren Wege aus der Krise.
Fri, 19 Jul 2024 - 206 - Was Bauern über das Renaturierungsgesetz denken
Das Renaturierungsgesetz ist politisch hochumstritten: Über Monate hinweg wurde der Vorschlag auf EU-Ebene hitzig diskutiert. Von Enteignungen war ebenso die Rede wie von Bauern, die Schmetterlinge zählen müssten, und von einer Gefahr für die Ernährungssicherheit. Doch wie denken Landwirte über die Verordnung, die beinahe Österreichs Regierung gesprengt hat? STANDARD-Redakteur Lukas Kapeller hat sowohl mit Landwirten, die sich für das Gesetz aussprechen, als auch mit Gegnern aus der Bauernschaft gesprochen. Zwei von ihnen kommen in dieser Folge von Edition Zukunft Klimafragen zu Wort: Milchbauer Ernst Halbmayr aus dem Mostviertel spricht sich für das Gesetz aus und sieht darin Chancen für Klimaschutz und nachhaltige Landwirtschaft. SPÖ-Bauer Michael Schwarzlmüller hingegen kritisiert die Verordnung als übereilt und sorgt sich um Entschädigungen für betroffene Landwirte.
Fri, 12 Jul 2024 - 205 - Der lange Weg zur nachhaltigen Kreuzfahrt
Mit dem Sommer nimmt auch die Zeit der Kreuzfahrtschiffe wieder richtig Fahrt auf: Schwimmende Städte, die Platz für tausende Passagiere und Besatzungsmitglieder, zig Pools und Restaurants bieten und die immer größer werden. “Die Kreuzschifffahrt repräsentiert einen eigenen Mikrokosmos, von dem aus man die Welt bereisen kann”, sagt Stefan Gössling, Professor für nachhaltigen Tourismus an der Universität Lund in Schweden. Das mache sie gerade bei älteren Menschen nach wie vor so beliebt. Von Nachhaltigkeit sei die Branche aber immer noch weit entfernt. Dabei versprechen große Reedereien genau das für die Zukunft: Kreuzfahrten ohne schlechtem Gewissen, klimaneutral und kaum schädlich für die Umwelt. Gelingen soll das vor allem mit Flüssiggas, synthetischen Treibstoffen, oder mit Batterien und Segeln. Im Podcast spricht Gössling darüber, wie aussichtsreich diese Alternativen sind, welche Folgen die Kreuzschifffahrt nach wie vor für den Tourismus hat und worauf man achten kann, wenn man eine nachhaltigere Reise mit einem Kreuzfahrtschiff buchen möchte. **Hat Ihnen dieser Podcast gefallen?** Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: [abo.derstandard.at](https://abo.derstandard.at/?ref=Podcast&utm_source=derstandard&utm_medium=podcast&utm_campaign=podcast&utm_content=podcast)
Fri, 05 Jul 2024 - 204 - So lange braucht unser Müll, um sich in der Natur zu zersetzen
Plastiksackerl, Kekspackungen, ausgespuckte Kaugummis oder Zigarettenstummel: Zu oft landet etwas in der Natur, das eigentlich in den Mistkübel gehört. Doch was hat das für Folgen? Wenn es ums Verrotten geht, gilt: Abfall ist nicht gleich Abfall. Ines Fritz forscht seit vielen Jahren an der Universität für Bodenkultur zur Abbaubarkeit von Materialien. In dieser Podcastfolge von "Edition Zukunft Klimafragen" erklärt sie, wie sich unser Müll zersetzt, wenn er achtlos in der Natur weggeworfen wird. Und wie lange er dafür braucht. **Hat Ihnen dieser Podcast gefallen?** Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: [abo.derstandard.at](https://abo.derstandard.at/?ref=Podcast&utm_source=derstandard&utm_medium=podcast&utm_campaign=podcast&utm_content=podcast)
Fri, 28 Jun 2024 - 203 - Verliert die EU bei der Raumfahrt den Anschluss?
Viele Jahre lang hat es gedauert, nun ist sie fertig und startklar: die europäische Trägerrakete Ariane 6. Die gewaltige Rakete wurde in 13 verschiedenen europäischen Ländern gefertigt, darunter auch in Österreich. Am 9. Juli soll sie vom europäischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana starten und Europa erneut einen unabhängigen Zugang zum Weltraum geben. Aber was bedeutet das eigentlich? Und wie wichtig ist die Rakete für Europa und unsere Zukunft? Darüber spricht Nina Klimburg-Witjes, Assistenzprofessorin am Institut für Wissenschafts- und Technikforschung an der Universität Wien, im Edition Zukunft Podcast. Klimaburg-Witjes hat den Bau der Rakete jahrelang in unterschiedlichen Ländern Europas begleitet. Im Podcast erklärt sie, warum ein neuer globaler Wettlauf um den Weltraum begonnen hat, ob Europa im Vergleich zu anderen Staaten und Unternehmen den Anschluss verlieren könnte und was Weltraummissionen mit der Kolonialgeschichte zu tun haben. **Hat Ihnen dieser Podcast gefallen?** Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: [abo.derstandard.at](https://abo.derstandard.at/?ref=Podcast&utm_source=derstandard&utm_medium=podcast&utm_campaign=podcast&utm_content=podcast)
Fri, 21 Jun 2024 - 202 - Immer mehr Unwetter – wie schützen wir uns?
Teile Österreichs und Deutschlands wurden in den vergangenen Wochen von heftige Unwettern heimgesucht. Gewitter, Hagel, Sturmböen und Starkregen führen aufgrund der Klimakrise zu immer schwereren Schäden. Marc Olefs von Geosphere Austria spricht im Podcast über die physikalischen Gründe dafür – und wie Schutzmaßnahmen konkret aussehen könnten.
Fri, 14 Jun 2024 - 201 - Psychologe: "Männliche Lust am Verbrennen" heizt Klimakrise an
"Männer, die die Welt verbrennen", heißt sein neues Buch. Darin widmet sich der Psychologe und Wissenschaftsjournalist Christian Stöcker denjenigen, die in seinen Augen die Hauptverantwortung an der Klimakrise tragen: den Chefs der großen Öl- und Gaskonzerne, den Mächtigen in der Politik. In der aktuellen Folge von "Edition Zukunft" geht es darum, was sie stoppen kann. Außerdem erklärt unser Gast, wieso Männlichkeitsbilder und fossile Brennstoffe mehr miteinander zu tun haben, als man auf den ersten Blick vermuten würde. "Petromaskulinität" heißt der Begriff dazu. Das Phänomen finde sich nicht nur ganz oben in Politik und Wirtschaft, sondern auch in der breiten Bevölkerung, sagt Stöcker. Für viele vor allem konservative Männer mittleren Alters sei ihr Auto ein wichtiges Identitätsmerkmal. **Hat Ihnen dieser Podcast gefallen?** Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: [abo.derstandard.at](https://abo.derstandard.at/?ref=Podcast&utm_source=derstandard&utm_medium=podcast&utm_campaign=podcast&utm_content=podcast)
Fri, 07 Jun 2024 - 200 - Der Fiebersenker für eine überhitzte Erde
Das Ziel, die Erde um nicht mehr als 1,5 Grad zu erwärmen, gerät immer weiter aus den Augen. Um die schlimmsten Folgen der Klimakrise zu verhindern, wird immer wieder über sogenanntes Solar Radiation Management diskutiert. Dabei werden Sonnenstrahlen so abgelenkt, dass sie nicht auf die Erde gelangen – und so den Temperaturanstieg durch den Treibhauseffekt ausgleichen. Möglich wird das etwa etwa mit riesigen Mengen Schwefelverbindungen, die in die Atmoshäre ausgebracht werden und den Planeten um mehrere Grad herunterkühlen könnten. Doch solche Eingriffe in das Weltklima sind hochumstritten. So könnten einige Weltregionen stark abkühlen, während die Temperatur in anderen Gebieten weiter steigt. Auch Regenfälle und damit der Wasserkreislauf könnte gestört werden. Da ein plötzliches Ende katastrophale Folgen für Ökosysteme hätte, müsste die Technik dauernd aufrechterhalten werden – mit erheblichem Aufwand. Im Podcast sprechen Klimaforscher Harald Rieder von der Universität für Bodenkultur Wien und Geoengineering-Expertin Claudia Wieners von der Universität Utrecht über die Chancen, Folgen und Gefahren der bisher unerprobten Technik - und wie sich Solar Radiation Management praktisch umsetzen ließe.
Fri, 31 May 2024 - 199 - Green Gentrification: Wo mehr Grün sprießt, steigen oft die Mietpreise
"Menschen fühlen sich wohl unter Bäumen", sagt Thomas Thaler. In Städten, in denen es immer heißer wird, erfüllen Bäume aber auch noch andere wichtige Funktionen: sorgen etwa für saubere Luft oder kühlen ihre Umgebung wie eine natürliche Klimaanlage. In den nächsten Jahren braucht es also dringend mehr davon, sagt Thaler. Er ist Wissenschafter am Institut für Landschaftsplanung an der Uni für Bodenkultur in Wien. Aber wie viel Grün ist eigentlich genug Grün? Darum geht es in der heutigen Podcastfolge. Außerdem erklärt der Experte das Phänomen der sogenannten "Green Gentrification", der Grünen Gentrifizierung. Denn wo das Grün sprießt, schießen häufig auch die Kosten fürs Wohnen in die Höhe und werden für manche unleistbar. Dabei würden gerade Einkommensschwache besonders von Bepflanzung im Grätzl profitieren, weiß Thaler. **Hat Ihnen dieser Podcast gefallen?** Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: [abo.derstandard.at](https://abo.derstandard.at/?ref=Podcast&utm_source=derstandard&utm_medium=podcast&utm_campaign=podcast&utm_content=podcast)
Thu, 23 May 2024 - 198 - Schluss mit Muh: Mikroorganismen könnten künftig Milch produzieren
Fermentieren liegt im Trend. In Großstädten gibt es längst Kurse zur Produktion von Kimchi, Sauerkraut oder Kombucha zuhause. Der Biologe Martin Reich sieht in der alten Technik eine große Zukunft, wie er in seinem kürzlich erschienenen Buch "Revolution aus dem Mikrokosmos" beschreibt. Mit sogenannter Präzisionsfermentation könnten in Zukunft Milch oder Käse ganz ohne Tiere produziert werden – mit enormen Vorteilen für Klima und Umwelt. Im Podcast erklärt Reich, wie künftig Essen im Bioreaktor entstehen könnte und welche neuen Geschmackswelten uns die Mikroorganismen in Zukunft eröffnen könnten. **Hat Ihnen dieser Podcast gefallen?** Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: [abo.derstandard.at](https://abo.derstandard.at/?ref=Podcast&utm_source=derstandard&utm_medium=podcast&utm_campaign=podcast&utm_content=podcast)
Fri, 17 May 2024 - 197 - Wie eine Reichensteuer dem Klima helfen könnte
Wer mehr Geld hat, konsumiert meist auch mehr, kauft sich ein größeres Haus, zwei oder drei Autos und fliegt öfter auf Urlaub. Das reichste eine Prozent der Welt ist allein für 17 Prozent der Emissionen verantwortlich, die reichsten zehn Prozent für 50 Prozent der Emissionen, sagt Till Kellerhoff, deutscher Staatswissenschafter und Programmdirektor der gemeinnützigen Organisation Club of Rome. Vor kurzem veröffentlichte Kellerhoff das Buch "Tax the Rich", in dem er für eine höhere Besteuerung der Reichen plädiert, um damit das Klima zu schützen. Im Podcast spricht Kellerhoff darüber, warum CO2-Steuern allein nicht reichen, um eine gerechte Klimawende zu schaffen, wie sich eine Erbschafts- oder Vermögenssteuer umsetzen ließe und wie eine Grunddividende aus der Nutzung von Gemeingütern, wie es sie beispielsweise im US-Bundesstaat Alaska gibt, allen zugutekommen könnte. **Hat Ihnen dieser Podcast gefallen?** Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: [abo.derstandard.at](https://abo.derstandard.at/?ref=Podcast&utm_source=derstandard&utm_medium=podcast&utm_campaign=podcast&utm_content=podcast)
Fri, 10 May 2024 - 196 - Wahrheit gegen Lüge: Die Psychologie hinter Fake-News
Obwohl die Wissenschaft den Klimawandel tausendfach belegt hat, und auch, dass er menschengemacht und ein echtes Problem ist, stößt man im Internet immer wieder auf falsche Informationen, Mythen und Vorurteile dazu. Auch bei anderen Themen gehen die Wogen hoch und es kursieren unendlich viele Falschnachrichten. Das macht auch Fachleuten Sorge. In einer Umfrage des Weltwirtschaftsforums unter 1500 Befragten kam heraus: Die Mehrheit sieht Desinformation als das größte weltweite Risiko in den nächsten zwei Jahren. Aber wer steckt eigentlich hinter Desinformation? Und warum ist es so schwer, mit der Wahrheit gegen die Lüge anzukommen? Zu diesen Fragen ist in dieser Podcastfolge die Kognitionspsychologin Hannah Metzler zu Gast. Sie erforscht am Complexity Science Hub in Wien, wie Emotionen die Verbreitung von Falschinformationen beeinflussen. **Hat Ihnen dieser Podcast gefallen?** Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: [abo.derstandard.at](https://abo.derstandard.at/?ref=Podcast&utm_source=derstandard&utm_medium=podcast&utm_campaign=podcast&utm_content=podcast)
Fri, 03 May 2024 - 195 - KI-Expertin: "Die Wahrheit wird zu einer Grauzone"
Die künstliche Intelligenz hat in den vergangenen Monaten unglaubliche Sprünge gemacht. Sie kann inzwischen nicht mehr nur analysieren oder sortieren – sondern schreibt Texte, komponiert Musikstücke oder entwirft Bilder. Die KI generiert auch sogenannte Deep Fakes, also künstlich erzeugte oder bearbeitete Bilder, Videos und Audios. Fluten immer mehr davon das Internet, "haben wir irgendwann die Situation, dass die Wahrheit zu einer Grauzone wird", sagt Miriam Meckel. Dann sei nicht mehr klar, was Fakt ist und was Fiktion. Meckel ist Professorin für Kommunikationsmanagement und hat sich intensiv mit den Risiken, aber auch mit den Chancen künstlicher Intelligenz beschäftigt. Gemeinsam mit der Sozialwissenschafterin Lea Steinecker hat sie dazu kürzlich auch ein Buch veröffentlicht: "Alles überall auf einmal. Wie Künstliche Intelligenz unsere Welt verändert und was wir dabei gewinnen können." (Rowohlt Verlag) In dieser Folge von Edition Zukunft erklärt sie, wieso unsere Arbeit durch KI schöner werden könnte und wann sie zu einer Art persönlichen Assistenten wird, der uns Flüge bucht oder auf LinkedIn gut dastehen lässt. **Hat Ihnen dieser Podcast gefallen?** Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: [abo.derstandard.at](https://abo.derstandard.at/?ref=Podcast&utm_source=derstandard&utm_medium=podcast&utm_campaign=podcast&utm_content=podcast)
Fri, 26 Apr 2024 - 194 - WFP-Direktor: "Wir könnten den Hunger bis 2030 besiegen"
Die Klimakrise und der Hunger sind eng miteinander verknüpft. Zwar ging die Unterernährung lange zurück, doch seit einigen Jahren steigt sie aufgrund von Konflikten, Pandemie-Folgen und Extremwetter wieder an. Martin Frick, Chef des Büros des UN World Food Programmes (WFP) in Berlin, spricht im Podcast über die Auswirkungen des Klimawandels auf die Welternährung - und wie man in Zukunft vorsorgen könnte.
Fri, 19 Apr 2024 - 193 - Wie Männer mit KI-Freundinnen ihre Sex-Fantasien ausleben
Die künstliche Intelligenz liefert längst nicht mehr nur schlaue Antworten auf Fragen oder hilft bei Uni-Arbeiten, sondern sie dient auch als Liebesersatz. Mehrere Plattformen bieten mittlerweile KI-generierte "girlfriends" an: Sie heißen Alice, Rebecca oder Samantha, haben riesengroße Brüste, lange Haare und Wespentaillen. Mit diesen virtuellen Frauen können die meist männlichen Nutzer hin und her chatten oder sich Bilder schicken lassen. Wie genau diese Anwendungen funktionieren und was den Reiz ausmacht, darum geht es in der aktuellen Folge des Podcasts "Edition Zukunft". Darin erfahrt ihr auch mehr über Nils, einen 35-jährigen Schweden, der selbst mehrere KI-Freundinnen hat. Er hat mit uns ehrlich über seine dunklen Fantasien und Fetische gesprochen, die er mit den Frauen auslebt. **Hat Ihnen dieser Podcast gefallen?** Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: [abo.derstandard.at](https://abo.derstandard.at/?ref=Podcast&utm_source=derstandard&utm_medium=podcast&utm_campaign=podcast&utm_content=podcast)
Fri, 12 Apr 2024 - 192 - Regenwald gerettet, Savanne kaputt?
Der Amazonas-Regenwald in Brasilien wird wieder weniger abgeholzt, zuletzt ist die Entwaldung um 60 Prozent gesunken. Eigentlich eine gute Nachricht für das Klima und die Artenvielfalt. Doch der Preis dafür ist, dass stattdessen immer mehr von der benachbarten Cerrado-Savanne gerodet wird, vor allem für den Sojaanbau. Welche Folgen hat die zunehmende Zerstörung der artenreichste Feuchtsavanne für die Natur und die Menschen vor Ort? Nora Laufer und Philip Pramer haben für diese Episode von "Edition Zukunft Klimafragen" unter anderem mit Kleinbauern gesprochen, die unter der Expansion der Agrargiganten leiden, und mit Naturschützern, die um den Erhalt dieses einzigartigen Ökosystems kämpfen. Zwar hat die EU eine Verordnung gegen Entwaldung erlassen, doch viele Umweltschützer fürchten, dass diese nicht ausreicht, um den Cerrado zu schützen. Währenddessen bleibt abzuwarten, ob der neu gewählte brasilianische Präsident Lula seine Versprechungen für mehr Umweltschutz einlösen wird.
Fri, 05 Apr 2024 - 191 - Wie sich das Artensterben aufhalten lässt
Für die deutsche Biologin Katrin Böhning-Gaese ist das Artensterben ein Drama, das sich vor aller Augen abspielt und dennoch so wenig wahrgenommen wird. "Das liegt daran, dass man viele Arten gar nicht mehr kennt", sagt Böhning-Gaese. In den vergangenen 50 Jahren seien zwei Drittel aller Säugetiere, Vögel, Reptilien und Amphibien verschwunden. "Gleichzeitig merken wir gar nicht, wie abhängig wir von der Natur sind." Im vergangenen Jahr veröffentlichte Böhning-Gaese gemeinsam mit der Journalistin Friedericke Bauer das Buch "Vom Verschwinden der Arten". Darin geht es ihnen darum, auch Lösungen für das Artensterben aufzuzeigen. "Der Fleischkonsum, aber auch die Lebensmittelverschwendung sind zentral", sagt Böhning-Gaese. Außerdem spricht die Expertin im Podcast darüber, wie sich durch relativ einfache Maßnahmen die Biodiversität in der konventionellen Landwirtschaft erhöhen lässt und warum es Flächen braucht, wo man Natur auch Natur sein lässt. **Hat Ihnen dieser Podcast gefallen?** Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: [abo.derstandard.at](https://abo.derstandard.at/?ref=Podcast&utm_source=derstandard&utm_medium=podcast&utm_campaign=podcast&utm_content=podcast)
Fri, 29 Mar 2024 - 190 - Heiß, heißer, 2023: Warum die Klima-Rekorde purzeln
Das Jahr 2023 war ein absolutes Klima-Rekordjahr. Das hat diese Woche auch die Weltwetterorganisation (WMO) offiziell bestätigt. Die globale Durchschnittstemperatur lag im vergangenen Jahr um 1,45 Grad über dem vorindustriellen Niveau. Die Welt kommt wir der im Abkommen von Paris vereinbarten 1,5-Grad-Schwelle schon gefährlich nahe. Nicht nur die Luft über die Landmassen, sondern auch die Meere sind ungewöhnlich warm. Im Podcast erklärt Julia Sica aus dem Wissenschaftsressort des STANDARD, warum ausgerechnet jetzt die Extremwerte erreicht werden und was die traurigen Rekorde für die Zukunft bedeuten.
Fri, 22 Mar 2024 - 189 - Wie Menschen mit ihren Daten Geld verdienen könnten
Viele Jahre lang führte Johannes Caspar einen erbitterten Kampf gegen Facebook und Google. Sein Ziel: Die Daten der Bürgerinnen und Bürger vor Missbrauch zu schützen. "Vielen ist nicht bewusst, was mit unseren Daten passiert und wie wenig Kontrolle wir darüber haben", sagt Caspar, deutscher Jurist und jahrelang Hamburgischer Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit. Kürzlich veröffentlichte Caspar das Buch "Wir Datensklaven – Wege aus der digitalen Ausbeutung". Darin kritisiert er das Geschäft mit unseren Daten – und plädiert für eine neue digitale Mitbestimmung. "Mehr Nutzer, mehr Inhalte, mehr Daten, mehr Kontrolle", diese altbekannte Strategie gilt für soziale Medien nach wie vor, sagt Caspar im Podcast. Um einen informierten Diskurs sei es dabei nie gegangen, vielmehr um eine gezielte Beeinflussung von Menschen, beispielsweise durch sogenanntes Microtargeting. "Das Problem der sozialen Medien ist immer noch die Polarisierung." Mithilfe künstliche Intelligenz und einer Fülle an Daten können Konzerne bald immer besser "in die Zukunft blicken" und Vorhersagen über Nutzerinnen und Nutzer machen. Im Podcast spricht Caspar außerdem darüber, wie künstliche Intelligenz in Zukunft transparenter werden könnte, in welchen Bereichen sie bei der Entscheidungsfindung helfen könnte und wie Menschen an dem Geschäft mit den Daten beteiligt werden könnten. **Hat Ihnen dieser Podcast gefallen?** Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: [abo.derstandard.at](https://abo.derstandard.at/?ref=Podcast&utm_source=derstandard&utm_medium=podcast&utm_campaign=podcast&utm_content=podcast)
Fri, 15 Mar 2024 - 188 - Wie man effektiv etwas für Klimaschutz tun kann
Wer im Alltag versucht, etwas für Klimaschutz zu tun, stößt häufig an persönliche Grenzen. Egal wie sehr man sich anstrengt – wie viel seltener man fliegt oder weniger Fleisch man isst –, die Bemühungen scheinen nicht auszureichen. Der eigene ökologische Fußabdruck scheint immer noch zu groß. Gabriel Baunach, Autor des Buchs „Hoch die Hände, Klimawende!“, beschreibt, dass die Lösung nicht im individuellen Konsum liegt, sondern darin, gesellschaftliche und politische Hebel für effektiveren Klimaschutz zu betätigen. Er setzt dem ökologischen Fußabdruck das Konzept des Handabdrucks entgegen. Der Deutsche wirbt dafür, sich in der Arbeit und der Freizeit mithilfe seiner Kontakte, Fähigkeiten und Talente für die Klimawende einzusetzen. Das habe viel größere Wirkung als Öko-Moral und Askese. **Hat Ihnen dieser Podcast gefallen?** Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: [abo.derstandard.at](https://abo.derstandard.at/?ref=Podcast&utm_source=derstandard&utm_medium=podcast&utm_campaign=podcast&utm_content=podcast)
Fri, 08 Mar 2024 - 187 - Wie unsere Arbeit mit der Klimakrise zusammenhängt
Was hat unsere Arbeit mit der Klimakrise zu tun? "Sehr viel", sagt der deutsche Arbeitsforscher Hans Rusinek. Denn wie wir heute arbeiten sei zerstörerisch – für uns und für unseren Planeten. Unser Wirtschaften führe zu einem übermäßigen Konsum und einer Ausbeutung von Ressourcen. Dennoch gehe es bei der Zukunft der Arbeit selten auch um die Zukunft des Planeten. "Wir haben uns in die Klimakrise hineingearbeitet und müssen uns auch wieder aus ihr herausarbeiten", fordert Rusinek. Wie soll das funktionieren? Eine pauschale Reduzierung der Arbeitszeit wie eine 4-Tage-Woche hält Rusinek, der an der Universität St. Gallen forscht und auch als Berater tätig ist, nicht für zielführend. "Dieser Ansatz ist ein wenig elitär, weil viele Menschen nicht einfach so ihre Arbeitszeit reduzieren können." Stattdessen brauche es eine neue Balance in der Arbeit selbst: Nicht nur ein gehetztes Abarbeiten, sondern auch Phasen der Reflektion und Regenerierung innerhalb der Arbeitszeit. Das könne die Möglichkeit bieten, neuen Sinn in der Arbeit zu finden und durch die eigene Arbeit vielleicht auch einen Beitrag im Kampf gegen die Klimakrise zu leisten. Im Podcast spricht Rusinek außerdem über sein kürzlich erschienenes Buch "Work-Survive-Balance", die Bedeutung von Green Jobs und warum er keinen Generationenkonflikt in der Arbeitswelt erkennen kann. **Hat Ihnen dieser Podcast gefallen?** Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: [abo.derstandard.at](https://abo.derstandard.at/?ref=Podcast&utm_source=derstandard&utm_medium=podcast&utm_campaign=podcast&utm_content=podcast)
Fri, 01 Mar 2024
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