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SRF Wissen

- 177 - News: Ozonloch schliesst+++Gekürzte Hilfsgelder+++Wilde Weiden
Unsere Themen der Woche 00:31 Ozon +++ Das Ozonloch ist eines der grossen Umweltprobleme der letzten Jahrzehnte – doch jetzt gibt es gute Neuigkeiten. Die Ozonschicht regeneriert sich offenbar nachhaltig. Und die WMO, die Wetterorganisation der UNO geht davon aus, dass sich die Ozonschicht in den nächsten Jahrzehnten vollständig erholt. (Irène Dietschi) 06:40 Wald +++ Die Schäden in den Wälder nach diesem Hitzesommer sind enorm. Insbesondere Buchen sind in grosser Zahl gestorben und auch die Fichten werden die Folgen der Trockenheit im nächsten Jahr spüren. Wie lässt sich der Wald weiter entwickeln mit hitzeresistenteren Arten - und ist eine wirtschaftlich attraktive Waldnutzung in Zukunft überhaupt noch möglich? (Christian von Burg) 11:12 Hilfsgelder +++ 2025 war das Jahr mit den stärksten Einschnitten in der Entwicklungshilfe, seit es sie gibt. Fast um 1/4 sind die Hilfsgelder gekürzt worden, nicht nur, aber vor allem durch die USA. Was hatte das für Auswirkungen? Jedes Jahr liefert der Jahresbericht des Global Fund gegen Aids, Tuberkulose und Malaria die Gelegenheit zu einer Bilanz dazu. (Katrin Zöfel) 15:51 Biodiversität, Echo Wissen +++ Viele Tier- und Pflanzenarten in der Schweiz sind verschwunden. Insbesondere im landwirtschaftlich genutzten Bereich, ist der Rückgang der Arten seit dem 2. Weltkrieg sehr gross. Wie kriegt man es also hin, dass seltene Tier- und Pflanzenarten wieder zurückkommen? Mit «Wilden Weiden» – so lautet ein neues Rezept im Schweizer Naturschutz. Das sind grossflächige Weidelandschaften auf denen nur sehr wenige Pferde und Rinder das ganze Jahr über grasen. Diverse solche Projekte in der Schweiz sind derzeit am Anlaufen. (Christian von Burg) 24:44 Anfang Monat hob eine Rakete auf der norwegischen Vesterålen Insel Andøya ab und transportierte Satelliten ins All. Dieser Start war besonders: Die Rakete war von einem privaten Startup Unternehmen zusammen mit der Europäischen Weltraumbehörde ESA entwickelt worden. Die erfolgreiche Weltraummission lässt Thomas Zurbuchen, den ehemaligen Forschungschef der NASA und heute Direktor von ETH Zürich Space, sogar von einer Schweizer Rakete träumen. (Ylva Mona Sauder)
Fri, 18 Sep 2026 - 176 - Talk: Der Hype um Testosteron
Mehr Muskeln, mehr Energie, mehr Lust: Testosteron wird zunehmend als Optimierungshormon vermarktet. Doch wann ist mehr tatsächlich sinnvoll – und wann wird es riskant? Testosteron erlebt gerade einen regelrechten Hype. Auf Social Media vergleichen Männer ihre Werte, im Netz werden sogenannte Testosteron-Booster verkauft – und manche helfen mit dem Hormon selbst nach, obwohl sie medizinisch gar keinen Mangel haben. Gleichzeitig deuten Studien darauf hin, dass die durchschnittlichen Testosteronwerte von Männern über die vergangenen Jahrzehnte tatsächlich gesunken sind. Diese Folge geht den Fragen nach, was hinter diesem Rückgang stecken könnte, wann ein tiefer Testosteronwert überhaupt als Mangel gilt und was passiert, wenn Männer künstlich nachhelfen. Und auch: Was Testosteron bei einem echten Mangel tatsächlich bringt – und was Männer selbst für einen gesunden Testosteronspiegel tun können.
Tue, 15 Sep 2026 - 175 - News: Suizidschutz+++Rekordsommer+++Paracetamol bei Schwangeren
Unsere Themen der Woche 00:26 Mehr als die Hälfte der Betroffenen kämpft sich nach einem Suizidversuch alleine aus der Krise. Neu soll eine Toolbox mit niederschwelligen Angeboten die Prävention voranbringen. (Ylva Mona Sauder) 05:04 Der Sommer 2026 ist der heisseste Sommer seit Messbeginn. Die Temperaturen des bisherigen Rekordsommers 2003 wurden im Juni, Juli und August im Schnitt um 0,4 Grad Celsius übertroffen. (Felicitas Erzinger) 09:48 Am letzten Freitag im August wütete quer über die Schweiz ein heftiges Hagelgewitter und hinterliess eine Spur der Verwüstung, vom Bielersee bis zum Bodensee. Ein aussergewöhnliches Ereignis, doch eines, das Forschende in Zukunft häufiger erwarten. (Felicitas Erzinger) 17:58 Die psychoaktive Substanz Psilocybin könnte künftig in der Krebsmedizin eine Rolle spielen: Sie beugt möglicherweise Schäden an den Nervenenden vor, die als Nebenwirkung einer Chemotherapie häufig sind. (Ylva Mona Sauder, Daniel Theis) 22:27 Paracetamol soll die Fruchtbarkeit von Mädchen schädigen, deren Mütter das Medikament in der Schwangerschaft nehmen: Das behauptet eine neue Studie. Die wissenschaftliche Evidenz ist dürftig. (Katrin Zöfel)
Fri, 11 Sep 2026 - 174 - News: Die Suche nach Aliens+++Myonenforschung+++Tropennächte
Unsere Themen der Woche 00:35 Das kalifornische SETI-Institut finanziert eine neue Professur an der ETH Zürich. Ziel ist die Suche nach ausserirdischem Leben. (Anita Vonmont) 05:27 Die Schweiz gehört in der Myonenforschung zur Weltspitze. Myonen sind kleinste Elementarteilchen - und sind hochinteressant z.B. für die Archäologie. (Sandro della Torre) 14:11 Das Klima erwärmt sich schneller und stärker als angenommen: Das 1,5-Grad-Ziel werde verfehlt und das schon bald, sagt ein neuer Uno-Bericht. (Christian von Burg) 19:04 Viele Versprechen, die an den Klimakonferenzen gemacht werden, bleiben leere Worte. Besonders drastisch zeigt sich das beim Methan, zeigt ein ETH-Bericht. (Christian von Burg) 24:09 In der Deutschschweiz kam es zwischen Juni und August zu einer rekordhohen Zahl von Tropennächten. Was macht dies mit unserem Körper?
Fri, 04 Sep 2026 - 173 - Talk: Waldbrände auf dem Vormarsch
Hitze, Trockenheit und starke Winde erhöhen die Waldbrandgefahr - auch in der Schweiz. Was sich dagegen tun lässt und welche Folgen das hat für unsere Gesundheit, das Klima und die Natur. Waldbrände waren diesen Sommer an vielen Orten ein grosses Thema. Mehrere Länder waren besonders stark betroffen, darunter Frankreich. Erstmals wurde dort sogar eine Feuer-Gewitterwolke beobachtet. Dieses Phänomen wird in den USA zurzeit intensiv mit Forschungs-Flugzeugen erforscht. Diese Folge geht den Fragen nach, wie genau diese Forschung funktioniert, was sich die Forschenden von diesen abenteuerlichen Flügen mitten durch die Wolken erhoffen, aber auch: Wie sich aktuelle Brandherde weltweit entwickeln, wie wir uns auf die zunehmende Gefahr vorbereiten können und was bleibt, wenn das Feuer erloschen ist.
Tue, 01 Sep 2026 - 172 - News: Hitzesanierung+++Tigermücke+++70 Jahre Bravo
Unsere Themen der Woche 00:42 Wie lassen sich auch Altbauten sinnvoll kühlen, ohne dass jede und jeder eine Klimaanlage an die Fassade hängt? Besuch bei einem alten, hitzesanierten Haus. (Christian von Burg) 09:52 In den Niederlanden drückt salziges Meerwasser ins Inland, weil die Flüsse so wenig Wasser führen. Eine Gefahr für die Trinkwasserversorgung du die Landwirtschaft. Wie dem die Niederlande begegnen. (Matthais Strasser) 16:09 Seit mehr als 20 Jahren fliegt die asiatische Tigermücke durch die Schweiz. In Basel treibt sie Schrebergärtnerinnen und Schrebergärtner ans Limit. Warum wird die Tigermücke immer lästiger? (Yves Kilchör) 20:09 70 Jahre Bravo: Die Jugendzeitschrift setzte neben Stars und Foto-Lovestorys auch auf Sexual- und Beziehungsberatung für Jugendliche in der Pubertät. Welche Rolle spielte Bravo in der Aufklärung? (Matthias Kündig)
Fri, 28 Aug 2026 - 171 - News: Super El Niño+++Testosteron+++Alien-Knigge
Unsere Themen der Woche. 00:39 Klimaforschende beobachten mit Sorge die Entwicklung von El Niño im Pazifik. Das Klimaphänomen könnte besonders stark ausfallen und weltweit Wetterextreme verstärken. Dürren, Überschwemmungen und Ernteausfälle drohen, Fachleute rechnen zudem mit weiteren Auswirkungen. 05:14 Der US-Verteidigungsminister lässt seine Soldaten künftig auf ihren Testosteronspiegel testen. Auch ausserhalb des Militärs dreht sich gerade vieles um das Hormon. In der Manosphere gilt ein hoher Testosteron-Wert praktisch als Pflicht. Doch das Hormon hat seinen Preis: schlechte Haut, Depressionen, Unfruchtbarkeit. 15:52 Was tun, wenn man Ausserirdische trifft? Dafür gibt es neu Verhaltens-Regeln. Der Alien-Knigge sozusagen. 19:32 Narwale sind so etwas wie die Einhörner der Meere - und es gibt sie. Sie sind vier bis fünf Meter gross, dazu kommt ein bis zu zwei Meter langes Horn am Kopf, ein Zahn. Narwale sind Zahnwale, und ihnen wurde nun auf den Zahn gefühlt: ihre besonderen Zähne wurden bis ins innerste untersucht. 24:53 Schwarzer Hautkrebs gehört zu den gefährlichsten Krebsarten. Nun hat ein mRNA-Impfstoff in klinischen Studien positive Ergebnisse geliefert. Wie vielversprechend ist der neue Impfstoff?
Fri, 21 Aug 2026 - 170 - Talk: Die aktuellen Himmelsspektakel
Partielle Sonnenfinsternis, Perseiden, Partielle Mondfinsternis oder die internationale Raumstation beobachten. Im August lohnt sich der Blick nach oben besonders. Was hinter den astronomischen Highlights steckt. Tausende Schaulustige bestaunen die Sonnenfinsternis, manche hoffen gleich danach auch noch eine Sternschnuppe zu erhaschen. Wir klären, warum Sonnenfinsternisse so selten sind, Sternschnuppen nicht verglühen und was es sonst noch am Himmel zu entdecken gibt.
Tue, 18 Aug 2026 - 169 - News: Baumsterben ++ Sonnenfinsternis ++ Viren Marke Eigenbau
Unsere Themen der Woche (00:35) Die Bäume leiden massiv unter der Trockenheit. Nach vier Hitzewellen, Rekordtemperaturen und zwei Monaten fast ohne Regen präsentiert sich der Schweizer Wald schon Anfang August zum Teil gelb oder sogar braun. Noch nie sind so viele Buchen gestorben, wie dieses Jahr. Die Klimaveränderung verändert den Schweizer Wald ganz grundlegend. (08:20) Im Juni und Juli war es in Westeuropa so heiss wie nie zuvor in den beiden Sommermonaten. Das zeigen die neusten Messreihen des Klimawandeldienstes Copernicus. Was heisst das für unsere Klimazukunft? (11:20) Die Sonnenfinsternis hat in Europa Hunderttausende ins Freie gelockt. Die Sonne hat sich auch in der Schweiz deutlich verdunkelt. Sie wurde vom Mond hierzulande um bis zu 93 Prozent abgedeckt. Aus wissenschaftlicher Sicht sind Sonnenfinsternisse schon lange kein Mysterium mehr - und trotzdem sind sie nach wie vor ein wichtiger Moment für die Forschung. (17:05) Ein neuartiges Virus per Knopfdruck entwerfen lassen - diesen Traum verfolgen Forschende seit vielen Jahrzehnten. Mit Hilfe zweier KI-Modelle ist es einer US-amerikanischen Forschungsgruppe nun gelungen, Baupläne für neue, funktionsfähige Virenstämme zu entwerfen. Doch das ruft auch warnende Stimmen auf den Plan: denn wie soll verhindert werden, dass solche Technik missbraucht wird? (21:55) Wie sind die Dinosaurier eigentlich genau ausgestorben, damals vor 66 Millionen Jahren als der gewaltige Meteorit einschlug? War es die Verdunkelung der Erde mit all ihren Folgen – oder sind sie schlicht verbrannt?
Fri, 14 Aug 2026 - 168 - News: Hitze+++Schädliche Autoklimaanlagen+++Octopus Farm
Unsere Themen der Woche - mit Tiefe recherchiert. Wir liefern Kontext und Einordnung. 00:38 Die Hitze scheint kein Ende zu nehmen. Die Folgen sind messbar: Europaweit werden schon viele Tausend Hitzetote gezählt, in der Schweiz bis jetzt noch unter 500. Gesundheitsfolgen hat Hitze aber auch lange, bevor jemand stirbt. Interview mit Martina Ragettli (Katrin Zöfel) 05:10 Klimaanlagen von Autos: Auch der Ersatzstoff vom Ersatzstoff macht Umweltprobleme. Nach Freon (Ozonschädlich) und R134a (stark Klimawirksam) ist heute Tetrafluorpropen Pflicht. Doch auch dieses Kältemittel ist bereits heftig in der Kritik, weil ein Abbauprodukt davon die langlebige PFAS Chemikalie TFA ist. Diese Trifluor-Essigsäure lässt sich auch in der sauberen Luft auf dem Jungfraujoch messen - Forschende messen da die Zunahme dieses neuen, tückischen Kühlmittels. Eine Reportage. (Barbara Reye) 10:40 Tiefseebergbau: Kürzlich ging eine Konferenz zu Ende, die neue Regeln festlegen wollte. Nicht überall konnten sich die Länder aber einigen. Klar ist: Es gibt erneut keinen Startschuss für den Tiefseebergbau denn Dutzende Staaten haben sich an dieser Konferenz dagegen ausgesprochen. Staaten wie die USA allerdings machen trotzdem vorwärts. (Cathrin Caprez) 19:31 Legionellen in Basel: Beitrag aus dem Echo der Zeit mit Stand Montag, 3.8.26. Zu Legionellenausbrüchen kommt es immer wieder, trotzdem ist der Basler Fall aussergewöhnlich, vor allem aufgrund der vielen Erkrankten in einer kleinen Umgebung. (Daniel Theis). 23:20 Octopus Farm kommt doch nicht: Meeresfrüchte gehören in vielen Restaurants auf die Karte nicht nur in den Ferienregionen, auch bei uns in der Schweiz. Der spanische Fischereikonzern Nueva Pescanova hat auf Gran Canaria die erste Octopusfarm der Welt aufbauen wollen. 3’000 Tonnen Octopusfleisch hätten pro Jahr produziert werden sollen. Daraufhin hat es aber weltweit einen Aufschrei gegeben von Tierschützerinnen und Tierschützern. Die Hafenbehörden haben sich dann gegen die Octopusfarm gewehrt und einen Rechtsstreit angefangen. Nach fünf Jahren hat jetzt der Fischereikonzern entschieden, das Projekt sein zu lassen. (Cathrin Caprez)
Fri, 07 Aug 2026 - 167 - News: Ebola-Update+++Bakterien im Badesee+++HIV auf Null bringen
Unsere Themen der Woche - mit Tiefe recherchiert. Wir liefern Kontext und Einordnung. 00:33 Neuer Anlauf gegen HIV - Die Schweiz will HIV bis 2030 eliminieren. Doch weil die Zahl der Neuinfektionen immer noch bei mehreren hundert pro Jahr liegt, und kaum noch sinkt, sucht die Aids-Hilfe Schweiz neue Wege: Mit anonymen, kostenlosen Selbsttests. (Miriam Kull) 05:29 Tod nach Gen-Therapie wirft Fragen auf - Ein sechsjähriges Mädchen in China stirbt nach einer experimentellen Gen-Therpaie. Der Fall, den das Fachmagazin Science publik gemacht hat, wirft Fragen auf wie sich Chancen, Risiken und Grenzen neuer gentechnischer Therapien besser austarieren lassen. (Katrin Zöfel) 11:11 Der Mann hinter den «Körperwelten» Mit 81 Jahren ist Gunther von Hagens gestorben. - Der Erfinder der Plastination konservierte menschliche Körper und machte sie weltweit in Ausstellungen sichtbar. Er prägte den Blick vieler Menschen auf Anatomie, Tod und Medizin, war aber auch umstritten. (Katrin Zöfel) 12:57 Was hilft gegen wachsenden Ebolaausbruch? - Im Osten von Kongo-Kinshasa breitet sich Ebola weiter aus. Während die Zahl der Todesfälle steigt, arbeiten Forschende mit Hochdruck an neuen Medikamenten und Impfstoffen, um den Ausbruch einzudämmen (Katrin Zöfel). 19:10 Wenn Badegewässer krank machen können - Schweizer Seen und Flüsse weisen meist eine ausgezeichnete Wasserqualität auf. Doch bei warmem Wetter können sich giftige Blaualgen ausbreiten und insbesondere für Kinder, Schwangere und Hunde zur Gefahr werden. (Barbara Reye)
Fri, 31 Jul 2026 - 166 - News: Durchfallwelle+++Super-Erde+++Arktisexpedition
Die USA sind von einer starken Durchfallwelle betroffen. Weshalb sich der Erreger gerade so stark ausbreitet. Ausserdem: Erstmals wurde eine Atmosphäre auf einer Super-Erde entdeckt. Und: Forschende lassen sich mit ihrem Schiff vom Arktiseis einfrieren. 00:53 Was hinter der Durchfallwelle steckt Ein Parasit namens Cyclospora sorgt in den USA für tausende Krankheitsfälle in über 30 Bundesstaaten. Wie gefährlich die Infektion ist und weshalb sich der Erreger derzeit so stark ausbreitet.(Felicitas Erzinger) 05:05 Leben auf einer zweiten Erde? Auf einer nur 49 Lichtjahre entfernten «Super-Erde» haben Forschende erstmals eine Atmosphäre nachgewiesen. Die Entdeckung bringt die Wissenschaft der Frage näher, ob es ausserhalb unseres Sonnensystems lebensfreundliche Welten gibt. (Daniel Theis) 11:03 Acht Monate im Eis für die Forschung Zwölf Menschen lassen sich mit der «Tara Polar Station» im arktischen Packeis einfrieren, um eine der am wenigsten erforschten Regionen der Erde zu untersuchen. Mit der Expedition wollen sie verstehen, wie sich die Arktis verändert und welchen Einfluss das auf Klima und Wetter hat.(Felicitas Erzinger) 15:38 Warum Ebola Kongo-Kinshasa nicht loslässt Während Uganda den jüngsten Ebola-Ausbruch eindämmen konnte, breitet sich das Virus im Osten von Kongo-Kinshasa weiter aus. Weshalb Gesundheitsbehörden und Hilfsorganisationen dort trotz grosser Anstrengungen an ihre Grenzen stossen. (Sarah Fluck)
Fri, 24 Jul 2026 - 165 - News: Stadtbäume, Wüstenstaub, Alzheimer-Test
Die Hitze hat die Städte fest im Griff. Mehr Bäume könnten für Abkühlung sorgen – doch diese zu Pflanzen ist nicht ganz einfach. Sind mobile Stadtbäume die Lösung? Ausserdem: Forscher finden es "abgefahren!": Live-Messungen von der Entstehung des Ozeanbodens. 00:35 Was tun gegen die Hitze? Mobile Bäume könnten für Abkühlung sorgen – ist das die Lösung? Ein Begrünungsprojekt in Solothurn liefert konkrete Daten. (Jasmin Gut, Felicitas Erzinger) 08:36 Die Belastung der Luft mit Wüstenstaub nimmt in Europa zu. Plausibel ist, dass sich dieser Trend fortsetzt. (Katrin Zöfel) 12:35 Alzheimer festzustellen ist sehr aufwändig. Bluttests sollen die Diagnostik wesentlich vereinfachen - sie werden in der Schweiz bereits eingesetzt. (Irène Dietschi) 17:44 Nach der Geburt werden Babys routinemässig auf bestimmte Krankheiten getestet. Dieses Neugeborenen-Screening wird je nach Land unterschiedlich gehandhabt. Wie sinnvoll ist es? (Irène Dietschi) 21:26 "Abgefahren!": Forscher messen erstmals live, wie Ozeanboden entsteht, wie sich Kontinentalplatten auseinander bewegen und Magma von unten hochquillt.(Katrin Zöfel)
Fri, 17 Jul 2026 - 164 - News: Hitzetote, Klimaanlagen, trockener Wald
Die Auswirkungen der Hitzeperiode sind spürbar: Mehr Menschen als sonst verstarben in der Schweiz. Kann eine Klimaanlage helfen? Und auch der Wald leidet unter der Trockenheit: Es ist Herbst, und das im Juli. 00:31 Die Hitzewelle von vorletzter Woche hat bei den über 65-jährigen Personen wohl zu vielen Todesfällen geführt – eine Einordnung (Gina Buhl) 05:24 Abhilfe bei Hitze mit schlechtem Gewissen? Wie sich Klimaanlagen auf die Umwelt und unsere Gesundheit auswirken (Angelika Kren) 10:21 Es ist heiss, es ist trocken und die Bäume leiden. Im Wald über Biel ist im Juli bereits der Herbst angebrochen – ein Augenschein vor Ort (Matthias Baumer) Und: Welche langfristigen Folgen hat die Trockenheit für die Schweizer Wälder und wie werden sie klimaresistenter? (Felicitas Erzinger) 17:55 Wegen ihrer Mini-Hirne galten sie lange als instinktgetrieben. Doch Insekten scheinen intelligenter zu sein als gedacht (Angelika Kren) 22:44 Gemeinsames Lachen gibt es seit Millionen von Jahren, nicht nur bei uns Menschen, sondern auch bei Menschenaffen (Miriam Kull)
Fri, 10 Jul 2026 - 163 - News: Einordnung Rekordhitze, ETH Ableger Heilbronn, 5G Antennen
Wie ist ist die jüngste Hitzeperiode einzuordnen? Und warum gibt es am Matterhorn gigantische Wasserfälle? Zudem: Dank hoher Geldspende gibt es in Heilbronn einen ETH Ableger der zu KI forschen will. Und: 5G Antennen in der Schweiz, wie stark strahlen diese? 00:38 Einordnung der aussergewöhnlich frühen Hitzeperiode dieses Sommers (Christian von Burg) 05:18 Wasserfälle in rund 4000 Metern Höhe am Matterhorn - die Bilder gingen viral (Irène Dietschi) 10:30 ETH Zürich in Deutschland? Ja das geht. Eine rekordhohe private Geldspende macht es möglich. Wie heikel ist das und was sind die Hoffnungen an den Ableger? (Christian von Burg) 15:16 Echo Wissen: 5G-Antennen decken heute fast die ganze Schweiz ab. Wie sieht das aus mit der Strahlung? (Anita Vonmont)
Fri, 03 Jul 2026 - 162 - Talk: Die ersten Pfahlbauer lebten in Albanien
Lange galten die Pfahlbauten sozusagen als Schweizer Erfindung. Doch neue Entdeckungen auf dem Balkan zeigen: Die ältesten Seeufersiedlungen finden sich in Albanien – und von dort kamen wohl auch der Ackerbau und die Viehzucht nach Mitteleuropa und in die Schweiz. Naturwissenschaftliche Methoden wie die Analyse von Pflanzenpollen in Seesedimenten oder die Datierung über Jahrringe von Bäumen haben die zeitliche Einordnung für Archäologinnen und Archäologen sehr viel genauer gemacht. Das Bild der Schweizer Ur- und Frühgeschichte wird immer genauer. So wurde weit früher Getreide angebaut als bisher gedacht. Die Helvetier haben Menschen nicht nur geopfert, sondern wohl auch gegessen. Und die Stadt Bern ist mindestens 200 Jahre älter als bisher angenommen. Ein Streifzug durch die Schweizer Archäologie.
Tue, 30 Jun 2026 - 161 - News: Landwirtschaft im Wasserstress, Ebola im Kongo, Hitzewelle
Braune Wiesen: Bauern rüsten sich für den Klimawandel. Mal fehlt es, mal ist es zu viel. Wasser wird für die Landwirtschaft zur immer grösseren Herausforderung. Ausserdem: In den Alpen schmilzt das Eis so früh wie selten. Und: Im Ostkongo wütet ungebremst die Infektionskrankheit Ebola. 00:30 Hitze, Trockenheit und Starkregen setzen die Schweizer Landwirtschaft unter Druck. Auf einem Hof im Napfgebiet zeigt Felicitas Erzinger, wie Betriebe Wasser speichern und verteilen – und welche Lösungen sich im Klimawandel bewähren. 07:48 Der Gletscherschwund erreicht dieses Jahr besonders früh seinen kritischen Punkt. Schnee und Eis vom letzten Winter sind bereits weitgehend geschmolzen – ein alarmierendes Zeichen. Sandro Della Torre ordnet die Entwicklung ein. 10:05 Mehr als tausend Infektionen, Hunderte Tote – und wohl viele unerkannte Fälle. Die Medizinerin Esther Sterk berichtet aus dem Zentrum des Ausbruchs. Katrin Zöfel spricht mit ihr über die Lage vor Ort und die grössten Herausforderungen.
Fri, 26 Jun 2026 - 160 - News: Geschichte lesen im See, Hitzestress, Wachstum, Fussball
Sedimente aus Schweizer Seen liefern dank Pollen überraschende Einblicke in das Leben unserer Vorfahren – und stellen Teile der Geschichte infrage. Ausserdem: Wie belastet eine Hitzewelle den Körper? Neue Schweizer Wachstumskurven verändern den Blick auf Kinder. Und: ETH Unterstützung für die Nati 00:32 Mikroskopisch kleine Pflanzenpollen, Ascheparktikel oder Pilzsporen in alten Sedimenten aus Schweizer Seen geben Auskunft darüber, welche Pflanzen rund um die Seen angebaut wurden, wann die Menschen damals gerodet haben und wie viel Vieh sie gehalten haben. Das Leben rund um den See lässt sich über Tausende Jahre zurückverfolgen - und zwar so exakt wie noch nie. Neue Erkenntnisse über das Leben unserer Vorfahren begeistern Archäologinnen und Archäologen. (Christian von Burg) 08:19 Die derzeitige Hitzewelle belastet unseren Körper – wir müssen uns vor der Hitze schützen. Auch in den nächsten Tagen werden Temperaturen über 30 Grad erwartet. Aber wie sehr leidet der Körper unter den hohen Temperaturen? (Katrin Zöfel) 14:09 Wie wachsen Kinder? Um zu schauen, ob Kinder altersgemäss wachsen, werden sie beim Kinderarzt regelmässig gemessen und gewogen. Dabei werden die Werte mit sogenannten Wachstumskurven verglichen. Nun erhält die Schweiz neue Wachstumskurven. Sie ersetzen die bisherigen WHO-Kurven und basieren auf eigenen Daten. Diese zeigen: Kinder wachsen früher, bleiben gleich gross und sind seltener übergewichtig als angenommen. (Irène Dietschi) 18:33 Die ETH unterstützt die Schweizer Fussball Nati: Zwei Spiele, vier Punkte – das ist die aktuelle Zwischenbilanz an dieser Fussball-WM. Es bleibt noch das letzte Gruppenspiel gegen Kanada: Und auch hier wieder muss sich Trainer Murat Yakin die Frage stellen, wie er sein Team taktisch auf den Gegner einstellt. Dabei gibts Unterstützung von der ETH Zürich. (Sandro Della Torre) 23:28 Der Axolotl ist ein eigenartig aussehendes Tier – er sieht etwas aus wie ein Molch oder ein Drache. Der Axolotl ist in der Fussball WM deutlich präsent, er ist einer der «Gesichter» der WM in Mexiko Stadt. Aus dem Aztekischen übersetzt bedeutet Axolotl «Wassermonster». Das Tier ist enorm faszinierend. (Felicitas Erzinger)
Fri, 19 Jun 2026 - 159 - Talk: Schlank auf Rezept – was, wenn die Abnehmpille kommt?
Ende Mai empfahl die Europäische Arzneimittelbehörde die Zulassung der ersten GLP-1-Abnehmpille. Bisher waren Medikamente wie Ozempic oder Wegovy vor allem als Spritze bekannt. In der Schweiz ist die Pille noch nicht erhältlich. Doch was bedeutet es, wenn Abnehmen künftig potentiell einfacher wird? Rund neun Prozent der Schweizerinnen und Schweizer greifen bereits zu einem GLP-1-Medikament, um abzunehmen – Tendenz steigend. Bisher braucht es dafür eine wöchentliche Spritze. Mit der Tablette könnte eine Hürde fallen, die viele bisher abgeschreckt hat: die Nadel. Medizinisch sind die Mittel wirksam, und ihr Nutzen reicht über das Abnehmen hinaus, etwa beim Schutz von Herz und Kreislauf. Gleichzeitig sind nicht alle Fragen geklärt: Ein erheblicher Teil des verlorenen Gewichts ist Muskelmasse. Oft kehren nach dem Absetzen die Kilos zurück. Mindestens so spannend ist, was die niedrige Schwelle gesellschaftlich auslöst. Denn längst greifen auch Menschen zu, die medizinisch gar nicht abnehmen müssten – junge Frauen und Männer ebenso wie ältere Menschen. Was macht es mit dem Blick auf den eigenen Körper, wenn Dünnsein noch zugänglicher wird?
Tue, 16 Jun 2026 - 158 - News: Legehennen, Krebs-Übertherapie, Eichenprozessions-Spinner
Fast alle Legehennen der Schweiz leben in artgerechten Hallen. Ob ihr Wohlergehen leidet oder nicht untersucht die Universität Bern in einem international bedeutenden Legehennen-Stress-Test. Ausserdem: Viele Krebsmedikamente sind überdosiert. Und: Der Eichenprozessions-Spinner breitet sich aus. 00:36 Wie ausgerechnet Wetter-Radardaten Vögel vor Windrädern schützen können - und das mit geringen Stromverslusten. 05:32 Der Legehennen-Stress-Test: Fast alle Legehennen in der Schweiz leben in Hallen, in grossen Gruppen mit Wintergärten oder Weide. Das ist im Gegensatz zur veralteten Käfighaltung artgerecht. Dennoch kann auch ihr Wohlbefinden darunter leiden. Die Reportage der weltweit grössten Studie zum Tierwohl von Legehennen. 12:52 In der Krebstherapie wurden grosse Fortschritte erzielt, neue Medikamente steigern die Überlebenschancen von Betroffenen. Doch die meisten Therapien haben starke Nebenwirkungen. Eine Studie zeigt: viele Krebsmedikamente sind stark überdosiert. 18:14 Der Eichenprozessions-Spinner breitet sich immer stärker aus - dieses Jahr mit Rekordbefall. Schuld daran ist unter anderem das trockene Wetter. Und: er ist nicht ganz ungefährlich, seine Haare können allergische Reaktionen auslösen. 22:13 Auf der Suche nach ausserirdischem Leben liegt der Fokus auf sogenannten "organischen Molekülen". Eine Vielfalt solcher Kohlenwasserstoffverbindungen wurde auf dem Mars nachgewiesen, aber auch auf Kometen und Meteoriten. Was das bedeutet für die Suche nach Leben ausserhalb der Erde?
Fri, 12 Jun 2026 - 157 - News: Klimalücke, Krebsmedizin, HIV
Das Bundesamt für Umwelt rechnete die Klimalücke kleiner - obwohl es die Zahl kannte. An der ASCO in Chicago wurden zwei Durchbrüche in der Krebsmedizin vorgestellt. Und: Der Kampf gegen HIV in Südafrika ist unter Druck. (00:34) Klimaziele 2030: 34 Millionen Tonnen CO₂ - so gross seien die Emissionen, die die Schweiz bis 2030 nicht im Inland senken kann und im Ausland kompensieren muss. Diese Zahl kommunizierte der Bundesrat letztes Jahr dem Parlament. Recherchen von SRF zeigen nun: Die Lücke ist deutlich grösser. (05:40) Brustkrebs: Ein Gentest könnte dank neuer Erkenntnisse noch mehr Brustkrebspatientinnen und -patienten eine belastende Chemotherapie ersparen. Forschende präsentierten die vielversprechenden Studienergebnisse an der weltweit grössten Krebskonferenz in Chicago. (09:32) Pankreas-Krebs: Ein Tumor an der Bauchspeicheldrüse gehört zu den tödlichsten Krebsarten. Jetzt gibt es Grund zur Hoffnung: Ebenfalls in Chicago wurde ein neues Medikament vorgestellt, das die Überlebenszeit verdoppelt. (14:44) HIV-Bekämfpung: HIV-Aids-Aktivisten fühlten sich schon fast auf der Zielgerade in ihrem Kampf gegen Aids. Dann kam US-Präsident Trump und mit ihm das Ende der US-Hilfe. Die Folgen wiegen schwer. Zum Beispiel in Südafrika, wo mit 8 Millionen Menschen die meisten HIV-Positiven der Welt leben.
Fri, 05 Jun 2026 - 156 - Talk: Als der Berg runterkam - ein Jahr nach Blatten
Am Donnerstag, 28. Mai jährt sich der Bergsturz von Blatten im Kanton Wallis. Bei der Naturkatastrophe stürzten fast 10 Millionen Kubikmeter Fels und Eis in die Tiefe und begruben das Dorf Blatten unter sich. Wie konnte das passieren? In den vergangenen zwölf Monaten haben Forschende die Katastrophe minuziös analysiert und modelliert. So lässt sich heute in hohem Detailgrad beschreiben, wie der Gletscher unter dem Kleinen Nesthorn vorgestossen und schliesslich abgebrochen ist. Weitere Fragen, welche die Wissenschaft beschäftigen: Was passiert mit dem aus Eis, Fels und sonstigem Geröll bestehenden Schuttkegel, unter dem das verschüttete Dorf liegt? Und: Welchen Anteil hatte der Klimawandel beim Bergsturz von Blatten?
Tue, 02 Jun 2026 - 155 - News: Hitze, Eisberg, Mondbasis
Was Städte gegen die Hitze machen können. Forschenden auf der Suche nach einen Ebola-Impfstoff. Wie aus dem einstigen Riesen-Eisberg ein Zwerg wurde. Wird die ETH Zürich zur Waffenschmiede? Und: Die NASA präsentiert Pläne für eine Mondbasis. 00:50 Das Problem der brütend heissen Städte ist schon länger bekannt. Mit dem Klima-wandel wird es aber noch akuter. Klimawissenschaftler der ETH Zürich haben berechnet, dass heute schon Temperaturen bis 43 Grad möglich wären. Was unternehmen die Städte konkret, um ihre Bevölkerung zu schützen? 06:02 In Zentralafrika verbreitet sich das Ebolavirus rasch, vor Ort sind die Prioritäten klar. Gefordert ist auch die Forschung. Sie soll schnell Medikamente und Impfungen entwickeln. 11:02 Die Reise des Eisbergs A23a: Vor 40 Jahren brach in der Antarktis ein riesiger Eisberg ab. Der einstige Gigant ist heute nur noch ein Zwerg. Bald wird er komplett verschwunden sein. 15:16 Armasuisse will ihre jährlichen Investitionen an den Hochschulen verzehnfachen, die ETH soll ihre besten Köpfe aus der Forschung in die Entwicklung von Drohnen, bei Cybersicherheit und bei Überwachungstechnologien einsetzen. Der ETH-Rat hat "Ja" gesagt zu dieser verstärkten Kooperation. 19:57 Die NASA treibt ihre Pläne für eine Mondstation mit Hochdruck voran. Nun sind diese Pläne etwas konkreter geworden. Die Artemis-Mondbasis wird laut NASA „Hunderte von Quadratmeilen“ mit hüpfenden Drohnen und neuen Mondrovers abdecken.
Fri, 29 May 2026 - 154 - NEWS: Ebola, Pestizide, Mönchsgrasmücke
00:50 In Kongo-Kinshasa verbreitet sich eine seltene Variante des Ebola Virus. Was die Variante so speziell macht. 04:45 Pestizide können auch für Menschen schädliche Auswirkungen haben. Wie Pestizid-Produzenten und Biobauern damit umgehen. 13:34 Das schlimmste Szenario zum Klimawandel ist unplausibel geworden. Eine gute Nachricht - aber nicht nur. 18:12 Die Mönchsgrasmücke ist neu die häufigste Vogelart in der Schweiz. Warum sie den Buchfink vom Thron gestossen hat.
Fri, 22 May 2026 - 153 - News: ADHS, USAID, Overshoot-Day
Warum ADHS bei Frauen lange unsichtbar war. Kürzungen bei USAID führten zu mehr Gewalt in Afrika. Seit dem 11. Mai leben wir in der Schweiz auf Pump. (00:43) Den Einkaufszettel zu Hause vergessen oder einen Termin verpasst? Kann ja mal vorkommen. Das heißt aber nicht gleich, dass ADHS im Spiel ist. Warum die Diagnosen in letzter Zeit dennoch stark zugenommen haben. (09:52) Die plötzliche Streichung von USAID Entwicklungshilfe führte in Afrika zu mehr Gewalt. (16:22) Die Schweiz lebt für den Rest des Jahres auf Pump, denn am 11. Mai 2026 war Overshoot Day. Das heisst, die natürlichen Ressourcen für dieses Jahr wären theoretisch aufgebraucht. (22:44) Das auf dem Kreuzfahrtschiff "Hondius" ausgebrochene Hantavirus ist keine neue, gefährlichere Variante - es ist eine alte bekannte.
Fri, 15 May 2026 - 152 - Wie viele Nutztiere braucht die Schweiz?
Kühe, Schweine und Hühner sind in ihrer Masse ein Problem für das Klima und für die Biodiversität. Aber wäre eine Landwirtschaft ohne Tiere möglich und sinnvoll? Was wäre aus wissenschaftlicher Sicht ein sinnvoller Nutztierbestand für die Schweiz? Diese Themen werden im Zusammenhang mit der sogenannten Ernährungsinitiative gegen Ende Jahr vermehrt diskutiert werden. Die Konsumentinnen und Konsumenten, spielen dabei eine zentrale Rolle, denn ihr Mass an Fleischkonsum ist mitentscheidend für die Zahl der Kühe, Schweine und Hühner, die in der Schweiz jährlich gezüchtet und geschlachtet werden. Eine Auslegeordnung mit Wissenschaftsredaktor Christian von Burg und SRF 1-Moderatorin Monika Buser. Studie Fibl und ETH Zürich: agrarforschungschweiz.ch/2025/12/wege-zu-einer-markanten-erhoehung-des-selbstversorgungsgrades-bei-weniger-umweltbelastung/ Studie Hafl Bern: agrarforschungschweiz.ch/wp-content/uploads/2023/12/236-242_Probst_Nutztiere_Landnutzung_DE-1.pdf
Tue, 12 May 2026 - 151 - News: Medizinskandal in Zürich, Hanta-Virus, Erdbebenexperiment
Ein Untersuchungsbericht zum Kardiologen Francesco Maesano erschüttert das Unispital Zürich. Wie gefährlich ist der Ausbruch des Hantavirus auf dem Kreuzfahrtschiff? Und: In Zürich wird ein Knopf gedrückt, im Gotthardmassiv soll die Erde beben. (00:37) Fachleute sprechen vom grössten Medizinskandal, den die Schweiz je gesehen hat. An der Herzklinik des Universitätsspital Zürich kam es zwischen 2016-2020 zu problematischen Eingriffen und mehr als 70 vermeidbaren Todesfällen. Im Zentrum steht der ehemalige Klinikdirektor, der Herzchirurg Francesco Maisano. Wer ist dieser Mann, wie tickt er? (09:30) Auf einem Kreuzfahrtschiff hat sich das Hantavirus ausgebreitet. Es kam zu drei Todesfällen. Auf dem Schiff waren auch zwei Passagiere aus der Schweiz. Wie gefährlich ist das Hantavirus? (12:47) Forschende der ETH Zürich haben versucht, im Gotthardmassiv ein Mini-Erdbeben auszulösen. Dabei wollten sie alles ganz genau vermessen. Die Frage, die im Zentrum steht: Wann wächst aus den kleinen Bewegungen eines Mini-Bebens ein grosses, ein spürbares, im schlimmsten Fall sogar zerstörerisches Erdbeben?
Fri, 08 May 2026 - 150 - Schlafprobleme müssen nicht sein
Warum wir schlecht schlafen, was dies für die Gesundheit bedeutet und wie Schlaflose zurück in einen normalen Schlaf-Wachrhythmus finden. Mehr als drei Millionen Menschen in der Schweiz leiden an einer Schlafstörung. Am verbreitetsten sind die stressbedingten Ein- und Durchschlafstörungen sowie die Schlafapnoe, verursacht durch nächtliche Atemaussetzer. Die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Kosten durch schlechten Schlaf hierzulande sind deutlich höher als jene für Herz- Kreislauferkrankungen. Mehr Prävention ist laut Fachleuten ein Must. Man kann nämlich besser schlafen. Hier gibt’s Tipps für den Alltag, wie man zu mehr Schlafqualität kommt und Informationen zu Therapien, die den Schlaf der meisten chronisch Schlaflosen erheblich verbessern, ohne Medikamente.
Fri, 24 Apr 2026 - 149 - Denken, messen, steuern: Wie das Gehirn mit Maschinen spricht
Hirn-Computer-Schnittstellen haben in den letzten Jahren grosse Sprünge gemacht. Gerade erst hat China ein erstes Hirnimplantat für querschnittsgelähmte Menschen zugelassen – eine Weltpremiere. Sind Hirnchips damit im Alltag angekommen? Ob in Forschungslabors oder milliardenschweren Tech-Unternehmen: Überall wird derzeit daran getüftelt, Signale aus dem Gehirn auszulesen und in digitale Befehle zu übersetzen. Damit Menschen mit schweren Lähmungen dank Hirnimplantaten wieder greifen, tippen oder sprechen können – allein durch ihre Gedanken. Was heute bereits möglich ist, ist beeindruckend. Gleichzeitig wirft die Technologie aber auch zahlreiche ethische Fragen auf: Was bedeutet diese Verschmelzung von Mensch und Maschine? Und wie sicher sind unsere Gedanken, wenn sie plötzlich technisch zugänglich werden?
Fri, 10 Apr 2026 - 148 - Tierwanderungen - verblüffendes Naturphänomen unter der Lupe
Millionen Tiere sind jedes Jahr unterwegs. Tausende von Kilometer legen sie zurück, an Land, in der Luft oder im Wasser. Kein Weg scheint zu weit - doch wie schaffen sie das eigentlich? Vögel überqueren Kontinente, Wale durchschwimmen ganze Ozeane. Aber auch Gnus, Haie, Aale und Fledermäuse gehen auf Wanderschaft. Und sogar winzige Insekten ziehen über die Alpen. Tierwanderungen gehören zu den grössten Naturphänomenen auf der Erde. Doch warum wechseln sie zwischen Lebensräumen hin und her? Woher wissen sie, wann es Zeit ist aufzubrechen? Wie orientieren sie sich? Und vor welchen Problemen stehen sie heute? All diesen Fragen gehen wir auf den Grund, anlässlich der UN-Konferenz zum Schutz wandernder Wildtiere, wo viele der stark gefährdeten Arten besser geschützt werden sollen.
Fri, 27 Mar 2026 - 147 - Wann durchstossen Wissenschaftlerinnen die gläserne Decke?
Frauen sind in der Wissenschaft einen weiten Weg gegangen und heute sehr erfolgreich. Trotzdem sind sie zum Teil noch immer weniger sichtbar als ihre männlichen Kollegen. Warum ist das so? Nicole Probst-Hensch, Lucia Kleint und Isabelle Zinn sind herausragende Wissenschaftlerinnen in der Schweiz. Probst-Hensch ist Epidemiologin und hat Bedeutendes geleistet für saubere Luft hierzulande, Kleint ist Astrophysikerin und studiert die Auswirkungen des Weltraumwetters auf unsere IT, Zinn forscht als Soziologin zu Genderthemen wie geschlechtsspezifischem Altern am Arbeitsplatz. Die drei Wissenschaftlerinnen sind auf ihrem jeweiligen Feld sehr erfolgreich und engagiert. Doch alle drei spüren als Frauen in der Wissenschaft auch heutzutage noch strukturelle Nachteile, die berühmte gläserne Decke.
Fri, 06 Mar 2026 - 146 - Was tun mit Stadttauben?
Für die einen sind es «Ratten der Lüfte», die alles vollkoten – für die anderen sind es intelligente Tiere, die man füttern und schützen sollte: An den Stadttauben scheiden sich die Geister. Die Schweizer Städte gehen sehr unterschiedlich mit Tauben um. In Zürich etwa, werden jährlich gegen 1000 Vögel mitten in der Stadt mit Gewehren erlegt, in Bern hingegen werden Stadttauben seit 15 Jahren in Schlägen gehalten. In Basel Stadt kommt es dieses Jahr sogar zu einer Volksabstimmung zum Thema. Die Forderung: Stadtweite Taubenschläge, artgerechte Fütterung und ein Verbot, Tauben zu töten. Neben all den Diskussionen haben in den letzten Jahrzehnten – weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit - zwei wilde Taubenarten die Städte für sich entdeckt.
Fri, 20 Feb 2026 - 145 - Hightech im Ski
Die Schweizer Ski-Renncracks sind talentiert und schnell, und haben - Forschung sei dank - Skis an den Beinen, die Rennmaschinen sind. Kurz vor dem Start der Olympischen Winterspiele 2026 geht es um die zwei Bretter, die für manche die Welt bedeutet. Es geht um Skis. Wir reden darüber, sas alles an Wissen, Forschung und Entwicklung in Rennskis drin steckt, wieviele Paar Ski Marco Odermatt zur Verfügung hat und wie wir Laien von der Forschung für die Rennskis profitieren.
Fri, 06 Feb 2026 - 144 - Phagentherapie - mit Viren gegen Bakterien
Immer öfter wirken Antibiotika nicht mehr gegen bakterielle Infektionen - eine Alternative könnten Therapien mit Viren sein, die Bakterien töten können. Wie weit ist hier die Schweiz? Seit mehr als hundert Jahre ist bekannt, dass es sie gibt: Phagen - Viren, die Bakterien töten können. Doch erst seit Kurzem entdeckt die Medizin Phagen für sich, als Möglichkeit bakterielle Krankheiten zu therapieren, gegen die kein Antibiotikum mehr wirkt. Helfen könnte diese Phagentherapie vor allem Menschen mit chronischen Infektionen. Doch die Therapie steht noch sehr am Anfang. In der Schweiz sind bisher nur knapp ein Dutzend Patienten mit Phagen behandelt worden. Andere Länder - wie Frankreich und Belgien - sind weiter. Wir sprechen über politische Hürden, über Forscher, die Neues ausprobieren, und mit einem Patienten, der sich dafür einsetzt, dass die Phagentherapie für mehr Menschen zugänglich wird. Forum Phagentherapie - Infos und Termine phagenforum.ch
Fri, 23 Jan 2026 - 143 - Xenotransplantation – Ersatzorgane vom Schwein
Einst war dies Science-fiction: die Idee, tierische Organe zu nutzen, um versagende Nieren, Herzen und Lebern beim Menschen zu ersetzen - die sogenannte Xenotransplantation. Heute jedoch wird das tatsächlich gemacht, mit wachsendem Erfolg. In der Schweiz und weltweit fehlen Spenderorgane. 2024 sind hierzulande 73 Personen gestorben, die auf eine Transplantation gewartet hatten; knapp 1300 Personen waren Ende letztes Jahr auf einer Warteliste für ein Spenderorgan. In dieser Situation gewinnt die Verpflanzung von tierischen Organen, die sogenannte Xenotransplantation, an Bedeutung: Tierorgane werden immer menschenähnlicher, und die Überlebenschancen von Transplantierten immer grösser. Dank Gentechnik könnte die Xenotransplantation mittelfristig eine echte Alternative zur menschlichen Organspende werden. Wie realistisch ist das? Wo steht diese Techinik heute, und: Wollen wir wirklich tierische Ersatzorgane in unserem Körper?
Fri, 05 Dec 2025 - 142 - Forschen im Hölloch – Faszination im Untergrund
Höhlenforscherinnen und Höhlenforscher kriechen stundenlang durch feuchte Gänge und dunkle Spalten. Ihr Ziel: Etwas zu entdecken, das vor ihnen noch nie jemand gesehen hat. Eine Spurensuche im Untergrund. Vor genau 150 Jahren wagte sich der Bergbauer Alois Ulrich als erster ins Hölloch. Ausgerüstet mit Leiter, Seil, Pickel und Laterne in der Hand, erkundete er die dunkle und feuchte Höhle im Moutatal. Er gilt damit als erster Erforscher dieser Höhle. Seither sind etliche Wagemutige in seine Fussstapfen getreten, haben Meter um Meter Neuland erkundet, vermessen und kartiert. Aktuell sind 212 Kilometer bekannt. Langweilig ist es im Untergrund damit aber noch lange nicht. Auch die jüngste Generation an Höhlenforscherinnen und Höhlenforschern entdeckt neue Eingänge, riesige Hallen und Schächte. Mit drei von ihnen tauchen wir ab zum "kleinen Zürisee" und erfahren, was die Höhlenforschung so faszinierend und einzigartig macht.
Fri, 21 Nov 2025 - 141 - Warum immer mehr Menschen eine Autismus-Diagnose erhalten
Autismus ist hochgenetisch. Das sagt die Wissenschaft. Doch Verschwörungstheoretiker, Impfgegnerinnen, Staatszweifler und Wissenschaftsleugner behaupten, die wahren Ursachen zu kennen. Sie sind eine Minderheit und doch viele. Geschätzt 1 bis 3 Prozent der Menschen sind auf dem Autismus-Spektrum ASS. Ihr Gehirn hat sich in der frühen Kindheit anders entwickelt. Sie nehmen die Welt anders wahr, haben häufig besondere Vorlieben und sind nicht immer erpicht auf sozialen Kontakt. Das kann ihre Mitmenschen verunsichern und manchmal sogar kränken. Worüber reden wir, wenn wir von Autismus sprechen. Was sind die Ursachen von ASS und warum ist diese Hirnentwicklungsstörung eine Projektionsfläche der weltanschaulichen Extreme.
Fri, 07 Nov 2025 - 140 - Netto Null CO2 bis 2050: Viele Ideen, viele Unklarheiten
Netto keine Treibausgase mehr ausstossen bis im Jahr 2050, dazu hat sich die Schweiz verpflichtet. Doch noch ist sehr vieles unklar, insbesondere bei den sogenannt «schwer vermeidbaren» Emissionen. Netto Null hat seine Tücken. Einigermassen einfach erscheint die CO2 Vermeidung im Strassenverkehr mit Elektrofahrzeugen und bei Gebäuden mit CO2 neutralen Heizungen. Doch viele weitere Emissionen werden schwierig oder gar nicht vermeidbar sein, etwa aus der Kehrichtverbrennung, der Industrie und auch der Landwirtschaft. Wie wir damit umgehen könnten soll jetzt ein grosses Konsortium aus Hochschulinstituten und Partner aus der Praxis ermitteln, im Auftrag des Bundes.
Fri, 24 Oct 2025 - 139 - PFAS – wie gefährlich sind die Ewigkeitschemikalien?
Man findet sie unterdessen im Trinkwasser, im Essen und überall in der Natur: Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen, kurz PFAS, eine Gruppe von mehreren tausend künstlich hergestellten Chemikalien. Sie können für Mensch und Umwelt schädliche Auswirkungen haben. Im Kanton St. Gallen zum Beispiel, gibt es Böden in denen so viel PFAS stecken, dass man das Fleisch der Rinder, die darauf weiden, eigentlich nicht mehr essen dürfte. Das Problem ist unterdessen so gross, dass das Parlament im September eine PFAS-Sondersession einberufen hat. Und in den nächsten Monaten werden neue Messwerte aus der ganzen Schweiz erwartet. Was weiss man bisher über die Verschmutzung? Wie gefährlich ist sie und was kann man dagegen machen? Wissenschaftsredaktor Christian von Burg ist zu Besuch bei SRF-1-Moderatorin Tina Nägeli.
Fri, 26 Sep 2025 - 138 - Die Evolution der Radiotechnik im Echo der Zeit
Das "Echo der Zeit" ist die älteste politische Hintergrundsendung von Radio SRF und eine der ältesten Radiosendungen in Europa. Die 80-jährige Geschichte des "Echo" ist auch ein Stück Geschichte der Technik. Am 17. September 1945 ging das "Echo der Zeit" erstmals auf Sendung. Die Anfänge des Radios lagen damals schon fast 30 Jahre zurück, in der Schweiz wurden die ersten Sender in den 1920er Jahren gebaut. Doch die entscheidenden technischen Durchbrüche kamen später: Wie man Ton aufgezeichnet, bearbeitet und über weite Distanzen übermittelt hat, diese Fortschritte passierten in den acht Jahrzehnten, seit es das "Echo" gibt. Derweil entwickelt sich die Radiotechnik auch heute laufend weiter.
Fri, 19 Sep 2025 - 137 - Alles Leben leuchtet - über sein Ende hinaus
Sie verlassen ihren Körper, wandern durch dunkle Tunnels und kommen an im Licht. Menschen, die an der Schwelle zum Tod standen, berichten Ähnliches. Seit Jahrtausenden. Was die Wissenschaft heute über das sterbende Gehirn weiss, warum alles Leben leuchtet und was Quantenphysik damit zu tun hat. Wie ist es zu sterben? Was passiert in unserem Gehirn, was mit unserem Körper? Es gibt Menschen, die es wissen. Doch die Wissenschaft kann sich noch immer nicht genau erklären, was da eigentlich passiert und wie sie deuten soll, was die Survivors berichten. Menschen, die an der Grenze zum Tod standen, deren Herz aufgehört hat zu schlagen, die kritisch krank auf der Intensivstation lagen und wieder zurückgekommen sind. Was bedeuten ihre Erzählungen von Licht und Dunkel? Sind sie mehr als das Gespinst eines durchdrehenden Gehirns an der Schwelle zum Tod. Eine kleine Geschichte des Lebenslichts. «Das Ende» – die letzte Sommerserie des SRF Wissenschaftsmagazins. Folge 7/7 (Diese Folge wurde übernommen aus dem Podcast-Feed «SRF Wissenschaftsmagazin», der ebenfalls von der SRF-Wissenschaftsredaktion produziert wird.) Stimmen in der Sendung: · Sabina Hunziker Schütz, Professorin für Medizinische Kommunikation, Universität Basel · Daniel Oblak, Quantenphysiker, University of Calgary Canada · Ajmal Zemmar, Neurochirurg, VA Medical Center, Louisville USA Links: · Der Lebensfilm an der Schwelle zum Tod, Studie von Ajmal Zemmar: frontiersin.org/journals/aging-neuroscience/articles/10.3389/fnagi.2022.813531/full · Das Licht des Lebens, Studie von Daniel Oblak et al.: pubs.acs.org/doi/10.1021/acs.jpclett.4c03546 · Post ICU Care, Sprechstunde für Universitätsspital Basel für Patiet:innen nach einer Intensivbehandlung: unispital-basel.ch/dam/jcr:b5c639d8-1318-42f4-9b20-4b409c571716/23451_Post-ICU%20Care_Falzflyer_A5_250gr_V5_GZD.pdf
Fri, 05 Sep 2025 - 136 - Am schweren Ende des Periodensystems
Die Suche nach unbekannten, super schweren Elementen ist «Chemie am Limit» und ist nur möglich mit riesigen Teilchenbeschleunigern. Es ist klassische Grundlagenforschung mit unbestimmtem Ausgang – gibt den Forschenden aber einen Blick in eine wunderliche Welt. Sie heissen zum Beispiel Flerovium, Hassium und Copernicum. Sie gehören zu den schwersten Elementen die man kennt, ganz am Ende des Periodensystems. Teilweise existieren sie wenige Sekunden oder gar nur Sekundenbruchteile. Ihre kurze Lebensdauer erklärt auch, warum man sie in der Natur gar nicht findet – sie existieren nur für diese ganz kurze Zeit in den Teilchenbeschleunigern, wenn sie von Forscherinnen und Forschern künstlich hergestellt werden. Diese Elemente sind so gross und schwer, dass sie gleich wieder zerfallen – aber sie haben teilweise exotische Eigenschaften, die man so nicht erwarten würde, das fasziniert die Forschenden und lässt sie nach immer noch schwereren Elementen suchen, am Ende des chemischen Periodensystems. Das Ende. Die Sommerserie der Radio-Wissenschaftsredaktion. Folge 5/7 (Diese Folge wurde übernommen aus dem Podcast-Feed «SRF Wissenschaftsmagazin», der ebenfalls von der SRF-Wissenschaftsredaktion produziert wird.) In der Sendung zu Wort kommen: -Christoph Düllmann, Professor für Kernchemie mit Spezialgebiet «Erforschung der schwersten Elemente», Johannes Gutenberg Universität Mainz und GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt -Patrick Steinegger, Assistenzprofessor und Gruppenleiter am Paul Scherrer Institut (PSI), Labor für Radiochemie, Professur für Radiochemie der ETH Zürich Links: superheavies.uni-mainz.de/ psi.ch/de/lrc/heavy-elements
Fri, 22 Aug 2025 - 135 - Das aufgeschobene Ende: Wo die Longevity-Forschung sich hinbewegt
Langlebigkeit war schon immer ein Thema mit grossem Hype. Heute aber ist er sichtbarer, öffentlicher, schlagzeilenträchtiger. Und verbunden mit sehr viel Geld. Was sagen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, dazu, die selbst auf dem Gebiet forschen oder die Entwicklungen aufmerksam verfolgen? Superreiche aus dem Silicon Valley schlucken unzählige Pillen mit dem Wunsch, dem Tod ein Schnippchen zu schlagen. Immer mehr Kliniken bieten teure Therapien an. Ein bisschen wie im wilden Westen gehe es zu und her, sagen Altersforscherinnen und -forscher – sie sind besorgt. Denn obwohl nicht alles total aus der Luft gegriffen ist, fehlen die Beweise, dass diese Medikamente oder Therapien auch uns Menschen länger leben lassen. Gleichzeitig gibt es durchaus Dinge, von denen man heute schon weiss, dass sie den biologischen Alterungsprozess verlangsamen. Und was bei allem Rummel um mehr eigene Lebenszeit nicht vergessen werden sollte: die Gesellschaft, die Gemeinschaft, die Umwelt. Das Ende. Die Sommerserie der Radio-Wissenschaftsredaktion. Folge 5/7 (Diese Folge wurde übernommen aus dem Podcast-Feed «SRF Wissenschaftsmagazin», der ebenfalls von der SRF-Wissenschaftsredaktion produziert wird.) In der Sendung zu Wort kommen: - Michael Hall, Molekularbiologe, Biozentrum der Universität Basel - Heike Bischoff-Ferrari, Altersforscherin, Universität Basel und Universitäre Altersmedizin Felix Platter - Christina Röcke, Entwicklungspsychologin, Healthy Longevity Center der Universität Zürich
Fri, 08 Aug 2025 - 134 - Das Ende des Westens? - Wie Trump die Wissenschaft angreift
Es dauert Anfang Jahr nur Tage bis klar ist: Die Trump-Regierung 2.0 macht Ernst und streicht massiv Gelder für Forschung und Wissenschaft. Wie tief greift diese Krise? Und was führt wieder raus? Die Trump-Regierung 2.0 macht Ernst mit ihrer Ankündigung. Massiv werden Gelder für Forschung gestrichen und Organisationen und Institutionen radikal umgebaut, verkleinert oder ganz geschlossen. Betroffen sind die amerikanische Seuchenbehörde CDC, das Nationale Institut für Gesundheitsforschung NIH, die Zulassungsbehörde FDA, die Wetterbehörde NOAA, die Raumfahrtorganisation NASA – überall drohen harte Kürzungen und strukturelle Eingriffe. Renommierte Universitäten wie Harvard und Columbia geraten öffentlichkeitswirksam ins Visier – kleinere Hochschulen kämpfen eher still mit politischen Vorschriften und gekürzten Mitteln. Wie tief greift diese Krise, die gerade erst ein paar Monate dauert? Wir fragen nach – bei einem mRNA-Forscher, der nun Ziel für Attacken ist, bei lokalen Gesundheitsbehörden in Texas, die einen Masernausbruch durchleben, und bei einem Historiker, der sagt: «Das hatten wir doch alles schonmal.» Folge 4/7 der Sommerserie der SRF Wissenschaftsredaktion. Zu Wort kommen: Jeff Coller, mRNA-Forscher an der Johns Hopkins Universität in Baltimore Holden Thorp, Chefredakteur von "Science" Mike Osterholm, Epidemiologe an der Universität von Minnesota Zach Holbrooks, Chef der lokalen Gesundheitsbehörde, Gaines County, Texas Clay Risen, New York Times Journalist und Historiker Links Jeff Coller collerlab.org Allianz für mRNA-Medizin mrnamedicines.org Holden Thorp science.org/content/author/h-holden-thorp Mike Osterholm cidrap.umn.edu/michael-t-osterholm-phd-mph Zach Holbrooks levellandtexas.org/DocumentCenter/View/2502/1-HEALTH-Levelland-Profile Buch The Red Scare von Clay Risen simonandschuster.com/books/Red-Scare/Clay-Risen/9781982141806
Fri, 01 Aug 2025 - 133 - Das (vermeintliche) Ende der Welt
Die Geschichte davon, wie eine Naturkatastrophe drei sehr unterschiedliche Männer zusammenbringt - und diese ein altes Rätsel lösen. Der Klimaphysiker Michael Sigl erforscht das Klima auf der Erde zu längst vergangenen Zeiten. Walter Bersinger verbringt seit seiner Pension viel Zeit mit einem privaten Recherche-Projekt, das sich um die Schweiz-Reisen eines seiner Lieblings-Komponisten dreht. Der Komponist - der dritte Protagonist dieser Geschichte - heisst Felix Mendelssohn Bartholdy und reiste im Sommer 1831 während fünf Wochen einmal quer durch die Schweiz. Eine Reise, die gezeichnet ist von heftigen Unwettern und rätselhaften Phänomenen am Himmel. Durch einen Zufall lernen sich Walter Bersinger und Michael Sigl kennen. Es gelingt ihnen schliesslich, die Ursache hinter dem katastrophal schlechten Wetter im Sommer 1831 zu lösen und zu erklären, warum Felix Mendelssohn Bartholdy damals dermassen verregnet wurde. Das Ende. Die Sommerserie der Radio-Wissenschaftsredaktion. Folge 3/7 (Diese Folge wurde übernommen aus dem Podcast-Feed «SRF Wissenschaftsmagazin», der ebenfalls von der SRF-Wissenschaftsredaktion produziert wird.)
Fri, 25 Jul 2025 - 132 - Das stille Ende: Warum die Wildbienen in der Schweiz verschwinden
Über 600 Wildbienenarten gibt es in der Schweiz. Aber fast die Hälfte der Arten steht auf der roten Liste und zehn Prozent aller Wildbienenarten sind bereits ausgestorben. Was lässt sich - zumindest im eigenen Garten - dagegen tun? Die beliebten Wildbienen-Hotels sind zwar grossartig, um Wildbienen im eigenen Garten zu beobachten, aber in den meisten Fällen bringen sie für den Naturschutz nicht viel. Mehr als die Hälfte der Wildbienen machen ihre Brutzellen im Boden, andere in Hohlräumen oder gar in Schneckenhäuschen. Fast noch wichtiger ist für die Wildbienen Nahrung für sich und den Nachwuchs: Pollen und Nektar von möglichst vielen verschiedenen einheimischen Blumen und Sträuchern. Die gute Nachricht: In Gärten und Städten lassen sich sehr viele und auch seltene Arten wieder ansiedeln, wenn man weiss wie. In der Sendung zu Wort kommen: - Andreas Müller, Verfasser der roten Liste der Wildbienen der Schweiz. - Tom Strobl, Inhaber der Firma Wildbiene und Partner - Felix Amiet, Biologe und Wildbienenkenner Das Ende. Die Sommerserie der SRF-Wissenschaftsredaktion. Folge 2/7 (Diese Folge wurde übernommen aus dem Podcast-Feed «SRF Wissenschaftsmagazin», der ebenfalls von der SRF-Wissenschaftsredaktion produziert wird.)
Fri, 18 Jul 2025 - 131 - Das Ende der Wirbelsäule - warum der Mensch keinen Schwanz hat
Hunde, Katzen, Schweine oder Ratten haben einen, und auch die meisten Affen sind damit ausgestattet: einem Schwanz. Uns Menschen aber und unseren nächsten Verwandten, den Menschenaffen, fehlt dieses tüchtige Teil am hinteren Ende. Die menschliche Wirbelsäule endet in einem kurzen Steissbein, ein zusammengestauchter Rest früherer Schwanzknochen. Man weiss heute, dass das Gen, das bei allen Säugetieren das Wachstum des Schwanzes steuert, bei Menschen und Menschenaffen verändert ist. Dieser Wandel liegt weit, weit zurück in der Vergangenheit. Rund 25 Millionen Jahren vor unserer Zeit kam unseren tierischen Vorfahren der Schwanz abhanden. Warum? Das Ende. Die Sommerserie der Radio-Wissenschaftsredaktion. Folge 1/7 (Diese Folge wurde übernommen aus dem Podcast-Feed «SRF Wissenschaftsmagazin», der ebenfalls von der SRF-Wissenschaftsredaktion produziert wird.) In der Sendung zu Wort kommen: - Anne-Claire Fabre, Kuratorin für Säugetiere am Naturhistorischen Museum Bern und Professorin für funktionelle Morphologie an der Universität Bern - Bo Xia, Genforscher am Broad Institute des MIT und der Harvard University, Cambridge, Massachusetts USA - Carel van Schaik, emeritierter Professor für evolutionäre Anthropologie der Universität Zürich und erfolgreicher Buchautor
Fri, 11 Jul 2025 - 130 - Wie Naturkatastrophen die Schweizer Landschaft prägen
Die Gegend von Blatten ist seit dem Bergsturz völlig verändert. Bergstürze, aber auch Hochwasser, Gletscher, ja sogar Vulkane, prägen unsere Landschaft. Wie eigentlich? Und wo? Eine Reise durch die Schweiz mit geschärftem Blick für Naturereignisse. Nach dem Bergsturz von Blatten ist klar: Diese Gegend wird nie mehr aussehen wie zuvor. Bergstürze, aber auch Hochwasser, Gletscher, Murgänge, ja sogar Vulkane, hinterlassen unverkennbar ihren Fussabdruck in unserer Landschaft. Bloss ist dazu wenig bekannt. Oder wussten Sie, dass unweit von Schaffhausen Vulkane sich erheben? Warum das Zürcher Grossmünster auf einer Terrasse steht? Oder wie es kommt, dass in den Alpen jedes Jahr 18 neue Seen entstehen? Auf den Spuren von Naturgewalten kreuz und quer durch die Schweiiz haupt.ch/buecher/natur-garten/auf-den-spuren-folgenschwerer-naturereignisse-in-der-schweiz.html
Fri, 04 Jul 2025 - 129 - Kitzeln und kitzlig sein – ein Rätsel für die Wissenschaft
Seit tausenden Jahren fragen sich Philosophen und Naturwissenschaftlerinnen: warum sind wir kitzlig? Warum vor allem an gewissen Stellen? Und warum können wir uns nicht selbst kitzeln? Vermutungen gibt es viele, eindeutige Antworten aber kaum. Noch immer verblüfft das Phänomen Kitzeln – in der Fachsprache Gargalesis – die Wissenschaft. Denn obwohl es trivial klingt, und ein Gefühl ist, dass die meisten von uns kennen, ist es bis jetzt kaum verstanden. Wir schauen uns an, was man weiss, wie es klingt, wenn Tiere gekitzelt werden, und wie man eine Kitzel-Attacke erfolgreich abwehren kann. Übersichtsstudie zum Kitzeln: science.org/doi/10.1126/sciadv.adt0350
Fri, 20 Jun 2025 - 128 - Das Auto der Zukunft - was uns da erwarten könnte
Kommen jetzt die autonomen Fahrzeuge bald, die "Roboterautos"? Und womit fahren wir in Zukunft, ist das tatsächlich elektrisch? Und wann kommt sie, die Superbatterie? In einigen US-Städten fahren schon hunderte von Robotertaxis - ein Szenario, das bei uns so noch nicht möglich ist. Was allerdings seit kurzem erlaubt ist: Auf der Autobahn das Steuerrad loslassen bei entsprechend ausgerüsteten Fahrzeugen. Und wo geht es hin mit der Autoindustrie - wie reagiert sie auf die zur Zeit stagnierenden Verkäufe von Elektrofahrzeugen? Viele Strategien wurden wieder angepasst und die Produktion und Entwicklung schliesst auch klar den Verbrennungsmotor wieder mit ein für die nächsten Jahre. Eine Sendung, die etwas in die Glaskugel schaut - und versucht abzuschätzen, wo die Reise hin geht mit dem PW.
Fri, 06 Jun 2025 - 127 - Unsere Persönlichkeit - wie wir sind und anders werden
Warum eigentlich ist meine Persönlichkeit so wie sie ist? Sitzt sie in meinen Genen oder hat die Umwelt mich zu dem gemacht, was ich bin? Das fragt sich der Mensch seit Jahrtausenden. Heute kann die Wissenschaft da einiges dazu sagen. Natürlich ist alles wie immer viel komplizierte als wir denken. Mit 30 ist noch lange nicht Schluss. Lange galt: Die Persönlichkeit entwickelt sich bis ins junge Erwachsenenalter und dann bleiben wir, wie wir sind. Doch so erratisch sind wir nicht. Die Persönlichkeit hat sich zwar bis dahin stabilisiert. Dann wirds etwas ruhiger um die Persönlichkeitsentwicklung, bis diese im Alter nochmal unerwartete Sprünge macht. Der Big Five Selbsttest: lw.uni-leipzig.de/wilhelm-wundt-institut-fuer-psychologie/arbeitsgruppen/persoenlichkeitspsychologie-und-psychologische-diagnostik/persoenlichkeitstest
Fri, 23 May 2025 - 126 - Hitlers willige Ärztinnen
Bei den Verbrechen während des Dritten Reichs spielte die Ärzteschaft eine zentrale Rolle. Das war keine reine Männersache. Auch Ärztinnen stellten sich willig in den Dienst des NS-Regimes. Im Dritten Reich begingen die Nazis im Namen der von ihnen propagierten «Rassenhygiene» schreckliche Verbrechen: Massensterilisationen von Menschen, die als «genetisch minderwertig» galten; die systematische Tötung von körperlich und psychisch Eingeschränkten, der Massenmord an Juden und anderen «unerwünschten» Personen. Bei all diesen Barbareien spielte die deutsche Ärzteschaft eine zentrale Rolle; darüber ist in der Literatur zum Zweiten Weltkrieg ausführlich geschrieben worden. Was aber wenig bekannt ist: Auch zahlreiche Ärztinnen waren an den Nazi-Verbrechen beteiligt. Zu diesem Aspekt hat der deutsch-britische Mediziner Edzard Ernst (geboren 1948) ein Buch geschrieben.* Es versammelt 38 Kurzbiografien von Ärztinnen, die sich während der Nazizeit hochgradig unethisch verhielten. Manche Frauen mordeten eigenhändig und «mit Enthusiasmus», andere befolgten einfach die Befehle von Vorgesetzten. All diesen Ärztinnen gemeinsam war: «Sie liessen sich nicht von einer ‘weiblichen Milde’ leiten», sagt Edzard Ernst. Nach dem Krieg wurden sie weniger hart bestraft als ihre männlichen Kollegen. Viele dieser Nazi-Arzt:innen konnten später wieder praktizieren oder machten sogar Karriere an den Universitäten. Als Edzard Ernst in den 1970er Jahren in München Medizin studierte, hatte er Professoren, die «durchaus vorbelastet» waren. Für ihn der Anstoss, sich als Nicht-Historiker zeitlebens mit der Medizin während der Nazizeit zu befassen. *Edzard Ernst: Hitler's Female Physicians. Women Doctors During the Third Reich and Their Crimes Against Humanity. Springer 2025. 225 Seiten.
Fri, 09 May 2025 - 125 - Queere Tiere und Sex im Tierreich
Sex bei den Tieren dient der Fortpflanzung – so lernen wir es im Biologie-Unterricht. Aber seien wir mal ehrlich, wer hat nicht schon gesehen, wie sich junge Munis oder Schafe gegenseitig besteigen? Auch Biologinnen und Biologen beobachten das seit mehr als hundert Jahren. Aber lange haben sie homosexuelles Verhalten verschwiegen, oder als abnormal bezeichnet. Mit dem gesellschaftlichen Wandel ist das heute anders: Jetzt ist im Haupt-Verlag ein neues Buch zum Thema erschienen: «Queer: Sex und Geschlecht in der Welt der Tiere und Pflanzen», heisst es. Auch im Tierreich gibt es alle Spielformen der Sexualität: Von weiblichen Albatros-Paaren, die zusammen Küken grossziehen, über schwule Schafe bis zu Tieren, die das Geschlecht wandeln können. Und da gibt’s von Zungenküssen unter Affen über Vergewaltigungen von Entenweibchen und Gruppensex unter männlichen Walrössern.
Fri, 25 Apr 2025 - 124 - Ein harter Schlag für die Seele
Die Zahl der Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit psychischen Problemen steigt seit Jahren. Mit dem Beginn der Corona-Pandemie schossen die Zahlen der Jugendlichen mit Depressionen, Angststörungen oder Stress-Symptomen noch einmal in die Höhe. Wie sieht es heute aus - fünf Jahre danach? Als sich vor fünf Jahren das Corona-Virus auf der ganzen Welt ausbreitete, brachen viele junge Menschen psychisch regelrecht ein. Dieser Ausnahmezustand der Pandemie, die Massnahmen, um das Corona-Virus auszubremsen, die Angst davor, angesteckt zu werden oder davor, dass jemand Nahes stirbt - das alles war ein grosser Stress. Ein Stress, von dem nicht absehbar war, wie lange dass er noch geht. Das wirkte wie ein Brandbeschleuniger für eine Entwicklung, die schon seit Längerem andauert: nämlich dass es den Jugendlichen und jungen Erwachsenen psychisch immer schlechter geht. Steckst Du in psychischen Schwierigkeiten? Diese Angebote sind schweizweit rund um die Uhr für Menschen in suizidalen Krisen und ihr Umfeld da – vertraulich und kostenlos: Dargebotene Hand: Telefon 143 oder 143.ch Pro Juventute für Jugendliche: Telefon 147 oder 147.ch Suche nach Psycholog:innen: psychologie.ch/de Links: * Psychische Gesundheit - Kennzahlen 2022 (OBSAN): obsan.admin.ch/sites/default/files/2024-11/obsan_bulletin_2024_11_d.pdf * Jugendstudie ProJuventute (2024): projuventute.ch/de/eltern/entwicklung-gesundheit/erste-pro-juventute-jugendstudie-so-geht-es-der-schweizer-jugend * HBSC-Studie (2023, Erhebung alle vier Jahre): suchtschweiz.ch/press/nationale-studie-bei-jugendlichen-das-wohlbefinden-nimmt-ab-bei-den-maedchen-mehr-als-bei-den-jungen/ * Neuste Zahlen aus Deutschland (2024, PrePrint): papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=5043075
Fri, 11 Apr 2025 - 123 - Rekordviele Raketen im Weltraum
Es starten so viele Raketen wie noch nie und es werden jedes Jahr mehr. Der Mehrverkehr im All erhöht nicht nur das Risiko für Weltraumschrott, sondern es gibt auch zunehmend Hinweise auf Umwelt- und Klimaveränderungen. So viele Raketenstarts wie heute hat die Welt noch nie gesehen. Und es werden von Jahr zu Jahr mehr. Den Takt gibt SpaceX vor; das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk deckt bisher mehr als die Hälfte aller Raketenflüge weltweit ab. Doch erwächst ihm nun langsam aber sicher Konkurrenz - aus den USA selber und von China. Aber auch Europa und andere entwickeln nun ebenfalls wiederverwendbare Raketen, die günstiger sind und daher öfter abheben können. Wir fragen: Kann Europa noch aufholen? Ist das überhaupt sinnvoll? Und: Was bedeutet der weltweite Raketen-Boom für Umwelt und Klima?
Fri, 28 Mar 2025 - 122 - Die Freiheit der Wissenschaft - und ihre Grenzen
Forschung und Wissenschaft geniessen grundsätzlich eine sehr grosse Freiheit. Doch vor 50 Jahren bekamen es einige Forschende mit der Angst zu tun, dass ihre Forschung gefährlich werden könnte. Diese Angst führte zu einem legendären Treffen im kalifornischen Asilomar. Vor 50 Jahren erlebte die Wissenschaft ein Novum: die Forschenden aus der damals noch neuen Forschungsrichtung Gentechnik erlegten sich selber Regeln auf. Bis heute gilt es als grosse Errungenschaft, dass den Forschenden ein solches Übereinkommen gelang. Doch wichtige ethische, soziale, auch politische Fragen wurden an dem Treffen ausgeklammert. Vier Jahrzehnte später steht die Wissenschafts-Community an einem ähnlichen Punkt: die Genschere CRISPR macht es dringend notwendig, dass sich die Genetiker und Biotechnologinnen erneut zusammensetzen, um über Grenzen ihres Tuns zu diskutieren. Denn einer von ihnen ist da bereits dabei, ein Tabu in der Humangenetik zu brechen: er manipuliert die Embryonen von Zwillingen, die anschliessend ausgetragen werden und zur Welt kommen. Wie geht die Wissenschaft damit um? In welchen anderen Bereichen versucht man, eigenverantwortlich die Wissenschaftsfreiheit einzugrenzen - und Regeln aufzustellen? Autorin: Cathrin Caprez Moderation: Adrian Küpfer Protokoll der Asilomar-Konferenz aus dem Jahr 1975: ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK234217/ Kritischer Rückblick auf Asilomar 1975 - Geld und Krieg: nature.com/articles/d41586-025-00457-w Zusammenfassung des ersten CRISPR-Gipfels 2015: ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK343651/ Asilomar-Regeln für Forschung und Entwicklung rund um Künstliche Intelligenz: futureoflife.org/open-letter/ai-principles/
Fri, 14 Mar 2025 - 121 - Nylon – hart im Nehmen und auch nach 90 Jahren noch erotisch
Der Nylon-Day war so etwas wie das Apple-iPhone-Event der 1940er Jahre. Heute ist Nylon überall – am Damenbein und am Meeresboden. Der 15. Mai 1940 war der Tag, an dem das elastisch.strapazierbare Nylon erstmals als Strumpf zu haben war. Der Run auf die Strümpfe, die Nacktheit vortäuschten als diese noch tabu war, war enorm. Die US-Amerikanerinnen kamen als erste an die strumpfgewordene weltweit erste vollsynthetische Faser. Erfunden hatte sie fünf Jahre zuvor Wallace H. Carothers im Labor des Chemiegiganten DuPont. Heute ist Nylon überall – in den Borsten unserer Zahnbürsten, in Kleidern, Kletterseilen und in verlorenen Fischernetzen. Diese Geisternetze werden zur Todesfalle für Schildkröten, Delfine und andere Meerestiere werden. Und zwar über Jahrzehnte. Denn Nylon zersetzt sich nur langsam. Eine Geschichte über wissenschaftliche Kreativität und weibliche Erotik, über wirtschaftlichen Wettkampf und versehrte Umwelt
Fri, 28 Feb 2025 - 120 - RNA - drei Buchstaben für eine neue Medizin
Die Corona-Impfung hat mRNA bekannt gemacht. Doch in der Ribonukleinsäure RNA steckt noch sehr viel mehr: Die drei Buchstaben hätten das Zeug, die Medizin von Grund auf zu verändern. Zum Beispiel als Medikamente für seltene Erbkrankheiten. Jasmin Barman hat ein seltene Krankheit, die sie als Biologin selber erforscht: Porphyrie. Porphyrie ist ein Erbleiden, das den Körper extrem lichtempfindlich macht: "Wenn ich ans Tageslicht gehe, dann verbrennen meine Adern von innen." Ursache ist ein Gendefekt, der bewirkt, dass das Eisen unzureichend in die roten Blutzellen eingebaut wird. Dafür reichert sich in den Blutgefässen ein Vorläuferstoff an, der das Licht aufnimmt und der für Porphyrie-Betroffene toxisch ist. Doch es gibt Hoffnung: Forschende in Zürich arbeiten an einer innovativen RNA-Therapie, die an der Ursache ansetzt: dem genetischen Fehler. Jasmin Barman ist an dieser Forschung beteiligt, sie ist überzeugt, dass sich ihre Porphyrie mit den neuartigen RNA-Molekülen behandeln lässt. Wie viele andere Erbkrankheiten auch.
Fri, 14 Feb 2025 - 119 - Beton: Vom Klimakiller zum Klimaretter?
Der Bau verursacht einen grossen Teil unserer CO2-Emissionen. Alleine der Beton ist verantwortlich für etwa 8 Prozent des weltweiten Ausstosses. Doch es gibt Wege, um das zu ändern und Schweizer Forschende sind da vorne mit dabei. Bereits heute gibt es dank Schweizer Herstellern grüneren Zement, der 30 bis 40 % weniger CO2-Emissionen verursacht. Und durch den Einschluss von Kohle lässt sich die CO2-Bilanz weiter verbessern. Die Materialprüfungsanstalt Empa will noch einen Schritt weiter gehen und schlägt, vor, das Treibhausgas weltweit aus der Atmosphäre zu saugen und in den Häusern, Brücken und Tunnels, die wir bauen, einzuschliessen. So gälte: Je mehr Beton verbaut wird, umso besser für das Klima. Was taugt diese Idee?
Fri, 31 Jan 2025 - 118 - Neues Salz für die Suppe
Die Schweiz braucht neue Salzquellen. Die jetzigen Abbaugebiete sind bald erschöpft. Nun wollen die Schweizer Salinen zu neuen Salzvorkommen vorstossen und diese für die Salzgewinnung erschliessen. Woher stammt unser Salz überhaupt? Anfang des 19. Jahrhunderts entdeckte der deutsche Geschäftsmann Carl Christian Friedrich Glenck unter dem Boden von Muttenz BL ein mächtiges Salzlager. Der Fund begründete die Erfolgsgeschichte der Schweizer Salinen – und prägte massgeblich die wirtschaftliche Entwicklung der Region Basel. Nun wollen die Schweizer Salinen neue Gebiete für den Salzabbau erschliessen. Doch die Erfolgsstory hat inzwischen ein paar Risse bekommen.
Fri, 17 Jan 2025 - 117 - Podcast Kopf voran – Adieu. Willkommen SRF Wissen!
Nach 103 Folgen ist Schluss. Der Wissenschafts-Podcast Kopf voran ist Geschichte. SRF Wissen ist die Zukunft. Fünf Jahre lang hat die SRF-Wissenschafsredaktion verpodcastet, was die Wissenschaft hergab. Und was wir spannend, hintergründig, wichtig und gelegentlich auch kurios fanden. Von Sex bis Scheisse, von 5G bis Schnee, von geflüchteten Wissenschaftlerinnen bis zu gerissenen Kreuzbändern, ausserirdischem Leben, der Erfindung des Rads oder der Wehrhaftigkeit der Pflanzen – Wir haben nichts ausgelassen… In der letzten Folge von Kopf voran blicken wir zurück. Erinnern, schwelgen und schniefen. Und wir freuen uns: Der Podcast der SRF-Wissenschaftsredaktion erhält einen neuen Namen und eine zusätzliche Bühne: Kopf voran hört jetzt auf den Namen SRF Wissen. Und wenn ihr ihn ruft, kommt er euch nicht mehr nur online entgegen, sondern auch on air. Jeden zweiten Donnerstag haben wir mit SRF Wissen unseren Live-Auftritt: von 14 bis 15 Uhr auf Radio SRF 1. Première ist am 16. Januar 2025. Freitags dann rutscht die Podcast-Version in denselben Feed wie Kopf voran in den vergangenen fünf Jahren – also: kein Drehen und kein Suchen nötig.
Fri, 10 Jan 2025 - 116 - HIV: neue Medikamente und Hoffnungen - aber zäher Kampf
Dieses Jahr gab es gute Nachrichten zu HIV: Ein neues Medikament schützt mit zwei Spritzen pro Jahr zuverlässig vor Ansteckung. Wie ist aktuell die Situation rund um HIV und Aids? Die Fortschritte sind enorm, aber die Zahlen auf Null zu bringen bleibt zäh, auch in der Schweiz. Das Fachmagazin Science kürt ein HIV-Medikament zum Durchbruch des Jahres 2024: Lenacapavir. Es muss nur alle sechs Monate gespritzt werden und schützt doch zuverlässig vor einer Infektion mit HIV. Fachleute und HIV-Aktivisten feierten die Studienergebnisse, die die Wirkung belegen. Denn vor allem dort, wo es immer noch viele Ansteckungen gibt, in vielen Ländern Afrikas, könnte das neue Medikament helfen, die Epidemie wirksam auszubremsen. Und hierzulande könnte die Spritze dafür sorgen, die Ansteckungen, die es nach wie vor gibt, vollends auf null zu bringen, statt immer noch gut 350 Diagnosen pro Jahr wie jetzt. Die HIV-Epidemie ist lange nicht mehr das, was sie seit den 1980-er Jahren bis in die frühen 2000er Jahre noch war. Menschen mit HIV können dank guter Therapien ein normales Leben führen, und auch die Ansteckungen sind von mehr als drei Millionen pro Jahr weltweit (Mitte der 90er Jahre) auf 1,3 Millionen im Jahr 2023 gefallen. HIV zurückzudrängen ist also möglich. Dank sinkender Medikamentenpreise, dank Tabletten, die nicht nur die Krankheit bekämpfen, sondern auch vor Ansteckung schützen, und eben, dank neuer Innovationen, wie Lenacapavir.
Fri, 20 Dec 2024 - 115 - Der Berg rutscht: Wie gross ist die Gefahr in Brienz?
Erneut musste das Dorf Brienz in Graubünden evakuiert werden. Die rutschenden Felsmassen des Berges drohen das Dorf zu zerstören. Doch wie realistisch ist dieses Szenario? Und lohnt sich der riesige Aufwand, der betrieben wird für die Rettung des Dorfes? Fernsehjournalist Simon Joller begleitet den Berg und das Dorf seit mehr als fünf Jahren. Für SRF hat er vier «Einstein» - Sendungen zum Thema produziert. «Brienz» ist auch ein Quotenknüller – wie meistert er den Spagat zwischen Voyeurismus und Wissenschaftsjournalismus?
Fri, 06 Dec 2024 - 114 - Der Mensch besteht aus Krieg und Frieden
Eigentlich wollen wir gar nicht und tun es doch immer wieder. Kriege zu führen scheint zur Natur des Menschen zu gehören. Doch Krieg muss nicht sein. Menschen können auch ganz gut ohne. Während der ersten 99% der Evolution der Menschheit gab es ihn nämlich nicht. Gewalt ist zwar alt, aber Krieg ist neu. Der Krieg kam erst mit der Sesshaftigkeit in unsere Welt. Als es möglich wurde, Besitz anzuhäufen. Diese inszenierte und geballte Form von Aggression sitzt also nicht in unseren Genen, sondern in den Köpfen von Wenigen. Das zeigt die Wissenschaft. Evolutionsforscher Carel van Schaik, Archäologe Harald Meller und Historiker Kai Michel haben das Wissen zu Krieg und Frieden gemeinsam zusammengetragen und ein Buch geschrieben. Ihr Fazit: Wir können wählen. Buchtitel: · Harald Meller, Kai Michel, Carel van Schaik: Die Evolution der Gewalt. Warum wir Frieden wollen, aber Kriege führen. Eine Menschheitsgeschichte. Verlag dtv.
Fri, 22 Nov 2024 - 113 - Wie Römer mit Sandalen und Wurfgeschossen die Schweiz eroberten
Ja, sie spinnen, die Römer. Aber erfolgreich. Als sie sich vor 2'000 Jahren Germanien unter den Nagel reissen wollen, stehen ihnen die Schweizer Alpen, die Räter und die Helvetier im Weg. Es kommt zu einer grossen Schlacht. Mit Sandalen an den Füssen und 40 kg Rüstung und Gepäck auf dem Buckel überqueren sie die Alpen und werden auf der anderen Seite vom Stamm der Räter empfangen. Die haben Wind von der Invasion bekommen und passen den Römern ab. Es kommt zu einer verheerenden Schlacht, die die Römer mit einer Bleikugel-Attacke für sich entscheiden. Was von diesem Gemetzel zurückbleibt, ruht über viele Jahre im Boden in der Nähe des heutigen Savognin. Jetzt wird der Schatz gehoben.
Fri, 08 Nov 2024 - 112 - Stopp dem Artensterben: Was die Weltgemeinschaft tut
Global gesehen ist etwa ein Viertel der untersuchten Tier- und Pflanzenarten bedroht. Bis zu einer halben Million Arten, dürften innerhalb der nächsten Jahrzehnte aussterben, schätzen Experten. In Kolumbien trifft sich derzeit die Weltgemeinschaft an der 16. UNO-Biodiversitätskonferenz. Was tut sie gegen das massive Artensterben? Wie werden die bisherigen Rezepte umgesetzt. Und wo steht die Schweiz?
Fri, 25 Oct 2024 - 111 - Nobelpreise: Was passiert hinter den Kulissen unserer Redaktion?
Während der Nobelpreiswoche ist auf der SRF Wissenschaftsredaktion nichts wie sonst. Alle stehen unter grossem Zeitdruck - und müssen mehr denn je an einem Strang ziehen. Bei Kopf Voran schauen wir diese Woche hinter die Kulissen des Nobelpreisfiebers auf unserer Redaktion.
Fri, 11 Oct 2024 - 109 - Mehr als Krach: wie Lärm uns krank macht
Strassenverkehr, Fluglärm, Baustellen: Lärm ist im Alltag dauerpräsent. Und: Er schadet der Gesundheit. Dabei gäbe es Möglichkeiten, Lärm zu reduzieren, sagt der Epidemiologe Benedikt Wicki. Lärm wird wissenschaftlich definiert als «ungewollte und/oder gefährliche Geräusche». Doch diese Definition greift zu kurz: Wer ständig Lärm ausgesetzt ist, hat ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Lärm schlägt auch auf die Psyche und verstärkt die Symptome psychisch vulnerabler Personen. Das zeigen die Studien des Epidemiologen Benedikt Wicki, der am schweizerischen Tropen- und Public Health Institut zu den Auswirkungen von Lärm auf die Gesundheit forscht. Er sagt: Statt den Schutz vor Lärm zu schwächen, sollte man an der Quelle ansetzen: dem Lärm selbst. Studien Lärm und Suizidrisiko: https://doi.org/10.1289/EHP11587 Fluglärm und Bedarf an Beruhigungsmitteln: https://doi.org/10.1016/j.envint.2024.108501
Fri, 27 Sep 2024 - 108 - Gesundheitsmythen: Ist ein Glas Rotwein am Tag gesund?
Rotwein ist gesund, Spinat enthält viel Eisen und nach dem Essen sollte man zwei Stunden warten, bevor man in der Badi schwimmen geht. Gesundheitsmythen, die eigentlich längst widerlegt sind, begnegnen uns im Alltag immer wieder. Woher kommen die Mythen? Und warum halten sie sich so hartnäckig?
Fri, 13 Sep 2024 - 107 - Anatomie: Ärztin tastet mit uns von Kopf bis Fuss
Das meiste was in unserem Körper geschieht, bleibt uns verborgen. Einiges aber können wir von aussen ablesen, indem wir unseren Körper ertasten. Das machen wir in dieser Folge zusammen mit der Ärztin Elisabeth Kappos. Kappos ist plastische und rekonstruktive Chirurgin am Universitätsspital Basel. Sie hat sich auf die Wiederherstellung der weiblichen Brust nach Brustkrebs, sowie die supermikrochirurgische Behandlung des Lymphödems spezialisiert. Was alles spüren wir von aussen an unserem Körper? Tastet mit! Literaturtipps von Elisabeth Kappos für Anatomiebegeisterte: Frank H. Netter: Atlas der Anatomie sowie der Sobotta Atlas der Anatomie in 3 Bänden von Friedrich Paulsen und Jens Waschke.
Fri, 30 Aug 2024 - 106 - Heisse Kernfusion – wie man die Sonne auf die Erde holt
Wenn Atomkerne miteinander verschmelzen, wirds heiss. Zum Beispiel auf der Sonne. Da liegt es nahe, die Kernfusion auch auf der Erde als klimafreundliche Energiequelle zu nutzen. Seit Jahrzehnten wird daran gearbeitet. Gelungen ist es noch nicht. Das grösste Kernfusionsprojekt steht in Südfrankreich: Am Forschungszentrum Iter forschen die weltweit führenden Nationen, um gemeinsam den Durchbruch in der Kernfusion zu schaffen. Die Idee: Spezielle Wasserstoffkerne sollen so hoch erhitzt werden, dass sie zu Heliumkernen fusionieren und dabei Energie freisetzen. So ähnlich passiert das in der Sonne. Im Reaktor soll es dereinst zehn Mal so heiss werden wie im Herzen der Sonne. Wir haben den Versuchsreaktor Iter besucht. «Heiss»: Sommerserie der SRF-Wissenschaftsredaktion, Folge 6/6. Sound-Design: Lukas Fretz (Diese Folge wurde übernommen aus dem Podcast-Feed «SRF Wissenschaftsmagazin», der ebenfalls von der SRF-Wissenschaftsredaktion produziert wird.)
Fri, 09 Aug 2024 - 105 - Heisse Konflikte
In weit über hundert Konflikten weltweit lassen Menschen Waffen sprechen. Neun dieser Konflikte haben die Dimension eines Kriegs. 2023 war eins der blutigsten Jahre seit dem 2. Weltkrieg. Mit dem Krieg in Gaza und Sudan haben sich zwei eingefrorene Konflikte erneut erhitzt. Konflikte haben Muster – so überwältigend chaotisch sie erscheinen mögen. Sie beginnen mit vielen Unbekannten, verlaufen nie nach Plan und sind schwierig zu beenden. Wie Konflikte abgekühlt, Emotionen reguliert und Lösungen gefunden werden – darüber wüsste die Konflikt- und Friedensforschung viel. Doch dieses Wissen wird in der Praxis noch wenig genutzt. «Heiss»: Sommerserie der SRF-Wissenschaftsredaktion, Folge 5/6. (Diese Folge wurde übernommen aus dem Podcast-Feed «SRF Wissenschaftsmagazin», der ebenfalls von der SRF-Wissenschaftsredaktion produziert wird.)
Fri, 02 Aug 2024 - 104 - Heisse Himmelfahrt
Die Erfinder des Heissluftballons sind 1783 die Gebrüder Montgolfier aus Frankreich. Sie sind die ersten, die Menschen in den Himmel heben – ein riesiges Ereignis. So gross die Euphorie zu Beginn doch ist, so tief ist danach der Fall: Der Heissluftballon bekommt direkt Konkurrenz und wird vom Gasballon verdrängt. In der Folge stellen die Gasballone Weltrekorde auf und helfen die Atmosphäre zu erforschen. Doch vor rund sechzig Jahren erobert sich der Heissluftballon seinen Platz am Himmel zurück und wird technisch immer raffinierter. Ballone – wir heben ab zu einer Reise durch die Geschichte dieser luftigen Gefährte. «Heiss»: Sommerserie der SRF-Wissenschaftsredaktion, Folge 4/6. (Diese Folge wurde übernommen aus dem Podcast-Feed «SRF Wissenschaftsmagazin», der ebenfalls von der SRF-Wissenschaftsredaktion produziert wird.)
Fri, 26 Jul 2024 - 103 - Blitze – heiss und gefährlich
Im Sommer, wenn Gewitterwolken sich auftürmen, sieht man sie wieder herabzickzacken, die Starkströme der Natur. Ein Blitz ist Tausende mal stärker als der Strom aus der Steckdose und Zehntausende Grad heiss. Diese Wucht an Energie kann Menschen treffen. Das Erstaunliche dabei: Die meisten Getroffenen überleben. Wie ist das möglich? Was sind typische Blitz-Verletzungen? Und was wird geforscht, um uns besser zu schützen? «Heiss»: Sommerserie der SRF-Wissenschaftsredaktion, Folge 3/6. (Diese Folge wurde übernommen aus dem Podcast-Feed «SRF Wissenschaftsmagazin», der ebenfalls von der SRF-Wissenschaftsredaktion produziert wird.)
Fri, 19 Jul 2024 - 102 - Heisse Schlitten – vom Porsche zum Mini-E-Auto
Fast kein anderes Land in Europa hat so viele stark motorisierte Autos wie die Schweiz. Doch die vielen heissen Schlitten sind massgeblich verantwortlich für die Erhitzung unseres Klimas. 40% des CO2-Ausstosses in der Schweiz stammen von diesen Verbrennungsmotoren. Was also tun? Es reicht nicht aus, den SUV-Fahrzeugpark zu elektrifizieren, die Autos müssen auch deutlich schrumpfen, um das Klimaziel 2050 zu erreichen. Wir erkunden unser ambivalentes Verhältnis zum Auto mit der Rennfahrerin Simona de Silvestro und dem Kleinst-Auto-Produzenten Merlin Ouboter. «Heiss»: Sommerserie der SRF-Wissenschaftsredaktion, Folge 2/6. (Diese Folge wurde übernommen aus dem Podcast-Feed «SRF Wissenschaftsmagazin», der ebenfalls von der SRF-Wissenschaftsredaktion produziert wird.)
Fri, 12 Jul 2024 - 101 - Schweizer Stahl – ein «heisses Eisen»
Bei 1600 Grad wird im Stahlwerk Gerlafingen Stahlschrott verkocht und recycelt. Stahl Gerlafingen will grüner werden, musste aber kürzlich Stellen abbauen. Es ist das jüngste Kapitel einer Erzählung, die in der Schweiz einen einzigartigen Platz einnimmt: die Geschichte der von Roll'schen Eisenwerke. Von Roll kennen alle: Jeder Dolendeckel, jedes Schachtgitter in der Schweiz wurde in der ehemals grössten Giesshalle der Schweiz produziert. Von Roll, 1823 gegründet, schrieb Schweizer Industrie-Geschichte: Das Unternehmen lieferte Stahlrohre, Hydranten, Maschinen, Turbinen und Seilbahnen in alle Welt. Die Arbeiter strömten aus dem Jura und dem ganzen Mitteland in die verschiedenen Werke: in die solothurnische «Klus» bei Balsthal, nach Choindez im Kanton Jura oder nach Gerlafingen SO, wo der Hauptsitz war. Von Roll hat im Lauf der Geschichte Zehntausenden von Menschen Lohn und Brot garantiert, ein Dach über dem Kopf und soziale Sicherheit geboten – und etlichen von ihnen durch die harte, schmutzige Arbeit die Gesundheit ruiniert. Vor rund 30 Jahren sind die von Rollschen Eisenwerke implodiert. Übriggeblieben ist Stahl Gerlafingen, der ehemalige Hauptsitz. Das Unternehmen, heute in italienischer Hand, kämpft um sein Überleben. Die Stahlproduktion ist heute eine vergleichsweise saubere Sache und in Gerlafingen in eine Kreislaufwirtschaft eingebunden. Hat das Zukunft? Oder geht auch in Gerlafingen bald der Ofen aus? «Heiss»: Sommerserie der SRF-Wissenschaftsredaktion, Folge 1/6. (Diese Folge wurde übernommen aus dem Podcast-Feed «SRF Wissenschaftsmagazin», der ebenfalls von der SRF-Wissenschaftsredaktion produziert wird.)
Fri, 05 Jul 2024 - 100 - Die vergessenen Toten
Bis heute ist unklar, welchen gesundheitlichen Preis die Corona-Pandemie in der Schweiz gefordert hat. Wer bei der Weltgesundheitsorganisation nachschaut, wie viele Menschen in der Schweiz an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben sind, findet folgende Zahl: 14'200. Doch diese Angabe stimmt nicht. Bis Ende 2022 haben mindestens 19'000 Menschen ihr Leben durch SARS-CoV-2 verloren. Diese höhere, verlässlichere Zahl des Bundesamtes für Statistik ist jedoch kaum bekannt. Auch an anderer Stelle ist unklar, welchen gesundheitlichen Schaden die Corona-Pandemie hinterlassen hat: es gibt einzig eine grobe Schätzung, wie viele Menschen an Long-COVID leiden. IV-Renten wurden bis dato spärlich gesprochen, Betroffene sind oftmals auf sich selber gestellt. Und dann hat auch die Impfkampagne einige Menschen mit einer schweren Beeinträchtigung hinterlassen. Zahlen aus Deutschland lassen abschätzen, wie oft diese seltenen schweren Impfnebenwirkungen auch in der Schweiz aufgetreten sind. Mit dem wichtigen Unterschied, dass Deutschland dieses Leiden bei bereits mehreren Hundert Menschen anerkannt hat und sie finanziell unterstützt. In der Schweiz hingegen wurde bis heute kein einziger Fall einer schweren Impfnebenwirkung anerkannt. Quellen zur Folge: www.srf.ch/kopfvoran Euer Feedback, eure Fragen und Anmerkungen erreichen uns via Signal, Whatsapp, Threema oder Telegram unter der Nummer 079 878 65 04 oder via kopfvoran@srf.ch
Wed, 26 Jun 2024 - 99 - Ozempic: Welche Kräfte schlummern im Medikament der Stunde?
Das Diabetes-Medikament Ozempic hat in den vergangenen Monaten Promi-Status erreicht. Denn der darin enthaltene Wirkstoff Semaglutid soll die Kilos (auch bei Menschen ohne Diabetes) schnell purzeln lassen. Doch in Semaglutid soll noch mehr Potenzial stecken. Nur: Stimmt das wirklich?
Fri, 31 May 2024 - 98 - Kommt bald das Laborfleisch?
In Labors und Start-Up Firmen wird bereits Fleisch im Reagenzglas gezüchtet. Wird das der Burger der Zukunft? Und auch an vielen weiteren Lebensmitteln wird getüftelt: Fisch, Avocado, Schoggi und sogar Käse – alles aus dem Labor. Vor rund 10 Jahren wurde vor laufender Kamera der erste im Labor hergestellte Burger verkostet. Hergestellt wurde er aus Zellkulturen – also einem kleinen Stück Muskel von einem Rind, das im Labor vermehrt wurde. Seither hat sich viel getan in Sachen Laborfoods. Immer mehr Firmen tüfteln an Lebensmitteln aus dem Bioreaktor. Gleichzeitig stehen die Hersteller vor grossen Herausforderungen: Die Produkte können noch nicht im grossen Stil produziert werden, der Zulassungsprozess ist langwierig. Und ob kultivierte Lebensmittel auch wirklich nachhaltige Ernährungsalternativen sind – auch das muss noch geklärt werden.
Fri, 17 May 2024 - 97 - Rohstoffe aus der Tiefsee: Kommt das gut?
In 1000en Metern Tiefe liegen sie einfach so auf dem Meeresgrund: Faustgrosse Knollen, zusammengesetzt aus Metallen wie Eisen, Kupfer, Kobalt, Mangan und Nickel. Sind sie die Lösung für unser Rohstoff-Problem? Mehrere Staaten planen sie abzubauen, die Knollen in der Tiefe, etwa Japan, China oder Norwegen. Doch was ein Abbau für das noch weitgehend unbekannte Ökosystem in der Tiefsee bedeutet, ist nicht klar - es gibt erst wenige Forschungsresultate dazu. Ob und wie schädlich dieses sogenannte deep-sea mining ist, darüber streiten sich deshalb Befürworter und Gegner. Sicher aber ist: riesige Flächen von anhin kaum erforschten Ökosystemen würden gestört, Kollateralschäden weit über das direkt betroffene Gebiet sind denkbar. Eine wachsende Anzahl Länder fordert darum ein Moratorium für den Tiefseebergbau.
Fri, 03 May 2024 - 96 - Wie Peter Higgs ein Teilchen entdeckte, das niemand sah
Peter Higgs sagte das Higgs-Teilchen voraus, welches Elementarteilchen ihre Masse gibt. Wie kann man ein Teilchen voraussagen, das niemand sieht und wie arbeitet eigentlich ein theoretischer Physiker? Peter Higgs sagte 1964 ein mysteriöses Feld und ein dazugehöriges Teilchen voraus und löste damit ein Problem - zumindest in der Theorie. Ein halbes Jahrhundert später wurde dieses Higgs-Teilchen am CERN in Genf dann tatsächlich nachgewiesen. Der bescheidene Higgs wurde weltberühmt. Wie gelang ihm seine Entdeckung, deren Nachweis Jahrzehnte in Anspruch nahm? Und können sich Physikerinnen und Physiker diese theoretischen Konzepte tatsächlich vorstellen, oder wie gehen sie damit um? Ein Podcast zum kürzlichen Tod von Peter Higgs.
Fri, 19 Apr 2024 - 95 - Das regulierte Cannabis
Der Zürcher Pharmakopsychologe und Drogen-Experte Boris Quednow ist klar dafür, Cannabis zu entkriminalisieren. Gleichzeitig betont er: Regelmässiges Kiffen ist nicht harmlos, weder bei Jugendlichen noch bei Erwachsenen. Cannabis ist sozusagen in aller Munde: Seit dem 1. April ist Cannabis in Deutschland legalisiert – oder zumindest zum Teil legalisiert –, in der Schweiz laufen in diversen Städten Pilotversuche mit der Substanz, der Kanton Zürich will ab Mai die wirtschaftlichen und sozialen Folgen des Kiffens im grossen Stil während fünf Jahren erforschen. Eine schweizerische Cannabis-Regulierung könnte allerdings schon früher erfolgen. Zurzeit wird im Parlament ein Vorstoss verhandelt, der Anbau, Produktion, Handel und Konsum von THC-haltigem Cannabis gesetzlich neu regeln will (parlamentarische Initiative Siegenthaler). Unabhängig von diesen Rahmenbedingungen stellen sich für Boris Quednow viele Fragen: Welche gesundheitlichen Risiken gilt es bei einer Regulierung zu beachten? Wie «gelingt» eine Regulierung, und was sind gute Modell zum Beispiel aus den USA oder Kanada?
Fri, 05 Apr 2024 - 94 - Wann kippt das Klima?
Sie erregen Aufmerksamkeit und machen Angst: Kipppunkte im Klimasystem. Immer wieder erscheinen Studie, die ein düsteres Bild zeichnen: Wenn die Atlantikzirkulation kollabiert, zu der auch der Golfstrom gehört, würde es in Mitteleuropa einige Grad kälter. Im Amazonas wiederum würde sich die Regen- und Trockenzeit umkehren. Der Amazonas würde darauf seinen eigenen Kipppunkt überschreiten und aus tropischem Regenwald würde Savanne. Was ist dran, an diesen Horrorszenarien? Wie nahe sind solche Klima-Kipppunkte und wo macht dieser Begriff überhaupt Sinn?
Fri, 22 Mar 2024 - 93 - Dopamin-Fasten – wenns so einfach wäre…
Dopamin muss derzeit für vieles hinhalten – den einen gilt es als Glückshormon, den andern als Suchtstoff. Dopamin macht uns weder süchtig noch glücklich. Der Botenstoff, der in unserem Hirn Nachrichten verbreitet, hat an allen möglichen Orten seine Hände im Spiel. Simpel gestrickt ist er also nicht. Und er lässt sich auch nicht wegfasten. Zum Glück. Denn Dopamin ist sowas wie die chemiegewordene Vorfreude. Es überflutet uns, wenn wir verliebt sind, uns aufs Essen freuen, auf Likes oder auf die nächste Kokain-Linie. Für das Glücksgefühl, wenn die Geliebte da ist, der Kuchen im Bauch landet, die Likes sich multiplizieren oder das Koks einfährt, sind dann andere zuständig. Was Dopamin alles kann, warum es Menschen tanzen lässt und Mäusen Liebeskummer bereitet
Fri, 08 Mar 2024 - 92 - Lebendige Gebärdensprache
Wussten Sie, dass es nicht nur eine, sondern weltweit über 300 Gebärdensprachen gibt? Oder: dass sich Briten und Amerikaner in Gebärdensprache nicht verstehen? Die Sprache der Gehörlosen hat sich anders entwickelt als die Lautsprache, doch sie ist geradeso lebendig – und für die Gehörlosen-Community nichts weniger als eine Kultur, mit eigenem Rap, Theater, Humor. In der Schweiz steht zurzeit die rechtliche Anerkennung der Gebärdensprache auf der politischen Agenda. Was zeichnet diese Sprache aus? Warum war sie lange verboten? Und weshalb gibt es sie wieder, wo doch heute viele Gehörlose dank Cochlea-Implantaten erstmals hören können? Speziell für Gehörlose untertitelte Version.
Fri, 23 Feb 2024 - 91 - Vom Bürogummi zum Praktiker: Fortunat Joos lernt Eisbohren
Soeben ist er zurückgekommen aus der Antarktis: Der Berner Physiker Fortunat Joos war zum ersten Mal im ewigen Eis und hat geholfen, aus einer Tiefe von bis zu 1,8 Kilometer Eisbohrkerne zu ziehen. Anhand dieser Bohrkerne können die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Klimadaten lesen, und zwar bald 1,5 Millionen Jahre zurück. Normalerweise sitzt Fortunat Joos vor dem Computer und arbeitet – auch für den Weltklimarat – an komplizierten Klimamodellen. Jetzt hat er selber Hand angelegt, um zu neuen Daten zu kommen. Er habe sich wohl nicht ungeschickt angestellt in der Praxis, sagt Joos, obwohl die Fliessbandarbeit bei minus 30 Grad zum Teil auch langweilig gewesen sei. Aber die Weite der Antarktis werde er nie vergessen.
Fri, 09 Feb 2024 - 90 - Der Lachs – warum die Rückkehr floppt
Zehntausende von Junglachsen sind in der Schweiz schon ausgesetzt worden. Sie sollen als kleine Fische den Rhein runterschwimmen. Später dann sollten sie als fast metergrosse Fische wieder den Rhein hochschwimmen, um in den Seitenarmen des Rheins zu laichen. Unterhalb von Basel klappt das zum Teil schon. Seit 40 Jahren wird viel getan für die Rückkehr des Lachses – doch jetzt nimmt die Zahl der Lachse wieder ab statt zu. Was sind die Gründe?
Fri, 26 Jan 2024 - 89 - Neu entdeckte Welten in unserem Sonnensystem
Neben den bekannten Planeten werden weit draussen, in den Aussenbezirken unseres Sonnensystems, laufend neue Welten entdeckt. Es sind Zwergplaneten, kleiner als unser Erdmond, umgeben von winzigen Monden, einzelne vermutlich sogar mit unterirdischem Ozean, in dem Leben denkbar wäre – und dies bei Aussentemperaturen von minus 200 Grad! Nicht zuletzt dreht in der frostigen Kälte vielleicht sogar ein weiterer grosser Planet seine Runden, ein Himmelskörper grösser als unsere Erde, von dem bisher nur berechnet wurde, dass es ihn geben könnte. Aufregende neue Erkenntnisse. Was bedeuten sie fürs Verständnis von uns Menschen und unserer Erde?
Fri, 12 Jan 2024 - 88 - Long Covid: Komme ich da je wieder raus?
Fatigue, Kurzatmigkeit, kognitive Einschränkungen: Unzählige Menschen weltweit leiden an Long Covid, auch in der Schweiz. «Wen es trifft, den trifft es hart und unvorbereitet», sagt die Basler Neurologin und Chefärztin Margret Hund-Georgiadis. Doch es gibt auch Hoffnung. Rund 5 Prozent aller Personen, die sich je mit dem Coronavirus angesteckt haben, sind von Long Covid betroffen. Manche so schwer, dass sie ihren Alltag kaum noch bewältigen können. Um sie kümmern sich Institutionen wie das «Rehab Basel», eine Klinik für Neurorehabilitation und Paraplegiologie. In der Therapie lernen die Betroffenen vor allem «Energiemanagement» - also die verbliebenen Ressourcen gut zu dosieren. Doch nun gibt es womöglich Hoffnung: Forschende sind den Mechanismen von Long Covid auf der Spur, und klinische Studien testen erste Wirkstoffe, die an den Ursachen der Erkrankung ansetzen. Auch im «Rehab Basel» wird ein Medikament getestet, es gebe «erfreuliche Verläufe»: Dies und mehr zu Long Covid sagt Chefärztin Margret Hund-Georgiadis im Kopf Voran-Talk.
Fri, 15 Dec 2023 - 87 - «Soziales Verhalten oder warum Teilen sich lohnt»
Ratten tuns, Fledermäuse und Buntbarsche tuns und auch der Mensch machts: Viele Tierarten teilen und helfen einander. Altruismus hat sich im Verlauf der Evolution bewährt und als eine Form sozialen Verhaltens durchgesetzt. Selbstlos ist die Grosszügigkeit aber nicht. Aber sie macht das Zusammenleben angenehmer und berechenbarer. Barbara und Michael Taborsky sind privat und beruflich ein Paar. Sie haben ihre ganze wissenschaftliche Laufbahn den Sozialsystemen in der Natur gewidmet. Sie erforschen Gruppen und Hierarchien, Rollen und Arbeitsteiligkeit und sie fragen, wie und warum Tiere soziale Kompetenz lernen. Am Ende geht es immer darum, die eigene Überlebenschance zu vergrössern und die seine Gene weiterzugeben.
Fri, 01 Dec 2023 - 86 - Soll ich einen Embryo verschenken dürfen?
Bei der künstlichen Befruchtung bleiben meist menschliche Embryonen übrig. Sie dürfen - nur mit Zustimmung der Eltern - für die Stammzellenforschung verwendet werden. Die Embryonen anderen unfruchtbaren Paaren zu spenden jedoch ist verboten. Ist das noch zeitgemäss? Grundsätzlich wäre es möglich, dass Eltern überzählige Embryonen an andere Eltern mit Kinderwunsch verschenken. Was spricht dafür – was dagegen? Das Parlament will die Eizellenspende in der Schweiz neu zulassen, die Embryonenspende aber nicht. Macht dieser Unterschied Sinn? Und wie funktionieren eigentlich diese Techniken?
Fri, 17 Nov 2023 - 85 - Meteoriten – wenn uns der Himmel auf den Kopf fällt
Auf dem Twannberg oberhalb von Biel ist ein tonnenschwerer Meteorit abgestürzt. Eine Leuchtspur heller als die Sonne und heftige Explosionen waren am Himmel zu sehen. Meteoritenjäger und Forscher aus Bern haben unterdessen über 2000 Trümmerteile geborgen – von diesem Ereignis vor 160 000 Jahren. Sie suchen aber auch in der Wüste von Oman, im Westen der arabischen Halbinsel. Dort fanden sie sogar Meteoriten vom Mond und vom Mars. Die ausserirdischen Gesteinstrümmer sind älter als jeder Stein auf der Erde. Wissenschaftlich sind sie besonders interessant, denn Meteoriten geben Einblick in die Entstehung unseres Sonnensystems. Christian von Burg war für «Kopf voran» unterwegs mit dem Meteoritenjäger und Forscher Beda Hofmann vom Naturhistorischen Museum Bern.
Fri, 03 Nov 2023 - 84 - Roboter lernen immer schneller – und wir von ihnen
Roboter sind heute bereits überall. In der Industrie, im Haushalt als Staubsauger und gar Roboterhunde und sogar in der Pflege mittlerweile. Und für Forscher sind sie spannende Tools um mehr darüber zu erfahren, wie denken und lernen funktioniert. Dafür bauen sie zum Beispiel einen Roboter, der wie eine Ratte Schnurrhaare hat, ausserdem Augen und ein rudimentäres Gehirn, das dem einer Ratte nachempfunden ist, ein sogenanntes neuromorphes Netzwerk. Die Roboterratte, wird dann losgeschickt, und soll ihre Umgebung, eine Arena mit verschiedenen Hindernissen erkunden. Dabei lernt sie dazu, und legt Stück für Stück eine innere Karte von ihrer Umgebung an, die so gut ist, dass sie bald gar nicht mehr gegen Hindernisse stösst. – Der Clou: Das simulierte Rattenhirn arbeitet mit Vorhersagen über ihre Umgebung, datiert das innere Bild auf, wenn die Vorhersage nicht stimmt, und verfeinert so, das Bild ihrer Welt.
Fri, 20 Oct 2023 - 83 - Was Mikroplastik für unsere Gesundheit bedeutet
Kleinste Plastikteilchen sind in der Umwelt allgegenwärtig und landen auch im menschlichen Körper. Was weiss die Forschung über mögliche Effekte? Immer mehr Studien finden Mikroplastik an immer mehr Orten: Auf dem Mount Everest, in der Tiefsee, aber auch in Honig, in Bier, in Fisch und in der Luft. Das heisst: Wir Menschen essen und trinken Mikroplastik und atmen es ein. Und ein Teil davon scheint im Körper zu bleiben. Was das für unsere Gesundheit bedeutet, ist bisher weitgehend unklar – wird aber weltweit immer intensiver erforscht. Welche Spuren die Forscherinnen und Forscher dabei verfolgen und mit welchen Herausforderungen sie zu kämpfen haben, beleuchten wir in dieser Folge von Kopf Voran.
Fri, 06 Oct 2023 - 82 - Tiere stecken Menschen an – und umgekehrt
Bei Corona waren es vermutlich Fledermäuse, beim Denguefieber sind es Mückenarten, welche die Krankheit übertragen. Krankheitserreger wechseln zwischen Tier und Mensch und verändern sich stetig weiter. Deshalb macht es Sinn, Tier- und Menschenkrankheiten gemeinsam zu betrachten. One Health nennt sich dieser Ansatz. Irène Dietschi kommt eben zurück von der Elfenbeinküste, wo sie ein One-Health-Projekt zur Bekämpfung der Tollwut besucht hat. Sie hat mit lokalen und international vernetzten One-Health-Fachleuten gesprochen. Was bringt der Ansatz, wo liegen die Grenzen?
Fri, 15 Sep 2023 - 81 - Klimawandel: Schneller als gedacht?
Noch nie hatte es so wenig Meereis in der Antarktis. Noch nie war das Mittelmeer so warm. Ein Rekord jagt den nächsten – auch dieses Jahr wieder. Sind die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu vorsichtig in ihren Aussagen, haben sie die Folgen des Klimawandels unterschätzt? Oder gibt es auch solche die übertreiben? Und welche Rolle spielen dabei die Journalistinnen und Journalisten? «Kopf voran» ist der Podcast der SRF Wissenschaftsredaktion.
Fri, 01 Sep 2023 - 80 - Wenn der Sex kommt
Wer tuts mit wem, wie, wo und warum zum ersten Mal? Sind Jugendliche von heute frühreif, oversexed und digital zugemüllt von Pornografie und Sexting? Die Sexualität von Jugendlichen bedient viele Vorurteile. Aber die Realität ist anders. Nämlich gar nicht so anders als früher. Manches ist hinzugekommen, vieles aber gleichgeblieben: der Zeitpunkt, Fragen, die Freude, der Frust und die Lust. Es war gut so, sagen junge Menschen rückblickend. Und es wird besser. Mit der Zeit. «Das erste Mal»: Sommerserie der SRF-Wissenschaftsredaktion, Folge 7/7. (Diese Folge wurde übernommen aus dem Podcast Feed «SRF Wissenschaftsmagazin», welcher ebenfalls von der SRF Wissenschaftsredaktion produziert wird.)
Fri, 18 Aug 2023 - 79 - Der erste moderne Stausee
Europas erster moderner Stausee – mit beeindruckender Betonstaumauer - ist in der Schweiz entstanden, 1872 am Fuss der Stadt Fribourg. Heute gehört diese Stauanlage immer noch zu den weit über 1000 aktiven Stauseen der Schweiz. Im Schnitt sind diese Anlagen 70jährig. Wie sicher sind sie noch? Wie naturverträglich? Und: Wie viele weitere braucht bzw. verträgt es noch? «Das erste Mal»: Sommerserie der SRF-Wissenschaftsredaktion, Folge 6/7. (Diese Folge wurde übernommen aus dem Podcast Feed «SRF Wissenschaftsmagazin», welcher ebenfalls von der SRF Wissenschaftsredaktion produziert wird.)
Fri, 11 Aug 2023 - 78 - Die erste Atomspaltung in der Schweiz
- oder: «Das blaue Leuchten». Nach Versuchen auf dem Labortisch in den 1930-er Jahren wollte es nicht gelingen, die neue Technik in der Schweiz nutzbar zu machen. Es brauchte die US-amerikanischen Reaktoren, um im grösseren Stil die Kernenergie zu studieren und zu nutzen. Nach langem Warten war es im Jahr 1955 endlich so weit: An der Konferenz «Atoms for Peace» der Vereinten Nationen in Genf wurde ein funktionierender Atomreaktor ausgestellt, eingeflogen aus den USA. Sein blaues Leuchten faszinierte zahlreiche Besucher - die Atomtechnik war auf Schweizer Boden angekommen. Auch eigene Reaktoren sollten entwickelt werden in der Schweiz. Doch geschmolzene Brennstäbe und Reaktorkerne setzten dem ein jähes Ende. Die Kernkraftwerke, die heute in Betrieb sind, stammen alle aus ausländischer Produktion. Auch wenn die Zukunft der Kernkraft in der Schweiz noch nicht geklärt ist: Geblieben ist ein Bedarf an Nuklear-Ingenieuren, die in einem Studiengang an der ETH ausgebildet werden. Ein Studium, das heute mehr Zulauf findet als auch schon. Ein Schulungsreaktor an der ETH Lausanne gibt dazu «hands on» Erfahrung, wir lassen uns die Anlage vom Instruktor zeigen – und fragen, wie es sich anfühlt, wenn man selber das erste Mal einen Atomreaktor steuert. «Das erste Mal»: Sommerserie der SRF-Wissenschaftsredaktion, Folge 4/7. (Diese Folge wurde übernommen aus dem Podcast Feed «SRF Wissenschaftsmagazin», welcher ebenfalls von der SRF Wissenschaftsredaktion produziert wird.)
Fri, 28 Jul 2023 - 77 - Die ersten Mikroskope
Ende des 17. Jahrhunderts haben die ersten Forscher Mikroskope gebaut - und kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus: Alles, was ihnen vor die Linse kam, war neu und aufregend. «Es war eine gute Zeit, um Wissenschaftler zu sein», sagt Keith Moore, Archivar der Royal Society in London. Er meint die Zeit um 1660, als 12 Wissenschaftler in London sich zusammentaten und die Royal Society gründeten, die englische Wissenschaftsgesellschaft, die lange die wichtigste in ganz Europa bleiben sollte. Alles, was Forscher sich damals genauer anschauten war neu. Sie waren die ersten, die konsequent darauf achteten, ihr Wissen nur aus Experimenten zu ziehen, und sie misstrauten überkommenen Autoritäten. Und: Sie boten einer neuen Technik den Raum, den sie brauchte, um sich voll zu entfalten: Der Mikroskopie. Robert Hooke, erster Kurator der Royal Society, liess sich von Londoner Handwerkern ein Mikroskop bauen und füllte ein ganzes Buch mit detaillierten Zeichnungen von Läusen, Mohnsamen und Nähnadelspitzen. «Micrographia» war das erste populärwissenschaftliche Buch überhaupt und für seine Zeit extrem erfolgreich. Wenige Jahre später las das Buch Antoni von Leeuwenhoek im niederländischen Delft, war fasziniert, baute seine eigenen Mikroskope und wurde zum zweiten Pionier der Mikroskopie: Er war der erste der Bakterien sah, beschrieb wie Spermien schwimmen und untersuchte das Leben in Pfützen vor seiner Haustür. – Ein Ausflug in die Wissenschaftswelt vor fast 400 Jahren, und die Frage, warum das Forschen und Aufklären eigentlich genau damals derart Fahrt aufnahm. «Das erste Mal»: Sommerserie der SRF-Wissenschaftsredaktion, Folge 5/7. (Diese Folge wurde übernommen aus dem Podcast Feed «SRF Wissenschaftsmagazin», welcher ebenfalls von der SRF Wissenschaftsredaktion produziert wird.)
Fri, 04 Aug 2023
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