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Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg

Russland führt seit Februar 2022 Krieg gegen die Ukraine. Welche Strategie verfolgt die russische Armee? Wie stark sind die ukrainischen Verteidiger? Darüber spricht Host Tim Deisinger jede Woche in diesem Podcast mit dem ehemaligen NATO-General Erhard Bühler. Neben der aktuellen Lage geht es auch um eine profunde Bewertung des Kriegsgeschehens insgesamt, um die militärische Unterstützung für die Ukraine und um die Bemühungen hin zu einem Frieden. Hinzu kommen die Auswirkungen auf die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und die sicherheitspolitische Situation in der ganzen Welt. Wir ordnen ein, geben Orientierung und immer wieder werden auch die Fragen von Hörern beantwortet.
- 365 - #360 US-Generäle: Wer nicht folgt, fliegt
In dieser Folge geht der Blick in die USA. Dort gibt es Konflikte zwischen Generälen und Verteidigungsminister Pete Hegseth. Zuletzt wurden erneut ranghohe Militärs entlassen. Es handelt sich um General Christopher Donahue und Generalleutnant Charles Costanza. Wie das zu bewerten ist, darüber spricht Host Christian Erll mit Ex-Nato-General Erhard Bühler in dieser Folge des Podcasts "Was tun, Herr General?". Bühler sagt, solche Entlassungen seien zunächst durchaus ein normaler Vorgang. Er wisse aber von zahlreichen Bekannten im US-Militär, dass Hegseth als Minister bei der US Army insgesamt unbeliebt sei. Ihm werde die Kompetenz für das Amt abgesprochen. Dabei spiele auch der Iran-Krieg eine Rolle. Bühler erklärt außerdem, welche Rolle Donahue und Costanza bisher gespielt haben. Und warum er ihre Absetzung kritisch sieht. Zum Beginn des Podcasts geht es zunächst um einen Vergleich zwischen dem Ukraine-Krieg und dem Bosnienkrieg, der hier im Podcast gezogen wurde und zu dem es eine Reihe von Reaktionen gab. Inhaltsverzeichnis: 00:00 Begrüßung 01:06 Diskussion um Vergleich zwischen Ukraine-Krieg und Bosnienkrieg 09:24 Die Konflikte in der US-Militärführung Podcast-Tipp: Das wahre Leben: Unter Drohnen – mein Kriegsalltag an der ukrainischen Front Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 19. August 2026 geplant.
Thu, 13 Aug 2026 - 37min - 364 - #359 Leipziger Drohnen-Vorfall: "Ein terroristischer Anschlag"
Es war ein aufsehenerregender Zwischenfall: Am Flughafen Leipzig/Halle ist eine Sprengstoff-Drohne gefunden worden. Sie soll gegen ein ukrainisches Transportflugzeug geflogen sein, jedoch ohne Detonation. In dieser Folge erklären Host Christian Erll und der ehemalige Nato-General Erhard Bühler, was inzwischen bekannt ist. "Es ist auf jeden Fall ein sehr ernstzunehmender Vorfall, der auf keinen Fall heruntergespielt werden darf. Das ist ein terroristischer Anschlag, der hier verübt worden ist", sagt Bühler. Glücklicherweise sei der Angriff offenbar nicht erfolgreich gewesen. "So eine Drohne hätte niemals in den Sicherheitsbereich einfliegen dürfen", findet Bühler. Flughäfen müssten so mit Sensoren, Radargeräten und weiterer Technik ausgestattet werden, dass sie Drohnen rechtzeitig erkennen könnten, damit sie dann auch abgewehrt werden könnten. Bisher ist unklar, wer hinter dem Angriff steckt. Bühler hält Vermutungen, dass es Russland gewesen sei, für plausibel. Außerdem spricht Bühler darüber, wo Deutschland bei der Drohnenabwehr steht. "Ich denke, dass wir dort auf dem richtigen Weg sind", so Bühler mit Blick auf die Investitionen in dem Bereich. Deutschland stehe nicht so blank da, wie es scheine. Zur aktuellen militärischen Lage im Ukraine-Krieg: Im Osten der Ukraine gibt es an vielen Frontabschnitten heftige Kämpfe. Die Ukrainer können die Front aber weitgehend halten. An einer Stelle ist den Russen laut Bühler ein kleiner taktischer Vorstoß gelungen. Eine wichtige Rolle spielen an der Front auch sogenannte Infiltrationseinsätze und Repeater für Drohnen. Bühler erklärt die Hintergründe. Inhaltsverzeichnis: 00:00 Begrüßung 01:00 Die aktuelle militärische Lage 20:06 Der Leipziger Drohnen-Zwischenfall Podcast-Tipp: Das wahre Leben: Unter Drohnen – mein Kriegsalltag an der ukrainischen Front Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 13. August 2026 geplant.
Wed, 12 Aug 2026 - 1h 02min - 363 - #358 Bröckelt Putins Bündnissystem?
Ein Verbündeter widerspricht Wladimir Putin öffentlich: Kasachstans Präsident Kassym-Schomart Tokajew fordert ein Ende der Kämpfe in der Ukraine und neue Verhandlungen. Ex-Nato-General Erhard Bühler erklärt die Rolle Kasachstans und die Signalwirkung des ungewöhnlichen Vorstoßes nach innen und nach außen. Auch im zweiten Teil dieser Folge von "Was tun, Herr General?" geht es um einen Verbündeten Russlands: Nordkorea. Bühler bespricht mit Host Christian Erll, was von den Berichten zu halten ist, dass 30.000 nordkoreanische Soldaten Russland unterstützen sollen. Welche Aufgaben könnten sie übernehmen und welchen militärischen Nutzen hätten sie überhaupt? Und schließlich steht eine Frage im Raum, die seit Monaten diskutiert wird. Bereitet Russland eine neue Mobilisierungswelle vor? Erhard Bühler stellt zunächst klar, dass es seiner Ansicht nach nicht um neue Rekruten, sondern um die Aktivierung von Reservisten geht. Er kann sich auch eine Größenordnung von über 300.000 Mann nicht vorstellen, weil es organisatorisch mit Ausbildung und Ausrüstung kaum machbar wäre. Bühler hält aber eine verdeckte, schrittweise Mobilisierung für plausibel. Inhaltsverzeichnis: 01:30 Kasachstan fordert auf Gipfel Einfrieren des Ukraine-Krieges 11:00 Nordkorea will angeblich 30.000 Soldaten schicken 21:00 Einordnung der Berichten über eine große russische Mobilmachung Erhard Bühlers Podcast-Tipp: Streitkräfte und Strategien Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 12. August 2026 geplant.
Fri, 07 Aug 2026 - 34min - 362 - #357 Verletzter NATO-Luftraum: Zufall oder Provokation?
Russische Drohnen über Rumänien, ein russischer Flugkörper auf polnischem Gebiet. Wie gefährlich sind die jüngsten Verletzungen des NATO-Luftraums? Ex-NATO-General Erhard Bühler ordnet die Vorfälle ein und erklärt, warum die Allianz trotz aller Provokationen besonnen reagiert. Bühler sagt: "Wegen des Einschlags einer Rakete auf einem Feld fängt man keinen Krieg an." Außerdem geht es um Russlands Einsatz ballistischer Raketen, die Möglichkeiten der ukrainischen Luftverteidigung und die Frage, wie groß Moskaus Vorräte tatsächlich noch sind. Im Podcast beantwortet Erhard Bühler außerdem Hörerfragen zu den Angriffen auf Wildberries-Lagerhäuser, zur ukrainischen Drohnenproduktion und zu Russlands Möglichkeiten, den Krieg personell weiterzuführen. Unser Podcast-Tipp: Zum Podcast "Ungebremst - Der Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt" gibt es eine Bonusfolge "Nach dem Urteil" Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 07. August 2026 geplant.
Thu, 06 Aug 2026 - 54min - 361 - #356 Was man über Kiews neuen Armeechef Drapatyj wissen muss
Die Ukraine hat einen neuen Oberbefehlshaber: Mychajlo Drapatyj übernimmt die Führung der Streitkräfte. Er gilt als erfahrener Kommandeur und genießt innerhalb der ukrainischen Armee einen guten Ruf – so die Einschätzung von Ex-Nato-General Erhard Bühler. Doch warum wurde sein Vorgänger Oleksandr Syrskyj abgelöst und welche Erwartungen sind mit dem Führungswechsel verbunden? Im Gespräch mit Host Tim Deisinger erklärt Bühler, wer Drapatyj ist, welche Schwerpunkte er bei Luftverteidigung, Drohnenkrieg und Führung der Truppe setzen will und warum sich trotz des Personalwechsels an der militärischen Strategie der Ukraine voraussichtlich wenig ändern wird. Außerdem geht es um den Umgang mit Vorwürfen gegen den bisherigen Oberbefehlshaber Syrskyj, die umstrittene Rolle des früheren Verteidigungsministers Mychajlo Fedorow und die Belastungen für Verantwortliche, die seit Jahren einen Krieg führen müssen. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 5. August 2026 geplant.
Thu, 30 Jul 2026 - 18min - 360 - #355 Wildberries - Russlands Online-Riese im Visier
Wildberries - das ist so etwas wie das russische Amazon. Die Ukraine hat diesen Online-Händler in den letzten Tagen mehrfach angegriffen. Doch warum gerät ausgerechnet ein Unternehmen ins Visier, das für viele Russinnen und Russen zum Alltag gehört? Ex-Nato-General Erhard Bühler erklärt, weshalb die Ukraine Wildberries nicht nur als zivilen Händler, sondern auch als Teil der russischen Kriegslogistik betrachtet. Dabei geht es um Dual-Use-Güter, Elektronikbauteile und Ausrüstung, die nach ukrainischer Darstellung für militärische Zwecke genutzt werden können. Tim Deisinger und Erhard Bühler diskutieren die heikle Frage, wo die Grenze zwischen legitimen militärischen Zielen und geschützten zivilen Einrichtungen verläuft. Außerdem geht es um die Frage, ob die die Ukraine heute stärker ist als je zuvor seit Beginn des russischen Angriffskrieges? Auslöser der Diskussion ist eine Aussage des finnischen Präsidenten Alexander Stubb. Ex-NATO-General Erhard Bühler hält diese Einschätzung für nachvollziehbar und begründet, warum Russland seinen Kriegszielen aus seiner Sicht bislang nicht näher gekommen ist. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 30. Juli 2026 geplant.
Wed, 29 Jul 2026 - 27min - 359 - #354 Wer schützt die Ukraine nach dem Krieg?
Nichts deutet derzeit im Ukraine-Krieg auf einen Frieden hin. Doch irgendwann endet jeder Krieg. Nicht nur die Menschen in der Ukraine hoffen, dass dieses Ende nicht in allzu weiter Ferne liegt. Wenn ein Waffenstillstand kommt, so viel ist schon jetzt klar, dann muss er abgesichert werden. Dann könnte eine sogenannte "Koalition der Willigen" eine wichtige Rolle spielen. Darüber sprechen Host Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler in dieser Folge des Podcasts "Was tun, Herr General?" Bühler erklärt, wie diese Koalition 2025 auf Betreiben des französischen Präsidenten Emmanuel Macron zustande kam. Auch Deutschland ist inzwischen Teil davon. Die Koalition der Willigen zielt laut Bühler auf zwei Ziele. Es geht um die Möglichkeit der Absicherung eines Waffenstillstands bzw. eines Friedens in der Ukraine und um Abschreckung vor neuen russischen Attacken. Dabei gibt es laut Bühler viele offene Fragen. Die Truppen könnten beispielsweise bei einem erneuten Ausbruch des Krieges von heute auf morgen in Kämpfe verwickelt werden. Auch die Rolle der Nato bei dem Vorhaben ist nicht geklärt. Drohen Doppelstrukturen? Außerdem geht es um historische Vorbilder. Denn eine "Koalition der Willigen" gab es schon mehrfach. Stichworte sind hier unter anderem der Irak und Afghanistan. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 29. Juli 2026 geplant.
Wed, 22 Jul 2026 - 37min - 358 - #353 Fedorow vs. Syrskyj: Ein Konflikt schwächt die Ukraine
Der ehemalige ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow konnte nicht mit dem Armeechef Oleksandr Syrskyj. Nun musste er gehen. Das hat Folgen für die Ukraine. War es die richtige Entscheidung, dass Fedorow gehen musste und nicht der Armeechef? Darüber sprechen Host Tim Deisinger und der ehemalige Nato-General Erhard Bühler in dieser Folge des Podcasts "Was tun, Herr General?". Der öffentliche Aufschrei nach der Ablösung Fedorows ist deutlich größer als bei früheren Regierungsumbildungen in der Ukraine. Seit Tagen gibt es Demonstrationen in Kiew und anderen Städten. Fedorow selbst äußert scharfe Kritik in der Öffentlichkeit und lässt kein gutes Haar an der militärischen Führung der ukrainischen Armee. Unter anderem behauptet er, Armeechef Syrskyj habe persönlich seine Entlassung gefordert, was dieser bestreitet. Bühler sagt dazu: Die öffentlich ausgetragene Debatte schade der Ukraine in ihrem Abwehrkampf. Er erklärt auch, welchen Anteil an den ukrainischen Erfolgen in den vergangenen Monaten er Fedorow zurechnet. Der ganze Vorgang bringe Präsident Selenskyj in eine schwierige Situation. Es könne durchaus sein, dass es noch weitere personelle Konsequenzen geben werde. Zur aktuellen militärischen Lage im Ukraine-Krieg: Es gibt intensive Kämpfe entlang der Front, aber ohne, dass es größere Verschiebungen gibt. Die Russen erzielen nur an einigen Abschnitten im Osten der Ukraine marginale Gewinne. Bühler spricht von einem "Patt" zwischen den beiden Armeen. Trotz dieser Lage macht Russlands Präsident Wladimir Putin weiter keine Anstalten, den Weg für einen Frieden zu ebnen. Außerdem geht es um die Luftangriffe auf beiden Seiten. Inhaltverzeichnis 03:50 Die aktuelle militärische Lage 21:09 Die Ablösung von Fedorow als Verteidigungsminister der Ukraine Podcast-Tipp: Weltspiegel-Podcast "Wie der Krieg das russische Leben verändert" Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 22. Juli 2026 geplant.
Tue, 21 Jul 2026 - 47min - 357 - #352 Wie die Nato 3.0 aussehen soll
In dieser Folge sprechen wir über den Nato-Gipfel, der jüngst im türkischen Ankara stattgefunden hat. Er stand im Zeichen des Ukraine-Kriegs und der Neuordnung der Nato unter dem Stichwort Nato 3.0. Die Mitgliedsländer, auch die USA unter Präsident Donald Trump, haben sich erneut zu Artikel 5 des Nato-Vertrags und der Beistandspflicht im Kriegsfall bekannt. Manche haben Zweifel daran, ob der Artikel 5 wirklich eingehalten würde, wenn es so weit käme. Ex-Nato-General Erhard Bühler ist da optimistischer. Allgemein kann er den Beschlüssen des Gipfels einiges Positives abgewinnen. Dabei geht es um Russland, den Terrorismus, die Aufrüstung innerhalb der Nato, die Rolle Europas, die Ukraine und den Iran. Inhaltverzeichnis: 00:03:08 Bietet der Artikel 5 des Nato-Vertrages im Kriegsfall wirklich Schutz? 00:15:20 Die politische Ergebnisse des Gipfels 00:35:05 Die Bewaffnung der europäischen Nato-Partner Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe des Podcasts "Was tun, Herr General?" ist für den 21. Juli 2026 geplant.
Fri, 17 Jul 2026 - 43min - 356 - #351 Fedorow: Ein Star der ukrainischen Führung geht
Eine aktuelle Meldung lässt aufhorchen: Der ukrainische Verteidigungsminister Mychailo Fedorow tritt zurück. Ukrainische Medienberichte legen nahe, dass Differenzen innerhalb der ukrainischen Führung der Grund sind. Konkret sollen sich Fedorow und der Armeechef Olexander Syrskyj überworfen haben. Inzwischen gibt es in der Ukraine auch Proteste gegen den Rücktritt. Ex-Nato-General Erhard Bühler vermutet, dass Fedorow bald eine andere Position einnehmen könnte. Er gilt als sehr fähig und ist unter anderem der Architekt der erfolgreichen ukrainischen Drohnenstrategie. Die aktuelle militärische Lage: Es gibt zahlreiche Kämpfe, aber keine größeren Verschiebungen an der Front. Im Moment, so Bühler, sei die Ukraine in vielen Bereichen im Vorteil. Von einer Wende im Krieg will er aber nicht sprechen. Dazu sei es zu früh. Einmal mehr geht Bühler auf die hohen russischen Verluste ein und welche Folgen sie haben könnten. Außerdem sprechen Host Tim Deisinger und Bühler in dieser Folge über die Luftangriffe auf beiden Seiten. Podcast-Tipp: 11 KM - Putins Kanonenfutter: Wie Russland global für die Front rekrutiert Inhaltverzeichnis: 00:08:55 Die Entlassung des ukrainischen Verteidigungsministers Fedorow 00:11:30 Die aktuelle militärische Lage Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe des Podcasts "Was tun, Herr General?" ist für den 17. Juli 2026 geplant.
Thu, 16 Jul 2026 - 39min - 355 - #350 Bundeswehr: Wohin fließt das viele Geld?
In dieser Folge von „Was tun, Herr General?“ geht es ausnahmsweise nicht direkt um die Lage in der Ukraine, sondern um die geplanten Rekordausgaben für die Bundeswehr. Ex-NATO-General Erhard Bühler ordnet den neuen Bundeshaushalt ein, der die Verteidigungsausgaben bis 2030 auf rund 184 Milliarden Euro steigern soll. Er argumentiert, dass die Bundeswehr jahrzehntelang auf Verschleiß gefahren wurde und nun erhebliche Investitionen nötig seien, um Verteidigungs-Fähigkeiten wieder aufzubauen. Stichworte sind Drohnenabwehr, Artillerie, Munition, Digitalisierung und Personalstärke. Zugleich diskutieren Tim Deisinger und Erhard Bühler die Frage, wie sich verhindern lässt, dass die zusätzlichen Milliarden ineffizient eingesetzt werden. Deisinger hinterfragt zudem die Sinnhaftigkeit der Kopplung des 3,5 Prozent Ziels an das Bruttoinlandsprodukt. Auch die Kritik von Hörern an kostspieligen Rüstungsprojekten wie FCAS und der Fregatte F126 kommt zur Sprache. Außerdem beantwortet Bühler Fragen zur Krisenvorsorge der Bevölkerung, zur Gefahr eines Krieges in Europa und zum Schutz deutscher militärischer Infrastruktur vor Drohnenangriffen. Sein Fazit: Eine unmittelbare Kriegsgefahr sieht er nicht, Deutschland müsse aber deutlich widerstandsfähiger werden. Podcast-Tipp: Politikum - Der Meinungspodcast Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 16. Juli 2026 geplant.
Thu, 09 Jul 2026 - 32min - 354 - #349 Putins Reserven an Raketen schwinden
Russische Raketen töten weiter viele Menschen und richten enorme Schäden an. Laut Ex-Nato-General Erhard Bühler gibt es für die Ukraine aber Hoffnung. Die russischen Vorräte sind endlich. Bühler rechnet vor, wie viele Raketen Moskau noch zur Verfügung stehen. Außerdem entwickelt Kiew mehrere vielversprechende Abwehr-Strategien. Host Tim Deisinger lässt Erhard Bühler auch die Aussagen von Donald Trump auf dem Nato-Gipfel in Ankara einordnen. Wie ernst muss man die Drohungen gegen Spanien nehmen? Wird der Streit um Grönland wieder eskalieren? Bühler erklärt auch, welche Folgen der teilweise Rückzug der Amerikaner aus Europa hat und warum in diesem Zusammenhang von Nato 3.0 gesprochen wird. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 9. Juli 2026 geplant.
Wed, 08 Jul 2026 - 44min - 353 - #348 SPEZIAL: Ihre Fragen an den General
In dieser Folge beantwortet der frühere Nato-General Erhard Bühler die Fragen von Hörern. Es geht um Versorgungsengpässe bei der russischen Armee und die Folgen. Und wir sprechen mal wieder über den Taurus. Laut Bühler hat die Ukraine inzwischen eigentlich keinen Bedarf mehr daran. Weitere Themen: Die Kertsch-Brücke und die Versorgung der Krim + Die Motivation in der russischen Armee + die russische Panzerproduktion und Panzerreserven + Fragen zum Drohnenkrieg Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 8. Juli 2026 geplant.
Thu, 02 Jul 2026 - 37min - 352 - #347 Treibstoffkrise in Russland
Die Ukraine setzt ihre Angriffe auf die Ölindustrie und die militärische Logistik Russlands fort. Offenbar mit wachsendem Erfolg. Im Podcast "Was tun, Herr General?" analysieren Erhard Bühler und Host Tim Deisinger die aktuelle militärische Lage. Sie erklären, warum die ukrainische Strategie gegen Ölindustrie und Nachschublinien Russland zunehmend unter Druck setzt und welche Auswirkungen die Treibstoffkrise auf Armee und Bevölkerung hat. Laut Ex-Nato-General Bühler wird in 78 Regionen der Treibstoff knapp. Auf der Krim wurde der Notstand ausgerufen. Selbst Kremlchef Wladimir Putin spricht inzwischen öffentlich von Engpässen. Außerdem geht es um den Drohnenkrieg, um Geländegewinne und die Frage, ob sich die Kräfteverhältnisse im Krieg langsam zugunsten der Ukraine verschieben. Spoiler: Ex-General Bühler sagt Nein und erklärt warum. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 2. Juni 2026 geplant.
Wed, 01 Jul 2026 - 33min - 351 - #346 FCAS: Das gescheiterte Kampfjet-Projekt
In dieser Folge müssen wir über FCAS sprechen – das europäische Luftkampfsystem. Es wird nun wohl ohne eine wichtige Komponente auskommen müssen. Denn das deutsch-französische Kampfflugzeug-Projekt wurde gestoppt. "Es hat tatsächlich eine politische, rüstungspolitische, wirtschaftliche, militärische Dimension, der Schaden ist also riesig", sagt Ex-Nato-General Erhard Bühler. Trotzdem sei das Aus für das Projekt folgerichtig gewesen. Bühler erklärt die Gründe und was ein französisches Familienunternehmen sowie das französische Atomprogramm damit zu tun haben. Er ist sich trotzdem sicher, dass es ein neues Kampfflugzeug geben wird, wenn auch in einer anderen Form. "Nahezu sicher wird es teurer werden, in der Entwicklung, in der Beschaffung, in der Nutzung und ganz sicher wird es auch später kommen, als ursprünglich geplant", so Bühler. Zunächst sprechen Host Tim Deisinger und Bühler in dieser Folge von "Was tun, Herr General?" aber über das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran, das einen Weg zu einem Frieden ebnen soll. Binnen zwei Monaten soll ein endgültiger Vertrag stehen. Ob das klappt, da hat Bühler seine Zweifel, vor allem wegen dem kurzen zeitlichen Rahmen. Im Podcast erklärt er die Knackpunkte, und das sind einige. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 1. Juni 2026 geplant.
Thu, 25 Jun 2026 - 33min - 350 - #345 Wie die Ukraine die Krim abriegelt
Seit Wochen nimmt die Ukraine bei ihren Luftangriffen die russische Öl-Industrie ins Visier. Das zeigt Wirkung. In vielen Regionen Russlands herrscht inzwischen Treibstoffknappheit. Das dürfte über kurz oder lang auch die Handlungsfähigkeit der russischen Armee einschränken, sagt Ex-Nato-General Erhard Bühler im Gespräch mit Host Tim Deisinger. Besonders auf der Krim sei die Lage schwierig. Die Versorgungswege über das Festland auf die Halbinsel funktionieren nach ukrainischen Angriffen nur noch eingeschränkt. Auch im Umfeld der Kertsch-Brücke habe es ukrainische Luftangriffe gegeben. Bühler vermutet, dass die Ukrainer noch weiter gehen werden: "Es deutet alles darauf hin, dass in nächster Zeit ein Angriff auf die Brücke erfolgen könnte, sobald die Flugabwehr weitgehend ausgeschaltet ist." Die Russen verfolgten bei ihren Luftangriffen eine andere Strategie und nähmen eher zivile Ziele ins Visier: Es habe mehrere Angriffe auf die ukrainischen Städte Sumy und Saporischschja mit Gleitbomben gegeben. Die weiteren Themen in dieser Folge des Podcasts "Was tun, Herr General?": Die Diskussion um die Osterweiterung der Nato und das Verhältnis zwischen Russland und dem Westen. Dazu haben uns nach der vergangenen Folge zahlreiche Mails erreicht. + Russlands Präsident Putin hat erklärt, sein Land sei bereit zu Friedensverhandlungen mit Russland. Allerdings nur zu Bedingungen, die nach Einschätzungen von Bühler einer Kapitulation der Ukraine gleichkämen. Links - Der Krieg in der Ukraine - Nachrichten und Hintergründe - Unser Podcast Putins Krieg mit aktuellen Kurzbeiträgen und Interviews zum Ukraine-Krieg Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 25. Juni 2026 geplant.
Wed, 24 Jun 2026 - 30min - 349 - #344 Die Nato, Russland und die Primakow-Doktrin
Wenn über den Ukraine-Krieg und seine Ursachen gesprochen wird, dann spielt immer wieder die Osterweiterung der Nato eine Rolle. Auch der Angreifer Russland selbst führt sie immer wieder ins Feld, um den Krieg zu rechtfertigen. Und auch einige Historiker und Politiker sagen, in der Zeit nach dem Ende des Kalten Krieges habe der Westen die historische Chance verstreichen lassen, Russland auf Augenhöhe einzubinden und so den Ukraine-Krieg zu verhindern. In dieser Folge sprechen Host Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler mit dem Historiker und Offizier Matthias Rogg über den ewigen Streitpunkt Nato-Osterweiterung. Er findet, eine zentrale Rolle spiele dabei die oft wenig beachtete russische Primakow-Doktrin. Nach wem sie benannt ist, was sie genau besagt und was sich daraus ableiten lässt, besprechen wir in dieser Folge des Podcasts "Was tun, Herr General?". Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 24. Juni 2026 geplant.
Thu, 18 Jun 2026 - 47min - 348 - #343 G7-Gipfel: Rückenwind für die Ukraine
"Die Ukraine geht als einer der Gewinner aus dem G7-Gipfel hervor", sagt Ex-Nato-General Erhard Bühler. Die Amerikaner würden die Ukraine wieder mehr unterstützen. Präsident Trump spreche davon, dass Russland den Krieg beenden solle. Früher habe er das von der Ukraine gefordert. Die G7 hätten sich auf weitere Sanktionen gegen Russland verständigt. Und die Unterstützung durch europäische Staaten für die Ukraine sei ungebrochen. Auch die aktuelle militärische Lage entwickle sich positiv für das angegriffene Land. "Die Ukraine riegelt die russische Armee in der Ukraine immer mehr vom Nachschub ab", so Bühler im Gespräch mit Host Tim Deisinger. Die russische Frühjahrsoffensive sei schon im Ansatz gestoppt worden. All diese aktuell positiven Entwicklungen könnten sich aber auch umkehren, warnt Bühler. Russland habe durchaus noch Optionen. Die gute Lage für die Ukraine sei zunächst nur eine Momentaufnahme. Die weiteren Themen in dieser Folge des Podcasts "Was tun, Herr General?": Russische Luftangriffe auf die Ukraine: Ukrainische Kulturgüter als Ziel + Ukrainische Luftangriffe sorgen für Versorgungsengpässe auf der Krim + Bundeskanzler Merz sieht ein Fenster für Gespräche über ein Ende des Krieges. Hat er Recht? + Donald Trump will offenbar bestimmte Kampfverbände aus der Nato zurückziehen Podcast-Tipp: NS-Cliquen: von Menschen und Mördern Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 18. Juni 2026 geplant.
Wed, 17 Jun 2026 - 39min - 347 - #342 Putins größte Lüge im Krieg
Russlands Präsident Wladimir Putin begründet den Angriff auf die Ukraine auch mit einer Bedrohung durch die Nato. Ex-Nato-General Erhard Bühler erklärt, warum er diese Argumentation für die größte Lüge im Krieg hält. Dabei geht er zusammen mit Host Tim Deisinger alte Aussagen von Ex-Außenminister Hans-Dietrich Genscher durch und schaut sich alte Vereinbarungen wie die Nato-Russland-Grundakte an. Deisinger und Bühler streiten auch sehr lebhaft über die Frage, ob die räumliche Nähe die Nato für Russland "gefährlicher" macht. Außerdem geht es in dieser Folge um den problematischen Umgang der Ukraine mit ihrer Vergangenheit. Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eine Militäreinheit nach der UPA benannt. Dabei handelt es sich um die Ukrainische Aufständische Armee, die im Zweiten Weltkrieg Massaker an polnischen Zivilisten verübt hat. Das Vorgehen Selenskyjs bereitet auch Bühler Bauchschmerzen. Weiterhin berichtet Bühler, was zum ukrainischen Angriff auf ein Studentenwohnheim in Luhansk im Mai bekannt ist. Podcast-Tipp "punktEU": https://www.ardsounds.de/sendung/punkteu-der-europa-podcast-von-wdr-5/urn:ard:show:0f0ee49b2c1ed066/ Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die Veröffentlichung der nächsten regulären Folge von "Was tun, Herr General?" ist für den 17. Juni 2026 geplant.
Wed, 10 Jun 2026 - 43min - 346 - #341 Versorgungslücken auf der Krim für Russland gefährlich
Angriffe auf Lkw, Züge und Brücken – die Russen haben es zunehmend schwer, die Versorgungswege zur Krim zu schützen. Ex-Nato-General Erhard Bühler erklärt die Strategie der Ukrainer und warum sie für Russlands Präsidenten Wladimir Putin immer gefährlicher wird. Endet der Krieg bald? Neben der aktuellen militärischen Lage spricht Host Tim Deisinger mit Bühler auch über den Besuch von Altkanzler Gerhard Schröder in Moskau. Bühler weist darauf hin, dass der Altkanzler als Privatmann ohne Mandat in der russischen Hauptstadt war. Hat er vielleicht doch Einfluss auf Putin? Bühler ist aus mehreren Gründen skeptisch. Podcast-Tipp "Welt.Macht.China": https://1.ard.de/weltmachtchina?cp=dg Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die Veröffentlichung der nächsten regulären Folge von "Was tun, Herr General?" ist für den 10. Juni 2026 geplant.
Tue, 09 Jun 2026 - 33min - 345 - #340 Hat Russland eine Chance gegen die Nato?
In der 2. Sonderfolge von der WIFIS-Konferenz diskutieren Oberst a.D. Wolfgang Richter und die Politikwissenschaftlerin Gerlinde Groitl. Laut Richter ist eine politische Absicht Moskaus, die "starke Nato" anzugreifen, nicht nachweisbar. Außerdem erklärt er, warum aus seiner Sicht Europas konventionelle militärische Fähigkeiten den russischen überlegen sind. Groitl macht aber darauf aufmerksam, dass Russland dem Westen bereits militärisch droht. Außerdem gebe es hybride Angriffe. Russland sehe sich als Großmacht. Gleichzeitig wirft die Politikwissenschaftlerin dem Westen Fehler im Umgang mit Russland vor. Dieser müsse erst einmal seine Ziele definieren. Nur dann werde er sie auch erreichen können. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste reguläre Folge von „Was tun, Herr General?“ ist für den 9. Juni 2026 geplant.
Thu, 04 Jun 2026 - 2h 29min - 344 - #339 Bedrohungen für die europäische Sicherheit
In dieser Folge von "Was tun, Herr General?" hören Sie eine Diskussion von der Jahreskonferenz des Wissenschaftlichen Forums für Internationale Sicherheit. Beteiligt war auch der ehemalige Nato-General Erhard Bühler. Im Zentrum stand die Frage, vor welchen Bedrohungen wir derzeit in Deutschland und Europa stehen. Wie ist mit Russland umzugehen? Wie sind die Europäer auf künftige mögliche Konflikte vorbereitet? Bühler sagt, die aktuelle Lage sei viel schwieriger und komplizierter als im Kalten Krieg. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 4. Juni 2026 geplant, dann hören Sie eine weitere Diskussion von der besagten Jahreskonferenz. Die nächste reguläre Folge von "Was tun, Herr General?" wird voraussichtlich am 9. Juni 2026 veröffentlicht.
Wed, 03 Jun 2026 - 2h 05min - 343 - #338 Warnung an Belarus und der Krisenherd Balkan
Welche Rolle spielt Belarus im Ukraine-Krieg – und droht von dort ein neuer Angriff? In dieser Folge ordnet Ex-NATO-General Erhard Bühler die militärische Lage ein. Sein Fazit: Ein Vorstoß wie zu Beginn des Krieges 2022 sei heute kaum noch möglich. Dennoch bleibe Belarus ein wichtiger Faktor, politisch wie strategisch. Im zweiten Teil von "Was tun, Herr General?" richtet sich der Blick auf den Balkan: Warum kündigt der Hohe Repräsentant für Bosnien und Herzegowina, Christian Schmidt, seinen Rückzug an? Und was sagt das über die Stabilität der Region aus? Bühler erklärt die Macht dieses Amtes, die Spannungen zwischen den Volksgruppen – und warum internationale Interessen, auch wirtschaftlicher Natur, die Lage zusätzlich verkomplizieren. Ein Podcast-Tipp: Politikum https://www.ardsounds.de/sendung/politikum-der-meinungspodcast-von-wdr-5/urn:ard:show:718464ba4284b268/ Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 03. Juni 2026 geplant.
Thu, 28 May 2026 - 38min - 342 - #337 Oreschnik-Rakete: Gefährlich, aber nicht außergewöhnlich
Die Kämpfe in der Ukraine dauern an – doch an der Front bewegt sich kaum etwas. Gleichzeitig eskaliert der Krieg in der Luft weiter. In dieser Folge von „Was tun, Herr General?“ analysieren Tim Deisinger und Ex-NATO-General Erhard Bühler die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg, der zunehmend von Drohnen- und Raketenangriffen geprägt ist. Schauplätze sind Luhansk und Kiew. Im Fokus steht die neue russische Mittelstreckenrakete „Oreschnik“. Ex-General Bühler ordnet ihre Stärken und Schwächen ein. Sie sei wegen der sechs Gefechtsköpfe und schwerer Abfangbarkeit eine gefährliche, aber technisch nicht außergewöhnliche Waffe mit begrenzter Präzision. Den jüngsten Einsatz bewertet Bühler als politisches Signal, das mehr der Abschreckung denn der militärischen Wirkung gedient habe. Ein Podcast-Tipp: "Sieben Tage wach" https://www.ardsounds.de/sendung/7-tage-wach/urn:ard:show:f9c5f6d4e3e528db/ Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 28. Mai 2026 geplant.
Wed, 27 May 2026 - 39min - 341 - #336 Gotland-Übung mit Ukrainern: Schlappe für Nato-Soldaten?
Erneut hat es eine Militärübung mit Nato-Soldaten und ukrainischen Drohnenpiloten gegeben. Erneut gibt es Berichte, die Ukrainer hätten den Nato-Soldaten deutlich ihre Grenzen aufgezeigt. Aber stimmt das wirklich? Darüber spricht Host Tim Deisinger mit dem ehemaligen Nato-General Erhard Bühler. Er erklärt, worum es bei der Übung auf der schwedischen Insel Gotland ging. Der Insel käme bei einem möglichen Krieg zwischen Russland und der Nato eine wichtige Rolle zu. Bühler erklärt, was bei der Übung genau geübt wurde und was dann geschah. Seiner Meinung nach verbieten sich so eindeutige Urteile, wie sie nach der Übung teilweise in Medien kolportiert wurden. Außerdem geht es in dieser Folge von "Was tun, Herr General?" um eine Entscheidung der USA, die Rotation von Truppenteilen in Europa auszusetzen. Konkret geht es um Polen. Die Entscheidung dazu im Weißen Haus fiel offenbar kurzfristig. Und: Wie eine russische Drohne die Regierung in Lettland zerfallen ließ. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 27. Mai 2026 geplant.
Thu, 21 May 2026 - 33min - 340 - #335 Wende für die Ukraine im Drohnenkrieg
Die Ukraine hat die Region Moskau massiv mit hunderten Drohnen angegriffen. Ziele waren unter anderem ein Öl-Depot, eine Raffinerie und Betriebe, die für die Rüstungsindustrie arbeiten. Der ehemalige Nato-General Erhard Bühler sagt, die Ukraine habe inzwischen deutlich höhere Kapazitäten für solche Angriffe. Mitte 2024 hätten die Ukrainer 1.000 Drohnen pro Monat gegen Russland eingesetzt. Inzwischen seien es 7.000. Bühler dazu: "Auch das ist ein Trend, der deutlich macht, dass die Ukrainer heute schon mehr Drohnen nach Russland schicken als die Russen in die Ukraine." Auch Russland hatte schon in der vergangenen Woche einen der schwersten Angriffe mit Drohnen und Marschflugkörpern auf die Ukraine durchgeführt. Schwerpunkte waren Kiew und die westliche Ukraine. Es gab Dutzende Tote. Und doch gelang es der Ukraine, Schlimmeres zu verhindern. Mehr als 90 Prozent der Drohnen und drei Viertel der Raketen und Marschflugkörper sind ukrainischen Angaben zufolge abgeschossen worden. "Daran erkennt man, dass sich die Ukraine von einem Land nahezu ohne Luftverteidigung zu einem der führenden Drohnenabwehrspezialisten entwickelt hat. Zu Recht suchen jetzt viele Länder in Europa und im Nahen Osten Rat bei der Ukraine", sagt Bühler im Podcast "Was tun, Herr General?". Außerdem besprechen Host Tim Deisinger und Bühler in dieser Folge auch die militärische Lage am Boden in der Ukraine. Dort toben nach Angaben von Bühler derzeit heftige Kämpfe, mehr als 200 Gefechte pro Tag werden verzeichnet. Es gebe kleine Bodengewinne auf beiden Seiten, aber keine größeren Eroberungen. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 21. Mai 2026 geplant.
Wed, 20 May 2026 - 32min - 339 - #334 Was bei der NATO-Übung "Hedgehog" wirklich passiert ist
Zwei NATO-Bataillone durch Drohnen vernichtet - diese Schlagzeile zur Übung "Hedgehog 2025" hat Anfang des Jahres weltweit für Aufsehen gesorgt. Was ist damals wirklich passiert? Ex-NATO-General Erhard Bühler hat mit mit Teilnehmern Übung gesprochen und nd zeichnet ein anderes Bild. Von einem militärischen Debakel könne keine Rede sein. Gleichzeitig macht der Ex-Nato-General deutlich: Der Einsatz von Drohnen verändere das Gefechtsfeld grundlegend. Gerade bei Abwehr, Führungssystemen und dem Zusammenspiel mit anderen Waffensystemen habe die NATO weiterhin großen Entwicklungsbedarf. Im Gespräch mit Host Tim Deisinger beantwortet Erhard Bühler auch wieder Fragen von Hörerinnen und Hörer. Dabei geht es um die militärische Stärke Russlands und ein mögliches Sicherheitsvakuum für Europa ohne die USA. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 20 . Mai 2026 geplant.
Fri, 15 May 2026 - 37min - 338 - #333 Warum Schröder als Vermittler nicht geeignet ist
Russlands Präsident Wladimir Putin hat Altkanzler Gerhard Schröder als Vermittler im Krieg zwischen Russland und der Ukraine ins Spiel gebracht. Ex-Nato-General Erhard Bühler warnt vor einem Propaganda-Erfolg für die Russen. Wie sollte die EU reagieren? Wer käme für eine Vermittlung aus Bühlers Sicht infrage? Host Tim Deisinger spricht mit Bühler auch über die aktuelle Lage. Dabei stellt der Ex-Nato-General fest, dass die Russen die Waffenruhe genutzt haben, um ihre Truppen umzugruppieren. Er erklärt, auf welche ukrainischen Städte der Druck jetzt größer wird. Außerdem beantwortet Bühler eine Hörerfrage: Machen Drohnen künftig Panzer, Schiffe und Artillerie in Kriegen überflüssig? Ein Hörtipp: Berlin Code - mit Linda Zervakis kurz.ard.de/berlincode Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 15. Mai 2026 geplant.
Wed, 13 May 2026 - 36min - 337 - #332 Was bedeutet ein US-Truppenabzug aus Deutschland?
Die Ankündigungen aus Washington sorgen für Unruhe: Steht ein Abzug US‑amerikanischer Truppen aus Deutschland bevor? Und was ist mit den einst zugesagten Tomahawk-Marschflugkörpern? NATO‑Experte und Ex‑General Erhard Bühler ordnet die aktuellen Signale der Trump‑Administration ein und erklärt, was tatsächlich bekannt ist – und was bislang Spekulation bleibt. Im Gespräch mit Tim Deisinger vertritt Bühler die Ansicht, dass ein schneller Abzug kaum realistisch ist. Außerdem geht es darum, wo welche US-Truppen genau stationiert sind und welche Bedeutung die Standorte für Europa und die Sicherheitsinteressen der USA haben. Weitere Stichworte sind NATO‑Abschreckung und Bündnisvertrauen. Bühler erinnert aus diesem Anlass noch einmal daran, welche sicherheitspolitischen Fragen Europa dringend selbst klären muss. Ein Hörtipp: "Sudan: Der Krieg um Gold, Macht und Waffen" im Weltspiegel Podcast https://1.ard.de/weltspiegel_podcast?cp Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 13. Mai 2026 geplant.
Thu, 07 May 2026 - 35min - 336 - #331 Pattsituation mit Nachteilen für Russland
Russlands Präsident Putin hat mal wieder eine Waffenruhe angekündigt für das kommende Wochenende. Hintergrund dürfte sein, dass die Feierlichkeiten zur Erinnerung an den Sieg gegen Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg nicht gestört werden sollten. Die Ukraine hat einen sofortigen Waffenstillstand angeboten, darauf ging Russland nicht ein. So dürfe man sich mit Blick auf das Wochenende und einen möglichen Friedenswillen auf russischer Seite keiner große Hoffnungen machen, sagt Ex-Nato-General Erhard Bühler. Die aktuelle militärische Lage: Im Bereich Sumy haben beide Seiten an verschiedenen Stellen kleinere Geländegewinne erzielt. Auch an anderen Frontabschnitten gibt es kleinere Verschiebungen. Im Allgemeinen zeigt sich die Front aber sehr statisch. "Man könnte von einem Patt sprechen", so Bühler. Allerdings sei die Ukraine insofern im Vorteil, dass ihre Verluste deutlich geringer seien. Außerdem geht es um die Luftoperationen auf beiden Seiten. Auch hier sieht Bühler Vorteile bei den Ukrainern. Und er erklärt, welche Ziele die ukrainische Armee ins Visier nimmt. Außerdem beantwortet Bühler im Gespräch mit Host Tim Deisinger eine Reihe von Hörerfragen. Hörtipp: Dok 5 – Das Feature - Im Grenzland – Frauen in Estland bereiten sich auf den Ernstfall vor - https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:210a42e5aa12e550/ Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 7. Mai 2026 geplant.
Wed, 06 May 2026 - 39min - 335 - #330 Die neue deutsche Militärstrategie
Der Ukraine-Krieg und die geopolitische Lage machen es deutlich: Deutschland wird künftig verteidigungsbereit sein müssen. Und dafür muss man sich neu aufstellen. Der Bundeswehr kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Nun hat Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) Teile der neuen deutschen Militärstrategie vorgestellt. Außerdem ging es um das künftige Fähigkeitsprofil der Bundeswehr und eine Strategie für die Reserve. Ein Ziel: Die Bundeswehr soll zur stärksten konventionellen Armee auf dem Kontinent werden. Darüber sprechen Host Tim Deisinger und der ehemalige Nato-General Erhard Bühler in dieser Folge. Nach Einschätzung von Bühler kommt Deutschland mit der Neuaufstellung seiner Verantwortung nach. Die Strategiepapiere seien als "lebende Papiere" zu verstehen. Im Podcast erklärt er, was er damit meint. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" wird wahrscheinlich am 6. Mai 2026 veröffentlicht.
Thu, 30 Apr 2026 - 36min - 334 - #329 Die beeindruckende Resilienz der ukrainischen Bevölkerung
In dieser Folge ist erneut der Unfallchirurg Bastian Veigel zu Gast. Er organisiert medizinische Hilfe für die Ukraine und war vor Kurzem wieder mehrere Wochen dort, um in einem Krankenhaus bei Pokrowsk verletzte Zivilisten und Soldaten zu behandeln. Veigel berichtet, wie die Menschen in Frontnähe leben und wie allgegenwärtig Drohnen sind. Viele der Verletzungen, die er behandelt habe, seien die Folge von Angriffen mit russischen FPV-Drohnen gewesen. Außerdem erzählt Veigel, wie er einen nächtlichen Drohnenangriff auf Charkiw miterlebt hat. Was besonders bewegend sei: Wie resilient die ukrainische Bevölkerung mit dieser Situation umgehe. Jeden Tag lebten die Menschen mit dieser existenziellen Bedrohung durch Drohnen. Ständig seien Artillerie, Luftabwehr und Drohnen zu hören. "Der Krieg ist immer da, sie hören den Krieg die ganze Zeit", so Veigel. Wie die Menschen damit umgingen, sei beeindruckend, so der Unfallchirurg. Wer für das Projekt von Bastian Veigel spenden will oder sonstige Fragen hat, kann ihn unter dieser Mailadresse erreichen: b-veigel@web.de Host Tim Deisinger bespricht mit dem ehemaligen Nato-General Erhard Bühler außerdem die aktuelle militärische Lage im Ukraine-Krieg: "Die angekündigte russische Frühjahrs- und Sommeroffensive hat nach wie vor keine Fahrt aufgenommen", analysiert Bühler. Die Front sei aus strategischer Sicht starr und unbeweglich. Kämpfe und kleinere Geländegewinne auf beiden Seiten gebe es viele, aber keine größeren Bewegungen. Ein kurzer Blick geht auch zum Iran-Krieg. Die Waffenruhe ist dort verlängert worden. Darüber hinaus gibt es wenig Neues. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 30. April 2026 geplant.
Wed, 29 Apr 2026 - 34min - 333 - #328 Iran-Krieg: "Die USA haben sich selbst blockiert"
Verlängerte Ultimaten, vorerst geplatzte Verhandlungen und die doppelte Blockade der Straße von Hormus: Die Lage im Iran-Krieg ist unübersichtlich und volatil. In dieser Folge besprechen wir den aktuellen Stand. Der ehemalige Nato-General Erhard Bühler erklärt, was die Knackpunkte bei den Friedensverhandlungen sein dürften. Positiv sei zunächst, dass es inzwischen auch einen Waffenstillstand zwischen Israel und dem Libanon gebe, an den sich aktuell auch die Hisbollah halte. Damit sei eine Vorbedingung des Iran erfüllt worden. Bei den anderen Konfliktthemen, unter anderem dem iranischen Atomprogramm, gebe es bisher jedoch keine Fortschritte. Und auch bei der Straße von Hormus gehe es nicht voran, seitdem die USA ihrerseits auch eine Blockade verkündet hätten. „Mir scheint, dass sich die Amerikaner mit ihrer Blockade selbst blockiert haben“, so Bühler. Ausführlich sprechen wir auch darüber, welchen Anteil die Bundeswehr bei der Absicherung eines Abkommens spielen könnte. Podcast-Tipp: Quarks - Mal Angenommen - https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:3cc6bb58fb53ecef/ Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 29. April 2026 geplant.
Thu, 23 Apr 2026 - 37min - 332 - #327 Wie Russland sich seine Erfolge schönrechnet
Die russische Offensive nimmt nach Einschätzung von Ex-Nato-General Erhard Bühler keine Fahrt auf. Das Gegenteil sei der Fall. Das halte den russischen Generalstabschef Gerassimov nicht davon ab, Erfolge zu verkünden. Gerassimov sprach jüngst davon, dass die russische Armee seit Jahresbeginn 1.700 Quadratkilometer erobert habe. "Dafür gibt es keinen Beweis", so Bühler. Das passe auch nicht zu dem, was an Informationen verfügbar sei. Die US-Einrichtung Institute for the Study of War hat russische Geländegewinne von 380 Quadratkilometern errechnet. Demgegenüber stünden allerdings ebenso viele ukrainische Eroberungen. Außerdem geht es im Podcast um die neue Militärstrategie, die Verteidigungsminister Boris Pistorius vorgelegt hat. Sie ist ein Baustein der neuen deutschen Verteidigungspolitik. Weitere sollen folgen. Das Ganze werde einen großen Kraftakt erfordern, so Bühler. Die weiteren Themen: Sumy – Russischer Angriff durch eine Gas-Pipeline + Luftangriffe auf beiden Seiten + Die Ukraine behauptet, eine Stellung nur mit Luft- und Bodendrohnen erobert zu haben + Was der Machtwechsel in Ungarn für die Ukraine bedeutet Podcast-Tipp: Quarks - Mal Angenommen - https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:3cc6bb58fb53ecef/ Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 23. April 2026 geplant.
Wed, 22 Apr 2026 - 58min - 331 - #326 Die Diskussion um das neue Wehrpflichtgesetz
Das neue Wehrdienstgesetz ist in diesen Tagen heiß diskutiert worden. Grund ist diese Regelung: Männer zwischen 17 und 45 Jahren sollen sich künftig abmelden, wenn sie das Land für mehr als drei Monate verlassen. Das wird vielfach als Eingriff in die persönlichen Freiheiten interpretiert. Ex-Nato-General Erhard Bühler kann die Aufregung nicht verstehen. Der entsprechende Paragraf habe so ähnlich schon seit Jahrzehnten im Vorgängergesetz gestanden. Das Ganze sei allerdings nicht gut kommuniziert worden. Niemand werde sich wirklich per Antrag genehmigen lassen müssen, wenn er verreise, so Bühler: "Tatsache ist, dass niemand heute einen Antrag schicken muss, weil er demnächst vier Monate lang nach Amerika geht." Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat bereits Konkretisierungen der Regelungen angekündigt. Außerdem geht es um eine spektakuläre Rettungsaktion im Iran-Krieg. Nach dem Abschuss eines F-15-Kamfjets hat die US-Armee die beiden Insassen gerettet. Bei dem Pilot ging das schnell. Der zweite Insasse jedoch war längere Zeit verletzt in feindlichem Gebiet unterwegs, bis ihn Spezialtruppen retten konnten. Wir sprechen darüber, wie der riskante Einsatz gelang. "Das ist aus militärischer Sicht schon ein großer Erfolg", so Bühler. Könnte die Bundeswehr so etwas auch? Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 22. April 2026 geplant.
Thu, 09 Apr 2026 - 32min - 330 - #325 Warum Hegseth die Führung der US-Streitkräfte umbaut
Über lange Zeit rückte die russische Armee in der Ukraine langsam, aber stetig vor. Das scheint vorbei zu sein. Russland habe derzeit vier Probleme, sagt Ex-Nato-General Erhard Bühler. An der Front gehe es nicht voran. Es gebe mehr Verluste bei den Soldaten als Neuverpflichtungen. Es herrsche teilweise Munitionsmangel. Und bei den Luftoperationen seien die Ukrainer erfolgreicher. Nur bei den ballistischen Raketen lägen die Vorteile aufseiten der Russen. Außerdem geht es um mehrere kleine Frontverschiebungen in der Ostukraine und die Luftoperationen auf beiden Seiten. Weiteres Thema: Der Stabschef der US-Army, Randy George, muss gehen. Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte ihn offenbar zum Rücktritt gedrängt. Bühler vermutet, dass Meinungsverschiedenheiten mit Blick auf den Iran-Krieg der Grund gewesen sein dürften. Er sieht die aktuellen Entwicklungen in der US-Armee kritisch. Denn unter Hegseth sind inzwischen zahlreiche hohe Militärs abgesetzt worden. Hegseth schaffe "schlimme Zustände", das werde Folgen haben, so Bühler. Ein redaktioneller Hinweis: Natürlich verfolgen wir auch die aktuellen Entwicklungen im Iran-Krieg und die verkündete Waffenruhe. Da Ex-General Bühler derzeit in der Führungsakademie in Hamburg stark eingebunden ist, können wir die neuen Entwicklungen in dieser Folge nicht besprechen. Podcast-Tipp: Streitkräfte und Strategien - https://1.ard.de/Streitkraefte_und_Strategien Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 9. April 2026 geplant.
Wed, 08 Apr 2026 - 39min - 329 - #324 Iran-Krieg: Planen die USA den Einsatz von Bodentruppen?
In dieser Folge ist Niels Bula zu Gast. Er war als Korrespondent einige Wochen in der Ukraine. Dabei ist er auch in der umkämpften Ostukraine unterwegs gewesen, hat die Region Charkiw besucht und war auch in Kramatorsk, das Teil des sogenannten Festungsgürtels in der Ostukraine ist. Er berichtet, wie die Stimmung und die Lage in frontnahen Gebieten ist, von den Zerstörungen und der großen Rolle, die Drohnen in diesem Krieg spielen. Außerdem geht es um die Probleme der ukrainischen Armee mit Desertationen. Ein weiteres Thema ist in diesem Podcast der Iran-Krieg. Die USA verlegen tausende weitere Soldaten in die Region. Planen sie einen Bodentruppen-Einsatz? Ex-Nato-General Erhard Bühler sieht vier Optionen, die die USA hätten. Er hoffe aber, dass es nicht zu einem Bodentruppen-Einsatz kommt. Podcast-Tipp: Amerika, wir müssen reden! - https://1.ard.de/Amerika_wir_muessen_reden Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 8. April 2026 geplant.
Thu, 02 Apr 2026 - 52min - 328 - #323 Russlands Offensive stockt
Die russische Armee hat ihre Angriffsbemühungen verstärkt. Der Schwerpunkt der Offensive liegt nach Angaben des ehemaligen Nato-Generals Erhard Bühler in der Ostukraine. Zweifelsohne sei es das Ziel, den Festungsgürtel im Donbass zu erobern. Ein zweiter Schwerpunkt liege bei Saporischschja. In größeren Geländegewinnen schlage sich das bisher aber nicht nieder. Vielmehr hätten die Ukrainer mit ihren erfolgreichen Gegenangriffen in den vergangenen Wochen die Vorbereitungen für die russische Offensive massiv gestört. Weitere Themen: Die Luftangriffe auf beiden Seiten + Ukrainische Drohnen stürzen in Finnland und Estland ab + Eine umstrittene Äußerung über die ukrainische Drohnenproduktion Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 2. April 2026 geplant.
Wed, 01 Apr 2026 - 38min - 327 - #322 Wie gefährlich sind Irans Raketen für Europa?
In dieser Folge sprechen wir über den Iran-Krieg. US-Präsident Donald Trump hat dem Iran ein Ultimatum gestellt. Die Straße von Hormus müsse innerhalb von zwei Tagen geöffnet werden, andernfalls würden die USA iranische Kraftwerke angreifen. Erst waren es zwei Tage, inzwischen hat es Trump um fünf Tage verlängert. Weil es angeblich so gute Gespräche mit dem Iran gebe. Was dieser aber dementiert. Vielmehr zeigt man sich in Teheran bereit, den Konflikt weiter zu eskalieren. Der frühere Nato-General Erhard Bühler sagt zum Vorgehen Trumps: "Ich halte dieses Ultimatum für wenig durchdacht. Es wirkt für mich wie ein spontaner Einfall, der dann sofort in einen Tweet umgesetzt worden ist." Außerdem: Israel behauptet, der Iran habe Interkontinentalraketen mit einer Reichweite von 4.000 Kilometern. Auch Europa sei bedroht. Bühler erklärt, welche Waffen die Iraner haben. Er sieht Europa bisher gut geschützt. Allerdings sei der Iran auf längere Sicht, insbesondere mit seinem islamistischen Regime, eine ernsthafte Bedrohung über die Golfregion hinaus, auch für Europa. Weitere Themen: Die militärischen und politischen Ziele der USA im Iran-Krieg + Wie die USA die Entscheidung für einen größeren Krieg gegen den Iran getroffen haben + Die Ziele Israels + Welche Optionen die USA jetzt haben + Die Auswirkungen des Iran-Kriegs auf die Nato Podcast-Tipp: Tschüss Kohle, Hallo Zukunft - https://1.ard.de/tschuess-kohle Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 1. April 2026 geplant.
Wed, 25 Mar 2026 - 47min - 326 - #321 "Das gab es seit zwei Jahren nicht"
Die Ukrainer machen es den Russen derzeit schwer. Nach Einschätzung des früheren Nato-Generals Erhard Bühler haben die Russen an nahezu allen Frontabschnitten das Momentum verloren: "Sie sind weiterhin dabei, die strategische Initiative zu verlieren und haben sie nach meiner Einschätzung an weiten Frontabschnitten bereits verloren." Und: "Eine solche Situation haben wir seit zwei Jahren nicht gesehen." Durch die aktuelle Lage gelinge es den Ukrainern auch, "die Vorbereitung der russischen Frühjahrs- und Sommeroffensive, die angekündigt ist, nachhaltig zu stören." Denn die Russen müssten derzeit Reserven einsetzen, um auf ukrainische Gegenangriffe zu reagieren. Die Reserven seien eigentlich für die geplante Offensive notwendig. Überhaupt habe die russische Armee derzeit personelle Probleme. Diese würden durch eine kürzere Ausbildung von neuen Soldaten kompensiert. Auch das werde Konsequenzen haben. Viele der nur kurz ausgebildeten jungen russischen Soldaten würden aus diesem Krieg nicht mehr heimkommen, so Bühler. Weitere Themen: Der Einsatz von Gleitbomben durch Russland + Die Aufmerksamkeit für den Ukraine-Krieg in Zeiten des Iran-Kriegs + Die Gefahr eines 3. Weltkriegs Podcast-Tipp: Die Großen Fragen in 10 Minuten - https://1.ard.de/DGF_Artemis Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 25. März 2026 geplant.
Tue, 24 Mar 2026 - 39min - 325 - #320 Geländegewinne: Trendwende für die Ukrainer?
Die Ukrainer haben den russischen Vormarsch an vielen Frontabschnitten gestoppt. Und ihre Gegenangriffe sind immer wieder erfolgreich. Nach Angaben von Ex-Nato-General Erhard Bühler hat die russische Armee seit Jahresbeginn noch rund 200 Quadratkilometer an Gebieten erobert. Im Gegenzug hätten die Ukrainer die Kontrolle über 400 Quadratkilometer zurückgewonnen. Mit Blick auf die Größe der Ukraine seien das aber kleine Zahlen. Von einer Wende im Krieg möchte Bühler deswegen nicht sprechen. Weitere Themen: Die Luftangriffe auf beiden Seiten + Die Drohnenproduktion in der Ukraine und in Russland + Wann gibt es wieder Friedensgespräche? Im zweiten Teil des Podcasts geht es um den aktuellen Stand im Iran-Krieg. Welche Ziele verfolgen die USA und wie weit sind sie dabei gekommen? Die Tötung des Obersten Führers Ali Chamenei scheint das iranische Regime nicht nachhaltig destabilisiert zu haben. Und: Warum die Straße von Hormus wohl weiter weitgehend gesperrt bleiben wird. Podcast-Tipp "An vorderster Front": https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:section:05646ebc3e283afe/ Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 25. März 2026 geplant.
Thu, 19 Mar 2026 - 39min - 324 - #319 Der Iran-Krieg und das Völkerrecht
Der Angriff von Israel und den USA auf den Iran ist eine weitere Krise in einer krisengeschüttelten Zeit. Sie hat weltweit Auswirkungen, beispielsweise bei den Öl- und Spritpreisen. Israel und die USA nennen verschiedene Gründe für den Angriff. Unter anderem berufen sie sich auf ihr Recht auf Selbstverteidigung. Aber ist der Angriff wirklich vom Völkerrecht gedeckt? Daran gibt es erhebliche Zweifel. Und darüber sprechen wir in dieser Folge mit dem Ex-Nato-General Erhard Bühler. Außerdem geht es um die operativen und politischen Ziele, die Israel und die USA verfolgen. Und um den verheerenden mutmaßlichen US-Angriff, bei dem eine Mädchenschule im Iran getroffen wurde. Es gab rund 170 Tote, die meisten davon junge Schülerinnen. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 19. März 2026 geplant.
Fri, 13 Mar 2026 - 44min - 323 - #318 Ukrainische Gegenangriffe stoppen russischen Vormarsch
Die ukrainischen Gegenangriffe in den Regionen Saporischschja und Dnipropetrowsk zeigen Wirkung. Nach Angaben von Ex-Nato-General Erhard Bühler ist der russische Vormarsch an der gesamten Front weitgehend zum Erliegen gekommen. Vielerorts seien die Russen derzeit in der Defensive, um zu halten, was sie in den letzten Monaten erobert hätten. Die vielen kleineren Gegenangriffe der Ukrainer in der Südukraine hätten damit inzwischen operative Auswirkungen auf das Kriegsgeschehen insgesamt. Weitere Themen: Die Luftangriffe auf beiden Seiten + Die Rolle von Abfangdrohnen + Der Streit zwischen Ungarn und der Ukraine Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 13. März 2026 geplant.
Thu, 12 Mar 2026 - 32min - 322 - #317 Wer erzielt wirklich Geländegewinne?
Wie steht es um die militärische Lage im Ukraine-Krieg? In dieser Folge geht Host Christian Erll mit Ex-Nato-General Erhard Bühler den Frontverlauf von Nord nach Süd durch. Sie bewerten Geländegewinne sowohl der Russen als auch der Ukrainer. Insgesamt schätzt Bühler ein, dass die Ukraine aus strategischer Sicht die Verteidigung erfolgreich führt. Auf der anderen Seite würden die Russen ihre Ziele nicht erreichen, die sie sich gesteckt hätten und die vom Kreml erneuert worden seien. Bühler: "Mit den Entwicklungen der letzten Monate kann man gesichert sagen, dass den Russen es nicht gelingen wird, in diesem Jahr den verbleibenden Teil von Donezk und Luhansk, das sind etwa 20 Prozent Donezk und ein Prozent Luhansk, tatsächlich einzunehmen. Und dann dazu noch Saporischschja und Cherson." Von daher glaubt Bühler, dass dieser Krieg militärisch so weitergehen wird, wie wir im Augenblick sehen. Bühler und Erll erörtern auch Angriffe beider Seiten mit Drohnen und Raketen. Bühler findet es bemerkenswert, dass die Ukraine in den vergangenen sieben Tagen 89 Prozent aller Drohnen abgeschossen habe und die Rate bei Raketen bei 80 Prozent gelegen habe. Zum Schluss bewertet der Ex-General das Angebot Selenskijs, die Golfstaaten bei der Abwehr von iranischen Drohnen zu unterstützen. Bühler schließt nicht aus, damit einen Deal für die Zukunft vorzubereiten. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 12. März 2026 geplant.
Thu, 05 Mar 2026 - 31min - 321 - #316 Was der Iran-Krieg für die Ukraine bedeutet
Der Iran-Krieg ist für die Ukraine schlecht, sagt Ex-Nato-General Erhard Bühler. Sie müsse mit weniger Waffenlieferungen aus den USA rechnen. Militärische Nachteile für Russland sieht Bühler nicht. Russland stelle Drohnen inzwischen selbst her und sei nicht mehr auf Lieferungen aus dem Iran angewiesen. Bühler erklärt aber, warum die Entwicklung für Moskau geopolitisch eine Gefahr ist. Eine große Frage ist auch, was mit der für die Weltwirtschaft wichtigen Straße von Hormus passiert. Kann der Iran sie wirklich sperren? Bühler hat da Zweifel. Die Amerikaner könnten die iranische Marine neutralisieren und stationäre Raketenbasen ausschalten. Ein paar Trümpfe hat der Iran laut Bühler aber noch in der Hand, die gefährlich seien. Außerdem kritisiert er den amerikanischen Verteidigungsminister Pete Hegseth, der den Nato-Verbündeten Jammerei vorgeworfen hatte. Hegseth vergesse, dass die USA auf Überflug- und Hafenrechte der befreundeten Staaten angewiesen seien. Podcast-Tipp "An vorderster Front": https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:section:05646ebc3e283afe/ Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 4. März 2026 geplant.
Wed, 04 Mar 2026 - 44min - 320 - #315 Wo Russland bereits verloren hat
Diese Ausgabe des Podcasts ist eine Art Bilanz und ein Ausblick nach vier Jahren Ukraine-Krieg. Für Ex-Nato-General Erhard Bühler ist klar, dass Russland keines seiner politisch-strategischen Ziele erreicht hat. Zur Zeit bestünden auch keine Anzeichen, dass Russland sie in nächster Zeit durch militärische Operationen erreichen könne. Im Gegenteil: Wesentliche politische und strategische Faktoren hätten sich objektiv verschlechtert. Bühler verweist darauf, dass Finnland und Schweden NATO-Mitglieder geworden seien, dass Russland Verbündete wie Syrien und damit den Mittelmeerstützpunkt und nun Venezuela verloren habe, dass Russland nur noch Juniorpartner Chinas sei und das Indien beginne, sich abzuwenden, dass die Bündnistreue der zentralasiatischen und Kaukasus-Staaten bröckele und dass die Ukraine heute besser gerüstet sei als je zuvor. Fazit Bühler: "Wenn man das so betrachtet und die Lage an den russischen Kriegszielen misst, dann hat Russland den Krieg mit Stand von heute politisch-strategisch bereits verloren." Für den Ex-General stellt sich nach vier Jahren Krieg die Frage: Können die Ukrainer das noch lange durchhalten? Seine Antwort: Ja, weil sie keine bessere Alternative sehen. Und die zweite Frage für ihn ist: Können wir, die Unterstützer der Ukraine, trotz Ausfalls der USA das noch lange durchhalten? Ja, weil wir es müssen und angesichts unserer Wirtschaftskraft auch leisten können. "Man lässt ein angegriffenes Volk in Europa nicht im Stich." Außerdem würde sich die Sicherheitslage in Europa erheblich verschlechtern. Welche Prognose würde Erhard Bühler abgeben, wo wir in einem Jahr stehen, fünf Jahr nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine. Er entwirft drei Szenarien: Erste Szenario: Der Krieg geht auch im fünften Jahr weiter und Bühler fürchtet, dieses Szenario ist das wahrscheinlichste. Zweites Szenario: Die Europäer lassen in ihrer Unterstützung nach oder die Trump-Administration zwingt die Ukraine zu Kompromissen, die einem Diktatfrieden gleichkommen. Das ist für Bühler hoffentlich unwahrscheinlich, weil es letztlich eine Niederlage der Ukraine wäre. Gleichzeitig wäre es das riskanteste Szenario, weil Europa, aber auch die USA Sicherheitsgarantien geben müssten und sie bei einem Bruch des Waffenstillstands in einen Krieg gezogen würden. Drittes Szenario: Das ist ein gerechter und nachhaltiger Frieden. Das wäre das beste Szenario aber leider auch der unwahrscheinlichste Fall, mindestens solange Putin an der Macht ist. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 4. März 2026 geplant.
Thu, 26 Feb 2026 - 42min - 319 - #314 Die militärische Lage nach vier Jahren Krieg
Vor vier Jahren hat Russland die Ukraine überfallen. Was hat Putin erreicht? In seiner Lageeinschätzung kommt Ex-Nato-General Erhard Bühler zu dem Schluss: Russland ist nach vier Jahren weit davon entfernt, den Krieg militärisch für sich zu entscheiden. Ein großer russischer Durchbruch sei nicht zu erwarten und damit auch keine Vorentscheidung in diesem Krieg. Der ukrainische Generalstab meldet Geländegewinne von 400 Quadratkilometern. Bühler verweist allerdings darauf, dass die Angriffe oft in einer "grauen Zone" geführt würden, in der man nicht wisse, wer dann wirklich die Kontrolle über den betreffenden Frontabschnitt habe. In den Regionen Saporischschja und Dnipropetrowsk habe die Ukraine taktische Angriffe gestartet, womit aber nur das langsame Vorrücken der Russen gestoppt worden sei. Russland dagegen hat dagegen die Stadt Konstantinowka weigehend eingenommen und auch der gesamte Raum Pokrowsk und Myrnohrad sei für die ukrainische Armee nicht mehr nutzbar. Das monatelange Gefecht werde langsam zu Ende gehen. Zu Beginn des Podcasts geht es noch einmal um neue Informationen zu dem Nato-Manöver, bei dem die NATO von ukrainischen Drohnen blamiert worden sein soll. Der Ex-General bleibt bei seiner Bewertung, dass es Lehren zu ziehen gäbe, aber der Vorgang übertrieben worden sei. In Höerfragen geht es um die Bewertung von Internet-Videos und den Stand der Gefangenen-Austausche. Ein Podcast-Tipp: "Ohmatdyt. Ein Kinderkrankenhaus im Krieg" https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:51d43a2a26851489/ Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 26. Februar 2026 geplant.
Wed, 25 Feb 2026 - 36min - 318 - #313 Haben ukrainische Drohnenpiloten die Nato blamiert?
Zehn ukrainische Drohnenpiloten sollen bei einer Übung in Estland zwei Nato-Bataillone ausgeschaltet beziehungsweise kampfunfähig gemacht haben. Das berichtet das "Wall Street Journal". Ein beteiligter Nato-Kommandeur soll bei der Übung im vergangenen Jahr gesagt haben: "Wir sind am Arsch!" Wie ist das alles einzuordnen? Ex-Nato-General Erhard Bühler erklärt zunächst, um was es genau bei der Übung ging, an der tausende Soldaten beteiligt waren. Und wie die Übung ablief. Bühler kann den Ton der Berichterstattung dazu in Teilen nicht nachvollziehen. Die Ereignisse würden übertrieben dargestellt. Trotzdem könne man seine Schlüsse aus der Übung ziehen. Zum Beispiel, dass die Nato großen Nachholbedarf habe, wenn es um den Einsatz von Drohnen gehe. Seit der Übung sei jedoch schon einiges passiert, so Bühler. Außerdem gibt es in dieser Folge eine Nachlese der Münchner Sicherheitskonferenz. Dabei sprechen Tim Deisinger und Erhard Bühler darüber, welche Rolle der Ukraine-Konflikt auf dem Treffen gespielt hat. Und welchen Ton die USA gegenüber der Nato und den Europäern angeschlagen haben. Auch Kanzler Merz hat gesprochen. Bühler hat jeweils zugehört und ordnet ein, was gesagt wurde. Podcast-Tipp: Fragen an den Autor - https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:83ec62da5cb19be9/ Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 25. Februar 2026 geplant.
Fri, 20 Feb 2026 - 48min - 317 - #312 Ukrainische Geländegewinne
Die Ukrainer haben an verschiedenen Stellen der Front Geländegewinne erzielt. Nach Angaben von Ex-Nato-General Erhard Bühler sollen es innerhalb von zwei Wochen rund 250 Quadratkilometer gewesen sein. Von einer größeren Offensive könne aber keine Rede sein. Die Geländegewinne seien mit Blick auf die riesige Frontlinie gering. Sie seien dennoch wichtig für die Ukrainer. Bühler erklärt auch, welche Gründe er für die ukrainischen Erfolge sieht. Ein wichtiges Stichwort dabei: Starlink. Außerdem geht es um weitere Schwerpunkte bei den Kämpfen am Boden und um die Luftangriffe auf beiden Seiten. Ein weiteres Thema: Ukrainische Soldaten sollen der Bundeswehr helfen, fit für den Drohnenkrieg zu werden. In diesem Bereich hat die Bundeswehr einen großen Nachholbedarf. Es ist ein Feld, das sich ständig weiterentwickelt. Bühler begrüßt die getroffene Vereinbarung. Außerdem sprechen wir über die weitgehend ergebnislosen Friedensgespräche von Genf in dieser Woche. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 20. Februar 2026 geplant.
Thu, 19 Feb 2026 - 37min - 316 - #311 Fragen zu Fahnenflucht und Drohnenkrieg
Jede Woche erreichen uns zahlreiche Fragen von Hörern zum Ukraine-Krieg. In dieser Folge beantwortet Ex-Nato-General Erhard Bühler zahlreiche dieser Fragen. Um diese Themen geht es: Fahnenflucht in der ukrainischen Armee + Die ukrainischen Verluste + Der Drohnenkrieg + Bahnhöfe und Züge – legitime Angriffsziele? + Die Taurus-Debatte Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 18. Februar 2026 geplant.
Thu, 12 Feb 2026 - 39min - 315 - #310 Warum Russland derzeit kaum vorankommt
Russland hat im Jahr 2025 mehr Gelände erobert, als in den beiden Kriegsjahren davor zusammen. Es war ein erfolgreiches Kriegsjahr für die Russen. "Allerdings gab es im Dezember dann und im Januar einen regelrechten Einbruch", so Ex-Nato-General Erhard Bühler. Seitdem kommen die Russen nur noch langsam voran. Wir sprechen darüber, woran das liegt. Bühler sieht drei zentrale Gründe. Die aktuelle militärische Lage: In der Donbass-Region, nahe Kramatorsk, ist den russischen Truppen ein taktischer Einbruch gelungen. Es gibt aber auch Teile der Front, an denen die taktische Initiative bei der ukrainischen Armee liegt. Außerdem geht es um die Drohnenangriffe auf beiden Seiten, den Stand der Friedensverhandlungen und die Starlink-Debatte. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 12. Februar 2026 geplant.
Wed, 11 Feb 2026 - 43min - 314 - #309 Die Verluste im Ukraine-Krieg
Wie hoch sind die Verluste der Russen und der Ukrainer in diesem Krieg? Über diese Frage wird immer wieder debattiert. Nun gibt es eine Untersuchung des US-Instituts Center for Strategic and International Studies (CSIS) dazu, die für Aufsehen sorgt. Demnach haben die Russen bisher rund 1,2 Millionen Soldaten verloren, weil sie getötet wurden, kampfunfähig verwundet oder als vermisst gelten. Auf ukrainischer Seite sollen die Verluste bei 500.000 bis 600.000 Soldaten liegen. In dem Artikel geht es auch um die russischen Geländegewinne in der Ukraine. Dazu heißt es: In keinem Offensivkrieg seit 1945 sei der Angreifer so langsam vorangekommen und habe dabei so hohe Verluste erlitten, wie die Russen in der Ukraine. Link zum CSIS-Artikel https://www.csis.org/analysis/russias-grinding-war-ukraine Hinweis der Redaktion: Der ukrainische Präsident Selenskyj hat sich nach der Aufzeichnung dieses Podcasts zu den Verlusten für sein Land geäußert. Er spricht von 55.000 getöteten ukrainischen Soldaten. Außerdem sprechen wir über Äußerungen konservativer EU-Politiker, die finden, Europa brauche eine eigene Armee. Ex-Nato General Erhard Bühler erklärt, warum er von solchen Überlegungen wenig hält. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 11. Februar 2026 geplant.
Thu, 05 Feb 2026 - 31min - 313 - #308 Erst Feuerpause, dann Großangriff
Es war eine sehr begrenzte Feuerpause, die US-Präsident Trump vor dem vergangenen Wochenende verkündete. Russland habe zugesagt, für eine Woche die Luftangriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur ruhen zu lassen. Auch die Ukraine erklärte, sie werde auf solche Angriffe verzichten. Laut Ex-Nato-General Erhard Bühler gab es die begrenzte Feuerpause tatsächlich, allerdings nur für drei Tage über das Wochenende. Danach habe Russland den bisher schwersten Luftangriff gegen die ukrainische Infrastruktur in diesem Jahr gestartet, mit Hunderten Drohnen sowie Dutzenden Raketen und Marschflugkörpern. Unter anderem wurden zahlreiche Wärmekraftwerke getroffen. "Das zeigt, dass es Russland mit diesem Teilwaffenstillstand nicht darum ging, die Menschen in diesem strengen Winter zu verschonen", so Bühler. Man habe sich nur gut mit dem USA stellen wollen und parallel den großen Angriff vorbereitet. Außerdem gab es am Wochenende ungeachtet der Pause bei Luftangriffen auf die Energieinfrastruktur russische Luftangriffe auf einen Pendlerbus mit Bergarbeitern und eine ukrainische Geburtsklinik. Der Angriff auf den Bus erfolgte am Sonntag in der Region Dnipropetrowsk, 15 Menschen sind dabei gestorben. Laut Bühler ist es wahrscheinlich, dass es ein gezielter Angriff mit einer Drohne war. Die Geburtsklinik wurde in Saporischschja getroffen. Hier gab es mehrere Verletzte. Auch das war nicht der erste Vorfall dieser Art. Auch an der Front gibt es neue Entwicklungen, die wir in diesem Podcast analysieren. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 5. Februar 2026 geplant.
Wed, 04 Feb 2026 - 32min - 312 - #307 Die neue US-Verteidigungsstrategie und die Nato
Die USA geben sich eine neue Verteidigungsstrategie. Darin geht es um die Verteidigung des eigenen Staatsgebiets, um China, Russland, Iran und Korea. Und darum, dass die militärischen Verbündeten mehr Verantwortung übernehmen sollen. Spätestens damit hat die neue Verteidigungsstrategie, die die zuvor eingeführte neue Sicherheitsstrategie der USA ergänzt, Auswirkungen auf die Nato und Europa. In diesem Podcast besprechen wir das neue Dokument mit Ex-Nato-General Erhard Bühler. Er sieht darin keine grundlegende Bedrohung für die Nato. Und doch müssten sich die Mitglieder des Verteidigungsbündnisses und Europa auf die neuen Gegebenheiten einstellen. Im zweiten Teil des Podcasts geht es um ein Interview, dass US-Präsident Trump gegeben hat. Er würdigte dabei den Einsatz europäischer Soldaten in Afghanistan herunter. "Die Aussage ist falsch und sie ist respektlos", so Bühler dazu. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 4. Februar 2026 geplant.
Thu, 29 Jan 2026 - 40min - 311 - #306 Russischer Angriff auf Passagierzug
Die russische Armee hat mit Drohnen einen ukrainischen Regionalzug in der Region Charkiw angegriffen. Es gibt mehrere Tote. Ex-Nato-General Erhard Bühler sagt, alles deute darauf hin, dass der Angriff gezielt erfolgt sei. Es handle sich um einen "vorsätzlichen Angriff auf einen zivilen Passagierzug. Das dürfte ein weiteres Kriegsverbrechen der russischen Armee in diesem Krieg darstellen." Die militärische Lage: Der Schwerpunkt der russischen Angriffe am Boden liegt zwischen Slowjansk und Pokrowsk im Osten der Ukraine. Kämpfe gibt es aber auch an anderen Frontabschnitten. Das harte Winterwetter sorgt dafür, dass die Zahl der russischen Angriffe insgesamt abgenommen hat. Dafür setzt Russland seine Angriffe gegen die ukrainische Energieinfrastruktur fort. Die Wirkung wird durch den kalten Winter für die Menschen in der Ukraine noch heftiger. Außerdem gab es Friedensgespräche in Abu Dhabi. Zunächst wurde darüber wenig Konkretes bekannt. Nun berichtet die New York Times, die Amerikaner hätten Druck gemacht, dass die Ukraine auf die bereits von Russland besetzten Gebiete und noch einige mehr verzichten solle. Trotzdem gehen von dem Treffen laut Bühler auch positive Signale aus. Welche das sind, erklärt er im Podcast. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 29. Januar 2026 geplant.
Wed, 28 Jan 2026 - 44min - 310 - #305 Spaltet Grönland die NATO?
US-Präsident Donald Trump wird nicht müde zu wiederholen: "We need Greenland". Seine Besitzansprüche sorgen seit Wochen für Wirbel und großen Ärger bei den Europäern. Von militärischer Gewalt ist zwar nicht mehr die Rede, Strafzölle sind auch vorerst vom Tisch, denn es gibt einen Grönland-Deal. Damit alles in Butter? Die Frage geht an Ex-General Erhard Bühler. Er hält ein militärisches Eingreifen für ausgeschlossen und lobt, dass die Europäer deutlich geschlossener auftreten. Gleichzeitig beklagt er, dass viele Wortmeldungen und Handlungen der Trump-Administration dem Geist des NATO-Vertrages widersprechen. Andererseits ärgern ihn Spekulationen und Bewertungen in der politischen Diskussion und in den Medien. Die Erkundungsmission der Bundeswehr auf Grönland sei lange geplant und natürlich beim zuständigen NATO-Kommando in Norfolk bekannt gewesen. Und dann lese er von einem "Kahlschlag mit Sprengkraft". Dabei gehe es um den Abbau von 200 Stellen der US-Armee in Europa bei 80.000 stationierten Soldaten. Auf eine Hörerfrage hin erläutert Bühler, was bei einer Intervention der USA in einem NATO-Land passieren würde, wem die Soldaten unterstellt sind. "Soldaten bleiben Soldaten ihrer Nation." Sie seien den NATO-Befehlshabern nur für einen konkreten Einsatz unterstellt. Im Zweifel gelte der nationale Befehl. Bühler ist überzeugt, dass die NATO nicht der Vergangenheit angehört, sondern dringender gebraucht werde denn je angesichts zunehmenden imperialistischen Machtgehabes. "Wenn Macht über das Recht gestellt wird, funktionier unsere Welt nicht mehr, wie sie heute funktioniert." Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 28. Januar 2026 geplant. Podcast-Tipp: Lost in Nahost - Der Podcast zum Krieg in Israel und Gaza · Was ist los im Iran? · Podcast in der ARD Audiothek
Fri, 23 Jan 2026 - 36min - 309 - #304 Kälte als Waffe
Immer wieder greift Russland auch in diesem Winter die Energieinfrastruktur in der Ukraine an. Dann fallen Strom und Heizung aus. ARD-Korrespondentin Susanne Petersohn berichtet aus Kiew, das derzeit schwer betroffen ist. Sie erzählt, wie die Menschen nach Angriffen in der Nacht am Morgen oft ohne Strom und Heizung aufwachen. Hunderttausende sollen die Hauptstadt verlassen haben. Die, die bleiben, müssen sich kreativ durch den zermürbenden Alltag kämpfen. Viele helfen sich gegenseitig. Und: Das Ziel, die Ukrainer durch die Angriffe zu brechen, erreichen die Russen nicht. Vielmehr würden die Ukrainer noch trotziger. Außerdem erläutern wir mit Ex-Nato-General Erhard Bühler die aktuelle militärische Lage. Dabei geht es unter anderem auch um neue ukrainische Luftangriffe auf die Infrastruktur in russisch besetzten Gebieten und auf die Ölindustrie. Außerdem gibt es kleinere Veränderungen an der Front. Und wir schauen zum Gipfel nach Davos. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 23. Januar 2026 geplant.
Thu, 22 Jan 2026 - 45min - 308 - #303 Venezuela und fünf politische Risiken
Die USA haben den venezolanischen Präsidenten Maduro entführt und stellen ihn in den USA vor Gericht. US-Präsident Trump sagt, man werde das südamerikanische Land über Jahre steuern. Das Vorgehen wirft viele völkerrechtliche Fragen auf. Und es birgt laut Ex-Nato-General Erhard Bühler fünf zentrale Risiken. Welche das sind, erklärt er im Podcast. "Am Ende könnte es aber ein Pyrrhus-Sieg sein, der den USA und der westlichen Welt mehr Nachteile als Vorteile bringen könnte", so Bühler. In jedem Fall sei das Ereignis weltpolitisch einschneidend. Und schon droht der nächste Konflikt: Die USA wollen Grönland übernehmen. Hinweis: Ab dieser Woche gibt es zwei Folgen von "Was tun, Herr General?". In der ersten Folge wird es um die aktuelle militärische Lage gehen. In der zweiten Folge, die jeweils am Folgetag erscheint, wird es um ein oder zwei Schwerpunktthemen gehen. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 22. Januar 2026 geplant.
Wed, 14 Jan 2026 - 55min - 307 - #302 Die "miserable Bilanz" des Kriegsherrn Putin
Der Ukraine-Krieg dauert nun länger als der sogenannte Große Vaterländische Krieg der Sowjetunion gegen Nazi-Deutschland. "In dieser Zeit hat Russland keines seiner vor vier Jahren postulierten Kriegsziele erreicht", so Ex-Nato-General Erhard Bühler. Also weder eine Demilitarisierung der Ukraine, noch die sogenannte "Denazifizierung", sprich eine Absetzung der Regierung, oder die Beseitigung einer angeblichen Bedrohung durch die Nato. Die Ukraine sei noch immer ein freies Land, ein hochgerüstetes dazu. Die Nato habe neue Mitglieder und rüste auf. Die Russen hätten einiges an Land erobert, aber dafür zahllose Soldaten geopfert. "Was für eine miserable Bilanz, die der Kriegsherr Putin zu verantworten hat", so Bühlers Fazit. Die aktuelle militärische Lage: Die ukrainische Bevölkerung leidet unter den Angriffen auf die Energieinfrastruktur. Besonders ein Angriff in Kiew sticht heraus. Bühler sieht aber auch ein Nachschubproblem der Russen bei Drohnen. Für Aufsehen sorgte der Einsatz einer russischen Oreschnik-Rakete. Die Attacke sollte offenbar auch ein Signal an die Europäer senden. Außerdem analysieren wir die Lage am Boden. Hinweis: Ab dieser Woche gibt es wieder zwei Folgen von "Was tun, Herr General?". In der jeweils ersten Folge geht es um die aktuelle militärische Lage. In der zweiten Folge, die jeweils am Folgetag erscheint, wird es um ein oder zwei Schwerpunktthemen gehen. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 14. Januar 2026 geplant.
Tue, 13 Jan 2026 - 39min - 306 - #301 Neuer russischer Schwerpunkt bei Kostjantyniwka?
In dieser Folge schauen wir eingehend auf die aktuelle militärische Lage im Ukraine-Krieg. Die Ukraine hat die taktische Initiative im Raum Kupjansk. Dort haben die Ukrainer die russischen Soldaten weitestgehend aus der Stadt vertrieben. Und sie greifen weiter an. An den anderen Frontabschnitten liegt die Initiative bei der russischen Armee. Ein neuer Schwerpunkt könnte sich in der Region von Pokrowsk und Kostjantyniwka abzeichnen. Die russische Armee rückt inzwischen schneller vor als in den vergangenen Jahren. Ex-Nato-General Erhard Bühler sagt, die Ukraine verteidige sich dennoch erfolgreich. Der russische Vormarsch sei noch immer vergleichsweise langsam. Die Verluste seien weiter hoch. Die Europäer haben sich auf Sicherheitsgarantien für die Ukraine im Falle eines Friedens geeinigt. Großbritannien und Frankreich würden Friedenstruppen in die Ukraine entsenden. Deutschland würde Bundeswehr-Soldaten in Nato-Nachbarländer der Ukraine schicken. Auch darüber sprechen wir im Podcast. Weitere Themen: Die Schweiz hat eine neue Sicherheitsstrategie + Warum die russische Armee aktuell weniger Luftangriffe durchführt + Die Luftoperationen auf beiden Seiten + Personelle Veränderungen im ukrainischen Verteidigungsapparat Ein Hinweis: Wir hatten bei dieser Folge leider starke technische Probleme mit den Audioaufnahmen. Deswegen erscheint die Folge einen Tag verspätet und auch kürzer als geplant. Wir bitten das zu entschuldigen. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 14. Januar 2026 geplant.
Thu, 08 Jan 2026 - 46min - 305 - #300 Bühler: Es gab keinen Angriff auf Putins Residenz
Russland intensiviert den Informationskrieg. Moskau wirft der Ukraine vor, für die Fortführung des Krieges verantwortlich zu sein. Außerdem sollen die Ukrainer eine Residenz von Wladimir Putin in der Region Nowgorod mit Drohnen angegriffen haben. Ex-Nato-General Erhard Bühler erklärt im Podcast, warum er der russischen Darstellung nicht glaubt. Er sagt: "Diesen Angriff hat es nicht gegeben. Dieser Angriff ist als Lüge in die Welt gesetzt worden, um die Gespräche in Florida zu beeinflussen." In den USA hat es weitere Gespräche über Wege zu einer Waffenruhe und zu einem Frieden gegeben. Die Präsidenten Trump und Selenskyj haben sich dazu getroffen. Die Erwartungen an das Format dürften nicht zu hoch sein, findet Bühler. Militärische Lage: Die Lage der ukrainischen Armee ist an vielen Frontabschnitten schwierig. Doch ein Großteil der russischen Erfolgsmeldungen stimmt laut Bühler nicht. Die russische Armee komme weiter nur langsam voran. Weitere Themen: Ein toter russischer General + Putins große Pressekonferenz + Die neue US-Sicherheitsstrategie Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 7. Januar 2026 geplant.
Tue, 30 Dec 2025 - 1h 15min - 304 - #299 Weihnachten ohne Waffenruhe
Es ist das vierte Weihnachten im Krieg und eine Waffenruhe ist weit entfernt. Russland scheint daran kein Interesse zu haben. Und so kämpfen die Ukrainer weiter. Und sie erhalten Hilfe von anderen Ländern, darunter Deutschland. Es helfen aber auch Einzelne. In dieser Folge berichten einige von ihnen. Melanie und Markus Gras sind in diesen Tagen von einem Hilfstransport aus der Ukraine zurückgekommen, dem sechsten in diesem Jahr. Sie berichten von ihren Eindrücken vor Ort. Bastian Veigel ist Unfallchirurg und berichtet, wie er medizinisches Material in die Ukraine schickt. Auch Marie-Jolin Köster und Marc Zoller von "4-ukraine" organisieren Hilfstransporte. Außerdem ist Jürgen Lux zu Gast. Er ist ein Hörer des Podcasts und hat ein Lied mitgebracht. Weitere Themen: Die aktuelle militärische Lage + Die jüngsten Ukraine-Verhandlungen in den USA + Macron möchte direkt mit Putin verhandeln Mailadressen für Kontaktaufnahmen: Melanie und Markus Gras: melanie-gras@live.de / Bastian Veigel: b-veigel@web.de / Marie-Jolin Köster und Marc Zoller: m.koester@4-ukraine.de Postadresse für Schlafsäcke: Levit / Pryshchepa Deutschtalerstraße 46 12355 Berlin Näheres auf https://4-ukraine.de Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 30. Dezember 2025 geplant.
Tue, 23 Dec 2025 - 1h 26min - 303 - #298 Berliner Verhandlungen: Wirklich näher am Frieden?
Berlin war in den vergangenen Tagen kurz das Zentrum der Verhandlungen für einen Frieden in der Ukraine. Ex-Nato-General Erhard Bühler sieht darin einen diplomatischen Erfolg für die Bundesregierung. In einer Erklärung der europäischen Regierungschefs steht unter anderem, dass die ukrainische Armee nach einem Frieden eine Stärke von 800.000 Soldaten haben könnte. Außerdem soll es eine internationale Friedenstruppe und Sicherheitsgarantien für die Ukraine geben. Im Podcast analysieren wir das Papier, in dem es laut Bühler einige Leerstellen gibt. Und: Bisher gibt es keine Anzeichen, dass Russland echtes Interesse an einem Frieden hat. Die aktuelle militärische Lage: Die russische Armee intensiviert ihre Angriffe. Damit einher gehen weitere militärische Erfolge, aber auch höhere Verluste. Die Ukraine hält dagegen und hat ebenso einige Erfolge. Einen Coup hat nach Ansicht von Bühler der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj gelandet. Er besucht seine Soldaten am Stadtrand von Kupjansk. Russland hatte schon vor längerer Zeit verkündet, die Stadt sei erobert. Das Gegenteil scheint der Fall zu sein. Die Ukraine meldet, in der Stadt einiges an Gebiet zurückerobert zu haben. Wie nachhaltig das sei, müsse man sehen, so Bühler. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 23. Dezember 2025 geplant.
Wed, 17 Dec 2025 - 1h 02min - 302 - #297 Neue US-Sicherheitsstrategie: Eine Kampfansage?
Die neue Sicherheitsstrategie der USA liest sich teilweise wie eine Kampfansage an Europa. Der Kontinent stehe vor großen Problemen. Es gebe Zensur und die Unterdrückung der politischen Opposition. Die Geburtenraten seien niedrig und nationale Identitäten gingen verloren. Die europäische Einwanderungspolitik sei ein großes Problem. Die Rolle der Europäischen Union wird kritisch beschrieben. Russland wird in dem Papier dagegen nicht so negativ bewertet. Sind die US-Amerikaner also noch unsere Partner? Im Podcast analysieren wir die neue Sicherheitsstrategie und ihre Auswirkungen auf Europa mit dem Ex-Nato-General Erhard Bühler. Bühler sagt zu der US-Sicherheitsstrategie: "Es gibt in dieser Strategie vieles, was unbestritten richtig ist. Es gibt viele Dinge, die man diskutieren kann und sogar muss. Und es gibt Dinge, die so nicht gehen und die Widerspruch brauchen." Das Papier ist nach Ansicht von Bühler in vielen Punkten ein innenpolitisches Papier, dass sich an die Anhänger von Trumps MAGA-Bewegung richte. Dennoch müsse man es auch in Europa lesen: "Also wir sollten diese Strategie gründlich auswerten. Zweitens ist meine Empfehlung, dass wir keine vorschnellen Schlüsse ziehen", so Bühler. Wie Europa konkret mit der neuen Strategie der USA umgehen könnte, beschreibt Bühler im Podcast. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 17. Dezember 2025 geplant.
Thu, 11 Dec 2025 - 1h 07min - 301 - #296 Wer kontrolliert Pokrowsk?
Russland hat die Einnahme der wichtigen Stadt Pokrowsk gemeldet, die Ukraine dementiert. Im Podcast erklärt Ex-General Erhard Bühler, warum er der ukrainischen Darstellung glaubt. In Pokrowsk werde noch gekämpft. Die Lage der verbliebenen ukrainischen Truppen sei aber schwierig. Es sei möglich, dass Russland die Stadt in den kommenden Tagen vollständig unter seine Kontrolle bringe. Vor einem Erfolg stünden die Russen auch bei Siwersk weiter nördlich. Die Stadt befindet sich laut Bühler "in einem Endstadium der Verteidigung". Außerdem: Mehrere Stunden Verhandlungen, aber kaum ein Ergebnis. In Moskau hat eine US-Delegation mit Präsident Putin gesprochen, um Schritte in Richtung eines Friedens zu erreichen. Es scheint nicht so, als wäre Russland gerade zu einem Entgegenkommen bereit. Und auch für die Ukraine seien die Vorschläge im von den USA vorgelegten "Friedensplan" nicht wirklich zu akzeptieren, findet Bühler. "Der eine will nicht, das ist Putin, der andere kann nicht, das ist Selenskyj." Im Podcast geht es auch um die Frage, warum Europa bei den aktuellen Verhandlungen keine prominente Rolle spielt. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 10. Dezember 2025 geplant.
Wed, 03 Dec 2025 - 51min - 300 - #295 Düstere Lage und die Causa Witkoff
Ex-General Bühler sieht die Ukraine derzeit in einer depressiven, düsteren Lage. Nicht unbedingt auf militärischem Gebiet, sondern weil die Begleitumstände so seien. Da seien die politischen Gespräche, die im Augenblick geführt würden, auch der Druck, der von den USA aus auf der Ukraine laste, und ganz sicher auch der Korruptionsskandal, der nicht hilfreich bei der Verteidigung sei. In der Diskussion um den 28-Punkte-Plan will Bühler weniger von einem Friedensplan sprechen, als vielmehr von einer Stoffsammlung für Gespräche. Bei einer kompletten Umsetzung sieht Bühler Verstöße gegen das Völkerrecht. Und dann gibt es die Causa Steve Witkoff, seines Zeichens Sonderbeauftragter von US-Präsident Donald Trump. Was ist dran an den Vorwürfen, der Friedensplan sei von Russland "diktiert"? Das will Bühler nicht bewerten, verweist aber darauf, dass sich im Plan schon russische Positionen wiederfänden. Durchzogen wird die Podcastfolge von Fragen von Hörerinnen und Hörern an den Ex-General. Beschweigt er aus Loyalität Probleme in der Bundeswehr, was hält er von Wehrpflicht-Plänen, und hält er es wirklich für realistisch, dass Russland die NATO angreift? Die Antworten gibt es im Podcast. Was ist eigentlich Ihre Meinung zu den jüngsten Debatten um den US-Friedensplan, wie realistisch ist ein Kompromiss? Beteiligen Sie sich gern an der Sendung "Mitreden! Deutschland diskutiert" am Montag, den 1. Dezember, um 20.15 Uhr in den ARD-Infowellen und auf dem YouTube-Kanal der Tagesschau. Nähere Informationen: Hier klicken Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 03. Dezember 2025 geplant.
Fri, 28 Nov 2025 - 1h 07min - 299 - 28 Punkte – der neue "Friedensplan" (#294)
Russland und die USA haben sich Medienberichten zufolge auf einen "Friedensplan" verständigt. Er umfasst 28 Punkte. Die Ukraine ist erst im Nachgang informiert worden. Was genau der "Friedensplan" vorsieht, darüber sprechen wir mit Ex-Nato-General Erhard Bühler in dieser Folge. Er sagt zu dem Plan: "Im Wesentlichen entspricht das den Kriegszielen Russlands." Leerstellen sieht Bühler unter anderem bei den Sicherheitsgarantien für die Ukraine. Dennoch gebe es auch positive Ansätze. Aber wie realistisch ist der Plan? Auch dazu gibt Bühler eine Einschätzung ab. Tagesschau-Artikel zu dem 28-Punkte-Plan: https://www.tagesschau.de/ausland/europa/us-plan-ukraine-100.html Über Wochen wurde diskutiert, wie der Wehrdienst in Deutschland künftig aussehen soll. Nun hat sich die Bundesregierung geeinigt. Wir schauen auf die Pläne und ordnen sie ein. Weitere Themen: Die aktuelle militärische Lage + Aktivitäten von Partisanen in russischen oder russisch besetzten Gebieten nehmen zu Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 28. November 2025 geplant.
Fri, 21 Nov 2025 - 1h 00min - 298 - #293 Werden wir zu langsam "kriegstüchtig"?
Am Anfang des Podcasts gehen Tim Deisinger und Ex-General Erhard Bühler auf den jüngsten Korruptionsskandal in der Ukraine ein. Bühler spricht von einer besonderen Herausforderung für Präsident Selenskyj, bewertet aber auch positiv, dass die Anti-Korruptionsbehörde den Fall aufgedeckt hat. Gleichwohl findet er, dass der Skandal natürlich diejenigen bestärkt, die die Ukraine ohnehin für ein korruptes Land halten. Schwerpunktthema ist dann ein Artikel in der FAZ. Die beiden Autoren Moritz Schularick und Niall Ferguson gehen darin sehr kritisch mit der deutschen Verteidigungspolitik um. Ihnen geht alles zu langsam, die Waffenproduktion kommt nicht in Gang, die Abhängigkeit von den USA ist viel zu hoch - so ihr Befund. "Ich teile die Ungeduld", sagt Bühler. "Wir könnten besser dastehen." Allerdings findet er die Kritik "zu polemisch und auch faktisch nicht ganz richtig". Im Podcast nimmt er Stellung zu den einzelnen Punkten und erklärt, was ihn daran stört. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Die nächste Podcast-Folge ist für den 21.11. geplant.
Fri, 14 Nov 2025 - 1h 02min - 297 - #292 Trumps Getöse um Atomwaffentests
US-Präsident Trump hat angekündigt, dass sein Land wieder mit Atomwaffentests beginnen will. Als Begründung führt er an, dass Russland und China das auch tun würden. Daran, dass das stimmt, gibt es Zweifel, sagt Ex-Nato-General Erhard Bühler. Es gebe verschiedene Testarten im Zusammenhang mit Nuklearwaffen. Bühler erklärt, welche das sind. Mit Ausnahme von Nordkorea hätten alle Atommächte seit den 1990er Jahren keine unterirdischen Atomwaffentests mehr ausgeführt, um die es Trump mutmaßlich gehe. Wenn es die geben würde, würde das die Welt sofort erfahren. Insgesamt sei zu hoffen, dass sich die Atomwaffendiskussion schnell wieder beruhige, sagt Bühler. Bei der aktuellen militärischen Lage steht die Situation in Pokrowsk im Zentrum. Die Russen rücken vor und stehen tief in der Stadt. Insgesamt sei die Lage derzeit undurchsichtig. Der Ring um Pokrowsk zieht sich Stück für Stück zu. Eine Eroberung der Stadt durch Russland könnte kurz bevorstehen, so Bühler. Bühler erklärt auch, welche größeren Angriffspläne die Russen in den nächsten Monaten haben könnten. Bei der Ausrüstung für die Bundeswehr sind einige Anschaffungen auf den Weg gebracht worden. Welche das sind und was sie der Bundeswehr bringen, auch darüber sprechen wir im Podcast. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 14. November 2025 geplant.
Thu, 06 Nov 2025 - 1h 05min - 296 - #291 Kupjansk und Pokrowsk vor dem Fall?
Russische Truppen rücken in Kupjansk und Pokrowsk vor - mit teils überraschenden Erfolgen. Wie stabil sind diese Geländegewinne? Der frühere NATO-General Erhard Bühler analysiert die Lage vor Ort, spricht über die strategische Bedeutung der beiden Städte und erklärt, warum die russische Meldedisziplin selbst im eigenen Land zunehmend kritisch gesehen wird. Außerdem spricht Host Tim Deisinger mit Erhard Bühler über den ukrainischen Angriff auf einen Staudamm in Russland. Der Vorfall erinnert an eine russische Attacke auf den Staudamm in Kachowka. Bühler erklärt, warum die beiden Fälle seiner Meinung nach nicht vergleichbar sind und beantwortet die Frage, ob solche Angriffe zulässig sind oder einen Bruch des Völkerrechts darstellen. Er ordnet ein, was erlaubt ist, was nicht, und warum die Dimension des Schadens eine entscheidende Rolle spielt. Link zur Doku "Russian Secrets. So schützt Putin seine Atomwaffen" https://www.ardmediathek.de/video/Y3JpZDovL25kci5kZS8yZmU2NmQ5My1hODcwLTQ3YzEtOGEzYS05MTllM2E1N2NhY2FfZ2FuemVTZW5kdW5n Podcast-Tipp: punktEU https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:9b4bbb0b22797826/ Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 06. November 2025 geplant.
Wed, 29 Oct 2025 - 1h 06min - 295 - #290 Trump ohne Plan und Strategie
US-Präsident Donald Trump versucht, den Ukraine-Krieg zu beenden. Er hat jüngst mit Russlands Präsidenten Wladimir Putin telefoniert und dann den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj getroffen. Immer wieder äußert sich Trump zum Konflikt, nur die Positionen wechseln ständig. Eine konstante Strategie ist nicht zu erkennen. Das macht es für Putin leichter. In diesem Podcast erklärt Ex-Nato-General Erhard Bühler, wie er das Vorgehen von Trump und Putin einschätzt. Und wie Russland die Diplomatie als Teil der Kriegsführung einsetzt. Außerdem geht es um den Vorschlag, den Krieg entlang der aktuellen Frontlinie einzufrieren. Die aktuelle militärische Lage: Wir sprechen über die Lage bei Kupjansk. Die Russen sind weiter in die Stadt vorgedrungen. Außerdem versuchen sie, die Stadt zu umfassen. Ähnliches gilt für die Stadt Pokrowsk. Neuigkeiten gibt es auch aus der Region Saporischschja. Außerdem beantworten wir in dieser Folge Fragen zum Thema Drohnen. Link zum LTO-Artikel zum Drohnenthema: https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/bundeswehr-drohnen-verteidigung-aenderung-grundgesetz Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 29. Oktober 2025 geplant.
Wed, 22 Oct 2025 - 1h 03min - 294 - #289 Wehrdienstlotterie in Deutschland?
Die Bundeswehr braucht mehr Personal. Zehntausende Soldaten werden benötigt, um den aktuellen Bedrohungen gerecht zu werden. "Dieses Ziel ist ohne einen neuen Wehrdienst nicht zu erfüllen", so Ex-Nato-General Erhard Bühler. Über den Weg dahin wird in Deutschland aber heiß diskutiert. Fragebögen, Losverfahren, Wehrpflicht – all das steht im Raum. Bühler wünscht sich eine schnelle Lösung. Und er ist in einem Punkt pessimistischer als Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD). Zur aktuellen militärischen Lage: Die Russen intensivieren ihre Anstrengungen an der Front, ohne große Erfolge aber mit zunehmenden Verlusten. Personalprobleme gibt es auf beiden Seiten. Das Wetter ändert sich und damit auch die Lage auf dem Schlachtfeld. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 22. Oktober 2025 geplant.
Thu, 16 Oct 2025 - 58min - 293 - #288 Hegseth und die Machtdemonstration in Quantico
Russland fliegt wieder massive Luftangriffe – mit neuen Flugbahnen, die die ukrainische Luftabwehr zunehmend überfordern. General a.D. Erhard Bühler sagt: "Man muss Nacht für Nacht dankbar sein, dass es nicht mehr zivile Opfer gibt.“ Doch nicht nur das Kriegsgeschehen in der Ukraine steht im Fokus dieser Folge. Host Tim Deisinger und Erhard Bühler sprechen auch über ein beispielloses Treffen in Quantico (USA): US-Präsident Donald Trump und sein Verteidigungsminister Pete Hegseth haben die gesamte militärische Führung der USA an einem Ort versammelt – und Reden gehalten, die für Unruhe sorgen. Zu diesem Treffen haben uns zahlreiche Fragen von Hörerinnen und Hörern erreicht. Bühler ordnet ein, was hinter dieser Machtdemonstration steckt und welche Folgen das für die NATO und Europas Sicherheit haben könnte. Außerdem Thema: Ein möglicher Einsatz von Tomahawk-Marschflugkörpern durch die Ukraine. Was würde das militärisch bedeuten und würden die USA damit zur Kriegspartei? Podcast-Tipp: DNA des Ostens https://1.ard.de/dna-des-ostens Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 16. Oktober 2025 geplant.
Wed, 08 Oct 2025 - 1h 16min - 292 - #287 Deutschland und die Drohnen: Bedingt abwehrbereit
Das Thema Drohnen drängt mit Macht auf die politische Tagesordnung. Mit den jüngsten Zwischenfällen, die Russland zugeschrieben werden, wird eine Frage drängender: Wie steht es um die Drohnenabwehr in Deutschland? Und wer ist im Falle des Falles zuständig, die Polizei oder die Bundeswehr? Darüber sprechen wir im Podcast mit Ex-Nato-General Erhard Bühler. Die militärische Lage: An der Front gibt es zwei strategische Schwerpunkte, die wir besprechen. An einigen Stellen sind die Russen in den vergangenen Wochen vorgerückt. Aber auch die Ukrainer können Erfolge verzeichnen, unter anderem mit Blick auf den russischen Vorstoß bei Pokrowsk. Und es gab erneut heftige russische Luftangriffe mit getöteten Zivilisten. Podcast-Tipp: Klang der Macht - Dresdens Freiheitskampf und Putins Kultur-Agenda - https://1.ard.de/KlangderMacht Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 8. Oktober 2025 geplant.
Tue, 30 Sep 2025 - 1h 03min - 291 - #286 Russische Jets abschießen?
Drohnen und Flugzeuge überall – Russland hat erneut den Luftraum von Nato-Staaten verletzt. Drei russische Kampfflugzeuge drangen nach Angaben der estnischen Regierung in den Luftraum des Landes ein. Abfangjäger stiegen auf. Außerdem meldete Polen den tiefen Überflug von russischen Kampfflugzeugen über eine polnische Bohrinsel in der Ostsee. Russische Drohnen sollen zuvor in den Luftraum von Polen und Rumänien eingedrungen sein. In dieser Folge besprechen wir mit Ex-Nato-General Erhard Bühler darüber, was genau geschehen ist und wie es zu bewerten ist. Bühler sieht eine Kontinuität mit dem Verhalten Russlands in den vergangenen Jahren: "Das ist eine Provokation, die es seit Jahren gibt." Aber eskaliert das Ganze nun? Einige Politiker sprechen bereits darüber, dass auch ein Abschuss russischer Flugzeuge diskutiert werden sollte. Die Nato warnt nun Russland unter Androhung von Gewalt vor weiteren Luftraumverletzungen. In einer Erklärung heißt es, man werde im Einklang mit dem Völkerrecht alle notwendigen Mittel einsetzen, um sich zu verteidigen und Bedrohungen abzuschrecken. Auch dazu gibt Bühler eine Einschätzung ab. Weitere Themen: Die aktuelle militärische Lage in der Ukraine + Die russische Drohneneinheit "Rubicon" Podcast-Tipp: Hateland - Deep State - https://1.ard.de/hateland_podcast_neu Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 30. September 2025 geplant.
Tue, 23 Sep 2025 - 55min - 290 - #285 Russische Drohnen über Polen
Russische Drohnen dringen in den polnischen Luftraum ein – ein Vorfall, der nicht nur militärisch, sondern auch politisch brisant ist. General a. D. Erhard Bühler analysiert, was genau passiert ist, welche Drohnentypen beteiligt waren und wie die NATO reagiert hat. Droht eine Eskalation? Außerdem geh es um die Militärübung "Sapad": Diese gemeinsame Großübung von Russland und Belarus ist auch ein geopolitisches Signal. Im Gespräch mit Host Christian Erll ordnet Ex-General Bühler ein, welche strategischen Ziele dahinterstehen, wie die Übung aufgebaut ist und welche Reaktionen auf NATO-Seite zu erwarten sind. Wie immer beantwortet Bühler auch Hörerfragen und bewertet die aktuelle Lage entlang der ukrainischen Frontlinie. Podcast-Tipp: 11KM: der tagesschau-Podcast https://www.ardaudiothek.de/sendung/11km-der-tagesschau-podcast/urn:ard:show:4549910994dc2464/ Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de, oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 23. September geplant.
Tue, 16 Sep 2025 - 1h 05min - 289 - #284 Russlands Waffenarsenale: Unendliche Reserven?
Am vergangenen Wochenende hat Russland die schwersten Luftangriffe seit Kriegsbeginn geflogen. Mehr als 800 Drohnen wurden auf Ziele in der Ukraine programmiert, dazu kamen Raketen. Ex-General Bühler geht davon aus, dass das noch lange nicht das Ende der Fahnenstange ist. Denkbar sei, dass Russland noch mehr Drohnen einsetzen könnte. Die Produktion läuft auf Hochtouren, China liefert die notwendigen elektronische Bauteile. Nicht alle neu produzierten Waffen werden dabei an der Front eingesetzt. Ein Teil fließt in die Arsenale, um dort die Lager zu füllen. Auch die Verluste halten sich nach Ansicht von Bühler derzeit in Grenzen. Im August habe Russland an der Front rund 30 Kampfpanzer eingebüßt, das sei deutlich weniger als früher. Ein weiteres Thema im Gespräch mit Host Christian Erll sind mögliche europäische Sicherheitsgarantien für die Ukraine. Ex-General Bühler findet es richtig, in Szenarien zu denken und nicht alles breit in der Öffentlichkeit zu diskutieren. Er lobt die Zurückhaltung der Bundesregierung in dieser Frage. In den Hörerfragen geht es unter anderem um den mutmaßlichen russischen Störangriff auf das Flugzeug von Ursula von der Leyen. Dieser wurde anfangs dramatischer dargestellt, als er in Wirklichkeit war. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 16. September geplant.
Tue, 09 Sep 2025 - 59min - 288 - #283 Verpufft die russische Offensive?
Russland hat die Initiative im Ukraine-Krieg und ist in der Offensive. Doch bei hohen Verlusten kommen die russischen Truppen derzeit nicht entscheidend voran. Ist da eine Sommeroffensive gescheitert? Soweit würde Ex-Nato-General Erhard Bühler nicht gehen, weil gar nicht klar sei, welche Ziele genau Russland verfolge. Aber: "Die Ukraine ist längst nicht verloren und wird sich noch lange gegen den Aggressor behaupten können." Aus Russland kommen derweil fragwürdige Zahlen darüber, wie viel Gebiet man in diesem Jahr angeblich erobert hat in der Ukraine. Russische Erfolge gibt es dennoch, zum Beispiel bei Pokrowsk. Wir analysieren die militärische Lage im Podcast im Detail. Weitere Themen: "Neu-Russland" – Russland will eine Ukraine ohne Zugang zum Meer + China, Indien und Russland demonstrieren Geschlossenheit + GPS-Attacken: Wie Russland die Satelliten-Navigation von Flugzeugen und Schiffen stört. + Zum Stand der Friedensbemühungen + Wie lange hält Russland diesen Krieg durch? Podcast-Tipp: Putins Krieg – Interviews und Hintergründe https://www.ardaudiothek.de/sendung/putins-krieg-interviews-und-hintergruende/urn:ard:show:37f0223a9ecc3629/ Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 9. September 2025 geplant.
Wed, 03 Sep 2025 - 1h 14min - 287 - #282 Was die Lieferung von ERAM-Raketen für die Ukraine bedeutet
Die USA wollen der Ukraine offenbar Tausende ERAM-Raketen liefern. Sie haben eine Reichweite von bis zu 450 Kilometern. Bezahlen soll Europa. In dieser Folge erklären wir, was die Raketen der Ukraine bringen. Ex-Nato-General Erhard erklärt, welche Ziele die Ukrainer damit ins Visier nehmen könnten. Es geht auch darum, unter welchen Umständen mit den ERAM-Raketen Ziele in Russland beschossen werden könnte. Die militärische Lage: Im Donbass haben die Russen jüngst Erfolge erzielt, aber auch die Ukraine hat an einzelnen Abschnitten Gelände gewonnen. Ex-Nato-General Erhard Bühler erklärt, welche neuen Entwicklungen es beim russischen Vorstoß bei Pokrowsk gibt. Die Ukrainer haben hier Gegenmaßnahmen eingeleitet. Weitere Themen: Die Friedensbemühungen von Donald Trump und die russische Doppelstrategie + Streit zwischen der Ukraine und Ungarn: Es geht um Öl Im zweiten Teil des Podcasts geht es darum, wie sich aus der deutschen Gesellschaft heraus Hilfe für die Ukraine organisiert. Die Gäste: Melanie Gras, der Unfallchirurg Bastian Veigel und Matthäus Wanzek. Sie erzählen, wie sie der Ukraine helfen. Und wie es ist, wenn die Menschen, mit denen sie zusammenarbeiten, sterben. Links zu den Gästen des Podcasts: Melanie Gras (Ukraine-Hilfe Boppard): https://www.facebook.com/melligras und https://www.instagram.com/melspersonalfitness/ und https://dug-rhein-neckar.de/de (Bei Spenden an die DUG Rhein-Neckar bitte "Ukraine Hilfe Boppard" als Verwendungszweck angeben) Bastian Veigel: Kontaktaufnahme über folgendes Instagram-Profil: @bastianveigel Matthäus Wanzek: https://www.facebook.com/share/19nUY1sZ1E/ sowie https://www.facebook.com/share/1CJ57kMySs/ Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 3. September geplant.
Tue, 26 Aug 2025 - 1h 15min - 286 - #281 Warum der Alaska-Gipfel ein Meisterstück russischer Diplomatie war
Am 15. August 2025 fand auf einer US-Militärbasis in Alaska das USA-Russland-Gipfeltreffen zwischen Trump und Putin statt. Das Fazit von Ex-General Erhard Bühler ist ernüchternd: Gut, dass man miteinander geredet habe, aber der Gipfel habe substantiell nichts gebracht. Die Ukrainer mussten stattdessen mit ansehen, wie US-Präsident Trump über den Tisch gezogen worden sei. Er habe zugelassen, dass der russische Präsident Putin auf der Weltbühne zurück sei. Putin habe in seiner Rede behaupten können, dass die Europäer, Ex-US-Präsident Biden und die Ukraine selbst Schuld am Krieg seien. An dieser kurze Rede sei tagelang im Kreml gefeilt worden. Sie sei ein Meisterstück der russischen Diplomatie. Putin spiele mit Trump und er spiele auf Zeit. Bühler hält die Skepsis darüber für berechtigt, ob es tatsächlich demnächst ein Dreiertreffen zwischen Putin und Selenskyj mit Trump geben werde. So etwas müsse eigentlich mit zahlreichen bilateralen Treffen vorbereitet werden. Ein Deal unter vier oder sechs Augen sei nicht belastbar. Die Diskussion über eine Friedenstruppe und eine deutsche Beteiligung hält Bühler für verfrüht und nicht hilfreich. Ein tragfähiger Waffenstillstand sei Grundvoraussetzung und nicht absehbar. Im Podcasts geht es auch um das aktuelle Kriegsgeschehen. In der vorigen Nacht hatte es schwere Luftangriffe der Russen mit rund 600 Flugkörpern gegeben. Der Krieg am Boden gehe an bekannten Brennpunkten wie der Sumy-Region und bei Charkiw weiter. Bei Pokrowsk gelingt es der russischen Armee zunehmend, den Ring um die Stadt zu schließen. Stichwort "Flamingo": Bühler erklärt, was er über den neuen Marschflugkörper der ukrainischen Armee weiß. Zu Gast im Podcast ist ARD-Korrespondent Nils Bula. Er erzählt, was er in Kiew und Odessa erlebt, wie die Menschen mit den nächtlichen Dauerangriffen umgehen. Viele Ukrainer suchten bei Luftalarm oft keinen Schutz mehr, weil sie auch schlafen und den Alltag meistern müssten. Die Luftangriffe machten die Menschen mürbe, sie wollten sich aber Russland nicht unterwerfen. Von einer Befreiung der Krim sei aber auch nicht mehr die Rede. Und ein Tipp: MDR-Schwerpunkt zum Zivilschutz: https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/zivilschutz-bevoelkerungsschutz-warnen-katastrophenschutz-hilfe-100.html Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de, oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 26. August 2025 geplant.
Thu, 21 Aug 2025 - 1h 25min - 285 - #280 Russischer Durchbruch bei Pokrowsk?
Russische Truppen sind bei Pokrowsk tief in ukrainische Verteidigungslinien eingedrungen. Ex-NATO-General Erhard Bühler bewertet die aktuelle Lage und warnt vor weitreichenden Folgen für die Ukraine: "Ein taktischer Einbruch kann sich schnell zu einem operativen Durchbruch entwickeln." Natürlich sprechen Ex-Nato-General Bühler und Host Tim Deisinger auch über das bevorstehende Treffen von US-Präsident Donald Trump mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Kann es den Ukraine-Krieg politisch neu sortieren? Bühler sieht vor allem ein diplomatisches Risiko: "Putin kommt vorbereitet – Trump wohl eher nicht." Der Ex-General befürchtet, dass die US-Delegation "über den Tisch gezogen wird" und Putin gestärkt aus dem Gespräch hervorgehe. Zwar hoffe auch er auf einen Waffenstillstand – er erwarte ihn jedoch nicht. Zu Gast ist Brigadegeneral Christoph Huber, Kommandeur der Panzerbrigade 45, die dauerhaft in Litauen stationiert ist. Derzeit sind es 400 Soldatinnen und Soldaten. Huber spricht über den Aufbau der Brigade und die Zusammenarbeit innerhalb der NATO: "Am Ende des Tages wird die Panzerbrigade 45 eine kriegstüchtige Brigade sein – und das hat höchste Priorität.“ Ein weiteres Thema ist eine neue Umfrage unter der ukrainischen Bevölkerung. Demnach bevorzugt eine Mehrheit inzwischen eine Verhandlungslösung statt eines Sieges um jeden Preis. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 21. August 2025 geplant.
Wed, 13 Aug 2025 - 1h 20min - 284 - #279 Warum russische Waffen in Kaliningrad so gefährlich sind
Die Russen stationieren seit 2017 Waffen in der Exklave Kaliningrad. Laut Ex-Nato-General Erhard Bühler sind darunter auch nuklearfähige Waffen mit einer Reichweite über Berlin hinaus. Seinen Aussagen zufolge dienen die Raketen nicht der Verteidigung von Kaliningrad. Aber auf welches Szenario bereitet sich Russland vor? Bühler ordnet auch die Aussagen von US-General Christopher Donahue auf einer Militärkonferenz in Wiesbaden ein, der die Aufrüstung in der Exklave als große Bedrohung ansieht. Ex-Nato-General Bühler und Host Tim Deisinger sprechen auch über die aktuelle Lage. Während die Situation in Gebieten wie Charkiw oder Sumy stabil ist, müssen sich die Ukrainer in Kupjansk und Pokrowsk Sorgen machen. Bühler beobachtet aber auch, dass die ukrainischen Luftangriffe auf die russischen Eisenbahnanlagen und Rüstungsbetriebe zunehmen und präziser werden. Ebenfalls eine Rolle in dieser Folge spielt das verkürzte Ultimatum von US-Präsident Donald Trump. Dieser verlangt einen Waffenstillstand innerhalb von zehn Tagen. Andernfalls werde es harte Sanktionen geben. Bühler stellt fest, dass der Kreml sich davon nicht beeindrucken lässt. Weiterhin bewertet er Berichte über eine mögliche Verlegung von Atomwaffen von den USA nach Großbritannien. Podcast-Tipp 11KM "Gaza: Krieg, Hunger und die Suche nach Frieden": https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:6fae23485cc7b69a/ Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 13. August 2025 geplant.
Wed, 30 Jul 2025 - 1h 17min - 283 - #278 Pokrowsk: Die Lage spitzt sich zu
Russland ist im Ukraine-Krieg schon lange im Vorteil. Nun droht den Ukrainern ein weiterer Rückschlag. Bei Pokrowsk spitzt sich die Lage zu. Ex-Nato-General Erhard Bühler sagt, der Stadt drohe die Einschließung. Es könnte deswegen sein, dass die Ukrainer sie bald räumen müssten. Das wäre für Russland ein großer Erfolg. Weitere Themen: In der Türkei ist eine weitere Runde von Gesprächen zwischen Vertretern Russlands und der Ukraine geplant. / Die Ukraine erhält weitere Abrams-Kampfpanzer – aus Australien / Die Ukraine soll Patriot-Systeme bekommen – unklar ist noch von wem Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 30. Juli 2025 geplant.
Wed, 23 Jul 2025 - 1h 08min - 282 - #277 Neue Strategie gegen russische Drohnen-Angriffe
Die russischen Drohnen-Angriffe sorgen für viele Tote und Verletzte. Ex-Nato-General Erhard Bühler erklärt, warum sich die Ukraine dagegen bald besser schützen kann. Eine Rolle spielt dabei ein ukrainisches Startup-Unternehmen. Außerdem erklärt Bühler, welche Systeme den Ukrainern im Moment zur Drohnenabwehr zur Verfügung stehen. Dazu gehören der Gepard-Panzer sowie die Flugabwehrsysteme Skyranger und Skynex aus deutscher Produktion. Wie funktionieren die Systeme? Welche Vor- und Nachteile haben sie? Host Tim Deisinger fragt Ex-Nato-General Bühler auch, ob die Ukrainer zwischen Drohnen mit Sprengstoff und Täuschungs-Drohnen unterscheiden können. Das bejaht Bühler und führt aus, wie das funktioniert. In Deutschland wird ebenfalls über die Drohnen-Abwehr diskutiert. Im vergangenen Jahr billigte der Haushaltsauschuss des Bundestags die Beschaffung von 19 Skyrangern auf Boxer-Basis. Damit soll keine kritische Infrastruktur geschützt werden. Aber wofür sind sie dann gedacht? Deisinger und Bühler kommen auch auf die Wende von US-Präsident Donald Trump im Ukraine-Krieg zu sprechen. Bühler ist gespannt, wie der russische Präsident Wladimir Putin auf Trumps Ultimatum reagieren wird. An einen schnellen Waffenstillstand glaubt der Ex-Nato-General nicht. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 23. Juli 2025 geplant.
Wed, 16 Jul 2025 - 1h 29min - 281 - #276 Waffenlieferungen: Was ist los bei den USA?
Waffenlieferungen ja, dann nein, nun wieder ja – was ist los bei den US-Amerikanern? Das US-Verteidigungsministerium hat Waffenlieferungen an die Ukraine zwischenzeitlich teilweise gestoppt, die vom ehemaligen US-Präsident Joe Biden veranlasst und vom US-Kongress bewilligt worden waren. Die Lieferungen sollen teilweise schon in Polen gewesen sein, bevor sie gestoppt wurden. Betroffen waren unter anderem Patriot-Flugabwehrraketen, von denen die Ukraine abhängig ist. US-Präsident Trump soll nicht eingeweiht gewesen sein. Der ganze Vorgang zeigt laut Ex-Nato-General Erhard Bühler, dass mit Pete Hegseth ein Mann US-Verteidigungsminister sei, der für das Amt nicht geeignet sei. US-Präsident Trump hat inzwischen eine Fortsetzung der Waffenlieferungen zugesagt. Dabei kritisierte er auch Russlands Präsidenten Putin ungewöhnlich scharf. Die Bundeswehr will Berichten zufolge mehrere tausend Kampfpanzer und gepanzerte Fahrzeuge kaufen. Bühler erklärt, wie die genannten Zahlen zustande kommen. Sind diese Anschaffungen sinnvoll, oder sollte Deutschland stattdessen mehr in Drohnen investieren? Zur aktuellen militärischen Lage: Es gab einen neuen russischen Großangriff aus der Luft. Nordkorea soll die Entsendung weiterer Soldaten nach Russland vorbereiten. Russland scheint Probleme mit der Moral seiner Soldaten zu haben. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 16. Juli 2025 geplant.
Wed, 09 Jul 2025 - 1h 09min - 280 - #275 Wo wir im Ukraine-Krieg stehen
Seit fast dreieinhalb Jahren kämpft die Ukraine um ihr Leben. Seit Langem haben die Russen die Initiative im Krieg. In dieser Folge sprechen wir darüber, wo wir im Ukraine-Krieg stehen. Ex Nato-General Erhard Bühler sagt, Russland verfolge die gleichen politischen Ziele wie zu Kriegsbeginn. Er erklärt, welche vier Phasen der Krieg seiner Meinung nach bisher durchlaufen hat. Die vierte Phase dauere inzwischen seit mehr als einem Jahr an. Die Initiative liege seitdem bei der russischen Armee. Bühler weiter: "Beide Seiten sind sehr anpassungsfähig und sehr innovativ. Da darf man auch die russische Armee nicht unterschätzen." Außerdem analysiert er unter anderem, inwieweit beide Seiten bei der Kriegsführung auf Hilfe von anderen Staaten angewiesen sind. Aktuelle militärische Lage: Ausführlich geht es um die Luftangriffe auf beiden Seiten. Russland hat am Wochenende den bisher größten Angriff auf die Ukraine gestartet. Mindestens ein Dutzend Menschen wurde getötet. Außerdem hat die russische Armee bei Sumy und Pokrowsk Truppen zusammengezogen. Bühler erklärt, welche Ziele die Russen damit verfolgen dürften. Weitere Themen: Der Nato-Gipfel, Mark Rutte und der "Schleimspur"-Vorwurf – Muss man Donald Trump so viel Honig ums Maul schmieren? Bühler erklärt, warum er den Gipfel trotz der Vorwürfe für einen Erfolg hält. Und: Ein Telefonat mit Albrecht Brömme, dem ehemaligen THW-Chef. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 9. Juli 2025 geplant.
Wed, 02 Jul 2025 - 59min - 279 - #274: Das Fünf-Prozent-Ziel der Nato und der deutsche Haushalt
Die Bundesregierung plant bis 2029 den Wehretat auf 153 Milliarden Euro zu erhöhen. Das entspricht etwa den 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, die die Nato-Mitglieder künftig für die Verteidigung ausgeben sollen. Hinzu kommen 1,5 Prozent der Wirtschaftsleistung für die verteidigungsrelevante Infrastruktur. Im Gespräch mit Host Christian Erll nennt Ex-Nato-General Erhard Bühler die Pläne für den Wehretat ein starkes Zeichen von Deutschland. Man sei Vorbild für andere Staaten und zeige, dass man Verantwortung übernehmen wolle. Bühler erklärt auch, warum 2029 ein Schlüsseldatum ist und wofür die Bundeswehr das Geld jetzt ausgeben könnte. Außerdem schauen Erll und der frühere General auf den Nato-Gipfel in Den Haag. Weiteres Thema ist eine Übung, die Bühler auf dem US-amerikanischen Truppenübungsplatz in Grafenwöhr begleitet hat. Konkret ging es um ein Verteidigungsszenario für Litauen. Der frühere Nato-General erläutert, wie eine Simulation abläuft und welche Rolle er dabei gespielt hat. Bühler schaut außerdem ausführlich auf das aktuelle Kriegsgeschehen, darunter in den Regionen Kursk, Sumy oder Charkiw. Und am Ende des Podcasts antwortet er auf Zuschriften von Hörerinnen und Hörern, die sich an der Auslegung des Völkerrechts von Herrn Bühler gestoßen haben. Und es geht um die bunkerbrechenden Waffen, die die USA beim Angriff auf die iranischen Atomanlagen genutzt haben. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 2. Juli 2025 geplant.
Wed, 25 Jun 2025 - 1h 08min - 278 - #273 Israels Angriffe auf den Iran – Völkerrechtsbruch oder Schutz vor der Atombombe?
Seit Tagen greifen sich Israel und der Iran gegenseitig an. Für Ex-Nato-General Erhard Bühler ist die Lage besorgniserregend. Es müsse verhindert werden, dass der Nahe und Mittlere Osten "in Brand gesteckt" werde. Israel hatte die militärische Auseinandersetzung begonnen. Für Bühler ist das "zweifelsfrei" eine Eskalation. Er erklärt, warum man trotzdem nicht eindeutig sagen kann, ob Israel mit seinen Angriffen gegen das Völkerrecht verstoßen hat. Außerdem beantwortet er die Frage, ob der Iran immer noch Waffen an Russland liefert. Wird der russische Präsident Wladimir Putin durch die israelisch-iranische Auseinandersetzung möglicherweise geschwächt? Gibt es Auswirkungen auf den Ukraine-Krieg? Host Tim Deisinger spricht mit Erhard Bühler weiterhin über das Manifest von SPD-Politikern wie Ralf Stegner und Rolf Mützenich. Das Papier trägt den Titel "Friedenssicherung in Europa durch Verteidigungsfähigkeit, Rüstungskontrolle und Verständigung". Darin wird eine Abkehr von der derzeitigen Aufrüstungspolitik der Bundesregierung sowie eine "Zusammenarbeit mit Russland" gefordert. Ex-Nato-General Erhard Bühler findet das Manifest "diskussionswürdig". Dabei verweist er auf Stellen, bei denen mit falschen Fakten operiert werde. Bühler erklärt im Zusammenhang mit dem Manifest auch, warum Warnungen vor einem Angriff der Russen auf Nato-Staaten ernst zu nehmen sind. Unter bestimmten Umständen sei die militärische Überlegenheit der Nato wenig wert. Außerdem führt er aus, wie solche möglichen russischen Angriffe aussehen könnten. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 25. Juni 2025 geplant.
Wed, 18 Jun 2025 - 1h 19min - 277 - #272 Die Nato-Aufrüstung
Der Nato-Gipfel in Den Haag steht an. Dort sollen neue Fähigkeitsziele des Bündnisses beschlossen werden. Details sind schon bekannt. Es geht um ein großes Aufrüstungsprogramm in den einzelnen Mitgliedsstaaten mit Blick auf die aktuellen Bedrohungen. Die Verteidigungsausgaben sollen steigen, auf 3,5 Prozent des BIP. Ex-Nato-General Erhard Bühler nennt im Podcast die wichtigsten Ziele. Es geht unter anderem um mehr Luftverteidigung, die Anschaffung von mehr weitreichenden Waffen und das Aufstellen von neuen Großverbänden. Klar ist laut Bühler: Die neuen Ziele werden auch Deutschland und die Bundeswehr vor große Herausforderungen stellen. Die Nato bekommt einen neuen Oberbefehlshaber. Der US-amerikanische General Alexus Grynkewich soll auf Christopher Cavoli folgen, der bisher Militärchef der Nato ist. Bühler findet es gut, dass der Posten wieder von einem US-General übernommen wird. Zuvor war spekuliert worden, dass ein Europäer die Stelle antreten könnte. Weitere Themen: Die aktuelle militärische Lage (Schwerpunkt Luftangriffe) / Stand der Verhandlungen und ein neuer Gefangenenaustausch / Die Ukraine als Nato-Beitrittskandidat? Hinweis: Wir haben diese Folge neu veröffentlicht, weil einige Hörerinnen bzw. Hörer einen sehr hohen, dauerhaften, ihnen unerträglichen "Pfeifton" wahrgenommen haben. Wir bedauern das, haben den Ton aus dem Audio herausgerechnet und hoffen, dass diese Folge nun für alle durchhörbar ist. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 18. Juni 2025 geplant.
Wed, 11 Jun 2025 - 1h 05min - 275 - #271 Spektakulärer Drohnenangriff
Vertreter von Russland und der Ukraine haben erneut miteinander verhandelt. In Istanbul einigten sie sich auf einen weiteren Gefangenenaustausch, nicht aber auf eine Waffenruhe. Nur eine Stunde dauerte das Gespräch. Das Fazit von Ex-Nato-General Erhard Bühler: "In der Hauptsache blieb das Gespräch wie erwartet ohne Ergebnisse." Die russischen Forderungen seien so weitgehend, dass die Ukraine, sollte sie ihnen nachgeben, quasi kapitulieren würde. Außerdem hat die Ukraine einen spektakulären Coup gelandet. Tief im russischen Hinterland sollen mithilfe von Drohnen Dutzende strategische Bomber Russlands zerstört worden sein. Mehrere Flugplätze wurden angegriffen, teilweise in Sibirien. Im Podcast geht es darum, wie sich der Angriff abgespielt haben soll und was die Auswirkungen sind. Bühler sagt, dass die Ukraine einen hohen logistischen Aufwand betreiben musste, um den Angriff durchzuführen. Sie sende damit auch ein Signal an ihre Unterstützer, zu was sie fähig sei. Russland werde durch die Verluste bei seinen strategischen Bombern geschwächt. "Dieser Angriff zeigt die Möglichkeiten auf, die Drohnen im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz und im Zusammenhang mit einer guten Logistik dahinter bieten – nicht nur Staaten, sondern auch Terroristen", so Bühlers Fazit. Ein Schwerpunkt-Thema in dieser Folge ist der Zivilschutz. Über Jahrzehnte wurde er in Deutschland vernachlässigt. Doch seit der Invasion Russlands in der Ukraine 2022 sind alte Gewissheiten Vergangenheit. Albrecht Broemme, ehemaliger Chef des Technischen Hilfswerkes, ist ein erfahrener Krisen- und Katastrophenmanager. Er berichtet im Podcast von seinen Erfahrungen in der Ukraine. Außerdem erklärt er, wo Deutschland beim Zivilschutz nachsteuern muss. Aktuell stehe Deutschland schlecht da, soviel sei klar. Das Schlüsselwort laute Resilienz. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 11. Juni 2025 geplant.
Wed, 04 Jun 2025 - 1h 25min - 274 - #270 Massive Drohnenangriffe von beiden Seiten
Russland überzieht die Ukraine mit den größten Drohnenangriffen seit Kriegsbeginn. Auch die Ukraine setzt massive Drohnenschwärme ein, um russische Infrastruktur zu treffen. Ex-NATO-General Erhard Bühler erklärt die Strategie hinter den Attacken und warum es falsch wäre, die russischen Angriffe als Reaktion auf ukrainische Operationen darzustellen. Bühler warnt, das wäre eine Täter-Opfer-Umkehr. Außerdem geht es um den Verein "Viele Hände für die Hoffnung", der Hilfe direkt in die Ukraine bringt. Host Tim Deisinger spricht mit dem Vorsitzenden Matthäus Wanzek, der derzeit vor Ort ist. Wanzek beschreibt, wie gefährlich humanitäre Einsätze in frontnahen Gebieten sind und warum er trotzdem nicht aufgeben will. Das Leid der Menschen sei groß. Deshalb mache der Verein weiter, trotz der Gefahr. Link: Viele Hände für die Hoffnung e. V. https://vhfdh.de/ Link: Reportage "Söldner – Töten für Geld" https://www.ardmediathek.de/video/y-kollektiv/y-history-soeldner-toeten-fuer-geld/ard/Y3JpZDovL21kci5kZS9zZW5kdW5nLzk5MDE0MC8yMDI1MDUyNjAwMDAveS1rb2xsZWt0aXYtbWRyLWZvbGdlLXNvZWxkbmVyLXRvZXRlbi1mdWVyLWdlbGQtMTAw Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 04. Juni 2025 geplant.
Wed, 28 May 2025 - 54min - 273 - #269 Kann Trumps Telefon-Diplomatie zum Erfolg führen?
US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin haben am Telefon über den Ukraine-Krieg gesprochen. Ex-Nato-General Erhard Bühler erklärt, Trumps Strategie für eine Waffenruhe könne unter bestimmten Voraussetzungen funktionieren. Dazu müsse er den Druck auf Putin erhöhen und Sanktionen beschließen. Die USA hätten die Macht, Russland bei der "Finanzierung des Kriegs schwer zu treffen". Außerdem führt Bühler aus, warum die EU und Großbritannien bei den Friedensbemühungen wieder eine größere Rolle spielen. Host Tim Deisinger spricht mit Bühler auch über den Drohnen-Angriff auf Kiew in der Nacht zum Sonntag. Bühler zufolge war es der "schwerste Angriff seit Kriegsbeginn", wenn man die Anzahl der Drohnen berücksichtige. Insgesamt kamen über 270 Shahed-Drohnen zum Einsatz. Der Ex-Nato-General zählt auf, wie viele Drohnen ihre Ziele tatsächlich getroffen haben. Außerdem erläutert er, wie Russland durch eine neue Drohnen-Strategie im Krieg stärker wird. Ein weiteres Thema dieser Podcast-Folge ist das Ziel von Kanzler Friedrich Merz, die Bundeswehr zur stärksten Armee Europas zu machen. Wie schnell kann das funktionieren? Und ist die Bevölkerung bereit, so viel Geld in das Militär zu investieren? Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 28. Mai 2025 geplant.
Tue, 20 May 2025 - 57min - 272 - #268 Die Lage in den besetzten Gebieten
Berichte aus den von Russland besetzten Gebieten klingen schlimm. Die Ukrainer dort sind Berichten zufolge zahlreichen Repressionen ausgesetzt. Zum Beispiel sollen Zehntausende Kinder verschleppt worden sein. Host Christian Erll hat dazu mit Eva Yakubovska vom Deutsch-Ukrainischen Verein Vitsche in Berlin gesprochen, der öffentlich auf die Verschleppungen aufmerksam macht. Außerdem gibt es Berichte über tausende Inhaftierungen von Erwachsenen und Folter sowie Zwangseinziehungen in die russische Armee. Darüber sprechen wir in dieser Folge. Der Ex-Nato-General Erhard Bühler spricht von Maßnahmen zu einer Russifizierung der aktuell eroberten Gebiete. Unklar ist, ob solche Taten je bestraft werden können. Weitere Themen: Zum Stand der Verhandlungen – Selenskyj wartet in Istanbul auf Putin / Die militärische Lage / Erneut scheitert eine Waffenruhe Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 20. Mai 2025 geplant.
Wed, 14 May 2025 - 58min - 271 - #267 Die sogenannte Frühjahrsoffensive
Russland startet eine Frühjahrsoffensive, heißt es in diesen Tagen oft. Ex-Nato-General Erhard Bühler kann eine solche neue Offensive nicht erkennen. Vielmehr sei Russland seit Anfang 2024 dauerhaft in der Offensive, spätestens seit der Eroberung von Awdijiwka. An dieser Lage hätten die USA und die EU einen entscheidenden Anteil. Wir analysieren die Lage entlang der Front im Detail. Trotz weiteren russischen Geländegewinnen verteidige sich die Ukraine nach wie vor erfolgreich, so Bühler. Weitere Themen: Stand der Verhandlungen zwischen Russland, der Ukraine und den USA / Russlands anstehende Feier zur Erinnerung an den Sieg über Nazi-Deutschland und die angekündigte Waffenruhe / Die Rolle von ukrainischen Partisanen / Der Tod der ukrainischen Journalistin Viktoria Roschtschyna und Foltervorwürfe gegen Russland / Die Lage in den von Russland besetzten Gebieten Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 14. Mai 2025 geplant.
Wed, 07 May 2025 - 53min - 270 - #266 Und noch einmal: Taurus
Mit der neuen Bundesregierung dürfte eine alte Debatte wiederbelebt werden. Der designierte Kanzler Friedrich Merz würde der Ukraine unter bestimmten Bedingungen Taurus-Marschflugkörper liefern. Im Podcast sprechen wir darüber, welche Auswirkungen eine Lieferung hätte – militärisch, symbolisch und mit Blick auf die Verhandlungen für eine Waffenruhe. Zum Stand der Verhandlungen: Russlands Präsident Putin hat eine mehrtägige Waffenruhe im Mai angekündigt. Die Ukraine schlägt vor, die Waffenruhe auf 30 Tage auszudehnen, was Moskau ablehnt. Ex-Nato-General Erhard Bühler sagt, Moskau spiele ein Spiel und fahre bei den Verhandlungen über eine Waffenruhe und Frieden eine Doppelstrategie. Weitere Themen: Die aktuelle militärische Lage / Hörerfragen, unter anderem zu Leopard-Panzern und dem Zivilschutz Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 7. Mai 2025 geplant.
Wed, 30 Apr 2025 - 1h 05min - 269 - #265 Trumps Deal mit Russland
US-Präsident Donald Trump hat einen "Deal" mit Russland verkündet. Er spricht von einem finalen Angebot, dem nun auch die Ukraine zustimmen solle. Das angegriffene Land soll demnach die Annexion der Krim anerkennen. Die weiteren russisch besetzten Gebiete sollen zunächst ebenso bei Russland verbleiben. Die Ukraine soll kein Nato-Mitglied werden können. Bei einem Waffenstillstand winken Russland die Aufhebung der Sanktionen und die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit den USA. Im Gegenzug soll eine "Koalition der Willigen" der Ukraine Sicherheitsgarantien ausstellen. Und es soll ein Wiederaufbauprogramm geben. Ist das ein echter Plan für einen Frieden? Ex-Nato-General Erhard Bühler sieht die Pläne skeptisch. Der "Deal" von Trump entspreche weitgehend den Kriegszielen Russlands. Weitere Themen: Die angebliche Waffenruhe zu Ostern / Die militärische Lage an der Front / Bilanz des ukrainischen Vorstoßes nach Kursk / Die westliche Unterstützung für die Ukraine Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 30. April 2025 geplant.
Thu, 24 Apr 2025 - 1h 19min - 268 - #264 Deutsche Waffen nur bedingt kriegstauglich?
In den vergangenen Tagen wurde viel über die Kriegstauglichkeit deutscher Waffensysteme debattiert. Grund ist ein internes Bundeswehrpapier, über das NDR, WDR und SZ berichtet haben. Darin heiße es, die Ukraine sei grundsätzlich zufrieden mit den deutschen Systemen, wie dem Leopard-Panzer, der Panzerhaubitze 2000 und den Patriot-Systemen. Allerdings sei kaum Großgerät, welches Deutschland in die Ukraine geliefert habe, "uneingeschränkt kriegstauglich". Ex-Nato-General Erhard Bühler erklärt, was wir wissen und wie er es bewertet. Bühler findet, der Tenor der Berichte sei zu negativ. Die Ukrainer seien im Grundsatz sehr zufrieden mit den deutschen Waffensystemen. Verhandlungen: Die USA melden Fortschritte bei den Gesprächen über eine Waffenruhe. Bühler analysiert, was die beteiligten Personen in den USA und in Russland genau gesagt haben. Er ist skeptisch, dass es wirkliche Fortschritte gibt. Es scheine nicht so, dass ein Waffenstillstand in naher Zukunft erreicht werden könne. "Das ist in meinen Augen völlig illusorisch", so Bühler. Die aktuelle militärische Lage: Die Kampfhandlungen an der Front haben sich nach ukrainischen Angaben intensiviert. Es gibt kleinere Geländegewinne für die russische Armee, erkämpft unter hohen Verlusten. An manchen Stellen hat auch die ukrainische Armee Erfolge erzielt. Bei Kursk sind die Ukrainer weitgehend von russischem Gebiet verdrängt worden. Weitere Themen: Der russische Angriff auf Sumy / Personelle Veränderungen bei den US-Streitkräften / Ein Bericht von Unfallchirurg Bastian Veigel, der mehrfach in der Ukraine war Podcast-Tipp: Berlin Code - https://kurz.ard.de/berlincode Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 24. April 2025 geplant.
Wed, 16 Apr 2025 - 1h 13min - 267 - #263 Warum man die NATO nicht abschreiben sollte
Vor dem Streitkräfte-Ausschuss des US-Senats hat sich der Kommandeur des "United States European Command", Christopher Cavoli, einer Anhörung gestellt. Er sprach darüber, welche Bedrohung er derzeit durch Russland sieht und wie die Nato reagieren sollte. Ex-Nato-General Erhard Bühler schätzt im Gespräch mit Host Tim Deisinger Cavolis Aussagen ein. Bühler spricht außerdem davon, dass er eine respektvolle Anhörung erlebt habe. Und er erklärt, wie sich solche Anhörungen im Vergleich von denen in Deutschland unterscheiden. Weiteres Thema ist das US-Kampfflugzeug F35, das die Bundeswehr bestellt hat. Bühler beantwortet zwei Hörerfragen und macht deutlich, warum dieses Flugzeug jetzt gebraucht werde. Zur aktuellen Lage stellt Bühler fest, dass die Kampfhandlungen unverändert anhalten. Auch die Brennpunkte seien gleich geblieben. Bühler und Deisinger sprechen zudem ausführlich über einen russischen Angriff auf die ukrainische Stadt Krywyj Rih, bei dem 20 Menschen starben - darunter neun Kinder. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 16. April 2025 geplant.
Wed, 09 Apr 2025 - 1h 12min - 266 - #262 Der lange Weg zu einem Waffenstillstand
Wie steht es um die politischen Bemühungen für einen Waffenstillstand in der Ukraine? Darüber sprechen wir in dieser Folge mit Ex-Nato-General Erhard Bühler. Bisher gibt es nur eine lose Übereinkunft, Angriffe auf die Energieinfrastruktur auszusetzen. Beide Seiten werfen sich vor, die Abmachung zu verletzen. Die Verhandlungen über einen Waffenstillstand auf See seien festgefahren, so Bühler. Er sagt: "Die beiden Teilwaffenstillstände aus der Luft und über See, da hängt es zur Zeit. Und von einem großen Waffenstillstand, da sind wir noch weit entfernt." Das alles scheint US-Präsident Donald Trump zu ärgern. Er schießt mal gegen Russlands Präsidenten Putin und mal gegen den ukrainischen Präsidenten Selenskyj. Scheitert Trump als selbsterklärter Dealmaker? Außerdem geht es um die Frage der Absicherung eines dauerhaften Waffenstillstands, sollte er zustande kommen. Frankreich und Großbritannien schmieden bereits Pläne für eine "Koalition der Willigen", die Schutztruppen in die Ukraine entsenden könnten. Wir sprechen darüber, wie die Pläne zu bewerten sind. Und wir sprechen über einen Artikel der "New York Times". Darin wird die Frage aufgeworfen, ob die Amerikaner nicht vielleicht doch die Zielplanung für ukrainische Angriffe gegen die russische Armee übernommen haben. Militärische Lage: Die Kämpfe dauern mit unverminderter Härte an, unbeeindruckt von den Gesprächen über einen möglichen Waffenstillstand. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 9. April 2025 geplant.
Wed, 02 Apr 2025 - 1h 03min - 265 - #261 Die Verhandlungen von Riad
In der saudi-arabischen Hauptstadt Riad wird unter anderem über eine Waffenruhe im Ukraine-Krieg gesprochen. Die USA verhandeln getrennt mit der Ukraine und Russland. Im Gespräch mit Host Tim Deisinger schätzt Ex-Nato-General Erhard Bühler ein, wie die Gespräche laufen. Er geht außerdem davon aus, dass sie wahrscheinlich lang und zäh werden. Und es geht um die Rolle des US-Sondergesandten Steve Witkoff und welche Defizite er zuletzt gezeigt hat. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat einen streng geheimen Einsatzplan für die Angriffe auf die Huthi-Miliz im Jemen in einer Chatgruppe besprochen. In diese war versehentlich auch ein Journalist eingeladen worden. Bühler sagt dazu: Die Diskussion dazu nehme richtig Fahrt auf. Der Vorfall werde als einer der größten Sicherheitsverstöße bewertet, der unter normalen Umständen zu Entlassungen führen müsste. Der frühere Nato-General erklärt aber auch, was der Chat über die Rolle der einzelnen Player im Umfeld von US-Präsident Donald Trump zeigt, vor allem über Vize-Präsident JD Vance. Zur aktuellen Lage erläutert Bühler, der Krieg gehe mit unverminderter Härte weiter. In der Intensität sei er aber nicht ganz so stark wie im Januar und Februar. Bühler stellt außerdem ausführlich dar, was in den vergangenen Tagen an den verschiedenen Brennpunkten passiert ist. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 2. April 2025 geplant.
Tue, 25 Mar 2025 - 1h 06min
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